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V/0039/2011

Antrag der CDU-Fraktion Nr. A-R/0044/2010 vom 20.04.10 "Gesundheitsinitiative an Schulen: Vorbeugung durch Hygiene"

Vorlagen 13.01.2011

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Nächste Beratung: Hauptausschuss, Sitzung am 16.02.2011, TOP 2.6

Beschlussvorlage

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Anlage_Info Schmuddelfritze

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Anlage_Antrag A-R-0044-2010

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Anlage_ Schul-Kita-InfektsaisonInfo GA_MS 2010 -3-

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Beschlussvorlage

4676 Zeichen

V/0039/2011 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Gesundheitsamt 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Antrag der CDU-Fraktion Nr. A-R/0044/2010 vom 20.04.10 
"Gesundheitsinitiative an Schulen: Vorbeugung durch Hygiene" 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
16.02.2011 Hauptausschuss Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der in der Begründung dargestellte Bericht zur Gesundheitsvorsorge an Schulen und in 
Kindertagesstätten wird zur Kenntnis genommen. 
2. Mit Vorlage dieses Berichtes ist der Antrag der CDU-Fraktion Nr. A-R/0044/2010 vom 
20.04.10 erledigt. 
 
 
 
Begründung: 
 
Mit dem o. g. Antrag wurde auf die deutsch-niederländische Initiative „Stopp Schmuddel Fritze“ 
hingewiesen und angefragt, ob sich Schulen aus Münster an dieser im Jahr 2009 gestarteten Ini-
tiative beteiligen können. 
 
In diesem Projekt geht es darum, dass die Kinder lernen, bestimmte Hygienemaßnahmen durchzu-
führen, damit sie weniger an Infektionen erkrank en und auch der Einsatz von Antibiotika gesenkt 
werden kann. Im wesentlichen sollen die Kinder lernen, wie sie sich bei Infektionen verhalten sol-
len, um die Ansteckung anderer zu vermeiden und wie sie sich selber vor Ansteckungen schützen 
können. Für das Projekt wurde eine Homepage (www.stopschmuddelfritze.de) entwickelt, auf der 
Kinder und Eltern Informationen finden und Lehrkräfte ihre Unterrichtsmaterialien austauschen 
können.  
 
In Münster besteht seit Inkrafttreten des Infe ktionsschutzgesetzes 2001 bereits eine diesbezüglich 
sehr intensive Zusammenarbeit des Gesundheitsamtes mit den Schulen und Kindertagesstätten in 
Münster. Seit dieser Zeit bietet das Gesundheitsamt über den Kinder- und Jugendgesundheits-
dienst (als gesetzliche Aufgabe des Infektionsschutzes und der betriebsmedizinischen Betreuung) 
eine telefonische Infektionsschutz-Hotline an, über die fast arbeitstäglich Meldungen von Infekti-
onskrankheiten sowie Anfragen / Beratungen zum Thema Infektionsschutz / Hygiene erfolgen. 
Vorlagen-Nr.: 
V/0039/2011 
Auskunft erteilt: 
Frau Menke / Herr Dr. Lürwer 
Ruf: 
492-5388 / 492-5330 
E-Mail: 
MenkeChristine@stadt-muenster.de  
LuerwerM@stadt-muenster.de 
Datum: 
02.02.2011 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0039/2011 
Ausgehend von den dort anfallenden „Themen“ und der spezifischen Infektionslage erfolgen in der 
Regel über Email-Verteiler aktuelle Informationen an die Einrichtungen in Abstimmung mit der Ab-
teilung Infektionsschutz und Umwelthygiene des Gesundheitsamtes. 
 
Über diese bestehenden und etablierten Kommunikationswege war es so auch problemlos mög-
lich, die Einrichtungen in Münster rasch, sachgerecht und zeitnah zu empfohlenen Infektions-
schutzmaßnahmen rund um die Neue Grippe („Schweinegrippe“/ H1N1-Influenza) zu informieren. 
So konnten Materialien oberer und mittlerer Gesundheitsbehörden sowie eigene Informationen die 
Einrichtungen rasch erreichen. Im Herbst 2009 wurde in diesem Rahmen zeitweise ein wöchentli-
ches Bulletin des Gesundheitsamtes der Stadt Münster an alle Einrichtungen verschickt. Dies hat 
nicht unerheblich dazu beigetragen, die Einrichtungen bei der teilweise verwirrenden allgemeinen 
Informationslage bedarfsgerecht zu informieren und sinnvolle von nicht sinnvollen Maßnahmen zu 
trennen. Zusätzlich wurden Hygienehinweise in den Sanitäreinrichtungen der Schulen angebracht, 
vor allem aber die Ausstattung mit Seife und Papiertüchern aufgestockt. Die Lehrkräfte wurden 
angewiesen, mit den Kindern das „richtige“ Niesen, Husten und Händewaschen zu üben, auf das 
Einhalten zu achten und Papiertaschentücher zu nutzen. Ein zu Beginn der Neue Grippe-Welle in 
Münster zu verzeichnender erhöhter Krankenstand in den Einrichtungen konnte so rasch auf weit-
gehend saisontypische Werte gesenkt werden. 
 
Ausgehend von dieser Erfahrung informiert das Gesundheitsamt die Einrichtungen in Münster re-
gelmäßig im Spätsommer / Herbst und weist auf die bevorstehende Infektionswelle und auf die 
Bedeutung der bewährten Hygienemaßnahmen hin. Dies e Hinweise greifen auch aktuelle Impf-
empfehlungen für Kinder / Schülerinnen/Schüler und Beschäftigte auf. 
 
Im Herbst 2010 haben die Schulen die aktuellen Informationen zur Hygiene erhalten. Gleichzeitig 
wurde das Projekt „Stopp Schmuddel Fritze“ vorgestellt und um Teilnahme geworben (s. Anlage). 
Es hat sich jedoch keine Schule zurückgemeldet. Dies kann darin begründet sein, dass ohne Teil-
nahme an dem Projekt schon wesentliche Bestandteile in den Schulen umgesetzt werden und da-
mit dann andere Projekte, die den Schulen von vielen Seiten angetragen werden, den Vorzug er-
halten.  
 
 
In Vertretung 
gez. 
Thomas Paal 
Stadtrat 
 
 
Anlagen:  
Antrag  
Informationen für die Schulen

Anlage_Info Schmuddelfritze

1558 Zeichen

Projekt „Stopp Schmuddel Fritze“ 
 
Sie möchten an Ihrer Schule das Thema Hygiene intensiver bearbeiten? Sie haben 
Interesse, sich hierzu mit anderen Schulen auszutauschen, eine Kooperation mit ei- 
ner Schule in den Niederlanden aufzubauen? Dann ist vielleicht „Stopp Schmuddel 
Fritze“ das richtige Projekt für Sie.  
 
Das Projekt „Stopp Schmuddel Fritze“ ist ein Teil eines Euregio-Projektes (EurSafe- 
ty), in dem deutsche und niederländische Schulen in einer schülergerechten Art und 
Weise motiviert werden, die empfohlenen Hygienemaßnahmen zu übernehmen. Die 
wichtigste Zielgruppe von „Schmuddel Fritze“ dem Grippe-Virus, sind Schülerinnen 
und Schüler im Alter von 8 – 14 Jahren, aber auch jüngere oder ältere Schülerinnen 
und Schüler können angesprochen werden. Zusammen mit drei Freunden und der 
Hilfe unterschiedlicher Medien wie Comics, Flyern und Spielen gibt „Schmuddel Frit- 
ze“  wichtige Tipps zur Hygiene weiter. Lehrkräfte können über die Homepage 
www.stopschmuddelfritze.de  zusammen arbeiten und Wissen und Unterrichtsmateri- 
alen austauschen. Schülerinnen und Schüler werden über Spiele, Wettbewerbe und 
weitere Angebote einbezogen. Das Projekt wird gemeinsam mit einer Partnerschule 
in den Niederlanden durchgeführt. 
 
Sollte Ihre Schule Interesse an diesem Projekt haben, dann melden Sie sich bitte 
beim Gesundheitsamt bis zum 15.11.2010 . Wir werden dann das weitere Verfahren 
mit Ihnen besprechen und unterstützen. 
 
 
Kontakt: 
Gesundheitsamt 
Chris Menke 
Tel. 0251 / 492-5388 
E-Mail MenkeChristine@stadt-muenster.de

Anlage_Antrag A-R-0044-2010

1772 Zeichen

i
E
k
F
|
8

. Antrag

DM.

Antrag an den Rat Nr. A-R/0044/2010

20.04.2010

Gesundheitsinitiative an Schulen: Vorbeugung durch Hygiene

Der Rat der Stadt Münster'möge beschließen:

Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, ob sich die Schulen in Münster an einer deutsch-

niederländischen Gesundheitsinitiative beteiligen können, die das Ziel verfolgt, Schule und

Schüler aktiv in den Infektionsschutz mit einzubeziehen. Durch eine Verbesserung der

" persönlichen Hygiene von Schülern soll die Häufung von übertragbaren Krankheiten im

Schulalter gesenkt und so die zu häufige Gabe von. Antibiotika vermieden werden.

Begründung:

Dieses Hygieneprojekt wird bereits in einigen deutschen und niederländischen Schule in der
EUREGIO durchgeführt. Projektpartner ist unter anderem das Eursafety-Health-Net, dem
auch die Universitätskliniken Münster angehören. Da es zunehmende Resistenzen gegen
Antibiotika gibt, soll mit einem solchen Projekt dazu beigetragen werden, vorbeugend zu
arbeiten und eine Erkrankung mit Medikamentierung zu vermeiden.

gez.
H.-Dieter Sellenriek
Gilbert Aldejohann
Frank Baumann
Sybille Benning
Georg Berding
Dieter von den Berg
‚ Meik Bolte
Heinz-Georg
- Buddenbäumer
Olaf Dreßen
Edgar Drüge

Wolfhard Ediger

Dr. Dietmar Erber
Walter von Göwels
Gilbert Hartmann
Horst Kisnat

Rolf Klein

Bruno Kleine Borgmann
Karl Kleine-Wilke
Marliese Kosmider
Franz-Pius Graf von
Merveldt

Andreas Nicklas
Jürgen Ohm
Robert:Otte

Karin Reismann
Josef Rickfelder
Stefan-Alexander Roth
Florian Steinforth
Barbara Stober
Stefan Weber
Helga Welker
Simone Wendland

CDU-Fraktion im Rat der Stadt Münster

Fraktionsgeschäftsstelle

Mauritzstraße 7-8 48143 Münster

Telefon (0251) 4 18 43-0 " Telefax (0251) 4 31 36
e-mail fraktion@cdu-ms.de 'hiip://www.cdu-ms.de

Anlage_ Schul-Kita-InfektsaisonInfo GA_MS 2010 -3-

2887 Zeichen

Infektsaisoninfo 3_2010  
 
 
 
 
 
Aktuelle Informationen des Gesundheitsamtes für Sch ulen und Kindergärten 
zur Infekt- und Grippesaison 2010/2011 
Die Infektionssaison 2009 / 2010 mit dem Auftreten der 'Neuen Grippe' hat deutlich 
vor Augen geführt, dass 'fliegende' Infektionen in kurzer Zeit zu einer großen 
Krankheitslast mit hohem Krankenstand führen können . Deutlich wurde aber auch, 
dass persönliche Hygiene- und Schutzmaßnahmen insbe sondere in 
Gemeinschaftseinrichtungen, die Ansteckungsgefahr s owie die Möglichkeit der 
ungehinderten Ausbreitung eines grippalen Infektes oder einer echten Influenza 
deutlich vermindern können. 
 
Das Gesundheitsamt weist daher darauf hin, dass fol gende Maßnahmen nicht nur im 
Pandemiefall sondern auch in der jährlichen "Infekt - und Grippesaison" wirksam und 
empfohlen sind: 
 
 'Richtiges' Niesen  in ein Einmal-Papiertaschentuch oder in die Armbeu ge 
vermindert die Infektionsgefahr für Dritte.  
 
 Regelmäßiges, mehrmals tägliches Händewaschen mit Seife  oder 
vergleichbaren Handreinigungsmitteln für 30 Sekunde n auch zwischen den 
Fingern vermindert die an den Händen haftende Keimzahl drastisch.  
 
 Desinfektionsmaßnahmen  sind zur Verminderung einer Ansteckungsgefahr in 
der "Grippesaison" im Regelfall nicht erforderlich .  
 
 Regelmäßiges Lüften  geschlossener Räume vermindert die Keimzahl in der  Luft 
und vermeidet zu rasches Austrocknen der Schleimhäute von Mund und Nase.  
 
 Fieberhaft erkrankte Personen mit Anzeichen eines Atemwegsinfektes sollten 
größere Menschenansammlungen bis 1 Tag nach Abklingen des F iebers 
meiden  und ganz besonders auf persönliche Hygiene achten.  
 
 Insbesondere Personen mit bestimmten Grunderkranku ngen sollten bereits zu 
Beginn der "Infektsaison" für einen ausreichenden Impfschutz  sorgen. Neben den 
ansonsten üblichen Impfungen sollten Personen aller  Altersgruppen über einen 
aktuellen Impfschutz gegen Keuchhusten  verfügen. Insbesondere für Personen 
mit Grunderkrankungen oder mit beruflich hohem Publ ikumsverkehr wird ein 
Impfschutz gegen Grippe  (Influenza) empfohlen. Für Personen über 60 Jahre 
besteht außer der Grippe- auch  eine Impfempfehlung gegen Pneumokokken .  
 
Schwangere  sind besonders gefährdet, an bestimmten Infektione n zu erkranken. Die 
Ständige Impfkommission in Deutschland empfiehlt da her seit 2010 erstmals allen 
Schwangeren ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel einen Impfschutz gegen Grippe 
. Bei 
erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens sollte die Impfung ab dem 
ersten Schwangerschaftsdrittel erfolgen.  
 
Zum altersgerechten Impfschutz sowie zu persönliche n Hygienemaßnahmen beraten der 
Hausarzt / die Hausärztin, der zuständige betriebsärztliche Dienst oder das Gesundheitsamt. 
 
Ihr G
ESUNDHEITSAMT STADT MÜNSTER  
 
www.muenster.de/stadt/gesundheitsamt/   
schularzt@stadt-muenster.de

Beratungsverlauf (1)

16.02.2011 Hauptausschuss
TOP 2.6 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Mauritzstraße 7

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Details

Vorlagen-Nr.
V/0039/2011
Typ
Vorlagen
Datum
13.01.2011
Erstellt
06.10.2020 14:37