Mandari Insight

0098/2018

Bericht des Jobcenter Köln

Mitteilung Ausschuss 12.01.2018

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Nächste Beratung: Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren, Sitzung am 30.01.2018, TOP 8.2

TOP 8.2 Bericht des Jobcenter Köln

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TOP 8.2 Bericht des Jobcenter Köln_Anlage 2_ Monitoring_

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TOP 8.2 Bericht des Jobcenter Köln_Anlage 3_AMIP ab 2018_Finale Fassung

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Mitteilung Ausschuss

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TOP 8.2 Bericht des Jobcenter Köln_Analge 1_Vorher Nachher Bilder

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TOP 8.2 Bericht des Jobcenter Köln

18496 Zeichen

Bericht des Jobcenter Köln 
 
 
1. Arbeit sichtbar machen 2.0 – Jobcenter Köln beteiligt sich an der Probephase 
und holt rund 45.000€ nach Köln 
 
Betritt man öffentliche Gebäude, ist oft nicht sofort sichtbar, welche Aufgaben dort 
wahrgenommen werden. Triste Flure und lieblose Wartebereiche sind leider ein 
häufiges Merkmal von Behörden. So richtig willkommen fühlt man sich als Bürger/in 
oftmals nicht. Hier Abhilfe zu schaffen, ist das Ziel der Initiative „Arbeit sichtbar 
machen 2.0“.  
 
Gemeinsame Einrichtungen konnten sich 2017 in der Zentrale der Bundesagentur 
für Arbeit (BA) für die Probephase der Neuauflage von „Arbeit sichtbar machen“ 
bewerben. Insgesamt sechs Jobcenter haben den Zuschlag erhalten, Köln war 
eines davon. Als Projektort wurde die neu angemietete Liegenschaft am Wiener 
Platz in Köln-Mülheim gewählt. Ziel bei der Umsetzung war eine Visualisierung des 
Themas Arbeit in einer wertschätzenden Umgebung für Kunden/innen und 
Mitarbeitende. So sollen beispielsweise Bilder mit Arbeits- und Köln- Bezug oder 
Flurläufer mit Arbeitsmotiven zum fachbezogenen „Smalltalk“ auf dem Weg aus den 
Wartebereichen zu den Beratungsbüros einladen.   
 
Die praktische Umsetzung erfolgte von Mai bis November 2017. In zahlreichen 
Workshops mit Mitarbeitenden und Teamleitungen aus der Liegenschaft, wurden 
kreative Ideen entwickelt. Unterstützt und begleitet wurden die Workshops durch die 
interne Beratung der BA. Nach der Präsentation der Ideen bei der Jobcenter 
Geschäftsführung wurden die Vorschläge fachmännisch in die Tat umgesetzt. Die 
Vorher – Nachher Bilder zeigen die tollen Ergebnisse (Anlage 1).     
 
Durch die Beteiligung an der Probephase konnte das Jobcenter Köln rund 45.000 € 
zusätzlich nach Köln holen. Zukünftig handelt es sich um eine interne 
Beratungsleistung der BA, die über das Serviceportfolio eingekauft werden kann. 
Eine finanzielle Unterstützung zur Umsetzung gibt es dann nicht mehr. 
 
 
2. Unterstützungsangebote für Menschen mit Schwerbehinderung – 
insbesondere mit Blick auf die Wohnsituation und Mobilität 
 
 
Im Jobcenter Köln werden aktuell rund 3.100 arbeitslose und arbeitsuchende 
Menschen mit einer festgestellten Schwerbehinderung oder Gleichstellung beraten. 
 
Die Beratung erfolgt sowohl durch die Integrationsfachkräfte und 
beschäftigungsorientierten Fallmanager/innen des Jobcenter Köln als auch durch 
Anlage zur Mitteilung „Bericht des 
Jobcenter Köln“ zur Sitzung des 
Ausschusses für Soziales und 
Senioren am 30.01.2018

2 
 
die DiMA-Fallmanager und Fallmanagerinnen (Disability Management). In speziellen 
Fragestellungen oder bei der Einleitung eines Rehabilitationsverfahrens (Reha) 
unterstützen die DiMA-Fallmanager und Fallmanagerinnen unabhängig von der 
regulären Beratung die Integrationsfachkräfte und beschäftigungsorientierten 
Fallmanager/innen in ihren Teams. Zu Reha-Fragen steht im Jobcenter Köln 
zusätzlich die Fachkraft Reha zur Verfügung, die bei Bedarf auch in den Teams 
oder für die Fallmanager und Fallmanagerinnen Workshops zu konkreten Themen 
anbietet. 
 
In der Gruppe der Menschen mit einer Schwerbehinderung bringen die meisten 
Kundinnen und Kunden zunächst einmal vergleichbare Unterstützungsbedarfe mit 
wie Menschen ohne eine Behinderung. Somit wird auch auf das gesamte 
Förderangebot des Jobcenter Köln und seine Netzwerk-Kontakte zugegriffen. 
 
Darüber hinaus gibt es weitere Bedarfe, die aufgrund der Behinderung entstehen. 
Aus diesem Grund wurde mit Hilfe einer Förderung aus dem Ausgleichsfond im 
Rahmen der Inklusionsinitiative des Bundesministeriums Arbeit und Soziales 
(BMAS) das Projekt „MitArbeit! In Köln“ speziell für Kundinnen und Kunden mit einer 
Schwerbehinderung im Jobcenter Köln etabliert. Hierbei geht es um eine 
intensivierte Beratung und Vermittlung von Menschen mit einer Schwerbehinderung. 
Erfahrungswerte aus diesem Projekt vor allem auf die Aspekte „Mobilität und 
Wohnsituation“ bezogen werden noch gesondert dargestellt. 
 
Wichtige Elemente in der Beratung von Menschen mit einer Schwerbehinderung 
sind: 
 
Beratung zur Schwerbehinderung 
 
Es kann erforderlich sein, Menschen mit schwerwiegenden gesundheitlichen 
Einschränkungen zunächst einmal zur Beantragung eines 
Schwerbehindertenausweises zu beraten und sie bei der Antragstellung zu 
unterstützen. Hier werden häufig die Berater und Beraterinnen in der Maßnahme 
„Claro“ oder auch die JobLotsen (DiMA) hinzugezogen. Weiterhin gibt es 
Informationsmaterial des Landschaftsverband Rheinland (LVR) und der Agentur für 
Arbeit zu Themen wie Schwerbehinderung, Kündigungsschutz und 
Fördermöglichkeiten. 
 
In 2016/2017 fanden im Jobcenter Köln drei Informationsveranstaltungen für 
Menschen mit einer Behinderung statt. Die Veranstaltungen wurden mit 
Unterstützung von Referenten der Handwerkskammer zu Köln, der Industrie- und 
Handelskammer zu Köln, des Projektes „MitArbeit! In Köln“, der ProjektRouter 
gGmbH, der Deutschen Rentenversicherung sowie des Berufsförderungswerkes 
Michaelshoven durchgeführt.

3 
 
Berufliche Kompetenzen und Orientierung  
 
Viele im vorangegangenen Berufsleben erworbene Kompetenzen können aufgrund 
der Schwerbehinderung nicht mehr genutzt und verwertet werden. In einem ersten 
Schritt ist es erforderlich, vorhandene Kompetenzen zu erkennen und mit Blick auf 
den beruflichen Nutzen zu betrachten. Dieser Schritt geht oft mit einer notwendigen 
beruflichen Neuorientierung einher. 
 
Hierbei werden sowohl Möglichkeiten einer beruflichen Rehabilitation geprüft als 
auch die anderweitige Vermittlung von Kompetenzen. Das Spektrum reicht vom 
EDV-Kurs bis hin zu speziellen Integrationskursen für hörgeschädigte Migranten 
und Migrantinnen. 
 
Für U25-Kunden und Kundinnen gibt es neben Angeboten wie Ferry4You und der 
Fachberatung zudem eine enge Zusammenarbeit mit dem Bereich der Reha-
Berufsberatung der Agentur für Arbeit Köln. 
 
Persönliche Rahmenbedingungen am Arbeitsplatz 
 
Vor einer erfolgreichen Arbeitsvermittlung müssen die benötigten persönlichen 
Rahmenbedingungen abgeklärt sein. So kann es beispielsweise sein, dass jemand 
mit psychischen Einschränkungen einen Arbeitsplatz braucht, an dem ruhige 
Bedingungen herrschen. Ein anderes Beispiel ist die nötige Installation einer 
optischen Alarmierungsanlage in einem Betrieb bei der Beschäftigung von 
Menschen mit einer Hörbehinderung. Auch die Einrichtung eines „Home-
Arbeitsplatzes“ kann hier ein Thema sein. 
 
Bei der Beurteilung notwendiger technischer Hilfsmittel wird in der Regel die 
technische Beratung der Agentur für Arbeit Köln oder auch des LVR hinzugezogen 
(abhängig von der Kostenträgerschaft). 
 
Ebenfalls in die Planung einbezogen wird eine mögliche Beschäftigung in einer 
Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Hier gibt es z.B. die vorbereitende 
Maßnahme „Arleb Probe“, die die Teilnehmenden auf ihre Eignung für die 
Beschäftigung in einer Werkstatt prüft. 
 
Bewerbungscoaching 
 
Der Umgang mit einer Behinderung im Bewerbungsverfahren ist für viele Menschen 
mit einer Reihe von Fragen verknüpft. Hierzu wird in Gesprächen beraten, teilweise 
werden Gespräche geübt. Im Projekt „MitArbeit! In Köln“ werden 
Vorstellungsgespräche mit Einsatz einer Videokamera trainiert. 
 
Mobilität 
 
Bei der Frage der Mobilität geht es in der Beratung u.a. um die Wege- und 
Zeitplanung für Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Ziel der Beratung ist es, 
mehr Orientierung im öffentlichen Verkehr zu vermitteln, die Pünktlichkeit durch eine 
vorausschauende Planung zu erhöhen und berufliche sowie private Termine besser 
miteinander zu vereinbaren.

4 
 
In den Geschäftsbereichen des Jobcenter Köln wird selbstverständlich auch über 
die KVB-Angebote für Menschen mit eingeschränkter Mobilität informiert. Hierzu 
wird der Plan der KVB „Touren ohne Treppen“ genutzt. 
 
Je nach Behinderungsart kann Mobilität auch bedeuten, die Menschen aus einer 
sozialen Isolation herauszuholen. Hierzu werden z.B. Anbindungen an ein 
sozialpsychiatrisches Zentrum oder an andere Einrichtungen vorgeschlagen. Eine 
Begleitung zu diesen Angeboten kann in der Anfangszeit über die JobLotsen (DiMA) 
erfolgen. Dies gilt auch für die Einrichtung einer Unterstützung im Rahmen von 
betreutem Wohnen oder die Anbindung an eine Selbsthilfegruppe. Ebenfalls 
möglich ist Hilfestellung bei der Beantragung einer medizinischen Reha, um die 
Mobilität wieder herzustellen oder zu verbessern. 
 
Sollte das Erreichen eines Arbeitsplatzes ohne Unterstützung nicht möglich sein, 
kommen gegebenenfalls Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben in Betracht wie 
der behindertengerechte Umbau eines Autos oder die Finanzierung eines 
Fahrdienstes. Hier wird bei der Antragstellung bei den Reha-Trägern Hilfestellung 
angeboten. So wurde beispielsweise für einen Teilnehmer des Projektes „MitArbeit! 
In Köln“ über die Deutsche Rentenversicherung ein Fahrdienst bewilligt, mit dessen 
Hilfe der Kunde erfolgreich ein Praktikum absolvieren und im Anschluss einen 
Arbeitsstelle antreten konnte. Für einen anderen Kunden wurde im Rahmen 
medizinischer Hilfsmittel ein spezieller Stoma-Gürtel bewilligt, mit dessen Hilfe er 
angstfrei den ÖPNV nutzen kann. Auch hier wurden mit dieser Unterstützung ein 
Praktikum und eine Arbeitsaufnahme ermöglicht. 
 
Wohnsituation 
 
Bei notwendigen Veränderungen hinsichtlich der Wohnsituation werden Kundinnen 
und Kunden bei der Beantragung eines Wohnberechtigungsscheins unterstützt und 
Kontaktdaten von Wohnungsgenossenschaften ausgehändigt. Häufig werden in 
diesem Zusammenhang die Kontakte der Fallmanager und Fallmanagerinnen zu 
den Beratungsstellen des Kölner Hilfesystems und zur Fachstelle Wohnen genutzt. 
Diese beraten die Menschen auch fachgerecht bezüglich öffentlicher 
Förderangebote für Menschen mit einer Behinderung. 
 
Eine weitere Unterstützung gibt es durch die DiMA-Fallmanager und 
Fallmanagerinnen bei der Vermittlung in stationäres Wohnen, ebenso bei der 
Beantragung ambulanter Hilfen zum selbständigen Wohnen in Zusammenarbeit mit 
dem LVR. 
 
Ein Beispiel aus dem Projekt „MitArbeit! In Köln“ zeigt auf, dass die Begleitung bei 
der Planung und Organisation des täglichen Lebens für einen Rollstuhlfahrer, der 
zum ersten Mal eine eigene Wohnung bezogen hatte, für deutlich mehr 
Selbständigkeit gesorgt hat. Der Kunde hat inzwischen erfolgreich Arbeit 
aufgenommen. 
 
Unterstützung bekam auch eine krebskranke Kundin, die mit Hilfe einer einmaligen 
Zuwendung aus dem Härtefond der Krebshilfe neue Tapeten und Farbe anschaffen 
und ihre stark renovierungsbedürftige Wohnung damit wieder bewohnbar machen 
konnte.

5 
 
Für einen anderen Kunden wurde ein Kontakt zu einer Hilfeeinrichtung vermittelt, in 
der er wiederum andere Menschen kennengelernt hat, die ihm nun helfen, seine 
Wohnung zu renovieren. 
 
Beratung von Arbeitgebern und Arbeitgeberinnen 
 
In der Beratung von Arbeitgebern und Arbeitgeberinnen geht es in der Regel um 
Aufklärung und Information über die Behinderungsart und die jeweiligen 
persönlichen Rahmenbedingungen. 
 
Wichtig ist hier auch eine Beratung zu Fördermöglichkeiten in Bezug auf Kosten für 
technische Hilfsmittel, notwendige Umbauten oder Eingliederungszuschüsse. 
 
Die jeweils zuständigen Reha-Träger helfen bei der Beantragung von Leistungen 
zur Teilhabe am Arbeitsleben wie die Agentur für Arbeit Köln, die Deutsche 
Rentenversicherung und weitere, das Integrationsamt und auch der LVR mit der 
Aktion 5 weiter. 
 
 
3. Aktueller Sachstand Integration Point 
 
Entwicklung der Bedarfsgemeinschaften und Bestandskundinnen und 
Bestandskunden 
Die Anzahl der neuantragsstellenden Bedarfsgemeinschaften von Menschen mit 
Fluchterfahrung im Jobcenter ist weiterhin rückläufig. 
Der Integration Point betreut insgesamt 5956 (Stand: November 2017) Menschen 
mit Fluchthintergrund. Die Verteilung im Einzelnen ist wie folgt: 
Bestand Nov. 2017 SGB II  Anteil an 
gesamt in % SGB III  Anteil an 
gesamt in % 
Anzahl Gesamt  4963   993   
Geschlecht männlich 2.984 60% 826 83% 
Geschlecht weiblich 1.979 40% 167 17% 
Insgesamt (U25) 1258 25% 410 41% 
Insgesamt (Ü25) 3705 75% 583 59% 
 
Tabelle 1: Stand November 2017 (Jahresfortschrittswert) 
 
 
 
 
 
 
 
In der Zusammensetzung nach den Herkunftsländern gibt es weiterhin kaum 
Veränderungen.

6 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 Tabelle 2:Aufteilung nach 
Herkunftsländern, Stand November 2017 (Jahresfortschrittswert) 
 
Maßnahme Besetzung und Integration 
Über das Thema der Sprachförderung wurde bereits mehrfach berichtet. In der 2. 
Jahreshälfte 2017 hatte das BMAS entschieden folgende Integrationsmaßnahmen 
für Asylbewerberinnen und Asylbewerber aus Afghanistan mit positiver 
Bleibeperspektive zu öffnen: 
 Berufssprachkurse des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge nach der 
Deutschsprachförderverordnung (DeuFöV) 
 Frühzeitiger Zugang zu vermittlungsunterstützenden Leistungen der 
Arbeitsförderung 
 Ausbildungsbegleitende Hilfen, Assistierte Ausbildung und 
berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen nach drei Monaten gestattetem 
Aufenthalt 
 Berufsausbildungsbeihilfe oder Ausbildungsgeld nach 15 Monaten 
gestattetem Aufenthalt im Anschluss an die Grundleistungen zum 
Asylbewerberleistungsgesetz 
Dieser erweiterte Zugang war befristet bis zum 31.12.2017. Eine Verlängerung über 
diesen Zeitraum hinaus ist nicht vorgesehen.  
 
Eine Informationsveranstaltung für die Kundengruppe der gründungswilligen 
Geflüchteten wurde am 05.12.2017 durchgeführt. Die Veranstaltung wurde in 
Zusammenarbeit mit der IHK Köln und dem Projekt ActNow! vom IQ-Netzwerk 
veranstaltet. Es waren sogar unangemeldete Personen dabei, oder einige 
Teilnehmende hatten ihre Verwandten mitgebracht. Der Informationsbedarf ist sehr 
hoch. Die Komplexität des Themas der Existenzgründung in Deutschland ist vielen 
Menschen mit Fluchthintergrund nicht bewusst. Ziel der Veranstaltung war es, die 
Herkunftsländer SGB II SGB III 
Afghanistan 431 264 
Eritrea 187 23 
Irak 1.337 81 
Iran 341 82 
Nigeria 40 55 
Pakistan 7 36 
Somalia 48 7 
Syrien 2.175 27 
Türkei 54 6 
Sonstige 343 k.A.

7 
 
Menschen in eine nachhaltige Existenzgründung zu begleiten und sie auch vor den 
Folgen einer übereilten Gründung zu bewahren. Das Format wird im Jahr 2018 
fortgesetzt. 
Im November 2017 ist die Maßnahme eigenArt (Theaterprojekt) gestartet. Dabei 
handelt es sich nicht um eine exklusive Maßnahme für Menschen mit 
Fluchthintergrund, sondern um eine gemischte Maßnahme mit langzeitarbeitslosen 
Kundinnen und Kunden unter 25 Jahre. 10 Kundinnen und Kunden mit 
Fluchthintergrund haben die Maßnahme begonnen. Der Maßnahmeverlauf bleibt 
abzuwarten. Premiere des Theaterstücks ist der 16.05.2018. Sobald nähere 
Informationen hierzu vorliegen werden die Teilnehmenden des Ausschusses für 
Soziales und Senioren informiert. Möglicherweise besteht das Interesse an einer 
Teilnahme an der Aufführung.  
Das Informationsangebot für geflüchtete Frauen wird von der Beauftragten für 
Chancengleichheit am Arbeitsmarkt des Jobcenters (BCA) und der Fachexpertin für 
Menschen mit Fluchterfahrung im Januar bei einem Träger umgesetzt. Ziel ist es 
eine Vor- Ort- Beratung bei den Trägern unter Einbezug der bestehenden 
Strukturen wie zum Beispiel im Format eines „Gesprächskreises“ in Elterncafés  
anzubieten.  
 
Weitere Veranstaltungen sind in Zusammenarbeit mit Trägern geplant, die im 
Rahmen der Landesinitiative KOMM-AN NRW Angebote im Bereich Schul-
Elternarbeit anbieten. Inhaltlich orientiert sich das Angebot an den Fragestellungen 
der Teilnehmenden, die entweder vorab eingereicht werden oder im Gespräch vor 
Ort entstehen.  
 
Für das geplante Modellprojekt der Regionaldirektion NRW mit der Diakonie, für das 
sich das Jobcenter als Kooperationspartner zur Verfügung stellt, werden im Januar 
gemeinsam erste Gespräche geführt. Das anvisierte Ziel des Projektes ist die enge 
Begleitung/ Beratung der Frauen, z.B. angefangen mit einem Sprachkurs bis hin zur 
Arbeitsaufnahme, ggf. unter Beteiligung von Unternehmen. 
 
Positiv zu beobachten sind die zunehmenden Arbeitsaufnahmen der geflüchteten 
Menschen im Integration Point des Jobcenters. Eine leichte Steigerung ist zu 
verzeichnen.  
  Okt 17 Nov 17 Veränderung 
zum Vormonat 
Integrationen 255 287 13% 
Aufnahme einer sv-pflichtigen 
Beschäftigung 184 205 11% 
"Minijob" 58 69 19% 
Ausbildung 11 11 ˗ 
Bundesfreiwilligendienst 2 2 ˗ 
Tabelle 3: Händische Auswertung Integration Point SGB II ohne Talentscouts U25 - Stand November 2017 
(Jahresfortschrittswert) – Es besteht eine leichte Datenunschärfe, da Arbeitsaufnahmen zum Teil erst in 
Folgemonaten mitgeteilt werden

8 
 
Dauer der Unterrichtseinheiten der Sprachförderung 
Die Dauer für Basismodule beträgt 300 bis 400 Unterrichtseinheiten. Bei den 
Spezialmodulen - vermitteln berufsbezogenes Deutsch im Kontext von bestimmten 
Berufen oder Berufsgruppen- sind es 300 Unterrichtseinheiten.  
Die Basismodule und die Spezialmodule „unter B 1“ bestehen aus 300-400 
Unterrichtsstunden à 45 Minuten. 
Basismodule sind: 
- Basismodul B2 (von B1 nach B2) 
- Basismodul C1 (von B2 nach C1) 
- Basismodul C2 (von C1 nach C2) - in Köln derzeit noch kein Kursangebot 
vorhanden 
Spezialmodule sind: 
- Spezialmodule A2 (von A1 nach A2) bzw. B1 (von A2 nach B1) 
- Weitere Spezialmodule: akademische Heilberufe, etc. 
 
Schnittstellen zur Stadt Köln 
Wie bereits im letzten Bericht vermerkt, hat die Teilnahme am Projekt 
„Einwanderung gestalten“ die Schnittstellenarbeit intensiviert. Das Jobcenter Köln ist 
Teil der Steuerungsgruppe im Projekt. Außerdem sind Mitarbeitende des Jobcenters 
auch Teil der verschiedenen Unterarbeitsgruppen (Bildung & Arbeit, Wohnen und 
Sprache). Im kommenden Jahr werden weiteren Unterarbeitsgruppen (Gesundheit, 
Existenzsicherung und Teilhabe) starten. Die Ergebnisse dieser Gruppen werden 
durch die Steuerungsgruppe geprüft.  
 
4. Ergebnismonitoring zu den vereinbarten Zielen mit dem Bundesministerium 
für Arbeit und Soziales (Bundesziele) und der Stadt Köln (Kommunale Ziele) – 
Stand: November 2017  
 
Das Jobcenter Köln geht in dem Ergebnismonitoring-Bericht für den Monat 
November 2017 (Anlage 2) auf die Zielerreichung bezüglich der mit dem Bund und 
mit der Stadt Köln vereinbarten Ziele für das Jahr 2017 ein. 
 
5. Arbeitsmarkt-und Integrationsprogramm (AMIP) 2018 – 2019 
 
In der Anlage 3 finden Sie die finale Fassung des AMIPs 2018-2019.  
 
 
 gez. Wagner

9 
 
 Anlage:   
 
1) Vorher-Nachher Bilder zum Thema „Arbeit sichtbar machen“  
2) Ergebnismonitoring 
3) AMIP 2018-2019

TOP 8.2 Bericht des Jobcenter Köln_Anlage 2_ Monitoring_

12446 Zeichen

Zielvereinbarung Jobcenter Köln 2010
Anlage 2 zum Bericht des Jobcenter Köln zur Sitzung des Ausschusses Soziales und Senioren am 30.01.2018 
Zielvereinbarung Jobcenter Köln 2017
Ergebnismonitoring
November 2017
N:\Ablagen\D35765-JC-Koeln-F-C\Controlling\00_Controlling JC\2017\07_Monitoring\2017-11\2017-11 Monitoring_SoSe

ErwartungswertPrognose Berichtsmonat Ist Berichtsmonat Differenz absolut Differenz in %
Summe der Leistungen zum Lebensunterhalt in Tausend EUR -                293.459       289.912 -3.546 -1,2%
81596
Daten Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Soll 2017 26.810,7        53.684,5        80.663,6        107.521,9      134.338,6      161.183,9      188.038,4      214.823,6      241.487,3      267.885,7      293.458,8      320.037,0      
Ist 2017 26.447,1        53.058,6        79.716,2        106.310,9      132.876,6      159.458,4      186.053,8      212.557,5      238.878,7      264.811,9      289.912,4      -                 
Ist 2016 25.730,0        51.520,7        77.412,3        103.188,0      128.923,8      154.687,0      180.459,1      206.164,7      231.781,3      257.281,2      282.633,7      307.137,3      
Zielmonitoring Jobcenter  Köln Verringerung der Hilfebedürftigkeit November 2017
 -
 50.000,0
 100.000,0
 150.000,0
 200.000,0
 250.000,0
 300.000,0
 350.000,0
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Summe der Leistungen zum Lebensunterhalt (ohne LUH ) in T EUR
Ist 2017
 Ist 2016
 Soll 2017
Datenquelle: Controllingbericht SGB II, S2S-Cockpit
Seite 2

Erwartungswert Soll Berichtsmonat Ist Berichtsmonat Differenz absolut Differenz in %
Integrationsquote 0,0% 21,1% 22,4% 1,36%-Pkte 6,4%
81596
Daten Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Soll 2017 1,7% 3,6% 5,5% 7,5% 9,1% 10,9% 12,9% 15,2% 17,7% 19,7% 21,1% 23,3%
Ist 2017 1,6% 3,3% 5,3% 7,4% 9,5% 11,4% 13,6% 16,4% 19,1% 21,0% 22,4%
Ist 2016 1,8% 3,6% 5,5% 7,5% 9,2% 11,0% 12,9% 15,2% 18,0% 20,3% 22,1% 23,3%
Anzahl der Integrationen (Jahresfortschrittswert)
Ist 2017 1.343              2.804              4.419              6.231              8.035              9.647              11.524            13.882            16.209            17.802            18.898            -                  
Ist 2016 1.473              3.042              4.647              6.296              7.703              9.227              10.877            12.809            15.139            17.079            18.560            19.537            
Zielmonitoring Jobcenter  Köln Verbesserung der Integration in Erwerbstätigkeit November 2017
0,0%
5,0%
10,0%
15,0%
20,0%
25,0%
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Integrationsquote
Ist 2017
 Ist 2016
 Soll 2017
Datenquelle: Controllingbericht SGB II, S2S-Cockpit
Seite 3

ErwartungswertSoll Berichtsmonat Ist Berichtsmonat Differenz absolut Differenz in %
Bestand an Langzeitleistungsbeziehern -                58.521         57.667 -853 -1,5%
81596
Daten Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Soll 2017 58.316           58.389           58.398           58.416           58.453           58.511           58.557           58.564           58.578           58.571           58.521           58.536           
Ist 2017 57.855           57.918           57.910           57.931           57.938           57.947           57.959           57.923           57.858           57.783           57.667           -                 
Ist 2016 57.173           57.244           57.253           57.271           57.307           57.364           57.409           57.416           57.421           57.416           57.404           57.388           
November 2017Zielmonitoring Jobcenter  Köln Vermeidung von langfristigem Leistungsbezug
 56.000
 56.500
 57.000
 57.500
 58.000
 58.500
 59.000
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Bestand an Langzeitleistungsbeziehern - JDW
Ist 2017
 Ist 2016
 Soll 2017
Datenquelle: Controllingbericht SGB II, S2S-Cockpit
Seite 4

Erwartungswert Soll Berichtsmonat Ist Berichtsmonat Differenz absolut Differenz in %
Kosten der Unterkunft (kumuliert, in Tausend EUR) 310.711,51     309.878,70 -833 -0,3%
81596
Daten Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Soll 2017 27.788,0         56.256,7         84.255,9         112.656,0       141.004,1       169.651,3       198.315,4       226.365,6       254.446,1       282.333,6       310.711,5       339.043,0       
Ist 2017 27.571,7         55.005,5         82.869,2         110.813,5       139.601,8       167.402,7       196.403,1       225.457,2       253.478,4       281.647,7       309.878,7       -                  
Ist 2016 26.527,8         53.705,6         80.435,0         107.547,2       134.609,7       161.957,9       189.322,0       216.100,2       242.907,3       269.530,1       296.621,2       323.667,8       
Zielmonitoring Jobcenter  Köln Kosten der Unterkunft November 2017
 -
 50.000,0
 100.000,0
 150.000,0
 200.000,0
 250.000,0
 300.000,0
 350.000,0
 400.000,0
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Kosten der Unterkunft (kumuliert, in Tausend EUR)
Ist 2017
 Ist 2016
 Soll 2017
Datenquelle: ERP
Seite 5

Erwartungswert Soll Berichtsmonat Ist Berichtsmonat Differenz absolut Differenz in %
-                  2.050              2.050 -
81596
Daten Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Soll 2017 -                  -                  -                  -                  -                  -                  -                  -                  -                  -                  -                  -                  
Ist 2017 2.186              2.181              2.174              2.161              2.150              2.134              2.118              2.105              2.086              2.064              2.050              -                  
Ist 2016 2.224              2.235              2.240              2.246              2.250              2.256              2.251              2.249              2.243              2.222              2.208              2.200              
Zielmonitoring Jobcenter  Köln Reduzierung der Jugendarbeitslosigkeit November 2017
 1.900
 1.950
 2.000
 2.050
 2.100
 2.150
 2.200
 2.250
 2.300
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Reduzierung der Jugendarbeitslosigkeit
(gewichteter Jahresfortschrittswert)
Ist 2017
 Ist 2016
 Soll 2017
Datenquelle: Statistik der BA,  
Seite 6

Mitteilung zur Sitzung des Sozialausschusses am 26.01.2017
81596
Daten Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Ist 2017 153                 314                 507                 762                 986                 1.163              1.389              1.594              1.858              2.093              2.291              -                  
Ist 2016 157                 372                 572                 799                 1.009              1.208              1.452              1.654              1.904              2.123              2.316              2.484              
Zielmonitoring Jobcenter  Köln JOB-Offensive KÖLN November 2017
 -
 500
 1.000
 1.500
 2.000
 2.500
 3.000
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Integrationen (Jahresfortschrittswert) der JOB-Offensive KÖLN 
Ist 2017
 Ist 2016
Datenquelle: eigene Auswertung
Seite 7

Erwartungswert Soll akt. Monat Ist akt. Monat Diff. abs. (Soll) Diff % (Soll)
Integration Schwerbehinderte 360                 323                 -37 -10,3%
81596
Daten Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Soll 2017 20                   49                   87                   125                 152                 187                 225                 255                 292                 331                 360                 393                 
Ist 2017 25                   48                   71                   100                 131                 168                 210                 237                 267                 298                 323                 -                  
Ist 2016 20                   48                   86                   123                 150                 185                 222                 252                 288                 327                 355                 388                 
Zielmonitoring Jobcenter  Köln Integration Schwerbehinderte November 2017
 -
 50
 100
 150
 200
 250
 300
 350
 400
 450
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Integration Schwerbehinderte
Ist 2017
 Ist 2016
 Soll 2017
Datenquelle: eigene Auswertung
Seite 8

Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Verbesserung der Integration in Erwerbstätigkeit Hochrechnung
Anzahl Bedarfsgemeinschaften zweites Sozialgesetzbuch Datenquelle: Arbeitsmarktreport, Hochrechnung: Statistik Bundesagentur für Arbeit
Ist 2017 61.763         62.073            62.234         62.395         62.337           62.407              62.322           62.160           61.638           61.589           61.882             
Ist 2016 62.431         62.559            62.583         62.527         62.499           62.511              62.322           62.000           61.761           61.604           61.441             61.517             
Anzahl Personen in Bedarfsgemeinschaften zweites Sozialgesetzbuch Datenquelle: Arbeitsmarktreport
Ist 2017 121.149       121.835          122.099       122.588       122.547         122.899            122.862         122.584         
Ist 2016 121.666       122.006          122.100       121.987       121.944         122.000            121.746         121.087         120.654         120.542         120.335           120.640           
Anzahl Regelleistungsberechtigte zweites Sozialgesetzbuch Datenquelle: Arbeitsmarktreport, Hochrechnung: Statistik Bundesagentur für Arbeit
Ist 2017 116.888       117.589          117.901       118.450       118.372         118.839            118.871         118.505         117.645         117.485         117.718           
Ist 2016 116.180       116.529          116.642       116.534       116.524         116.645            116.487         116.217         116.049         115.984         115.866           116.230           
Anzahl erwerbsfähige Leistungsberechtigte zweites Sozialgesetzbuch Datenquelle: Arbeitsmarktreport, Hochrechnung: Statistik Bundesagentur für Arbeit
Ist 2017 84.105         84.651            84.892         85.164         85.124           85.329              85.296           84.942           84.084           83.929           84.113             
Ist 2016 83.951         84.257            84.334         84.230         84.209           84.305              84.125           84.039           83.856           83.715           83.525             83.692             
Quote der Leistungsberechtigten nach dem zweiten Sozialgesetzbuch* Datenquelle: Kreisreport,  Daten mit Wartezeit von 3 Monaten
Ist 2017 13,3% 13,4% 13,4% 13,5% 13,5% 13,5% 13,5% 13,5%
Ist 2016 13,3% 13,4% 13,4% 13,4% 13,4% 13,4% 13,3% 13,3% 13,2% 13,2% 13,2% 13,2%
Vermeidung von langfristigem Leistungsbezug
Anzahl Arbeitslose nach dem zweiten Sozialgesetzbuch gesamt Datenquelle: Arbeitsmarktreport
Ist 2017 35.238         35.052            35.351         35.973         36.180           36.130              35.980           35.887           35.361           34.878           34.683             
Ist 2016 39.627         39.999            39.977         39.769         38.539           37.695              37.667           37.761           37.471           36.953           36.500             35.684             
Kosten der Unterkunft
Kosten der Unterkunft - Veränderungsquote zum kumulierten Vorjahreswert Datenquelle: Finanzen Jobcenter Köln 
Ist 2017 27.571,70      55.005,51         82.869,15      110.813,49    139.601,80      167.402,67         196.403,07      225.457,24      253.478,37      281.647,73      309.878,70        -                     
Ist 2016 26.527,81      53.705,56         84.255,94      112.656,04    141.004,08      169.651,35         198.315,35      226.365,60      254.446,12      282.333,57      310.711,51        339.042,96        
Ist / Ist-Vergleich 3,9% 2,4% -1,6% -1,6% -1,0% -1,3% -1,0% -0,4% -0,4% -0,2% -0,3% -
November 2017Zielmonitoring Jobcenter  Köln Indikatoren
* Zähler = Leistungsberechtigte nach dem zweiten Sozialgesetzbuch (erwerbsfähigeLeistungsberechtigte, nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte, sonstige Leistungsberechtigte [z.B. Bildung und Teilhabe nach § 28 SGB II]) / Nenner = 
Bevölkerung unter 65 Jahre
Seite 9

TOP 8.2 Bericht des Jobcenter Köln_Anlage 3_AMIP ab 2018_Finale Fassung

39915 Zeichen

Anlage 3 zum Bericht des Jobcenter Köln zur Sitzung des Ausschusses Soziales 
und Senioren am 30.01.2018 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Arbeitsmarkt- und  
Integrationsprogramm ab 2018

Seite 1 
 
Stand: 09.01.2018 
 
Inhalt: 
Vorwort ........................................................................................................... 2 
Handlungsschwerpunkte .............................................................................. 4 
Lebenslanges Lernen ......................................................................... 4 
Nachhaltigkeit in der Integrationsarbeit ............................................... 8 
Motivation und Partizipation .............................................................. 11 
Gesellschaft und Migration ............................................................... 14 
Sozialraumorientierung ..................................................................... 17 
Zahlen, Daten und Fakten ........................................................................... 20 
Eingliederungstitel ............................................................................. 20 
Vergleich 2017 und 2018 (geplante Ausgaben) ................................ 22 
Drittmittelakquise .............................................................................. 23 
Der Arbeitsmarkt ............................................................................... 25 
Die Kundenstruktur ........................................................................... 26

Seite 2 
Vorwort 
 
 
Sehr geehrte Leserinnen und sehr geehrte Leser des 
Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramms 2018 & 2019 des Jobcenter Köln! 
 
„Der Mensch im Mittelpunkt“, so war unser letztjähriges AMIP überschrieben 
und auf diesem Weg bleiben wir auch in den kommend en beiden Jahren –  
konkret, überprüfbar, mutig. 
 
Die Arbeitsmarktpolitik eines Jobcenter s soll sich nicht jedes Jahr neu erfinden. 
Es braucht langfristige Strukturen, Planbarkeit, Verlässlichkeit und Änderungen 
an den Stellen, die nicht die gewünschten Er folge gezeigt haben. Exakt diese 
Strategie verfolgen wir in Köln im SGB II seit einigen Jahren. Auch das  
Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm folgt dieser Logik, es ist erstmals für 
zwei Jahre aufgesetzt worden: 2018 und 2019. 
 
Was sind für die kommende n zwei Jahre die wesentlichen arbeitsmarktpoliti-
schen Leitlinien im Sozialgesetzbuch II in Köln? 
 Die berufliche Integration von Kölnerinnen und Kölnern steht zentral in 
unserem Fokus.  
 Die Aktivierungs- und Integrationsarbeit braucht berufliche Qualifizier ung 
und Bildung. 
 Arbeitsmarktpolitik und Sozialpolitik bleiben im SGB II in Köln eng  
verzahnt. 
 Das Jobcenter Köln wiederholt sein Bekenntnis, dass die Ermöglichung 
von Teilhabe an der Gesellschaft und soziale Integration zu seinen Auf-
gaben gehört. Dieser Weg wird in Köln im Rahmen der Möglichkeiten 
des SGB II weiter beschritten.  
 Das Jobcenter Köln organisiert sich dezentral. Wir versuchen dahin zu 
gehen wo die Menschen sind.

Seite 3 
 Motivation zu erzeugen ist ein Schlüssel für den Integrationserfolg.  
Motivation erzeugt sich am besten über individuelle Wege. 
 Das Jobcenter Köln war und ist eine Denkfabrik des SGB II. Wir suchen 
nach Innovationen in der operativen Arbeitsmarktpolitik. 
 
Globalisierte Abläufe der Wirtschaft, die Digitalisierung 4.0, die Flucht von Men-
schen vor Krieg und Hoffnungslosigkeit nach Deutschland und viele weitere 
Entwicklungen machen die Arbeitswelt komplexer und die Halbwertzeit von 
Wissen kürzer. Das Jobcenter Köln erkennt seine Funktion darin, den Men-
schen, die vorübergehend auf Leistungen  nach dem SGB II angewiesen sind, 
einen stabilen Halt, fachliche gute Navigation und individuelle Perspektiven zu 
geben. Die Herausforderungen können nicht vom Jobcenter Köln alleine gelöst 
werden, sondern nur in einer starken Vernetzung. 
 
 
                               
 
 
 
 
Olaf Wagner      Birgit Jung 
Geschäftsführer      Mitglied der Geschäftsführung

Seite 4 
Handlungsschwerpunkte 
Lebenslanges Lernen 
Die Fachkräfteengpassanalyse zeigt mit Stand Juni 2017 einen bundesweiten 
Fachkräftebedarf. Dem gegenüber s tehen geringqualifizierte und integrations-
ferne Kundinnen und Kunden, welche stärkeorientiert beruflich auszubilden  
oder zu qualifizieren sind. Etwa  66 % (Stand Juli 2017 ) der erwerbsfähigen 
Leistungsberechtigten des Jobcenter Köln verfügen über keine abgeschlossene 
Berufsausbildung. Die erfolgreiche Absolvierung von abschlussorientierten  
Weiterbildungen stellt jedoch hohe Ansprüche an das Durchhaltevermögen von 
Teilnehmenden, deren Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten sich über 
Jahre der Arbeitslosigkeit verringert hat. Dem gilt es mit geeigneten Instrumen-
ten zu begegnen, erfolgreiche Weiterbildungen zu ermöglichen und nachhaltige 
Integrationen in den ersten Arbeitsmarkt zu erzielen.     
 
 
 
 
 
Ziele 
 Wir entwickeln uns als Organisation 
stetig weiter 
 
 Wir aktivieren und qualifizieren   
SGB II - Leistungsempfänger 
 
 Wir verbessern  die Durchführungs-
qualität von a bschlussorientierten Wei-
terbildungen 
 
 Wir bilden  Kundinnen und Kunden 
ohne Ab schluss zu Fachkräften aus 
und integrieren sie

Seite 5 
Ausgewählte Aktivitäten des Jobcenters zum Handlungsschwerpunkt:  
 
Wir entwickeln… 
 unsere Angebote und Prozesse konsequent weiter. Dabei orientieren wir 
uns an den Erfordernissen des Arbeitsmarktes und den Bedürfnissen der 
Kundinnen und Kunden. Um dies zu gewährleisten, bind en wir diese  
zunehmend in die (Weiter-) Entwicklung unserer Maßnahmen mit ein. 
 
 eine gemeinsame Bildungszielplanung mit der Agentur für Arbeit. Die 
Planung berücksichtigt den quantitativen und qualitativen Qualifizie-
rungsbedarf des regionalen Arbeitsmarktes. 
 
 unsere Qualifizierungsberatung weiter. D ie Anforderungen hierbei sind 
deutlich gestiegen durch einen differenzierten Arbeitsmarkt sowie ein  
heterogenes Bildungsangebot, so dass eine Spezialisierung der Bera-
tung im Jobcenter erforderlich wird.   
 
Wir aktivieren und qualifizieren… 
 unsere Kund innen und  Kunden für die Herausforderungen des Arbeits-
marktes. So wird in 2018 und 2019  der Anteil von Bildungsmaßnahmen 
mindestens einem Viertel des gesamten Eingliederungstitels entspre-
chen. 
 
 zielgruppenorientiert und modular. Insbesondere die Gruppe der lang-
zeitarbeitslosen Kundinnen und Kunden , die derzeit 57% aller Arbeitslo-
sen im SGB II -Bezug ausmacht, zeichnet sich teilweise durch ein gerin-
ges Durchhaltevermögen aus sowie durch länger zu rückliegende Lerner-
fahrung. Diesen Herausforderungen begegnen wir durch Anpassung un-
serer Angebote . So ist es gelungen, Teilnahmeabbrüche durch vorge-
schaltete Erprobungsmodule erheblich zu verringern.  
Zudem setzt das Jobcenter Köln verstärkt auf modulare Teilqualifizierun-
gen mi t dem Ziel eines Berufsabschlusses. Hierdurch werden die Be-
darfslagen am Arbeitsmarkt sowie unterschiedliche Bildungspotenziale 
der Kundinnen und Kunden berücksichtigt. Die beiden Ansätze Erpro-

Seite 6 
bung sowie Teilqualifizierung werden erfolgreich in den Projekten „Kölner 
Bildungsmodell“ sowie „Durchstarten in Köln“ angewandt. 
 
Wir verbessern… 
 die Qualität der be ruflichen Weiterbildung. Ausdrückliches Ziel des Job-
center Köln ist deshalb eine kontinuierliche und standardisierte Überprü-
fung des Maßnahme- und Angebotsportfolios. Dies erfolgt beispielsweise 
durch eine erhöhte Kontaktdichte mit den Bildungsträgern oder auch 
Sprechstunden für Teilnehmende von Weiterbildungen.  
 
 das Teilnehmendenmanagement gemeinsam mit der Agentur für Arbeit 
während einer Weiterbildung.  Wesentliche Aspekte sind hierbei die pro-
aktive Vermeidung von frühzeitigen Abbrüchen, die intensive Begleitung 
der Teilnehmenden vor Ort sowie die Aufnahme erster Integrationsb e-
mühungen noch vor A bschluss einer Qualifizierung. Hierbei gilt: „Nach-
haltige I ntegration geht vor Qualifizierung und Qualifizierung geht vor 
nicht nachhaltiger Integration.“ 
 
Wir bilden… 
 die Grundlagen für den Start einer Weiterbildung: Die Förderung von 
Grundkompetenzen (Lesen, Schreiben, Rechnen, IT ) wird weiterhin  
angeboten, um die erfolgreiche Teilnahme von Kundinnen und Kunden 
an berufsqualifizierenden Weiterbildungsmaßnahmen bereits im Vorfeld 
zu unterstützen. Die Verstetigung der Maßnahme im Rahmen einer mit 
Gutschein geförderten Qualifizierung ermöglicht einen flexiblen Eins tieg 
und entspricht damit den Erfordernissen der Zielgruppe.  
  
 Fachkräfte aus und vermeiden damit Arbeitslosigkeit aufgrund von man-
gelnder Qualifikation. Einstiegsqualifizierungen (EQ) bieten Ausbildungs-
betrieben die Möglichkeit, die Fähigkeiten der junge n Menschen mit dem 
Ziel der anschließenden Übernahme in ein Ausbildungsverhältnis  
beobachten und erproben zu können. Als weiteres Angebot steht die  
Begleitung der Ausbildung (AbH) zur Verfügung, hier wird beispielsweise 
Nachhilfe parallel zur Ausbildung angeboten.

Seite 7 
Bei sehr hohem Förderbedarf von jungen Menschen erfolgt zunächst die 
Vorbereitung und anschließende Begleitung der Ausbildung (AsA).

Seite 8 
Nachhaltigkeit in der Integrationsarbeit 
Geringqualifizierte Kundinnen und Kunden fassen nur schwer Fuß auf de m  
ersten Arbeitsmarkt. Lediglich 17% derjenigen Kundinnen und Kunden, die in 
bedarfsdeckende Beschäftigung integriert wurden und auch 12 Monate später 
noch ihren Lebensunterhalt eigenständig bestreiten, haben  keinen Berufsab-
schluss (Stand Juli 2017 ). Ausgeprägte Langzeitarbeitslosigkeit destabilisiert 
zudem die Lebensführung und nimmt Einfluss auf angrenzende Lebensberei-
che. Der Beratungs - und Unterstützungsbedarf der Betroffenen nimmt mit  
anhaltenden Zeiten der Erwerbslosigkeit zu. Von Bedeutung ist somi t auch die 
Vermeidung einer erstmaligen Arbeitslosigkeit von Jugendlichen und jungen 
Erwachsenen, um einer Verfestigung der Arbeitslosigkeit in frühen Lebensjah-
ren entgegenzuwirken. Die Eingliederung in ein unabhängiges Erwerbsleben 
erfordert damit häufig eine enge Begleitung und individuellen Zuschnitt von  
Unterstützungsangeboten. Dies gilt ebenfalls für die Zeit nach der Integration, 
um die Arbeitsaufnahme zu stabilisieren und einen Abbruch zu vermeiden.  
 
 
 
Ziele 
 Wir erzielen  dauerhafte Beschäfti-
gungsverhältnisse und vermeiden 
„Drehtüreffekte“ 
 
 Wir unterstützen  Jugendliche und 
junge Erwachsene mit Präventivange-
boten, um Arbeitslosigkeit zu vermei-
den und in Ausbi ldung und Arbeit zu 
integrieren 
 
 Wir fördern  individuell und ganzheit-
lich zum Erhalt des Arb eitsvermögens 
von Kundinnen und Kunden

Seite 9 
Ausgewählte Aktivitäten des Jobcenters zum Handlungsschwerpunkt:  
 
Wir erzielen… 
  
 längerfristige Arbeitsverhältnisse durch beschäftigungsbegleitendes   
Coaching. Dieser in 2014 eingeführte Ansatz findet sich aktuell in 
neun Angeboten und Projekten des JC Köln wieder und hat sich seit-
dem als wirksam erwiesen. Coaching wird auch zukünftig verstärkt in 
neue Produkte eingebaut. 
 
 eine höhere Präsenz unserer Kundinnen und Kunden durch die Ar-
beit des gemeinsamen Arbeitgeber -Service sowie durch Arbeitge-
berveranstaltungen wie zum Beispiel die bereits etablierten Bewer-
bertage.  
 
 erfolgreiche Integrationen mit der  Fortführung von bewährten Veran-
staltungs- und Kommunikationsformaten. Die  Arbeitgeber- und  
Bewerbertage oder auch da s prämierte Job -Speed-Dating (ausge-
zeichnet mit dem Exzellenzpreis der Bundesagentur für Arbeit ) ge-
ben Kundinnen und Kunden auch die Möglichkeit, unmittelbar im 
persönlichen Gespräch mit potenziellen Arbeitgeberinnen und  
Arbeitgebern zu überzeugen. Das Job-Speed-Dating wird mit jährlich 
zunehmenden Erfolg durchgeführt und erreicht mittlerweile Integrati-
onszahlen von etwa 50%.  
 
Wir unterstützen… 
 
 benachteiligte Jugendliche unter anderem im Rahmen des Angebots 
„Joblinge“ , bei der Vorbereitung und Suche ein es Ausbildungs- oder 
Arbeitsplatzes. Dieses erfolgreiche Produkt  wurde aufgrund der  
Erfahrungen aus anderen Maßnahmen durch eine Ausbildungsbe-
gleitung ergänzt. Bisher konnten über „Joblinge“ mehr als 80 % der 
Teilnehmenden nachhaltig vermittelt werden.     
 
 Kundinnen und Kunden an allgemeinbildenden Schulen dabei, den 
Übergang in Ausbildung und Arbeit erfolgreich zu gestalten. Unsere

Seite 10 
Schülerteams kooperieren dabei mit der Berufsberatung sowie mit 
den jeweiligen Schulen.  
 
 die Einrichtung einer Jugendberufsagentur in Köln zur Bündelung der 
gemeinsamen Bemühungen von Jobcenter, Agentur für Arbeit sowie 
Stadt Köln bei der Integration von jungen Erwachsenen. 
 
 niedrigschwellige Projekte wie „Checkpoint im Sozialraum“ oder 
„Work 4 You“ im Kölner Stadtgebiet dabei, die Teilnehmenden mittel-
fristig wieder in die Regelsysteme zurückzuführen. 
 
Wir fördern… 
  mit kommunal flankierenden Angeboten einen ganzheitlich ausge-
stalteten Integrationsprozess, da nur so komplexen Situationen und 
Problemlagen einer Bedarfsgemeinscha ft Rechnung getragen wer-
den kann.  
In 2016 partizipierten mehr als 11.600 Menschen in Köln an diesen 
Leistungen. Durch die in 2017 erfolgte Aufstockung der Mittel möch-
ten wir auch in Zukunft die hohe Qualität der Angebote mittelfristig 
halten und die bestehenden Bedarfe decken.  
 
 die Gesundheit unserer Kundinnen und Kunden, in dem wir verstärkt 
Elemente der Gesundheitsförderung in neue Förderangebote invol-
vieren. Beispielhaft sei hier das flankierende Gesundheitscoaching 
im Rahmen von „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“ genannt. 
 
 gesundheitlich beeinträchtigte Kundinnen und Kunden durch gezielte 
Beratung unseres Disability Managements (DiMa), mit der Stabilisie-
rung- und Entwicklungsmaßnahme (SEM -DiMa) sowie mit dem  
Modellprojekt „MitArbeit! in Köln“. Durch W iederherstellung von  
Tagesstrukturen, psychosoziale Stabilisierung und soziale Teilhabe 
werden die individuellen Vermittlungschancen verbessert.

Seite 11 
Motivation und Partizipation 
Die bisherigen Betrachtungen von Förderangeboten, die von Teilnehmenden 
frühzeitig abgebrochen wurden, heben Gründe der Motivation und dem daraus 
resultierend geringen Durchhaltevermögen besonders hervor. Bereits der Bera-
tungsprozess nimmt maßgeblich Einfluss auf Akzeptanz und Ablehnung von 
ausgewählten Angeboten. Ferner zeigen bisherige Erfahrungen, dass Bewer-
bungsbemühungen von Kundinnen und Kunden oftmals schon vor einem mög-
lichen Vorstellungsgespräch scheitern. Unterstützend werden Aktivierungsvari-
anten eingesetzt, um eine stärkere Partizipation von Kundinnen und Kunden am 
Eingliederungsprozess zu erreichen. Darüber hinaus gilt es Kundengruppen mit 
spezifischen Vermittlungshemmnissen, wie beispielsweise Menschen mit  
Behinderungen, bei der sozialen Teilhabe am gesellschaftlichen und beruflichen 
Leben zu unterstützen o der Ihnen di ese sogar zu ermöglichen. Hierbei bedarf 
es gezielte r Zuschnitte von Angeboten und Projekten, um Kundinnen und  
Kunden sowie Arbeitgeber gemeinsam im Prozess der Eingliederung zu beglei-
ten und zu unterstützen.  
 
 
 
Ziele 
 Wir erzeugen  höhere Akzeptanz für 
die mit Kundinnen und Kunden erarbei-
teten Schritte im Integrationsprozess 
 
 Wir steigern  erfolgreich a bsolvierte  
Qualifizierungen 
 
 Wir gestalten tragfähige Perspektiven 
gemeinsam mit Kundinnen und Kun-
den

Seite 12 
Ausgewählte Aktivitäten des Jobcenters zum Handlungsschwerpunkt:  
 
Wir erzeugen… 
 eine gute Ausgangslage für den erfolgreichen Integrationsprozess durch 
die stärkenorientierte Ausgestaltung der Förderkette. Werden Erwartun-
gen an ein Förderangebot nicht bestätigt oder erweist sich eine gewähl-
te Maßnahme fr ühzeitig als nicht geeignet, werden Ursachen gemein-
sam mit den Teilnehmenden beleuchtet und ein alternatives Vorgehen 
vereinbart. Hierbei gilt „keinen Ausstieg ohne neuen Einstieg“. 
 
 Akzeptanz und Initiative von Teilnehmenden durch Angebote der Parti-
zipation in Maßnahmen. So sieht das JobBörsen-Programm den „Work-
shop“ als favorisierte Sozia lform interner Schulungsangebote vor , in  
denen Kundinnen und Kunden die Ergebnisse der gemeinsamen  
Prozesse mit beeinflussen können.  
 
Wir steigern… 
 die Motivation zur erfolgreichen Teilnahme an Weiterbildungen. Im Pro-
jekt „Durchstarten in Köln“  werden Prämien für erfolgreiche Prüfungen 
gewährt. Das ESF-Projekt wird in Köln in den Berufsbereichen Fach-
kraft Metalltechnik und Servicekraft Schutz und Sicherheit umgesetzt . 
Die Teilnehmenden werden durch Qualifizierungscoaches des Jobcen-
ters begleitet und unterstützt.  Ein finanzieller Anreiz reicht in der Regel 
nicht aus als Motivator, eine Weiterbildung zu beginnen, kann jedoch 
aktivierend wirken und zudem im Verlauf der Weit erbildung das Durch-
haltevermögen stärken. Attraktiv für unsere Kundinnen und Kunden ist 
insbesondere die Chance, den Berufsabschluss „etappenweise“ zu er-
langen.  
 
 gruppendynamische Prozesse in verschiedenen Aktivierungsvarianten, 
wie Befit4Job, Jobbörse od er Arbeit@Porz. So  erleben die Kundinnen 
und Kunden die berufliche Eingliederung anderer Teilnehmerinnen und 
Teilnehmer als ein für s ie realistisches und greifbares Ziel. Sie partizi-
pieren am Erfolg der anderen Teilnehmenden, vernetzen sich und

Seite 13 
schöpfen Motivation zur Intensivierung der Eigenbemühungen.  
 
 das Selbstwertgefühl und steigern die Weiterbildungsbereitschaft von 
Teilnehmenden durch schneller erreichbare Ziele mit dem Angebot von 
Teilqualifizierungen. Erfahrungen im Rahmen des Kölner Bildungsmo-
dells zeigen, dass die modulare Qualifizierung im Idealfall  zu einer Ab-
solvierung aller erforderlichen Module einer Vollqual ifizierung „in Kette“ 
führt.  
 
Wir gestalten… 
 mit Kundinnen und Kunden  individuelle Rahmenbedingungen zur Ver-
einbarkeit von Familie un d Beruf, um Erwerbstätigkeit auch bei Kinder-
betreuung oder Pflege von Angehörigen zu ermöglichen . Das Förder-
angebot „Kölner Alleinerziehende Im Aufbruch“ unterstützt sei t 2 013  
Erziehende durch Beratungs- und Qualifizierungsangebote. Handlungs-
felder sind die Organisation der Kinderbetreuung  und die Wiedergewin-
nung einer beruflichen Orientierung.  
 
 eine verbesserte Beschäftigungsfähigkeit für Menschen mit Schwerbe-
hinderung sowie die Schaffung einer Anschlussperspektive im Projekt 
„Mitarbeit! In Köln“ . Seit Juni 2015 werden hier  rechtskreisübergreifend 
Teilnehmende innerhalb von drei Jahren aktiviert, qualifiziert und an den 
Arbeitsmarkt herangeführt und/oder vermittelt. Dies kann die Aufnahme 
einer Berufsausbildung, einer abschlussorientierten Qualifizierung oder 
einer beruflichen Rehabilitation sein. Obligatorisch und essentiell ist da-
bei das individuelle Jobcoaching zu bewerten.  
 
 Chancen und Möglichkeiten für geflüchtete Menschen. So werden seit 
2016 Talentscouts eingesetzt, um den besonderen Bedarfen der  
jugendlichen Menschen mit Fluchterfahrung  gerecht zu werden . Die 
Scouts begleiten, „entdecken“ Fähigkeiten und Potentiale der Jugendli-
chen und fördern diese . Das Modell der Talentscouts ist so erfolgreich, 
dass es in 2016 durch die Bundesagentur für Arbeit prämiert wurde.

Seite 14 
Gesellschaft und Migration 
Das Thema Flucht ist weiterhin sehr relevant in der täglichen Arbeit des Job-
centers. Die Zahl der ankommenden Asylsuchenden ist derzeit rückläufig,  
jedoch hat die Vergangenheit gezeigt, dass eine seriöse Aussag e zur weiteren 
Entwicklung nur schwer zu treffen ist. Zudem leben in Köln bereits viele Men-
schen, die aus anderen Gründen nach Deutschland migriert sind und sich durch 
unterschiedlichste Sozialisationserfahrungen und berufliche Perspektiven aus-
zeichnen. Diesen Herausforderungen muss das Jobcenter in seiner Angebots-
planung begegnen. Die soziale und berufliche Integration der zugewanderten 
Menschen erfordert eine zeitlich angemessene und individuelle Gesamtpla-
nung, um Sprac herwerb und kulturelle Anpassung erfolgreich zu gestalten und 
dem Fachkräftebedarf von übermorgen zu begegnen.  
Einen weiteren Schwerpunkt unserer Arbeit stellt die gesellschaftliche Integrati-
on von Personen mit erheblichen Hemmnissen dar. Die Aufnahme einer aus-
kömmlichen Erwerbstätigkeit is t dabei unser generelles  Ziel. Für einen Teil der 
Kundinnen und Kunden ist dies jedoch mittelfristig nicht realistisch. Wir sehen 
unsere Verantwortung insbesondere darin , diese Menschen entspr echend ihrer 
Fähigkeiten zu fördern und ihnen somit die Teilhabe  am gesellschaftlichen  
Leben zu ermöglichen.  
 
 
Ziele 
 Wir unterstützen  soziale Integration 
durch Erwerb von Sprache und Arbeit  
 
 Wir schaffen Perspektiven durch  An-
erkennung, Ausbildung und  Qualifizie-
rung 
 
 Wir fördern die soziale Teilhabe

Seite 15 
Ausgewählte Aktivitäten des Jobcenters zum Handlungsschwerpunkt:  
 
Wir unterstützen…  
 Menschen mit Fluchterfahrung im Integration Point Köln . Die gemeinsa-
me Einrichtung von Agentur für Arbeit und Jobcenter unterstützt ankom-
mende Menschen bei der Inanspruchnahme von Angeboten wie Sprach-
förderung, Anerkennungsberatung oder Qualifizierung.  
 
 die frühzeitige Heranführung an den Ausbildungs - und Arbeitsmarkt von 
zugewanderten Kundinnen und Kunden. Das Angebot „Kompetenzfest-
stellung, frühzeitige Aktivierung und Spracherwerb“  (KompAS) verfolgt 
die berufliche Orientierung parallel zur Teilnahme an einem Integrations-
kurs. Die Maßnahmegestaltung wurde mit Blick auf die Erfahrunge n in 
2016 verbessert, die einge kaufte Platzzahl unter Berücksichtigung des 
infrage kommenden Kundenpotentials reduziert. 
 
 den Erwerb von deutschen Sprachkenntnissen. Neben den regulären  
Integrationskursen stehen Kundinnen und Kunden mit Migrationshinter-
grund berufsbezogene Sprachkurse nach der Verordnung über die  
berufsbezogene Deutschsprachförderung  (DeuFöV) zur Verfügung. 
Hierzu ergänzend enthalten zahlreiche Integrationsmaßnahmen wie bei-
spielsweise KomBer  Sprachförderanteile, da nur mit ausreichenden 
Deutschkenntnissen eine nachhaltige Integration in die Gesellschaft und 
in den Arbeitsmarkt realistisch ist. 
 
 junge Menschen mit Fluchterfahrungen mit berufspraktischer Orientie-
rung sowie Vorbereitung und Hera nführung an das deutsche Ausbil-
dungssystem mit dem Angebot „Perspektiven für junge Flüchtlinge“ (Per-
juF) und der Ergänzung im Bereich Handwerk (PerjuF -H). Die Sprach-
förderung stellt einen obligatorischen Anteil des Angebotes dar.

Seite 16 
Wir schaffen… 
 gute Grundlagen für eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt 
durch Kompetenzfeststellung und Einleitung von Prüfverfahren zur Aner-
kennung vorliegender Ausbildungsnachweise. Im Projekt „Chance plus“ 
werden Betroffene beispielsweise in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk 
„Integration und Qualifizierung“ der Anerkennungsberatung zugeführt. 
 
 Abhilfe in Krisensituationen mit „Guide2work“. Das Förderangebot für 
Menschen mit Migrationshintergrund bietet neben einem begleitenden 
Coaching eine Soforthilfe, um Betroffenen schnell und unkompliziert  
Unterstützung zu leisten.  
 
Wir fördern… 
 Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen, die aufgrund von gesund-
heitlichen Einsc hränkungen und/oder eingeschränkten Kinderbetreu-
ungsmöglichkeiten derzeit keine Integrationsperspektive auf dem ersten 
Arbeitsmarkt haben. Im Rahmen des Bundesprogrammes „Soziale Teil-
habe am Arbeitsmarkt“  wurden bis Ende September 2017 bereits 35 9 
sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse im Rahmen des Projek-
tes gefördert und durch Jobcoaches erfolgreich begleitet. 
 
 die gesellschaftliche Teilhabe unserer Kundinnen und Kunden durch 
Mitwirkung im kommunalen Beschäftigungsprogramm.  Erwerbstätigkeit 
im Hinblick auf die soziale Integration stellt ein wichtiges und notwendi-
ges Instrument dar. Soziale Anerkennung und Vernetzung, geregelte 
Tagesstrukturen und wertschöpfende Arbeit sind hierbei we sentliche As-
pekte.  
 
 Projekte für NEETs (Not in Education, Empl oyment or Training), die auf-
grund massiver Hemmnisse derzeit nicht an Regelangeboten von  
Jugendamt und Jobcenter partizipieren. Ziel ist eine Stabilisierung der 
Lebenssituation und Entwicklung von realistischen Perspektiven.

Seite 17 
Sozialraumorientierung 
Als aktiver Kooperationspartner gestalten wir Angebote und Maßnahmen ver-
stärkt im Sozialraum und damit unmittelbar im gesellschaftlichen Lebensraum 
der Kundinnen und Kunden . Das Jobcenter sieht sich in der Mitverantwortung 
bei der Beantwortung sozialer Fragen und versteht sich als aktiver Kooperati-
onspartner vor Ort. Das in Köln kulturtypische und traditionell verankerte Veedel 
bietet hierzu eine räumlich gute Orientierung. Insbesondere für Jugendliche 
stellen räumliche Entfernungen entscheidende Hürden dar, di e eine Beratung 
und Förderung ersc hweren oder sogar die Wahrnehmung des Hilfesystems 
gänzlich verhindern . Dieser Herausforderung begegnen wir durch dezentrale 
Beratungs- und Unterstützungsangebote.  
Der Schwerpunkt der sozialen Integration durch s oziale Anerkennung und Ver-
netzung sowie wertschöpfende Arbeit im Sozi alraum der Kundinnen und Kun-
den beschreibt weiterhin einen wesentlichen Aspekt für die Förderung öffentli-
cher Beschäftigungen . Die Stärken und Kompetenzen der Menschen stehen 
dabei uneingeschränkt im Fokus.  
 
 
Ziele 
 Wir unterstützen den Menschen 
dort, wo er lebt 
 
 Wir sind aktiver Netzwerkpartner 
vor Ort 
 
 Wir bauen Zugangsbarrieren für 
Kundinnen und Kunden ab

Seite 18 
Ausgewählte Aktivitäten des Jobcenters zum Handlungsschwerpunkt:  
 
Wir unterstützen… 
 Jugendliche und junge Erwachsene bei der beruflichen und der sozialen 
Integration mit Jugendbüros und Kompetenzagenturen vor Ort. Hier wer-
den Jugendliche in eine angemessene Anschlussperspektive vermittelt, 
zum Beispiel in ei ne sozialversicherungspflichte  Arbeit, Ausbildung, er-
neuten Schulbesuch oder Einstiegsqualifizierung . In vier Stadtgebieten 
bieten Kompetenzagenturen umfangreiche Angebote an, um Jugendliche 
sowohl bei der beruflichen als auch sozialen Integration zu unterstützen.  
Die Angebote sind seh r erfolgreich, nicht zuletzt aufgrund der Kooperati-
on mit vor Ort vertretenden Akteure n wie beispielsweise weitere n Bera-
tungsstellen oder ansässige n Arbeitgeber. Aus diesem Grunde sind bei 
einer neuen Ausschreibung der Jugendbüros zwei weitere Standorte in  
Planung, um der sozialräumlichen Komponente des Angebotes noch 
besser gerecht zu werden.    
  
 Kundinnen und Kunden in Krisensituationen. Unsere Joblotsen bieten ei-
ne 1:1-Unterstützung und begleite n Kundinnen und Kunden vor Ort. Ne-
ben der Bewältigung von a kuten Schwierigkeiten unterstützen sie bei-
spielsweise den Abbau von Vermittlungshemmnissen oder die Funktion 
als Bindeglied zu Behörden und weiteren Anlaufstellen im Hilfesystem.  
 
 schwer erreichbare junge Menschen in Kooperation mit dem Amt für Kin-
der, Ju gend und Familie und der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Köln 
e.V. mit einem gemeinsamen Streetwork -Angebot. Streetworker errei-
chen Jugendliche in ihrem unmittelbaren Umfeld. Als vertrauensvolle An-
sprechpartner bieten sie Orientierung und Unterstützung bei der be-
darfsgerechten Anbindung an bestehende Hilfesysteme.

Seite 19 
Wir sind… 
 in der Mitverantwortung bei der Beantwortung sozialer Fragen und  
verstehen uns als aktiver Kooperationspartner. So wirken wir in ver-
schiedenen sozialräumlichen Netzwerken mit wie zum B eispiel dem  
Arbeitskreis Chorweiler. 
 
 Kooperationspartner der Stadt Köln im  Rahmen des EFRE/ESF Projek-
tes: “Lebenswerte Veedel“: Kölner Veedelscenter und Klosterwald 2.0 
mit dem Ziel, schwer zu aktivierende Kundinnen und Kunden über einen 
niederschwelligen Ansatz im Sozialraum „abzuholen“ und sozial zu integ-
rieren. Die vor Ort vorhandene Förderstruktur wird beachtet, ergänzt und 
effizient genutzt, um individuell bedarfsumfassend zu unterstützen. 
 
Wir bauen… 
 gezielt Hemmschwellen ab  für unsere Kundinnen und  Kunden zur Inan-
spruchnahme von Leistungen und Beratung. Hier zu sind unsere Mitar-
beiterinnen und Mitarbeiter  in den Kölner Veedeln unterwegs und neh-
men beispielsweise am aufsuchenden Angebot des ESF -Projektes 
„Chancen geben – 100 Wege in Beschäftigung“ tei l oder informieren 
Teilnehmende im Bundesprojekt „Work 4 You“ über Leistungsgewährung 
und Abläufe im Jobcenter. 
 
 auf dezentrale Anlaufstellen. Der „Hotspot Chorweiler“ als Vor -Ort-
Beratung des Jobcenter Köln im Stadtteil Chorweiler bewährt sich bereits 
im fünften Jahr. Etwa 50 %  der Vorsprachen e rfolgen durch Nicht -
Leistungsempfänger.  
Die Beratung des Jobcenters im Stadtteil Neubrück wird rege genutzt. 
Hierdurch werden Barrieren abgebaut und Vertrauen sowie Wertschät-
zung gegenüber den Kunden und Kundinnen aufgebaut.

Seite 20 
Zahlen, Daten und Fakten 
Eingliederungstitel 
 
Nach den vorläufigen Orientierungswerten des BMAS für die Leistungen zur 
Eingliederung in Arbeit wird eine Zuteilung in Höhe von rd. 73 Mio. EUR für den 
Eingliederungstitel (EGT) erwartet. Zusätz lich werden rd. 1,38 Mio. EUR zur 
Finanzierung des Beschäftigungszuschusses (BEZ) einkalkuliert. Die Mittel für 
den BEZ sind zweckgebunden und können daher nur für dieses Instrument ein-
gesetzt werden. Nach Abzug der erforderlichen Umschichtung in das Verwa l-
tungskostenbudget (VKB) in Höhe von rd. 18,76 Mio. EUR stehen voraussicht-
lich Ausgabemittel in Höhe von rd. 55,62 Mio. EUR für Eingliederungsleistungen 
zur Verfügung. 
Im Rahmen der vorläufigen Haushaltsführung in 2018 wird dieser Betrag jedoch 
nicht zu Be ginn des Haushaltsjahres vollumfänglich zur Bewirtschaftung zur 
Verfügung stehen. 
 
Die Umschichtung in das VKB  fällt gegenüber dem Vorjahr um rd. 1,12 Mio. 
EUR niedriger aus und kompensiert teilweise die rd. 2,5 Mio. EUR geringere 
Zuteilung im EGT 2018. Im Vergleich zum Vorjahr konnten die Sachkosten im 
VKB um rd. 1 Mio. EUR niedriger veranschlagt werden. Geringere Miet kosten 
nach den Umzügen in 2017  sowie keine Plankosten für Umzüge in 2018 haben 
dies ermöglicht. 
 
Die nachfolgende Grafik zeigt die Entwicklung des EGT seit 2011 (inkl. BEZ).

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Vergleich 2017 und 2018 (geplante Ausgaben) 
   
  
 
  
2017   2018 
   
   
I. Vermittlung, Aktivierung, berufliche Eingliederung 
 
22.231.000,00   19.978.470,00 
Heranführung an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt 
 
3.395.000,00   3.400.000,00 
Feststellung, Verringerung oder Beseitigung von Vermitt-
lungshemmnissen 
 
3.346.000,00   3.380.000,00 
Vermittlung in versicherungspflichtige Beschäftigung 
 
7.159.000,00   7.159.000,00 
Heranführen an selbständige Tätigkeit 
 
103.000,00   120.000,00 
Maßnahmenkombinationen 
 
2.845.000,00   2.700.000,00 
Vermittlungsbudget 
 
1.000.000,00   1.000.000,00 
Maßnahmen bei einem Arbeitgeber 
 
103.000,00   105.000,00 
Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein 
 
4.280.000,00   2.054.470,00 
davon Vermittlung (ehem. Vermittlungsgutschein) 
 
200.000,00   150.000,00 
davon Aktivierung/Qualifizierung 
 
4.080.000,00   1.904.470,00 
  
    
II. Qualifizierung 
 
12.100.000,00   12.300.000,00 
FbW 
 
12.100.000,00   12.300.000,00 
  
    
III. Beschäftigung begleitende Maßnahmen 
 
3.929.000,00   3.860.000,00 
FAV 
 
390.000,00   550.000,00 
EGZ 
 
2.389.000,00   2.360.000,00 
ESG 
 
700.000,00   500.000,00 
Selbständigenförderung (§ 16 c SGB II) 
 
450.000,00   450.000,00 
  
    
IV. Maßnahmen für Jüngere 
 
5.740.000,00   6.002.000,00 
Stand.-Module für Jüngere (Vermittlung, Aktivierung, berufli-
che Eingliederung)* 
 
4.800.000,00   4.900.000,00 
Spezielle Maßnahmen für Jüngere (BAE, EQ, abH) 
 
940.000,00   1.102.000,00 
  
    
V. Leistungen für Menschen mit Behinderung 
 
4.100.000,00   4.100.000,00 
  
    
VI. Beschäftigung schaffende Maßnahmen 
 
5.757.000,00   5.757.000,00 
Arbeitsgelegenheiten 
 
5.757.000,00   5.757.000,00 
  
    
VII. Freie Förderung (§ 16f SGB II) 
 
1.733.000,00   2.200.000,00 
Freie Förderung 
 
1.733.000,00   2.200.000,00 
  
    
VIII. BEZ 
 
1.500.000,00   1.482.530,00 
  
    
Summe 
 
57.090.000,00   55.620.000,00

Seite 23 
Drittmittelakquise  
Die in der Vergangenheit  vorgenommenen und auch für die Zukunft zu erwar-
tenden Reduzierungen der zur Ve rfügung stehenden Mittel im Ein gliederungsti-
tel des Jobcenters (EGT) machen es erfor derlich, zusätzliche Finanzmittel zur 
Durchführung  von Maßnahmen zur (Wieder -) Herstellung der Arbeitsmarktfä-
higkeit der Kundinnen und Kunden zu akquirieren.  
Mögliche Mitt el für die Durchführung von Arbeitsmarktprojekten stehen im 
Rahmen von EU -Förderprogrammen (u.a. ESF -Förderungen), Stiftungen und 
durch anderweitige Organisationen (z.B. Bundesbehörden) zur Verfügung. Bei 
den aktuellen Projekten  handelt sich hier um Angebote mit modellhaftem Cha-
rakter, die eine sinnvolle Ergänzung zum bestehenden Regelangebot des Job-
centers darstellen.  
 
Zurzeit werden im Jobcenter folgende Projekte umgesetzt:  
 
„ESF-Bundesprogramm zur Eingliederung langzeitarbeitsloser Leistungsbe-
rechtigter nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch auf dem Arbeitsmarkt“: 
 
Projektlaufzeit:   01.06.2015 – 31.12.2020 
 
Platzkontingent:  330 Förderfälle 
 
Fördersumme gesamt: 10.637.833,70 € (ESF und Bund) 
 
Fördersumme in 2018: 3.383.503,21 € 
 
Fördersumme in 2019:  522.024,35 € 
 
 
Chance+: „Integration von Asylbewerbern und Flüchtlingen (IvAF)“ - Teil der 
ESF-Integrationsrichtlinie Bund 
 
Projektlaufzeit:   01.07.2015 – 30.06.2019 
 
Platzkontingent:  1.280 Teilnehmende (davon 920 für das Gebiet Köln) 
 
Fördersumme gesamt: 2.067.738,75 € (ESF + Bund) 
 
Fördersumme in 2018: 542.376,45 € 
 
Fördersumme in 2019:  258.855,30 €

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MitArbeit! in Köln: Programm der Bundesregierung zur "intensivierten Eingliede-
rung und Beratung von schwerbehinderten Menschen" 
 
Projektlaufzeit:   01.06.2015 – 31.05.2018 
 
Platzkontingent:  400 Teilnehmende 
 
Fördersumme gesamt: 1.999.525,00 € (Bund) 
 
Fördersumme in 2018: 313.847 € 
 
 
Bundesprogramm „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“ 
 
Projektlaufzeit:   01.12.2015 – 31.12.2018 
 
Platzkontingent: 369 Stellen, die fortlaufend neu besetzt werden  
 
Fördersumme gesamt: 15.233.385,00 € (Bund) 
 
Fördersumme in 2018: 5.358.485,00 € 
 
 
„Durchstarten in Köln“ - Modellprojekt zur Förderung geringqualifizierter Ju-
gendlicher und Erwachsener 
 
Projektlaufzeit:   01.12.2016 – 30.11.2020 
 
Platzkontingent: 60 Plätze, die fortlaufend neu besetzt werden 
 
Fördersumme gesamt: 817.640,00 € (ESF + Land) 
 
Fördersumme in 2018 sowie 2019:   208.410,00 € 
 
 
Insgesamt beträgt die Fördersumme der laufenden Projekte 30.756.122,45 €.  
Davon entfallen 9.806.621,66 € auf das Jahr 2018 und 989.289,65 €  auf das 
Jahr 2019 . Die Mittel werden zum Teil über Personalpauschalen ins Verwal-
tungskostenbudget des  Jobcenters übertragen (z.B. ESF -LZA sowie „Durch-
starten in Köln“), zum Teil erfolgt auch eine Weiterleitung an Projektträger,  
Gewährung von Lohnkostenzuschüssen und Erfolgsprämien für Teilnehmende. 
In den Jahren 2018 sowie 2019 rechnet das Jobcenter dami t, weitere Drittmittel 
akquirieren zu können.

Seite 25 
Der Arbeitsmarkt 
 
Wir bauen… 
 auf eine stabile Arbeitskräftenachfrage im Jahr 2018. Die Konjunktur  
befindet sich weiter im Aufschwung und verstärkt den Aufwärtstrend am 
deutschen Arbeitsmarkt. Im Jahr 2018 pr ognostiziert das IAB eine weite-
re Steigerung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung (svB) in 
Köln auf ein Niveau von 567.500 Menschen im Mittelwert (März 2017: 
553.000 Menschen).i 
 
Wir rechnen… 
 mit einer zunehmend komplexer werdenden Kundenbetreu ung für die  
Integration in Arbeit. Das Beschäftigungswachstum scheint durch die 
steigende Knappheit an passenden Arbeitskräften begrenzt zu werden. 
Die strukturellen Schwierigkeiten bei der Arbeitskräftenachfrage und dem 
Arbeitskräfteangebot werden größer . Die bestehenden Qualifikationen 
der arbeitslosen Kundinnen und Kunden in Köln, insbesondere im SGB 
II-Bereich, passen häufig nicht zu den Bedarfen der Unternehmen. Etwa 
60 Prozent der Arbeitslosen im Jobcenter Köln sind auf Helfertätigkeiten 
ausgerichtet. Dem gegenüber stehen eine bedeutend geringere Anzahl 
von gemeldeten Arbeitsstellen und ein niedriger Anteil von Helfertätigkei-
ten.ii  
 
Wir planen… 
 im Jahr 2018 mit einer steigenden Anzah l e rwerbsfähiger Leistungsbe-
rechtigter und einer größer werdenden Arbeitslosigkeit im SGB II-Bereich 
in Köln. Das ist unter anderem auf die zunehmende Anzahl von Geflüch-
teten, die in den SGB II-Bezug einmünden, zurückzuführen.iii In Köln sind 
mit Stand September etwa 3.200 Geflüchtete in einem laufenden Asyl-
verfahren mit posi tiver Bleiberechtsperspektive (über alle Altersklassen), 
die noch in großen Teilen dem Jobcenter Köln zugehen werden. „Das

Seite 26 
zusätzliche Potenzial der Flüchtlinge tatsächlich in großem Umfang in 
Beschäftigung umzumünzen, braucht Zeit. Investitionen in Bildun g und 
Sprachkompetenz versprechen dabei auf längere Sicht aber große fiska-
lische und gesamtwirtschaftliche Vorteile.“iv 
 
Die Kundenstruktur 
 
Wir zählen… 
 insgesamt 122.899 Personen, darunter 118.839 Regelleistungsberechtig-
te in 62.407 Bedarfsgemeinschaften im Juni 2017 im Jobcenter Köln. Die 
Anzahl großer Bedarfsgemeinschaften (fünf oder mehr Personen) 
wächst in den letzten Jahren kontinuierlich an und liegt sieben Prozent 
über dem Vorjahresniveau. Unter den Regelleistungsberechtigten gelten 
85.329 Menschen a ls erwerbsfähige Leistungsberechtigte, davon sind 
15.164 Menschen zwischen 15 und 25 Jahren alt. Zehn Prozent aller  
erwerbsfähigen Leistungsberechtigten stehen im Kontext Flucht.v  
 
 
 
Altersstruktur der Erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im Jobcenter Köln (Juni 2017)

Seite 27 
Wir arbeiten… 
 mit 11.731 erwerbsfähigen Leistungsberechtigten, die marktnah und 
45.088 Menschen, die nicht marktnah sind. 9.061 Menschen sind inte-
griert, aber hilfebedürftig. Zum Personenkreis für die keine Zuordnung  
erforderlich ist, gehören z. B. Erziehende mit betreuungsbedürftigen Kin-
dern unter drei Jahren, Personen, die Angehörige pflegen oder Schüle-
rinnen und Schüler die der Schulpflicht unterliegen.vi 
 
Integrationsprognose der Erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im Jobcenter Köln (Juni 2017) 
 
Wir begleiten… 
 36.130 Arbeitslose im SGB II -Bereich Köln. Davon sind über 57 Prozent 
oder 20.675 Menschen langzeitarbeitslos. Von allen arbeitslos gemelde-
ten Personen sind 46 Prozent weiblich, 41 Prozent mit ausländischer 
Staatsangehörigkeit und knapp sechs Prozent schwerbehindert. 23.811 
Arbeitslose im Jobcenter Köln haben keine abgeschlossene Berufsaus-
bildung, 7.884 haben eine betriebliche oder schulische Ausbildung und 
2.196 eine akademische Laufbahn. Für 2.239 Arbeitslose liegen keine 
Angaben vor.vii

Seite 28 
Wir unterstützen… 
 57.989 Langzeitleistungsbeziehende im Jobcenter Köln, stehen hier aber 
vor großen Herausforderungen durch die Zuwanderung von Geflüchte-
ten. Während der Langzeitleistungsbezug unserer Kundinnen und Kun-
den ohne Fluchthintergr und zurückgeht, steigt der Anteil der Langzeit-
leistungsbeziehenden im Kontext Flucht deutlich an, ein Trend der sich 
zunächst im Jahr 2018 fortsetzen wird, da zunehmend mehr Kundinnen 
und Kunden aus diesem Personenkreis mehr als 21 Monate im Leis-
tungsbezug sind.viii  
 
 
 
Langzeitleistungsbeziehende im Jobcenter Köln (Juni 2017) 
 
 
 
                                            
i Vgl. IAB Kurzbericht 21/2017. 
ii Vgl. IAB Kurzbericht 21/2017; Statistik West: Auftragsnummer 245859, 4/20 17. 
iii Vgl. IAB Regionale Arbeitsmarktprognose 2/2017. 
iv IAB Kurzbericht 21/2017. 
v Vgl. BA Statistik: Strukturen der Grundsicherung SGB II, 9/2017, Berichtsmonat 6/2017; Con-
trolling-Cockpit SGB II, 9/2017, Berichtsmonat 6/2017. 
vi Vgl. Controlling-Cockpit SGB II, 9/2017, Berichtsmonat 6/2017. 
vii Vgl. BA Statistik: Arbeitsmarktreport, 6/2017. 
viii Vgl. BA Statistik: Langzeitleistungsbezieher - Deutschland, West/Ost, Länder und Jobcenter 
(Monatszahlen) 6/2017, Controlling-Cockpit SGB II, 9/2017, Berichtsmonat 6/2017.

Mitteilung Ausschuss

546 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
V/5000 JC 
 
Vorlagen-Nummer 12.01.2018 
 0098/2018 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Soziales und Senioren 30.01.2018 
 
Bericht des Jobcenter Köln 
 
Die Verwaltung legt dem Ausschuss für Soziales und Senioren – auf Wunsch des Jobcenter 
Köln- den folgenden Bericht vor.  
 
Anlagen:  
Bericht des Jobcenters 
Anlage 1: Vorher – Nachher Bilder zum Thema „Arbeit sichtbar machen“ 
Anlage 2: Ergebnismonitoring 
Anlage 3: AMIP 2018-2019 –finale Fassung-  
 
 
 
Gez. Dr. Rau

TOP 8.2 Bericht des Jobcenter Köln_Analge 1_Vorher Nachher Bilder

312 Zeichen

Anlage 1 zum Bericht des Jobcenter 
Köln zur Sitzung des Ausschusses 
Soziales und Senioren am 30.01.2018
Arbeit sichtbar machen 2.0
Vorher – und Nachher- Bilder

Vorher – Eingang B

Nachher – Eingang B

Vorher – Empfangstheke

Nachher – Empfangstheke

Beispiele für neue Schichtbilder in den 
Geschäftsbereichen

Beratungsverlauf (1)

30.01.2018 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 8.2 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0098/2018
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
12.01.2018
Erstellt
09.01.2018 14:10