V/0728/2024
Weiterführung Filmservice Münster.Land
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Anlage_4_Auszug_Broschuere_Filmfreundliche Stadt Berlin
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Anlage 6 Auszüge aus der Broschüre „Filmfreundliche Stadt Berlin“ Gute Rahmenbedingungen für die Filmbranche Senatsbeschluss vom 22.11.2022 Die Broschüre ist Teil der Öffentlichkeitsarbeit des Landes Berlin. Anlage 6 Auszüge aus der Broschüre „Filmfreundliche Stadt Berlin“ Gute Rahmenbedingungen für die Filmbranche Senatsbeschluss vom 22.11.2022 Die Broschüre ist Teil der Öffentlichkeitsarbeit des Landes Berlin. Anlage 6 Auszüge aus der Broschüre „Filmfreundliche Stadt Berlin“ Gute Rahmenbedingungen für die Filmbranche Senatsbeschluss vom 22.11.2022 Die Broschüre ist Teil der Öffentlichkeitsarbeit des Landes Berlin. Anlage 6 Auszüge aus der Broschüre „Filmfreundliche Stadt Berlin“ Gute Rahmenbedingungen für die Filmbranche Senatsbeschluss vom 22.11.2022 Die Broschüre ist Teil der Öffentlichkeitsarbeit des Landes Berlin. Anlage 6 Auszüge aus der Broschüre „Filmfreundliche Stadt Berlin“ Gute Rahmenbedingungen für die Filmbranche Senatsbeschluss vom 22.11.2022 Die Broschüre ist Teil der Öffentlichkeitsarbeit des Landes Berlin. Die gesamte Broschüre kann hier runtergeladen werden: www.berlin.de/rbmskzl/aktuelles/pressemitteilungen/2022/pressemitteilung.1268146.php
Anlage_5_Die Stadt als Filmset
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Die Stadt als Filmset Jürgen Kehrer Vor einiger Zeit saß ich mit einem Journa- listen und einem Kameramann an einem Restauranttisch auf dem Prinzipalmarkt. Der Journalist stellte die Frage. die Jour- nalisten aus Köln gern stellen, nämlich ob Münster nicht viel zu brav und bieder sei, um als glaubwürdige Kulisse für gleich zwei beliebte Krimireihen zu dienen. Wäh- rend wir uns unterhielten, wurde zwei Straßen weiter ein neuer Wilsberg-Film gedreht und Rita Russek alias Kommissarin Springer hatte uns im Vorübergehen auch schon freundlich zugewinkt. Und dann, als ich gerade zu einer wohlausgewoge- nen Antwort ausholen wollte, knallte es Eindeutig ein Pistolenschuss. Sekunden später stolperten hustende Menschen auf den Prinzipalmarkt. Sie kamen aus dem Juweliergeschäft auf der anderen Stra- Benseite. Mit ihnen ein Mann in gelber Lederjacke, der über das Kopfsteinpflas- ter rannte, direkt an unserem Tisch vorbei, Das Gesicht des Mannes konnten wir nicht erkennen, es steckte unter einer schwar- zen Skimaske. Und das war mindestens so irritierend wie die Pistole, die er in der Hand hielt. »Das ist doch jetzt nicht echt, oder?«, stammelte der bleich gewordene Journa- list und schaute sich nach einer Filmcrew um, Doch es gab weder ein Aufnahme- team noch Schauspieler oder einen Regis- seur, der Überfall war echt. Wie wir bald darauf, erfuhren, hatte der Mann in der gelben Lederjacke zusammen mit einem Komplizen versucht, das Juwetiergeschäft auszurauben. Die beiden waren an einem aufmerksamen Wachmann, an der Sicher- heitsschleuse des Ladens und an ihrer eigenen Dummheit gescheitert. In Panik geraten, hatten sie eine Gaspistole ab- gefeuert und die Flucht ergriffen. Trotz eines großen Polizeieinsatzes konnten sie entkommen. 174 Dreharbeiten zur Tatort-Folge Klappe zu, Affe tot am Prinzipalmarkt Die Frage des Journalisten musste ich an- schließend nicht mehr beantworten, Zwar wird im realen Münster weitaus weniger gemordet als die sechs Folgen Wilsberg und Tatort Münster, die jährlich neu ent- stehen, Suggerieren, eine Insel der Glück- seligen ist die Domstadt dennoch nicht. (Dass Münster in der landesweiten Kri- minalstatistik sogar eine führende Posj- tion einnimmt, liegt allerdings an einem minderschweren Delikt: dem grassieren- den Fahrraddiebstahl.) Selten jedoch ge- schehen die wirklichen Verbrechen am helllichten Tag und an so prominentem Ort wie im Fall der verhinderten Juwelen- räuber. Und das unterscheidet das echte Münster von der Filmstadt Münster, »Münster«, sagte mir mal ein Produzent, »das ist der Prinzipalmarkt und zwei- hundert Meter ringsum, andere Motive kann man auch in Köln drehen.« Und so fahren in jedem Film die Privatdetekti- ve, Kommissare und Rechtsmediziner den Prinzipalmarkt rauf und runter (zum Ent- setzen der Münsteraner sogar in falscher Einbahnstraßenrichtung), schleichen die Mörder unter den Arkaden der Giebelhäu- ser herum, treffen sich Ermittler und Zeu- gen im Schatten des Doms, schlendern heimlich Verliebte am Ufer des Aaseas entlang. Nur manchmal, wenn es thema- tisch um Pferde oder genmanipulierte Pflanzen geht, wagt jemand einen Aus- flug in die münsterländische Parkland- schaft (die der Locationscout erstaunlich oftin der Nähevon ‚Aachen Findet), So reduziert sich Münster für die bun- desdeutschen Fernsehzuschauer auf sei- ne Altstadt, Hier steht das »Antiqua- riat Wilsberg«, werden Gäste in einem »Cafe« vor dem Schloss bewirtet, verhö- ren Springer und Co. ihre Verdächtigen in einem rot geklinkerten »Präsidiumg, ver. wandelt sich das Amtsgericht mit seiner imposanten Treppe in ein »Rathaus«, Das Antiquariat in der Frauenstraße, das abgesehen yon zwei Wochen Dreharbeiten pro Jahr einem gewissen Michael Solder " gehört, ist durch die Wilsberg-Filme wahr- scheinlich das bekannteste Antiquariat Deutschlands geworden. Es fehlt bei kei- ner Krimi-Stadtführung und kann vor al- lem im Sommer und an Wochenenden mit jeder anderen touristischen Attraktion Münsters konkurrieren. Ganz Mutige, die sich nicht mit Selfies vor der Ladenfront begnügen, wagen manchmal einen Blick ins Innere, um anschließend den Zurück. gebliebenen enttäuscht zu verkünden: »Das sieht viel kleiner aus als in den Fil- men.« Umsatzsteigerungen kann Michael Solder mit derlei Kundschaft nicht erwirt- schaften, dafür genießt erin der Antiqua- Fiatsszene mittlerweile Kultstatus. Immerhin, das Antiquariat existiert tat- sächlich, was man von dem »Cafe« vor dem Schloss, in dem in etlichen Wilsberg- Filmen Kaffee oder Bier getrunken wird, nicht behaupten kann, Münster-Touristen schließlich für die jeweiligen Filmszenen aufgebaut. Die frühere Uni-Rektorin, die bei Konferenzen oft nach dem »netten Cafe« gefragt wurde, trug sich jahrelang mit dem’ Plan, an selbiger Stelle ein uni- versitätseigenes Lokal zu eröffnen. Leider blieb es beim Plan, Schwierig zu finden ist auch das »Polizei- präsidium« der Wilsberg-Filme, Die In- nenaufnahmen werden sowieso in Köln gedreht, allerdings befinden sich der In- nenhof, auf dem Polizeiautos parken, und die schlichte Hintertreppe, die zum Ein- gang des rot geklinkerten Zweckbaus führt, in Münster, Und zwar auf der Rück- seite eines Universitätsgebäudes am Bispinghof. Ein sehr unspektakulärer Ort, wenn nicht gerade ein Film gedreht wird und bekannte Schauspieler die Treppe rauf- und Funtersteigen. Beeindruckender ist da schon das Ge- bäude neben der Hautklinik an der Von- Esmarch-Straße, das jahrzehntelang das Institut für Rechtsmedizin beherbergte, Durch ein Säulenportal gelangt man ins Innere, wie geschaffen für einen Auftritt unterwegs im Münsterland von Professor Boerne, dem Rechtsmedi- ziner der Tatort-Münster-Reihe, Nur: Pro- fessor Boerne (alias Jan Josef Liefers) hat hier nie praktiziert, Für die ersten Filme nutzte man die Pathologie der Universi- tätsklinik, vorwiegend nachts, da tags- über die echten Pathologen den Obduk- tionssaal benötigten. Später baute man die Räume in einem Studio in Köln nach, hier wechselt sich Professor Boerne jetzt mit seinem Kollegen vom Kölner Tatort ab. Dass so vieles in Köln gedreht wird, liegt in erster Liniean den Produktionskosten; Aufenthalte in Münster verursachen Mehr- ausgaben, die dann an anderer Stelle ein- gespart werden müssen. Münster-Feeling, glauben die Filmemacher, lasse sich oh- nehin auch in Köln erzeugen, Mit ein paar Statisten, die im Hintergrund auf Fahrrä- dern hin- und herfahren, Doch manchmal geht das Kalkül nicht auf. Als im Münster- Tatort Das Wunder von Wolbeck in vielen Einstellungen ein (rheinisches) Braun- kohle-Kraftwerk zu sehen war, hagelte es Proteste. Der WDR gelobte Besserung und versprach, zukünftig mehr Drehtage in Münster einzuplanen. Da trifft es sich, dass seit einigen Jahren Drehbuchautoren, Regisseure und Locationscouts ein neues typisches Mit der »Leeze« auf Verbrecherjagd: Leonard Lansink alias Privatdetektiv Georg Wilsberg Münster-Motiv entdeckt haben, das ein wenig abseits vom Prinzipalmarkt liegt: den Hafen. Genauer gesagt: den Kreativkai am alten Stadthafen samt seiner anar- chisch-selbstverwalteten Fortsetzung auf dem Hawerkamp-Gelände. Am Kreativkai hat Alex Holtkamp, Wilsbergs Ziehtoch- ter und Rechtsanwältin, in einem ehema- ligen Speichergebäude ihr Büro. Gleich gegenüber, auf der anderen Seite des Ha- fenbeckens, wollte sich in einem Münster- Tatort eine suizidgefährdete Frau vom Wahrzeichen des Hafens, dem nicht mehr genutzten Entladekran, stürzen - was natürlich in letzter Sekunde verhindert werden konnte. Undin Witsberg - Mord und Beton aus dem Jahr 2016 ging es um fins- tere Investorenpläne, das kulturell bun- te Hawerkamp-Gelände für ein schickes neues Stadtviertel auszuradieren, War’s das jetzt? Haben über 50 Wilsberg- und mehr als 30 Tatort-Münster-Filme alles Zeigenswerte von Münster abge- lichtet? Oder entdecken die Filmemacher noch etwas Neues? Da ein Ende der bei-. den quotenstärken Reihen nicht abzu- sehen ist, besteht Hoffnung, dass die Fernsehzuschauer irgendwann von einer völlig unverbrauchten Münster-Ansicht überrascht werden.
Beschlussvorlage
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V/0728/2024 V/0728/2024 Öffentliche Beschlussvorlage Betrifft Antrag der Internationalen Fraktion Die PARTEI/ÖDP an den Rat Nr. A-R/0039/2024 "Filmservice einstellen" Beratungsfolge 26.02.2025 Hauptausschuss Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Der Rat der Stadt Münster beschließt, dass die Stadt Münster und das Münsterland weiterhin proaktiv als filmfreundliche Produktionsstandorte positioniert werden sollen. 2. Der „Filmservice Münsterland“ soll als wettbewerbsrelevante Servicestelle die Filmindustrie weiterhin unterstützen und dazu beitragen, dass Münster und das Münsterland ein attraktiver Standort für regionale, nationale und internationale Filmproduktionen bleiben. 3. Der „Filmservice Münsterland“ soll auch weiterhin Informationen zu Film- und Fernsehproduk- tionen in Münster und im Münsterland für Medien und die interessierte Bürgerschaft aufberei- ten und damit den messbar hohen Bedarf bedienen. Ebenso sollen stark nachgefragte Veran- staltungen zum Thema wie touristische „Krimirundgänge“ und Filmpremieren angeboten wer- den. II. Finanzielle Auswirkungen: Der „Filmservice Münsterland“ wird kostenteilig von der Stadt Münster und dem Münsterland e. V. als Sachgebiet im Amt für Kommunikation betrieben. Zur Verfügung stehen an Personal ½ VZÄ finanziert durch die Stadt Münster, sowie Finanzmittel in Höhe von 20 450 Euro pro Jahr, finanziert durch den Münsterland e. V. Amt für Kommunikation 24.02.2025 Ihr/e Ansprechpartner/in: Frau Schaudin Telefon: 492-1302 13_mzv@stadt-muenster.de - 2 - V/0728/2024 Teilergebnisplan Nr. Bezeichnung Haush.- jahr Betrag € Bemerkungen Produktgruppe 0107 Public Relations Zeile 06 Kostenerstattungen u. Kosten- umlagen 2025- 2028. 20.450 Kostenanteil Filmservice Münster.Land 11 Personalaufwendungen 2025- 2028 49.500 unbefristete Planstelle 16 Sonstige ordentliche Aufwen- dungen 2025- 2028 20.450 Die zur Finanzierung erforderlichen Ermächtigungen sind im Haushaltsplan 2025 bei der o.g. Pro- duktgruppe veranschlagt. Begründung zu I.: 1. Zur Genese des Filmservice Der Haupt- und Finanzausschuss hat am 2. Juni 1999 (Vorl. 586/99) beschlossen, dass die Stadt Münster ihren Service als „filmfreundliche Stadt“ ausbaut. Nach einem Versuchszeitraum von zwei Jahren beschloss der Rat am 27.6.2001 (Vorl. 634/2001) den Filmservice für Produzenten und Film- schaffende als festes Angebot der Stadtverwaltung dauerhaft zu etablieren. Stadt Münster und Müns- terland sollen von den Filmproduktionsaufwendungen vor Ort profitieren (Hotelgewerbe, filmindustriel- le Dienstleister). Außerdem sollen Münster und das Münsterland als filmische Schauplätze von natio- nalem und internationalem Publikum positiv wahrgenommen werden. 2. Leistungskatalog Filmservice Seit seiner Gründung hat der Filmservice Münsterland etwa 200 Filmproduktionen unterstützt. Darun- ter 47 Tatort- und 90 Wilsberg-Produktionen sowie große Kino-Formate wie die internationalen Pro- duktionen „Blueprint“ mit Stars wie Franka Potente oder „Spencer“ mit Kristen Stewart. Die wichtigsten Dienstleistungen des Filmservice im Überblick: - Koordination von Drehgenehmigungen für Filmschaffende Filmproduktionen erfordern oft ortsübergreifend diverse behördliche Genehmigungen für unter- schiedliche Zeiträume. Um als Drehort für die Industrie attraktiv zu sein, betreiben auch andere Städte entsprechende Services mit eigens dafür abgestellten Mitarbeitern, neben Münster bei- spielsweise auch Köln, Frankfurt, Offenbach und Görlitz. Der Filmservice koordiniert die Geneh- migungsverfahren und berät die Industrie hinsichtlich der notwendigen Vorläufe, beizubringenden Unterlagen, Kosten etc. - Laufende Aktualisierung einer internetbasierten Dienstleister-Datenbank Aktuell verzeichnet die Datenbank rund 180 filmindustrierelevante Dienstleister (Bauwirtschaft, Logistik, Bühnentechnik, Kreativwirtschaft, Kinos etc.) mit Sitz in Münster oder im Münsterland. Bei Bedarf vermittelt der Filmservice auch zwischen Filmindustrie und diesen Dienstleistern - Drehorte-Datenbank Aktuell sind in der sogenannten Location-Datenbank an die 200 bewährte und potenzielle Drehor- te katalogisiert, ein Teil davon auf der Homepage des Filmservice sichtbar. - 3 - V/0728/2024 Gelistet sind beispielsweise historische Gebäude, landschaftliche Kulissen, ikonische und klassi- sche Architektur und vor allem Gebäude, die das Münsterland klar identifizierbar machen. Bei In- teresse an einer Location stellt der Filmservice den Kontakt mit den „Motivgebern“ her und berät zur Infrastruktur in der Region. Derartige Location -Datenbanken sind in der Filmindustrie sehr beliebt, weil die Branche ständig auf der Suche nach unverbrauchten Kulissen ist. Einen Umfang wie den des Filmservice Münster.Land bietet derzeit keine der städtischen Beratungsstellen. Die Tendenz zeigt, dass Locations abseits der großen Medienstandorte für Produktionen immer inte- ressanter werden, Filmschaffende loben die kurzen Verwaltungswege und die Beratung, die sie beim Filmservice in Anspruch nehmen können. - Organisation von Location-Touren im Rahmen von Branchentreffs Das proaktive Bewerben interessanter (Stadt -)Kulissen mit entsprechenden Veranstaltungen ist ein wesentlicher Wertbeitrag im interkommunalen Wettbewerb um die Ansiedlung von Filmproduk- tionen - Unterstützung filmtouristischer Angebote Neben den beliebten „Krimirundgängen Münster“ erzeugen prominente Dreharbeiten auch eine Sonderform des Urlaubsreiseverkehrs. Eine Filmproduktion zieht sowohl während als auch nach den Dreharbeiten Touristen an. Deren Erfolg steigt mit dem Erfolg des Films /der Filmreihe. So profitieren Münster und das Münsterland auch touristisch enorm etwa vom Erfolg der beiden Kri- mi-Reihen „Tatort“ und „Wilsberg“. - Organisation von Filmpremieren Der Filmservice Münsterland organisiert in der Regel zwei Premieren pro Kalenderjahr. Die tradi- tionelle Tatort-Premiere im Cineplex füllt dabei bis zu fünf Kinosäle und bietet somit 2000 Perso- nen die Möglichkeit, gemeinsam mit den Darstellern den neuesten Münster-Tatort zu feiern. - Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Das öffentliche Interesse an Filmproduktionen in Münster und dem Münsterland ist erheblich. Im Schnitt erreichen das Kommunikationsamt wöchentlich zwei bis drei regionale und überregionale Anfragen zu Formaten und Ansprechpartnern im Zusammenhang mit Filmproduktionen in Münster oder im Münsterland. Die begleitenden Social-Media-Aktivitäten des Amtes für Kommunikation er- reichen teilweise über eine Million Personen pro Beitrag. Der Filmservice sichert aufgrund des ei- genen Informationsvorsprungs die Grundlage für eine profes sionelle städtische Kommunikation des Themas. 3. Wirtschaftliche Effekte: Der monetäre Wert der Image -Werbung, den Filmproduktionen aus Münster und dem Münsterland erwirtschaften, ist nie gemessen worden. Auch zu den direkten Wertschöpfungs -Effekten liegen nur veraltetes Zahlenmaterial und Einzelbe- trachtungen vor. Nach einer von der Industrie- und Handelskammer zu Münster bei der Universität Münster in Auftrag gegebenen Studie („Regionale Effekte von Filmproduktionen im Münsterland“) steigerten die Filmpro- duktionen des Jahres 2000 das Einkommen der Region um 437.000 Euro (damals 855.000 D -Mark, - 4 - V/0728/2024 vgl.Vorlage 634/2001) Für das Folgejahr wurde ein Effekt in Höhe von über 655.000 Euro (damals 1,5 Millionen D-Mark) hochgerechnet (vgl. Anlage 1). Für die beiden Tatort-Produktionen „Der dunkle Fleck“ und „Fakten, Fakten“ arbeitete im Folgejahr je ein Team von rund 40 Personen, die Mitglieder wurden wie üblich in Hotels untergebracht. Neben den Beherbergungskosten zahlen die Beteiligten solcher Produktionen Verpf legungsspesen, Transport- kosten, Motivmieten und Dienstleistungskosten etwa für Reinigungen an Wirtschaftsakteur: Innen in der Region aus. Das vom Filmservice 2002 in Auftrag gegebene Gutachten „Filmproduktionen im Münsterland in 2002 und ihre ökonomischen Effekte“ (vgl. Anlage 2) bezifferte den Tagesumsatz von Tatort-Produktionen in Münster zwischen 5870 und 6500 Euro, die als so genannter „Klebe-Effekt“ in der Region bleiben. Mangels aktuellen Datenmaterials ist der monetäre Kosten-/Nutzen-Effekt an dieser Stelle nicht bezif- ferbar. Die Beauftragung eines entsprechenden Gutachtes würde mehrere Tausend Euro kosten und stünde in keinem Verhältnis zum Jahresetat des Filmservice in Höhe von nur 20 450 Euro. Stattdessen kann davon ausgegangen werden, dass die in den – wenn auch veralteten – Untersu- chungen berechneten ökonomischen Klebeeffekte sich heute in mindestens ähnlicher Größenord- nung bewegen – zumal, wenn man sie inflationsbereinigt betrachtet. Allerdings hängen diese Effekte im Gesamtvolumen maßgeblich von der Anzahl der jeweiligen Produktionen ab und sind teilweise stark schwankend. So waren die Filmproduktionen beispielsweise während der Corona -Pandemie stark rückläufig. Städtische Einrichtungen zur Förderung von Filmproduktionen haben sich als großst ädtischer Stan- dard etabliert. Ähnliche Services wurden hier bereits genannt (vgl. Leistungskatalog Filmservice). In Berlin (nach Köln die Stadt mit den meisten Drehtagen pro Jahr) arbeitet der Senat zurzeit an der Schaffung eines entsprechenden zentralen Angebotes (vgl. Anlage 4). Eine belastbare Vergleichsübersicht zu den Filmservice -Angeboten konkurrierender Filmstädte und deren jeweiliger Aufwendungen liegt nicht vor und könnte ggf. über den Deutschen Städtetag erhoben oder gutachterlich angefertigt werden. gez. Markus Lewe Oberbürgermeister Anlagen: Anlage A Anlage 1 Ratsantrag Internationale Fraktion A_R_0039_2024 Anlage 2 Gutachten Universität Münster „Regionale Effekte von Filmproduktionen im Münsterland“ Anlage 3 Studie Culturcon Communication „Filmproduktionen im Münsterland in 2002 Anlage 4 Auszug Broschüre „Filmfreundliche Stadt Berlin“ Anlage 5 Auszug Architekturführer Münster, Münsterland: „Die Stadt als Filmset“ Anlage 6 Stellungnahme Münsterland e.V.
Anlage A
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Anlage A zur V/0728/2024 Kurzüberblick Die Vorlage betont die Relevanz des Filmservice Münster.Land und hebt die wirtschaftlichen Ef- fekte von Filmproduktionen für Münster und das Münsterland hervor. Der Filmservice unterstützt durch seine Arbeit Stadt- und Regionalmarketing und macht durch sein umfangreiches Service- angebot Münster und das Münsterland zu einem attraktiven Drehort für Filmproduktionen. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Mit der Vorlage wird das Ziel „Weiterführung des Filmservice Münster.Land“ verfolgt und eine Abschaffung obsolet. Wir bleiben durch das Weiterbestehen des Filmservice Münster.Land eine attraktive Stadt und Region für Dreharbeiten Wir werden weiterhin unserem Ruf als „Krimistadt“ gerecht Wir werden weiterhin als besonders service-orientiert und filmfreundlich wahrgenommen Wir bauen kontinuierlich unsere Serviceangebot der Locationdatenbank aus Wir halten an den guten, über Jahre entstandenen Kooperationen in und mit der Filmwirt- schaft fest Finanzierung Produktgruppe: 0107 Public Relations Auswirkungen auf den Ergebnisplan X Ja Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja X Nein Im beschlossenen Haushaltsplan 2024 enthalten X Ja Nein teilw. Im Entwurf des Haushaltsplan 2025 enthalten X Ja Nein teilw. Belastungen in zukünftigen HH-Jahren X Ja Nein Bereits veranschlagt X Ja Nein Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig X vollständig freiwillig Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) keine
Anlage_3_Filmproduktionen im Muensterland
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Filmproduktionen im Münsterland 2002 Filmservice Münster.Land Filmproduktionen im Münsterland in 2002 und ihre ökonomischen Effekte Auftraggeber Filmservice Münster.Land Nicola Ebel Gutachter Dipl. Betriebswirtin Uta Ramme CULTURCON - CONCEPTE FÜR CULTUR UND COMMUNICATION Ostmarkstr. 55 48145 Münster Filmproduktionen im Münsterland 2002 Filmservice Münster.Land 1. Dreharbeiten in der Region Im Jahr 2002 wurden im Münsterland fünf Filme produziert, die vom Filmservice Münster.Land umfassend begleitet und unterstützt wurden. Im Einzelnen handelt es sich um folgende Produktionen: » Spielfilm “Blueprint”, Relevant Film, Hamburg » Tatort “Der dunkle Fleck“, Colonia Media, Köln « Tatort “Fakten, Fakten“, Colonia Media, Köln " Wilsberg-Krimi "Wilsberg und der Tote im Beichtstuhl“, Cologne Gemini Filmproduktion GmbH, Köln ® Wilsberg-Krimi “Wilsberg und der stumme Zeuge“, Cologne Gemini Filmproduktion GmbH, Köln Mit „Blueprint‘ konnte ein internationales Kinoprojekt mit Stars wie Franka Potente nach Münster geholt werden. Es stellte sicherlich die größte und bedeutendste Produktion in diesem Jahr in Münster dar: das Team umfasste 55 Personen, das bei der gesamten Drehzeit von 5 Wochen in Münster und im Münsterland vor Ort übernachtete. Hinzu kommen 10 Darsteller, von denen 4 permanent, der Rest nur für die Drehs die Nacht in Hotels vor Ort verbrachte. Als Drehorte wurden überwiegend Motive aus dem Münsterland gewählt. Für die Tatort-Produktionen arbeitete ein Team von insgesamt ca. 40 Personen (Produktionsteam und Darsteller) in Münster. Die Produktionszeit belief sich bei einem Dreh auf 14 Tage, bei dem zweiten auf 8 Tage, für die das gesamte Team in Hotels in Münster untergebracht war. Gedreht wurde zum einen in der Innenstadt z.B. am Prinzipalmarkt, am Hauptbahnhof, in der Pathologie der Unikliniken, zum anderen an verschiedenen Plätzen im Münsterland wie zum Beispiel in Borkhorst und Drensteinfurt sowie am Flughafen FMO. Auch die Wilsberg-Produktionen wurden mit einem Produktionsteam von ca. 40 Personen geleistet. Für beide Produktionen wurden jeweils 10 Drehtage benötigt, wobei das Team und die Darsteller jeweils für 12 Nächte in Münsteraner Hotels übernachteten. Verschiedene Motive in der Innenstadt wie zum Beispiel die Lambertikirche, diverse Strassen, die Kunstakademie, das Amtsgericht, ein Antiquariat, sowie zwei Motive in Altenberge wurden für die Produktionen gewählt. © CULTURCON - CONCEPTE FÜR CULTUR UND COMMUNICATION, Münster Seite 1 von 6 © CULTURCON - CONCEPTE FÜR CULTUR UND COMMUNICATION, Münster Seite 2 von 6 Filmproduktionen im Münsterland 2002 Filmservice Münster.Land 2. Quantitative monetäre Effekte Die Produktion eines Films hat in der Regel wirtschaftliche Auswirkungen auf die Region, in der gedreht wurde. Im Folgenden sollen die quantitativ messbaren wirtschaftlichen Effekte, die die Produktionen im Münsterland ausgelöst haben, dargestellt werden. Aufgrund der sehr unterschiedlichen Produktionen ist es nicht sinnvoll, ein Beispiel zu kalkulieren und die Werte jeweils zu übertragen. Die Produktionen werden daher im Einzelnen betrachtet. Spielfilm Blueprint Bei dem Spielfilm „Blueprint‘ lässt sich ein im Münsterland getätigter Umsatz von knapp 300.000 Euro ermitteln. Die einzelnen Positionen sind folgender Tabelle zu entnehmen: Blueprint (65 Pers., 35 Tage) Kostenposition Betrag Unterbringung 161.950 €] ISpesensatz (24 € / Tag) 50.400 € [Transport 2.345 € Personal 2.700 € Div. Dienstleistungen 18.500 €} IMotivmieten 30.000 €] Nebenkosten, z.B. Reinigung Gesamtsumme Die oben verwendeten Zahlen wurden von der Produktionsfirma Relevant Film aus Hamburg zur Verfügung gestellt. Die Zahlen zeigen, dass der größte Ausgabenpunkt die Hotel- und Spesenkosten sind, die mit 162.000 und 50.000 Euro zusammen 74 Prozent des Budgets ausmachen. Die Unterbringung erfolgte in verschiedenen Hotels im Münsterland. Zusätzlich wurde eine Wohnung und ein Haus angemietet. Weitere hohe Kostenfaktoren sind die Motivmieten sowie die Nebenkosten wie z.B. Reinigungsarbeiten (nach dem Dreh), Telefon, Lebensmittel. Bei den Spesenkosten kann davon ausgegangen werden, dass sie komplett in Münster und im Münsterland im gastronomischen Bereich verausgabt wurden. Die Position Transport beinhaltet überwiegend Taxifahrten, die täglich für ca. 60 Euro getätigt wurden. Autoanmietung und Benzinkosten kommen hinzu. An Personal wurde von der Produktionsfirma ein Büro- und ein Aufnahmepraktikant beschäftigt sowie zwei Maskenbildnerinnen. Die diversen Dienstleistungen umfassen beispielsweise einen Security- Service der Münsteraner Firma A&A, eine Casting-Firma sowie Dienstleistungen für Veranstaltungstechnik und Telekommunikation. © CULTURCON - CONCEPTE FÜR CULTUR UND COMMUNICATION, Münster Seite 3 von 6 Filmproduktionen im Münsterland 2002 Filmservice Münster.Land Bei 35 Drehtagen in Münster ergibt sich ein Tagesumsatz von 8.200 Euro, was verglichen mit den übrigen Produktionen ein relativ hoher Betrag ist. Dies erklärt sich durch den wesentlich höheren Produktionsaufwand bei internationalen Kinoproduktionen. Bei:der Analyse der monetären Effekte der Blueprint-Produktion ist zu beachten, dass die Produktion von der Filmstiftung NRW mit 1,0 Mio. Euro gefördert wurde. Eine solche Förderung hat zur Bedingung, .dass mindestens 1,5 Mio. Euro der Produktionskosten in NRW ausgegeben werden müssen. Da das Münsterland fast ausschließlicher Drehort in NRW war - die übrigen Drehs wurden in Hamburg und in Kanada durchgeführt - kann man nach Aussage der Produzenten von einem wesentlich höheren Gesamtumisatz ausgehen, als die oben dargestellten 300.000 Euro. Da aber kein detaillierteres Datenmaterial von der Produktionsfirma zur Verfügung .gestellt wurde, soll auf eine rein auf Schätzwerten beruhende Analyse verzichtet werden. Tatort-Produktionen Produktionsfirma der beiden Tatorte ist die Firma Colonia Media aus Köln, die die Daten der folgenden Kostendarstellung zur Verfügung gestellt hat. Beide Produktionen wurden mit dem gleichen Aufwand produziert, auch die Teamgröße und die Anzahl der Darsteller waren gleich. Lediglich die unterschiedliche Anzahl der Drehtage, einmal 14 Tage, einmal 8 Tage wirken sich daher auf den Gesamtumsatz der jeweiligen Produktionen aus. Die beiden folgenden Tabellen zeigen die einzelnen Kostenpositionen: 'Fatort I (40 Pers., 14 Tage) Kostenposition Betrag Hotel (70€ / Pers. / Tag) 39.200 €| Spesensatz (24 € / Tag) 13.440 € [Transport R 940 € [Personal 7.600 € Div. Dienstleistungen 11.500 €] Motivmieten 7.000 €] Nebenkosten, Z.B. Reinigung Div. Dienstleistungen IMotivmieten Nebenkosten, z.B. Reinigung [Gesamtsumme Auch bei diesen Produktionen machen die Hotel- und Spesenkosten mit ca. 53.000 Euro bei dem einen und mit ca. 30.000 Euro bei dem anderen Tatort den größten Anteil des Budgets aus. Das Team und die Darsteller wurden für beide Produktionen im Hotel Mövenpick in Münster untergebracht. Die Hotelkosten pro Person sind mit 70 Euro pro Übernachtung kalkuliert, der Spesensatz mit 24 Euro pro Person pro Tag. An Personal beschäftigte die Colonia Media neben ihrem Team zusätzlich Beleuchter, Kameraassistenz, Maskenbildner © CULTURCON - CONCEPTE FÜR CULTUR UND COMMUNICATION, Münster Seite 4 von 6 Filmproduktionen im Münsterland 2002 Filmservice Münster.Land und Komparsen. Insgesamt wurde für zusätzliches Personal aus Münster ca. 7.600 Euro bzw. 5.400 Euro ausgegeben. Als diverse Dienstleister wurden wie bei „Blueprint‘ Security- Services und Casting-Leistungen in Anspruch genommen. Außerdem wurde eine Firma für die Anfertigung diverser Beschilderungen beauftragt. Die Positionen Transport und Nebenkosten umfassen die gleichen Einzelpositionen wie bei der Blueprint-Produktion, das heißt beispielsweise Taxi-Fahrten sowie Reinigung, Telefon etc. Die Kalkulation ergibt, dass bei den Tatort-Produktionen ein Tagesumsatz von 5.870 Euro bzw. von 6.500 Euro verausgabt wurde. Wilsberg-Produktionen Der Produktionsaufwand für die Wilsberg-Filme war für beide Produktionen gleich, so dass die quantitative Betrachtung für beide gleichermaßen gilt. Die Zahlenangaben entsprechen einer Kostenaufstellung der Produktionsfirma Cologne Gemini Filmproduktionen GmbH. Div. Dienstleistungen Motivmieten Nebenkosten, z.B. Reinigun: (Gesamtsumme Das Team der Wilsberg-Produktionen wurde im Tryp Hotel und im Hotel Mövenpick untergebracht, die Darsteller übernachteten im Hotel Mauritzhof. Insgesamt entstanden pro Produktion Hotelkosten von ca. 34.000 Euro. Der Spesensatz entspricht dem üblichen Satz von 24 Euro und beläuft sich pro Produktion auf knapp 10.000 Euro. Während bei „Blueprint‘ und den Tatort-Produktionen das Catering von einem Catering-Mobil aus Köln geleistet wurde und somit nur Ausgaben für Lebensmittelkäufe kalkuliert werden konnten, wurde bei den Wilsberg-Produktionen das gesamte Catering aus Münster bezogen. Es entstanden Catering-Kosten von 2.000 Euro pro Produktion. Die Position Personal umfasst mit 2.100 Euro diverse Aushilfen, die von der Firma Cologne Gemini nicht weiter spezifiziert wurden, sowie Komparsen. An diversen Dienstleistungen wurden Ausgaben von ca. 7.000 Euro getätigt, die auf Security-Services, Absperrdienste und Autoverleihfirmen entfielen. Nebenkosten und Transportkosten entsprechen im einzelnen den oben erläuterten Produktionen. © CULTURCON - CONCEPTE FÜR CULTUR UND COMMUNICATION, Münster Seite 5 von 6 Filmproduktionen im Münsterland 2002 Filmservice Münster.Land Pro Tag ergibt sich bei den Wilsberg-Produktionen jeweils ein Tagesumsatz von 5.350 Euro. Hier zeigt sich eine leichte Umsatzsteigerung zum letzten Jahr, wo mit 5.000 Euro pro Tag kalkuliert wurde. 3. Zusammenfassung Insgesamt haben die verschiedenen Produktionen zu einem Gesamteffekt für das Münsterland von ca. 550.000 Euro geführt. Den größten Anteil macht mit allein knapp 300.000 Euro die internationale Kinofilmproduktion „Blueprint‘ aus. Produktion Es soll jedoch darauf hingewiesen werden, dass in dieser Betrachtung der direkten monetären Auswirkungen nicht die Multiplikatorwirkung berücksichtigt wird, unter der man in der Volkswirtschaftsiehre die vervielfachende Wirkung einer ursprünglich autonomen Ausgabe’ versteht. Damit ist gemeint, dass die durch die Ausgaben der Produktionen erzielten Einkommen bei den Auftragnehmern weitere Aufträge und Produktionen auslösen. Der Gesamteffekt kann daher ein Vielfaches an Erhöhung von Einkommen und regionaler Gesamtnachfrage ausmachen, als es in der direkten monetären Betrachtung der Fall ist. Eine exakte Ermittlung der effektiven Zahlungsströme ist in der Praxis jedoch nicht möglich und soll an dieser Stelle nicht weiter ausgeführt werden. “ Verglichen mit den letzten Jahren verstärkt sich eindeutig der Trend, dass die Produktionsfirmen zunehmend auf Münsteraner Dienstleister zurückgreifen. Diesen Trend bestätigen Gespräche mit den Produktionsfirmen. Einige produktionsspezifische Dienstleistungen wären zum Beispiel gerne zusätzlich in Münster in Anspruch genommen worden, mussten aber wegen fehlenden ‚Angebots in Köln oder Hamburg beauftragt werden und von dort nach Münster gebracht werden. Alle Produktionsfirmen zeigten sich in Interviews sehr zufrieden mit der Drehzeit in Münster, der Service, die Betreuung und die Infrastruktur wurden insgesamt gelobt. © CULTURCON - CONCEPTE FÜR CULTUR UND COMMUNICATION, Münster Seite 6 von 6
Anlage_6_Stellungnahme_Muensterland e.V.
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Aufsichtsratsvorsitzender:
Dr. Kai Zwicker
Vorstand:
Andreas Grotendorst
Amtsgericht Steinfurt
VR-Nr. 1313 AG Steinfurt
St.-Nr. 327/5864/0673
USt.-IdNr. DE 265 429 362
Sparkasse Münsterland Ost
IBAN DE90 4005 0150 0006 0081
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Swift: W E L A D E D 1 M S T
Volksbank Münster eG
IBAN: DE644036 1906 7200
0990 00
Swift: G E N O D E M 1 M S C
Münsterland e.V. • Postfach 13 63 • 48252 Greven
Stadt Münster
Der Oberbürgermeister
Amt für Kommunikation
48127 Münster
Münsterland e.V.
Verein zur Förderung des
Münsterlandes
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48268 Greven
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Greven, 10.01.2025
Weiterführung Filmservice Münsterland
Guten Tag Herr Reisener,
das Münsterland gewinnt zunehmend das Interesse junger Filmschaffender. Seit 2019 finden bspw.
regelmäßig Dreharbeiten für die mit dem Grimme-Preis ausgezeichnete Serie „Haus Kummerveldt“
statt. Die beiden Tatort-Kommissare Frank Thiel und Karl-Friedrich Boerne sowie Georg Wilsberg stehen
in der Liste der bekanntesten „Münsteraner“ weit oben und tragen weiterhin dazu bei, Münster
deutschlandweit bekannt zu machen.
Dass Filmteams das Münsterland gerne für Dreharbeiten nutzen und die Gastfreundschaft zu schätzen
wissen, ist zu einem nicht unerheblichen Teil die Leistung des Filmservice Münster.Land. Besonders zu
erwähnen sind die positiven Effekte der Dreharbeiten für die Tourismusbranche. Viele Touristinnen und
Touristen kommen gezielt in die Region, um sich die Drehorte ihrer Lieblingskrimis oder -serien
anzusehen. Der Erfolg der Krimiführungen, die in Münster angeboten werden, gibt dieser Tatsache recht.
Durch die Ausrichtung von Filmpremieren gibt der Filmservice Münster.Land neben geladenen Gästen
auch den Fernsehzuschauerinnen und -zuschauern die Möglichkeit, die neusten Folgen vor Ausstrahlung
zu sehen und die Schauspielerinnen und Schauspieler bei der Premiere kennenzulernen.
Die Arbeit des Filmservice Münster.Land zeigt eindrucksvoll, wie mit Mitteln für Kunst und Kultur eine
Region in ihrem Profil geschärft und weiterentwickelt werden kann. Der Filmservice Münster.Land
erleichtert mit dem umfassenden Location-Archiv die Suche nach neuen Perspektiven und berät
Filmschaffende zu passenden Motiven.
Den Filmstandort Münsterland zu vermarkten, zu betreuen und zu fördern, hat sich der Filmservice
Münster.Land zur Aufgabe gemacht. Dies gelingt seit 25 Jahren hervorragend.
Aufsichtsratsvorsitzender:
Dr. Kai Zwicker
Vorstand:
Andreas Grotendorst
Amtsgericht Steinfurt
VR-Nr. 1313 AG Steinfurt
St.-Nr. 327/5864/0673
USt.-IdNr. DE 265 429 362
Sparkasse Münsterland Ost
IBAN DE90 4005 0150 0006 0081
71
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Volksbank Münster eG
IBAN: DE644036 1906 7200
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Aus unserer Sicht sollte der Filmservice Münster.Land deshalb unbedingt weitergeführt werden. Die in
den vergangenen Jahren erfolgreiche Arbeit des Filmservices trägt erheblich zur Markenbildung
Münsterland bei. Wir können feststellen, dass zwischen den Regionen ein regelrechter Wettbewerb um
Produktionsstandorte stattfindet. Insoweit ist es wichtig, für mögliche Interessentinnen und
Interessenten eine Anlaufstelle mit entsprechendem begleitenden Service vorzuhalten.
Freundliche Grüße aus dem Münsterland
Andreas Grotendorst
Vorstand
Anlage_1_Ratsantrag_Internationale Fraktion_A_R_0039_2024
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Internationale Fraktion Die PARTEI/ÖDP – Weseler Str. 19-21 – 48151 Münster 0251/13651766 – buero@fraktion-ms.de – Fraktionssprecher: Michael Krapp Münster, 02.09.2024 Antrag nach § 3 Abs. 2 der Geschäftsordnung des Rates Filmservice einstellen Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: 1) Der Filmservice der Stadt Münster wird eingestellt. 2) Für die Mitarbeitenden wird in engem Austausch mit ihnen ein anderer Verwendungszweck innerhalb der Stadtverwaltung gesucht. Begründung: Selbstbeschreibung des Filmservice im Amt für Kommunikation: „Ob mittelalterliche Kulisse oder avantgardistische Architektur, Hafenspeicher aus der Gründerzeit oder Barockschloss in der Gräfte, ehemalige Wehrmachtskaserne oder nebelumflorte Moorlandschaft – Münster und das Münsterland bieten Innen- und Außenmotive für jedes Genre, für jedes Drehbuch. Lassen Sie sich von diesen einmaligen Gegebenheiten inspirieren! Der Filmservice Münster.Land unterstützt Sie dabei in allen Produktionslagen. Die Anlaufstelle für Filmschaffende hilft bei der Suche nach geeigneten Motiven, kümmert sich um Drehgenehmigungen, vermittelt Ansprechpartner und informiert über lokale Dienstleister.“ „Münster-Tatort“ oder „Wilsberg“ dürften kaum eingestellt werden, sollte der Filmservice nicht mehr existieren. Auf Veranstaltungen wie die „Tage des Provinzfilms“ könnte man schweren Herzens und in Abwägung mit anderen Aufgaben wegen der finanziellen Notlage auch verzichten. Videografische Grüße gez. RH Michael Krapp RH Lars Nowak RH Dr. Georgios Tsakalidis Antrag an den Rat Nr. A-R/0039/2024
Anlage_2_Gutachten_Regionale Effekte von Filmproduktionen
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ou0RaK DRS gg WESTFÄLISCHE WILHELMS-UNIVERSITÄT MÜNSTER Institut für Siedlungs- und Wohnungswesen DIREKTOR: PROF. DR. ULRICH VAN SUNTUM Regionale Effekte von Filmproduktionen im Münsterland Gutachten im Auftrag der Industrie- und Handelskammer zu Münster Endbericht Bearbeiter: Dipl.- Volksw. Frank Beermann Münster, 04.05.2001 D. Abbildungsverzeichnis Abbildung 1 Abbildung 2 Abbildung 3 Abbildung 4 ‚Abbildung 5 Abbildung 6 Abbildung 7 Abbildung 8 Abbildung 9 Entwicklung der abendfüllenden Filmproduktionen im Fernse- hen von 1995 bis 1999 . Entwicklung der Anzahl der Fernsehsender von 1998 bis 2000 Logarithmische Darstellung der Verteilung der filmwirtschaft- lichen Betriebe in Nordrhein-Westfalen‘ Film- und Serienproduktionen im Münsterland von 1991 bis 2001 Darstellung der multiplikativen Wirkungen Projektion der zukünftigen jährlichen Filmproduktionen im Münsterland im Rahmen des I. Szenarios Projektion der zu erwartenden Effekte für das Münsterland im Rahmen des I. Szenarios Projektion der zukünftigen jährlichen Filmproduktionen im Münsterland im Rahmen des II. Szenarios Projektion der zu erwartenden Effekte für das Münsterland im Rahmen des II. Szenarios 10 13 23 24 26 27 1. Einleitung Am 15. September 1999 hat die Stadt Münster zunächst befristet eine Anlauf-, Infor- mations- und Servicestelle für die Filmwirtschaft eingerichtet. In einem weiteren Schritt entstand in Kooperation der Stadt Münster mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Münster und der Aktion Münsterland zum 1. Mai 2000 der Filmservice Mün- ster.Land. Das gemeinsame Auftreten der Stadt Münster mit den Münsterlandkreisen sollte neben der effizienteren Ressourcennutzung zusätzlich einen filmspezifischen Wettbewerbsvorteil schaffen, da das Angebot von Oberzentrum und eher ländlich ge- prägtem Umfeld das Münsterland von konkurrierenden Angeboten anderer Städte ab- hebt. Während die Stadt Münster die oben bereits erwähnte Stelle in das Projekt ein- bringt, sind die IHK zu Münster und die Aktion Münsterland für die Finanzierung wer- bewirksamer Maßnahmen des Filmservices Münster.Land verantwortlich. Das Aufgabenfeld umfasst die Unterstützung der Produzenten und Filmschaffenden bei den erforderlichen behördlichen Genehmigungen und die Vermittlung von Kontakten zu regionalen Dienstleistern. Hierzu zählt der Aufbau und die Pflege erforderlicher Daten- banken. Des Weiteren gehört die Vermarktung und Öffentlichkeitsarbeit mit verschie- densten Maßnahmen und Publikationen zum Tätigkeitsspektrum. Eine große Bedeutung kommt gerade in der Filmwirtschaft dem Knüpfen von Kontakten zu Produzenten, Filmschaffenden und Dienstleistern zu. Vor diesem Hintergrund ist die Zielsetzung und Aufgabe des vorliegenden Gutachtens, zu prüfen, ob die zukünftigen Erwartungen in der Filmwirtschaft eine dauerhafte Exis- tenz des Filmservices Münster.Land rechtfertigen. Dazu werden im Folgenden zunächst die Entwicklungstendenzen der Filmwirtschaft dargestellt. Wesentliche Punkte dabei sind die Untersuchung der Nachfrage nach Filmproduktionen, das Ausmaß von Film- förderung und die regionalen Konzentrationsgrade. Der Schwerpunkt der Arbeit be- leuchtet die Auswirkungen von Filmproduktionen in der Region. Dabei werden sowohl quantitative als auch qualitative Effekte berücksichtigt. Daran anschließend werden zwei Szenarien der zukünftigen Potenziale entwickelt. Abschließend werden die wich- tigsten Ergebnisse noch einmal zusammengefasst und ein Ausblick gegeben. 2. Wachstumsdynamik in der Filmwirtschaft 2.1 Entwicklung der Filmnachfrage des audiovisuellen Bereiches Die Filmwirtschaft ist einer der wachstumsstärksten Wirtschaftssektoren in Deutsch- land. Der audiovisuelle Markt, der die drei Bereiche Kino, Video und Fernsehen um- fasst, zeigt in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung der Filmnachfrage. So stieg die Zahl der Kinobesucher von 1995 bis 1999 um 24,5 Mio. Besucher. Das entspricht einer Zuwachsrate von 19,7 v. H.' Die Spielfilmneuerscheinungen auf Video stiegen im gleichen Zeitraum um 24,8 v. H. auf 645 im Jahr 1999.? 1999 E Een Fe 10.473 1098 | = Er 10.731 = 1997 ’ 71051 1996 £ } 8.219 1995 ARE N 3 "| 8.203 0 2000 4000 6000 8000 10000 12000 Ausgestrahlte Filme im Fernsehen Abbildung 1 Entwicklung der abendfüllenden Filmproduktionen im Fernsehen von 1995 bis 1996. Quelle: Röth, M. (2000), 5.30; eigene Darstellung. ! Vgl. Neckermann, G. (2000), S. 406. 2 Vgl: Roth, M. (2000), S. 73. titative Angebot an Sendungen, aus denen der Zuschauer auswählen kann, erhöhen. Die verbesserte Wahlmöglichkeit des Zuschauers impliziert eine Erhöhung der Attraktivität des Filmkonsums, was wiederum zu einer Stimulierung der Filmnachfrage führt. Es sollte nicht übersehen werden, dass amerikanische Filmproduktionsfirmen einen er- heblichen Marktanteil haben. Aus Sicht des Münsterlandes ist diese Tatsache allerdings weniger problematisch, wenn der Drehort dennoch in der Region liegt. Seit Juli 2000 fallen Medienfonds nicht mehr unter das Verlustausgleichsverbot. Seither sind sie die Favoriten unter den Steuersparanlagen. Dies wird dazu führen, dass eine Vielzahl neuer Anbieter am Markt auftreten werden und die Anzahl der Filmproduktio- nen sich weiter erhöht. 2.2 Filmförderung durch Bund und Länder Die Bundesrepublik Deutschland hat in den zurückliegenden Jahren wachsende finan- zielle Anstregungen zur Förderung des deutschen Filmes unternommen. Bund und Län- der wenden hierfür jährlich Haushaltsmittel in Höhe von insgesamt 260 Mio. DM auf.‘ Darin sind weder Abgaben gemäß Filmförderungsgesetz noch Beteiligungen des Fern- sehens enthalten. Auf der Grundlage des Filmförderungsgesetzes werden von der Film- förderungsanstalt jährlich rd. 75 Mio. DM vergeben, die aus Abgaben der audiovisuel- len Wirtschaft stammen. Der Bund selbst bringt für die Filmförderung Haushaltsmittel in Höhe von rd. 8,5 Mio. DM und weitere acht Mio. DM für Filmtheater auf. Auf 34 Mio. DM beläuft sich die kulturelle Filmförderung. Die Länder haben ihre Filmförder- aktivitäten sogar erheblich ausgebaut. Gemeinsam vergeben sie rd. 210 Mio. DM. Sie tragen aus ihren Haüshaltsmitteln in ganz unterschiedlicher Höhe zur Filmförderung bei. An der Spitze liegt Nordrhein-Westfalen mit 63 Mio. DM vor Bayern (49 Mio. DM) und Berlin/Brandenburg (32 Mio. DM). Prozentual liegt Nordrhein-Westfalen bundesweit mit 35 v. H. vorne. Dies spiegelt sich auch in der Tatsache wider, dass $ Vgl. Bericht der Projektgruppe „Filmförderung in Niedersachsen“ (1999), 8. 7. 11 nehmen sind in Köln 59,5 v. H. der 2.332 in. Nordrhein-Westfalen insgesamt filmschaf- fenden Unternehmen angssiedelt.'? Damit erreicht die Rheinmetropole auch den Spit- zenplatz in Deutschland." 10000 7 — — _—— —— 1000 | 38 Betriebe (logarithmische Darstellung) Abbildung 3 Logarithmische Darstellung der Verteilung der filmwirtschaftlichen Betriebe in Nordrhein-Westfalen. Quelle: STADTart (2000), 5. 18; eigene Darstellung, Das Münsterland belegt in der landesinternen Statistik den siebten Platz. Die 39 im Münsterland beheimateten Filmwirtschaftsbetriebe bedeuten landesweit lediglich einen Anteil von 1,7 v. H. Um diesen Anteil zu verbessern und das Münsterland als Standort der Filmwirtschaft attraktiver zu machen, bedürfte es eines sukzessiven Aufbaus. Erst eine höhere Zahl von im Münsterland realisierten Filmproduktionen könnte zum Fun- dament einer sich etablierenden Filmwirtschaft werden. Die jüngste Entwicklung zeigt 12 Vgl. ebenda, S. 18. 3 Vgl. AG Kulturwirtschaftsbericht (1998), S. 44. 3. Filmproduktionen im Münsterland und die ökonomischen Effekte 3.1 Dreharbeiten in der Region Im Jahr 2000 hat der Filmservice Münster.Land fünf Projekte umfassend begleitet. Im Auftrag des ZDF entstand der Münster-Krimi „Wilsberg und der Mord ohne Leiche“. Als Drehorte dienten 15 Locations in Münster und Umgebung. Im Rahmen der Produk- tion waren 35 Teammitglieder und fünf Darsteller an zwölf Drehtagen zu Gast in Mün- ster. In einem weiteren Projekt wurde ü. a. in Westkirchen, Ostenfelde und Ennigerloh der Fernsehfilm „Die Frau, die an Dr. Fabian zweifelte“ gedreht. Für diese Koprodukti- on von WDR und Arte weilte ein vierzigköpfiges Filmteam rd. fünf Wochen im Mün- sterland. Darüber hinaus hat der Filmservice Münster.Land die Dreharbeiten zu dem Kurzfilm „Nulv“ betreut. Neben den Filmen sind auch Dreharbeiten zu den Serien „Die Auto- bahnpolizei — Cobra 11“ und „Die Anrheiner“ vom Filmservice Münster.Land begleitet worden. Zu diesen Dreharbeiten waren zwei Tage lang ca. 180 bzw. drei Tage lang rd. 20 Filmschaffende vor Ort. Im Mai diesen Jahres beginnen die Dreharbeiten für die Teile V und VI der Wilsberg- Reihe. Dazu kommt der Kinofilm „Spoils“ mit den bekannten Hollywood- Schauspielern Linda Fiorentino und Alec Baldwin. Der Filmservice Münster.Land war bei der Suche nach dem passenden Drehort behilflich und die Wahl fiel auf die Wasser- burg Anholt im westlichen Münsterland. Neben den erwähnten drei Projekten stehen bereits die Dreharbeiten zu den Kurzfilmen „Kein Gestern, kein Morgen“ und „Will- kommen in Walhalla“ im Sommer diesen Jahres fest. Ferner war der Filmservice Mün- ster.Land zu Beginn dieses Jahres bei der Location-Auswahl für ein Musikvideo betei- ligt, das in der Sparda-Bank Münster gedreht wurde. Die folgende Abbildung veranschaulicht die Entwicklung der Kino- und TV-Spielfilme sowie der TV-Serien, die in den neunziger Jahren im Münsterland gedreht worden sind: '5_ Vgl. STADTart (2000), 8. 31. 15 vor Ort anfallenden Kosten erhöhen sich darüber hinaus um ca. 15.000 DM, die an Mo- tivmieten gezahlt werden und ca. 5.000 DM Honorar für Komparsen. An Transportko- sten fallen täglich rd. 50 DM für Taxifahrten sowie jeweils ca. 10 DM Benzinkosten für 20 Fahrzeuge an. Dies ergibt einen Betrag von 3.000 DM. Der Gesamtsumme hinzuzu- rechnen sind des Weiteren Ausgaben für Lebensmittel und das Catering, die mit 15 DM je Person und Tag zu Buche schlagen und zusammen 7.200 DM ergeben. Komplettiert wird die Liste der in der Region verausgabten Gelder mit 1.000 DM Büromiete und 500 DM Telefonkosten im Büro bzw. Hotel. Insgesamt belaufen sich somit die nicht- filmwirtschaftlichen Produktionskosten auf 105.980 DM für zwölf Tage Dreharbeit.'” Das bedeutet, an einem Drehtag verbleiben rd. 8.800 DM in der Region. In dieser Kos- tenauflistung nicht enthalten sind das Honorar für den Wilsberg-Autor Jürgen Kehrer, der Münsteraner ist, sowie die Löhne und Gehälter für lokale Locationscouts, Aufnah- meleitungsassistenten und Fahrer. Aus Datenschutzgründen konnten diese Zahlen von der Fa. Cologne Gemini Filmproduktion GmbH leider nicht zur Verfügung gestellt werden, insgesamt kann jedoch von einem in der Region verbleibenden monetären Ef- fekt von rd. 10.000 DM pro Drehtag ausgegangen werden. Im Folgenden wird dieser Betrag von 10.000 DM als monetärer Effekt je Drehtag ver- wendet. Der Kinofilm „Die Frau, die an Dr. Fabian zweifelte“, erzielte demzufolge ei- nen monetären Gesamteffekt von 350.000 DM für das Münsterland. Für die Serien „Die Autobahnpolizei — Cobra 11“ und „Die Anrheiner“ ergibt sich ein monetärer Effekt von 90.000 DM bzw. 15.000 DM. Gemäß Expertenaussagen belaufen sich die Kosten für einen Kurzfilm auf sehr niedrigem Niveau. Als Schätzwert für die regionalen Ausgaben kann der Betrag von insgesamt 10.000 DM je Kurzfilm angesetzt werden. Addiert man nun die im Jahre 2000 erreichten monetären Effekte der Projekte für das Münsterland, so ergibt sich eine Gesamtsumme von rd. 570.000 DM, die als regionaler monetärer Gesamteffekt für das Münsterland allein durch die Produktion von Filmen erzielt wur- de. Eine Prognose für das laufende Jahr 2001 verspricht eine weitere Steigerung dieses Ef- fektes. Bereits heute stehen die Drehtermine für zwei neue Wilsberg-Krimis fest. Aus diesem Grund werden auch im Jahr 2001 wieder Filmschaffende für jeweils ca. 14 Tage "8 Die nicht-filmwirtschaftlichen Produktionskosten sind der Teil des Gesamtbudgets, der in eine andere Abbildung 5 Darstellung der multiplikativen Wirkungen. Quelle: Eigene Darstellung. Verglichen mit den ursprünglichen Nachfragesteigerungen kann der Gesamteffekt ein Vielfaches an Erhöhung von Einkommen und regionaler Gesamtnachfrage ausmachen. Er beruht auf in immer neuen Wirkungsrunden analogen Teileffekten, wächst in jeder Folgerunde an, und nähert sich letztendlich einem Grenzwert. Eine exakte Ermittlung der effektiven Zahlungsströme ist in der Praxis nicht möglich. Deshalb sind Modellan- hahmen und Plausibilitätsüberlegungen unentbehrlich. Die volkswirtschaftliche Praxis bedient sich daher eines ökonomischen Analyseinstrumentes in Gestalt des Multiplika- tormodells. 19 Dienstleistungen induziert wird. Dieses wird durch die zuvor erwähnten Multiplikator- effekte noch verstärkt. Eine direkte Erhebung ist praktisch unmöglich. Wenn man den Umsatz der Hoteliers im Falle der Wilsberg-Analyse in Abschnitt 3.2.1 betrachtet, so ergibt sich bei 52.200 DM Umsatz unter Berücksichtigung der Umsatzsteuer in Höhe von 16 v. H. der abführungspflichtige Teil zu 8.874 DM. Diese Summe erscheint relativ niedrig, zumal der Kommune nur ein geringfügiger Anteil bleibt.?? Jedoch können durch ein zukünftig höheres Filmaufkommen die Einnahmen der Region aus der Um- satzsteuer durchaus erhöht werden. Die bedeutendste Einnahmequelle der öffentlichen Haushalte ist die Einkommensteu- er.” Die Anzahl der im Münsterland heimischen Filmschaffenden ist jedoch gering. Aus diesem Grund sind lediglich die Löhne und Gehälter der Branchenfremden zu er- wähnen, die jedoch zum heutigen Zeitpunkt eher einen marginalen Effekt haben. Auch bezüglich der Einkommenssteuer würde ein höheres Filmproduktionsvolumen in der Region zu wachsenden Einnahmen aus dieser Steuer führen. 3.3 Qualitative regionalwirtschaftliche Effekte 3.3.1 Touristische Werbewirkung „Ein etwas verknautschter und schusseliger Privatdetektiv ist für die Stadt Münster und das ZDF gleichermaßen zum Glücksfall geworden: Bereits drei Fälle hat der von Leonard Lansink dargestellte Georg Wilsberg für das ZDF gelöst und dabei im so genannten „Münster-Krimi" mit ständig wachsenden Einschaltquoten einen enormen Werbeeffekt für die Bischofs- und Beamtenstadt bewirkt. Nachdem „Wilsberg und die Tote im Sec" von fast sieben Millionen Zuschauern eingeschal- tet wurde, gibt das Zweite der Krimireihe nun den begehrten Sendeplatz am Sams- tagäbend und stellt sie damit auf eine Stufe mit Bella Block, Rosa Roth und Stub- be. 21 Vgl. Arthur Anderson Economic Consulting (1995), S. 5. 22 Vgl. Bundesministerium der Finanzen (2000), S. 103 2 Vgl. ebenda, S.48. Neue Osnabrücker Zeitung von 03.02.2001. 21 Eine aller Voraussicht nach noch höhere Werbewirksamkeit verspricht der Kinofilm „Spoils“ mit den Hollywood-Größen Linda Fiorentino und Alec Baldwin, der dieses Jahr in der unvergleichlichen Kulisse der Wasserburg Anholt im Münsterland gedreht wird. Da die Dreharbeiten zu diesem Film jedoch erst noch anlaufen, kann eine ex-post- Analyse wie bei dem Wilsberg-Krimi nicht vorgenommen werden. Ein extremes Beispiel zeigt die Werbewirksamkeit von Filmproduktionen. Die be- rühmte Soap-Opera „Schwarzwaldklinik“ wurde Mitte der achtziger Jahre im Glottertal im Schwarzwald produziert. Bereits im Sommer des Jahres der Erstausstrahlung stieg der Tourismus sprunghaft an. Die Anzahl der Nächtigungstouristen erhöhte sich stel- lenweise um 20 v. H. Vor der vermeintlichen Klinik wurden zeitweise 300 ankommen- de TV Touristen pro Stunde gezählt.?? Der durch die Fernsehserie induzierte Besucher- ansturm hält bis heute an. Das folgende Beispiel soll die erfolgreiche Werbewirkung einer Region als Ganzes de- monstrieren: „The externality effect of showing Australian films overseas is the disse- mination of knowledge about Australia [...] The effect of this increased exposure of Australia in international markets are to stimulate demand for other Australian products and to promote Australia as a tourist destination [Herv. durch den Verf.].“”® Anhand dieses Zitates wird deutlich, dass regionale Kultur und Mentalität durch Filmproduktio- nen propagiert werden können.”” Die Region wird einem breiten Publikum vorgestellt. Abschließend ist zu ergänzen, dass auch der filminduzierte Tourismus Ausgaben für Güter und Dienstleistungen impliziert, die wiederum die in Abschnitt 3.2.2 bereits er- wähnten multiplikativen Wirkungen erzeugen. Auf längere Sicht wird dieser Effekt, verglichen mit den Effekten der Dreharbeiten vor Ort, eine stärkere Bedeutung haben. 27 Vgl. Prosser, M. (1993), S. 122f. 2° Schou, K. (1982), 8.3. ? Vgl. Böhme, M. (1994), S. 17. 23 4. Zukunftsaussichten für das Münsterland Im Rahmen dieses Kapitels soll mit Hilfe von Szenarien das zukünftige Filmprodukti- onsvolumen im Münsterland abgeschätzt werden. Ein Szenario ist der Entwurf eines Zukunftsmodells und im eigentlichen Sinne keine Vorhersage, sondern nur die Formu- lierung möglicher Ereignisse, die in ihrem Umfang und Ausmaß variieren können. Ziel der Szenarien ist es, eine Vorstellung darüber zu erhalten, welche Dimensionen in Be- zug auf das regionale Filmproduktionspotenzial realistisch sind und welche Konsequen- zen damit für das Münsterland verbunden sind. 4.1 Szenario I In Abschnitt 2.1 wurde bereits die Entwicklung im Bereich der Filmnachfrage des au- diovisuellen Bereichs verdeutlicht. Die hier zugrunde liegende Annahme ist, dass sich die Nachfrage entsprechend der durchschnittlichen Wachstumsraten der drei Teilberei- che weiter entwickeln wird. Demzufolge errechnet sich für den Videosektor eine jährli- che Nachfragesteigerung in Höhe von 5,7 v. H. In der Sektion Kino beträgt der Zu- wachs 4,4 v. H. und beim Fernsehen 6,3 v. H. Werden diese Wachstumsraten der au- diovisuellen Teilsegmente kongruent zu ihren Anteilen an der Filmnachfrage gewichtet, so ergibt sich im Mittel eine jährliche Gesamtnachfrageerhöhung von 6,1 v. H. Die Be- schränkung des Vergleichszeitraums auf die Jahre 1995 bis 1999 liegt an der fehlenden Datenbasis im TV-Sektor. Da jedoch die jüngste Entwicklung filmwirtschaftlich auch die kommenden Jahre prägen dürfte, erscheint diese Vorgehensweise durchaus sinnvoll zu sein. Der hohe Anteil aus Amerika importierter Filme hat in der letzten Zeit auf ho- hem Niveau stagniert. Somit erscheint die Annahme gewährleistet, dass zukünftig im- portierte Filme und in Deutschland produzierte Filme sich analog entwickeln werden. Die Ambitionen des Münsterlandes, sich als Filmstandort zu etablieren, sind noch zu jung, um eine Korrelation der Entwicklung des regionalen Filmaufkommens zu der des Gesamtaufkommens zu erstellen. Aus diesem Grund wird im Folgenden davon ausge- gangen, dass sich die Drehkapazität im Münsterland in der Zukunft parallel zu der durchschnittlich steigenden Nachfrage nach Filmproduktionen verhält und jährlich mit 25 Bei dieser Projektion geht es lediglich um Spielfilme. Nicht berücksichtigt sind Drehar- beiten für Serienproduktionen und Kurzfilme. Da in diesen Segmenten keine hinrei- chende Datengrundlage zur Verfügung steht, finden sie im Rahmen des Szenarios keine Beachtung. i Nachfolgend wird die Annahme getroffen, dass die Struktur der zukünftigen Filmpro- jekte in Bezug auf Teammitglieder und Drehtage einem Mittelwert aus den in den Jah- ren 2000 und 2001 gedrehten fünf Filmen entspricht. Das bedeutet, im Durchschnitt wird ein Filmprojekt einen monetären Effekt von rd. 280.000 DM für die Region haben. Demnach wird der monetäre Effekt unter Einbezug multiplikativer Wirkungen in den Jahren 2002 und 2003 bei rd. 1,25 Mio. DM liegen. EimonetärerEffekt Mmonctärer Effekt unter Berücksichtigung multiplikativer Wirkungen 2019-2020 a EEE 2017-2018 2.929,5 2015-2016 Pen nn = 5 20122014 Ü 2004-2007 1.674 2002-2003. # 0 500 1000 1500 2000 2500 3000 3500 4000 TDM Abbildung 7 Projektion der zu erwartenden Effekte für das Münsterland im Rahmen des I. Szenarios. Quelle: Eigene Berechnungen; eigene Darstellung. 27 35 30 2 2 20 15 77 Filmproduktionen im Münsterland 6 55 1344 m | TEE 0 au 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 Jahr " Abbildung 8 Projektion der zukünftigen jährlichen Filmproduktionen im Münster- land im Rahmen des II. Szenarios. Quelle: Eigene Berechnungen; eigene Darstellung. Eine entsprechend dynamische Entwicklung ergibt sich auch bei den regionalen Effek- ten, wenn man die Zuwachsrate von zwölf v. H. zugrunde legt. In diesem Szenario wird der Effekt in den kommenden zwei Jahren unter Einbezug der multiplikativ induzierten Wirkungen über 1,5 Mio. DM liegen. Die zwei Mio. DM-Grenze wird schon im Jahr 2004 übersprungen. In zehn Jahren sind es an die vier Mio. DM, die als regionaler Ef- fekt in der Region erzielt werden, 2015 rd. 6,7 Mio. DM und im Jahr 2020 über zwölf Mio. DM. 29 den vergangenen Jahren zu einer erheblichen Steigerung des aus Dreharbeiten im Mün- sterland erzielten regionalen Effektes geführt. Auch die Tatsache, dass die Vermarktung des Filmstandortes Münsterland sich nicht von heute auf morgen vollzieht, sondern ei- nen kontinuierlichen Prozess darstellt, spricht für eine höhere Wahrscheinlichkeit des II. Szenarios. So sind interessante Locations mittlerweile durch den Filmservice Mün- ster.Land verbreitet worden und für Filmschaffende in entsprechenden Foren zugäng- lich. Des Weiteren ist der Standort Münsterland auf Fachmessen und in Branchenzei- tungen publik gemacht worden, so dass auch von dieser Seite her in Zukunft eine posi- tive Wirkung zu erwarten ist. Ein hoch dotiertes Filmprojekt mit bekannten Hollywood- Schauspielern, wie der Film „Spoils“, kann auch hier als wertvoller Vorreiter für eine erfolgreiche Etablierung des Münsterlandes als Filmstandort von Nutzen sein. 31 e Die Zukunftsaussichten für das Münsterland sind eindeutig positiv. Selbst in einem eher pessimistischen Szenario können sowohl die Filmproduktionen als auch die damit verbundenen Effekte für die Region in den kommenden Jahren sukzessive verbessert werden. Ein der Gesamtsituation Nordrhein-Westfalens angepasstes Szenario verspricht bereits ab dem Jahr 2004 einen regionalen Effekt von über zwei Mio. DM. (Kapitel 4) Dieses Kurzgutachten hat gezeigt, dass die Filmwirtschaft eine Wachstumsbranche mit guten Entwicklungschancen ist. Der „Kuchen“, den es zu verteilen gilt, wird größer. Aber auch andere Regionen schlafen nicht. Die Einrichtung eines Filmservices, der als Anlauf-, Informations- und Servicestelle für die Filmwirtschaft einen hohen Wert hat, wurde in den vergangenen Jahren in einigen nordrhein-westfälischen Städten und Re- gionen voran getrieben. Er stellt eine notwendige Bedingung im Wettbewerb der Städte und Regionen dar. Die Aussichten des Münsterlandes, in diesem Filmstandort- wettbewerb zu bestehen, sind durchaus positiv. Die gemeinsame Positionierung der Stadt Münster mit dem eher ländlich geprägtem Umfeld des Münsterlandes ist ein be- deutsamer Konkurrenzvorteil. Dreharbeiten finden in den seltensten Fällen an nur we- nigen Orten statt und gerade die Möglichkeit, unterschiedlichste landschaftliche Kulis- sen innerhalb einer Region zu bieten, haben nicht viele Städte in Nordrhein-Westfalen. Auch die Bevölkerung im Münsterland steht Filmproduktionen freundlich und aufge- schlossen gegenüber. Der Filmservice Münster.Land als notwendige Bedingung und die regionalen Charak- teristika als hinreichende Bedingung, lassen das Münsterland an der zukünftigen Ent- wicklung in der Filmwirtschaft partizipieren und bilden das Fundament eines erfolg- reichen Filmstandortes. 33 Filmstiftung NRW (1998), Förderrichtlinien der Filmstiftung NRW, Düsseldorf. Fredebeul-Krein, M. (1999), Handels- und industriepolitische Eingriffe in die europäi- sche Filmwirtschaft: Bine ökonomische Analyse. In: Zeitschrift für Wirtschafts- politik, Jg. 48, Heft 1, S. 105-128. Kyrer, A. (1987), Der wirtschaftliche Nutzen von Festspielen, Fachmessen und Flughä- fen am Beispiel der Region Salzburg, Regensburg. Landesentwicklungsbericht NRW (2001), Modern. Stark. Vielfältig. Aus alten Stärken neue Chancen gewonnen — Die Politik der Landesregierung in der 12. Legislatur- periode. Meffert, H. / Hensmann, J. (1993), Die Entwicklungsdynamik des europäischen Fern- sehmarktes in den 90er Jahren, Wien. Neckermann, G. (2000), Kinobranche im Umbruch, Filmbesuch und Kinostruktur 1991 bis 1999, in: Media Perspektiven 9/2000. Neue Osnabrücker Zeitung (2001), „Haben den Mörder noch gewechselt“ vom 3. Fe- bruar 2001. Pätzold, U. / Röper, H. (1999), Fernsehproduktionsvolumen in Deutschland 1998, FORMATT-Studie über Konzentration und regionale Schwerpunkte der Auf- tragsproduktionsbranche, in: Media Perspektiven 9/1999. Prosser, M. (1993), Das Phänomen „Schwarzwaldklinik“, in: Beiträge zur Volkskunde in Baden-Würtemberg, Bd. 5, S. 97-143. Ridder, C.-M. / Engel, B. (2001), Massenkommunikation 2000, Images und Funktionen der Massenmedien im Vergleich, in: Media Perspektiven 3/2001. Roth, M. (2000), Filmstätistisches Taschenbuch 2000, Wiesbaden.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungOrte (7)
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- Weseler Straße 19
- Frauenstraße
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- Prinzipalmarkt
- Bispinghof
- Holtkamp
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Details
- Aktenzeichen
- V/0728/2024
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 15.01.2025
- Erstellt
- 06.11.2024 09:19