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A-R/0026/2007

Münster für alle. Jugendarbeitslosigkeit zielgerichtet bekämpfen - Jugendliche unterstützen.

Antrag an den Rat 05.06.2007

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 13.06.2007, TOP 28.4

Originalantrag

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Originalantrag

6599 Zeichen

SPD-Fraktion  Antrag Nr.: A-R/0026/2007 
im Rat der Stadt Münster 
 
1 
 
 
 
Antrag  
 
 
 
04.06.2007 
 
 
 
 
SPD-Fraktion 
im Rat der Stadt Münster 
 
 
 
Münzstr. 15 
48143 Münster 
Telefon: 0251/ 45 314 
Fax: 0251/ 511 750 
spdfrak@muenster.de  
www.spd-muenster.de  
Münster für alle. Jugendarbeitslosigkeit zielgerich tet 
bekämpfen – Jugendliche unterstützen 
 
 
Der Rat der Stadt Münster möge beschließen:  
 
Der Rat der Stadt Münster erkennt die Bekämpfung de r Jugendarbeitslosigkeit 
weiterhin als zentrales kommunalpolitisches Handlun gsfeld an. Während die 
Bundesagentur für Arbeit  und die lokale Arbeitsgem einschaft vor allem für die 
Qualifizierung und die berufliche Orientierung derj enigen Verantwortung tragen, die 
dem Arbeitsmarkt bereits zur Verfügung stehen, ist die Prävention, die frühzeitige 
Berufsorientierung und die Qualifizierung Jugendlic her eine kommunale 
Kernaufgabe, der sich die Stadt Münster insbesonder e im Bereich einer erweiterten 
Schulträgerschaft stellt. Daher beschließt der Rat: 
 
1. Der Ansatz der Haushaltsstelle 4522.717.9000.8 „ Förderung von Arbeit, 
Beschäftigung und Qualifizierung (AIM)“ wird wieder  auf 500.000 € 
angehoben. Diese aufgestockten Mittel stehen aussch ließlich für Projekte 
in Schulen zur Förderung des Übergangs Schule – Ber uf zur Verfügung. 
Die Kürzungen werden zurückgenommen.  
 
2. Die Verwaltung wird aufgefordert, im Rahmen der neuen Förderphase des 
Europäischen Sozialfonds (2007 bis 2013) die im Wei teren aufgeführten 
Projekte und Projektbausteine anzumelden und so die  Einwerbung von 
Drittmitteln zu forcieren. Der Europäische Sozialfo nds (ESF) lässt in der 
neuen Förderphase ausdrücklich auch die Förderung v on Projekten im 
Übergang von Schule und Beruf zu. Insofern entsteht  hier die Möglichkeit, 
an die erfolgreiche Einwerbung von Drittmitteln dur ch AIM in den beiden 
bisherigen ESF-Förderphasen anzuknüpfen. Die im Rah men des 
Europäischen Sozialfonds notwendige 50%ige national e Kofinanzierung 
soll über die für AIM jugend+ zusätzlich bereit gestellten Mittel erfolgen. 
 
Aus diesen Mitteln werden folgende Maßnahmen umgesetzt: 
 
3. Sozialpädagogische Unterstützung bei der Berufsv orbereitung und 
Berufswahlorientierung wird ein wesentlicher Bauste in der präventiven 
Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit in Münster. Z u diesem Zweck 
werden stadtzentral von entsprechenden Fachkräften Programme 
vorbereitet, die an den einzelnen Schulen zur Unter stützung eingesetzt 
werden können. Durch die Modularisierung entspreche nder Angebote 
sollen möglichst viele Jugendliche in Münster an de n Programmen

2 
teilnehmen können. Ein entsprechendes Personalkoste nbudget wird 
bereitgestellt. Über dieses stadtzentrale modularis ierte Angebot hinaus 
werden die bisher aus den Programmen EQUAL und „Lernende Regionen“ 
in der Trägerschaft der „Initiative Beschäftigung“ geförderten Projekte als 
bewährt anerkannt und über das Jahr 2007 hinaus fortgeführt. 
 
4. Zur besonderen Förderung von Jugendlichen an För derschulen und zur 
Erhöhung der Chancen am Arbeitsmarkt wird das ausge laufene Projekt 
„Hilfen im Übergang von der Schule in den Beruf – K ooperationsprojekt für 
Haupt- und Förderschulen zur Eingliederung in den B eruf“ wieder 
aufgenommen und ein besonderer Förderschwerpunkt be i den 
Förderschulen gebildet.   
 
5. Zur besonderen Förderung schulmüder Jugendlicher  wird ein eigenes 
Budget bereitgestellt, das insbesondere zur Vermitt lung von 
Betriebspraktika und entsprechender sozialpädagogis cher Anleitung 
verwendet werden soll, damit die Chancen dieser Jug endlichen, möglichst 
am ersten Arbeitsmarkt eine Ausbildungsmöglichkeit zu finden, deutlich 
erhöht wird. Dieses Programm soll in intensiver Koo peration mit den 
allgemein bildenden Schulen stattfinden. 
 
6. Das bisher von der Stabstelle „Übergangsmanageme nt Schule – Beruf“ 
erfolgreich auf den Weg gebrachte und betreute Proj ekt des Dualen 
Orientierungspraktikums in der Oberstufe wird verst etigt und erweitert. 
Dabei sollen vor allem dauerhafte Kooperationen zwi schen Betrieben, 
Universität und einzelnen Schulen etabliert werden.  Dabei sollen die 
einzelnen Schulprofile in besonderer Weise Berücksichtigung finden.  
 
7. In Kooperation mit Unternehmen der lokalen und r egionalen Wirtschaft wird 
ein Projekt zur Förderung von Schlüsselqualifikatio nen für den Berufsalltag 
aufgelegt. Dabei sollen in enger Zusammenarbeit von  Praktikern aus den 
Betrieben, Lehrkräften und Sozialpädagogen insbeson dere solchen 
Jugendlichen in besonderen Fördermaßnahmen die notw endigen 
Schlüsselqualifikationen vermittelt werden, die ans onsten auf dem 
Arbeitsmarkt schwere Vermittlungshindernisse aufweisen würden. 
 
8. Die bisher für Berufskollegs konzipierte und von  der Stabsstelle 
„Übergangsmanagement Schule – Beruf“ erfolgreich ko ordinierte 
„Individuelle Förderplanung zur beruflichen Integra tion“ wird mit 
entsprechenden Veränderungen konzeptionell auch an anderen 
Schulformen umgesetzt.  
 
9. Insgesamt strebt die Stadt Münster eine Versteti gung der angelaufenen 
und neu zu planenden Fördermaßnahmen an, die von de r Verwaltung 
koordiniert werden.  
 
 
Begründung:  
 
Vorsorge ist besser als Nachsorge – deswegen muss d ie Bekämpfung von 
Jugendarbeitslosigkeit und die Unterstützung Jugend licher bei der Berufswahl 
frühzeitig einsetzen. Deswegen setzt die vorliegend e Initiative darauf, in enger 
Kooperation von Schulen, unterstützender Sozialarbe it und Wirtschaft eine

3 
nachhaltige Qualifizierung von Jugendlichen zu erre ichen, damit schwere 
Vermittlungshemmnisse, die im Erwachsenenalter nur schwer und unter großem 
Kostenaufwand behoben werden können, bereits präven tiv vermieden bzw. 
abgeschwächt werden können. Hierzu müssen die durch  politische Beschlüsse 
drastisch reduzierten Haushaltsmittel wieder aufges tockt und darüber hinaus die 
Möglichkeit zur Einwerbung von ESF-Fördermitteln in tensiv genutzt werden. So lässt 
sich im kommunalen Rahmen einer erweiterten Schultr ägerschaft ein umfassendes 
Programm umsetzen, das insbesondere benachteiligten  Jugendlichen, darüber 
hinaus aber auch allen Münsteraner Jugendlichen ein e deutlich verbesserte 
Vorbereitung auf die individuelle Berufswahlorientierung bietet. 
 
 
Marianne Hopmann   Ralf Hubert   Moritz von Schmeli ng 
Dr. Michael Jung   Marianne Koch  Anne Schulze Wint zler 
Wolfgang Heuer   Gaby Kubig-Steltig  Joachim Tonn 
Anika Bergner   Kurt Pölling   Beate Vilhjalmsson 
Philipp Gabriel   Karsten Rahn  Holger Wigger 
Beanka Ganser   Udo Reiter   Karl-Heinz Winter 
Anne Hakenes

Beratungsverlauf (1)

13.06.2007 Rat
TOP 28.4 Antrag Entscheidung

Beschluss: verwiesen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Münzstraße 15

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Details

Vorlagen-Nr.
A-R/0026/2007
Typ
Antrag an den Rat
Datum
05.06.2007
Erstellt
06.10.2020 14:37