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Datenstand: 12.09.2026 — die Daten dieser Kommune konnten seit 37 Tagen nicht aktualisiert werden, weil das Ratsinformationssystem derzeit nicht erreichbar ist. Inhalte können veraltet sein.

Bevölkerungsbewegungen in Köln 2024: Wanderungsgewinn maßgeblich durch internationale Zuzüge

Mitteilung Ausschuss 3186/2025 vom 25.11.2025

Stand: Am 13.01.2026 im Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.

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    1 Bevölkerungsbewegungen in Köln 2024 Wanderungsgewinn maßgeblich durch internationale Zuzüge Kölner Statistische Nachrichten 20/2025 Kölner Statistische Nachrichten 20/2025 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2024 2 Grundsätzliches zu den Kölner Bevölkerungszahlen Alle Auswertungen zu den Bevölkerungsbewegungen in diesem Bericht beziehen sich auf die wohnberechtigte Bevölkerung (Personen mit Haupt- oder Nebenwohnsitz in Köln). Daten- grundlage ist das Melderegister der Stadt Köln mit Stand 31.12. des jeweiligen Jahres. Der vorliegende Bericht dient der rein deskriptiven Beschreibung der Bevölkerungs- bewegungen in Köln. Es können dabei keine Aussagen zu beispielsweise Wanderungs- motiven, Erwerbstätigkeit und dem Bildungsabschluss der zu- und fortziehenden Personen getroffen werden, da diese Informationen nicht im Melderegister enthalten sind. Auch ist es nicht möglich, die Bewegungsdaten der Stadt Köln mit Daten anderer Quellen (Beispiel: Bundesagentur für Arbeit) zu verschneiden. Datenquelle Der vorliegende Bericht über die Kölner Bevölkerungsbewegungen basiert auf den im kommunalen Einwohnermelderegister abgebildeten Bevölkerungsstrukturen und Bevölkerungsbewegungen. Die aus dem Einwohnermelderegister abgeleitete Einwohner- zahl weicht zum Stichtag 31.12.2024 allerdings um rund sechs Prozent von der amtlichen Einwohnerzahl ab. Die amtliche Einwohnerzahl wurde zuletzt über den Zensus 2022 ermittelt und wird von den Statistischen Ämtern der Länder auf Basis der von den Kommunen übermittelten Bevölkerungsbewegungen (An- und Abmeldungen, sowie Sterbefälle und Geburten) fortgeschrieben – kleinräumige Strukturen unterhalb der Gemeindeebene werden dabei nicht berücksichtigt. Der generelle Rückgriff auf das kommunale Einwohnermelderegister für die statistische Berichterstattung ermöglicht es, die kommunalen Steuerungs- und Planungsanforderungen zu erfüllen. Hinweise auf den Datenanhang Alle im Bericht verwendeten Daten werden als Datenanhang (Excel-Datei) zur weiteren Verwendung zur Verfügung gestellt. Dazu muss der Bericht aus dem Internet herunter- geladen und lokal gespeichert werden. Der Datenanhang ist unter „Lesezeichen“ (letzter Punkt) und „Anlagen“ zu finden. Kölner Statistische Nachrichten 20/2025 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2024 3 Zusammenfassung Köln war 2024 mit einem leichten Plus von knapp 2.000 Menschen beziehungsweise 0,2 Prozent im Vergleich zu 2023 weiterhin eine wachsende Stadt (Personen mit Haupt- oder Nebenwohnsitz in Köln am 31.12.2024: 1.097.519). Das Wachstum der Kölner Bevölkerung resultiert ausschließlich aus einem Überschuss (+2.818) von 59.244 Zuzügen gegenüber 56.426 Fortzügen. Daneben blieb die Zahl der Geborenen mit 9.145 zum dritten Mal in Folge deutlich unter dem Zehnjahresdurchschnitt (10.954) und unter der Zahl der 10.485 Gestorbenen (Saldo Geborene minus Gestorbene: -1.340). Für Köln bestehen typische Wanderungsmuster, die sich über die Jahre mit wenigen Ausnahmen konstant zeigten und auch im Jahr 2024 fortbestanden. Das Wanderungsplus generierte die Stadt wie bisher vor allem aus der Gruppe der jungen Menschen, die meist für Studium und Ausbildung in die Stadt kommen (18- bis unter 30-Jährige: +9.233) sowie aus der Gruppe der ausländischen Personen (+3.587): Die 18-bis unter 30-Jährigen waren bei den Deutschen wie jeher die einzige Altersgruppe mit einem Plus (+6.421). Der Wanderungsgewinn bei den Nichtdeutschen speiste sich dagegen nicht nur aus dieser jungen Kohorte (+2.812). Mit im Saldo +1.120 Personen gab es auch bei den familien- relevanten Jahrgängen (unter 18-Jährige und 30- bis unter 45-Jährige) einen Zuwachs. Bei den Deutschen ist der Wanderungssaldo der familienrelevanten Jahrgänge negativ (-5.144), über alle Altersgruppen hinweg liegt er bei -769. Insgesamt machten Menschen ohne deutschen Pass im Jahr 2024 mit 27.902 Zuzügen fast die Hälfte aller Zuzüge nach Köln aus (2023: 27.880). Ihre Fortzüge stiegen von 21.240 im Jahr 2023 auf 24.315 im Jahr 2024 deutlich (Saldo: +3.587). Fast jede*r zehnte nichtdeutsche Zuziehende hatte dabei einen ukrainischen Pass (2.949). Es folgten Türk*innen (2.598) und Syrer*innen (2.360). Im Saldo profitierte Köln am stärksten von Ukrainer*innen (+1.424), Iraner*innen (+538) und Afghan*innen (+502). Räumlich betrachtet stiegen die Wanderungsgewinne Kölns mit zunehmender Entfernung zur Stadt. Im Jahr 2024 betrug das klassische Wanderungsminus mit der angrenzenden Wohnungsmarktregion -3.929 (Vorjahr -4.271). Bereits mit dem übrigen NRW gab es erstmals seit 2020 wieder einen Plus- wert (+855). Es folgt das übrige Bundesgebiet (+3.093) sowie das Ausland (+10.123). Das stärkste Minus auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte gab es mit dem linksrheinischen Rhein-Erft-Kreis (-1.574) sowie dem rechtsrheinischen Rheinisch-Bergischen Kreis (-1.250). Von Großstädten konnte Köln eher profitieren: Mit Aachen (+479) und Bonn (+317) verzeichnete Köln ein Plus. Im Wanderungsaustausch mit den zehn größten Städten Deutschlands verlor Köln lediglich leicht an Berlin (-94) und München (-65). 2024 blieb die Innenstadt der Stadtbezirk mit den meisten Zuzügen von außerhalb nach Köln (10.048). Sie lag mit einem Wanderungsplus von +1.911 vor Ehrenfeld (+1.562). Rodenkirchen mit der höchsten Zahl an Fortzügen über die Stadtgrenze (9.549), in dessen Stadtteil Bayenthal eine Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Nordrhein-Westfalen für Geflüchtete liegt, verzeichnete das stärkste Wanderungsminus (-497). Auch das Muster der innerstädtischen Umzüge zwischen den Kölner Stadtteilen blieb 2024 relativ stabil: Im Gegensatz zur Außenwanderung verloren alle fünf Stadtteile der Innenstadt im Austausch mit dem übrigen Stadtgebiet an Bevölkerung (zusammen: -1.779). Das höchste innerstädtische Minus verzeichnete mit Neuehrenfeld jedoch ein Stadtteil im Stadtbezirk Ehrenfeld (-729). Vor allem Rodenkirchen (+344) und Bickendorf (+329) profitierten von Umzügen zwischen den Stadtteilen. In Bickendorf war dabei der Zuzug in Neubauwohnungen ausschlaggebend. Kölner Statistische Nachrichten 20/2025 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2024 4 Rückgang der Sterbefälle bei leichtem Anstieg der Geborenenzahl Die Zahl der Geborenen und die der Sterbefälle blieben 2024 im Vergleich zum Vorjahr so gut wie unverändert. • Mit 9.145 Geborenen gab es knapp 50 mehr als im Jahr 2023. Im Vergleich zum Durchschnitt der vorherigen zehn Jahre (2014 bis 2023: 10.954) ist jedoch ein deutlicher Rückgang zu erkennen. Seit 2022 ist die Geborenenzahl unter die 10.000er Marke gesunken. • Die Zahl der Gestorbenen ging 2024 im zweiten Jahr in Folge leicht zurück und lag bei 10.485. Diese Entwicklung ähnelt damit dem Trend in Nordrhein-Westfalen.1 • Weiterhin blieb es dabei, dass deutlich mehr Menschen starben als geboren wurden. Zum dritten Mal in Folge gab es in Köln einen negativen natürlichen Bevölkerungssaldo (-1.340). Grafik 1: Geborene und Gestorbene in Köln 2014 bis 2024 Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik 1 https://www.it.nrw/nrw-zahl-der-sterbefaelle-sinkt-2024-zum-zweiten-mal-folge-127464 (abgerufen am 14.10.2025) 9.099 9.145 10.581 10.485 -1.482 -1.340 -4.000 -2.000 2.000 4.000 6.000 8.000 10.000 12.000 14.000 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 Geborene Gestorbene Saldo Kölner Statistische Nachrichten 20/2025 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2024 5 An der zusammengefassten Geburtenziffer (TFR)2 ist ebenso wie an den Geborenenzahlen die unveränderte Geburtenentwicklung in 2023 und 2024 erkennbar (Grafik 2). • Die TFR gesamt verharrte 2024 wie im Vorjahr bei exakt 1,06 Kindern je Frau. • Gleiches galt für die nichtdeutschen Frauen mit einem stabilen Wert von 1,29 Kindern je Frau. Bei den deutschen Frauen lag die TFR in 2023 bei 1,01 und in 2024 bei 1,02. G rafik 2: Zusammengefasste Geburtenziffer (TFR) nach Nationalität der Frau in Köln 2014 bis 2024 Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik 2 Die zusammengefasste Geburtenziffer (TFR: total fertility rate) gibt die durchschnittliche Zahl der Kinder an, die eine Frau vom 15. bis 49. Lebensjahr (lebend) zur Welt bringt. Grundlage sind die Frauen mit Hauptwohnsitz in Köln. 1,02 1,29 1,06 0,60 0,80 1,00 1,20 1,40 1,60 1,80 2,00 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 deutsch nichtdeutsch gesamt Kölner Statistische Nachrichten 20/2025 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2024 6 Wanderungsplus bei gestiegenen Zuzügen und gestiegenen Fortzügen Die Zuzüge nach Köln und die Fortzüge aus Köln sind in 2024 im Vergleich zum Vorjahr angestiegen (Grafik 3). Es bestand weiterhin ein Wanderungsplus, das sich jedoch auf +2.818 verringert hat (2023: +4.499). • Die Zahl der Zuzüge stieg leicht auf jetzt 59.244. Der Mittelwert der letzten zehn Jahre liegt mit 58.751 etwas darunter. • D eutlicher sind die Fortzüge gestiegen, um rund fünf Prozent auf jetzt 56.426. Auch dieser Wert liegt über dem 10-Jahres-Schnitt (54.823). Grafik 3: Zuzüge, Fortzüge und Wanderungssaldo für Köln 2014 bis 2024 Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik 58.189 59.244 53.690 56.426 +4.499 +2.818 -20.000 -10.000 10.000 20.000 30.000 40.000 50.000 60.000 70.000 80.000 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 Zuzüge Fortzüge Saldo Kölner Statistische Nachrichten 20/2025 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2024 7 Verstärktes Wanderungsminus bei Kindern Der positive Wanderungssaldo für Köln wird weiterhin von den jungen Erwachsenen zwischen 18 und unter 30 Jahren getragen (Grafik 4 und Tabelle A1). • Mit einem Plus von 9.233 blieb diese Altersgruppe jedoch unter dem Schnitt der letzten zehn Jahre (10.306). • Das Wanderungsminus der Kinder unter 18 Jahre verdoppelte sich im Vergleich zum Vorjahr: -1.361 zu -672. • Die stärksten Verluste waren weiterhin bei der Gruppe der 30- bis unter 45-Jährigen zu verzeichnen (-2.663). Das Minus war aber geringer als im Durchschnitt der Jahre 2014 bis 2023, wo es bei rund -3.000 lag. Grafik 4: Wanderungssaldo für Köln nach Altersgruppen 2014 und 2020 bis 2024 Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik -10.000 -5.000 5.000 10.000 15.000 2014 2020 2021 2022 2023 2024 unter 18 18 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 60 60 bis unter 75 75 und älter Kölner Statistische Nachrichten 20/2025 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2024 8 Nichtdeutsche lassen Köln wachsen Werden die Zu- und Fortziehenden nach Nationalität betrachtet, ist zu erkennen, dass ein Wanderungsplus in den letzten Jahren ausschließlich durch nichtdeutsche Personen bestand (siehe Grafik 5). • 2024 kamen 3.587 mehr Nichtdeutsche nach Köln (sei es aus dem Ausland oder innerhalb Deutschlands) als Köln verließen. Lediglich während der Corona-Pandemie 2021 kam es in der Vergangenheit zu einem Minus. • Die Deutschen verzeichneten 2024 einen negativen Saldo von -769. Dieses Minus hat sich jedoch seit 2021 verringert. Zuletzt gab es bei den Deutschen im Jahr 2013 ein Wanderungs- plus. Grafik 5: Wanderungssaldo für Köln nach Nationalität 2010 bis 2024 Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik -769 +3.587 -15.000 -10.000 -5.000 5.000 10.000 15.000 20.000 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 Deutsche Nichtdeutsche Kölner Statistische Nachrichten 20/2025 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2024 9 Genauer betrachtet waren es bei den Nichtdeutschen ausschließlich die jungen bis mittleren Alters- gruppen, die für das Plus von 3.587 sorgten (Grafik 6). • Das größte Plus bestand mit rund 2.800 bei den 18- bis unter 30-Jährigen. Bei den Deutschen lag es sogar bei +6.400 in dieser Altersgruppe. • Bei den familienrelevanten Jahrgängen (unter 18- sowie 30- bis unter 45-Jährige) unterschied sich dagegen die Tendenz nach Nationalität: Deutsche verließen Köln im Saldo in größerem Umfang, als dass sie zuzogen (-5.144), während für die Nichtdeutschen ein Zuwachs zu verzeichnen war (+1.120). Grafik 6: Wanderungssaldo für Köln nach Nationalität und Alter 2014 bis 2024 Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik -345 -15 000 -10 000 -5 000 0 5 000 10 000 15 000 20 000 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 unter 18 18 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 60 60 bis unter 75 75 und älter Deutsche Nichtdeutsche Saldo ges amt -769 Saldo ges amt +3.587 -7.190 +3.932 +6.421 Kölner Statistische Nachrichten 20/2025 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2024 10 • Der Anteil der Nichtdeutschen an den Zuziehenden ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen: Im Jahr 2024 machten sie mit 27.902 fast die Hälfte aller Zuziehenden aus. • Noch im Jahr 2010 betrug ihr Anteil lediglich ein Drittel (Grafik 7). Grafik 7: Zuzüge nach Köln nach Nationalität 2010 bis 2024 Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik 31.342 27.902 10.000 20.000 30.000 40.000 50.000 60.000 70.000 80.000 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 Deutsche Nichtdeutsche Kölner Statistische Nachrichten 20/2025 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2024 11 Kaum Veränderungen bei den größten Zuzugsnationalitäten Die Zuzugsstärke nach den verschiedenen Nationalitäten zeigte 2024 im Vergleich zum Vorjahr zumeist keine starken Änderungen (Tabelle 1). • Die Top 3 blieben Ukraine (2.949 Zuziehende), Türkei (2.598) und Syrien (2.360). Bei allen verharrte der Zuzug auf einem hohen Niveau und steigerte sich sogar leicht. • Mit 1.095 Personen kamen deutlich mehr Afghan*innen nach Köln als 2023 (781). Dieser Wert liegt weit über dem Schnitt der letzten fünf Jahre (575). • Die beiden stärksten Zuzugsnationalitäten innerhalb der Europäischen Union (EU) waren wie im Vorjahr Bulgarien (974) und Italien (965). Beide lagen damit unter ihrem 5-Jahresschnitt von 1.159 für Bulgarien und 1.029 für Italien. • Werden die Wanderungssalden betrachtet, wird deutlich, von welchen Nationalitäten Kölns Bevölkerungswachstum profitiert. Mit Abstand sind das Ukrainer*innen mit einem Plus von 1.424 im Jahr 2024. Es folgen Iraner*innen (+538) und Afghan*innen (+502) (siehe auch Tabelle A3 im Anhang). • Vor allem Menschen mit albanischer Nationalität verlor Köln im Saldo (-598) am meisten. 2023 lag der Saldo noch bei +920. Ähnlich sieht die Entwicklung bei den Nordmazedonier*innen aus: +474 im Jahr 2023 zu -283 im Jahr 2024. Bei beiden Nationalitäten kehrte nach einem deutlichen Höchststand der Zuzüge im Jahr 2023 der Wert im Jahr 2024 zu einem durch- schnittlichen Niveau zurück (Albanien: 1.374 zu 531; Nordmazedonien: 819 zu 394). Aber auch die Fortzüge stiegen 2024 im Vergleich zu 2023 stark an (Albanien: 454 zu 1.129; Nordmazedonien: 345 zu 677). • Nationalitäten aus der EU verzeichneten 2024 insgesamt ein Wanderungsminus in Höhe von 1.523 (2023: +156). Die stärksten Verluste gab es mit Pol*innen (-395) und Italiener*innen (-298). Nur wenige Nationalitäten der EU hatten überhaupt einen positiven Wanderungssaldo: Belgien (+9), Schweden (+7), Slowenien (+4), Lettland (+2) und Malta (+1). Kölner Statistische Nachrichten 20/2025 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2024 12 Tabelle 1: Stärkste Zuzüge nach Nationalität 2024 und Durchschnitt 2019 bis 2023 Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik absolut % absolut % Deutschland 31.342 52,9 31.224 56,4 Ausland 27.902 47,1 24.157 43,6 davon EU-Ausland 6.112 10,3 6.667 12,0 darunter Bulgarien 974 1,6 1.159 2,1 Italien 965 1,6 1.029 1,9 Rumänien 828 1,4 865 1,6 Polen 570 1,0 820 1,5 Türkei 2.598 4,4 1.759 3,2 Sonstiges Europa 5.775 9,7 5.690 10,3 darunter Ukraine 2.949 5,0 3.034 5,5 Asien 9.292 15,7 6.733 12,2 darunter Syrien 2.360 4,0 1.313 2,4 Afghanistan 1.095 1,8 575 1,0 Iran 1.088 1,8 869 1,6 Indien 999 1,7 815 1,5 Afrika 2.383 4,0 1.726 3,1 Amerika 1.568 2,6 1.415 2,6 Sonstige 174 0,3 166 0,3 ges amt 59.244 100,0 55.380 100,0 Nationalität 2024 Durchschnitt 2019-2023 Kölner Statistische Nachrichten 20/2025 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2024 13 Anstieg innerdeutscher Zuzüge Nachdem im vergangenen Jahr die Zahl der Zuzüge aus allen Regionen (Wohnungsmarktregion Köln3, übriges Nordrhein-Westfalen, übriges Bundesgebiet und Ausland) zurückgegangen ist, gab es 2024 wieder einen Anstieg, mit Ausnahme der Zuzüge aus dem Ausland (Grafik 8). • Die Zuzüge aus dem Ausland sanken zum zweiten Mal in Folge, lagen mit 19.457 aber noch über dem 10-Jahres-Schnitt (18.484). • Auffällig sind die Zuzüge aus dem übrigen Nordrhein-Westfalen. Sie stiegen deutlich um rund zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf nun 16.242. Grafik 8: Zuzüge nach Köln 2014 bis 2024 nach Regionen Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik 3 Zur Wohnungsmarktregion gehören neben Köln: Bedburg, Bergheim, Bergisch Gladbach, Bornheim, Brühl, Dormagen, Elsdorf, Engelskirchen, Erftstadt, Euskirchen, Frechen, Gummersbach, Hennef (Sieg), Hürth, Kerpen, Kürten, Leverkusen, Lindlar, Lohmar, Much, Neunkirchen-Seelscheid, Niederkassel, Nümbrecht, Odenthal, Overath, Pulheim, Rommerskirchen, Rösrath, Siegburg, Troisdorf, Weilerswist, Wesseling, Wiehl, Zülpich. 9.977 16.242 13.568 19.457 5.000 10.000 15.000 20.000 25.000 30.000 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 Wohnungsmarktregion Köln übriges NRW übriges Bundesgebiet Ausland Kölner Statistische Nachrichten 20/2025 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2024 14 Rückgang der Fortzüge innerhalb Deutschlands Insgesamt sind die Fortzüge im Vergleich zu 2023 gestiegen (Grafik 9). Die Tendenz bei inner- deutschen und ausländischen Fortzügen unterscheidet sich jedoch. • Die Fortzüge ins Ausland stiegen auf ein Allzeithoch von 9.334 Personen. • In das übrige Nordrhein-Westfalen ohne die Wohnungsmarktregion sanken die Fortzüge sehr leicht von 15.715 auf 15.387.Vor allem die Fortzüge in das übrige Deutschland ohne Nordrhein-Westfalen gingen seit 2014 fast stetig zurück. • Lediglich die Fortzüge in die Wohnungsmarktregion erhöhten sich nach einem zweijährigen Rückgang wieder auf 13.906, lagen damit aber immer noch unter dem durchschnittlichen Wert der Jahre 2014 bis 2023 (14.355). Grafik 9: Fortzüge aus Köln 2014 bis 2024 nach Regionen Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik 13.906 15.387 10.475 9.334 2.000 4.000 6.000 8.000 10.000 12.000 14.000 16.000 18.000 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 Wohnungsmarktregion Köln übriges NRW übriges Bundesgebiet Ausland Kölner Statistische Nachrichten 20/2025 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2024 15 Wanderungsminus lediglich mit dem Umland Bezogen auf die Differenz zwischen Zu- und Fortzügen (Wanderungssaldo) zeigten sich besonders innerhalb Deutschlands interessante Ergebnisse (Tabelle 2). • Nur mit der Wohnungsmarktregion bestand für Köln 2024 ein Wanderungsminus. Dies lag aber mit -3.929 auf dem niedrigsten Stand seit 2016. • Mit dem übrigen Nordrhein-Westfalen konnte erstmals seit 2020 wieder ein Plus verzeichnet werden (+855). • Der Wanderungssaldo mit dem übrigen Bundesgebiet lag mit +3.093 auf dem höchsten Stand seit 2004. • Mit Gesamtdeutschland verzeichnete Köln im Jahr 2024 einen leicht positiven Wanderungs- saldo (+19). Das gab es zuletzt im Jahr 2018 (+1.675). Im Vorjahr lag der Wanderungssaldo noch bei -3.128. Tabelle 2: Zuzüge, Fortzüge und Wanderungssaldo für Köln nach Regionen 2024 und 2023 Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik Zuzüge Fortzüge Saldo Zuzüge Fortzüge Saldo Wohnungsmarktregion Köln 9.977 13.906 - 3.929 9.305 13.576 - 4.271 übriges NRW 16.242 15.387 +855 14.707 15.715 - 1.008 übriges Bundesgebiet 13.568 10.475 +3.093 12.933 10.782 +2.151 Ausland 19.457 9.334 +10.123 21.244 7.275 +13.969 unbekannt 0 7.324 - 7.324 0 6.342 - 6.342 ges amt 59.244 56.426 +2.818 58.189 53.690 +4.499 Region 2024 2023 Kölner Statistische Nachrichten 20/2025 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2024 16 Familien bleiben in Nordrhein-Westfalen Grafik 10 zeigt die Wanderungsbilanzen Kölns im Jahr 2024 mit den Regionen bezogen auf die verschiedenen Altersgruppen. • Vor allem mit der Wohnungsmarktregion bestand ein Minus der familienrelevanten Jahrgänge (unter 18-Jährige: -1.231; 30- bis unter 45-Jährige: -2.429). Dieser Wert hat sich im Vergleich zum Vorjahr (-1.374; -2.555) leicht abgeschwächt. • Die Wanderungen mit dem Ausland brachten für Köln in fast allen Altersgruppen (außer den 75- Jährigen und Älteren) ein deutliches Plus. • Bei den 18- bis unter 30-Jährigen profitierte Köln nach dem Ausland (+4.789) am stärksten vom übrigen Bundesgebiet ohne Nordrhein-Westfalen (+3.116). Grafik 10: Wanderungssaldo für Köln nach Regionen und Altersgruppen 2024 Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik -1.231 -840 -183 +1.811 +674 +2.812 +3.116 +4.789 -2.429 -628 +251 +2.578 -494 -281 +116 +867 -253 -175 -166 +87 -196 -33 -41 -9 -6.000 -4.000 -2.000 2.000 4.000 6.000 8.000 10.000 12.000 Wohnungsmarktregion Köln übriges NRW übriges Bundesgebiet Ausland unter 18 18 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 60 60 bis unter 75 75 und älter gesamt: -3.929 gesamt: +10.123 gesamt: +3.093 gesamt: +855 Kölner Statistische Nachrichten 20/2025 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2024 17 Wanderungsminus mit dem Umland – Wanderungsplus mit größeren Städten In Karte 1 wird der Wanderungssaldo Kölns mit den deutschen Kreisen und kreisfreien Städten im Jahr 2024 dargestellt. • Die stärksten Ausschläge bei den Wanderungssalden sind in der Nähe von Köln feststellbar und negativ (siehe auch Seite 18). • Mit Blick auf das übrige Deutschland überwogen Kreise und kreisfr eie Städte, mit denen Köln ein Wanderungssaldo mit nur leichtem Plus/Minus (zwischen -99 und +99) verzeichnete. • Das größte Minus außerhalb Nordrhein-Westfalens bestand mit Gießen (-148), das stärkste Plus dagegen mit Mainz (+109). Kar te 1: Wanderungssaldo für Köln mit den deutschen Kreisen und kreisfreien Städten 2024 Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik Kölner Statistische Nachrichten 20/2025 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2024 18 Stärkstes Minus mit rechtsrheinischen Gemeinden • Mit Bergisch Gladbach ist es eine Gemeinde des Rheinisch-Bergischen Kreises, mit der Köln 2024 das stärkste Wanderungsminus verzeichnete (-892). Es folgt Leverkusen mit -606. • Innerhalb der Wohnungsmarktregion gab es lediglich mit Gemeinden am östlichen Rand ein Wanderungsplus. Dazu zählten Gummersbach (+66), Nümbrecht (+14) und Wiehl (+4) aus dem Oberbergischen Kreis, sowie Much (+20) aus dem Rhein-Sieg-Kreis. Kar te 2: Wanderungssaldo für Köln mit den Gemeinden der Wohnungsmarktregion und weiteren Umlandgemeinden 2024 Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik Kölner Statistische Nachrichten 20/2025 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2024 19 Weitere Entfernung bedeutet höhere Gewinne • Innerhalb Nordrhein-Westfalens sorgten vor allem weiter entfernte Kreise und kreisfreie Städte, die über die Wohnungsmarktregion hinausgehen, für Wanderungsgewinne in Köln (Karte 3). Am deutlichsten stachen die Städte Aachen (+479), Bonn (+317) und Münster (+200) hervor. Als erster Kreis folgte Siegen-Wittgenstein mit +162 Personen. • Das stärkste Minus gab es mit dem linksrheinischen Rhein-Erft-Kreis (-1.574). Dieses Minus sank jedoch im Vergleich zum Vorjahr (-2.144) deutlich. Es folgt der rechtsrheinische Rhei- nisch-Bergische Kreis mit einer gegenteiligen Entwicklung: -1.250 im Jahr 2024 zu -453 im Jahr 2023. Karte 3: Wanderungssaldo für Köln mit den nordrhein-westfälischen Kreisen und kreisfreien Städten 2024 Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik Kölner Statistische Nachrichten 20/2025 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2024 20 • Mit den neben Köln zehn größten Städten Deutschlands gab es im Jahr 2024 insgesamt ein Wanderungsplus von 486 (Grafik 11). • Aus Essen kamen 106 Personen mehr nach Köln als von dort nach Essen zogen. Mit Berlin dagegen betrug die Wanderungsbilanz -94. Grafik 11: Wanderungssaldo für Köln mit den 10 größten Städten Deutschlands 2024 Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik +106 +71 +71 +68 +44 +32 +9 +1 -65 -94 -150 -100 -50 50 100 150 Kölner Statistische Nachrichten 20/2025 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2024 21 Innenstadt und Ehrenfeld mit starkem Zuzugsplus Für die neun Stadtbezirke Kölns zeigten sich deutliche Unterschiede in der Wanderungsbilanz über die Stadtgrenze hinaus. Vor allem innerstädtische Bezirke profitierten (Grafik 12). • Mit rund 10.000 Zuzügen verzeichnete der Stadtbezirk Innenstadt 2024 die höchste Zuzugs- zahl. Dem gegenüber standen 8.100 Fortzüge, was zu einem Wanderungsplus von 1.900 führte. • Auch in den Stadtbezirk Rodenkirchen zogen mit rund 9.000 Zuzügen viele Menschen, die Zahl der Fortzüge fiel jedoch noch höher aus (9.500). Durch eine Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Nordrhein-Westfalen für Geflüchtete im Stadtteil Bayenthal erklärt sich dieses dauer- haft hohe Wanderungsvolumen. 2024 wurde mit -497 das stärkste Minus aller Stadtbezirke verzeichnet. • Der Stadtbezirk Ehrenfeld erzielte im Jahr 2024 mit knapp 7.200 Zuzügen eine über- durchschnittlich hohe Zuzugszahl (2014 bis 2023: 6.384). Es resultierte ein Wanderungsplus von 1.562. Grafik 12: Wanderungssaldo der neun Stadtbezirke über die Stadtgrenze 2024 Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik 10.048 9.052 8.167 7.164 4.579 2.911 4.927 6.032 6.364 8.137 9.549 7.917 5.602 4.735 2.889 4.894 5.987 6.716 +1.911 -497 +250 +1.562 -156 +22 +33 +45 -352 -2.000 0 2.000 4.000 6.000 8.000 10.000 12.000 Innenstadt Rodenkirchen Lindenthal Ehrenfeld Nippes Chorweiler Porz Kalk Mülheim Zuzug nach Köln Fortzug aus Köln Saldo Zu- und Fortzug Kölner Statistische Nachrichten 20/2025 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2024 22 Stadtteile im Stadtbezirk Innenstadt verlieren Bevölkerung durch innerstädtische Umzüge • Im Stadtbezirk Innenstadt verzeichneten alle Stadtteile bei den innerstädtischen Umzügen ein Wanderungsminus. Für den Stadtbezirk insgesamt belief es sich auf -1.779 Personen. • Das stadtweit höchste Minus verzeichnete mit -729 der Stadtteil Neuehrenfeld im Stadtbezirk Ehrenfeld. Grund hier war der im Vergleich zu den Vorjahren deutlich gestiegene inner- städtische Fortzug von Geflüchteten, auch wegen der Schließung von Unterkünften. • Besonders am westlichen und nördlichen Stadtrand profitierten die Stadtteile eher von den innerstädtischen Umzügen. Das größte Plus erzielte jedoch Rodenkirchen (+344). Hier sind die Fortzüge innerhalb Kölns im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen (854 zu 1.032). Bickendorf im Stadtbezirk Ehrenfeld dagegen (+329) profitierte vom Zuzug in Neubauwohnungen. Karte 4: Saldo der innerstädtischen Umzüge auf Ebene der Stadtteile 2024 Quelle: Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Statistisches Informationssystem) Kölner Statistische Nachrichten 20/2025 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2024 23 Anhang Tabelle A1: Zuzüge, Fortzüge und Wanderungssaldo für Köln nach Alter 2024 und 2023 Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik Tabelle A2: Zuzüge, Fortzüge und Wanderungssaldo für Köln nach Nationalität 2024 und 2023 Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik Zuzüge Fortzüge Saldo Zuzüge Fortzüge Saldo deutsch 31.342 32.111 -769 30.309 32.450 -2.141 nichtdeutsch 27.902 24.315 +3.587 27.880 21.240 +6.640 ges amt 59.244 56.426 +2.818 58.189 53.690 +4.499 Nationalität 2024 2023 Zuzüge Fortzüge Saldo Zuzüge F ortzüge Saldo unter 18 6.014 7.375 - 1.361 6.285 6.957 -672 18 bis unter 30 29.833 20.600 +9.233 29.433 19.327 +10.106 30 bis unter 45 15.651 18.314 -2.663 15.187 17.874 -2.687 45 bis unter 60 5.030 6.057 -1.027 4.621 5.880 -1.259 60 bis unter 65 825 1.353 -528 864 1.162 -298 65 bis unter 75 1.002 1.393 -391 949 1.285 -336 75 und älter 889 1.334 -445 850 1.205 -355 ges amt 59.244 56.426 +2.818 58.189 53.690 +4.499 Altersgruppe 2024 2023 Kölner Statistische Nachrichten 20/2025 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2024 24 Tabelle A3: Bewegungen nach TOP 20 Nationalitäten 2024 und 2023 (sortiert nach Wanderungssaldo) Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik Saldo Zuzüge Fortzüge Saldo Zuzüge Fortzüge Ukraine +1.424 2.949 1.525 +1.279 2.893 1.614 Iran +538 1.088 550 +520 1.078 558 Afghanistan +502 1.095 593 +131 781 650 Türkei +489 2.598 2.109 +282 2.556 2.274 Indien +361 999 638 +369 972 603 Syrien +360 2.360 2.000 +137 2.193 2.056 China (Volksrepublik) +157 600 443 +132 466 334 Vietnam +136 258 122 +116 241 125 Tunesien +134 332 198 +49 225 176 Irak +120 761 641 +179 683 504 Pakistan +107 201 94 +39 167 128 Russische Föderation +102 440 338 +109 486 377 Aserbaidschan +100 235 135 +25 163 138 Bangladesch +100 218 118 +114 226 112 Republik Kosovo +90 309 219 +39 200 161 Marokko +88 344 256 +126 362 236 Brasilien +83 269 186 +79 281 202 Argentinien +77 199 122 +2 148 146 Ghana +66 178 112 +78 167 89 Guinea +65 176 111 +51 139 88 … Luxemburg -12 112 124 -3 101 104 Republik Moldau -13 28 41 -2 37 39 Tschechien -13 72 85 +11 71 60 Dänemark -15 25 40 +9 35 26 Litauen -31 34 65 -9 50 59 Österreich -34 140 174 +15 161 146 Ungarn -37 203 240 +61 206 145 Bosnien und Herzegow ina -40 309 349 +74 322 248 Portugal -40 215 255 +14 203 189 Spanien -42 530 572 +83 502 419 Griechenland -69 291 360 -39 264 303 Frankreich -96 306 402 +31 303 272 Kroatien -110 172 282 -40 192 232 Rumänien -126 828 954 -27 766 793 Republik Serbien -160 358 518 +144 525 381 Bulgarien -193 974 1.167 +90 997 907 Nordmazedonien -283 394 677 +474 819 345 Italien -298 965 1.263 -11 971 982 Polen -395 570 965 -77 680 757 Albanien -598 531 1.129 +920 1.374 454 2024 2023 Nationalität Amt für Stadtentwicklung und Statistik Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ISSN 2192-9726 © Nachdruck (auch auszugsweise) nur mit Quellenangabe 13/15/0/10.2025 Amt für Stadtentwicklung und Statistik Willy-Brandt-Platz 2 50679 Köln E-Mail: statistik@stadt-koeln.de www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/statistik/
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    Dezernat, Dienststelle IX/153/1 Vorlagen-Nummer 25.11.2025 3186/2025 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration 25.11.2025 Ausschuss Soziales, Gesundheit, Seniorinnen und Senioren 27.11.2025 Ausschuss für Wirtschaft und Digitalisierung 27.11.2025 Ausschuss für Stadtentwicklung und regionale Zusammenarbeit 11.12.2025 Bevölkerungsbewegungen in Köln 2024: Wanderungsgewinn maßgeblich durch internationale Zuzüge Der vorliegende Bericht beleuchtet die jährlichen Bevölkerungsbewegungen, die für die Fort- schreibung der amtlichen Bevölkerungszahl genutzt werden. Der Fokus liegt auf den jüngsten Bewegungen in Köln während des Jahres 2024, jeweils im Vergleich zu den vorangegange- nen zehn Jahren. Grafik 1: Zuzüge, Fortzüge und Wanderungssaldo für Köln 2014 bis 2024 Quelle: Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Statistik und Informationsmanagement) 58.189 59.244 53.690 56.426 +4.499 +2.818 -20.000 -10.000 10.000 20.000 30.000 40.000 50.000 60.000 70.000 80.000 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 Zuzüge Fortzüge Saldo 2 Köln war 2024 mit einem leichten Plus von knapp 2.000 Menschen beziehungsweise 0,2 Pro- zent im Vergleich zu 2023 weiterhin eine wachsende Stadt (Personen mit Haupt- oder Neben- wohnsitz in Köln am 31.12.2024: 1.097.519). Das Wachstum der Kölner Bevölkerung resultiert ausschließlich aus einem Überschuss (+2.818) von 59.244 Zuzügen gegenüber 56.426 Fort- zügen. Daneben blieb die Zahl der Geborenen mit 9.145 zum dritten Mal in Folge deutlich un- ter dem Zehnjahresdurch-schnitt (10.954) und unter der Zahl der 10.485 Gestorbenen (Saldo Geborene minus Gestorbene: -1.340). Für Köln bestehen typische Wanderungsmuster, die sich über die Jahre mit wenigen Ausnah- men konstant zeigten und auch im Jahr 2024 fortbestanden. Das Wanderungsplus generierte die Stadt wie bisher vor allem aus der Gruppe der jungen Menschen, die meist für Studium und Ausbildung in die Stadt kommen (18- bis unter 30-Jährige: +9.233) sowie aus der Gruppe der ausländischen Personen (+3.587): Die 18-bis unter 30-Jährigen waren bei den Deutschen wie jeher die einzige Altersgruppe mit einem Plus (+6.421). Der Wanderungsgewinn bei den Nichtdeutschen speiste sich dagegen nicht nur aus dieser jungen Kohorte (+2.812). Mit im Saldo +1.120 Personen gab es auch bei den familienrelevanten Jahrgängen (unter 18-Jährige und 30- bis unter 45-Jährige) einen Zuwachs. Bei den Deutschen ist der Wanderungssaldo der familienrelevanten Jahrgänge negativ (-5.144), über alle Altersgruppen hinweg liegt er bei -769. Insgesamt machten Menschen ohne deutschen Pass im Jahr 2024 mit 27.902 Zuzügen fast die Hälfte aller Zuzüge nach Köln aus (2023: 27.880). Ihre Fortzüge stiegen von 21.240 in 2023 auf 24.315 in 2024 deutlich (Saldo: +3.587). Fast jede*r zehnte nichtdeutsche Zuzie- hende hatte dabei einen ukrainischen Pass (2.949). Es folgten Türk*innen (2.598) und Sy- rer*innen (2.360). Im Saldo profitierte Köln am stärksten von Ukrainer*innen (+1.424), Ira- ner*innen (+538) und Afghan*innen (+502). Räumlich betrachtet stiegen die Wanderungsgewinne Kölns mit zunehmender Entfernung zur Stadt. Im Jahr 2024 betrug das klassische Wanderungsminus mit der angrenzenden Woh- nungsmarktregion -3.929 (Vorjahr -4.271). Bereits mit dem übrigen NRW gab es erstmals seit 2020 wieder einen Pluswert (+855). Es folgt das übrige Bundesgebiet (+3.093) sowie das Ausland (+10.123). Das stärkste Minus auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte gab es mit dem linksrheini- schen Rhein-Erft-Kreis (-1.574) sowie dem rechtsrheinischen Rheinisch-Bergischen Kreis (- 1.250). Von Großstädten konnte Köln eher profitieren: Mit Aachen (+479) und Bonn (+317) verzeichnete Köln ein Plus. Im Wanderungsaustausch mit den zehn größten Städten Deutsch- lands verlor Köln lediglich leicht an Berlin (-94) und München (-65). 2024 blieb die Innenstadt der Stadtbezirk mit den meisten Zuzügen von außerhalb nach Köln (10.048). Sie lag mit einem Wanderungsplus von +1.911 vor Ehrenfeld (+1.562). Rodenkir- chen mit der höchsten Zahl an Fortzügen über die Stadtgrenze (9.549), in dessen Stadtteil Bayenthal eine Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Nordrhein-Westfalen für Geflüchtete liegt, verzeichnete das stärkste Wanderungsminus (-497). Auch das Muster der innerstädtischen Umzüge zwischen den Kölner Stadtteilen blieb 2024 relativ stabil: Im Gegensatz zur Außenwanderung verloren alle fünf Stadtteile der Innenstadt im Austausch mit dem übrigen Stadtgebiet an Bevölkerung (zusammen: -1.779). Das höchste innerstädtische Minus verzeichnete mit Neuehrenfeld jedoch ein Stadtteil im Stadtbezirk Eh- renfeld (-729). Vor allem Rodenkirchen (+344) und Bickendorf (+329) profitierten von Umzü- gen zwischen den Stadtteilen. In Bickendorf war dabei der Zuzug in Neubauwohnungen aus- schlaggebend. 3 Hinweise zu den Kölner Bevölkerungszahlen Alle Auswertungen in diesem Bericht beziehen sich auf die wohnberechtigte Bevölkerung (Personen mit Haupt- oder Nebenwohnsitz in Köln). Datengrundlage ist das Melderegister der Stadt Köln mit Stand 31.12. des jeweiligen Jahres. Der vorliegende Bericht dient der rein deskriptiven Beschreibung der Bevölkerungsbewegun- gen in Köln. Es können dabei keine Aussagen zu beispielsweise Wanderungsmotiven, Er- werbstätigkeit, Bildungsabschluss der zu- und fortziehenden Personen getroffen werden, da diese Informationen nicht im Melderegister enthalten sind. Auch ist es nicht möglich, die Be- wegungsdaten der Stadt Köln mit Daten anderer Quellen (Beispiel: Bundesagentur für Arbeit) zu verschneiden. Der vorliegende Bericht über die Kölner Bevölkerungsbewegungen basiert auf den im kommunalen Einwohnermelderegister abgebildeten Bevölkerungsstrukturen und Bevölke- rungsbewegungen. Die aus dem Einwohnermelderegister abgeleitete Einwohnerzahl weicht zum Stichtag 31.12.2024 allerdings um rund sechs Prozent von der amtlichen Einwohnerzahl ab. Die amtliche Einwohnerzahl wurde zuletzt über den Zensus 2022 ermittelt und wird von den Statistischen Ämtern der Länder auf Basis der von den Kommunen übermittelten Bevölkerungsbewegungen (An- und Abmeldungen, sowie Sterbefälle und Geburten) fortgeschrieben – kleinräumige Strukturen unterhalb der Gemeindeebene werden dabei nicht berücksichtigt. Der generelle Rückgriff auf das kommunale Einwohnermelderegister für die statistische Be- richterstattung ermöglicht es, die kommunalen Steuerungs- und Planungsanforderungen zu erfüllen. Alle im Bericht verwendeten Daten werden als Datenanhang (Excel-Datei) zur weiteren Ver- wendung zur Verfügung gestellt. Dazu muss der Bericht aus dem Internet herunter-geladen und lokal gespeichert werden. Der Datenanhang ist unter „Lesezeichen“ (letzter Punkt) und „Anlagen“ zu finden. Gez. Haack Anlagen Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik (2025): Bevölkerungsbewegungen in Köln 2024 – Wanderungsgewinn maßgeblich durch internationale Zuzüge. Kölner Statistische Nachrichten 20/2025.

Beratungsverlauf

  1. 27.11.2025

    Ausschuss Soziales, Gesundheit, Seniorinnen und Senioren

    TOP 13.13, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  2. 27.11.2025

    Ausschuss für Wirtschaft und Digitalisierung

    TOP 4.8, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  3. 11.12.2025

    Ausschuss für Stadtentwicklung und regionale Zusammenarbeit

    TOP 18.8, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  4. 13.01.2026 zuletzt

    Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration

    TOP 5.4, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen

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