Kölner Statistische Nachrichte Kurzinformation Bevölkerungszahlen
Mitteilung Ausschuss 1024/2021 vom 28.04.2021
Stand: Am 14.06.2021 im Bauausschuss beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.
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Kurzinformation Bevölkerung_aktuell
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Kurzinformation Bevölkerung Ausgabe 3/2021 05.03.2021 Kölner Statistische Nachrichten Bevölkerungszahl sinkt leicht auf 1 088 040 in 2020 Leichter Bevölkerungsrückgang Erstmals seit dem Jahr 2013 ging die Köl- ner Bevölkerungszahl leicht zurück. Zum 31.12.2020 lebten insgesamt 1 088 040 Menschen mit Haupt– oder Nebenwohn- sitz in Köln. Somit waren es 3 779 Perso- nen weniger als ein Jahr zuvor. Bevölkerungsabnahme verteilt sich über die Stadtbezirke In fast jedem der neun Stadtbezirke ist die Bevölkerungszahl 2020 zurückgegangen. Mülheim, das 2019 noch die größten Zuwächse verzeichnen konnte, verlor mit -1 172 beziehungsweise -0,8 Prozent am stärksten an Bevölkerung. Ehrenfeld legte dagegen minimal um rund 300 Personen zu. Wieder weniger Geburten Bereits das vierte Jahr in Folge ist die Zahl der Geburten zurückgegangen, und zwar um rund 600 oder 5,4 Prozent verglichen mit 2019. Die 10 721 Geburten des Jah- res 2020 liegen unter dem Durch- schnittswert der letzten zehn Jahre (11 025). Demgegenüber ist die Zahl der Sterbe- fälle auf 10 180 gestiegen. Das ist ein Plus von etwa 400 Fällen in 2020 (+4,0%). Somit wird im Jahr 2020 der Durchschnittswert der letzten zehn Jahre (9 654) um mehr als 500 übertroffen. In Teilen ist diese Entwicklung durch einen Corona bedingten Anstieg der Sterbe- fälle zu erklären. Vor allem die Monate Oktober bis Dezember liegen über den Durchschnittswerten. 10 721 Geburten gegenüber 10 180 Sterbefällen bedeuten in der Summe ein vergleichsweise geringes natürliches Be- völkerungswachstum von 541 Personen für das Jahr 2020. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 1 549 Personen. Zuwanderung niedriger Die Effekte der Corona-Pandemie zeigen sich besonders deutlich bei der Zuwan- derung nach Köln im Jahr 2020. Sie sank um etwa 9 000 Zuzüge (-15,6%) auf 48 139 und lag damit so niedrig wie zu- letzt in den 1990er Jahren. Großen Anteil daran hatten die ausländischen Zuzie- henden: Ihre Zahl sank um ein Viertel im Vergleich zu 2019 auf 17 037 (-6 171). Diese Entwicklung ist deutschlandweit zu beobachten. Zwischen März und No- vember 2020 verzeichnete das Statisti- sche Bundesamt einen Rückgang der Zu- züge nach Deutschland aus dem Ausland von 27 Prozent ( https://www.desta- tis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Um- welt/Bevoelkerung/Wanderungen/Wan- derungsueberschuss.html). Ausdruck der gesunkenen Mobilität im letzten Jahr ist auch die, wenn auch im Vergleich zu den Zuzügen geringere, Ab- nahme der Fortzüge aus Köln. Sie gingen auf 52 423 zurück (-4 370 bzw. -7,7%). Der Wanderungssaldo aus 48 139 Zu- und 52 423 Fortzügen lag mit -4 284 erstmals seit der Registerbereinigung 2008 wieder im negativen Bereich. absolut Prozent 1 / Innenstadt 128 552 - 503 -0,4 2 / Rodenkirchen 110 962 - 78 -0,1 3 / Lindenthal 153 644 44 0,0 4 / Ehrenfeld 110 088 318 0,3 5 / Nippes 117 710 - 867 -0,7 6 / Chorweiler 82 464 - 268 -0,3 7 / Porz 114 076 - 623 -0,5 8 / Kalk 121 007 - 630 -0,5 9 / Mülheim 149 537 -1 172 -0,8 Köln 1 088 040 -3 779 -0,3 Einwohnerinnen und Einwohner am 31.12.2020 Stadtbezirk Veränderung zum Vorjahr Kölner Statistische Nachrichten Weiter Wanderungsplus bei Jüngeren In der Vergangenheit war es das starke Wanderungsplus der 18- bis unter 30- Jährigen, das die Fortzüge der übrigen Altersgruppen mindestens ausgleichen konnte. Auch im Jahr 2020 übertrafen die Zuzüge der jungen Erwachsenen mit 26 116 die Fortzüge in dieser Gruppe um rund 6 800. Gleichzeitig sank aber ihr Wanderungsplus um mehr als 2 600 Per- sonen im Vergleich zum Vorjahr. Die Mo- nate April und besonders Oktober (kor- respondierend mit den Semesteranfän- gen) sind normalerweise die stärksten Zuwanderungsmonate dieser Alters- gruppe. Pandemiebedingt war für den letzten April jedoch ein Wanderungsmi- nus und für den Oktober nur ein ver- gleichbar niedriger Zuzugsgewinn zu verzeichnen. Familien weniger mobil Ein schon länger zu beobachtender Trend setzte sich 2020 fort: Köln verliert durch Wanderungsbewegungen Fami- lien (Menschen zwischen 30 und unter 45 Jahren sowie Kinder). Die Differenz zwischen Zu- und Fortzügen lag bei -7 663. Das sind noch einmal rund 1 300 Personen mehr als 2019. Auffällig ist allerdings, dass nicht die Fortzüge ursächlich sind, da sie 2020 um rund 1 800 auf 23 864 sanken. Es sind die noch stärker um über 3 000 Personen auf 16 201 gesunkenen Zuzüge, welche das Wanderungsminus verstärken. Das Ausland bleibt die einzige Region, mit der Köln Zuwächse an Familien verzeichnen konnte (+2 535). Das Wanderungsminus mit den Köln umgebenden Gemeinden (Wohnungsmarktregion) erhöhte sich hingegen leicht auf -5 340 Personen der familienrelevaten Jahrgänge. Neuer Tiefstand bei den Umzügen Noch stärker als in 2018 und 2019 sank die Zahl der Umzüge innerhalb Kölns: 60 445 Personen zogen in eine neue Wohnung. Das sind 6,7 Prozent weniger als im Jahr 2019. Rund 37 Prozent aller Umziehenden entfielen dabei auf die mobile Gruppe der 18- bis unter 30- Jährigen. 564 973 private Haushalte Weiterhin rund die Hälfte aller Haushalte sind Einpersonenhaushalte. Innerhalb dieser Gruppe haben die Haushalte ab 60 Jahre um etwa 2 200 im Vergleich zu 2019 zugelegt, während die Haushalte der 18- bis unter 30-Jährigen fast 2 400 Haushalte weniger zu verzeichnen hatten. 19,4 Prozent mit ausländischem Pass Die Zahl der ausländischen Personen in Köln lag zum 31.12.2020 bei 210 879 (19,4% der Gesamtbevölkerung) und damit um etwa 1 400 niedriger als im Vorjahr. Die beiden größten Gruppen waren weiterhin Personen mit türkischem (51 226) beziehungsweise italienischem (18 963) Pass. Der Anteil der Kölnerinnen und Kölner mit Migrationshintergrund betrug 2020 40,4 Prozent. Kontakt Amt für Stadtentwicklung und Statistik Willy-Brandt-Platz 2, 50679 Köln Tel: 0221/221-21882 statistik@stadt-koeln.de www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/sta- tistik/ Am t für Stadtentwicklung und Statistik Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ISSN 2192-9726 © Nachdruck (auch auszugsweise) nur mit Quellenangabe 13/15/0/03.2021 Merkmal 2011 2019 2020 Merkmal 2011 2019 2020 Einwohnerinnen/Einwohner (Ew)* 1 036 117 1 091 819 1 088 040 Ew mit Migrationshintergrund 349 871 438 249 439 653 darunter weiblich 530 912 557 563 555 618 darunter mit doppelter Staatsangehörigkeit 102 367 140 789 144 496 darunter mit Hauptwohnung 1 016 679 1 084 765 1 081 087 darunter Kinder und Jugendliche 83 586 103 056 102 832 darunter Ausländerinnen/Ausländer 177 603 212 252 210 879 linksrheinische Ew 654 210 688 989 687 904 Europäisches Ausland (größte Gruppen) rechtsrheinische Ew 381 907 402 830 400 136 Türkei 60 330 52 355 51 226 Italien 17 854 19 313 18 963 Ew nach Familienstand Westbalkan (Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, 12 314 15 894 16 090 darunter Nordmazedonien,Serbien, Montenegro) ledig 484 469 532 733 533 181 Polen 8 646 9 095 8 767 verheiratet 406 670 404 172 400 653 Bulgarien/Rumänien 6 731 14 187 14 348 verwitwet 60 023 57 069 56 635 Griechenland 5 431 5 601 5 495 geschieden 81 038 83 447 83 391 Naher und Mittlerer Osten (Irak, Syrien, Iran, Afghanistan) 8 217 24 694 25 231 verpartnert 3 545 3 462 3 120 Nordafrika (Marokko, Tunesien, Ägypten, Algerien) 3 741 4 110 4 109 sonstige/unbekannt 372 10 936 11 060 Zuzüge/Fortzüge Ew nach Alter Zugezogene nach Köln 60 636 57 007 48 139 darunter Fortgezogene aus Köln 53 119 56 793 52 423 unter 3-Jährige 29 094 33 200 31 961 innerhalb Kölns Umgezogene 78 391 64 791 60 445 03- bis unter 06-Jährige 27 489 31 382 31 215 06- bis unter 10-Jährige 33 874 38 181 38 245 Geburten 10 189 11 338 10 721 10- bis unter 15-Jährige 43 576 46 449 46 935 Geburten je 10 000 Ew 98 104 99 15- bis unter 18-Jährige 25 931 26 876 26 675 18- bis unter 30-Jährige 172 959 182 582 177 686 Gestorbene 9 307 9 789 10 180 30- bis unter 45-Jährige 249 531 247 277 248 760 45- bis unter 65-Jährige 269 661 294 455 294 454 Haushalte 542 261 564 841 564 973 65- bis unter 80-Jährige 137 869 132 063 130 089 Einpersonenhaushalte 272 644 286 743 287 492 80-Jährige und älter 46 133 59 354 62 020 Haushalte mit Kindern 98 309 103 932 103 415 darunter Alleinerziehende 23 983 23 361 22 985 *Einwohnerinnen und Einwohner mit Haupt- und Nebenwohnung (Wohnberechtigte Bevölkerung) 1,88 1,88 1,88Durchschnittsalter Ew (Jahre) 41,9 42,0 42,2 Personen je Haushalt -
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/15/153 153 Vorlagen-Nummer 26.04.2021 1024/2021 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Stadtentwicklungsausschuss 29.04.2021 Ausschuss Soziales und Senioren 27.05.2021 Wirtschaftsausschuss 27.05.2021 Integrationsrat 01.06.2021 Ausschuss Schule und Weiterbildung 07.06.2021 Bauausschuss 14.06.2021 Bevölkerungsentwicklung 2020: Leichter Rückgang der Bevölkerungszahl 1 088 040 Kölnerinnen und Kölner im Jahr 2020 Das Amt für Stadtentwicklung und Statistik der Stadt Köln hat mit den Kölner Statistischen Nachrich- ten 3/2021 seinen jährlichen Kurzbericht zur Entwicklung der Kölner Bevölkerungszahl veröffentlicht. Zum 31.12.2020 lebten 1 088 040 Menschen mit Haupt- oder Nebenwohnsitz in Köln. Dies bedeutet im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang von 3 779 Personen, der vor allem auf Effekte und Konse- quenzen der Covid 19 – Pandemie zurückzuführen ist. Während die Geburtenzahlen weiter auf 10 721 sanken, stieg die Zahl der Sterbefälle um 400 auf 10 180. Somit wurde der Durchschnittwert an Sterbefällen der letzten zehn Jahre (9 654) um mehr als 500 übertroffen. Vor allem die Monate Oktober bis Dezember liegen über den Durchschnittswerten. Erstmals seit über zehn Jahren ver- zeichnet Köln auch ein Wanderungsminus (-4 284). Jedoch ging mit der Pandemie weniger Mobilität insgesamt einher: Nicht nur die Zuzüge gingen auf 48 139 zurück, auch die Fortzüge sanken auf 52 423. Die aktuellen demografischen Entwicklungen machen eine Aktualisierung der kleinräumigen Bevölke- rungsvorausberechnung notwendig. Es ist abzusehen, dass die Covid 19 - Pandemie auch die Bevöl- kerungsdynamik 2021 nachhaltig beeinflussen wird. Eine Aktualisierung der Bevölkerungsvorausbe- rechnung sollte diese Entwicklungen berücksichtigen, um möglichst valide die zukünftige Entwicklung modellieren zu können. Daher wird die Stadt Köln die für 2021 angekündigte Aktualisierung der Be- völkerungsvorausberechnung auf 2022 verschieben. Gez. Greitemann
Beratungsverlauf
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29.04.2021
TOP 18.15, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen -
27.05.2021
Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 12.5, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen -
07.06.2021
Ausschuss Schule und Weiterbildung
TOP 5.5, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
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