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2381/2024

Klimaschutz-Monitoring

Mitteilung Ausschuss 09.09.2024

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Nächste Beratung: Ausschuss Klima, Umwelt und Grün, Sitzung am 31.10.2024, TOP 7.4

Mitteilung Ausschuss

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Mitteilung Ausschuss

9598 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VIII/VIII/2 
 
Vorlagen-Nummer 09.09.2024 
 2381/2024 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 12.09.2024 
Bauausschuss 16.09.2024 
Betriebsausschuss Gebäudewirtschaft 16.09.2024 
Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / In-
ternationales 16.09.2024 
Stadtentwicklungsausschuss 19.09.2024 
Liegenschaftsausschuss 28.10.2024 
Digitalisierungsausschuss 28.10.2024 
Verkehrsausschuss 29.10.2024 
 
Klimaschutz-Monitoring 
In einem ersten Schritt wird innerhalb der Klimawoche 2024 (23. bis 29.09.2024) die Klima-
schutz-Monitoringplattform freigeschaltet. Mit der Einrichtung des Klimaschutz-Monitorings hat 
der Rat der Stadt Köln die Verwaltung mit den Beschlüssen „Verankerung des Ziels der ge-
samtstädtischen Klimaneutralität in Köln bis 2035“ (An/1377/2021 geänderte Fassung), „Stra-
tegie Klimaneutrales Köln“ (2547/2022) und „Aktionsplan Klimaschutz“ (2243/2023) beauf-
tragt.  
 
Für die Einrichtung des Klimaschutz-Monitorings wurde per öffentlicher Ausschreibung die 
Plattform der finnischen Firma kausal.tech für das Kölner Klimaschutz-Monitoring eingekauft. 
 
Über die Plattform werden die Steckbriefe und deren Umsetzung aus dem Aktionsplans Kli-
maschutz webbasiert abgebildet und öffentlich zugänglich gemacht. Bürger*innen und Ent-
scheidungsträger*innen aus Politik und Stadtgesellschaft können auf der Homepage eine ak-
tuelle Übersicht zu den kommunalen Klimaschutz-Aktivitäten finden. Langfristig können über 
die Plattform die gesamtstädtischen Entwicklungen im Bereich des Klimaschutzes in Köln ver-
folgt sowie die Auswirkungen auf die Zielerreichung der Treibhausgasneutralität bis 2035 ein-
gesehen werden. Erstmalig wird das Engagement des Konzerns Stadt Köln – bestehend aus 
Verwaltung und städtischen Beteiligungen – hinsichtlich Klimaschutz-Aktivitäten an einem di-
gitalen Ort gebündelt und transparent gegenüber der Stadtgesellschaft dargestellt. 
 
Die Veröffentlichung der Klimaschutz-Monitoringplattform ist in drei Ausbaustufen geplant. Zu-
nächst werden die Maßnahmen des Aktionsplans Klimaschutz auf der digitalen Plattform öf-

2 
 
fentlich zugänglich gemacht und deren Projektfortschritte aufgezeigt. In der zweiten Stufe wer-
den die Maßnahmen um Kennzahlen erweitert. In einem dritten Schritt ist die Implementierung 
eines Szenario-Tools geplant, das die Zusammenhänge unterschiedlicher Klimaschutz-Maß-
nahmen und deren Wirkungen aufzeigen soll und somit die Grundlage für strategische Ent-
scheidungen im kommunalen Einflussbereich sowie darüber hinaus bieten kann. Der kommu-
nale Einflussbereich grenzt die Handlungsoptionen für Maßnahmen ab, auf die Kommunen 
direkten Einfluss nehmen oder in welchen sie nur indirekt wirken können. So kann eine Kom-
mune z.B. den eigenen Fuhrpark direkt beeinflussen und auf Elektromobilität umrüsten. Sie 
hat aber keinen direkten Einfluss auf die Fahrzeugwahl der Einwohner*innen. Diese kann sie 
nur indirekt, also z.B. über beratende oder motivierende Angebote beeinflussen. 
 
Die neue Klimaschutz-Monitoringplattform befähigt die Stadtverwaltung, fundierte Aussagen 
zum Projektstand von Klimaschutz-Maßnahmen, zum Emissionsminderungspotential des der-
zeitigen Maßnahmenportfolios und dem Ausschöpfungsgrad im kommunalen Einflussbereich 
zu treffen. Unter einem Emissionsminderungspotential versteht man die Menge an Treibhaus-
gas, die durch das Umsetzen einer Maßnahme eingespart werden kann. Die entsprechende 
Maßnahme hat also ein bestimmtes Potential Einfluss auf die Gesamttreibhausgasemissionen 
der Stadt zu nehmen. 
 
Innerhalb der Stadtverwaltung leistet die Klimaschutz-Monitoringplattform einen wichtigen Bei-
trag, die Aktivitäten im Bereich Klimaschutz über die verschiedenen Dienststellen hinweg 
strukturiert und einheitlich darzustellen. Somit wird deutlich, dass Klimaschutz als Quer-
schnittsaufgabe innerhalb der gesamten Stadtverwaltung verankert ist. Die Maßnahmen des 
Aktionsplans Klimaschutz können agil aktualisiert und um neue Maßnahmen ergänzt werden. 
Perspektivisch können so auch weitere Akteure der Stadtgesellschaft mit eigenen Maßnah-
men integriert werden.  
 
Erste Ausbaustufe der Kölner Klimaschutz-Monitoringplattform 
Die Plattform bildet mit der ersten Ausbaustufe den Stand der etwa 70 Maßnahmen des Akti-
onsplans Klimaschutz sowie deren Aktualisierung ab. Dadurch erhält die Stadtgesellschaft Zu-
griff auf regelmäßig aktualisierte Informationen. Bei der Bereitstellung von Informationen wird 
darauf geachtet, dass diese leicht verständlich und kompakt dargestellt werden. Die Projekte 
werden alle mit derselben Systematik aufbereitet, sodass Projekte schneller erfassbar sind 
und dadurch die Navigation auf der Plattform bzw. durch die unterschiedlichen Themenberei-
che erleichtert wird.  
 
Die Maßnahmen werden wie in dem Aktionsplan Klimaschutz in sechs Handlungsfelder ein-
gruppiert: Diese umfassen die Bereiche Gebäude und Quartiere, Energieversorgung, Arbeiten 
und Wirtschaft, Mobilität und Logistik, Lebensstil und Bildung sowie kommunale und zivilge-
sellschaftliche Transformation. Diesen Themenfeldern sind die einzelnen Maßnahmen zuge-
ordnet. Die Daten des Klimaschutz-Monitorings werden in regelmäßigen Abständen durch die 
jeweiligen städtischen Dienststellen und Beteiligungen aktualisiert und ermöglichen der inte-
ressierten Stadtgesellschaft einen einfachen Zugriff auf das digitale Berichtswesen. 
 
Auf einer Unterseite der Plattform wird die aktuelle Fortschreibung der Energie- und Treib-
hausgasbilanz für das Bilanzjahr 2021 zugänglich gemacht und erläutert. Die Treibhausgasbi-
lanz wird für das gesamte Kölner Stadtgebiet mit der Bilanzierungs-Systematik-Kommunal 
(BISKO) erstellt. Diese Systematik ist ein deutschlandweit etablierter Standard und ermöglicht 
eine Vergleichbarkeit unter den deutschen Kommunen. Dabei werden in den fünf Verbrauchs-
sektoren (Verkehr, Private Haushalte, Kommunale Einrichtungen, Industrie und Ge-
werbe/Handel/Dienstleistungen) über spezifische Emissionsfaktoren die Treibhausgasemissi-
onen berechnet. Die Energie- und Treibhausgasbilanz soll in regelmäßigen Abständen fortge-
schrieben werden. Die Veröffentlichung der nächsten Bilanz ist für Ende 2025 geplant mit den 
Daten für das Bilanzjahr 2023.

3 
 
Zweite und dritte Ausbaustufe der Kölner Klimaschutz-Monitoringplattform  
Ab Ende 2024 soll die Plattform um weitere Inhalte erweitert werden. Maßnahmen werden an 
geeigneten Stellen sukzessive um Kennzahlen (Indikatoren) ergänzt. So können Fortschritte 
der Maßnahmen über den allgemeinen Projektstatus hinaus dargestellt werden. Die Plattform 
bietet eine Vielzahl an Darstellungsmöglichkeiten, mit denen Fortschritte in einzelnen Projek-
ten nachvollziehbar dargestellt werden können. Bürger*innen und Entscheidungsträger*innen 
können sich so noch detaillierter über die Fortschritte der Klimaschutzmaßnahmen informie-
ren. 
 
Um weitere Prozesse zu digitalisieren, liegt der Schwerpunkt auf automatisiert übertragbaren 
Daten, die mittels Schnittstellen direkt an die Plattform angebunden werden sollen. Initial ste-
hen Daten zur nachhaltigen Mobilität sowie zu Strom- und Wärmeverbräuchen im Fokus, wel-
che valide Rückschlüsse zu Energie- und somit zu Emissionseinsparungen zulassen. 
 
In 2025 folgt die dritte Ausbaustufe, in der die Plattform um ein Modul zur Maßnahmenpla-
nung ergänzt werden soll. Wo valide Annahmen möglich sind, sollen Emissionsminderungspo-
tentiale einzelner Maßnahmen aufgeführt werden. Die Verwaltung beteiligt sich an deutsch-
land- und europaweiten Arbeitsgruppen mit dem Schwerpunkt auf „Wirkungsmessung von 
Maßnahmen für den kommunalen, regionalen und nationalen Klimaschutz“. Die gewonnenen 
wissenschaftlichen Erkenntnisse sollen in die Maßnahmenbewertung einfließen und eine in-
terkommunale Vergleichbarkeit gewährleisten. 
 
Zusätzlich wird ein Tool aufgebaut, das die erstellten Treibhausgasbilanzen der vergangenen 
Jahre einbindet und Szenarien erstellen kann. Hierzu werden Maßnahmen, denen Emissions-
minderungen direkt zugeordnet werden können, in das Szenario-Tool aufgenommen. So kann 
der Verlauf der stadtweiten Emissionsminderungen anhand der getroffenen Maßnahmen dar-
gestellt und die Zielerreichung zur Treibhausgasneutralität bis 2035 überprüfbar und transpa-
rent gemacht werden. 
Komplexe Sachverhalte lassen sich so darstellen, dass der Zusammenhang unterschiedlicher 
Klimaschutz-Maßnahmen und deren Wirkungen leicht nachvollziehbar wird. Querverbindun-
gen und Wirkungen von verschiedenen Maßnahmen können untereinander und in Hinblick auf 
die Gesamtemissionen innerhalb der Treibhausganzbilanzierung dargestellt und grafisch auf-
bereitet werden. 
 
Durch das Monitoring können kommunale Klimaschutzarbeit und -investitionen noch effektiver 
gesteuert werden. Darüber hinaus kann die Ausschöpfung der kommunalen Einflussbereiche 
der Stadtverwaltung auf diesem Wege transparent gemacht werden. 
 
Hintergrund Gesamtstrategie 
Der Rat hat die Verwaltung mit Beschluss vom 07.12.2023 (2243/2023) mit der Umsetzung 
des „Aktionsplans Klimaschutz“ beauftragt, der die gutachterlichen Empfehlungen aus der 
Strategie „Köln klimaneutral 2035“ in Bezug auf den Einflussbereich der Verwaltung und der 
städtischen Beteiligungen operationalisiert.  
Dem Klimaschutz-Monitoring kommt dabei eine umfassende Rolle zu, da es – wie in der Stra-
tegie „Köln klimaneutral 2035“ formuliert – einen „laufenden Soll-Ist-Wertabgleich der Zielerrei-
chung sowie ein ständiges Nachjustieren“ (2547/2022 Anlage 1, S. 186) erst ermöglicht. 
 
Gez. Wolfgramm

Beratungsverlauf (8)

16.09.2024 Bauausschuss
TOP 8.7 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
16.09.2024 Betriebsausschuss Gebäudewirtschaft
TOP 8.7 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
16.09.2024 Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales
TOP 4.17 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
19.09.2024 Stadtentwicklungsausschuss
TOP 18.17 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
28.10.2024 Digitalisierungsausschuss
TOP 2.2 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
28.10.2024 Liegenschaftsausschuss
TOP 6.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
29.10.2024 Verkehrsausschuss
TOP 6.2.9 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
31.10.2024 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 7.4 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2381/2024
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
09.09.2024
Erstellt
01.08.2024 16:11