1394/2023
Arbeitsmarkt Köln - Rückblick 2022, bisherige Entwicklung und Ausblick 2023: Trotz Krise neuer Beschäftigungsrekord am Kölner Arbeitsmarkt
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Mitteilung Ausschuss
4156 Zeichen
Dezernat, Dienststelle IX/153/11 Vorlagen-Nummer 11.05.2023 1394/2023 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Wirtschaftsausschuss 25.05.2023 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 25.05.2023 Integrationsrat 23.05.2023 Arbeitsmarkt Köln - Rückblick 2022, bisherige Entwicklung und Ausblick 2023: Trotz Krise neuer Beschäftigungsrekord am Kölner Arbeitsmarkt Der Kölner Arbeitsmarkt hat sich im vergangenen Jahr 2022 weitgehend von den negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie erholt. Beschäftigungs- sowie Arbeitslosenzahlen entwi- ckelten sich positiv. Datengrundlage sind die Statistiken der Bundesagentur für Arbeit. Weil die Beschäftigtensta- tistik mit einer zeitlichen Verzögerung von 6 Monaten quartalsweise veröffentlicht wird, liegen hier ihre Zahlen zum 30.06.2022 (2. Quartal) zugrunde. Die reine Eckzahl der sozialversiche- rungspflichtig Beschäftigten für das 3. Quartal 2022 wurde Anfang April 2023 bekannt gege- ben. Die Kurzarbeitsmeldungen (hier: Februar 2023) und die Arbeitslosenstatistik (hier: März 2023) werden kurzfristiger aktualisiert. Nachdem die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Köln bereits zur Jahresmitte 2021 wieder das Vorkrisenniveau erreicht hatte, ist sie im letzten Jahr weiter gestiegen: Zur Jah- resmitte 2022 erhöhte sich die Zahl der Arbeitsplätze gegenüber dem Vorjahr um 15 200 auf 606 600 (+2,6%). Schließlich wurde in Köln Ende September 2022 mit 613 500 sozialversi- cherungspflichtig Beschäftigten ein neuer Beschäftigungsrekord erreicht. Vor allem im Dienstleistungssektor ist die Zahl der Arbeitsplätze deutlich gestiegen: Verwal- tung und Führung von Unternehmen und Betrieben; Unternehmensberatung (+3 200 Arbeits- plätze oder +11,3%), Gastronomie (+2 000 oder +14,3%), Dienstleistungen der Informations- technologie (+1 900 oder +7,3%) sowie Gesundheits- und Sozialwesen (+1 700 oder +2,2%). Das Baugewerbe innerhalb des Produktionssektors konnte ebenfalls deutlich zulegen (+1 500 oder +8,8%). Hatte die Arbeitslosigkeit in Köln 2021 noch zugenommen, ist sie im Jahresdurchschnitt 2022 wieder deutlich zurückgegangen: Die Zahl der Arbeitslosen sank gegenüber 2021 um 8,0 Pro- zent oder rund 4 500 Personen merklich auf 52 000. Gleichzeitig ist die jahresdurchschnittli- che Arbeitslosenquote von 9,3 auf 8,6 Prozent gesunken. Allerdings hat auch die Zahl der ausschließlich geringfügig Beschäftigten in Köln leicht zuge- nommen (+0,8%). Die Zahl derer, die als Nebenjob zusätzlich zu ihrer Hauptbeschäftigung eine geringfügig entlohnte Beschäftigung ausüben, ist sogar um 3 700 (+7,8%) gestiegen. 2 Entwicklung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Köln seit 2017 Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit; Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen) Die Kurzarbeit geht in Folge der rückläufigen Pandemieentwicklung weiter zurück, wirkt aber aufgrund der durch den Krieg in der Ukraine entstandenen Lieferengpässe und Produktions- drosselungen vor allem in der Industrie weiterhin stabilisierend, wo im Maschinenbau sogar rund 800 Mitarbeitende (-11,4%) abgebaut werden mussten. Im Gesamtjahr 2022 wurden von den Kölner Unternehmen 1 235 neue Anzeigen auf Kurzarbeitergeld für 15 562 Arbeitneh- mer*innen gestellt (3% aller Arbeitnehmer*innen). Im Vorjahr waren es noch 3 231 anzeigen- de Betriebe mit 45 077 Beschäftigten (8% aller Arbeitnehmer*innen). Nach der IAB-Regionalprognose von März 2023 soll die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Köln in 2023 um 1,3 Prozent auf rund 616 200 steigen, während sich aber gleichzeitig die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenzahl auf 52 300 erhöhen soll (+0,8%). Anlage KSN 7/2023 Arbeitsmarkt Köln - Rückblick 2022, bisherige Entwicklung und Ausblick 2023 Gez. Haack 591 408 606 633 613 491 430 000 457 000 484 000 511 000 538 000 565 000 592 000 619 000 -7 000 -3 500 0 3 500 7 000 10 500 14 000 17 500 21 000 24 500 I/17 II/17 III/17 IV/17 I/18 II/18 III/18 IV/18 I/19 II/19 III/19 IV/19 I/20 II/20 III/20 IV/20 I/21 II/21 III/21 IV/21 I/22 II/22 III/22 Veränderungen zum Vorjahresquartal SVP-Beschäftigte
KSN_Arbeitsmarkt_07-2023
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Arbeitsmarkt Köln
Rückblick 2022, bisherige
Entwicklung und Ausblick
2023
Kölner Statistische Nachrichten 7/2023
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Kölner Statistische Nachrichten 7/2023 – Arbeitsmarkt Köln
Zusammenfassung
Der Kölner Arbeitsmarkt hat sich im vergangenen Jahr 2022 weitgehend von den negativen
Auswirkungen der Corona-Pandemie erholt. Beschäftigungs- sowie Arbeitslosenzahlen entwickelten
sich positiv. Datengrundlage sind die Statistiken der Bundesagentur für Arbeit (siehe dazu den
Informationskasten am Ende dieser Publikation).
Nachdem die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Köln bereits zur Jahresmitte 2021
wieder das Vorkrisenniveau erreicht hatte, ist sie im letzten Jahr weiter gestiegen: Zur Jahresmitte
2022 erhöhte sich die Zahl der Arbeitsplätze gegenüber dem Vorjahr um 15 200 auf 606 600
(+2,6%). Schließlich wurde in Köln Ende September 2022 mit 613 500 sozialversicherungspflichtig
Beschäftigten ein neuer Beschäftigungsrekord erreicht. Vor allem im Dienstleistungssektor ist die
Zahl der Arbeitsplätze deutlich gestiegen: Verwaltung und Führung von Unternehmen und
Betrieben; Unternehmensberatung (+3 200 Arbeitsplätze oder +11,3%), Gastronomie (+2 000 oder
+14,3%), Dienstleistungen der Informationstechnologie (+1 900 oder +7,3%) sowie Gesundheits-
und Sozialwesen (+1 700 oder +2,2%). Das Baugewerbe innerhalb des Produktionssektors konnte
ebenfalls deutlich zulegen (+1 500 oder +8,8%).
Hatte die Arbeitslosigkeit in Köln 2021 noch zugenommen, ist sie im Jahresdurchschnitt 2022
wieder deutlich zurückgegangen: Die Zahl der Arbeitslosen sank gegenüber 2021 um 8,0 Prozent
oder rund 4 500 Personen merklich auf 52 000. Gleichzeitig ist die jahresdurchschnittliche
Arbeitslosenquote von 9,3 auf 8,6 Prozent gesunken.
Allerdings hat auch die Zahl der ausschließlich geringfügig Beschäftigten in Köln leicht
zugenommen (+0,8%). Die Zahl derer, die als Nebenjob zusätzlich zu ihrer Hauptbeschäftigung
eine geringfügig entlohnte Beschäftigung ausüben, ist sogar um 3 700 (+7,8%) gestiegen.
Die Kurzarbeit geht in Folge der rückläufigen Pandemieentwicklung weiter zurück, wirkt aber
aufgrund der durch den Krieg in der Ukraine entstandenen Lieferengpässe und
Produktionsdrosselungen vor allem in der Industrie weiterhin stabilisierend, wo im Maschinenbau
sogar rund 800 Mitarbeitende (-11,4%) abgebaut werden mussten. Im Gesamtjahr 2022 wurden
von den Kölner Unternehmen 1 235 neue Anzeigen auf Kurzarbeitergeld für 15 562
Arbeitnehmer*innen gestellt (3% aller Arbeitnehmer*innen). Im Vorjahr waren es noch 3 231
anzeigende Betriebe mit 45 077 Beschäftigten (8% aller Arbeitnehmer*innen).
Nach der IAB-Regionalprognose von März 2023 soll die Zahl der sozialversicherungspflichtig
Beschäftigten in Köln in 2023 um 1,3 Prozent auf rund 616 200 steigen, während sich aber
gleichzeitig die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenzahl auf 52 300 erhöhen soll (+0,8%).
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Kölner Statistische Nachrichten 7/2023 – Arbeitsmarkt Köln
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Köln mit über 600 000 Beschäftigten auf Rekordniveau
Nachdem die Beschäftigung in Köln bereits zur Jahresmitte 2021 trotz Corona-Pandemie wieder
das Vorkrisenniveau von Dezember 2019 erreicht hatte, ist die Zahl der Arbeitsplätze im letzten
Jahr weiter gestiegen: Zur Jahresmitte 2022 erhöhte sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig
Beschäftigten am Arbeitsort Köln gegenüber dem Vorjahr um 15 200 auf 606 600 (+2,6%) und
erreichte damit ein neues Allzeithoch (Grafik 1).
Mit einem Beschäftigungszuwachs um rund 14 700 (+2,9%) hat hierzu fast ausschließlich der
Dienstleistungssektor beigetragen, während die Beschäftigung im Produktionssektor nur geringfügig
um rund 500 (+0,7%) zunahm.
Ende September 2022 wurde mit 613 500 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Köln ein
neuer Höchststand seit jeher erreicht. Beigetragen hierzu hat die Zunahme von rund 6 900
Beschäftigten (+1,1%) gegenüber Juni 2022.
Erfahrungsgemäß erreicht die Beschäftigtenzahl im dritten Quartal ihren Jahreshöchststand, weil zu
diesem Zeitpunkt die neuen Auszubildenden in die Beschäftigung eintreten.
Grafik 1: Entwicklung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Köln seit 2017
591 408
606 633
613 491
430 000
457 000
484 000
511 000
538 000
565 000
592 000
619 000
-7 000
-3 500
0
3 500
7 000
10 500
14 000
17 500
21 000
24 500
I/17
II/17
III/17
IV/17
I/18
II/18
III/18
IV/18
I/19
II/19
III/19
IV/19
I/20
II/20
III/20
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III/22
Veränderungen zum Vorjahresquartal SVP-Beschäftigte
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uelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen)
Kölner Statistische Nachrichten 7/2023 – Arbeitsmarkt Köln
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Regionalvergleich: Köln mit moderatem Beschäftigungszuwachs von 2021 zu 2022
Köln liegt mit seiner Beschäftigungszunahme vom Sommer 2021 bis zum Sommer 2022 (+2,6%) im
Vergleich zu anderen deutschen Großstädten im Mittelfeld und deutlich über dem Landes- und
Bundesdurchschnitt (Grafik 2).
Grafik 2: Entwicklung der Beschäftigten in Köln sowie in Vergleichsstädten 2021 bis 2022 (jeweils am 30.06.)
4,5
3,4
3,0
2,7
2,6
2,2
2,0
2,0
1,9
1,9
1,9
0,0 0,5 1,0 1,5 2,0 2,5 3,0 3,5 4,0 4,5 5,0
Berlin
München
Hamburg
Leipzig
Köln
Frankfurt/Main
Nürnberg
Düsseldorf
Stuttgart
NRW
Deutschland
Veränderungen in Prozent
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uelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen)
Dienstleistungssektor insgesamt bei 527 000 Beschäftigten
Die Zahl der Beschäftigten im in Köln dominierenden Dienstleistungssektor – 87 Prozent aller
Kölner Beschäftigten sind hier tätig – ist im letzten Jahr deutlich um 2,9 Prozent von 512 100 auf
526 800 gestiegen. Innerhalb des Sektors kam es überwiegend zu deutlichen Zuwächsen bei der
Beschäftigung, aber in einigen Bereichen auch zu Arbeitsplatzverlusten (Tabelle 1).
Beschäftigtenzuwächse vor allem im Dienstleistungssektor
Den höchsten absoluten Beschäftigtenzuwachs zwischen Mitte 2021 und Mitte 2022 gab es im
Bereich Verwaltung und Führung von Unternehmen und Betrieben; Unternehmensberatung. Hier
erhöhte sich die Beschäftigtenzahl um 3 200 auf nunmehr 31 900 Arbeitsplätze (+11,3%).
In der von der Corona-Pandemie besonders betroffenen Gastronomie konnte die Beschäftigung
wieder deutlich um 2 000 auf 16 000 Arbeitsplätze (+14,3%) zulegen.
Kölner Statistische Nachrichten 7/2023 – Arbeitsmarkt Köln
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Tabelle 1: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Köln 2021 bis 2022 (jeweils am 30.06.)
absolut in %
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei 216 216 0 0,0
Bergbau, Energie- und Wasserversorgung, Entsorgungswirtschaft 9 462 9 204 - 258 -2,7
Verarbeitendes Gewerbe 52 019 51 253 - 766 -1,5
darunter Ernährungsgewerbe 6 016 6 079 63 1,0
Druckgewerbe, Vervielfältigung von Datenträgern 1 290 1 255 - 35 -2,7
Chemie- und Pharmaindustrie 7 191 7 248 57 0,8
Maschinenbau 7 377 6 536 - 841 - 11,4
Elektrotechnik 3 442 3 392 - 50 -1,5
Baugewerbe 17 600 19 144 1 544 8,8
Produktionssektor insgesamt 79 297 79 817 520 0,7
Handel, Instandhaltung und Reparatur von KFZ 71 590 73 322 1 732 2,4
darunter Handelsvermittlung und Großhandel 30 765 32 461 1 696 5,5
Einzelhandel 33 121 33 378 257 0,8
Gas tgewerbe 18 093 20 306 2 213 12,2
darunter Beherbergung 4 104 4 315 211 5,1
Gastronomie 13 989 15 991 2 002 14,3
Verkehr und Lagerei (Logistik) 40 844 41 390 546 1,3
darunter Landverkehr, Pipelines 14 582 15 286 704 4,8
Luftfahrt 2 421 2 351 - 70 -2,9
Lagerei sowie sonstige Verkehrsdienstleistungen 13 291 13 622 331 2,5
Post-, Kurier- und Expressdienste 10 550 10 131 - 419 -4,0
Information und Kommunikation 51 567 53 862 2 295 4,5
darunter Rundfunkveranstalter 7 260 7 683 423 5,8
Telekommunikation 3 389 3 203 - 186 -5,5
Dienstleistungen der Informationstechnologie 25 677 27 547 1 870 7,3
Finanz- und Versicherungsdienstleistungen 37 894 37 044 - 850 -2,2
darunter Kreditgewerbe 13 558 13 504 - 54 -0,4
Versicherungsgewerbe 24 336 23 540 - 796 -3,3
Erbringung von Dienstleistungen überwiegend für Unternehmen 109 744 115 584 5 840 5,3
darunter Rechts-, und Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung 14 932 15 472 540 3,6
Verwaltung und Führung von Unternehmen und Betrieben; Unternehmensberatung 28 628 31 872 3 244 11,3
Werbung und Marktforschung 8 038 8 455 417 5,2
Befristete Überlassung v. Arbeitskräften (Zeitarbeit) 15 249 15 442 193 1,3
Weitere Diens tleis tungen: 182 379 185 308 2 929 1,6
darunter Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung 32 813 32 317 - 496 -1,5
Erziehung und Unterricht 27 488 27 808 320 1,2
Gesundheits- und Sozialwesen 78 576 80 271 1 695 2,2
Dienstleistungssektor insgesamt 512 111 526 816 14 705 2,9
Insge sa mt 591 408 606 633 15 225 2,6
Wirtschaftsabschnitte (WZ 2008)
darunter Wirtschaftszweige 2021 2022
Veränderung 2021-2022
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uelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen)
Kölner Statistische Nachrichten 7/2023 – Arbeitsmarkt Köln
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Die Dienstleistungen der Informationstechnologie verzeichneten infolge der durch die Corona-
Pandemie verstärkten Digitalisierung einen Zuwachs um 1 900 auf 27 500 Arbeitsplätze (+7,3%).
Im Gesundheits- und Sozialwesen erhöhte sich die Beschäftigtenzahl um 1 700 auf nunmehr
80 300 (+2,2%). Beigetragen hierzu haben in Folge der Corona-Pandemie und der Zuwanderung
von Geflüchteten aus der Ukraine die Beschäftigungszuwächse im Sonstigen Sozialwesen1 (+900
Arbeitsplätze oder +7,1%), im Krankenhausbereich (+400 Arbeitsplätze oder +1,6%), aber auch in
Arzt- und Zahnarztpraxen (+300 Arbeitsplätze oder +2,6%).
Produktionssektor: Deutlicher Rückgang im Maschinenbau, starker Anstieg im Baugewerbe
Im Produktionssektor insgesamt sind im Saldo lediglich rund 500 Arbeitsplätze entstanden (+0,7%).
Hier konnte das Baugewerbe mit 1 500 zusätzlichen Arbeitsplätzen (+8,8%) am deutlichsten
zulegen. Das Verarbeitende Gewerbe verzeichnete dagegen einen Beschäftigungsrückgang um
rund 800 Mitarbeitende (-1,5%). In Folge des Krieges in der Ukraine und den damit verbundenen
Lieferengpässen und Produktionsdrosselungen war hierfür alleine der Beschäftigungsrückgang im
Maschinenbau (-800 oder -11,4%) maßgeblich.
Beschäftigungszuwächse bei Ausländer*innen und Akademiker*innen
Deutlich stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer*innen, nämlich um
+8 200 oder 9,1 Prozent (Tabelle 2). Mit 99 200 Beschäftigten liegt ihr Anteil an der
Gesamtbeschäftigung im Juni 2022 damit bei einem Sechstel. Hochqualifizierte Arbeitnehmer*innen
konnten bei der Gesamtbeschäftigung deutlich zulegen: Ihre Beschäftigtenzahl erhöhte sich um
8 600 Personen (+5,3%). Bei den Nicht-Akademiker*innen verzeichnete die Beschäftigung dagegen
lediglich ein leichtes Plus (+2 900 oder +1,0%).
Überdurchschnittlich stieg demografisch bedingt die Beschäftigung bei den Älteren von 55 bis unter
65 Jahre (+6 400 oder +5,9%). Prozentual am stärksten erhöhte sich jedoch die Zahl der
sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ab 65 Jahre bis zur Regelaltersgrenze, nämlich um 900
oder 13,2 Prozent; eine Folge der sich sukzessiv erhöhenden Regelaltersgrenze.
Teilzeitbeschäftigung nimmt stärker zu als Vollzeitbeschäftigung
Die Zahl der Teilzeitbeschäftigten stieg stärker als die der Vollzeitbeschäftigten: Mit einem Zuwachs
von 7 800 Personen oder 4,6 Prozent ist die Beschäftigung bei ihnen sowohl absolut als auch
relativ betrachtet stärker gestiegen als bei den Vollzeitbeschäftigten (+7 400 oder +1,8%).
Dabei ist Teilzeitarbeit nach wie vor eine Domäne der Frauen: Während in Köln im Sommer 2022
nur rund 17 Prozent der Männer (55 300) einer sozialversicherungspflichtigen Teilzeittätigkeit
nachgingen, waren es bei den Frauen 44 Prozent (124 100). Die Teilzeitbeschäftigung bei den
Frauen ist von Mitte 2021 bis Mitte 2022 absolut betrachtet stärker gestiegen als bei den Männern:
+5 100 Frauen (+4,1%) und +2 700 Männer (+4,9%).
1 Das Sonstige Sozialwesen umfasst soziale, Beratungs-, Fürsorge-, Flüchtlingsbetreuungs-, Weitervermittlungs- und
ähnliche Dienstleistungen durch staatliche, gemeinnützige oder private Einrichtungen. Hierzu gehören Gemeinschafts-
und Nachbarschaftshilfe, Hilfe für Geflüchtete einschließlich vorübergehender oder längerfristiger Unterbringung,
berufliche Rehabilitation sowie Qualifikationsmaßnahmen für Arbeitslose, Tagesstätten für Obdachlose und andere
sozial schwache Gruppen sowie karitative Maßnahmen wie Spendensammlungen oder andere Hilfsmaßnahmen im
Sozialbereich.
Kölner Statistische Nachrichten 7/2023 – Arbeitsmarkt Köln
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Tabelle 2: Struktur der Beschäftigung am Arbeitsort Köln 2021 und 2022 (jeweils am 30.6.)
absolut in %
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte insgesamt 591 408 606 633 15 225 2,6
Männer 314 998 322 870 7 872 2,5
Frauen 276 410 283 763 7 353 2,7
Deutsche 500 412 507 400 6 988 1,4
Ausländer*innen 90 985 99 227 8 242 9,1
Jüngere unter 25 Jahre 53 751 55 177 1 426 2,7
25 bis unter 55 Jahre 422 207 428 673 6 466 1,5
55 bis unter 65 Jahre 108 700 115 142 6 442 5,9
65 bis Regelaltersgrenze 6 750 7 641 891 13,2
Vollzeitbeschäftigte 419 865 427 256 7 391 1,8
Teilzeitbeschäftigte 171 543 179 377 7 834 4,6
Auszubildende 19 090 18 361 - 729 -3,8
E
inpendler*innen 294 619 305 316 10 697 3,6
Auspendler*innen 134 548 139 912 5 364 4,0
anerkannter Berufsabschluss 283 915 286 799 2 884 1,0
akademischer Berufsabschluss1) 162 233 170 826 8 593 5,3
ohne Berufsabschluss 84 234 87 140 2 906 3,4
Geringfügig Beschäftigte insgesamt2) 118 558 122 834 4 276 3,6
Geringfügig Beschäftigte (ausschließlich) 71 208 71 791 583 0,8
Geringfügig Beschäftigte (Nebenjob) 47 350 51 043 3 693 7,8
1) Bachelor, Diplom, Magister, Master, Staatexamen, Promotion
2) Geringfügig entlohnte Beschäftigte und Kurzzeitbeschäftigte
Beschäftigte 2021 2022
Veränderung 2021-2022
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uelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen)
Anstieg der geringfügigen Beschäftigung im Nebenjob
Die Zahl der geringfügig entlohnten Beschäftigungsverhältnisse insgesamt ist von Mitte 2021 bis
Mitte 2022 um rund 4 300 auf 122 800 gestiegen (+3,6%). Während die Zahl der ausschließlich
geringfügig Beschäftigten in Köln nur unwesentlich anstieg (+600 oder +0,8%), ist die Zahl derer,
die als Nebenjob zusätzlich zu ihrer Hauptbeschäftigung eine geringfügig entlohnte Beschäftigung
ausüben um 3 700 (+7,8%) deutlich gestiegen. Mit einem Anteil von 56 Prozent Mitte 2022 sind
Frauen in Minijobs gegenüber Männern (44%) leicht überrepräsentiert.
Kölner Statistische Nachrichten 7/2023 – Arbeitsmarkt Köln
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Kurzarbeit weiter rückläufig
Trotz der rückläufigen Pandemieentwicklung wirkt die Kurzarbeit2 aufgrund der durch den Krieg in
der Ukraine entstandenen Lieferengpässe und Produktionsdrosselungen vor allem in der Industrie
weiterhin stabilisierend und schützt Menschen vor Arbeitslosigkeit. Im Gesamtjahr 2022 wurden von
den Kölner Unternehmen 1 235 neue Anzeigen auf Kurzarbeitergeld für 15 562 Arbeitnehmer*innen
gestellt (3% aller Arbeitnehmer*innen). In 2021 waren es noch 3 231 anzeigende Betriebe mit
45 077 Beschäftigten (8% aller Arbeitnehmer*innen).3 Ausgehend von einem hohen Januarwert ist
die Zahl der Kurzarbeitsmeldungen im Jahresverlauf 2022 stark gesunken und hat sich nach einem
kurzzeitigen Anstieg im November bis Februar 2023 auf einem niedrigen Niveau stabilisiert.
Grafik 3: Monatliche Anzeigen für Beschäftigte in Kurzarbeit in Köln seit 2021
26 475
9 196
2 956
1 171
1 738
622
406
280
885
364
384
1 395
4 065
3 778
2 503
799
1 448
84
201
102
146
925
3 835
478
465
566
0
2 500
5 000
7 500
10 000
12 500
15 000
17 500
20 000
22 500
25 000
27 500
30 000
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
2021
2022
2023
Personen in Anzeigen über Kurzarbeit
Die Anzeigepflicht für wirtschaftlich bedingte Saison -Kurzarbeit ist ab September 2016 entfallen.
Aus verfahrenstechnischen Gründen können die Anzeigen zur Kurzarbeit noch vereinzelt
Anzeigen zum Saison -Kurzarbeitergeld beinhalten.
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uelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen)
2 Kurzarbeitergeld soll einen Verdienstausfall zumindest teilweise wieder ausgleichen und auch den Arbeitsplatz
erhalten, wenn die aktuelle Situation eines Betriebes Entlassungen notwendig machen würde. Ein Anspruch auf
Kurzarbeitergeld besteht, wenn Arbeitgebende die regelmäßige Arbeitszeit kürzen müssen, und dies bei der
zuständigen Agentur für Arbeit angezeigt haben. In den meisten Fällen geschieht das aus konjunkturellen Gründen, da
die wirtschaftliche Lage eines Betriebes schlecht ist. In der Corona-Pandemie wird auch für 100-prozentige Kurzarbeit
ohne jegliche Arbeitsleistung Kurzarbeitergeld gezahlt.
3 Agentur für Arbeit Köln: Der Kölner Arbeitsmarkt im Jahresverlauf 2022/Ausblick 2023; Siehe auch unter:
https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/koeln/presse/2023-2-der-kolner-arbeitsmarkt-im-jahresverlauf-2022-ausblick-
2023, abgerufen am 27.3.2023
Kölner Statistische Nachrichten 7/2023 – Arbeitsmarkt Köln
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Deutlicher Rückgang der Arbeitslosigkeit
Im dritten Jahr der Corona-Pandemie ist die Arbeitslosigkeit in Köln im Jahresdurchschnitt 2022
deutlich zurückgegangen: So verringerte sich die Zahl der Arbeitslosen gegenüber 2021 um 8,0
Prozent oder rund 4 500 Personen auf 52 000 (Grafik 4, Tabelle 3). Gleichzeitig ist die
jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote von 9,3 auf 8,6 Prozent gesunken.
Grafik 4: Arbeitslosenzahl und -quote in Köln seit 2017 (Jahresdurchschnittswerte)
48 227
45 968 46 397
55 194
56 528
52 020
8,4 7,9 7,8
9,2 9,3
8,6
0 %
1 %
2 %
3 %
4 %
5 %
6 %
7 %
8 %
9 %
10 %
11 %
12 %
0
5 000
10 000
15 000
20 000
25 000
30 000
35 000
40 000
45 000
50 000
55 000
60 000
2017 2018 2019 2020 2021 2022
Zahl Quote
Q
uelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen)
Die Unterbeschäftigung, welche die Zahl der Kölnerinnen und Kölner, die insgesamt eine
Beschäftigung suchen, umfasst (Arbeitslose plus zum Beispiel Teilnehmende an
arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen), ist zum Jahresende 2022 im Vergleich zum Vorjahr von rund
64 800 um 1 400 auf 66 200 Personen gestiegen (+2,2%).
Neben den statistisch ausgewiesenen 50 700 Arbeitslosen zum Jahresende 2022 suchten im
Dezember 15 500 Kölnerinnen und Kölner eine Beschäftigung, während sie sich in einer Förderung
befanden oder aus anderen Gründen dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung standen
(Unterbeschäftigung im engeren Sinne).
Zum Jahresbeginn 2023 liegt die Arbeitslosigkeit in Köln auf einem niedrigeren Niveau als in den
beiden Vorjahren (Grafik 5). Infolge häufiger Kündigungstermine zum Jahresende, des Endes
einiger Ausbildungen und des Auslaufens befristeter Verträge ist die Zahl der Arbeitslosen im
Vergleich zu Dezember 2022 zwar saisonüblich um 1.953 Personen auf 52.698 gestiegen (+3,8%),
Kölner Statistische Nachrichten 7/2023 – Arbeitsmarkt Köln
10
allerdings fiel dieser Anstieg geringer aus als im langjährigen Mittel, da die Unternehmen weiterhin
Fachkräfte brauchen und halten.4 Im Februar und März 2023 ist die Arbeitslosenzahl wieder leicht
zurückgegangen.
Grafik 5: Monatliche Arbeitslosenzahl und –quote1) in Köln seit 2021
59 855
59 449
58 391
58 150
57 591
57 355
57 171
57 019
54 955
53 645
52 823
51 934
53 358
52 849
52 284
51 549
50 930
50 926
52 628
53 282
52 395
51 975
51 322
50 745
52 698
52 374
52 184
0 %
1,5 %
3 %
4,5 %
6 %
7,5 %
9 %
10,5 %
0
7 500
15 000
22 500
30 000
37 500
45 000
52 500
60 000
Jan 21
Feb 21
Mrz 21
Apr 21
Mai 21
Jun 21
Jul 21
Aug 21
Sep 21
Okt 21
Nov 21
Dez 21
Jan 22
Feb 22
Mrz 22
Apr 22
Mai 22
Jun 22
Jul 22
Aug 22
Sep 22
Okt 22
Nov 22
Dez 22
Jan 23
Feb 23
Mrz 23
Arbeitslose Arbeitslosenquote
1) Zu den Arbeitslosen im Sinne des Sozialgesetzbuch III (SGB III - Arbeitsförderung) zählen alle Personen, die vorübergehend nicht in einem Beschäftigungsverhältnis stehen oder nur eine
kurzzeitige Beschäftigung ausüben, die der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stehen, nicht arbeitsunfähig erkrankt sind, das 65. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und sich persönlich bei der
Bundesagentur für Arbeit gemeldet haben und somit von der Arbeitsverwaltung registriert werden.
Q
uelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen)
Rückgang der Arbeitslosigkeit bei allen Personengruppen
Von 2021 bis 2022 verzeichneten alle Personengruppen zum Teil deutliche Rückgänge bei der
Arbeitslosenzahl (Tabelle 3): Weit überdurchschnittlich ging die Arbeitslosigkeit insbesondere bei
den SGB-III-Arbeitslosen5 (-3 350 oder -20,5%) und bei den jüngeren Arbeitslosen unter 25 Jahre
(-583 oder -14,9%) zurück. Bei den älteren Arbeitslosen über 55 Jahre hingegen stagniert die
Arbeitslosenzahl (-38 oder -0.4%) und bei den SGB-II-Arbeitslosen6 (-1 158 oder -2,9%) war ein
unterdurchschnittlicher Rückgang zu beobachten.
4 Agentur für Arbeit Köln: Der Kölner Arbeitsmarkt im Januar 2023 - Arbeitslosigkeit steigt zum Jahresbeginn, aber
geringer als üblich; Siehe auch unter: https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/koeln/presse/2023-5-arbeitslosigkeit-steigt-
zum-jahresbeginn-aber-geringer-als-ublich, abgerufen am 27.3.2023
5SGB-III-Arbeitslose erhalten Arbeitslosengeld I als Lohnersatzleistung anstelle des ausfallenden Arbeitsentgeltes im
Rahmen der Arbeitslosenversicherung.
6SGB-II-Arbeitslose beziehen Arbeitslosengeld II als eine Leistung zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB
II für erwerbsfähige Leistungsberechtigte.
Kölner Statistische Nachrichten 7/2023 – Arbeitsmarkt Köln
11
Tabelle 3: Zahl der Arbeitslosen in Köln nach Personengruppen 2021 und 2022
absolut in %
Arbe itslose insge sa mt 56 528 52 020 -4 508 -8 ,0
darunter Frauen 25 495 23 832 -1 664 -6,5
Männer 31 033 28 188 -2 845 -9,2
Jüngere unter 25 Jahre 3 922 3 339 - 583 -14,9
25 bis 54 Jahre 41 866 37 979 -3 887 -9,3
über 55 Jahre 10 741 10 703 - 38 -0 ,4
Ausländer*innen 22 804 21 741 -1 063 -4 ,7
Ausländer*innen (nichteuropäische Asylherkunftsländer) 6 239 5 698 - 541 -8,7
Langzeitarbeitslose 27 366 25 975 -1 391 -5 ,1
Arbe itslose insge sa mt SGB II 40 170 39 013 -1 158 -2 ,9
darunter Frauen 18 571 18 264 - 307 -1,7
Männer 21 599 20 749 - 850 -3,9
Jüngere unter 25 Jahre 2 608 2 313 - 296 -11,3
25 bis 54 Jahre 30 712 29 326 -1 386 -4,5
über 55 Jahre 6 850 7 374 525 7,7
Ausländer*innen 18 259 18 289 29 0,2
Aus
länder*innen (nichteuropäische Asylherkunftsländer) 5 626 5 184 - 442 -7,9
Langzeitarbeitslose 25 417 24 654 - 763 -3, 0
Arbeitslose insgesamt SGB III 16 358 13 007 -3 350 - 20,5
darunter Frauen 6 924 5 568 -1 356 -19,6
Männer 9 434 7 440 -1 994 -21,1
Jüngere unter 25 Jahre 1 313 1 026 - 287 -21,9
25 bis 54 Jahre 11 153 8 653 -2 501 -22,4
über 55 Jahre 3 891 3 328 - 563 -14, 5
Ausländer*innen 4 544 3 453 -1 092 - 24,0
Ausländer*innen (nichteuropäische Asylherkunftsländer) 613 514 - 99 -16,2
Langzeitarbeitslose 1 949 1 321 - 629 -32, 2
Arbeitslosmeldungen 104 009 104 462 453 0,4
dav
on aus vorheriger Erwerbstätigkeit 46 493 44 130 -2 363 -5,1
Abgänge aus der Arbeitslosigkeit 109 046 105 677 -3 369 -3,1
davon Abgänge in Erwerbstätigkeit 42 863 38 856 -4 007 -9,3
Ausbildung und sonstige Maßnahmenteilnahme 28 970 27 458 -1 512 -5,2
Abgänge in Rente und Berufsunfähigkeit 29 550 32 839 3 289 11,1
gemeldete offene Stellen 19 036 19 356 320 1,7
davon ungefördert (SVP) 17 599 17 959 360 2,0
Jahres s ummen
Arbe itslose 2021 2022
Veränderung 2021-2022
Q
uelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen)
Kölner Statistische Nachrichten 7/2023 – Arbeitsmarkt Köln
12
Köln im Regionalvergleich mit geringstem Rückgang der Arbeitslosigkeit
In allen Vergleichsstädten ist die Arbeitslosenzahl deutlich zurückgegangen (Grafik 6). Düsseldorf
(-13,5%) und München (-12,7%) verzeichneten die höchsten Rückgänge. In Köln (-8,0%) und
Hamburg (-8,2%) ist die Arbeitslosenzahl zwar weniger stark gesunken, allerdings stärker als im
Landes- und Bundesdurchschnitt.
Mehr offene Stellen 2022
Im vergangenen Jahr ist in Köln die Anzahl der bei der Arbeitsagentur gemeldeten
sozialversicherungspflichtigen offenen Stellen gegenüber dem Vorjahr geringfügig gestiegen, und
zwar um 360 auf nunmehr rund 18 000 (+2,0%, Tabelle 3).
Grafik 6: Entwicklung der Arbeitslosenzahl in Köln sowie in Vergleichsstädten 2021 bis 2022 (Jahresdurchschnitt)
-13,5
-12,7
-12,2
-11,5
-10,6
-10,4
-9,6
-8,2
-8,0
-6,9
-7,5
-15 -13 -11 -9 -7 -5 -3 -1
Düsseldorf
München
Stuttgart
Frankfurt/Main
Nürnberg
Leipzig
Berlin
Hamburg
Köln
NRW
Deutschland
Veränderung in Prozent
Q
uelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen)
Prognosen: Erholung des Arbeitsmarkts ausgebremst
Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung IAB prognostizierte im März 2023 für dieses Jahr
in Folge des Krieges in der Ukraine und der Energiekrise eine Stagnation des
Bruttoinlandproduktes. Dabei soll die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in
Deutschland im Jahresdurchschnitt um 342 000 auf 34,9 Millionen Personen ansteigen (+1,0%) und
Kölner Statistische Nachrichten 7/2023 – Arbeitsmarkt Köln
13
gleichzeitig auch die jahresdurchschnittliche Arbeitslosigkeit um 108 000 auf 2,5 Millionen Personen
zunehmen (+4,5%).7
Die entsprechende IAB-Regionalprognose von März 2023 bestätigt diese eher durchwachsenen
Wachstumsaussichten auch für Köln: Demnach soll hier die Zahl der sozialversicherungspflichtig
Beschäftigten im Jahresdurchschnitt 2023 um 1,3 Prozent auf rund 616 200 steigen und sich
gleichzeitig die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenzahl auf 52 300 erhöhen (+0,8%).8
Datenquellen und Berichtsstand
Datengrundlage für die vorliegende Veröffentlichung sind die Statistiken der
Bundesagentur für Arbeit:
• Die Beschäftigtenstatistik wird mit einer zeitlichen Verzögerung von 6 Monaten
quartalsweise veröffentlicht. Bei Redaktionsschluss (Anfang April 2023) wurden daher
die Strukturzahlen zu den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zum 30.06.2022
(2. Quartal 2022) zugrunde gelegt (Veröffentlichung Mitte Januar 2023). Die reine
Eckzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zum 30.09.2022 (3. Quartal
2022) wurde Anfang April 2023 bekannt gegeben.
• Die Kurzarbeitsmeldungen (hier: Februar 2023) erfolgen monatlich mit einer zeitlichen
Verzögerung von einem Monat (Veröffentlichung Anfang April 2023).
• Die Arbeitslosenstatistik (hier: März 2023) wird monatlich aktualisiert (Veröffentlichung
Anfang April 2023).
7Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung – IAB-Kurzbericht 05/2023: IAB-Prognose 2023 - Rekord-
Arbeitskräftebedarf in schwierigen Zeiten (März 2023). Siehe auch unter: https://doku.iab.de/kurzber/2023/kb2023-
05.pdf, abgerufen am 27.3.2023
8 IAB Regionale Arbeitsmarktprognosen März 2023. Siehe auch unter:
https://doku.iab.de/arbeitsmarktdaten/Regionale_Arbeitsmarktprognosen_2301.pdf , abgerufen am 4.4.2023
Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
ISSN 2192-9726 © Nachdruck (auch auszugsweise) nur mit Quellenangabe
13/15/0/05.2023
Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Willy-Brandt-Platz 2
50679 Köln
E-Mail: statistik@stadt-koeln.de
www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/statistik/
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1394/2023
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 11.05.2023
- Erstellt
- 26.04.2023 12:00