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A-W/0010/2024

Ökologische Aufwertung von Grünflächen in Mecklenbeck

Antrag an die BV West 04.03.2024

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung Münster-West, Sitzung am 14.03.2024, TOP 9.7

Originalantrag

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Stellungnahme der Verwaltung vom 13.03.2024

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Originalantrag

2327 Zeichen

A \r./ I 0010 1:2024 
CDU FRAKTION IN DER BV WEST 
STADT MÜNSTER b ;..1. MRZ. 2024 
Amt für ßürger- u. ~'\atsservice_ 
Bezirksverwaltung We$t 
Münster, 28.02.2024 
Anden 
Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Münster -West 
Herrn Stephan Brinktrine 
Pantaleonplatz 7 
48161 Münster 
ökologische Aufwertung von Grünflächen in Mecklenbeck 
Die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Münster-West bittet die Verwaltung um 
Prüfung, 
ob aus Baumschnitt in Mecklenbeck Totholzzäune/ Benjeshecken angelegt 
werden können 
inwieweit die 2018 in Mecklenbeck angelegten Blühstreifen aufgewertet werden 
müssen 
Begründung: . 
Auch in diesem Jahr sind u.a. im Landschaftspark Mecklenbeck wieder große Mengen an 
Baum- und Strauchschnitt angefallen, die bisher immer abtransportiert und anderweitig 
verwertet wurden. 
Mit diesem Holzschnitt ließen sich' alternativ relativ kostengünstig und pflegearm - 
durch Aufschichtung der Äste zwischen zwei Reihen von Pflöcken - Totholzzäune bzw. 
Benjeshecken errichten. Damit verbliebe das Holz im örtlichen Ökosystem und würde 
vielerlei Insekten, Vögeln und Kleinsäugetieren einen Lebensraum bieten können. 
Außerdem können Totholzhecken auch einen Beitrag leisten, die Landschaft für das 
menschliche Auge naturnäher und abwechslungsreicher zu gestalten. 
Eine solche Maßnahme wäre eine sinnvolle Ergänzung zu den im Jahre 2018 auf den 
CDU-Antrag „Mecklenbeck summt" angelegten Blühstreifen im Landschaftspark 
Egelshove, entlang der Grünflächen an der Fritz-Stricker-Straße und im Meckelbach­ 
Umfeld und zu den auf CDU-Antrag im Jahre 2022 erfolgten Streuobstanpflanzungen auf 
Mecklenbecker Grünflächen. · 
Mauritzstraße 4-6 • 48143 Münster 
Telefon (02 51) 4 l8 42-0 • Telefax (02 51) 4 l8 42- 
44 post@cdu-muenster.de • www.cdu-muenster.de 
CDU-SPENDENKONTO: IBAN DE96 4005 0l50 0000 [31318 • BIC: WELADEDIMST • Sparkasse Münsterland Ost

Dies könnte damit verbunden werden, die angelegten Blühstreifen noch einmal 
aufzuwerten/nachzubessern. Z.B. an der Fritz-Stricker-Straße hat der Blühstreifen durch 
das Verlegen von Leitungen stark gelitten. 
gezeichnet: 
Peter Hamann, Christian Hinzmann, Thomas Lilge, Karin Park-Luikenga, Nicholas 
Reuting, 
Nils Schappler, Peter Wolfgarten 
Durch eine Baumaßnahme in stark Mitleidenschaft gezogener Blühstreifen an der Fritz­ 
Stricker-Straße:

Stellungnahme der Verwaltung vom 13.03.2024

4913 Zeichen

A , rJ I o o 10 I l o 14 
67.40.0001 
Herr Seile 
13.03.2024 
6819 
Bezirksvertretung Münster-West 
über Herrn Stadtrat Minas 
STADT M.ÜNSTER 
1 4. MRZ. 2024 , b Amt für ßürger- u. Hatsservloa 
Bezirksverwaltung We!t 
Rückmeldung zur Anfrage an die Verwaltung durch die CDU-Fraktion vom 28.02.2024, 
Antrag A-W/0010/2024 
Ökologische Aufwertung von Grünflächen in Mecklenbeck 
Das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit bittet, die Bezirksvertretung Münster­ 
West in Ihrer Sitzung am 23.05.2024 zu oben aufgeführtem Antrag wie folgt zu informieren: 
Punkt 1 - Benjeshecken: 
Der von Ihnen vorgeschlagene Standort im Landschaftspark Mecklenbeck ist Bestandteil ei­ 
ner großflächig geplanten und in 2002 realisierten Ausgleichsfläche im Auen- und Niede­ 
rungsbereich des Meckelbaches. Der insgesamt ca. 38 ha große Bereich dient der Kompen­ 
sation der mit der Umsetzung des Bebauungsplans Nr. 396 - Mecklenbeck „Weseler Straße 
. I Dingbänger Weg / Egelshove" einhergehenden Eingriffe in Natur und Landschaft und wird 
kombiniert mit einer Nutzung als öffentliche Grünfläche. 
Ziel der Planung war es, die in der Vergangenheit intensiv landwirtschaftlich genutzten Auen­ 
und Niederungsbereiche des Meckelbaches innerhalb des Plangebietes zuextensivieren 
und unter Einbeziehung der bereits in den historischen Karten dokumentierten und heute 
noch vorhandenen Wallhecken- und Feldgehölzbestände, in großflächige von Einzelbäumen, 
Baumgruppen, Streuobstbeständen und Heckenstrukturen durchsetzte Hochstauden- und 
Grünlandflächen umzuwandeln. Bereits damals wiesen die alten vorhandenen Gehölzbe­ 
stände einen sehr hohen Tot- und Altholzanteil auf. Auch die zwischenzeitlich fast 25-jähri­ 
gen Gehölzbestände stellen heute ein ökologisches Kleinod für eine Vielzahl von Kleinsäu­ 
gern, Vögel und Insekten dar. Insofern haben wir im Landschaftspark bereits he'ute ein gutes 
Angebot an Alt- und Tatholzstrukturen. 
Im Jahre 1986 erschien das Buch „Die Vernetzung von Lebensräumen mit Feldhecken" von 
Hermann Benjes. Dieses von Ihnen im Antrag beschriebene Verfahren besticht durch seine 
Einfachheit und Logik, vor allem da es zum einen ein Kernproblem der Anlage von naturna­ 
hen Hecken zu lösen versprach und zum anderen eine sinnvollere Wiederverwendung von 
anfallendem Gehölzschnittgut vorsieht. 
In den 90er Jahren vorgenommene Untersuchungen an und mit Benjes-Hecken kamen je- 
. doch zu dem Ergebnis, dass künstlich angelegte Benies-Hecken verglichen mit Neuanpflan­ 
zungen aufgrund einer sehr stark eingeschränkten und verzögerten Gehölzentwicklung und 
einer rasch verlaufenden Zersetzung des eingebrachten Schnittgutes das Umfeld stark eu­ 
trophieren, also mit Nährstoffen anreichern. Zur Entwicklung von artenreichen Feldhecken 
eignen sich reine Benjes-Hecken daher nicht oder nur eingeschränkt, da mit höherem Nähr­ 
stoffgehalt eine Abnahme der Arten einhergeht. 
Die durch Zersetzungsprozesse innerhalb der Benjes-Hecke freiqesetzten Nährstoffe können 
nicht oder nur unzureichend verwertet werden, da sich die Gehölze anfänglich gar nicht und 
in den Folgejahren durch Sameneintrag nur spärlich entwickeln. Dies führt letztendlich zu

- 2 - 
ausgeprägtem Aufwuchs von Brennnesseln, da diese stickstoffreiche Standorte besiedeln. 
Im Hinblick auf die von einer Benjes-Hecke ausgehende starke Eutrophierung sollten sie 
ausschließlich auf landwirtschaftlich vorbelasteten Ackerflächen zur Anwendung kommen. 
Die Erfahrung hat zudem leider gezeigt, dass derartige Hecken zu unerwünschtem, biswei­ 
len sogar gefährlichem Verhalten anregen. Zu nennen ist hier die Ablagerung von Fremd­ 
schnittgut und Gartenabfällen. Bedauerlicherweise ist es auch bereits zu Brandstiftung und 
vermehrter Ablagerung von Müll gekommen. Dadurch kann es zu einer Besiedlung durch 
Ratten kommen. Dies wird noch begünstigt, wenn sich ·eine solche Hecke in der Nähe von 
Wohnhäusern befindet, wo ~s ein entsprechendes Nahrungsangebot für die Ratten gibt. 
Zudem wird, wie im Antrag erwähnt der anqefailene Baum- und Strauchschnitt abtranspor­ 
tiert und weiterverwendet. Das Schnittgut wird an zentralen Lagerstellen des Amtes für Grün­ 
flächen, Umwelt und Nachhaltigkeit zusammengetragen, über einen Großholzhacker ge­ 
häckselt und als Häckselgut in Gehölz- und Beetflächen wiedereingesetzt. Des Weiteren . 
wird wie oben bereits beschrieben, darauf geachtet das ausreichend Tot- oder Altholz in den 
Flächen vor Ort verbleibt.. 
Punkt 2 - AÜfwertung des Blühstreifens 
Der angelegte Blühstreifen ist durch Leitungsbaumaßnahmen stark beeinträchtigt worden. 
Die Wiederherstellung der Fläche durch den Verursacher steht allerdings. noch aus. Die Flä­ 
che soll in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden. 
Aus den oben genannten Gründen können wir Ihrem Wunsch nach Aufwertung der Grünflä­ 
chen in Mecklenbeck durch das Anlegen von Benjeshecken nicht entsprechen. 
Im Auftrag 
gez. 
M. Seile

Beratungsverlauf (1)

14.03.2024 Bezirksvertretung Münster-West
TOP 9.7 Antrag Entscheidung

Beschluss: Stellungnahme zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (4)

  • Weseler Straße
  • Fritz-Stricker-Straße
  • Mauritzstraße 4
  • Egelshove

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Details

Aktenzeichen
A-W/0010/2024
Typ
Antrag an die BV West
Datum
04.03.2024
Erstellt
04.03.2024 10:17