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Bericht des Jobcenter Köln

Mitteilung Ausschuss 0098/2018 vom 12.01.2018

Stand: Am 30.01.2018 im Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.

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  • TOP 8.2 Bericht des Jobcenter Köln_Anlage 3_AMIP ab 2018_Finale Fassung

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    Anlage 3 zum Bericht des Jobcenter Köln zur Sitzung des Ausschusses Soziales und Senioren am 30.01.2018 Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm ab 2018 Seite 1 Stand: 09.01.2018 Inhalt: Vorwort ........................................................................................................... 2 Handlungsschwerpunkte .............................................................................. 4 Lebenslanges Lernen ......................................................................... 4 Nachhaltigkeit in der Integrationsarbeit ............................................... 8 Motivation und Partizipation .............................................................. 11 Gesellschaft und Migration ............................................................... 14 Sozialraumorientierung ..................................................................... 17 Zahlen, Daten und Fakten ........................................................................... 20 Eingliederungstitel ............................................................................. 20 Vergleich 2017 und 2018 (geplante Ausgaben) ................................ 22 Drittmittelakquise .............................................................................. 23 Der Arbeitsmarkt ............................................................................... 25 Die Kundenstruktur ........................................................................... 26 Seite 2 Vorwort Sehr geehrte Leserinnen und sehr geehrte Leser des Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramms 2018 & 2019 des Jobcenter Köln! „Der Mensch im Mittelpunkt“, so war unser letztjähriges AMIP überschrieben und auf diesem Weg bleiben wir auch in den kommend en beiden Jahren – konkret, überprüfbar, mutig. Die Arbeitsmarktpolitik eines Jobcenter s soll sich nicht jedes Jahr neu erfinden. Es braucht langfristige Strukturen, Planbarkeit, Verlässlichkeit und Änderungen an den Stellen, die nicht die gewünschten Er folge gezeigt haben. Exakt diese Strategie verfolgen wir in Köln im SGB II seit einigen Jahren. Auch das Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm folgt dieser Logik, es ist erstmals für zwei Jahre aufgesetzt worden: 2018 und 2019. Was sind für die kommende n zwei Jahre die wesentlichen arbeitsmarktpoliti- schen Leitlinien im Sozialgesetzbuch II in Köln?  Die berufliche Integration von Kölnerinnen und Kölnern steht zentral in unserem Fokus.  Die Aktivierungs- und Integrationsarbeit braucht berufliche Qualifizier ung und Bildung.  Arbeitsmarktpolitik und Sozialpolitik bleiben im SGB II in Köln eng verzahnt.  Das Jobcenter Köln wiederholt sein Bekenntnis, dass die Ermöglichung von Teilhabe an der Gesellschaft und soziale Integration zu seinen Auf- gaben gehört. Dieser Weg wird in Köln im Rahmen der Möglichkeiten des SGB II weiter beschritten.  Das Jobcenter Köln organisiert sich dezentral. Wir versuchen dahin zu gehen wo die Menschen sind. Seite 3  Motivation zu erzeugen ist ein Schlüssel für den Integrationserfolg. Motivation erzeugt sich am besten über individuelle Wege.  Das Jobcenter Köln war und ist eine Denkfabrik des SGB II. Wir suchen nach Innovationen in der operativen Arbeitsmarktpolitik. Globalisierte Abläufe der Wirtschaft, die Digitalisierung 4.0, die Flucht von Men- schen vor Krieg und Hoffnungslosigkeit nach Deutschland und viele weitere Entwicklungen machen die Arbeitswelt komplexer und die Halbwertzeit von Wissen kürzer. Das Jobcenter Köln erkennt seine Funktion darin, den Men- schen, die vorübergehend auf Leistungen nach dem SGB II angewiesen sind, einen stabilen Halt, fachliche gute Navigation und individuelle Perspektiven zu geben. Die Herausforderungen können nicht vom Jobcenter Köln alleine gelöst werden, sondern nur in einer starken Vernetzung. Olaf Wagner Birgit Jung Geschäftsführer Mitglied der Geschäftsführung Seite 4 Handlungsschwerpunkte Lebenslanges Lernen Die Fachkräfteengpassanalyse zeigt mit Stand Juni 2017 einen bundesweiten Fachkräftebedarf. Dem gegenüber s tehen geringqualifizierte und integrations- ferne Kundinnen und Kunden, welche stärkeorientiert beruflich auszubilden oder zu qualifizieren sind. Etwa 66 % (Stand Juli 2017 ) der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten des Jobcenter Köln verfügen über keine abgeschlossene Berufsausbildung. Die erfolgreiche Absolvierung von abschlussorientierten Weiterbildungen stellt jedoch hohe Ansprüche an das Durchhaltevermögen von Teilnehmenden, deren Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten sich über Jahre der Arbeitslosigkeit verringert hat. Dem gilt es mit geeigneten Instrumen- ten zu begegnen, erfolgreiche Weiterbildungen zu ermöglichen und nachhaltige Integrationen in den ersten Arbeitsmarkt zu erzielen. Ziele  Wir entwickeln uns als Organisation stetig weiter  Wir aktivieren und qualifizieren SGB II - Leistungsempfänger  Wir verbessern die Durchführungs- qualität von a bschlussorientierten Wei- terbildungen  Wir bilden Kundinnen und Kunden ohne Ab schluss zu Fachkräften aus und integrieren sie Seite 5 Ausgewählte Aktivitäten des Jobcenters zum Handlungsschwerpunkt: Wir entwickeln… unsere Angebote und Prozesse konsequent weiter. Dabei orientieren wir uns an den Erfordernissen des Arbeitsmarktes und den Bedürfnissen der Kundinnen und Kunden. Um dies zu gewährleisten, bind en wir diese zunehmend in die (Weiter-) Entwicklung unserer Maßnahmen mit ein. eine gemeinsame Bildungszielplanung mit der Agentur für Arbeit. Die Planung berücksichtigt den quantitativen und qualitativen Qualifizie- rungsbedarf des regionalen Arbeitsmarktes. unsere Qualifizierungsberatung weiter. D ie Anforderungen hierbei sind deutlich gestiegen durch einen differenzierten Arbeitsmarkt sowie ein heterogenes Bildungsangebot, so dass eine Spezialisierung der Bera- tung im Jobcenter erforderlich wird. Wir aktivieren und qualifizieren… unsere Kund innen und Kunden für die Herausforderungen des Arbeits- marktes. So wird in 2018 und 2019 der Anteil von Bildungsmaßnahmen mindestens einem Viertel des gesamten Eingliederungstitels entspre- chen. zielgruppenorientiert und modular. Insbesondere die Gruppe der lang- zeitarbeitslosen Kundinnen und Kunden , die derzeit 57% aller Arbeitslo- sen im SGB II -Bezug ausmacht, zeichnet sich teilweise durch ein gerin- ges Durchhaltevermögen aus sowie durch länger zu rückliegende Lerner- fahrung. Diesen Herausforderungen begegnen wir durch Anpassung un- serer Angebote . So ist es gelungen, Teilnahmeabbrüche durch vorge- schaltete Erprobungsmodule erheblich zu verringern. Zudem setzt das Jobcenter Köln verstärkt auf modulare Teilqualifizierun- gen mi t dem Ziel eines Berufsabschlusses. Hierdurch werden die Be- darfslagen am Arbeitsmarkt sowie unterschiedliche Bildungspotenziale der Kundinnen und Kunden berücksichtigt. Die beiden Ansätze Erpro- Seite 6 bung sowie Teilqualifizierung werden erfolgreich in den Projekten „Kölner Bildungsmodell“ sowie „Durchstarten in Köln“ angewandt. Wir verbessern… die Qualität der be ruflichen Weiterbildung. Ausdrückliches Ziel des Job- center Köln ist deshalb eine kontinuierliche und standardisierte Überprü- fung des Maßnahme- und Angebotsportfolios. Dies erfolgt beispielsweise durch eine erhöhte Kontaktdichte mit den Bildungsträgern oder auch Sprechstunden für Teilnehmende von Weiterbildungen. das Teilnehmendenmanagement gemeinsam mit der Agentur für Arbeit während einer Weiterbildung. Wesentliche Aspekte sind hierbei die pro- aktive Vermeidung von frühzeitigen Abbrüchen, die intensive Begleitung der Teilnehmenden vor Ort sowie die Aufnahme erster Integrationsb e- mühungen noch vor A bschluss einer Qualifizierung. Hierbei gilt: „Nach- haltige I ntegration geht vor Qualifizierung und Qualifizierung geht vor nicht nachhaltiger Integration.“ Wir bilden… die Grundlagen für den Start einer Weiterbildung: Die Förderung von Grundkompetenzen (Lesen, Schreiben, Rechnen, IT ) wird weiterhin angeboten, um die erfolgreiche Teilnahme von Kundinnen und Kunden an berufsqualifizierenden Weiterbildungsmaßnahmen bereits im Vorfeld zu unterstützen. Die Verstetigung der Maßnahme im Rahmen einer mit Gutschein geförderten Qualifizierung ermöglicht einen flexiblen Eins tieg und entspricht damit den Erfordernissen der Zielgruppe. Fachkräfte aus und vermeiden damit Arbeitslosigkeit aufgrund von man- gelnder Qualifikation. Einstiegsqualifizierungen (EQ) bieten Ausbildungs- betrieben die Möglichkeit, die Fähigkeiten der junge n Menschen mit dem Ziel der anschließenden Übernahme in ein Ausbildungsverhältnis beobachten und erproben zu können. Als weiteres Angebot steht die Begleitung der Ausbildung (AbH) zur Verfügung, hier wird beispielsweise Nachhilfe parallel zur Ausbildung angeboten. Seite 7 Bei sehr hohem Förderbedarf von jungen Menschen erfolgt zunächst die Vorbereitung und anschließende Begleitung der Ausbildung (AsA). Seite 8 Nachhaltigkeit in der Integrationsarbeit Geringqualifizierte Kundinnen und Kunden fassen nur schwer Fuß auf de m ersten Arbeitsmarkt. Lediglich 17% derjenigen Kundinnen und Kunden, die in bedarfsdeckende Beschäftigung integriert wurden und auch 12 Monate später noch ihren Lebensunterhalt eigenständig bestreiten, haben keinen Berufsab- schluss (Stand Juli 2017 ). Ausgeprägte Langzeitarbeitslosigkeit destabilisiert zudem die Lebensführung und nimmt Einfluss auf angrenzende Lebensberei- che. Der Beratungs - und Unterstützungsbedarf der Betroffenen nimmt mit anhaltenden Zeiten der Erwerbslosigkeit zu. Von Bedeutung ist somi t auch die Vermeidung einer erstmaligen Arbeitslosigkeit von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, um einer Verfestigung der Arbeitslosigkeit in frühen Lebensjah- ren entgegenzuwirken. Die Eingliederung in ein unabhängiges Erwerbsleben erfordert damit häufig eine enge Begleitung und individuellen Zuschnitt von Unterstützungsangeboten. Dies gilt ebenfalls für die Zeit nach der Integration, um die Arbeitsaufnahme zu stabilisieren und einen Abbruch zu vermeiden. Ziele  Wir erzielen dauerhafte Beschäfti- gungsverhältnisse und vermeiden „Drehtüreffekte“  Wir unterstützen Jugendliche und junge Erwachsene mit Präventivange- boten, um Arbeitslosigkeit zu vermei- den und in Ausbi ldung und Arbeit zu integrieren  Wir fördern individuell und ganzheit- lich zum Erhalt des Arb eitsvermögens von Kundinnen und Kunden Seite 9 Ausgewählte Aktivitäten des Jobcenters zum Handlungsschwerpunkt: Wir erzielen… längerfristige Arbeitsverhältnisse durch beschäftigungsbegleitendes Coaching. Dieser in 2014 eingeführte Ansatz findet sich aktuell in neun Angeboten und Projekten des JC Köln wieder und hat sich seit- dem als wirksam erwiesen. Coaching wird auch zukünftig verstärkt in neue Produkte eingebaut. eine höhere Präsenz unserer Kundinnen und Kunden durch die Ar- beit des gemeinsamen Arbeitgeber -Service sowie durch Arbeitge- berveranstaltungen wie zum Beispiel die bereits etablierten Bewer- bertage. erfolgreiche Integrationen mit der Fortführung von bewährten Veran- staltungs- und Kommunikationsformaten. Die Arbeitgeber- und Bewerbertage oder auch da s prämierte Job -Speed-Dating (ausge- zeichnet mit dem Exzellenzpreis der Bundesagentur für Arbeit ) ge- ben Kundinnen und Kunden auch die Möglichkeit, unmittelbar im persönlichen Gespräch mit potenziellen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern zu überzeugen. Das Job-Speed-Dating wird mit jährlich zunehmenden Erfolg durchgeführt und erreicht mittlerweile Integrati- onszahlen von etwa 50%. Wir unterstützen… benachteiligte Jugendliche unter anderem im Rahmen des Angebots „Joblinge“ , bei der Vorbereitung und Suche ein es Ausbildungs- oder Arbeitsplatzes. Dieses erfolgreiche Produkt wurde aufgrund der Erfahrungen aus anderen Maßnahmen durch eine Ausbildungsbe- gleitung ergänzt. Bisher konnten über „Joblinge“ mehr als 80 % der Teilnehmenden nachhaltig vermittelt werden. Kundinnen und Kunden an allgemeinbildenden Schulen dabei, den Übergang in Ausbildung und Arbeit erfolgreich zu gestalten. Unsere Seite 10 Schülerteams kooperieren dabei mit der Berufsberatung sowie mit den jeweiligen Schulen. die Einrichtung einer Jugendberufsagentur in Köln zur Bündelung der gemeinsamen Bemühungen von Jobcenter, Agentur für Arbeit sowie Stadt Köln bei der Integration von jungen Erwachsenen. niedrigschwellige Projekte wie „Checkpoint im Sozialraum“ oder „Work 4 You“ im Kölner Stadtgebiet dabei, die Teilnehmenden mittel- fristig wieder in die Regelsysteme zurückzuführen. Wir fördern… mit kommunal flankierenden Angeboten einen ganzheitlich ausge- stalteten Integrationsprozess, da nur so komplexen Situationen und Problemlagen einer Bedarfsgemeinscha ft Rechnung getragen wer- den kann. In 2016 partizipierten mehr als 11.600 Menschen in Köln an diesen Leistungen. Durch die in 2017 erfolgte Aufstockung der Mittel möch- ten wir auch in Zukunft die hohe Qualität der Angebote mittelfristig halten und die bestehenden Bedarfe decken. die Gesundheit unserer Kundinnen und Kunden, in dem wir verstärkt Elemente der Gesundheitsförderung in neue Förderangebote invol- vieren. Beispielhaft sei hier das flankierende Gesundheitscoaching im Rahmen von „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“ genannt. gesundheitlich beeinträchtigte Kundinnen und Kunden durch gezielte Beratung unseres Disability Managements (DiMa), mit der Stabilisie- rung- und Entwicklungsmaßnahme (SEM -DiMa) sowie mit dem Modellprojekt „MitArbeit! in Köln“. Durch W iederherstellung von Tagesstrukturen, psychosoziale Stabilisierung und soziale Teilhabe werden die individuellen Vermittlungschancen verbessert. Seite 11 Motivation und Partizipation Die bisherigen Betrachtungen von Förderangeboten, die von Teilnehmenden frühzeitig abgebrochen wurden, heben Gründe der Motivation und dem daraus resultierend geringen Durchhaltevermögen besonders hervor. Bereits der Bera- tungsprozess nimmt maßgeblich Einfluss auf Akzeptanz und Ablehnung von ausgewählten Angeboten. Ferner zeigen bisherige Erfahrungen, dass Bewer- bungsbemühungen von Kundinnen und Kunden oftmals schon vor einem mög- lichen Vorstellungsgespräch scheitern. Unterstützend werden Aktivierungsvari- anten eingesetzt, um eine stärkere Partizipation von Kundinnen und Kunden am Eingliederungsprozess zu erreichen. Darüber hinaus gilt es Kundengruppen mit spezifischen Vermittlungshemmnissen, wie beispielsweise Menschen mit Behinderungen, bei der sozialen Teilhabe am gesellschaftlichen und beruflichen Leben zu unterstützen o der Ihnen di ese sogar zu ermöglichen. Hierbei bedarf es gezielte r Zuschnitte von Angeboten und Projekten, um Kundinnen und Kunden sowie Arbeitgeber gemeinsam im Prozess der Eingliederung zu beglei- ten und zu unterstützen. Ziele  Wir erzeugen höhere Akzeptanz für die mit Kundinnen und Kunden erarbei- teten Schritte im Integrationsprozess  Wir steigern erfolgreich a bsolvierte Qualifizierungen  Wir gestalten tragfähige Perspektiven gemeinsam mit Kundinnen und Kun- den Seite 12 Ausgewählte Aktivitäten des Jobcenters zum Handlungsschwerpunkt: Wir erzeugen… eine gute Ausgangslage für den erfolgreichen Integrationsprozess durch die stärkenorientierte Ausgestaltung der Förderkette. Werden Erwartun- gen an ein Förderangebot nicht bestätigt oder erweist sich eine gewähl- te Maßnahme fr ühzeitig als nicht geeignet, werden Ursachen gemein- sam mit den Teilnehmenden beleuchtet und ein alternatives Vorgehen vereinbart. Hierbei gilt „keinen Ausstieg ohne neuen Einstieg“. Akzeptanz und Initiative von Teilnehmenden durch Angebote der Parti- zipation in Maßnahmen. So sieht das JobBörsen-Programm den „Work- shop“ als favorisierte Sozia lform interner Schulungsangebote vor , in denen Kundinnen und Kunden die Ergebnisse der gemeinsamen Prozesse mit beeinflussen können. Wir steigern… die Motivation zur erfolgreichen Teilnahme an Weiterbildungen. Im Pro- jekt „Durchstarten in Köln“ werden Prämien für erfolgreiche Prüfungen gewährt. Das ESF-Projekt wird in Köln in den Berufsbereichen Fach- kraft Metalltechnik und Servicekraft Schutz und Sicherheit umgesetzt . Die Teilnehmenden werden durch Qualifizierungscoaches des Jobcen- ters begleitet und unterstützt. Ein finanzieller Anreiz reicht in der Regel nicht aus als Motivator, eine Weiterbildung zu beginnen, kann jedoch aktivierend wirken und zudem im Verlauf der Weit erbildung das Durch- haltevermögen stärken. Attraktiv für unsere Kundinnen und Kunden ist insbesondere die Chance, den Berufsabschluss „etappenweise“ zu er- langen. gruppendynamische Prozesse in verschiedenen Aktivierungsvarianten, wie Befit4Job, Jobbörse od er Arbeit@Porz. So erleben die Kundinnen und Kunden die berufliche Eingliederung anderer Teilnehmerinnen und Teilnehmer als ein für s ie realistisches und greifbares Ziel. Sie partizi- pieren am Erfolg der anderen Teilnehmenden, vernetzen sich und Seite 13 schöpfen Motivation zur Intensivierung der Eigenbemühungen. das Selbstwertgefühl und steigern die Weiterbildungsbereitschaft von Teilnehmenden durch schneller erreichbare Ziele mit dem Angebot von Teilqualifizierungen. Erfahrungen im Rahmen des Kölner Bildungsmo- dells zeigen, dass die modulare Qualifizierung im Idealfall zu einer Ab- solvierung aller erforderlichen Module einer Vollqual ifizierung „in Kette“ führt. Wir gestalten… mit Kundinnen und Kunden individuelle Rahmenbedingungen zur Ver- einbarkeit von Familie un d Beruf, um Erwerbstätigkeit auch bei Kinder- betreuung oder Pflege von Angehörigen zu ermöglichen . Das Förder- angebot „Kölner Alleinerziehende Im Aufbruch“ unterstützt sei t 2 013 Erziehende durch Beratungs- und Qualifizierungsangebote. Handlungs- felder sind die Organisation der Kinderbetreuung und die Wiedergewin- nung einer beruflichen Orientierung. eine verbesserte Beschäftigungsfähigkeit für Menschen mit Schwerbe- hinderung sowie die Schaffung einer Anschlussperspektive im Projekt „Mitarbeit! In Köln“ . Seit Juni 2015 werden hier rechtskreisübergreifend Teilnehmende innerhalb von drei Jahren aktiviert, qualifiziert und an den Arbeitsmarkt herangeführt und/oder vermittelt. Dies kann die Aufnahme einer Berufsausbildung, einer abschlussorientierten Qualifizierung oder einer beruflichen Rehabilitation sein. Obligatorisch und essentiell ist da- bei das individuelle Jobcoaching zu bewerten. Chancen und Möglichkeiten für geflüchtete Menschen. So werden seit 2016 Talentscouts eingesetzt, um den besonderen Bedarfen der jugendlichen Menschen mit Fluchterfahrung gerecht zu werden . Die Scouts begleiten, „entdecken“ Fähigkeiten und Potentiale der Jugendli- chen und fördern diese . Das Modell der Talentscouts ist so erfolgreich, dass es in 2016 durch die Bundesagentur für Arbeit prämiert wurde. Seite 14 Gesellschaft und Migration Das Thema Flucht ist weiterhin sehr relevant in der täglichen Arbeit des Job- centers. Die Zahl der ankommenden Asylsuchenden ist derzeit rückläufig, jedoch hat die Vergangenheit gezeigt, dass eine seriöse Aussag e zur weiteren Entwicklung nur schwer zu treffen ist. Zudem leben in Köln bereits viele Men- schen, die aus anderen Gründen nach Deutschland migriert sind und sich durch unterschiedlichste Sozialisationserfahrungen und berufliche Perspektiven aus- zeichnen. Diesen Herausforderungen muss das Jobcenter in seiner Angebots- planung begegnen. Die soziale und berufliche Integration der zugewanderten Menschen erfordert eine zeitlich angemessene und individuelle Gesamtpla- nung, um Sprac herwerb und kulturelle Anpassung erfolgreich zu gestalten und dem Fachkräftebedarf von übermorgen zu begegnen. Einen weiteren Schwerpunkt unserer Arbeit stellt die gesellschaftliche Integrati- on von Personen mit erheblichen Hemmnissen dar. Die Aufnahme einer aus- kömmlichen Erwerbstätigkeit is t dabei unser generelles Ziel. Für einen Teil der Kundinnen und Kunden ist dies jedoch mittelfristig nicht realistisch. Wir sehen unsere Verantwortung insbesondere darin , diese Menschen entspr echend ihrer Fähigkeiten zu fördern und ihnen somit die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Ziele  Wir unterstützen soziale Integration durch Erwerb von Sprache und Arbeit  Wir schaffen Perspektiven durch An- erkennung, Ausbildung und Qualifizie- rung  Wir fördern die soziale Teilhabe Seite 15 Ausgewählte Aktivitäten des Jobcenters zum Handlungsschwerpunkt: Wir unterstützen… Menschen mit Fluchterfahrung im Integration Point Köln . Die gemeinsa- me Einrichtung von Agentur für Arbeit und Jobcenter unterstützt ankom- mende Menschen bei der Inanspruchnahme von Angeboten wie Sprach- förderung, Anerkennungsberatung oder Qualifizierung. die frühzeitige Heranführung an den Ausbildungs - und Arbeitsmarkt von zugewanderten Kundinnen und Kunden. Das Angebot „Kompetenzfest- stellung, frühzeitige Aktivierung und Spracherwerb“ (KompAS) verfolgt die berufliche Orientierung parallel zur Teilnahme an einem Integrations- kurs. Die Maßnahmegestaltung wurde mit Blick auf die Erfahrunge n in 2016 verbessert, die einge kaufte Platzzahl unter Berücksichtigung des infrage kommenden Kundenpotentials reduziert. den Erwerb von deutschen Sprachkenntnissen. Neben den regulären Integrationskursen stehen Kundinnen und Kunden mit Migrationshinter- grund berufsbezogene Sprachkurse nach der Verordnung über die berufsbezogene Deutschsprachförderung (DeuFöV) zur Verfügung. Hierzu ergänzend enthalten zahlreiche Integrationsmaßnahmen wie bei- spielsweise KomBer Sprachförderanteile, da nur mit ausreichenden Deutschkenntnissen eine nachhaltige Integration in die Gesellschaft und in den Arbeitsmarkt realistisch ist. junge Menschen mit Fluchterfahrungen mit berufspraktischer Orientie- rung sowie Vorbereitung und Hera nführung an das deutsche Ausbil- dungssystem mit dem Angebot „Perspektiven für junge Flüchtlinge“ (Per- juF) und der Ergänzung im Bereich Handwerk (PerjuF -H). Die Sprach- förderung stellt einen obligatorischen Anteil des Angebotes dar. Seite 16 Wir schaffen… gute Grundlagen für eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt durch Kompetenzfeststellung und Einleitung von Prüfverfahren zur Aner- kennung vorliegender Ausbildungsnachweise. Im Projekt „Chance plus“ werden Betroffene beispielsweise in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk „Integration und Qualifizierung“ der Anerkennungsberatung zugeführt. Abhilfe in Krisensituationen mit „Guide2work“. Das Förderangebot für Menschen mit Migrationshintergrund bietet neben einem begleitenden Coaching eine Soforthilfe, um Betroffenen schnell und unkompliziert Unterstützung zu leisten. Wir fördern… Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen, die aufgrund von gesund- heitlichen Einsc hränkungen und/oder eingeschränkten Kinderbetreu- ungsmöglichkeiten derzeit keine Integrationsperspektive auf dem ersten Arbeitsmarkt haben. Im Rahmen des Bundesprogrammes „Soziale Teil- habe am Arbeitsmarkt“ wurden bis Ende September 2017 bereits 35 9 sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse im Rahmen des Projek- tes gefördert und durch Jobcoaches erfolgreich begleitet. die gesellschaftliche Teilhabe unserer Kundinnen und Kunden durch Mitwirkung im kommunalen Beschäftigungsprogramm. Erwerbstätigkeit im Hinblick auf die soziale Integration stellt ein wichtiges und notwendi- ges Instrument dar. Soziale Anerkennung und Vernetzung, geregelte Tagesstrukturen und wertschöpfende Arbeit sind hierbei we sentliche As- pekte. Projekte für NEETs (Not in Education, Empl oyment or Training), die auf- grund massiver Hemmnisse derzeit nicht an Regelangeboten von Jugendamt und Jobcenter partizipieren. Ziel ist eine Stabilisierung der Lebenssituation und Entwicklung von realistischen Perspektiven. Seite 17 Sozialraumorientierung Als aktiver Kooperationspartner gestalten wir Angebote und Maßnahmen ver- stärkt im Sozialraum und damit unmittelbar im gesellschaftlichen Lebensraum der Kundinnen und Kunden . Das Jobcenter sieht sich in der Mitverantwortung bei der Beantwortung sozialer Fragen und versteht sich als aktiver Kooperati- onspartner vor Ort. Das in Köln kulturtypische und traditionell verankerte Veedel bietet hierzu eine räumlich gute Orientierung. Insbesondere für Jugendliche stellen räumliche Entfernungen entscheidende Hürden dar, di e eine Beratung und Förderung ersc hweren oder sogar die Wahrnehmung des Hilfesystems gänzlich verhindern . Dieser Herausforderung begegnen wir durch dezentrale Beratungs- und Unterstützungsangebote. Der Schwerpunkt der sozialen Integration durch s oziale Anerkennung und Ver- netzung sowie wertschöpfende Arbeit im Sozi alraum der Kundinnen und Kun- den beschreibt weiterhin einen wesentlichen Aspekt für die Förderung öffentli- cher Beschäftigungen . Die Stärken und Kompetenzen der Menschen stehen dabei uneingeschränkt im Fokus. Ziele  Wir unterstützen den Menschen dort, wo er lebt  Wir sind aktiver Netzwerkpartner vor Ort  Wir bauen Zugangsbarrieren für Kundinnen und Kunden ab Seite 18 Ausgewählte Aktivitäten des Jobcenters zum Handlungsschwerpunkt: Wir unterstützen… Jugendliche und junge Erwachsene bei der beruflichen und der sozialen Integration mit Jugendbüros und Kompetenzagenturen vor Ort. Hier wer- den Jugendliche in eine angemessene Anschlussperspektive vermittelt, zum Beispiel in ei ne sozialversicherungspflichte Arbeit, Ausbildung, er- neuten Schulbesuch oder Einstiegsqualifizierung . In vier Stadtgebieten bieten Kompetenzagenturen umfangreiche Angebote an, um Jugendliche sowohl bei der beruflichen als auch sozialen Integration zu unterstützen. Die Angebote sind seh r erfolgreich, nicht zuletzt aufgrund der Kooperati- on mit vor Ort vertretenden Akteure n wie beispielsweise weitere n Bera- tungsstellen oder ansässige n Arbeitgeber. Aus diesem Grunde sind bei einer neuen Ausschreibung der Jugendbüros zwei weitere Standorte in Planung, um der sozialräumlichen Komponente des Angebotes noch besser gerecht zu werden. Kundinnen und Kunden in Krisensituationen. Unsere Joblotsen bieten ei- ne 1:1-Unterstützung und begleite n Kundinnen und Kunden vor Ort. Ne- ben der Bewältigung von a kuten Schwierigkeiten unterstützen sie bei- spielsweise den Abbau von Vermittlungshemmnissen oder die Funktion als Bindeglied zu Behörden und weiteren Anlaufstellen im Hilfesystem. schwer erreichbare junge Menschen in Kooperation mit dem Amt für Kin- der, Ju gend und Familie und der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Köln e.V. mit einem gemeinsamen Streetwork -Angebot. Streetworker errei- chen Jugendliche in ihrem unmittelbaren Umfeld. Als vertrauensvolle An- sprechpartner bieten sie Orientierung und Unterstützung bei der be- darfsgerechten Anbindung an bestehende Hilfesysteme. Seite 19 Wir sind… in der Mitverantwortung bei der Beantwortung sozialer Fragen und verstehen uns als aktiver Kooperationspartner. So wirken wir in ver- schiedenen sozialräumlichen Netzwerken mit wie zum B eispiel dem Arbeitskreis Chorweiler. Kooperationspartner der Stadt Köln im Rahmen des EFRE/ESF Projek- tes: “Lebenswerte Veedel“: Kölner Veedelscenter und Klosterwald 2.0 mit dem Ziel, schwer zu aktivierende Kundinnen und Kunden über einen niederschwelligen Ansatz im Sozialraum „abzuholen“ und sozial zu integ- rieren. Die vor Ort vorhandene Förderstruktur wird beachtet, ergänzt und effizient genutzt, um individuell bedarfsumfassend zu unterstützen. Wir bauen… gezielt Hemmschwellen ab für unsere Kundinnen und Kunden zur Inan- spruchnahme von Leistungen und Beratung. Hier zu sind unsere Mitar- beiterinnen und Mitarbeiter in den Kölner Veedeln unterwegs und neh- men beispielsweise am aufsuchenden Angebot des ESF -Projektes „Chancen geben – 100 Wege in Beschäftigung“ tei l oder informieren Teilnehmende im Bundesprojekt „Work 4 You“ über Leistungsgewährung und Abläufe im Jobcenter. auf dezentrale Anlaufstellen. Der „Hotspot Chorweiler“ als Vor -Ort- Beratung des Jobcenter Köln im Stadtteil Chorweiler bewährt sich bereits im fünften Jahr. Etwa 50 % der Vorsprachen e rfolgen durch Nicht - Leistungsempfänger. Die Beratung des Jobcenters im Stadtteil Neubrück wird rege genutzt. Hierdurch werden Barrieren abgebaut und Vertrauen sowie Wertschät- zung gegenüber den Kunden und Kundinnen aufgebaut. Seite 20 Zahlen, Daten und Fakten Eingliederungstitel Nach den vorläufigen Orientierungswerten des BMAS für die Leistungen zur Eingliederung in Arbeit wird eine Zuteilung in Höhe von rd. 73 Mio. EUR für den Eingliederungstitel (EGT) erwartet. Zusätz lich werden rd. 1,38 Mio. EUR zur Finanzierung des Beschäftigungszuschusses (BEZ) einkalkuliert. Die Mittel für den BEZ sind zweckgebunden und können daher nur für dieses Instrument ein- gesetzt werden. Nach Abzug der erforderlichen Umschichtung in das Verwa l- tungskostenbudget (VKB) in Höhe von rd. 18,76 Mio. EUR stehen voraussicht- lich Ausgabemittel in Höhe von rd. 55,62 Mio. EUR für Eingliederungsleistungen zur Verfügung. Im Rahmen der vorläufigen Haushaltsführung in 2018 wird dieser Betrag jedoch nicht zu Be ginn des Haushaltsjahres vollumfänglich zur Bewirtschaftung zur Verfügung stehen. Die Umschichtung in das VKB fällt gegenüber dem Vorjahr um rd. 1,12 Mio. EUR niedriger aus und kompensiert teilweise die rd. 2,5 Mio. EUR geringere Zuteilung im EGT 2018. Im Vergleich zum Vorjahr konnten die Sachkosten im VKB um rd. 1 Mio. EUR niedriger veranschlagt werden. Geringere Miet kosten nach den Umzügen in 2017 sowie keine Plankosten für Umzüge in 2018 haben dies ermöglicht. Die nachfolgende Grafik zeigt die Entwicklung des EGT seit 2011 (inkl. BEZ). Seite 21 Seite 22 Vergleich 2017 und 2018 (geplante Ausgaben) 2017 2018 I. Vermittlung, Aktivierung, berufliche Eingliederung 22.231.000,00 19.978.470,00 Heranführung an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt 3.395.000,00 3.400.000,00 Feststellung, Verringerung oder Beseitigung von Vermitt- lungshemmnissen 3.346.000,00 3.380.000,00 Vermittlung in versicherungspflichtige Beschäftigung 7.159.000,00 7.159.000,00 Heranführen an selbständige Tätigkeit 103.000,00 120.000,00 Maßnahmenkombinationen 2.845.000,00 2.700.000,00 Vermittlungsbudget 1.000.000,00 1.000.000,00 Maßnahmen bei einem Arbeitgeber 103.000,00 105.000,00 Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein 4.280.000,00 2.054.470,00 davon Vermittlung (ehem. Vermittlungsgutschein) 200.000,00 150.000,00 davon Aktivierung/Qualifizierung 4.080.000,00 1.904.470,00 II. Qualifizierung 12.100.000,00 12.300.000,00 FbW 12.100.000,00 12.300.000,00 III. Beschäftigung begleitende Maßnahmen 3.929.000,00 3.860.000,00 FAV 390.000,00 550.000,00 EGZ 2.389.000,00 2.360.000,00 ESG 700.000,00 500.000,00 Selbständigenförderung (§ 16 c SGB II) 450.000,00 450.000,00 IV. Maßnahmen für Jüngere 5.740.000,00 6.002.000,00 Stand.-Module für Jüngere (Vermittlung, Aktivierung, berufli- che Eingliederung)* 4.800.000,00 4.900.000,00 Spezielle Maßnahmen für Jüngere (BAE, EQ, abH) 940.000,00 1.102.000,00 V. Leistungen für Menschen mit Behinderung 4.100.000,00 4.100.000,00 VI. Beschäftigung schaffende Maßnahmen 5.757.000,00 5.757.000,00 Arbeitsgelegenheiten 5.757.000,00 5.757.000,00 VII. Freie Förderung (§ 16f SGB II) 1.733.000,00 2.200.000,00 Freie Förderung 1.733.000,00 2.200.000,00 VIII. BEZ 1.500.000,00 1.482.530,00 Summe 57.090.000,00 55.620.000,00 Seite 23 Drittmittelakquise Die in der Vergangenheit vorgenommenen und auch für die Zukunft zu erwar- tenden Reduzierungen der zur Ve rfügung stehenden Mittel im Ein gliederungsti- tel des Jobcenters (EGT) machen es erfor derlich, zusätzliche Finanzmittel zur Durchführung von Maßnahmen zur (Wieder -) Herstellung der Arbeitsmarktfä- higkeit der Kundinnen und Kunden zu akquirieren. Mögliche Mitt el für die Durchführung von Arbeitsmarktprojekten stehen im Rahmen von EU -Förderprogrammen (u.a. ESF -Förderungen), Stiftungen und durch anderweitige Organisationen (z.B. Bundesbehörden) zur Verfügung. Bei den aktuellen Projekten handelt sich hier um Angebote mit modellhaftem Cha- rakter, die eine sinnvolle Ergänzung zum bestehenden Regelangebot des Job- centers darstellen. Zurzeit werden im Jobcenter folgende Projekte umgesetzt: „ESF-Bundesprogramm zur Eingliederung langzeitarbeitsloser Leistungsbe- rechtigter nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch auf dem Arbeitsmarkt“: Projektlaufzeit: 01.06.2015 – 31.12.2020 Platzkontingent: 330 Förderfälle Fördersumme gesamt: 10.637.833,70 € (ESF und Bund) Fördersumme in 2018: 3.383.503,21 € Fördersumme in 2019: 522.024,35 € Chance+: „Integration von Asylbewerbern und Flüchtlingen (IvAF)“ - Teil der ESF-Integrationsrichtlinie Bund Projektlaufzeit: 01.07.2015 – 30.06.2019 Platzkontingent: 1.280 Teilnehmende (davon 920 für das Gebiet Köln) Fördersumme gesamt: 2.067.738,75 € (ESF + Bund) Fördersumme in 2018: 542.376,45 € Fördersumme in 2019: 258.855,30 € Seite 24 MitArbeit! in Köln: Programm der Bundesregierung zur "intensivierten Eingliede- rung und Beratung von schwerbehinderten Menschen" Projektlaufzeit: 01.06.2015 – 31.05.2018 Platzkontingent: 400 Teilnehmende Fördersumme gesamt: 1.999.525,00 € (Bund) Fördersumme in 2018: 313.847 € Bundesprogramm „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“ Projektlaufzeit: 01.12.2015 – 31.12.2018 Platzkontingent: 369 Stellen, die fortlaufend neu besetzt werden Fördersumme gesamt: 15.233.385,00 € (Bund) Fördersumme in 2018: 5.358.485,00 € „Durchstarten in Köln“ - Modellprojekt zur Förderung geringqualifizierter Ju- gendlicher und Erwachsener Projektlaufzeit: 01.12.2016 – 30.11.2020 Platzkontingent: 60 Plätze, die fortlaufend neu besetzt werden Fördersumme gesamt: 817.640,00 € (ESF + Land) Fördersumme in 2018 sowie 2019: 208.410,00 € Insgesamt beträgt die Fördersumme der laufenden Projekte 30.756.122,45 €. Davon entfallen 9.806.621,66 € auf das Jahr 2018 und 989.289,65 € auf das Jahr 2019 . Die Mittel werden zum Teil über Personalpauschalen ins Verwal- tungskostenbudget des Jobcenters übertragen (z.B. ESF -LZA sowie „Durch- starten in Köln“), zum Teil erfolgt auch eine Weiterleitung an Projektträger, Gewährung von Lohnkostenzuschüssen und Erfolgsprämien für Teilnehmende. In den Jahren 2018 sowie 2019 rechnet das Jobcenter dami t, weitere Drittmittel akquirieren zu können. Seite 25 Der Arbeitsmarkt Wir bauen… auf eine stabile Arbeitskräftenachfrage im Jahr 2018. Die Konjunktur befindet sich weiter im Aufschwung und verstärkt den Aufwärtstrend am deutschen Arbeitsmarkt. Im Jahr 2018 pr ognostiziert das IAB eine weite- re Steigerung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung (svB) in Köln auf ein Niveau von 567.500 Menschen im Mittelwert (März 2017: 553.000 Menschen).i Wir rechnen… mit einer zunehmend komplexer werdenden Kundenbetreu ung für die Integration in Arbeit. Das Beschäftigungswachstum scheint durch die steigende Knappheit an passenden Arbeitskräften begrenzt zu werden. Die strukturellen Schwierigkeiten bei der Arbeitskräftenachfrage und dem Arbeitskräfteangebot werden größer . Die bestehenden Qualifikationen der arbeitslosen Kundinnen und Kunden in Köln, insbesondere im SGB II-Bereich, passen häufig nicht zu den Bedarfen der Unternehmen. Etwa 60 Prozent der Arbeitslosen im Jobcenter Köln sind auf Helfertätigkeiten ausgerichtet. Dem gegenüber stehen eine bedeutend geringere Anzahl von gemeldeten Arbeitsstellen und ein niedriger Anteil von Helfertätigkei- ten.ii Wir planen… im Jahr 2018 mit einer steigenden Anzah l e rwerbsfähiger Leistungsbe- rechtigter und einer größer werdenden Arbeitslosigkeit im SGB II-Bereich in Köln. Das ist unter anderem auf die zunehmende Anzahl von Geflüch- teten, die in den SGB II-Bezug einmünden, zurückzuführen.iii In Köln sind mit Stand September etwa 3.200 Geflüchtete in einem laufenden Asyl- verfahren mit posi tiver Bleiberechtsperspektive (über alle Altersklassen), die noch in großen Teilen dem Jobcenter Köln zugehen werden. „Das Seite 26 zusätzliche Potenzial der Flüchtlinge tatsächlich in großem Umfang in Beschäftigung umzumünzen, braucht Zeit. Investitionen in Bildun g und Sprachkompetenz versprechen dabei auf längere Sicht aber große fiska- lische und gesamtwirtschaftliche Vorteile.“iv Die Kundenstruktur Wir zählen… insgesamt 122.899 Personen, darunter 118.839 Regelleistungsberechtig- te in 62.407 Bedarfsgemeinschaften im Juni 2017 im Jobcenter Köln. Die Anzahl großer Bedarfsgemeinschaften (fünf oder mehr Personen) wächst in den letzten Jahren kontinuierlich an und liegt sieben Prozent über dem Vorjahresniveau. Unter den Regelleistungsberechtigten gelten 85.329 Menschen a ls erwerbsfähige Leistungsberechtigte, davon sind 15.164 Menschen zwischen 15 und 25 Jahren alt. Zehn Prozent aller erwerbsfähigen Leistungsberechtigten stehen im Kontext Flucht.v Altersstruktur der Erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im Jobcenter Köln (Juni 2017) Seite 27 Wir arbeiten… mit 11.731 erwerbsfähigen Leistungsberechtigten, die marktnah und 45.088 Menschen, die nicht marktnah sind. 9.061 Menschen sind inte- griert, aber hilfebedürftig. Zum Personenkreis für die keine Zuordnung erforderlich ist, gehören z. B. Erziehende mit betreuungsbedürftigen Kin- dern unter drei Jahren, Personen, die Angehörige pflegen oder Schüle- rinnen und Schüler die der Schulpflicht unterliegen.vi Integrationsprognose der Erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im Jobcenter Köln (Juni 2017) Wir begleiten… 36.130 Arbeitslose im SGB II -Bereich Köln. Davon sind über 57 Prozent oder 20.675 Menschen langzeitarbeitslos. Von allen arbeitslos gemelde- ten Personen sind 46 Prozent weiblich, 41 Prozent mit ausländischer Staatsangehörigkeit und knapp sechs Prozent schwerbehindert. 23.811 Arbeitslose im Jobcenter Köln haben keine abgeschlossene Berufsaus- bildung, 7.884 haben eine betriebliche oder schulische Ausbildung und 2.196 eine akademische Laufbahn. Für 2.239 Arbeitslose liegen keine Angaben vor.vii Seite 28 Wir unterstützen… 57.989 Langzeitleistungsbeziehende im Jobcenter Köln, stehen hier aber vor großen Herausforderungen durch die Zuwanderung von Geflüchte- ten. Während der Langzeitleistungsbezug unserer Kundinnen und Kun- den ohne Fluchthintergr und zurückgeht, steigt der Anteil der Langzeit- leistungsbeziehenden im Kontext Flucht deutlich an, ein Trend der sich zunächst im Jahr 2018 fortsetzen wird, da zunehmend mehr Kundinnen und Kunden aus diesem Personenkreis mehr als 21 Monate im Leis- tungsbezug sind.viii Langzeitleistungsbeziehende im Jobcenter Köln (Juni 2017) i Vgl. IAB Kurzbericht 21/2017. ii Vgl. IAB Kurzbericht 21/2017; Statistik West: Auftragsnummer 245859, 4/20 17. iii Vgl. IAB Regionale Arbeitsmarktprognose 2/2017. iv IAB Kurzbericht 21/2017. v Vgl. BA Statistik: Strukturen der Grundsicherung SGB II, 9/2017, Berichtsmonat 6/2017; Con- trolling-Cockpit SGB II, 9/2017, Berichtsmonat 6/2017. vi Vgl. Controlling-Cockpit SGB II, 9/2017, Berichtsmonat 6/2017. vii Vgl. BA Statistik: Arbeitsmarktreport, 6/2017. viii Vgl. BA Statistik: Langzeitleistungsbezieher - Deutschland, West/Ost, Länder und Jobcenter (Monatszahlen) 6/2017, Controlling-Cockpit SGB II, 9/2017, Berichtsmonat 6/2017.
  • Mitteilung Ausschuss

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    Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/5000 JC Vorlagen-Nummer 12.01.2018 0098/2018 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Soziales und Senioren 30.01.2018 Bericht des Jobcenter Köln Die Verwaltung legt dem Ausschuss für Soziales und Senioren – auf Wunsch des Jobcenter Köln- den folgenden Bericht vor. Anlagen: Bericht des Jobcenters Anlage 1: Vorher – Nachher Bilder zum Thema „Arbeit sichtbar machen“ Anlage 2: Ergebnismonitoring Anlage 3: AMIP 2018-2019 –finale Fassung- Gez. Dr. Rau
  • TOP 8.2 Bericht des Jobcenter Köln

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    Bericht des Jobcenter Köln 1. Arbeit sichtbar machen 2.0 – Jobcenter Köln beteiligt sich an der Probephase und holt rund 45.000€ nach Köln Betritt man öffentliche Gebäude, ist oft nicht sofort sichtbar, welche Aufgaben dort wahrgenommen werden. Triste Flure und lieblose Wartebereiche sind leider ein häufiges Merkmal von Behörden. So richtig willkommen fühlt man sich als Bürger/in oftmals nicht. Hier Abhilfe zu schaffen, ist das Ziel der Initiative „Arbeit sichtbar machen 2.0“. Gemeinsame Einrichtungen konnten sich 2017 in der Zentrale der Bundesagentur für Arbeit (BA) für die Probephase der Neuauflage von „Arbeit sichtbar machen“ bewerben. Insgesamt sechs Jobcenter haben den Zuschlag erhalten, Köln war eines davon. Als Projektort wurde die neu angemietete Liegenschaft am Wiener Platz in Köln-Mülheim gewählt. Ziel bei der Umsetzung war eine Visualisierung des Themas Arbeit in einer wertschätzenden Umgebung für Kunden/innen und Mitarbeitende. So sollen beispielsweise Bilder mit Arbeits- und Köln- Bezug oder Flurläufer mit Arbeitsmotiven zum fachbezogenen „Smalltalk“ auf dem Weg aus den Wartebereichen zu den Beratungsbüros einladen. Die praktische Umsetzung erfolgte von Mai bis November 2017. In zahlreichen Workshops mit Mitarbeitenden und Teamleitungen aus der Liegenschaft, wurden kreative Ideen entwickelt. Unterstützt und begleitet wurden die Workshops durch die interne Beratung der BA. Nach der Präsentation der Ideen bei der Jobcenter Geschäftsführung wurden die Vorschläge fachmännisch in die Tat umgesetzt. Die Vorher – Nachher Bilder zeigen die tollen Ergebnisse (Anlage 1). Durch die Beteiligung an der Probephase konnte das Jobcenter Köln rund 45.000 € zusätzlich nach Köln holen. Zukünftig handelt es sich um eine interne Beratungsleistung der BA, die über das Serviceportfolio eingekauft werden kann. Eine finanzielle Unterstützung zur Umsetzung gibt es dann nicht mehr. 2. Unterstützungsangebote für Menschen mit Schwerbehinderung – insbesondere mit Blick auf die Wohnsituation und Mobilität Im Jobcenter Köln werden aktuell rund 3.100 arbeitslose und arbeitsuchende Menschen mit einer festgestellten Schwerbehinderung oder Gleichstellung beraten. Die Beratung erfolgt sowohl durch die Integrationsfachkräfte und beschäftigungsorientierten Fallmanager/innen des Jobcenter Köln als auch durch Anlage zur Mitteilung „Bericht des Jobcenter Köln“ zur Sitzung des Ausschusses für Soziales und Senioren am 30.01.2018 2 die DiMA-Fallmanager und Fallmanagerinnen (Disability Management). In speziellen Fragestellungen oder bei der Einleitung eines Rehabilitationsverfahrens (Reha) unterstützen die DiMA-Fallmanager und Fallmanagerinnen unabhängig von der regulären Beratung die Integrationsfachkräfte und beschäftigungsorientierten Fallmanager/innen in ihren Teams. Zu Reha-Fragen steht im Jobcenter Köln zusätzlich die Fachkraft Reha zur Verfügung, die bei Bedarf auch in den Teams oder für die Fallmanager und Fallmanagerinnen Workshops zu konkreten Themen anbietet. In der Gruppe der Menschen mit einer Schwerbehinderung bringen die meisten Kundinnen und Kunden zunächst einmal vergleichbare Unterstützungsbedarfe mit wie Menschen ohne eine Behinderung. Somit wird auch auf das gesamte Förderangebot des Jobcenter Köln und seine Netzwerk-Kontakte zugegriffen. Darüber hinaus gibt es weitere Bedarfe, die aufgrund der Behinderung entstehen. Aus diesem Grund wurde mit Hilfe einer Förderung aus dem Ausgleichsfond im Rahmen der Inklusionsinitiative des Bundesministeriums Arbeit und Soziales (BMAS) das Projekt „MitArbeit! In Köln“ speziell für Kundinnen und Kunden mit einer Schwerbehinderung im Jobcenter Köln etabliert. Hierbei geht es um eine intensivierte Beratung und Vermittlung von Menschen mit einer Schwerbehinderung. Erfahrungswerte aus diesem Projekt vor allem auf die Aspekte „Mobilität und Wohnsituation“ bezogen werden noch gesondert dargestellt. Wichtige Elemente in der Beratung von Menschen mit einer Schwerbehinderung sind: Beratung zur Schwerbehinderung Es kann erforderlich sein, Menschen mit schwerwiegenden gesundheitlichen Einschränkungen zunächst einmal zur Beantragung eines Schwerbehindertenausweises zu beraten und sie bei der Antragstellung zu unterstützen. Hier werden häufig die Berater und Beraterinnen in der Maßnahme „Claro“ oder auch die JobLotsen (DiMA) hinzugezogen. Weiterhin gibt es Informationsmaterial des Landschaftsverband Rheinland (LVR) und der Agentur für Arbeit zu Themen wie Schwerbehinderung, Kündigungsschutz und Fördermöglichkeiten. In 2016/2017 fanden im Jobcenter Köln drei Informationsveranstaltungen für Menschen mit einer Behinderung statt. Die Veranstaltungen wurden mit Unterstützung von Referenten der Handwerkskammer zu Köln, der Industrie- und Handelskammer zu Köln, des Projektes „MitArbeit! In Köln“, der ProjektRouter gGmbH, der Deutschen Rentenversicherung sowie des Berufsförderungswerkes Michaelshoven durchgeführt. 3 Berufliche Kompetenzen und Orientierung Viele im vorangegangenen Berufsleben erworbene Kompetenzen können aufgrund der Schwerbehinderung nicht mehr genutzt und verwertet werden. In einem ersten Schritt ist es erforderlich, vorhandene Kompetenzen zu erkennen und mit Blick auf den beruflichen Nutzen zu betrachten. Dieser Schritt geht oft mit einer notwendigen beruflichen Neuorientierung einher. Hierbei werden sowohl Möglichkeiten einer beruflichen Rehabilitation geprüft als auch die anderweitige Vermittlung von Kompetenzen. Das Spektrum reicht vom EDV-Kurs bis hin zu speziellen Integrationskursen für hörgeschädigte Migranten und Migrantinnen. Für U25-Kunden und Kundinnen gibt es neben Angeboten wie Ferry4You und der Fachberatung zudem eine enge Zusammenarbeit mit dem Bereich der Reha- Berufsberatung der Agentur für Arbeit Köln. Persönliche Rahmenbedingungen am Arbeitsplatz Vor einer erfolgreichen Arbeitsvermittlung müssen die benötigten persönlichen Rahmenbedingungen abgeklärt sein. So kann es beispielsweise sein, dass jemand mit psychischen Einschränkungen einen Arbeitsplatz braucht, an dem ruhige Bedingungen herrschen. Ein anderes Beispiel ist die nötige Installation einer optischen Alarmierungsanlage in einem Betrieb bei der Beschäftigung von Menschen mit einer Hörbehinderung. Auch die Einrichtung eines „Home- Arbeitsplatzes“ kann hier ein Thema sein. Bei der Beurteilung notwendiger technischer Hilfsmittel wird in der Regel die technische Beratung der Agentur für Arbeit Köln oder auch des LVR hinzugezogen (abhängig von der Kostenträgerschaft). Ebenfalls in die Planung einbezogen wird eine mögliche Beschäftigung in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Hier gibt es z.B. die vorbereitende Maßnahme „Arleb Probe“, die die Teilnehmenden auf ihre Eignung für die Beschäftigung in einer Werkstatt prüft. Bewerbungscoaching Der Umgang mit einer Behinderung im Bewerbungsverfahren ist für viele Menschen mit einer Reihe von Fragen verknüpft. Hierzu wird in Gesprächen beraten, teilweise werden Gespräche geübt. Im Projekt „MitArbeit! In Köln“ werden Vorstellungsgespräche mit Einsatz einer Videokamera trainiert. Mobilität Bei der Frage der Mobilität geht es in der Beratung u.a. um die Wege- und Zeitplanung für Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Ziel der Beratung ist es, mehr Orientierung im öffentlichen Verkehr zu vermitteln, die Pünktlichkeit durch eine vorausschauende Planung zu erhöhen und berufliche sowie private Termine besser miteinander zu vereinbaren. 4 In den Geschäftsbereichen des Jobcenter Köln wird selbstverständlich auch über die KVB-Angebote für Menschen mit eingeschränkter Mobilität informiert. Hierzu wird der Plan der KVB „Touren ohne Treppen“ genutzt. Je nach Behinderungsart kann Mobilität auch bedeuten, die Menschen aus einer sozialen Isolation herauszuholen. Hierzu werden z.B. Anbindungen an ein sozialpsychiatrisches Zentrum oder an andere Einrichtungen vorgeschlagen. Eine Begleitung zu diesen Angeboten kann in der Anfangszeit über die JobLotsen (DiMA) erfolgen. Dies gilt auch für die Einrichtung einer Unterstützung im Rahmen von betreutem Wohnen oder die Anbindung an eine Selbsthilfegruppe. Ebenfalls möglich ist Hilfestellung bei der Beantragung einer medizinischen Reha, um die Mobilität wieder herzustellen oder zu verbessern. Sollte das Erreichen eines Arbeitsplatzes ohne Unterstützung nicht möglich sein, kommen gegebenenfalls Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben in Betracht wie der behindertengerechte Umbau eines Autos oder die Finanzierung eines Fahrdienstes. Hier wird bei der Antragstellung bei den Reha-Trägern Hilfestellung angeboten. So wurde beispielsweise für einen Teilnehmer des Projektes „MitArbeit! In Köln“ über die Deutsche Rentenversicherung ein Fahrdienst bewilligt, mit dessen Hilfe der Kunde erfolgreich ein Praktikum absolvieren und im Anschluss einen Arbeitsstelle antreten konnte. Für einen anderen Kunden wurde im Rahmen medizinischer Hilfsmittel ein spezieller Stoma-Gürtel bewilligt, mit dessen Hilfe er angstfrei den ÖPNV nutzen kann. Auch hier wurden mit dieser Unterstützung ein Praktikum und eine Arbeitsaufnahme ermöglicht. Wohnsituation Bei notwendigen Veränderungen hinsichtlich der Wohnsituation werden Kundinnen und Kunden bei der Beantragung eines Wohnberechtigungsscheins unterstützt und Kontaktdaten von Wohnungsgenossenschaften ausgehändigt. Häufig werden in diesem Zusammenhang die Kontakte der Fallmanager und Fallmanagerinnen zu den Beratungsstellen des Kölner Hilfesystems und zur Fachstelle Wohnen genutzt. Diese beraten die Menschen auch fachgerecht bezüglich öffentlicher Förderangebote für Menschen mit einer Behinderung. Eine weitere Unterstützung gibt es durch die DiMA-Fallmanager und Fallmanagerinnen bei der Vermittlung in stationäres Wohnen, ebenso bei der Beantragung ambulanter Hilfen zum selbständigen Wohnen in Zusammenarbeit mit dem LVR. Ein Beispiel aus dem Projekt „MitArbeit! In Köln“ zeigt auf, dass die Begleitung bei der Planung und Organisation des täglichen Lebens für einen Rollstuhlfahrer, der zum ersten Mal eine eigene Wohnung bezogen hatte, für deutlich mehr Selbständigkeit gesorgt hat. Der Kunde hat inzwischen erfolgreich Arbeit aufgenommen. Unterstützung bekam auch eine krebskranke Kundin, die mit Hilfe einer einmaligen Zuwendung aus dem Härtefond der Krebshilfe neue Tapeten und Farbe anschaffen und ihre stark renovierungsbedürftige Wohnung damit wieder bewohnbar machen konnte. 5 Für einen anderen Kunden wurde ein Kontakt zu einer Hilfeeinrichtung vermittelt, in der er wiederum andere Menschen kennengelernt hat, die ihm nun helfen, seine Wohnung zu renovieren. Beratung von Arbeitgebern und Arbeitgeberinnen In der Beratung von Arbeitgebern und Arbeitgeberinnen geht es in der Regel um Aufklärung und Information über die Behinderungsart und die jeweiligen persönlichen Rahmenbedingungen. Wichtig ist hier auch eine Beratung zu Fördermöglichkeiten in Bezug auf Kosten für technische Hilfsmittel, notwendige Umbauten oder Eingliederungszuschüsse. Die jeweils zuständigen Reha-Träger helfen bei der Beantragung von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben wie die Agentur für Arbeit Köln, die Deutsche Rentenversicherung und weitere, das Integrationsamt und auch der LVR mit der Aktion 5 weiter. 3. Aktueller Sachstand Integration Point Entwicklung der Bedarfsgemeinschaften und Bestandskundinnen und Bestandskunden Die Anzahl der neuantragsstellenden Bedarfsgemeinschaften von Menschen mit Fluchterfahrung im Jobcenter ist weiterhin rückläufig. Der Integration Point betreut insgesamt 5956 (Stand: November 2017) Menschen mit Fluchthintergrund. Die Verteilung im Einzelnen ist wie folgt: Bestand Nov. 2017 SGB II Anteil an gesamt in % SGB III Anteil an gesamt in % Anzahl Gesamt 4963 993 Geschlecht männlich 2.984 60% 826 83% Geschlecht weiblich 1.979 40% 167 17% Insgesamt (U25) 1258 25% 410 41% Insgesamt (Ü25) 3705 75% 583 59% Tabelle 1: Stand November 2017 (Jahresfortschrittswert) In der Zusammensetzung nach den Herkunftsländern gibt es weiterhin kaum Veränderungen. 6 Tabelle 2:Aufteilung nach Herkunftsländern, Stand November 2017 (Jahresfortschrittswert) Maßnahme Besetzung und Integration Über das Thema der Sprachförderung wurde bereits mehrfach berichtet. In der 2. Jahreshälfte 2017 hatte das BMAS entschieden folgende Integrationsmaßnahmen für Asylbewerberinnen und Asylbewerber aus Afghanistan mit positiver Bleibeperspektive zu öffnen:  Berufssprachkurse des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge nach der Deutschsprachförderverordnung (DeuFöV)  Frühzeitiger Zugang zu vermittlungsunterstützenden Leistungen der Arbeitsförderung  Ausbildungsbegleitende Hilfen, Assistierte Ausbildung und berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen nach drei Monaten gestattetem Aufenthalt  Berufsausbildungsbeihilfe oder Ausbildungsgeld nach 15 Monaten gestattetem Aufenthalt im Anschluss an die Grundleistungen zum Asylbewerberleistungsgesetz Dieser erweiterte Zugang war befristet bis zum 31.12.2017. Eine Verlängerung über diesen Zeitraum hinaus ist nicht vorgesehen. Eine Informationsveranstaltung für die Kundengruppe der gründungswilligen Geflüchteten wurde am 05.12.2017 durchgeführt. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit der IHK Köln und dem Projekt ActNow! vom IQ-Netzwerk veranstaltet. Es waren sogar unangemeldete Personen dabei, oder einige Teilnehmende hatten ihre Verwandten mitgebracht. Der Informationsbedarf ist sehr hoch. Die Komplexität des Themas der Existenzgründung in Deutschland ist vielen Menschen mit Fluchthintergrund nicht bewusst. Ziel der Veranstaltung war es, die Herkunftsländer SGB II SGB III Afghanistan 431 264 Eritrea 187 23 Irak 1.337 81 Iran 341 82 Nigeria 40 55 Pakistan 7 36 Somalia 48 7 Syrien 2.175 27 Türkei 54 6 Sonstige 343 k.A. 7 Menschen in eine nachhaltige Existenzgründung zu begleiten und sie auch vor den Folgen einer übereilten Gründung zu bewahren. Das Format wird im Jahr 2018 fortgesetzt. Im November 2017 ist die Maßnahme eigenArt (Theaterprojekt) gestartet. Dabei handelt es sich nicht um eine exklusive Maßnahme für Menschen mit Fluchthintergrund, sondern um eine gemischte Maßnahme mit langzeitarbeitslosen Kundinnen und Kunden unter 25 Jahre. 10 Kundinnen und Kunden mit Fluchthintergrund haben die Maßnahme begonnen. Der Maßnahmeverlauf bleibt abzuwarten. Premiere des Theaterstücks ist der 16.05.2018. Sobald nähere Informationen hierzu vorliegen werden die Teilnehmenden des Ausschusses für Soziales und Senioren informiert. Möglicherweise besteht das Interesse an einer Teilnahme an der Aufführung. Das Informationsangebot für geflüchtete Frauen wird von der Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt des Jobcenters (BCA) und der Fachexpertin für Menschen mit Fluchterfahrung im Januar bei einem Träger umgesetzt. Ziel ist es eine Vor- Ort- Beratung bei den Trägern unter Einbezug der bestehenden Strukturen wie zum Beispiel im Format eines „Gesprächskreises“ in Elterncafés anzubieten. Weitere Veranstaltungen sind in Zusammenarbeit mit Trägern geplant, die im Rahmen der Landesinitiative KOMM-AN NRW Angebote im Bereich Schul- Elternarbeit anbieten. Inhaltlich orientiert sich das Angebot an den Fragestellungen der Teilnehmenden, die entweder vorab eingereicht werden oder im Gespräch vor Ort entstehen. Für das geplante Modellprojekt der Regionaldirektion NRW mit der Diakonie, für das sich das Jobcenter als Kooperationspartner zur Verfügung stellt, werden im Januar gemeinsam erste Gespräche geführt. Das anvisierte Ziel des Projektes ist die enge Begleitung/ Beratung der Frauen, z.B. angefangen mit einem Sprachkurs bis hin zur Arbeitsaufnahme, ggf. unter Beteiligung von Unternehmen. Positiv zu beobachten sind die zunehmenden Arbeitsaufnahmen der geflüchteten Menschen im Integration Point des Jobcenters. Eine leichte Steigerung ist zu verzeichnen. Okt 17 Nov 17 Veränderung zum Vormonat Integrationen 255 287 13% Aufnahme einer sv-pflichtigen Beschäftigung 184 205 11% "Minijob" 58 69 19% Ausbildung 11 11 ˗ Bundesfreiwilligendienst 2 2 ˗ Tabelle 3: Händische Auswertung Integration Point SGB II ohne Talentscouts U25 - Stand November 2017 (Jahresfortschrittswert) – Es besteht eine leichte Datenunschärfe, da Arbeitsaufnahmen zum Teil erst in Folgemonaten mitgeteilt werden 8 Dauer der Unterrichtseinheiten der Sprachförderung Die Dauer für Basismodule beträgt 300 bis 400 Unterrichtseinheiten. Bei den Spezialmodulen - vermitteln berufsbezogenes Deutsch im Kontext von bestimmten Berufen oder Berufsgruppen- sind es 300 Unterrichtseinheiten. Die Basismodule und die Spezialmodule „unter B 1“ bestehen aus 300-400 Unterrichtsstunden à 45 Minuten. Basismodule sind: - Basismodul B2 (von B1 nach B2) - Basismodul C1 (von B2 nach C1) - Basismodul C2 (von C1 nach C2) - in Köln derzeit noch kein Kursangebot vorhanden Spezialmodule sind: - Spezialmodule A2 (von A1 nach A2) bzw. B1 (von A2 nach B1) - Weitere Spezialmodule: akademische Heilberufe, etc. Schnittstellen zur Stadt Köln Wie bereits im letzten Bericht vermerkt, hat die Teilnahme am Projekt „Einwanderung gestalten“ die Schnittstellenarbeit intensiviert. Das Jobcenter Köln ist Teil der Steuerungsgruppe im Projekt. Außerdem sind Mitarbeitende des Jobcenters auch Teil der verschiedenen Unterarbeitsgruppen (Bildung & Arbeit, Wohnen und Sprache). Im kommenden Jahr werden weiteren Unterarbeitsgruppen (Gesundheit, Existenzsicherung und Teilhabe) starten. Die Ergebnisse dieser Gruppen werden durch die Steuerungsgruppe geprüft. 4. Ergebnismonitoring zu den vereinbarten Zielen mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Bundesziele) und der Stadt Köln (Kommunale Ziele) – Stand: November 2017 Das Jobcenter Köln geht in dem Ergebnismonitoring-Bericht für den Monat November 2017 (Anlage 2) auf die Zielerreichung bezüglich der mit dem Bund und mit der Stadt Köln vereinbarten Ziele für das Jahr 2017 ein. 5. Arbeitsmarkt-und Integrationsprogramm (AMIP) 2018 – 2019 In der Anlage 3 finden Sie die finale Fassung des AMIPs 2018-2019. gez. Wagner 9 Anlage: 1) Vorher-Nachher Bilder zum Thema „Arbeit sichtbar machen“ 2) Ergebnismonitoring 3) AMIP 2018-2019
  • TOP 8.2 Bericht des Jobcenter Köln_Anlage 2_ Monitoring_

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    Zielvereinbarung Jobcenter Köln 2010 Anlage 2 zum Bericht des Jobcenter Köln zur Sitzung des Ausschusses Soziales und Senioren am 30.01.2018 Zielvereinbarung Jobcenter Köln 2017 Ergebnismonitoring November 2017 N:\Ablagen\D35765-JC-Koeln-F-C\Controlling\00_Controlling JC\2017\07_Monitoring\2017-11\2017-11 Monitoring_SoSe ErwartungswertPrognose Berichtsmonat Ist Berichtsmonat Differenz absolut Differenz in % Summe der Leistungen zum Lebensunterhalt in Tausend EUR - 293.459 289.912 -3.546 -1,2% 81596 Daten Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Soll 2017 26.810,7 53.684,5 80.663,6 107.521,9 134.338,6 161.183,9 188.038,4 214.823,6 241.487,3 267.885,7 293.458,8 320.037,0 Ist 2017 26.447,1 53.058,6 79.716,2 106.310,9 132.876,6 159.458,4 186.053,8 212.557,5 238.878,7 264.811,9 289.912,4 - Ist 2016 25.730,0 51.520,7 77.412,3 103.188,0 128.923,8 154.687,0 180.459,1 206.164,7 231.781,3 257.281,2 282.633,7 307.137,3 Zielmonitoring Jobcenter Köln Verringerung der Hilfebedürftigkeit November 2017 - 50.000,0 100.000,0 150.000,0 200.000,0 250.000,0 300.000,0 350.000,0 Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Summe der Leistungen zum Lebensunterhalt (ohne LUH ) in T EUR Ist 2017 Ist 2016 Soll 2017 Datenquelle: Controllingbericht SGB II, S2S-Cockpit Seite 2 Erwartungswert Soll Berichtsmonat Ist Berichtsmonat Differenz absolut Differenz in % Integrationsquote 0,0% 21,1% 22,4% 1,36%-Pkte 6,4% 81596 Daten Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Soll 2017 1,7% 3,6% 5,5% 7,5% 9,1% 10,9% 12,9% 15,2% 17,7% 19,7% 21,1% 23,3% Ist 2017 1,6% 3,3% 5,3% 7,4% 9,5% 11,4% 13,6% 16,4% 19,1% 21,0% 22,4% Ist 2016 1,8% 3,6% 5,5% 7,5% 9,2% 11,0% 12,9% 15,2% 18,0% 20,3% 22,1% 23,3% Anzahl der Integrationen (Jahresfortschrittswert) Ist 2017 1.343 2.804 4.419 6.231 8.035 9.647 11.524 13.882 16.209 17.802 18.898 - Ist 2016 1.473 3.042 4.647 6.296 7.703 9.227 10.877 12.809 15.139 17.079 18.560 19.537 Zielmonitoring Jobcenter Köln Verbesserung der Integration in Erwerbstätigkeit November 2017 0,0% 5,0% 10,0% 15,0% 20,0% 25,0% Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Integrationsquote Ist 2017 Ist 2016 Soll 2017 Datenquelle: Controllingbericht SGB II, S2S-Cockpit Seite 3 ErwartungswertSoll Berichtsmonat Ist Berichtsmonat Differenz absolut Differenz in % Bestand an Langzeitleistungsbeziehern - 58.521 57.667 -853 -1,5% 81596 Daten Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Soll 2017 58.316 58.389 58.398 58.416 58.453 58.511 58.557 58.564 58.578 58.571 58.521 58.536 Ist 2017 57.855 57.918 57.910 57.931 57.938 57.947 57.959 57.923 57.858 57.783 57.667 - Ist 2016 57.173 57.244 57.253 57.271 57.307 57.364 57.409 57.416 57.421 57.416 57.404 57.388 November 2017Zielmonitoring Jobcenter Köln Vermeidung von langfristigem Leistungsbezug 56.000 56.500 57.000 57.500 58.000 58.500 59.000 Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Bestand an Langzeitleistungsbeziehern - JDW Ist 2017 Ist 2016 Soll 2017 Datenquelle: Controllingbericht SGB II, S2S-Cockpit Seite 4 Erwartungswert Soll Berichtsmonat Ist Berichtsmonat Differenz absolut Differenz in % Kosten der Unterkunft (kumuliert, in Tausend EUR) 310.711,51 309.878,70 -833 -0,3% 81596 Daten Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Soll 2017 27.788,0 56.256,7 84.255,9 112.656,0 141.004,1 169.651,3 198.315,4 226.365,6 254.446,1 282.333,6 310.711,5 339.043,0 Ist 2017 27.571,7 55.005,5 82.869,2 110.813,5 139.601,8 167.402,7 196.403,1 225.457,2 253.478,4 281.647,7 309.878,7 - Ist 2016 26.527,8 53.705,6 80.435,0 107.547,2 134.609,7 161.957,9 189.322,0 216.100,2 242.907,3 269.530,1 296.621,2 323.667,8 Zielmonitoring Jobcenter Köln Kosten der Unterkunft November 2017 - 50.000,0 100.000,0 150.000,0 200.000,0 250.000,0 300.000,0 350.000,0 400.000,0 Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Kosten der Unterkunft (kumuliert, in Tausend EUR) Ist 2017 Ist 2016 Soll 2017 Datenquelle: ERP Seite 5 Erwartungswert Soll Berichtsmonat Ist Berichtsmonat Differenz absolut Differenz in % - 2.050 2.050 - 81596 Daten Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Soll 2017 - - - - - - - - - - - - Ist 2017 2.186 2.181 2.174 2.161 2.150 2.134 2.118 2.105 2.086 2.064 2.050 - Ist 2016 2.224 2.235 2.240 2.246 2.250 2.256 2.251 2.249 2.243 2.222 2.208 2.200 Zielmonitoring Jobcenter Köln Reduzierung der Jugendarbeitslosigkeit November 2017 1.900 1.950 2.000 2.050 2.100 2.150 2.200 2.250 2.300 Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Reduzierung der Jugendarbeitslosigkeit (gewichteter Jahresfortschrittswert) Ist 2017 Ist 2016 Soll 2017 Datenquelle: Statistik der BA, Seite 6 Mitteilung zur Sitzung des Sozialausschusses am 26.01.2017 81596 Daten Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Ist 2017 153 314 507 762 986 1.163 1.389 1.594 1.858 2.093 2.291 - Ist 2016 157 372 572 799 1.009 1.208 1.452 1.654 1.904 2.123 2.316 2.484 Zielmonitoring Jobcenter Köln JOB-Offensive KÖLN November 2017 - 500 1.000 1.500 2.000 2.500 3.000 Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Integrationen (Jahresfortschrittswert) der JOB-Offensive KÖLN Ist 2017 Ist 2016 Datenquelle: eigene Auswertung Seite 7 Erwartungswert Soll akt. Monat Ist akt. Monat Diff. abs. (Soll) Diff % (Soll) Integration Schwerbehinderte 360 323 -37 -10,3% 81596 Daten Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Soll 2017 20 49 87 125 152 187 225 255 292 331 360 393 Ist 2017 25 48 71 100 131 168 210 237 267 298 323 - Ist 2016 20 48 86 123 150 185 222 252 288 327 355 388 Zielmonitoring Jobcenter Köln Integration Schwerbehinderte November 2017 - 50 100 150 200 250 300 350 400 450 Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Integration Schwerbehinderte Ist 2017 Ist 2016 Soll 2017 Datenquelle: eigene Auswertung Seite 8 Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Verbesserung der Integration in Erwerbstätigkeit Hochrechnung Anzahl Bedarfsgemeinschaften zweites Sozialgesetzbuch Datenquelle: Arbeitsmarktreport, Hochrechnung: Statistik Bundesagentur für Arbeit Ist 2017 61.763 62.073 62.234 62.395 62.337 62.407 62.322 62.160 61.638 61.589 61.882 Ist 2016 62.431 62.559 62.583 62.527 62.499 62.511 62.322 62.000 61.761 61.604 61.441 61.517 Anzahl Personen in Bedarfsgemeinschaften zweites Sozialgesetzbuch Datenquelle: Arbeitsmarktreport Ist 2017 121.149 121.835 122.099 122.588 122.547 122.899 122.862 122.584 Ist 2016 121.666 122.006 122.100 121.987 121.944 122.000 121.746 121.087 120.654 120.542 120.335 120.640 Anzahl Regelleistungsberechtigte zweites Sozialgesetzbuch Datenquelle: Arbeitsmarktreport, Hochrechnung: Statistik Bundesagentur für Arbeit Ist 2017 116.888 117.589 117.901 118.450 118.372 118.839 118.871 118.505 117.645 117.485 117.718 Ist 2016 116.180 116.529 116.642 116.534 116.524 116.645 116.487 116.217 116.049 115.984 115.866 116.230 Anzahl erwerbsfähige Leistungsberechtigte zweites Sozialgesetzbuch Datenquelle: Arbeitsmarktreport, Hochrechnung: Statistik Bundesagentur für Arbeit Ist 2017 84.105 84.651 84.892 85.164 85.124 85.329 85.296 84.942 84.084 83.929 84.113 Ist 2016 83.951 84.257 84.334 84.230 84.209 84.305 84.125 84.039 83.856 83.715 83.525 83.692 Quote der Leistungsberechtigten nach dem zweiten Sozialgesetzbuch* Datenquelle: Kreisreport, Daten mit Wartezeit von 3 Monaten Ist 2017 13,3% 13,4% 13,4% 13,5% 13,5% 13,5% 13,5% 13,5% Ist 2016 13,3% 13,4% 13,4% 13,4% 13,4% 13,4% 13,3% 13,3% 13,2% 13,2% 13,2% 13,2% Vermeidung von langfristigem Leistungsbezug Anzahl Arbeitslose nach dem zweiten Sozialgesetzbuch gesamt Datenquelle: Arbeitsmarktreport Ist 2017 35.238 35.052 35.351 35.973 36.180 36.130 35.980 35.887 35.361 34.878 34.683 Ist 2016 39.627 39.999 39.977 39.769 38.539 37.695 37.667 37.761 37.471 36.953 36.500 35.684 Kosten der Unterkunft Kosten der Unterkunft - Veränderungsquote zum kumulierten Vorjahreswert Datenquelle: Finanzen Jobcenter Köln Ist 2017 27.571,70 55.005,51 82.869,15 110.813,49 139.601,80 167.402,67 196.403,07 225.457,24 253.478,37 281.647,73 309.878,70 - Ist 2016 26.527,81 53.705,56 84.255,94 112.656,04 141.004,08 169.651,35 198.315,35 226.365,60 254.446,12 282.333,57 310.711,51 339.042,96 Ist / Ist-Vergleich 3,9% 2,4% -1,6% -1,6% -1,0% -1,3% -1,0% -0,4% -0,4% -0,2% -0,3% - November 2017Zielmonitoring Jobcenter Köln Indikatoren * Zähler = Leistungsberechtigte nach dem zweiten Sozialgesetzbuch (erwerbsfähigeLeistungsberechtigte, nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte, sonstige Leistungsberechtigte [z.B. Bildung und Teilhabe nach § 28 SGB II]) / Nenner = Bevölkerung unter 65 Jahre Seite 9
  • TOP 8.2 Bericht des Jobcenter Köln_Analge 1_Vorher Nachher Bilder

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    Anlage 1 zum Bericht des Jobcenter Köln zur Sitzung des Ausschusses Soziales und Senioren am 30.01.2018 Arbeit sichtbar machen 2.0 Vorher – und Nachher- Bilder Vorher – Eingang B Nachher – Eingang B Vorher – Empfangstheke Nachher – Empfangstheke Beispiele für neue Schichtbilder in den Geschäftsbereichen

Beratungsverlauf

  1. 30.01.2018

    Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren

    TOP 8.2, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen

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