AN/1726/2021
Schnellstmögliche Aufnahme von Menschen aus Afghanistan
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Gem. Dringlichkeitsantrag nach § 12 (FDP)
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Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Köln SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln Linke-Fraktion im Rat der Stadt Köln FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln Volt-Fraktion im Rat der Stadt Köln Die Fraktion-Fraktion im Rat der Stadt Köln An die Vorsitzende des Rates Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 23.08.2021 AN/1726/2021 Dringlichkeitsantrag gem. § 12 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Rat 23.08.2021 Schnellstmögliche Aufnahme von Menschen aus Afghanistan Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, die antragstellende(n) Fraktion(en) bitten Sie, folgenden Dringlichkeitsantrag auf die Tages- ordnung der kommenden Sitzung des Rates am 23. August 2021 zu setzen. Mit Fassungslosigkeit und großer Sorge nimmt der Rat der Stadt Köln die dramatische und verzweifelte Lage der Menschen in Afghanistan wahr. Betroffen sind u.a. Menschen, die für deutsche und internationale Einrichtungen, für die Bundeswehr, die Polizei, die Entwick- lungshilfe und für die Medien gearbeitet haben, aber auch Menschen- und Bürgerrechtsakti- vistinnen und -aktivisten, Frauenrechtlerinnen und -rechtler, NGO-Mitarbeitende und Künstle- rininnen und Künstler. Kölnerinnen und Kölner aus A fghanistan leben in Todesangst um ihre Angehörigen. Viele Kontakte sind bereits abgebrochen und Aufenthalte unbekannt. Derzeit gibt es keinen An- sprechpartner für sie und ihre Angehörigen in Afghanistan. Beschluss: Der Rat der Stadt Köln bekennt sich zur Solidarität mit allen Afghaninnen und Afghanen und beschließt daher folgendes: 1. Der Rat der Stadt Köln bekräftigt seine in verschiedenen Beschlüssen dokumentierte Bereitschaft, Geflüchtete aus Krisenregionen über die Flüchtlingsaufnahmequote hin- aus aufzunehmen, 2. fordert die Verwaltung auf, schnellstmöglich Kapazitäten für die Aufnahme von Men- schen aus Afghanistan zu Verfügung zu stellen und den Rat der Stadt Köln über die Möglichkeit weiterer Kapazitäten in Kenntnis zu setzen - 2 - 3. und setzt sich für unbürokratische Aufnahmeprogramme auf allen politischen Ebenen ein. 4. Der Rat der Stadt Köln setzt sich bei allen in Köln lebenden Afghaninnen und Afgha- nen für einen sicheren Aufenthalt in Köln ein. 5. Der Rat der Stadt Köln bekennt sich zu einer sofortigen Aussetzung aller Abschie- bungen nach Afghanistan. 6. Der Rat der Stadt Köln fordert von Bund und Land, dass ein großzügiges und unbü- rokratisches Aufnahmeprogramm, das für jede Afghanin und jeden Afghanen die Chance bietet, daran teilzunehmen, und unterstützt die Landesregierung bei der ge- planten Aufnahme von geflüchteten Menschen, tauscht sich über weitere Hilfsmög- lichkeiten aus und verpflichtet sich, einen entsprechenden Beitrag zu leisten. Begründung: Die Machtübernahme der Taliban in Afghanistan ist eine Bedrohung für Leib und Leben der jahrelangen Verbündeten der Bundeswehr im Land. Es ist unsere moralische Verantwortung und eine Frage der Solidarität, die Ortskräfte und ihre Familien zu unterstützen, da diese durch die Machtergreifung der Taliban besonders gefährdet sind. Köln als größte Kommune des Landes kommt hier eine besondere Verantwortung zu. Begründung der Dringlichkeit: Erfolgt mündlich. Mit freundlichen Grüßen Gez. Lino Hammer Mike Homann Grüne-Fraktionsgeschäftsführer SPD-Fraktionsgeschäftsführer Niklas Kienitz Michael Weisenstein CDU-Fraktionsgeschäftsführer LINKE-Fraktionsgeschäftsführer Ulrich Breite Lucas Sickmöller FDP-Fraktionsgeschäftsführer VOLT-Fraktionsgeschäftsführer Michael Hock FRAKTION-Fraktionsgeschäftsführer
Beratungsverlauf (1)
Details
- Vorlagen-Nr.
- AN/1726/2021
- Typ
- Gem. Dringlichkeitsantrag (FDP/KSG)
- Datum
- 23.08.2021
- Erstellt
- 23.08.2021 11:24