A-R/0017/2012
Runder Tisch gegen Rechts
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Originalantrag
3811 Zeichen
Antrag an den Rat Nr. A-R/0017/2012 Seite 1 von 2 DIE LINKE. Ratsfraktion Achtermannstraße 19 48143 Münster Telefon 0251 / 9816051 12. März 2012 Antrag Runder Tisch gegen Rechts Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: Die Verwaltung bereitet zur nächsten Hauptausschusssitzung ein Konzept für einen „Runden Tisch gegen Rechts“ vor, der folgende Punkte berücksichtigt: 1. Zur Aufarbeitung der Erfahrungen mit dem Neonazi- Aufmarsch am 03.03.2012 im Stadtteil Rumphorst und den Gegendemonstrationen sowie dem damit verbunden en Polizei-Einsatz wird ein Runder Tisch eingerichtet, um einerseits im offenen Dialog den 03. März zu reflektieren und andererseits einen Handlungsrahmen für zukünftige verbundenen Neo-Naz i-Aufmärsche festzulegen. 2. Zu diesem Runden Tische gegen Rechts werden unter Moderation des Oberbürgermeisters der Stadt Münster folgende Personen eingeladen: • Polizeipräsident und Einsatzleitung • je eine Vertreterin / ein Vertreter der im Rat vertretenen Parteien • eine Vertreterin / ein Vertreter der Gewerkschaften in Münster • eine Vertreterin / einen Vertreter der beiden christlichen Kirchen • eine Vertreterin / ein Vertreter der jüdischen Gemeinde • eine Vertreterin / einen Vertreter des christlich-muslimischen Rates • eine Vertreterin / ein Vertreter aus dem Integrationsrat • eine Vertreterin / einen Vertreter des Stadtteils Rumphorst • je eine Vertreterin / einen Vertreter der Münsteraner Medien Begründung: In der Resolution „Münster sagt Nein zum Rechtsextr emismus: Münster bleibt eine Stadt des Friedens und der Toleranz“ hat der Rat der Stadt Münster einstimm ig sein Nein „zu Rassismus und Nationalismus, zur Hetze gegen Minderheiten und zur Intoleranz“ bekräftigt. Dem Neo-Nazi-Aufmarsch in Münster am 03.03.2012 ste llte sich ein breiter gesellschaftlicher Widerstand mit mehreren Gegendemonstrationen entgegen. Ein äußerst hohes Polizeiaufgebot, die hermetische Abriegelung eines ganzen Stadtviertels und der daraus resultier ende Protest der BewohnerInnen, die Festnahme einer Bundestagsabgeordneten der Partei DIE LINKE, sowie das Ergebnis, dass neofachistische Kräfte ungehindert einen aus ihrer Sicht gelungenen Marsch durch Münster veranstalten konnten, werfen Fragen auf: Ist das Einsatz-Konzept der Polizei aufgegangen? Warum ist das erfolgreiche Einsatz-Konzept von 200 6 nicht wiederholt worden? Haben alle beteiligten Kräfte aus Verwaltung, Poli zei und gesellschaftlichen Gruppen ausreichend im Vorfeld miteinander kommuniziert? Wenn nicht, wie könnte dies zukünftig verbessert werden? An den Oberbürgermeister Warum konnte den Neo-Nazis der Münsteraner Widerst and nicht unmittelbarer herangetragen werden? Warum konnten eingeladene Personen nicht in den St adtteil Rumphorst gelangen? Warum wurde eine parlamentarische Beobachterin fe stgenommen? Warum entstand eine erhebliche Frustration bei vie len TeilnehmerInnen an den antifaschistischen Veranstaltungen, die sich u.a. in einer Vielzahl von Leserbriefen ausmachen lässt? Wie soll Münster zukünftig auf weitere Neo-Nazi-Au fmärsche reagieren? Wie kann ein gesellschaftlicher Widerstand zukünft ig noch breiter und effektiver organisiert werden? Können Erfahrungen aus anderen Städten zukünftige Aufmärsche von nazistisch gesinnten Kräften in Münster vereiteln? Diese und weiter Fragen soll der „ Runde Tisch gegen Rechts“ erörtern und entsprechende Lösungsansätze entwickeln und den Bürgerinnen und Bürgern sowie de m Rat vorstellen. Er sollte, um effektiv und grundlegend arbeiten zu können, wenigstens vier Mal einberufen werden und bei Bedarf auch noch verlängert werden können. Mit freundlichen Grüßen Iris Toulas Raimund Köhn Joachim Bruns DIE LINKE. Ratsfraktion Münster
Beratungsverlauf (1)
Orte (1)
- Achtermannstraße 19
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Details
- Vorlagen-Nr.
- A-R/0017/2012
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 14.03.2012
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37