2019/0227
Neubau Besucherzentrum Mathildenhöhe
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D O K U M E N T A T I O N Wettbewerb Besucherzentrum Mathildenhöhe Wettbewerbsbetreuung / Dokumentation BÄUMLE Architekten I Stadtplaner Langgässerweg 26 64285 Darmstadt Tel 06151/278 398-0 Fax 06151/278 398-2 mail@baeumlearchitekten.de www.baeumlearchitekten.de 2 die durchführung des WettBeWerBsverfahrens Wurde gefördert durch: 3 iMPressuM auflage: 50 stück darmstadt Januar 2019 Magistrat der Wissenschaftsstadt darmstadt, neues rathaus Luisenplatz 5a 64283 darmstadt eigenbetrieb Kulturinstitute ansprechpartner: Prof. dr. Ludger hünnekens und darmstädter stadtentwicklungs gmbh & co.Kg (dse) ansprechpartner: georg gemmel 4 Liebe darmstädterinnen und darm- städter, liebe architekturfreunde, es gibt keinen vergleichbaren Ort von universeller Bedeutung für die bauliche entwicklung der Moderne am Beginn des 20. Jahrhunderts. im sommer 2020 entscheidet die unesco, ob die Mathildenhöhe Welterbe wird. vor diesem hintergrund stellt sich die Wissenschaftsstadt darmstadt der herausforderung eine Plattform zu schaffen, um die Besucherinnen und Besucher an diesen besonderen Ort heranzuführen und sie mit infor- mationen sowie weiterem service zu versorgen. das Preisgericht unter vorsitz von Prof. arno Lederer aus stuttgart, in darm- stadt bekannt durch die sanierung des staatstheaters und die gestaltung des georg-Büchner-Platzes, tagte am 22. und 23. november 2018 auf der Mathildenhöhe. die Jury hatte eine vielzahl von Lösungsansätzen mit hohem kreativem Potential zu bewerten. die entwürfe haben gezeigt, dass es mit den Mitteln zeitgenössi - scher architektur gelingen kann, dem anspruch eines Besucherzentrums an diesem historisch bedeutsamen Ort und der weiteren kulturellen nutzung in einem ideenteil gerecht zu werden. Mit dem ersten Preis wurde das Pla - nungsteam Marte.Marte architekten, aus feldkirch in österreich mit W es- Landschaftsarchitektur, hamburg, bedacht. rang zwei belegt die Bewer - bergemeinschaft Max dudler mit Landschaftsarchitekt Planorama aus Berlin. darüber hinaus wurden noch zwei anerkennungen vergeben an das darmstädter Büro Kramm und strigl mit rabsilber und heckmann Land - schaftsarchitekten, Wiesbaden, sowie Bruno fioretti Marquez architekten mit atelier Loidl Landschaftsarchitekten ebenfalls aus Berlin. die unterschiedlichkeit der entwurfs- ansätze der Preisträger haben die entscheidung für das Preisgericht nicht leicht gemacht. Markant sollte das neue Besucherzentrum sein, ohne aber das bedeutende Jugendstilensemble zu stören. auf einem qualitativ hoch - wertigen niveau musste entschieden werden, welche der städtebaulichen grundhaltungen Pavillon im Park oder städtisches Museumsquartier, der rich- tige Weg für die Weiterentwicklung der Mathildenhöhe ist. der entwurf von Marte.Marte besticht diesbezüglich durch seine schlicht - heit: er sieht einen zweigeschossigen Pavillon aus kreideweißem stampf- und sichtbeton mit frei gestaltbaren grundrissen vor, der zwischen aus- stellungsgebäude und historischem ateliergarten vermittelt. das Preisge - richt hat letztendlich eine einstimmige empfehlung abgebeben das Konzept der 1. Preisträger den weiteren Pla - nungsüberlegungen zugrunde zu legen. Wir rechnen für die realisierung des Projekts mit Kosten im oberen einstelligen Millionenbereich. die finanzierung ist bereits gesichert: 5 Millionen euro kommen aus dem fördertopf des Bundes für „ nationale Projekte des städtebaus“. Weitere 3,5 Millionen euro wurden von dem in darmstadt verwurzelten Pharma- und chemiekonzern Merck gespendet. 2022 soll das Besucherzentrum seine türen öffnen. Mit dem ergebnis des Wettbewerbs ist eine hervorragende grundlage gelegt worden um der Mathildenhöhe einen angemessen ankommens- und vermittlungsort zu geben. Wir freuen uns diese tolle Planungsaufgabe zusammen mit den Bürger innen und Bürgern realisieren zu dürfen. 5 Jochen Partsch, Oberbürgermeister und Kulturdezernent, Wissenschaftsstadt Darmstadt vOrWOrt der Ort das Wettbewerbsgebiet liegt zwi - schen der Künstlerkolonie Mathil - denhöhe und dem Park rosenhöhe und soll zu einem wichtigen städte - baulichen Bindeglied werden. ausgehend von dem Bewerbungs - prozess um die anerkennung der Mathildenhöhe darmstadt als unesc O-Welterbestätte wird das primäre Ziel verfolgt, bei der Weiter - entwicklung der Mathildenhöhe den ausstellungsgebäude Osthang Nordhang internationalen denkmalpflegerischen standards genüge zu leisten und zugleich einen modernen, neuen ur - banen Lebens- und erlebnisraum zu schaffen. hiermit verbunden wird eine Wiederbelebung der Mathildenhöhe 6 Luftbild Wettbewerbsgebiet ausstellungsgebäude Portal ernst Ludiwg hausMathildenhöhe, Blick von Westen im sinne der innovativen ansätze des frühen 20sten Jahrhunderts an - gestrebt. entsprechend dem aktuell erarbei - teten Masterplan im rahmen der Welterbenominierung ist der neu- bau eines Besucherzentrums auf der Ostseite des Mathildenhöhenhügels vis-à-vis des ausstellungsgebäudes sowie die weitere bauliche arron- dierung für kulturelle nutzungen vorgesehen. die historische Bebauung im Bereich des sogenannten Osthangs wurde bei Luftangriffen im Jahr 1944 weit - gehend zerstört. in mehreren Bauabschnitten wurde das hochschulgebäude für den fachbereich gestaltung der hoch- schule darmstadt ab 1968 errichtet und bis 2012 mehrfach erweitert. das erhaltene, historische atelier- gebäude der Künstlerkolonie darm- stadt von 1914 ist mit dem neuen hochschulgebäude verbunden und wird von der hochschule genutzt. die tradition dieser einrichtung geht auf das Jahr 1907 zurück, in dem die Künstlerkolonie „ großherzog- liche Lehr- ateliers für angewandte Kunst“ einrichtete. das übrige gelände lag 70 Jahre lang brach. es wurde immer wieder über eine neubebauung diskutiert. in den 1970er Jahren war der Ort als hotelstandort vorgesehen, was bis heute geltendes Baurecht ist. doch tatsächlich verwilderte das ca. 0,7 ha große areal. auf 0,5 ha bildete sich ein zum teil wertvoller Baumbestand. Bereits 1983/84 wurde für den Osthang ein hochbaulicher Wettbe - werb mit dem thema Wohnungsbau durchgeführt. eine daraus folgende entwicklung des grundstücks wurde jedoch nicht weiterverfolgt. Mit dem sogenannten „Osthang Project“, einer initiative des darm- städter architektursommer e. v. und des internationalen Musikinstituts darmstadt, wurde das gelände 2014 neu belebt. den start bildete eine dreiwöchige summer school. studierende errichteten gemeinsam mit architekten und Künstlern aus fünf Ländern eine „Künstlerkolonie“. in der folgezeit wurde das Projekt durch eine gruppe junger Men - schen, unter dem namen „O ha Osthang“ weitergeführt. Bis heute finden dort regelmäßig Konzerte, ausstellungen und vorträge statt. das Projekt war von Beginn an als temporäres Projekt angelegt und ist zeitlich begrenzt. Ziel war es, den Osthang als lebendigen Kulturraum in das Bewusstsein der darmstädter Bürgerinnen und Bürger zurück zu bringen. der als nordhang bezeichnete teil des Wettbewerbsgebiets ist eine Brachfläche, die als Parkierungs - fläche genutzt wird. das areal soll als Baufläche aktiviert und nach Möglichkeit z. B. mit museumspä - dagogischen inhalten des Museums Künstlerkolonie gefüllt werden. Rahmen–Konzeption mathildenhöhe erstellt von: nikolaus heiss Koordination mathildenhöhe unter mitarbeit von: Christiane Geelhaar, Renate hoffmann und mona Sauer zwischenbericht – Juli 2009 Wissenschaftsstadt darmstadt 7 die WettBeWerBsaufgaBe die Bauaufgabe war eng an den historischen Ort der Mathildenhöhe gebunden, hier sollte ein Besucher - zentrum für die Bürgerinnen und Bürger sowie touristen entstehen. Ziel war es eine Plattform zu schaffen, mit der den Besuchern die Möglichkeit gewährt wird, an den prestigeträch - tigen/historischen Ort der Mathil - denhöhe informell herangeführt und damit in Kontakt gebracht zu werden. um diesem Ort gerecht zu werden, sollte durch die realisierung eines Besucherzentrums die touristenattrak- tion „Mathildenhöhe darmstadt“ mit klar strukturierten abläufen aufgewer- tet werden. die exponierte Lage des Osthanges ermöglichte weiterhin in verbindung mit dem nordhang städtebauliche Beziehungen zu schaffen, die das Besucherzentrum in die gesamtkon- zeption der Mathildenhöhe einbinden sollte. der neubau des Besucherzentrums war auf der Ostseite des Mathildenhö- henhügels vis-à-vis des ausstellungs- gebäudes in markanter ecksituation vorgesehen. das gebäude sollte sich als eigenständiger Baustein städte - baulich in das ensemble der Mathil - denhöhe einfügen. das raumprogramm sah eine netto- raumfläche von ca. 1.450m 2 vor und beinhaltete funktionen wie infor- mations- und sanitärräume für die Besucher der Mathildenhöhe, veran- staltungsräume, Workshops für päda - gogische aktivitäten, Büroflächen sowie gastronomische angebote. das gebäude sollte vorbildcharakter für eine barrierefreie gesamterschlie - ßung haben. teil des realisierungswettbewerbs war auch die Planung der gebäudebezo - genen freianlagen. in einer übergeordneten Betrachtung sollte als ideenteil die städtebauliche und freiraumplanerische entwicklung des Osthangs mit betrachtet werden. da nicht sicher war ob und wann diese Bausteine umgesetzt werden, war darauf zu achten, dass das geplante Besucherzentrum für sich stehen kann. geplante Wegeverbindung realisierungsteil B1 städtebauliche ideenteile Baufeld nord a Baufeld Ost B2 + B3 weiche grenze teilbereiche erhaltenswerte Bäume Legende: 8 P P PP P P P 401 5 402 6 183 6 182 3 183 7 182 2 Alice-Hospital 298 8 298 23 298 25 277 281 2 285 285 3 285 4 291 292 1 298 3 339 9 378 1 379 380 417 1 418 1 419 2 6 15 84 5 85 1 85 2 94 24 94 26 94 27 94 28 96 1 96 5 97 1 97 2 89 1 89 3 89 4 89 5 90 1 90 3 91 1 91 2 91 3 91 4 92 1 92 2 92 3 92 4 93 1 93 2 93 3 93 4 93 5 97 3 98 1 98 2 98 4 98 5 99 1 100 1 100 3 127 1 100 4 101 1 102 1 104 3 104 4 104 5 105 2 105 4 106 2 106 4 106 5 107 6 111 2 113 138 2 140 141 142 143 1 Fiedlerweg Schwarzwaldring Wolfskehlstraße Am Oberfeld Wolfskehlstraße Am Löwentor Seitersweg Wolfskehlstraße Ludwig-Engel-Weg Erbacher Straße Bunker K K 184 2 187 2 188 3 189 2 220 1 178 179 180 1 180 6 181 3 183 4 339 11 339 12 340 4 340 5 340 6 340 7 343 3 343 5 345 5 345 6 348 2 351 2 351 4 351 5 355 4 357 3 358 6 358 7 359 2 359 3 359 4 334 5 339 10 361 4 407 2 408 410 2 412 1 413 414 415 416 1 418 419 422 1 424 1 427 2 429 4 429 5 431 432 1 432 2 433 3 435 1 437 1 438 4 439 3 380 2 380 3 381 382 1 384 1 386 3 388 1 390 391 2 392 1 393 2 399 1 402 5 403 7 404 7 405 4 440 5 440 6 531 5 531 6 538 3 539 3 541 1 541 2 542 1 542 2 543 544 3 545 3 545 5 546 4 547 2 547 3 548 2 548 3 550 5 3 3 4 3 7 1 11 1 14 1 17 1 20 1 21 1 24 1 25 1 28 1 30 1 33 4 33 5 34 1 35 1 44 2 51 1 52 1 52 2 53 54 55 1 58 1 64 2 67 2 67 3 73 3 74 2 75 1 78 3 78 4 79 1 79 2 80 81 111 4 111 5 111 6 111 7 112 1 113 1 114 1 115 1 115 2 116 117 118 1 120 3 121 3 122 123 5 124 1 124 2 125 2 126 2 126 4 128 3 82 83 2 88 1 89 90 2 90 3 90 4 92 1 92 2 92 3 94 1 95 3 96 1 97 3 98 1 98 2 99 1 103 104 3 107 3 109 1 109 4 111 2 111 3 1531 1 1532 1533 2 1534 1535 1536 2 1537 1538 1539 1 1541 1 1542 1 1542 6 1543 3 1543 6 1544 2 1546 1547 1 1549 1 1551 1552 1553 1556 1512 1515 1 1515 2 1516 1 1517 1518 1 1518 2 1520 1522 1523 1526 1527 1528 2 1529 1530 1 1530 2 144 4 144 5 145 2 145 7 145 8 146 12 146 15 146 22 146 24 146 28 150 7 150 8 151 3 151 4 151 5 154 3 155 6 155 7 155 8 156 13 156 14 156 16 156 17 1569 2 128 4 129 131 2 131 3 132 2 133 1 134 1 136 2 138 3 139 2 140 141 1 141 9 141 10 142 6 142 7 143 2 143 4 143 7 143 8 143 9 156 18 158 7 159 3 159 4 160 10 160 11 161 4 165 1585 1 1585 2 166 1 166 6 166 7 167 3 167 4 167 5 167 6 167 7 168 3 169 1 169 2 170 3 171 172 4 173 2 173 3 175 1 177 1 1574 1575 1576 1578 1 K T. T. Ernst-Ludwig-Haus T. T. K K K T. T. Hoetgerweg Erbacher Straße Fiedlerweg Seitersweg Erich-Ollenhauer-Promenade Mathildenhöhweg Prinz-Christians-Weg Prinz-Christians-Weg Lucasweg Heinrich-Jobst-Treppe Bauhausweg Dieburger Straße Dieburger Straße Stiftstraße Nikolaiweg Nikolaiweg Eugen-Bracht-Weg Eugen-Bracht-Weg Fiedlerweg Lichtenbergstraße Gutenbergstra ße Taunusstraße Hohler Weg Dieburger Straße Dieburger Straße Lichtenbergstraße Olbrichweg Olbrichweg Olbrichweg Seitersweg Spessartring Erbacher Straße Schwarzwaldring Christiansenw eg Alexandraweg Alexandraweg Alexandraweg Alexandraweg 420 3 420 2 II I+D I I I II+D I II+D II II I I II IV+D I II II II IV IV IV IV I V IV V III IV I V I II I I II+D II I I I IV+D I III+D III I IV+D II+D I III+D I I I II IV II I I I II III I I II I I I I II I II+D II I II I II+D I I II II I III I II+D II II I III IV+D III I I IV II I I I III I I I VI IV I I I IV III II+D I I VII I IV III I V I IV I I II II I I I I I I I I I I I I I II I I I II II I I I I II II III I+D II II II II II II I I I II IV V III II I V V I IV I IV IV III III IV IV III II II I I II IV III I I I IV VII II I I I II I I I+D I I II I I II II II II I I II I I I I I II II I I I I II+D II+D I II+D II II+D I I III III I I I II II I I I III I III III I III III IV+D IV IV I I IV I IV I II+D IV I I I III III+D I III III+D I VIII III IV V I I I I I I II I II I I I I II I+D I I I I I III II I+D I III III I III II+D III III IV+D I I II III I I I III III I IV I IV I II I I IV IV V IV VI I III IV IV IV I III I III IV II IV III+D III+D I III+D X VII I IV II I II IV IV IV IV I I VII I II IV I I I I III II I I I I II III II I II I I I III I II+D II I II II+D II II I I II II I I III I IV II I I IV IV I I III IV I I IV III I IV I I I IV I I I II I I I II+D I I I I I III I II I+D I II+D II+D I I II I I I I II III I I II II II II+D II II I I I IV II I I I III IV I II I IV I IV+D IV+D II+D VI IV III+D IV VI II IV V I III III I I I II II I I I I II II I I I I II+D I I I+D II I I I I I III II I IV I I III II I II II IV I I I I II+D I II II I I III+D III+D I II II I I I IV I III I II III I V V III I V IV I II IV IV II IV IV IV II I III I II+D I II I III II+D IV II I I I IV III I I II I II I I I II II+D Spielplatz H H H H Modellausschnitt o.M. Hochzeits- turm Ausstellungs- gebäude Fachbereich Gestaltung Hochschule Darmstadt Russ. Orth. Kirche Designhaus Darmstadt Kardiovaskuläres Zentrum Darmstadt Alice - Hospital Darmstadt Kinderklinik Prinzessin Margaret Platanenhain Hans-Joachim und Gisa Sander Stiftungs städtebauliche Ideenteile Realisierungsteil Ideenteil - Ost Ideenteil - Nord [Zeichnungstitel] Maßstab: 1:5001 städtebauliche ideenteile Realisierungsteil B1 B2 B3 Ideenteil - Ost Ideenteil Nord D städtebaulicher Ideenteil Ateliergarten A übersichtsplan o.M. 9 WettBeWerBsverfahren für die Planung eines neubaus des Besucherzentrums auf der Mathil - denhöhe hat die stadt darmstadt einen nicht offenen Wettbewerb mit städtebaulichem ideenteil nach den richtlinien für Planungswettbewerbe - rPW 2013 - ausgeschrieben. dem Wettbewerb wurde ein auswahlver- fahren vorgeschaltet. das verfahren wurde in abstimmung mit der ar- chitekten- und stadtplanerkammer hessen durchgeführt. insgesamt 65 interdisziplinäre Be - werberteams aus architekten und Landschaftsarchitekten hatten sich europaweit um die teilnahme am Wettbewerb beworben. von den 25 ausgewählten Planungsteams haben 22 teilnehmer eine prüffähige Wett - bewerbsarbeit eingereicht. um die größtmögliche Objektivität in der Beurteilung in der endrunde zu erreichen, wurde eine Jury aus sach- und fachkundigen Preisrichter/-innen gebildet, die gemeinsam mit sachver- ständigen Berater/-innen die anonym eingereichten arbeiten auf Qualität im hinblick auf die aufgabenstellung beurteilte. die Kriterien für die Beurteilung der Wettbewerbsbeiträge durch das Preis- gericht waren: - städtebauliches Konzept - architektonische Qualität - freiraumqualität (insbesondere umgang mit Baum- bestand und grünvernetzung) - innenräumliche Qualität - f unktionalität - a ngemessenheit der Mittel und Materialien - energetische aspekte - Wirtschaftlichkeit als Wettbewerbssumme hat die aus- loberin entsprechend den regeln einen gesamtbetrag in höhe von 75.000,-€ (zzgl. 19% Mw st.) zur verfügung gestellt. die Wettbewerbs- summe wurde wie folgt in Preise und anerkennungen aufgeteilt: 1. Preis 25.000,- € 2. Preis 20.000,- € anerkennung 15.000,- € anerkennung 15.000,- € das Preisgericht unter vorsitz von herrn Prof. arno Lederer aus stuttgart tagte am 22. + 23. november 2018 im designhaus auf der Mathilden - höhe in darmstadt und hat folgende entscheidung getroffen: 1. Preis: Marte.Marte architekten Z t gmbh, a-feldkirch mit Wes gmbh Landschaftsarchitektur, hamburg 2. Preis: architekt Max dudler, Berlin mit Landschaftsarchitekt Planorama, Berlin anerkennung: Kramm & strigl, architekten und stadtplaner, darmstadt mit freiraum rabsilber + heckmann, Wiesbaden anerkennung: Bruno fioretti Marquez architekten, Berlin mit atelier Loidl Landschaftsarchitekten, Berlin 10 Preisgericht sachverständige (ohne stimmrecht): 1. a ndrea Bach, Oberfinanzdirektion frankfurt 2. f rank aulbach, Bezirksdenkmalpflege, Wiesbaden 3. Prof. dr. Kai Buchholz, dekan des fachbereichs geschichte und theorie der gestaltung hda, darmstadt 4. n ikolaus heiss, freunde der Mathildenhöhe e.v., darmstadt 5. d r. Philipp gutbrod, direktor institut Mathildenhöhe, stadt darmstadt 6. c hristoph Beck, stadtplanungsamt, stadt darmstadt 7. a nja herdel, geschäftsführerin, darmstadt Marketing gmbh, stadt darmstadt 8. d oris fath, amtsleiterin grünflächenamt, stadt darmstadt 9. g eorg gemmel, eigenbetrieb immobilienmanagement, stadt darmstadt 10. céline grieb, Welterbebüro entwicklung Mathil- denhöhe, darmstadt 11. ingrid Pilz, grünflächenamt, stadt darmstadt 12. hiltrud Knöll, grünflächenamt, stadt darmstadt sachpreisrichter: 1. Jochen Partsch, Oberbürgermeister und Kulturde - zernent, stadt darmstadt 2. dr. Barbara Boczek, stadträtin, dezernat iii, stadt darmstadt 3. Prof. dr. Ludger hünnekens, Kulturreferent und Betriebsleiter eigenbetrieb Kulturinstitute, stadt darmstadt 4. Lars-christian uhlig, Bundesinstitut für Bau-, stadt- u. raumforschung, Berlin 5. dr. Markus harzenetter, Präsident des Landesamtes für denkmalpflege hessen, Wiesbaden 6. Joachim Lisowski, technischer Betriebsleiter, eigenbetrieb immobilienmanage- ment, stadt darmstadt 7. hildegard förster - heldmann, MdL, stadtverordnete - Bündnis 90/ die grünen, darmstadt 8. dagmar Metzger, stadtverordnete - sPd, darmstadt vertreter: 1. Jan richter, architekt, f-straßburg 2. thomas Wirth, Landschaftsarchitekt, Kitzingen vertreter: 1. Bernd neis, stv. techn. Leiter eigenbetrieb immobilienmanagement, stadt darmstadt fachpreisrichter: 1. Brigitte holz, architektin, darmstadt 2. Prof. dr. Werner durth, architekt, darmstadt 3. Matthias hein, architekt, a-Bregenz 4. Prof. arno Lederer a rchitekt, stuttgart 5. Jochen Krehbiehl , städtebauarchitekt, Leiter stadt- planungsamt, stadt darmstadt 6. rebekka Junge, Landschaftsarchitektin, Bochum 7. tobias Mann, Landschaftsarchitekt, fulda 8. till schneider, architekt, frankfurt 9. Prof. anke Mensing, innenarchitektin, darmstadt 11 Preisgerichtsbeurteilung die Wertschätzung des Osthangs als stark be- und durchgrüntes areal wird der städtebaulichen entwurfsstrategie zugrunde gelegt. damit verbunden ist ein vergleichsweise reduziertes angebot an sichtbaren baulichen erweiterungsflächen und -volumen. der Bebauungsvorschlag im norden hat wenig raumbildende Wirkung, der sensible umgang mit dem Osthang wird jedoch gelobt. die Blickbezie - hung zum ateliergebäude von albin Müller ist schon vom Olbrichweg vorhanden. Mit der außenterrasse vor dem ausstellungsraum wird die ver- bindung zum Osthang hervorragend inszeniert. allerdings wird durch den Bau des Besucherzentrums ein schüt- zenswerter Baum entfallen müssen. der vorschlag für die auf den ersten Blick zurückhaltend erscheinende, den Osthang respektierende Bebau- ung entspricht der städtebaulichen haltung. die Konsequenz die gefor - derten flächen großteils unterirdisch unterzubringen und dazu den hang großflächig zu unterbauen ist jedoch nicht akzeptabel, da dadurch nahezu alle Bestandsbäume entfallen würden. Bei Beibehaltung der Park - fuge erscheint jedoch eine maßvolle nachverdichtung möglich und sollte überprüft werden. die eingefügten Wasserelemente auf dem Platzraum sind nicht nachvollziehbar. das Besucherzentrum funktioniert aufgrund der gesamtdisposition auch ohne die vorgeschlagenen erweiterun- gen aus dem ideenteil. das gebäude positioniert sich als eigenständiger Baukörper in seinem städtebaulichen umfeld zwischen Park und Platzraum. im Preisgericht wird der direkte Bezug des Besucherzentrums auf die traufhöhe des hochschulgebäudes kontrovers diskutiert. die Qualität der öffentlichen räume wird positiv bewertet. erschließung und anliefe- rung funktionieren gut. das haus erfüllt die aufgabe eines durchgangsraum für die vorbereitung auf das areal der Mathildenhöhe sehr gut und ist als ein Ort der informa- tionsvermittlung klar auszumachen. es öffnet sich im eingangsgeschoß konsequent nach südwesten zum Platz und nach nordosten zum ate- liergarten. das gebäude lässt aber eine eindeutige haltung im umgang mit der topographie vermissen und opfert dem spiel der geschlossenen und offenen volumen zwischen ein- gangsgeschoß und dem sich darunter entwickelnden geschoß die erfor - derliche arbeitsplatzqualität für die Büroräume. speziell die Bereiche, wie und wo das gebäude mit der Land- schaft in Berührung kommt, bedürfen aber der gestalterischen, funktionalen und konstruktiven überprüfung. in Bezug auf seine räumlichen ange- bote ist es durch seine offene und vielseitig nutzbare grundstruktur fle- xibel und zukunftsfähig. der fünften ansicht des daches wird durch die spezielle ausgestaltung der dach- bekleidung mit dem flächenbündig integrierten Oberlicht für das treppen- haus rechnung getragen. die Barrierefreiheit ist gewährleistet. das flächenangebot ist unterschritten, erscheint aber durch seine funktiona- len Zuordnungen ausreichend. in der Materialisierung wollen die verfasser Bezug auf das vorkommende Material auf der Mathildenhöhe nehmen und entwickeln eine fassade aus stampfbeton, welche im Kontrast zu den großzügigen gläsernen öff- nungen steht. das tragwerk und Konstruktion ist folgerichtig gewählt, auch wenn sie im Bereich der auskragungen mit einem entsprechenden bauphysikalischen aufwand erkauft werden müssen. 12 1. Preis Lageplan 13 Marte.Marte Architekten ZT GmbH, A-Feldkirch mit WES GmbH Landschaftsarchitektur, Hamburg Verfasser: Bernhard Marte, Stefan Marte, Wolfgang Betz Mitarbeit: Anna-Sophie Holzmüller, Ger - mán Goldschmidt, Stefan Andre - as Marth, Eldar Hajdarevic Marte.Marte architeKten Zt gMBh Mit Wes gMBh LandschaftsarchiteKtur das gebäude ist durch seine Kom - paktheit wirtschaftlich und lässt sich mit überschaubarem aufwand betreiben. die unprätentiöse entwurfshaltung fokussiert sich auf die inszenierung des landschaftlich geprägten Osthangs mit dem ateliergebäude von albin Müller und dem urbanen gefüge mit den gebäuden von Olbrich und der hoch- schule. in seinem zweigeschossigen aufbau ist das gebäude sehr über - sichtlich organisiert und entspricht in hohem Maße den funktionalen anfor- derungen an ein Besucherzentrum. 14 1. Preis fassadenschnitt Modellfoto schnitt West-Ost 15 Marte.Marte architeKten Zt gMBh Mit Wes gMBh LandschaftsarchiteKtur grundriss ug ansicht süd grundriss eg Preisgerichtsbeurteilung in einer klaren Zonierung wird das gelände des Osthangs entlang des Olbrichwegs durch ein ensemble von Bauten geprägt, in dem zwischen der stadtkrone der Künstlerkolonie im Westen und dem fiedlerweg im Osten ein neues Quartier mit vielfältigen angeboten zur weiteren entwicklung der Mathildenhöhe und zugleich eine Brücke zur neuen Künstlerkolonie im Park rosenhöhe entsteht. die geplante gebäudestruktur ist als Pendant zu den häusern auf der südseite des Olbrichwegs konzipiert, die jedoch in einer deutlich dichteren Bebauung vorgeschlagen wird, in der schmale durchgänge zwischen den Bauten zu einer offenen Parkanlage im norden führen, die den Kontrast zwischen Quartier und freiraum sinn- lich erfahrbar machen. die räumliche enge sowie die kleinformatigen dach- gärten werden eher kritisch gesehen. der Bebauungsvorschlag wird jedoch als chiffre verstanden, der im hinblick auf den noch zu konkretisierenden nutzungsinhalte entwicklungsfähig ist. Mit der als dichtes Quartier vor - geschlagenen Bebauung für den Osthang entfällt nicht nur ein großteil der Bestandsbäume. durch die dichte entsteht eine völlig neue freiraumtypo- logie, die den Osthang neu definiert. dies ist historisch durchaus legitimiert, kontrastiert jedoch den heutigen cha- rakter des hügels als gartenraum. Ob dies dem Ort der Mathildenhöhe angemessen ist, wird - mit Blick auf die Bestandsituation - kontrovers diskutiert. im selbstbewussten auftritt gegenüber dem ausstellungsgebäude bildet das Besucherzentrum als markanter Kopf- bau des Quartiers ein überzeugendes stadträumliches gelenk zwischen den Bauten der hochschule und den häusern am Olbrichweg. Mit seinem dreigeschossigen, gut proportio - nierten hochpunkt ist das gebäude von Osten her weithin sichtbar, ohne jedoch den Blick auf das ausstellungs- gebäude zu sehr zu beeinträchtigen. es wird ein überzeugender Platzraum zwischen ausstellungshügel, hoch- schulgebäude und ergänzungsbau im norden ausformuliert. auch durch die ausgestaltung der fassaden entspricht das gebäude den intentionen des denkmalschutzes den vorrang der historischen Bauten zu achten. die struktur der hellen fassaden - elemente aus Kunststein nimmt die vertikalen Prinzipien der fassaden- gliederung des ausstellungsgebäudes auf und gibt der kräftigen Kubatur des gebäudes durch die zierliche reliefwirkung ein elegantes erschei- nungsbild. das foyer des Besucherzentrums erlaubt eine leichte Orientierung und lässt schon auf den ersten Blick die bei der ankunft von Besuchern erfor- derlichen serviceleistungen erkennen, während die zur intensiven information erforderlichen angebote und spe - zifische vermittlungsformate in den Obergeschossen besucht werden können. hier sind auch die vom Besu- cherverkehr separierten arbeits- und rückzugsbereiche integriert, wobei zur verschränkung von gebäude und freiraum ein dachgarten angelegt ist, der weite ausblicke erlaubt. Kritisch zu bedenken ist, dass sich die starke städtebauliche Wirkung des Besucherzentrums idealerweise erst aus der gesamtanlage eines Quartiers entfalten kann, für das in den nächsten schritten der entwicklung der Mathil- denhöhe die Weichen zu stellen sind, um glaubhaft auch den intensionen des Masterplans zur Welterbebewer - bung zu entsprechen. das Projekt könnte hierzu jedoch impulse setzen, indem sich die stadtgesellschaft für eine zeitnahe Weiterentwicklung des 16 2. Preis 17 Max Dudler, Berlin mit Planorama Landschaftsarchitektur, Berlin Verfasser: Max Dudler, Maik Böhmer Mitarbeit: Josef Niermann, Ayshin Soydan, Si- mona Capaul,Jochen Soydan, Fa - bian Karle, Matteo Basta, Leon Fell Hilfskräfte: Modellbau Milde, Berlin Lageplan Max dudLer Mit PLanOraMa LandschaftsarchiteKtur BESUCHERZENTRUM UND STÄDTEBAULICHE ENTWICKLUNG MATHILDENHÖHE DARMSTADT 8 2 9 1 0 4 Oberflächengestaltung Das Umfeld des Besucherzentrums wird mittels eines einheitlichen Pflasterbelags gestaltet, um somit einen zusam - menhängenden Raum bzw. eine identitätsstiftende Einheit zu definieren. Verwendung findet ein dauerhafter, hoch - wertiger Belag aus regionaltypischem Natursteinpflaster. Die Farbgebung orientiert sich dabei an den Materialien der neuen Bebauung. Eine Mischung aus mehreren Gesteinsarten soll von Beginn an eine gewisse ‚gelebte’ Lebendig - keit des Belages erzeugen. Die Verkehrsflächen des Olbrichwegs werden in einem Natursteinpflaster Großstein aus - geführt und farblich an die angrenzenden Steinfarben angeglichen. Sitzelemente, Stufen oder Einfassungen werden ebenso aus Naturstein gefertigt, um einen einheitlichen Eindruck zu erzeugen. Erschließung & Stellplätze Der Olbrichweg wird als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen und in die Gesamtkonzeption gestalterisch mit ein - bezogen. Der Leitgedanke besteht darin, die notwendigen Verkehrsflächen so zu integrieren, dass möglichst wenig Abgrenzung entsteht und die Flächen selbstverständlich zum Gesamtraum dazugehören. Hierfür werden Fahr- und Gehbereiche mit Hilfe einer höhengleichen offenen Rinne voneinander abgegrenzt, wodurch ein zusammengehöriger und großzügiger Raumeindruck entsteht. Alle Räume und Gebäudezugänge sind umlaufend ohne Hindernisse bar - rierefrei erschlossen. Die im nördlichen Entwurfsgebiet integrierte Tiefgarage wird über den Lucasweg erschlossen und ermöglicht eine stellplatzfreie Freiraumgestaltung. Stellplätze für Fahrräder werden dezentral in der Nähe von Gebäudeeingängen im gesamten Areal angeboten. Besucherzentrum Kubatur Aus der städtebaulichen Situation haben wir für das Besucherzentrum einen sich nach Westen hin aufweitenden Grundriss entwickelt, der mit seiner spitzen Seite in Richtung Ausstellungsgebäude weist und somit klar Bezug her - stellt. Die Kubatur ergibt sich aus der Hanglage und der ihr folgenden Abtreppung der Gesamtbebauung. Als zweige - schossiger, liegender Baukörper bildet das Besucherzentrum nach Westen einen dreigeschossigen Hochpunkt aus, der dem Gebäude als Ganzes und besonders der im Hochpunkt verorteten Eingangssituation besondere Präsenz im Stadtraum verleiht. Beidseitige Rücksprünge auf Höhe des ersten Geschosses betonen den Turm zusätzlich, der dem Hochzeitsturm ein zeitgenössisches Gegenüber stellt. In seiner differenzierten Höhenentwicklung wirkt der Bau nicht massiv, sondern schließt an die Maßstäblichkeit der Umgebung und die kleinteilige Struktur des Viertels an. Durch den schrägen, dreieckigen Einschnitt ins Gebäude präsentiert sich der Haupteingang den Besuchern von bei - den Seiten, sowohl von der Mathildenhöhe als auch vom Ostbahnhof kommend, mit gleicher Offenheit. Gemeinsam mit der Aufwertung und Neufassung der umligenden Freiflächen trägt die Ausrichtung und Kubatur des Gebäudes zu einer intuitiven Orientierung der Besucher auf der Mathildenhöhe bei. Fassade Mit der vertikalen Struktur seiner hellen Kunststein-Fassade nimmt das Besucherzentrum klar Bezug auf die eben - falls vertikal angelegte Gestaltung des Ausstellungsgebäudes mit ihrer schmalen, in die Höhe gezogenen Durch - fensterung oder der auffälligen Dachstruktur des Hochzeitturms. Langgestreckte Lisenen, die sich um das gesamte Gebäude des Besucherzentrums ziehen, sind im Wechsel der Geschosse einmal nach links, einmal nach rechts abgeschrägt, wodurch in Perspektiven und Schattenwürfen ein spielendes Flirren entsteht, das als zeitgenössische Abstraktion typischer Jugenstilstrukturen gelesen werden kann. Fein differenzierte horizontale Bänder bilden die Ge - schosse ab und machen das Gebäude nach außen hin nachvollziehbar. Der zugrundeliegende Sockel verleiht dem Bau Erhabenheit und Ruhe und gleicht dabei die Topographie der Hanglage aus. Breite „Schaufenster“ – mal hinter Lisenen mal offen – erlauben Einblicke ins Innere und stellen Bezüge zwischen den unterschiedlichen Gebäuden der Mathildenhöhe her. Das große West-Fenster gibt direkten Einblick in die Ausstellungsfläche und bildet ein Pendant zu den erneut geöffneten Ostfenster im anschließenden Ausstellungsgebäude. Innenraum Mit dem Eingang eröffnet sich ein weiter lichtdurchfluteter Raum, in dem der Besucher direkt auf den großzügigen Empfangsbereich orientiert ist. Im offenen, klar strukturierten Raum erschließen sich alle verorteten Nutzungen – wie Garderobe, Museumsshop, Café, Toiletten – intuitiv und auf den ersten Blick. Diagonal durch das Geschoss ergibt sich ein weiter Blickbezzug zum Café und in den dahinterliegenden denkmalgeschützten Ateliergarten. Mit großen gläsernen Öffnungen bezieht das Café den Garten mit ein und reaktiviert ihn als gastronomische Außenfläche. Hinter dem Empfang gelegen erschließt eine repräsentative einläufige Treppe die darüber liegenden Geschosse und führt direkt zu der auf zwei Etagen angelegten Ausstellungsfläche. Ein Luftraum, über den Erdgeschoss und das erste Obergeschoss miteinander kommunizieren, sorgt für ein besucherfreundliches, lichtes Ambiente und klare Orientie - rung. Die durch den Hochpunkt gewissermaßen zweitgeteilte Struktur des Gebäudes trägt zu einer selbstverständlichen Ordnung der unterschiedlichen Nutzungsbereiche bei. Besonders wirksam wird dies im ersten Geschoss, wo der komplette Turmbereich als Ausstellungsfläche zur Verfügung steht, das übrige Geschoss hingegen der halböffent - lichen und privaten Nutzung (Workshop-Flächen, Seminar-Räume und Büros) vorbehalten ist. Die Reihung aus Seminar- und Vortragsräumen lässt sich nach Bedarf flexibel zusammenschließen oder entkoppeln. Durch den Rück - sprung des Gebäudes im ersten Geschoss ergibt sich eine attraktive Außenfläche, die für Workshops oder als Erho - lungsort für Ausstellungsbesucher genutzt werden kann. Die Bar im Obergeschoss des Turms bietet sich mit seiner angeschlossenen Terrasse mit Blick auf das neu entstehende Kulturareal auch für Abendveranstaltungen an. Ein zusätzlicher Gebäude-Zugang samt Treppe auf der Ostseite des Besucherzentrums macht das Café bei Bedarf aut - ark nutzbar. Gleichzeitig bietet der schwellenlose Eingang bei Kulturveranstaltungen auf dem Campus des Osthang- Geländes den dortigen Teilnehmern die Möglichkeit ohne Umwege zum Café oder zu den WC-Räumen zu gelangen. Ansicht West Ansicht Ost Ansicht NordAnsicht West Ansicht Ost Ansicht NordAnsicht West Ansicht Ost Ansicht Nord ±0,00 +5,00 +9,00 +16,00 -0,15 +4,85 +8,85 -0,64 +4,65 +8,65 +15,10 +4,00 +8,50 +14,60 3,50 50 3,50 78 50 3,50 1,50 1,00 22 4,00 3,50 1,28 3,50 2,72 64 4,00 1,00 3,50 50 5,599 1,401 5,00 4,00 7,00 Außenwandaufbau - 2.OG Ausstellung 110 mm Betonfertigteilelemente an Edelstahlkonsolen vorgehängt, 220 mm Relief außenseitig geschliffen, Sicken gesäuert Farbton hell- weiß- gräulich (Erscheinungsbild ähnlich einem hellem Beton- Terrazzo) 20 mm Hinterlüftung 140 mm mineralische Wärmedämmung, hydrophobiert, nicht brennbar 170 mm Stahlortbetonaußenwand Aluminium - Festverglasung - 1. OG Ausstellung schmales und vertikales, Gestaltprägendes Bauelement Aluminium-Rahmenprofile mit 3-fach Isolierverglasung Auf Grund der großen Leibungstiefen ohne Erfordernis eines Sonnenschutzes bzw. Sonnenschutzglas Hartgipsverkleidungen - Innen, bodenstehend Beton-Fertigteil-Leibung - Außen OK Gesimsband +5,00 UK Gesimsband +4,50 OK Gesimsband +9,78 OK Gesimsband +16,00 UK Gesimsband 15,78 UK Gesimsband +14,78 AUSSTELLUNG AUSSTELLUNG UK Gesimsband +9,28 Außenwandaufbau - EG Empfang 110 mm Betonfertigteilelemente an Edelstahlkonsolen vorgehängt, 220 mm Relief außenseitig geschliffen, Sicken gesäuert Farbton hell- weiß- gräulich (Erscheinungsbild ähnlich einem hellem Beton- Terrazzo) 20 mm Hinterlüftung 140 mm mineralische Wärmedämmung, hydrophobiert, nicht brennbar 170 mm Stahlortbetonaußenwand AUSSTELLUNG ±0,00 +5,00 +9,00 +16,00 -0,15 +4,85 +8,85 -0,64 +4,65 +8,65 +15,10 +4,00 +8,50 +14,60 3,50 50 3,50 78 50 3,50 1,50 1,00 22 4,00 3,50 1,28 3,50 2,72 64 4,00 1,00 3,50 50 5,599 1,401 5,00 4,00 7,00 Außenwandaufbau - 2.OG Ausstellung 110 mm Betonfertigteilelemente an Edelstahlkonsolen vorgehängt, 220 mm Relief außenseitig geschliffen, Sicken gesäuert Farbton hell- weiß- gräulich (Erscheinungsbild ähnlich einem hellem Beton- Terrazzo) 20 mm Hinterlüftung 140 mm mineralische Wärmedämmung, hydrophobiert, nicht brennbar 170 mm Stahlortbetonaußenwand Aluminium - Festverglasung - 1. OG Ausstellung schmales und vertikales, Gestaltprägendes Bauelement Aluminium-Rahmenprofile mit 3-fach Isolierverglasung Auf Grund der großen Leibungstiefen ohne Erfordernis eines Sonnenschutzes bzw. Sonnenschutzglas Hartgipsverkleidungen - Innen, bodenstehend Beton-Fertigteil-Leibung - Außen OK Gesimsband +5,00 UK Gesimsband +4,50 OK Gesimsband +9,78 OK Gesimsband +16,00 UK Gesimsband 15,78 UK Gesimsband +14,78 AUSSTELLUNG AUSSTELLUNG UK Gesimsband +9,28 Außenwandaufbau - EG Empfang 110 mm Betonfertigteilelemente an Edelstahlkonsolen vorgehängt, 220 mm Relief außenseitig geschliffen, Sicken gesäuert Farbton hell- weiß- gräulich (Erscheinungsbild ähnlich einem hellem Beton- Terrazzo) 20 mm Hinterlüftung 140 mm mineralische Wärmedämmung, hydrophobiert, nicht brennbar 170 mm Stahlortbetonaußenwand AUSSTELLUNG ±0,00 +5,00 +9,00 +16,00 -0,15 +4,85 +8,85 -0,64 +4,65 +8,65 +15,10 +4,00 +8,50 +14,60 3,50 50 3,50 78 50 3,50 1,50 1,00 22 4,00 3,50 1,28 3,50 2,72 64 4,00 1,00 3,50 50 5,599 1,401 5,00 4,00 7,00 Außenwandaufbau - 2.OG Ausstellung 110 mm Betonfertigteilelemente an Edelstahlkonsolen vorgehängt, 220 mm Relief außenseitig geschliffen, Sicken gesäuert Farbton hell- weiß- gräulich (Erscheinungsbild ähnlich einem hellem Beton- Terrazzo) 20 mm Hinterlüftung 140 mm mineralische Wärmedämmung, hydrophobiert, nicht brennbar 170 mm Stahlortbetonaußenwand Aluminium - Festverglasung - 1. OG Ausstellung schmales und vertikales, Gestaltprägendes Bauelement Aluminium-Rahmenprofile mit 3-fach Isolierverglasung Auf Grund der großen Leibungstiefen ohne Erfordernis eines Sonnenschutzes bzw. Sonnenschutzglas Hartgipsverkleidungen - Innen, bodenstehend Beton-Fertigteil-Leibung - Außen OK Gesimsband +5,00 UK Gesimsband +4,50 OK Gesimsband +9,78 OK Gesimsband +16,00 UK Gesimsband 15,78 UK Gesimsband +14,78 AUSSTELLUNG AUSSTELLUNG UK Gesimsband +9,28 Außenwandaufbau - EG Empfang 110 mm Betonfertigteilelemente an Edelstahlkonsolen vorgehängt, 220 mm Relief außenseitig geschliffen, Sicken gesäuert Farbton hell- weiß- gräulich (Erscheinungsbild ähnlich einem hellem Beton- Terrazzo) 20 mm Hinterlüftung 140 mm mineralische Wärmedämmung, hydrophobiert, nicht brennbar 170 mm Stahlortbetonaußenwand AUSSTELLUNG ±0,00 +5,00 +9,00 +16,00 -0,15 +4,85 +8,85 -0,64 +4,65 +8,65 +15,10 +4,00 +8,50 +14,60 3,50 50 3,50 78 50 3,50 1,50 1,00 22 4,00 3,50 1,28 3,50 2,72 64 4,00 1,00 3,50 50 5,599 1,401 5,00 4,00 7,00 Außenwandaufbau - 2.OG Ausstellung 110 mm Betonfertigteilelemente an Edelstahlkonsolen vorgehängt, 220 mm Relief außenseitig geschliffen, Sicken gesäuert Farbton hell- weiß- gräulich (Erscheinungsbild ähnlich einem hellem Beton- Terrazzo) 20 mm Hinterlüftung 140 mm mineralische Wärmedämmung, hydrophobiert, nicht brennbar 170 mm Stahlortbetonaußenwand Aluminium - Festverglasung - 1. OG Ausstellung schmales und vertikales, Gestaltprägendes Bauelement Aluminium-Rahmenprofile mit 3-fach Isolierverglasung Auf Grund der großen Leibungstiefen ohne Erfordernis eines Sonnenschutzes bzw. Sonnenschutzglas Hartgipsverkleidungen - Innen, bodenstehend Beton-Fertigteil-Leibung - Außen OK Gesimsband +5,00 UK Gesimsband +4,50 OK Gesimsband +9,78 OK Gesimsband +16,00 UK Gesimsband 15,78 UK Gesimsband +14,78 AUSSTELLUNG AUSSTELLUNG UK Gesimsband +9,28 Außenwandaufbau - EG Empfang 110 mm Betonfertigteilelemente an Edelstahlkonsolen vorgehängt, 220 mm Relief außenseitig geschliffen, Sicken gesäuert Farbton hell- weiß- gräulich (Erscheinungsbild ähnlich einem hellem Beton- Terrazzo) 20 mm Hinterlüftung 140 mm mineralische Wärmedämmung, hydrophobiert, nicht brennbar 170 mm Stahlortbetonaußenwand AUSSTELLUNG GRUNDRISS 1. OBERGESCHOSS 1:200 GRUNDRISS 2.OBERGESCHOSS 1:200 DETAILSCHNITT1:50 DETAILANSICHT 1:50 DETAILSCHNITT EG / 1.OG / 2.OG 1:50 ANSICHT NORD 1:200ANSICHT WEST 1:200 ANSICHT WEST 1:200 BESUCHERZENTRUM 7.5 Personal -WC 20,7 m2 3.3 Sanitärbereich für Kinder 9,1 m2 3.4 Lager 6,4 m2 Treppe B 13,7 m2 7.4 Sozialraum mit Teeküche 13,8 m2 7.1 Büro 20,6 m2 7.3 Büro 21,3 m2 7.2 Büro 18,6 m2 2.1 Ausstellung + Info 93,5 m2 4.1 Vortragssaal 117,7 m2 4.3 Seminarraum 68,9 m2 3.1 Workshopraum 74,2 m2 4.2 Seminarraum 60,1 m2 3.2 Büro 12,8 m2 5.1 Bistro 28,3 m2 2.1 Ausstellung + Info 84,7 m2 Osthangs zu einem Kreativquartier engagiert. auch ohne die städtebaulichen ergänzungsbauten kann sich das Besucherzentrum jedoch auch als solitär im Park behaupten, da es einen urbanen Kontrast zur vegetation im Landschaftsrelief des Osthangs bietet und den historischen ateliergarten gut einbindet. die wirtschaftlichen Kenndaten liegen im durchschnittlichen Bereich. die konventionelle Bauweise lässt eine wirtschaftliche erstellung und unter- haltung erwarten. der entwurf hat sein alleinstellungs- merkmal darin, dass er durch die bauliche überformung der Bestands- situation ein überzeugendes Leitbild für die entwicklung des Osthangs anbietet. 18 -1.00 9.00 10.00 -3.00 16.00 1.00 5.00 9.00 15.00 AUSSTELLUNG AUSSTELLUNG EMPFANG BESUCHERZENTRUM MATHILDENHÖHE BISTRO VORTRAGSSAAL RESTAURANT LAGER SEMINARRAUM GARDEROBE 5.00 0.00 (176.00 NHN) 0.00 (176.00 NHN) 16.00 5.00 9.00 DACHTERRASSE RESTAURANT KÜCHE VORTRAGSSAAL WORKSHOPRAUM Kontur 2. Obergeschoss 0.00 (176.00 NHN) Ansicht West Ansicht Ost Ansicht Nord ansicht WestModellfoto fassadenschnitt schnitt West-Ost 2. Preis 19 7.5 Personal -WC 20,7 m2 3.3 Sanitärbereich für Kinder 9,1 m2 3.4 Lager 6,4 m2 Treppe B 13,7 m2 7.4 Sozialraum mit Teeküche 13,8 m2 7.1 Büro 20,6 m2 7.3 Büro 21,3 m2 7.2 Büro 18,6 m2 2.1 Ausstellung + Info 93,5 m2 4.1 Vortragssaal 117,7 m2 4.3 Seminarraum 68,9 m2 3.1 Workshopraum 74,2 m2 4.2 Seminarraum 60,1 m2 3.2 Büro 12,8 m2 Ansicht West Ansicht Ost Ansicht Nord ansicht süd 8.3 Abfallraum 23,3 m2 5.1 Küche mit Lager 81,4 m2 5.2 WC D 24,3 m2 5.2 WC H 23,2 m2 5.2 WC B 5,8 m2 7.6 Erste-Hilfe-Raum 12,7 m2 9.1 WC D 8,8 m2 9.2 WC H 4,6 m2 6.3 Lagerraum 14,9 m2 5.3 Garderoben mit Schließfächern 42,4 m2 6.2 Backof fice 16,6 m2 5.1 Bistrobereich 131,2 m2 1.1 Foyer 197,1 m2 6.1 Verkaufs fläche 79,9 m2 grundriss eg grundriss dggrundriss 1.Og 5.1 Bistro 28,3 m2 2.1 Ausstellung + Info 84,7 m2 Max dudLer Mit PLanOraMa LandschaftsarchiteKtur Preisgerichtsbeurteilung Mit dem neuen Besucherzentrum wird die ecke des Olbrichwegs selbstbewusst besetzt und das hoch- schulensemble komplettiert. Parallel dazu wird ein ergänzendes Quartier vorgeschlagen, das durch einen grünraum separiert wird. das histo- rische ateliergebäude wird freigestellt und dem ateliergarten ein Baumhain vorgelagert. dieser auftakt wird städ- tebaulich, denkmalpflegerisch und landschaftsplanerisch positiv bewertet. die ergänzungsbauten sind im ensem- ble städtebaulich plausibel. Mit dem Besucherzentrum kann jedoch auch ohne diese Bauten eine befriedigende Lösung erreicht werden. der übergang von dieser als Plateau ausgebildeten terrasse zum Park überzeugt jedoch nicht. durch die stufenanlage direkt vor dem eingang entsteht keine einladende geste. einige schützenswerte Bäume würden entfallen. die gebäudefluchten nehmen die straßenbegrenzungslinie auf und schieben sich sehr weit in den straßen- raum hinein. die dadurch entstandene einengung des verkehrsraums wird aus denkmalpflegerischer sicht kritisch beurteilt und könnte zu Problemen in der verkehrsführung für Busse und anlieferung führen. durch die auskragung der Oberge - schosse an der südostecke erfolgt eine räumliche inszenierung zum Olbrichweg hin. der Zugang in das gebäude wird selbstverständlich aus- formuliert. allerdings ist der vorplatz im hinblick auf die zu erwartenden Besuchergruppen nicht angemessen entworfen. das gebäude ist als skulpturaler Baukörper mit einem hochpunkt nach Osten hin konzipiert und führt über eine dachterrasse zu einer über- einstimmung mit dem historischen ausstellungsgebäude. die geschosse sind klar gegliedert und flexibel bespielbar. die vertikale erschließung ist hingegen ausschließlich funktional entwickelt, wobei die forderung nach zwei baulichen rettungswegen intelli- gent gelöst wird. die Lage des café’s im 2. Obergeschoss wird aus betrieb- licher sicht eher kritisch gesehen. Mit den großen öffnungen in den fassaden werden gerahmte Blicke inszeniert. Man kann in alle richtun- gen blicken während umgekehrt die fenster und die innenräume beleben und gut belichten. Zwei große Luft - räume sorgen für ein großzügiges raumerlebnis. in der architektonischen anmutung ist eine Betonfassade denkbar auch wenn sich teile des Preisgerichts Preisgericht eine fein - gliederige struktur wünschen. Bzgl. der Kenndaten liegt die arbeit im durchschnittlichen Bereich. das gebäude ist klar strukturiert, die gebäudeauskragung über dem eingang stellt eine konstruktive her- ausforderung dar. insgesamt stellt der entwurf einen guten typologischen Beitrag zum thema Besucherzentrum dar, der hin- sichtlich der außenraumzuordnungen und der Baumassenkonzentration nicht überzeugend genug ausbalan- ciert ist. ansicht südschnitt West-Ost 20 anerKennung Modellfoto Saal Seminar Seminar Verwaltung Büro Aufenthalt Büro Erste Hilfe WC Büro Personal Foyer Veranstaltung Dachterrasse Cafe Cafe Küche Lager Lageplan grundriss eg grundriss 1.Og grundriss dg 21 Kramm & Strigl Architekten und Stadtplaner, Darmstadt mit Freiraum Rabsilber + Heckmann, Wiesbaden Verfasser: Prof. Rüdiger Kramm, Marcel Paf- frath, Klaus Peter Heckmann Mitarbeit: Alexander von Hoessle, Olivia Behre, Fabian Merkel KraMM & strigL architeKten und stadtPLaner Mit freirauM raBsiLBer + hecKMann Preisgerichtsbeurteilung der prismatische Baukörper ist losge- löst von der umgebenden Bebauung positioniert. seine äußere form ist nicht zufällig gewählt, sondern ergeb- nis der auseinandersetzung mit der unmittelbaren umgebung. die präzise gesetzten gebäudefluchten stärken den auftakt des Olbrichwegs, schaffen (in erster Bauetappe) eine sanfte ein- mündung des Parkbereichs in richtung Werkstattgebäude und lassen direkte sichtbeziehungen von Westen zum ateliergarten entstehen, der durch die setzung des neubaus keinesfalls einge- engt wird. im gegenteil entstehen am übergangsbereich zur hochschule sich öffnende, hochwertige außenräume. die vorgeschlagenen weiteren Baukör- per des ideenteils (Baufelder 2 und 4) werden sehr kritisch beurteilt, da der ost-west-verlaufende ergänzungsbau den Park vom öffentlichen raum am Olbrichweg abschneidet. diese tren- nung ist aus städtebaulicher sicht nicht nachvollziehbar. es wird ein städtischer Platzraum geschaffen, der in seiner größe dem Ort nicht angemessen ist. das große, nur leicht geneigte Plateau fügt sich wenig in den hang ein. durch die setzung der gebäude werden zwar nur wenige schützenswerte Bäume wei- chen müssen, der grünzug wird aber unterbrochen. das Besucherzentrum hat städtebaulich und von seiner äußeren erscheinung einen selbstbewussten auftritt und möchte sich als eigenständiges Mitglied in das zerstreute ensemble der Mathil- denhöhe einreihen. diese haltung wird kontrovers diskutiert und beurteilt. die Konstruktionsweise, besonders in Bezug auf die setzung der fens- teröffnungen, wird kritisch diskutiert, wenngleich in Proportion und rhythmus analogien zur unmittelbaren baulichen umgebung deutlich werden. innenräumlich ist das Besucher - zentrum als split Level organisiert, wodurch der Baukörper sich wie selbstverständlich und ohne große geländeveränderungen in den hang einbetten lässt. die Orientierung inner- halb des hauses ist selbsterklärend. die beiden großzügigen treppen lassen auf selbstverständliche art und Weise einen zusammenhängend durch das gebäude fließenden raum entstehen. dieser ist unter dem prägnanten dach als einraum erlebbar. die Belichtung über die zentrale dachlaterne ver - stärkt diese Wirkung. die Zonierung innerhalb des hauses entsteht durch nischen, raumbildende einrichtung und bedachtsam geführte Bewegungs- achsen. die überdimensional starke außenhülle birgt einerseits nebenbe- reiche wie toiletten und fluchtwege und ermöglicht anderseits einschnitte, die mit gezielter außenanbindung und spannender Lichtführung überzeugen können. die Poesie und das erlebnis dieses raumes enden leider im rückwärtigen Bereich der unteren ebene. die dort situierten räume wirken abgehängt und sind schlecht belichtet. eine verbesse- rung dieser situation wäre jedoch ohne grobe eingriffe in den entwurf erzielbar. aus denkmalpflegerischer sicht entfal- tet der selbstbezügliche Bau in seiner großvolumigkeit, in seiner archi - tektonischen ausgestaltung und der fehlenden städtebaulichen Beziehung eine enorme störwirkung auf das ensemble Mathildenhöhe. die Bgf-Kenndaten liegen im unter - durchschnittlichen, die Bri-Kennwerte im durchschnittlichen Bereich. das Besucherzentrum überzeugt durch seine innere Logik und das innen- raumangebot. der architektonische auftritt wird im Preisgericht kontrovers diskutiert und wird im Besonderen von denkmalpflegerischen seite kritisch bewertet. ansicht südschnitt West-Ost 22 anerKennung Modellfoto Lageplan grundriss eg grundriss Oggrundriss ug 23 Bruno Fioretti Marquez Architekten, Berlin mit Atelier Loidl Landschaftsarchitekten, Berlin Verfasser: Piero Bruno, Leonard Grosch Mitarbeit: Tatjana Busch, Robert Martin Paul Saat, Kay Fischer BrunO fiOretti MarQueZ architeKten Mit ateLier LOidL LandschaftsarchiteKten klaus schuwerk architects, Berlin mit el:ch landschaftsarchitekten, D-Berlin mit bb22 architekten+stadtplaner, Frankfurt a. M. mit schurack architekten, D-Darmstadt kleyer.koblitz.letzel.freivogel gesellschaft von Architekten, D-Berlin mit sinai Gesellschaft von Landschaftsarchitekt, D-Berlin Innauer Matt Architekten, AT-Bezau mit Geser Landschaftsarchitekten, CH-Zürich netzwerkarchitekten, D-Darmstadt mit Y-LA Ando Yoo Landschaftsarchitektur, D-Hamburg Ferdinand Heide Architekt Planungsgesellschaft mbH, D-Frankfurt a. M. mit Die Landschaftsarchitekten Bittkau-Bartfelder und Ing. GbR, D-Wiesbaden raumwerk Gesellschaft für Architektur und Stadtplanung, D-Frankfurt a. M.mit Vogt Landschaftsarchitekten, CH – Zürich 24 Weitere teiLnehMer HerbstKunkler Architekten GmbH, D-Berlin mit DEH-Landschaft, D-Berlin kadawittfeldarchitektur, D-Aachen mit GREENBOX Landschaftsarchitekten, D-Köln ZILA Freie Architekten, D-Leipzig mit GRIEGER HARZER Landschaftsarchitekten, D-Berlin menzel I kossowski Architekten, D-Darmstadt mit faktorgruen Landschaftarchitekten, D-Freiburg Andreas Heller Architects&Designers, D-Hamburg mit L+ Landschaftsarchitektur, D-Hamburg ARGE TOPOTEK 1 Architektur, D-Berlin mit rw+Gesellschaft von Architekten, D-Berlin mit TOPOTEK 1 Landschaftsarchitekten, D-Berlin 25 Kuehn Malvezzi, D-Berlin mit Atelier Le Balto, D-Berlin Waechter +Waechter Architekten, D-Darmstadt mit Riehl Bauermann Landschaftsarchitekten, D-Kassel KOKO arhitektid, EE–Tallinn MGF Architekten GmbH, D-Stuttgart mit Wiedeman+Schweizer Landschaftsarchitektur, D-Stuttgart Baumschlager Eberle Architekten, CH-St.Gallen mit POLA Landschaftsarchitekten, D-Berlin Steimle Architekten, D-Stuttgart mit Lohrberg Stadtlandschaftsarchitektur, D-Stuttgart 26 Weitere teiLnehMer 27 © BÄUMLE Architekten I Stadtplaner 2019
2019/0227
1591 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
26.07.2019
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Eigenbetrieb
Kulturinstitute
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:42
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2019/0227
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Neubau Besucherzentrum Mathildenhöhe
Vorlage vom: 11.07.2019
Beschlussvorschlag :
Der Magistrat nimmt den Beschluss der Betriebskommission des Eigenbetriebs Kulturinstitute
zur Kenntnis und leitet ihn an die Stadtverordnetenversammlung zur Kenntnisnahme weiter.
Anlagen: BV_Besucherzentrum Mathildenhöhe
Anlage_Besucherzentrum
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 2 -
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 11.07.2019:
Die Betriebskommission des Eigenbetriebs Kulturinstitute hat der als Anlage beigefügten
Vorlage zum Neubau eines Besucherzentrums Mathildenhöhe im März 2019 zugestimmt.
Die hierzu gehörende Dokumentation der Wettbewerbser gebnisse wird zur Kenntnis gegeben.
Darmstadt, den 25.07.2019
Jochen Partsch
Oberbürgermeister
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Eigenbetrieb Kulturinstitute Darmstadt, den 27. Februar 2019 Betriebsleitung Frau Adler, @ 3339 An die Mitglieder der Betriebskommission des Eigenbetriebs Kulturinstitute der Wissenschaftsstadt Darmstadt Mit der Bitte um Beschlussfassung Neubau Besucherzentrum Mathildenhöhe Beschluss: Die Betriebskommission nimmt das Wettbewerbsergebnis zur Kenntnis 2. Die Betriebskommission beschließt die weitere Planung für das Besucherzentrum bis zur Entwurfsplanung einschl. Kostenermittiung auf Grundlage des Wettbewerbsergebnisses. 3. Für die Entwurfsplanung werden Mittel in Höhe von bis zu 600.000 € bereitgestellt. Begründung: Wettbewerbs- und, Planungsaufgabe Im Rahmen der konkretisierenden Vorbereitungen zum UNESCO-Weltkulturerbeantrag wurde die Notwendigkeit erkannt, ein zentrales Besucherzentrum auf der Mathildenhöhe zu entwickeln. Als zentrales Informationszentrum zur geschichtlichen Bedeutung und Entwicklung der Künstlerkolonie Mathildenhöhe soll dieses neue Besucherzentrum erste Anlaufstelle für Besucher sein und Nutzungen wie einen zentralen Kassen-, Service- und Shopbereich sowie Seminar- und Veranstaltungsräume beherbergen. Darüber hinaus soll ein gastronomisches Angebot vorgesehen werden. Im Zuge der Erarbeitung des Masterplans zur zukünftigen Entwicklung des Gesamtensembles Mathildenhöhe wurden hierzu Flächenbedarfe entwickelt und mögliche Standortvarianten untersucht. Als Ergebnis dieser Planungskonzepte soll das Besucherzentrum auf dem städtischen Grundstück Olbrichweg / Ecke Bauhausweg östlich des Ausstellungsgebäudes mit einer Gesamtnutzfläche von ca. 1.500 m? entstehen. Im Rahmen des Förderprogramms des Bundes „Nationale Projekte des Städtebaus“ bietet sich die Chance, innerhalb des Förderzeitraums bis Ende 2021, eine Realisierung eines solch wichtigen Bausteins für die touristische Entwicklung der Mathildenhöhe zu realisieren und damit auch das Bewusstsein der Stadtgesellschaft um die Bedeutung dieses besonderen Kulturortes im weiteren Prozedere zur Anerkennung als UNSECO-Weltkulturerbe und darüber hinaus zu bekräftigen. Wettbewerbsdurchführung und Ergebnis Gemäß Beschluss (Nr. 0160/2017) der Stadtverordnetenversammlung vom 13.06.2017 wurde für den Neubau eines Besucherzentrums Mathildenhöhe die Durchführung eines \ Realisierungswettbewerbs mit städtebaulichem Ideenteil für die weitere Entwicklung der Grundstücke „Ost- und Nordhang“ entlang des Olbrichweges im Rahmen des Förderprogramms des Bundes „Nationale Projekte des Städtebaus“ als „Bauvorbereitende Maßnahme“ initiiert. Der Planungswettbewerb wurde als europaweites nicht offenes einstufiges Verfahren mit vorgeschaltetem Qualifizierungsverfahren nach den Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW 2013) und gemäß Vergabeverordnung für öffentliche Aufträge (VgV) vorbereitet und im Laufe des Jahres 2018 durchgeführt. Teilnahmeberechtigt waren Arbeitsgemeinschaften aus Architekten und Landschaftsarchitekten. Aus 65 Bewerberteams wurden 25 Arbeitsgemeinschaften ausgewählt, von denen 22 ihre Wettbewerbsbeiträge eingereicht haben. Das Verfahren wurde in Abstimmung mit der Architekten-und Stadtplanerkammer Hessen durchgeführt. Um die größtmögliche Objektivität in der Beurteilung zu erreichen, wurde eine Jury aus Sach- und fachkundigen Preisrichter*innen gebildet, die gemeinsam mit sachverständigen Berater*innen ohne Stimmrecht die anonym eingereichten Arbeiten auf Qualität im Hinblick auf die Aufgabenstellung beurteilte, Die Kriterien für die Beurteilung der Wettbewerbsbeiträge durch das Preisgericht waren: « städtebauliches Konzept «e architektonische Qualität . « Freiraumqualität (insbesondere Umgang mit Baumbestand und Grünvernetzung) « innenräumliche Qualität « Funktionalität e Angemessenheit der Mittel und « Materialien +. energetische Aspekte « Wirtschaftlichkeit Als Wettbewerbssumme wurde entsprechend den Regeln einen Gesamtbetrag in Höhe von 75.000-€ (zzgl. 19% MwSt.) zur Verfügung gestellt. Die Wettbewerbssumme wurde wie folgt in Preise und Anerkennungen aufgeteilt: « Preis 25.000 € « Preis 20.000 € « Anerkennung 15.000 € « Anerkennung 15.000 € Das Preisgericht unter Vorsitz von Herrn Prof. Arno Lederer aus Stuttgart tagte am 22. + 23. November 2018 im Designhaus auf der Mathildenhöhe. Es hat folgende Entscheidung getroffen und die Realisierung des preisgekrönten Entwurfs empfohlen: " Preis: Marte.Marte Architekten ZT GmbH, A-Feldkirch mit WES GmbH Landschaftsarchitektur, Hamburg “ Preis: Architekt Max Dudler, Berlin mit Landschaftsarchitekt Planorama, Berlin " Anerkennung: Kramm & Strigl, Architekten und Stadtplaner, Darmstadt mit Freiraum Rabsilber + Heckmann, Wiesbaden "* Anerkennung: Bruno Fioretti Marquez Architekten, Berlin mit Atelier Loidl Landschaftsarchitekten, Berlin Die Wettbewerbsbeiträge wurden im Designhaus für die Dauer von einer Woche öffentlich ausgestellt. In dem gemäß Vergabeverordnung (VgV) obligatorischen Verhandlungsgespräch mit dem 1. Preisträger am 04.02.2019 konnte die Arbeitsgemeinschaft Marte.Marte Architekten mit WES Landschaftsarchitekten ihre Leistungsfähigkeit nachweisen und wurde zur Beauftragung empfohlen. Die Vergabe der Planungsleistungen Tragswerksplanung / Bauphysik sowie für die Technische Gebäudeausrüstung wurde ebenfalls im Rahmen eines VgV-Verfahrens durchgeführt. Zur Beauftragung wurden empfohlen: Tragwerksplanung und Bauphysik: WETZEL & von SEHT Ingenieurbüro für Bauwesen, Hamburg Technische Gebäudeausrüstung: IGB Katzschmann, Mannheim Finanzierung Die Baumaßnahme „Besucherzentrum“ ist im Wirtschaftsplan des Eigenbetriebes Kulturinstitute mit 6,2 Mio. € etatisiert. Hinzu kommen Mittel aus der zweckgebundenen Schenkung der Familie Merck in Höhe von 3,5 Mio. €. Die Höhe der verbindlichen Projektkosten wird im Zuge der weiteren Entwurfsplanung konkretisiert und zur Beschlussfassung vorgelegt. Die hierfür notwendigen Planungsmittel in Höhe von ca. 600.000 € stehen zur Verfügung. Für die weiteren Maßnahmen (Haus Olbrich, Haus Deiters und Außenanlagen Mathildenhöhe) sind zusätzlich 2 Mio. € etatisiert. Der voraussichtliche Förderbetrag des Bundes „Nationale Projekte des Städtebaus“ für alle Maßnahmen beträgt 5 Mio. €, Zuständigkeiten Die Baumaßnahme wird durch den Eigenbetrieb Kulturinstitute realisiert. Die Projektsteuerung erfolgt durch die Darmstädter Stadtentwicklungs GmbH. Das erforderliche Nutzungs- und Betriebskonzept wird durch den Eigenbetrieb Kulturinstitute in Zusammenarbeit mit dem Institut Mathildenhöhe und der Darmstadt Marketing GmbH entwickelt. Zeitplan Der grobe Rahmenterminplan sieht für den weiteren Projektablauf folgende Meilensteine vor: " Entwurfsplanung bis 08 / 2019 " Beschluss Betriebskommission bis 09 / 2019 zur weiteren Planung und Realisierung (auf Grundlage der Entwurfsplanung mit verbindlicher Kostenberechnung) « Beschluss Magistrat / Stadtverordnetenversammlung bis 10 / 2019 zur weiteren Planung und Realisierung (auf Grundlage der Entwurfsplanung mit verbindlicher Kostenberechnung) » Erteilung der Baugenehmigung bis 02 / 2020 "» Baubeginn 04 / 2020 « Baufertigstellung -Zieltermin- 31.12. 2021 (gemäß Förderprogramm NPS) Wichtige Voraussetzung für die fristgerechte Realisierung der Baumaßnahme ist die Schaffung von Planungsrecht durch den rechtskräftigen Abschluss des Bauleitplanverfahrens für das Gebiet 032 „Mathildenhöhe Nordost“ unter Federführung des Stadtplanungsamtes bis zum Frühjahr 2020. Hierzu ist der Satzungsbeschluss bis Ende 2019 herbeizuführen. Anlage Dokumentation Wettbewerbsergebnisse Prof. Dr. Ludger Hünnekens Baum 1. Betriebsleiter Kaufmännischer Betriebsleiter
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Punkt 23: Neubau Besucherzentrum Mathildenhöhe - Kenntnisnahme - (V-Nr. 2019/0227) Die Stadtverordnetenversammlung nimmt die Vorlage zur Kenntnis.
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Punkt 36: Neubau Besucherzentrum Mathildenhöhe - Kenntnisnahme - (V-Nr. 2019/0227) Der Ausschuss nimmt die Broschüre zur Kenntnis.
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Punkt 21: Neubau Besucherzentrum Mathildenhöhe (V-Nr. 2019/0227) - Kenntnisnahme - Der Ausschuss nimmt von der Vorlage Kenntnis.
Beratungsverlauf (4)
Orte (27)
- Taunusstraße
- Luisenplatz 5a
- Hoetgerweg
- Prinz-Christians-Weg
- Eugen-Bracht-Weg
- Olbrichweg
- Lucasweg
- Wolfskehlstraße
- Ludwig-Engel-Weg
- Erbacher Straße
- Erich-Ollenhauer-Promenade
- Heinrich-Jobst-Treppe
- Dieburger Straße
- Lichtenbergstraße
- Langgässerweg 26
- Schwarzwaldring
- Mathildenhöhweg
- Stiftstraße
- Spessartring
- Alexandraweg 420
- Bauhausweg
- Fiedlerweg
- Am Oberfeld
- Am Löwentor
- Seitersweg
- Nikolaiweg
- Hohler Weg
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2019/0227
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 11.07.2019
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00