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A-S/0018/2018

Den St. Agatha Kirchplatz in Angelmodde Dorf zu einem Ortszentrum entwickeln

Antrag an die BV Südost 23.10.2018

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung Münster-Südost, Sitzung am 06.11.2018, TOP 6.1

Original Prüfauftrag der CDU-Fraktion vom 18.10.2018

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Stellungnahme zum Antrag A-S/0018/2018 (nicht barrierefrei)

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Original Prüfauftrag der CDU-Fraktion vom 18.10.2018

2673 Zeichen

A-S/0018/2018 
 
CDU-Fraktion in der BV Südost 
 
 
CDU-Kreisverband Münster e.V.                 Franz – Josef Ruwe 
Mauritzstr. 4–6, 48143 Münster                          CDU-Fraktionsvorsitzender BV Südost 
Tel. 0251/418420, Fax 0251/4184244                          Haus Angelmodde 30, 48167 Münster  
post@cdu-muenster.de                          Privat:: 02506/2581 
www.cdu-muenster.de                          fj-ruwe@gmx.de  
 
 
Stadt Münster 
Bezirksverwaltung Südost 
Münsterstraße 7 
48167 Münster  
  Münster, den 18. Oktober 2018 
 
Den St. Agatha Kirchplatz in Angelmodde Dorf zu einem Ortszentrum entwickeln  
 
Es wird angeregt, den Kirchplatz um die St. Agatha Kirche in Angelmodde Dor f in Rücksprache mit der Kirchengemeinde St. 
Nikolaus Münster und der zuständigen Zentralrendantur  so zu gestalten, dass er wieder als Zentrum des Ortsteils dienen 
kann. 
Dabei sollen die folgenden Aspekte berücksichtigt werden: 
 
1. Abgesehen von Personen,  die mit einer 
körperlichen Beeinträchtigung (Schwerbehin -
derung) leben und von Anliegern  soll der 
Kirchplatz frei von KfZ werden. 
2. Das ehemalige Pfarrheim/Pastorat (Angel -
modder Weg 99) und das daneben liegende 
Gallitzin-Haus (Angelmodder Weg 97) sollen  
in die Gesamtplanung mit einbezogen werden  
(in der Skizze rot umrissener Raum). 
 Dabei soll die Gestaltung in das "Verkehrs-
konzept für den Bereich Angelmodde -Dorf" (s. 
A-S/0004/2018) integriert werden. 
3. Der Charakter des Platzes als ein Ort der 
Begegnung (Kirch platz, Platz der Bücherei, 
Platz für das Gemeindefest)  soll erhalten 
bleiben. 
 
Begründung 
 
Der Platz, der immer noch eine Grundsubstanz an Architektur aufweist, die ihn als erkennbaren Ortsmittelpunkt ausweist, 
gerät durch zunehmenden KfZ-Verkehr durch das Dorf und durch die Nutzung als allgemeiner Parkplatz mehr und mehr 
unter Druck. Er wird teilweise, besonders was das die Gebäude auf der anderen Seite des Angelmodder Weges angeht, 
nicht mehr als Ensemble wahrgenommen. 
Auch und gerade für neu hinzugezogene Bürgerinnen und Bürger soll der Platz eine Einladung zur Integration werden, ein 
Platz auf dem sie den lange dort beheimateten Bürgerinnen und Bürgern begegnen und Kontakt knüpfen können. 
Eine gut gestaltete Ortsmitte trägt dazu bei, z. B. Fahrradtouristen auf Angelmodde aufmerksam zu machen und stellt auch 
eine gute Möglichkeit dar, den eigenständigen Wohn- und Lebenswert Angelmoddes zu fördern. 
Es handelt sich um einen der wenigen noch erhaltenen typisch dörflichen Kirchplätze in Münster, die noch nicht der Zeit 
entsprechend weiter entwickelt wurden. 
 
Für die CDU-Fraktion: 
 
 
 
 
(Franz-Josef Ruwe) 
Fraktionsvorsitzender

Stellungnahme zum Antrag A-S/0018/2018 (nicht barrierefrei)

6948 Zeichen

61.02.0001
Marlies Voss

An die Bezirksvertretung
Münster-Südost

über Ill

22.08.2019
61 43

Antrag Ifd. Nr. A-S/0018/2018 der CDU-Fraktion der Bezirksvertretung Münster-Südost

vom 18.10.2018
Den St. Agatha Kirchplatz in Angelmodde Dorf zu einem Ortszentrum entwickeln

Stellungnahme der Verwaltung

Zu den im Antrag genannten Aspekten:

1a

Parken

Auf allen Anwohnergrundstücken sind Stellplätze oder Garagen vorhanden. Für Besucher
der Kirche und der Bücherei bestehen ausreichende Parkmöglichkeiten auf dem städtischen
Grundstück des ehemaligen Dorfplatzes und der Grundschule. Bedarf an öffentlichen Stell-
plätzen besteht in diesem Bereich nicht. Die Zuwegung westlich und südlich der Kirche hat
allerdings wegen der erforderlichen Kurvenradien zu den Grundstückseinfahrten eine Breite,
die zum Parken einlädt. Auch die straßenbelagsartige Pflasterung trägt vermutlich dazu bei,
dass bis zu 12 parkende Kfz auf dem Kirchplatz stehen. Nur an der Kirche ist ein Behinder-
ten-Stellplatz explizit ausgewiesen.

Nach Einschätzung der Verwaltung kann es sich bei den parkenden Pkw eigentlich nur um
(Zweit-)Fahrzeuge der Anwohner 'oder solche anderer Anlieger wie Kirchenbesucher, Besu-
cher der Bücherei und Handwerker handeln. Um Fremdparken auszuschließen, könnte die
Zufahrt vom Angelmodder Weg ggf. durch versenkbare Poller mit Fernbedienung für be-
rechtigte Anlieger abgetrennt werden. Dies würde aber das Parken von Anliegern auch nicht
verhindern können. Möglicherweise könnte dem aber eine andere Pflasterung, die einen
anderen Flächencharakter erzeugt, zumindest entgegenwirken (mehr hierzu s. unter Zif. 3).

Östliche Straßenseite

Das ehemalige Pfarrheim/ Pastorat und das Gallitzin-Haus sind durch die Ortsdurchfahrt
Angelmodder Weg auffällig vom Kirchplatz getrennt. Auch wenn die trennende Wirkung
durch den heutigen Kfz-Verkehr in erheblichem Maße zugenommen hat, entspricht diese
Gliederung aber der historischen Ortsentwicklung und dem durch die Erhaltungssatzung
geschützten Charakter des Kirchplatzes in seiner Ausprägung seit dem Dorfbrand 1831.
Nach der Urkatasterkarte von 1829 gruppierten sich vor dem Dorfbrand 1831 kleine Gebäu-
de von Handwerkern und Tagelöhnern in lockerer Form ringartig um die Kirche. Die Straße
nach Münster verlief östlich davon am Kirchplatz vorbei. Nach 1831 entfiel die Gebäudezeile
zum Angelmodder Weg hin, sodass ein annähernd quadratischer Kirchplatz entstand (s. An-
lage 1).

Aus ortshistorischer Sicht hat daher diese quadratische Grundstruktur des Kirchplatzes mit
der Ortsdurchfahrt als östliche Platzbegrenzung ihre Berechtigung und bildet die Entwick-
lung von Angelmodde ablesbar ab. Es ist aber gut denkbar, die trennende Wirkung der

Straße durch einen Materialwechsel, zwei Querungen auf der Höhe des Pastorats und des _
Gallitzin-Hauses oder auch durch gestalterische Absetzungen in der Fahrbahnoberfläche zu
verringern. Eine Tempo-30-Lösung, die noch weitergehende Umgestaltungen ermöglichen
würde, kommt nach Stellungnahme der Straßenverkehrsbehörde zum Antrag Ifd. Nr. A-
S/0019/2018 vom 09.10.2018 nicht in Betracht, da es sich bei der Ortsdurchfahrt um eine
Kreisstraße handelt, bei der Tempo 50 festgeschrieben ist.

Der Antrag Ifd. Nr. A-S/0004/2018 (Verkehrskonzept für den Bereich Angelmodde-Dorf) wird
federführend vom Amt für Tiefbau und Mobilität bearbeitet. Die Umgestaltung der Straße
könnte entweder in diesem Zusammenhang oder im Zuge der anstehenden Kanalerneue-
rung Angelmodder Weg/ Angelstraße erfolgen. Neben der anschließenden Erneuerung der
Fahrbahn würden dann auch die Nebenanlagen (Gehwege) neu angelegt.

- 3. Platzcharakter

Der Kern von Angelmodde vermittelt in Grundriss und Silhouette den baulichen Eindruck ei-
nes Dorfes des beginnenden 19. Jahrhunderts. Der Kirchplatz mit seiner historischen Be-
bauung, der kaum veränderten romanischen Pfarrkirche samt Friedhof, ist in seiner Ge-
schlossenheit und Ablesbarkeit bis heute weitgehend erhalten. Dazu zählen auch die
Wohnhäuser, die nach dem Dorfbrand 1831 errichtet wurden, sowie die typischen kirchli-
chen und öffentlich zugänglichen Gebäude, wie Schule, Pastorat und das ehemalige Gast-
haus am Dorfplatz. Die stadträumlichen und funktionalen Qualitäten sind gut.

Die heutige Freiraumgestaltung geht auf die Rahmenplanung des Büros Wolters + Partner
von 1987/88 mit Neugestaltung des Kirchplatzes und der Ortsdurchfahrt zurück. Dabei wur-
de der 1935 aufgegebene Friedhof als eine mit Sandsteinmauern umsäumte und mit Linden
bestandene Grünfläche gestaltet, die durch das Gallitzin-Grabmahl als überregional bedeut-
samer Identifikationsort gilt. Diese Gestaltung ist in ihrem Grundkonzept aus Sicht von
Denkmalschutz und Stadtbildpflege dem erhaltenswerten Charakter des Kirchplatzes immer
noch sehr angemessen und richtig.

Der Plan von Wolters + Partner enthielt aber darüber hinaus noch gute Gestaltungsdetails
(räumliche Bereichsbildung westlich und nördlich der Kirche, Pflasterung), die jedoch leider
nicht umgesetzt worden sind (s. Anlage 2). Wenn diese guten Ansätze wieder aufgegriffen
würden, könnte der gesamte Kirchplatz atmosphärisch erheblich aufgewertet werden. Das
Betonpflaster sollte dabei durch einen helleren und entsprechend gegliederten, kleinteiligen
Pflasterbelag einschließlich der Baumscheiben ersetzt und die Situation vor und neben dem
Kirchenportal in die neue Pflastergestaltung einbezogen werden. Wünschenswert wäre
auch die Ergänzung der öffentlichen Nutzungen durch ein Caf& mit Außenbestuhlung unmit-
telbar am Platz, um den öffentlichen Begegnungscharakter zu stärken.

Der gesamte Kirchplatz ist im Eigentum der Katholischen Kirchengemeinde St. Nikolaus Müns-
ter (s. Anlage 3); die zugehörige Zuwegungsfläche wurde 1981 zum Vorteil der Anlieger als
öffentliche Straßenfläche gewidmet. Nach einer ersten Rückfrage bei der Verwaltungsreferentin
der Katholischen Kirchengemeinde St. Nikolaus wird seitens der Kirchengemeinde derzeit keine
Notwendigkeit gesehen, Veränderungen an der Platzfläche oder der Zuwegung vorzunehmen.
Insofern stehen die beschriebenen Aufwertungsvorschläge auf dem Kirchplatz unter dem Vor-

behalt eingpFinanzierungslösung und der Kooperationsbereitschaft der Kirche.
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Arffagen 1 Wiederaufbauplanung nach dem Dorfbrand 1831
2 Rahmenplanung Wolters und Partner
& aktueller Katasterplan \

Anlage 1

Wiederaufbauplanung nach dem Dorfbrand 1831

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Anlage 2

Anlage 3

Aktueller Katasterplan

Beratungsverlauf (1)

06.11.2018 Bezirksvertretung Münster-Südost
TOP 6.1 Antrag Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Zur Sitzung

Orte (6)

  • Mauritzstraße 4
  • Münsterstraße 7
  • Angelstraße
  • Kirchplatz
  • Angelmodder Weg 97
  • Haus Angelmodde 30

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Details

Aktenzeichen
A-S/0018/2018
Typ
Antrag an die BV Südost
Datum
23.10.2018
Erstellt
06.10.2020 14:37