1024/2021
Kölner Statistische Nachrichte Kurzinformation Bevölkerungszahlen
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Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/15/153 153 Vorlagen-Nummer 26.04.2021 1024/2021 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Stadtentwicklungsausschuss 29.04.2021 Ausschuss Soziales und Senioren 27.05.2021 Wirtschaftsausschuss 27.05.2021 Integrationsrat 01.06.2021 Ausschuss Schule und Weiterbildung 07.06.2021 Bauausschuss 14.06.2021 Bevölkerungsentwicklung 2020: Leichter Rückgang der Bevölkerungszahl 1 088 040 Kölnerinnen und Kölner im Jahr 2020 Das Amt für Stadtentwicklung und Statistik der Stadt Köln hat mit den Kölner Statistischen Nachrich- ten 3/2021 seinen jährlichen Kurzbericht zur Entwicklung der Kölner Bevölkerungszahl veröffentlicht. Zum 31.12.2020 lebten 1 088 040 Menschen mit Haupt- oder Nebenwohnsitz in Köln. Dies bedeutet im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang von 3 779 Personen, der vor allem auf Effekte und Konse- quenzen der Covid 19 – Pandemie zurückzuführen ist. Während die Geburtenzahlen weiter auf 10 721 sanken, stieg die Zahl der Sterbefälle um 400 auf 10 180. Somit wurde der Durchschnittwert an Sterbefällen der letzten zehn Jahre (9 654) um mehr als 500 übertroffen. Vor allem die Monate Oktober bis Dezember liegen über den Durchschnittswerten. Erstmals seit über zehn Jahren ver- zeichnet Köln auch ein Wanderungsminus (-4 284). Jedoch ging mit der Pandemie weniger Mobilität insgesamt einher: Nicht nur die Zuzüge gingen auf 48 139 zurück, auch die Fortzüge sanken auf 52 423. Die aktuellen demografischen Entwicklungen machen eine Aktualisierung der kleinräumigen Bevölke- rungsvorausberechnung notwendig. Es ist abzusehen, dass die Covid 19 - Pandemie auch die Bevöl- kerungsdynamik 2021 nachhaltig beeinflussen wird. Eine Aktualisierung der Bevölkerungsvorausbe- rechnung sollte diese Entwicklungen berücksichtigen, um möglichst valide die zukünftige Entwicklung modellieren zu können. Daher wird die Stadt Köln die für 2021 angekündigte Aktualisierung der Be- völkerungsvorausberechnung auf 2022 verschieben. Gez. Greitemann
Kurzinformation Bevölkerung_aktuell
8465 Zeichen
Kurzinformation Bevölkerung Ausgabe 3/2021
05.03.2021
Kölner Statistische Nachrichten
Bevölkerungszahl sinkt leicht auf 1 088 040 in 2020
Leichter Bevölkerungsrückgang
Erstmals seit dem Jahr 2013 ging die Köl-
ner Bevölkerungszahl leicht zurück. Zum
31.12.2020 lebten insgesamt 1 088 040
Menschen mit Haupt– oder Nebenwohn-
sitz in Köln. Somit waren es 3 779 Perso-
nen weniger als ein Jahr zuvor.
Bevölkerungsabnahme verteilt sich
über die Stadtbezirke
In fast jedem der neun Stadtbezirke ist
die Bevölkerungszahl 2020
zurückgegangen.
Mülheim, das 2019 noch die größten
Zuwächse verzeichnen konnte, verlor
mit
-1 172 beziehungsweise -0,8 Prozent
am stärksten an Bevölkerung. Ehrenfeld
legte dagegen minimal um rund 300
Personen zu.
Wieder weniger Geburten
Bereits das vierte Jahr in Folge ist die Zahl
der Geburten zurückgegangen, und zwar
um rund 600 oder 5,4 Prozent verglichen
mit 2019. Die 10 721 Geburten des Jah-
res 2020 liegen unter dem Durch-
schnittswert der letzten zehn Jahre
(11 025).
Demgegenüber ist die Zahl der Sterbe-
fälle auf 10 180 gestiegen. Das ist ein
Plus von etwa 400 Fällen in 2020
(+4,0%). Somit wird im Jahr 2020 der
Durchschnittswert der letzten zehn Jahre
(9 654) um mehr als 500 übertroffen. In
Teilen ist diese Entwicklung durch einen
Corona bedingten Anstieg der Sterbe-
fälle zu erklären. Vor allem die Monate
Oktober bis Dezember liegen über den
Durchschnittswerten.
10 721 Geburten gegenüber 10 180
Sterbefällen bedeuten in der Summe ein
vergleichsweise geringes natürliches Be-
völkerungswachstum von 541 Personen
für das Jahr 2020. Im Vorjahr lag dieser
Wert noch bei 1 549 Personen.
Zuwanderung niedriger
Die Effekte der Corona-Pandemie zeigen
sich besonders deutlich bei der Zuwan-
derung nach Köln im Jahr 2020. Sie sank
um etwa 9 000 Zuzüge (-15,6%) auf
48 139 und lag damit so niedrig wie zu-
letzt in den 1990er Jahren. Großen Anteil
daran hatten die ausländischen Zuzie-
henden: Ihre Zahl sank um ein Viertel im
Vergleich zu 2019 auf 17 037 (-6 171).
Diese Entwicklung ist deutschlandweit
zu beobachten. Zwischen März und No-
vember 2020 verzeichnete das Statisti-
sche Bundesamt einen Rückgang der Zu-
züge nach Deutschland aus dem Ausland
von 27 Prozent (
https://www.desta-
tis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Um-
welt/Bevoelkerung/Wanderungen/Wan-
derungsueberschuss.html).
Ausdruck der gesunkenen Mobilität im
letzten Jahr ist auch die, wenn auch im
Vergleich zu den Zuzügen geringere, Ab-
nahme der Fortzüge aus Köln. Sie gingen
auf 52 423 zurück (-4 370 bzw. -7,7%).
Der Wanderungssaldo aus 48 139 Zu-
und 52 423 Fortzügen lag mit -4 284
erstmals seit der Registerbereinigung
2008 wieder im negativen Bereich.
absolut Prozent
1 / Innenstadt 128 552 - 503 -0,4
2 / Rodenkirchen 110 962 - 78 -0,1
3 / Lindenthal 153 644 44 0,0
4 / Ehrenfeld 110 088 318 0,3
5 / Nippes 117 710 - 867 -0,7
6 / Chorweiler 82 464 - 268 -0,3
7 / Porz 114 076 - 623 -0,5
8 / Kalk 121 007 - 630 -0,5
9 / Mülheim 149 537 -1 172 -0,8
Köln 1 088 040 -3 779 -0,3
Einwohnerinnen
und Einwohner
am 31.12.2020
Stadtbezirk
Veränderung zum Vorjahr
Kölner Statistische Nachrichten
Weiter Wanderungsplus bei Jüngeren
In der Vergangenheit war es das starke
Wanderungsplus der 18- bis unter 30-
Jährigen, das die Fortzüge der übrigen
Altersgruppen mindestens ausgleichen
konnte. Auch im Jahr 2020 übertrafen
die Zuzüge der jungen Erwachsenen mit
26 116 die Fortzüge in dieser Gruppe um
rund 6 800. Gleichzeitig sank aber ihr
Wanderungsplus um mehr als 2 600 Per-
sonen im Vergleich zum Vorjahr. Die Mo-
nate April und besonders Oktober (kor-
respondierend mit den Semesteranfän-
gen) sind normalerweise die stärksten
Zuwanderungsmonate dieser Alters-
gruppe. Pandemiebedingt war für den
letzten April jedoch ein Wanderungsmi-
nus und für den Oktober nur ein ver-
gleichbar niedriger Zuzugsgewinn zu
verzeichnen.
Familien weniger mobil
Ein schon länger zu beobachtender
Trend setzte sich 2020 fort: Köln verliert
durch Wanderungsbewegungen Fami-
lien (Menschen zwischen 30 und unter
45 Jahren sowie Kinder). Die Differenz
zwischen Zu- und Fortzügen lag bei
-7 663. Das sind noch einmal rund 1 300
Personen mehr als 2019. Auffällig ist
allerdings, dass nicht die Fortzüge
ursächlich sind, da sie 2020 um rund
1 800 auf 23 864 sanken. Es sind die
noch stärker um über 3 000 Personen
auf 16 201 gesunkenen Zuzüge, welche
das Wanderungsminus verstärken.
Das Ausland bleibt die einzige Region,
mit der Köln Zuwächse an Familien
verzeichnen konnte (+2 535). Das
Wanderungsminus mit den Köln
umgebenden Gemeinden
(Wohnungsmarktregion) erhöhte sich
hingegen leicht auf -5 340 Personen der
familienrelevaten Jahrgänge.
Neuer Tiefstand bei den Umzügen
Noch stärker als in 2018 und 2019 sank
die Zahl der Umzüge innerhalb Kölns:
60 445 Personen zogen in eine neue
Wohnung. Das sind 6,7 Prozent weniger
als im Jahr 2019. Rund 37 Prozent aller
Umziehenden entfielen dabei auf die
mobile Gruppe der 18- bis unter 30-
Jährigen.
564 973 private Haushalte
Weiterhin rund die Hälfte aller Haushalte
sind Einpersonenhaushalte. Innerhalb
dieser Gruppe haben die Haushalte ab
60 Jahre um etwa 2 200 im Vergleich zu
2019 zugelegt, während die Haushalte
der 18- bis unter 30-Jährigen fast 2 400
Haushalte weniger zu verzeichnen
hatten.
19,4 Prozent mit ausländischem Pass
Die Zahl der ausländischen Personen in
Köln lag zum 31.12.2020 bei 210 879
(19,4% der Gesamtbevölkerung) und
damit um etwa 1 400 niedriger als im
Vorjahr. Die beiden größten Gruppen
waren weiterhin Personen mit
türkischem (51 226) beziehungsweise
italienischem (18 963) Pass.
Der Anteil der Kölnerinnen und Kölner
mit Migrationshintergrund betrug 2020
40,4 Prozent.
Kontakt
Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Willy-Brandt-Platz 2, 50679 Köln
Tel: 0221/221-21882
statistik@stadt-koeln.de
www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/sta-
tistik/
Am
t für Stadtentwicklung und Statistik
Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
ISSN 2192-9726
© Nachdruck (auch auszugsweise) nur mit
Quellenangabe
13/15/0/03.2021
Merkmal 2011 2019 2020 Merkmal 2011 2019 2020
Einwohnerinnen/Einwohner (Ew)* 1 036 117 1 091 819 1 088 040 Ew mit Migrationshintergrund 349 871 438 249 439 653
darunter weiblich 530 912 557 563 555 618 darunter mit doppelter Staatsangehörigkeit 102 367 140 789 144 496
darunter mit Hauptwohnung 1 016 679 1 084 765 1 081 087 darunter Kinder und Jugendliche 83 586 103 056 102 832
darunter Ausländerinnen/Ausländer 177 603 212 252 210 879
linksrheinische Ew 654 210 688 989 687 904 Europäisches Ausland (größte Gruppen)
rechtsrheinische Ew 381 907 402 830 400 136 Türkei 60 330 52 355 51 226
Italien 17 854 19 313 18 963
Ew nach Familienstand Westbalkan (Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, 12 314 15 894 16 090
darunter Nordmazedonien,Serbien, Montenegro)
ledig 484 469 532 733 533 181 Polen 8 646 9 095 8 767
verheiratet 406 670 404 172 400 653 Bulgarien/Rumänien 6 731 14 187 14 348
verwitwet 60 023 57 069 56 635 Griechenland 5 431 5 601 5 495
geschieden 81 038 83 447 83 391 Naher und Mittlerer Osten (Irak, Syrien, Iran, Afghanistan) 8 217 24 694 25 231
verpartnert 3 545 3 462 3 120 Nordafrika (Marokko, Tunesien, Ägypten, Algerien) 3 741 4 110 4 109
sonstige/unbekannt 372 10 936 11 060
Zuzüge/Fortzüge
Ew nach Alter Zugezogene nach Köln 60 636 57 007 48 139
darunter Fortgezogene aus Köln 53 119 56 793 52 423
unter 3-Jährige 29 094 33 200 31 961 innerhalb Kölns Umgezogene 78 391 64 791 60 445
03- bis unter 06-Jährige 27 489 31 382 31 215
06- bis unter 10-Jährige 33 874 38 181 38 245 Geburten 10 189 11 338 10 721
10- bis unter 15-Jährige 43 576 46 449 46 935 Geburten je 10 000 Ew 98 104 99
15- bis unter 18-Jährige 25 931 26 876 26 675
18- bis unter 30-Jährige 172 959 182 582 177 686 Gestorbene 9 307 9 789 10 180
30- bis unter 45-Jährige 249 531 247 277 248 760
45- bis unter 65-Jährige 269 661 294 455 294 454 Haushalte 542 261 564 841 564 973
65- bis unter 80-Jährige 137 869 132 063 130 089 Einpersonenhaushalte 272 644 286 743 287 492
80-Jährige und älter 46 133 59 354 62 020 Haushalte mit Kindern 98 309 103 932 103 415
darunter Alleinerziehende 23 983 23 361 22 985
*Einwohnerinnen und Einwohner mit Haupt- und Nebenwohnung (Wohnberechtigte Bevölkerung)
1,88 1,88 1,88Durchschnittsalter Ew (Jahre) 41,9 42,0 42,2 Personen je Haushalt
Beratungsverlauf (6)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1024/2021
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 28.04.2021
- Erstellt
- 16.03.2021 09:21