V/0562/2013
Antrag der SPD-Fraktion Nr. A-R/0029/2013 "Fortsetzung des Programms "Soziale Stadt Kinderhaus - Fokus auf Prävention für Kinder, Jugendliche und Familien richten""
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Beschlussvorlage
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V/0562/2013 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Betrifft Antrag der SPD-Fraktion Nr. A-R/0029/2013 "Fortsetzung des Programms "Soziale Stadt Kinderhaus - Fokus auf Prävention für Kinder, Jugendliche und Familien richten"" Beratungsfolge 25.09.2013 Hauptausschuss Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: Die Verwaltung wird beauftragt, die Einzelanliegen des Antrags der SPD-Fraktion Nr. A - R/0029/2013 zu prüfen und aufgrund der Prüfergebnisse erforderliche Entscheidungen des Rates bis zur Sitzung am 13.11.2013 vorzubereiten. II. Finanzielle Auswirkungen: Bei unverändertem Programmprofil erfordert die Fortführung des Maßnahmeprogramms ein Budget von 150.000 € pro Jahr. Im Haushaltsplan 2013 sind in den Jahren 2014 -2016 Mittel von 150.000 € für die Finanzierung des Maßnahmeprogramms vorgesehen (Zeile 15 des Teilergebni s- plans zu Produktgruppe 0503). Weitere Finanzierungsbedarfe sind von den Prüf ergebnissen zu Ziffern 2 und 3 des Antrags abhängig. Begründung: Die SPD-Fraktion möchte das Programm „Soziale Stadt Kinderhaus“ über das Jahr 2013 hinaus - das Programm ist bis dahin befristet - fortsetzen. Die Verwaltung wird gebeten, Aspekte der Finan- zierung, Ausrichtung der Jugendarbeit in der Brüningheide und Leistungen der Träger im Bereich der Prävention und frühen Hilfen für Kinder, Jugendliche und Familien in der Brüningheide zu überprüfen. Das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien und das So zialamt werden dem Rat bis zur Sitzung am 13.11.2013 entsprechende Entscheidungsempfehlungen vorlegen. I.V. I.V. Dr. Andrea Hanke Thomas Paal Anlagen: Antrag A-R/0029/2013 Vorlagen-Nr.: V/0562/2013 Auskunft erteilt: Herr Kentrup Herr Treutler Ruf: 492-5894 492-5026 E-Mail: kentrup@stadt-muenster.de treutler@stadt-muenster.de Datum: 25.07.2013 Öffentliche Beschlussvorlage
a-r-0029-2013
5374 Zeichen
Antrag an den Rat Nr. A-R/0029/2013
SPD-Fraktion
im Rat der Stadt Münster
Bahnhofstraße 9
Fortsetzung des Programms „Soziale Stadt Kinderhaus“ - 48143 Münster
Fokus auf Prävention für Kinder, Jugend und Familie richten Telefon: 0251/ 45 314
Fax: 0251/ 511 750
spdfrak@muenster.de
www.spd-muenster.de
04.06.2013
Der Rat möge beschließen:
1. Die Verwaltung wird um Prüfung gebeten, wie das Maßnahmenprogramm „Soziale Stadt
Kinderhaus - Brüningheide“ über das Jahr 2013 hinaus, möglichst erweitert, fortgesetzt
werden kann. Ein entsprechender Bericht, der Aussagen zu einer möglichen Finanzierung
machen kann, ist dem Rat, dem Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien und der
zuständigen Bezirksvertretung vorzulegen.
2. Die Verwaltung wird gleichzeitig um Prüfung gebeten, wie die Jugendarbeit /
Jugendsozialarbeit in der Brüningheide ausgerichtet und möglicherweise neu strukturiert
und ausgebaut werden kann.
3. Die Verwaltung möge auch prüfen, welche Leistungen und Angebote welcher Träger
erbringen kann, um präventive, frühzeitige Hilfen für Kinder, Jugendliche und Familien
sicherzustellen. Hierbei ist insbesondere der Sozialraum Brüningheide zu untersuchen.
Begründung:
Nach dem Beschluss des Rates vom 7. Juli 2010 endet das Maßnahmenprogramm, sowie
das Verstetigungskonzept zur Sozialen Stadt Kinderhaus-Brüningheide zum 31.12.2013
(V/0291/2010). Das zunächst auf drei Jahre angelegte Projekt „Soziale Stadt“ sollte
aufzeigen, wie die vorgelegten Maßnahmen inhaltlich und konzeptionell im Hinblick auf die
Bedarfe im Projektgebiet geeignet sind. Die Erfahrungen – dargelegt in den Jahresberichten
– belegen, dass die Maßnahmen erfolgreich und geeignet sind.
Die Probleme im Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide sind jedoch in der Regel solche, die
sich mit befristeten Maßnahmen nicht lösen lassen. Die zentralen Programmziele der
„Sozialen Stadt“ sind weiterhin hochaktuell:
− Verbesserung der Wohn- und Wohnumfeldsituation
− Förderung der Integration unterschiedlicher Gruppen im Wohngebiet
− Stärkung der Bildungschancen für Kinder und Jugendliche
Das Engagement im und für das Wohngebiet ist daher auch weiterhin unverzichtbar
notwendig. Einen wesentlichen Beitrag soll hierbei die Jugendarbeit /Jugendsozialarbeit in
der Brüningheide leisten.
• In Kinderhaus-West leben nach Angaben des Amtes für Stadtentwicklung derzeit ca. 2000
junge Menschen unter 18 Jahren. In der Brüningheide stellen die unter 18jährigen ein
Drittel der Wohnbevölkerung. Der Anteil der Menschen mit Migrationsvorgeschichte liegt in
der Brüningheide bei über 70 %.
• Laut dem aktuellem Kinder- und Jugendförderplan der Stadt Münster weist das
Fallaufkommen der Jugendgerichtshilfe im Bezirk Nord den stadtweit höchsten Anteil auf.
Mehr als ein Fünftel des stadtweiten Fallaufkommens kommt aus dem Bezirk Nord.
• Ein Drittel aller Kinder und Jugendlichen wächst in der Brüningheide in Haushalten allein
Erziehender auf. Das ist deutlich mehr als in anderen Stadtbezirken.
• Auch der Anteil der Arbeitslosen unter 25 Jahren im Bezirk Nord liegt deutlich höher als in
anderen Stadtbezirken. In Kinderhaus – Brüningheide erhalten fast 55 Prozent aller
Bewohnerinnen und Bewohner Grundsicherung für Arbeitslose. Hier ist gleichzeitig der
Anteil der Kinder, die Sozialgeld erhalten, deutlich überdurchschnittlich hoch. Stadtweit liegt
der Anteil bei unter 20 Prozent der Kinder, in der Brüningheide jedoch bei 72 Prozent.
• Eltern, die ihre Kinder privat zusätzlich fördern (können), gibt es im Bezirk Nord jedoch
deutlich weniger als in den übrigen Stadtteilen. Hier liegt der Anteil nur bei knapp 47
Prozent im Vergleich zu fast 75 Prozent in den anderen Stadtteilen.
Diese Zahlen zeigen, dass insbesondere die Jugendhilfe vor der Herausforderung steht,
bestmögliche Angebots- und Netzwerkstrukturen vorzuhalten. Ziel muss es sein, die Hilfen
der Jugendarbeit, der Jugendberufshilfe und der Jugendgerichtshilfe zu bündeln und eng
aufeinander abzustimmen.
Daher sollten die vorhandenen Strukturen vor Ort zielgruppengerecht überprüft und
gemeinsam mit allen Trägern die Arbeit der Jugendhilfe vor Ort sowohl räumlich als auch
inhaltlich neu ausgerichtet und bei Bedarf ausgebaut werden.
Dr. Michael Jung
Ralf Hubert Friedhelm Schade
Dr. Fritz Baur Mathias Kersting Anne Schulze Wintzler
Stephan Brinktrine Marianne Koch Petra Seyfferth
Thomas Fastermann Gaby Kubig- Steltig Beate Vilhjalmsson
Philipp Gabriel Doris Lammert Maria Winkel
Beanka Ganser Robert von Olberg Hol ger Wigger
Anne Hakenes
Kurt Pölling
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (3)
- Bahnhofstraße 9
- Brüningheide
- Kinderhaus
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0562/2013
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 25.07.2013
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37