SV-2023/0012
Antrag des Ausländerbeirates vom 3. April 2023 betr. Ächtung des N*Wortes in der Stadt Darmstadt
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
SV-2023/0012
2814 Zeichen
Vorlage-Nr. SV-2023/0012
Antrag des Ausländerbeirates vom 3. April 2023 betr. Ächtung des N*Wortes in der
Stadt Darmstadt
Ausländerbeirat Postfach 11 10 61 Der Magistrat
64225 Darmstadt
Antrag an die Stadtverordnetenversammlung:
Ächtung des N*Wortes in der Stadt Darmstadt
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
In Anerkennung der aktuellen UN-Dekade (2015 - 2025) für Menschen afrikanischer Herkunft
und der Diskussion zum Urteil des Landesverfassungsgerichtes Mecklenburg-Vorpommern zur
Nutzung des N*Wortes wird die Verwaltung der Wissenschaftsstadt Darmstadt angewiesen, die
Ziele der UN-Dekade in Darmstadt umzusetzen und insbesondere anzuerkennen, dass jegliche
Verwendung des N*Wortes rassistisch ist und bekämpft werden muss, um Schwarzen
Menschen und PoC ein friedvolles und diskriminierungsfreies Leben in Darmstadt zu
ermöglichen.
Begründung:
Das N*Wort wird von vielen schwarzen Menschen und PoC mit Leid, Diskriminierung, Gewalt,
Ungleichheit und Entmenschlichung verbunden.
Mit dem N*Wort ist eine Vielzahl von rassistischen Stereotypen verbunden. Diese Stereotypen
umfassen Sexualrepression, wie Triebhaftigkeit und Naturhaftigkeit, Kulturlosigkeit,
Viktimisierung, Infantilisierung sowie Entfremdung (Othering) und führen zu
Ohnmachtserfahrungen und psychischen Folgen.
Als europäisches Konstrukt der Kolonialzeit, wurde es verwendet, um eine rassistische
Unterscheidung darzustellen, Machtverhältnisse zu untermauern und unterdrückende
Strukturen zu festigen.
2
Diese Erfahrungen sind auch weiterhin im Bewusstsein verankert. Auch wenn in der jüngeren
Zeit vermehrt das N*Wort in satirischen oder komödiantischen Kontexten auftaucht, darf dies
nicht über die Verletzungen hinwegtäuschen, die damit einhergehen.
Seit 2015 haben die Vereinten Nationen die Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft
ausgerufen. Damit erkennt die internationale Gemeinschaft an, dass Menschen afrikanischer
Herkunft eine eigenständige Gruppe darstellen, deren Menschenrechte gefördert und geschützt
werden müssen.
Insbesondere Menschen, die außerhalb von Afrika/ Diaspora leben, sollen in dieser Dekade in
den Vordergrund gestellt werden. Ziele der UN-Dekade sind die Förderung der Achtung des
Schutzes und der Einhaltung aller Menschenrechte und Grundfreiheiten, die Förderung einer
besseren Kenntnis und Achtung des vielfältigen Erbes der Kultur und des Beitrags von
Menschen afrikanischer Herkunft zur Entwicklung von Gesellschaften sowie der Schutz vor
Rassismus und Diskriminierung.
Der Ausländerbeirat Darmstadt bittet die Stadtverordnetenversammlung mit Zustimmung zu
den oben beschriebenen Antragspunkten.
Gez.
(Ibrahim Akbulut, Vorsitzender)
Darmstadt, den 03.04.2023
.
.
anlage 1
245 Zeichen
Punkt 10: Antrag des Ausländerbeirates vom 3. April 2023 betr. Ächtung des N*Wortes in der Stadt Darmstadt (V-Nr. SV-2023/0012) Der Sozialausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, dem Antrag zuzustimmen. Stimmenthaltung: AfD
anlage 2
196 Zeichen
Punkt 36.7: Antrag des Ausländerbeirates vom 3. April 2023 betr. Ächtung des N*Wortes in der Stadt Darmstadt (V-Nr. SV-2023/0012) Dem Antrag des Ausländerbeirates wird einstimmig zugestimmt.
Beratungsverlauf (2)
Details
- Vorlagen-Nr.
- SV-2023/0012
- Typ
- Antrag
- Datum
- 04.04.2023
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00