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2505/2022

Bürgereingabe gem. § 24 GO NRW bezüglich strategischer Maßnahmen zur Reduzierung des Fachpersonalmangels in der ambulanten und stationären Kinderkrankenpflege bei den Kliniken der Stadt Köln sowie bei ambulanten Trägern

Beschlussvorlage Ausschuss 17.08.2022

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Nächste Beratung: Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden, Sitzung am 05.09.2022, TOP 2.5

Anlage - Bürgereingabe

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Beschlussvorlage Ausschuss

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Anlage - Bürgereingabe

1692 Zeichen

wir für pänz 
Zu IV, V und VI: g 
Laut Auskunft der Kliniken der Stadt Köln werden pro Jahr werden 75 Auszubildende zum 
Beruf der Pflegefachfrau/mann in den Städtischen Kliniken ausgebildet und 23 
Ausbildungsplätze für Kinderkrankenpflege vorgehalten. Wieviel von den 75 ausgebildeten 
Personen davon bisher in der Kinderkrankenpflege ausgebildet wurden ist nicht ersichtlich. 
Die Universitätsklinik Köln veröffentlicht bisher keine konkreten Zahlen zu den ausgebildeten 
Kinderkrankenpfleger*innen. Es ist offensichtlich, dass die ausgebildeten Fachkräfte, gerade 
im Bereich der Kinderkrankenpflege in Köln, nicht ausreichen, da ein zunehmender Bedarf 
an spezialisierten Fachkräften gerade im ambulanten Bereich, aber auch nachweislich im 
stationären Bereich, vorliegt. 
Die Kosten für vermehrte Aus- und Weiterbildung refinanzieren sich im Rahmen des 
Wirtschaftsplans der KStK. Bekanntlich sind zahlreiche Betten wegen Fachkräftemangel 
gesperrt, was einen Ertragsverlust zur Folge hat. Eine Erhöhung der Ausbildungskapazität 
und Fachkräftebindung durch attraktive Weiterbildungen wirkt dieser Entwicklung entgegen. 
Jede Pflegekraft wird von den Krankenkassen zu 100% finanziert. 
Eine Verdoppelung der Ausbildungsplätze führt zu einem höheren Bedarf an 
Praxiseinsatzplätzen und Fachkräften (Praxisanleiter*innen), die Auszubildende anleiten und 
begleiten. Deshalb ist es für die KStK notwendig, weitere Kooperationspartner zu gewinnen, 
um Praxisanleiter*innen auszubilden. Daher sollen Kooperationen mit ambulanten und 
stationären Pflegeeinrichtungen in der rheinischen Region (benachbarte Landkreise und 
Städte) ausgebaut bzw. eingegangen werden. 
Mit freundlichen Grüßen 
4

Beschlussvorlage Ausschuss

11386 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
II/II/2 
 
Vorlagen-Nummer 
 2505/2022 
Freigabedatum 
 17.08.2022 
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Bürgereingabe gem. § 24 GO NRW bezüglich strategischer Maßnahmen zur Reduzierung des 
Fachpersonalmangels in der ambulanten und stationären Kinderkrankenpflege bei den 
Kliniken der Stadt Köln sowie bei ambulanten Trägern 
Beschlussorgan 
Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Ausschuss dankt dem Petenten für seine Eingabe, die aufgrund des tatsächlichen Sachstands 
der Weiterentwicklung der Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen bei der Kliniken der Stadt Köln 
gGmbH nicht weiter verfolgt wird.  
 
Der Ausschuss bittet die Verwaltung darum, die Beschlussvorlage dem Aufsichtsrat der Kliniken der 
Stadt Köln gGmbH zur Kenntnis zu bringen. 
 
Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden 05.09.2022

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung: 
Mit Schreiben vom 18.05.2022 (siehe Anlage) beantragt der Petent, dass nachfolgend aufgeführte 
Maßnahmen zur Reduzierung des Fachpersonalmangels in der Kinderkrankenpflege bei den Kliniken 
der Stadt Köln gGmbH ergriffen werden. Die Geschäftsführung der Kliniken der Stadt Köln gGmbH 
(Kliniken Köln / KdSK) wurde hierzu um Stellungnahme gebeten und die Ausführungen jeweils unter 
„Antwort“ aufgenommen: 
 
I. Attraktivität des Pflegeberufes erhöhen. 
Die Attraktivität des Pflegeberufs soll durch zweifache Berufsabschlüsse erhöht werden. Die Kliniken 
der Stadt Köln sollen Bewerber*innen zwei Berufsabschlüsse anbieten: 
Die generalistische Pflegeausbildung zur/zum Pflegefachfrau/mann (= 3 Jahre) und zusätzlich be-
rufsbegleitend die spezialisierte Pflegeausbildung (plus 1 Jahr) in pädiatrischer Pflege. Diejenigen, die 
nach Abschluss der generalistischen Pflegeausbildung in den Städtischen Kliniken arbeiten, die pädi-
atrische Zusatzausbildung absolvieren und in der Regel das Einstiegsgehalt für Berufsanfänger*innen 
erhalten, sollen nach abgeschlossener Weiterbildungsmaßnahme entsprechend höher eingruppiert 
werden. 
Antwort: 
Die Kliniken der Stadt Köln bieten Auszubildenden der Pflegeberufe bereits 2fache Berufsabschlüsse 
an: 
- 3-jährige Ausbildung zur Pflegefachfrau/-mann mit Vorbehaltsaufgaben für alle zu pflegenden 
Altersgruppen, EU-weiter Anerkennung und auf Wunsch besondere Vertiefung in der Kinder-
krankenpflege 
- auf Antrag Weiterführung der Ausbildung nach 2 Jahren zur Gesundheits- und Kinderkranken-
pfleger/-in ohne EU-weite Anerkennung und mit nur eingeschränktem Aufgabenbereich. 
Eine zusätzliche 1-jährige Ausbildung nach der 3-jährigen Ausbildung ist weder gesetzlich legitimiert 
bzw. anerkannt, noch tarifrechtlich eingruppiert, noch refinanziert. Weiterhin stellt sich aufgrund der 
bereits vorhandenen Wahlmöglichkeiten die Frage der Sinnhaftigkeit. 
 
II. Marketing und Bewerberansprache sollen optimiert und ausgebaut werden. 
Auf der Homepage und Flyern zur Pflegeausbildung der KdSK soll zukünftig auf die generalistische 
Pflegeausbildung mit der Möglichkeit zur Vertiefung in der Pädiatrie oder die generelle Spezialisie-
rung in der Kinderkrankenpflege zu Beginn der Ausbildung hingewiesen werden. Durch detaillierte

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Informationen zu Aufbau und Inhalten der Pflegeausbildung soll das Interesse von Bewerber*innen 
gezielt geweckt werden. Die Modulinhalte und die Modulübersicht über die drei Ausbildungsjahre so-
wie beruflichen Perspektiven sollen ansprechend dargestellt und Lernziele, Lerninhalte und Prü-
fungsmodalitäten im Internet veröffentlicht werden. Bewerber*innen sollen im Bewerbungsverfahren 
konkret über die Ausbildungsmöglichkeiten und u.a. auf die Spezialisierung in der Pädiatrie beraten 
werden. Zudem soll eine jährlich stattfindende „Pflegebörse“ etabliert werden. Auch sollen „Pflegeta-
ge in den Schulen“ in Kooperation mit der Universitätsklinik, dem Amt für Schulentwicklung und den 
Kammern durchgeführt werden. 
Antwort: 
Unter der Rubrik „Start der Ausbildung“ und „Was lerne ich?“ findet sich bereits heute auf der Home-
page der Kliniken der Stadt Köln der Hinweis auf die Vertiefung. Eine prägnantere Angabe wird er-
gänzt. Des Weiteren wird auf den entsprechenden Flyern auf eine Vertiefung in der Pädiatrie bereits 
hingewiesen. 
Hinsichtlich des Vorschlags der Modularisierung der Ausbildung ist festzustellen, dass sich diese cur-
ricular nach dem Rahmenlehrplan der Fachkommission nach § 53 PflBG und Vorgaben des Landes 
NRW richtet. Eine Modularisierung ist dabei nicht vorgesehen. 
Alle Auszubildenden bewerben sich gezielt für die generalisitische Pflegeausbildung mit oder ohne 
Vertiefung. Sie erhalten eine Powerpointpräsentation im Vorfeld und gezielte Beratungen in den Vor-
stellungsgesprächen bzgl. der Vertiefung. Über die Pflegeausbildung wird in sozialen Medien, auf 
Veranstaltungen und innerhalb der Kliniken der Stadt Köln über die bereits im Herbst 2022 geplante 
Messe regelmäßig hingewiesen. Kontakte zu Schulen bestehen bereits und es wurden bereits Zu-
sammentreffen durchgeführt. 
Die Bewerber geben an, sehr gut informiert zu sein. 
 
III. Ausbildungsplätze verdoppeln, Spezialisierung in pädiatrischer Pflege stärken. 
Die KdSK sollen bis Ende 2023 die Zahl ihrer Ausbildungsplätze verdoppeln und damit über den Be-
darf hinaus anbieten, um den zunehmenden Bedarf – insbesondere im Bereich der stationären und 
ambulanten Kinderkrankenpflege – zu decken. Eine Orientierung hierzu, wie die Spezialisierung in 
pädiatrischer Pflege fokussiert dargestellt und angeboten werden kann bietet z.B. das Katholische 
Kinderkrankenhaus Wilhelmsstift in Hamburg: https://www.kkh-wilhelmstift.de/arbeit-
karriere/ausbildung-gesundheits-und-kinderkrankenpflege/  
Antwort: 
Die Kliniken Köln haben in den letzten Jahren ihre Ausbildungszahlen in den Pflegeberufen um 30% 
gesteigert. Durch die neuen Ausbildungsrichtlinien sind vielfältige Kooperationen entstanden. So 
durchlaufen ca. 450 Auszubildende in ihrer Pflegeausbildung die verschiedenen Einsatzbereiche der 
Kliniken und alle auch in der Kinderkrankenpflege. Damit ist ein absolutes Limit erreicht, da jetzt 
schon in der Praxis die Ausbildung an ihre Grenzen kommt. Jedes Jahr werden ca. 20-24 Auszubil-
dende mit Vertiefung Pädiatrie ausgebildet und finden in den Kliniken Köln eine Anstellung. 
Da alle Auszubildenden mit Vertiefung bei den Kliniken Köln auch die praktischen Stunden der Ge-
sundheits- und Kinderkrankenpflegeausbildung erfüllen, steht einer Weiterbildung „pädiatrische Inten-
siv- und Anästhesiepflege“ (nach WBVO-Pflege-NRW) nichts im Wege und kann im eigenen Aus-, 
Fort- und Weiterbildungsinstitut durchgeführt werden. Weitere Fortbildungsmaßnahmen zur Speziali-
sierung in der Neonatologie oder für spezielle Einsatzbereiche sollen ab 2023 aufgebaut und angebo-
ten werden.

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IV. Weiterbildungszentrum einrichten, Schulungskapazitäten ausbauen. 
Die KdSK soll ein Weiterbildungszentrum Pflege planen und einrichten mit dem Ziel, Ausbildung, Fort- 
und Weiterbildung auch über Köln hinaus – durch ein attraktives Angebot stärker als bisher voranzu-
treiben. Dafür muss das bisherige Angebot unabhängig der Diskussionen über eine eventuelle Fusion 
der Unikliniken mit den Städtischen Kliniken Köln optimiert und ausgebaut werden. 
Eine Erhöhung der Ausbildungskapazitäten und die Implementierung eines Weiterbildungszentrums 
Pflege erfordert optimierte und erweiterte räumliche Kapazitäten. Die KdSK sollen die zusätzlich er-
forderlichen Ausbildungskapazitäten am Klinik-Standort Holweide als Bestandteil ihrer bereits be-
schlossenen Standortstrategie zur Zentrenbildung und Konzentration ihrer medizinischen Angebote 
schaffen (siehe KdSK-Pressemitteilung vom 29.10.2021 zur Zukunftssicherung der Kliniken Köln). 
Antwort: 
Das Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung der Kliniken Köln (AFW) bietet diverse Fort- und Weiter-
bildungen für Pflegeberufe an. Weiterbildungen werden nach gesetzlichen Vorgaben im Bereich der 
(pädiatrischen) Intensivpflege durchgeführt. Ein weiterer Bedarf wird derzeit in Bildungskonferenzen 
analysiert. 
 
V. Pädagogische Fachkräfte in der Aus- und Weiterbildung aktivieren und ausbilden. 
Der erhöhte Bedarf an pädagogischen Fachkräften (Praxisanleiter*innen, Gesundheitspäda-
gog*innen) soll mit dem Angebot einer Praxisanleiterweiterbildung und durch ein berufsbegleitendes 
Bachelor- und Masterstudium für Pflegepädagogik oder Medizinpädagogik durch Kooperationen mit 
Hochschulen in Köln und Umgebung gedeckt werden. Die Kosten für das Studium und die Weiterbil-
dung übernehmen die Städtischen Kliniken der Stadt Köln. 
Antwort: 
Eine Praxisanleiterweiterbildung ist in Planung, bis dahin wird Mitarbeiter*innen die Gelegenheit ge-
geben, externe Weiterbildungseinrichtungen zu besuchen 
Alle Auszubildenden der Pflegeberufe haben die Gelegenheit, durch die Kooperation mit der katholi-
schen Hochschule in Köln ein berufsbegleitendes Studium durchzuführen (BSC). Mitarbeiter*innen 
der Kliniken Köln können in Jahresgesprächen mit ihren Vorgesetzten die berufsspezifischen Förde-
rungen thematisieren. 
 
VI. Das Angebot der Praktikumseinsatzplätze erhöhen. 
Eine erhöhte Ausbildungskapazität erfordert mehr Praktikumsplätze. Nach den gesetzlichen Vorga-
ben der generalistischen Ausbildung können die Möglichkeiten des Praxiseinsatzes großzügig ausge-
legt werden. Dafür müssen neue Wege gesucht und neue Kooperationen – auch über die Stadtgren-
zen von Köln hinaus – eingegangen werden. 
Antwort: 
Innerhalb der Ausbildung zur Pflegefachkraft werden keine Praktika durchgeführt, sondern gesetzlich 
geforderte Haupteinsatzgebiete absolviert. Dazu bestehen bereits – auch über die Stadtgrenzen hin-
aus – vielfältige Kooperationen mit Einrichtungen der stationären Langzeitpflege, ambulanten Kurz- 
und Langzeitpflege, Kinderkrankenpflege, Beratungseinrichtungen, Hospize etc.

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VII. Evaluation der Aus- und Weiterbildung durchführen. 
Einstiegs-, Zwischen- und Absolventenbefragungen, eine umfängliche Datenerhebung zu Bewerber-
quoten je nach Ausbildungsgang und Spezialisierung, Auswahlquoten, Ablehnungsgründe und Ab-
brecherquoten sowie dokumentierte Ergebnisse von Ausscheidungsgesprächen sind zu erheben. Die 
Ergebnisse werden reflektiert und entsprechende Maßnahmen in einem Maßnahmenkatalog be-
schrieben und durchgeführt. Diese Maßnahmen werden ebenfalls wieder evaluiert und angepasst. 
Der Bericht wird dem Aufsichtsrat jährlich vorgelegt. 
Antwort: 
Alle Auszubildenden reflektieren und evaluieren regelmäßig mündlich und schriftlich ihre theoretische 
und praktische Ausbildung. Das schuleigene Verwaltungsprogramm erfasst alle Daten bzgl. der Be-
werberquoten und Abbrüche. Die Qualitätsmanagementstruktur der Ausbildung der Pflegeberufe er-
fasst zielorientiert und differenziert die relevanten Daten. 
 
 
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Kliniken Köln bereits aus dem eigenen Inte-
resse heraus – nicht zuletzt auch auf Basis diverser bereits geführter Gespräche mit dem Petenten – 
die vorgebrachten Maßnahmen, soweit diese als tatsächlich zielführend bewertet werden konnten, 
bereits umgesetzt hat bzw. an deren Umsetzung arbeitet.  
 
 
 
Anlage

Beratungsverlauf (1)

05.09.2022 Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden
TOP 2.5 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2505/2022
Typ
Beschlussvorlage Ausschuss
Datum
17.08.2022
Erstellt
10.08.2022 12:02