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AN/0698/2026

Carlsgarten erhalten !

Gem. Dringlichkeitsantrag BV9 27.04.2026

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 9 (Mülheim), Sitzung am 27.04.2026, TOP 8.1.9

DringlichkeitsAntrag_Carlsgarten_Grüne_Linke_Volt

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DringlichkeitsAntrag_Carlsgarten_Grüne_Linke_Volt

6346 Zeichen

26.04.2026 
Dringlichkeitsantrag 
Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister, 
sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, 
die Fraktionen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Die Linke und der Einzelmandatsträger von Volt in der 
Bezirksvertretung Mülheim bitten Sie, nachfolgenden Dringlichkeitsantrag auf die Tagesordnung der 
nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Köln-Mülheim zu setzen: 
Carlsgarten erhalten! 
Die Bezirksvertretung fordert , sicherzustellen, dass bei der Umgestaltung des Depot -Geländes in Köln-
Mülheim Charakter und Funktion des Carlsgarten s als Biotop, Refugium und identitätsstiftender Ort er-
halten bleibt. Der Carlsgarten soll  auch künftig von drei Seiten in eine Umfriedung eingebettet sein, die 
den Garten optisch und akustisch von dem Geschehen auf der Straße und dem Geschehen vor dem Foyer 
des Depot trennt und den Pflanzen auch künftig den nötigen Schatten und Schutz vor Witterungseinflüs-
sen bietet. Die Zugänge zum Depot werden nicht durch den Carlsgarten verlaufen, es wird keine Schneise 
durch den Carlsgarten geschlagen. Die Bewässerung des Gartens durch die Installation eines neuen Be-
wässerungssystems ist zu gewährleisten.  
Begründung: 
Neben dem Depot, der Interimsspielstätte der Bühnen im Schanzenviertel, hat sich in den letzten Jahren 
ein kleines, grünes Biotop entwickelt. Der Carlsgarten ist Magnet und Treffpunkt, eine kleine Oase der 
Biodiversität, Lebensraum für Pflanzen, Bienen und Insekten und ein Ort des gemeinschaftlichen Gärtners: 
https://www.schauspiel.koeln/carlsgarten.  Dort treffen sich Mülheimer *innen und Beschäftigte der im 
Schanzenviertel tätigen Betriebe. Der Garten wird zur Erholung, als Begegnungsort und Rückzugsmöglich-
keit genutzt. Er ist eng mit der Entwicklung des Depots verbunden, entstand als Initiative im Zusammen-
hang mit dem Bezug des Depots durch das Schauspiel und prägt seither den Charakter des Kulturortes. 
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN - Fraktion 
Die Linke - Fraktion 
Volt - Einzelmandatsträger 
in der Bezirksvertretung Köln-Mülheim 
Wiener Platz 2a 
 
51065 Köln 
 
Gleichlautend an: 
 
Herrn Bezirksbürgermeister 
Vincent Morawietz 
- Stadtbezirk Mülheim - 
 
Herrn Oberbürgermeister 
Torsten Burmester 
- Rathaus -

Ab Ende Mai / Anfang Juni 2026 wird das Schauspiel das Depot verlassen und an den Offenbachplatz zu-
rückkehren. Künftig ist das Depot 1 an den Musicalanbieter Apiro Entertainment untervermietet und wird 
als Aufführungsort mit einer Kapazität von ca. 600 Zuschauern genutzt werden. Das (kleinere) Depot 2 
wird als Kooperationsspielstätte dienen. Für September ist die Aufnahme des Musicalbetriebs geplant.  
Obwohl die mit der Nachnu tzung des Depots als Musicalstandort verbundenen Veränderungen offen-
sichtlich ganz erhebliche Auswirkungen auf den Bezirk Mülheim haben werden, wurde die BV 9 in dem 
Prozess nicht beteiligt.  
Eigentlich ist vorgesehen, dass der Garten auch künftig in der bisherigen Form betrieben werden wird, 
und zwar durch das Kooperationshaus Depot. So wurde es auch kommuniziert. Gleichzeitig erfolgen aller-
dings Planungen zur Umgestaltung des Carlsgartens gemeinsam mit dem Musicalbetreiber Apiro und dem 
Vermieter BEOS (https://buergerinfo.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=1087798&type=do  - dort ab Seite 52 
/ Folien 107ff), wobei sich die Maßnahmen insbesondere nach den Vorstellungen des Musicalanbieters 
richten sollen. 
Sollten dies kürzlich vorgestellten Ideen in die Tat umgesetzt werden, verlöre der Carlsgarten aber seine 
Funktion und seine Identität: 
Insbesondere ist geplant, die Metallcontainer, die den Garten bisher von der Schanzenstraße abschirmen, 
abzubauen und durch Holzblöcke zu ersetzen, deren Optik an Saunahäuschen erinnert  (siehe Seiten 52 
und 53: https://buergerinfo.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=1087798&type=do). Abgesehen davon, da ss 
sich diese Gestaltungsform nicht in das Umfeld des alten Industriegeländes des Carlswerks einfügt, wür-
den damit mangels Höhe der Bauteile und aufgrund ihrer Bauart nicht die zum Erhalt der Pf lanzen not-
wendige Beschattung und ihres Schutzes vor Witterungseinflüssen gewährleistet. Das Gleiche gilt für die 
westliche Begrenzung des Carlsgartens. Aktuell befindet sich dort ein bewachsener Hügel (Grotte), unter 
dem 3 Container vergraben sind. Dieser Hügel soll nach den vorliegenden Plänen abgetragen werden. Hin 
zu dieser so neu geschaffenen Freifläche soll das Foyer/Bar des Depot geöffnet werden können.  
Planungen zu dem erforderlichen neuen Bewässerungssystem wurden nicht veröffentlicht.  
Außerdem ist vorgesehen, einen versiegelten Zugang durch den Garten hin zum Depoteingang zu  schaf-
fen, der wie eine Schneise durch das Biotop führen würde. Zusätzlich zum Verlust des Refugiumscharak-
ters des Gartens hätte es auch sehr nachteilige Auswirkungen auf das Biotop, wenn es allabendlich als 
Durchgangsort für Hunderte Menschen dienen würde. 
Soweit Veränderungen an den bestehenden Umfriedungen wegen etwaig maroder Bauteile erforderlich 
sein sollten, müssen diese in einer möglichst schonenden und den Charakter des Ortes wahrenden Weise 
erfolgen und die klimatischen Bedingungen für die Pflanzen weitestgehend unverändert lassen . Idealer-
weise würde eine Restaurierung statt eines Abbaus und Ersetzung durch neue andersartige Bauteile  er-
folgen. Ein durch den Carlsgarten führender Zugangsweg zum Depot darf nicht geschaffen werden. Ein 
geeignetes neues Bewässerungssystem ist zu errichten.  
Begründung der Dringlichkeit:  
Der Auszug des Schauspiels aus dem Depot wird alsbald starten. Es ist davon auszugehen, dass der Musi-
calbetreiber als neuer Nutzer der Spielstätte die von ihm vorgeschlagenen Umgestaltungsmaßnahmen 
nicht während des laufenden Betriebs, sondern möglichst vor Aufnahme des Betriebs aufnehmen will und 
spätestens im Frühsommer nach Auszug des Schausp iels umsetzen will. Entsprechend ist auf der Home-
page des Musicalbetreibers zu lesen: „Die Sanierungs- und Bauarbeiten an der Schanzenstraße beginnen

umgehend.“ ( Quelle: https://apiro-entertainment.eu/de/projects/). Sollte der Betriebsausschuss der 
Bühnen hiermit befasst werden, so wäre dies nach dessen Sitzung am 7.5.26 erst wieder am 25.6.26 mög-
lich. Bis Ende Juni dürften die Umsetzungsmaßnahmen aber längst begonnen haben.  
 
  
gez. Jonas Höltig                 gez. Beate Hane-Knoll                 gez. Dr. Philip Laue

Beratungsverlauf (1)

27.04.2026 Bezirksvertretung 9 (Mülheim)
TOP 8.1.9 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/0698/2026
Typ
Gem. Dringlichkeitsantrag BV9
Datum
27.04.2026
Erstellt
27.04.2026 09:19