Mandari Insight

A-R/0053/2015

Mehr Qualität im offenen Ganztag - Mehr Chancen auf gute Bildung sicherstellen

Antrag an den Rat 02.09.2015

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 16.09.2015, TOP 36.8

a-r-0053-2015 - CDU Mehr Qualität im Ganztag_1

· application/pdf

Ansehen

a-r-0053-2015 - CDU Mehr Qualität im Ganztag_1

5030 Zeichen

Antrag an den Rat Nr.: A-R/0053/2015 
 
 
 
 Münster, 31.08.2015 
 
ANTRAG 
 
 
 
 
 
 
MEHR QUALITÄT IM OFFENEN GANZTAG -  
MEHR CHANCEN AUF  
GUTE BILDUNG SICHER STELLEN 
 
Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: 
 
Die Verwaltung wird beauftragt: 
 
1. 
 Zur Weiterentwicklung des bestehenden Konzepts “Offene Ganztagsschule“ nimmt die 
Verwaltung Gespräche u.a. mit den Münsteranern Hochschulen auf, um zu prüfen, 
inwiefern dauerhafte Kooperationen mit unterschiedlichen Studienfachrichtungen möglich 
sind, die zukünftige Lehr- und sozialpädagogische Kräfte ausbilden, damit 
Lehramtsstudierende sich an der inhaltlichen Begleitung der OGS im Rahmen eines 
studienbegleitenden Praktikums beteiligen. 
 
2. 
 Die individuelle Förderung der Kinder, die ihre Interessen, Stärken und persönliche 
Fähigkeiten berücksichtigt, wird ausgebaut. Neben der vielfach unerlässlichen 
Sprachförderung wird das Augenmerk auf gezielte Förderung im Bereich der 
Naturwissenschaften (MINT-Bildung) als verlässlichen Bestandteil des Nachmittags 
gelegt, die Neugier wecken und zum eigenständigen Experimentieren führen soll. Als 
Beispiel kann hier der Q.UNI Camp dienen, der als naturwissenschaftliche 
Entdeckungsreise für Grundschulkinder und Jugendliche konzipiert wurde. (s. 
http://www.uni-muenster.de/quni/) 
 
 
 
Begründung:

Seit der Einführung der offenen Ganztagsschulen vor gut zehn Jahren sind neue Bedarfe 
entstanden, die eine Neuausrichtung und Weiterentwicklung des bisherigen OGS-Modells 
erforderlich machen. Der vielfache Elternwunsch ist, dass die Kinder qualitativ und gezielt 
gefördert werden. Zudem stehen die OGS vor einer neuen Aufgabe, zur Integration der aus 
anderen Ländern zugereisten oder geflüchteten Kindern beizutragen. 
 
In Münster beteiligen sich zurzeit (Schuljahr 2014/2015) 45 Grund- und Förderschulen an 
der OGS, an denen 4.645 Plätze zur Verfügung stehen. Berücksichtigt werden müssen die 
neuen Schülerprognosen, die bis zum Schuljahr 2020/21 von einem Zuwachs von rd. 1200 
Schülerinnen und Schülern ausgehen. (s. V/0111/2015 „Schülerprognose für die städtischen 
Grundschulen und sich daraus ergebende Handlungsbedarfe“). Die unterschiedlichen Bedarfe 
werden ebenfalls steigern. 
Individuelle Förderung der Kinder, so wie sie im Idealfall gedacht ist, scheitert oft am 
fehlenden qualifizierten Personal. Basierend auf dem Gedanken, der in der Verwaltung diskutiert 
wird, den stets steigenden Bedarf an sprachlicher Förderung über Studierende mit dem 
Schwerpunkt DaF (Deutsch als Fremdsprache) zumindest teilweise zu decken, bietet sich an, 
eine solche Förderung auch auf andere Bereiche auszudehnen. Die Verwaltung soll daher 
prüfen, inwiefern es umsetzbar wäre, Lehramtsstudierende in die inhaltliche Betreuung am 
offenen Ganztag im Rahmen eines berufsbegleitenden Praktikums dauerhaft einzubinden.  
Die Attraktivität der OGS muss dabei gewährleistet werden. Gerade der Ganztag bietet viele 
lernunterstützende Möglichkeiten, Situationen zu schaffen, in denen sich Kinder ausprobieren 
können. Mädchen und Jungen mit höherem Förderbedarf können sich so öfter als Könner 
erleben, wenn sie gezielt ihren eigenen Interessen nachgehen dürfen. Ebenfalls kann der 
individuelle Lernprozess bei den Kindern optimal unterstützt werden, die über das in der Schule 
Gelernte hinaus wollen. Insbesondere die MINT-Fächer, die sich sehr gut zum selbständigen 
Experimentieren eigenen, zeigen laut Studie des SINUS-Projekts ein deutliches Unterangebot im 
außerschulischen Bereich von Primarschulen. Hier kann in Kooperation mit den Münsteranern 
Hochschulen ein dauerhaftes Angebot für den OGS-Bereich geschaffen werden, ähnlich dem 
Q.UNI Camp, mit dem die WWU bereits seit Jahren ein stetig wachsendes, bundesweit 
einzigartiges Programm für Kinder und Jugendliche verschiedenster Altersklassen – von der Kita 
bis zur Oberstufe, vom ersten Entdecken bis hin zur Unterstützung bei Hausarbeiten und 
Abiturvorbereitung bietet. Mit zahlreichen Attraktionen und Seminaren sollen Grundschulkinder und 
Jugendliche dazu angeregt werden, selbst die Welt zu erkunden und die Wissenschaft hautnah 
zu erleben. Erfolgreiche Formate wie das Experimentierlabor "MExLab ExperiMINTe" oder die 
Materialsammlung "Klasse(n)kisten" könnten dauerhaft als Lernangebot im Rahmen des OGS 
ihren Platz finden. Die OGS wird den Kindern gerechter, wenn sie nach dem Prinzip „Fördern 
und Fordern“ konzipiert wird. Für MINT-Forschung können die vorhandenen Räumlichkeiten 
genutzt werden, da die Klassen in diesem Fall multifunktional problemlos zur Verfügung stehen.

gez. 
Stefan Weber 
Frank Baumann 
Horst Beitelhoff 
Georg Berding 
Dieter von den Berg 
Olaf Bloch 
Peter Börgel 
Heinz-G. Buddenbäumer 
 
 
Olaf Dreßen 
Dr. Dietmar Erber  
Sven Gotthal 
Walter von Göwels 
Richard Halberstadt 
Gilbert Hartmann 
Jens Christian Heinemann 
Bruno Kleine Borgmann 
 
 
Jan Leiße 
Stefan Leschniok 
Christel Loschelder 
Hans Neumann 
Andreas Nicklas 
Karin Reismann 
Josef Schliemann 
Angela Stähler 
Manfred Wenzel

Beratungsverlauf (1)

16.09.2015 Rat
TOP 36.8 Antrag Entscheidung

Beschluss: verwiesen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
A-R/0053/2015
Typ
Antrag an den Rat
Datum
02.09.2015
Erstellt
06.10.2020 14:37