Mandari Insight

2021/0225

1. Darmstädter Gleichstellungsbericht

Magistratsvorlage 06.08.2021

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Punkt 6: 1. Darmstädter Gleichstellungsbericht 
 (V-Nr. 2021/0225) 
 
Einstimmig empfiehlt der Ausschuss für Soziales der Stadtverordneten-
versammlung, der Vorlage zuzustimmen.

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1. DARMSTÄDTER 
GLEICHSTELLUNGSBERICHT 
 
 
 
 
Autorinnen: 
Prof. Dr. Yvonne Haffner  Hochschule Darmstadt 
Edda Feess Frauenbüro  
 
Mitarbeit und Redaktion: 
Dr. Jan Dohnke Statistik und Stadtforschung 
Manuela Schon Frauenbüro 
Christiane Schär 
Anika Oppermann 
Marlies Bodinger Stabsstelle Sozialplanung und Projektkoordination 
 
Herausgeberin: 
Wissenschaftsstadt Darmstadt 
Frauenbüro 
Frankfurter Straße 71 
64293 Darmstadt 
Telefon: (06151) 13-23 40 
Telefax: (06151) 13-20 89 
E-Mail: frauenbuero@darmstadt.de 
Internet: www.frauenbuero.darmstadt.de 
 
 
Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck – auch auszugsweise – ist nur mit Quellenangabe gestattet. 
C 2021 Wissenschaftsstadt Darmstadt 
 
Gestaltung Umschlag: Sonja Delbrück | echt.echt design  
Gestaltung Inhalt: Hans O. Berninger

INHALT 
Abbildungsverzeichnis .............................................................................................. 1 
Tabellenverzeichnis .................................................................................................. 1 
Vorwort.................................................................................................................... 2 
Einleitung ................................................................................................................ 3 
Bestandsaufnahme der Darmstädter Gleichstellungssituation .................................... 4 
Methodisches Vorgehen ........................................................................................ 4 
Zusammensetzung der Darmstädter Bevölkerung nach Alter, Geschlecht und 
Herkunft ............................................................................................................... 5 
Lebensverlaufsperspektive als Grundlage ............................................................... 6 
Aufwachsen in Darmstadt – Kindheit und Jugend ...................................................... 8 
Zusammensetzung der Kinder und Jugendlichen nach Alter, Geschlecht und 
Herkunft ............................................................................................................... 8 
Sozialisation und Geschlecht .............................................................................. 9 
Kindertageseinrichtungen ...................................................................................... 9 
Grundschule ....................................................................................................... 10 
Sekundarstufe I .................................................................................................. 11 
Schulentlassene und Übergänge aus der Sekundarstufe I allgemeinbildender 
Schulen .............................................................................................................. 14 
Sekundarstufe II ................................................................................................. 16 
Ausbildung und Studium – Arbeitsmarkteintrittsphase ............................................ 17 
Betriebliche und schulische Berufsausbildung ..................................................... 17 
Hochschulbildung ............................................................................................... 21 
Mitte des Lebens – Familienphase .......................................................................... 26 
Familienstand ..................................................................................................... 26 
Eheschließungen ................................................................................................. 27 
Ehescheidungen.................................................................................................. 29 
Geburten ............................................................................................................ 31 
Geburtenrate und Anzahl der Kinder .................................................................... 31 
Haushaltsformen ................................................................................................ 32 
Erwerbsmodelle .................................................................................................. 34 
Unterschiedliche Leitbilder im deutschen Rechtssystem: Ehe als 
Versorgungssystem vs. Verantwortung für eigene finanzielle Absicherung .......... 36 
Kinderbetreuung ................................................................................................. 37 
Auswirkungen der Corona-Pandemie im Jahr 2020 auf die Arbeitsteilung der 
Geschlechter ................................................................................................... 39 
Arbeiten in Darmstadt – Erwerbsphase ................................................................... 41

Erwerbsstatus ..................................................................................................... 41 
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte ............................................................ 42 
Beschäftigungsumfang ........................................................................................ 43 
Beschäftigte nach Berufsabschlüssen .................................................................. 44 
Einkommen ........................................................................................................ 45 
Einkommen und Einkommensunterschiede ....................................................... 45 
Gender Pay Gap............................................................................................... 46 
Erwerbstätige ALG II-Beziehende ...................................................................... 47 
Arbeitslosigkeit ................................................................................................... 47 
Frauen durch Corona Pandemie stärker belastet ............................................... 48 
Altwerden in Darmstadt – Nacherwerbsphase ......................................................... 49 
Altersverteilung der über 64-Jährigen .................................................................. 49 
Altersarmut ........................................................................................................ 50 
Ursachen der Altersarmut ................................................................................... 52 
Politik und Verwaltung ........................................................................................... 53 
Wahlbeteiligung Kommunalwahl 2021 ................................................................. 53 
Stadtverordnetenversammlung und Magistrat ...................................................... 54 
Stadtverordnetenversammlung ......................................................................... 54 
Fachausschüsse der Stadtverordnetenversammlung ......................................... 55 
Haupt- und ehrenamtliche Magistratsmitglieder ................................................ 56 
Städtisches Personal .......................................................................................... 57 
Gesamtbeschäftigte ......................................................................................... 57 
Beschäftigungsgruppen ................................................................................... 57 
Entgeltgruppen ................................................................................................ 59 
Gewalt ................................................................................................................... 61 
Gesamtkriminalität ............................................................................................. 61 
Gewalt gegen Frauen ........................................................................................... 61 
Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung .............................................. 62 
Häusliche Gewalt ............................................................................................. 62 
Häusliche und sexualisierte Gewalt – Entwicklungen während der Corona-
Pandemie im Jahr 2020 ................................................................................... 63 
Netzwerk Gewaltschutz – Prävention und Schutz gegen häusliche und sexualisierte 
Gewalt an Frauen, Mädchen und Jungen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt und 
dem Landkreis Darmstadt-Dieburg ................................................................... 64 
Das Darmstädter Modell zur Umsetzung der Istanbul-Konvention auf kommunaler 
Ebene .............................................................................................................. 65 
Netzwerk FrauenLeben ........................................................................................... 67

Frauenbüro – Fachstelle institutionalisierter Frauenpolitik .................................... 67 
Vereine und Institutionen .................................................................................... 68 
Literatur .............................................................................................................. 114 
Verwendete Datenquellen ..................................................................................... 118 
Anhang ................................................................................................................ 120

ABBILDUNGSVERZEICHNIS 
Abbildung 1: Zusammensetzung der Bevölkerung nach Nationalität und Alter 
(Darmstadt 2018) .............................................................................. 6 
Abbildung 2: Kinder und Jugendliche nach Altersgruppen und Geschlecht (Darmstadt 
2018) ................................................................................................ 9 
Abbildung 3: Verweildauer in der Kindertageseinrichtung nach Geschlecht und 
Herkunft (Darmstadt 2016) .............................................................. 10 
Abbildung 4: Deutschkenntnisse von Kindern mit Migrationshintergrund nach 
Geschlecht (Darmstadt 2016) .......................................................... 11 
Abbildung 5: Schulformen in Klasse 5 nach Geschlecht (Darmstadt Schuljahr 
2017/18) ........................................................................................ 12 
Abbildung 6: Weiterführende Schulen nach Staatsangehörigkeit (Darmstadt Schuljahr 
2017/18) ........................................................................................ 13 
Abbildung 7: Geschlechterverteilung an weiterführenden Schulen (Darmstadt 
Schuljahr 2017/18) ......................................................................... 14 
Abbildung 8: Schulentlassene und Übergänge aus der Sekundarstufe I (Darmstadt 
Schuljahr 2017/18) ......................................................................... 15 
Abbildung 9: Schulentlassene und Übergänge aus der Sekundarstufe I nach 
Geschlecht (Darmstadt Schuljahr 2017/18) ..................................... 16 
Abbildung 10: Studierende nach Hochschule und Geschlecht (Darmstadt 
Wintersemester 2018/19) ................................................................ 21 
Abbildung 11: Hochschule Darmstadt: Studierende nach Geschlecht und Fachbereich 
(Wintersemester 2018/19) .............................................................. 22 
Abbildung 12: Technische Universität Darmstadt: Studierende nach Geschlecht und 
Fachbereich (Wintersemester 2018/19) ........................................... 23 
Abbildung 13: Hochschule Darmstadt: Professuren nach Geschlecht und Fachbereich 
(Wintersemester 2018/19) .............................................................. 25 
Abbildung 14: Technische Universität Darmstadt: Professuren nach Geschlecht und 
Fachbereich (Wintersemester 2018/19) ........................................... 25 
Abbildung 15: Frauen und Männer nach Familienstand (Darmstadt 2018) ............... 27 
Abbildung 16: Eheschließungen pro 1.000 Einwohnerinnen und Einwohnern 
(Darmstadt 1978-2018) ................................................................... 28 
Abbildung 17: Eheschließungen nach Geschlecht und Herkunft (Darmstadt 2018) ... 29 
Abbildung 18: Ehescheidungen nach Vorhandensein von minderjährigen Kindern und 
Ehedauer (Darmstadt 2017) ............................................................ 30 
Abbildung 19: Anzahl der Geburten (Darmstadt 2018) ............................................ 31 
Abbildung 20: Geburtenrate nach Alter der Mutter (Darmstadt 2008, 2013, 2018) .. 32 
Abbildung 21: Einpersonenhaushalte nach Geschlecht und Alter (Darmstadt 2018) . 33

Abbildung 22: Haushaltsformen (Darmstadt 2018) ................................................. 34 
Abbildung 23: Erwerbskonstellation in Paarhaushalten (Deutschland 2017) ............. 35 
Abbildung 24: Vollzeit-/Teilzeit-Konstellationen in Paarhaushalten mit zwei aktiv 
erwerbstätigen Personen (Deutschland 2017) ................................... 36 
Abbildung 25: Wichtige Themen der Zukunftsentwicklung nach Geschlecht 
(Darmstadt 2018) ............................................................................ 38 
Abbildung 26: Erwerbsstatus nach Geschlecht (Darmstadt 2018) ............................ 41 
Abbildung 27: Beschäftigte nach Geschlecht und Alter (Darmstadt 2017) ................ 43 
Abbildung 28: Beschäftigungsumfang nach Geschlecht (Darmstadt 2018) ............... 44 
Abbildung 29: Beschäftigte nach Geschlecht und Berufsabschluss 
(Darmstadt 2017) ............................................................................ 45 
Abbildung 30: Entwicklung des Anteils der über 64-Jährigen 
(Darmstadt 2008-2018) ................................................................... 49 
Abbildung 31: Geschlechterverteilung der über 64-Jährigen (Darmstadt 2018) ........ 50 
Abbildung 32: Entwicklung der Altersarmut (Darmstadt 2008-2019) ....................... 51 
Abbildung 33: Wahlbeteiligung nach Alter und Geschlecht (Darmstadt 2021) ........... 53 
Abbildung 34: Anzahl Frauen und Männer in der Stadtverordnetenversammlung 
nach Fraktionen (Darmstadt Stand: 31.05.2021) .............................. 54 
Abbildung 35: Frauen- und Männeranteile in der Stadtverordnetenversammlung 
nach Fraktionen (Darmstadt Stand: 31.05.2021) .............................. 55 
Abbildung 36: Frauenanteile in den Fachausschüssen der 
Stadtverordnetenversammlung (Darmstadt 2021) ............................ 56 
Abbildung 37: Geschlechteranteil in Beschäftigungsgruppen der Stadtverwaltung 
(Darmstadt 2019) ............................................................................ 58 
Abbildung 38: Anteil Vollzeit/Teilzeit nach Beschäftigungsgruppen 
(Darmstadt 2019) ............................................................................ 58 
Abbildung 39: Anteil Vollzeit/Teilzeit nach Beschäftigungsgruppe und Geschlecht 
(Darmstadt 2019) ............................................................................ 59 
Abbildung 40: Entgelt-/Besoldungsgruppe nach Beschäftigungsgruppe und 
Geschlecht (Darmstadt 2019) .......................................................... 60 
Abbildung 41: Struktur der Gesamtkriminalität (Darmstadt 2018) ........................... 61 
Abbildung 42: Tatverdächtige und Opfer häuslicher Gewalt nach Geschlecht 
(Darmstadt 2019) ............................................................................ 63

TABELLENVERZEICHNIS 
Tabelle 1: Rangliste der beliebtesten Ausbildungsberufe nach Neuabschlüssen und 
Geschlecht (Darmstadt 2018) ................................................................ 19 
Tabelle 2: Familienstand vor Eheschließung (Darmstadt 2018) ................................ 28 
Tabelle 3: Mitglieder im Netzwerk Gewaltschutz ...................................................... 65

2 
VORWORT 
Sehr geehrte Damen und Herren, 
liebe Frauen und Männer, 
schon der Amsterdamer Vertrag von 1999 verpflichtet alle Mitgliedsstaaten der Euro-
päischen Union, Geschlechtergerechtigkeit herzustellen. Dazu sollen in sämtliche all-
gemeine politische Konzepte und Maßnahmen die etwaigen Auswirkungen auf die Si-
tuation von Frauen und Männern bereits in der Konzeptionsphase aktiv und erkennbar 
integriert werden, um vorhandene Strukturen der Diskriminierung zu überwinden und 
spezielle frauenfördernde Maßnahmen im Lauf des politisch gesteuerten Handelns mit 
der Zeit überflüssig zu machen. 
Mit der Unterzeichnung der Europäischen Charta für die Gleichstellung von Frauen 
und Männern auf lokaler Ebene im Mai 2015 hat sich die Wissenschaftsstadt Darm-
stadt verpflichtet, diesen Gleichstellungsgrundsatz innerhalb ihrer Handlungsmöglich-
keiten umzusetzen. Der Artikel 25 der Europäischen Charta verpflichtet uns sicherzu-
stellen, dass die „Erstellung, Annahme und Umsetzung dieser Politiken und Pläne“ auf 
der Grundlage „relevanter lokaler und sonstiger Daten“ erfolgen. 
Als zentraler Baustein zur Entwicklung und politischen Steuerung zukünftiger Maß-
nahmen und Verbesserung von Strukturen wurde daher erstmals ein Gleichstellungs-
bericht für Darmstadt erarbeitet. Durch die Verknüpfung der reinen Zahlenschau mit 
dem Analyseansatz der Lebensverlaufsperspektive aus dem 1. Gleichstellungsbericht 
der Bundesregierung geht der vorliegende Bericht über einen rein deskriptiven Ansatz 
hinaus und liefert wichtige erste Beiträge zur Genderanalyse. Die Genderanalyse bettet 
Zahlen in Erklärungsansätze ein, die erhellen, in welcher Weise und mit welchen Me-
chanismen die beobachtete Geschlechterdifferenz hergestellt wird und liefert so auch 
mögliche Handlungsansätze zur Überwindung dieser Mechanismen bzw. Strukturen, 
die die Geschlechter-Ungerechtigkeit immer wieder neu herstellen. 
Wir freuen uns daher, dass wir mit diesem Gleichstellungsbericht der Darmstädter 
Politik und Verwaltung sowie allen an Geschlechtergerechtigkeit mitarbeitenden Inter-
essierten ein wichtiges Instrument vorlegen können.  
Mit dieser Grundlage werden wir dem Motto des 1. Gleichstellungsaktionsplans 
„Darmstadt wird gerechter!“ ein großes Stück näher kommen und unsere Darmstädter 
Gleichstellungsstrategie in einem partizipativ neu zu erarbeitenden 2. Gleichstellungs-
aktionsplan ab 2021 weiter konkretisieren. 
 
 
  
 
Jochen Partsch Barbara Akdeniz 
Oberbürgermeister der Bürgermeisterin der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt Wissenschaftsstadt Darmstadt

3 
EINLEITUNG 
Sehr geehrte Damen und Herren, 
liebe Frauen und Männer, 
Der Artikel 3 (2) des Grundgesetzes "Männer und Frauen sind gleichberechtigt" wurde 
1994 um einen Satz ergänzt, der die öffentliche Hand zum Handeln verpflichtet: „Der 
Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und 
Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“ 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt nimmt diesen Auftrag sehr ernst und hat dies 
schon 1986 mit der Schaffung eines Frauenbüros als Fachstelle institutionalisierter 
Frauenpolitik bewiesen. 2015 trat die Wissenschaftsstadt Darmstadt der Europäischen 
Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene bei und defi-
niert auch 2021 Frauen- und Gleichstellungspolitik weiterhin als eigenständiges Poli-
tikfeld. 
Die Erfolge, die die Stadt Darmstadt zur Umsetzung der Gleichstellung von Frauen 
und Männern vorzuweisen hat, werden nun durch einen umfassenden Gleichstellungs-
bericht ergänzt, der Transparenz zur Gleichstellungssituation von Frauen und Män-
nern schafft. Das Frauenbüro hat für diesen Bericht zahlreiche Datenlagen aus unter-
schiedlichsten Quellen auf Grundlage der Lebensverlaufsperspektive aus dem 1. 
Gleichstellungsbericht der Bundesregierung in stetigem partizipativem Austausch mit 
der Praxis aus Verwaltung, Politik, Forschung und frauenpolitischen Trägern überprüft 
und diskutiert und mit Datenerhebungen aus dem Frauen-Netzwerk ergänzt. Da der 
Bericht in den Zeiten der Corona-Maßnahmen entstanden ist, wurde ganz aktuell das 
Thema Geschlechtergerechtigkeit in der Corona-Krise in den Blick genommen. 
Ziel dieser Bestandsaufnahme ist es, Handlungsbedarfe deutlich zu machen. Auf der 
Basis des Berichts lässt sich feststellen: Insgesamt hat sich viel getan und die Stadt 
Darmstadt ist auf einem guten Weg. Dennoch haben wir weiterhin die Notwendigkeit 
und den Auftrag, strukturelle Benachteiligung von Frauen und Mädchen abzubauen. 
Dieser Bericht dient Politik, Verwaltung, interessierter Fachöffentlichkeit sowie Bürge-
rinnen und Bürgern als Überblick und ist gleichzeitig ein Arbeitsauftrag für die Zu-
kunft. Auf seiner Faktengrundlage können gute Entscheidungen zur Entwicklung und 
politischen Steuerung weiterer zukünftiger Maßnahmen getroffen und Informations-
transfers und Rapportingsysteme verbessert werden. Ebenso dient er als Grundlage 
und Ausgangspunkt für zukünftige vertiefende Gender-Analysen einzelner Handlungs-
felder, in denen der Ansatz dieses 1. Gleichstellungsberichtes qualitativ fortgeschrie-
ben werden kann. 
 
 
Edda Feess 
Leiterin des Frauenbüros der  
Wissenschaftsstadt Darmstadt

4 
„Wenn rollenkonformes Verhalten in einer Lebensphase Risiken oder gar nachteilige 
Folgen im weiteren Lebensverlauf begründet und solche Folgen für ein Geschlecht 
überwiegen, so ergibt sich hieraus gleichstellungspolitischer Handlungsbedarf.“ 
(Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 2011: 234) 
BESTANDSAUFNAHME DER DARMSTÄDTER GLEICHSTELLUNGSSI-
TUATION 
Methodisches Vorgehen 
Der vorliegende Gleichstellungsbericht orientiert sich in seinem ersten Teil an der Le-
bensverlaufsperspektive, denn nur so kann sichergestellt werden, dass die hier prä-
sentierten Daten eine nachhaltige Steuerung der Gleichstellungspolitik der Wissen-
schaftsstadt Darmstadt ermöglichen. Allgemeine Bevölkerungsdaten, Daten zu Bil-
dung, Alter, Familie, Erwerbstätigkeit, Wohnen, Migrationshintergrund1 usw. müssen 
hierzu berücksichtigt werden.  
Um die einzelnen Phasen im Lebenslauf abzubilden und die an den Übergängen mög-
lichen Brüche aufzuzeigen, gliedert sich der vorliegende Gleichstellungsbericht an fol-
gendem idealtypischen Lebensverlauf2: 
 
Die in den einzelnen Lebensphasen getroffenen Entscheidungen wirken sich nicht nur 
auf die darauffolgende Lebensphase aus, sondern haben auch Einfluss auf verschiede-
ne Bereiche des städtischen Lebens. Daher werden in zwei weiteren Kapiteln die Betei-
ligung der Darmstädter Frauen und Männer in Politik und Verwaltung sowie der Zu-
sammenhang von Gewalt und Geschlecht dargestellt. In einem zusätzlichen Kapitel 
werden verschiedene Darmstädter Frauenvereine vorgestellt, die sich auf unterschied-
lichen Ebenen um die Gleichstellung der Geschlechter bemühen. 
Datengrundlage des Darmstädter Gleichstellungsberichts sind verschiedene bereits 
vorliegende Berichte wie beispielsweise die „Darmstädter Bürgerumfrage“ aus dem 
Jahr 20183, verschiedene Datenreporte und Statistische Berichte der Wissenschafts-
stadt Darmstadt (z.B. Bildungsbericht, Sozialatlas, Versorgungsbericht), Polizeiliche 
                                                           
1 Als Einwohnerinnen und Einwohner mit Migrationshintergrund zählen alle Menschen mit anderem 
Pass, Eingebürgerte, im Ausland geborene Deutsche sowie Aussiedlerinnen und Aussiedler (persönli-
cher Migrationshintergrund), sowie Kinder unter 18 Jahren, von denen mindestens ein Elternteil einen 
Migrationshintergrund hat (familiärer Migrationshintergrund) 
2 Bei einem idealtypischen Lebensverlauf handelt es sich um einen modellartigen Lebensverlauf, der der 
Strukturierung empirischer Sachverhalte dient und nicht notwendigerweise von allen Menschen voll-
ständig und in genannter Reihenfolge durchlaufen werden muss. 
3 Die Bürgerumfrage der Stadt Darmstadt wird seit dem Jahr 2006 alle drei Jahre durch die Abteilung 
Statistik und Stadtforschung im Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung durchgeführt, zuletzt im 
Jahr 2018. Sie ist repräsentativ und gibt einen guten Einblick sowohl in die Lebenssituation der 
Darmstädterinnen und Darmstädter als auch ihre Meinung zur Entwicklung und zur Lebensqualität in 
der Stadt Darmstadt. 
Kindheit/ 
Jugend
Arbeitsmarkt-
eintrittsphase
Familien-
phase
Erwerbs-
phase
Nach-
erwerbsphase

5 
Kriminalitätsstatistiken usw. Sofern nicht gesondert gekennzeichnet, beziehen sich die 
ausgewerteten Daten auf die Wissenschaftsstadt Darmstadt. Stichtag ist hierbei der 
31.12.20184, sofern nicht anders gekennzeichnet. 
Zusammensetzung der Darmstädter Bevölkerung nach Alter, Geschlecht 
und Herkunft 
Ende 2018 lebten in der Wissenschaftsstadt Darmstadt 161.843 
Personen, davon 79.122 Frauen und 82.721 Männer. Der Frauen-
anteil in Darmstadt liegt mit 49 % etwas unter dem Bundesdurch-
schnitt von 51 %. 
Da mehr Jungen als Mädchen geboren werden, liegt ihr Anteil in 
der Gruppe der 0 bis 16-Jährigen bei 51 %. Üblicherweise nimmt 
der Anteil der Frauen dann zu, wodurch die Frauen in den höheren 
Altersgruppen stärker vertreten sind. Dies ist eine Folge des höhe-
ren Sterberisikos von Männern aller Altersgruppen aufgrund von 
Unfällen, Suiziden und Krankheiten. In Darmstadt ist dieser Effekt 
jedoch erst in der Gruppe der über 64-Jährigen zu beobachten: In dieser Altersgruppe 
liegt der Frauenanteil bei 57 %5 (Abbildung 1).  
Dieses Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern gilt sowohl für die deutsche als 
auch die nicht-deutsche Bevölkerung. Bei der nicht-deutschen Bevölkerung, die in 
Darmstadt 21 % ausmacht, ist der Frauenanteil in allen Altersgruppen geringer als in 
der deutschen Bevölkerung. Obgleich Frauen in Europa heute den größten Anteil am 
Migrationsgeschehen haben6, schlägt sich in Darmstadt noch die männlich dominierte 
Arbeitsmigration nieder. 
                                                           
4 Die Nutzung der vor 2019 erhobenen Daten hat zur Folge, dass beim Geschlecht nur zwischen weib-
lich und männlich unterschieden werden kann. Daten zu intersexuellen Personen liegen ebenso wenig 
vor, wie nach Geschlechtsidentität differenzierte Daten und können – auch Stand 07/2021 wegen zu 
geringer Bezugsgrößen – in diesem Bericht nicht gesondert ausgewiesen werden. Dies wird Aufgabe 
nachfolgender Genderanalysen sein. 
5 Der hohe Männeranteil in der Gruppe der 17-64-Jährigen hängt mit den technisch ausgerichteten 
Hochschulen (→Hochschulausbildung) und einem entsprechenden Arbeitsmarkt in Darmstadt und 
Umgebung zusammen. 
6 United Nations/Department of Economics ans Social Affairs/Population Division (2017). 
Der Frauenanteil liegt in 
Darmstadt leicht unter 
dem Bundesdurch-
schnitt. 
Erst in der Altersgruppe 
der über 64-Jährigen 
übersteigt der Frauen-
anteil den Männeranteil.

6 
 Zusammensetzung der Bevölkerung nach Nationalität und Abbildung 1:
Alter 
(Darmstadt 2018) 
 
Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt 2019a 
Doch wie sieht die Lebenswirklichkeit der Darmstädterinnen und Darmstädter aus? 
Gibt es unterschiedliche Chancen und Risiken für Frauen und Männer in der Wissen-
schaftsstadt Darmstadt und falls ja, woran kann das liegen? 
Mit dem vorliegenden Gleichstellungsbericht sollen diese Fragen beantwortet und hier-
für die gegenwärtige Gleichstellungssituation der Wissenschaftsstadt Darmstadt be-
schrieben und analysiert werden. Gleichstellungsdefizite sollen aufgedeckt werden, um 
gesellschaftliche Entwicklungen zeitnah erkennen zu können und konkrete Handlungs-
empfehlungen für zukünftige Gleichstellungsmaßnahmen abzuleiten. Eine Bestands-
aufnahme, wie sie mit diesem ersten Darmstädter Gleichstellungsbericht vorliegt, bil-
det die Basis zur Entwicklung und politischen Steuerung weiterer zukünftiger Gleich-
stellungsmaßnahmen7. 
Lebensverlaufsperspektive als Grundlage 
Junge Frauen verlassen heute die Schule mit durchschnittlich besseren Abschlüssen 
und besseren Noten als das ihre männlichen Klassenkameraden tun. Somit haben sie 
die besten Voraussetzungen für eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen 
Leben. Dieser anfängliche Vorsprung geht ihnen im Laufe ihres Lebens allerdings wie-
der verloren: Sie arbeiten in schlechter bezahlten Jobs, arbeiten häufiger in Teilzeit, 
                                                           
7 Der Gleichstellungsbericht ist eine Maßnahme aus dem 1. Gleichstellungsaktionsplan der Wissen-
schaftsstadt Darmstadt (siehe Anhang) 
49
47
47
45
57
53
50
46
51
53
53
55
43
47
50
54
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
Deutsche
Nicht-Deutsche
Deutsche
Nicht-Deutsche
Deutsche
Nicht-Deutsche
Deutsche
Nicht-Deutsche
0-1617-6465++Gesamt
Frauenanteil Männeranteil

7 
ihnen obliegt die häusliche Sorgearbeit und auch im Alter sind sie häufiger von Armut 
betroffen als Männer. 
Die Lebensverläufe von Frauen und Männern unterscheiden sich zum Teil noch immer 
grundlegend. Vor allem der weibliche Lebensverlauf ist in der Mitte des Lebens im 
Vergleich zum männlichen stärker durch familiale Reproduktionsarbeit gekennzeich-
net, verbunden mit Unterbrechungen des Erwerbslebens, Arbeitszeitreduzierungen 
und geringerer Beteiligung an politischen Entscheidungen. Nach der familialen Repro-
duktionsarbeit folgt für Frauen häufig eine Phase der Sorge um pflegebedürftige An-
gehörige, die ebenfalls wieder Auswirkungen auf die Erwerbstätigkeit und das gesell-
schaftliche Engagement hat. Entscheidungen, die in bestimmten Lebensabschnitten 
getroffen werden, haben oft nicht vorhersehbare und nicht beabsichtigte Auswirkun-
gen, die sich häufig gegenseitig verstärken bzw. kumulieren, wodurch sich nach den 
folgenden Lebensabschnitten Entscheidungsoptionen öffnen oder verschließen. 
Obwohl diese Entscheidungen in den jeweiligen Lebensabschnitten individuell getrof-
fen werden, darf nicht übersehen werden, dass der individuelle Lebensverlauf gesell-
schaftlich strukturiert und von Institutionen erzeugt, geprägt und verändert wird. Eine 
moderne und innovative Gleichstellungspolitik muss dies berücksichtigen und den ge-
samten Lebensverlauf der Menschen in den Blick nehmen, um jene strukturellen Be-
dingungen zu identifizieren, die abhängig vom jeweiligen Geschlecht Lebenschancen 
eröffnen oder verschließen.

Kindheit/Jugend
 Arbeitsmarkt-
eintrittsphase
 Familienphase
 Erwerbsphase
 Nach-
erwerbsphase
 8 
AUFWACHSEN IN DARMSTADT – KINDHEIT UND JUGEND 
Neben der Familie ist der Besuch einer Kindertageseinrichtung ein wichtiger Teil der kindli-
chen Alltagswelt und stellt den ersten Zugang zu institutionalisierten Bildungseinrichtungen 
dar. Die anschließende Schulausbildung stellt die Weichen für die späteren ökonomischen 
und gesellschaftlichen Teilhabechancen junger Menschen. Die große Mehrheit der 
Darmstädter Schülerinnen und Schüler besucht ein Gymnasium oder einen Gymnasialzweig 
einer kooperativen Gesamtschule. Schülerinnen bauen im Laufe ihrer Schullaufbahn ihren 
Vorsprung gegenüber Schülern aus und verlassen häufiger als diese die Schule mit Abitur 
und seltener ohne Abschluss. 
Zusammensetzung der Kinder und Jugendlichen nach Al-
ter, Geschlecht und Herkunft 
Am 31.12.2018 lebten in der Wissenschaftsstadt Darmstadt 29.207 
Kinder und Jugendliche im Alter von 0 bis 19 Jahren, was einem An-
teil von 18 % an der Gesamtbevölkerung entspricht. 16 % davon wa-
ren nicht-deutsche Kinder und Jugendliche, womit ihr Anteil in dieser 
Bevölkerungsgruppe unter dem Anteil der nicht-deutschen Bevölkerung (21 %) an der 
Gesamtbevölkerung in Darmstadt liegt. 
Der Anteil männlicher Kinder und Jugendlicher nimmt mit steigender Altersgruppe von 
51 % auf 53 % leicht zu (Abbildung 2), der Anteil weiblicher Kinder und Jugendlicher 
zwischen 0 und 19 Jahren beträgt insgesamt 48 %. Dieses Geschlechterungleichge-
wicht kommt in dieser Altersgruppe dadurch zustande, dass etwas mehr Jungen als 
Mädchen geboren werden. Der Anteil weiblicher nicht-deutscher Kinder und Jugendli-
che an allen nicht-deutschen Kindern liegt mit 45 % etwas niedriger als bei deutschen 
Kindern8. 
                                                           
8 Der Anteil männlicher unbegleiteter minderjähriger Geflüchteter an allen unbegleiteten minderjährigen 
Geflüchteten lag 2018 in Darmstadt bei 85 %. Dies schlägt sich geringfügig auf die Geschlechterver-
teilung der nicht-deutschen Kinder und Jugendlichen in Darmstadt nieder. 
18 % der Darmstäd-
ter Bevölkerung sind 
Kinder und Jugendli-
che zwischen 0 und 
19 Jahren.

Kindheit/Jugend
 Arbeitsmarkt-
eintrittsphase
 Familienphase
 Erwerbsphase
 Nach-
erwerbsphase
 9 
 Kinder und Jugendliche nach Altersgruppen und Geschlecht Abbildung 2:
(Darmstadt 2018) 
 
Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt 2019a 
 
Sozialisation und Geschlecht 
Die Zuordnung zu einem Geschlecht – überwiegend in der Regel weiblich oder männ-
lich – findet spätestens mit der Geburt statt. Mit dieser Zuordnung beginnt der Sozia-
lisationsprozess, in dessen Verlauf sich die Mädchen und Jungen aneignen müssen, 
was die Zuordnung zu einem bestimmten Geschlecht bedeutet. Damit verbunden sind 
unterschiedliche Erwartungen, Erfahrungen und Anforderungen, die mit geschlechts-
typischen Verhaltensweisen verknüpft sind (Goffman 1994). Diese bereits sehr früh 
antrainierten Verhaltensweisen erscheinen als „natürlich“ und die entsprechende Klei-
dung, Haartracht, ob und welcher Schmuck getragen wird oder welche Sportart aus-
geübt und welche Spiele gespielt werden scheint eine Selbstverständlichkeit. Kinder 
erleben nicht nur, was zu ihrer Welt gehört, es werden ihnen auch Dinge gezeigt, bei-
gebracht und erklärt, es werden Verhaltensweisen geäußert und Ver- und Gebote aus-
gesprochen (Faustich-Wieland 2000). 
Sichtbar wird die nach Geschlecht getrennte Welt der Kinder beispielsweise in der 
„Pinkifizierung“ der Spielzeug- und Kinderbekleidungswelt. Vordergründig geht es um 
die Aufteilung in zwei Farben: Pink für Mädchen und Blau für Jungen. Aufgrund der 
Farbe und des Inhalts erfolgt allerdings eine geschlechtsspezifische Ausrichtung und 
wird bestimmt, wer womit spielt und wer welche Kleidung trägt. Das Spielzeug und die 
Kleidung des anderen Geschlechts gelten als tabu. 
Kindertageseinrichtungen 
Mit dem Besuch einer Kindertageseinrichtung treten die Kinder in das institutionali-
sierte Bildungssystem ein. Verschiedene Studien zeigen, dass Betreuungsumfang und 
Verweildauer in einer Kindertagesbetreuung den späteren Bildungs- und Arbeitsmarkt-
erfolg beeinflussen kann (Bach u.a. 2018; Seyda 2009). 
49,3%
48,6%
48,0%
46,9%
50,7%
51,4%
52,0%
53,1%
0% 20% 40% 60% 80% 100%
0-4
5-9
10-14
15-19 Jahre
weiblich männlich

Kindheit/Jugend
 Arbeitsmarkt-
eintrittsphase
 Familienphase
 Erwerbsphase
 Nach-
erwerbsphase
 10 
Im Jahr 2017 hat sich der Betreuungsumfang nach Geschlecht nicht voneinander un-
terschieden. Bei der Verweildauer in Kindertageseinrichtungen zeigen sich im Bil-
dungsbericht der Wissenschaftsstadt Darmstadt für das Jahr 2016 jedoch deutliche 
Unterschiede (Abbildung 3): 95 % der Jungen und 96 % der Mädchen ohne Migrati-
onshintergrund haben länger als 18 Monate eine Kindertageseinrichtung besucht. Bei 
Kindern mit Migrationshintergrund haben nur 78 % der Jungen und 87 % der Mäd-
chen eine Kindertageseinrichtung länger als 18 Monate besucht. Außerdem haben 3 % 
der Mädchen und 9 % der Jungen mit Migrationshintergrund nie eine Kindertagesein-
richtung besucht – bei Kindern ohne Migrationshintergrund waren es bei beiden Ge-
schlechtern lediglich 1 % der Kinder (Wissenschaftsstadt Darmstadt 2018a)9. 
 Verweildauer in der Kindertageseinrichtung nach Geschlecht Abbildung 3:
und Herkunft 
(Darmstadt 2016) 
 
Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt 2018a 
Grundschule 
Am Übergang in die Grundschule spielen vor allem gute Deutschkenntnisse eine wich-
tige Rolle. Daher werden in der Schuleingangsuntersuchung u.a. die Deutschkenntnis-
se der Kinder mit Migrationshintergrund untersucht.10 Es zeigt sich, dass Mädchen 
über bessere Deutschkenntnisse verfügen als Jungen (Abbildung 4). 69 % der Mäd-
chen und nur 58 % der Jungen sprechen fehlerfrei bzw. flüssig mit leichten Fehlern 
                                                           
9 Abweichungen zu 100 % resultieren aus Rundungsdifferenzen 
10 Bei Kindern mit Migrationshintergrund erfolgt die Überprüfung der Deutschkenntnisse. Hierfür werden 
die Sprachkompetenz, die auditive Informationsverarbeitung, die Grammatik und der Wortschatz un-
tersucht. Es erfolgt eine Einstufung der Sprachkenntnisse in fünf Kategorien: „fehlerfreies Deutsch“, 
„flüssig mit leichten Fehlern“, „flüssig mit erheblichen Fehlern“, „rudimentär“ oder „keine Deutsch-
kenntnisse“. 
53%
56%
38%
34%
42% 41% 40%
53%
4% 3%
14%
10%
1% 1%
9%
3%
Jungen ohne
Migrationshintergrund
Mädchen ohne
Migrationshintergrund
Jungen mit
Migrationshintergrund
Mädchen mit
Migrationshintergrund
mehr als 3 Jahre 18 Monate bis 3 Jahre weniger als 18 Monate kein Kita-Besuch

Kindheit/Jugend
 Arbeitsmarkt-
eintrittsphase
 Familienphase
 Erwerbsphase
 Nach-
erwerbsphase
 11 
deutsch. Auch sprechen ca. doppelt so viel Jungen wie Mädchen nur rudimentär 
deutsch bzw. verfügen über keine Deutschkenntnisse. 
 Deutschkenntnisse von Kindern mit Migrationshintergrund Abbildung 4:
nach Geschlecht 
(Darmstadt 2016) 
 
Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt 2018a 
Die Darmstädter Grundschulen wurden im Schuljahr 2017/18 von insgesamt 5.759 
Schülerinnen und Schülern besucht. Davon waren 51,3 % männlich und 48,7 % weib-
lich. 88,4 % hatten die deutsche Staatsangehörigkeit und 11,6 % nicht. 
Sekundarstufe I 
Im deutschen Bildungssystem ist der Übergang in die Sekundarstufe I und die damit 
verbundene Entscheidung für einen bestimmten Schultyp ein entscheidender Schritt 
für den späteren Bildungs- und Berufsverlauf, da je nach erreichbarem Schulabschluss 
unterschiedliche Zukunftsoptionen vergeben werden. In Hessen treffen die Eltern am 
Ende der vierten Klasse die Entscheidung für den weiteren Bildungsweg ihrer Kinder. 
Hierfür werden sie von Lehrkräften aufgrund der bisherigen Lernleistungen der Kinder 
beraten und von Seiten der Schule wird eine entsprechende Empfehlung ausgespro-
chen. Verschiedene Statistiken belegen einen Zusammenhang zwischen sozioökono-
mischem Hintergrund der Schülerinnen und Schüler sowie der Wahl des Bildungs-
gangs. Somit ist insbesondere dieser Übergang am Ende der Grundschulzeit bedeu-
tend zur Erklärung ungleicher Bildungschancen. (vgl. Maaz u.a. 2006, Ditton/Krüsken 
2006).  
In der Wissenschaftsstadt Darmstadt haben sich im Schuljahr 2017/18 mehr als 
65 % der Fünftklässlerinnen und Fünftklässler für einen gymnasialen Bildungsgang 
entschieden (Wissenschaftsstadt Darmstadt 2018a). Der Anteil unter den Mädchen, 
die sich nach der vierten Klasse für einen gymnasialen Bildungsgang entschieden ha-
ben, war mit 66 % deutlich höher als der Anteil der Jungen (58 %), die diesen Bil-
dungsgang gewählt haben (Abbildung 5). 
22%
27%
36%
42%
24%
23%
8%
4%
10%
4%
Jungen
Mädchen
fehlerfreies Deutsch
flüssig mit leichten Fehlern
flüssig mit erheblichen Fehlern
rudimentär
keine Deutschkenntnisse

Kindheit/Jugend
 Arbeitsmarkt-
eintrittsphase
 Familienphase
 Erwerbsphase
 Nach-
erwerbsphase
 12 
 Schulformen in Klasse 5 nach Geschlecht Abbildung 5:
(Darmstadt Schuljahr 2017/18) 
 
Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt 2018a 
 
Im Schuljahr 2017/18 haben insgesamt 8.414 Schülerinnen 
und Schüler die Sekundarstufe I weiterführender Schulen in 
Darmstadt besucht. Die überwiegende Mehrheit (64 %) besucht 
ein Gymnasium oder einen Gymnasialschulzweig einer koopera-
tiven Gesamtschule, 18 % besuchen eine integrierte Gesamt-
schule, 13 % eine Realschule bzw. einen Realschulzweig einer 
kooperativen Gesamtschule, 3 % eine Hauptschule bzw. einen 
Hauptschulzweig einer kooperativen Gesamtschule und 2 % 
eine Förderstufe. 
Von den deutschen Schülerinnen und Schülern besuchen 67 % ein Gymnasium bzw. 
einen Gymnasialzweig einer kooperativen Gesamtschule, 17 % eine integrierte Ge-
samtschule, 13 % eine Realschule bzw. einen Realschulzweig einer kooperativen Ge-
samtschule und je 2 % eine Hauptschule bzw. einen Hautschulzweig einer kooperati-
ven Gesamtschule bzw. eine Förderstufe. Von den nicht-deutschen Schülerinnen und 
Schülern besuchen 36 % ein Gymnasium bzw. einen Gymnasialzweig einer kooperati-
ven Gesamtschule, 33 % eine integrierte Gesamtschule, 19 % eine Realschule bzw. 
einen Realschulzweig einer kooperativen Gesamtschule, 10 % eine Hauptschule bzw. 
einen Hautschulzweig einer kooperativen Gesamtschule und 2 % eine Förderstufe 
(Abbildung 6).11 
                                                           
11 Abweichungen zu 100 % resultieren aus Rundungsdifferenzen 
66%
58%
18%
16%
6%
10%
6%
8%
2%
2%
3%
5%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
weiblich
männlich
Gymnasium IGS Realschule Förderstufe Hauptschule Förderschule
Die große Mehrheit der 
Schülerinnen und Schüler 
besucht ein Gymnasium 
bzw. einen Gymnasial-
zweig einer kooperativen 
Gesamtschule.

Kindheit/Jugend
 Arbeitsmarkt-
eintrittsphase
 Familienphase
 Erwerbsphase
 Nach-
erwerbsphase
 13 
 Weiterführende Schulen nach Staatsangehörigkeit Abbildung 6:
(Darmstadt Schuljahr 2017/18) 
 
Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt 2019a 
 
An den Hauptschulen bzw. den Hauptschulzweigen an kooperativen 
Gesamtschulen beträgt der Schülerinnenanteil 42 % und der Schü-
leranteil 58 %, an den Realschulen bzw. den Realschulzweigen der 
kooperativen Gesamtschulen beträgt der Schülerinnenanteil 45 % 
und der Schüleranteil 55 % und an den Gymnasien bzw. den Gym-
nasialschulzweigen der kooperativen Gesamtschulen ist der Anteil 
an Schülerinnen und Schülern etwa gleich groß (Abbildung 7). Al-
lerdings: 65 % aller Schülerinnen aber nur 62 % aller Schüler besuchen ein Gymnasi-
um und nur 3 % aller Schülerinnen aber 4 % aller Schüler besuchen eine Hauptschule. 
2%
2%
13%
67%
17%
10%
2%
19%
36%
33%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80%
Hauptschulen und Hauptschulzweige an
kooperativen Gesamtschulen
Förderstufen
Realschulen und Realschulzweige an
kooperativen Gesamtschulen
Gymnasium und Gymnasialschulzweige an
kooperativen Gesamtschulen
Integrierte Gesamtschulen (Kl. 5-10)
deutsche Schüler*innen nicht-deutsche Schüler*innen
Schülerinnen sind an 
Gymnasien häufiger 
und an Hauptschulen 
seltener vertreten als 
Schüler.

Kindheit/Jugend
 Arbeitsmarkt-
eintrittsphase
 Familienphase
 Erwerbsphase
 Nach-
erwerbsphase
 14 
 Geschlechterverteilung an weiterführenden Schulen Abbildung 7:
(Darmstadt Schuljahr 2017/18) 
 
Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt 2019a 
Schulentlassene und Übergänge aus der Sekundarstufe I allgemeinbil-
dender Schulen 
Am Ende des Schuljahres 2017/18 haben 1.641 junge Menschen die Sekundarstufe I 
abgeschlossen. 58 % setzen ihre Schulausbildung an einer gymnasialen Oberstufe 
eines Gymnasiums bzw. einem Gymnasialzweig einer kooperativen Gesamtschule fort, 
25 % verlassen die Schule mit einem Realschulabschluss, 13 % mit einem Haupt-
schulabschluss und 4 % verlassen die Schule ohne einen Hauptschulabschluss (Abbil-
dung 8). 
42%
46%
45%
48%
50%
58%
54%
55%
52%
50%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
Hauptschulen und Hauptschulzweige an
kooperativen Gesamtschulen
Förderstufen
Realschulen und Realschulzweige an
kooperativen Gesamtschulen
Integrierte Gesamtschulen (Kl. 5-10)
Gymnasium und Gymnasialschulzweige an
kooperativen Gesamtschulen
weiblich männlich

Kindheit/Jugend
 Arbeitsmarkt-
eintrittsphase
 Familienphase
 Erwerbsphase
 Nach-
erwerbsphase
 15 
 Schulentlassene und Übergänge aus der Sekundarstufe I Abbildung 8:
(Darmstadt Schuljahr 2017/18) 
 
Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt 2019a 
Bereits beim Übergang zur weiterführenden Schule am Ende der Grundschulzeit hat 
sich gezeigt, dass Schülerinnen häufiger als Schüler Schulformen wählen, an denen 
höhere Bildungsabschlüsse erreicht werden können. Dieser Trend setzt sich, etwas 
abgeschwächt, auch am Ende der Sekundarstufe I fort (Abbildung 9): 
Am Ende der Sekundarstufe I setzen von den 799 Schülerinnen 
60 % ihre Schulausbildung an einer gymnasialen Oberstufe eines 
Gymnasiums bzw. einem Gymnasialzweig einer kooperativen Ge-
samtschule fort, 26 % verlassen die Schule mit einem Realschul-
abschluss, 11 % mit einem Hauptschulabschluss und 3 % ohne 
einen Schulabschluss. 
Von den 842 Schülern setzen 56 % ihre Schulausbildung an einer 
gymnasialen Oberstufe eines Gymnasiums bzw. einen Gymnasial-
zweig einer kooperativen Gesamtschule fort am Ende der Sekun-
darstufe I, 24 % verlassen die Schule mit einem Realschulabschluss, 15 % mit einem 
Hauptschulabschluss und 6 % ohne einen Schulabschluss. 
 
58%
25%
13%
4%
Übergang in gym. Oberstufe Realschulabschluss
Hauptschulabschluss ohne Hauptschulabschluss
Nach der Sekundar-
stufe I entscheiden 
sich junge Frauen 
häufiger als junge 
Männer, ihre Schul-
ausbildung fortzu-
setzen.

Kindheit/Jugend
 Arbeitsmarkt-
eintrittsphase
 Familienphase
 Erwerbsphase
 Nach-
erwerbsphase
 16 
 Schulentlassene und Übergänge aus der Sekundarstufe I Abbildung 9:
nach Geschlecht 
(Darmstadt Schuljahr 2017/18) 
 
Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt 2019a 
Sekundarstufe II 
Unter den 3.248 Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe 
II (gymnasiale Oberstufe) im Schuljahr 2017/18 beträgt der 
Schülerinnenanteil 54 % und der Anteil der Schüler 46 %. Unter 
den 953 Schulentlassenen mit Abitur sind 58 % Frauen und 
43 % Männer12. D.h. junge Frauen sind in der gymnasialen 
Oberstufe nicht nur häufiger vertreten, sie verlassen die Schule 
auch häufiger als junge Männer mit Abitur. 
                                                           
12 Abweichungen zu 100 % resultieren aus Rundungsdifferenzen 
55%
24%
15%
6%
Schüler
Übergang in gym. Oberstufe
Realschulabschluss
Hauptschulabschluss
ohne Hauptschulabschluss
60%
26%
11%
3%
Schülerinnen
Übergang in gym. Oberstufe
Realschulabschluss
Hauptschulabschluss
ohne Hauptschulabschluss
Schülerinnen bauen im 
Laufe ihrer Schullaufbahn 
ihren Vorsprung gegen-
über Schülern aus und 
verlassen häufiger als die-
se die Schule mit Abitur.

Kindheit/Jugend
 Arbeitsmarkt-
eintrittsphase
 Familienphase
 Erwerbsphase
 Nach-
erwerbsphase
 17 
AUSBILDUNG UND STUDIUM – ARBEITSMARKTEINTRITTSPHASE 
Bei der Wahl der Ausbildungsberufe und der Studienfächer gibt es immer noch große Ge-
schlechtsunterschiede und auch in der jüngeren Generation ist eine geschlechtsbezogene 
Segregation entlang von beruflichen Tätigkeiten festzustellen: Frauen sind häufiger in 
Dienstleistungsberufen zu finden, Männer häufiger im Handwerk – Frauen studieren haupt-
sächlich Gesellschafts-, Sozial- und Humanwissenschaften, Männer häufiger Ingenieurwis-
senschaften. Die von Frauen und Männern gewählten Ausbildungsberufe und Studienfächer 
sind aber nicht nur mit unterschiedlichen inhaltlichen Tätigkeiten, sondern auch mit ver-
schiedenem Prestige und unterschiedlicher Vergütung verbunden. 
Betriebliche und schulische Berufsausbildung 
1.728 junge Frauen und 1.719 junge Männer haben im Ausbil-
dungsjahr 2018/19 in der Wissenschaftsstadt Darmstadt eine 
Berufsausbildung begonnen. 72 % wählten eine betriebliche und 
28 % eine schulische Ausbildung. Die Wahl für einen der beiden 
Ausbildungswege hängt stark vom Geschlecht ab: 85 % der Män-
ner aber nur 58 % der Frauen haben sich für eine betriebliche 
Ausbildung entschieden, wohingegen sich 15 % der Männer und 
42 % der Frauen für eine schulische Ausbildung entschieden ha-
ben. Der hohe Frauenanteil an der schulischen Ausbildung ist 
insbesondere der quantitativen Relevanz der Gesundheits-, Er-
ziehungs- und Sozialberufe in diesem Bereich geschuldet. Diffe-
renziert betrachtet lag der Frauenanteil an Höheren Berufsfachschulen für Sozialassis-
tenz bei 73 %, an Schulen des Gesundheitswesens bei 75 % und bei Fachschulen für 
Sozialwesen bei 84 %. 
 
Die von der Mehrheit der Männer gewählte betriebliche Aus-
bildung bringt eine Reihe von Vorteilen mit sich: Bereits wäh-
rend der Ausbildung erhalten die Auszubildenden eine Vergü-
tung, können Vermögen aufbauen und Rentenansprüche er-
werben und haben gute Chancen, nach der Abschlussprüfung 
vom Ausbildungsbetrieb übernommen zu werden. Bei der 
mehrheitlich von Frauen absolvierten schulischen Ausbildung 
gibt es in der Regel keine Vergütung, zum Teil müssen die 
Schülerinnen und Schüler sogar Schulgebühren zahlen. Die 
Chance auf einen nahtlosen Übergang in das Berufsleben ist 
bei der schulischen Ausbildung weniger günstig als bei einer 
betrieblichen Ausbildung, da die enge Bindung an einen Aus-
bildungsbetrieb häufig fehlt. 
Anders als beispielsweise bei einer akademischen Ausbildung, kann dieses finanzielle 
Defizit zu Beginn einer Berufsausbildung im Laufe des Lebens nicht kompensiert wer-
Frauen entscheiden sich 
häufiger als Männer für 
eine schulische Berufs-
ausbildung. Dies ist der 
quantitativen Relevanz 
der Gesundheits-, Er-
ziehungs- und Sozialbe-
rufe in diesem Bereich 
geschuldet. 
Die weiblich dominierte 
schulische Ausbildung 
ist häufig nicht vergütet, 
teilweise schulgeld-
pflichtig und die Chance 
auf einen nahtlosen 
Übergang ins Berufsle-
ben schlechter als nach 
einer betrieblichen Aus-
bildung.

Kindheit/Jugend
 Arbeitsmarkt-
eintrittsphase
 Familienphase
 Erwerbsphase
 Nach-
erwerbsphase
 18 
den, da es sich bei den schulischen Ausbildungsberufen in der Regel auch um 
schlechter vergütete Berufe handelt (→Einkommen).

Kindheit/Jugend
 Arbeitsmarkt-
eintrittsphase
 Familienphase
 Erwerbsphase
 Nach-
erwerbsphase
 19 
Tablle 1: Rangliste der beliebtesten Ausbildungsberufe nach Neuabschlüssen und 
Geschlecht 
(Darmstadt 2018) 
Beruf Anteil an allen 
männlichen 
Auszubilden-
den 
Beruf Anteil an allen 
weiblichen 
Auszubilden-
den 
Kraftfahrzeugmechatro-
niker 6,9 Kauffrau für Büroma-
nagement 11,3 
Anlagenmechaniker für 
Sanitär-, Heizungs- und 
Klima-technik 
5,9 Medizinische Fachange-
stellte 7,9 
Verkäufer 4,3 Zahnmedizinische Fach-
angestellte 6,3 
Elektroniker 4,3 Friseurin 6,3 
Fachinformatiker 4,2 Verkäuferin 6,0 
Mechatroniker 3,3 Industriekauffrau 4,8 
Kaufmann für Büroma-
nagement 3,2 Kauffrau im Einzelhandel 3,9 
Kaufmann im Einzelhan-
del 3,1 Steuerfachangestellte 3,1 
Fachkraft für Lagerlogis-
tik 2,7 Hotelfachfrau 3,1 
Metallbauer 2,7 Verwaltungsfachange-
stellte 3,0 
Top 5 Männer gesamt 25,7 Top 5 Frauen gesamt 37,8 
Top 10 Männer gesamt 40,7 Top 10 Frauen gesamt 55,8 
Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung 2019 
Junge Frauen absolvieren in Darmstadt nicht nur seltener eine betriebliche Berufsaus-
bildung, sondern konzentrieren sich dabei noch stärker als Männer auf eine begrenzte 
Anzahl an Ausbildungsberufen. Insgesamt verteilen sich in Darmstadt die abgeschlos-
senen Ausbildungsverträge auf 150 Ausbildungsberufe. Dabei verteilen sich die männ-
lichen Auszubildenden auf 134 Berufe, die weiblichen Auszubildenden auf 116 Berufe. 
Während etwa ein Viertel der Männer einen der fünf bei männlichen Auszubildenden 
beliebtesten Ausbildungsberufe gewählt hat, hat sich über ein Drittel der Frauen für 
einen der fünf bei weiblichen Auszubildenden beliebtesten Ausbildungsberufe ent-
schieden. 41% der Männer haben sich für einen der zehn bei männlichen Auszubil-
denden beliebtesten Ausbildungsberufe entschieden. 56% der Frauen haben einen der 
zehn bei den weiblichen Auszubildenden beliebtesten Ausbildungsberuf gewählt (Ta-
belle 1).

Kindheit/Jugend
 Arbeitsmarkt-
eintrittsphase
 Familienphase
 Erwerbsphase
 Nach-
erwerbsphase
 20 
Außerdem unterscheiden sich die gewählten Ausbildungsberufe 
stark nach dem Geschlecht. Männer werden Kraftfahrzeugmechat-
roniker, Frauen Kauffrau für Büromanagement. Die Top 5 der jun-
gen Frauen sieht dabei so aus: Auf den Wunschberuf Kauffrau für 
Büromanagement folgen die Ausbildungen zur medizinischen 
Fachangestellten, zur zahnmedizinischen Fachangestellten, Fri-
seurin und Verkäuferin. Bei den jungen Männern kommen nach 
dem Kraftfahrzeugmechatroniker der Anlagenmechaniker für Sani-
tär-, Heizungs- und Klimatechnik, Verkäufer, Elektroniker und 
Fachinformatiker. 
Unter den 20 am häufigsten von männlichen Jugendlichen gewählten Ausbildungsbe-
rufen sind 15 Berufe stark von Männern dominiert, mit einem Frauenanteil von unter 
30 % . Bei diesen Berufen handelt es sich überwiegend um technische und mechani-
sche Berufe in Industrie und Handwerk. Fünf Berufe können als geschlechtsunspezi-
fisch gelten, mit einem Frauenanteil zwischen 30 % und 70 %. Zu diesen Berufen zäh-
len vor allem Berufe im kaufmännischen Bereich. 
Unter den 20 am häufigsten von weiblichen Jugendlichen gewähl-
ten Ausbildungsberufen sind 11 Berufe mit einem Frauenanteil von 
über 70 % stark von Frauen dominiert. Es handelt sich hier um 
kaufmännische Berufe und Verwaltungsberufe sowie um die beiden 
Handwerksberufe Friseurin und Fachverkäuferin im Lebensmittel-
handwerk. Fast ausschließlich von Frauen werden Berufsausbil-
dungen im medizinischen Bereich ergriffen. Acht Berufe sind mit 
einem Frauenanteil zwischen 30 % und 70 % geschlechtsunspezi-
fisch und lediglich ein Beruf, der Beruf der Fachinformatikerin 
bzw. des Fachinformatikers, ist mit einem Frauenanteil von 13,7 % 
stark männlich dominiert. 
Die geschlechtsspezifische Berufswahl hat sich in den vergangenen Jahrzehnten wenig 
verändert: Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass sich die von Frauen und 
Männern am häufigsten gewählten Ausbildungsberufe deutlich unterscheiden, sich 
beide Geschlechter auf wenige Berufe konzentrieren, das Berufswahlspektrum von 
Frauen dabei geringer als das der Männer ist und sich Frauen seltener als Männer für 
eine betriebliche Ausbildung und häufiger für eine schulische Ausbildung entscheiden. 
Auf den ersten Blick könnte man die geschlechtsspezifische Berufswahl als unproble-
matische Folge (vermeintlich) freier Berufswahlprozesse sehen. Auf den zweiten Blick 
entpuppt sich die geschlechtsspezifische Berufswahl jedoch als zentraler Mechanis-
mus in der Reproduktion sozialer Ungleichheit. Eine Konsequenz der geschlechtsspe-
zifischen Berufswahl ist die horizontale Arbeitsmarktsegregation, also die fortführende 
Konstitution sogenannter ‚Frauenberufe‘ und ‚Männerberufe‘ – Berufe, die zahlenmä-
ßig von einem Geschlecht dominiert oder mehrheitlich besetzt sind13. Diese Berufe 
                                                           
13 Laut statistischer Definition fallen unter „männlich dominierte“ Berufe jene mit einem Frauenanteil 
unter 20%, „überwiegend männlich besetzt“ meint einen Frauenanteil von 20-40 % (Nis-
sen/Keddi/Pfeil 2003: 46). 
Frauen erlernen häufi-
ger einen Beruf im 
Dienstleistungsbereich 
und seltener im Hand-
werk. Dabei konzent-
rieren sie sich stärker 
als Männer auf wenige 
Berufe. 
Frauen und Männer blei-
ben in ihren gewählten 
Berufen weitestgehend 
unter sich. Die ge-
schlechtsbezogene Seg-
regation entlang von be-
ruflichen Tätigkeiten ist 
auch bei der jüngeren 
Generation festzustellen.

Kindheit/Jugend
 Arbeitsmarkt-
eintrittsphase
 Familienphase
 Erwerbsphase
 Nach-
erwerbsphase
 21 
sind nicht nur mit unterschiedlichen inhaltlichen Tätigkeiten, sondern auch ver-
schiedenem Prestige und unterschiedlicher Vergütung verbunden.14 
Ursachen für die stark geschlechtsspezifisch geprägte Berufswahl sind Ge-
schlechterstereotype, traditionelle Denkmuster und die jeweiligen Arbeitsbedin-
gungen in den Berufen. Die Berufswahl ist das Resultat einer antizipierten ge-
schlechtsspezifischen Passung, verbunden mit der individuellen Lebensplanung 
(Haffner/Loge 2019; Loge 2021). 
Hochschulbildung 
An den drei Hochschulen der Wissenschaftsstadt Darmstadt waren im Wintersemester 
2018/19 insgesamt 44.549 Studierende immatrikuliert. Davon war ein Drittel weiblich 
und zwei Drittel männlich. Damit liegt der Frauenanteil unter den Studierenden der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt deutlich unter dem Bundesdurchschnitt, der im Win-
tersemester 2018/19 bei fast der Hälfte aller Studierenden lag (Statistisches Bundes-
amt 2019a). 
 Studierende nach Hochschule und Geschlecht Abbildung 10:
(Darmstadt Wintersemester 2018/19) 
 
Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt 2019a 
 
Der hohe Männeranteil unter den Studierenden lässt sich mit der 
inhaltlichen Ausrichtung der Hochschulen erklären (Abbildung 10): 
Sowohl die Technische Universität Darmstadt als auch die Hoch-
                                                           
14 Die geschlechtsspezifische Berufswahl ist damit eine Ursache des Gender Pay Gaps ( →Gender Pay 
Gap), der 21% im Jahr 2018 betrug (Statistisches Bundesamt o.J.) und als maßgebliche Kennzahl der 
sozialen Ungleichheit zwischen den Geschlechtern die Differenz ihrer Bruttolöhne beziffert. 
30,8%
36,9%
80,7%
69,2%
63,1%
19,3%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
Technische Universität Darmstadt
Hochschule Darmstadt
Evangelische Hochschule Darmstadt
weiblich männlich
Der Frauenanteil unter 
den Studierenden 
hängt stark von der 
Ausrichtung der jewei-
ligen Hochschule ab. 
‚Frauenberufe‘ sind 
durchschnittlich schlec
ter vergütet 
(→Einkommen), weniger 
angesehen und haben 
schlechtere Karriereopt
onen als ‚Männerberufe‘

Kindheit/Jugend
 Arbeitsmarkt-
eintrittsphase
 Familienphase
 Erwerbsphase
 Nach-
erwerbsphase
 22 
schule Darmstadt sind stark technisch ausgerichtet, mit einem deutlichen Schwer-
punkt in den sogenannten MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaf-
ten und Technik). An diesen beiden Hochschulen studieren 96 % der Darmstädter 
Studierenden. Die Evangelische Hochschule Darmstadt dagegen bietet ausschließlich 
Studiengänge im Bereich der Sozialen Arbeit und Sozialpädagogik an und hat daher 
einen sehr hohen Frauenanteil. 
 
Wie bereits bei der Wahl des Ausbildungsberufs (→ Be-
triebliche und schulische Berufsausbildung) zeigt sich 
auch bei der Hochschulausbildung eine Geschlechterseg-
regation bei der Studienfachwahl (Abbildung 11 und 12). 
 
 Hochschule Darmstadt: Studierende nach Geschlecht und Abbildung 11:
Fachbereich 
(Wintersemester 2018/19) 
 
Quelle: Hochschule Darmstadt 2020 
10%
14%
15%
29%
34%
42%
44%
48%
55%
63%
70%
75%
90%
86%
85%
71%
66%
58%
56%
52%
45%
37%
30%
25%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
Maschinenbau und Kunststsofftechnik
Informatik
Elektro- und Informationstechnik
Bauingenieurwesen
Mathematik und Naturwissenschaften
Chemie- und Biotechnologie
Wirtschaft
Media
Gestaltung
Gesellschaftswissenschaften
Architektur
Soziale Arbeit
weiblich männlich
Die Geschlechtersegregati-
on der Berufswahl setzt 
sich an den Hochschulen 
fort.

Kindheit/Jugend
 Arbeitsmarkt-
eintrittsphase
 Familienphase
 Erwerbsphase
 Nach-
erwerbsphase
 23 
 Technische Universität Darmstadt: Studierende nach Ge-Abbildung 12:
schlecht und Fachbereich 
(Wintersemester 2018/19) 
 
Quelle: Technische Universität Darmstadt 2019a 
 
Frauen sind eher in den Gesellschafts-, Sozial- und Humanwissen-
schaften und in künstlerischen Studiengängen zu finden, Männer 
hingegen eher in den Ingenieurswissenschaften. Die Faktoren, die 
zu geschlechtsspezifischen Studienfachwahlen führen, sind wissen-
schaftlich gut untersucht. Genannt werden hier die abdrängende 
Wirkung von technikbezogenen Stereotypen auf die Fachwahl von 
Frauen, die damit zusammenhängende Entwicklung eines fähig-
keitsbezogenen Selbstkonzepts, der Zusammenhang zwischen der 
antizipierten Passung von Familienleben und Berufstätigkeit oder 
die Bedeutung von fachkulturellen Elementen in der Sozialisation 
(Loge 2021). Eine zentrale Ursache ist die Bedeutung von Rollenmodellen, wie 
Solga/Pfahl (2009a, 2009b) herausheben: Die fehlende Sichtbarkeit von Frauen aus 
technisch-naturwissenschaftlichen Berufsfeldern in der Familie, Schule, in Organisati-
onen und Betrieben erschwert die Entwicklung eines beruflichen Selbstkonzepts in 
diesen Bereichen für Mädchen und junge Frauen. Zusätzlich führt die Unterrepräsen-
tanz von Frauen zur Verstärkung der ‚Defizit-Annahme‘ bei Lehrkräften, Eltern und 
6%
12%
14%
14%
15%
18%
18%
22%
23%
24%
31%
34%
38%
39%
53%
57%
62%
64%
94%
88%
86%
86%
85%
82%
82%
78%
77%
76%
69%
66%
62%
61%
47%
43%
38%
36%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
Mechatronik
Maschinenbau
Informationssystemtechnik
Informatik
Mechanik
Computational Engineering
Elektrotechnik und Informationstechnik
Rechts- und Wirtschaftswissenschaften
Energy Science and Engineering
Physik
Material- und Geowissenschaften
Mathematik
Bau- und Umweltingenieurwissenschaften
Chemie
Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften
Architektur
Humanwissenschaften
Biologie
weiblich männlich
Frauen studieren 
hauptsächlich Gesell-
schafts-, Sozial- und 
Humanwissenschaften 
– Männer bevorzugen 
Ingenieurwissenschaf-
ten.

Kindheit/Jugend
 Arbeitsmarkt-
eintrittsphase
 Familienphase
 Erwerbsphase
 Nach-
erwerbsphase
 24 
anderen relevanten Akteurinnen und Akteuren in der Berufsorientierung, wodurch Ge-
schlechterstereotype perpetuiert werden. 
Auch der Anteil von Frauen unter den Promovendinnen bzw. 
Promovenden variiert an den Darmstädter Hochschulen stark: 
Der Promovendinnenanteil lag im Jahr 2017 an der Techni-
schen Universität Darmstadt bei 25,8 %, an der Hochschule 
Darmstadt bei 30,6 % und an der Evangelischen Hochschule 
Darmstadt bei 46,1 %.15 An allen drei Hochschulen nimmt da-
mit der Anteil der Promovendinnen im Vergleich zum Anteil der 
weiblichen Studierenden ab, besonders deutlich an der unter 
den Studierenden frauendominierten Evangelischen Hochschu-
le Darmstadt. 
An den beiden eher technisch ausgerichteten Hochschulen nimmt auch der Professo-
rinnenanteil im Verhältnis zum Anteil der Promovendinnen noch einmal deutlich ab: 
Der Professorinnenanteil lag im Wintersemester 2018/19 an der Technischen Univer-
sität Darmstadt bei 18 % und an der Hochschule Darmstadt bei 23 %. Lediglich an 
der Evangelischen Hochschule Darmstadt ist der Professorinnenanteil (im Jahr 2017) 
mit 65 % höher als der dortige Promovendinnenanteil.16 
Der Professorinnenanteil variiert außerdem stark nach Fachbereichen (Abbildung 13 
und 14). In den frauendominierten Fächern der Sozial- und Gesellschaftswissenschaf-
ten ist der Frauenanteil unter den Professuren fast ausgeglichen und annähernd dop-
pelt so hoch wie im Durchschnitt. In den männerdominierten Ingenieurswissenschaf-
ten dagegen ist der Frauenanteil sehr gering und liegt in einzelnen Fachbereichen im 
einstelligen Bereich. 
                                                           
15 Löther 2019 
16 Ebd. 
Der Anteil von Frauen 
unter den Promovendin-
nen und Promovenden 
ist an den Darmstädter 
Hochschulen niedriger 
als der Frauenanteil un-
ter den Studierenden.

Kindheit/Jugend
 Arbeitsmarkt-
eintrittsphase
 Familienphase
 Erwerbsphase
 Nach-
erwerbsphase
 25 
 Hochschule Darmstadt: Professuren nach Geschlecht und Abbildung 13:
Fachbereich 
(Wintersemester 2018/19) 
 
Quelle: Hochschule Darmstadt 2020 
 Technische Universität Darmstadt: Professuren nach Ge-Abbildung 14:
schlecht und Fachbereich 
(Wintersemester 2018/19) 
 
Quelle: Technische Universität Darmstadt 2019b 
6%
10%
12%
15%
15%
22%
24%
29%
29%
37%
41%
57%
23%
94%
90%
88%
85%
85%
78%
76%
71%
71%
63%
59%
43%
77%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
Elektro- und Informationstechnik
Maschinenbau und Kunststsofftechnik
Bauingenieurwesen
Chemie- und Biotechnologie
Informatik
Mathematik und Naturwissenschaften
Architektur
Media
Wirtschaft
Gestaltung
Gesellschaftswissenschaften
Soziale Arbeit
Gesamt
weiblich männlich
0%
7%
7%
10%
13%
17%
21%
21%
22%
22%
29%
44%
46%
18%
100%
93%
93%
90%
88%
83%
79%
79%
78%
78%
71%
56%
54%
82%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
Maschinenbau
Elektrotechnik und Informationstechnik
Informatik
Mathematik
Bau- und Umweltingenieurwissenschaften
Physik
Chemie
Material- und Geowissenschaften
Rechts- und Wirtschaftswissenschaften
Biologie
Humanwissenschaften
Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften
Architektur
Gesamt
weiblich männlich

Kindheit/Jugend
 Arbeitsmarkt-
eintrittsphase
 Familienphase
 Erwerbsphase
 Nach-
erwerbsphase
 26 
MITTE DES LEBENS – FAMILIENPHASE 
Sowohl die Zahl der Eheschließungen als auch die Geburtenrate ist in den vergangenen Jah-
ren angestiegen. 17 % der Darmstädter Haushalte sind Familienhaushalte, in denen Eltern 
oder Elternteile mit minderjährigen Kindern zusammenleben. Die überwiegende Mehrzahl 
alleinerziehender Elternteile sind Frauen. Leben Frauen in Paar- oder in Familienhaushalten 
wirkt sich das auf ihre Erwerbstätigkeit aus. Frauen in Paarhaushalten mit Kind(ern) sind 
häufig entweder gar nicht oder nur in Teilzeit erwerbstätig. Frauen in dieser Lebensphase 
sind stark in die familiäre Pflege von Angehörigen eingebunden: Ein erheblicher Teil der fa-
miliären Pflege wird von Frauen im Erwerbsalter erbracht. 
Familienstand 
Die Hälfte der Darmstädter Bevölkerung ist ledig, ein Drit-
tel verheiratet, 7 % geschieden, 5 % verwitwet und 0,1 % 
leben in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft. Damit 
ist der Anteil an ledigen Personen in der Wissenschafts-
stadt Darmstadt höher und der Anteil an verheirateten 
Personen niedriger als im Bundesdurchschnitt, entspricht 
aber den Werten anderer Großstädte. 
Der Anteil lediger Männer an der Gesamtbevölkerung ist 
mit 56 % deutlich höher als der Anteil lediger Frauen 
(45 %). Der hohe Anteil lediger Personen allgemein und der der Männer im Besonde-
ren lässt sich durch den hohen Anteil Studierender in der Darmstädter Stadtgesell-
schaft erklären (→Hochschulausbildung). 
Umgekehrt ist es bei verwitweten bzw. geschiedenen Personen: 8 % der Frauen und 
2 % der Männer sind verwitwet und 9 % der Frauen und 5 % der Männer sind ge-
schieden (Abbildung 15). 
Die Hälfte der Darmstäd-
ter Bevölkerung ist ledig – 
Männer häufiger als Frau-
en. 
Frauen sind häufiger ver-
witwet oder geschieden.

Kindheit/Jugend
 Arbeitsmarkt-
eintrittsphase
 Familienphase
 Erwerbsphase
 Nach-
erwerbsphase
 27 
 Frauen und Männer nach Familienstand Abbildung 15:
(Darmstadt 2018) 
 
Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt 2019a 
Die höhere Lebenserwartung von Frauen, die Tatsache, 
dass Männer bei der Heirat in der Regel ein paar Jahre 
älter sind als ihre Partnerin (s.u.) und die größere Nei-
gung zur erneuten Heirat verwitweter Männer (s. Tabel-
le 2), führt zu einem vierfach höheren Anteil verwitwe-
ter Frauen. Dies hat zur Folge, dass eher für Frauen als 
für Männer wichtige Ressourcen für den Lebensunterhalt im Alter entfallen 
(→Ursachen der Altersarmut) und sie für ihre finanzielle Absicherung allein aufkom-
men müssen. 
Eheschließungen 
Im Jahr 2018 wurden in der Wissenschaftsstadt Darmstadt 917 Ehen geschlossen. 
Dies entspricht 5,7 Eheschließungen pro 1.000 Einwohnerinnen und Einwohnern und 
entspricht damit etwa dem Stand von 1978 (Abbildung 16). 
42%
37%
8%
9%
56%
35%
2%
5%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60%
ledig
verheiratet
verwitwet
geschieden
Frauen Männer
Frauen sind mit steigendem Al-
ter häufiger alleinstehend als 
Männer.

Kindheit/Jugend
 Arbeitsmarkt-
eintrittsphase
 Familienphase
 Erwerbsphase
 Nach-
erwerbsphase
 28 
 Eheschließungen pro 1.000 Einwohnerinnen und Einwohnern Abbildung 16:
(Darmstadt 1978-2018) 
 
 Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt 2019a 
 
Bei 76 % der Eheschließungen waren beide Partnerinnen bzw. Partner ledig, 15 % der 
Männer und 16 % der Frauen waren vor der Eheschließung bereits geschieden17 
(Tabelle 2). 
Tabelle 2: Familienstand vor Eheschließung 
(Darmstadt 2018) 
 Frau    
Mann ledig Geschieden  Total 
ledig 701 65  766 
geschieden 60 78  138 
Total 761 143  904 
Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt 2019a 
 
In 69 % der Fälle waren die Männer bei der Eheschließung älter als 
die Frauen, Frauen waren bei 21 % der Eheschließungen älter als die 
Männer und in 10 % der Fälle waren beide Partnerinnen bzw. Part-
ner gleich alt. 
 
 
 
                                                           
17 Angaben zu verwitweten Personen vor Eheschließung sind aufgrund der niedrigen Fallzahl nicht mög-
lich. 
5
5,2
5,4
5,6
5,8
6
6,2
6,4
6,6
6,8
1978 1988 1998 2008 2018
Männer sind älter 
als ihre Partne-
rinnen.

Kindheit/Jugend
 Arbeitsmarkt-
eintrittsphase
 Familienphase
 Erwerbsphase
 Nach-
erwerbsphase
 29 
 Eheschließungen nach Geschlecht und Herkunft Abbildung 17:
(Darmstadt 2018) 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt 2019a 
Die meisten Ehen (79 %) in Darmstadt werden zwischen Deutschen geschlossen. Le-
diglich 5 % zwischen zwei Nicht-Deutschen, 9 % zwischen einem Deutschen und einer 
Nicht-Deutschen und 7 % zwischen einem Nicht-Deutschen und einer Deutschen (Ab-
bildung 17). 
Ehescheidungen 
Den 917 Eheschließungen im Jahr 2018 stehen im gleichen Zeitraum 296 Eheschei-
dungen gegenüber. Dies entspricht 28,4 Scheidungen auf 100 
Eheschließungen. 
Mit einem Anteil von 27 % waren Scheidungen bei Ehen, die 20 
Jahre und länger gedauert haben, am häufigsten. 24 % der 
Scheidungen betrafen Ehen, die 5-9 Jahre gedauert haben und 
23 % Ehen, die 10-14 Jahre gedauert haben. Am seltensten wur-
den Ehen mit einer Dauer von 0-4 Jahren geschieden. 
In 46 % aller Scheidungen waren minderjährige Kinder betroffen, am häufigsten betraf 
dies Ehen mit einer Dauer von 10-19 Jahren (Abbildung 18). 
Die meisten Ehen 
werden nach über 20 
Jahren geschieden. 
79%
9%
7%
5%
Deutscher/Deutsche Deutscher/Nicht-Deutsche
Nicht-Deutscher/Deutsche Nicht-Deutscher/Nicht-Deutsche
16 % der Ehen 
werden zwischen 
einer Person mit 
und einer ohne 
deutschem Pass 
geschlossen.

Kindheit/Jugend
 Arbeitsmarkt-
eintrittsphase
 Familienphase
 Erwerbsphase
 Nach-
erwerbsphase
 30 
 Ehescheidungen nach Vorhandensein von minderjährigen Abbildung 18:
Kindern und Ehedauer 
(Darmstadt 2017) 
 
Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt 2019a 
Die Reform des Unterhaltsrechts im Jahr 2008 verfolgte drei Ziele: 1. Die Stärkung 
des Kindswohls durch den Vorrang der ehelichen und nicht ehelichen Kinder vor den 
Unterhaltsansprüchen der Ex-Partnerin bzw. des Ex-Partners, 2. die Stärkung der Ei-
genverantwortung nach der Ehe durch Begrenzung des nachehelichen Unterhaltsan-
spruchs zur finanziellen Entlastung der Unterhaltspflichtigen und 3. Die Vereinfachung 
des Unterhaltsrechts durch Angleichung des Steuer-, Sozial- und Unterhaltsrechts 
(Bertelsmann Stiftung 2009). Hierdurch sind die geschiedenen Partner und Partnerin-
nen für ihren eigenen Lebensunterhalt selbst verantwortlich, wenn keine Kinder unter 
drei Jahren betreut werden. 
Dies bedeutet vor allem für geschiedene Frauen eine Verschärfung 
ihrer finanziellen Situation, da sie während der Ehe häufig ihre Er-
werbstätigkeit unterbrechen oder ihren Erwerbsumfang reduzieren, 
um die Kinder zu versorgen oder sich um die Pflege von Angehöri-
gen zu kümmern (→Erwerbsmodelle). Nach der Scheidung müssen 
sie dann für ihren eigenen Unterhalt aufkommen, wobei sie gleich-
zeitig diejenigen sind, bei denen die Kinder häufiger nach der 
Scheidung leben (→Haushaltsformen). Die Betreuung der Kinder 
macht den Neustart ins Berufsleben nach einer Scheidung tendenziell schwierig, da 
Kinderbetreuung und Berufstätigkeit vereinbart werden müssen. 
Da nach der Scheidung das tendenziell höhere Erwerbseinkommen des Ehemanns 
entfällt, haben alleinerziehende Frauen und Mütter, die nach der Trennung mit ihren 
Kindern zusammenleben, ein deutlich niedrigeres Pro-Kopf-Haushaltseinkommen – 
das Verhältnis von Einnahmen zu Ausgaben verschlechtert sich. Bei Müttern ohne 
Kinder im Haushalt stabilisiert sich die finanzielle Situation, sie erreicht aber nicht 
mehr das Niveau von vor der Scheidung; bei alleinerziehenden Müttern bleibt das Pro-
75 %
50 %
35 %
33 %
74 %
25 %
50 %
65 %
67 %
26 %
0 20 40 60 80 100
0-4
5-9
10-14
16-19
20+
Anzahl Scheidungen
Ehejahre
Ohne Kinder
Mit minderjährigen
Kindern
Scheidung führt 
zu finanziellen 
Einschnitten ins-
besondere bei 
Müttern.

Kindheit/Jugend
 Arbeitsmarkt-
eintrittsphase
 Familienphase
 Erwerbsphase
 Nach-
erwerbsphase
 31 
Kopf-Haushaltseinkommen hingegen langfristig unter dem Niveau von vor der Schei-
dung. 34 % des Haushaltseinkommens alleinerziehender Frauen sind öffentliche 
Transferleistungen (Geisler u.a. 2018). 
Geburten 
2018 sind in der Wissenschaftsstadt Darmstadt 1.718 Kinder zur Welt gekommen – 
16 % mehr als zehn Jahre zuvor (Abbildung 19). Die meisten Kinder sind in Darm-
stadt Nord (413), Darmstadt Mitte (231) und Darmstadt Eberstadt (221) geboren 
worden. 
 Anzahl der Geburten Abbildung 19:
(Darmstadt 2018) 
 
Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt 2019a 
Geburtenrate und Anzahl der Kinder 
Die Geburtenrate bzw. die Zahl der Geburten pro hundert Frauen 
im gebärfähigen Alter hat in den letzten Jahren in der Wissen-
schaftsstadt Darmstadt zugenommen: von 4,8 Geburten im Jahr 
2013 auf 5,2 Geburten im Jahr 2018. Frauen zwischen 30 und 34 
Jahren bekommen am häufigsten Kinder, außerdem ist in den ver-
gangenen 10 Jahren das Alter der Gebärenden angestiegen (Abbil-
dung 20). 
Das steigende Alter der Gebärenden erklärt zum Teil den Anstieg der Geburten in 
Darmstadt, da diese im jüngeren Alter deutlich weniger Kinder zur Welt gebracht ha-
ben als Frauen älterer Jahrgänge. Hinzu kommt, dass es aktuell mehr potenzielle Müt-
ter in dieser Altersgruppe gibt. D.h., die in der Vergangenheit niedrigere Geburtenzahl 
kommt dadurch zustande, dass jüngere Frauen zu diesem Zeitpunkt (noch) keine Kin-
der bekommen haben und dies nun nachholen, was sich in einer jetzt höheren Gebur-
tenrate niederschlägt. 
1484 1470
1718
2008 2013 2018
Anzahl
Die Geburtenrate 
steigt – das Alter der 
Gebärenden eben-
falls

Kindheit/Jugend
 Arbeitsmarkt-
eintrittsphase
 Familienphase
 Erwerbsphase
 Nach-
erwerbsphase
 32 
 Geburtenrate nach Alter der Mutter Abbildung 20:
(Darmstadt 2008, 2013, 2018) 
 
Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt 2020a 
Darmstädterinnen im Alter von 15 bis 49 Jahren haben durchschnittlich 1,51 Kinder 
und liegen somit minimal unter dem hessischen Durchschnitt von 1,57 Kindern18. 
Haushaltsformen 
Etwas mehr als die Hälfte der ca. 90.000 Haushalte der Wissen-
schaftsstadt Darmstadt sind Einpersonenhaushalte, darunter etwas 
weniger Frauen (45 %) als Männer (55 %). Mit steigendem Alter 
nimmt der Anteil an Frauen in Einpersonenhaushalten jedoch zu: 
Bei den unter 45-jährigen Darmstädtern und Darmstädterinnen, 
die in Einpersonenhaushalten leben, sind zwei 
Drittel männlich, bei den über 75-Jährigen 
Personen, die in Einpersonenhaushalten leben, 
sind drei Viertel weiblich (Abbildung 21).  
 
                                                           
18 Hessisches Statistisches Landesamt 2019b 
0
2
4
6
8
10
12
unter 18 Jahre 18 bis unter
25 Jahre
25 bis unter
30 Jahre
30 bis unter
35 Jahre
35 bis unter
40 Jahre
40 Jahre und
älter
Anzahl Lebendgeborene/100 Frauen
im gebährfähigen Alter
2018 2013 2008
Die Hälfte der 
Darmstädter Haus-
halte sind Einper-
sonenhaushalte – 
nur jeder 6. Haus-
halt ist ein Fami-
lienhaushalt. 
 Drei Viertel der 
über 75-jährigen 
Personen in Einper-
sonenhaushalten 
sind Frauen.

Kindheit/Jugend
 Arbeitsmarkt-
eintrittsphase
 Familienphase
 Erwerbsphase
 Nach-
erwerbsphase
 33 
 Einpersonenhaushalte nach Geschlecht und Alter Abbildung 21:
(Darmstadt 2018) 
 
Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt 2020a 
 
Unter den Mehrpersonenhaushalten sind ca. ein Drittel Haushalte mit Kindern, so 
dass diese Haushalte nur 17 % aller Haushalte in Darmstadt ausmachen (Abbildung 
22). Auffällig ist die unterschiedliche räumliche Verteilung der verschiedenen Haus-
haltsformen im Stadtgebiet: Während der Anteil an Einpersonenhaushalten im Innen-
stadtbereich besonders hoch ist, finden sich Haushalte mit Kindern eher in den Stadt-
bezirken in der Peripherie. 
Die prozentuale Verteilung der verschiedenen Haushaltsformen entspricht der anderer 
Großstädte, wo moderne Lebensstile dominieren und nicht nur der Anteil an Einperso-
nenhaushalten überdurchschnittlich vertreten ist, sondern auch andere Formen des 
Zusammenlebens verbreitet sind. 
34%
36%
35%
38%
49%
62%
75%
66%
64%
65%
62%
51%
38%
25%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
18 bis unter 25 Jahre
25 bis unter 35 Jahre
35 bis unter 45 Jahre
45 bis unter 55 Jahre
55 bis unter 65 Jahre
65 bis unter 75 Jahre
75 Jahre und älter
weiblich männlich

Kindheit/Jugend
 Arbeitsmarkt-
eintrittsphase
 Familienphase
 Erwerbsphase
 Nach-
erwerbsphase
 34 
 Haushaltsformen Abbildung 22:
(Darmstadt 2018) 
 
Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt 2019a 
 
In 77 % der Familienhaushalte leben Eltern gemeinsam mit ihren Kindern und in 23 % 
der Familienhaushalte leben alleinerziehende Elternteile mit ihren Kindern. Von den 
alleinerziehenden Elternteilen sind 84 % Mütter und 16 % Väter. 
Obgleich seit 2013 der Anteil der alleinerziehenden Männer in 
Darmstadt von 10 % auf 16 % im Jahr 2018 angestiegen ist, sind 
es aktuell noch immer mehrheitlich Frauen, die als Alleinerziehen-
de nicht nur auf sich selbst gestellt den Alltag mit Kind(ern) meis-
tern müssen, sondern besonders häufig auch Leistungen nach SGB 
II beziehen (→Arbeitslosigkeit). 
 
Erwerbsmodelle 
Das Vorhandensein minderjähriger Kinder prägt entscheidend die Er-
werbskonstellation19 in Paarhaushalten (Abbildung 23). In der Mehrheit 
der Paarhaushalte sind sowohl der Mann als auch die Frau aktiv er-
werbstätig: In Paarhaushalten ohne Kinder sind es 61 % und in Paar-
haushalten mit Kind(ern) immerhin noch 56 % der Haushalte, in denen 
beide Personen einer Erwerbstätigkeit nachgehen. Somit ist auch für 
                                                           
19 Die folgenden Daten beziehen sich auf Deutschland (2017) in seiner Heterogenität und sind dem WSI-
Genderdatenportal entnommen; kleinräumigere Daten liegen nicht vor. 
52 %
31 %
13 %
16 %
84 %
4 %
Haushalte ohne Kinder: Einpersonenhaushalte Haushalte ohne Kinder: Mehrpersonenhaushalte
Haushalte mit Kindern: Eltern mit Kindern Haushalte mit Kindern: Alleinerziehende Männer
Haushalte mit Kindern: Alleinerziehende Frauen
Die überwiegende 
Mehrheit der al-
leinerziehenden 
Elternteile sind 
Frauen. 
Das Zweiverdienste-
Modell ist auch für 
Familien mit 
Kind(ern) normal 
geworden.

Kindheit/Jugend
 Arbeitsmarkt-
eintrittsphase
 Familienphase
 Erwerbsphase
 Nach-
erwerbsphase
 35 
Familien mit Kind(ern) das Zweiverdienste-Modell normal geworden. Aber auch das 
klassische „Alleinernährermodell“ findet sich in Paarhaushalten mit Kind(ern): In etwa 
einem Drittel dieser Haushalte geht nur der Mann einer aktiven Erwerbstätigkeit nach, 
in Paarhaushalten ohne Kinder trifft das nur auf jeden sechsten Haushalt zu. Immer-
hin in 11 % der kinderlosen Paarhaushalte ist die Frau „Alleinernährerin“, in Paar-
haushalten mit Kind(ern) sind es gerade einmal 5 %. 
 Erwerbskonstellation in Paarhaushalten Abbildung 23:
(Deutschland 2017) 
 
Quelle: WSI Genderdatenportal o.J. 
Das Vorhandensein von Kindern in Paarhaushalten beeinflusst darüber 
hinaus auch den Erwerbsumfang von Frauen und Männern (Abbildung 
24). In Paarhaushalten ohne Kinder gehen in jedem zweiten Haushalt 
sowohl der Mann als auch die Frau einer Vollzeiterwerbstätigkeit nach. 
Gibt es Kinder im Haushalt, trifft dies nur noch auf jeden vierten Haushalt 
zu. Dort ist das „Zuverdienerinnenmodell“ weit verbreitet: In zwei Dritteln 
der Haushalte mit Kind(ern) ist der Mann vollzeiterwerbstätig und die 
Frau teilzeiterwerbstätig. Leben keine Kinder im Haushalt, trifft diese 
Konstellation nur auf ein Drittel der Haushalte zu. Unabhängig davon, ob 
Kinder im Haushalt leben oder nicht, kommen die anderen Modelle (Frau 
Vollzeit und Mann Teilzeit bzw. beide Teilzeit) so gut wie nicht vor. 
56%61%
28%16%
5%11%
12%13%
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
80%
90%
100%
Paare mit Kind(ern) unter 18 J.Paare ohne Kinder unter 18 J.
Keiner aktiv erwerbstätig
Nur Frau aktiv erwerbstätig
Nur Mann aktiv erwerbstätig
Beide aktiv erwerbstätig
Frauen in 
Paarhaushalten 
mit Kind(ern) 
sind entweder 
gar nicht oder 
nur in Teilzeit 
erwerbstätig.

Kindheit/Jugend
 Arbeitsmarkt-
eintrittsphase
 Familienphase
 Erwerbsphase
 Nach-
erwerbsphase
 36 
 Vollzeit-/Teilzeit-Konstellationen in Paarhaushalten mit zwei Abbildung 24:
aktiv  
erwerbstätigen Personen 
(Deutschland 2017) 
 
Quelle: WSI Genderdatenportal o.J. 
 
Unterschiedliche Leitbilder im deutschen Rechtssystem: 
Ehe als Versorgungssystem vs. Verantwortung für eigene finanzielle Absiche-
rung 
Gefördert werden diese Erwerbsmodelle in Paarhaushalten durch sozialstaatliche Re-
gelungen, wie beispielsweise das Ehegattensplitting oder die Möglichkeit der kostenlo-
sen Mitversicherung der Ehepartnerinnen bzw. -partner in der Krankenversicherung, 
die den Einkommensverlust durch Erwerbsunterbrechung bzw. -reduzierung einer Per-
son zunächst finanziell ausgleichen soll. Während der Ehe profitiert der Partner bzw. 
die Partnerin mit überwiegendem Anteil an Familienarbeit von diesem Leitbild der Ehe 
als Versorgungssystem. Allerdings werden die möglichen langfristigen Folgen einer 
Erwerbsunterbrechung bzw. -reduzierung in Form von zukünftigen Einkommenseinbu-
ßen häufig nicht mitberechnet (→ Einkommen, → Altersarmut). Das deutsche Rechts-
system orientiert sich nämlich nicht durchgängig an diesem Leitbild und ist teilweise 
widersprüchlich. Wird die Ehe beendet, orientiert sich die gesetzliche Regelung an 
einem anderen Leitbild: Im Unterhaltsrecht ist jede Person lebenslang selbständig für 
ihre eigene finanzielle Absicherung verantwortlich. Die vorausgegangene Ehe bietet im 
Nachhinein keinen wirtschaftlichen Vorteil, so dass der Elternteil, der zugunsten der 
Kindererziehung die eigene Erwerbstätigkeit eingeschränkt hat, ein hohes Armutsrisiko 
eingeht. 
26,1%
54,8%
68,5%
38,4%
2,1%3,3%
3,2%3,5%
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
80%
90%
100%
Paare mit Kind(ern) unter 18 J.Paare ohne Kinder unter 18 J.
Beide Teilzeit
Frau Vollzeit Mann Teilzeit
Mann Vollzeit Frau Teilzeit
Beide Vollzeit

Kindheit/Jugend
 Arbeitsmarkt-
eintrittsphase
 Familienphase
 Erwerbsphase
 Nach-
erwerbsphase
 37 
Die Folgen hiervon tragen in der Regel die Frauen, die ihre Erwerbstätigkeit während 
der Ehe einschränken oder ganz aufgeben. Sie sind diejenigen, die in einer Partner-
schaft häufig weniger verdienen, da sie im Vergleich zu ihrem Partner aufgrund ihrer 
Berufswahl einer schlechter bezahlten Tätigkeit nachgehen (→ Berufswahl) und häufig 
aufgrund ihres geringeren Alters weniger Berufserfahrung aufweisen können (→ Ehe-
schließungen). Hinzu kommt die (eigene und gesellschaftliche) Rollenerwartung, die 
die Sorge um Familie und Haushalt bei der Frau verorten. 
Kinderbetreuung 
Damit Eltern einer Erwerbstätigkeit gleichberechtigt nachgehen können, ist die Ver-
einbarkeit von Beruf und Familie wichtig. Hier ist die Verfügbarkeit einer geregelten 
Kinderbetreuung für viele Eltern eine Notwendigkeit, um Beruf und Familie tatsächlich 
vereinbaren zu können. 
Für 68 % der Darmstädter Eltern ist die Vereinbarkeit von Be-
ruf und Familie sehr wichtig, wobei dies auf 73 % der Mütter 
und lediglich auf 63 % der Väter zutrifft. Es sind i.d.R. mehr 
Frauen, für die die Bereitstellung von Betreuungsangeboten 
für Kinder unter 3 Jahren (50 % der Mütter), die Bereitstellung 
von Kindergartenplätzen (67 % der Mütter), die Bereitstellung 
von Schulkinderbetreuung (66 % der Mütter) und die Schaf-
fung von Ganztagsschulangeboten (49 % der Mütter) ein sehr 
wichtiges Anliegen für die Zukunftsentwicklung der Wissen-
schaftsstadt Darmstadt ist20 (Abbildung 25). 
                                                           
20 Wissenschaftsstadt Darmstadt 2019b 
Müttern ist die Verein-
barkeit von Familie und 
Beruf besonders wichtig 
– hier vor allem die Be-
reitstellung einer gere-
gelten Kinderbetreuung.

Kindheit/Jugend
 Arbeitsmarkt-
eintrittsphase
 Familienphase
 Erwerbsphase
 Nach-
erwerbsphase
 38 
 Wichtige Themen der Zukunftsentwicklung nach Geschlecht Abbildung 25:
(Darmstadt 2018) 
 
Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt 2019b 
 
31 % der Darmstädter Eltern beklagten fehlende Unterstützung 
bei der Kinderbetreuung – dies betraf Mütter und Väter gleich-
ermaßen (31 % der Mütter und 30 % der Väter) 21. Inwiefern be-
stimmte Eltern von fehlender Unterstützung betroffen waren und 
was die Ursache dafür war, kann mit den vorliegenden Daten 
nicht beantwortet werden. 
Bei der Frage, ob Darmstadt eine kinderfreundliche Stadt sein soll, herrschte bei den 
Müttern und Vätern eine große Übereinstimmung: Für 66 % der Mütter und 62 % der 
Väter war dies ein sehr wichtiges Anliegen für die Zukunftsentwicklung der Wissen-
schaftsstadt Darmstadt22. 
Außerdem stellte für 37 % der Darmstädter Eltern die Vereinbarkeit von Beruf und 
Familie (z.B. flexible Arbeitszeitmodelle, egalitäre Teilzeitmodelle, Führung in Teilzeit, 
Kinderbetreuung etc.) ein Problem dar – für 39 % der Mütter und für 35 % der Väter. 
Am Stichtag 31. Dezember 2020 lag die Versorgungsquote im U3-Bereich bei 44 % 
Prozent. Gegenüber dem letzten Berichtsjahr 2018 wurde somit eine Verbesserung 
der gesamtstädtischen Versorgungslage erreicht (2018: 42 %). Im Bereich Kindergar-
ten (Ü3) konnte die Versorgungslage seit dem letzten Berichtszeitpunkt ebenso deut-
lich verbessert werden und liegt nun bei 106 % (2018: 103 %).23 
                                                           
21 Wissenschaftsstadt Darmstadt 2019b 
22 Wissenschaftsstadt Darmstadt 2019b 
23 Wissenschaftsstadt Darmstadt 2021c 
73%
50%
67% 66%
49%
63%
48%
59% 55%
44%
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
80%
Vereinbarkeit von
Familie und Beruf
Angebote für Kinder
unter 3 Jahren
Bereitstellung von
Kindergartenplätzen
Schulkinderbetreuung Schaffung von
Ganztagsschulangeboten
Mütter Väter
Jedes 3. Darmstäd-
ter Elternteil hat ein 
Problem mit der 
Vereinbarkeit von 
Beruf und Familie.

Kindheit/Jugend
 Arbeitsmarkt-
eintrittsphase
 Familienphase
 Erwerbsphase
 Nach-
erwerbsphase
 39 
Auswirkungen der Corona-Pandemie im Jahr 2020 auf die Arbeitsteilung der 
Geschlechter 
Während der Zeit der strengen Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen aufgrund der 
Corona-Pandemie im Frühjahr und Winter 2020 wurden Kindergärten, Schulen und 
Betreuungseinrichtungen für Kinder weitestgehend geschlossen. Hierdurch wurde 
mehr Sorgearbeit in die Haushalte verlegt und Eltern, die keinen Anspruch auf Notbe-
treuung hatten, mussten die Betreuung ihrer Kinder neu und größtenteils selbst orga-
nisieren. Homeoffice erleichtert zwar üblicherweise die Vereinbarkeit von Familie und 
Berufsleben, unter den Bedingungen der Corona-Pandemie kann es aber auch zu einer 
stärkeren Doppelbelastung durch Erwerbsarbeit und Betreuungspflichten führen. 
Fuchs-Schündeln und Stephan (2020) konnten zeigen, dass bei 80 % der Eltern, die 
während der strengen Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen zumindest teilweise im 
Homeoffice gearbeitet haben, die Belastungen durch Kinderbetreuung deutlich zuge-
nommen haben. 
Inwieweit dies Auswirkungen auf die Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern hat, 
wird in der Wissenschaft kontrovers diskutiert. So sieht etwa Jutta Allmendinger im 
Trend zum Homeoffice kaum Vorteile mit Blick auf die Gleichstellung der Geschlech-
ter. Sie postulierte stattdessen eine durch die Corona-Pandemie ausgelöste Retraditi-
onalisierung der Rollenverteilung in den Familien, die die Bemühungen um Chancen-
gleichheit um drei Jahrzehnte zurückwerfe (Globisch/Osiander 2020). Auch das Wirt-
schafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung bestätigt 
die Rückkehr zur traditionellen Arbeitsteilung zumindest teilweise (Kohlrausch/Zucco 
2020). Zu einem anderen Ergebnis kommen Zinn u.a. (2020): Auswertungen der ers-
ten vier Teilstichproben der SOEP-CoV-Studie zeigen, dass die durchschnittliche Be-
treuungszeit coronabedingt bei den Müttern um 2,9 Stunden und bei den Vätern um 
2,5 Stunden gestiegen ist. Dabei hat die Kinderbetreuungszeit der Väter deutlicher 
zugenommen als die der Mütter. Im Vergleich zum Vorjahr verbrachten sie während 
des Lockdowns durchschnittlich 89 % mehr Zeit mit Kinderbetreuung, bei den Müt-
tern stieg die Betreuungszeit während dieses Zeitraums lediglich um 43 %. Zinn u.a. 
deuten dies „als eine positive Entwicklung im Sinne einer stärkeren Einbindung der 
Männer in die Kinderbetreuung“. 
Eine differenzierte Online-Befragung „Leben und Erwerbstätigkeit in Zeiten von 
Corona“ des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im Juni 2020 er-
laubt eine empirische Überprüfung der These der Retraditionalisierung, indem Verän-
derungen der Erwerbs- und Sorgearbeit erfasst und unterschiedliche Dimensionen von 
Sorgearbeit ausgewertet wurden (Globisch/Osiander 2020). Die Auswertungen zeigen, 
dass die Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern auch während der Corona-
Pandemie mehr oder weniger stabil bleibt: So sind auch während der Pandemie die 
Arbeitszeiten erwerbstätiger Frauen deutlich geringer als die der Männer, Mütter 
übernehmen sowohl vor wie auch während der Pandemie den größten Teil der Kinder-
betreuung und auch in anderen Bereichen der privaten Lebensführung wie Hausarbeit, 
Einkäufe, Reparaturarbeiten oder Regelung der finanziellen Angelegenheiten sind 
kaum Veränderungen feststellbar. Allerdings gibt es auch kleinere Veränderungen, die 
in ihrer Summe eher gegen als für eine Retraditionalisierung der Geschlechterverhält-
nisse sprechen: Männer haben während der Pandemie ihre Arbeitszeiten stärker redu-
ziert als Frauen, sie beteiligen sich etwas häufiger als vor der Pandemie an der Haus-

Kindheit/Jugend
 Arbeitsmarkt-
eintrittsphase
 Familienphase
 Erwerbsphase
 Nach-
erwerbsphase
 40 
arbeit und gehen etwas häufiger einkaufen. Auch in der Kinderbetreuung haben die 
Männer während der Pandemie etwas zugelegt: Sie beteiligen sich etwas häufiger an 
dieser Aufgabe als vor der Pandemie. Vollzeitbeschäftigte Eltern haben sowohl vor als 
auch während der Pandemie die Kinderbetreuung zu gleichen Teilen übernommen. 
Inwiefern die festgestellten Veränderungen die Corona-Pandemie überdauern oder 
Effekte der aktuellen Bedingungen sind, muss sich im Laufe der Zeit noch zeigen.

Kindheit/Jugend
 Arbeitsmarkt-
eintrittsphase
 Familienphase
 Erwerbsphase
 Nach-
erwerbsphase
 41 
ARBEITEN IN DARMSTADT – ERWERBSPHASE 
Der Vorsprung in den Schulabschlüssen geht den Frauen im Laufe ihres Lebens verloren: Die 
Einkommenssituation sieht bei ihnen deutlich schlechter aus als bei den Männern. Gute 
Ausbildung ist dabei keine Garantie für Lohngleichheit – mit steigendem Qualifikationsni-
veau steigt die Lohndifferenz auf bis zu 22 %. Hinzu kommt, dass Frauen häufiger in Teilzeit 
beschäftigt sind und ihre Erwerbsbeteiligung mit steigendem Alter abnimmt. 
Erwerbsstatus 
Die größte Gruppe der Darmstädter Bevölkerung ist Vollzeit erwerbstätig (37 %). Es 
folgt die Gruppe der Rentnerinnen/Rentner/Pensionärinnen/Pensionäre (23 %), der 
Schülerinnen/Schüler und Studierenden (16 %) und schließlich die Gruppe der in 
Teilzeit Erwerbstätigen (16 %). 
 Erwerbsstatus nach Geschlecht Abbildung 26:
(Darmstadt 2018) 
 
Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt 2019b 
Beim Erwerbsstatus lassen sich deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern 
(Abbildung 26) erkennen: 47 % der Männer, aber nur 28 % der Frauen sind in Vollzeit 
erwerbstätig. In Teilzeit arbeiten 24 % der Frauen und lediglich 8 % der Männer.24 
Einen geringeren Unterschied kann man bei Selbständigen erkennen: 9 % der Männer 
und 7 % der Frauen sind selbständig erwerbstätig. 
Deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern zeigen sich hingegen in der 
Wahrnehmung von Elternzeit: 6 % der Darmstädterinnen und 0,4 % der Darmstädter 
                                                           
24 Zur Erklärung siehe hierzu →Erwerbsmodelle in Familienhaushalten 
0% 5% 10% 15% 20% 25% 30% 35% 40% 45% 50%
Vollzeit erwerbstätig
Rentner*in / Pensionär*in
Teilzeit erwerbstätig
Schüler*in / Student*in
Selbstständig erwerbstätig
geringfügig beschäftigt (450- Euro-Job, Mini-Job)
Hausfrau / Hausmann
Elternzeit / Mutterschutz
arbeitslos
Sonstiges
Alle Männer Frauen

Kindheit/Jugend
 Arbeitsmarkt-
eintrittsphase
 Familienphase
 Erwerbsphase
 Nach-
erwerbsphase
 42 
befinden sich im Jahr 2018 in Elternzeit25. Ein ähnliches Verhältnis zeigt sich bei der 
Verteilung von Hausfrauen und -männern: So gibt es unter den Darmstädterinnen und 
Darmstädtern 8 % Hausfrauen und nur 2 % Hausmänner. 
Diese Zahlen deuten auf unterschiedliche Zuständigkeit von Frauen und Männern be-
züglich Kindererziehung und Haushaltsführung hin und decken sich mit den immer 
noch vorhandenen gesellschaftlichen Vorstellungen über die Geschlechter und den 
damit verbundenen Erwartungen an die Geschlechterrollen. 
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 
Betrachtet man nur die Gruppe der sozialversicherungspflichtig Be-
schäftigten, ergibt sich ein differenzierteres Bild: Im Jahr 2019 waren 
insgesamt 63.820 Darmstädterinnen und Darmstädter sozialversiche-
rungspflichtig beschäftigt: 28.642 Frauen (45 %) und 35.178 Männer 
(55 %). Der Anteil der erwerbstätigen Frauen hat sich somit dem der 
Männer angenähert und entspricht fast ihrem Anteil an der Bevölkerung. 
Die deutsche Bevölkerung stellt mit rund 86 % den größten Anteil an Beschäftigten in 
Darmstadt. Mit fast 14 % ist der Anteil nichtdeutscher Beschäftigter in Darmstadt 
etwas höher als der in Gesamt-Deutschland mit rund 12 %26. Der Frauenanteil bei den 
deutschen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten liegt bei fast 48 %, bei den sozi-
alversicherungspflichtig Beschäftigten mit nichtdeutscher Nationalität bei 43 %. 
Von den über 100.000 Beschäftigten in der Wissenschaftsstadt 
Darmstadtsind rund drei Viertel der Personen in der Altersgrup-
pe von 25 bis unter 55 Jahren und stellen somit den Hauptanteil 
der Beschäftigten dar. Der Frauenanteil sinkt mit zunehmendem 
Alter von 48 % in der jüngsten Altersgruppe bis auf rund 40 % in 
der Altersgruppe ab 65 Jahren (Abbildung 27). Unklar ist an die-
ser Stelle jedoch, ob dies ein Hinweis darauf ist, dass in den jüngeren Jahrgängen die 
klassische Rollenverteilung weniger präsent oder das klassische „Alleinverdienermo-
dell“ finanziell nicht mehr umsetzbar ist. 
                                                           
25 In diesen Zahlen sind Zeiten des Mutterschutzes inbegriffen 
26 Bundesagentur für Arbeit 2018 
Etwa die Hälfte 
der Beschäftig-
ten sind Frauen. 
Der Frauenanteil an 
den Beschäftigten 
sinkt mit zunehmen-
dem Alter.

Kindheit/Jugend
 Arbeitsmarkt-
eintrittsphase
 Familienphase
 Erwerbsphase
 Nach-
erwerbsphase
 43 
 Beschäftigte nach Geschlecht und Alter Abbildung 27:
(Darmstadt 2017) 
 
Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt 2018b 
 
Beschäftigungsumfang 
Etwa 71 % der in der Wissenschaftsstadt Darmstadt beschäftigten Personen arbeiten 
Vollzeit. Von allen Vollzeitbeschäftigten sind 64 % männlich und 36 % weiblich. Die 
Teilzeitquote liegt bei 29 %. Der größte Anteil fällt hier den Frauen zu: 73 % der Teil-
zeitbeschäftigten sind weiblich und 27 % sind männlich. 
Von den in der Wissenschaftsstadt Darmstadt erwerbstätigen Frauen 
sind lediglich 56 % in Vollzeit und 45 % in Teilzeit beschäftigt, bei den 
erwerbstätigen Männern hingegen arbeiten 86 % in Vollzeit und lediglich 
14 % in Teilzeit (Abbildung 28). 
 
 
48% 47% 46% 40%
52% 53% 54% 60%
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
80%
90%
100%
unter 25 Jahren 25 bis unter 55 Jahren 55 bis unter 65 Jahren 65 Jahre und älter
Frauen Männer
Jede 2. Frau 
aber nur jeder 
7. Mann arbei-
tet Teilzeit.

Kindheit/Jugend
 Arbeitsmarkt-
eintrittsphase
 Familienphase
 Erwerbsphase
 Nach-
erwerbsphase
 44 
 Beschäftigungsumfang nach Geschlecht Abbildung 28:
(Darmstadt 2018) 
 
Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt 2019b 
Beschäftigte nach Berufsabschlüssen 
Die Gruppe der Beschäftigten mit anerkanntem Berufsabschluss ist mit rund 53.000 
Personen die größte Gruppe der Beschäftigten und bildet fast die Hälfte aller Beschäf-
tigten in der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Rund 31.000 Beschäftigte haben einen 
akademischen Abschluss und ihr Anteil liegt bei knapp über 30 %. Fast 10.000 Be-
schäftigte haben keinen beruflichen Ausbildungsabschluss und bei etwa 8.000 Be-
schäftigten ist der Berufsabschluss unbekannt. 
Mit 51 % ist der Frauenanteil unter den Beschäftigten mit anerkanntem Berufsab-
schluss am größten, in allen anderen Berufsabschlussgruppen überwiegt der Männer-
anteil: Der Frauenanteil liegt bei den Beschäftigten ohne beruflichen Abschluss bei 
46 % und bei den Beschäftigten mit akademischem Abschluss bei 41 % (Abbildung 
29). 
86%
56%
14%
45%
0% 20% 40% 60% 80% 100%
Männer
Frauen
Vollzeit Teilzeit

Kindheit/Jugend
 Arbeitsmarkt-
eintrittsphase
 Familienphase
 Erwerbsphase
 Nach-
erwerbsphase
 45 
 Beschäftigte nach Geschlecht und Berufsabschluss Abbildung 29:
(Darmstadt 2017) 
 
Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt 2018b 
57 % der erwerbstätigen Darmstädter und 63 % der erwerbstätigen Darmstädterinnen 
haben ihren Arbeitsplatz in Darmstadt.27 
Einkommen 
Einkommen und Einkommensunterschiede28 
Im Jahr 2015 betrug das durchschnittliche Bruttomonatsentgelt in der Wissenschafts-
stadt Darmstadt bei Männern in sozialversicherungspflichtiger Vollzeitbeschäftigung 
3.873 Euro, das der Frauen 3.342 Euro. Beide Entgelte liegen deutlich über dem hes-
sischen Landesdurchschnitt (Männer: 3.504 Euro, Frauen: 3.011 Euro). 
Die Lohndifferenz von 531 Euro zwischen Frauen und Männern in 
der Wissenschaftsstadt Darmstadt entspricht einer Lohnlücke von 
rund 14 % und liegt damit leicht unter dem hessischen Durch-
schnitt. Die Verringerung der Lohnlücke zwischen 2012 und 2015 
um 1,5 % deutet auf eine leicht positive Entwicklung hin. 
 
 
                                                           
27 Wissenschaftsstadt Darmstadt 2019b 
28 Hessischer Lohnatlas 2017 (der Hessische Lohnatlas wurde erstmals 2017 herausgegeben, eine aktu-
ellere Ausgabe liegt noch nicht vor) 
46% 51%
41% 42%
54% 49%
59% 58%
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
80%
90%
100%
ohne beruflichen
Ausbildungsabschluss
mit anerkanntem
Berufsabschluss
mit akademischem
Abschluss
mit unbekannter
Ausbildung
Frauen Männer
Frauen verdienen im 
Durchschnitt 14 % 
weniger als Männer.

Kindheit/Jugend
 Arbeitsmarkt-
eintrittsphase
 Familienphase
 Erwerbsphase
 Nach-
erwerbsphase
 46 
Die Größen der Lohnlücken bei den sozialversicherungspflichtig 
Vollzeitbeschäftigten unterscheiden sich in der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt deutlich zwischen den verschiedenen Qualifikationsni-
veaus. Bei den Beschäftigten mit Berufsabschluss beträgt die 
Lohnlücke 8 %. Frauen mit Berufsabschluss verdienen im Schnitt 
265 Euro weniger im Bruttomonatsentgelt als ihre männlichen Kol-
legen. Bei den Beschäftigten mit akademischem Abschluss liegt 
die Lohnlücke bei 22 %. Akademikerinnen verdienen im Schnitt 
1.151 Euro weniger im Bruttomonatsentgelt als Männer auf dem 
gleichen Qualifikationsniveau.29 
Bei der Betrachtung verschiedener Berufssektoren 
ergibt sich ebenfalls ein differenziertes Bild. Die Lohn-
lücke bei den Produktions- und MINT-Berufen, also 
den mathematisch-technischen Berufen, beträgt in der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt 7 %, mit 8 % ist die 
Lohnlücke bei den kaufmännischen und wirtschaftli-
chen Dienstleistungsberufen im Vergleich zu den Pro-
duktions- und MINT-Berufen etwas größer und mit 
20 % zeigt sich im Vergleich der Berufssektoren bei 
den personenbezogenen Dienstleistungsberufen die 
größte Lohnlücke. 
Bemerkenswert ist, dass der Frauenanteil unter den sozialversicherungspflichtigen 
Beschäftigten in Vollzeit im Sektor der personenbezogenen Dienstleistungsberufe mit 
54 % am höchsten ist. In den kaufmännischen und wirtschaftlichen Dienstleistungsbe-
rufen liegt der Frauenanteil bei 40 % und in den Produktions- und MINT-Berufen bei 
18 %. Die Lohnlücke wächst somit mit steigendem Frauenanteil. Oder anders ausge-
drückt: Je geringer der Männeranteil in einem Berufsfeld ist, desto besser sind ihre 
Aussichten auf ein im Vergleich zu Frauen höheres Gehalt. 
 
Gender Pay Gap 
Der Gender Pay Gap beschreibt den geschlechtsspezifischen Verdienstunterschied zwi-
schen Frauen und Männern. 
Für den Gender Pay Gap werden vom Statistischen Bundesamt auf Basis von 1,9 Milli-
onen sozialversicherten Beschäftigten aus allen Branchen und Berufen die absoluten 
Bruttoverdienste ins Verhältnis zueinander gestellt. Die Berechnung des Gender Pay 
Gap ist in der Europäischen Union einheitlich geregelt und ist somit europaweit der 
Hauptindikator für die ungleiche Entlohnung von Männern und Frauen. Der Gender Pay 
Gap liegt in Deutschland seit einigen Jahren konstant bei 21 %. D.h., der durchschnitt-
liche Bruttoverdienst von Frauen lag 2018 um 21 % niedriger als der Verdienst der 
Männer. Die Unterschiede fielen in Westdeutschland (und Berlin) mit 22 % deutlich 
höher aus als im Osten (7 %). 
                                                           
29 Zur Einkommenssituation der Beschäftigten ohne Berufsabschluss sind aufgrund der begrenzten Da-
tenlage keine Aussagen möglich. 
In den mehrheitlich von 
Frauen ausgeübten perso-
nenbezogenen Dienstlei-
tungsberufen ist die Lohnlü-
cke am größten – Frauen 
verdienen dort 20 % weniger 
als ihre männlichen Kolle-
gen. 
Gute Ausbildung ist 
keine Garantie für 
Lohngleichheit – 
mit steigendem 
Qualifikationsni-
veau steigt die Dif-
ferenz auf bis zu 
22 %.

Kindheit/Jugend
 Arbeitsmarkt-
eintrittsphase
 Familienphase
 Erwerbsphase
 Nach-
erwerbsphase
 47 
Rund drei Viertel des Verdienstunterschieds lässt sich mit den bisher dargestellten, 
aufgrund ihres von Männern unterschiedlichen, gesellschaftlich strukturierten Lebens-
verlaufs getroffenen Entscheidungen von Frauen erklären: also Unterschiede bei der 
Berufswahl, dem Beschäftigungsumfang, der Berufserfahrung usw. Das Statistische 
Bundesamt berechnet daher neben dem unbereinigten Gender Pay Gap auch einen be-
reinigten Gender Pay Gap. Dabei wird jener Teil des Verdienstunterschieds herausge-
rechnet, der auf diesen strukturellen Unterschieden zwischen den Geschlechtergrup-
pen zurückzuführen ist. Der verbleibende Rest des Verdienstunterschieds entspricht 
dem bereinigten Gender Pay Gap: Auch bei vergleichbaren Tätigkeiten und Qualifikatio-
nen verdienten Frauen im Jahr 2018 im Durchschnitt 6 % weniger als Männer. 30 
 
Erwerbstätige ALG II-Beziehende 
Reicht das Einkommen einer Bedarfsgemeinschaft trotz Erwerbstätigkeit nicht aus, 
können ergänzende Leistung aus dem SGB II (Arbeitslosengeld II) bezogen werden. 
Am 31.12.2018 haben aus diesem Grund 1.222 Darmstädterinnen (davon 426 Allein-
erziehende) und 1.312 Darmstädter (davon 20 Alleinerziehende) Leistungen aus dem 
SGB II bezogen.  
Arbeitslosigkeit 
Unter den 4.115 arbeitslosen Darmstädterinnen und Darmstädtern, 
die im Dezember 2018 gemeldet waren, waren 58 % Männer und 42 % 
Frauen. Die Arbeitslosigkeit im Rechtskreis SGB III belief sich im Jahr 
201731 auf 1.228 Personen, davon 56 % Männer und 44 % Frauen. Die 
Arbeitslosigkeit im Rechtskreis SGB II („Hartz IV“) beläuft sich auf 
3.614 Personen, davon ebenfalls 56 % Männer und 44 % Frauen.32 
Unter den Leistungsbezieherinnen und -beziehern nach SGB II waren 
14 % Alleinerziehende33. Dieser Anteil lag deutlich über ihrem Anteil 
von 4 % an der Darmstädter Bevölkerung. Berücksichtigt man weiter-
hin, dass 84 % der Alleinerziehenden in Darmstadt Frauen sind (→Haushaltsformen), 
sind diese besonders gefährdet, Leistungen nach SGB II zu beziehen. 
Unter den 5.463 arbeitslosen Darmstädterinnen und Darmstädtern, die im Dezember 
2020 gemeldet waren, waren 56,9% Männer und 43,1% Frauen. Die Arbeitslosigkeit 
im Rechtskreis SGB III beläuft sich im Jahr 2020 auf 1.977 Personen, davon 58,4% 
Männer und 41,6% Frauen. Die Arbeitslosigkeit im Rechtskreis SGB II („Hartz IV“) 
beläuft sich auf 3.486 Personen, davon 56% Männer und 44% Frauen. Unter den Leis-
tungsbezieherinnen und –beziehern nach SGB II sind 9,1% Alleinerziehende.34 
 
                                                           
30 Statistisches Bundesamt 2021 
31 Arbeitsmarktdaten in kleinräumiger Gliederung (AkG) erlauben ab 2018 keine Unterscheidung nach 
Geschlecht und Rechtskreisen 
32 Bundesagentur für Arbeit 2018 
33 Bundesagentur für Arbeit 2018 
34 Bundesagentur für Arbeit 2021 
Alleinerziehen-
de Frauen be-
ziehen beson-
ders häufig 
Leistungen 
nach SGB II.

Kindheit/Jugend
 Arbeitsmarkt-
eintrittsphase
 Familienphase
 Erwerbsphase
 Nach-
erwerbsphase
 48 
Frauen durch Corona Pandemie stärker belastet 
Die durchschnittliche Erwerbsarbeitszeit von Frauen ist im Zuge der Pandemie stärker 
gesunken als die von Männern: Vor Ausbruch der Pandemie arbeiteten Frauen durch-
schnittlich fünf Stunden pro Woche weniger in einem bezahlten Job als Männer. Im 
Herbst 2020 betrug die Differenz sechs Stunden. Mit betreuungsbedürftigen Kindern 
im Haushalt lag die Differenz im Oktober 2020 sogar bei elf Stunden (Frauen: 28 statt 
vorher 31 Wochenarbeitsstunden, Männer: 39 statt vorher 41 Wochenarbeitsstunden). 
Im November 2020 waren Frauen und Männer fast gleichermaßen von Kurzarbeit be-
troffen (Männer: 8 %, Frauen: 7 %). Während jedoch 46 % der kurzarbeitenden Män-
ner von einer Aufstockung durch Kurzarbeitergeld profitierten, waren es unter den 
Kurzarbeiterinnen nur 36 %, da Frauen seltener nach Tarifvertrag bezahlt werden und 
im Schnitt niedrigere Einkommen verzeichnen35. Im Kontrast zur Wirtschaftskrise von 
2009, in der mehrheitlich Wirtschaftsbereiche von Kurzarbeit betroffen waren, in de-
nen unterdurchschnittlich viele Frauen arbeiteten, waren in fünf der zehn besonders 
von Corona betroffenen Wirtschaftsbereiche, überdurchschnittlich viele Frauen be-
schäftigt (Gastgewerbe, Kunst, Kultur und Erholung)36. 
Die Zahl der geringfügig Beschäftigten sank von Juni 2019 auf Juni 2021 um knapp 
12 %. Unter Frauen war der Rückgang im gewerblichen Bereich dabei mit gut 13 % 
etwas stärker als unter Männern mit 11 %37. Über alle Sektoren hinweg war der Rück-
gang bei den Frauen in geringfügiger Beschäftigung mit vier Prozent fast doppelt so 
hoch wie bei den Männern (2 % Prozent). 
In Bezug auf die Sorgearbeit zeigt sich ein differenziertes Bild: Einer Studie zufolge 
blieb die Verteilung der Betreuungszeit bei rund 75 % der Befragten gleich. Fast 12 % 
der Befragten mit Job und Kindern gaben an, in ihrem Haushalt sei die Kinderbetreu-
ung ausgeglichener verteilt. In gut 7 % der Partnerschaften kam es zu einem Wechsel 
von einer gleichberechtigten zu einer traditionellen Arbeitsteilung, während bei knapp 
5 % der Partnerschaften sich vor allem der Mann um die Kinder kümmerte38.  
In der gegenwärtigen Krise reproduzieren sich vor dem Hintergrund der strukturellen 
Benachteiligung von Frauen im Erwerbsleben die bestehenden Ungleichheiten zwi-
schen Frauen und Männern. Das gilt auch für die neu geschaffene Entschädigungsleis-
tung für Eltern, die aufgrund von Kita- und Schulschließungen ihrer Erwerbstätigkeit 
nicht nachgehen können. Durch ihren geschlechterpolitischen Konstruktionsfehler ver-
stärken sie die Unterschiede sogar noch: Beide Versicherungsleistungen werden auf 
Grundlage des Nettoentgelts berechnet. In Verbindung mit der Steuerklasse V, in der 
sich viele Frauen im Erwerbsmodell der „Zuverdienerinnen“ wiederfinden und in der die 
Abzüge besonders hoch sind, ist der Nettoverdienst besonders niedrig. Auf dieser Be-
rechnungsgrundlage sinkt die Höhe des Transfers für die Steuerklasse V erheblich und 
verschärft damit den Gender (Netto) Pay Gap. 
 
                                                           
35 Hans-Böckler-Stiftung 2021a 
36 Hammerschmid/Schmieder/Wrohlich 2020 
37 Grabka/Braband/Göbler 2020 
38 Zucco/Lott 2021

Kindheit/Jugend
 Arbeitsmarkt-
eintrittsphase
 Familienphase
 Erwerbsphase
 Nach-
erwerbsphase
 49 
ALTWERDEN IN DARMSTADT – NACHERWERBSPHASE 
Mit zunehmendem Alter steigt der Frauenanteil. Diese sind häufiger von Altersarmut betrof-
fen als Männer: Unterbrochene Erwerbsverläufe und Teilzeitarbeit, verbunden mit einem 
niedrigen Einkommen, führen bei Frauen zu einem biographiebedingtem höheren Risiko der 
Altersarmut. 
Altersverteilung der über 64-Jährigen 
Die Anzahl der über 64-Jährigen ist in den vergangenen 10 Jahren von 26.148 im Jahr 
2008 auf 27.395 im Jahr 2018 angestiegen. Der Anteil der über 64-Jährigen an der 
Darmstädter Gesamtbevölkerung ist im gleichen Zeitraum von 18,5 % auf 16,9 % im 
Jahr 2018 zurückgegangen und ist damit so niedrig wie seit Anfang der 1980er Jahre 
nicht mehr (Abbildung 30). Damit ist der Anteil dieser Altersgruppe in der Wissen-
schaftsstadt Darmstadt im Vergleich zum Bundesdurchschnitt (21 %) nicht nur deut-
lich niedriger, auch der Entwicklungstrend ist im gesamtdeutschen Vergleich gegen-
läufig. Erklärbar ist dies durch den Geburtenüberschuss und den deutlichen Zuzug 
junger Menschen in die Wissenschaftsstadt Darmstadt, die durch ihre drei Hochschu-
len und einen entsprechenden Arbeitsmarkt vor allem junge Menschen anzieht. 
 Entwicklung des Anteils der über 64-Jährigen Abbildung 30:
(Darmstadt 2008-2018) 
 
Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt 2019a 
In der Altersgruppe der 65- bis unter 75-jährigen Darmstädterinnen 
und Darmstädter liegt der Frauenanteil mit 54 % über dem der 
Männer, bei den 75- bis unter 85-Jährigen liegt der Anteil bereits 
bei 57 % und in der Gruppe der Personen, die 85 Jahre oder älter 
sind, haben die Frauen schließlich einen Anteil von 68 % (Abbil-
dung 31) – auf diese Altersgruppe entfallen im Jahr 2018 allerdings 
nur 2,3 % der Darmstädter Gesamtbevölkerung. 
 
16,0
16,5
17,0
17,5
18,0
18,5
19,0
2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Prozent
Ältere Menschen 
sind mehrheitlich 
Frauen.

Kindheit/Jugend
 Arbeitsmarkt-
eintrittsphase
 Familienphase
 Erwerbsphase
 Nach-
erwerbsphase
 50 
 Geschlechterverteilung der über 64-Jährigen Abbildung 31:
(Darmstadt 2018) 
 
Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt 2019a 
Insgesamt liegt der Frauenanteil in der Altersgruppe der über 64-jährigen Darmstädte-
rinnen und Darmstädter bei 57 % und übersteigt damit erstmals den Männeranteil, 
der in den jüngeren Altersgruppen noch über dem der Frauen liegt 
(→Zusammensetzung der Bevölkerung). 
Altersarmut 
In Deutschland wird zur Messung der Armut die relative Armut zugrunde gelegt. Dies 
bedeutet, dass die Personen als arm gelten, deren Einkommen weniger als 60 Prozent 
des mittleren Einkommens aller Haushalte beträgt. Dabei wird das gesamte Nettoein-
kommen des Haushaltes inklusive aller Transferleistungen und sonstiger Zuwendun-
gen zugrunde gelegt. Dem Schutz vor Armut dient unter anderem die Grundsicherung 
im Alter (SGB XII), mit der das wirtschaftlich-soziale Existenzminimum gesichert wer-
den soll. 
Die Anzahl der Darmstädterinnen und Darmstädter, die Grundsicherung im Alter be-
ziehen, ist von 2008 bis 2019 von 1.449 Personen auf 1.745 Personen angestiegen: 
6,3 % der über 64-jährigen Darmstädterinnen bzw. Darmstädter beziehen im Jahr 
2019 Grundsicherung im Alter (Abbildung 32). Besonders stark von Altersarmut ist 
die nicht-deutsche Bevölkerung betroffen – hier empfangen 21 % der über 64-Jährigen 
Grundsicherung im Alter39. 
                                                           
39 Hier dürfte es sich vor allem um Personen handeln, die keine Rentenanwartschaften erworben haben 
bzw. konnten oder wollten und auch ansonsten kein anderes Einkommen aufweisen. 
68%
57%54%
32%
43%46%
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
80%
85++75-5465-74
Frauen Männer

Kindheit/Jugend
 Arbeitsmarkt-
eintrittsphase
 Familienphase
 Erwerbsphase
 Nach-
erwerbsphase
 51 
 Entwicklung der Altersarmut Abbildung 32:
(Darmstadt 2008-2019) 
 
Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt 2010/2013/2018c/2021a 
 
Die Anzahl an Frauen, die von Altersarmut betroffen sind, ist höher als 
die der Männer: Von den 1.745 Personen, die im Jahr 2019 Grundsiche-
rung im Alter bezogen haben, sind 1.000 weiblich (57 %) und 745 männ-
lich (43 %). Diese Verteilung entspricht exakt dem Bundesdurchschnitt 
(Statistisches Bundesamt 2021). 
 
Einen besonders hohen Anteil an Personen, die 2019 von Altersarmut betroffen sind, 
lebt in den Bezirken Kirchtannsiedlung (18 %), Pallaswiesenviertel (16 %), Am Ziegel-
busch (15 %), Kranichstein-Nord (15 %) und Kranichstein-Süd (12 %). Hier leben 
38 % der Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherung im Alter und der Anteil 
von Frauen an dieser Gruppe ist in diesen Bezirken mit 59 % besonders hoch.40 
Zu beachten ist, dass die genannten Zahlen lediglich die von Altersarmut betroffenen 
Personen abbilden, die Grundsicherung im Alter beziehen. Viele Betroffene scheuen – 
gerade im Alter – aus Scham die Beantragung dieser Unterstützungsleistung. Die so-
genannte verdeckte Armut ist entsprechend höher. Verschiedene Studien41 kommen zu 
dem Ergebnis, dass nur ca. ein Drittel der Personen, denen Grundsicherung im Alter 
zusteht, tatsächlich Leistungen beziehen. Da bei Personen mit geringen Grundsiche-
                                                           
40 Wissenschaftsstadt Darmstadt (2021a) 
41 Siehe hierzu: Becker, Irene (2012); Hans-Böckler-Stiftung (2012) 
0%
1%
2%
3%
4%
5%
6%
7%
8%
0
200
400
600
800
1.000
1.200
1.400
1.600
1.800
2.000
2008 2011 2016 2019
Anzahl
Empfänger*innen von Grundsicherung
Prozent der entsprechenden Altersgruppe
Von Altersar-
mut sind mehr 
Frauen als 
Männer betrof-
fen

Kindheit/Jugend
 Arbeitsmarkt-
eintrittsphase
 Familienphase
 Erwerbsphase
 Nach-
erwerbsphase
 52 
rungsansprüchen die Quote der Nichtbeantragung noch deutlich höher liegt, werden 
diese Personen bei der Berechnung der verdeckten Armut nicht berücksichtigt. 
Ursachen der Altersarmut 
Die Einkommenssituation im Alter setzt sich zusammen aus den im Alter vorhandenen 
Ressourcen im Haushaltszusammenhang und der Höhe der lohn- und beitragsorien-
tierten Rente. Die Höhe der Rente hängt im Wesentlichen von den Erwerbs- und Versi-
cherungsverläufen ab und ist so das Ergebnis der im Lebensverlauf akkumulierten 
Vorsorgeaktivitäten aus sozialversicherungspflichtiger Erwerbsarbeit: Unterbrochene 
Erwerbsverläufe (→Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte →Arbeitslosigkeit) und 
Teilzeitarbeit (→Erwerbsmodelle und →Beschäftigungsumfang), verbunden mit einem 
niedrigen Einkommen (→Betriebliche und schulische Berufsausbildung, 
→Einkommen), führen zu niedrigen Renten. Durch Trennung und Scheidung 
(→Familienstand) entfallen eventuell weitere wichtige finanzielle Ressourcen für den 
Lebensunterhalt im Alter. (Familienorientierte) Frauen tragen daher ein erhöhtes bio-
graphiebedingtes Risiko der Altersarmut (Brettschneider/Klammer 2016)42. 
 
                                                           
42 Weitere Risikogruppen sind ehemalige Selbständige sowie zugewanderte Personen.

53 
POLITIK UND VERWALTUNG 
Demokratische Teilhabe setzt nicht nur das Wahlrecht, sondern auch politische Partizipation 
voraus. Obgleich nach der letzten Wahl 2021 die Stadtverordnetenversammlung fast paritä-
tisch besetzt ist, sind Frauen noch nicht in allen politischen Gremien der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt im gleichen Umfang beteiligt wie Männer.  
Wahlbeteiligung Kommunalwahl 2021 
Bei der Kommunalwahl 2021 waren 115.119 Personen in der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt wahlberechtigt – die Wahlbeteiligung lag laut repräsentativer Wahlstatistik 
bei 60,3 % (Frauen: 61,6 %, Männer: 59,0 %)43. 
Generell liegt die Wahlbeteiligung bei Frauen in fast allen 
Altersgruppen höher als die der Männer. Bei Frauen ist ab 
der Altersgruppe der 60-Jährigen allerdings wieder ein leich-
ter Rückgang der Wahlbeteiligung zu verzeichnen (Abbil-
dung 33). 
 Wahlbeteiligung nach Alter und Ge-Abbildung 33:
schlecht 
(Darmstadt 2021) 
 
Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt 2021b 
                                                           
43 Vorläufiges Ergebnis 
56%
57%
62%
63%
59%
54%
58%
67%
65%
62%
57%
53%
56%
56%
55%
54%
59%
59%
66%
66%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80%
18-20 Jahre
21-24 Jahre
25-29 Jahre
30-34 Jahre
35-39 Jahre
40-44 Jahre
45-49 Jahre
50-59 Jahre
60-69 Jahre
70 Jahre und älter
Frauen Männer
Die Wahlbeteiligung von 
Frauen liegt in fast allen Al-
tersgruppen über der der 
Männer, bei den über 60-
Jährigen kehrt sich dieses 
Verhältnis um.

54 
Stadtverordnetenversammlung und Magistrat 
Stadtverordnetenversammlung 
Im Jahr 2021 sind unter den 71 Stadtverordneten 34 Frauen und 37 Männer (Abbil-
dung 34). 
 Anzahl Frauen und Männer in der Stadtverordnetenversamm-Abbildung 34:
lung nach Fraktionen 
(Darmstadt Stand: 31.05.2021) 
 
Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt 2021b 
 
Mit einem Frauenanteil von 48 % ist die Darmstädter Stadt-
verordnetenversammlung damit so gut wie paritätisch be-
setzt und liegt deutlich höher als bei der vergangenen Wahl, 
bei welcher der Frauenanteil mit 38 % noch deutlich niedri-
ger lag. 
Parteien können gemäß Grundgesetz Artikel 3 ihre Pflicht ausüben und die Durchset-
zung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern in diesem Bereich fördern, in-
dem sie paritätisch besetzte Listen aufstellen und hierfür um Frauen als Parteimitglie-
der bei entsprechender geschlechtergerechter politischer Kultur werben. Ein Vorge-
hen, das sich durchaus lohnen kann: Christian Stecker von der TU Darmstadt hat ge-
zeigt, dass Parteien, die bei der Wahl zur Darmstädter Stadtverordnetenversammlung 
ihre Listen paritätisch oder weitgehend paritätisch besetzt haben (Bü90/Die Grünen, 
SPD) oder bei denen mehr Frauen auf den vorderen Plätzen zu finden waren (CDU), 
die Mindestquotierung am besten erfüllen. Obwohl nur ein Drittel der Kandidatinnen 
und Kandidaten für die Stadtverordnetenversammlung weiblich war, haben die 
Darmstädter Wählerinnen und Wähler durch Kumulieren und Panaschieren auf den 
Listen gezielt Frauen angekreuzt, wodurch sich deren Listenplätze weiter verbessert 
11
5
5
3
3
2
2
1
1
1
9
6
7
2
2
2
3
2
3
1
0 2 4 6 8 10 12
Bü90/Die Grünen
CDU
SPD
Die Linke
Volt
FDP
UFFBASSE
Freie Wähler
AfD
UWIGA/WGD
Die Partei
Frauen Männer
Mit einem Frauenanteil von 
48 % ist die Darmstädter Stadt-
verordnetenversammlung fast 
paritätisch besetzt.

55 
haben und so mehr Frauen ein Mandat in der Stadtverordnetenversammlung erhalten 
haben (Stecker 2021). 
Bezogen auf die in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen Fraktionen ist der 
Frauenanteil durchaus unterschiedlich (Abbildung 35): Bei Bündnis 90/Die Grünen, 
VOLT und den LINKEN sind mehr Frauen als Männer vertreten; bei der FDP sind gleich 
viele Frauen wie Männer vertreten und in den anderen Fraktionen 
liegt der Frauenanteil unter dem der Männer.  
In 3 Fraktionen (Bü90/Die Grünen, SPD und UFFBASSE) haben 
Frauen den Fraktionsvorsitz übernommen. 
 
 Frauen- und Männeranteile in der Stadtverordnetenversamm-Abbildung 35:
lung 
(Darmstadt Stand: 31.05.2021) 
 
Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt 2021b 
 
Den Vorsitz der Stadtverordnetenversammlung hat ein Mann inne, eine Frau und zwei 
Männer sind seine Stellvertretungen. Der Frauenanteil im Präsidium der 
Stadtverordnetenversammlung liegt damit bei 25 %. 
Fachausschüsse der Stadtverordnetenversammlung 
60%
60%
55%
50%
45%
42%
40%
33%
25%
48%
40%
40%
45%
50%
55%
58%
60%
67%
75%
52%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
Die Linke
Volt
Bü90/Die Grünen
FDP
CDU
SPD
UFFBASSE
AfD
UWIGA/WGD
Gesamt
Frauenanteil Männeranteil
In 3 von 11 Frakti-
onen haben Frauen 
den Fraktionsvor-
sitz inne.

56 
Mit 44 % sind Frauen in den Fachausschüssen entsprechend 
ihrem Anteil in der Stadtverordnetenversammlung vertreten. 
Allerdings ist der Frauenanteil in den einzelnen 
Fachausschüssen sehr unterschiedlich: Er reicht von 15 % im 
Haupt- und Finanzausschuss bis zu 77 % im Kulturausschuss 
(Abbildung 36). 
 Frauenanteile in den Fachausschüssen der Stadtverordneten-Abbildung 36:
versammlung 
(Darmstadt 2021) 
 
Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt 2021b 
 
Haupt- und ehrenamtliche Magistratsmitglieder 
Dem Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt gehören der direkt gewählte Ober-
bürgermeister sowie derzeit vier hauptamtliche Magistratsmitglieder an: die Bürger-
meisterin, der Stadtkämmerer, ein männlicher Dezernent und NN. (Stand August 
2021). Außerdem gehören dem Magistrat noch zehn ehrenamtliche Magistratsmit-
glieder an – hier ist das Geschlechterverhältnis mit vier Frauen (3 Bündnis 90/GRÜNE, 
1 SPD) und sechs Männern ebenfalls nicht ganz ausgeglichen 
77%
69%
62%
46%
38%
31%
31%
23%
15%
44%
23%
31%
38%
54%
62%
69%
69%
77%
85%
56%
0% 20% 40% 60% 80% 100%
Kulturausschuss
Ausschuss für Soziales
Ausschuss für Bildung und Schule
Ausschuss für Umweltschutz und Nachhaltigkeit
Ausschuss für Bauen Stadtplanung, Verkehr und
Liegenschaften
Ausschuss für Wirtschaftsförderung u. Wissenschaft
Ältestenrat
Ausschuss für Sport und Gesundheit
Haupt- und Finanzausschuss
Gesamt
Frauenanteil Männeranteil
Frauen sind im Kultur-
ausschuss sowie in den 
Ausschüssen für Soziales 
und für Bildung und 
Schule besonders stark 
vertreten.

57 
Städtisches Personal 
Gesamtbeschäftigte 
In der Stadtverwaltung Darmstadt waren im Jahr 2019 insgesamt 1.950 Personen 
beschäftigt (ohne Eigenbetriebe etc.)44, davon waren 138 Personen beurlaubt. Der 
Frauenanteil innerhalb der Gesamtbeschäftigten beträgt 70 %. 
Der Anteil an Teilzeitbeschäftigten innerhalb der Gesamtbe-
schäftigten liegt bei 40 %, davon sind 88 % Frauen und 12 % 
Männer. Oder anders ausgedrückt: 50 % der in der Stadt-
verwaltung Darmstadt beschäftigten Frauen sind teilzeitbe-
schäftigt, 15 % der in der Stadtverwaltung Darmstadt be-
schäftigten Männer sind teilzeitbeschäftigt. 
Auch bei den beurlaubten Personen ist der größte Teil weiblich: 
Von den Beurlaubten sind 96 % Frauen und nur 4 % Männer. 
 
Beschäftigungsgruppen 
In den drei Beschäftigungsgruppen Tarifbeschäftigte, Tarifbeschäftigte im Sozial- und 
Erziehungsdienst sowie Beamtinnen und Beamte ergibt sich ein differenzierteres Bild. 
Etwa die Hälfte der in der Stadtverwaltung Darmstadt beschäftigten Frauen arbeitet 
als Tarifbeschäftigte (48 %), 39 % arbeiten als Tarifbeschäftigte im Sozial- und Erzie-
hungsdienst und 13 % als Beamtinnen. Fast zwei Drittel der Männer sind im Tarifbe-
reich beschäftigt (61 %), 16 % als Tarifbeschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst 
und 22 % als Beamte. 
Dementsprechend ist der höchste Frauenanteil unter den Beschäf-
tigten mit 85 % in der Gruppe der Tarifbeschäftigten des Sozial- 
und Erziehungsdiensts zu finden. In der Gruppe der Tarifbeschäftig-
ten liegt der Frauenanteil bei 64 % und unter den Beamtinnen und 
Beamten liegt er bei 58 % (Abbildung 37). 
 
                                                           
44 Der Bericht zum Frauenförderplan ist alle drei Jahre im Parlamentssystem der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt abrufbar und enthält auch die Statistiken der städtischen Eigenbetriebe. Mit der Novellie-
rung des HGlG kam im Jahr 2019 auch eine Statistik der Führungspositionen dazu. 
Jede 2. Frau und jeder 6. 
Mann in der Stadtverwal-
tung arbeitet Teilzeit. 
Fast alle Beurlaub-
ten sind weiblich. 
Der höchste Frau-
enanteil ist im Sozi-
al- und Erziehungs-
dienst zu finden.

58 
 Geschlechteranteil in Beschäftigungsgruppen der Stadtver-Abbildung 37:
waltung 
(Darmstadt 2019) 
 
Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt 2019c 
 
Mit dem Frauenanteil nimmt auch der Anteil an Vollzeitbeschäftigten in den drei Be-
schäftigungsgruppen ab. Der höchste Anteil an Vollzeitbeschäftigten ist mit 71 % in 
der Gruppe der Beamtinnen und Beamten zu finden, der niedrigste Anteil an Vollzeit-
beschäftigten ist mit 46 % in der Gruppe der Tarifbeschäftigten aus dem Sozial- und 
Erziehungsdienst zu finden (Abbildung 38). 
 Anteil Vollzeit/Teilzeit nach Beschäftigungsgruppen Abbildung 38:
(Darmstadt 2019) 
 
Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt 2019c 
64%
85%
58%
36%
15%
42%
0% 20% 40% 60% 80% 100%
Tarifbeschäftigte
Tarifbeschäftigte Sozial- und Erziehungsdienst
Beamtinnen und Beamte
Frauen Männer
71%
46%
59%
29%
54%
41%
0% 20% 40% 60% 80% 100%
Beamtinnen und Beamte
Tarifbeschäftigte Sozial- und
Erziehungsdienst
Tarifbeschäftigte
Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte

59 
 
Der Anteil an teilzeitbeschäftigten Frauen in der jeweiligen 
Beschäftigungsgruppe liegt in allen drei Beschäftigungsgrup-
pen deutlich über dem Anteil an teilzeitbeschäftigten Män-
nern (Abbildung 39). 
 Anteil Vollzeit/Teilzeit nach Beschäftigungsgruppe und Ge-Abbildung 39:
schlecht 
(Darmstadt 2019) 
 
Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt 2019c 
 
Entgeltgruppen 
Obgleich der Frauenanteil durch gesetzliche Regelungen vor allem in den höheren 
Entgelt- und Besoldungsgruppen in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen 
ist, wird in allen Beschäftigungsgruppen der Anteil der Frauen mit steigender Entgelt- 
bzw. Besoldungsgruppe geringer (Abbildung 40). 
Am deutlichsten ist dieser Effekt bei den Beamtinnen und Beamten zu 
beobachten: Hier sind zwei Drittel der Beschäftigten in der niedrigsten 
Besoldungsgruppe (mittlerer Dienst) weiblich, unter den Beschäftigten 
in der höchsten Besoldungsgruppe (höherer Dienst) ist nur noch jede 
dritte Person weiblich. Selbst in der frauendominierten Gruppe der 
Tarifbeschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst liegt der Frauenan-
teil unter den Beschäftigten der höchsten Tarifgruppe (S 11-18) fünf 
Prozent unter dem der niedrigsten Tarifgruppe (S 2-10). Eine Ausnah-
me bildet die niedrigste Tarifgruppe der Tarifbeschäftigten (EG 1-4): Hier ist der Män-
neranteil unter den Beschäftigten doppelt so hoch wie der der Frauen. 
43%
87%
42%
65%
54%
92%
57%
13%
58%
35%
46%
8%
0% 20% 40% 60% 80% 100%
Tarifbeschäftigte Frauen
Tarifbeschäftigte Männer
Tarifbeschäftigte Sozial- u.
Erziehungsdienst Frauen
Tarifbeschäftigte Sozial- u.
Erziehungsdienst Männer
Beamtinnen
Beamte
Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
In allen Beschäftigungs-
gruppen sind mehr Frauen 
als Männer teilzeitbeschäf-
tigt. 
Mit steigender Ent-
gelt- bzw. Besol-
dungsgruppe wird 
der Frauenanteil 
geringer.

60 
 Entgelt-/Besoldungsgruppe nach Beschäftigungsgruppe und Abbildung 40:
Geschlecht 
(Darmstadt 2019) 
 
Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt 2019c 
  
32%
69%61%58% 68%
31%39%42%
0%
20%
40%
60%
80%
EG 1-4EG 5-8EG 9-12EG 13-15
Tarifbeschäftigte
Frauen Männer
85%80%
15%20%
0%
20%
40%
60%
80%
100%
S 2-10S 11-18
Tarifbeschäftigte Sozial- u. Erziehungsdienst
Frauen Männer
64%55%
35% 36%45%
65%
0%
20%
40%
60%
80%
mittlerer Dienstgehobener Diensthöherer Dienst
Beamtinnen und Beamte
Frauen Männer

61 
GEWALT 
Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung und häusliche Gewalt weisen eine hohe 
Dunkelziffer auf. Sexualisierte und häusliche Gewalt sind mehrheitlich Beziehungstaten und 
Opfer mehrheitlich Frauen, Jugendliche und Kinder – Täter mehrheitlich Männer. 
Gesamtkriminalität 
Im Jahr 2018 wurden in Darmstadt 11.200 Straftaten begangen. Mit fast einem Vier-
tel aller Straftaten sind Fälle des einfachen Diebstahls am häufigsten vertreten, am 
seltensten sind Straftaten gegen das Leben (0,1 % aller Straftaten) (Abbildung 41). 
 Struktur der Gesamtkriminalität Abbildung 41:
(Darmstadt 2018) 
 
Quelle: Polizeipräsidium Südhessen 2021 
41 % der Opfer waren Frauen. Verübt wurden Straftaten jedoch viel häufiger von Män-
nern als von Frauen: 76 % der Tatverdächtigen waren Männer, sowohl Frauen als auch 
Männer sind dabei überwiegend Opfer von Männern. 
Gewalt gegen Frauen 
Das von Deutschland am 11. Mai 2011 in Istanbul unterzeichnete und 2017 von der 
Bundesrepublik Deutschland ratifizierte Übereinkommen des Europarats zur Verhü-
tung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (Istanbul-
Konvention) betont, dass Gewalt gegen Frauen ein Ausdruck historisch gewachsener 
ungleicher Machtverhältnisse zwischen den Geschlechtern ist, die zur Beherrschung 
und Diskriminierung der Frau durch den Mann geführt haben. Die geschlechtsspezifi-
sche Gewalt gegen Frauen hat strukturellen Charakter und ist einer der entscheiden-
0,1%
0,9%
10,9%
11,3%
15,3%
17,2%
21,8%
22,5%
Straftaten gegen das Leben
Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung
Strafrechtliche Nebengesetze
Rohheit / persönl. Freiheit
Sonstige Straftatbestände nach dem StGB
Schwerer Diebstahl
Vermögens- und Fälschungsdelikte
Einfacher Diebstahl

62 
den sozialen Mechanismen, die die vollständige Gleichstellung der Geschlechter ver-
hindert (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 2019). 
 
Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung 
Im Jahr 2018 gab es in Darmstadt 99 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestim-
mung. Das Fallzahlenaufkommen ist dabei maßgeblich vom Anzeigeverhalten der Ge-
schädigten abhängig und die Aussagekraft der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik ist 
eingeschränkt, da Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung zu den Deliktgrup-
pen mit dem höchsten Dunkelfeld zählen (Treibel u.a. 2017).  
97 % der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung wurden von Männern und 
lediglich 3 % der Taten von Frauen begangen. Gleichzeitig waren in 90 % der Fälle die 
Opfer weiblich und in 10 % der Fälle die Opfer männlich. 
Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung sind häufig Be-
ziehungstaten; Opfer und Täter kennen sich oder sind gar mitei-
nander verwandt: Von den Frauen, die Opfer einer Straftat gegen 
die sexuelle Selbstbestimmung waren, kannten 47 % den Täter: 
Bei 9 % der Straftaten war der Täter (Ehe-)Partner oder ein ande-
rer Familienangehöriger, in 26 % standen das Opfer und der Täter 
in einer informellen sozialen Beziehung zueinander und in 12 % in 
einer formellen sozialen Beziehung.45 
 
Häusliche Gewalt 
237 Straftaten häuslicher Gewalt wurden in Darmstadt im Jahr 2019 registriert. Von 
den Tatverdächtigen waren 81 % Männer und 19 % Frauen; 83 % der Opfer waren 
weiblich und 17 % männlich (Abbildung 42). 
                                                           
45 Polizeipräsidium Südhessen 2021 
Straftaten gegen die 
sexuelle Selbstbe-
stimmung sind häufig 
Beziehungstaten – 
Opfer und Täter ken-
nen sich.

63 
 Tatverdächtige und Opfer häuslicher Gewalt nach Geschlecht Abbildung 42:
(Darmstadt 2019) 
 
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik 2019 
 
Das tatsächliche Ausmaß häuslicher Gewalt lässt sich lediglich vermuten, da Fälle 
häuslicher Gewalt selten zur Anzeige kommen, die Dunkelziffer entspre-
chend hoch ist und zuverlässige Daten fehlen. Betroffene Personen spre-
chen häufig nicht darüber, sei es aus Scham- oder Schuldgefühlen, aus 
Angst oder aus traditionellen Vorstellungen von Ehe und Familie. Opfer 
von häuslicher und sexualisierter Gewalt sind in erster Linie Frauen, Kin-
der und Jugendliche. Verschiedene Studien zeigen, dass häusliche Gewalt 
keineswegs nur in Gebieten mit besonderem Handlungsbedarf vorkommt, 
sondern dass Opfer von häuslicher Gewalt aus allen Bildungs- und Sozial-
schichten kommen. Am häufigsten von Gewalt betroffen sind Frauen mit 
Behinderung. Zu den Risikofaktoren gehören auch Trennung oder Tren-
nungsabsicht und/oder Gewalterfahrungen in der Kindheit oder Jugend. 
Besonders für ältere Frauen ist es schwierig, eine Gewaltbeziehung zu beenden: Sie 
sind einerseits besonders gefährdet und hilflos, wenn sie auf Pflege angewiesen sind, 
andererseits verstärkt sich ihr Verantwortungsgefühl, wenn misshandelnde Männer 
pflegebedürftig werden. 46 
 
Häusliche und sexualisierte Gewalt – Entwicklungen während der Corona-
Pandemie im Jahr 2020 
Viele Expertinnen und Experten befürchten, dass mit der Corona-Pandemie häusliche 
und sexualisierte Gewalt zunehmen und insbesondere Frauen davon betroffen sind. 
Weltweit ist eine Zunahme von häuslicher Gewalt während des Lockdowns zu ver-
zeichnen, UN Women (ein Organ der Vereinten Nationen) bezeichnet die massive Zu-
nahme häuslicher Gewalt inzwischen als Schatten-Pandemie. 
                                                           
46 Siehe hierzu: BMFSFJ (2014) 
17%
81% 83%
19%
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
80%
90%
OpferTatverdächtige
Männer Frauen
Frauen, Kin-
der und Ju-
gendliche 
sind mehr-
heitlich Opfer 
von häusli-
cher und se-
xualisierter 
Gewalt.

64 
In einer ersten repräsentativen Studie (Steinert/Ebert (2020) kann dies auch für 
Deutschland für die Zeit der strengen Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen im Früh-
jahr 2020 bestätigt werden: 3,1 % der befragten Frauen erlebten zu Hause mindes-
tens eine körperliche Auseinandersetzung, 3,6 % wurden zum Geschlechtsverkehr ge-
zwungen, 3,8 % fühlten sich durch ihren Partner bedroht, 2,2 % durften das Haus 
nicht ohne dessen Einwilligung verlassen und bei 4,6 % der befragten Frauen regulier-
te der Partner ihre Kontakte. Besonders betroffen waren Frauen, wenn sie sich in 
häuslicher Quarantäne befanden, ihre Familie akute finanzielle Sorgen hatte, sie oder 
der Partner in Kurzarbeit war oder den Arbeitsplatz verloren hatte, sie oder der Part-
ner Angst oder Depressionen hatte oder Kinder unter 10 Jahren im Haushalt lebten. 
Parallel dazu kann für die Wissenschaftsstadt Darmstadt festgestellt werden, dass 
während der beiden strengen Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen im März und ab 
November 2020 die Beratungsnachfrage gewaltbetroffener Frauen zunächst deutlich 
zurückgegangen ist. Während dieser Zeit gab es außerdem keine Notaufnahmen im 
Frauenhaus. Ab der Jahresmitte kamen vermehrt Anfragen von Frauen, die heftige 
Gewalterfahrungen gemacht haben. In allen Fällen bestand die Gewalt bereits zuvor, 
hatte sich jedoch während der Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen gesteigert. In 
den Darmstädter Beratungsstellen konnte ein erhöhter Beratungsbedarf vor allem bei 
den Frauen und Mädchen festgestellt werden, die bereits vor der Pandemie in Bera-
tung waren oder deren Situation sich durch die Pandemie verschärft hat. Insgesamt 
entspricht die Anzahl der beratenen Frauen im Jahr 2020 in etwa der des Vorjahres. 
Die Beratungen wurden verstärkt telefonisch oder digital durchgeführt, gleichzeitig 
bestand eine höhere Dringlichkeit aufgrund zunehmender Spannungen im häuslichen 
Umfeld, verbunden mit einer schnelleren Eskalation von Konflikten. 
Die validierten und auf Darmstadt bezogenen Daten für 2020 aus der Polizeilichen 
Kriminalstatistik (PKS) liegen erst ab dem dritten Quartal 2021 vor. 
 
Netzwerk Gewaltschutz – Prävention und Schutz gegen 
häusliche und sexualisierte Gewalt an Frauen, Mädchen 
und Jungen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt und 
dem Landkreis Darmstadt-Dieburg 
Um eine optimale, professionelle Betreuung der Betroffenen, 
ihrer Familien und ihrem sozialen Umfeld sicherzustellen und 
die konsequente Verfolgung, Sanktionierung aber auch die 
therapeutische Unterstützung von Täterinnen oder Tätern zu 
gewährleisten, wurden 1998 in Darmstadt zusammen mit dem Landkreis Darmstadt-
Dieburg alle Aktivitäten zum interdisziplinären Themenkreis der geschlechtsspezifi-
schen Gewalt gebündelt. In dem Netzwerk sind verschiedene Institutionen vertreten 
(Tabelle 3). 
Auftraggebende des Netzwerkes sind Barbara Akdeniz – Sozial- und Frauendezernen-
tin der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Klaus Peter Schellhaas – Landrat des Landkrei-
ses Darmstadt-Dieburg sowie Bernhard Lammel – Polizeipräsident des Polizeipräsidi-
ums Südhessen. 
Prävention und 
Schutz gegen häusli-
che und sexualisierte 
Gewalt an Frauen, 
Mädchen und Jungen.

65 
Die Geschäftsführung haben die Leiterin des Büros für Chancengleichheit des Land-
kreises Darmstadt-Dieburg und die Leiterin des Frauenbüros der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt inne. Ihnen obliegt die Steuerung und Koordination der Netzwerkaktivitä-
ten. 
Tabelle 3: Mitglieder im Netzwerk Gewaltschutz 
Amt für Vielfalt und Internationale Beziehungen der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
Büro für Migration und Inklusion des Landkreises Darmstadt-Dieburg 
Darmstädter Hilfe – Beratung für Opfer und Zeugen in Südhessen e.V. 
Der Kinderschutzbund BV Darmstadt e. V. 
Diakonisches Werk Darmstadt-Dieburg/Täter-Opfer-Ausgleichvermittlungsstelle 
Diakonisches Werk Darmstadt-Dieburg/Frauenübergangswohnhaus 
Frauen helfen Frauen e. V. Dieburg Fachberatungsstelle zu Häuslicher Gewalt 
Frauen helfen Frauen e. V. Dieburg Frauenhaus 
Frauenhaus Darmstadt 
Frauen-Räume Fachberatungsstelle des Frauenhauses Darmstadt 
Horizont e.V., Projekt Oyá 
Jugendamt/ Familienzentrum mit Erziehungsberatungsstelle 
Jugendamt/Städtischer Sozialdienst der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
Mäander gGmbH 
Netzwerk gegen Gewalt, Regionale Geschäftsstelle Südhessen 
Polizeipräsidium Südhessen, Stabsbereich E4 – Prävention und Opferschutz 
pro familia Darmstadt e. V. 
Sozialpädagogische Kooperationsstelle der Stadt Griesheim  
Wildwasser Darmstadt e. V. 
 
Das Darmstädter Modell zur Umsetzung der Istanbul-Konvention auf kommu-
naler Ebene 
Das Frauenbüro der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat als kommunale Fachstelle zu 
geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Mädchen und Frauen sowie als städtische Seite 
der Geschäftsführung des Netzwerks Gewaltschutz ein Modell entwickelt, mit dem die 
Umsetzung des Übereinkommens des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von 
Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (so genannte Istanbul-Konvention) auf 
kommunaler Ebene unter Beteiligung der Expertinnen und Experten aus dem Netz-
werk bearbeitet werden konnte.

66 
 
2019/2020 wurde gemäß Artikel 9 der Istanbul-Konvention unter Beteiligung der loka-
len Expertinnen und Experten aus dem Netzwerk Gewaltschutz eine Bedarfs- und Be-
standsaufnahme der Umsetzung der Konvention für die Stadt und den Landkreis 
Darmstadt-Dieburg vorgenommen. 
Die Ergebnisse der Bedarfs- und Bestandsaufnahme zeigen, dass das Hilfesystem der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt in Bezug auf viele Vorgaben der Konvention bereits 
sehr gut aufgestellt ist. In einigen Bereichen bestehen jedoch im Rahmen der ver-
pflichtenden Vorgaben der Istanbul-Konvention Verbesserungs- und Entwicklungsbe-
darfe, um bestehende Schutzlücken im Hilfesystem zu schließen und passgenaue 
Hilfsangebote auszubauen. 
Unter Abgleich der Vorgaben der Istanbul Konvention und dem existierenden Stand 
des Hilfesystems in Darmstadt wurden gemäß SV Nr. 2020/0017 Handlungsempfeh-
lungen entwickelt47, aus denen nach entsprechender Priorisierung einzelne Beschlüsse 
verabschiedet werden können. Die Magistratsvorlage wurde im November 2020 den 
kommunalen Gremien zur Kenntnisnahme vorgelegt und am 3. Dezember 2020 von 
der Stadtverordnetenversammlung verabschiedet. Es wurden außerdem die Einrich-
tung einer lokalen Koordinierungsstelle beschlossen und Sachmittel zur Umsetzung 
zur Verfügung gestellt. Die weitergehenden Handlungsempfehlungen sollen in den 2. 
Darmstädter Aktionsplan zur Europäischen Gleichstellungscharta einmünden. 
  
                                                           
47 https://www.darmstadt.de/fileadmin/PDF-
Rubriken/Gewaltschutz/Bericht_Bestandsbewertung_und_Handlungsempfehlungen_zur_IK.pdf

67 
NETZWERK FRAUENLEBEN 
Frauenbüro – Fachstelle institutionalisierter Frauenpolitik 
1986 wurde das Frauenbüro der Wissenschaftsstadt Darmstadt als kommunale Fach-
stelle eingerichtet und mit internen und externen Aufgaben betraut. Seit 1992 zählt in 
Hessen die Einrichtung kommunaler Frauenbüros zu den Pflichtaufgaben gemäß der 
Hessischen Gemeindeordnung. Frauenbüros sind damit per Gesetz beauftragt, die 
Gleichberechtigung von Frauen und Männern zu verwirklichen. Dabei arbeiten sie auch 
auf landespolitischer Ebene zusammen. 
Gesetzliche Grundlagen sind der Artikel 3 des Grundgesetzes, die Hessische Gemein-
deordnung (§ 4b) und das Hessische Gleichberechtigungsgesetz. 
Das Frauenbüro Darmstadt 
 steuert kommunale Gleichstellungsstrategien (seit 2015 Umsetzung der Euro-
päischen Charta zur Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene, 
seit 2020 die Umsetzung des Übereinkommens des Europarats zur Verhütung 
und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt („Istanbul“-
Konvention)) 
 ist Servicestelle für Frauen und Mädchen (nimmt Anfragen und Anregungen zu 
allen Aspekten der Gleichberechtigung entgegen, klärt Sachverhalte und vermit-
telt an Ansprechstellen, z.B. an Beratungseinrichtungen oder Ämter) 
 ist in der internen Gleichstellungsarbeit der Stadtverwaltung Teil der Dienststel-
lenleitung und unterstützt die Dienststelle bei der Umsetzung des Hessischen 
Gleichberechtigungsgesetzes (Zugang von Frauen zum Öffentlichen Dienst und 
dort in Führungspositionen, Weiterbildungen, Beratung, Frauenförderung) 
 beauftragt Analysen zur Situation von Frauen und Mädchen 
 entwickelt Konzepte zur Umsetzung frauenpolitischer Forderungen 
 nimmt auf vielen Ebenen Mitwirkungs- und Beteiligungsrechte wahr 
 unterstützt Fraueneinrichtungen 
 sichert Qualitätsstandards in der Arbeit mit Frauen und Mädchen 
 stellt Informationsmaterial zur Verfügung 
 stellt Öffentlichkeit für frauenpolitische Themen her 
Schwerpunkte der Arbeit sind: 
 Umsetzung des "Gender Mainstreaming" in allen gesellschaftlichen Bereichen, 
Verbesserung der Diskriminierungsfreiheit von Strukturen 
 Konzipierung und Förderung mädchen- und frauenpolitischer Projekte 
 frauenpolitische Netzwerkarbeit 
 Abbau von Gewalt gegen Frauen, Mädchen und Jungen 
 Chancengleichheit in Ausbildung, Beruf und Karriere 
 Vereinbarkeit von Beruf und Familie

68 
Vereine und Institutionen 
In Darmstadt gibt es eine große Bandbreite an Vereinen, Institutionen und Organisati-
onen mit emanzipatorischen Zielen, die für Frauenrechte eintreten und Frauen unter-
stützen. Sie sind wichtige Orte der Selbstwirksamkeit von Frauen, Anlaufstellen (von 
Frauen) für Frauen und gleichzeitig mit dem Frauenbüro eng vernetzte Kooperations-
partnerinnen für die kommunale Gleichstellungsarbeit. Die Organisationen differenzie-
ren sich nach sozio-strukturellen, thematischen, generations- oder lebenslagenspezifi-
schen Merkmalen innerhalb eines autonom-feministischen bis hin zum institutionali-
sierten Spektrum.  
Viele dieser wichtigen Bausteine der frauenpolitischen Infrastruktur wurden in den 
1970er Jahren aus autonomen Frauenprojekten der Darmstädter Frauenbewegung 
erkämpft48 und erhalten inzwischen aufgrund der Bedeutung, die ihnen beim Gleich-
stellungsprozess zukommt, eine institutionalisierte Förderung der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt und/oder werden auch unterstützt durch das Land Hessen. Etliche Grup-
pierungen engagieren sich darüber hinaus weiterhin und fortlaufend ehrenamtlich für 
mehr Geschlechtergerechtigkeit. Diese mit dem Frauenbüro eng vernetzten Kooperati-
onspartnerinnen stellen sich in diesem Kapitel vor. 
Darüber hinaus gibt es weitere Vereine, die sowohl emanzipatorische als auch em-
powernde Arbeit von und für Frauen in Darmstadt leisten, z.B. 
- Ägyptischer Verein Darmstadt e. V. 
- Deutsch-Ägyptischer Freundeskreis 
- Deutsch-Polnischer Verein „Die Brücke“ e. V.  
- Alevitische Gemeinde Darmstadt und Umgebung e. V.  
- GinCo e. V. 
- Roza – Kurdischer Frauenverein e. V.  
- Pädagogische Ideenwerkstatt Darmstadt e. V.  
und andere. 
Die nachfolgenden Beiträge sind alphabetisch nach den Namen der Institutionen ge-
ordnet und wurden von Vertreterinnen und Vertretern der jeweiligen Institutionen er-
stellt. Die Beiträge wurden von der Herausgeberin bewusst nicht in eine redaktionell 
„durchgeschriebene“ Fassung gebracht, um auch durch die jeweilige „Handschrift“ die 
Vielfalt der einzelnen Angebote zu unterstreichen.

69 
 
Arbeitsgemeinschaft Darmstädter Frauenverbände 
Zielsetzung Vernetzung von Frauen jeden Alters und Wahrnehmung von Frauenin-
teressen im Darmstädter Frauennetzwerk. 
Wir sind unabhängig, überparteilich und überkonfessionell. 
Zielgruppe Die Arbeitsgemeinschaft Darmstädter Frauenverbände vertritt als 
Dachverband die Meinungen und Anliegen von Frauengruppen in ge-
mischten Verbänden und Frauengemeinschaften, auch kleineren 
Gruppierungen. So können auch kleine Frauenverbände und Frauen-
gemeinschaften aus berufsbezogenen Gruppen in der Arbeitsgemein-
schaft Darmstädter Frauenverbände mitarbeiten und ihre Interessen 
einbringen. 
Maßnahme/ 
Leistungen 
Als Frauenverband nehmen wir wichtige soziale und gesellschaftspo-
litische Aufgaben in unserer Stadt wahr. Neben der traditionellen 
Podiumsveranstaltung und Diskussion „Qual der Wahl – Frauen sind 
wählerisch“ zu Bundes-, Landtags-, und Kommunalwahlen veranstal-
tet die Arbeitsgemeinschaft regelmäßige thematische Informations-
veranstaltungen und Flohmärkte. Die Teilnahme an Veranstaltungen 
unserer Mitgliedsorganisationen und des Frauenbüros sowie offene 
Treffs wie das „Babbelcafé“ und der „After-Work-Treff“ zählen eben-
falls zu unseren Aufgaben. Es gibt in jedem Jahr eine neue Info-
Broschüre mit der Vorstellung aller Mitglieder und deren Projekte mit 
dem Namen „Extrablatt“. 
2x im Jahr finden Mitgliederversammlungen statt. 
Statistik 
2019 
Veranstaltungen: 
 Equal Pay Day – Besuch von Veranstaltungen anderer Frauen-
gruppen (20 Personen haben teilgenommen) 
 After-Work-Treff zum Thema: „Fingerfood- leicht und ökolo-
gisch hergestellt“ (45 Personen haben teilgenommen) 
 Stand bei den 11. Darmstädter Seniorentagen mit dem 
Schwerpunkt Jung und Alt gemeinsam (20 ADAF Frauen ha-
ben dort ca. 200 Personen erreicht) 
 After-Work-Treff zum Thema „Lebensmittelverschwendung“ 
(35 Personen haben teilgenommen) 
 Babbelcafé zum Thema „New Work für Frauen“ (40 Personen 
haben teilgenommen) 
Weitere 
Informationen 
www.facebook.com/ADAFdarmstadt 
Durch verschiedene Angebote und Veranstaltungen konnten im Jahr 
2019 insgesamt 450 Frauen erreicht werden. 
Stand: 5.11.19

70 
BAFF Frauen Kooperation gGmbH 
Zielsetzung Förderung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern bzw. die 
Aufhebung der Benachteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt durch 
Bildungsarbeit.  
BAFF setzt öffentlich geförderte arbeitsmarktpolitische Maßnahmen 
in Form von Ausbildungs-, Qualifizierungs- und Beschäftigungsprojek-
ten um, mit dem Ziel insbesondere für Frauen die Chance zur Ein-
mündung in den Arbeitsmarkt zu erhöhen und ihnen langfristig ein 
weitestgehend von öffentlichen Mitteln unabhängiges Leben zu er-
möglichen. Hierbei kommt der Entwicklung von individuell erlebbaren 
Modellen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine besondere 
Bedeutung zu. 
Zielgruppe Frauen, insbesondere bildungsferne Frauen, Alleinerziehende, Famili-
enfrauen, Migrantinnen, geflüchtete Frauen.  
Unter dem Gleichstellungsaspekt können bei Angeboten zu frauen-
spezifischen Arbeitsfeldern auch Männer angesprochen werden. 
Maßnahmen/ 
Leistungen 
Projekte und Maßnahmen: 
 Qualifizierung und Beschäftigung junger Menschen 
 Jugend stärken im Quartier (JUSTiQ) 
 Quali 4U 
 Bildungsgutschein (Hauptschulabschluss und Module Fach-
kraft im Gastgewerbe) 
 Arbeitsgelegenheiten (Sozialgesetzbuch II = „Hartz IV“) und 
FIM mit Qualifizierungsanteilen (Ausbildungs- und Qualifizie-
rungsbudget / Hessische Arbeitsmarktförderung) 
 Umwandlung von Minijobs in sozialversicherungspflichtige Be-
schäftigung 
 SoWirt’s! – Sozialwirtschaft integriert  
 Wirtschaft integriert (in Kooperation mit dem Bildungswerk 
der Hessischen Wirtschaft) 
 Deutsch 4U 
 Darmstadt-Beratung-Aktion-Integration (DA-BAI) 
Alle Projekte und Maßnahmen bei BAFF werden pädagogisch beglei-
tet und unterstützt. 
Statistik 
2019 
In 2019 haben 323 Teilnehmende die Projekte und Maßnahmen bei 
BAFF absolviert, 86,13% davon waren weiblich. 76,27% waren Teil-
nehmende mit Migrationshintergrund, 38,9% waren langzeitarbeits-
los, 60,0% hatten keinen Schulabschluss (26,13% davon hatten ei-
nen in Deutschland nicht anerkannten Abschluss) und 88,8% hatten 
keinen Berufsabschluss (14,3% davon hatten einen in Deutschland 
nicht anerkannten Berufsabschluss oder Studium). 212 Teilnehmen-
de (65,63%) hatten insgesamt 417 Kinder und knapp 22,67% aller 
Teilnehmenden waren Alleinerziehende. 
Weitere 
Informationen 
www.baff-darmstadt.de 
Stand: 31.12.2019

71 
Bündnis feministischer Streik Darmstadt 
Zielsetzung Unser Ziel ist die Überwindung patriarchaler Strukturen: Wir sind 
solidarisch miteinander und mit anderen (internationalen) feministi-
schen Organisationen. Wir wenden uns gegen die zweigeschlechtli-
chen Rollenzuschreibungen, die an der heterosexuellen Norm orien-
tiert sind. Wir kämpfen gegen Sexismus, Frauenhass, Rassismus, 
jede andere Form von (Mehrfach-) Diskriminierung und für sexuelle, 
körperliche und geschlechtliche Selbstbestimmung. Wir engagieren 
uns gegen geschlechtsspezifische Gewalt und Femizide, also Morde 
an Frauen, und Morde an queeren Menschen. 
Wir sind gegen kapitalistische Ausbeutung im Berufs- und Privatle-
ben. Gleichwertige Arbeit soll gleich entlohnt werden. Weiblich zuge-
schriebene bzw. feminisierte Erwerbsarbeit muss in ihrer Bedeutung 
für die Gesellschaft gesehen und aufgewertet werden, insbesondere 
in den Care- und Pflegeberufen. Wir wollen soziale Anerkennung und 
(finanzielle) Absicherung für Menschen, die Sorgearbeit (in der Fami-
lie) leisten oder geleistet haben und erwarten eine gerechte Vertei-
lung der unbezahlten Sorgearbeit. Darüber hinaus muss die finanziel-
le Absicherung für Rentnerinnen und Alleinerziehende gewährleistet 
sein. 
Zielgruppe Frauen, Lesben, inter*, nicht-binäre und trans Menschen und alle, die 
mit uns kämpfen wollen. 
Maßnahmen/ 
Leistungen 
Durch die Organisation von und Teilnahme an Veranstaltungen und 
öffentlichkeitswirksamen Aktionen möchten wir unsere Themen ins 
Bewusstsein der Gesellschaft tragen 
Statistik 
2019 
Demonstration und Stuhlstreik zum internationalen feministischen 
Kampftag am 8. März 
Demonstration zum Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November 
etwa 10 Veranstaltungen  
Weitere 
Informationen 
www.facebook.com/fstreikda/ 
E-Mail: fstreik-da@riseup.net 
Stand: 12.04.2021 
Catcalls of Darmstadt 
Zielsetzung (Sexuelle) Belästigung thematisieren, darauf aufmerksam machen, 
aufklären und sie in diesem Zusammenhang ent-normalisieren. 
Zielgruppe Die gesamte Gesellschaft – Betroffene, Außenstehende, Täterinnen 
und Täter, Erziehungsberechtigte 
Erreichung der Zielgruppen: über Kreidungen auf der Straße (Bevöl-
kerung Darmstadts),  
über die Plattform Instagram (primär Jugend und junge Erwachsene)  
über die Webseite (erweiterte Zielgruppe).

72 
Maßnahmen/ 
Leistungen 
Angebot einer sicheren Plattform für Betroffene von sexueller Beläs-
tigung, auf der sie ihre Erfahrungen teilen können. Ein Bewusstsein 
wird geschaffen, indem die Erfahrung mittels Kreidestatement auf die 
Straße (am Ort des Geschehens) gebracht wird. Die gesamte Erfah-
rung wird anschließend anonym auf Instagram und der Webseite ver-
öffentlicht. Den Betroffenen wird Empathie und Verständnis entge-
gengebracht und sie bemerken, dass sie weder allein sind noch, dass 
sie Schuld an dem Erlebten tragen. 
In der Öffentlichkeit problematisiert „Catcalls of Darmstadt“ sexuelle 
Belästigung über Medien wie Zeitschrift, Radio und Fernsehen und 
klärt über das Vorhandensein von Belästigung auf. Zusätzlich nimmt 
die Initiative an Workshops und Vorträgen im universitären Bereich 
teil, tauscht sich auch über Handlungsmöglichkeiten aus und veran-
staltet auch Kundgebungen und Demonstrationen mit, um sexuelle 
Belästigung zu politisieren. 
Statistik 
2019 
/ 
Weitere 
Informationen 
Instagram: @catcallsofdarmstadt 
www.catcallsofdarmstadt.com 
Stand: 07.03.2021 
Dekanatsstelle Frauenseelsorge 
Zielsetzung Die Dekanatsstelle Frauenseelsorge ist ein personales Angebot der 
katholischen Kirche im Raum Darmstadt. Ihr Ziel ist es die Frauen-
perspektive in den katholischen Gemeinden und Einrichtungen zu 
stärken. Es geht um Sichtbarkeit und Teilhabe von Frauen und ge-
schlechtsspezifische Angebote für Frauen. 
Zielgruppe Frauen in katholischen Gemeinden,  
ehrenamtlich tätige Frauen,  
Frauen, die Austausch und Gemeinschaft suchen,  
Migrantinnen,  
Frauen mit Krebserkrankungen,  
Frauen in Armutssituation. 
Maßnahmen/ 
Leistungen 
 Oasentage für Frauen mit Krebserkrankung 
 Beteiligung am politischen Dialog über die Lebenssituation 
von Frauen in Armutssituation 
 Internationaler Frauentreff 
 Thematische Tage für ehrenamtliche Frauen 
 Bildungsmaßnahmen für ehrenamtliche Frauen 
 Informationen zur Gewaltprävention 
Statistik 
2019 
Beteiligte Frauen: Je nach Angebot zwischen 5 und 40 Frauen. 
Es fanden ca. 20 Veranstaltungen statt. 
Weitere 
Informationen 
https://bistummainz.de/dekanat/darmstadt/Fachreferate/Frauen/ 
frauen@kath-dekanat-darmstadt.de

73 
Stand: 04.06.2021 
Diakonisches Werk Darmstadt-Dieburg (Frauenübergangswohnhaus) 
Zielsetzung Das Frauenübergangswohnhaus bietet Frauen, auch mit Kindern, Un-
terkunft und Sozialpädagogische Hilfen. Ziel ist die Abwendung einer 
akuten Wohnungslosigkeit und bedarfsorientierte Unterstützung bei 
allen Problemen, bis hin zum Übergang in eigenen Wohnraum mit 
einer selbstständigen Lebens – und Alltagsgestaltung. 
Zielgruppe Das Frauenübergangswohnhaus ist eine Einrichtung für wohnungslo-
se Frauen ab 18 Jahren, auch mit Kindern. 
Maßnahmen/ 
Leistungen 
Unsere drei Angebote des Frauenübergangswohnhauses sind: 
1. Notanlaufstelle: Anlaufstelle für Notfälle, um eine akute Woh-
nungslosigkeit zu beseitigen, täglich geöffnet, auch an Wo-
chenenden und Feiertagen 
2. Übernachtungsbereich: 21 Übernachtungsplätze nach dem 
hessischen Sicherheits- und Ordnungsgesetz (HSOG) und So-
zialarbeit. Im Rahmen der Unterbringung erfolgt die Beratung 
zur Klärung der persönlichen Situation und der Problematiken 
sowie der Erarbeitung einer Perspektive 
3. Wohnbereich: 10 stationäre Wohnplätze nach §§ 67 ff SGB XII. 
Bedarfs- und sozialraumorientierte Einzel- und Gruppenarbeit 
mit dem Ansatz der Hilfe zur Selbsthilfe 
Wir unterstützen die Frauen durch individuelle, bedarfsorientierte 
Beratung, Begleitung und Hilfen, wie z. B. bei der Sicherstellung der 
Existenzgrundlage, Begleitung zu Behörden, bei der Kontaktaufnah-
me zu anderen Institutionen, bei der Wohnungssuche, bei der Tages-
strukturierung und der Freizeitgestaltung. 
Statistik 
2019 
In der Notanlaufstelle und im Übernachtungsbereich haben 485 Per-
sonen an 7916 Tagen übernachtet. 
Im stationären Wohnbereich haben 115 Personen an 3308 Tagen 
übernachtet. 
Weitere 
Informationen 
Diakonisches Werk 
Frauenübergangswohnhaus 
Benzweg 6 
64293 Darmstadt 
Tel. 06151 – 89 73 13 
Fax 06151 – 89 72 18 
frauenuebergangswohnhaus@diakonie-darmstadt.de 
www.diakonie-darmstadt.de 
Stand: 22.06.2021

74 
Diakonisches Werk Darmstadt-Dieburg (MuKIS) 
Zielsetzung Das MuKiS (Mutter – Kind – Schwangere) bietet Frauen mit Kindern 
sowie Schwangeren Unterkunft und Sozialpädagogische Hilfen. Ziel 
ist die Abwendung einer akuten Wohnungslosigkeit und die bedarfs-
orientierte Unterstützung bei allen Problemen, bis zum Übergang in 
eigenen Wohnraum mit einer selbstständigen Lebens – und Alltags-
gestaltung. 
Zielgruppe Das MuKiS ist eine Einrichtung für wohnungslose Frauen ab 18 Jah-
ren mit Kindern sowie Schwangere. 
Maßnahmen/ 
Leistungen 
Wir stellen 10 Familienzimmer und sozialpädagogische Hilfen zur 
Verfügung. Während des Aufenthaltes in unserem Haus unterstützen 
wir die Frauen durch individuelle, bedarfsorientierte Beratung, Be-
gleitung und Weitervermittlung. Wir unterstützen z. B. bei der Si-
cherstellung der Existenzgrundlage, bei der Kontaktaufnahme zu an-
deren Institutionen, bei der Wohnungssuche, bei der Freizeitgestal-
tung und vermitteln an entsprechende Dienste, wie z. B. die Jugend-
hilfe, weiter und leisten Hilfe zur Selbsthilfe. 
Statistik 
2019 
Es haben 242 Personen an 4745 Tagen übernachtet 
Weitere 
Informationen 
Diakonisches Werk 
MuKiS 
Otto-Röhm Straße 26 
64293 Darmstadt 
Tel. 06151 – 3972773 
Fax 06151 – 3975859 
mukis@diakonie-darmstadt.de 
www.diakonie-darmstadt.de 
Stand: 22.06.2021 
Diakonisches Werk Darmstadt-Dieburg (Schwangerenberatung) 
Zielsetzung Die Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung des Diako-
nischen Werkes Darmstadt-Dieburg berät und unterstützt in allen 
Fragen rund um Schwangerschaft, Geburt und Familienplanung. Im 
Schwangerschaftskonflikt begleiten wir Schwangere und Paare in 
dem Prozess, eine für ihr Leben tragfähige und verantwortbare Ent-
scheidung zu treffen. 
Zielgruppe Frauen, Männer und Paare

75 
Maßnahmen/ 
Leistungen 
Beratung: über Familienplanung, Empfängnisverhütung und Sexuali-
tät, in sozialen und psychologischen Fragen, vor, während und nach 
vorgeburtlicher Diagnostik, bei Kinderwunsch, im Klinikum Darm-
stadt und in der Klinik für Neonatologie; 
Begleitung: in einer aktuellen Krise, bei der Entscheidungsfindung im 
Schwangerschaftskonflikt, nach einem Schwangerschaftsabbruch 
oder nach der Geburt, im Umgang mit Institutionen und Behörden; 
Informationen: über öffentliche, private und kirchliche Hilfen, über 
soziale Rechtsansprüche, über rechtliche und medizinische Fragen, 
über Vermittlung von finanziellen Hilfen aus der Bundesstiftung 
„Mutter und Kind“ und der kirchlichen Stiftung „Für das Leben“. 
Statistik 
2019 
Im Jahr 2019 wurden 597 Frauen im Rahmen der allgemeinen 
Schwangerenberatung beraten. 51 Frauen wurden im Schwanger-
schaftskonflikt nach §1219 StGB/§5 SchKG beraten. 32 Frauen wur-
den zu allgemeinen Fragen in der Schwangerschaft beraten. Der An-
teil der geflüchteten Frauen ist mit 30% an der Gesamtzahl zum Vor-
jahr angestiegen. Der Ausländerinnen-Anteil ist mit 56% im Vergleich 
zum vorherigen Jahr nahezu konstant geblieben. Für 218 Frauen 
wurden Stiftungsmittel über die „Bundesstiftung für Mutter und Kind 
– Schutz des ungeborenen Lebens“ und für eine Frau über die „Stif-
tung für das Leben“ beantragt. 26 Frauen konnten in der Stadt 
Darmstadt und im Landkreis im Rahmen des Verhütungsmittelfonds 
versorgt werden. Im Bereich der sexualpädagogischen Gruppenarbeit 
wurden vier Veranstaltungen im Bereich „Verhütungs-Update“ durch-
geführt. Des Weiteren wurden Frauen bezüglich pränataler Diagnostik 
und bei Kinderwunsch beraten. Im Klinikum Darmstadt und auf der 
Neonatologie der Kinderklinik konnten 142 Frauen beraten werden. 
Weitere 
Informationen 
www.diakonie-darmstadt.de 
Stand: 21.12.2020 
donum-vitae Darmstadt e.V. 
Zielsetzung donum vitae Darmstadt e.V. steht in schwierigen Konfliktsituationen 
genauso an der Seite der Schwangeren, wie bei allen Fragen rund um 
Familienplanung und Sexualität, vor, während und nach pränataler 
Diagnostik, bei unerfülltem Kinderwunsch und bei Themen zur Exis-
tenzsicherung rund um Schwangerschaft und Geburt, wie zum El-
terngeld und zur Elternzeit. 
Zielgruppe Schwangere Mädchen und Frauen oder die, die es werden wollen, 
Mütter, Väter, die zur Sexualität, Verhütung und Familienplanung 
oder zu einer Schwangerschaft mittelbar oder unmittelbar berühren-
de Fragen haben.

76 
Maßnahmen/ 
Leistungen 
Beratungsthemen sind: Schwangerschaftskonfliktberatung, Schwan-
gerenberatung, Pränatale Diagnostik, Vertrauliche Geburt, Kinder-
wunschberatung, Trauer und Verlust, Männer und Väter, Sexualpä-
dagogik, Online-Beratung (auch in Form einer Videoberatung), Bera-
tung in leichter Sprache, Hilfe für Geflüchtete, Existenzsicherung, 
Anträge an die Bundesstiftung „Mutter und Kind“. 
Kernaufgabe der Beratungsarbeit sind die Beratung im Schwanger-
schaftskonflikt und die allgemeine Schwangerenberatung. 
Statistik 
2019 
Es fanden 436 Erstberatungen und 100 Konfliktberatungen, insge-
samt 536 Erstberatungen statt. Hierin sind 20 Beratungen rund um 
pränataldiagnostische Themen, 12 Beratungen bei Fehl- und Totge-
burt, und 9 Kinderwunschberatungen enthalten. Außerdem wurden 
140 Bundesstiftungsanträge entgegengenommen und 37 Veranstal-
tungen in Schulen mit sexualpädagogischen Themen durchgeführt 
(Stand November 2019). 
Weitere 
Informationen 
www.dvdarmstadt.de 
Stand: 09.02.2021 
Ehe-, Familien- und Lebensberatung e.V. (Schwangerenberatung) 
Zielsetzung Die Ehe-, Familien- und Lebensberatung Darmstadt e.V. bietet die 
Beratung rund um Schwangerschaft und Geburt an. Frauen, die in 
einem Schwangerschaftskonflikt stehen oder existenzielle Sorgen zur 
Bewältigung der Schwangerschaft haben und Gewährung von Beihil-
fen aus der Bundesstiftung „Mutter und Kind – Schutz des ungebore-
nen Lebens“ benötigen, können sich an die Beratungsstelle wenden. 
Außerdem berät die Einrichtung zur Familienplanung und bietet zu-
sätzlich ein Beratungsangebot für Familien in den ersten drei Lebens-
jahren der Kinder an. 
Zielgruppe Einzelpersonen, Paare oder Familien 
Maßnahmen/ 
Leistungen 
Beratungsangebot erstreckt sich über:  
 Schwangerenberatung 
 Schwangerenkonfliktberatung 
 Bundesstiftung „Mutter und Kind“ 
 Familienplanung 
 Beratung in den ersten drei Lebensjahren des Kindes 
Neben dem Bereich Schwangerenberatung, gibt es in der Beratungs-
stelle noch folgende Angebote: Allgemeine Lebensberatung, Paar- 
und Familienberatung und Trennungs- und Scheidungsmediation. 
Statistik 
2019 
Im Jahr 2019 haben sich 44 Frauen an die Beratungsstelle gewandt. 
39 davon haben die Unterstützung der Bundesstiftung „Mutter und 
Kind – Schutz des ungeborenen Lebens“ in Anspruch genommen. 9 
Frauen kamen aufgrund eines Schwangerenkonfliktes zu uns.

77 
Weitere 
Informationen 
www.ehe-familien-lebensberatung-darmstadt.de 
Stand: 24.02.2020 
ELELE Frauengruppe 
Zielsetzung Ziele der Frauengruppe sind gemeinsamer Austausch, Integration in 
das gesellschaftliche Leben und gegenseitige Unterstützung im All-
tag. Religiöse und politische Ansichten spielen dabei keine überge-
ordnete Rolle. 
Zielgruppe Frauen aus verschiedenen Regionen der Türkei 
Maßnahmen/ 
Leistungen 
Treffen 1x im Monat 
Gesprächskreise zu verschiedenen Themen aus dem Alltag und der 
Lebenswelt der Mitglieder (Erziehung, Älterwerden in Deutschland, 
etc.) Dabei werden auch Expertinnen und Experten zu kleinen Vorträ-
gen eingeladen. 
Teilnahme an Veranstaltungen (z.B. am internationalen Frauentag) 
Statistik 
2019 
Seit 24 Jahren aktiv mit 10 – 15 Frauen 
Weitere 
Informationen 
www.frauenzentrum-darmstadt.de/programm/kommunikation/elele-
tuerkischer-frauentreff/ 
Stand: 03.03.2020 
 
Eritreischer Frauen Verein in Darmstadt und Umgebung e.V. 
Zielsetzung Die Frauen im Verein unterstützen sich gegenseitig bei Problemlö-
sungen im Alltag, z.B. bei Arztbesuchen oder Behördenterminen. Der 
Verein dient auch dem gegenseitigen Austausch von Informationen 
und der Integration in die Gesellschaft. 
Zielgruppe Frauen aus Eritrea 
Maßnahmen/ 
Leistungen 
Gemeinsames Treffen 1x pro Monat 
Statistik 
2019 
30 Frauen aus Eritrea sind Mitglied im Verein 
Weitere 
Informationen 
 
Stand: 06.02.2020

78 
FachFrauenNetzwerk e.V. 
Zielsetzung FachFrauenNetzwerk e.V. – ein Netzwerk von FachFrauen für Fach-
Frauen 
Der Verein bietet eine Vielzahl von Vorteilen und fördert die berufli-
che Selbstständigkeit von Frauen. Dabei verknüpft das Netzwerk 
Fachkompetenz, persönliche Qualifikation und Professionalität der 
FachFrauen mit guten Beziehungen, der Weitergabe von Wissen und 
gegenseitigen Empfehlungen. 
Das Netzwerk dient der Förderung von Bildung und Kultur von Frau-
en. Es setzt sich für die berufliche und gesellschaftliche Gleichbe-
rechtigung von Frauen ein. In regelmäßigen FachVorträgen und 
FachWorkshops bietet es aktuelle Informationen zu wichtigen The-
menfeldern wie Gründung, Unternehmerinnentum, Marketing, Füh-
rung, Finanzierung, Vertrieb, persönliche Entwicklung und vieles 
mehr. Dabei werden die Professionen der MitgliedsFrauen eingebun-
den und eine Plattform für den fachlichen und persönlichen Aus-
tausch geboten. 
Zielgruppe FachFrauen – Selbstständige Unternehmerinnen, Frauen in Füh-
rungspositionen, in freien Berufen sowie Gründerinnen aus allen 
Branchen aus der Region Darmstadt / Südhessen 
Maßnahmen/ 
Leistungen 
Das FachFrauenNetzwerk e.V. bietet den MitgliedsFrauen: 
 Einsatz als Referentin – ausschließlich für MitgliedsFrauen 
 Regelmäßige Netzwerktreffen in der Region Südhessen zum 
Kennlernen von FachFrau zu FachFrau 
 Kompetente Fachvorträge – für MitgliedsFrauen kostenfrei 
 Vertiefende Workshops – für MitgliedsFrauen kostengünstiger 
 Themenorientierte Diskussionsrunden und Fachgespräche 
 Kooperations- und Kontaktbörsen sowie Austausch mit regio-
nalen und überregionalen Netzwerken 
 Existenzgründungsberatung und Coaching 
 Öffentlichkeitsarbeit inklusive Präsentation des eigenen Un-
ternehmens mit eigener Expertise – ausschließlich für Mit-
gliedsFrauen 
 Firmenbesichtigungen, Atelierbesuche und Kultur-Events – 
ausschließlich für MitgliedsFrauen 
Das FachFrauenNetzwerk beteiligt sich am Tag der Gründung mit 
eigenem Stand und Fachvorträgen, zeigt Präsenz bei Fachveranstal-
tungen und Messen und ist Mitglied in der Frauenkommission im 
Landkreis Darmstadt-Dieburg, um sich für Sie in der Region zu enga-
gieren. 
Zudem bietet das Netzwerk seit 2019 einen Beratungstag für Grün-
derinnen, Unternehmerinnen und Nachfolgerinnen 
Statistik 
2019 
Aktuell sind 120 FachFrauen aus unterschiedlichsten Branchen Mit-
glied. Die Gründung erfolgte am 24. September 1997 von 13 Unter-
nehmerinnen.

79 
Weitere 
Informationen 
www.fachfrauennetzwerk.de 
Stand: 21.10.2019 
femkom Frauenkompetenzzentrum 
Zielsetzung  Die Lebensbedingungen von Frauen und sorgenden Männern 
durch eine geschlechtergerechte Arbeitsmarkt- und Wirt-
schaftspolitik verbessern 
 Frauen (insbesondere Berufsrückkehrerinnen, erwerbslose 
Frauen mit Migrationshintergrund) in ihrem Prozess berufli-
cher Identitätsfindung und Autonomie unterstützen und be-
gleiten 
 Bedarfsgerechte Angebote zur beruflichen Integration insbe-
sondere im Hinblick auf unsere transformierende Arbeitswelt 
entwickeln, erproben und bei Akzeptanz und Erfolg verstetigen 
 Die Wirtschaft und die Politik motivieren, sich am Prozess der 
Umgestaltung der Erwerbswelt zu einer geschlechtergerechten 
Arbeitswelt zu beteiligen 
 Die gleichberechtigte Teilhabe und Gestaltungsmacht von 
Frauen am Arbeitsmarkt sowie die gleichwertige Teilhabe von 
Männern an der Familienarbeit und anderen Sorgearbeiten 
generieren 
Zielgruppe  Familienfrauen, die zugunsten der Kindererziehung oder Pfle-
ge ihre Erwerbstätigkeit unterbrochen haben 
 Arbeitslos gemeldete Frauen mit und ohne Leistungsbezug 
 Berufsrückkehrerinnen mit Migrationshintergrund, hier insbe-
sondere Frauen deren Qualifikation aus dem Herkunftsland in 
Deutschland keine Anerkennung findet 
 Frauen in der Elternzeit, deren Berufsrückkehr nach der El-
ternzeit unklar ist 
 Unternehmen, Politik und weitere Akteure, die sich um die 
Partizipation von Menschen mit Erziehungs- und Pflegeaufga-
ben am Arbeitsmarkt bemühen

80 
Maßnahmen/ 
Leistungen 
 Beratung und Coaching zu Berufsfindung, Weiterbildung, Ver-
einbarkeit von Familie und Beruf, Profiling, Bewerbung, psy-
chosoziale Beratung, Mobbing 
 Weiterbildungsberatung für Institutionen, Firmen, Weiterbil-
dungsträger 
 Infoveranstaltungen zur Berufsrückkehr 
 Module zur Berufsorientierung – Kompetenzfeststellung – Be-
rufsfindung – Weiterbildung – Praktika-Bewerbung – Wieder-
einstieg 
 IT-Kurse vor Ort und online 
 Kaufmännische Weiterbildung IHK Organisationsmanagement 
und Sachbearbeitung 
 Landesprogramm Netzwerk Wiedereinstieg (NeW) mit digita-
len Lernformaten und FriDa – Geflüchtete Frauen – Respekt 
und Integration in Darmstadt 
 Bundesprogramm Perspektive Wiedereinstieg (PWE) 
 Existenzgründung für Frauen - Onlinemarketing 
Statistik 
2019 
Insgesamt: 1308 Teilnehmerinnen 
 Projektteilnehmerinnen inkl. Coaching und Casemanagement: 
127 
 Lernangebote – Orientierung, Qualifizierung: 237 
 Erstberatung telefonisch – online: 644 
 Erstberatung vor Ort: 211 
 Informationsveranstaltungen: 89 
Weitere 
Informationen 
www.femkom.de 
Stand: 15.03.2020 
Frauen Offensiv e.V. - WenDo 
Selbstbehauptung und Selbstverteidigung für Frauen und Mädchen 
Zielsetzung Frauen Offensiv gibt es seit 1987 und ist ein gemeinnütziger Verein 
für Selbstbehauptung und Selbstverteidigung für Frauen und Mäd-
chen. 
Ziel ist es, der alltäglichen Gewalt, die Frauen und Mädchen erleben, 
durch Hilfe zur Selbsthilfe entgegenzuwirken. Das Anliegen ist hier-
bei, Mädchen und Frauen zu stärken, so dass sie sich selbstbe-
wusst(er) im Leben behaupten können. 
Frauen können mit WenDo die eigenen Möglichkeiten erweitern, ih-
ren individuellen Handlungsspielraum vergrößern, gut für sich sor-
gen, sich mit Worten und Taten behaupten sowie Lebensqualität und 
Lebensfreude hinzugewinnen. WenDo ist ein frauenparteiliches, 
ganzheitliches Konzept, das an den Stärken und Fähigkeiten von 
Mädchen und Frauen ansetzt und es ihnen ermöglicht für unter-

81 
schiedliche Situationen individuelle Möglichkeiten der Selbstbehaup-
tung und Selbstverteidigung zu entwickeln. 
Zielgruppe WenDo ist für alle Mädchen und Frauen ab 6 Jahren... 
... unabhängig von ihrer Herkunft, Hautfarbe, Religion und Lebens-
form. Jede kann mitmachen, ob klein oder groß, jung oder alt, dick 
oder dünn, laut oder leise, schüchtern oder mutig, schwanger oder 
nicht, Lesbe oder Hetera, mit oder ohne Beeinträchtigungen, sport-
lich oder unsportlich ... einfach jede ist willkommen! 
Maßnahmen/ 
Leistungen 
Frauen Offensiv bietet WenDo-Kurse … 
…das ganze Jahr über für Frauen ab 16 Jahren und Mädchen von 
6-15 Jahren an. Sportlichkeit ist keine Voraussetzung. 
…auf Anfrage für spezielle Zielgruppen, wie Frauen in bestimm-
ten Arbeitsbereichen und Berufen, Mütter-Töchter, Seniorinnen, 
Frauen mit Behinderungen, geflüchtete Frauen,... an. 
…auf Anfrage zu besonderen Themen wie Messerabwehr oder Zi-
vilcourage an. 
…in Zusammenarbeit mit Schulen (Projektwochen, schulische 
Arbeitsgemeinschaften, während Mädchenfreizeiten), Frauenbe-
auftragten, Jugendpflegerinnen, Frauengruppen, Hochschulen 
und anderen Institutionen an. 
Statistik 2019 Im Jahr 2019 hat der Verein Frauen Offensiv 13 Kurse für Frauen 
und Mädchen angeboten. Stattgefunden haben 12 Kurse. 73 Mäd-
chen und 54 Frauen haben an den WenDo-Kursen teilgenommen. 
Insgesamt haben 127 Mädchen und Frauen das Angebot des Vereins 
im Jahr 2019 in Anspruch genommen. 
Weitere 
Informationen 
www.wendo-frauenoffensiv.de  
Stand: 27.10.2019 
Frauenhaus Darmstadt e.V. 
Zielsetzung Trägerverein einer Schutzeinrichtung für von Häuslicher Gewalt be-
troffener Frauen (Frauenhaus Darmstadt) und einer Fachberatungs-
stelle für Betroffene und Unterstützerinnen und Unterstützer (Frau-
en-Räume). 
Zielgruppe Von häuslicher Gewalt betroffene Frauen und deren Kinder sowie in 
der Beratungsstelle Unterstützende. 
Im weiteren Sinne die Öffentlichkeit, was die fortlaufende Sensibili-
sierung für das Thema häuslicher Gewalt angeht. 
Maßnahmen/ 
Leistungen 
Trägerschaft des Frauenhauses und der Fachberatungsstelle, auf 
Vereinsebene frauenpolitischer Diskurs für Mitglieder und Interes-

82 
sierte. Auf Anfrage Informationsveranstaltungen zum Thema häusli-
che Gewalt und ihre Folgen. 
Statistik 2019 Frauen und Kinder, die sich 2019 im Frauenhaus aufhielten: Frauen 
38, Kinder 32, gesamt 68 
Anzahl der Beratungsgespräche in der Beratungsstelle: 601 
siehe auch Jahresbericht des Frauenhauses im Internet 
Weitere 
Informationen 
www.frauenhaus-darmstadt.de  
Stand: April 2020 
FrauenKulturZentrum e.V.  
Zielsetzung  der gesellschaftlichen Benachteiligung von Frauen entgegen-
wirken, insbesondere der gesellschaftlichen Benachteiligung 
von lesbisch lebenden Frauen 
 Lebens- und Freiräume für lesbisch lebende Frauen und einen 
diskriminierungsfreien Raum, in denen ihre sexuelle Orientie-
rung nicht hinterfragt wird 
 die Förderung einer generationsübergreifenden Vernetzung,  
kompetente Beratung für Lesben und andere Frauen in ihren 
spezifischen Lebenssituationen  
 die Förderung und Entwicklung eines lesbischen Selbstver-
ständnisses, 
Ressourcen zur Entwicklung und Durchführung von eigenen 
Projekten 
 politische Bildung 
Zielgruppe Zielgruppe des Vereins sind Lesben und andere Frauen jeden Alters, 
die sich mit den Zielen des Vereins solidarisieren. 
Maßnahmen/ 
Leistungen 
Angebote in den Bereichen: 
Kultur 
Es werden Räume für das Schaffen von Kultur bereitgestellt, ebenso 
wie Ausstellungsmöglichkeiten. Regelmäßige kulturelle Veranstaltun-
gen von Frauen für Frauen werden durchgeführt. 
Kommunikation 
Die offenen Treffen dienen dazu, auf das Kulturangebot des Zentrums 
aufmerksam zu machen. Hier kann auch der Kontakt zu den Berate-
rinnen aufgenommen werden. 
Beratung 
Speziell für Frauen, denen der Gang in die etablierten Beratungsstel-

83 
len schwer fällt, gibt es ein Beratungsangebot, das in der Unverbind-
lichkeit des offenen Treffs erkundet werden kann. 
Forschung 
Erstellung eines Archivs der Darmstädter Frauengeschichte mit dem 
Ziel, ein Geschichtsbewusstsein aufzubauen und Materialien an die 
Hand zu bekommen, um neuere Geschichte aktiv mitzugestalten. 
Der Verein ist unabhängig von politischen Parteien und Konfessionen, 
aber parteilich im Sinne der Frauen. 
Weitere 
Informationen 
https://frauenkulturzentrum-darmstadt.de/ 
Stand: 28.05.2021 
GEDOK (Gemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstfördernden aller 
Sparten) e.V. | Regionalgruppe Frankfurt Rhein-Main  
Zielsetzung GEDOK (Gemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstfördernden aller 
Sparten) ist das älteste und europaweit größte Netzwerk für professi-
onelle Künstlerinnen, von Bildender Kunst über Literatur und Musik 
bis zu darstellender und interdisziplinärer Kunst. Der gemeinnützige 
Verein setzt sich aktiv für die Verbesserung der Lebens- und Arbeits-
bedingungen von Künstlerinnen aller Sparten ein. Langfristig möchten 
wir eine institutionelle Förderung und Ausstellungsvergütungen sowie 
höhere Künstlerinnenhonorare erreichen. 
Zielgruppe Darmstädter Künstlerinnen aller Kunstsparten, Kunstmarkt, Kulturpo-
litik und Öffentlichkeit (innerhalb der Regionalgruppe GEDOK Frank-
furtRheinMain) 
Maßnahmen/ 
Leistungen 
Die GEDOK entwickelt gemeinsam Kunstprojekte und -veranstaltungen 
und interdisziplinäre Ausstellungen, stößt Diskussionen zu aktuellen 
Themen an und bietet Vernetzung durch Atelierbesuche und 
Coachings für professionelle Künstlerinnen.  
Sie unterstützt bei der Antragstellung zur Finanzierung, der Öffent-
lichkeitsarbeit und bei der Dokumentation von Kunstevents der betei-
ligten Künstlerinnen - auch überregional. Monatlich finden JourFix-
Tage in wechselnden Ateliers statt, zum Austausch und zur Planung 
der Aktivitäten.  
Erste Schritte für eine regelmäßige Ausstellungsmöglichkeit der Mit-
glieder sind gemacht. An der Ausschreibung eines Kunst-Preises wird 
gearbeitet und es werden noch Sponsorinnen und Sponsoren gesucht. 
Statistik 2019 Die Regionalgruppe FrankfurtRheinMain hat sich im Januar 2012 er-
neut gegründet. Im Jahr 2019 hatte die GEDOK mehr als 3000, die 
Regionalgruppe 35 aktive Mitglieder. Schirmherrin ist Frau Jutta Ebe-
ling. Zu den Sparten (Bildende Kunst, Literatur und Musik) gibt es 
bisher jeweils zwei Fachbeirätinnen, die über die Aufnahme neuer,

84 
professionell arbeitender Künstlerinnen entscheiden. 
Weitere  
Informationen 
www.gedokfrankfurtrheinmain.de  
Stand: Dezember 2020 
Hausfrauenbund Darmstadt e.V. 
Zielsetzung Förderung der Erziehung, Volks- und Berufsbildung, der Jugend- und 
Altenhilfe, Beratung für Verbraucherinnen und Verbraucher und Ver-
braucherschutz. Förderung der Gleichberechtigung von Frauen und 
Männern, beispielsweise durch die Förderung der Vereinbarkeit von 
Familie und Beruf. Insbesondere Förderung der hauswirtschaftlichen, 
familialen und sonstigen Bildung. 
Betreiben von Einrichtungen, die dem Satzungszweck dienen, wie zum 
Beispiel Mütterzentrum, Mehrgenerationenhaus, Tageseltern-
Tageskinder-Vermittlung sowie von Kinderbetreuungseinrichtungen 
(aktuell: 3 Krippen, 1 Kindergarten, 1 Hort) etc. 
Zielgruppe Frauen und Männer jeden Alters, Familien. 
Maßnahmen/ 
Leistungen 
Vorträge, Kurse, Beratungen zu Umwelt-, Haushalts- und Budgetfra-
gen, Lehr- und Besichtigungsfahrten. 
Eigene Broschüren zu hauswirtschaftlichen Umweltthemen, Rezept-
hefte. 
Statistik 2019 150 Mitglieder, davon 5 Männer 
3 Besichtigungen, 1 Fachvortrag, 8 gesellige Veranstaltungen: Anzahl 
der Teilnehmerinnen und Teilnehmer: 280 Personen 
Besucherinnen und Besucher unserer vierzehntägigen Suppentage, 
die mit Infos zur Ernährung mit Schwerpunkt auf regionale und saiso-
nale Produkte, verbunden sind: 420 Personen 
In den Kindereinrichtungen, die unter unserer Trägerschaft stehen, 
werden 98 Kinder betreut. 
Weitere 
Informationen 
www.hausfrauenbund-darmstadt.de  
Stand: 20.02.2020 
Inner Wheel Club Darmstadt (IWC) 
Zielsetzung Unser Club ist Teil einer weltweit organisierten Frauenvereinigung, 
deren Mitglieder Angehörige von Mitgliedern des Rotary Clubs oder 
die Inner Wheelerinnen sind. Freundschaft, Hilfsbereitschaft und in-
ternationale Verständigung sind die wesentlichen Kernpunkte aller 
Inner Wheel Aktivitäten. Der IWC Darmstadt ist eine kreative Service-

85 
Clubgemeinschaft, die durch regelmäßige Vorträge und gemeinsame 
Aktivitäten lebendig gehalten wird. Mitglieder kümmern sich ehren-
amtlich um Menschen in Not und unterstützen förderungswürdige 
Projekte im In- und Ausland. 
Zielgruppe Der IWC Darmstadt ist eine kreative Service-Clubgemeinschaft von 
derzeit 40 Frauen, die durch regelmäßige Vorträge und gemeinsame 
Aktivitäten lebendig gehalten wird. Mitglieder kümmern sich ehren-
amtlich um vornehmlich Frauen und Kinder in Not und unterstützen 
förderungswürdige Projekte im In- und Ausland. 
Maßnahmen/ 
Leistungen 
Derzeit entweder durch Spenden oder „hands-on Aktionen“ geförderte 
Projekte 
Kurse für die Ausbildung ehrenamtlicher Familienpaten beim Kinder-
schutzbund Darmstadt 
Frauen helfen Frauen Dieburg 
RFPD „Gesundheit für Mutter und Kind“ gemeinsames Projekt mit 
dem Rotary Club zur Familienplanung in Entwicklungsländern 
N.E.S.D.I. für Menschenrechte (Tansania Projekt) 
InSoZoLi (Inner Wheel, Soroptimistinnen, Zonta, Lions): Hebammen-
Wochenbett-Ambulanz in Darmstadt 
Weitere 
Informationen 
www.darmstadt.innerwheel.de  
Der IWC Darmstadt unterstützt Projekte durch Spenden, jedoch keine 
Einzelpersonen. 
Stand: November 2019 
Katholische Beratungsstelle für Frauen in Schwangerschaft und in Notsi-
tuationen, Caritaszentrum St. Ludwig (Schwangerenberatung) 
Zielsetzung Die Beratungsstelle berät Frauen und/oder Paare bei Fragen und Un-
sicherheiten rund um Schwangerschaft, Geburt und Sexualität. 
Zielgruppe Die Beratung kann alleine, in Begleitung des Partners oder einer an-
deren Person des Vertrauens in Anspruch genommen werden. 
 Frauen/Paare in Not- und Konfliktsituationen während der 
Schwangerschaft und nach der Geburt bis zum dritten Lebens-
jahr des Kindes 
 Frauen/Paare mit finanziellen Problemen im Zusammenhang 
mit einer Schwangerschaft 
 Frauen/Paare mit Informationsbedarf im Zusammenhang mit 
einer Schwangerschaft 
 Frauen/Paare mit psychischen oder sozialen Konflikten nach 
einem Schwangerschaftsabbruch 
 Jugendliche, Frauen und Männer/Paare unabhängig von einer 
Schwangerschaft mit Fragen zur Sexualität, Familienplanung

86 
und Empfängnisregelung 
 Frauen/Paare im Zusammenhang mit einer Präimplantations-
diagnostik (PID) 
 Frauen/Paare vor oder nach einer Pränataldiagnostik (PND) 
Maßnahmen/ 
Leistungen 
Bei der Beratung können Unsicherheiten und Ängste in Bezug zu 
Schwangerschaft, Geburt und Sexualität geklärt werden.  
 Beratung bei persönlichen Schwierigkeiten 
 Beratung bei sozialrechtlichen Angelegenheiten (z.B. Mutter-
schutz, ALG II, Elterngeld,…) 
 Vergabe von Stiftungsmitteln 
 Unterstützung bei Problemen mit Behörden 
 Beteiligung am Verhütungsmittelfonds der Stadt Darmstadt 
 Beratung und Begleitung für schwangere Teenager und junge 
Mütter 
 Vermittlung zu frühen Hilfen 
 Familienpatinnen und Familienpaten 
 Gruppenangebote 
 
Eine Bescheinigung, die einen Schwangerschaftsabbruch ermöglicht, 
kann man hier nicht erhalten. 
Statistik 2019 502 Einzelfälle 
42 Gruppenveranstaltungen 
78 bewilligte Bundestiftungsanträge 
Weitere  
Informationen 
www.caritas-darmstadt.de  
Stand: 31.12.2020 
Kooperation Frauen e.V. 
Zielsetzung Förderung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern bzw. die 
Aufhebung der Benachteiligung von Frauen durch eigene Angebote 
und die Koordinierung von Angeboten durch Dritte im Frauenzentrum 
Darmstadt. Schaffung einer vorrangig Frauen vorbehaltenen, offenen 
Begegnungs- und Kommunikationsstätte. Politische Thematisierung 
und Positionierung zu frauenspezifischen Benachteiligungen und An-
gebote zur Aktivierung von Frauen, ihre Belange eigenständig zu ver-
treten. Bereitstellen, informieren und Öffentlichkeit herstellen über 
angebotene Frauenaktivitäten, sowie die Koordination von Frauenakti-
vitäten. Zusammenarbeit mit Institutionen, die sich für soziale und 
kulturelle Belange von Frauen engagieren. Unterstützung und Förde-
rung frauenspezifischer bewegungsfördernder Aktivitäten sowie die 
Förderung der Beschäftigung von Frauen. 
Zielgruppe Frauen 
Maßnahmen/ Veranstaltungen: Workshops, Lesungen, Ausstellungen, Feste, Bewe-

87 
Leistungen gungs- und Gesundheitsangebote, Internationale Frauentreffs bzw. -
feste 
Aktivitäten in Zusammenarbeit mit BAFF-Frauen-Kooperation gGmbH: 
Infoveranstaltungen zu Themen wie: „Rund um die Miete“ Veranstal-
tung mit dem Verein „Mieter helfen Mieter“, Schulsystem in Deutsch-
land, Hilfe bei Krebs für Betroffene und Angehörige, Abfallberatung, 
„Verbraucherkompetenz für Geflüchtete“ mit der Verbraucherzentrale, 
Schilddrüsenerkrankungen, Nähkurse, Fahrradkurse, Verkehrstraining 
und Selbstverteidigungskurse für geflüchtete Frauen, Kochnachmitta-
ge wie z.B. persisches Kochen und arabisches Kochen, Austausch 
über die Kindererziehung in verschiedenen Kulturen, Kunsthandwerke-
rinnen-Markt 
Regelmäßige Angebote: Offene Sozialberatung, Offener Treff für ge-
flüchtete Frauen, Migrantinnen und deutsche Frauen, Deutsch-
Konversationskurs, Deutsch-Konversationskurs von einer persischen 
Frau für persische Frauen, Betreibung des Bistros „Porta Emilia“ 
Kooperationen mit: Deutsch-Syrischem Verein, Magnolya e.V., DaMig-
ra e.V., Frauen Offensiv 
Mitglied und Mitarbeit: bei der Arbeitsgemeinschaft Darmstädter 
Frauenverbände ADAF und beim Südhessischen Bündnis gegen Al-
tersarmut von Frauen 
Statistik 2019 „Offener Treff“: regelmäßig donnerstags mit ca. 15-20 Frauen  
„Offenes Beratungsangebot“: ca. 10-20 Frauen pro Monat 
Wohlfühl- bzw. Bewegungskurse: ca. 3-5 Kurse/Woche mit durch-
schnittlich 8-20 Frauen/Kurs.  
Bildungsangebote in Kooperation mit BAFF: 10 -20 Teilnehmende 
/Projekt 
Infoveranstaltungen: ca. 20 – 50 Personen  
Weitere 
Informationen 
www.frauenzentrum-darmstadt.de  
Stand: Dezember 2019 
Landesverband Evangelische Frauen in Hessen und Nassau e.V. 
Zielsetzung Der Landesverband Evangelische Frauen in Hessen und Nassau e.V. 
(EFHN) ist der Dachverband für evangelische Frauenarbeit auf dem 
Gebiet der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Mit rund 230 
Mitgliedsgruppen, 70 Kirchengemeinden, 15 Frauenverbänden und 
420 Einzelmitgliedern vertritt der Verband die Stimme evangelischer 
Frauen in Kirche und Gesellschaft. 
Netzwerk und Solidarität: Im Frauenverband erfahren Frauen Solidari-
tät und Gemeinschaft. Sie können sich über Themen, Projekte und

88 
Aktionen miteinander verbinden und diskutieren 
Zielgruppe Evangelische Frauen auf dem Gebiet der Evangelischen Kirche in Hes-
sen und Nassau 
Maßnahmen/ 
Leistungen 
Frauenpolitik:  
Ob Menschenhandel oder Organspende, sexuelle Ausbeutung oder 
Carearbeit: Wir beziehen Stellung und bringen die weibliche Perspek-
tive in kirchen- und gesellschaftspolitische Diskussionen ein. 
Aktion Lucia:  
Jedes Jahr im Brustkrebsmonat Oktober gestalten Frauen meditative 
Abendandachten, um Erkrankten und ihren Angehörigen Mut zu ma-
chen. Wir stellen Hintergrundinformationen sowie Anregungen für Ab-
lauf und Gestaltung der Andachten zur Verfügung. 
FrauenReisen:  
Anders unterwegs sein: Seit mehr als drei Jahrzehnten bieten wir Ur-
laubsgemeinschaften, spirituelle Erfahrungen und unvergessliche Be-
gegnungsreisen für Frauen und Familien an. 
Statistik 2019 Die Mitgliederzahlen von 2019 betrugen:  
• Einzelmitglieder: 410 
• Frauengruppen: 236 
• Kirchengemeinden: 77 
vgl. Jahresberichte im Internet 
Weitere  
Informationen 
www.evangelischefrauen.de  
Stand: 11. November 2019 
„LILY“ – Anlaufstelle für Lilien-Frauen/ Fan- und Förderabteilung des SV 
Darmstadt 1898 e.V. 
Zielsetzung Die Ziele von „LILY“ können in zwei Bereiche unterteilt werden: 
Zum einen bietet „LILY“ eine Erstanlaufstelle für Lilienfans an, 
die im Fußballkontext von sexualisierter Gewalt in jedweder 
Form betroffen sind. Zum anderen möchte „LILY“ Aufklärungs-
arbeit über sexistische Handlungsweisen beim Fußball leisten 
und dadurch deren Prävention unterstützen. Dies soll u.a. durch 
Vorträge, Informationsveranstaltungen, Workshops, Ausstellun-
gen etc. für die Lilienfanszene und den Verein mit seinem ge-
samten Umfeld umgesetzt werden.  
Zielgruppe Weiblich gelesene Lilienfans 
Maßnahmen/ 
Leistungen Anlaufstelle 
– Erstanlaufstelle für Betroffene nach Vorfällen und deren Erfas-

89 
sung (unter Berücksichtigung des Datenschutzgesetzes). Hand-
lungsmaxime soll dabei immer sein, zuerst den Blick auf die 
Betroffene(n) zu richten und in ihrem Sinne zu handeln. 
–gemeinsame Überlegungen zu und Festlegung auf weiteres 
Vorgehen 
– Kontaktaufnahme und Weiterleitung auf Wunsch von Betroffe-
nen an jeweilige Fachkräfte zur psychosozialen Aufarbeitung 
– Gegebenenfalls Begleitung weiterer (z.B. rechtlicher) Schritte 
auf Wunsch der Betroffenen 
Aufklärung/Prävention (im Aufbau) 
– Aufklärungsarbeit über Sexismus und sexualisierte Gewalt im 
Fußball (z.B. Kampagnen/Workshops) für die Lilienfanszene 
– Förderung insbesondere der weiblichen Fankultur am Böllen-
falltor 
– Aufbau eines Netzwerkes zum Informations- und Expertisen-
austausch 
– Sensibilisierung von Netzwerkpartnern des Vereins (z.B. Ord-
nungsdienst, Sponsoren etc.) 
– Unterstützende Maßnahmen zum Abbau und zur Ächtung von 
Sexismus in der Gesellschaft insgesamt 
– Untersuchung möglicher Vorfälle und deren Erfassung in einer 
datenschutzrechtlich konformen und anonymisierten Datenbank 
zur Reduktion der Dunkelziffer und zur Ableitung des tatsächli-
chen Handlungs- und Unterstützungsbedarfs 
Statistik Sai-
son 
2019/2020 
- Gründung im Sommer 2019 
- Bekanntmachung von LILY bei der Ausstellung fan.tastic 
females; Vorstellung bei verschiedenen Fangruppen; Fly-
erverteilung bei Heimspielen des SV Darmstadt 1898 e.V.; 
Teilnahme an Podcast „Hoch & Extraweit“ und Interview 
bei „Lilien Inside“ 
- Erste Rückmeldungen von weiblich gelesenen Lilienfans 
über sexistische Kommentare und Werbung im Stadion 
sowie über Abläufe am Spieltag, die verbessert werden 
könnten (z.B. Einlasssituation) 
- Die Corona-Pandemie lies ab März 2020 keine Fußball-
spiele mit Fanbeteiligung mehr zu, so dass die Arbeit bei 
Heimspielen vorerst eingestellt werden musste  
- Beginn der Vernetzungsarbeit nach außen  
Weitere  
Informationen https://www.fufa-sv98.de/lily/ 
Stand: Mai 2021 
Lions Club Louise Büchner 
Zielsetzung Zweck des Vereins ist, der Allgemeinheit zu dienen. 
Unter dem Leitwort: „we serve“ setzt sich der Club u.a. zum Ziel:

90 
bei materieller und geistiger Not zu helfen 
Güter menschlicher Kultur zu wahren 
Tatkraft und vorbildliche Haltung in allen beruflichen, öffentlichen 
und persönlichen Bereichen zu entwickeln und zu fördern 
einsatzfreudige Menschen zu bewegen, der Gemeinschaft zu dienen, 
ohne daraus persönlich materiellen Nutzen zu ziehen 
Der LC Louise Büchner ist ein reiner Frauenclub, der 1994 gegrün-
det wurde. Im Sinne unseres Vorbilds Louise Büchner, eine der ers-
ten deutschen Frauenrechtlerinnen, liegen uns insbesondere die Be-
dürfnisse von Frauen und Kindern aus unserer Region am Herzen. 
Zielgruppe Soziale und kulturelle Projekte in Darmstadt 
Maßnahmen/ 
Leistungen 
Regelmäßige Aktionen wie ein Tulpenverkauf vor Muttertag, Advents-
konzert, Plätzchenverkauf am 1. Adventswochenende, Adventskalen-
der (Kooperation aller 5 Lions Clubs Darmstadt), Charity Golfturnier, 
Faschingsveranstaltung „mit Vergnügen Gutes tun“, etc. aus deren 
Einnahmen verschiedene soziale und kulturelle Projekte in Darm-
stadt gefördert werden. 
MalteserMigrantenMedizin - Praxis für Menschen ohne Krankenversi-
cherung/ Dr. Kauder 
Weihnachtspäckchen für das Frauen-Übergangswohnheim 
Luise-Büchner-Preis für Publizistik (Dotation Preisgeld) 
Schule 2000 
LIONS Quest 
InSoZoLi (Inner Wheel, Soroptimistinnen, Zonta, Lions): Hebammen-
Wochenbett-Ambulanz in Darmstadt 
Statistik 2019 Mitglieder Stand Nov. 2019: 36 
2019 wurden 38 Frauen und acht Kinder mit Weihnachtsgeschenken 
überrascht. Genau so wie das Übergangswohnheim erhält auch das 
Mutter-Kind-Haus für alleinerziehende Mütter (2019 waren es 7 
Frauen und deren Kinder) persönliche Weihnachtsgeschenke. Zu den 
Frauenprojekten, die vom Lions Club Louise Büchner gefördert wer-
den, gehört auch Magnolya e.V. Hier sponsert der Club einmal im 
Monat das „Internationale Frauenfrühstück“, an dem regelmäßig ca. 
20 ältere Frauen teilnehmen. 
Weitere  
Informationen 
www.lions.de/web/lions-darmstadt-louise-buechner  
Stand: November 2019

91 
Luise Büchner-Gesellschaft e.V. Darmstadt 
Zielsetzung Zweck des Vereins ist die Förderung von Wissenschaft und For-
schung zur Literatur- und Kulturgeschichte, insbesondere der von 
Frauen.  
Der Satzungszweck wird verwirklicht vor allem durch 
• Forschung und Publikation zur Geschichte der Frauen 
• Erhaltung und Pflege des Werkes der Schriftstellerin, Journalistin 
und Frauenpolitikerin Luise Büchner 
• Pflege der Erinnerung an das Leben und Werk der Geschwister 
von Georg Büchner 
• Förderung der Luise-Büchner-Bibliothek durch Beschaffung wich-
tiger Werke zur Frauengeschichte 
Zielgruppe Frauen und Männer 
Maßnahmen/ 
Leistungen 
Um den Satzungszweck zu erfüllen, organisiert die Luise Büchner-
Gesellschaft regelmäßig Lesungen, Vorträge, Ausstellungen sowie 
Studienfahrten. Die Luise Büchner-Gesellschaft e.V. unterhält Bezie-
hungen mit Personen und Institutionen in In- und Ausland, die den 
Vereinszwecken dienen.  
Einmal im Jahr verleiht die LB-Gesellschaft den Luise-Büchner-Preis 
für Publizistik. 
Statistik 2019 2019 fanden folgende Aktivitäten statt: 
- 17 Vorträge zur Geschichte der Frauenbewegung 
- große Veranstaltung zum Internationalen Frauentag im Jagdhofkel-
ler 
- Studienfahrt nach Zürich auf Spuren von Luise und Georg Büchner  
- Verleihung des Luise-Büchner-Preises für Publizistik an die Journa-
listin Margarete Stokowski 
- Veröffentlichung zum Jubiläum der Einführung des Frauenwahl-
rechts in Deutschland 
Weitere  
Informationen 
www.luise-buechner-gesellschaft.de  
Stand: 31. Dezember 2019 
Mäander individuelle Jugendhilfe – gGmbH | Bereich „Gewalt im Namen 
der Ehre“ 
Zielsetzung Wir bieten Hilfe und Unterstützung für von Zwangsheirat oder Gewalt 
im Namen der „Ehre“ betroffene Mädchen und jungen Frauen an. Im 
Beratungskontext erarbeiten wir gemeinsam mit der jungen Frau 
persönliche Lösungswege für ihre Situation. Bei drohender Gefahr

92 
suchen wir nach Schutzunterkünften für die Betroffenen. Wir beraten 
ebenso Fachkräfte zum Thema Gewalt im Namen der „Ehre“, führen 
präventive Angebote durch und wollen damit zum Thema Zwangshei-
rat, Gewalt im Namen der „Ehre“ sensibilisieren und aufklären.  
Zielgruppe Mädchen und junge Frauen, die von Gewalt im Namen der Ehre und 
Zwangsheirat betroffen sind, sowie ihr Umfeld. 
Maßnahmen/ 
Leistungen 
Beratung von betroffenen Mädchen und jungen Frauen sowie junge 
Männer. 
Workshops für Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte 
Qualifizierung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren wie Lehr-
kräfte, Erzieherinnen und Erzieher und Fachkräfte in der Jugendhilfe 
Beratung von Fachkräften 
Sensibilisierung und Aufklärung von Eltern 
Netzwerkarbeit 
Öffentlichkeitsarbeit 
Statistik 2019 Es konnten 8 von Zwangsheirat betroffene Mädchen und junge Frau-
en im Alter zwischen 15-21 professionell beraten, begleitet und in 2 
Fällen sicher untergebracht werden. 
Weitere  
Informationen 
www.maeander-darmstadt.de  
Stand: 13.02.2020 
Mädchen*arbeitskreis (M*AK) 
Zielsetzung Der Mädchen*arbeitskreis (M*AK) repräsentiert das Spektrum Mäd-
chen* - spezifischer Kinder- und Jugendhilfe in der Wissenschafts-
stadt Darmstadt. Gemeinsam wird das Ziel von tatsächlich gleichbe-
rechtigter Teilhabe von Mädchen, Frauen, Jungen und Männern ver-
folgt. Um dieses Ziel zu realisieren, ist für die Mädchen*arbeit auch 
eine bewusste Jungen*arbeit und genderreflexive Koedukation unab-
dingbar. 
Der M*AK erhebt den Anspruch, die unterschiedlichen (Diskriminie-
rungs-) Erfahrungen, die auf Grund verschiedener gesellschaftlicher 
Differenzkategorien erlebt werden, im Blick zu haben und begreift 
eine intersektionale und queere Perspektive als Ausgangspunkt prak-
tischer und politischer Arbeit.  
Die Arbeit des M*AKs basiert auf vier Hauptprinzipien:  
• Parteilichkeit  
• Partizipation 
• Mädchen*politik  
• Politische Bildung

93 
 
Der M*AK ist kapitalismuskritisch, rassismuskritisch sowie antisexis-
tisch und stellt sich gegen Homo- /Trans*feindlichkeiten. Dabei 
schafft der M*AK emanzipatorische Mädchen*arbeit ein kritisches 
Bewusstsein, stellt aufklärerisches Wissen zur Verfügung und ermög-
licht selbstbestimmtes Handeln und Einmischen in gesellschaftliche 
Prozesse.  
Zielgruppe Die Mädchen*arbeit richtet sich an alle, die sich als Mädchen oder 
Frau verstehen. 
Maßnahmen/ 
Leistungen 
Pädagogische Programme: 
 „Mädchen*garten“ und „Girls* in Action“ - fester Bestandteil des 
Jahresprogramms  
 Gemeinsame Veranstaltungen und Kooperationen, bspw. 
„Berufsinformationsbörse für Mädchen* und junge Frauen*“, 
„Weltmädchen*tag“, „Mädchen*kulturtag“, „Girls*-Fun-Day“, „O-
ne Billion Rising“, „Mädchen*-aktionstage“, und mehr. 
Politische Aktivität: 
• 1996 Verfassung der „Leitlinien zur Mädchenförderung für die 
Wissenschaftsstadt Darmstadt“ im Auftrag der Wissenschafts-
stadt Darmstadt.  
• 1999 Magistratsbeschluss der Darmstädter Leitlinien zur Förde-
rung der Mädchen*arbeit in der Kinder- und Jugendarbeit.  
• 2004 Umsetzung der Forderung von Mädchen* nach angstfreier 
Nutzung öffentlicher Räume durch erstmalige, seither jährliche 
Veranstaltung des Aktionstages „Mädchen*garten“ im Herrngar-
ten. 
• 2012 Beteiligung an der Gründung der „Fachgruppe Gender“  
• 2019 Fortschreibung und Neufassung der Leitlinien 
Statistik 2019 Die im M*AK tätigen Träger und Einrichtungen sind vielzählig. Neben 
der Wissenschaftsstadt Darmstadt (Jugendamt, Frauenbüro) ist be-
sonders die offene Jugendarbeit vertreten.  
Weitere  
Informationen 
Auf der Website des Frauenbüros unter dem Punkt Netzwerk Frau-
enLeben. 
https://www.facebook.com/pg/MAKdarmstadt/about/  
Stand: 20.02.2020 
Magnolya e.V. 
Zielsetzung Ältere Migrantinnen sind ein Teil der Gesellschaft und nehmen doch 
kaum am öffentlichen sozialen Leben teil. Vor allem die älteren 
Frauen haben wenige Möglichkeiten, Kontakte außerhalb der Familie 
zu knüpfen. Der Wunsch, nach der Pensionierung in die " Heimat" 
zurückzukehren, hat sich für viele nicht verwirklicht.  
Deshalb hat es sich Magnolya e.V. zur Aufgabe gemacht, älteren

94 
Migrantinnen in einer warmen und fröhlichen Atmosphäre Angebote 
zu machen, die sie aus ihrer Isolation herausholen.  
Mit interkulturellen Angeboten möchten wir Frauen aus verschiede-
nen Nationalitäten und unterschiedlicher Herkunft näher zusam-
menbringen. 
Weitere Zielsetzung von Magnolya e.V. ist es, die Lebenswelt, die 
Bedürfnisse und Vorstellungen der älteren Migrantinnen in Darm-
stadt sichtbar zu machen, Probleme öffentlich zu thematisieren aber 
auch Lösungswege mit anderen gesellschaftlichen Akteurinnen und 
Akteuren zu entwickeln. 
Zielgruppe Zielgruppe sind ältere Frauen aus der Türkei, Italien und Griechen-
land, die in Darmstadt und im Landkreis Darmstadt-Dieburg leben.  
Interkulturelle Angebote richten sich an Frauen aller Nationalitäten.  
Fahrradkurse richten sich auch an jüngere Frauen.  
Maßnahmen/ 
Leistungen 
• Erreichen der Zielgruppe durch muttersprachliche Angebote  
• Interkulturelle Angebote 
• Angebote zur Gesundheitsförderung im Alter 
• Freizeitangebote: Ausflüge, kulturelle Veranstaltungen 
• niedrigschwelliges Beratungsangebot: Begleitung und Unterstüt-
zung in schwierigen Lebenslagen 
• zugehende Betreuung, Kontakt- und Besuchsdienst 
• Kooperationen mit kommunalen Institutionen, um zur interkultu-
rellen Öffnung beizutragen 
• Bewegungsangebote 
• Fahrradkurse  
Weitere  
Informationen 
Mail: magnolya.ev@googlemail.com 
Stand: 01.11.2019 
Mathilde Frauenzeitschrift e.V. 
Zielsetzung MATHILDE ist ein nicht-kommerzielles, ehrenamtlich erstelltes 
Printmedium, das von einem gemeinnützigen Verein getragen wird. 
Berichtet wird von Frauen über Frauen, die ansonsten in den Medien 
immer noch weniger Beachtung finden als Männer. Laut Vereinssat-
zung soll die Zeitschrift „als Medium dienen, der gesellschaftlichen 
Benachteiligung von Frauen entgegenzuwirken“. 
Zielgruppe Frauen jeglichen Alters – aber auch Männer sind Leserinnen und Le-
ser und Abonnentinnen und Abonnenten. 
Maßnahmen/ 
Leistungen 
Die Zeitschrift erscheint seit über 20 Jahren regelmäßig alle zwei 
Monate im Umfang von 40 Seiten oder mehr bei Sonderausgaben. 
Professionelle Journalistinnen geben Redaktionsmitgliedern Unter-
stützung im Schreiben von Artikeln, die sorgfältig redigiert werden. 
Eine Fotogruppe kümmert sich um die Bebilderung. Das Layout wird

95 
professionell gestaltet. Zweimal pro Jahr gibt es für Vereinsmitglie-
der einen Workshop zu verschiedenen Themen im Rahmen der Her-
stellung einer Frauenzeitschrift. 
Statistik 2019 Die Redaktion besteht zurzeit aus 20 festen Mitarbeiterinnen (inkl. 
Abonnement- und Anzeigenverwaltung). Weitere Frauen liefern Arti-
kel und Fotos in freier Mitarbeit zu. Über 1000 Frauen werden pro 
Ausgabe durch MATHILDE erreicht. Es gibt 22 Verkaufsstellen im 
Stadtgebiet Darmstadt sowie im Umland, in Wiesbaden und in Tü-
bingen. 
Weitere  
Informationen 
www.mathilde-frauenzeitung.de  
Stand: Dezember 2019 
pro familia Darmstadt e.V. 
Zielsetzung pro familia Darmstadt e.V. setzt sich ein für die Erhaltung und Wei-
terentwicklung der sexuellen und reproduktiven Gesundheit von 
Frauen, Männern und Kindern sowie für eine gute medizinische und 
psychosoziale Versorgung während der Schwangerschaft, Geburt 
und der Nachsorge ein. pro familia vertritt das Recht jedes Men-
schen, seine/ihre sexuelle Orientierung und sexuellen Beziehungen 
frei wählen zu dürfen und in Respekt vor den eigenen Persönlich-
keitsrechten und denen der anderen positiv zu gestalten. Wir sind 
der Prävention und der Zurückdrängung von sexueller Gewalt und 
allen anderen Formen von Beziehungsgewalt verpflichtet. pro familia 
möchte dazu beitragen, dass Menschen Beziehung, Liebe und Se-
xualität ohne Ängste und ohne Diskriminierung leben können. 
Gelebte Vielfalt ist uns willkommen. 
Zielgruppe Frauen, Männer, Familien, Kinder und Jugendliche 
Maßnahmen/ 
Leistungen 
Sexualberatung, Beratung bei Schwangerschaft und Geburt, Famili-
enplanung, Sexualpädagogik, Einzel- und Paarberatung, Schwanger-
schaftskonfliktberatung, Kinderwunschberatung, Sexualmedizinische 
Beratung auch zu Pränataldiagnostik, Beratung von Frauen, Jugend-
lichen und Männern, die sexuelle Übergriffe, Vergewaltigung erlebt 
haben (Projekt „Medizinische Soforthilfe nach Vergewaltigung ohne 
polizeiliche Anzeige“). Beratung von Frauen und Männern zu Gewalt 
in der Partnerschaft. 
Statistik 2019 Im Bezirksverband Darmstadt/Bensheim haben wir im Jahr 2019 
insgesamt 10.802 Klientinnen und Klienten erreicht. In Darmstadt 
waren es im Bereich der Schwangerschaftsberatung, Schwanger-
schaftskonfliktberatung, Sexual- und Paarberatung und Beratung zu 
sozialrechtlichen Fragen und Familienplanung 2.824 Personen. Dazu 
kommen 84 Betroffene von sexualisierter Gewalt und 112 Personen 
im Bereich Täterarbeit. Mit den sexualpädagogischen Angeboten

96 
sind in 2019 in Darmstadt und Landkreis 3027 Personen erreicht 
worden.  
Weiter Infor-
mationen 
www.profamilia.de  
Stand: 01.08.2020 
Projekt Oyá - Horizont e.V. Dieburg 
Zielsetzung Für diejenigen, die in Darmstadts Toleranzzone in der Straßenprosti-
tution tätig sind, sind wir, im Rahmen des Gewaltschutzes, An-
sprechpartnerinnen beim Ausstiegsprozedere. Wir bieten nied-
rigschwellige psychosoziale Beratung und präventive Gesundheits-
aufklärung. Die Beratung und praktische Unterstützung erfolgt par-
teilich für die Personen in der Prostitution. Zu deren Schutz wird die 
Anonymität gewahrt.  
Zielgruppe Alle Personen, die in Darmstadts Toleranzzone und in näherer Um-
gebung der Straßenprostitution nachgehen. Das sind in den meisten 
Fällen Frauen. Darüber hinaus beraten wir auf Wunsch deren Ange-
hörige. Wir sind ebenfalls Ansprechstelle für Nachbarinnen und 
Nachbarn sowie Bürgerinnen und Bürger, die mit Fragen an uns her-
antreten. Wir fungieren als Schnittstelle zu Ämtern, Behörden und 
dem Gesundheitssystem in Darmstadt. 
Maßnahmen/ 
Leistungen 
Wir suchen die prostituierten Personen mit drei Sozialarbeiterinnen 
in der Toleranzzone auf und bieten in unseren Büroräumen Beratung 
zum Ausstieg, greifen das Problem versteckter Obdachlosigkeit auf, 
vermitteln gezielt in weiterführende Hilfsangebote, leisten Prävention 
im Umfeld durch Aufklärungsarbeit, begleiten bei akuten Krisen und 
betreiben Netzwerkarbeit. Wir klären über Rechte und Pflichten zum 
Prostituiertenschutzgesetz auf. Wir unterstützen und begleiten beim 
Umgang mit der Polizei. Personen, die weiterhin in der Prostitution 
tätig sein wollen, zeigen wir Wege in die Selbständigkeit auf und be-
raten sie im Umgang mit dem Finanzamt. 
Statistik 2019 2019 kam es zu 631 Kontakten. Mit ca. 60% gehören die Frauen aus 
Osteuropa zur größten Gruppe der Frauen, die in der Toleranzzone 
ihrer Arbeit nachgehen. Die Altersgruppe zwischen 18- 35 Jahren ist 
mit 421 Frauen vertreten. Lebenspraktischen Hilfen, wie die Versor-
gung mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln und Kleidung wurden von 
313 Frauen abgefragt. Hierzu gehören auch die Frauen, die Krisenin-
tervention bei Gewalt, bei administrativen Angelegenheiten und Ver-
mittlung in Unterkunft und Heimfahrten in Anspruch nehmen, dies 
betraf 38 Frauen. Eine Frau verstarb bei Ihrer Arbeit, hier fand Be-
gleitung für die Familie statt. Für eine Frau, die mit ihrer Familie in 
eine eigene Wohnung zog, konnte eine Familienhilfe mit Unterstüt-
zung des Jugendamtes installiert werden. Bei allen Kontakten kam 
es zur Versorgung mit Präventionsmitteln.

97 
Weitere  
Informationen 
www.horizont-dieburg.org  
Stand: 04.11.2019 
Soroptimist International, Club Darmstadt 
Zielsetzung Soroptimist International (SI) erhebt weltweit eine Stimme für Frau-
en. SI, eine NGO (non-governmental organization – Nichtregierungs-
organisation), tritt für Menschenrechte, weltweiten Frieden und in-
ternationale Verständigung, verantwortliches Handeln sowie für Viel-
falt und Freundschaft ein. Die Schritte zum Erfolg heißen Bewusst-
machen, Bekennen, Bewegen, lokal, regional, national und global. 
Zielgruppe Hauptsächlich setzen sich die Soroptimistinnen für die Verbesserung 
der Lebensbedingungen für Frauen und Mädchen ein. Lokal engagie-
ren wir uns auch speziell für Kinder, Migrantinnen und Migranten 
und Obdachlose. 
Maßnahmen/ 
Leistungen 
Soroptimistinnen engagieren sich im Bereich Frauen und Mädchen 
u.a. für den ungehinderten Zugang zu Bildung und Ausbildung, für 
die eigenständige Existenzsicherung, für die Verhinderung jeglicher 
Gewalt, für den sicheren Zugang zu ausreichender Ernährung und 
Trinkwasser, für die bestmögliche medizinische Versorgung. Der 
Club Darmstadt unterstützt in Darmstadt (neben verschiedenen an-
deren Projekten lokal und weltweit) monetär und/oder mit persönli-
chem Einsatz beispielsweise geflüchtete Frauen als Mentorinnen bei 
femkom e.V. oder mit Deutschunterricht in der Jeffersonsiedlung. Da 
Frauen überdurchschnittlich von Armut betroffen sind, sind wir Mit-
glied bei der Darmstädter Tafel und unterstützen die Teestube KON-
KRET mit Weihnachtspäckchen für Obdachlose sowie die Malteser 
Migranten Medizin. Gemeinsam mit anderen Darmstädter Frauen-
Serviceclubs unterstützen wir die Wochenbettambulanz der Hebam-
men (InSoZoLi [Inner Wheel, Soroptimistinnen, Zonta, Lions. Bildung 
ebnet den Weg in eine eigenständige Existenzsicherung. Daher för-
dern wir die Hausaufgabenhilfe des Diakonischen Werkes und die 
Jugendarbeit im Circus Waldoni und haben Schränke für eine „Offe-
ne Bibliothek“ am Marktplatz zur Verfügung gestellt. Ebenso unter-
stützen wir den Verein für Internationale Waldkunst, der als beson-
deres Projekt einer weiblichen Kuratorin Kunst im Sinne der Teilha-
begerechtigkeit allgemein zugänglich macht. Um die gleichen Rechte 
von Frauen und Männern zu verdeutlichen, verteilen wir Menschen-
rechtstafeln an Schulen. 
Statistik 2019 Stand 30.09.2019 sind im Club Darmstadt 39 Mitglieder in unter-
schiedlichen Berufen vertreten. Vom 01.10.2018-30.09.2019 gab es 
im Bereich Bildung 5 Projekte, im Bereich Wirtschaftliche Unabhän-
gigkeit 1 Projekt, im Bereich Menschenrechte 4 Projekte, im Bereich 
Gesundheit 1 Projekt und im Bereich Umwelt ebenfalls 1 Projekt.

98 
Weitere  
Informationen 
www.clubdarmstadt.soroptimist.de  
Stand: 30.09.2019 
Verband berufstätiger Mütter – VBM 
Zielsetzung 
 
Betreuung & Bildung 
Eine Betreuungswelt, die Raum und Zeit lässt für Beruf und Karriere 
Arbeit & Karriere 
Eine Arbeitswelt, die Raum und Zeit lässt für Familie und individuelle 
Existenzsicherung bis ins Alter ermöglicht 
Familie & Rollenbilder 
Eine Familienwelt, in der moderne Gleichberechtigung gelebt werden 
kann 
Recht & Steuern 
Eine politische Welt, die die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für 
Frauen und Männer konsequent fördert 
Zielgruppe Berufstätige Mütter 
Maßnahmen/ 
Leistungen 
Lobby, Information und Netzwerk 
In Regionalstellen veranstalten VBM-Frauen regelmäßige Treffen, in 
denen sich die berufstätigen Mütter untereinander austauschen kön-
nen. In diesem Rahmen finden Themen-Abende mit Expertinnen und 
Experten als Referentinnen und Referenten statt, zum Beispiel zum 
Thema Rente. Die Regional- oder Kontaktstellenleiterinnen sind auch 
Ansprechpartnerinnen für Frauen (und auch für Männer), die Fragen 
zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie haben und beraten mit prak-
tischen Tipps je nach individueller Situation in der jeweiligen Region. 
Das VBM-Dschungelbuch – Ratgeber zu allen Themen, die erwerbstä-
tige Eltern betreffen. 
Statistik 2019 • 09.03.2019 Jahreshauptversammlung in Köln 
• 14.03.2019 Pressemitteilung zur Unterhaltsreform 
• 18.3.2019 Equal Pay Day 
• 04.05.2019 Women&Work - Messe-Kongress für Frauen in Frank-
furt 
• 08.05.2019 „Raus aus dem Hamsterrad – Zeit für mich! Working 
Moms im Austausch“ Seminar in München 
• 24.-28.06.2019 Themenwoche Frau und Beruf in Bonn 
• 04.08.2019 Equal Pension Day - Gleiche Rente für Frauen und 
Männer 
Weitere  
Informationen 
www.vbm-online.de  
Stand: 24.02.2021

99 
Weiterleben e.V.  
Zielsetzung Beratung und Begleitung von an Krebs erkrankten Menschen und 
deren Angehörigen, Freundinnen und Freunden. 
Für Frauen ist dabei insbesondere die Beratung zum Thema Brust-
krebs von Bedeutung. 
Zielgruppe Frauen, Männer, Familien 
Maßnahmen/ 
Leistungen 
• Psychoonkologische Beratung 
• Sozialrechtliche Beratung 
• Themenbezogene Vorträge 
• Walkingtreffs 
• Entspannungsgruppe 
• Kunsttherapiegruppe 
 
Im Brustkrebs-Aktionsmonat Oktober führt Weiterleben e.V. verschie-
dene Veranstaltungen durch, beispielsweise einen Benefizlauf und 
Informationsveranstaltungen zum Thema Brustkrebs. 
Statistik 2019 Stand 31.10.2019: 300 Einzel u. Paargespräche, davon 240 mit 
Frauen 
Weitere  
Informationen 
www.weiterleben.org  
Stand: 31.10.19 
Wildwasser Darmstadt e.V. 
Zielsetzung Wildwasser Darmstadt e.V. engagiert sich gegen sexualisierte Gewalt 
an Mädchen, Jungen und Frauen. Wir arbeiten mit einem parteili-
chen Ansatz und dem Ziel, Mädchen und Frauen ein selbstbestimm-
tes Leben zu ermöglichen. Unsere Beratung erfolgt ressourcenorien-
tiert und wertschätzend, mit Blick auf die Besonderheiten und spezi-
ellen Dynamiken bei sexuellem Missbrauch. Sie hat das Ziel, zu sta-
bilisieren und die belastenden Erlebnisse zu verarbeiten. 
Zielgruppe  Mädchen ab 12 Jahren, die sexualisierte Gewalt erleben oder er-
lebt haben 
 Frauen, denen in der Kindheit sexueller Missbrauch widerfahren 
ist 
 Unterstützende Vertrauenspersonen von betroffenen Kindern, 
Jugendlichen sowie Erwachsenen 
 Fachkräfte im sozialen Bereich, die in ihrer Arbeit mit sexualisier-
ter Gewalt konfrontiert sind 
 Personen, die sich zum Thema sexualisierte Gewalt und Präven-
tion informieren möchten 
 Professionelle und private Bezugspersonen, die Fortbildung oder 
Supervision beanspruchen möchten

100 
Maßnahmen/ 
Leistungen 
Wildwasser Darmstadt e.V. bietet Beratung, (Krisen-)Intervention 
und Prozessbegleitung für von sexualisierter Gewalt betroffene Mäd-
chen und Frauen sowie deren unterstützende Personen an. Für 
Fachkräfte, mit dem Thema im beruflichen Kontext konfrontiert sind, 
werden Fachberatung und verschiedene Fortbildungen angeboten. 
Wir begleiten Institutionen darin, Schutzkonzepte zu erarbeiten. 
Darüber hinaus setzen wir uns mit Informations- und Aufklärungsan-
geboten auch in der Öffentlichkeit für die Enttabuisierung und Auf-
hebung sexualisierter Gewalt ein. Der Verein unterhält eine Ge-
schäftsstelle in Darmstadt und eine Außenstelle in Bensheim (Kreis 
Bergstraße). 
Statistik 2019 Insgesamt 329 Personen erhielten persönliche Beratung, Fachbera-
tung sowie unterstützende Informationen.  
Schwerpunktthemen der Beratung: 
 Umgang mit Betroffenheit (u.a. Stabilisation, Psychoedukation) 
 Unterstützung von Bezugspersonen (Vorgehen bei einer Vermu-
tung, Wie kann ich unterstützen?) 
 Anzeige und Strafprozess 
 Finanzielle Hilfen  
 Behandlungsmöglichkeiten (Therapie, Klinik) 
Durch Präventionsveranstaltungen wurden insgesamt folgende Per-
sonengruppen erreicht: 
 646 Fachkräfte durch Fortbildungen / Seminare 
 167 Erwachsene durch Infoveranstaltungen, (u.a. Elternabende) 
 740 Kinder und Jugendliche durch Präventionstheaterprogram-
me 
Weitere  
Informationen 
www.wildwasser-darmstadt.de  
Stand: 28.04.2020 
Zonta Club Darmstadt  
Zielsetzung Zonta International ist ein weltweiter Zusammenschluss berufstäti-
ger Frauen in verantwortungsvollen Positionen, die sich dafür einset-
zen, die Lebenssituation von Frauen im rechtlichen, politischen, 
wirtschaftlichen und beruflichen Bereich zu verbessern. Zonta Inter-
national ist überparteilich, überkonfessionell und weltanschaulich 
neutral. Pflege von Freundschaft und gegenseitige Hilfe ist ein we-
sentliches Element unseres Zusammenseins. Dafür steht das Motto 
"Zonta ist Begegnung - weltweit". 
Zielgruppe Unser Ziel ist es, Kontakte zwischen Frauen verschiedener Nationen 
und generell die internationale Verständigung zu fördern. Unsere 
Mitglieder vertreten eine hohe ethische Berufsauffassung und treten 
dafür ein, staatsbürgerliche, soziale und kulturelle Angebote umzu-
setzen. Dafür haben wir auf lokaler, nationaler und internationaler 
Ebene Programme, Projekte, Preise und Stipendien (Zonta Internati-

101 
onal Foundation). 
Maßnahmen/ 
Leistungen 
 ZONTA Hochschulpreis:  
Zeichnet eine sehr gute Studienleistung, einhergehend mit einem 
hohen sozialen Engagement aus: „Promote education, training and 
professional development of women." Bewerben können sich heraus-
ragende Master-Studentinnen oder - Absolventinnen des Fachbe-
reichs Maschinenbau der TU Darmstadt. Die nächste Verleihung fin-
det in 2021 statt. 
Zonta says No:  
Zum internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen 
hat der Zonta Club Darmstadt am 25. November 2018 einen Banner 
am Kleinschmidtsteg befestigt, der bis zum 10. Dezember 2018, 
dem Tag der Menschenrechte, hing. Zur Solidarisierung des interna-
tionalen Projektes "orange your city" wurde der Steg zusätzlich für 
eine Nacht orange beleuchtet. 
Service-Projekte unter anderem bei:  
• Kinderschutzbund Darmstadt 
• Frauenhaus Darmstadt 
• Magnolya e.V. Darmstadt 
• Übergangswohnheim Darmstadt 
• femkom e.V. Darmstadt 
• InSoZoLi (Inner Wheel, Soroptimistinnen, Zonta, Lions): Hebam-
men-Wochenbett-Ambulanz in Darmstadt 
… und viele weitere 
Statistik 2019 36 Mitglieder 
Spenden an: 
Kirchenkr. Hanau 500,00 € 
Frauenübergwh. 1.000,00 € 
Magnolya 500,00 € 
Caritas Frauenfreiz. 1.000,00 € 
Mäander 1.000,00 € 
für Peri  1.000,00 € 
Frauenring/Frauenh. 3.500,00 € 
Astronautin insges. 3.750,00 € 
Chak 50,00 € 
Peri 50,00 € 
Zusätzlich Kinobenefiz 4200,-€; Kuchenverkauf Alicehospital Kinder-
krebsstation 1000,- €, Zonta int. Ending child marriage Taschenbör-
se 7000,-€

102 
Weitere  
Informationen 
www.zonta-darmstadt.de  
Stand: 19.11.19

103 
AUSBLICK AUF HANDLUNGSANSÄTZE 
Der vorliegende 1. Darmstädter Gleichstellungsbericht gibt entlang der Lebensver-
laufsperspektive und in gesonderten Kapiteln zu Politik und Verwaltung sowie zu Ge-
walt gegen Frauen einen ersten Überblick über die Gleichstellungssituation von Frauen 
und Männern der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Er zeigt, dass sich die Lebensverläu-
fe von Frauen und Männern noch immer grundlegend unterscheiden: Obgleich junge 
Frauen heute die Schule mit durchschnittlich besseren Abschlüssen und besseren No-
ten als ihre männlichen Klassenkameraden verlassen, geht dieser Vorsprung im Laufe 
ihres Lebens wieder verloren: Sie entscheiden sich für berufliche und akademische 
Ausbildungen in meist schlechter bezahlten Berufsfeldern, arbeiten häufiger in Teilzeit 
oder unterbrechen ihre Erwerbstätigkeit, da ihnen größtenteils die familiale Reproduk-
tionsarbeit und die Sorge um pflegebedürftige Angehörige obliegt. Teilzeitarbeit und 
unterbrochene Erwerbsverläufe, verbunden mit einem niedrigen Einkommen, führen 
zu niedrigen Renten. Durch Trennung und Scheidung entfallen weitere wichtige finan-
zielle Ressourcen für den Lebensunterhalt im Alter. Armut im Alter ist daher vor allem 
für Frauen ein besonderes, biographiebedingtes Risiko.  
Der individuelle Lebensverlauf und individuell getroffene Entscheidungen von Frauen 
und Männern sind jedoch eingebunden in gesellschaftliche Strukturen und werden von 
Institutionen erzeugt und reproduziert. Gesellschaftliche Erwartungen, gesetzliche Re-
gelungen und Möglichkeiten, Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren, eröffnen 
oder verschließen Entscheidungsoptionen in bestimmten Lebensabschnitten und zwar 
abhängig vom jeweiligen Geschlecht. Entscheidungen, die in bestimmten Lebensab-
schnitten getroffen werden, haben oft nicht vorausgesehene und nicht beabsichtigte 
Auswirkungen, die sich häufig gegenseitig verstärken bzw. kumulieren. 
Der Gleichstellungsbericht gibt Hinweise auf Handlungsansätze auf kommunaler Ebe-
ne. 
Methoden 
Strukturelle Instrumente und Schnittstellen nutzen und vertiefen 
In Darmstadt sind verschiedene Instrumente, die sich aus gesetzlichen Rahmenbedin-
gungen oder freiwilligen Selbstverpflichtungen der Wissenschaftsstadt Darmstadt zur 
Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern ableiten, im gleichstellungspo-
litischen Handeln fest verankert. Beispielsweise regelt das Hessische Gleichberechti-
gungsgesetz über Frauenförder- und Gleichstellungpläne Zugangs- und Aufstiegsbe-
dingungen von Frauen in den Öffentlichen Dienst. 2015 ist die Wissenschaftsstadt 
Darmstadt der Europäischen Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern 
auf lokaler Ebene beigetreten und erarbeitet seither Gleichstellungsaktionspläne. Dar-
über hinaus wird seit 2020 im „Darmstädter Modell“ an der Umsetzung des Überein-
kommens des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen 
und häuslicher Gewalt („Istanbul-Konvention“) gearbeitet. Mit der Nutzung dieser 
strukturierten Instrumente hat sich besonders die Wirksamkeit von Gleichstellungspo-
litik und deren Transparenz erhöht. 
Im Sinne des Gender Mainstreaming wurde die Geschlechterperspektive auch in weite-
re Prozesse getragen, wie z.B. die Sozialplanung, die Ausbildungs- und Arbeitsmarkt-

104 
strategie, das Bildungsmanagement, die Interkulturelle Öffnung der Stadtverwaltung, 
die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention auf lokaler Ebene, die Prozesse 
der Bürgerbeteiligung oder über den Masterplan 2030+ in die Stadt- und Zukunftspla-
nung.  
Aus den Erkenntnissen des Gleichstellungsberichts abgeleitete gleichstellungspoliti-
sche Handlungsansätze müssen daher in den 2. Darmstädter Aktionsplan zur Europä-
ischen Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene bzw. 
in die bereits vorhandenen anderen Strukturen, Schnittstellen und Prozesse einmün-
den und umgesetzt werden.  
Verstetigung des Geschlechterblickes in Monitoring und planerischen Prozes-
sen 
Der vorliegende Bericht stellt die Grundlage eines Gleichstellungsmonitorings dar. Es 
ist der Beginn eines kontinuierlichen Prozesses. Ebenso sollte dieses Monitoring im 
Sinne des Gender Mainstreaming in die Sozialberichterstattung einmünden und seine 
Inhalte und Zielsetzungen auch im Bildungs- und Arbeitsmarktmonitoring sowie über-
geordnet in der Arbeit der Abteilung Statistik und Stadtforschung beachtet und beför-
dert werden. Gleichstellungsmonitoring macht die Wirkung gleichstellungspolitischer 
Maßnahmen sichtbar. Es zeigt gleichstellungspolitische Erfolge, aber auch Defizite 
auf, wodurch der Gleichstellungsauftrag der Wissenschaftsstadt Darmstadt begleitet 
und die Wirkung der Maßnahmen überprüft werden kann. 
Dazu bedarf es weiterer Daten, um die jeweiligen Bereiche im Lebensverlauf der 
Darmstädterinnen und Darmstädter genauer beleuchten zu können und Zusammen-
hänge zu identifizieren. Hierbei gilt es, einerseits vorhandene Daten verstärkt amts- 
und institutionsübergreifend zu bündeln und unter Geschlechteraspekten zu bewerten, 
andererseits die vorhandene Datenbasis geschlechtersensibel zu pflegen und auszu-
bauen. Der Migrationshintergrund bzw. die Staatsangehörigkeit von Frauen und Män-
nern sollte in allen Bereichen durchgehend erfasst bzw. als Indikator bei Handlungs-
ansätzen und Maßnahmen berücksichtigt werden. 
(Planungs)raumorientierte Handlungsansätze 
Um den unterschiedlichen lebenslagenspezifischen Voraussetzungen in den Teilen der 
Stadt gerecht werden zu können, braucht es außerdem stadtteil- oder quartiersbezo-
gene Analysen, wie dies beispielsweise die Betrachtung der Altersarmut in Kapitel 
„Altwerden in Darmstadt – Nacherwerbsphase“ andeutet. Eine solche kleinräumige 
Betrachtung kann die Grundlage dafür sein, entsprechend der ungleichen Vorausset-
zungen, ungleiche und damit dem jeweiligen Unterstützungsbedarf entsprechende 
Maßnahmen und Investitionen anzusetzen. Diese Maßnahmen sollten immer tiefer in 
vorhandene Strukturen wie beispielsweise u.a. in das kommunal geförderte Instrument 
der Gemeinwesenarbeit und kommunale planerische Strukturen und Strategieprozes-
se usw. eingebettet werden. Konsequenterweise mündet dann diese Form der Einbe-
ziehung der Geschlechterperspektive als „Gender Budgeting“ in alle Ebenen des 
Haushaltsverfahrens und die Umstrukturierung der Ausgaben und Einnahmen mit 
Blick auf die Förderung der Geschlechtergleichstellung. Sozialräumlich vorhandene 
geschlechtsspezifische, gleichstellungsfördernde Angebote (Treffs, Beratungsstellen 
usw.) sollen sichtbar und zugänglich gemacht werden.

105 
Zur Verstetigung des Geschlechterblickes in Monitoring und planerischen Prozessen 
(Sozialplanung, Jugendhilfeplanung, Sozialplanung für die Bedarfe Älterer, Bildungs-
management, Jugendberufshilfe, Ausbildungs- und Arbeitsmarktstrategie, Stadtpla-
nung und in der partizipativen Sozialplanung auch die Bürgerinnen- und Bürgerbetei-
ligung) sollen entsprechende Qualifizierungen für die fachlichen Akteurinnen und Ak-
teure angeboten werden, die dann auch eine stärkere thematische Vernetzung zum 
Geschlechterblick innerhalb der Verwaltung unterstützen. 
Verstetigung des Geschlechterblickes in (intersektionaler) Schnittstellenarbeit 
Gender Mainstreaming als Instrument des Wandels zu mehr Geschlechtergerechtigkeit 
muss verschiedene weitere Diskriminierungsachsen in intersektionaler Perspektive in 
den Blick nehmen. Darum ist die gemeinsame Bearbeitung der Schnittstellen, bei-
spielsweise der sich ändernde Geschlechterbegriff in Zusammenarbeit mit der 
LSBT*IQ-Koordinationsstelle oder im Bereich der Integrationsarbeit im Kontext der 
gesellschaftlichen Vielfalt Darmstadts mit dem Amt für Vielfalt und Internationale Be-
ziehungen erforderlich. 
Der gesetzliche Auftrag des Frauenbüros innerhalb des Gender Mainstreaming ist es, 
die Perspektive von Frauen und Mädchen in den Blick zu nehmen. Partnerschaftliche 
Gleichstellung der Geschlechter muss jedoch auch die Perspektive von Männern und 
Jungen in den Blick nehmen. Diese beiden Gleichstellungspolitiken stehen nicht im 
Gegensatz, sondern bedingen und fördern einander. Ging es zu Beginn bei der Analyse 
der männlichen Perspektive vor allem um die patriarchalen Gewinne, die Männer aus 
den typischen Geschlechtsrollen und den damit verbundenen Positionierungen erzie-
len, geht es inzwischen auch um die beeinträchtigenden Effekte, die Männer aufgrund 
der hegemonialen Männlichkeit hinnehmen müssen. Darum sollte neben die gesetzlich 
vorgeschriebene Ressource des Frauenbüros eine entsprechende Ausweitung treten, 
mit der die Perspektive der Gleichstellungspolitik für Männer und Jungen eigenstän-
dig, strukturell und systematisch bearbeitet wird. Stichworte wären hier die positive 
Erweiterung der als „männlich“ konnotierten Rollenstereotype, Vernetzung mit einer 
emanzipatorischen Jungenarbeit, Vereinbarkeit von Beruf und Familie auch für Väter 
und häusliche Gewalt aus der Perspektive von Männern (sowohl als Täter als auch als 
Opfer.) 
Öffentlichkeitsarbeit: Information, Beteiligung und Sensibilisierung 
Eine umfassende Information und Kommunikation zu gleichstellungspolitischen Stra-
tegien und Initiativen ist zentral und sollte daher weiter verfolgt und ausgebaut wer-
den. Dabei sollte analysiert werden, welche Zielgruppen mit welchen Instrumenten am 
besten zu erreichen sind. 
- Frauen und Mädchen müssen ihre Rechte kennen, um sie in Anspruch nehmen 
zu können bzw. einzufordern. 
- Informationskampagnen sensibilisieren für die Notwendigkeit der Geschlech-
tergerechtigkeit und unterstützen so den gesellschaftlichen Wandel. 
- Umfassende Informationen sichern das Recht von Bürgerinnen und Bürgern auf 
Mitwirkung an öffentlichen, in diesem Fall gleichstellungspolitischen Angele-
genheiten als einen Grundsatz jeder Demokratie.  
Besonders hervorzuheben sind Informationen zu Weichenstellungen im Lebensverlauf, 
da Folgen dieser Entscheidungen oft erst sehr viel später sichtbar werden, aber

106 
schwerwiegend sein können. Das Bewusstsein dafür muss gefördert und gestärkt wer-
den. Diese Informationen müssen auf vielen Kanälen und in unterschiedlichen Forma-
ten bereitgestellt werden, die sich an den jeweiligen Etappen im Lebensverlauf sowie 
an der Zielgruppe orientieren. Die in der Schwangerenbroschüre „Schwanger-Wer? Wo? 
Was?“ bereits vorgestellte Information für Eltern in der Familiengründungsphase soll 
im Rahmen des strukturierten Berufsrückkehrprogramms „Übergänge gestalten“ auch 
den städtischen Beschäftigten zur Verfügung gestellt werden. In Einrichtungen zur 
Berufsorientierung oder im Mädchen*arbeitskreis kann über die Mädchenarbeit in den 
Jugendhäusern das vom Frauenbüro entwickelte Brettspiel zur Lebensverlaufsperspek-
tive verbreitet und zum Gesprächsanlass genommen werden. 
Einzelne Handlungsfelder – entlang der Lebensverlaufsperspektive 
Erste wichtige Handlungsfelder, die sich aus den Daten und Erkenntnissen des vorlie-
genden Gleichstellungsberichts in Verbindung mit den Empfehlungen des Ersten 
Gleichstellungsberichts der Bundesregierung49 ergeben, werden im Folgenden entlang 
der Lebensverlaufsperspektive und für die Themen Politik, Verwaltung sowie ge-
schlechtsspezifische Gewalt aufgezeigt. In allen Bereichen müssen – neben der Arbeit 
an Strukturen – zusätzlich auch weiterhin bedarfsorientierte Angebote spezifisch für 
Frauen vorgehalten werden, um Zugangsschwierigkeiten abzubauen und Chancen-
gleichheit herzustellen. 
Aufwachsen in Darmstadt – Kindheit und Jugend 
Da Bildung einen Verwirklichungszugang für Frauen und Männer im gesamten Lebens-
verlauf darstellt, müssen im Bildungssystem durchgängig gleich gute Chancen für 
Frauen und Männer geschaffen werden. Beide Geschlechter sollen im gleichen Maße 
Zugang zum gesamten Spektrum der Bildungsmöglichkeiten haben, frühe Bildungs-
phasen nutzen und sich später weiterqualifizieren können. Verpasste Bildungschancen 
(Abschlüsse) in der Jugend sollen im Erwachsenenalter nachgeholt werden können 
und Benachteiligungen wegen Elternschaft müssen verhindert werden. 
Dabei ist ein differenzierter Blick auf die Geschlechter erforderlich, denn es gibt bei 
beiden Geschlechtern ungleich verteilte Verwirklichungschancen. 
Geschlechtsbewusste Pädagogik muss übergreifend und systematisch in Bildungspoli-
tik und Bildungseinrichtungen verankert werden. Zentrales Instrument auf kommuna-
ler Ebene ist hierbei die Umsetzung des Hessischen Bildungs- und Erziehungsplans 
sowie das Bildungsmanagement mit Bildungsberichterstattung und Erarbeitung von 
Handlungsempfehlungen. Der dort bereits implementierte Geschlechterblick muss 
fortlaufend vertieft werden beispielsweise in den Fragestellungen, wie Mädchen frühen 
Zugang auch zu MINT-Bildungsgängen erhalten und Jungen aus bildungsfernen Fami-
lien beim Erlangen höherer Bildungsabschlüsse bzw. den schulischen Übergängen 
unterstützt werden können. Geschlechtersensible Medienkompetenzförderung von 
Mädchen und Jungen sowie medienpädagogische Handlungsmöglichkeiten werden mit 
dem Hessischen Institut für Medienpädagogik und Kommunikation im „Haus der digi-
talen Medienbildung (hddm)“ in vielfältigen medienpädagogischen Angeboten in 
Darmstadt umgesetzt. Für beide Geschlechter kann sich ein Migrationshintergrund 
                                                           
49 Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2011)

107 
oder die soziale Herkunft zusätzlich und jeweils geschlechtsspezifisch hemmend auf 
die Bildungschancen auswirken. 
Dabei ist eine möglichst frühe Verankerung auch einzelner Maßnahmen im Bildungs-
verlauf besonders wichtig, da sich zu einem frühen Zeitpunkt Rollenstereotype erst 
kurz ausgewirkt haben. Um einige Beispiele für Maßnahmen zu nennen: Modellhafte 
Weiterbildungen des Frauenbüros für Erziehende in städtischen Kitas („Gender- und 
Geschlechterbewusste Pädagogik - Auf Entdeckungsreise in der KiTa“ sollten durch die je-
weiligen Träger (Jugendamt, kirchliche bzw. freie Träger) verstetigt werden. Vorhan-
dene Medien für Kinder in zeitgemäßer Rollenvorbild-Vielfalt (Projekt der Stadtbiblio-
thek mit dem Frauenbüro) sollten stärker beworben werden, insbesondere auch zum 
Einsatz in Kitas und Grundschulen sowie für dortige Elternabende.  
Ausbildung und Studium – Arbeitsmarkteintrittsphase 
Auch in Darmstadt findet sich bei der Wahl der Ausbildungsberufe und Studienfächer 
eine deutliche geschlechtsbezogene Segregation. Die geschlechterspezifische Berufs- 
und Studienwahl wirkt nur auf den ersten Blick als freie und individuelle Entscheidung. 
In der Folge schlägt sich die Auswahl eines sogenannten „Frauenberufes“ auf Ein-
kommen, Prestige und Aufstiegschancen nieder und die Auswahl eines solchen Beru-
fes entpuppt sich oft erst im Alter als eine schwerwiegende Weichenstellung in Rich-
tung geschlechterbedingte Entgeltlücke und spätere Altersarmut.  
Diese Zusammenhänge müssen (spätestens) durch Informationen bei Beratungen zur 
Berufs- oder Studienwahl benannt werden. Ganz grundsätzlich sollen bei der Berufs- 
und Studienberatung keine geschlechtsspezifischen Rollenzuweisungen vermittelt 
werden, sodass sich junge Menschen, unabhängig von ihrem Geschlecht und den da-
mit verbundenen Stereotypisierungen, nach umfassender Information für ihren 
Wunschberuf entscheiden können. Institutionen der Berufsberatung müssen sich zu-
nächst also auch selbst im Hinblick auf eine „Stereotypenbrille“ reflektieren. Eine 
Maßnahme des 1. Darmstädter Gleichstellungsaktionsplanes50 überprüfte die Gender-
sensibilität in der Berufsberatung in Schulcurricula, bei der Schulsozialarbeit und zwei 
Projekten der außerschulischen Berufsorientierung. Die Ergebnisse dieser Überprü-
fung fließen u.a. ein in einen Fachtag und in die regionale OloV-Strategie 2020-22 
(Landesprogramm OloV: Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit im Übergang 
Schule – Beruf51). Darüber hinaus werden die OloV-Schulkoordinatorinnen und -
koordinatoren und das staatliche Schulamt Gendersensibilität in der Berufsberatung 
als Thema platzieren und zur Aufnahme in die Schulcurricula anregen. Diese Maß-
nahme wird im kommenden 2. Gleichstellungsaktionsplan fortgeführt und sollte auf 
die Studienberatungen der Darmstädter Hochschulen ausgeweitet werden. 
Gleichzeitig müssen gute weibliche Rollenvorbilder, etwa in MINT-Berufen oder Füh-
rungsfunktionen, sichtbar und erlebbar gemacht werden. Hierfür bieten sich bei-
spielsweise an: Mentoring-Programme, MINT-Förderstrategien für Mädchen (z.B. ein-
zubetten in das geplante MINT-Zentrum der Wissenschaftsstadt in Kooperation mit 
der TU Darmstadt), Empowerment-Angebote der Mädchenarbeit wie beispielsweise 
der MädchenWerkstattTreff usw.  
                                                           
50 Wissenschaftsstadt Darmstadt 2020b: 12 
51 https://www.olov-hessen.de/

108 
Berufsorientierungstage wie der Girls‘ Day sollten pro-aktiv vom Staatlichen Schulamt 
weiter in die Schulen getragen und unterstützt werden.  
Übergeordnet muss zwischen den Tarifparteien sowie politisch und gesamtgesell-
schaftlich weiter an der Aufwertung der als "weiblich" konnotierten [z.B. sozialen und 
Dienstleistungs-] Berufe gearbeitet werden. Die gesellschaftliche Anerkennung der 
Leistung und Verantwortung in diesen immer noch überwiegend von Frauen ausgeüb-
ten Berufen muss sich in einer angemessenen Bezahlung ausdrücken. 
Mitte des Lebens – Familienphase 
Gerade in der Familiengründungsphase zeigt sich, dass die individuellen Entscheidun-
gen von Müttern und Vätern, wer zur Kinderbetreuung und Familienarbeit wie lange 
aus dem Beruf aussteigt, immer auch gesellschaftlich beeinflusst werden. Traditionel-
le Rollenbilder und Rechtsnormen spielen dabei eine wichtige Rolle und wirken sich im 
späteren Lebensverlauf aus, leider oft mit negativen Folgen. Die Konsequenzen sind 
jedoch zum Entscheidungszeitpunkt oft nicht erkennbar. Angesichts der hohen Zahl 
von Scheidungen bzw. Einelternfamilien ist Information insbesondere über die rechtli-
chen und finanziellen Zusammenhänge unabdingbar. Da das deutsche Rechtssystem 
teilweise widersprüchlich ist und sich die Rechtsnormen nicht durchgängig an ein und 
demselben Leitbild orientieren, müssen Frauen und Männer in der Familiengründungs-
Phase – besser noch früher im Lebensverlauf – informiert werden (Beispiel Broschüre 
„Schwanger - Wer? Wo? Was? Jugendamt/Frauenbüro) welche Zusammenhänge hier 
eine Rolle spielen. 
Der bedarfsorientierte Ausbau von Betreuungsangeboten ist weiterhin erforderlich. 
Auch ein Ausbau der Unterstützung bei häuslicher Pflege ist notwendig, um ebenfalls 
eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Pflege zu erreichen. Diese Bedarfsorientie-
rungen sind zusammen mit flexibilisierten Arbeitszeit- und Arbeitsortmodellen wesent-
liche Voraussetzungen einer guten Vereinbarkeit von Beruf und Familie – sowohl für 
Mütter als auch für Väter. Diese wiederum ist Bedingung, um die Erwerbsmodelle weg 
vom „Familienernährer-Zuverdienerin-Modell“ hin zum „Erwerb- und-Sorge-Modell“52 
zu entwickeln. 
Spezielle Informationen für die Lebenssituation Alleinerziehender müssen vorgehalten 
werden. So bietet beispielsweise die Broschüre des Frauenbüros „Alleinerziehende in 
Darmstadt“ Basisinformationen für alleinerziehende Mütter und Väter und hilft, den 
Weg zu einem passenden Angebot in Darmstadt zu finden. Sie enthält gebündelte In-
formationen über finanzielle Leistungen und Förderungen, Trennung und Scheidung, 
Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Kinderbetreuungsangebote sowie spezielle Ange-
bote für Alleinerziehende. 
Familienzentren und Mehrgenerationenhaus 
Als Bildungseinrichtungen für Familien bzw. Orte der Familienselbsthilfe wirken sie 
präventiv, unterstützen über Netzwerkbildung bei Lösungen zur Vereinbarkeit von Be-
ruf und Familie und stellen Orte im öffentlichen Raum dar, an denen Mütter und Väter 
sich treffen, gemeinsame Interessen finden, definieren und ggf. auch politisch formu-
lieren können. Daher sollten sie gefördert und orientiert am Bedarf der Sozialräume 
ausgebaut werden. 
                                                           
52 Sachverständigenkommission zum Zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung (2017)

109 
Arbeiten in Darmstadt – Erwerbsphase 
Flexibilisierte Arbeitszeit- und Arbeitsortmodelle 
Die Coronapandemie bedingte einen großen Erfahrungszuwachs bei der Flexibilisie-
rung von Arbeitszeit und Arbeitsort. Neben guter Kinderbetreuung in flexibilisierten 
Modellen sind dies die wichtigsten Rahmenbedingungen für Zeitsouveränität und da-
mit eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Vor diesem Hintergrund sollte eine 
Auswertung der Erfahrungen, verbunden mit einer Diskussion der Chancen und Risi-
ken stattfinden. Hierauf basierend sollte eine Verstetigung in betrieblichen Regelungen 
angestrebt werden. Der Öffentliche Dienst mit seinen besonderen gesetzlichen Chan-
cen kann hier mit gutem Beispiel vorangehen und so der Wirtschaft als „Best Prac-
tice“ zur Verfügung stehen. 
Geschlechtsspezifische Arbeitsmarktstrategien 
2020 wurde in einem übergreifenden Prozess „Konturen der Arbeitswelt 2030“ eine 
Ausrichtung der kommunalen Ausbildungs- und Arbeitsmarktstrategie mit einer län-
gerfristigen Planungsperspektive entwickelt – die „Integrierte Transformationsstrate-
gie“. Das Strategiefeld „Etablierung von Geschlechtergerechtigkeit“ wurde als Quer-
schnittsthema identifiziert und wird daher in allen strategischen Zielen („Innovations-
freundlichkeit und Flexibilität bei Wirtschaft und Unternehmen“, „Mehr Ressourcen für 
innovative Bildung“, „Breite Teilhabe in der Arbeitsmarktgestaltung“ sowie „Umfas-
sende Partizipation in der Kommunalpolitik“) bearbeitet. 
Zentrales Ziel ist, für Menschen, die auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt sind, bessere 
Zugänge zu schaffen und gleichzeitig Potentiale für die Fachkräfteentwicklung zu ent-
falten. Durch die Berücksichtigung von Transformationsprozessen und die Einbindung 
vielfältiger Akteure und Akteurinnen sollen hierfür unter Berücksichtigung der Ge-
schlechterperspektive die richtigen Weichen für die Integration in den Arbeitsmarkt 
der Zukunft gestellt werden. 
Übergeordnet für die Region Südhessen arbeitet seit 2011 unter Federführung der 
Agentur für Arbeit Darmstadt das Netzwerk "Chancengleichheit Südhessen" daran, die 
Beschäftigungsmöglichkeiten für Frauen , Erziehende und Familien zu verbessern. In 
diesem, wegen der regionalen Vernetzung innovativen, Netzwerk schätzen die Beteilig-
ten die Entwicklungen der regionalen Arbeitsmarktstrukturen ein, identifizieren Risiken 
und Chancen für die lokale Beschäftigungspolitik und entwickeln gemeinsames strate-
gisches Handeln. Das Netzwerk besteht aus den Beauftragten für Chancengleichheit 
am Arbeitsmarkt (BCA) von Agentur für Arbeit Darmstadt (SGB III) und für den 
Rechtskreis des SGB II aus den Jobcentern Darmstadt, Odenwaldkreis, Kreis Groß-
Gerau, der Kreisagentur für Beschäftigung im Landkreis Darmstadt-Dieburg, dem 
Kommunale Jobcenter "Neue Wege" im Kreis Bergstraße und den kommunalen Frauen- 
und Gleichstellungsbeauftragten der Region (Wissenschaftsstadt Darmstadt, Landkreis 
Bergstraße, Landkreis Darmstadt-Dieburg, Landkreis Groß-Gerau, Odenwaldkreis). 
 
Frauen in Führungspositionen 
Der Öffentliche Dienst in Hessen hat mit dem Hessischen Gleichberechtigungsgesetz 
ein wirkungsvolles Instrument, um Frauen in Führungspositionen zu bringen. Die er-
reichten Erfolge sollen als "Best Practice" kommuniziert und im Erfahrungsaustausch 
zur Verfügung gestellt werden, um so einen Wandel der Arbeits- und Führungskulturen

110 
anzustoßen. Besonderes Augenmerk ist hierbei auf das Ermöglichen von Führungspo-
sitionen in Teilzeit zu legen. 
Die pandemiebedingt unterbrochene Zusammenarbeit in einem gemeinsamen Frau-
ennetzwerk der Wissenschaftsstadt Darmstadt, der Heag Holding AG und der Merck 
KGaA soll fortgesetzt werden. 
Altwerden in Darmstadt – Nacherwerbsphase 
Um den Ursachen des geschlechterbedingten Risikos für Altersarmut von Frauen ent-
gegenzuwirken, müssen von den Ergebnissen dieses Gleichstellungsberichtes her An-
gebote und Maßnahmen so früh wie möglich, geschlechterdifferenziert und entlang 
aller Weichenstellungen des Lebensverlaufes gegeben werden. Eine Forderung ist da-
her, bereits Kinder von Anfang an unter Berücksichtigung ihres sozialen Umfelds be-
sonders zu unterstützen. 
In der Sozialplanung für die Bedarfe Älterer, der Stadtplanung oder in der Umsetzung 
des Wohnungspolitischen Konzeptes sollten besondere Bedarfe von Frauen im Alter 
untersucht und umgesetzt werden (z.B. bezahlbarer ÖPNV, da kein Geld für ein Auto - 
Evaluation und Weiterentwicklung des Darmstädter Sozialticket); anderes Sicherheits-
bedürfnis; Nachbarschaftshilfen in den Quartieren usw.). 
Zur Bekämpfung der genannten Ursachen des geschlechterbedingten Risikos für Al-
tersarmut von Frauen engagiert sich die Wissenschaftsstadt Darmstadt im Südhessi-
schen Bündnis „Gemeinsam gegen Altersarmut von Frauen“. 53 
Allgemeine Handlungsfelder der Gleichstellungspolitik 
Politik 
So lange kein Paritégesetz für eine geschlechtergerechte Zusammensetzung der Par-
lamente sorgt, ist es die Rolle der Parteien als Selbstverpflichtung im Sinne des 
Grundgesetzes Artikel 3, Abs. 2, pro-aktiv Frauen zu ermutigen, sich kommunalpoli-
tisch zu engagieren und durch Mentoringprogramme usw. diesen Weg zu begleiten. 
Selbstredend müssen Programme und Ziele von Parteien auch für Frauen interessant 
und relevant sein. Die Parteien müssen für diesen gesetzlichen Auftrag unseres 
Grundgesetzes weiter sensibilisiert und in die Pflicht genommen werden.  
Das Hessische Gleichberechtigungsgesetz schreibt darüber hinaus vor, dass die Wis-
senschaftsstadt Darmstadt bei der Besetzung von Kommissionen, Beiräten, Verwal-
tungs- und Aufsichtsräten sowie sonstigen Gremien, soweit sie ein Entsendungs- und 
Bestellungs- oder Vorschlagsrecht hat, mindestens zur Hälfte Frauen berücksichtigen 
soll und somit eine paritätische Besetzung in allen Entscheidungsgremien hergestellt 
wird. Dieser Auftrag lässt sich jedoch nur umfänglich verwirklichen, wenn die Parteien 
zuvor ausreichend Kandidatinnen zur Entsendung in diese Gremien gewonnen haben. 
In Darmstadt wird eine regelmäßige Statistik erstellt, die über den Geschlechteranteil 
in kommunalpolitischen Gremien informiert. Parteien werden dadurch in ihrer gesetz-
lichen Verpflichtung unterstützt, den Frauenanteil zu erhöhen und so die politische 
Teilhabe von Frauen zu verbessern. Mit der kostenlosen Nutzung einer Ad-hoc-
                                                           
53 Siehe: https://www.darmstadt.de/fileadmin/PDF-Rubriken/Frauenaltersarmut2019.pdf

111 
Kinderbetreuungseinrichtung für Politikerinnen und Politiker sowie ehrenamtlich Täti-
ge („sachkundige BürgerInnen“) während Sitzungen z.B. in Beiräten und Magistrats-
kommissionen nach § 72 HGO hat die Stadt darüber hinaus Rahmenbedingungen ge-
schaffen, die es sorgetätigen Personen, insbesondere Frauen, ermöglicht, sich kom-
munalpolitisch zu engagieren und ihr Ehrenamt mit Beruf und Familie zu vereinbaren. 
Verwaltung 
Insgesamt ist durch die gesetzliche Rahmung mit dem Hessischen Gleichberechti-
gungsgesetz für den Öffentlichen Dienst (ÖD) ein wirkungsvolles Instrument der konti-
nuierlichen Verbesserung der Gleichstellung der Geschlechter gegeben und der Frau-
enanteil in allen Entgelt- und Besoldungsgruppen stetig gestiegen. Aufgrund seiner 
gesamtgesellschaftlichen Verantwortung muss der ÖD hier immer weiter mit gutem 
Beispiel vorangehen und insbesondere einen Schwerpunkt auf den weiteren Aufstieg 
von Frauen in Führungspositionen legen. Die erreichten Erfolge sollen als "Best Prac-
tice" kommuniziert und im Erfahrungsaustausch zur Verfügung gestellt werden, um so 
einen Wandel der Arbeits- und Führungskulturen anzustoßen. 
Im Rahmen der internen Gleichstellungsarbeit sollte insgesamt weiter an der Verbes-
serung des Zugangs von Frauen in den Öffentlichen Dienst im Allgemeinen und in Füh-
rungspositionen im Speziellen gearbeitet werden. Die Auswirkungen der digitalen 
Transformation von Arbeit sollen in ihren geschlechtsspezifischen Chancen und Risi-
ken analysiert sowie notwendige Strategien und Maßnahmen unterstützt werden. 
Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie dürfen nicht als frauenspezifisch 
betrachtet werden. Hierzu müssen im Bereich der geschlechtergerechten Verteilung 
der Sorgetätigkeit und der Erwerbsarbeit die Sensibilisierung männlicher Beschäftig-
ter für die Möglichkeiten der Vereinbarkeit von Beruf und Familie auch für Väter fort-
geführt werden. Ebenso sollte über Risiken von Arbeitszeitreduzierungen, etwa für die 
Altersvorsorge, im Kontext der Weichenstellungen in der Lebensverlaufsperspektive 
informiert werden. Diese Information sollte sich ebenfalls an beide Geschlechter rich-
ten.  
Gewalt gegen Frauen 
Gleichstellung ist nur ohne geschlechtsbezogene Gewalt möglich. Geschlechtsbezoge-
ne Gewalt ist eine besonders schwerwiegende Form des Machtmissbrauchs und der 
Menschenrechtsverletzung. 
Eine wichtige Ursache von Gewalt gegen Frauen besteht in einem Machtgefälle zwi-
schen den Geschlechtern. Dieses Gefälle wurzelt sowohl in ökonomischer Ungleichheit 
als auch in Rollenstereotypen, nach denen Frauen als weniger wert gelten. Gewalt 
schränkt die Betroffenen in ihrer Entfaltung und Lebensgestaltung ein. Dies führt zu 
Brüchen im persönlichen und beruflichen Lebensweg.  
Darum müssen auf der einen Seite Strukturen gefördert werden, in denen Frauen zu 
einer eigenständigen Existenzsicherung kommen können – Rollenstereotype in allen 
Phasen des Lebensverlaufes und in allen gesellschaftlichen Bereichen müssen be-
kämpft werden. Auf der anderen Seite sind der Schutz vor und die Bekämpfung von 
geschlechtsspezifischer Gewalt explizite und eigenständige gleichstellungspolitische 
Ziele. Schutz vor häuslicher und sexualisierter Gewalt ist eine Grundlage dafür, dass 
eine tatsächliche Gleichstellung erreicht werden kann. Es müssen alle Formen der ge-
schlechtsbezogenen Gewalt gezielt mit Maßnahmen der Prävention, Intervention,

112 
Nachsorge und Kooperation im Hilfesystem bekämpft werden. Bereits 1998 wurden 
daher in der Wissenschaftsstadt Darmstadt zusammen mit dem Landkreis Darmstadt-
Dieburg alle Aktivitäten in einem interdisziplinären „Netzwerk Gewaltschutz - Präven-
tion und Schutz gegen sexualisierte und häusliche Gewalt an Frauen, Mädchen und 
Jungen in Darmstadt und im Landkreis Darmstadt-Dieburg“ gebündelt. 
2018 sind in der Bundesrepublik die Regelungen des Übereinkommens des Europa-
rats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt 
(„Istanbul-Konvention“) in Kraft getreten. Damit haben diese Regelungen den Status 
eines Bundesgesetzes erhalten.  
Unter Federführung des Frauenbüros wurde 2020 unter Expertinnenbeteiligung des 
Netzwerkes Gewaltschutz im sogenannten „Darmstädter Modell zur Umsetzung der 
Istanbul-Konvention auf lokaler Ebene“ eine Bestandsaufnahme und -bewertung erar-
beitet und mit Handlungsempfehlungen ergänzt. 
Diese Handlungsempfehlungen wurden im Dezember 2020 der Darmstädter Stadtver-
ordnetenversammlung vorgelegt und müssen nun, unter erneuter Expertinnenbeteili-
gung des Netzwerkes Gewaltschutz, fortlaufend als Maßnahmen – entsprechend den 
Vorgaben der Istanbul-Konvention – in die Darmstädter Gleichstellungsaktionspläne 
bzw. andere politische Vorlagen einmünden und umgesetzt werden. 
Netzwerk FrauenLeben – Vereine und Institutionen 
Die geschlechtsspezifische frauenpolitische Infrastruktur ist bereits in ihren Ursprün-
gen aus der 2. Frauenbewegung eine genuine Form der Bürgerinnenbeteiligung. Frau-
en formulierten in den 1970er Jahren ihre Bedarfe und forderten sie ein. Bis heute 
wird aus diesen Strukturen heraus die frauenpolitische Diskussion mitgetragen. Verei-
ne, Organisationen und Einrichtungen bieten fachspezifische Anlaufstellen für Frauen, 
initiieren Veränderungen und entwickeln innovative Konzepte. Darum muss diese Inf-
rastruktur weiter öffentlich gefördert werden und auch als Praxisexpertinnen in Betei-
ligungsprozesse immer wieder eingebunden werden. 
Auswirkungen der Corona-Pandemie 
Die geschilderten Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Arbeitsteilung der Ge-
schlechter, die Beteiligung am Arbeitsmarkt für Frauen und die Entwicklungen bei 
häuslicher und sexualisierter Gewalt müssen weiterhin engmaschig überwacht werden. 
Entsprechende Monitoringstrukturen müssen angepasst bzw. aufgebaut werden, um 
zeitnah und steuernd mit Maßnahmen eingreifen zu können. 
Abbau von Geschlechterstereotypen – Erweiterung der Geschlechterbilder 
Stereotype Rollenkonzepte gehen von der Über- oder Unterlegenheit eines Geschlech-
tes und der damit stereotyp konnotierten Werte aus und schränken Frauen wie Männer 
in ihrer Entfaltung und ihren beruflichen wie privaten Möglichkeiten ein. Im Bereich 
der geschlechtsspezifischen Gewalt schränken diese Stereotype nicht nur ein, sondern 
wirken sogar zerstörerisch. 
Eine prosperierende Gesellschaft schafft positive Geschlechterbilder und -beispiele in 
einer zeitgemäßen Rollenvorbild-Vielfalt. Dies ist ein Beitrag, Handlungsmöglichkeiten 
und -perspektiven für Einzelne zu erweitern und sollte daher fortlaufend und in allen 
vorgestellten Handlungsfeldern bearbeitet werden.

113

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120 
ANHANG 
 
Quelle: 1. Gleichstellungsaktionsplan der Wissenschaftsstadt Darmstadt, 2018

anlage 3

110 Zeichen

Punkt 16: 1. Darmstädter Gleichstellungsbericht 
 (V-Nr. 2021/0225) 
 
Der Vorlage wird einstimmig zugestimmt.

2021/0225

4603 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
10.08.2021 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat II an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat I 
 
Amt: Frauenbüro 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2021/0225 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 111410 
Kostenstelle:  530-010-1000 Investitionsnummer:        
Kostenträger:  1114-10 Sachkonto:       
 
Betreff: 1. Darmstädter Gleichstellungsbericht  
 
Vorlage vom: 06.08.2021  
 
Beschlussvorschlag : 
Der Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung nehmen den  Bericht zur Kenntnis und 
beschließen die Handlungsansätze des Gleichstellungsb erichtes. 
 
Anlagen: 1.GlBer_DA1. Darmstädter Gleichstellungsbericht  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 2 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom  6.8.2021  
 
Mit Beschluss 2017/0325 wurde das Frauenbüro der Wissenschaftsstadt Darmstadt im 
Rahmen des 1. Aktionsplanes zur Umsetzung der Europäischen Charta zur Gleichstellung 
von Frauen und Männern auf lokaler Ebene mit der Erstellung eines Gleichstellungsberichtes 
beauftragt. Im Artikel 25, (2) der Europäischen Gleichstellungscharta verpflichtet sich die 
Unterzeichnerin Wissenschaftsstadt Darmstadt „…sicherzustellen, dass die Erstellung, 
Annahme und Umsetzung dieser Politiken und Pläne" auf der Grundlage "relevanter lokaler 
und sonstiger  Daten" erfolgt. 
 
Diese Bestandsaufnahme der Dar mstädter Gleichstellungspolitik  dient als transparente Basis 
zur Gleichstellungssituation von Frauen und Männern und zur Entwicklung und politischen 
Steuerung weiterer zukünftiger Maßnahmen  und bildet diese in den vorgelegten 
Handlungsansätzen ab . 
 
Die Erfolge, die die Wissenschaftss tadt Darmstadt zur Umsetzung der Gleichstellung von 
Frauen und Männern vorzuweisen hat, werden nun durch einen umfassenden 
Gleichstellungsb ericht ergänzt . Das Frauenbüro hat für diesen Bericht zahlreiche Datenlagen 
aus unterschiedlichsten Quellen auf Grundlage der Lebensverlaufsperspektive aus dem 1. 
Gleichstellungsbericht der Bundesregierung in stetigem partizipativem Austausch mit der 
Praxis aus Verwaltu ng, Politik, Forschung und frauenpolitischen Trägern überprüft und 
diskutiert und mit Datenerhebungen aus dem Frauen -Netzwerk ergänzt. Ganz aktuell wurde 
zusätzlich das Thema „Geschlechtergerechtigkeit in der Corona -Krise“ in den Blick 
genommen. 
 
Durch Verknüpfung einer reinen Zahlenschau mit dem Analyseansatz der 
Lebensverlaufsperspektive aus dem 1. Gleichstellungsbericht der Bundesregierung geht der 
vorliegende Bericht über einen rein deskriptiven Ansatz hinaus und lie fert wichtige erste 
Beiträge zu einer  Genderanalyse. Die Genderanalyse bettet Zahlen in Erklärungsansätze ein, 
die erhellen, in welcher Weise und mit welchen Mechanismen die beobachtete 
Geschlechterdifferenz hergestellt wird und liefert so auch mögliche Handlungsansätze zur 
Überwindung dieser  Mechanismen bzw. Strukturen, die die Geschlechter -Ungerechtigkeit 
immer wieder neu herstellen.  Damit dient er auch als Grundlage und Ausgangspunkt für 
zukünftige vertiefende Gender -Analysen einzelner Handlungsfelder, in denen der Ansatz 
dieses 1. Gleichst ellungsberichtes qualitativ fortgeschrieben werden kann . 
 
Dieser Bericht dient Politik, Verwaltung, interessierter Fachöffentlichkeit sowie Bürgerinnen 
und Bürgern und allen an Geschlechtergerechtigkeit mitarbeitenden Interessierten der 
Stadtgesellschaft als Überblick und ist gleichzeitig Arbeitsauftrag für die Zukunft.  
 
Ziel dieser Bestandsaufnahme ist es, Handlungsbedarfe deutlich zu machen. Auf der Basis 
des Berichts lässt sich feststellen: Insgesa mt hat sich viel getan und die Wissenschaftsst adt 
Darmstadt ist auf einem guten Weg. Dennoch haben wir weiterhin die Notwendigkeit und den 
Auftrag, strukturelle Benachteiligung von Frauen und Mädchen abzubauen.

- 3 - 
 
Mit diesem Gleichstellungsbericht liegt ein wichtiges Instrument vor, auf dessen Basis die 
Darmstädter Gleichstellungsstrategie in einem partizipativ neu zu erarbeitenden 2. 
Gleichstellungsaktionspl an ab 2021 weiter konkretisiert wird . 
 
 
Darmstadt. 06.08.2021  
 
 
Dezernat I Dezernat II 
 
 
 
 
 
Jochen Partsch  Barbara Akdeniz  
Oberbürgermeister  Bürgermeisterin

Beratungsverlauf (4)

TOP 246
TOP 6
TOP 16
TOP 12

Orte (5)

  • Frankfurter Straße 71
  • Otto-Röhm-Straße 26
  • Benzweg 6
  • Marktplatz
  • Kleinschmidtsteg

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
2021/0225
Typ
Magistratsvorlage
Datum
06.08.2021
Erstellt
29.09.2026 00:00