Mandari Insight

V/0728/2024

Weiterführung Filmservice Münster.Land

Vorlagen 15.01.2025

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Nächste Beratung: Hauptausschuss, Sitzung am 21.05.2025, TOP 2

Anlage_4_Auszug_Broschuere_Filmfreundliche Stadt Berlin

· application/pdf

Ansehen

Anlage_5_Die Stadt als Filmset

· application/pdf

Ansehen

Beschlussvorlage

· application/pdf

Ansehen

Anlage A

· application/pdf

Ansehen

Anlage_3_Filmproduktionen im Muensterland

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Ansehen

Anlage_6_Stellungnahme_Muensterland e.V.

· application/pdf

Ansehen

Anlage_1_Ratsantrag_Internationale Fraktion_A_R_0039_2024

· application/pdf

Ansehen

Anlage_2_Gutachten_Regionale Effekte von Filmproduktionen

· application/pdf

Ansehen

Anlage_4_Auszug_Broschuere_Filmfreundliche Stadt Berlin

1188 Zeichen

Anlage 6
Auszüge aus der Broschüre
„Filmfreundliche Stadt Berlin“
Gute Rahmenbedingungen für die Filmbranche 
Senatsbeschluss vom 22.11.2022
Die Broschüre ist Teil der Öffentlichkeitsarbeit des Landes Berlin.

Anlage 6
Auszüge aus der Broschüre
„Filmfreundliche Stadt Berlin“
Gute Rahmenbedingungen für die Filmbranche 
Senatsbeschluss vom 22.11.2022
Die Broschüre ist Teil der Öffentlichkeitsarbeit des Landes Berlin.

Anlage 6
Auszüge aus der Broschüre
„Filmfreundliche Stadt Berlin“
Gute Rahmenbedingungen für die Filmbranche 
Senatsbeschluss vom 22.11.2022
Die Broschüre ist Teil der Öffentlichkeitsarbeit des Landes Berlin.

Anlage 6
Auszüge aus der Broschüre
„Filmfreundliche Stadt Berlin“
Gute Rahmenbedingungen für die Filmbranche 
Senatsbeschluss vom 22.11.2022
Die Broschüre ist Teil der Öffentlichkeitsarbeit des Landes Berlin.

Anlage 6
Auszüge aus der Broschüre
„Filmfreundliche Stadt Berlin“
Gute Rahmenbedingungen für die Filmbranche 
Senatsbeschluss vom 22.11.2022
Die Broschüre ist Teil der Öffentlichkeitsarbeit des Landes Berlin. 
Die gesamte Broschüre kann hier runtergeladen werden:
www.berlin.de/rbmskzl/aktuelles/pressemitteilungen/2022/pressemitteilung.1268146.php

Anlage_5_Die Stadt als Filmset

8026 Zeichen

Die Stadt als Filmset

Jürgen Kehrer

Vor einiger Zeit saß ich mit einem Journa-
listen und einem Kameramann an einem
Restauranttisch auf dem Prinzipalmarkt.
Der Journalist stellte die Frage. die Jour-
nalisten aus Köln gern stellen, nämlich ob
Münster nicht viel zu brav und bieder sei,
um als glaubwürdige Kulisse für gleich
zwei beliebte Krimireihen zu dienen. Wäh-
rend wir uns unterhielten, wurde zwei
Straßen weiter ein neuer Wilsberg-Film
gedreht und Rita Russek alias Kommissarin

Springer hatte uns im Vorübergehen auch
schon freundlich zugewinkt. Und dann,
als ich gerade zu einer wohlausgewoge-
nen Antwort ausholen wollte, knallte es
Eindeutig ein Pistolenschuss. Sekunden
später stolperten hustende Menschen auf
den Prinzipalmarkt. Sie kamen aus dem
Juweliergeschäft auf der anderen Stra-
Benseite. Mit ihnen ein Mann in gelber
Lederjacke, der über das Kopfsteinpflas-
ter rannte, direkt an unserem Tisch vorbei,

Das Gesicht des Mannes konnten wir nicht
erkennen, es steckte unter einer schwar-
zen Skimaske. Und das war mindestens
so irritierend wie die Pistole, die er in der
Hand hielt.

»Das ist doch jetzt nicht echt, oder?«,
stammelte der bleich gewordene Journa-
list und schaute sich nach einer Filmcrew
um, Doch es gab weder ein Aufnahme-
team noch Schauspieler oder einen Regis-
seur, der Überfall war echt. Wie wir bald

darauf, erfuhren, hatte der Mann in der
gelben Lederjacke zusammen mit einem
Komplizen versucht, das Juwetiergeschäft
auszurauben. Die beiden waren an einem
aufmerksamen Wachmann, an der Sicher-
heitsschleuse des Ladens und an ihrer
eigenen Dummheit gescheitert. In Panik
geraten, hatten sie eine Gaspistole ab-
gefeuert und die Flucht ergriffen. Trotz
eines großen Polizeieinsatzes konnten
sie entkommen.

174

Dreharbeiten zur Tatort-Folge Klappe zu,
Affe tot am Prinzipalmarkt

Die Frage des Journalisten musste ich an-
schließend nicht mehr beantworten, Zwar
wird im realen Münster weitaus weniger
gemordet als die sechs Folgen Wilsberg
und Tatort Münster, die jährlich neu ent-
stehen, Suggerieren, eine Insel der Glück-
seligen ist die Domstadt dennoch nicht.
(Dass Münster in der landesweiten Kri-
minalstatistik sogar eine führende Posj-
tion einnimmt, liegt allerdings an einem
minderschweren Delikt: dem grassieren-
den Fahrraddiebstahl.) Selten jedoch ge-
schehen die wirklichen Verbrechen am
helllichten Tag und an so prominentem
Ort wie im Fall der verhinderten Juwelen-
räuber. Und das unterscheidet das echte
Münster von der Filmstadt Münster,
»Münster«, sagte mir mal ein Produzent,
»das ist der Prinzipalmarkt und zwei-
hundert Meter ringsum, andere Motive
kann man auch in Köln drehen.« Und so
fahren in jedem Film die Privatdetekti-
ve, Kommissare und Rechtsmediziner den
Prinzipalmarkt rauf und runter (zum Ent-
setzen der Münsteraner sogar in falscher
Einbahnstraßenrichtung), schleichen die
Mörder unter den Arkaden der Giebelhäu-
ser herum, treffen sich Ermittler und Zeu-
gen im Schatten des Doms, schlendern
heimlich Verliebte am Ufer des Aaseas
entlang. Nur manchmal, wenn es thema-
tisch um Pferde oder genmanipulierte
Pflanzen geht, wagt jemand einen Aus-
flug in die münsterländische Parkland-
schaft (die der Locationscout erstaunlich
oftin der Nähevon ‚Aachen Findet),

So reduziert sich Münster für die bun-
desdeutschen Fernsehzuschauer auf sei-
ne Altstadt, Hier steht das »Antiqua-
riat Wilsberg«, werden Gäste in einem
»Cafe« vor dem Schloss bewirtet, verhö-
ren Springer und Co. ihre Verdächtigen in

einem rot geklinkerten »Präsidiumg, ver.
wandelt sich das Amtsgericht mit seiner
imposanten Treppe in ein »Rathaus«,
Das Antiquariat in der Frauenstraße, das
abgesehen yon zwei Wochen Dreharbeiten
pro Jahr einem gewissen Michael Solder
" gehört, ist durch die Wilsberg-Filme wahr-
scheinlich das bekannteste Antiquariat
Deutschlands geworden. Es fehlt bei kei-
ner Krimi-Stadtführung und kann vor al-
lem im Sommer und an Wochenenden mit
jeder anderen touristischen Attraktion
Münsters konkurrieren. Ganz Mutige, die
sich nicht mit Selfies vor der Ladenfront
begnügen, wagen manchmal einen Blick
ins Innere, um anschließend den Zurück.
gebliebenen enttäuscht zu verkünden:
»Das sieht viel kleiner aus als in den Fil-
men.« Umsatzsteigerungen kann Michael
Solder mit derlei Kundschaft nicht erwirt-
schaften, dafür genießt erin der Antiqua-
Fiatsszene mittlerweile Kultstatus.
Immerhin, das Antiquariat existiert tat-
sächlich, was man von dem »Cafe« vor
dem Schloss, in dem in etlichen Wilsberg-
Filmen Kaffee oder Bier getrunken wird,
nicht behaupten kann, Münster-Touristen

schließlich für die jeweiligen Filmszenen
aufgebaut. Die frühere Uni-Rektorin, die
bei Konferenzen oft nach dem »netten
Cafe« gefragt wurde, trug sich jahrelang
mit dem’ Plan, an selbiger Stelle ein uni-
versitätseigenes Lokal zu eröffnen. Leider
blieb es beim Plan,

Schwierig zu finden ist auch das »Polizei-
präsidium« der Wilsberg-Filme, Die In-
nenaufnahmen werden sowieso in Köln
gedreht, allerdings befinden sich der In-
nenhof, auf dem Polizeiautos parken, und
die schlichte Hintertreppe, die zum Ein-
gang des rot geklinkerten Zweckbaus
führt, in Münster, Und zwar auf der Rück-
seite eines Universitätsgebäudes am
Bispinghof. Ein sehr unspektakulärer Ort,
wenn nicht gerade ein Film gedreht wird
und bekannte Schauspieler die Treppe
rauf- und Funtersteigen.

Beeindruckender ist da schon das Ge-
bäude neben der Hautklinik an der Von-
Esmarch-Straße, das jahrzehntelang das
Institut für Rechtsmedizin beherbergte,
Durch ein Säulenportal gelangt man ins
Innere, wie geschaffen für einen Auftritt

unterwegs im Münsterland

von Professor Boerne, dem Rechtsmedi-
ziner der Tatort-Münster-Reihe, Nur: Pro-
fessor Boerne (alias Jan Josef Liefers) hat
hier nie praktiziert, Für die ersten Filme
nutzte man die Pathologie der Universi-
tätsklinik, vorwiegend nachts, da tags-
über die echten Pathologen den Obduk-
tionssaal benötigten. Später baute man
die Räume in einem Studio in Köln nach,
hier wechselt sich Professor Boerne jetzt
mit seinem Kollegen vom Kölner Tatort ab.
Dass so vieles in Köln gedreht wird, liegt
in erster Liniean den Produktionskosten;
Aufenthalte in Münster verursachen Mehr-
ausgaben, die dann an anderer Stelle ein-
gespart werden müssen. Münster-Feeling,
glauben die Filmemacher, lasse sich oh-
nehin auch in Köln erzeugen, Mit ein paar
Statisten, die im Hintergrund auf Fahrrä-
dern hin- und herfahren, Doch manchmal
geht das Kalkül nicht auf. Als im Münster-
Tatort Das Wunder von Wolbeck in vielen
Einstellungen ein (rheinisches) Braun-
kohle-Kraftwerk zu sehen war, hagelte es
Proteste. Der WDR gelobte Besserung und
versprach, zukünftig mehr Drehtage in

Münster einzuplanen.
Da trifft es sich, dass seit einigen
Jahren Drehbuchautoren, Regisseure

und Locationscouts ein neues typisches

Mit der »Leeze« auf Verbrecherjagd: Leonard Lansink alias Privatdetektiv Georg Wilsberg

Münster-Motiv entdeckt haben, das ein
wenig abseits vom Prinzipalmarkt liegt:
den Hafen. Genauer gesagt: den Kreativkai
am alten Stadthafen samt seiner anar-
chisch-selbstverwalteten Fortsetzung auf
dem Hawerkamp-Gelände. Am Kreativkai
hat Alex Holtkamp, Wilsbergs Ziehtoch-
ter und Rechtsanwältin, in einem ehema-
ligen Speichergebäude ihr Büro. Gleich
gegenüber, auf der anderen Seite des Ha-
fenbeckens, wollte sich in einem Münster-
Tatort eine suizidgefährdete Frau vom
Wahrzeichen des Hafens, dem nicht mehr
genutzten Entladekran, stürzen - was
natürlich in letzter Sekunde verhindert
werden konnte. Undin Witsberg - Mord und
Beton aus dem Jahr 2016 ging es um fins-
tere Investorenpläne, das kulturell bun-
te Hawerkamp-Gelände für ein schickes
neues Stadtviertel auszuradieren,
War’s das jetzt? Haben über 50 Wilsberg-
und mehr als 30 Tatort-Münster-Filme
alles Zeigenswerte von Münster abge-
lichtet? Oder entdecken die Filmemacher
noch etwas Neues? Da ein Ende der bei-.
den quotenstärken Reihen nicht abzu-
sehen ist, besteht Hoffnung, dass die
Fernsehzuschauer irgendwann von einer
völlig unverbrauchten Münster-Ansicht
überrascht werden.

Beschlussvorlage

10213 Zeichen

V/0728/2024 
V/0728/2024 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Antrag der Internationalen Fraktion Die PARTEI/ÖDP an den Rat Nr. A-R/0039/2024 "Filmservice 
einstellen" 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   26.02.2025 Hauptausschuss Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
 
1. Der Rat der Stadt Münster beschließt, dass die Stadt Münster und das Münsterland weiterhin 
proaktiv als filmfreundliche Produktionsstandorte positioniert werden sollen. 
 
2. Der „Filmservice Münsterland“ soll als wettbewerbsrelevante Servicestelle die Filmindustrie 
weiterhin unterstützen und dazu beitragen, dass Münster und das Münsterland ein attraktiver 
Standort für regionale, nationale und internationale Filmproduktionen bleiben.  
 
3. Der „Filmservice Münsterland“ soll auch weiterhin Informationen zu Film- und Fernsehproduk-
tionen in Münster und im Münsterland für Medien und die interessierte Bürgerschaft aufberei-
ten und damit den messbar hohen Bedarf bedienen. Ebenso sollen stark nachgefragte Veran-
staltungen zum Thema wie touristische „Krimirundgänge“ und Filmpremieren angeboten wer-
den. 
 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Der „Filmservice Münsterland“ wird kostenteilig von der Stadt Münster und dem Münsterland e. V. als 
Sachgebiet im Amt für Kommunikation betrieben. Zur Verfügung stehen an Personal ½ VZÄ finanziert 
durch die Stadt Münster, sowie Finanzmittel in Höhe von 20 450 Euro pro Jahr, finanziert durch den 
Münsterland e. V. 
 
 
 
 
 
 
Amt für Kommunikation 
 
24.02.2025 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in:  
Frau Schaudin 
Telefon: 492-1302 
13_mzv@stadt-muenster.de

- 2 - 
V/0728/2024 
Teilergebnisplan 
 
 Nr. Bezeichnung  Haush.- 
jahr 
Betrag 
€ 
Bemerkungen  
 
Produktgruppe 0107 Public Relations    
Zeile 06 Kostenerstattungen u. Kosten-
umlagen 
2025-
2028. 
20.450 Kostenanteil 
Filmservice 
Münster.Land 
 11 Personalaufwendungen 2025-
2028 
49.500 unbefristete 
Planstelle 
 16 Sonstige ordentliche Aufwen-
dungen 
2025-
2028 
20.450  
 
Die zur Finanzierung erforderlichen Ermächtigungen sind im Haushaltsplan 2025 bei der o.g. Pro-
duktgruppe veranschlagt. 
 
 
 
 
Begründung zu I.: 
 
1. Zur Genese des Filmservice 
 
Der Haupt- und Finanzausschuss hat am 2. Juni 1999 (Vorl. 586/99) beschlossen, dass die Stadt 
Münster ihren Service als „filmfreundliche Stadt“ ausbaut. Nach einem Versuchszeitraum von zwei 
Jahren beschloss der Rat am 27.6.2001 (Vorl. 634/2001) den Filmservice für Produzenten und Film-
schaffende als festes Angebot der Stadtverwaltung dauerhaft zu etablieren. Stadt Münster und Müns-
terland sollen von den Filmproduktionsaufwendungen vor Ort profitieren (Hotelgewerbe, filmindustriel-
le Dienstleister). Außerdem sollen Münster und das Münsterland als filmische Schauplätze von natio-
nalem und internationalem Publikum positiv wahrgenommen werden. 
 
2. Leistungskatalog Filmservice 
 
Seit seiner Gründung hat der Filmservice Münsterland etwa 200 Filmproduktionen unterstützt. Darun-
ter 47 Tatort- und 90 Wilsberg-Produktionen sowie große Kino-Formate wie die internationalen Pro-
duktionen „Blueprint“ mit Stars wie Franka Potente oder „Spencer“ mit Kristen Stewart.  
 
Die wichtigsten Dienstleistungen des Filmservice im Überblick: 
 
- Koordination von Drehgenehmigungen für Filmschaffende 
Filmproduktionen erfordern oft ortsübergreifend diverse behördliche Genehmigungen für unter-
schiedliche Zeiträume. Um als Drehort für die Industrie attraktiv zu sein, betreiben auch andere 
Städte entsprechende Services mit eigens dafür abgestellten Mitarbeitern, neben Münster bei-
spielsweise auch Köln, Frankfurt, Offenbach und Görlitz. Der Filmservice koordiniert die Geneh-
migungsverfahren und berät die Industrie hinsichtlich der notwendigen Vorläufe, beizubringenden 
Unterlagen, Kosten etc. 
 
- Laufende Aktualisierung einer internetbasierten Dienstleister-Datenbank  
Aktuell verzeichnet die Datenbank rund 180 filmindustrierelevante Dienstleister (Bauwirtschaft, 
Logistik, Bühnentechnik, Kreativwirtschaft, Kinos etc.) mit Sitz in Münster oder im Münsterland. 
Bei Bedarf vermittelt der Filmservice auch zwischen Filmindustrie und diesen Dienstleistern 
 
- Drehorte-Datenbank  
Aktuell sind in der sogenannten Location-Datenbank an die 200 bewährte und potenzielle Drehor-
te katalogisiert, ein Teil davon auf der Homepage des Filmservice sichtbar.

- 3 - 
V/0728/2024 
Gelistet sind beispielsweise historische Gebäude, landschaftliche Kulissen, ikonische und klassi-
sche Architektur und vor allem Gebäude, die das Münsterland klar identifizierbar machen. Bei In-
teresse an einer Location stellt der Filmservice den Kontakt mit den „Motivgebern“ her und berät 
zur Infrastruktur in der Region. Derartige Location -Datenbanken sind in der Filmindustrie sehr 
beliebt, weil die Branche ständig auf der Suche nach unverbrauchten Kulissen ist. Einen Umfang 
wie den des Filmservice Münster.Land bietet derzeit keine der städtischen Beratungsstellen.  Die 
Tendenz zeigt, dass Locations abseits der großen Medienstandorte für Produktionen immer inte-
ressanter werden, Filmschaffende loben die kurzen Verwaltungswege und die Beratung, die sie 
beim Filmservice in Anspruch nehmen können.  
 
- Organisation von Location-Touren im Rahmen von Branchentreffs 
Das proaktive Bewerben interessanter (Stadt -)Kulissen mit entsprechenden Veranstaltungen ist 
ein wesentlicher Wertbeitrag im interkommunalen Wettbewerb um die Ansiedlung von Filmproduk-
tionen 
 
 
 
 
 
 
 
- Unterstützung filmtouristischer Angebote  
Neben den beliebten „Krimirundgängen Münster“ erzeugen prominente Dreharbeiten auch eine 
Sonderform des Urlaubsreiseverkehrs. Eine Filmproduktion zieht sowohl während als auch nach 
den Dreharbeiten Touristen an. Deren Erfolg steigt mit dem Erfolg des Films /der Filmreihe. So 
profitieren Münster und das Münsterland auch touristisch enorm etwa vom Erfolg der beiden Kri-
mi-Reihen „Tatort“ und „Wilsberg“.  
 
- Organisation von Filmpremieren 
Der Filmservice Münsterland organisiert in der Regel zwei Premieren pro Kalenderjahr. Die tradi-
tionelle Tatort-Premiere im Cineplex füllt dabei bis zu fünf Kinosäle und bietet somit 2000 Perso-
nen die Möglichkeit, gemeinsam mit den Darstellern den neuesten Münster-Tatort zu feiern. 
 
- Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 
Das öffentliche Interesse an Filmproduktionen in Münster und dem Münsterland ist erheblich. Im 
Schnitt erreichen das Kommunikationsamt wöchentlich zwei bis drei regionale und überregionale 
Anfragen zu Formaten und Ansprechpartnern im Zusammenhang mit Filmproduktionen in Münster 
oder im Münsterland. Die begleitenden Social-Media-Aktivitäten des Amtes für Kommunikation er-
reichen teilweise über eine Million Personen pro Beitrag. Der Filmservice sichert aufgrund des ei-
genen Informationsvorsprungs die Grundlage für eine profes sionelle städtische Kommunikation 
des Themas. 
 
 
 
3. Wirtschaftliche Effekte: 
 
Der monetäre Wert der Image -Werbung, den Filmproduktionen aus Münster und dem Münsterland 
erwirtschaften, ist nie gemessen worden. 
 
Auch zu den direkten Wertschöpfungs -Effekten liegen nur veraltetes Zahlenmaterial und Einzelbe-
trachtungen vor.  
 
Nach einer von der Industrie- und Handelskammer zu Münster bei der Universität Münster in Auftrag 
gegebenen Studie („Regionale Effekte von Filmproduktionen im Münsterland“) steigerten die Filmpro-
duktionen des Jahres 2000 das Einkommen der Region um 437.000 Euro (damals 855.000 D -Mark,

- 4 - 
V/0728/2024 
vgl.Vorlage 634/2001) Für das Folgejahr wurde ein Effekt in Höhe von über 655.000 Euro (damals 1,5 
Millionen D-Mark) hochgerechnet (vgl. Anlage 1). 
 
Für die beiden Tatort-Produktionen „Der dunkle Fleck“ und „Fakten, Fakten“ arbeitete im Folgejahr je 
ein Team von rund 40 Personen, die Mitglieder wurden wie üblich in Hotels untergebracht. Neben den 
Beherbergungskosten zahlen die Beteiligten solcher Produktionen Verpf legungsspesen, Transport-
kosten, Motivmieten und Dienstleistungskosten etwa für Reinigungen an Wirtschaftsakteur: Innen in 
der Region aus. Das vom Filmservice 2002 in Auftrag gegebene Gutachten „Filmproduktionen im 
Münsterland in 2002 und ihre ökonomischen Effekte“ (vgl. Anlage 2) bezifferte den Tagesumsatz von 
Tatort-Produktionen in Münster zwischen 5870 und 6500 Euro, die als so genannter „Klebe-Effekt“ in 
der Region bleiben. 
 
Mangels aktuellen Datenmaterials ist der monetäre Kosten-/Nutzen-Effekt an dieser Stelle nicht bezif-
ferbar. Die Beauftragung eines entsprechenden Gutachtes würde mehrere Tausend Euro kosten und 
stünde in keinem Verhältnis zum Jahresetat des Filmservice in Höhe von nur 20 450 Euro.  
 
Stattdessen kann davon ausgegangen werden, dass die in den – wenn auch veralteten – Untersu-
chungen berechneten ökonomischen Klebeeffekte sich heute in mindestens ähnlicher Größenord-
nung bewegen – zumal, wenn man sie inflationsbereinigt betrachtet. Allerdings hängen diese Effekte 
im Gesamtvolumen maßgeblich von der Anzahl der jeweiligen Produktionen ab und sind teilweise 
stark schwankend. So waren die Filmproduktionen beispielsweise während der Corona -Pandemie 
stark rückläufig. 
 
Städtische Einrichtungen zur Förderung von Filmproduktionen haben sich als großst ädtischer Stan-
dard etabliert. Ähnliche Services wurden hier bereits genannt (vgl. Leistungskatalog Filmservice). In 
Berlin (nach Köln die Stadt mit den meisten Drehtagen pro Jahr) arbeitet der Senat zurzeit an der 
Schaffung eines entsprechenden zentralen Angebotes (vgl. Anlage 4).  
 
Eine belastbare Vergleichsübersicht zu den Filmservice -Angeboten konkurrierender Filmstädte und 
deren jeweiliger Aufwendungen liegt nicht vor und könnte ggf. über den Deutschen Städtetag erhoben 
oder gutachterlich angefertigt werden. 
  
 
 
gez. 
Markus Lewe 
Oberbürgermeister  
 
 
 
 
Anlagen: 
 
Anlage A 
Anlage 1 Ratsantrag Internationale Fraktion A_R_0039_2024 
Anlage 2 Gutachten Universität Münster  
„Regionale Effekte von Filmproduktionen im Münsterland“ 
Anlage 3 Studie Culturcon Communication  
„Filmproduktionen im Münsterland in 2002 
Anlage 4 Auszug Broschüre „Filmfreundliche Stadt Berlin“ 
Anlage 5 Auszug Architekturführer Münster, Münsterland: „Die Stadt als Filmset“ 
Anlage 6 Stellungnahme Münsterland e.V.

Anlage A

1669 Zeichen

Anlage A zur V/0728/2024 
Kurzüberblick 
Die Vorlage betont die Relevanz des Filmservice Münster.Land und hebt die wirtschaftlichen Ef-
fekte von Filmproduktionen für Münster und das Münsterland hervor. Der Filmservice unterstützt 
durch seine Arbeit Stadt- und Regionalmarketing und macht durch sein umfangreiches Service-
angebot Münster und das Münsterland zu einem attraktiven Drehort für Filmproduktionen. 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
 
Mit der Vorlage wird das Ziel „Weiterführung des Filmservice Münster.Land“ verfolgt 
und eine Abschaffung obsolet. 
 
 Wir bleiben durch das Weiterbestehen des Filmservice Münster.Land eine attraktive Stadt und 
Region für Dreharbeiten 
 Wir werden weiterhin unserem Ruf als „Krimistadt“ gerecht 
 Wir werden weiterhin als besonders service-orientiert und filmfreundlich wahrgenommen 
 Wir bauen kontinuierlich unsere Serviceangebot der Locationdatenbank aus 
 Wir halten an den guten, über Jahre entstandenen Kooperationen in und mit der Filmwirt-
schaft fest 
 
 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: 0107 Public Relations 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan X Ja  Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja X Nein   
Im beschlossenen Haushaltsplan 2024 enthalten X Ja  Nein  teilw. 
Im Entwurf des Haushaltsplan 2025 enthalten X Ja  Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren X Ja  Nein   
Bereits veranschlagt X Ja  Nein   
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist  vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
X vollständig 
freiwillig 
 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
keine

Anlage_3_Filmproduktionen im Muensterland

11404 Zeichen

Filmproduktionen im Münsterland 2002 Filmservice Münster.Land

Filmproduktionen im Münsterland
in 2002

und ihre ökonomischen Effekte

Auftraggeber
Filmservice Münster.Land
Nicola Ebel

Gutachter
Dipl. Betriebswirtin Uta Ramme

CULTURCON - CONCEPTE FÜR CULTUR UND COMMUNICATION
Ostmarkstr. 55
48145 Münster

Filmproduktionen im Münsterland 2002 Filmservice Münster.Land

1. Dreharbeiten in der Region

Im Jahr 2002 wurden im Münsterland fünf Filme produziert, die vom Filmservice
Münster.Land umfassend begleitet und unterstützt wurden. Im Einzelnen handelt es sich um
folgende Produktionen:

» Spielfilm “Blueprint”, Relevant Film, Hamburg
» Tatort “Der dunkle Fleck“, Colonia Media, Köln
« Tatort “Fakten, Fakten“, Colonia Media, Köln

" Wilsberg-Krimi "Wilsberg und der Tote im Beichtstuhl“, Cologne Gemini
Filmproduktion GmbH, Köln

® Wilsberg-Krimi “Wilsberg und der stumme Zeuge“, Cologne Gemini Filmproduktion
GmbH, Köln

Mit „Blueprint‘ konnte ein internationales Kinoprojekt mit Stars wie Franka Potente nach
Münster geholt werden. Es stellte sicherlich die größte und bedeutendste Produktion in
diesem Jahr in Münster dar: das Team umfasste 55 Personen, das bei der gesamten
Drehzeit von 5 Wochen in Münster und im Münsterland vor Ort übernachtete. Hinzu kommen
10 Darsteller, von denen 4 permanent, der Rest nur für die Drehs die Nacht in Hotels vor Ort
verbrachte. Als Drehorte wurden überwiegend Motive aus dem Münsterland gewählt.

Für die Tatort-Produktionen arbeitete ein Team von insgesamt ca. 40 Personen
(Produktionsteam und Darsteller) in Münster. Die Produktionszeit belief sich bei einem Dreh
auf 14 Tage, bei dem zweiten auf 8 Tage, für die das gesamte Team in Hotels in Münster
untergebracht war. Gedreht wurde zum einen in der Innenstadt z.B. am Prinzipalmarkt, am
Hauptbahnhof, in der Pathologie der Unikliniken, zum anderen an verschiedenen Plätzen im
Münsterland wie zum Beispiel in Borkhorst und Drensteinfurt sowie am Flughafen FMO.

Auch die Wilsberg-Produktionen wurden mit einem Produktionsteam von ca. 40 Personen
geleistet. Für beide Produktionen wurden jeweils 10 Drehtage benötigt, wobei das Team und
die Darsteller jeweils für 12 Nächte in Münsteraner Hotels übernachteten. Verschiedene
Motive in der Innenstadt wie zum Beispiel die Lambertikirche, diverse Strassen, die
Kunstakademie, das Amtsgericht, ein Antiquariat, sowie zwei Motive in Altenberge wurden
für die Produktionen gewählt.

© CULTURCON - CONCEPTE FÜR CULTUR UND COMMUNICATION, Münster

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© CULTURCON - CONCEPTE FÜR CULTUR UND COMMUNICATION, Münster

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Filmproduktionen im Münsterland 2002 Filmservice Münster.Land

2. Quantitative monetäre Effekte

Die Produktion eines Films hat in der Regel wirtschaftliche Auswirkungen auf die Region, in
der gedreht wurde. Im Folgenden sollen die quantitativ messbaren wirtschaftlichen Effekte,
die die Produktionen im Münsterland ausgelöst haben, dargestellt werden. Aufgrund der sehr
unterschiedlichen Produktionen ist es nicht sinnvoll, ein Beispiel zu kalkulieren und die Werte
jeweils zu übertragen. Die Produktionen werden daher im Einzelnen betrachtet.

Spielfilm Blueprint

Bei dem Spielfilm „Blueprint‘ lässt sich ein im Münsterland getätigter Umsatz von knapp
300.000 Euro ermitteln. Die einzelnen Positionen sind folgender Tabelle zu entnehmen:

Blueprint (65 Pers., 35 Tage)
Kostenposition Betrag
Unterbringung 161.950 €]
ISpesensatz (24 € / Tag) 50.400 €
[Transport 2.345 €
Personal 2.700 €
Div. Dienstleistungen 18.500 €}
IMotivmieten 30.000 €]
Nebenkosten, z.B. Reinigung

Gesamtsumme

Die oben verwendeten Zahlen wurden von der Produktionsfirma Relevant Film aus Hamburg
zur Verfügung gestellt. Die Zahlen zeigen, dass der größte Ausgabenpunkt die Hotel- und
Spesenkosten sind, die mit 162.000 und 50.000 Euro zusammen 74 Prozent des Budgets
ausmachen. Die Unterbringung erfolgte in verschiedenen Hotels im Münsterland. Zusätzlich
wurde eine Wohnung und ein Haus angemietet. Weitere hohe Kostenfaktoren sind die
Motivmieten sowie die Nebenkosten wie z.B. Reinigungsarbeiten (nach dem Dreh), Telefon,

Lebensmittel. Bei den Spesenkosten kann davon ausgegangen werden, dass sie komplett in

Münster und im Münsterland im gastronomischen Bereich verausgabt wurden.

Die Position Transport beinhaltet überwiegend Taxifahrten, die täglich für ca. 60 Euro
getätigt wurden. Autoanmietung und Benzinkosten kommen hinzu. An Personal wurde von
der Produktionsfirma ein Büro- und ein Aufnahmepraktikant beschäftigt sowie zwei
Maskenbildnerinnen. Die diversen Dienstleistungen umfassen beispielsweise einen Security-
Service der Münsteraner Firma A&A, eine Casting-Firma sowie Dienstleistungen für

Veranstaltungstechnik und Telekommunikation.

© CULTURCON - CONCEPTE FÜR CULTUR UND COMMUNICATION, Münster

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Filmproduktionen im Münsterland 2002 Filmservice Münster.Land

Bei 35 Drehtagen in Münster ergibt sich ein Tagesumsatz von 8.200 Euro, was verglichen
mit den übrigen Produktionen ein relativ hoher Betrag ist. Dies erklärt sich durch den
wesentlich höheren Produktionsaufwand bei internationalen Kinoproduktionen.

Bei:der Analyse der monetären Effekte der Blueprint-Produktion ist zu beachten, dass die
Produktion von der Filmstiftung NRW mit 1,0 Mio. Euro gefördert wurde. Eine solche
Förderung hat zur Bedingung, .dass mindestens 1,5 Mio. Euro der Produktionskosten in
NRW ausgegeben werden müssen. Da das Münsterland fast ausschließlicher Drehort in
NRW war - die übrigen Drehs wurden in Hamburg und in Kanada durchgeführt - kann man
nach Aussage der Produzenten von einem wesentlich höheren Gesamtumisatz ausgehen,
als die oben dargestellten 300.000 Euro. Da aber kein detaillierteres Datenmaterial von der
Produktionsfirma zur Verfügung .gestellt wurde, soll auf eine rein auf Schätzwerten
beruhende Analyse verzichtet werden.

Tatort-Produktionen

Produktionsfirma der beiden Tatorte ist die Firma Colonia Media aus Köln, die die Daten der
folgenden Kostendarstellung zur Verfügung gestellt hat. Beide Produktionen wurden mit dem
gleichen Aufwand produziert, auch die Teamgröße und die Anzahl der Darsteller waren
gleich. Lediglich die unterschiedliche Anzahl der Drehtage, einmal 14 Tage, einmal 8 Tage
wirken sich daher auf den Gesamtumsatz der jeweiligen Produktionen aus. Die beiden
folgenden Tabellen zeigen die einzelnen Kostenpositionen:

'Fatort I (40 Pers., 14 Tage)

Kostenposition Betrag
Hotel (70€ / Pers. / Tag) 39.200 €|
Spesensatz (24 € / Tag) 13.440 €
[Transport R 940 €
[Personal 7.600 €
Div. Dienstleistungen 11.500 €]
Motivmieten 7.000 €]
Nebenkosten, Z.B. Reinigung

Div. Dienstleistungen
IMotivmieten
Nebenkosten, z.B. Reinigung

[Gesamtsumme

Auch bei diesen Produktionen machen die Hotel- und Spesenkosten mit ca. 53.000 Euro bei
dem einen und mit ca. 30.000 Euro bei dem anderen Tatort den größten Anteil des Budgets
aus. Das Team und die Darsteller wurden für beide Produktionen im Hotel Mövenpick in
Münster untergebracht. Die Hotelkosten pro Person sind mit 70 Euro pro Übernachtung
kalkuliert, der Spesensatz mit 24 Euro pro Person pro Tag. An Personal beschäftigte die
Colonia Media neben ihrem Team zusätzlich Beleuchter, Kameraassistenz, Maskenbildner

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Filmproduktionen im Münsterland 2002 Filmservice Münster.Land

und Komparsen. Insgesamt wurde für zusätzliches Personal aus Münster ca. 7.600 Euro
bzw. 5.400 Euro ausgegeben. Als diverse Dienstleister wurden wie bei „Blueprint‘ Security-
Services und Casting-Leistungen in Anspruch genommen. Außerdem wurde eine Firma für
die Anfertigung diverser Beschilderungen beauftragt. Die Positionen Transport und
Nebenkosten umfassen die gleichen Einzelpositionen wie bei der Blueprint-Produktion, das

heißt beispielsweise Taxi-Fahrten sowie Reinigung, Telefon etc.

Die Kalkulation ergibt, dass bei den Tatort-Produktionen ein Tagesumsatz von 5.870 Euro
bzw. von 6.500 Euro verausgabt wurde.

Wilsberg-Produktionen

Der Produktionsaufwand für die Wilsberg-Filme war für beide Produktionen gleich, so dass
die quantitative Betrachtung für beide gleichermaßen gilt. Die Zahlenangaben entsprechen
einer Kostenaufstellung der Produktionsfirma Cologne Gemini Filmproduktionen GmbH.

Div. Dienstleistungen
Motivmieten
Nebenkosten, z.B. Reinigun:

(Gesamtsumme

Das Team der Wilsberg-Produktionen wurde im Tryp Hotel und im Hotel Mövenpick
untergebracht, die Darsteller übernachteten im Hotel Mauritzhof. Insgesamt entstanden pro
Produktion Hotelkosten von ca. 34.000 Euro. Der Spesensatz entspricht dem üblichen Satz
von 24 Euro und beläuft sich pro Produktion auf knapp 10.000 Euro.

Während bei „Blueprint‘ und den Tatort-Produktionen das Catering von einem Catering-Mobil
aus Köln geleistet wurde und somit nur Ausgaben für Lebensmittelkäufe kalkuliert werden
konnten, wurde bei den Wilsberg-Produktionen das gesamte Catering aus Münster bezogen.
Es entstanden Catering-Kosten von 2.000 Euro pro Produktion.

Die Position Personal umfasst mit 2.100 Euro diverse Aushilfen, die von der Firma Cologne
Gemini nicht weiter spezifiziert wurden, sowie Komparsen. An diversen Dienstleistungen
wurden Ausgaben von ca. 7.000 Euro getätigt, die auf Security-Services, Absperrdienste und
Autoverleihfirmen entfielen. Nebenkosten und Transportkosten entsprechen im einzelnen

den oben erläuterten Produktionen.

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Filmproduktionen im Münsterland 2002 Filmservice Münster.Land

Pro Tag ergibt sich bei den Wilsberg-Produktionen jeweils ein Tagesumsatz von 5.350 Euro.
Hier zeigt sich eine leichte Umsatzsteigerung zum letzten Jahr, wo mit 5.000 Euro pro Tag
kalkuliert wurde.

3. Zusammenfassung

Insgesamt haben die verschiedenen Produktionen zu einem Gesamteffekt für das
Münsterland von ca. 550.000 Euro geführt. Den größten Anteil macht mit allein knapp
300.000 Euro die internationale Kinofilmproduktion „Blueprint‘ aus.

Produktion

Es soll jedoch darauf hingewiesen werden, dass in dieser Betrachtung der direkten
monetären Auswirkungen nicht die Multiplikatorwirkung berücksichtigt wird, unter der man in
der Volkswirtschaftsiehre die vervielfachende Wirkung einer ursprünglich autonomen
Ausgabe’ versteht. Damit ist gemeint, dass die durch die Ausgaben der Produktionen
erzielten Einkommen bei den Auftragnehmern weitere Aufträge und Produktionen auslösen.
Der Gesamteffekt kann daher ein Vielfaches an Erhöhung von Einkommen und regionaler
Gesamtnachfrage ausmachen, als es in der direkten monetären Betrachtung der Fall ist.
Eine exakte Ermittlung der effektiven Zahlungsströme ist in der Praxis jedoch nicht möglich
und soll an dieser Stelle nicht weiter ausgeführt werden.

“ Verglichen mit den letzten Jahren verstärkt sich eindeutig der Trend, dass die

Produktionsfirmen zunehmend auf Münsteraner Dienstleister zurückgreifen. Diesen Trend
bestätigen Gespräche mit den Produktionsfirmen. Einige produktionsspezifische
Dienstleistungen wären zum Beispiel gerne zusätzlich in Münster in Anspruch genommen
worden, mussten aber wegen fehlenden ‚Angebots in Köln oder Hamburg beauftragt werden
und von dort nach Münster gebracht werden.

Alle Produktionsfirmen zeigten sich in Interviews sehr zufrieden mit der Drehzeit in Münster,
der Service, die Betreuung und die Infrastruktur wurden insgesamt gelobt.

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Anlage_6_Stellungnahme_Muensterland e.V.

3588 Zeichen

Aufsichtsratsvorsitzender: 
Dr. Kai Zwicker 
Vorstand: 
Andreas Grotendorst 
Amtsgericht Steinfurt 
VR-Nr. 1313 AG Steinfurt 
St.-Nr. 327/5864/0673 
USt.-IdNr. DE 265 429 362 
Sparkasse Münsterland Ost 
IBAN DE90 4005 0150 0006 0081 
71 
Swift: W E L A D E D 1 M S T 
Volksbank Münster eG 
IBAN: DE644036 1906 7200 
0990 00 
Swift: G E N O D E M 1 M S C 
 
 
 
 
 
Münsterland e.V. • Postfach 13 63 • 48252 Greven  
 
Stadt Münster 
Der Oberbürgermeister 
Amt für Kommunikation 
48127 Münster 
 
Münsterland e.V. 
Verein zur Förderung des 
Münsterlandes 
Airportallee 1 
48268 Greven 
  
Telefon 0 25 71. 94 93 00  
Fax 0 25 71. 94 93 94 
info@muensterland.com  
www.muensterland.com 
 
 
                                                                                                                                        Greven, 10.01.2025 
 
 
 
 
 
Weiterführung Filmservice Münsterland               
 
 
Guten Tag Herr Reisener, 
 
das Münsterland gewinnt zunehmend das Interesse junger Filmschaffender. Seit 2019 finden bspw. 
regelmäßig Dreharbeiten für die mit dem Grimme-Preis ausgezeichnete Serie „Haus Kummerveldt“ 
statt. Die beiden Tatort-Kommissare Frank Thiel und Karl-Friedrich Boerne sowie Georg Wilsberg stehen 
in der Liste der bekanntesten „Münsteraner“ weit oben und tragen weiterhin dazu bei, Münster 
deutschlandweit bekannt zu machen. 
 
Dass Filmteams das Münsterland gerne für Dreharbeiten nutzen und die Gastfreundschaft zu schätzen 
wissen, ist zu einem nicht unerheblichen Teil die Leistung des Filmservice Münster.Land. Besonders zu 
erwähnen sind die positiven Effekte der Dreharbeiten für die Tourismusbranche. Viele Touristinnen und 
Touristen kommen gezielt in die Region, um sich die Drehorte ihrer Lieblingskrimis oder -serien 
anzusehen. Der Erfolg der Krimiführungen, die in Münster angeboten werden, gibt dieser Tatsache recht. 
Durch die Ausrichtung von Filmpremieren gibt der Filmservice Münster.Land neben geladenen Gästen 
auch den Fernsehzuschauerinnen und -zuschauern die Möglichkeit, die neusten Folgen vor Ausstrahlung 
zu sehen und die Schauspielerinnen und Schauspieler bei der Premiere kennenzulernen. 
 
Die Arbeit des Filmservice Münster.Land zeigt eindrucksvoll, wie mit Mitteln für Kunst und Kultur eine 
Region in ihrem Profil geschärft und weiterentwickelt werden kann. Der Filmservice Münster.Land 
erleichtert mit dem umfassenden Location-Archiv die Suche nach neuen Perspektiven und berät 
Filmschaffende zu passenden Motiven. 
 
Den Filmstandort Münsterland zu vermarkten, zu betreuen und zu fördern, hat sich der Filmservice 
Münster.Land zur Aufgabe gemacht. Dies gelingt seit 25 Jahren hervorragend.

Aufsichtsratsvorsitzender: 
Dr. Kai Zwicker 
Vorstand: 
Andreas Grotendorst 
Amtsgericht Steinfurt 
VR-Nr. 1313 AG Steinfurt 
St.-Nr. 327/5864/0673 
USt.-IdNr. DE 265 429 362 
Sparkasse Münsterland Ost 
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Volksbank Münster eG 
IBAN: DE644036 1906 7200 
0990 00 
Swift: G E N O D E M 1 M S C 
 
 
 
 
 
 
Aus unserer Sicht sollte der Filmservice Münster.Land deshalb unbedingt weitergeführt werden. Die in 
den vergangenen Jahren erfolgreiche Arbeit des Filmservices trägt erheblich zur Markenbildung 
Münsterland bei. Wir können feststellen, dass zwischen den Regionen ein regelrechter Wettbewerb um 
Produktionsstandorte stattfindet. Insoweit ist es wichtig, für mögliche Interessentinnen und 
Interessenten eine Anlaufstelle mit entsprechendem begleitenden Service vorzuhalten.  
 
Freundliche Grüße aus dem Münsterland 
 
 
 
Andreas Grotendorst 
Vorstand

Anlage_1_Ratsantrag_Internationale Fraktion_A_R_0039_2024

1618 Zeichen

Internationale Fraktion Die PARTEI/ÖDP – Weseler Str. 19-21 – 48151 Münster  
0251/13651766 – buero@fraktion-ms.de – Fraktionssprecher: Michael Krapp 
 
Münster, 02.09.2024 
 
Antrag nach § 3 Abs. 2 der Geschäftsordnung des Rates 
 
Filmservice einstellen 
 
Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: 
 
1) Der Filmservice der Stadt Münster wird eingestellt. 
2) Für die Mitarbeitenden wird in engem Austausch mit ihnen ein anderer 
Verwendungszweck innerhalb der Stadtverwaltung gesucht. 
 
Begründung: 
 
Selbstbeschreibung des Filmservice im Amt für Kommunikation: 
 
„Ob mittelalterliche Kulisse oder avantgardistische Architektur, Hafenspeicher aus der Gründerzeit oder 
Barockschloss in der Gräfte, ehemalige Wehrmachtskaserne oder nebelumflorte Moorlandschaft – 
Münster und das Münsterland bieten Innen- und Außenmotive für jedes Genre, für jedes Drehbuch. 
Lassen Sie sich von diesen einmaligen Gegebenheiten inspirieren! 
Der Filmservice Münster.Land unterstützt Sie dabei in allen Produktionslagen. Die Anlaufstelle für 
Filmschaffende hilft bei der Suche nach geeigneten Motiven, kümmert sich um Drehgenehmigungen, 
vermittelt Ansprechpartner und informiert über lokale Dienstleister.“ 
 
„Münster-Tatort“ oder „Wilsberg“ dürften kaum eingestellt werden, sollte der Filmservice nicht mehr 
existieren. Auf Veranstaltungen wie die „Tage des Provinzfilms“ könnte man schweren Herzens und in 
Abwägung mit anderen Aufgaben wegen der finanziellen Notlage auch verzichten.  
 
Videografische Grüße 
 
gez. 
RH Michael Krapp   RH Lars Nowak   RH Dr. Georgios Tsakalidis 
 
 
Antrag an den Rat Nr. A-R/0039/2024

Anlage_2_Gutachten_Regionale Effekte von Filmproduktionen

25045 Zeichen

ou0RaK DRS gg

WESTFÄLISCHE
WILHELMS-UNIVERSITÄT
MÜNSTER

Institut für Siedlungs- und Wohnungswesen
DIREKTOR: PROF. DR. ULRICH VAN SUNTUM

Regionale Effekte von Filmproduktionen

im Münsterland

Gutachten im Auftrag der
Industrie- und Handelskammer zu Münster

Endbericht

Bearbeiter: Dipl.- Volksw. Frank Beermann

Münster, 04.05.2001

D. Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1

Abbildung 2
Abbildung 3

Abbildung 4

‚Abbildung 5
Abbildung 6

Abbildung 7

Abbildung 8

Abbildung 9

Entwicklung der abendfüllenden Filmproduktionen im Fernse-
hen von 1995 bis 1999 .

Entwicklung der Anzahl der Fernsehsender von 1998 bis 2000
Logarithmische Darstellung der Verteilung der filmwirtschaft-
lichen Betriebe in Nordrhein-Westfalen‘

Film- und Serienproduktionen im Münsterland von 1991 bis
2001

Darstellung der multiplikativen Wirkungen

Projektion der zukünftigen jährlichen Filmproduktionen im
Münsterland im Rahmen des I. Szenarios

Projektion der zu erwartenden Effekte für das Münsterland im
Rahmen des I. Szenarios

Projektion der zukünftigen jährlichen Filmproduktionen im
Münsterland im Rahmen des II. Szenarios

Projektion der zu erwartenden Effekte für das Münsterland im

Rahmen des II. Szenarios

10

13

23

24

26

27

1. Einleitung

Am 15. September 1999 hat die Stadt Münster zunächst befristet eine Anlauf-, Infor-
mations- und Servicestelle für die Filmwirtschaft eingerichtet. In einem weiteren Schritt
entstand in Kooperation der Stadt Münster mit der Industrie- und Handelskammer
(IHK) zu Münster und der Aktion Münsterland zum 1. Mai 2000 der Filmservice Mün-
ster.Land. Das gemeinsame Auftreten der Stadt Münster mit den Münsterlandkreisen
sollte neben der effizienteren Ressourcennutzung zusätzlich einen filmspezifischen
Wettbewerbsvorteil schaffen, da das Angebot von Oberzentrum und eher ländlich ge-
prägtem Umfeld das Münsterland von konkurrierenden Angeboten anderer Städte ab-
hebt. Während die Stadt Münster die oben bereits erwähnte Stelle in das Projekt ein-
bringt, sind die IHK zu Münster und die Aktion Münsterland für die Finanzierung wer-

bewirksamer Maßnahmen des Filmservices Münster.Land verantwortlich.

Das Aufgabenfeld umfasst die Unterstützung der Produzenten und Filmschaffenden bei
den erforderlichen behördlichen Genehmigungen und die Vermittlung von Kontakten zu
regionalen Dienstleistern. Hierzu zählt der Aufbau und die Pflege erforderlicher Daten-
banken. Des Weiteren gehört die Vermarktung und Öffentlichkeitsarbeit mit verschie-
densten Maßnahmen und Publikationen zum Tätigkeitsspektrum. Eine große Bedeutung
kommt gerade in der Filmwirtschaft dem Knüpfen von Kontakten zu Produzenten,

Filmschaffenden und Dienstleistern zu.

Vor diesem Hintergrund ist die Zielsetzung und Aufgabe des vorliegenden Gutachtens,
zu prüfen, ob die zukünftigen Erwartungen in der Filmwirtschaft eine dauerhafte Exis-
tenz des Filmservices Münster.Land rechtfertigen. Dazu werden im Folgenden zunächst
die Entwicklungstendenzen der Filmwirtschaft dargestellt. Wesentliche Punkte dabei
sind die Untersuchung der Nachfrage nach Filmproduktionen, das Ausmaß von Film-
förderung und die regionalen Konzentrationsgrade. Der Schwerpunkt der Arbeit be-
leuchtet die Auswirkungen von Filmproduktionen in der Region. Dabei werden sowohl
quantitative als auch qualitative Effekte berücksichtigt. Daran anschließend werden
zwei Szenarien der zukünftigen Potenziale entwickelt. Abschließend werden die wich-

tigsten Ergebnisse noch einmal zusammengefasst und ein Ausblick gegeben.

2. Wachstumsdynamik in der Filmwirtschaft
2.1 Entwicklung der Filmnachfrage des audiovisuellen Bereiches

Die Filmwirtschaft ist einer der wachstumsstärksten Wirtschaftssektoren in Deutsch-
land. Der audiovisuelle Markt, der die drei Bereiche Kino, Video und Fernsehen um-
fasst, zeigt in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung der Filmnachfrage. So stieg
die Zahl der Kinobesucher von 1995 bis 1999 um 24,5 Mio. Besucher. Das entspricht
einer Zuwachsrate von 19,7 v. H.' Die Spielfilmneuerscheinungen auf Video stiegen im

gleichen Zeitraum um 24,8 v. H. auf 645 im Jahr 1999.?

1999 E Een Fe 10.473
1098 | = Er 10.731
= 1997 ’ 71051
1996 £ } 8.219
1995 ARE N 3 "| 8.203
0 2000 4000 6000 8000 10000 12000

Ausgestrahlte Filme im Fernsehen

Abbildung 1 Entwicklung der abendfüllenden Filmproduktionen im Fernsehen von
1995 bis 1996.

Quelle: Röth, M. (2000), 5.30; eigene Darstellung.

! Vgl. Neckermann, G. (2000), S. 406.
2 Vgl: Roth, M. (2000), S. 73.

titative Angebot an Sendungen, aus denen der Zuschauer auswählen kann, erhöhen. Die
verbesserte Wahlmöglichkeit des Zuschauers impliziert eine Erhöhung der Attraktivität

des Filmkonsums, was wiederum zu einer Stimulierung der Filmnachfrage führt.

Es sollte nicht übersehen werden, dass amerikanische Filmproduktionsfirmen einen er-
heblichen Marktanteil haben. Aus Sicht des Münsterlandes ist diese Tatsache allerdings

weniger problematisch, wenn der Drehort dennoch in der Region liegt.

Seit Juli 2000 fallen Medienfonds nicht mehr unter das Verlustausgleichsverbot. Seither
sind sie die Favoriten unter den Steuersparanlagen. Dies wird dazu führen, dass eine
Vielzahl neuer Anbieter am Markt auftreten werden und die Anzahl der Filmproduktio-

nen sich weiter erhöht.

2.2 Filmförderung durch Bund und Länder

Die Bundesrepublik Deutschland hat in den zurückliegenden Jahren wachsende finan-
zielle Anstregungen zur Förderung des deutschen Filmes unternommen. Bund und Län-
der wenden hierfür jährlich Haushaltsmittel in Höhe von insgesamt 260 Mio. DM auf.‘
Darin sind weder Abgaben gemäß Filmförderungsgesetz noch Beteiligungen des Fern-
sehens enthalten. Auf der Grundlage des Filmförderungsgesetzes werden von der Film-
förderungsanstalt jährlich rd. 75 Mio. DM vergeben, die aus Abgaben der audiovisuel-
len Wirtschaft stammen. Der Bund selbst bringt für die Filmförderung Haushaltsmittel
in Höhe von rd. 8,5 Mio. DM und weitere acht Mio. DM für Filmtheater auf. Auf 34
Mio. DM beläuft sich die kulturelle Filmförderung. Die Länder haben ihre Filmförder-
aktivitäten sogar erheblich ausgebaut. Gemeinsam vergeben sie rd. 210 Mio. DM. Sie
tragen aus ihren Haüshaltsmitteln in ganz unterschiedlicher Höhe zur Filmförderung
bei. An der Spitze liegt Nordrhein-Westfalen mit 63 Mio. DM vor Bayern (49 Mio.
DM) und Berlin/Brandenburg (32 Mio. DM). Prozentual liegt Nordrhein-Westfalen

bundesweit mit 35 v. H. vorne. Dies spiegelt sich auch in der Tatsache wider, dass

$ Vgl. Bericht der Projektgruppe „Filmförderung in Niedersachsen“ (1999), 8. 7.

11

nehmen sind in Köln 59,5 v. H. der 2.332 in. Nordrhein-Westfalen insgesamt filmschaf-
fenden Unternehmen angssiedelt.'? Damit erreicht die Rheinmetropole auch den Spit-

zenplatz in Deutschland."

10000 7 — — _—— ——

1000

| 38

Betriebe (logarithmische Darstellung)

Abbildung 3 Logarithmische Darstellung der Verteilung der filmwirtschaftlichen
Betriebe in Nordrhein-Westfalen.

Quelle: STADTart (2000), 5. 18; eigene Darstellung,

Das Münsterland belegt in der landesinternen Statistik den siebten Platz. Die 39 im
Münsterland beheimateten Filmwirtschaftsbetriebe bedeuten landesweit lediglich einen
Anteil von 1,7 v. H. Um diesen Anteil zu verbessern und das Münsterland als Standort
der Filmwirtschaft attraktiver zu machen, bedürfte es eines sukzessiven Aufbaus. Erst
eine höhere Zahl von im Münsterland realisierten Filmproduktionen könnte zum Fun-

dament einer sich etablierenden Filmwirtschaft werden. Die jüngste Entwicklung zeigt

12 Vgl. ebenda, S. 18.
3 Vgl. AG Kulturwirtschaftsbericht (1998), S. 44.

3. Filmproduktionen im Münsterland und die ökonomischen Effekte

3.1 Dreharbeiten in der Region

Im Jahr 2000 hat der Filmservice Münster.Land fünf Projekte umfassend begleitet. Im
Auftrag des ZDF entstand der Münster-Krimi „Wilsberg und der Mord ohne Leiche“.
Als Drehorte dienten 15 Locations in Münster und Umgebung. Im Rahmen der Produk-
tion waren 35 Teammitglieder und fünf Darsteller an zwölf Drehtagen zu Gast in Mün-
ster. In einem weiteren Projekt wurde ü. a. in Westkirchen, Ostenfelde und Ennigerloh
der Fernsehfilm „Die Frau, die an Dr. Fabian zweifelte“ gedreht. Für diese Koprodukti-
on von WDR und Arte weilte ein vierzigköpfiges Filmteam rd. fünf Wochen im Mün-

sterland.

Darüber hinaus hat der Filmservice Münster.Land die Dreharbeiten zu dem Kurzfilm
„Nulv“ betreut. Neben den Filmen sind auch Dreharbeiten zu den Serien „Die Auto-
bahnpolizei — Cobra 11“ und „Die Anrheiner“ vom Filmservice Münster.Land begleitet
worden. Zu diesen Dreharbeiten waren zwei Tage lang ca. 180 bzw. drei Tage lang rd.

20 Filmschaffende vor Ort.

Im Mai diesen Jahres beginnen die Dreharbeiten für die Teile V und VI der Wilsberg-
Reihe. Dazu kommt der Kinofilm „Spoils“ mit den bekannten Hollywood-
Schauspielern Linda Fiorentino und Alec Baldwin. Der Filmservice Münster.Land war
bei der Suche nach dem passenden Drehort behilflich und die Wahl fiel auf die Wasser-
burg Anholt im westlichen Münsterland. Neben den erwähnten drei Projekten stehen
bereits die Dreharbeiten zu den Kurzfilmen „Kein Gestern, kein Morgen“ und „Will-
kommen in Walhalla“ im Sommer diesen Jahres fest. Ferner war der Filmservice Mün-
ster.Land zu Beginn dieses Jahres bei der Location-Auswahl für ein Musikvideo betei-
ligt, das in der Sparda-Bank Münster gedreht wurde.

Die folgende Abbildung veranschaulicht die Entwicklung der Kino- und TV-Spielfilme

sowie der TV-Serien, die in den neunziger Jahren im Münsterland gedreht worden sind:

'5_ Vgl. STADTart (2000), 8. 31.

15

vor Ort anfallenden Kosten erhöhen sich darüber hinaus um ca. 15.000 DM, die an Mo-
tivmieten gezahlt werden und ca. 5.000 DM Honorar für Komparsen. An Transportko-
sten fallen täglich rd. 50 DM für Taxifahrten sowie jeweils ca. 10 DM Benzinkosten für
20 Fahrzeuge an. Dies ergibt einen Betrag von 3.000 DM. Der Gesamtsumme hinzuzu-
rechnen sind des Weiteren Ausgaben für Lebensmittel und das Catering, die mit 15 DM
je Person und Tag zu Buche schlagen und zusammen 7.200 DM ergeben. Komplettiert
wird die Liste der in der Region verausgabten Gelder mit 1.000 DM Büromiete und 500
DM Telefonkosten im Büro bzw. Hotel. Insgesamt belaufen sich somit die nicht-
filmwirtschaftlichen Produktionskosten auf 105.980 DM für zwölf Tage Dreharbeit.'”
Das bedeutet, an einem Drehtag verbleiben rd. 8.800 DM in der Region. In dieser Kos-
tenauflistung nicht enthalten sind das Honorar für den Wilsberg-Autor Jürgen Kehrer,
der Münsteraner ist, sowie die Löhne und Gehälter für lokale Locationscouts, Aufnah-
meleitungsassistenten und Fahrer. Aus Datenschutzgründen konnten diese Zahlen von
der Fa. Cologne Gemini Filmproduktion GmbH leider nicht zur Verfügung gestellt
werden, insgesamt kann jedoch von einem in der Region verbleibenden monetären Ef-

fekt von rd. 10.000 DM pro Drehtag ausgegangen werden.

Im Folgenden wird dieser Betrag von 10.000 DM als monetärer Effekt je Drehtag ver-
wendet. Der Kinofilm „Die Frau, die an Dr. Fabian zweifelte“, erzielte demzufolge ei-
nen monetären Gesamteffekt von 350.000 DM für das Münsterland. Für die Serien „Die
Autobahnpolizei — Cobra 11“ und „Die Anrheiner“ ergibt sich ein monetärer Effekt von
90.000 DM bzw. 15.000 DM. Gemäß Expertenaussagen belaufen sich die Kosten für
einen Kurzfilm auf sehr niedrigem Niveau. Als Schätzwert für die regionalen Ausgaben
kann der Betrag von insgesamt 10.000 DM je Kurzfilm angesetzt werden. Addiert man
nun die im Jahre 2000 erreichten monetären Effekte der Projekte für das Münsterland,
so ergibt sich eine Gesamtsumme von rd. 570.000 DM, die als regionaler monetärer
Gesamteffekt für das Münsterland allein durch die Produktion von Filmen erzielt wur-
de.

Eine Prognose für das laufende Jahr 2001 verspricht eine weitere Steigerung dieses Ef-
fektes. Bereits heute stehen die Drehtermine für zwei neue Wilsberg-Krimis fest. Aus

diesem Grund werden auch im Jahr 2001 wieder Filmschaffende für jeweils ca. 14 Tage

"8 Die nicht-filmwirtschaftlichen Produktionskosten sind der Teil des Gesamtbudgets, der in eine andere

Abbildung 5 Darstellung der multiplikativen Wirkungen.
Quelle: Eigene Darstellung.

Verglichen mit den ursprünglichen Nachfragesteigerungen kann der Gesamteffekt ein
Vielfaches an Erhöhung von Einkommen und regionaler Gesamtnachfrage ausmachen.
Er beruht auf in immer neuen Wirkungsrunden analogen Teileffekten, wächst in jeder
Folgerunde an, und nähert sich letztendlich einem Grenzwert. Eine exakte Ermittlung
der effektiven Zahlungsströme ist in der Praxis nicht möglich. Deshalb sind Modellan-
hahmen und Plausibilitätsüberlegungen unentbehrlich. Die volkswirtschaftliche Praxis
bedient sich daher eines ökonomischen Analyseinstrumentes in Gestalt des Multiplika-

tormodells.

19

Dienstleistungen induziert wird. Dieses wird durch die zuvor erwähnten Multiplikator-
effekte noch verstärkt. Eine direkte Erhebung ist praktisch unmöglich. Wenn man den
Umsatz der Hoteliers im Falle der Wilsberg-Analyse in Abschnitt 3.2.1 betrachtet, so
ergibt sich bei 52.200 DM Umsatz unter Berücksichtigung der Umsatzsteuer in Höhe
von 16 v. H. der abführungspflichtige Teil zu 8.874 DM. Diese Summe erscheint relativ
niedrig, zumal der Kommune nur ein geringfügiger Anteil bleibt.?? Jedoch können
durch ein zukünftig höheres Filmaufkommen die Einnahmen der Region aus der Um-

satzsteuer durchaus erhöht werden.

Die bedeutendste Einnahmequelle der öffentlichen Haushalte ist die Einkommensteu-
er.” Die Anzahl der im Münsterland heimischen Filmschaffenden ist jedoch gering.
Aus diesem Grund sind lediglich die Löhne und Gehälter der Branchenfremden zu er-
wähnen, die jedoch zum heutigen Zeitpunkt eher einen marginalen Effekt haben. Auch
bezüglich der Einkommenssteuer würde ein höheres Filmproduktionsvolumen in der

Region zu wachsenden Einnahmen aus dieser Steuer führen.

3.3 Qualitative regionalwirtschaftliche Effekte
3.3.1 Touristische Werbewirkung

„Ein etwas verknautschter und schusseliger Privatdetektiv ist für die Stadt Münster
und das ZDF gleichermaßen zum Glücksfall geworden: Bereits drei Fälle hat der
von Leonard Lansink dargestellte Georg Wilsberg für das ZDF gelöst und dabei im
so genannten „Münster-Krimi" mit ständig wachsenden Einschaltquoten einen
enormen Werbeeffekt für die Bischofs- und Beamtenstadt bewirkt. Nachdem
„Wilsberg und die Tote im Sec" von fast sieben Millionen Zuschauern eingeschal-
tet wurde, gibt das Zweite der Krimireihe nun den begehrten Sendeplatz am Sams-
tagäbend und stellt sie damit auf eine Stufe mit Bella Block, Rosa Roth und Stub-

be.

21 Vgl. Arthur Anderson Economic Consulting (1995), S. 5.
22 Vgl. Bundesministerium der Finanzen (2000), S. 103

2 Vgl. ebenda, S.48.

Neue Osnabrücker Zeitung von 03.02.2001.

21

Eine aller Voraussicht nach noch höhere Werbewirksamkeit verspricht der Kinofilm
„Spoils“ mit den Hollywood-Größen Linda Fiorentino und Alec Baldwin, der dieses
Jahr in der unvergleichlichen Kulisse der Wasserburg Anholt im Münsterland gedreht
wird. Da die Dreharbeiten zu diesem Film jedoch erst noch anlaufen, kann eine ex-post-

Analyse wie bei dem Wilsberg-Krimi nicht vorgenommen werden.

Ein extremes Beispiel zeigt die Werbewirksamkeit von Filmproduktionen. Die be-
rühmte Soap-Opera „Schwarzwaldklinik“ wurde Mitte der achtziger Jahre im Glottertal
im Schwarzwald produziert. Bereits im Sommer des Jahres der Erstausstrahlung stieg
der Tourismus sprunghaft an. Die Anzahl der Nächtigungstouristen erhöhte sich stel-
lenweise um 20 v. H. Vor der vermeintlichen Klinik wurden zeitweise 300 ankommen-
de TV Touristen pro Stunde gezählt.?? Der durch die Fernsehserie induzierte Besucher-

ansturm hält bis heute an.

Das folgende Beispiel soll die erfolgreiche Werbewirkung einer Region als Ganzes de-
monstrieren: „The externality effect of showing Australian films overseas is the disse-
mination of knowledge about Australia [...] The effect of this increased exposure of
Australia in international markets are to stimulate demand for other Australian products
and to promote Australia as a tourist destination [Herv. durch den Verf.].“”® Anhand
dieses Zitates wird deutlich, dass regionale Kultur und Mentalität durch Filmproduktio-

nen propagiert werden können.”” Die Region wird einem breiten Publikum vorgestellt.

Abschließend ist zu ergänzen, dass auch der filminduzierte Tourismus Ausgaben für
Güter und Dienstleistungen impliziert, die wiederum die in Abschnitt 3.2.2 bereits er-
wähnten multiplikativen Wirkungen erzeugen. Auf längere Sicht wird dieser Effekt,
verglichen mit den Effekten der Dreharbeiten vor Ort, eine stärkere Bedeutung haben.

27 Vgl. Prosser, M. (1993), S. 122f.
2° Schou, K. (1982), 8.3.
? Vgl. Böhme, M. (1994), S. 17.

23

4. Zukunftsaussichten für das Münsterland

Im Rahmen dieses Kapitels soll mit Hilfe von Szenarien das zukünftige Filmprodukti-
onsvolumen im Münsterland abgeschätzt werden. Ein Szenario ist der Entwurf eines
Zukunftsmodells und im eigentlichen Sinne keine Vorhersage, sondern nur die Formu-
lierung möglicher Ereignisse, die in ihrem Umfang und Ausmaß variieren können. Ziel
der Szenarien ist es, eine Vorstellung darüber zu erhalten, welche Dimensionen in Be-
zug auf das regionale Filmproduktionspotenzial realistisch sind und welche Konsequen-

zen damit für das Münsterland verbunden sind.

4.1 Szenario I

In Abschnitt 2.1 wurde bereits die Entwicklung im Bereich der Filmnachfrage des au-
diovisuellen Bereichs verdeutlicht. Die hier zugrunde liegende Annahme ist, dass sich
die Nachfrage entsprechend der durchschnittlichen Wachstumsraten der drei Teilberei-
che weiter entwickeln wird. Demzufolge errechnet sich für den Videosektor eine jährli-
che Nachfragesteigerung in Höhe von 5,7 v. H. In der Sektion Kino beträgt der Zu-
wachs 4,4 v. H. und beim Fernsehen 6,3 v. H. Werden diese Wachstumsraten der au-
diovisuellen Teilsegmente kongruent zu ihren Anteilen an der Filmnachfrage gewichtet,
so ergibt sich im Mittel eine jährliche Gesamtnachfrageerhöhung von 6,1 v. H. Die Be-
schränkung des Vergleichszeitraums auf die Jahre 1995 bis 1999 liegt an der fehlenden
Datenbasis im TV-Sektor. Da jedoch die jüngste Entwicklung filmwirtschaftlich auch
die kommenden Jahre prägen dürfte, erscheint diese Vorgehensweise durchaus sinnvoll
zu sein. Der hohe Anteil aus Amerika importierter Filme hat in der letzten Zeit auf ho-
hem Niveau stagniert. Somit erscheint die Annahme gewährleistet, dass zukünftig im-
portierte Filme und in Deutschland produzierte Filme sich analog entwickeln werden.
Die Ambitionen des Münsterlandes, sich als Filmstandort zu etablieren, sind noch zu
jung, um eine Korrelation der Entwicklung des regionalen Filmaufkommens zu der des
Gesamtaufkommens zu erstellen. Aus diesem Grund wird im Folgenden davon ausge-
gangen, dass sich die Drehkapazität im Münsterland in der Zukunft parallel zu der

durchschnittlich steigenden Nachfrage nach Filmproduktionen verhält und jährlich mit

25

Bei dieser Projektion geht es lediglich um Spielfilme. Nicht berücksichtigt sind Drehar-
beiten für Serienproduktionen und Kurzfilme. Da in diesen Segmenten keine hinrei-
chende Datengrundlage zur Verfügung steht, finden sie im Rahmen des Szenarios keine
Beachtung. i

Nachfolgend wird die Annahme getroffen, dass die Struktur der zukünftigen Filmpro-
jekte in Bezug auf Teammitglieder und Drehtage einem Mittelwert aus den in den Jah-
ren 2000 und 2001 gedrehten fünf Filmen entspricht. Das bedeutet, im Durchschnitt
wird ein Filmprojekt einen monetären Effekt von rd. 280.000 DM für die Region haben.
Demnach wird der monetäre Effekt unter Einbezug multiplikativer Wirkungen in den
Jahren 2002 und 2003 bei rd. 1,25 Mio. DM liegen.

EimonetärerEffekt Mmonctärer Effekt unter Berücksichtigung multiplikativer Wirkungen

2019-2020 a EEE

2017-2018

2.929,5
2015-2016 Pen nn

=
5 20122014 Ü

2004-2007 1.674

2002-2003. #

0 500 1000 1500 2000 2500 3000 3500 4000
TDM

Abbildung 7 Projektion der zu erwartenden Effekte für das Münsterland im Rahmen
des I. Szenarios.

Quelle: Eigene Berechnungen; eigene Darstellung.

27

35
30 2
2
20

15

77

Filmproduktionen im Münsterland

6
55
1344 m |
TEE
0 au
2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020
Jahr "

Abbildung 8 Projektion der zukünftigen jährlichen Filmproduktionen im Münster-
land im Rahmen des II. Szenarios.

Quelle: Eigene Berechnungen; eigene Darstellung.

Eine entsprechend dynamische Entwicklung ergibt sich auch bei den regionalen Effek-
ten, wenn man die Zuwachsrate von zwölf v. H. zugrunde legt. In diesem Szenario wird
der Effekt in den kommenden zwei Jahren unter Einbezug der multiplikativ induzierten
Wirkungen über 1,5 Mio. DM liegen. Die zwei Mio. DM-Grenze wird schon im Jahr
2004 übersprungen. In zehn Jahren sind es an die vier Mio. DM, die als regionaler Ef-
fekt in der Region erzielt werden, 2015 rd. 6,7 Mio. DM und im Jahr 2020 über zwölf
Mio. DM.

29

den vergangenen Jahren zu einer erheblichen Steigerung des aus Dreharbeiten im Mün-
sterland erzielten regionalen Effektes geführt. Auch die Tatsache, dass die Vermarktung
des Filmstandortes Münsterland sich nicht von heute auf morgen vollzieht, sondern ei-
nen kontinuierlichen Prozess darstellt, spricht für eine höhere Wahrscheinlichkeit des II.
Szenarios. So sind interessante Locations mittlerweile durch den Filmservice Mün-
ster.Land verbreitet worden und für Filmschaffende in entsprechenden Foren zugäng-
lich. Des Weiteren ist der Standort Münsterland auf Fachmessen und in Branchenzei-
tungen publik gemacht worden, so dass auch von dieser Seite her in Zukunft eine posi-
tive Wirkung zu erwarten ist. Ein hoch dotiertes Filmprojekt mit bekannten Hollywood-
Schauspielern, wie der Film „Spoils“, kann auch hier als wertvoller Vorreiter für eine

erfolgreiche Etablierung des Münsterlandes als Filmstandort von Nutzen sein.

31

e Die Zukunftsaussichten für das Münsterland sind eindeutig positiv. Selbst in einem
eher pessimistischen Szenario können sowohl die Filmproduktionen als auch die
damit verbundenen Effekte für die Region in den kommenden Jahren sukzessive
verbessert werden. Ein der Gesamtsituation Nordrhein-Westfalens angepasstes
Szenario verspricht bereits ab dem Jahr 2004 einen regionalen Effekt von über

zwei Mio. DM. (Kapitel 4)

Dieses Kurzgutachten hat gezeigt, dass die Filmwirtschaft eine Wachstumsbranche mit
guten Entwicklungschancen ist. Der „Kuchen“, den es zu verteilen gilt, wird größer.
Aber auch andere Regionen schlafen nicht. Die Einrichtung eines Filmservices, der als
Anlauf-, Informations- und Servicestelle für die Filmwirtschaft einen hohen Wert hat,
wurde in den vergangenen Jahren in einigen nordrhein-westfälischen Städten und Re-
gionen voran getrieben. Er stellt eine notwendige Bedingung im Wettbewerb der
Städte und Regionen dar. Die Aussichten des Münsterlandes, in diesem Filmstandort-
wettbewerb zu bestehen, sind durchaus positiv. Die gemeinsame Positionierung der
Stadt Münster mit dem eher ländlich geprägtem Umfeld des Münsterlandes ist ein be-
deutsamer Konkurrenzvorteil. Dreharbeiten finden in den seltensten Fällen an nur we-
nigen Orten statt und gerade die Möglichkeit, unterschiedlichste landschaftliche Kulis-
sen innerhalb einer Region zu bieten, haben nicht viele Städte in Nordrhein-Westfalen.
Auch die Bevölkerung im Münsterland steht Filmproduktionen freundlich und aufge-

schlossen gegenüber.

Der Filmservice Münster.Land als notwendige Bedingung und die regionalen Charak-
teristika als hinreichende Bedingung, lassen das Münsterland an der zukünftigen Ent-
wicklung in der Filmwirtschaft partizipieren und bilden das Fundament eines erfolg-

reichen Filmstandortes.

33
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Beratungsverlauf (1)

21.05.2025 Hauptausschuss
TOP 2 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Zur Sitzung

Orte (7)

  • Ostmarkstraße 55
  • Weseler Straße 19
  • Frauenstraße
  • Von-Esmarch-Straße
  • Prinzipalmarkt
  • Bispinghof
  • Holtkamp

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Details

Aktenzeichen
V/0728/2024
Typ
Vorlagen
Datum
15.01.2025
Erstellt
06.11.2024 09:19