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A-R/0019/2022

Eine Smart City Konferenz für Münster

Antrag an den Rat 03.05.2022

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a-r-0019-2022-CDU,Eine Smart City Konferenz für Münster

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a-r-0019-2022-CDU,Eine Smart City Konferenz für Münster

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Antrag an den Rat Nr. A-R/0019/2022 
 
 
 03. Mai 2022 
RATSANTRAG 
 
 
Eine Smart City Konferenz für Münster 
 
Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: 
 
1. Die Stadt Münster richtet in Kooperation mit den städtischen Beteiligungen, den 
Hochschulen, der Wirtschaft, Münster Marketing und weiteren Akteuren der 
Bürgergesellschaft eine Smart City Konferenz aus. 
 
2. Ziel der Konferenz ist die Bündelung der Digitalisierungsstrategie und 
Beschleunigung der kommunalen Digitalisierung im Kontext einer zukunftssicheren 
intelligenten und nachhaltigen Stadtentwicklung für alle. 
 
3. Im Rahmen der Konferenz werden die vorhandenen Handlungsstrategien der Stadt 
öffentlich dargelegt sowie Lösungsansätze und Erfahrungen anderer Kommunen und 
Expertenvorschläge zu verschiedenen Schwerpunktthemen diskutiert, um die 
Entwicklungsziele und die städtische Digitalisierungsstrategie voranzubringen. 
 
4. Zur Finanzierung der Konferenz werden Fördermittel geprüft. 
 
 
Begründung: 
 
Die Smart City Konferenz verfolg das Ziel, Möglichkeiten und Chancen der Digitalisierung für 
mehr Lebensqualität und Effizienz im Sinne einer gemeinwohlorientierten und integrierten 
Stadtentwicklung zu diskutieren und zu nutzen. Neue so gewonnene Kenntnisse sollen in die 
Breite der kommunalen Landschaft getragen werden. Insbesondere die Vereinfachung, 
Verbesserung und Transparenz von Prozessen und Services sowie Effizienzgewinne und 
Datenschutzfragen sollen zur Sprache kommen. 
 
Die Konferenz soll dabei auch als eine Informationsplattform der Stadt über die vorhandenen 
Handlungsstrategien und digitale Dienstleistungen dienen. Mit Hilfe von Themenforen und 
Workshops sollen innovative Lösungen für beispielsweise Klimaschutz und Nachhaltigkeit, 
Wirtschaft, Mobilität, Infrastruktur, Bildung, Wohnen, Sicherheit, Abfall und lokales 
Engagement diskutiert und Ideen eingebracht werden. Dabei geht es nicht darum, analoge - 
händische – Prozesse digital abzubilden, sondern neue Prozesse zu schaffen, durch die ein 
echter Mehrwert für die Stadtgesellschaft entsteht.  
 
Smart City Ranking (McKinsey Studie) im europäischen Vergleich führen Wien und London 
an. Von den deutschen Städten sind Hamburg und Berlin im oberen Drittel des Rankings 
platziert. Mehrere Kommunen haben bereits Smart City Konferenzen durchgeführt. Es bietet 
sich an, auf Erfahrungen der Städte zurückzugreifen, die breite Öffentlichkeit 
miteinzubeziehen und die Digitalisierung im Alltag zu verankern. Gerade in Zeiten, in denen 
der urbane Raum expandiert und der Fokus auf Effizienz, Lebensqualität und Umweltschutz 
liegt, bedarf es weitere Smart City-Strategien und deren klar geregelte Umsetzung. Eine 
enge Kooperation zwischen Stadtverwaltung, Unternehmen und Bürgern ist für die 
Umsetzung der Smart City-Strategien zur konkreten Verbesserung der Lebensqualität 
notwendig.

Vorteile von Smart City: 
 Weniger Pendelzeit durch bessere Mobilitätslösungen: d.h. konkret 20 Prozent 
weniger Pendelzeit. Darunter fallen unter anderem eine intelligente 
Verkehrssteuerung, Smart Parking und Echtzeitinformationen für den Nahverkehr. 
Diese bedeuten wiederum eine geringere Belastung für die Umwelt. 
 Bessere Gesundheit durch Monitoring: besseres Monitoring beim Ausbruch 
ansteckender Krankheiten und Echtzeitüberwachung chronisch Kranker können die 
Krankheitsbelastung um 15 Prozent reduzieren. Smarte Ampelschaltungen können 
zudem die Anfahrtszeit von Rettungsfahrzeugen um entscheidende Minuten 
verkürzen 
 Intelligente Energienetze durch automatisierte und optimierte Energienutzung 
 Weniger Umweltbelastung: Automatisiertes Heizen und Kühlen in Gebäuden, 
Abrechnungen nach tatsächlichen Müllmengen und intelligente Energienetze 
verringern die Umweltbelastung in den Städten deutlich. 
 Kostenvorteile durch Digitalisierung für Tätigkeiten, die nicht mehr händisch 
ausgeführt werden müssen. 
 
Einige konkrete Beispiele für die Smart City:  
- Die digitale Füllstandanzeige von Mülltonnen, die darüber informiert, wann der 
Behälter geleert werden muss; 
- Das Bochumer Kopernikus-Projekt, bei dem aus dem Weltall anhand der Blattfarbe 
von Bäumen und anhand von Sonden im Boden ermittelt wird, wann zu gießen ist. In 
Hitzestress-Perioden bekommen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des 
Grünflächenamtes morgens eine Nachricht auf ihr Handy, welcher Baum zu gießen 
ist; 
- Müllfahrzeuge, die mit einem Kamerasystem ausgestattet werden, die den Zustand 
der öffentlichen Straßen festhalten und für Sanierungsaufträge vorbereiten; 
 
 
 
Gez. 
Stefan Weber und Fraktion

Beratungsverlauf (1)

18.05.2022 Rat
TOP 38.2 Antrag Entscheidung

Beschluss: verwiesen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
A-R/0019/2022
Typ
Antrag an den Rat
Datum
03.05.2022
Erstellt
03.05.2022 16:13