1983/2026
Nachfrage zu TOP 5.2 im ASW am 15.06.26 betreffend „Schüler*innenströme in den Stadtbezirken“; Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (AN/0302/2026), Antwort der Verwaltung (0792/2026) und ergänzende Mitteilung der Verwaltung (0966/2026)
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Beantwortung einer mündl. Anfrage Ausschuss
7475 Zeichen
Dezernat, Dienststelle
IV/IV/2
Vorlagen-Nummer 15.07.2026
1983/2026
Beantwortung einer mündlichen Anfrage aus einer früheren Sitzung
öffentlicher Teil
Gremium Datum
Ausschuss Schule und Weiterbildung 21.09.2026
Nachfrage zu TOP 5.2 im ASW am 15.06.26 betreffend „Schüler*innenströme in den
Stadtbezirken„; Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (AN/0302/2026), Antwort
der Verwaltung (0792/2026) und ergänzende Mitteilung der Verwaltung (0966/2026)
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat um eine Fortschreibung der Daten über
Schüler*innenströme in den Stadtbezirken für das SJ 25/26 gebeten.
Als Datenquelle für die Auswertungen wurden die von den Schulen mitgeteilten Woh-
nortdaten herangezogen. Die Schülerströme der Erst- und Fünftklässler*innen werden
nach aus- und einpendelnden Lernenden differenziert und für Grundschulen und wei-
terführende Schulformen dargestellt. Die Ergebnisse auf der Ebene der Stadtbezirke
zeigen die Tabellen 1 bis 5; zu den Ergebnissen im Einzelnen:
Im SJ 25/26 wurden stadtweit 96% von 8.931 in den Eingangsklassen einer Grund-
schule belegten Schulplätzen von Erstklässler*innen belegt, die im selben Stadtbe-
zirk wohnhaft sind (Tab. 1). 4,4% der Erstklässler*innen leben und lernen in unter-
schiedlichen Stadtbezirken (389 Ein- bzw. Auspendelnde)1. Auspendelnde: in den
Stadtbezirken Kalk (8,9% bzw. 99 Lernende) und Ehrenfeld (7,8% bzw. 71 Lernende)
wohnen überdurchschnittlich viele Erstklässler*innen, die eine Grundschule in einem
anderen Stadtbezirk besuchen. Von den Kalker Erstklässler*innen, die v.a. nach Mül-
heim pendeln (67 Kinder), werden mehrheitlich die Grundschulen GGS Kopernikusstr.
und Montessori-Grundschule Ferdinandstr. angesteuert. Beide Schulen liegen in un-
mittelbarer Nähe zur Stadtbezirksgrenze Kalk. Die Montessori-Grundschule Ferdinan-
dstr. hat zudem einen Teilstandort im Kalker Stadtteil Höhenberg; wie viele der Kalker
Kinder welchen Teilstandort besuchen, lässt sich aus den Wohnortdaten nicht ermit-
teln. Auspendelnde Ehrenfelder Erstklässler*innen, besuchen überwiegend innerstäd-
tische Grundschulen (23 Kinder) oder Lindenthaler Grundschulen (29 Kinder); dies
sind v.a. die Lindenthaler GGS Geilenkircher Str. (Nähe Stadtbezirksgrenze Ehren-
feld) und die Lindenthaler Heliosschule, GGS Kaiserescher Str. (Wohnorte Nähe He-
liosgelände in Ehrenfeld). Einpendelnde: innerstädtische Grundschulplätze im 1.
Schuljahr werden überdurchschnittlich häufig mit Lernenden aus anderen Stadtbezir-
ken besetzt (16,6% bzw. 110 Kinder); diese Kinder wohnen überwiegend in Stadttei-
len, die an den Stadtbezirk Innenstadt angrenzen.
1 Stadtweit ist die Zahl der Ein - und Auspendelnden sowie der Anteil der Einpendelnden an allen beleg-
ten Schulplätzen und der Anteil der Auspendelnden an allen Lernenden identisch und differiert zwi-
schen den Stadtbezirken.
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Für den Besuch einer weiterführenden Schule werden häufiger Stadtbezirksgrenzen
überschritten als für den Besuch einer Grundschule; am häufigsten für den Besuch
von Gesamtschulen (28%; Gymnasien: 26%, Realschulen: 21%, Hauptschulen: 19%).
Innerstädtische Schulen werden über alle Schulformen am häufigsten von Lernenden
besucht, die nicht im Stadtbezirk wohnen; der Anteil liegt zwischen 69% bei Gymna-
sien und 83% bei Realschulen.
Im SJ 25/26 wurden 286 Hauptschulplätze in der Jahrgangsstufe 5 in sieben Stadt-
bezirken belegt (Tab. 2). In den Stadtbezirken Rodenkirchen und Lindenthal gibt es
keine Hauptschulstandorte, weshalb die dort wohnhaften sechs Hauptschüler*innen
Schulen in den Stadtbezirken Innenstadt und Nippes besuchen.
An Realschulen wurden insgesamt 1.483 Schulplätze in der Jahrgangsstufe 5 besetzt
(Tab. 3). Deutlich überdurchschnittliche Werte für Auspendelnde lassen sich bei die-
ser Schulform nicht feststellen. Vergleichsweise hoch ist lediglich die Anzahl Auspen-
delnder im Stadtbezirk Kalk (81 Lernende bzw. 34%): mehrheitlich besuchen diese
Lernenden innerstädtische (40 Lernende) oder Mülheimer Realschulen (39 Lernende).
Dabei besucht die überwiegende Mehrheit der auspendelnden Kalker Realschüler*in-
nen Schulen, die in der Nähe zur Stadtbezirksgrenze gelegen sind; dies sind die Real-
schule Im Hasental in Deutz und die Realschulen Lassallestr. und Elly-Heuss-Knapp
in Stadtteil Mülheim. An innerstädtische Realschulen einpendelnde Lernende stam-
men aus allen Stadtteilen (v.a. Kalk: 40 Lernende, Nippes: 29 Lernende, Mülheim: 26
Lernende, Porz: 24 Lernende) und wohnen häufig nicht in der Nähe der Stadtbezirks-
grenze Innenstadt.
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Die Anteile der Auspendelnden an allen Fünftklässler*innen eines Gymnasiums sind
besonders in den Stadtbezirken Ehrenfeld (55% bzw. 225 Lernende), Kalk (42% bzw.
166 Lernende) und Rodenkirchen (39% bzw. 214 Lernende) überdurchschnittlich hoch
(Tab. 4). Dabei fällt auf, dass auspendelnde Fünftklässler*innen aus den Stadtbezir-
ken Rodenkirchen und Ehrenfeld überwiegend in Stadtteilen wohnen, die sich an den
Stadtbezirksgrenzen des Schulstandorts befinden. So besuchen z.B. auspendelnde
Rodenkirchener Lernende, die u.a. in Zollstock wohnen, ein Lindenthaler Gymnasium
(mehrheitlich eine Schule im Stadtteil Sülz) und Lernende, die in Zollstock, Raderberg
oder Bayenthal wohnen, besuchen ein innerstädtisches Gymnasium (mehrheitlich
eine Schule im Stadtteil Altstadt-Süd). Demgegenüber pendeln viele Kalker Lernende
auch aus stadtbezirkszentralen Stadtteilen an Gymnasien in den Stadtbezirken Innen-
stadt (darunter 75% an ein Gymnasium im Stadtteil Deutz) und Mülheim (darunter rd.
75% an ein Gymnasium im Stadtteil Buchheim).
In den Stadtbezirken Lindenthal (89% bzw. 188 Lernende) und Kalk (59% bzw. 222
Lernende) besuchen mehr als die Hälfte der Fünftklässler*innen einer Gesamtschule
eine Schule in einem anderen Stadtbezirk (Auspendelnde) (Tab. 5). Lindenthaler Aus-
pendelnde lernen überwiegend an Ehrenfelder Gesamtschulen (149 Lernende) und
Kalker Auspendelnde an Mülheimer Gesamtschulen (125 Lernende) bzw. an inner-
städtischen Gesamtschulen (80 Lernende, darunter 75 Lernende an der der Gesamt-
schule Kalk, Interim Brügelmannstr.). Der Anteil der Schulplätze an Gesamtschulen,
die mit Einpendelnden belegt werden, ist an innerstädtischen Gesamtschulen (73%
bzw.161 Lernende) und an Ehrenfelder Gesamtschulen (47% bzw. 308 Lernende)
hoch. Ehrenfelder Gesamtschulen werden v.a. von Fünftklässler*innen aus Lindenthal
(149 Lernende), Nippes (72 Lernende) und Chorweiler (61 Lernende) besucht. Dabei
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besuchen die einpendelnden Fünftklässler*innen überwiegend die wohnortnahen Ge-
samtschulstandorte: Lindenthaler Kinder besuchen v.a. die Gesamtschulen Was-
seramselweg oder Am Wassermann; Kinder aus Chorweiler und Nippes besuchen
überwiegend die Max-Ernst-Gesamtschule oder die Gesamtschule Ossendorf, Interim
Am Wassermann. Ferner lernen rd. 40% der aus Nippes auspendelnden Fünftkläss-
ler*innen an der Helios-Gesamtschule.
Tabelle 6 zeigt die Gesamtzahl der in Köln zwischen den Stadtbezirken Pendelnden
Erst- und Fünftklässler*innen in den SJ 20/21, SJ 24/25 und SJ 25/26. Es zeigt sich,
dass weniger Erstklässler*innen und Fünftklässler*innen einer Haupt- oder Realschule
eine Schule außerhalb des Stadtbezirks besuchen, in dem sie leben. Bei Fünftkläss-
ler*innen eines Gymnasiums und einer Gesamtschule haben Anzahl und Anteil der
Pendelnden zugenommen.
Gez. Voigtsberger
Beratungsverlauf (1)
Orte (6)
- Kopernikusstraße
- Geilenkircher Straße
- Am Wassermann
- Ferdinandstraße
- Lassallestraße
- Im Hasental
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- 1983/2026
- Typ
- Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.)
- Datum
- 15.07.2026
- Erstellt
- 06.07.2026 10:19