2341/2021
Zuwendung aus dem städtischen Aktivierungsfonds für zwei Projekte im Sozialraum „Bocklemünd/Mengenich“
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Beschlussvorlage Bezirksvertretung
4318 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/15/152 152/1 Vorlagen-Nummer 2341/2021 Freigabedatum Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Zuwendung aus dem städtischen Aktivierungsfonds für zwei Projekte im Sozialraum „Bocklemünd/Mengenich„ Beschlussorgan Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) Gremium Datum Beschluss: Die Bezirksvertretung Ehrenfeld beschließt, dem Antrag der Aktion Nachbarschaft e.V. auf eine Zuwendung aus dem städtischen Aktivie- rungsfonds in Höhe von 2.956,00 € € für das Projekt “Aktion Patenschaft“ statt zu geben. Dem Antrag des Bürgerschaftshauses Bocklemünd/Mengenich e.V. auf eine Zuwendung aus dem städtischen Aktivierungsfond in Höhe von 2.044,00 € für das Projekt „Jugendcafé“ statt zu geben. Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 28.06.2021 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 5.000,- € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Der Aktivierungsfonds ist mit einem Budget von 30.000 € pro Sozialraum ausgestattet und soll klein- teilige Projekte und Aktivitäten in drei Sozialräumen des Programms "Starke Veedel – Starkes Köln" anregen. Der Aktivierungsfonds wird in den Sozialräumen „Bocklemünd/Mengenich“, „Bilderstöck- chen“ sowie „Höhenberg und Vingst“, in den Jahren 2019 bis 2021 fortgeführt. Die dazugehörige Richtlinie bestimmt, dass das Förderbudget in sechs Antragsdurchläufen zu 5.000 € und mit einem maximalen Zuwendungsbetrag von 4.999 € pro Maßnahme ausgeschüttet wird. Die entsprechende Beschlussvorlage wurde von der Bezirksvertretung Ehrenfeld am 08.07.2019 verab- schiedet (Vorlagen-Nr: 1912/2019). Die Bezirksvertretung übernimmt als Entscheidungsgremium die Beschlussfassung für die Zuwen- dungsanträge aus dem Aktivierungsfonds, nachdem sich die Verwaltung mit dem zuständigen Sozial- raumkoordinator/ der zuständigen Sozialraumkoordinatorin beraten hat. Aus dem Sozialraum “Bocklemünd/Mengenich“ sind zur sechsten Antragsdurchlauf zwei förderfähige Anträge eingegangen. 3 Die Aktion Nachbarschaft e.V. beantragte eine Zuwendung in Höhe von 3.546 € für das Projekt „Akti- on Patenschaft“. Dieses erfüllt die Fördervoraussetzungen der Richtlinie zur Gewährung von Zuwen- dungen aus dem städtischen Aktivierungsfonds. Die Antragssumme beträgt 3.546 € und ist förderfähig. Das Bürgerschaftshaus Bocklemünd/Mengenich e.V. beantragte eine Zuwendung in Höhe von 2.452 € für das Projekt „Jugendcafé“. Dieses erfüllt die Fördervoraussetzungen der Richtlinie zur Gewäh- rung von Zuwendungen aus dem städtischen Aktivierungsfonds. Die Antragssumme beträgt 2.452 € und ist förderfähig. Die zur Verfügung stehenden Mittel in Höhe von insgesamt 5.000 € werden bewilligt. Die beantragte Summe beider Antragstellenden beträgt insgesamt 5.998,00 € und übersteigt damit die zur Verfügung stehenden Mittel. Prozentual teilt sich diese Antragssumme insgesamt wie folgt auf: 3.546,00 € („Aktion Patenschaft“) entsprechen 59,12 % der gesamten Antragssumme, während 2.452,00 € („Jugendcafé“) 40,88 % der gesamten Antragssumme entsprechen. Eine Aufteilung der zur Verfügung stehenden Fördermittel zieht folgendes Ergebnis nach sich: 5000 € x 59,12 % = 2.956,00 € („Aktion Patenschaft“) 5000 € x 40,88 % = 2.044,00 € („Jugendcafé“) Die Sozialraumkoordinatorin Frau Reisinger unterstützt die Förderung beider Projekte. Eine detaillier- te Beschreibung der Projekte befindet sich in den beiliegenden Projektdatenblättern. Anlage 1 Antrag „Aktion Patenschaft“ Anlage 2a & 2b Antrag „Jugendcafé“ mit Anhang
Anlage 1 - Antrag Aktivierungsfonds AKN_geschwärzt
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Stadt Köln Antrag Aktivierungsfonds Die Oberbürgermeisterin Amt für Stadtentwicklung und Telefon 0221 / 221-30809 Statistik Telefax 0221 / 221-28493 ni 5 E-Mail _ starke.veedel@stadt-koeln.de Starke Veedel - Starkes Köln Antrag auf Gewährung eines Zuschusses im Sozialraum Bocklemünd/Mengenich Antragstellerin oder Antragsteller Gruppe, Verein, Einrichtung oder Person Aktion Nachbarschaft e.V. Ansprechpartnerin oder Ansprechpartner Familienname Vorname Baack Christian Straße und Hausnummer Postleitzahl Ort ze ERBE Köln Telefonnummer Telefaxnummer E-Mail-Adresse Projekt Projektbezeichnung Aktion Patenschaft Projektbeginn Projektende 01.07.2021 31.12.2021 Kostenzusammensetzung (zum Beispiel Material, Honorar) Teilkosten Projekt in Euro Fachliche Begleitung auf Minijob-Basis für 6 Monate 3546,00 Übungsleiterpauschalen für Bocklemünder Pat*innen 1200,00 Gesamtkosten Projekt in Euro 4.746,00 Zuschüsse Dritter in Euro 1200,00 Eigenanteil in Euro (falls möglich) 0) Notwendiger Zuwendungsbedarf in Euro 3.546,00 Seite 1 von 2 Projektbeschreibung Beschreibung der Maßnahme, Veranstaltung oder Beschffung — Das Projekt zielt darauf ab Kinder und Jugendliche in schulischen Herausforderungen ] zu unterstützen. Gegebenenfalls können die Kinder und Jugendliche aber auch beim | | | Deutsch lernen, der Freizeitgestaltung, dem Schreiben von Bewerbungen, oder Begleitungen zu Terminen gefördert werden. Besonders vor dem Hintergrund von Interkulturalität und Diversität, sollen über diese Maßnahme Ressourcen der Kindern und Jugendlichen aufgezeigt werden und sie bestärkt werden diese als persönliche Stärke zu identifizieren. Dabei werden die ehrenamtlichen Pat*innen fachlich durch eine didaktisch qualifizierte Fachkraft i im n Rahmen einer 450€- Stelle begleitet. [Mit dem Projekt Aktion Patenschaft reagiert der Verein auf den immer r wieder ] \geäußerten Bedarf an schulischer Unterstützung, der durch coronabedingtes | |Homeschooling verstärkt wurde. Abweichend von anderen gängigen Hilfesystemen, | |wollen wir im 1:1 Setting die Möglichkeit schaffen, besser als in Nachhilfegruppen auf | die individuellen Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen einzugehen. Hierzu werden | Jausschliesslich Bocklemünder Kinder und Jugendliche mit Bocklemünder | |Ehrenamtler*innen "gematcht". | | mn Rn nd = = = Zi u —— Welche Zielgruppe sollerreichtwerden?_—— [Das Projekt soll Kinder und Jugendliche im Alter von 6-14 Jahre aus Bocklemünd | erreichen, welche (erhöhten) Bedarf an Unterstützung bei schulischen Themen, wie der| Umsetzung von Homeschooling, der Nachhilfe, Hausaufgaben haben. Über die individuelle Nachhilfe hinaus stehen die Bildungspat*innen den Kindern als Mentoren und Vorbilder in allen weiteren gewünschten Belangen als Ansprechpartner*innen zur | |Verfügung, was die Beziehung insgesamt stärkt und die Zusammenarbeit erleichtert. | Welche Projektziele sollen erreictwerden? Bu Kinder und Jugendliche sind in ihrem schulischen Alltag, ihrer Freizeitgestaltung und | ‚darüber hinaus in zukunftsrelevanten Fähigkeiten gestärkt. Eigenverantwortung und | das Gefühl von Selbstwirksamkeit ist bei Kindern und Pat*innen erreicht. Die Pat*innen | |werden in ihrem gesellschaftlichen Engagement gestärkt. Durch die Vermittlung von | potenziellen Lösungswegen können Kindern und Jugendlichen Aufstiegsmöglichkeiten | lerschlossen. Das Image Bocklemünds ist durch den Einsatz, der Schulung und der Begleitung der im Stadtteil aktiven Ehrenamtler*innen als Bildungspate*innen | jmaßgeblich verbessert. Teilnehmerzahl (von bis) 15-30 Die Antragstellerin oder der Antragsteller erklärt, dass di einschließlich seiner Anlagen gemachten Angabe Istä No und richtig sind. Mit meiner Unterschrift bestätige ich, dass ich di genommen habe und ihr zustimme und mit der Ver, personenbezogenen Daten einverstanden bi — Link zur Datenschutzerklärung Köln, 06.05.2021 Ort und Datum Untärseriftrden Arte rag Antragstellers Seite 2 von 2
Anlage 2a - Antrag Aktivierungsfond_Mobile Jugendarbeit Bocklemünd_Jugendcafé_geschwärzt
2134 Zeichen
Stadt Köln Antrag Aktivierungsfonds Die Oberbürgermeisterin j Amt für Stadtentwicklung und Telefon 0221 / 221-30809 Statistik Telefax 0221 / 221-28493 Yuily Brandt-Platz 2 E-Mail _starke.veedel@stadt-koeln.de Starke Veedel - Starkes Köln Antrag auf Gewährung eines Zuschusses im Sozialraum Bocklemünd/Mengenich Antragstellerin oder Antragsteller Gruppe, Verein, Einrichtung oder Person j \ \ Bürgerschaftshaus Bocklemünd/ Mengenich e.V. Görlinger Zentrum 12-15, 50829 Köln Ansprechpartnerin oder Ansprechpartner Familienname Vorname Schneider . Yvonne Straße und Hausnummer Postleitzahl Ort ug EEE Köln Telefonnummer Telefaxnummer E-Mail-Adresse _— Projekt Projektbezeichnung Jugendcafe (JuCa) Projektbeginn . Projektende 01.08.2021 - 31.12.2021 Kostenzusammensetzung (zum Beispiel Material, Honorar) Teilkosten Projekt in Euro Honorarkosten ... 1152,00 Erstausstattung Grundlebensmittel . 200,00 Küchenmixxer und Handrührgerät 130,00 Küchenmaschiene 800,00 Verschiedenes (Schüsseln, Löffel, etc.) 170,00 Raummiete 450,00 Gesamtkosten Projekt in Euro 2.902,00 Zuschüsse Dritter in Euro Eigenanteil in Euro (falls möglich) 450,00 Notwendiger Zuwendungsbedarf in Euro 2.452,00 Seite 1 von 2 | \ | | Projektbeschreibung Beschreibung der Maßnahme, Veranstaltung oder Beschaffung siehe Antrage_Aktivierungsfond_Anhang Welchem Problem im Stadtteil soll mit dem Projekt begegnet werden?. siehe Antrage_Aktivierungsfond_Anhang Welche Zielgruppe soll erreicht werden? siehe Antrage. Aktivierungsfond_Anhang Welche Projektziele sollen erreicht werden? siehe Antrage_Aktivierungsfond_Anhang Teilnehmerzahl (von bis) 112 Die Antragstellerin oder der Antragsteller erklärt, dass die in diesem Antrag einschließlich.seiner Anlagen gemachten Angaben vollständig und richtig sind. Mit meiner Unterschrift bestätige ich, dass ich die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen habe und ihr zustimme und mit der Verarbeitung meiner personenbezogenen Daten einverstanden bin, Link zur Datenschutzerklärung Köln, 07.06.2021 Ort und Datum Unterschgft der Äntragstellerin oder des Antragstellers Seite 2 von 2, | |
Anlage 2b - Anhang_Antrag_Aktivierungsfond_Mobile Jugendarbeit_Jugendcafé
9064 Zeichen
Aktivierungsfond – Projektbeschreibung
Antragsteller*in
Bürgerschaftshaus Bocklemünd/ Mengenich e.V.
Görlinger Zentrum 12-15,
50829 Köln
Ansprechpartnerin
Name: Yvonne Schneider
Adresse: Görlinger Zentrum 12-15, 50829 Köln
Telefon Mobil: 01631629012
Fax: 0221501018
E-Mail-Adresse: yvonne.schneider@buergerschaftshausev.de
Projekt
Projektbezeichnung: Jugendcafé (JuCa)
Projektbeginn: 01.08.2021
Projektende: 31.12.2021
Kostenzusammensetzung
Kostenzusammensetzung (z.B.
Material, Honorar)
Teilkosten Projekt in Euro
Anschaffungskosten Material
Verschiedene Kuchenbackformen
Verschiedene Schüsseln
Küchenmaschiene (KitchenAid mit
Gemüseschneider und Nudelvorsatz)
Küchenmixxer
Handrührgerät
Löffel, Schaber, etc.
1.100,00 €
Ca. 70,00€
Ca. 50,00€
Ca. 800,00€
Ca. 80,00€
Ca. 50,00€
Ca. 50,00€
Erstausstattung Grundlebensmittel
(Anschubsfinanzierung)
200,00 €
Honorarkosten
3 Std/ Woche// ges. 32 Wochen = 96 Std
Stundensatz: 12,00€/ Std
(Angelehnt an Entlohnungsbetrag
Alltagshelfer*innen Bürgerschaftshaus e.V.)
1.152,00 €
Gesamtkosten Projekt in Euro 2.452,00 €
Zuschüsse Dritter in Euro
Eigenanteil in Euro (falls möglich)
Notwendiger Zuwendungsbedarf in Euro
Beschreibung der Maßnahme, Veranstaltung oder Beschaffung
Die Stadtteilbewohnenden Bocklemünds/ Görlinger Zentrum, insbesondere die Jugendlichen
und jungen Erwachsenen, sind in ihrer Lebenswelt sehr häufig mit Vorurteilen konfrontiert
und auch seitens der Stadt Köln erfahren sie wenig Zuwendung. Die Aufenthalts - und
Freizeitplätze im öffentlichen Raum des Stadtteils sind sehr reduziert und bieten wenig
Qualität.
Im Rahmen der Mobilen Jugendarbeit stehen wir als Pädagogi*innen vor Ort in engen
Austausch mit den jungen Bewohner*innen, deren Freizeitgestaltung sich stark im
öffentlichen Raum konzentriert. Der Wunsch nach einem Aufenthalts - und Gestaltungsort im
Görlinger Zentrum ist bei den jungen Erwachsenen groß. Sie wünschen sich einen
Treffpunkt, an dem sie sich ohne Angebotsstrukturen treffen können – beispielsweise wie in
einem Café.
Der Cafébereich des Bürgerschaftshaus wird Montagnachmittag nicht bespielt, weshalb sich
dieser Ort mit seiner barrierefreien Platzierung in der Mitte der Fußgängerzone des Görlinger
Zentrum, als auch als Schnittstelle mit der OT Bocklemünd, als ausgezeichneter
Umsetzungsort eines Jugendcafés erweist. Durch dessen Eröffnung, können junge Akteure
und Akteurinnen einen neuen attraktiven Aufenthaltsort und Treffpunkt für alle Bewohner und
Bewohnerinnen des Stadtteils kreieren und mit eigenen Speisen und Getränken bewirten.
Durch die Niedrigschwelligkeit und der Option, Speisen und Getränke zu konsumieren, kann
das Angebot eines von der Zielgruppe selbst bespielten Ortes , eine neue Anlaufstelle für die
junge Stadtteilbevölkerung erwirken. Dem Konzept liegt kein wirtschaftlicher Gedanke zu
Grunde. Der Fokus liegt auf dem partizipativen Austausch und Gestaltungsaspekt.
Durch die Unterstützung des Aktivierungsfonds soll eine materielle Grundausstattung,
Anschaffung erster Grundlebensmittel, sowie mögliche Honorarkosten durch die Anleitung
einer professionellen gastronomierfahrenen Kraft gedeckt werden.
Die zu Grunde liegende Arbeitshaltung orientiert sich an den Handlungsprin zipien der
Freiwilligkeit, Transparenz, Akzeptanz und Bedarfsorientierung der Zielgruppe.
Durch Kontaktaufbau und Austausch wird die Zielgruppe über das Projekt adressiert und
motiviert. Mittels gemeinsamer haptischer Arbeit schaffen wir gemeinsame Erlebni sse und
bauen Beziehung auf. Regelmäßiger (organisatorischer) Austausch mit der Gruppe
strukturiert den weiteren Projektverlauf (siehe Meilensteine). Mit dem Gedanken „Störungen
haben Vorrang“, sind mögliche Problemstellungen – beispielsweise Aufkommen von
Konfliken – Potentiale, die aufgegriffen und behandelt werden.
Welchem Problem im Stadtteil soll mit dem Projekt begegnet werden?
Der Stadtteil Bocklemünd, insbesondere das Görlinger Zentrum und seine Bewohnenden
stehen unter besonderem Fokus der Stadt Köln und den Medien. Der Ruf als Problemviertel
mit erhöhtem Polizeiaufgebot trägt seinen Teil dazu bei, dass sich die Bewohnenden und vor
allem auch die junge Bevölkerung des Stadtteils mit Vorurteilen konfrontiert sehen, die
weitreichende Konsequenzen ziehen.
Das Görlinger Zentrum ist von Hochhausarchitektur geprägt, weshalb dem außerhäuslichen
öffentlichen Raum eine hohe Bedeutung zugeteilt wird. Er dient als Aufenthaltsort, Treffpunkt
und Platz bzw. Ort der Freizeitgestaltung. Die Stadt Köln investiert kaum Zeit und Geld zum
Erhalt bzw. zur Aufwertung des öffentlichen Raumes. Flächen zur Freizeitgestaltung wie
Spielplätze, Grünanlagen und Fußwege sind in mangelhaften Zustand und für den Bedarf
entsprechend zu wenig vorhanden.
Die junge Stadtteilbevölkeru ng spricht diese Punkte immer wieder an, mit dem Wunsch an
Veränderung mit aktiver Einbindung bei der Gestaltung. Es bestehen Vorschläge und Ideen,
selbst im Görlinger Zentrum aktiv zu werden und einen Raum bzw. einen Ort zu kreieren, an
dem sich junge Men schen treffen und austauschen können. Neben den Räumlichkeiten des
Offenen Treff (OT) des Bürgerschaftshauses e.V. und dem kleinen Raum der Mobilen
Jugendarbeit (Bocklebeach - GAG) bestehen für die Zielgruppe keine anderen
Möglichkeiten, ihren Aufenthalt z u gestalten. Da viele junge Menschen des Stadtteils weder
an den Angeboten der OT, noch der Mobilen Jugendarbeit andocken, entstand im Austausch
mit ihnen die Idee, ein eigenes kleines Projekt zu initiieren – das Jugendcafé.
Hierbei soll zum einen der Café betrieb (u.a. Herstellung und Vertrieb von Speisen und
Getränken), mit der Unterstützung pädagogischen Fachpersonals, von der Zielgruppe selbst
gemanaget werden. Die Einbindung der Jugend setzt die partizipative Gestaltung in den
Fokus des Projekts. Zum an deren wird die Zielgruppe zu Akteur*innen, welche als
Multiplikator*innen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen erreichen kann, welche durch
die bereits bestehenden Angebotsstrukturen der örtlichen Jugendarbeit nicht erreicht
werden. Da es bisher kein ve rgleichbares Projekt gab, kann das Jugedncafé als Pilotprojekt
im Stadtteil bezeichnet werden.
Welche Zielgruppe soll erreicht werden?
Als Kernzielgruppe definieren wir die 16 bis 27 -jährigen Bewohner*innen des Stadtteils
Bocklemünd/ Görlinger Zentrum, welche als Akteur*innen in Erscheinung treten sollen. Die
Aufmerksamkeit gilt insbesondere den Jugendlichen und jungen Erwachsenen, welche in
benachteiligten Verhältnissen aufwachsen und/ oder durch verschiedenste Problemlagen
belastet bzw. bedroht sind. Der Fokus richtet sich auf die jungen Personen, welche durch die
Angebote der OT und Mobilen Jugendarbeit selten bis nicht erreichet werden.
Durch die bereits bestehenden Kontakte, sowie niedrigschwelliger Kontaktaufnahme (gemäß
den COVID -Eindämmungs-Maßnahmen) im öffentlichen Raum, können viele Menschen
erreicht und diese auch als Multiplikator*innen genutzt werden. Ebenfalls sind sozialräumlich
angesiedelten pädagogischen Einrichtungen als Kooperationspartner*innen
(Bürgerschaftshaus e.V./ OT Bocklemünd) an dem Projekt mit beteiligt.
Welche Projektziele sollen erreicht werden?
Ziele hierbei bilden die Förderung jugendlichen Engagements, Sensibilisierung auf
Kommunikations- und Aushandlungsprozesse, aktive partizipative Auseinandersetzung und
Initiierung e ines Jugendcafés und Erfahrungserlebnisse der Selbstwirksamkeit einer sozial
randständigen Zielgruppe.
• Demokratische Beteiligung wird gestärkt. Ziel soll sein, dass die jungen
Bewohnenden erfahren, dass sie gehört werden und selbst aktiv an der Gestaltung
des Viertel erfolgreich mitwirken können. Sie werden motiviert, zukünftig für ihre
Interessen aktiv zu werden.
• Das Projekt setzt ein Beispiel für junges ehrenamtliches bürgerschaftliches
Engagement in dem Veedel
• Selbstwirksamkeit durch die Bewirtung des Jugendcafés. Dies kann ebenso zu einem
positiveren Blick von außen führen. Die Angebote des Cafés sind für alle
Stadtteilbewohnenden zugänglich.
• Partizipation und Teilhabe. Ziel ist es, den Nicht-beachteten gesellschaftlichen
Randgruppen und schwer erreichbaren Jugendlichen durch gemeinsame
Erfahrungen und Erlebnisse Zugänge zu schaffen.
• Identifikation. Ziel ist es, dass die Bewohnenden des Stadtteils sich mehr mit ihrem
Viertel identifizieren
Eine optionale Weiterführung des Projekts soll nicht a usgeschlossen sein. Dies hängt von
den kommenden Erfahrungswerten ab. Mit der Durchführung des Jugencafés können
Kooperationen zwischen sozialen Hilfeträgern entstehen, die eine partizipative Gestaltung
des öffentlichen Raumes weiter mit den jungen Bürger *innen vorantreiben und somit dieses
Engagement zukünftig unterstützen.
Zur Nachverfolgung und Auswertung des Projekts, sind Kurzinterviews, Sammlung von O -
Tönen und Bildmaterial angedacht.
Teilnehmerzahl (von bis) 1 – 6 Personen pro Projekttermin
Ca. 112 Personen über die gesamte Projektdauer
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungOrte (1)
- Görlinger-Zentrum 12
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- 2341/2021
- Typ
- Beschlussvorlage Bezirksvertretung
- Datum
- 21.06.2021
- Erstellt
- 16.06.2021 15:09