2026/0236
Entwurf Schulentwicklungsplan allgemeinbildende Schulen Primarstufe, Sekundarstufe I und II 2026 - 2030
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2026/0236
8892 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
18.08.2026
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat V an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Schulamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2026/0236
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Entwurf Schulentwicklungsplan allgemeinbildende Schulen
Primarstufe, Sekundarstufe I und II
2026 - 2030
Vorlage vom: 17.08.2026
Beschlussvorschlag :
1. Der beigefügte Entwurf des Schulentwicklungsplans für die allgemeinbildenden Schulen 2026 -
2030 wird zur Kenntnis genommen .
2. Es wird beschlossen, dass d ie beiliegende Fassung in ein öffentliches Beteiligungsverfahren
gegeben wird.
3. Ausfertigungen des Entwurfs erhalten im Rahmen des Beteiligungsverfahrens alle betroffenen
Schulen, das Staatliche Schulamt, Stadtelternbeirat und Stadtschüler*innenrat, alle in der
Stadtverordnetenversammlung vertretenen Fraktionen und fraktionslosen Stadtverordneten, die
benachbarten Schulträger, die Jugendhilfe/Jugendamt sowie die Mitglieder der
Schulkommission.
- 2 -
Anlagen: 2026-08-17_SEP_Allgemeinbildend_Entwurfsfassung
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:
Klimarelevanz des Vorhabens:
Auswirkungen auf Stadtklima: ja nein
Auswirkungen auf THG -Emissionen: gering1) mittel/groß 2)
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung: ja nein
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft? ja nein
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt? ja nein
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr.
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 17.08.2026
Zu 1 - Entwurf des Schulentwicklungsplans
Das Hessische Schulgesetz sieht vor, dass der Schulträger mindestens alle fünf Jahre einen
Schulentwicklungsplan aufstellt, in dem der gegenwärtige und zukünftige Schulbedarf sowie
die Schulstandorte ausgewiesen werden.
Der in der Anlage beigefügte Entwurf des Schulentwicklungsplans Primarstufe, Sekundarstufe I
und II, 2026–2030 analysiert die aktuellen Rahmenbedingungen, Entwicklungsperspektiven
sowie Herausforderungen der allgemeinbildenden Schulen in Darmstadt. Er versteht sich als
Leitlinie für die Entscheidungsfindung zu den kurz- und mittelfristig erforderlichen
schulorganisatorischen und schulbaulichen Einzelmaßnahmen.
Die zuletzt veröffentlichten allgemeinbildenden Schulentwicklungspläne der Wissenschaftsstadt
Darmstadt wurden dem Hessischen Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen in separaten
Teilplänen vorgelegt:
Der Teilplan 1, Grund- und Förderschulen (Primarstufe) 2020-2025 wurde im April 2020
eingereicht und im März 2021 unter der Auflage genehmigt, in der nächsten Fortschreibung
auszuweisen wie die Stadt Darmstadt die erforderlichen Kapazitäten im Förderschwerpunkt
geistige Entwicklung dauerhaft sichern will und ob das an den weiterführenden Schulen
vorhandene Angebot den steigenden Bedarf an Schulplätzen deckt.
Der Teilplan 2, Sekundarstufen I und II wurde im August 2022 eingereicht und im Oktober
2023 unter der Auflage genehmigt, innerhalb der gesetzten Frist von 3 Jahren eine
Fortschreibung vorzulegen, in der das Schulangebot im Bereich der Sekundarstufen I und II
einer erneuten, differenzierten Analyse unterzogen wird, insbesondere hinsichtlich der
Schülerzahlentwicklung. Zudem beinhaltet die Auflage die Festlegung der Schulformen für die
benötigten Kapazitätserweiterungen in der Sekundarstufe I.
Anknüpfend an diese letzten beiden Teilpläne betrachtet der nun vorliegende
Schulentwicklungsplan alle drei Abschnitte des allgemeinbildenden Schulwesens sowie die
Förderschulen mit einer durchgängigen Systematik. Durch diese Kombination wird die
Schülerzahlentwicklung der Stadt belastbar dargelegt und eine umfassende Analyse der
Übergänge gewährleistet.
In den vergangenen Jahren war die Wissenschaftsstadt Darmstadt mit einem starken Anstieg
der Schülerzahlen im Grundschulbereich konfrontiert. Durch eine Vielzahl an baulichen
Maßnahmen, Erweiterungs- und Neubauten ist es jedoch gelungen, die benötigten Kapazitäten
zu stellen und die Voraussetzungen für eine qualitativ hochwertige Versorgung der
Schüler*innen zu schaffen. Mit dem Fortschreiten dieser Schüler*innengenerationen verlagert
sich der Handlungsbedarf nun auf die weiterführenden Schulen. Die Ergebnisse des
Schulentwicklungsplans zeigen, daß insbesondere in der Sekundarstufe I zusätzliche
Kapazitäten erforderlich sind. Als besondere Herausforderung zeigt sich hierbei - bedingt durch
das Wahlverhalten der Eltern beim Übergang von der Grund- in die weiterführende Schule - ein
erhöhter Bedarf im Gymnasialbereich in Jahrgang 5, der sich in den aufsteigenden Klas sen der
Sekundarstufe I an die Gesamtschulen verlagert. Um die Vielfalt der Bildungswege zu stärken
und allen Kindern und Jugendlichen bestmögliche Entwicklungsmöglichkeiten zu eröffnen sind
daher Kapazitätserweiterungen in allen Schulformen notwendig.
- 4 -
Nicht zuletzt zeigen die Analysen auch im Bereich der Förderschulen, im Förderschwerpunkt
geistige Entwicklung, einen erhöhten Bedarf an Schulplätzen und somit dringenden
Handlungsbedarf.
Zusammenfassend plant der Schulträger die Beantragung folgender schulorganisatorischer
Maßnahmen nach §145 Hess SchulG und §146 Hess SchulG:
- Erhöhung der Zügigkeit der Mornewegschule von 3 auf 5 Züge; Neubau oder
Umnutzung eines Bestandsgebäudes im Stadtgebiet Mitte oder West
- Erhöhung der Zügigkeit der Georg-Büchner-Schule von 4 auf 5 Züge (zunächst im
Interim; perspektivisch im Rahmen der erforderlichen Sanierung)
- Erhöhung der Zügigkeit der Stadtteilschule auf 5 Züge
- Organisatorische und bauliche Errichtung einer neuen Förderschule im
Förderschwerpunkt geistige Entwicklung im Süden der Wissenschaftsstadt Darmstadt
(1-zügig)
- - Einrichtung des Grundschulbezirks für die neue Grundschule an der Albert-
Schweitzer-Schule; Anpassung des Grundschulbezirks der Ursula-Fuchs sowie der
Friedrich-Ebert-Schule.
Öffentlich-rechtliche-Vereinbarung:
Zumindest bis zum Schuljahresbeginn 2030/31 ist die Anzahl der Kinder in Jahrgangsstufe 4
der relevanten „Zuliefer-Grundschulen“ aus Mühltal und Messel eine relevante Einflussgröße
für die Entwicklung der Schüler*innenzahl an den weiterführenden Schulen in der
Wissenschaftsstadt Darmstadt. Im vorliegenden Schulentwicklungsplan wird daher die
Anpassung der Beschulungsvereinbarung für Schüler*innen aus Mühltal und Messel
empfohlen.
Die mit dem Landkreis Darmstadt-Dieburg geschlossene öffentliche-rechtliche Vereinbarung ist
zum 01.08.2020 in Kraft getreten und läuft bis 2030. Falls keine Kündigung bzw.
Neuformulierung der Vereinbarung erfolgt, würde sie sich unverändert verlängern, was eine
zusätzliche Kapazitätsbelastung mit sich bringen würde.
Zu 2 – Durchführung des Beteiligungsverfahrens
Im Interesse einer ganzheitlichen Betrachtung und zur möglichst breiten Berücksichtigung
begründeter Interessenslagen soll der Entwurf des Schulentwicklungsplans in ein öffentliches
Beteiligungsverfahren gegeben werden.
Nach der vom Magistrat beschlossenen Offenlegung wird der Entwurf den betroffenen Schulen,
dem Staatlichen Schulamt, den umliegenden Schulträgern – insbesondere dem Landkreis
Darmstadt-Dieburg - sowie spezifischen schulischen und politischen Interessensvertretern
bekanntgegeben. Der Entwurf wird zudem den Mitgliedern der Schulkommission zur Kenntnis
vorgelegt, die hierzu erforderlichenfalls den Magistrat vor abschließender Beschlussfassung
inhaltlich beraten.
Bis zum 18.09.2026 können Anregungen und Bedenken zum Entwurf über das städtische
Schulamt eingebracht werden, die anschließend bewertet und - soweit inhaltlich begründet - in
die abschließende Fassung des Plans eingearbeitet werden.
- 5 -
Die finale Fassung des Schulentwicklungsplans allgemeinbildende Schulen
Primarstufe, Sekundarstufe I und II wird anschließend dem Magistrat und der
Stadtverordnetenversammlung zur Beschlussfassung vorgelegt. Nach Zustimmung der
städtischen Gremien erfolgt die Vorlage zur Genehmigung beim Hessischen Ministerium für
Kultus, Bildung und Chancen durch das Staatliche Schulamt.
Darmstadt, 17.08.2026
SEP, spa/zi
Dezernat V
Holger Klötzner
Stadtrat
anlage 1
317647 Zeichen
Herausgeberin | Kontakt
Wissenschaftsstadt Darmstadt
Schulamt | Abteilung Schulentwicklungsplanung
Mina-Rees-Straße 12
64295 Darmstadt
E-Mail schulamt@darmstadt.de
Internet www.darmstadt.de
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Schulentwicklungsplan
2026-2030
Primarstufe
Sekundarstufe I + II
Grundschulen
Gesamtschulen
Haupt- und Realschulen
Förderschulen
Gymnasien
2
Schulentwicklungsplan
Wissenschaftsstadt Darmstadt
Primarstufe
Sekundarstufe I + II
Verfasser:
Städtisches Schulamt, Abteilung Schulentwicklungsplanung
in Zusammenarbeit mit
dem Amt für Statistik und Stadtentwicklung,
Abteilung Statistik und Stadtforschung,
dem Jugendamt,
dem Stadtplanungsamt und
SEP-Beratung, Dr. Reinermann-Matatko, Bonn
17.08.2026
3
Inhaltsverzeichnis
VORWORT .............................................................................................................................. 6
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS ................................................................................................ 8
ZUSAMMENFASSUNG ........................................................................................................... 9
1 VORBEMERKUNGEN ..................................................................................................... 10
1.1 Zielsetzung der Fortschreibung ......................................................................................... 10
1.2 Rechtliche Rahmenbedingungen und Beschlüsse der Wissenschaftsstadt Darmstadt ........ 10
1.2.1 Hessisches Schulgesetz ............................................................................................ 10
1.2.2 Schulformen ............................................................................................................ 12
1.2.3 Bildungswege im hessischen Schulsystem .................................................................. 12
1.2.4 Klassenbildung ........................................................................................................ 13
1.2.5 Schulvereinbarungen ................................................................................................ 15
1.3 Förderprogramme ............................................................................................................. 16
1.4 Berechnungsgrundlagen und Datenaktualität .................................................................... 17
2 KOMMUNALE AUSGANGSSITUATION ......................................................................... 18
2.1 Demografische Entwicklung insgesamt ............................................................................. 18
2.1.1 Bevölkerungsentwicklung in den letzten Jahren ........................................................... 18
2.1.2 Bestandsbevölkerung................................................................................................ 20
2.1.3 Wanderungsbewegungen .......................................................................................... 21
2.2 Bildungssituation und soziale Lage ................................................................................... 23
2.3 Entwicklungen im Wohnungsbau ....................................................................................... 24
2.4 Zukünftige demographische Entwicklung .......................................................................... 25
3 GRUNDSCHULEN .......................................................................................................... 28
3.1 Ergebnis des letzten Schulentwicklungsplanes Primarstufe .............................................. 28
3.2 Berechnung der zukünftigen Bedarfe................................................................................. 28
3.2.1 Methodik ................................................................................................................. 28
3.2.2 Ergebnis .................................................................................................................. 30
3.3 Vorklassen, Eingangsstufe, Flex-Klassen ........................................................................... 31
3.3.1 Vorklassen ............................................................................................................... 31
3.3.2 Eingangsstufe .......................................................................................................... 31
3.3.3 Flex-Klassen ............................................................................................................ 31
3.4 Handlungsbedarfe ............................................................................................................. 32
3.5 Schulorganisatorische Maßnahmen ................................................................................... 33
4
4 WEITERFÜHRENDE SCHULEN ..................................................................................... 34
4.1 Methodik und Aufbau ......................................................................................................... 34
4.2 Rückblick: Entwicklung der Schulformen ........................................................................... 35
4.3 G8 – G9 .............................................................................................................................. 36
4.4 Entwicklung in Jahrgangsstufe 4 ........................................................................................ 36
4.5 Übergangsverhalten in JG 5 ............................................................................................... 38
4.5.1 nach Schulformen ..................................................................................................... 38
4.5.2 nach Wohnort ........................................................................................................... 40
4.6 Übergange im Laufe der Schulzeit ..................................................................................... 41
4.6.1 Veränderung der Schülerzahlen in den aufsteigenden Klassen ....................................... 41
4.6.2 Jahrgangsstufe 6 auf 7 .............................................................................................. 42
4.6.3 Übergang Sek I in Sek II ............................................................................................. 43
4.7 Prognose nach Schulformen .............................................................................................. 44
4.8 Handlungsbedarfe .............................................................................................................. 45
4.9 Schulorganisatorische Maßnahmen .................................................................................... 47
5 FÖRDERSCHULEN UND INKLUSION ........................................................................... 48
5.1 Allgemeine Einordnung ...................................................................................................... 48
5.2 Inklusive Schulbündnisse, Beratungs- und Förderzentren .................................................. 49
5.3 Kooperationsklassen.......................................................................................................... 49
5.4 Schulbegleitung / Teilhabeassistenz ................................................................................. 50
5.5 Koordinationsstelle Jugendhilfe und Schule (Förderschwerpunkt emotionale und soziale
Entwicklung) der Stadt Darmstadt ..................................................................................... 51
5.6 Prüfkriterien des Kultusministeriums für die inklusive Beschulung ................................... 52
5.6.1 Prüfkriterium 1 – Wohnortnahe Bildungsangebote ........................................................ 52
5.6.2 Prüfkriterium 2 – Barrierefreiheit / Zugänglichkeit ........................................................ 57
5.6.3 Prüfkriterium 3 – Stationäre Fördersysteme / Förderschulen .......................................... 62
5.7 Schülerzahlentwicklung im Förderschulbereich ................................................................. 65
5.7.1 FSP gE..................................................................................................................... 66
5.7.2 FSP LER................................................................................................................... 68
5.7.3 FSP SPR .................................................................................................................. 68
5.7.4 FSP EMS .................................................................................................................. 68
5.8 Raumbedarfe für Inklusion................................................................................................. 69
5.9 Schulorganisatorische Maßnahmen .................................................................................... 70
5
6 SCHULFORMÜBERGREIFENDE THEMEN .................................................................... 71
6.1 Ganztag ............................................................................................................................. 71
6.1.1 Rechtliche Grundlagen und Richtlinien ....................................................................... 71
6.1.2 Merkmale der ganztägigen Angebote ......................................................................... 72
6.1.3 Ganztägig arbeitende Grundschulen ........................................................................... 73
6.1.4 Ganztägig arbeitende weiterführende Schulen - Sekundarstufe I .................................... 75
6.1.5 Mittagsverpflegung im Rahmen des Ganztagsangebots („Pakt für den Ganztag“) ............ 75
6.1.6 Finanzielle und personelle Ausstattung ....................................................................... 76
6.2 Sprachintensivangebote.................................................................................................... 77
6.3 Schul-IT und Medienzentrum ............................................................................................. 77
6.3.1 Bildung im Zeitalter der Digitalität ............................................................................. 77
6.3.2 Medienzentrum Darmstadt ........................................................................................ 77
6.3.3 Schul-IT .................................................................................................................. 78
6.4 Schulhöfe .......................................................................................................................... 78
7 ZUSAMMENFASSUNG DER GEPLANTEN MASSNAHMEN ......................................... 80
7.1 Genehmigungspflichtige Maßnahmen ................................................................................ 80
7.2 Genehmigungsfreie Maßnahmen ....................................................................................... 80
STECKBRIEFE DER SCHULEN ............................................................................................ 81
6
VORWORT
Schuldezernent Holger Klötzner
Liebe Leserinnen und Leser,
als Wissenschaftsstadt ist es unser Ziel, die öffentliche Bildung nachhaltig zu stärken und den Schul-
standort Darmstadt zukunftsfähig weiterzuentwickeln. In unserer Funktion als kommunaler Schulträger
gestalten wir gemeinsam mit unseren Schulen die Rahmenbedingungen einer modernen und chancen-
gerechten Bildungslandschaft.
Unsere Stadt wächst kontinuierlich. Diese Entwicklung ist nicht nur eine Chance, sondern zugleich eine
Herausforderung. Die Bildungsangebote sind an die Bedürfnisse heutiger und zukünftiger Generationen
anzupassen. Schulen sind heute weit mehr als Orte der Wissensvermittlung. Sie sind Lern- und Begeg-
nungsraum zugleich. Schon längst ist die klassische Flurschule durch moderne pädagogische Raum-
und Lernkonzepte ersetzt, die Antworten auf aktuelle Herausforderungen, wie beispielsweise die In-
tegration von Ganztagsangeboten, geben. Dafür braucht es Raum, aber auch eine faktenbasierte und
langfristige Planung.
Anknüpfend an die Teilpläne für die Primarstufe sowie die Sekundarstufe I und II betrachten wir mit
dem nun vorliegenden Schulentwicklungsplan alle drei Abschnitte des allgemeinbildenden Schulwesens
sowie die Förderschulen und bringen diese miteinander in Verbindung. Dadurch wird eine zusammen-
hängende Analyse der Bildungsübergänge ermöglicht, die auf der politischen Ebene bisher nur zeitlich
versetzt möglich war. Der Schulentwicklungsplan schafft damit eine verlässliche Grundlage für die wei-
tere Entwicklung unserer Schulen und für zukünftige Entscheidungen.
Die Analysen verdeutlichen, dass eine kontinuierliche Erweiterung des Angebots notwendig ist, um den
wachsenden Anforderungen gerecht zu werden. In den vergangenen Jahren lag ein besonderer Schwer-
punkt auf dem Ausbau der Primarstufe. Mit zahlreichen Erweiterungen und Neubauten ist es gelungen,
dem starken Wachstum im Grundschulbereich Rechnung zu tragen und die Voraussetzungen für eine
qualitativ hochwertige Versorgung der Schülerinnen und Schüler zu schaffen. Diese Investitionen bilden
heute eine tragfähige Grundlage für die weitere Entwicklung, die vor allem durch die steigende Nachfra-
ge nach Ganztagsangeboten und den perspektivischen Wandel zum rhythmisierten Ganztag geprägt
sein wird.
Mit dem Fortschreiten dieser Schülergenerationen verlagert sich der Handlungsbedarf nun zunehmend
auf die weiterführenden Schulen. Der Schulentwicklungsplan zeigt, dass insbesondere in der Sekundar-
stufe zusätzliche Kapazitäten erforderlich sind. Ein besonderes Anliegen ist es uns dabei, die Vielfalt der
7
Bildungswege zu stärken und allen Kindern und Jugendlichen bestmögliche Entwicklungschancen zu
eröffnen.
So bedarf es einer Erhöhung der Kapazitäten sowohl an den Gymnasien als auch an den Gesamtschu-
len. Während unsere Gymnasien von standortnahen Erweiterungen am meisten profitieren, wäre eine
adäquate Ergänzung der bestehenden Gesamtschulstandorte räumlich kaum darstellbar. Aus diesem
Grund planen wir die Entwicklung eines neuen Schulstandortes, in den die Mornewegschule umziehen
und ihre Kapazitäten perspektivisch verdoppeln kann. Im Vergleich zur bisherigen Dreizügigkeit ermög-
licht diese Größe qualitative Fortschritte, beispielsweise durch die erhöhte Zuweisung von Funktionsstel-
len des staatlichen Schulamtes. Mittelfristig kann hierdurch ein umfangreicheres Lernangebot geschaf-
fen werden. Langfristig eröffnet das Wachstum Perspektiven zur Gründung einer eigenen gymnasialen
Oberstufe, deren Genehmigung an Voraussetzungen des Ministeriums gebunden ist.
Gleichzeitig nimmt auch der Bedarf im Bereich der Förderschulen weiter zu. Deshalb benötigen wir im
Schwerpunkt „Geistige Entwicklung“ weitere Kapazitäten in Form einer neuen Förderschule, um die
Christoph-Graupner-Schule zu entlasten. Ebenso bleibt die Weiterentwicklung der inklusiven Bildungs-
angebote ein wichtiger Bestandteil unserer Schulentwicklungsplanung.
Neben den aktuellen räumlichen Bedarfen müssen wir uns auch Gedanken darüber machen, wie zukünf-
tige Schulgebäude entstehen. Ziel ist es, Schulgebäude so zu planen und zu realisieren, dass sie den
pädagogischen, gesellschaftlichen und städtebaulichen Anforderungen einer wachsenden Wissen-
schaftsstadt langfristig gerecht werden. Aus diesem Grund haben Stadtkämmerer André Schellenberg
und ich die Entwicklung der Schulbauleitlinien „Modellschule Darmstadt“ beauftragt. Darin werden ge-
meinsame Qualitätsstandards, eine beschleunigte Umsetzung sowie die Kosten zukünftiger Schulbau-
maßnahmen behandelt.
Mit den im Schulentwicklungsplan dargestellten Maßnahmen gehen wir einen weiteren wichtigen Schritt
hin zu einer zukunftsfähigen Schullandschaft in Darmstadt. Mein herzlicher Dank gilt unseren Schulen
sowie allen Personen, die an der Erarbeitung des vorliegenden Schulentwicklungsplans mitgewirkt und
sich mit großem Engagement eingebracht haben. Gemeinsam schaffen wir die Voraussetzungen dafür,
die öffentliche Bildung in Darmstadt auch künftig nachhaltig zu stärken.
Ihr
Holger Klötzner
Stadtrat
8
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
SCHULTYPEN SCHULEN IN DARMSTADT
AR Abendrealschule ANS Andersenschule
AGYM Abendgymnasium ALS Astrid-Lindgren-Schule
GOS Gymnasiale Oberstufenschule BSS Bessungerschule
Oberstufengymnasium CMS Christian-Morgenstern-Schule
GS Grundschule EHKS Elly-Heuss-Knapp-Schule
GYM Gymnasium ENS Emmy-Noether-Schule
FS Förderstufe EKäS GS Erich Kästner-Schule (GS)
FöS Förderschule FSS Frankensteinschule
…EMS …Emotionale und soziale Entwicklung FES Friedrich-Ebert-Schule
…GE …Geistige Entwicklung GAZ Georg-August-Zinn-Schule
…HÖR …Hören GOES Goetheschule
…KME …Körperliche und motorische Entwicklung HeiHei Heinrich-Heine-Schule
…KRA …Kranke HeiHo Heinrich-Hoffmann-Schule
…LER …Lernen KKS Käthe-Kollwitz-Schule
…SEH …Sehen KYS Kyritzschule
…SPR …Sprachheilförderung LSS Ludwig-Schwamb-Schule
H + R Haupt- und Realschule LBS Luise-Büchner-Schule
IGS Integrierte Gesamtschule SIS Schillerschule
KGS Kooperative Gesamtschule UFS Ursula-Fuchs-Schule
MSS Mittelstufenschule WBS Wilhelm-Busch-Schule
SOFS Sonstige Förderschule WHS Wilhelm-Hauff-Schule
AGYM Abendgymnasium
SCHULSPEZIFISCHE BEGRIFFE BAS Bernhard-Adelung-Schule
AUR Allgemeiner Unterrichtsraum BBS Bertolt-Brecht-Schule
BMBF Bundesministerium für Bildung und Forschung CGS Christoph-Graupner-Schule
EuE Einwohner*innen ELO Eleonorenschule
FUR Fachunterrichtsräume EKäS-IGS Erich Kästner-Schule (IGS)
GT Ganztag EENS Ernst-Elias-Niebergall-Schule
HMKB Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung
und Chancen
GBS
GUBS
Georg-Büchner-Schule
Gutenbergschule
JG Jahrgangsstufe HER Herderschule
LuB Lern- und Unterrichtsbereich LIO Justus-Liebig-Schule
LuL Lehrer*innen LUO Lichtenbergschule
NAWI Naturwissenschaften LGG Ludwig-Georg-Gymnasium
NDHS Nichtdeutscher Herkunftssprache MWS Mornewegschule
SEP Schulentwicklungsplan MTS Mühltalschule
SJ Schuljahr STS Stadtteilschule
Sek Sekundarstufe VIKO Viktoriaschule
SuS Schüler*innen WLS Wilhelm-Leuschner-Schule
UBUS Unterrichtsbegleitende Unterstützung
durch sozialpädagogische Fachkräfte
UN Vereinte Nationen
WE Wohneinheiten
9
ZUSAMMENFASSUNG
Aufgrund einer positiven Bevölkerungsentwicklung in der Wissenschaftsstadt Darmstadt, die im Bereich
der Primarstufe bereits zum Beschluss zur Einrichtung neuer Grundschulstandorte und damit einer Er-
höhung der Kapazitäten geführt hat, ist auch für die weiterführenden Schulen mit einem Anstieg der
Schüler*innenzahlen in den kommenden Jahren zu rechnen. In der Primarstufe sind nach Fertigstellung
der Grundschule an der Albert-Schweitzer-Anlage bedarfsgerecht; Anpassungen von Grundschulbezirken
sind erforderlich. In den Bereichen der Stadt, die mittel- und langfristig von größeren Wohnungsbaupro-
jekten geprägt sein werden, ist eine Teilfortschreibung für die betroffenen Grundschulen bei Konkretisie-
rung der Vorhaben sinnvoll.
Durch die höheren Schüler*innenzahlen der weiterführenden Schulen ist ein Bündel an kurz- und mittel-
fristig wirksamen Maßnahmen zu ergreifen:
Erhöhung der Zügigkeiten im Gymnasialbereich durch jeweils ein bis zwei zusätzliche Züge in
den bestehenden Systemen; dabei soll ein Rotationsmodell greifen, an dem alle Gymnasien teil-
nehmen; welches Gymnasium in welchem konkreten Schuljahr dann die Mehrklasse bildet, ist in
Abhängigkeit der Ergebnisse der Anmeldeverfahren in Kombination mit den dann jeweils verfüg-
baren Raum-Ressourcen zu entscheiden.
Anpassung der Beschulungsvereinbarung mit dem Landkreis: Schüler*innen aus Mühltal / Mes-
sel sollen im Zuge der Anpassung der Vereinbarung nicht mehr wie städtische Kinder behandelt
werden; die grundsätzliche Idee, wechselseitig Schüler*innen aufzunehmen, soll weiterhin Be-
stand haben, um den Schüler*innen aus Stadt und Landkreis ein größtmögliches schulisches
Angebot unterbreiten zu können.
Erhöhung der Zügigkeit im nicht-gymnasialen Bereich durch
o Kurzfristig: Mehrklassenbildungen an der Stadtteilschule Arheilgen und der Bernhard-
Adelung-Schule
o Mittelfristig: Erhöhung der Kapazität der Mornewegschule von 3 auf 5 Züge durch Neu-
bau oder Nutzung eines bestehenden Gebäudes in der Mitte oder im Westen der Stadt.
Zudem ist weiterhin die Erhöhung der Kapazität im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung um 11
Klassen bzw. einen Zug erforderlich; Ziel ist die Errichtung einer weiteren Förderschule im Süden der
Stadt.
10
1 VORBEMERKUNGEN
1.1 Zielsetzung der Fortschreibung
Im letzten Schulentwicklungsplan Sekundarstufe I und II wurde herausgearbeitet, dass für die kommen-
den Jahre ein Mehrbedarf an Kapazität erforderlich ist. Mit dem vorliegenden Schulentwicklungsplan ist
dieser Mehrbedarf zu konkretisieren und in Form eines Beschlusses dem Ministerium zur Genehmigung
vorzulegen.
Die Erweiterungsmaßnahmen im Bereich der Primarstufe sind zwischenzeitlich weitgehend abgeschlos-
sen. Hier ist im vorliegenden Schulentwicklungsplan zu prüfen, ob die nach Abschluss aller Arbeiten
vorhandene Kapazität in den einzelnen Planungsregionen ausreichend ist zur Beschulung der Kinder.
Im Förderschulbereich steht der Förderschwerpunkt geistige Entwicklung in Fokus: Die Sanierung der
Christoph-Graupner-Schule ist mit dem Umzug der Schule in den Sommerferien 2026 abgeschlossen.
Zu prüfen ist, wie sich die Bedarfe in den kommenden Jahren entwickeln werden, da auch aktuell die
Schülerzahlen höher sind als die Kapazität der neuen Schule.
Demografisch gesehen befindet sich der Zeitpunkt der Fortschreibung des Schulentwicklungsplanes in
einer Situation des Umbruchs: Bundesweit sank die Geburtenrate in den vergangenen drei Jahren deut-
lich ab, zugleich sind die internationalen Wanderungsgewinne rückläufig.
Neben der quantitativen Ermittlung der Bedarfe fließen auch qualitative Aspekte in die Schulentwick-
lungsplanung ein und sind, wie in den nachfolgenden Ausführungen zur rechtlichen Grundlage, auch
verbindlich als Element eines Schulentwicklungsplanes (SEP) vorgeschrieben. Dies betrifft insbesondere
den steigenden Bedarf an ganztägigen Betreuungsangeboten, aber auch pädagogisch schlüssige Kon-
zepte für gemeinschaftliches, inklusives Lernen. Nicht erst seit der Corona-Pandemie gerät zudem die
Implementierung von digitalen Lehrformaten für eine heterogene Schüler*innenschaft in den Fokus.
1.2 Rechtliche Rahmenbedingungen und Beschlüsse der Wissenschafts-
stadt Darmstadt
1.2.1 Hessisches Schulgesetz
Die Schulträgerschaft obliegt dem städtischen Schulamt, das laut §145 HSchG verpflichtet ist, Schul-
entwicklungspläne zu erarbeiten und bereit zu stellen.
Nach §145 HSchG ist Schulentwicklungsplanung die Analyse des gegenwärtigen und des künftigen
räumlichen und organisatorischen Bedarfs von Schule. Konsequenzen für bauliche und organisatorische
Maßnahmen sind abzuleiten, um die bedarfsgerechte und effiziente Versorgung von Schulen mit Räu-
men und Ausstattung sowie den Einsatz des Personals zu ermöglichen. Schulentwicklungsplanung um-
fasst von daher neben einer qualitativen Beschreibung des vorhandenen und geplanten Schulangebotes
auch die Analyse statistischer Daten als Basis zur Entwicklung und Erhalt eines umfassenden und aus-
gewogenen Bildungsangebotes im Zuständigkeitsbereich des Schulträgers. Schulentwicklungsplanung
zeigt auch die Bildungsbedürfnisse auf, die durch eigene Schulen für das Gebiet des Schulträgers nicht
sinnvoll befriedigt werden können. Er enthält sowohl die langfristige Zielplanung als auch die Durchfüh-
rungsmaßnahmen unter Angabe der Rangfolge ihrer Verwirklichung.
Bei der Trendfortschreibung der Schülerzahlentwicklung der Primarstufe sowie der Sekundarstufe I + II
sind die Darmstädter Schulen in freier Trägerschaft (Privatschulen) berücksichtigt. Ebenso ist der Plan
in seiner Endversion mit den benachbarten Schulträgern, insbesondere dem Landkreis Darmstadt-
Dieburg, sowie mit anderen Fachplanungen, vorrangig mit der Jugendhilfeplanung, abgestimmt (§ 145,
Abs. 1-7 HSchG).
11
Anträgen auf die Errichtung, Änderung oder Aufhebung einer Schule kann das Kultusministerium nach §
146 nur dann zustimmen, wenn diese ihre Grundlage in einem bereits genehmigten Schulentwicklungs-
plan haben.
Schulentwicklungspläne sind soweit erforderlich innerhalb von 5 Jahren fortzuschreiben.
Bei der Maßnahmenplanung werden berücksichtigt:
die zum jeweiligen Entscheidungszeitpunkt bestehenden demografischen, regionalen und päda-
gogischen Gegebenheiten
die Verordnung über die Festlegung der Anzahl und der Größe der Klassen, Gruppen und Kurse
in allen Schulformen
die Erreichbarkeit der Schulen aufgrund der verkehrlichen Situation
der Investitionsbedarf im Hinblick auf Raumkapazitäten
die auf den Schulstandort bezogenen Traditionen.
Der vorliegende Schulentwicklungsplan muss zudem auszuweisen, welche allgemeinen Schulen für Un-
terrichtsangebote für Schüler*innen mit Behinderungen oder Beeinträchtigungen nach den Förder-
schwerpunkten nach § 50 Abs. 1 unterhalten werden (§ 51 Abs. 2). Einen genaueren Blick auf Schü-
ler*innen mit Förderbedarf bietet das Kapitel 5.
Schulentwicklungspläne und ihre Fortschreibung bedürfen der Genehmigung des Kultusministeriums.
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt, als Schulträger und zugleich Jugendhilfeträger, versteht Schulent-
wicklungsplanung als eine Standort- und Versorgungsplanung, um ein regional ausgeglichenes, be-
darfsgerechtes und leistungsfähiges Bildungsangebot in der Stadt zu entwickeln und darüber ein quali-
fiziertes Bildungs- und Abschlussangebot zu sichern und zu gewährleisten. Dies impliziert eine qualita-
tive Schulentwicklungs- und Bildungsplanung, die auf quantitativen Betrachtungen basiert und den
demografischen Wandel berücksichtigt.
Folgende Auflagen sind aus den Erlassen zu den letzten Schulentwicklungsplänen bei der vorliegenden
Schulentwicklungsplanung zu beachten (Auflagen, die zwischenzeitlich bereits umgesetzt wurden, wer-
den nachfolgend nicht mehr aufgeführt):
Darlegung, wie die Stadt Darmstadt die erforderlichen Kapazitäten im Förderschwerpunkt geis-
tige Entwicklung sicherstellen will
Spätestens 3 Jahre nach Zugang des Erlasses vom 23. Oktober 2023 ist eine Fortschreibung
des Schulentwicklungsplanes für die Sekundarstufe I und II vorzulegen
12
1.2.2 Schulformen
Bezüglich der äußeren Organisation der Schulen gibt § 11 HSchG den in Tabelle 1 dargestellten Rah-
men für die möglichen Schulformen im allgemeinbildenden Schulsystem vor (Darstellung ohne Förder-
schulen).
Tabelle 1: Mögliche Organisationsformen von Schulen nach HSchG
Mögliche Organisationsformen von Schulen
Schulform Organisationsmöglichkeiten
Grundschule Eigenständige Grundschule
Verbundene Grund- und Hauptschule
Verbundene Grund-, Haupt- und Realschule
Verbundene Grund- und Mittelstufenschule
Verbundene Grund- und Gesamtschule mit oder ohne Sekundarstufe II
Förderstufe Schulformübergreifende Organisationsform in JG 5 und 6 der verbundenen
Haupt- und Realschule
Schulformübergreifende Organisationsform in JG 5 und 6 der kooperativen
Gesamtschule
Organisatorischer Bestandteil der Grundschule
Hauptschule Verbundene Grund- und Hauptschule
Verbundene Haupt- und Realschule
Realschule Eigenständige Realschule
Verbundene Haupt- und Realschule
Integrierte Gesamtschule Eigenständige Integrierte Gesamtschule mit oder ohne Sekundarstufe II
Verbundene Grund- und Gesamtschule mit oder ohne Sekundarstufe II
Kooperative Gesamtschule Eigenständige Kooperative Gesamtschule mit oder ohne Sekundarstufe II
Verbundene Grund- und Gesamtschule mit oder ohne Sekundarstufe II
H- und R-Zweig können als Mittelstufenschule organisiert werden
Mittelstufenschule Eigenständige Mittelstufenschule
Verbundene Grund- und Mittelstufenschule
Gymnasium Eigenständiges Gymnasium mit oder ohne Sekundarstufe II
Oberstufenschule Nur im Schulverbund mit einer Sekundarstufen I-Schule
1.2.3 Bildungswege im hessischen Schulsystem
Die berufsbildenden und allgemeinbildenden Schulen verfügen über eine hohe Durchlässigkeit, die es
den Schüler*innen ermöglicht, über unterschiedliche Bildungswege bestimmte Schulabschlüsse zu er-
reichen. Abbildung 1 zeigt die möglichen Wege von der Grundschule zu den unterschiedlichen berufs-
qualifizierenden und studienqualifizierenden Bildungsgängen. Die studienqualifizierenden Bildungsgän-
ge verteilen sich auf unterschiedliche Schulformen: berufliche Schulen (mit beruflichen Gymnasien und
Fachoberschulen) oder allgemeinbildende Schulen (Gymnasien und gymnasiale Oberstufenschulen mit
gymnasialer Oberstufe). Aus allen allgemeinbildenden Schulformen ist ein Übergang in das berufliche
Bildungswesen möglich.
13
1.2.4 Klassenbildung
Entsprechend § 144a HSchG sollen Schulen eine Größe haben, die eine Differenzierung des Unterrichts
ermöglicht und eine sinnvolle Unterrichts- und Erziehungsarbeit erlaubt. Um dies zu gewährleisten,
wurden für die Klassenbildung im Rahmen der Verordnung über die Festlegung der Anzahl und der Grö-
ße der Klassen, Gruppen und Kurse in allen Schulformen vom 17. Februar 2023 verbindliche Schüler-
mindest- und Schülerhöchstzahlen festgelegt. Diese Vorgaben sind Grundlage für die Berechnung der
Klassenbildung in den Einzelschulprognosen.
Wird der Schülermindestwert für die Klassenbildung unterschritten, wird der Unterricht entweder nicht
aufgenommen, oder er erfolgt, sofern die personellen und unterrichts-organisatorischen Voraussetzun-
gen gegeben sind, jahrgangs- oder schulformübergreifend. Auch hierfür sind rechtliche Mindest- und
Maximalgrößen vorgegeben. An den Schulen, an denen der Unterricht (in einzelnen Schuljahren) jahr-
gangs- oder schulformübergreifend erfolgt, wird in den Einzelschulprognosen jeweils mittels einer Fuß-
note hierauf hingewiesen. Gymnasiale Oberstufen und berufliche Gymnasien müssen zudem auf Dauer
im Durchschnitt der Jahrgangsstufen eine Schülerzahl von mindestens 50 je Jahrgangsstufe erreichen.
In den nachfolgenden Tabellen (Tabelle 2 für die allgemeinen Schulen, Tabelle 3 für die Förderschulen)
werden in Auswahl die Werte der Landesverordnung dargestellt.
Abbildung 1: Von der Grundschule zum Abschluss: Übersicht der Heinrich-Emanuel-Merck-Schule, Autor: Herr Bersch
14
Tabelle 2: Schülermindest- und -höchstzahlen an allgemeinen Schulen
Schülermindest- und Schülerhöchstzahlen an allgemeinen Schulen
Schulform (Auswahl) Mindestzahl Höchstzahl
Vorklasse an Grundschulen 10 20
Eingangsstufe/Grundschule/Gruppe des flexiblen Schulanfangs 13 25
Förderstufe 14 27
Hauptschule/Hauptschulzweig an Kooperativen Gesamtschulen 13 25
Lerngruppen mit erhöhtem Praxisbezug an Hauptschulen, verbundenen
Haupt- und Realschulen, integrierten Gesamtschulen und kooperativen
Gesamtschulen
10 16
Realschule/Realschulzweig an Kooperativen Gesamtschulen 16 30
Gymnasium (Jahrgangsstufen 5 bis 10)/
Gymnasialzweig an Kooperativen Gesamtschulen 16 30
Integrierte Gesamtschule 14 27
Jahrgangsstufen mit Binnendifferenzierung an integrierten Gesamtschulen 14 25
Mittelstufenschule/Mittelstufenzweig an kooperativen Gesamtschulen (Auf-
baustufe) 14 27
Mittelstufenschule/Mittelstufenschulzweig an kooperativen Gesamtschulen
praxisorientierter Bildungsgang 10 20
Mittelstufenschule/Mittelstufenschulzweig an kooperativen Gesamtschulen
Mittlerer Bildungsgang 14 27
Abendhaupt- und Abendrealschule 13 25
Tabelle 3: Schülermindest- und -höchstzahlen an Förderschulen
Schülermindest- und Schülerhöchstzahlen an Förderschulen
Schulform (Auswahl) Mindestzahl Höchstzahl
Schule
- mit Förderschwerpunkt Sprachheilförderung
- mit Förderschwerpunkt Sehen (sehbehinderte SuS)
6 12
Schule
- mit Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung
- mit Förderschwerpunkt Lernen
8 16
Schule
- mit Förderschwerpunkt Sehen (blinde SuS)
- mit Förderschwerpunkt Hören
5 10
Schule
- mit Förderschwerpunkt körperliche Entwicklung
- für kranke SuS
- mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung
4 8
15
Die Schulen können im Rahmen der ihnen zugewiesenen Wochenstunden und nach Maßgabe ihrer schu-
lischen Konzeption von den Schülerhöchstzahlen nach Satz 1 abweichen. Die Regelungen der Verord-
nung über Unterricht, Erziehung und sonderpädagogische Förderung von Schülerinnen und Schülern
mit Beeinträchtigungen oder Behinderungen (VOSB) vom 15. Mai 2012, zuletzt geändert durch Gesetz
vom 18. März 2021, in der jeweils geltenden Fassung bleiben unberührt.
Klassen, Gruppen und Kurse sollen so gebildet werden, dass die Fortführung im darauffolgenden Schul-
jahr nach Möglichkeit gesichert ist.
1.2.5 Schulvereinbarungen
Durch Schulvereinbarungen (basierend auf §140 HSchG) werden Regelungen getroffen, in welchem Um-
fang und zu welchen finanziellen Rahmenbedingungen Kinder mit anderen Wohnorten an den Schulen
eines Schulträgers aufgenommen werden. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat drei öffentlich-
rechtliche Vereinbarungen geschlossen.
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt und der Landkreis Darmstadt-Dieburg haben per öffentlich-
rechtlicher Vereinbarung (in Kraft getreten zum 01.08.2020 für eine Dauer von mindestens 10 Jahren)
die Festlegung getroffen, dass jeweils bis zu 140 SuS gegenseitig an den öffentlichen Schulen im Rah-
men der Aufnahmekapazitäten beschult werden können. Schüler*innen, die als erste Fremdsprache eine
Sprache wählen, die an der dem Wohnort nächstgelegenen weiterführenden Schule nicht angeboten
wird, sollen vorrangig aufgenommen werden. Darüber hinaus dürfen die SuS aus den Gemeinden Mühl-
tal und Messel ohne Beschränkungen die öffentlichen Schulen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
anwählen.
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt und der Landkreis Darmstadt-Dieburg haben per öffentlich-
rechtlicher Vereinbarung (in Kraft getreten zum 09.10.2014) die Festlegung getroffen, dass bis zu 30
Schüler*innen aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg, bevorzugt aus dem Altkreis Darmstadt, an der
Christoph-Graupner-Schule aufgenommen werden. Die Vereinbarung wurde auf unbestimmte Zeit ge-
schlossen und kann von jedem Vertragspartner unter Einhaltung einer Frist von zwei Jahren zum Schul-
jahresende gekündigt werden. Seit 5 Jahren werden aufgrund der Überschreitung der Kapazitäten keine
Schüler*innen aus dem Landkreis mehr aufgenommen.
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt und der Landkreis Darmstadt-Dieburg haben per öffentlich-
rechtlicher Vereinbarung (in Kraft getreten zum 15.10.2008) die Beschulung von Schüler*innen an der
Schule für Kranke, Abteilung der Ernst-Elias-Niebergall-Schule, geregelt. Die Schulplätze stehen beiden
Vertragspartnern zu gleichen Teilen zur Verfügung. Wenn ein Vertragspartner sein Kontingent nicht aus-
schöpft, können die Plätze durch Kinder aus dem Gebiet des anderen Vertragspartners belegt werden.
Die Vereinbarung wurde seitens des Landkreis Darmstadt-Dieburg zum Schuljahresende gekündigt mit
dem Ziel, die Kostenverteilung neu zu regeln. Überarbeitete Vertragsentwürfe liegen aktuell zur Ab-
stimmung vor.
Die drei Vereinbarungen befinden sich in der Anlage dieses Schulentwicklungsplans.
16
1.3 Förderprogramme
Bund und Länder haben in den letzten Jahren gezielt Förderprogramme für Schulen aufgelegt, um auf
zentrale bildungspolitische Herausforderungen zu reagieren. Die Programme greifen dabei verstärkt
steuernd und finanziell unterstützend in die Schulentwicklung ein, um die Bildungsqualität zu verbes-
sern, strukturelle Nachteile auszugleichen und Schulen zukunftsfähig aufzustellen.
Mit dem „Förderprogramm Ganztag 1 und 2“ fördert das Land Hessen den investiven Ausbau ganztägi-
ger Bildungs- und Betreuungsangebote, während durch den „DigitalPakt Schule“ Bund und Länder ge-
meinsam Mittel zur Stärkung der digitalen Bildungsinfrastruktur an Schulen bereitstellen.
Das „Startchancen-Programm“ ist ebenfalls ein gemeinsames Förderprogramm von Bund und Ländern
mit einer Laufzeit von zehn Jahren (2024–2034). Es verfolgt das Ziel, die Bildungschancen von Schüle-
rinnen und Schülern in sozial herausfordernden Lagen nachhaltig zu verbessern und den Bildungserfolg
stärker von der sozialen Herkunft zu entkoppeln. Damit leistet das Programm einen zentralen Beitrag
zur Förderung von Chancengerechtigkeit im deutschen Bildungswesen. Das Programm ergänzt beste-
hende kommunale und landesseitige Unterstützungsmaßnahmen.
Die Förderung erfolgt über drei Programmsäulen: Säule I umfasst Investitionen in die schulische Infra-
struktur, Säule II ermöglicht den Einsatz zusätzlicher Fachkräfte zur Stärkung multiprofessioneller
Teams, und Säule III unterstützt Schulen gezielt bei Maßnahmen der Qualitäts- und Unterrichtsentwick-
lung. Neben investiven Maßnahmen zur Schaffung einer modernen und lernförderlichen Umgebung ste-
hen somit insbesondere strukturelle Weiterentwicklungen in den Bereichen Schulorganisation, individu-
elle Förderung sowie Stärkung grundlegender Kompetenzen im Mittelpunkt.
Für die Wissenschaftsstadt Darmstadt stellt das Startchancen-Programm einen wichtigen Baustein der
kommunalen Bildungs- und Schulentwicklungsplanung dar. Schulen in Sozialräumen mit besonderen
Herausforderungen erhalten zusätzliche Ressourcen zur Verbesserung der Lernbedingungen, zur Wei-
terentwicklung ihrer pädagogischen Konzepte sowie zur nachhaltigen Stärkung der Bildungsinfrastruk-
tur. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt nimmt an der Programmsäule I (Investitionsprogramm) teil. Die
Umsetzung erfolgt an elf durch das Land Hessen benannten Schulen (Tabelle 4). Die Teilnahme am In-
vestitionsprogramm (Säule I) wurde durch den Magistrat beschlossen und bildet einen wichtigen Be-
standteil der strategischen Schulentwicklungsplanung der Wissenschaftsstadt Darmstadt.
Tabelle 4: Schulen im Startchancen-Förderprogramm
Schule Schulform
1 Erich Kästner-Schule Grundschule
2 Heinrich-Heine-Schule Grundschule
3 Heinrich-Hoffmann-Schule Grundschule
4 Käthe-Kollwitz-Schule Grundschule
5 Luise-Büchner-Schule Grundschule
6 Ursula-Fuchs-Schule Grundschule
7 Wilhelm-Hauff-Schule Grundschule
8 Wilhelm-Leuschner-Schule Mittelstufenschule
9 Ernst-Elias-Niebergall-Schule Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen
10 Gutenbergschule Schulformbezogene (kooperative) Gesamtschule
11 Mornewegschule Schulformübergreifende (integrierte) Gesamtschule
17
1.4 Berechnungsgrundlagen und Datenaktualität
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt führt ein Bildungsmonitoring durch1. Dieses umfasst die Auswertung
der unterschiedlichen Aspekte von Bildung, nicht nur die schulische Bildung; es wertet die Vergangen-
heit und die aktuelle Situation aus. Bei der Datenaufbereitung für den Schulentwicklungsplan erfolgte
eine enge Abstimmung zwischen dem Schulamt, dem Team Datenbasiertes kommunales Bildungsma-
nagement (DKBM), der Abteilung Statistik und Stadtforschung und dem Bereich Jugendhilfe.
Grundlage der Darstellungen der bisherigen Entwicklungen sowie der Berechnungen der Prognosen von
SuS- und Klassenzahlen sind folgende Daten:
Fortschreibung des Schulentwicklungsplans allgemeinbildende Schulen, Teilplan 1, Grund-
und Förderschulen (Primarstufe) 2020 – 2025, beschlossen von der Stadtverordnetenver-
sammlung am 06.04.20202
Fortschreibung des Schulentwicklungsplans allgemeinbildende Schulen, Teilplan 2, Sekun-
darstufe I und II sowie Förderschulen 2022 – 2027, beschlossen von der Stadtverordneten-
versammlung am 21.07.20223
Melderegisterdaten der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Angaben zur baulichen Entwicklung (Wohnungsbau), Stand Januar 2026
Schulstatistiken der Vorjahre, ausgewertet über die jeweils endgültige Fassung der LUSD
und HESIS
1 https://www.darmstadt.de/leben-in-darmstadt/bildung/bildungsbericht
2 Vorlagennummer 2020/0042
3 Vorlagennummer 2022/0207
18
0
20.000
40.000
60.000
80.000
100.000
120.000
140.000
160.000
180.000
0
1.000.000
2.000.000
3.000.000
4.000.000
5.000.000
6.000.000
7.000.000
1973
1975
1977
1979
1981
1983
1985
1987
1989
1991
1993
1995
1997
1999
2001
2003
2005
2007
2009
2011
2013
2015
2017
2019
2021
2023
Anzahl EW (DA)
Anzahl EW (Hessen und Reg.bez.)
Entwicklung der Einwohnerzahl
(Datenquelle: HESIS)
Hessen Regierungsbezirk Darmstadt Wissenschaftsstadt Darmstadt
2 KOMMUNALE AUSGANGSSITUATION
2.1 Demografische Entwicklung insgesamt
2.1.1 Bevölkerungsentwicklung in den letzten Jahren
Die Einwohnerzahl in der Wissenschaftsstadt Darmstadt (Abbildung 2) entwickelte sich seit 1973 deut-
lich positiver als die des Landes Hessen und des Regierungsbezirks Darmstadt. Seit Erreichen des
Tiefstwertes von rund 133.500 EW im Jahr 1986 verlief die Entwicklung der Wissenschaftsstadt Darm-
stadt sehr positiv – auch getragen durch die dynamische wissensbasierte Entwicklung. Mitte der 2000er
Jahre verlief die Entwicklung besonders dynamisch. Mit 167.029 EW wurde im Jahr 2024 ein vorläufiger
Höchststand erreicht. Eine ausführliche Darstellung der Bevölkerungsentwicklung in der Wissenschafts-
stadt Darmstadt in den letzten Jahren ist im aktuellen Statistischen Jahrbuch zu finden, das mit Daten-
stand 31.12.2024 im März 2026 veröffentlicht wurde4.
4 https://www.darmstadt.de/fileadmin/Dateistruktur2024/03_STANDORT/07_Statistik/Statistisches_Jahrbuch/Statistisches_Jahrbuch_2024.pdf
Abbildung 2: Entwicklung der Einwohnerzahl in Hessen, dem Regierungsbezirk und der Stadt Darmstadt
19
Im Altersaufbau der Stadt Darmstadt kreuzt sich ein stark überdurchschnittlicher Anteil junger
Erwachsener in der Qualifikations- und Berufeinstiegsphase mit einer sich gleichzeitig vollziehenden
durchschnittlicher Alterung der Bevölkerung. Die so genannte natürliche Bevölkerungsentwicklung
durch Geburten und Sterbefälle der ortsansässigen Bevölkerung wird sehr stark von Migration sowie
dem häufig befristeten Zuzug von Studierenden beeinflusst. Von 2016 bis 2021 stiegen Geburtenzahl
und -rate, nach dem Ende der Pandemie ab 2022 verstärkte sich der akademische Zuzug. Bei beiden
Faktoren wurde mittlerweile ein niedrigeres Niveau erreicht. Der Wegzug jüngerer Menschen ab 25
Jahren fällt schwächer aus als der Zuzug, aber er betrifft auch junge Familien mit Kindern und hat
daher einen spürbaren Effekt auf Schülerzahlen. Eine wichtige Ursache hierfür sind vermutlich die
schwer zu prognostizierenden Faktoren Wohnraumversorgung und Wohnkosten. Gegenläufig dazu steigt
der Anteil der Älteren an der Gesamtbevölkerung. Dies hat einen Effekt auf die Berechnung von Anteilen
und Raten, die sorgfältig von absoluten Zahlen unterschieden werden müssen. Denn eine alternde
Gesellschaft steht nicht notwendig im Widerspruch zu steigenden Schülerzahlen.
Für die Schulentwicklungsplanung ist die zukünftige Entwicklung der Zahl der Kinder und Jugendlichen
maßgeblich. Diese wird von zwei Faktoren bestimmt:
Die natürliche Bevölkerungsentwicklung (Saldo aus Geburten und Sterbefällen)
Wanderungsbewegungen über die Stadtgrenzen Darmstadts hinweg, bestehend aus Zu- und
Wegzügen.
Die natürliche Bevölkerungsentwicklung ist seit 2005 positiv. Der Fortgang der natürlichen Bevölke-
rungsentwicklung beruht v.a. aus der Altersverteilung der Bestandsbevölkerung, die zunächst ausgewer-
tet wird. Im Anschluss daran erfolgt der Blick auf die Wanderungsbewegungen, die – wie zuvor bereits
ausgeführt – in der Wissenschaftsstadt Darmstadt sowohl auf der Seite der Zuzüge als auch auf der Sei-
te der Fortzüge bedeutsam sind für die quantitative Weiterentwicklung der Alterskohorten.
20
2.1.2 Bestandsbevölkerung
Der Altersaufbau nach Geschlecht in der Wissenschaftsstadt Darmstadt (Datenstand 31.12.2024; Ab-
bildung 3) zeigt die überdurchschnittlich hohe Anzahl junger Erwachsener im Alter von 20 bis 30
Jahren. Dies ist auf die Hochschschulstandorte zurück zu führen. Bei den Kinderjahrgängen zeigt sich
zum Datenstand 31.12.2024 im Alter von 3 und 4 Jahren eine höhere Anzahl Kinder als in den
Jahrgängen zuvor und danach. Diese Größenordnung wird ansonsten nur bei den 8-Jährigen erreicht.
Ohne Berücksichtigung von Zu- und Fortzugseffekten spricht der aktuelle Altersaufbau für in den
kommenden Jahren weiterhin hohe Kinderzahlen im Alter der Primarstufe sowie steigende Kinderzahlen
im Alter der Sekundarstufe I, da die Anzahl der 5- bis 10-Jährigen höher ist als die Anzahl der 10- bis
15-Jährigen. Eine rein natürliche Bevölkerungsentwicklung ist jedoch in der Wissenschaftsstadt
Darmstadt nicht realistisch. Im nächsten Kapitel werden daher die Wanderungsbewegungen analysiert.
Abbildung 3: Altersaufbau der Bevölkerung in Darmstadt am 31.12.2024
21
2.1.3 Wanderungsbewegungen
Von großer quantitativer Bedeutung waren in den letzten Jahren die Wanderungsbewegungen. Die Ent-
wicklung der Wissenschaftsstadt Darmstadt und anderen sog. „Schwarmstädten“ wird stark durch den
Zuzug junger Erwachsener geprägt. Dies bedingt wiederum höhere Geburtenzahlen und insgesamt mehr
junge Familien in der Wissenschaftsstadt Darmstadt.
Die Auswertung der Melderegisterdaten der Wissenschaftsstadt Darmstadt zeigt für die Jahre 2019-
2024 deutliche Zu- bzw. Fortzugsdynamiken (Abbildung 4):
Junge Menschen im Alter von 18 bis einschließlich 25 Jahren ziehen stärker zu als fort
Menschen im Alter von über 25 Jahren ziehen stärker fort als zu
In den Altersjahrgängen vor Beginn der Schulpflicht sowie kurz nach der Einschulung
überwiegen Fortzüge
Ab dem Alter von 9 Jahren überwiegen jedoch Zuzüge; d.h. die höheren Jahrgangsstufen sind
jeweils mit mehr Kindern besetzt als die Stärke des ursprünglichen Einschulungsjahrganges.
Damit bestätigt sich trotz aller Unwägbarkeiten, wie Flüchtlingsbewegungen und Corona-Pandemie, in
der Grund-Tendenz das Wanderungsverhalten, das bereits im letzten SEP Sekundarstufe I und II mit
dem Stützzeitraum bis 2020 ausgewertet wurde.
Auf die aktuelle Alterspyramide übertragen bedeutet dies:
Abbildung 4: Salden nach Altersjahren 2019-2024
22
Nicht alle jungen Erwachsenen werden vor Ort bleiben, dementsprechend auch nicht vor Ort eine
Familie gründen
Nicht alle aktuell vor Ort lebenden, noch nicht schulpflichtigen Kinder, werden vor Ort eingeschult,
da ein Teil der Familien vor Beginn der Schulzeit fortzieht
Die Wanderungsbewegungen über die Landesgrenzen hinaus sind stark beeinflusst durch wirtschaftliche
Effekte. Die Corona-Pandemie hat die Wanderungsbewegungen auch in der Wissenschaftsstadt
Darmstadt erheblich beeinflusst. Seit 2024 sind bundesweit die internationalen Wanderungsgewinne
rückläufig. Die Anzahl der Asylanträge ist dafür eine wesentliche Ursache.
Das Statistische Bundesamt beschreibt in einer aktuellen Pressemitteilung 5 den veränderten Netto-
Wanderungsgewinn der letzten Jahre. Abbildung 5 zeigt die in den letzten Jahren kontinuierlich hohen
Fortzüge ins Ausland bei nach 2023 deutlich sinkenden Zuzügen aus dem Ausland. Andererseits wird
aus der Betrachtung der Jahre seit 1991 das Schwanken der Wanderungssalden deutlich: im Jahr 2008
war der Wert sogar negativ, wenige Jahre danach dann deutlich positiv. Aus der Kombination der älter
werdenden Gesellschaft, d.h. weniger Erwerbstätigen, die dann einen höheren Anteil an nicht-
Erwerbstätigen versorgen müssen, mit den Erfahrungen der Vorjahre, ist nicht davon auszugehen, dass
das Wanderungssaldo dauerhaft auf dem niedrigen Wert des Jahres 2025 verbleiben wird.
5 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/06/PD26_184_12411.html
Abbildung 5: Internationale Wanderungssalden bundesweit
23
Die Wanderungsbewegungen auf kleinräumiger Ebene aus den letzten Jahren geben Aufschluss darüber,
wie dynamisch sich ein Grundschulbezirk im Hinblick auf die schulrelevanten Altersjahrgänge verhält.
Bei der Analyse der Daten stellt sich jedoch die Herausforderung, dass aufgrund der Anpassungen der
Grundschulbezirke die Zeitreihendaten nicht mehr auf der selben Raumbezugseinheit vorliegen. Eine
Auswertung pro Grundschulbezirk ist daher nicht aussagekräftig. Stattdessen wurden für den
vorliegenden Schulentwicklungsplan Summen für die Planungsregionen „Mitte“, „Nord“, „Süd“ und
„West“ gebildet.
Die kleinräumige Betrachtung von Wanderungsbewegungen ist bei der Schulentwicklungsplanung für
die Primarstufe von größerer Bedeutung als bei den weiterführenden Schulen, da die Grundschulen
wohnortnah eingerichtet werden müssen. Bei weiterführenden Schulen werden weitere Wege zurück
gelegt. Allerdings ist die Länge der Wege auch abhängig von der Art des angestrebten
Schulabschlusses: Generell kann festgestellt werden, dass mit höheren angestrebten Schulabschlüssen
die Schulwege weiter werden. Sollte sich im Rahmen der Schulentwicklungsplanung ein Bedarf an
Schulformen neben dem Gymnasium zeigen, so wäre auch hier bei der Bedarfsplanung die
stadträumliche Wachstumsdynamik bei der Standortsuche zu beachten.
Für Prognosen zur weiteren demografischen Entwicklung ist entscheidend, welche Zu- bzw. Fortzugsan-
nahme welcher Alterskohorte beigemessen wird.
2.2 Bildungssituation und soziale Lage
Bildung hat in Darmstadt eine lange Tradition. Wissenschaft, Forschung und Kunst sind seit langem eng
mit der Wissenschaftsstadt Darmstadt verbunden. Die Vielzahl der wissenschaftlichen Institutionen, das
Weltkulturerbe Mathildenhöhe, die vier Hochschulen und die modern aufgestellten Unternehmen mit
ihren Forschungs- und Entwicklungsabteilungen (FuE) sind Ausdruck dieser Entwicklung.
In Folge des Niedergangs der sog. „Weißen Industrie“ und dem klassischen Maschinenbau als prägen-
den Darmstädter Industrien seit den 1970ern hat eine Neuorientierung der Stadtentwicklung in Rich-
tung Wissenschaftsstadt seit 1997 stattgefunden. Das hat zur Ansiedlung neuer, moderner Branchen
mit einer stärkeren globalen Ausrichtung und in Folge zu einer Veränderung der Wirtschaftsstruktur
geführt. Mittlerweile sind mehr als 700 Unternehmen der IT-Branche in und um Darmstadt ansässig
und haben die Wissenschaftsstadt Darmstadt zu einem Standort mit europäischer Bedeutung gemacht.
Auch der in den 1990er Jahren in die Krise geratene Maschinenbau hat sich z.B. durch die Verbindung
von hochwertigen Produktionsmöglichkeiten mit Elektronik und Software (Mechatronik) praktisch neu
„erfunden“. Zudem gibt es vor Ort international agierende Unternehmen in den Branchen Pharmazie,
Chemie und Kosmetik.
Ein wesentliches Rückgrat der Entwicklung der Wissenschaftsstadt Darmstadt ist die breit aufgestellte
Forschungslandschaft in Darmstadt. Neben dem vier Hochschulen gibt es drei Institute der Fraunhofer-
Gesellschaft sowie zahlreiche weitere Institutionen der Grundlagen- oder angewandten Forschung. Dies
beinhaltet neben zahlreichen internen FuE-Abteilungen in Darmstädter Unternehmen insbesondere die
Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI), die ESA und Eumetsat, alles Einrichtungen von europäi-
scher Bedeutung. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt weist inzwischen eine ungewöhnlich hohe Dichte
an qualitativ besonderen Unternehmen, Institutionen und Gesellschaften auf. Das zeigt auch die hohe
Qualifikation der in Darmstadt Beschäftigten: laut Zensus 2022 haben 36% der über 15-Jährigen in der
Wissenschaftsstadt Darmstadt einen Hochschulabschluss.
Auffällig ist der zunächst starke Zuwachs in der Zahl der Studierenden seit Begründung der Wissen-
schaftsstadt. Insgesamt sind im Wintersemester 2025/26 gut 39.000 Studierende an den vier Hoch-
schulen der Wissenschaftsstadt Darmstadt eingetragen. Seit Beginn der 2020er Jahre ist die Anzahl
gesunken.
24
2.3 Entwicklungen im Wohnungsbau
Für die Frage, wie viele Menschen überhaupt in der Wissenschaftsstadt Darmstadt leben können, ist die
Verfügbarkeit von Wohnraum neben der generellen Attraktivität und dem Vorhandensein von Arbeits-
plätzen ein wichtiger Faktor.
Wohnraum wird über mehrere Wege verfügbar:
Freiwerden durch Herauswachsen der älteren Generationen, sog. Generationswandel: dieser
findet insbesondere in älteren Baugebieten statt, deren Bewohnendenstruktur durch ein homo-
genes Alter gekennzeichnet wird; in solchen Quartieren ist innerhalb weniger Jahre eine deutli-
che Verjüngung der Bevölkerung zu beobachten. Der Generationswandel kann nicht kommunal
gesteuert werden. Ableitungen über einen womöglich anstehenden Generationswandel können
getroffen werden aus den Parametern Altersstruktur der Bevölkerung und Baujahr des Quartiers
Nachverdichtung im Wohnungsbestand: findet insbesondere in Quartieren mit großen, bislang
nur zu geringem Anteil bebauten Grundstücken sowie in Bereichen mit nur geringem Anteil an
Geschosswohnungsbau statt. Je nach Ausgangssituation ist auch hier die kommunale Steue-
rungsmöglichkeit gering; teils werden Bebauungspläne punktuell geändert zur aktiven Ermögli-
chung der Nachverdichtung. Viele Maßnahmen sind jedoch im Rahmen der bestehenden Rege-
lungen zulässig und laufen daher ebenfalls ohne Steuerungsinstrument der Kommune über den
freien Markt.
Ausweisung von Neubaugebieten: in diesem Bereich bestehen die größten regulatorischen Mög-
lichkeiten der Kommunen. Allerdings bedeutet auch der Satzungsbeschluss eines Bebauungs-
plans noch keine 100%ige Sicherheit über die dortige Bevölkerungsstruktur: die Geschwindig-
keit der Aufsiedlung unterliegt – soweit es sich nicht um Maßnahmen der Kommune selbst han-
delt – ebenfalls den Mechanismen des freien Marktes. Als Steuerungsinstrument hat der
Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt jedoch mit dem Grundsatzbeschluss zur „Sozialge-
rechten Bodennutzung“ Quoten für sozial geförderten Wohnungsbau beschlossen (MV-Nr.
2019/0100). Im Rahmen von Bebauungsplanverfahren für neuen Wohnraum sind 25 % der neu
geschaffenen Bruttogeschossfläche für Haushalte mit geringen Einkommen und 20 % der neu
geschaffenen Bruttogeschossfläche für Haushalte mit mittleren Einkommen im sozial geförder-
ten Wohnungsbau zu errichten; somit unterliegen in diesen Gebieten 45% der Bruttogeschoss-
fläche nicht den Mechanismen des freien Marktes. Der Beschluss gilt auch für Grundstücksver-
käufe. Aufgrund der Flächenverfügbarkeit sind klassische Neubaugebiete in der Wissenschafts-
stadt Darmstadt die Ausnahme; vielmehr sind Konversionsgebiete vorhanden, die sich jedoch im
Hinblick auf die Aufsiedlung der Flächen vom Typus ebenfalls in der Dynamik von Neubaugebie-
ten befinden.
Nachfolgend werden die zentralen Wohnungsbauprojekte in der Wissenschaftsstadt Darmstadt näher
erläutert. Darüber hinaus bestehen jedoch zahlreiche kleinere Bauvorhaben.
Die Verfügbarkeit von Flächen für den Wohnungsbau in Darmstadt ist äußerst begrenzt. Im Norden und
Nordosten, d.h. im Bereich der Stadtteile Wixhausen, Arheilgen und Kranichstein, steht die Siedlungs-
beschränkungszone des Flughafens Frankfurt am Main einer neuen Wohnbauentwicklung entgegen. Im
Süden, Westen und Osten des Stadtgebietes wirken Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiete sowie
Waldflächen als Restriktionen. Aufgrund der beschränkten Entwicklungsmöglichkeiten im Außenbereich
ist die Umnutzung und Nachverdichtung von bestehenden Siedlungsflächen eine zentrale Aufgabe der
Stadtentwicklung. Diese ist entsprechend im Masterplan Darmstadt 2030+ als Leitlinie festgeschrieben.
Im besonderen Fokus stehen in den letzten Jahren und aktuell die Möglichkeiten zur Konversion der
ehemaligen Kasernenareale der US-Streitkräfte:
25
Die Lincoln-Siedlung befindet sich seit 2014 im Konversionsprozess. Dort entstehen insgesamt
rund 2.000 Wohneinheiten für 5.000 Menschen. Ende 2024 lebten hier bereits ca. 3.650 Men-
schen, d.h. knapp 75 %.
Auf dem benachbarten Areal der ehemaligen Cambrai-Fritsch-Kaserne und der Jefferson-Siedlung
(Ludwigshöhviertel) wird weiterer Wohnraum in Größenordnung von 1.400 Wohneinheiten (3.100
Menschen) realisiert. 2024 wurden die ersten Wohngebäude bezogen. Ende 2025 waren insge-
samt ca. 620 WE bezugsfertig; 2026 werden voraussichtlich nochmals 230 WE hergestellt. Damit
würden dann bereits ca. 1.850 – 2.100 Menschen im Ludwigshöhviertel wohnen.
Neben diesen beiden bereits umgesetzten großen Konversionsgebieten sind als größere Wohnungsbau-
projekte im Stadtgebiet der Bereich Messplatz (rund 500 Wohneinheiten; Planungsregion Nord, Grund-
schulbezirk Christian-Morgenstern-Schule) sowie das Klinikgelände (bis zu 400 Wohneinheiten; Pla-
nungsregion Süd, Grundschulbezirk Ludwig-Schwamb-Schule) zu berücksichtigen. Auf dem Marienplatz
(Grundschulbezirk Ursula-Fuchs-Schule) entsteht auf dem rund 1,4 ha großen Areal das Wohnquartier
„Marie + Fritz“ mit einer städtischen Kita und insgesamt rund 310 Wohneinheiten, davon 45 % öffentlich
geförderte Wohnungen. Vorgesehen sind ein sechsgeschossiger Gebäuderiegel mit 186 Mietwohnungen
und ein 16-geschossiges Wohnhochhaus mit 124 Wohnungen; in den unteren Geschossen des Hochhau-
ses sind zudem kombinierte Wohn-, Arbeits- und Gewerbenutzungen geplant. Die Vorarbeiten für den
Hochbau haben im Sommer 2026 begonnen, die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist für 2029 vorgese-
hen. Für das Kuhnwaldt-Gelände und die südlich angrenzende Starkenburg-Kaserne besteht langfristig
ein größeres zusammenhängendes Entwicklungspotenzial. Das rund 12 ha große Kuhnwaldt-Gelände be-
findet sich nicht in städtischem Eigentum und wird derzeit als Lagerfläche für Fahrzeuge genutzt; die
Auslobung des städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerbs ist noch nicht abgeschlossen. Die Star-
kenburg-Kaserne soll nach derzeitiger Planung frühestens ab 2031 zivil genutzt werden können (zunächst
bis zu 900 Wohneinheiten). Das Projekt fällt in die Planungsregion West und betrifft den Grundschulbe-
zirk der Käthe-Kollwitz-Schule. In der Planungsregion Mitte befinden sich mehrere im Vergleich zu den
vorgenannten großen Vorhaben deutlich kleinere Projekte mit einer Größenordnung von maximal rund
100 Wohneinheiten.
2.4 Zukünftige demographische Entwicklung
Durch das Hessische Statische Landesamt wurde aktuell eine neue Bevölkerungsvorausberechnung auf
Grundlage der Zensus-Daten vorgelegt. Diese sieht für die Wissenschaftsstadt Darmstadt eine rückläufige
Entwicklung: Die Einwohnerzahl insgesamt würde demnach bis zum Jahr 2050 auf 148.865 sinken, das
ist ein Rückgang um 10,9% gegenüber dem Bezugsjahr 2024. Die Anzahl der 6- bis 10-Jährigen würde
bis 2050 um 20,2 % zurück gehen, die der 10- bis 16-Jährigen um 12,4% Prozent. Als Prämisse der Be-
rechnungen geht das Land davon aus, dass die Wanderungsgewinne rückläufig sein werden. Dies wider-
spricht dem bisherigen Ansatz der Wissenschaftsstadt Darmstadt und des umgebenden Landkreises
Darmstadt-Dieburg.
Da zudem die Berechnungen des Statistischen Landesamts nur auf Ebene der Gesamtstadt vorgenom-
men werden und für den Schulentwicklungsplan, insbesondere im Bereich der Primarstufe, kleinräumige
Aussagen über die Wanderungseffekte erforderlich sind, wurde im Rahmen der Fortschreibung des Schul-
entwicklungsplanes eine Bevölkerungsvorausberechnung auf Grundlage der Grundschulbezirke vorge-
nommen. Methodisch ergab sich bei der Datenaufbereitung jedoch das Problem, dass die Raumbezugs-
einheiten – d.h. die Grundschulbezirke – sich in den letzten Jahren verändert haben und die Daten jeweils
die Situation der jeweils geltenden Bezirke wiedergeben. Dies führt jedoch bei sich verändernden Grund-
schulbezirken dazu, dass Zu- und Fortzüge ggf. nicht als solche stattfanden, sondern ein Rückgang der
Kinderzahl in einem Bezirk darauf zurückzuführen ist, dass der Bezirk verkleinert wurde. Die Eingangsda-
ten aus dem Melderegister liegen somit zwar kleinräumig vor, als Zeitreihenauswertung würden sich je-
doch statistische Artefakte ergeben. Daher werden nachfolgend nur Daten auf Ebene der Planungsregio-
nen Mitte, Nord, Süd und West ausgewertet.
26
Geburten- und Sterberaten werden bei der kleinräumigen Bevölkerungsvorausberechnung grundsätzlich
als konstant angesehen; verwendet wird der vom Statistischen Bundesamt für das Jahr 2024 ermittelte
Wert. Die Geburtenraten werden jedoch in den Stadtteilen mit einem hohen Anteil studentischer Bewoh-
nerschaft gegenüber dem Bundesschnitt abgesenkt. Die Wanderungseffekte werden jeweils in der Höhe
der Vorjahre fortgeschrieben, sofern nicht die Wohnungsbautätigkeit zu absehbaren signifikanten Verän-
derungen führt: So ist bei der Erstaufsiedlung eines großen Konversionsprojekts davon auszugehen, dass
im Aufsiedlungszeitraum mehr Wanderungsgewinn stattfindet als in den Folgejahren, die von einer Fluk-
tuation eines Teils der Bewohnerschaft geprägt sein werden, jedoch nicht mehr zu einem erheblichen
Anstieg der Einwohnerzahl. Ebenso ist vor Beginn eines großen Konversionsprojekts ggf. nur ein geringer
Wanderungsgewinn vorhanden, der dann bei absehbarem Baubeginn deutlich steigen wird. Im Rahmen
der Ämterbeteiligung zum Schulentwicklungsplan wurde versucht, die Annahmen soweit abzustimmen,
dass die Ergebnisse für die beteiligten Ämter tragbar und somit geeignet für die Infrastrukturplanung im
Bereich Schule sind. Die nachfolgenden Darstellungen sind daher als Trend-Aussage zu verstehen. Wür-
den die Eingangsparameter der Prognose für jeden Grundschulbezirk im Detail diskutiert und angepasst,
so läge die Entwicklung in absoluten Zahlen in einem gewissen Korridor um die dargestellten Werte her-
um.
Abbildung 6 zeigt das Ergebnis für das Alter der Primarstufe. Aufgrund der zahlreichen Bauvorhaben mit
einem Zeithorizont rund um das Jahr 2030 zeigt sich Mitte der 2030er Jahre ein Wert von rund 1.200
Kindern. Insbesondere der Bezirk Mitte zeigt hohe Werte. Der Bezirk Nord hingegen liegt Mitte der
2030er Jahre bereits bei seinem Maximum und im Anschluss bei geringeren Werten. Im Bezirk Süd sind
die Werte sehr stabil, im Bezirk West ansteigend.
Abbildung 6: Trend-Entwicklung der 6- bis 10-Jährigen
27
Abbildung 7 zeigt das Ergebnis für das Alter der Sekundarstufe I. Hier zeigt sich zunächst ein Anstieg bis
zum Jahr 2031. In den Folgejahren sind die Werte etwas niedriger, bevor sich dann 2040 ein erneuter
Anstieg abzeichnet.
Abbildung 7: Trend-Entwicklung der 10- bis 16-Jährigen
28
3 GRUNDSCHULEN
3.1 Ergebnis des letzten Schulentwicklungsplanes Primarstufe
Der letzte SEP Primarstufe (Vorlagennummer 2020/0042) wurde am 02.04.2020 von der Stadtverord-
netenversammlung als Teilplan 1 der Schulentwicklungsplanung allgemeinbildende Schulen beschlos-
sen und dem HKM im Anschluss zur Genehmigung vorgelegt. Tabelle 5 zeigt die damals berechneten
Prognoseergebnisse. Für die Grundschulen in Trägerschaft der Wissenschaftsstadt Darmstadt wurde
vom Schuljahr 2018/19 zum Schuljahr 2024/25 mit einem Plus von insgesamt 23,4% gerechnet. Die-
ser Zuwachs verteilte sich innerhalb der Stadträume unterschiedlich. Es dominierten die Stadträume
Mitte und Süd mit erwarteten Zugewinnen von über 30%. Im Stadtraum West lag der erwartete Zu-
wachs nur bei knapp der Hälfte. Der geringste Zuwachs wurde im Stadtraum Nord erwartet.
3.2 Berechnung der zukünftigen Bedarfe
3.2.1 Methodik
Für die Ermittlung zukünftiger Schülerzahlen wird für die Grundschulen folgende Berechnungsmethodik
eingesetzt:
Schritt 1: Abgleich der Besetzung der Jahrgangsstufe 1 in den Vorjahren mit den jeweils schulpflichtig
gewordenen Kindern im Melderegister.
Schritt 2: Berücksichtigung von Zuzugseffekten für die Prognosejahre.
Schritt 3: Berechnung der Schüler*innenzahl in Jahrgangsstufe 1 für die Prognosejahre aus den Para-
metern von Schritt 1 und Schritt 2.
Schritt 4: Ermittlung der Veränderungen von Jahrgangsstufe zu Jahrgangsstufe aus den IST-Werten der
Vorjahre; Übernahme der Veränderungswerte für die Prognosejahre, wenn kein fachliches Argument
dem entgegensteht. Ansonsten Anpassung der Anteile für die Prognosejahre.
Schritt 5: Umrechnung der Schüler*innenzahlen in Klassenzahlen.
Tabelle 5: Entwicklung der Schülerzahlen der Grundschulen in Trägerschaft der Stadt Darmstadt
(Quelle: SEP TP Primarstufe 2020)
29
3.2.1.1 Schritt 1: Abgleich Besetzung Jahrgangsstufe 1 – Melderegister
Für jeden Schulstandort wird anhand der Daten der Vorjahre ermittelt, welchen Anteil die Anzahl der
SuS in Jahrgangsstufe 1 gemessen an den jeweils schulpflichtig werdenden Kindern im Melderegister
stellen. Für jeden Schulstandort ergibt sich ein Prozentwert: ein Wert nahe Null zeigt, dass die Anzahl
der Kinder nahezu identisch ist. Ein positiver Wert zeigt, dass die Schule Kinder gegenüber dem Melde-
register gewinnt; d.h. es finden in der Regel Gestattungen statt. Bei einem negativen Wert verliert eine
Schule Kinder an andere Standorte, z.B. an die Privatschulen oder an eine Förderschule.
3.2.1.2 Schritt 2: Berücksichtigung von Zuzugseffekten
In den Prognosejahren kann nicht nur auf die Melderegisterdaten zugegriffen werden, da bis zur Ein-
schulung eines Altersjahrgangs auch Zuzüge zu erwarten sind. Diese sind in der Bevölkerungsvorausbe-
rechnung der Wissenschaftsstadt Darmstadt bereits abgebildet. In den Tabellen werden sowohl die
Melderegisterdaten gezeigt als auch die um die Wanderungseffekte ergänzten Prognosedaten. Für die
weiteren Berechnungen wird jeweils die Zeile mit den Prognosedaten zugrunde gelegt.
3.2.1.3 Schritt 3: Berechnung der Schüler*innenzahlen in Jahrgangsstufe 1
Für die meisten Standorte wird der Faktor aus dem Abgleich Jahrgangsstufe 1-Melderegister auch auf
die Prognosejahre angelegt. In begründeten Fällen erfolgt eine manuelle Anpassung des Faktors für die
Prognosejahre.
3.2.1.4 Schritt 4: Ermittlung der Veränderungen von Jahrgangsstufe zu Jahrgangsstufe
Meist bleibt die Schülerzahl einer Grundschule über die Jahrgangsstufen hinweg nicht identisch. Verän-
derungen durch Zu- und Fortzüge führen dazu, dass die Anzahl der SuS sich gegenüber der um eins
niedrigeren Jahrgangsstufe des Vorjahres verändert. Diese Veränderung stellen wir als prozentualen
Faktor dar. Eine Trendgewichtung führt dazu, dass die Effekte der letzten Schuljahre stärker berück-
sichtigt werden als Veränderungen, die in früheren Jahren vorhanden waren. Ein negativer Faktor zeigt,
dass in der höheren Jahrgangsstufe weniger Kinder vorhanden sind als in der um eins niedrigeren Jahr-
gangsstufe des Vorjahres. Bei einem positiven Faktor hat sich die SuS-Zahl erhöht.
3.2.1.5 Schritt 5: Umrechnung in Klassenzahlen
Die Umrechnung der Schüler- in Klassenzahlen erfolgt gemäß der Vorgaben des Hessischen Schulge-
setzes.
30
3.2.2 Ergebnis
Die Entwicklung der Schülerzahl in den Jahrgangsstufe 1 bis 4 der Primarstufe der öffentlichen Grund-
schulen zeigt Abbildung 8. Die Schülerzahl in Jahrgangsstufe 1 stieg in den letzten Jahren an und zeigt
auch nach 2025 weiterhin hohe Anzahlen: in den Schuljahren 2027/28 und 2028/29 werden über
1.450 SuS erreicht. In den letzten Prognosejahren sinkt dann die Anzahl der SuS in Jahrgangsstufe 1.
Im Vergleich mit den letzten sechs Schuljahren liegen die Werte jedoch immer noch hoch. Aufgrund der
stärkeren Einschulungsjahrgänge stieg in den letzten Jahren die Gesamtschülerzahl an. Zum Schuljahr
2030/31 wird sich dieser Anstieg voraussichtlich nicht mehr fortsetzen. Allerdings wird der Anstieg in
Jahrgangsstufe 4 auch dann noch vorhanden sein: Im SJ 2030/31 wird mit 1.452 SuS der im Betrach-
tungszeitraum stärkste Jahrgang erreicht.
Abbildung 8: Entwicklung der Anzahl der SuS in öffentlichen Grundschulen
2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24 2024/25 2025/26 2026/27 2027/28 2028/29 2029/30 2030/31
JG 4 1250 1264 1285 1261 1268 1296 1405 1410 1361 1374 1435 1452
JG 3 1277 1293 1265 1275 1271 1358 1396 1346 1357 1420 1435 1430
JG 2 1339 1313 1324 1325 1403 1450 1394 1407 1465 1486 1474 1416
JG 1 1273 1267 1303 1437 1416 1311 1386 1443 1456 1456 1403 1353
0
1000
2000
3000
4000
5000
6000
7000
Entwicklung der Anzahl der Schüler*innen in öff. Grundschulen nach
Stufen
JG 1 JG 2 JG 3 JG 4
31
3.3 Vorklassen, Eingangsstufe, Flex-Klassen
3.3.1 Vorklassen
Bei der Vorklasse handelt es sich um ein freiwilliges, einjähriges Förderangebot für schulpflichtige Kin-
der, bei denen ein zusätzlicher Förderbedarf im Hinblick auf die Schulreife festgestellt wurde. Sie findet
in kleinen Lerngruppen statt und zielt auf eine vorbereitende Unterstützung im Hinblick auf den Schul-
alltag ab. Dabei werden unter anderem soziale Kompetenzen sowie motorische Fähigkeiten gefördert.
Der Besuch der Vorklasse wird nicht auf die Schulpflicht angerechnet.
In Darmstadt bestehen derzeit sieben Vorklassen an Grundschulen. Diese Anzahl ist auch für das Schul-
jahr 2026/27 vorgesehen. Bei den in den Folgejahren noch sehr starken Einschulungsjahrgänge ist die
Anzahl der Vorklassen ggf. zu erhöhen.
3.3.2 Eingangsstufe
Die Eingangsstufe umfasst zwei Schuljahre (E1 und E2) und ersetzt die reguläre erste Klasse. Aufge-
nommen werden Kinder, die bis zum 30. Juni das fünfte Lebensjahr vollendet haben; eine gesonderte
Schulreifeprüfung ist nicht erforderlich.
Ziel der Eingangsstufe ist ein entwicklungsangemessener Übergang vom Kindergarten in die Schule .
Der Unterricht verbindet spielerische Lernformen mit systematischem, schulischem Lernen. Die Kinder
erhalten mehr Zeit zur Förderung grundlegender Kompetenzen in den Bereichen Sprache, Mathematik,
Motorik und Sozialverhalten.
Nach Abschluss der Eingangsstufe wechseln die Kinder in die zweite Klasse der Grundschule. Die
Grundschulzeit dauert damit in der Regel fünf Jahre.
In Darmstadt bieten zwei Grundschulen dieses Konzept an: die Goetheschule und die Bessunger Schu-
le.
3.3.3 Flex-Klassen
Flex-Klassen (Flexible Schuleingangsphase) sind jahrgangsübergreifend organisierte Grundschulklassen,
in denen in der Regel Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 und 2 gemeinsam unterrichtet werden.
Die Inhalte der ersten beiden Schuljahre können dabei in einem, zwei oder drei Jahren durchlaufen wer-
den.
Der Unterricht ist so strukturiert, dass unterschiedliche Lernstände und Entwicklungsvoraussetzungen
innerhalb der Lerngruppe berücksichtigt werden. Die Organisation ermöglicht individuelle Lernzeiten
sowie kooperative Lernformen zwischen jüngeren und älteren Kindern.
In Darmstadt setzt die Erich-Kästner-Schule in Kranichstein dieses Konzept um.
32
3.4 Handlungsbedarfe
Für eine bedarfsgerechte Angebotsstruktur in der Primarstufe sind folgende kurz-, mittel- und langfristi-
gen Handlungsbedarfe abzudecken. Die als mittel- und langfristig bezeichneten Bedarfe können dem
Ministerium noch nicht mit dem vorliegenden Schulentwicklungsplan zur Genehmigung vorgelegt wer-
den. Aufgrund des engen Zusammenhangs mit Entwicklungen im Wohnungsbau kann eine bedarfsge-
rechte Infrastruktur nur gewährleistet werden, wenn eine enge Abstimmung und frühzeitige Information
durch die Bereiche Stadtplanung und Statistik erfolgt. Die aktuell vorliegenden Angaben zu Zeitraum,
Art und Umfang der Aufsiedlung der Wohnungsbauprojekte ist zu ungewiss, um daraus bereits heute
verbindliche Entscheidungen zu ggf. erforderlichen Kapazitätserhöhungen treffen zu können.
Kurzfristig:
Bezirk Mitte:
o Berechnete SuS-Zahl der Heinrich-Heine-Schule überschreitet die Kapazität um einen
Zug
o Berechnete SuS-Zahl der Ursula-Fuchs-Schule überschreitet die Kapazität um einen
Zug; zudem ist ihr der Marienplatz zugeordnet, der bislang noch nicht bewohnt ist
o Erfordernis eines neuen Grundschulbezirks für die 2,5-zügige Albert-Schweitzer-Schule;
s. Kap. 3.5
Georg-August-Zinn-Schule:
o Beobachtung der Entwicklung der Kinderzahl im Einschulungsjahrgang 2028/29
o Ab 2027 Fertigstellung des Neubaus; aufgrund der dann höheren Raumressourcen löst
die Bildung einer zusätzlichen Klasse keinen Mehrbedarf an Räumen aus
Friedrich-Ebert- und Käthe-Kollwitz-Schule:
o Prüfung einer Anpassung des Grundschulbezirks in Richtung Käthe-Kollwitz-Schule mit
dem Ziel einer 4-Zügigkeit an der Käthe-Kollwitz-Schule
o In den späteren Jahren würde der vierte Zug aus der Entwicklung des Starkenburg-
Geländes gefüllt und nicht mehr aus dem kurzfristig vorhandenen Überhang im Einzugs-
bereich der Friedrich-Ebert-Schule
Mittel- und langfristig:
Teilfortschreibung des SEP, wenn die Wohnungsbauentwicklung am Marienplatz voranschreitet;
dieser ist der Ursula-Fuchs-Schule zugeordnet; je nach baulicher Entwicklung kann diese die
Heinrich-Heine-Schule entlasten; andernfalls wären zumindest temporär Modulbauten erforder-
lich.
Im Rahmen der Sanierungsplanung der Christian-Morgenstern-Schule ist vor dem Hintergrund
der weiteren Wohnungsbauentwicklung (Messplatz) im Einzugsbereich zu bewerten, ob die
Schule um einen Zug zu einer 4-Zügigkeit erweitert werden soll; eine mögliche Erweiterungsflä-
che ist im Norden der Schule vorhanden
Enge Abstimmung mit der Stadtplanung zur weiteren Entwicklung im Bereich Starkenburg und
Beurteilung, ob die Gesamtkapazitäten der beiden Grundschulen Friedrich-Ebert und Käthe-
Kollwitz ausreichend sind
Engmaschige Beobachtung der Entwicklung im Grundschulbezirk der Emmy-Noether-Schule im
Ludwigshöhviertel; es zeichnet sich bislang keine Überschreitung der Kapazitäten ab
Engmaschige Beobachtung der Entwicklung im Grundschulbezirk Luise-Büchner-Schule (Lin-
coln-Siedlung); es zeichnet sich bislang keine Überschreitung der Kapazitäten ab
Enge Abstimmung mit der Stadtplanung zur weiteren Entwicklung im Bereich Klinikgelände und
Beurteilung, ob die Kapazität der Ludwig-Schwamb-Schule ausreichend ist
33
3.5 Schulorganisatorische Maßnahmen
Nach § 145 HSchulG Bildung des Grundschulbezirks der Albert-Schweitzer-Schule. Abbildung 9 zeigt
die geplante Änderung. Der neue Grundschulbezirk führt zur Entlastung der Ursula-Fuchs-Schule. Zu-
dem werden aufgrund des Schulwegs die Kinder aus dem Pupinweg aufgenommen, die bislang dem
Grundschulbezirk der Friedrich-Ebert-Schule zugeordnet sind.
Abbildung 9: Geplanter Grundschulbezirk der Albert-Schweitzer-Schule
34
4 WEITERFÜHRENDE SCHULEN
4.1 Methodik und Aufbau
Zur Berechnung der Entwicklung an den weiterführenden Schulen sind mehrere Parameter von Bedeu-
tung, die in den nachfolgenden Kapiteln jeweils im Rückblick betrachtet werden; aus den Analysen er-
geben sich dann Rückschlüsse auf die Prognose-Parameter.
Die Entwicklung in Jahrgangsstufe 4 ist entscheidend für das Gesamtpotenzial an Übergängen in den
kommenden Jahren. Dabei betrachten wir nicht ausschließlich das Stadtgebiet, sondern auch die Ent-
wicklung im umgebenden Landkreis und insbesondere an den Grundschulen in Mühltal und Messel.
In der Wissenschaftsstadt Darmstadt bestehen zudem zahlreiche Privatschulen. Kinder, die bereits in
der Primarstufe eine Privatschule besuchen, sind in der Regel nur sehr selten an einer öffentlichen wei-
terführenden Schule zu finden. Nach Besuch einer öffentlichen Grundschule gibt es jedoch in nicht un-
erheblichem Umfang Übergänge ins Privatschulsystem.
Ein weiterer Faktor ist das Anwahlverhalten der verschiedenen Schulformen und bei mehreren vorhan-
denen Schulen pro Schulform das Anwahlverhalten an die konkreten einzelnen Schulen. Betrachtet wird
bei den Auswertungen jeweils der Übergangsanteil nach Lenkung.
Auch nach Jahrgangsstufe 5 finden Veränderungen der Schülerzahlen der einzelnen Klassen statt: be-
trachtet werden daher insbesondere die Übergänge von Jahrgangsstufe 6 auf 7 , aber auch die Über-
gänge von der Sekundarstufe I in die Sekundarstufe II hinein.
Die Prognosen der Einzelschulen befinden sich jeweils in den Schulsteckbriefen. Im Rahmen dieses Ka-
pitels werden die Summen aus den Einzelschulprognosen dargestellt. Abschließend werden Handlungs-
empfehlungen hergeleitet.
Zum Handlungspaket „Übergang Grundschule – weiterführende Schule“ 6, das in Folge des Bildungsbe-
richtes der Wissenschaftsstadt Darmstadt entwickelt wurde, liegen konkrete Handlungsempfehlungen
vor, die über die Zuständigkeit der äußeren Schulentwicklungsplanung heraus gehen.
6
https://www.darmstadt.de/fileadmin/Dateistruktur2024/01_LEBEN/02_Bildung/02_Bildungsmanagement/Bildungsbericht/Handlungsempfehlungen/Handlungsempfehlun
gen_UEbergang_Grundschule_-_weiterfuehrende_Schule-3.pdf
35
4.2 Rückblick: Entwicklung der Schulformen
Die Anzahl der Schüler*innen in der Sekundarstufe I an den städtischen Schulen in Darmstadt zeigt in
den letzten Jahren einige Veränderungen (Abbildung 107):
Weiterhin Anstieg der Anzahl an den Gymnasien bzw. Gymnasial-Zweigen von KGS
Weiterhin rückläufige Entwicklung bei den Förderschulen im kompletten Analysezeitraum; die Si-
tuation ist je nach Förderschwerpunkt unterschiedlich (Kapitel 5).
Schwankungen der Anzahl der SuS in NDHS-Klassen.
7 SuS der KGS sind jeweils entsprechend der Zweige H, R und GYM zugeordnet; SuS in NDHS-Klassen sind gesondert ausgewie-
sen und nicht in den SuS-Zahlen der Schulformen eingerechnet. Die MSS ist seit ihrer Gründung bei IGS eingeordnet, zuvor bei
den einzelnen Zweigen.
2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24 2024/25
NDHS 118 115 86 199 316 311
FöS 306 303 281 282 264 232
IGS / MSS 1.424 1.384 1.358 1.371 1.423 1.443
GYM / GYM-Zweig 3.817 4.148 4.219 4.176 4.439 4.358
R / R-Zweig 218 213 231 262 245 247
H / H-Zweig 285 286 293 314 318 339
FS 143 144 148 155 154 155
-
1.000
2.000
3.000
4.000
5.000
6.000
7.000
8.000
Entwicklung der SuS-Zahlen nach Schulformen (Sek I)
FS H / H-Zweig R / R-Zweig GYM / GYM-Zweig IGS / MSS FöS NDHS
Abbildung 10: Entwicklung der SuS-Zahlen nach Schulformen
36
4.3 G8 – G9
Die Abkürzungen G8 und G9 stehen für die Dauer der Regelschulzeit an den Gymnasien. G8 steht für
acht Jahre; das Abitur wird nach der zwölften Jahrgangsstufe erlangt. G9 steht für neun Jahre; das Abi-
tur erfolgt nach der dreizehnten Klasse. Die beiden Schulformen unterscheiden sich nach der Regel-
schulzeit in der Mittelstufe: bei G8 liegt diese bei fünf, bei G9 sechs Jahre.
In der Wissenschaftsstadt Darmstadt gibt es mit der Lichtenbergschule ein G8-Gymnasium. An allen
anderen Gymnasien läuft die Umstellung von G8 auf G9. Dort werden in den nachfolgend aufgeführten
Schuljahren jeweils die letzten G8-Jahrgänge die Schule verlassen; im jeweils übernächsten Schuljahr
sind dann alle Jahrgangsstufen mit G9-SuS besetzt:
an der Georg-Büchner-Schule gab es durch die Umstellung auf G9 im SJ 2025/26 keinen Abitur-
jahrgang. Ab dem SJ 2026/27 ist die Umstellung somit abgeschlossen
an der Eleonorenschule läuft die Umstellung auf G9 und wird ab dem SJ 2028/29 abgeschlossen
sein
Durch die Umstellung auf G9 steigt die Gesamtklassenzahl in der Sekundarstufe I der Gymnasien an.
Zudem könnte G9 zu einem höheren Übergangsanteil an die Gymnasien führen und dadurch die Klas-
senzahl zusätzlich erhöht werden.
4.4 Entwicklung in Jahrgangsstufe 4
Die Entwicklung der SuS in Jahrgangsstufe 4 der öffentlichen Grundschulen war in den letzten Jahren
ansteigend (Abbildung 11). Besonders hohe Übergangsjahrgänge sind das Schuljahr 2026/27, 2027/28
und in den Prognosejahren zudem 2030/31 und 2031/32. Danach zeichnet sich eine Entspannung der
Werte ab. Im Trendverlauf wären knapp 1.400 Kinder zu erwarten.
1.050
1.100
1.150
1.200
1.250
1.300
1.350
1.400
1.450
1.500
Besetzung von Jahrgangsstufe 4
Abbildung 11: Besetzung von Jahrgangsstufe 4 der öffentlichen Grundschulen
37
Die Beschulungsvereinbarung für die Kinder aus Mühltal und Messel läuft bis 2030. Falls keine Kündi-
gung bzw. Neuformulierung der Vereinbarung erfolgt, würde sie sich unverändert verlängern. Zumindest
bis zum Schuljahresbeginn 2030/31 sind ist die Anzahl der Kinder in Jahrgangsstufe 4 der relevanten
„Zuliefer-Grundschulen“ aus Mühltal und Messel somit eine relevante Einflussgröße für die Entwicklung
der Schüler*innenzahl an den weiterführenden Schulen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt.
Abbildung 12 stellt die Werte aus dem Jahresbericht Schülerzahlentwicklung des Landkreises Darm-
stadt-Dieburg dar. In den Schuljahren bis 2029/30 werden dort jeweils rund 150 Kinder prognostiziert.
Zum Schuljahr 2030/31 zeigt sich dann ein deutlicher Anstieg auf 200 Kinder. In der langfristigen Sicht
werden für das Schuljahr 2034/35 dann nur noch gut 100 Kinder prognostiziert.
Für das mögliche Anmeldeverhalten an den weiterführenden Schulen bedeutet dies: Für die Schuljahre
bis einschließlich 2030/31 sind in Jahrgangsstufe 5 Einpendler*innenzahlen auf dem Niveau der jüngs-
ten Vergangenheit zu erwarten. Zum Schuljahr 2031/32 würde die Zahl dann deutlich ansteigen: Es
könnten sich 2 Züge zusätzlich anmelden. Perspektivisch würde sich die Situation aufgrund der rückläu-
figen Prognose der Kinderzahl dann entspannen.
0
50
100
150
200
250
2025/26 2026/27 2027/28 2028/29 2029/30 2030/31 2035/36
Besetzung JG 4 nach Jahresbericht Schülerzahlentwicklung des
Landkreises Darmstadt-Dieburg
Ludwig-Glock-Schule Messel Schule am Pfaffenberg Traisaer Schule
Abbildung 12: Besetzung des JG 4 in Mühltal und Messel (Quelle: Jahresbericht Schülerzahlentwicklung LK Da-Die)
38
4.5 Übergangsverhalten in JG 5
4.5.1 nach Schulformen
Die Übergangsanteile zu einer Schulform bestimmen zunächst darüber, wie viele Schüler*innen insge-
samt erwartet werden. In einem nächsten Schritt ist dann das konkrete Anwahlverhalten entscheidend:
wird eine Schule in Trägerschaft der Wissenschaftsstadt Darmstadt angewählt, oder eine Schule in an-
derer Trägerschaft? Und wie verteilen sich die Schüler*innen, die eine Schule in eigener Trägerschaft
anwählen, auf die einzelnen Schulen?
Zu berücksichtigen ist, dass jeweils rund 20% der Darmstädter SuS nach dem Besuch der öffentlichen
Grundschule an eine private weiterführende Schule wechseln (in Abbildung 13 die Differenz zwischen
den dargestellten Säulen und 100%). Aktuell zeichnet sich keine Ausweitung der Kapazitäten der Pri-
vatschulen ab. Daher ist davon auszugehen, dass der Anteil der Darmstädter SuS, die an eine Privat-
schule wechseln, in den besonders schülerstarken Jahrgängen geringer sein wird als in den etwas
schwächer besetzten Jahrgängen. Für die Prognosejahre wird jeweils der Wert aus dem Anmeldeverfah-
ren 2026/27 zugrunde gelegt, da es sich bei diesem Jahrgang bereits um einen der starken Einschu-
lungsjahrgänge mit Bedarf an Mehrklassenbildung an den Gymnasien handelt.
2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24 2024/25
IGS / MSS 16,6% 17,0% 14,5% 17,3% 17,2% 16,2%
GY / GY-Zweig 47,5% 52,2% 52,3% 49,2% 50,8% 55,9%
RS / RS-Zweig 8,1% 4,6% 5,3% 7,1% 6,3% 3,7%
HS / HS-Zweig 1,9% 1,9% 1,7% 2,3% 1,8% 0,9%
FS 5,2% 5,4% 5,4% 5,5% 5,6% 5,7%
0,0%
10,0%
20,0%
30,0%
40,0%
50,0%
60,0%
70,0%
80,0%
90,0%
Anteil
Entwicklung von Übergangsanteilen in JG 5
(Schulträger: Darmstadt)
Abbildung 13: Entwicklung von Übergangsanteilen in JG 5(Wohnort DA, Schulträger: DA)
39
Auffallend ist beim Übergangsverhalten die Entwicklung in der jüngeren Vergangenheit. Der Anwahlan-
teil der Gymnasien war bereits in den früheren Jahren hoch. 2024/25 zeigte sich dann ein Anteil von
55,9%. Im Schuljahr 2025/26 wurden 54,0% erreicht. Im Schuljahr 2026/27 wird der Anteil bei vo-
raussichtlich 56,7% liegen.
Aufgrund dieser Tendenz werden in den Prognosejahren nicht die in Tabelle 6 dargestellten Mittelwerte
der Vorjahre zur Ermittlung der Übergänge herangezogen, sondern bei allen Schulen und Zweigen je-
weils die Werte aus dem Aufnahmeverfahren zum Schuljahr 2026/27. Dadurch soll gewährleistet wer-
den, dass die neueren Entwicklungen nicht aufgrund des Stützzeitraums 2019/20 bis 2024/25 unbe-
achtet bleiben und in der Konsequenz die Kapazitäten nicht ausreichen.
Tabelle 6 zeigt die Aufnahmeanteile bezogen auf die Besetzung von Jahrgangsstufe 4 des jeweiligen
Vorjahres schulscharf in den letzten sechs Schuljahren. Rot dargestellt sind jeweils Anteile, die niedriger
liegen als der trendgewichtete Mittelwert der Vorjahre.
Tabelle 6: Aufnahmeanteile JG 5 SuS aus Darmstadt
Aufnahmeanteile JG 5 Schüler*innen aus Darmstadt
2019/
20
2020/
21
2021/
22
2022/
23
2023/
24
2024/
25 ᴓ MW
Stadtteilschule Arheilgen (FS) 5,2% 5,4% 5,4% 5,5% 5,6% 5,7% 5,6%
Stadtteilschule Arheilgen (GY-Zweig) 3,3% 2,7% 2,2% 2,6% 2,4% 1,3% 2,0%
Σ Stadtteilschule Arheilgen 8,5% 8,1% 7,6% 8,2% 7,9% 7,0% 7,6%
Bernhard-Adelung-Schule 6,6% 6,5% 5,8% 6,5% 5,9% 5,3% 5,8%
Eleonorenschule 5,8% 11,3% 10,7% 9,6% 10,3% 9,6% 10,0%
Erich Kästner-Schule 4,9% 5,0% 4,0% 5,7% 5,9% 5,4% 5,4%
Georg-Büchner-Schule 6,2% 5,4% 7,2% 7,4% 7,1% 7,2% 7,1%
Gutenbergschule (HS-Zweig) 0,9% 1,0% 0,9% 1,2% 1,2% 0,9% 1,0%
Gutenbergschule (RS-Zweig) 2,8% 1,0% 2,4% 3,7% 3,3% 3,7% 3,3%
Gutenbergschule (GY-Zweig) 0,0% 2,1% 1,6% 1,3% 1,3% 2,0% 1,6%
Σ Gutenbergschule 3,6% 4,0% 4,8% 6,1% 5,8% 6,5% 6,0%
Justus-Liebig-Schule 10,1% 10,6% 10,7% 10,7% 10,5% 11,0% 10,8%
Lichtenbergschule 8,2% 7,9% 8,2% 8,1% 7,4% 11,3% 9,2%
Ludwig-Georgs-Gymnasium 5,6% 4,6% 4,7% 3,1% 4,6% 5,7% 4,8%
Mornewegschule 5,1% 5,5% 4,7% 5,1% 5,4% 5,6% 5,3%
Viktoriaschule (Viko) 8,3% 7,6% 7,0% 6,2% 7,1% 7,9% 7,3%
Wilhelm-Leuschner-Schule (HS-Zweig) 1,1% 1,0% 0,9% 1,1% 0,6%
Wilhelm-Leuschner-Schule (RS-Zweig) 5,3% 3,6% 2,9% 3,4% 2,9%
Wilhelm-Leuschner-Schule (MSS) 2,7% 2,7%
Σ Wilhelm-Leuschner-Schule 6,4% 4,6% 3,8% 4,5% 3,6% 2,7% 3,5%
Die Aufnahmeanteile entsprechen nicht den Anwahlanteilen: Da der erste Anwahlwunsch aufgrund der
maximalen Aufnahmekapazitäten nicht immer erfüllt werden kann, findet eine Schülerlenkung statt. So
wurden bereits zum Schuljahr 2021/22 im Gymnasialbereich rund zwei Züge an anderen Standorten als
dem ersten Anwahlwunsch aufgenommen.
40
4.5.2 nach Wohnort
Die Anzahl der SuS mit Wohnorten außerhalb der Wissenschaftsstadt Darmstadt in JG 5 hat sich in den
Vorjahren nur geringfügig verändert (Abbildung 14). 2019/20 gab es bereits ein Jahr mit sehr vielen
Einpendlern (242), in den Folgejahren war die Anzahl jeweils geringer; diese Entwicklung wurde bereits
im letzten SEP Sek I / II beschrieben. Auffallend ist, dass in den Schuljahren 2023/24 und 2024/25 die
Anzahl der Einpendler an die Gymnasien angestiegen ist. Auch hier blicken wir auf die inzwischen vor-
liegenden neueren Werte:
Schuljahr 2025/26: 212 Einpendler, davon 198 an die Gymnasien
Schuljahr 2026/27: 187 Einpendler, davon 158 an die Gymnasien.
Diese Werte bilden jedoch nicht das Anwahlverhalten ab: für das Schuljahr 2026/27 wurden zahlreiche
SuS zu anderen Schulen gelenkt.
242
196 203
181
214 222211
160 167 156
193 204
-
50
100
150
200
250
300
2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24 2024/25
SuS mit Wohnort außerhalb Stadt DA in JG 5
insgesamt davon GY
Abbildung 14: SuS mit Wohnort außerhalb der Stadt DA in JG 5
41
4.6 Übergange im Laufe der Schulzeit
4.6.1 Veränderung der Schülerzahlen in den aufsteigenden Klassen
In den aufsteigenden Klassen verändert sich die Schülerzahl (Tabelle 7). In den H-Zweigen, den R-
Zweigen sowie den IGS nimmt die Schülerzahl ab Jahrgangsstufe 7 zu. An den Gymnasien nimmt die
Schülerzahl meist (kontinuierlich) ab.
In den Prognosetabellen der Einzelschulen werden die Veränderungen von Jahrgangsstufe zu Jahr-
gangsstufe entsprechend des trendgewichteten Mittels der Vorjahre angesetzt.
Die Schulformen neben den Gymnasien können in den aufsteigenden Klassen keine Schüler*innen mehr
aufnehmen, wenn in Jahrgangsstufe 5 die Klassen schon mit hohen Frequenzen starten. Dies ist bei der
Interpretation der Werte der Vorjahre zu berücksichtigen: Bei den Schulen gibt es Wartelisten für freie
Plätze in den aufsteigenden Klassen.
Tabelle 7: Veränderungen von Jahrgangsstufe zu Jahrgangsstufe in der Sekundarstufe I
Veränderungen von JG zu JG in der Sekundarstufe I
5 auf 6 6 auf 7 7 auf 8 8 auf 9 9 auf 10
Stadtteilschule Arheilgen (FS) +1,4%
Stadtteilschule Arheilgen (H-Zweig) +16,0% +4,4%
Stadtteilschule Arheilgen (R-Zweig) +16,0% +13,4% +1,1%
Stadtteilschule Arheilgen (GYM-Zweig) +6,7% +23,6% -2,6% +4,0% -5,8%
Bernhard-Adelung-Schule +4,3% +7,5% +0,5% +4,0% -13,7%
Eleonorenschule -6,5% -4,1% -9,1% -0,1%
Erich Kästner-Schule +2,7% +3,1% +8,1% -1,0% -19,8%
Georg-Büchner-Schule -4,1% -3,4% -4,4% -2,4%
Gutenbergschule (H-Zweig) +46,9% +34,4% +25,2% +23,8%
Gutenbergschule (R-Zweig) -8,4% +14,4% +6,9% -4,5% -3,4%
Gutenbergschule (GYM-Zweig) +4,5% -4,2% +5,1% +2,8%
Justus-Liebig-Schule -2,2% -1,0% -5,1% -2,8%
Lichtenbergschule -2,9% -1,8% +1,5% -3,6%
Ludwig-Georgs-Gymnasium -4,3% -2,6% -0,1% -4,4%
Mornewegschule +5,4% +4,0% -1,1% +9,4% -25,0%
Viktoriaschule -4,6% -6,6% -4,4% -1,9% -4,9%
Wilhelm-Leuschner-Schule +27,0% +18,3% +17,4% +17,1% +2,5%
42
4.6.2 Jahrgangsstufe 6 auf 7
Insgesamt finden zum Schuljahr 2024/25 1.272 Übergänge von Jahrgangsstufe 6 auf 7 statt. 1.239
Schüler*innen verbleiben dabei an der zuvor besuchten Schulform; dies entspricht einem Anteil von
97%.
Wie Tabelle 8 zeigt, finden zwischen den Schulformen nach Jahrgangsstufe 6 insgesamt nur geringe
Übergänge zwischen den Schulformen statt. Von den Gymnasien verbleiben 689 Schüler*innen in der
Schulform Gymnasium, 23Schüler*innen wechseln an andere Schulformen, v.a. KGS. Von den KGS
wechseln 5 der 233 Schüler*innen an eine andere Schulform.
Der Übergang in Jahrgangsstufe 7 hinein führt in den meisten Fällen nicht zu einem Wechsel zwischen
öffentlichem und privatem Schulsystem. Im Schuljahr 2024/25 besuchten von den 1.272 Schü-
ler*innen, die den Wechsel von Stufe 6 vollzogen, 1.250 ebenfalls eine Schule in Trägerschaft der Wis-
senschaftsstadt Darmstadt. Nur 3 Schüler*innen wechselten an eine Privatschule, die anderen in eine
sonstige öffentliche Schule. 2 Schüler*innen von einer Privatschule wechselten an eine Schule in Trä-
gerschaft der Wissenschaftsstadt Darmstadt.
Tabelle 8: Wechsel von JG 6 nach JG 7 nach Quell- und Zielschulformen im SJ 2024/25
Quellschulform
(Wechsel von…)
Zielschulform
(Wechsel nach…)
Summe
GHR GYM IGS KGS MSS
GYM 0 689 4 17 2 712
IGS 0 0 247 1 1 249
KGS 1 2 1 228 1 233
MSS 0 0 0 0 75 75
Sonstige 0 0 1 2 0 3
Gesamtergeb-
nis
1 691 253 248 79 1.272
43
4.6.3 Übergang Sek I in Sek II
Tabelle 9 zeigt die Quell- und Ziel-Schulformen beim Übergang von Jahrgangsstufe 10 in Jahrgangstufe
11 im Schuljahr 2024/25, wenn in Jahrgangsstufe 10 eine Schule in Trägerschaft der Wissenschafts-
stadt Darmstadt besucht wurde.
Von den 91 Übergängen von KGS finden 52% (47) an eine Berufliche Schule (BS) statt. 40% (36) der
Schüler*innen der KGS (d.h. der Realschüler*innen) wählen die GOS (Oberstufengymnasium). Sie ist
damit für Realschüler*innen deutlich attraktiver als die Oberstufen der anderen Gymnasien (nur 3%).
Ein ähnliches Bild zeigen die IGS: 55% Übergänge zu beruflichen Schulen, 43% zu GOS und kaum
Übergänge zu sonstigen gymnasialen Oberstufen. Bei den Gymnasien verbleiben 535 Schüler*innen
(90%). Die GOS wählen 6%, 4% wechseln an eine berufliche Schule. Im Vergleich zum letzten Schul-
entwicklungsplan Sek I/II sind die Übergänge in die BS somit rückläufig. Bei den Gymnasien ist der
Anteil derjenigen, die den Übergang an der eigenen Schulform vollziehen, angestiegen; dies zeichnete
sich zuletzt auch beim Vergleich der G8 mit den G9-Jahrgängen ab.
Die Zielschulform GOS bildet in Tabelle 7 zu 100% die Bertolt-Brecht-Schule als einziges Oberstufen-
gymnasium der Wissenschaftsstadt Darmstadt ab. Die 128 Schüler*innen verteilen sich prozentual wie
folgt auf die Quellschulformen: 27% GYM, 23% IGS und 28% R.
Tabelle 9: Übergänge Jahrgang 10 nach Jahrgang 11:
Quell- und Ziel-Schulformen, Quellschule Trägerschaft Darmstadt, SJ 2024/25
Zielschulformen
(Wechsel nach…)
Quellschulformen
(Wechsel von…)
BS GOS GYM IGS KGS Summe
BS 10 1 1 2 14
GOS 24 24
GYM 24 35 535 2 596
IGS 38 30 1 69
KGS 47 36 3 2 3 91
MSS 14 2 16
Summe 133 128 540 2 7 810
44
4.7 Prognose nach Schulformen
Wie entwickeln sich die Schüler*innenzahlen, wenn auch in den kommenden Jahren die Übergangsantei-
le aus dem Anmeldeverfahren 2026/27 erreicht werden und sich die Einpendler*innenzahlen ebenfalls
auf dem Niveau des Jahres 2026/27 bewegen? Bei den Einzelschulprognosen werden die Ergebnisse
auch dann nicht angepasst, wenn sich Überschreitungen der Kapazitäten ergeben. Dies führt dazu, dass
teils rechnerisch Klassen gebildet werden, die de facto so nicht gebildet würden; stattdessen würden im
Anmeldeverfahren die Überhänge ermittelt und eine Lenkung an noch freie Plätze derselben Schulform
stattfinden; falls dies nicht ausreichend wäre, würden Mehrklassen gebildet. Nachfolgend werden daher
die Schülerzahlen der Einzelschulprognosen addiert, nicht jedoch die Klassenzahlen.
Während sich in der Sekundarstufe I bei den Schulformen HS, RS, MSS und IGS eine jeweils sehr stabile
Entwicklung zeigt, steigt die SuS-Zahl bei den Gymnasien an (Abbildung 15). Bei HS, RS und GY sind
jeweils auch die entsprechenden Zweige der KGS eingerechnet. Im Schuljahr 2029/30 könnte an den
Gymnasien erstmals der Wert von 5.000 SuS erreicht werden. Im Schuljahr 2030/31 wären knapp 400
SuS mehr zu beschulen als im SJ 2026/27. Umgerechnet auf die sechs Jahrgangsstufen entspricht dies
gut 2 Zügen pro Stufe.
0
1000
2000
3000
4000
5000
6000
2025/26 2026/27 2027/28 2028/29 2029/30 2030/31
Entwicklung der Anzahl der Schüler*innen in der Sekundarstufe I
HS RS MSS GY IGS
Abbildung 15: Entwicklung der Anzahl derSuS in der Sekundarstufe I
45
4.8 Handlungsbedarfe
Der Handlungsbedarf aus dem letzten Schulentwicklungsplan zeigt sich weiterhin: Die Kapazitäten im
Bereich der weiterführenden Schulen sind ausgeschöpft. Teilweise werden an einzelnen Schulstandorten
mehr Klassen eingerichtet, als die vorgesehene Grundzügigkeit zulässt. Dies wurde auch dadurch er-
möglicht, dass der Schulträger in den letzten Schuljahren bereits einige Maßnahmen zur Kapazitäts-
steigerung ergriffen hat: Reaktivierung von ehemaligen Schulgebäuden und Stellung von Interimsgebäu-
den, Anmietung des Sparkassengebäudes für die EKS, Ermöglichung der Mehrklassenbildung während
der Interimsphase der Sanierungszeit für die BAS, Untersuchung der Möglichkeit der Erweiterung der
GUT um Unterrichtsräume im Rahmen des Sporthallenneubaus.
Die Schüler*innenzahlen sind in den kommenden Jahren weiterhin sehr hoch, eine Entspannung würde
je nach Weiterentwicklung der Familienzuzüge ggf. Mitte der 2030er Jahre eintreten. Bis dahin sind
jedoch schnelle Lösungen zu ergreifen. Der Neubau einer Schule hat einen großen zeitlichen Vorlauf,
d.h. eine neue Schule stünde nicht direkt für die kommenden Anmeldeverfahren zur Verfügung. Statt-
dessen müssen vorhandene Schulen zumindest temporär für höhere Zügigkeiten ausgelegt werden; al-
ternativ oder ergänzend wäre auch die Umnutzung bestehender Gebäude hin zu Schulen denkbar.
Aufgrund der Herausforderung, in den aufsteigenden Klassen an den Schulformen neben dem Gymnasi-
um Querversetzungen aufnehmen zu müssen, ist eine reine Fokussierung auf die Ausweisung zusätzli-
cher Schulplätze im Gymnasialbereich jedoch nicht zielführend. Vielmehr ist bereits heute der Bedarf
an Schulplätzen für Querversetzungen hoch. In den kommenden Schuljahren ist von zusätzlichen Anfra-
gen nach Schulwechseln auszugehen. Integrierte Gesamtschulen können vor allem bei einer höheren
Zügigkeit (min. 4) eine starke Binnendifferenzierung anbieten, die eine optimale Beschulung von Schü-
ler*innen unterschiedlicher Begabungsspektren ermöglichen.
Konkret ist an den weiterführenden Schulen ein Bündel an kurz- und mittelfristig wirksamen Maßnah-
men zu ergreifen:
Temporäre Erhöhung der Zügigkeiten im Gymnasialbereich durch jeweils ein bis zwei zusätzli-
che Züge in den bestehenden Systemen; dabei soll ein Rotationsmodell greifen, an dem alle
Gymnasien teilnehmen; welches Gymnasium in welchem konkreten Schuljahr dann die Mehr-
klasse bildet, ist in Abhängigkeit der Ergebnisse der Anmeldeverfahren in Kombination mit den
dann jeweils verfügbaren Raum-Ressourcen in Abstimmung mit dem Staatlichen Schulamt zu
entscheiden. In den aufsteigenden Klassen verlieren die Gymnasien Schüler*innen; je nach Ent-
wicklung der Schüler*innenzahl würden daher die zunächst gebildeten Klassen teils wieder zu-
sammengelegt und die Regelzügigkeit nur in Jahrgangsstufe 5 und 6 überschritten.
Anpassung der Beschulungsvereinbarung mit dem Landkreis Darmstadt-Dieburg durch Kündi-
gung der Vereinbarung zum 01.08.2030 und Formulierung einer neuen Vereinbarung ab diesem
Zeitpunkt: Schüler*innen aus Mühltal / Messel sollen im Zuge der Anpassung der Vereinbarung
nicht mehr wie städtische Kinder behandelt werden; die grundsätzliche Idee, wechselseitig Schü-
ler*innen aufzunehmen, soll weiterhin Bestand haben, um den Schüler*innen aus Stadt und
Landkreis ein größtmögliches schulisches Angebot unterbreiten zu können.
Erhöhung der Zügigkeit im nicht-gymnasialen Bereich durch
o Kurzfristig: Mehrklassenbildungen an der Stadtteilschule Arheilgen und der Bernhard-
Adelung-Schule
o Mittelfristig: Erhöhung der Kapazität der Mornewegschule durch Neubau oder Nutzung
eines bestehenden Gebäudes im Stadtgebiet Mitte oder West um ein vollständiges und
wohnortnahes Angebot zu schaffen
46
Tabelle 10 zeigt die vorhandenen baulich möglichen Kapazitäten im Status quo in der Sekundarstufe I
insgesamt. Zudem ist dargestellt, welche Kapazitäten in mittelfristiger Perspektive für die einzelnen
Standorte aufgrund der Ergebnisse der Prognosen im Schulentwicklungsplan anzustreben sind. Die ver-
schiedenen Gebäude können in einzelnen Jahren teils im Rahmen des Raumbestands, teils durch Inte-
rims-Maßnahmen, vereinzelt auch temporär Mehrklassen bilden. Das jeweilige Potenzial ist ebenfalls in
der Tabelle aufgeführt.
Tabelle 10: vorhandene und perspektivisch vorzusehende bauliche Kapazitäten
Schule Schul-
form
Zügigkeit
Status quo
Zügigkeit
Plan
Mögliche temporäre Kapazi-
tätserweiterung
Erforderliche räumliche Maß-
nahmen
BAS IGS 4,0 4,0
Temporäre/kurzfristige Mehr-
klassenbildung im Interimsge-
bäude (zusätzl. 4 Klassen)
Interimsgebäude ab 2. Quartal 2027
EKäS IGS 3,0 3,0
Auslagerung eines Zuges, Schaf-
fung von Kapazitäten im Haupt-
gebäude
Nutzung des ehemaligen Sparkas-
sengebäudes ab SJ 2026/27
MWS IGS 3,0 5,0
Mittelfristige Erweiterung um 2
Züge
Neuer Standort (Stadtgebiet Mitte
oder West)
WLS MSS 3,5 3,5 / /
GUT KGS 4,5 4,5
Mittelfristige Erweiterung für
Mehrklassenbildung
Umsetzung der abgeschlossenen
Studie zum Neubau Turnhalle mit
AUR
STS KGS 5,0 5,0
1 Zug in einem Teil des Inte-
rimsgebäudes ab SJ 2027/28
Laufende Sanierung und Erweiterung
wird bis 2. Quartal 2027 abgeschlos-
sen; Fortbestand eines Teils des
Interimsgebäudes und Nutzung zur
Kapazitätserweiterung
ELO GYM 5,0 5,0
Temporär/kurzfristig im Rotati-
onsmodell 1 Mehrklasse in JG 5
Nutzung von Räumlichkeiten im
vorhandenen Diesterweg-Gebäude
GBS GYM 4,0 5,0
Temporär/kurzfristig im Rotati-
onsmodell 1 Mehrklasse, in JG
5 im SJ 2026/27 6-zügig
Inbetriebnahme eines Interimsge-
bäude zum SJ 2026/27; perspekti-
visch bei Gesamtsanierung Raum-
programm 5-zügig auslegen
LGG GYM 3,0 3,0
Temporär/kurzfristig im Rotati-
onsmodell 1 Mehrklasse in JG 5
Durch das Fachraumprinzip ist eine
4-Zügigkeit räumlich abbildbar; ggf.
Erhöhung der Zügigkeit bei entspre-
chendem Anwahlverhalten.
LIO GYM 5,0 5,0
Temporär/kurzfristig im Rotati-
onsmodell 1 Mehrklasse in JG 5
im SJ 2026/27 6 zügig
Nutzung von Räumlichkeiten im
vorhandenen Diesterweg-Gebäude
LUO GYM 6,0 6,0
Temporär/kurzfristig im Rotati-
onsmodell 1 Mehrklasse in JG 5
/
VIKO GYM 4,0 4,0
Temporär/kurzfristig im Rotati-
onsmodell 1 Mehrklasse in JG 5
Prüfung Interimsgebäude
47
4.9 Schulorganisatorische Maßnahmen
§145 Hess SchulG §146 Hess SchulG
Erhöhung der Zügigkeit der Mornewegschule von
3 auf 5 Züge; Neubau oder Umnutzung eines Be-
standsgebäudes im Stadtgebiet Mitte oder West
Erhöhung der Zügigkeit der Mornewegschule von
3 auf 5 Züge; Neubau oder Umnutzung eines Be-
standsgebäudes im Stadtgebiet Mitte oder West
Erhöhung der Zügigkeit der Georg-Büchner-Schule
von 4 auf 5 Züge (zunächst im Interim; perspekti-
visch im Rahmen der erforderlichen Sanierung)
Erhöhung der Zügigkeit der Georg-Büchner-Schule
von 4 auf 5 Züge (zunächst im Interim; perspekti-
visch im Rahmen der erforderlichen Sanierung)
Erhöhung der Zügigkeit der Stadtteilschule auf 5 Erhöhung der Zügigkeit der Stadtteilschule auf 5
Bei einem Teil der zuvor genannten Maßnahmen handelt es sich um im Status quo bereits praktizierte
Zügigkeiten, die durch den Beschluss verstetigt werden sollen: die GBS ist aktuell 5- statt 4-zügig, die
STS arbeitet mit 5 Zügen.
Nicht genehmigungspflichtige Maßnahmen:
Temporäre Mehrklassenbildungen insbesondere in Jahrgang 5 an den Gymnasien im Rotati-
onsmodell; die konkreten räumlichen Optionen und Handlungsbedarfe sind in der Kapazitätsta-
belle (Tabelle 10) dargestellt
Temporäre Mehrklassenbildungen insbesondere in höheren Jahrgangsstufen an den Schulfor-
men neben dem Gymnasium
Mittelfristig ist zu prüfen, ob die Entwicklungen in der Sekundarstufe I einen Bedarf an zusätzlichen
Kapazitäten in der Sekundarstufe II nach sich ziehen. Da dies nur im Zusammenspiel mit der Berufli-
chen Bildung bewertet werden kann, und auch in diesem Bereich aufgrund der noch im Genehmigungs-
verfahren befindlichen Schulentwicklungsplanung Veränderungen vorgesehen sind, wäre im Rahmen der
nun vorgelegten Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung der allgemeinen Schulen eine Festlegung
verfrüht. Nach Erhöhung der Kapazität der Mornewegschule, Etablierung am neuen Standort und Auf-
bau des größeren Systems über mehrere Jahrgangsstufen hinweg ist eine Evaluierung der Bedarfe für
die Beschulung nach Jahrgangsstufe 10 sinnvoll.
48
5 FÖRDERSCHULEN UND INKLUSION
5.1 Allgemeine Einordnung
Im Jahr 2006 wurde das „Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen“ (Conven-
tion on the Rights of Persons with Disabilities – CRPD) von der UN-Generalversammlung beschlossen
und in der Folge in nationales Recht überführt. In Deutschland trat die UN-Konvention im Jahr 2009 in
Kraft. Der Hessische Aktionsplan zur Umsetzung des Übereinkommens wurde vom Hessischen Kabinett
im Jahr 2012 verabschiedet.
Der Bereich Bildung stellt einen der in der UN-Konvention beschriebenen Lebensbereiche dar, in denen
behinderten Menschen Teilhabe ermöglicht werden muss.
Für die schulische Bildung stehen Schüler*innen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen zwei Wege
zur Verfügung: inklusiver Unterricht als Regelform an der allgemeinen Schule in enger Zusammenarbeit
mit sonderpädagogischen Beratungs- und Förderzentren und ggf. mit Beteiligung der Förderschule so-
wie der Unterricht an einer Förderschule. Im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung besteht als be-
sondere Form der Beschulung das Modell der Kooperationsklasse (Kapitel 5.3). Für die Eltern besteht
eine Wahlfreiheit.
Gemäß § 50 HSchG ist die sonderpädagogische Förderung nach Förderschwerpunkten gegliedert.
Förderschwerpunkte mit einer der allgemeinen Schule entsprechenden Zielsetzung sind:
Sprachheilförderung (SPR)
Emotionale und soziale Entwicklung (EMS)
Körperliche und motorische Entwicklung (KME)
Sehen (SEH)
Hören (HÖR)
Kranke Schüler*innen (KRA)
Förderschulen mit einer von der allgemeinen Schule abweichenden Zielsetzung sind:
Lernen (LER)
Geistige Entwicklung (GE)
Abbildung 16 visualisiert den Unterschied zwischen Exklusion, Integration und Inklusion.
Abbildung 16: Exklusion - Integration - Inklusion
49
5.2 Inklusive Schulbündnisse, Beratungs- und Förderzentren
Zentrales Element der inklusiven Beschulung in Hessen sind die inklusiven Schulbündnisse (iSB). Diese
werden in der Verordnung über die Aufgaben und die Organisation der inklusiven Schulbündnisse
(VOiSB) vom 14. Juni 2019 (ABl. S. 524) geregelt. In den iSB kooperieren alle Schulleiterinnen und
Schulleiter der allgemeinbildenden und beruflichen Schulen miteinander. Sie treffen sich in Bündniskon-
ferenzen und vereinbaren dort, wie die Ziele für die Ausgestaltung der inklusiven Beschulung, unter Be-
rücksichtigung des Elternwunsches, zu erreichen sind. Das Staatliche Schulamt unterstützt die iSB. Das
Hessische Kultusministerium informiert in einer Handreichung über die Ausgestaltung der Bündniskon-
ferenzen und Zielformulierung in den iSB8.
Beratungs- und Förderzentren (BFZ) koordinieren die sonderpädagogischen Angebote und die inklusive
Beschulung der Schüler*innen an allgemeinen Schulen in Kooperation mit Förderschulen und außer-
schulischen Institutionen. Daher sind sie oftmals an Förderschulen angegliedert.
Überregionale Beratungs- und Förderzentren (üBFZ) unterstützen Schüler*innen mit den Förderschwer-
punkten Sehen, Hören, körperliche und motorische Entwicklung sowie kranke Schüler*innen.
Regionale Beratungs- und Förderzentren (rBFZ) sind für die Förderschwerpunkte Lernen, emotionale
und soziale Entwicklung, Sprachheilförderung sowie geistige Entwicklung zuständig.
Einen wichtigen Baustein in der inklusiven Bildungslandschaft der Wissenschaftsstadt Darmstadt stellen
die beiden regionalen Beratungs- und Förderzentren Nord an der Ernst-Elias-Niebergall-Schule und Süd
an der Herderschule in Kooperation mit der Mühltalschule dar. In ihrer regionalen Zuständigkeit sind
beide Zentren für die präventive Arbeit im Rahmen der Vorbeugenden Maßnahmen und für Schülerinnen
und Schüler mit Anspruch auf sonderpädagogische Förderung im Rahmen der Inklusiven Beschulung
zuständig und stehen Eltern und Schulen im Rahmen einer Schullaufbahnberatung zur Verfügung. Hier-
bei stehen die Förderschwerpunkte Lernen an der Ernst-Elias-Niebergall-Schule und Sprachheilförde-
rung und Hören an der Herderschule im Vordergrund.
Das überregionale sonderpädagogische Beratungszentrum an der Christoph-Graupner-Schule ergänzt
das bestehende Angebot um die Förderschwerpunkte „körperlich motorische und geistige Entwicklung“.
5.3 Kooperationsklassen
Gesetzliche Grundlage von Kooperationsklassen ist § 53 Abs.2 HSchG. Die Schüler*innen der Koopera-
tionsklassen sind Teil der Schülerschaft der Förderschule; sie werden jedoch gemeinsam mit Kindern
ohne Förderbedarf in einer gemeinsamen Klasse an einer Regelschule unterrichtet.
Kooperationsklassen sind in der Wissenschaftsstadt Darmstadt im Förderschwerpunkt geistige Entwick-
lung bislang nur in der Primarstufe eingerichtet. Schüler*innen der Christoph-Graupner-Schule werden
an der Luise-Büchner-Schule unterrichtet. Es ist davon auszugehen, dass die Eltern dieser Kinder auch
ab Jahrgangsstufe 5 eine Beschulung in Form einer Kooperationsklasse wünschen. Der Schulträger
setzt sich dafür ein, dass im Bereich der weiterführenden Schulen eine Fortsetzung der Beschulung der
Kinder der Primarstufen-Kooperationsklassen stattfindet.
Modelle der Kooperation zwischen Förderschule und Regelschule gibt es auch an anderen Schulen.
Schüler*innen der Grundstufe der Mühltalschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen werden in einigen
8 https://kultusministerium.hessen.de/sites/kultusministerium.hessen.de/files/2021-06/inklusive_schulbuendnisse_isb_-_leitfaden_zu_den_aufgaben_und_der_
organisation_der_inklusiven_schulbuendnisse_0.pdf
50
Fächern gemeinsam mit Schüler*innen der Ludwig-Schwamb-Schule unterrichtet; Schüler*innen der
Sekundarstufe der Mühltalschule mit Schüler*innen der Gutenbergschule.
5.4 Schulbegleitung / Teilhabeassistenz
Das Jugendamt ist gemäß dem Achten Buch Sozialgesetzbuch (SGB VIII – Kinder- und Jugendhilfe) so-
wie dem Neunten Buch Sozialgesetzbuch (SGB IX – Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Be-
hinderungen) als örtlicher Träger verpflichtet, Hilfen zur Erziehung sowie Eingliederungshilfen zu ge-
währen. Damit stellt es ein umfassendes, öffentlich-rechtlich geregeltes Leistungsspektrum für Kinder,
Jugendliche und deren Familien sicher.
Im Bereich der Teilhabe an Bildung werden an den Grundschulen sogenannte Teilhabeassistenzen gem.
§ 35a SGB VIII und §75 SGB IX i.V.m. §112 SGB IX eingesetzt. Diese dienen dazu, die individuellen As-
sistenzbedarfe einzelner Kinder mit Beeinträchtigungen am Bildungsort abzudecken. Auf Grundlage der
jeweiligen Bedarfsermittlung werden Stundenkontingente bewilligt und geeignete Leistungserbringende
mit der Umsetzung beauftragt.
In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Anträge auf Teilhabeassistenz (THA) deutlich angestiegen.
Im Schuljahr 2025/26 sind an den 21 Grundschulen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt insgesamt
102 Teilhabeassistenzen tätig.
Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung fand im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft nach § 78 SGB VIII
Hilfen zur Erziehung und Eingliederungshilfe im Jahr 2025 ein intensiver fachlicher Austausch zur aktu-
ellen Versorgungssituation sowie zur Umsetzung der Leistungen auf Teilhabe an Bildung statt. In Zu-
sammenarbeit mit den freien Trägern der Jugendhilfe und der Eingliederungshilfe sowie unter Beteili-
gung des Staatlichen Schulamtes wurde eine Rahmenvereinbarung erarbeitet und verabschiedet. Im §3
Gemeinsame Leistungserbringung „Pooling“ wurde ein Pooling der THA vereinbart, womit ein effiziente-
rer Einsatz des Personals erwartet wird, da mehr Bedarfe abgedeckt werden können. Hierdurch wird
voraussichtlich dem steigenden Personalbedarf in dem Bereich anteilig entgegengewirkt.
Ziel der Rahmenvereinbarung ist es insbesondere, die Kooperationsqualität mit dem Schulsystem nach-
haltig zu verbessern. Darüber hinaus sollen Schnittstellen in der Leistungserbringung reduziert werden,
indem die Anzahl der beteiligten Einrichtungen und Ansprechpersonen verringert und die Zusammenar-
beit mit den Grundschulen durch regelmäßige Kooperationsgespräche intensiviert wird.
Ein weiteres Ziel ist es, Bedarfssituationen im Kontext der Grundschulen flexibler und bedarfsgerechter
aufzufangen. Neben der klassischen Einzelfallleistung sieht die Rahmenvereinbarung zudem den Aus-
bau inklusiver Klassenstrukturen vor. Dabei wird grundsätzlich immer geprüft, ob eine gemeinsame In-
anspruchnahme von Assistenzleistungen (Pooling) bedarfsorientiert möglich ist.
Die Umsetzung der Rahmenvereinbarung an den Darmstädter Grundschulen wird zu einer Verbesserung
der aktuellen sowie der perspektivischen Beschulungssituation und der Teilhabe an Bildung führen.
Weiter ist der Abschluss einer Kooperationsvereinbarung zwischen dem Jugendamt der Wissenschafts-
stadt Darmstadt und dem Staatlichen Schulamt für den Landkreis Darmstadt-Dieburg und die Stadt
Darmstadt vorgesehen. Die Rahmenvereinbarung zur Teilhabeassistenz bildet hierfür die fachliche
Grundlage und stärkt die zukünftige institutionelle sowie multiprofessionelle Zusammenarbeit an den
Grundschulen der Wissenschaftsstadt Darmstadt mit dem Ziel der Teilhabe aller an Bildung.
51
5.5 Koordinationsstelle Jugendhilfe und Schule (Förderschwerpunkt
emotionale und soziale Entwicklung) der Stadt Darmstadt
Die Koordinationsstelle Jugendhilfe und Schule ist eine Organisationseinheit (auf Seiten der Schule kon-
zentriert auf den Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung – FSP EMS) in Kooperation
des Staatlichen Schulamtes für die Stadt Darmstadt und des Jugendamtes der Wissenschaftsstadt
Darmstadt. Die Koordinationsstelle Jugendhilfe und Schule (FSP EMS) besteht seit dem Schuljahr
2025/26 und ist aus dem Zentrum für schulische Erziehungshilfe hervorgegangen.
Die Koordinationsstelle Jugendhilfe und Schule (FSP EMS) ist zusammengesetzt aus der koordinieren-
den Fachkraft des Jugendamtes (Abteilung Eingliederungshilfe) zuständig für den Bereich Jugendhilfe-
Schule und der Abteilungsleitung für den Schwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung der Ernst-
Elias-Niebergallschule.
Die besondere Qualität der Koordinationsstelle ist die konzeptionell verankerte Kooperation von Ju-
gendhilfe und Schule in einer Institution. Die interdisziplinär zusammengesetzte Einrichtung übernimmt
übergeordnete koordinierende Lenkungs- und Steuerungsaufgaben und betreibt Schnittstellenmanage-
ment zwischen Angeboten der Jugendhilfe sowie den Beschulungsmöglichkeiten an der allgemeinen
Schule und den Förderschulangeboten der Stadt Darmstadt.
Die Zielgruppe sind Schüler und Schülerinnen der Jahrgangsstufen 1-10, die Unterstützungsbedarfe in
der emotionalen und sozialen Entwicklung aufweisen, welche sich im Verhalten innerhalb der Schule
bzw. im Zusammenhang mit Schule zeigen.
Familien, Lehr- und pädagogische Fachkräfte werden bei der Frage nach Hilfs- und Unterstützungsan-
geboten fachlich beraten, um gemeinsam schulische Perspektive sowie entwicklungsförderliche Rah-
menbedingungen entwickeln zu können.
Der zentrale Ansatz dieser Kooperationsform ist, einen umfassenden Blick auf die gesamte Lebens- und
Lernwelt von Kindern und Jugendlichen zu richten und Bedarfe zu ermitteln mit dem Ziel schulische
und außerschulische Hilfemaßnahmen möglichst passgenau auf einander abzustimmen und zu koordi-
nieren.
Die Koordinationsstelle ist insbesondere zuständig, wenn ein Förderortwechsel an eine Förderschule
(EMS) für ein Kind geprüft und eingeschätzt werden soll.
Zudem kann die Koordinationsstelle zur Unterstützung des multiprofessionellen Teams (Lehr- und pä-
dagogische Fachkräfte) an Schulen mit einbezogen werden, um prozessbegleitend zu beraten.
Neben der fachlichen Beratung von Familien, Lehr- und pädagogischen Fachkräften kann die Koordina-
tionsstelle für einzelne Schüler oder Schülerinnen punktuell Beschulungsangebote am Ort der Regel-
schule für einen zeitlich begrenzten Zeitraum etablieren.
Zudem kann bei Bedarf in Einzelfällen auch außerschulisch eine individuelle und reduzierte Unterrichts-
versorgung angeboten werden, um während der Phase der Perspektivklärung unter veränderten Bedin-
gungen ein Beschulungsangebot aufrecht erhalten zu können bzw. zu ermöglichen.
Der Kontakt zur Koordinationsstelle kann über die Förderschullehrkräfte/ BFZ-Leitungen der zuständi-
gen Beratungs- und Förderzentren (BFZ Herderschule Darmstadt Süd und BFZ Ernst- Elias-Niebergall-
Schule Darmstadt Nord), die bei dem jeweiligen Schüler oder der Schülerin in die vorbeugenden son-
derpädagogischen Maßnahmen bereits eingebunden sind, hergestellt werden.
Auch kann eine Kontaktaufnahme über die Eltern /Personensorgeberechtigten sowie Fachkräfte des
Jugendamtes sowie aus anderen Jugendhilfebereichen hergestellt werden.
Die Räume der Koordinationsstelle Jugendhilfe und Schule (FSP EMS) befinden sich in der Land-
wehrstaße 26, 64293 Darmstadt.
52
5.6 Prüfkriterien des Kultusministeriums für die inklusive Beschulung
Das Hessische Kultusministerium hat den Schulträgern für die Fortschreibung der Schulentwicklungs-
pläne zum Bereich Inklusion Prüfkriterien vorgegeben, die im Rahmen der vorliegenden Planung be-
rücksichtigt werden müssen.
5.6.1 Prüfkriterium 1 – Wohnortnahe Bildungsangebote
Die Beschulung von Schüler*innen mit festgestelltem Anspruch auf sonderpädagogische Förderung er-
folgt in der Wissenschaftsstadt Darmstadt in Form inklusiver Beschulung an den allgemeinen Schulen
sowie der exklusiven Beschulung an Förderschulen. Der Ausbaustatus der inklusiven Beschulung wird
jährlich erhoben.
In der Primarstufe ist die Anzahl der inklusiv beschulten SuS in den letzten Jahren deutlich rückläufig
(Abbildung 17): waren es im Schuljahr 2020/21 noch 135 SuS, so sind es seit SJ 2022/23 jeweils unter
100 SuS, im Schuljahr 2025/26 nur noch 48 SuS.
An den weiterführenden Schulen (Sekundarstufe I und II) zeigt sich ein ähnliches Bild (Abbildung 18):
im Schuljahr 2022/23 wurden 325 SuS inklusiv beschult. Im Schuljahr 2025/26 sind es noch 142 SuS.
Seit Schuljahr 2022/23 greift der Erlass vom 13. Oktober 2021 „Regelung der Diagnostik im Entschei-
dungsverfahren zum Anspruch auf sonderpädagogische Förderung in allen Förderschwerpunkten“. Die-
ser besagt unter anderem, dass vorbeugende Maßnahmen der allgemeinen Schule und vorbeugende
sonderpädagogische Maßnahmen Vorrang vor der Feststellung eines Anspruchs haben. Wie in Kapitel
5.7 ausgeführt, betrifft der Rückgang weitgehend auch die Förderschulen. Die einzige Ausnahme bildet
der Förderschwerpunkt geistige Entwicklung.
102
129 132 135
115
95
63
52 48
0
20
40
60
80
100
120
140
160
2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24 2024/25 2025/26
Anzahl der Schüler*innen in inklusiver Beschulung in der Primarstufe
Abbildung 17: Entwicklung der inklusiven Beschulung an den Grundschulen(Quelle: Amt für Statistik auf Basis LUSD)
53
Bezogen auf den Schultyp zeigen sich weitere Unterschiede (Abbildung 19): während sich im Schuljahr
2018/19 noch 65,4% der inklusiv beschulten SuS der weiterführenden Schulform an eine IGS befanden,
sankt dieser Anteil zum Schuljahr 2025/26 auf 49,3%. Das Gegenstück bilden die KGS: statt der 12,4%
im Schuljahr 2018/19 werden dort im Schuljahr 2025/26 38,4% erreicht. Im Betrachtungszeitraum
durchweg gering und im Schuljahr 2025/26 auf dem niedrigsten Wert (3,4%) sind die Anteile der SuS
in der Inklusion, die ein Gymnasium besuchen.
168
185
235
253
281
325
289
236
142
0
50
100
150
200
250
300
350
2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24 2024/25 2025/26
Anzahl der Schüler*innen in inklusiver Beschulung in Sek I und Sek II
Abbildung 18: Anzahl der SuS in inklusiver Beschulung an den weiterführenden Schulen (Quelle: Amt für Statistik auf
Basis LUSD)
9,7%
6,0%
4,7%
4,6%
6,2%
6,6%
7,9%
3,4%
65,4%
68,1%
59,7%
61,6%
56,6%
60,9%
59,0%
49,3%
12,4%
16,6%
23,3%
19,9%
28,6%
25,6%
24,7%
38,4%
12,4%
9,4%
12,3%
13,9%
8,6%
6,9%
8,4%
8,9%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
2018/19 (n= 185)
2019/20 (n= 235)
2020/21 (n=261)
2021/22 (n=288)
2022/23 (n=331)
2023/24 (n=289)
2024/25 (n=239)
2025/26 (n=146)
Inklusive Beschulung an weiterführenden Schulen nach Schultyp
Gymnasium Integrierte Gesamtschule Kooperative Gesamtschule Haupt- und Realschule/
Mittelstufenschule ab 24-25
Abbildung 19: inklusive Beschulung an weiterführenden Schulen nach Schultyp (Quelle: Amt für Statistik auf Basis
LUSD)
54
Im Schuljahr 2025/26 findet an allen allgemeinen Schulen in Trägerschaft der Wissenschaftsstadt
Darmstadt inklusiver Unterricht statt. Aus Datenschutzgründen stellen
Tabelle 11 und Tabelle 12 die unterschiedlichen beschulten Förderschwerpunkte ohne Angabe der
Nennung der Anzahlen an den einzelnen Standorten dar. Summen werden aufgeführt, wenn diese min-
destens 5 SuS ergeben. Abgebildet ist jeweils der statistisch erfasste führende Förderschwerpunkt. Ggf.
vorhandene weitere Förderschwerpunkte fehlen in der Aufstellung. In den Förderschwerpunkten, in de-
nen sich die meisten Schüler*innen befinden (Geistige Entwicklung und Lernen an den Grundschulen,
Lernen und emotionale und soziale Entwicklung an den weiterführenden Schulen), gibt es ein in der Flä-
che verteiltes Beschulungsangebot. Der Schulträger sollte die weitere Inklusion im Förderschwerpunkt
geistige Entwicklung durch die erforderlichen baulichen Maßnahmen unterstützen: die Zahl der aus der
Primarstufe „nachwachsenden“ Kinder ist höher als die bislang in den weiterführenden Schulen vorhan-
dene Anzahl inklusiv beschulter Kinder im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. Der Förderschwer-
punkt Sehen war bereits im letzten Schulentwicklungsplan nur sehr gering vertreten und ist auch aktuell
an den Grundschulen kaum, an den weiterführenden Schulen gar nicht vorhanden. Es ist davon auszu-
gehen ist, dass in diesem Förderschwerpunkt die Quote weiterhin nahe Null liegen wird.
Beschulte Förderschwerpunkte an allgemeinen Schulen im SJ 2025/26
EMS GE HÖR KME LER SEH SPR Σ
Astrid-Lindgren-Schule X X X X X
Bessunger Schule X X X
Christian-Morgenstern-Schule X X X X
Elly-Heuss-Knapp-Schule X X
Erich-Kästner-Schule Grundschule X X X X X 5
Goetheschule X X
Heinrich-Heine-Schule X X X
Heinrich-Hoffmann-Schule X X X 7
Käthe-Kollwitz-Schule X X X
Ludwig-Schwamb-Schule X X X
Schillerschule X X X
Ursula-Fuchs-Schule X X X X
Wilhelm-Busch-Schule X X
Wilhelm-Hauff-Schule X X X
Σ 6 14 X X 13 X 6 44
Beschulte Förderschwerpunkte an allgemeinen Schulen im SJ 2025/26
EMS GE HÖR KME LER SEH SPR Σ
Astrid-Lindgren-Schule X X X X X
Bessunger Schule X X X
Christian-Morgenstern-Schule X X X X
Elly-Heuss-Knapp-Schule X X
Erich-Kästner-Schule Grundschule X X X X X 5
Goetheschule X X
Heinrich-Heine-Schule X X X
Heinrich-Hoffmann-Schule X X X 7
55
Tabelle
11:
Be-
schulte
Förder-
schwer-
punkte
an all-
gemei-
nen
Schulen im SJ 2025/26: Grundschulen
Käthe-Kollwitz-Schule X X X
Ludwig-Schwamb-Schule X X X
Schillerschule X X X
Ursula-Fuchs-Schule X X X X
Wilhelm-Busch-Schule X X
Wilhelm-Hauff-Schule X X X
Σ 6 14 X X 13 X 6 44
56
Tabelle 12: Beschulte Förderschwerpunkte an allgemeinen Schulen im SJ 2025/26: weiterführende Schulen
Beschulte Förderschwerpunkte an allgemeinen Schulen im SJ 2025/26
EMS GE HÖR KME LER SEH SPR Σ
Stadtteilschule Arheilgen (FS) X X 5
Stadtteilschule Arheilgen (H-Zweig) X x X 17
Stadtteilschule Arheilgen (R-Zweig) X X X 8
Stadtteilschule Arheilgen (GYM-Zweig) X X
Bernhard-Adelung-Schule X X X X X 25
Eleonorenschule X X
Erich Kästner Schule X 8
Gutenbergschule (H-Zweig) X X 19
Gutenbergschule (R-Zweig) X X X 6
Ludwig-Georgs-Gymnasium X X X
Mornewegschule X X X X X 22
Wilhelm-Leuschner-Schule (H-Zweig) X X 10
Wilhelm-Leuschner-Schule (R-Zweig) X X
Σ 34 10 X X 63 15 129
Abbildung 20 zeigt die Entwicklung der inklusiven Beschulung seit SJ 2017/18 nach FSP. Im FSP Ler-
nen stieg die Anzahl zunächst an, in den letzten Jahren war sie jedoch deutlich rückläufig. Im FSP EMS
sind die Anzahlen ebenfalls deutlich geringer als in früheren Jahren. Die anderen FSP haben jeweils nur
geringe Anzahlen inklusiv beschulter SuS.
Abbildung 21: Entwicklung der Anzahl derSuS in inklusiver Beschulung seit SJ 2017/18
Abbildung 20: Anzahl der inklusiv beschultenSuS nach FSP seit SJ 2017/18(Quelle: Amt für Statistik auf Basis LUSD)
110 105
119 120 118
131
100
75
44
108
134
174 175
191 188
155
123
78
25 23 24 27 29 33 39 36 32
16
33 33 42
22 29 25 25
97 14 15 18 27 29 28 23 21
4 4 4 5 8 9 4 6 5
2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24 2024/25 2025/26
Anzahl der Schüler*innen mit sonderpädagogischem
Förderbedarf nach Förderschwerpunkten in
inklusiver Beschulung am Standort Darmstadt
Emotionale und soziale Entwicklung Lernen
Geistige Entwicklung Körperliche und motorische Entwicklung
Sprachheilförderung Hören
57
5.6.2 Prüfkriterium 2 – Barrierefreiheit / Zugänglichkeit
Tabelle 14 bis Tabelle 16 zeigen getrennt nach Förderschulen, Gesamtschule und Gymnasien den aktu-
ellen Stand der Barrierefreiheit der Schulstandorte und der einzelnen Gebäudeteile differenziert nach
den folgenden Kriterien:
Personenaufzug
Barrierefreier Zugang zum Gebäude
Barrierefreier Zugang zur Verwaltung
Barrierefreier Zugang Fachräume
Barrierefreier Zugang Klassenräume
Barrierefreie Toilette
Handläufe Treppenaufgang
Handläufe Außentreppe
Verbesserte Akustik Klassenraum
Behindertenparkplätze
Neben den zuvor genannten und dokumentierten Punkten gibt es weitere Aspekte, die die schulische
Inklusion begünstigen, die jedoch teils weniger leicht zu bewerten sind. So kann neben einer barriere-
freien Toilette auch ein erhöhter Pflegraumbedarf vorhanden sein (Duschmöglichkeit, Pflegeliege). Ein
Leitsystem auf dem Schulgelände und innerhalb der Gebäude erleichtert es insbesondere SuS mit kog-
nitiven Beeinträchtigungen, sich selbständig auf dem Schulgelände bewegen zu können. Das Vorhan-
densein von Differenzierungsflächen ist für mehrere Förderschwerpunkte eine hilfreiche Voraussetzung;
oft genannt wird dieser Bedarf von Schulen, die Schüler*innen im Förderschwerpunkt emotionale und
soziale Entwicklung unterrichten.
58
Tabelle 13: Barrierefreiheit an Grundschulen
59
Tabelle 14: Barrierefreiheit an Förderschulen
60
Tabelle 15: Barrierefreiheit an Gesamtschulen
61
Die IST-Situation an den Schulstandorten ist heterogen. Eine Barrierearmut ist an mehreren Standorten
gewährleistet; die Schulstandorte Erich Kästner, Justus-Liebig, Eleonoren, Bertolt-Brecht sowie die För-
derschulgebäude sind dabei am weitesten in Richtung vollständiger Barrierefreiheit entwickelt. Das Ziel
der vollumfänglichen Barrierefreiheit wird durch den Schulträger jeweils bedarfsgerecht sowie bei an-
stehenden Bau- / Sanierungsmaßnahmen umgesetzt.
Tabelle 16: Barrierefreiheit an Gymnasien
62
5.6.3 Prüfkriterium 3 – Stationäre Fördersysteme / Förderschulen
Angebote des Schulträgers Wissenschaftsstadt Darmstadt
Christoph-Graupner-Schule, Schule mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung mit einer Abteilung körperlich-
motorische Entwicklung
Seit 2002 ist die Schule regionales, seit 2018 überregionales Beratungs- und Förderzentrum für körper-
liche und motorische Entwicklung.
Ernst-Elias-Niebergall-Schule, Förderschwerpunkt Lernen und emotional-soziale Entwicklung
Seit 1993 ist die Schule Beratungs- und Förderzentrum (Schwerpunkt Lernen) und berät alle Grund-
und SEK I-Schulen sowie die Gymnasien im Norden Darmstadts.
Die Koordinationsstelle Jugendhilfe und Schule (FSP EMS), zusammengesetzt aus der koordinierenden
Fachkraft des Jugendamtes (Abteilung Eingliederungshilfe) zuständig für den Bereich Jugendhilfe-
Schule und der Abteilungsleitung für den Schwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung der Ernst-
Elias-Niebergallschule, unterstützt bei diesen Aufgaben für den Förderschwerpunkt EMS.
Die Abteilung „Schule für Kranke“ verantwortet den Unterricht an der Prinzessin Margret Klinik in
Darmstadt und den Häuslichen Sonderunterricht für den gesamten Schulaufsichtsbezirk Landkreis
Darmstadt-Dieburg und die Wissenschaftsstadt Darmstadt (s.u.).
Mühltalschule, Förderschwerpunkt Lernen
Durch räumliche und pädagogische Zusammenführung der Grundstufe der Mühltalschule und der 3-
zügigen Ludwig-Schwamb-Schule entstand in Eberstadt ein inklusiver Schulstandort mit herausragen-
den Bedingungen. Das inklusive Bildungsangebot der Schule setzt sich in der Hauptstufe in der Koope-
ration mit der Gutenbergschule fort.
Herderschule, Förderschwerpunkt Sprachheilförderung mit Abteilung Hören.
Die Herderschule ist zentrale Sprachheilschule mit einer Abteilung Hören. Als „Angebots- und Durch-
gangsschule“ ist es ihr Ziel, die Schüler*innen so zu fördern, dass sie so bald wie möglich an die zu-
ständige Regelschule wechseln können.
Angebote im Einzugsbereich in anderen Trägerschaften
Christophorusschule Mühltal, Förderschwerpunkte geistige Entwicklung, Lernen und emotionale und soziale
Entwicklung
Die Christophorus-Schule ist eine private, staatlich genehmigte Förderschule für Kinder und Jugendliche
mit sonderpädagogischem Förderbedarf, Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, Lernen und emotio-
nale und soziale Entwicklung. Die Schule unterrichtet auf der Grundlage der anthroposophischen Heil-
pädagogik im Klassenverband mit Kindern unterschiedlichster Lern- und Entwicklungsstörungen über
12 Schuljahre. Finanziert wird die Schule durch öffentliche Zuwendungen des Landes und der Kommu-
nen, aus Spenden und Schulgeldzahlungen der Eltern.
Schule am Geisberg, Förderschwerpunkt emotionale-Soziale Entwicklung
Die Schule am Geisberg der EVIM Bildung gemeinnützige GmbH ist ein 100%iges Tochterunternehmen
von EVIM (Evangelische Verein für Innere Mission in Nassau) mit dem Hauptsitz in Wiesbaden.
In Kooperation mit dem Staatlichen Schulamt Darmstadt und dem Jugendamt der Wissenschaftsstadt
Darmstadt und dem Träger EVIM Bildung gGmbH wird ein Beschulungsangebot in der Eschollbrücker
Str. für aktuell 24 Schüler*innen betrieben.
Das Unterrichtsangebot richtet sich an Kinder und Jugendliche der Klassen 5 bis 10, die aufgrund ihres
hohen Anspruchs auf sonderpädagogische Förderung im Förderschwerpunkt emotionale und soziale
Entwicklung an der allgemeinen Schule zeitweise nicht inklusiv beschult werden können. Über das lang-
63
same Wiedereingliedern in Kooperationsschulen wird der Weg zurück ins allgemeine Schulsystem ange-
bahnt und bestritten. Sollte eine Rückführung nicht möglich sein, können die Jugendlichen den Haupt-
oder Realschulabschluss anstreben.
Der Zugang zur Schule am Geisberg in Darmstadt erfolgt seitens des Jugendamtes über Koordinations-
stelle Jugendhilfe und Schule (FSP EMS) unter Einbindung der Leitung des regionalen Beratungs- und
Förderzentrums Süd (an der Herderschule) im Rahmen der Fachrunde EMS /schulische Erziehungshilfe.
Die stetig hohen Anfragezahlen für den Standort Darmstadt sorgen dafür, dass über einen Standort-
wechsel nachgedacht werden muss, da es in der Eschollbrücker Straße keinerlei gesicherten Außenbe-
reiche für die Pausensituationen gibt.
Weitere Jugendhilfeangebote im Förderschwerpunkt emotionale-Soziale Entwicklung
Die Schüler*innen und deren Eltern können zusätzlich zum schulischen Angebot der Schule am Geis-
berg sozialpädagogisch unterstützt, gefördert und beraten werden. Dieses Jugendhilfeangebot (Hilfe
zur schulischen Integration) erfolgt durch die ambulanten Hilfen des Trägers EVIM Jugendhilfe.
Schüler*innen der 5. Klasse erhalten durch EVIM Jugendhilfe eine Förderung in Form eines Gruppenan-
gebotes HsI Plus (Hilfen zur schulischen Integration, Soziale Gruppe). Schüler*innen der Jahrgangsstufe
6./7. können bei entsprechendem Bedarf auch durch das Gruppenangebot unterstützt und gefördert
werden. Insgesamt stehen aktuell 6 Plätze zur Verfügung. Eine Erweiterung des Angebotes wird ange-
strebt.
Sowohl für das Beschulungsangebot (EVIM Bildung gGmbH) als auch für die ambulanten Hilfen (EVIM
Jugendhilfe) ist eine Beantragung durch die Personensorgeberechtigten beim Jugendamt Darmstadt
und eine Bewilligung im Rahmen der Hilfe zur Erziehung, gem. § 27 (3) SGB VIII oder im Rahmen der
Eingliederungshilfen, gem. § 35a SGB VIII durch das Jugendamt nötig.
Der Lernhafen ist ein schulisches Intensivangebot für Kinder der Klassenstufen 1 bis 4, die einen son-
derpädagogischen Förderbedarf im Bereich der emotionalen und sozialen Entwicklung aufweisen, dem
im klassischen Schulkontext aktuell nicht angemessen gefördert werden können.
Mit dem Lernhafen wird ein geschützter Lern- und Entwicklungsraum geschaffen, in dem Kinder mit
herausforderndem Verhalten ihre Stärken (wieder-)entdecken, Selbstwirksamkeit erfahren und in ihrer
Persönlichkeit wachsen können. Dabei steht nicht die reine Wissensvermittlung im Vordergrund, son-
dern die Stärkung der sozial-emotionalen Kompetenzen.
Grundlage der Arbeit ist die enge Zusammenarbeit im multiprofessionellen Team aus Sonderpädagogik,
Sozialpädagogik und Psychologie. Unterschiedliche fachliche Perspektiven greifen gleichwertig ineinan-
der und ermöglichen eine ganzheitliche Förderung der Kinder.
Die Elternberatung sowie die Zusammenarbeit mit Herkunfts- und Zielschulen sind fester Bestandteil
der Arbeit mit dem Ziel, schulische Teilhabe zu ermöglichen und nachhaltige Perspektiven zu schaffen.
Mit seinem Konzept ist der Lernhafen ein wichtiger Baustein im Spannungsfeld zwischen Schulpflicht,
Bildungsauftrag und Jugendhilfe. Der Lernhafen ist ein gemeinsames Förder- und Kooperationsprojekt
der Projekt PETRA GmbH & Co. KG, des Jugendamtes der Wissenschaftstadt Darmstadt und des Staat-
lichen Schulamts für die Stadt Darmstadt mit der Ernst-Elias-Niebergall-Schule. Eine Klasse wird an der
EEN unterrichtet, die anderen an der Stadtteilschule Arheilgen.
64
Förderschwerpunkte ohne eigenständige Förderschule im Einzugsbereich
Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung
Eine eigenständige Schule für diesen Förderschwerpunkt ist im Schulträgerbereich nicht eingerichtet.
Die Schüler*innen mit Förderbedarf körperliche und motorische Entwicklung werden überwiegend inklu-
siv unterrichtet. Der größte Teil der weiterführenden Schulen ist zumindest in Teilbereichen barrierefrei
erschlossen. Einige Standorte sind zudem mit behindertengerechten Sanitäranlagen ausgestattet. Sind
weitere bauliche Maßnahmen zur Barrierefreiheit erforderlich, werden diese in Zusammenarbeit mit
dem EB Immobilienmanagement durchgeführt.
Schüler*innen mit zusätzlichem Förderbedarf geistige Entwicklung oder komplexen Beeinträchtigungen
besuchen in der Regel die Christoph-Graupner-Schule.
Mit der Erich Kästner-Schule, Schule mit Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung,
in Langen, Landkreis Offenbach, besteht eine langjährige Kooperation bezüglich der Aufnahme von
Schüler*innen, deren Eltern die Aufnahme in eine entsprechende Förderschule wünschen.
Das überregionale Beratungs- und Förderzentrum der Christoph-Graupner-Schule kooperiert mit weite-
ren hessischen Förderschulen und Einrichtungen und berät Eltern hinsichtlich einer individuellen Schul-
laufbahn.
Förderschwerpunkt Sehen
Eine eigenständige Schule für diesen Förderschwerpunkt ist im Schulträgerbereich nicht eingerichtet.
Soweit keine inklusive Beschulung in allgemeinbildenden Schulen unter Anwendung von entsprechenden
Hilfsmitteln erfolgen kann, gibt es Kooperationsvereinbarungen zur Aufnahme der betroffenen Schü-
ler*innen mit verschiedenen hessischen Förderschulen, Hermann-Herzog-Schule in Frankfurt a.M. und
die Johann-Peter-Schäfer-Schule in Friedberg. Beide Schulen sind zudem überregionale Beratungs- und
Förderzentren, wobei für den Schulträgerbereich der Wissenschaftsstadt Darmstadt die Hermann-
Herzog-Schule zuständig ist.
Schule für kranke Schüler*innen
Schulen mit diesem Förderschwerpunkt fördern Schüler*innen, die voraussichtlich länger als sechs Wo-
chen in einer Klinik oder einer vergleichbaren Einrichtung aufgenommen werden und daher nicht die
Herkunftsschule besuchen können. Ziel der Schule ist es, erkrankte Schüler*innen so zu fördern, dass
sie nach längerem krankheitsbedingtem Fehlen dem Unterricht in ihrer Herkunftsschule wieder folgen
können.
In Darmstadt befindet sich die Schule für Kranke (Klinikschule) am Standort der Kinderkliniken Prinzes-
sin Margarete (am Alicehospital) und ist eine Abteilung der Ernst-Elias-Niebergall-Schule (Schule mit
Förderschwerpunkt Lernen).
Zwischen dem Landkreis Darmstadt-Dieburg und der Wissenschaftsstadt Darmstadt gilt die öffentlich-
rechtliche Vereinbarung vom 1.8.2022, mit der sich die Stadt Darmstadt verpflichtet, Schülerinnen und
Schüler aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg, die im Rahmen einer medizinischen Behandlung in den
Darmstädter Kliniken Prinzessin Margarete stationär behandelt werden, zur Beschulung in die „Schule
für Kranke“ als Gastschüler*innen aufzunehmen.
Aufgrund des gestiegenen Bedarfs an Klinikbetten im Bereich Psychosomatik stehen aktuell Überlegun-
gen zur Erweiterung der Schule für Kranke im Raum.
65
5.7 Schülerzahlentwicklung im Förderschulbereich
Die Entwicklung im Bereich Beschulung von Schüler*innen mit Förderschwerpunkten ist quantitativ un-
zuverlässiger zu prognostizieren als die Entwicklung der Anzahl der Schüler*innen insgesamt, da
Änderungen gesetzlicher Art Auswirkung auf die durchlaufenen Feststellungsverfahren haben
und damit die Förderquoten in den einzelnen Förderschwerpunkten erheblich beeinflussen; mit
solchen Veränderungen rechnen die Schulleitungen der Förderschulen nun auch in den kom-
menden Jahren aufgrund der letzten gesetzlichen Anpassungen;
Die Wahl zwischen inklusiver und exklusiver Beschulung vom Elternwillen abhängig ist; dieser ist
generell schwer zu prognostizieren, da der Elternwille sich nicht linear verhält. Solange keine
Stabilität des Elternwillens aus Entwicklungen der Vorjahre ablesbar ist, sind Prognosen mit ho-
her Unsicherheit behaftet.
Nachfolgend wird daher die Entwicklung in den Vorjahren ausgewertet und ergänzt um eine Modellrech-
nung im Förderschwerpunkt gE, da sich für diesen Handlungsbedarf bereits aufgrund der aktuell er-
reichten Schülerzahlen abzeichnet.
Abbildung 22 zeigt die Entwicklung der SuS in exklusiver Beschulung nach FSP seit 2017/18. Deutlich
ist der Rückgang im FSP Lernen: von 269 auf 168. Im FSP gE stieg die Schülerzahl im selben Zeitraum
an: von 138 auf 189 SuS. Im FSP Sprachheilförderung blieb sie nahezu stabil und liegt in den letzten
Schuljahren bei rund 140 SuS. Die anderen FSP zeigen nur geringe Anzahlen.
Abbildung 22: Entwicklung der Anzahl derSuS in exklusiver Beschulung nach FSP(Quelle: Amt für Statistik auf Basis LUSD)
269 263 254 245 226 210 194 177 168
138 147 153 149 165 177 173 178 189
166 158 161
134 145 141 137 138 145
0
50
100
150
200
250
300
2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24 2024/25 2025/26
Anzahl der Schüler*innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf
nach Förderschwerpunkten an Förderschulen am Standort
Darmstadt
Emotionale und soziale Entwicklung Lernen
Geistige Entwicklung Sprachheilförderung
Hören
66
5.7.1 FSP gE
5.7.1.1 Entwicklung in den letzten Jahren
Zur Entwicklung im FSP GE hat das HMKBC für die Schulverwaltungsamts-Leitungs-Tagung am 23. Ok-
tober 2025 Daten für die FöS in Hessen ausgewertet (Abbildung 23): deutlich wird der landesweite An-
stieg nach 2015. Zur Frage, ob der Anstieg rein demographisch bedingt ist, wurde zudem die Entwick-
lung im FSP KME ausgewertet: Dort sind die Zahlen rückläufig.
Die weitere Entwicklung im FSP GE ist stark davon abhängig, ob die Förderquote weiter wie in den letz-
ten Jahren steigen wird – dann ergeben sich auch für Hessen insgesamt nochmals steigende SuS-
Zahlen. Wenn jedoch die Förderquote stabil bliebe, würden hessenweit gesehen die SuS-Zahlen leicht
sinken. Nur in Kommunen mit steigender Gesamtkinderzahl läge auch im FSP GE die SuS-Zahl dann
noch höher als in den letzten Jahren.
Bezogen auf die Wissenschaftsstadt Darmstadt zeigt sich ebenfalls der Anstieg der letzten Schuljahre
(Abbildung 24). Deutlich wird zudem, dass der Anstieg insgesamt v.a. das Förderschulsystem betrifft:
die Anzahl der inklusiv beschulten Kinder im FSP GE lag in den letzten Jahren stabil.
Abbildung 23: SuS in den FSP GE und KME an FöS in Hessen(Quelle: HMKBC)
138 147 153 149
177 173 178 189
25 23 24 27 33 39 36 32
163 170 177 176
210 212 214 221
0
50
100
150
200
250
2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2022/23 2023/24 2024/25 2025/26
geistige Entwicklung: Schulort Darmstadt (alle Stufen)
Förderschule inklusive Beschulung Gesamt
Abbildung 24: SuS im FSP GE in Darmstadt (Quelle: Amt für Statistik auf Basis LUSD)
67
5.7.1.2 Modellrechnung zukünftige Entwicklung
Zur Ermittlung des Gesamtbedarfs an Förderschulplätzen im FSP gE wird folgende Berechnung durch-
geführt (Tabelle 17):
Anteil gE an Gesamtschülerzahl im SJ 2025/26 = 1,21%
Hochrechnung Schüler*innen gE (1,21%) auf Basis künftiger Gesamtschülerzahlen
Angenommener Anteil inklusiver Beschulung 13,0% (2025/26 lag der Wert bei 15,7%; aller-
dings ist die Kapazität der Kooperationsklassen begrenzt, weshalb bei höheren Gesamtschüler-
zahlen von einem geringeren Anteil inklusiver Beschulung ausgegangen wird)
Abgleich mit der vorhandenen Kapazität von 140 SuS
Berechnung des Fehlbedarfs an Klassen (Teiler: 7,0)
Tabelle 17: Modellrechnung zukünftige Anzahl der SuS im FSP gE
SuS allg. Schulen 2025/
26
2026/
27
2027/
28
2028/
29
2029/
30
2030/
31
Grundschulen 5.581 5.606 5.639 5.736 5.747 5.651
Sekundarstufe I 7.540 7.755 7.914 7.981 8.079 8.181
insgesamt 13.121 13.361 13.553 13.717 13.826 13.832
Hochrechnung zzgl. 20% SuS
aus DA an Privatschulen / Aus-
pendler
16.401 16.701 16.941 17.146 17.282 17.290
davon 1,21% im FSP gE 198 202 205 207 209 209
davon IB 13,0% 26 26 27 27 27 27
FSP gE an FöS Primar und Sek I 173 176 178 181 182 182
FSP gE an FöS Sek II 20 20 25 30 30 30
FSP gE insgesamt 193 196 203 211 212 212
Kapazität 140 140 140 140 140 140
Fehlbedarf Plätze 53 56 63 71 72 72
Fehlbedarf Klassen 8 8 10 11 11 11
Bei einer maximalen Klassengröße von 7 ergibt sich ein Mehrbedarf in Größenordnung von bis zu 11
Klassen. Dies entspricht einer 1-zügigen Schule.
5.7.1.3 Handlungsbedarf
Die Christoph-Graupner-Schule wurde 1978 und in den Folgejahren für eine Schülerzahl von 70-100
Kinder und Jugendliche erbaut. Durch erfolgte Umwidmung von Fachräumen in Klassenräume konnten
im Schuljahr 2018/2019 ca. 140 Schüler*innen (davon einige auch stationär) an bzw. von der Schule
unterrichtet werden. Bis zu 15 Kinder sind Bewohner der Einrichtung Bärenstark, eine stationäre Inten-
sivpflegeeinrichtung für schwerstpflegebedürftige Kinder und Jugendliche in Darmstadt. Bis zu 30 Kin-
der kommen auf Grundlage der bestehenden öffentlich-rechtlichen Vereinbarung aus dem Landkreis
Darmstadt-Dieburg.
Eine erste Maßnahme als Reaktion auf die steigenden Schülerzahlen ist die Sanierung und eine bauliche
Erweiterung der Schule, die im Schuljahr 2021 begonnen wurde. Der Wettbewerb hierzu und notwendi-
ge Vergabeverfahren fanden im Jahr 2019 statt. Da aufgrund des begrenzten Schulgrundstücks und
einer sinnvollen pädagogischen Organisationsgröße eine weitere Erhöhung der Kapazität nicht möglich
68
ist, bedarf es zukünftig weiterer Maßnahmen und Entwicklungsschritte hinsichtlich der Beschulung von
Schüler*innen mit Förderbedarf geistige Entwicklung, bzw. komplexen Beeinträchtigungen.
Daher sind folgende Maßnahmen in Abstimmung mit dem Staatlichen Schulamt zu entwickeln und zeit-
nah zur Umsetzung zu bringen:
Eruierung von Möglichkeiten der Kooperation zwischen Förderschule und Beruflichen Schulen
Einrichtung von Kooperationsklassen in der Sekundarstufe I
Einrichtung einer weiteren Förderschule im FSP geistige Entwicklung im Süden der Wissen-
schaftsstadt Darmstadt
Im Bereich der Förderschulen sind Prognosen mit einer höheren Unsicherheit behaftet als bei den all-
gemeinen Schulen: Die Förderquoten sind abhängig von Veränderungen der entsprechenden Landesver-
ordnungen, die Inklusionsanteile von den Elternwünschen und der Weiterentwicklung der Angebote der
allgemeinen Schulen. Daher sollten die SuS-Zahlen insbesondere im FSP gE regelmäßig evaluiert wer-
den, um Veränderungen frühzeitig zu registrieren und ggf. erforderliche Maßnahmen ergreifen zu kön-
nen.
5.7.2 FSP LER
In den Schulen im Förderschwerpunkt Lernen war in den letzten Jahren eine rückläufige Entwicklung zu
erkennen, die gekoppelt war an den Anstieg der inklusiven Beschulung. Wenn nun aufgrund der demo-
grafischen Entwicklung wieder mehr Schüler*innen insgesamt im System vorhanden sind, so wäre ohne
Veränderung von gesetzlichen Parametern mit einem Anstieg der Schüler*innen in den Förderschulen
Lernen zu rechnen. Allerdings zeigt sich seit der letzten gesetzlichen Anpassung bei den Feststellungs-
verfahren eine rückläufige Entwicklung.
5.7.3 FSP SPR
Mit der Sanierung der Herderschule hat die Wissenschaftsstadt Darmstadt die Förderschule im Schwer-
punkt Sprachheilförderung zukunftsfähig aufgestellt. Die Kapazitäten des Schulstandorts sind auch in
den kommenden Jahren ausreichend für die Beschulung der Schüler*innen der Primarstufe und der Sek
I. Nicht durch Darmstädter Kinder belegte Plätze werden auch in den kommenden Jahren mit Kindern
aus den umliegenden Kreisgebieten belegt werden können. Seit SJ 2023/24 ist die Herderschule im
Pakt für den Ganztag.
5.7.4 FSP EMS
Eine Schule mit dem Förderschwerpunkt emotionale-soziale Entwicklung ist aktuell in Darmstadt nicht
eingerichtet und in den vorhandenen Systemen zu wenige Plätze vorhanden (Christophorus Schule in
freier Trägerschaft, Schule am Geisberg, Häuslicher Sonderunterricht). Im Gegensatz dazu steht die
hohe Zahl an inklusiv beschulten Schüler*innen mit dem Förderschwerpunkt EMS an den Regelschulen,
an denen nicht die personellen und sächlichen Rahmenbedingungen gegeben sind, um alle Schü-
ler*innen optimal fördern zu können. Das Projekt Petra, Lernhafen, fängt einen Teil der Bedarfe auf.
In Abstimmung mit dem Schulträger Landkreis Darmstadt-Dieburg sowie dem Staatlichen Schulamt für
den Landkreis Darmstadt-Dieburg und die Wissenschaftsstadt Darmstadt sind alternative Perspektiven
zu entwickeln, um Schüler*innen mit diesem Förderschwerpunkt ein adäquates Bildungsangebot ma-
chen zu können.
69
5.8 Raumbedarfe für Inklusion
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat das Ziel, eine inklusive Schulkultur sowohl im pädagogischen als
auch im baulichen Bereich zu fördern und zu stärken.
Das bedeutet einen Paradigmenwechsel für Pädagogik und Architektur im Schulbau, es bedeutet erhöh-
te Raumressourcen, Entwicklung von neuen Raum- und Flächenkonzepten auf der Grundlage des Ge-
dankens einer Schule für Alle.
Aus schulischer Sicht stellt Inklusion viele neue Anforderungen, die über den Anspruch Barrierefreiheit
als rein technische Angelegenheit zu begreifen, weit hinausgeht. Im Zusammenhang mit der Entwick-
lung inklusiver Schulen gewinnt die Phase 0, die Erarbeitung der Flächen- und Raumanforderungen auf
der Grundlage des pädagogischen Konzepts einer inklusiven Schule zunehmend an Bedeutung. „Wie viel
mehr Raum und Fläche benötigt eine inklusive Schule?“
Vor dem Hintergrund der Umsetzung der Inklusion im Schulbereich werden zwei zentrale Handlungsfel-
der im baulichen Bereich sichtbar:
(1) Herstellung einer Barrierefreiheit (Umsetzung §54 HBO) in einem umfassenden Sinne und
(2) nachhaltige, flexible, an inklusive Pädagogik angepasste Raumkonzepte, zusätzliche Versorgung mit
Differenzierungs- und Rückzugsräumen, Aktivierung pädagogischer Erschließungsflächen, Sanitär-
räume mit erhöhtem Pflegeraumbedarf, gezielter Ausbau von Ganztagsbereichen.
Es zeigt sich, dass für eine erfolgreiche Inklusion insbesondere der zweite Teil wichtig ist und hier, an-
ders als etwa in der Thematik Aufzüge und Rampen, bautechnische Fragen weniger im Vordergrund
stehen. Festlegungen zur räumlichen und organisatorischen Anordnung von Differenzierungs- und pä-
dagogischen Erschließungsflächen sowie Rückzugsräumen stellen zentrale planerische Fragestellungen
beim (Um-) Bau der Schulen dar. Neben einer durchgängigen Barrierefreiheit im Sinne der UN-
Behindertenrechtskonvention 2009 sehen alle Neuplanungen und Sanierungen möglichst intuitiv zu
nutzende Lernumgebungen mit einer klaren Orientierung vor.
Mit diesen Entscheidungen werden die Weichen für eine erfolgreiche Inklusion im baulichen Bereich
gestellt. Damit verschiebt sich die Diskussion um Raum und Inklusion von einer primär bautechnischen
und investiven Abwägung hin zu einer pädagogisch-konzeptionellen Chance zur Umsetzung von Teilha-
be.
Eine erfolgreiche Inklusion an Regelschulen kann im komplexen Planungsprozess nur gelingen, wenn
die Entscheidungen im baulichen Bereich den Anforderungen aller Nutzergruppen einer Schulgemeinde
(Schüler*innen, Lehrkräfte, Eltern und pädagogisches Personal) entsprechen.
Die Nutzeranforderungen motorischer, sensorischer und kognitiver Art werden in den Planungsprozess
integriert, wobei der Schulträger davon ausgeht, dass Kinder und Jugendliche aller Förderschwerpunkte
im Rahmen der inklusiven Bildung in den weiterführenden Regelschulen unterrichtet werden.
Die unterschiedlichen Förderschwerpunkte und daraus resultierenden Anforderungen machen deutlich,
dass im Schulbau mehr als nur eine barrierefreie Erschließung im Sinne von „rollstuhlgerecht“ notwen-
dig ist. Das Zwei Sinne-Prinzip, Hörsamkeit, Akustik, Leitsysteme haben ebenso Bedeutung wie die an
inklusive Pädagogik angepassten Raumkonzepte. Insbesondere der Förderschwerpunkt emotionale und
soziale Entwicklung erfordert Antworten in räumlichen Konzepten.
Alle Förderschwerpunkte sollten gleichwertig berücksichtigt werden, eine unverhältnismäßige Aufwer-
tung“ in einem Bereich darf nicht zum Nachteil anderer Nutzer*innengruppen führen.
Das im komplexen Planungsprozess entwickelte räumliche Konzept ist zusätzlich in Einklang zu bringen
mit Themenbereichen wie Brandschutz, Denkmalpflege, baurechtliche Belange und Statik.
70
5.9 Schulorganisatorische Maßnahmen
§145 und 146 HSchG: Antrag auf Errichtung einer weiteren Förderschule (1-zügig) im FSP gE im Süden
der Stadt; damit einhergehend wird die für die Christoph-Graupner-Schule vorgesehene Kapazität von
140 Schüler*innen eingehalten.
71
6 SCHULFORMÜBERGREIFENDE THEMEN
6.1 Ganztag
6.1.1 Rechtliche Grundlagen und Richtlinien
6.1.1.1 Hessisches Schulgesetz
Der „Pakt für den Ganztag“ wurde im Rahmen der Novellierung des Hessischen Schulgesetzes (HSchG)
verankert. Konkret findet er seine rechtliche Grundlage in § 15 Abs. 4 HSchG, der ganztägigen Angebote
und deren Profil beschreibt und den Pakt als Form ganztägiger Angebote benennt.
Das Hessische Schulgesetz regelt systematisch sämtliche schulischen Belange in Hessen, einschließlich
Ganztagsangebote und Betreuungssysteme; hierbei dient § 15 HSchG neben den zugehörigen Richtli-
nien als zentrale Norm für die Ganztagsentwicklung.9
6.1.1.2 Kooperationsvereinbarung
Der „Pakt für den Ganztag“10 beruht auf einer Kooperationsvereinbarung zwischen dem Land Hessen
und den kommunalen Schulträgern (Landkreise, kreisfreie Städte etc.). Diese wird lokal angepasst und
ergänzt und bildet die vertragliche Grundlage für die Umsetzung vor Ort.
In dieser Vereinbarung verpflichten sich Land und Schulträger gemeinsam, ein integriertes, bedarfsori-
entiertes und verlässliches Bildungs- und Betreuungsangebot von 07:30 Uhr bis 17:00 Uhr an fünf Ta-
gen pro Woche und in den Ferien anzubieten.
Die Kooperationsvereinbarung wird ergänzt durch kommunale Anlagen und richtet sich an Grundschu-
len und Grundstufen von Förderschulen, die in den Pakt aufgenommen werden wollen.
6.1.1.3 Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung nach SGB VIII
Parallel zur landesrechtlichen Verankerung des Pakts gibt es einen bundesrechtlichen Rechtsanspruch
auf ganztägige Förderung von Kindern im Grundschulalter, verankert in § 24 Abs. 4 n.F. des Achten Bu-
ches Sozialgesetzbuch (SGB VIII)11.
Die Erfüllung des Rechtsanspruchs liegt gemäß SGB VIII in der Verantwortung der örtlichen Träger der
öffentlichen Jugendhilfe. Angebote aus dem Landesprogramm (einschließlich des Pakt-Angebots) kön-
nen auf diesen Rechtsanspruch angerechnet werden.
9 https://www.rv.hessenrecht.hessen.de/
10 https://kultus.hessen.de/schulsystem/ganztagsprogramm-des-landes-hessen/pakt-fuer-den-ganztag
11 https://www.ganztag-hessen.de/rechtsanspruch
72
6.1.1.4 Richtlinien und Qualitätsrahmen
Für ganztägig arbeitende Schulen, einschließlich derjenigen im „Pakt für den Ganztag“, gilt die Richtli-
nie für ganztägig arbeitende Schulen in Hessen nach § 15 HSchG. Diese Richtlinie enthält den Qualitäts-
rahmen für ganztägige Angebote, der den pädagogischen und organisatorischen Standards zugrunde
liegt.
Diese Richtlinie konkretisiert auch den Umfang, die Inhalte und die verbindlichen Qualitätsanforderun-
gen, die an pädagogische Angebote, Kooperationsstrukturen und Transparenzstandards gestellt werden.
6.1.2 Merkmale der ganztägigen Angebote
6.1.2.1 Organisationsformen
Die Richtlinie unterscheidet verschiedene Organisationsmodelle, insbesondere:
Profil 1: Angebote an mindestens drei Tagen pro Woche mit einem bestimmten zeitlichen Min-
destumfang,
Profil 2: Erweiterte Angebote mit höherem Stundenumfang und stärkerer pädagogischer Ver-
zahnung,
Profil 3: Gebundene Form mit verpflichtender Teilnahme für alle Schülerinnen und Schüler an
mindestens drei Tagen pro Woche.
Der „Pakt für den Ganztag“ stellt eine besondere Ausgestaltung dar, die in enger Kooperation zwischen
Land und Schulträger umgesetzt wird und eine verlässliche Betreuung in der Regel von 7:30 Uhr bis
17:00 Uhr vorsieht.
6.1.2.2 Pädagogische Grundsätze
Die Richtlinie zu § 15 HSchG formuliert Qualitätsanforderungen für ganztägig arbeitende Schulen. Dazu
gehören insbesondere:
eine pädagogisch sinnvolle Rhythmisierung des Schultages,
die Verzahnung von Unterricht, Lernzeiten und Förderangeboten,
ein ausgewogenes Verhältnis von Lern-, Bewegungs- und Erholungsphasen,
Angebote zur Förderung sozialer, kultureller und kreativer Kompetenzen,
die Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams.
Ganztagsangebote sollen sich am Schulprogramm orientieren und Bestandteil der schulischen Quali-
tätsentwicklung sein.
73
6.1.3 Ganztägig arbeitende Grundschulen
Seit dem Schuljahr 2024/25 sind alle öffentlichen Grundschulen und Förderschulen mit Grundstufe in
der Wissenschaftsstadt Darmstadt im Pakt für den Ganztag (Tabelle 18).
Tabelle 18: Schuljahr des Beitritts zumPakt für den Ganztag
74
Abbildung 25 zeigt die Entwicklung der Anzahl der Plätze in der Schulkindbetreuung sowie im Pakt für
den Ganztag. Deutlich wird der kontinuierliche Anstieg in den letzten Schuljahren. Im Schuljahr
2026/27 wird die Platzzahl erstmals bei über 4.000 liegen.
In der Wissenschaftsstadt Darmstadt sind seit dem SJ 2024/25 alle Grundschulen im Pakt für den
Ganztag beigetreten und ermöglichen eine sukzessive Umsetzung des Rechtsanspruchs für alle Kinder
im Grundschulalter bis zum SJ 2029/30. Als Hauptkooperationspartner der Grundschulen wirken freie
Angebotsträger mit (alle anerkannte freie Jugendhilfeträger), in alphabetischer Reihenfolge:
Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Darmstadt e.V.
ASB Landesverband Hessen e.V., Regionalverband Südhessen
BDKJ – Bund der Deutschen Katholischen Jugend
Buschwerk – Förderverein der Wilhelm-Busch-Schule e.V.
Die Villa e.V.
Förderverein Grundschule Astrid-Lindgren e.V.
Mobile Praxis e.V.
Nachbarschaftsheim Darmstadt e.V.
PI – Pädagogische Initiative an der Schillerschule e.V.
Sozialkritischer Arbeitskreis e.V.
2010 /
2011
2011 /
2012
2012 /
2013
2013 /
2014
2014 /
2015
2015 /
2016
2016 /
2017
2017 /
2018
2018 /
2019
2019 /
2020
2020 /
2021
2021 /
2022
2022 /
2023
2023 /
2024
2024 /
2025
2025 /
2026
2026/
2027
PfdG 0 0 0 0 0 235 426 587 645 1.142 1.467 1.933 2.501 2.851 3.580 3.942 4.225
SKB 1.091 1.266 1.383 1.601 1.676 1.476 1.539 1.549 1.723 1.385 1.140 784 564 556 0 0 0
0
500
1.000
1.500
2.000
2.500
3.000
3.500
4.000
4.500
Entwicklung Anzahl der Schulkindbetreuungsplätze und
Plätze im Pakt für den Ganztag (Wissenschaftsstadt Darmstadt)
SKB PfdG
Abbildung 25: Entwicklung der Anzahl der Schulkindbetreuungsplätze und der Plätze im Pakt für den Ganztag
75
6.1.4 Ganztägig arbeitende weiterführende Schulen - Sekundarstufe I
Die Profile der Sekundarstufe I an den Schulen in Darmstadt zeichnen sich durch eine vielfältige und
differenzierte Bildungslandschaft aus. Sie umfassen sowohl allgemeinbildende als auch profilbildende
Schwerpunkte, die den unterschiedlichen Begabungen, Interessen und Bildungszielen der Schülerinnen
und Schüler gerecht werden. Dazu zählen unter anderem sprachliche, naturwissenschaftlich-technische,
musisch-künstlerische sowie sportliche Angebote.
Durch die gezielte Ausgestaltung von Profilen und Wahlmöglichkeiten wird individuelles Lernen geför-
dert und die Anschlussfähigkeit an die Sekundarstufe II sowie an berufliche Bildungswege gesichert.
Gleichzeitig leisten die Schulen einen wichtigen Beitrag zur Chancengerechtigkeit und zur Stärkung der
Bildungsbiografien aller Schülerinnen und Schüler.
Ab dem Schuljahr 2025/26 sind in Darmstadt – mit Ausnahme von drei Schulen – alle Schulen der Se-
kundarstufe I dem Profil 2 zugeordnet. Damit wird ein erweitertes Bildungs- und Betreuungsangebot
sichergestellt, das den Anforderungen eines zeitgemäßen Ganztagsbetriebs entspricht. Als Hauptkoope-
rationspartner fungieren die bereits genannten Angebotsträger.
6.1.5 Mittagsverpflegung im Rahmen des Ganztagsangebots („Pakt für den
Ganztag“)
Im Bildungs- und Betreuungsangebot „Pakt für den Ganztag“ ist eine gesundheitsfördernde, altersge-
rechte sowie warme Mittagsverpflegung für alle teilnehmenden Kinder sicherzustellen. Die hierfür not-
wendige räumliche, technische und organisatorische Infrastruktur wird durch den Schulträger, die Wis-
senschaftsstadt Darmstadt, bereitgestellt und kontinuierlich weiterentwickelt.
Die Ausgestaltung der Mittagsverpflegung orientiert sich verbindlich an den Qualitätsstandards der
Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) für die Schulverpflegung sowie an den geltenden Ma-
gistratsbeschlüssen der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Darüber hinaus behält sich der Schulträger vor,
Tabelle 19: Profile der ganztägig arbeitenden weiterführenden Schulen
76
ergänzende Regelungen zur qualitativen und organisatorischen Weiterentwicklung der Schulverpflegung
zu treffen.
Die Mittagsverpflegung ist integraler Bestandteil des pädagogischen Gesamtkonzepts und leistet einen
wichtigen Beitrag zur Förderung gesundheitsbezogener Kompetenzen. Sie unterstützt die Entwicklung
eines bewussten Ernährungs- und Gesundheitsverhaltens und ist eingebettet in eine Schulkultur, die
sich an den Leitprinzipien Ganzheitlichkeit, Wertschätzung, Partizipation, Transparenz und angemesse-
ner Zeitstruktur orientiert. Im Sinne des Bildungs- und Erziehungsplans für Kinder in Hessen (HEBP)
trägt die Gestaltung der Mittagssituation zur Stärkung der Kinder in ihrer Selbstständigkeit und sozialen
Kompetenz bei („Starke Kinder“).
Organisatorisch sind geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen, die sowohl den Bedürfnissen der Kin-
der als auch den schulischen Abläufen gerecht werden. Hierzu zählen unter anderem:
die Umsetzung geeigneter Ausgabesysteme (z. B. Schüsselsystem) zur Förderung von Selbstbe-
stimmung und Tischkultur,
eine bedarfsgerechte Planung der Essensschichten in Abhängigkeit von der Anzahl der teilneh-
menden Kinder,
die Rhythmisierung des Schultages unter Berücksichtigung ausreichender und verlässlicher Es-
senszeiten.
Eine ausgewogene Ernährung stellt ein grundlegendes Bedürfnis der Kinder dar und hat daher in der
Planung und Umsetzung der Mittagsverpflegung einen hohen Stellenwert. Sie ist als zentraler Bestand-
teil einer ganztägig arbeitenden Schule zu verstehen und trägt wesentlich zur Sicherstellung der Leis-
tungsfähigkeit in Lern- und Spielphasen bei.
Alle Kinder, die am Ganztagsangebot teilnehmen, nehmen ihr Mittagessen verbindlich in den festgeleg-
ten Zeitfenstern in der Mensa ein. Die gemeinsame Mahlzeit wird als sozialer Lernraum gestaltet: Sie
fördert kommunikative Fähigkeiten, stärkt das Gemeinschaftsgefühl und ermöglicht den Kindern Be-
gegnungen mit unterschiedlichen Esskulturen. Dadurch leistet die Mittagsverpflegung einen wichtigen
Beitrag zur sozialen Integration und zum interkulturellen Lernen innerhalb der Schulgemeinschaft.
6.1.6 Finanzielle und personelle Ausstattung
Die Finanzierung der Angebote im Pakt für den Ganztag erfolgt auf Grundlage einer gemeinsamen Ver-
antwortung von Schulträger, Land Hessen und Eltern. Der Schulträger stellt im Rahmen der jeweils ver-
fügbaren Haushaltsmittel die finanziellen Mittel für die Durchführung und Weiterentwicklung der Ganz-
tagsangebote bereit. Die kommunalen Mittel dienen insbesondere der Sicherstellung eines verlässlichen
Grundbetriebs, der Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen sowie der Koordination und Steuerung
der Angebote. Sie bilden die Grundlage für eine bedarfsgerechte Angebotsstruktur und gewährleisten
die Gleichwertigkeit der Ganztagsangebote an allen Paktschulen.
Ergänzend werden Landesressourcen des Landes Hessen gemäß den jeweils geltenden landesrechtli-
chen Regelungen, insbesondere im Zusammenhang mit § 15 Hessisches Schulgesetz, eingesetzt. Diese
Landesressourcen können sowohl in Form von Personalressourcen als auch in Form von finanziellen
Mitteln zur Verfügung gestellt werden (Stellen und „Stellen in Mitteln“). Der Einsatz der kommunalen
Finanzierung erfolgt nachrangig und ergänzend zur Landesförderung und dient der qualitativen Weiter-
entwicklung und Absicherung der Ganztagsangebote.
77
6.2 Sprachintensivangebote
An hessischen Schulen gibt es verschiedene Sprach- bzw. Sprachintensivangebote, die gezielt darauf
ausgerichtet sind, Schülerinnen und Schüler beim Erwerb der deutschen Sprache zu unterstützen. Die-
se Angebote sind Teil eines schulischen Gesamtsprachförderkonzepts, das vor allem Sprachförderung
für Kinder und Jugendliche mit nichtdeutscher Herkunftssprache umfasst und helfen soll, Bildungser-
folg und Integration zu sichern.
Intensivklasse und -kurse richten sich an neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler ohne oder mit
nur geringen Deutschkenntnissen. Im Schuljahr 2025/26 wurden an den Darmstädter Schulen in der
Primarstufe 18 Intensivklassen mit insgesamt 248 Schülerinnen und Schüler gebildet. In der Sekundar-
stufe wurden in 17 Intensivklassen insgesamt 259 Schülerinnen und Schüler beschult.
An allen Grundschulen (außer der Frankensteinschule) werden bereits vor der Einschulung sogenannte
Vorlaufkurse zur Sprachförderung angeboten.
Abhängig vom Umfang der Sprachintensivangebote und der Anzahl der gebildeten Klassen ergibt sich
an den Schulen ein erhöhter Raumbedarf. Der Schulträger unterstützt die Schulen bei der Bereitstellung
von Räumen oder - im Sinne einer multifunktionalen Raumnutzung - bei der Planung und Ausstattung
der vorhandenen Räumlichkeiten.
6.3 Schul-IT und Medienzentrum
6.3.1 Bildung im Zeitalter der Digitalität
Der Bildungsauftrag im Zeitalter der Digitalität ist von entscheidender Bedeutung, da digitale Techno-
logien unser tägliches Leben und die Arbeitswelt stark prägen. Eine solide digitale Bildung ermöglicht
es den jungen Menschen, die Fähigkeiten zu entwickeln, die sie benötigen, um in einer zunehmend
digitalisierten Gesellschaft erfolgreich zu sein. Sie befähigt sie, digitale Werkzeuge und Ressourcen
effektiv zu nutzen, kritisch zu denken, komplexe Probleme zu lösen, kreativ zu sein und sich kontinu-
ierlich weiterzubilden. Darüber hinaus trägt eine umfassende digitale Bildung dazu bei, digitale Kom-
petenzen zu fördern, die für die persönliche Entwicklung, berufliche Möglichkeiten und die aktive
Teilhabe an der Gesellschaft unerlässlich sind. In einer Welt, die von digitalen Innovationen vorange-
trieben wird, ist eine solide digitale Bildung daher unverzichtbar, um sicherzustellen, dass alle Men-
schen die Chance haben, ihr volles Potenzial auszuschöpfen und sich erfolgreich in der modernen
Welt zu behaupten.
6.3.2 Medienzentrum Darmstadt
Das Medienzentrum Darmstadt ist gemäß § 162 Hessisches Schulgesetz (HSchG) die zentrale
Schnittstelle für die medienpädagogische Versorgung der Darmstädter Schulen. Es bündelt Aufgaben
der Medienbereitstellung, Fortbildung, Beratung und aktiven Medienarbeit, um die Medienbildungs-
kompetenz von Schülerinnen und Schüler, Lehrkräften und Schulleitungen nachhaltig zu stärken. Ne-
ben der Mediendistribution zählen besonders die Fortbildungen für Lehrkräfte und pädagogisches
Personal in Darmstädter Schulen zu den Hauptaufgaben des Medienzentrums.
Als Bindeglied zwischen der Wissenschaftsstadt Darmstadt als Schulträger, dem Staatlichen Schul-
amt für den Landkreis Darmstadt-Dieburg und die Wissenschaftsstadt Darmstadt, regionalen Part-
nern unterstützt es die Umsetzung der KMK-Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ sowie der kom-
munalen Bildungsstrategie vor Ort.
Die Rolle umfasst die rechtssichere Versorgung mit lizenzierten Medien und Technik, akkreditierte
Fortbildungen im Sinne des hessischen Portfolios Medienbildungskompetenz sowie die Begleitung
schulischer Digitalisierungsprozesse – immer mit Evaluation der Bildungsangebote zur kontinuierli-
chen Optimierung durch Feedback und Kennzahlen.
78
Mit diesen Instrumenten trägt das Medienzentrum maßgeblich zur Qualitätssicherung und Zukunfts-
fähigkeit der Darmstädter Bildungslandschaft bei.
6.3.3 Schul-IT
Im Rahmen der Aufgabenerfüllung der Wissenschaftsstadt Darmstadt als kommunaler Schulträger zur
Ausstattung und dem Unterhalt der Schulen gemäß der §§ 155 und 158 des Hessischen Schulgesetz-
tes ist das Sachgebiet Schul-IT des städtischen Schulamtes für die gesamte IT der 45 Darmstädter
Schulen in städtischer Trägerschaft zuständig.
Bildung im Zeitalter der Digitalität setzt eine verlässliche und zeitgemäße digitale Infrastruktur vo-
raus. Hier kommt der Schul-IT eine zentrale Rolle zu. Sie ist verantwortlich für die IT-Ausstattung der
Schulen und sorgt für die Beschaffung, Bereitstellung, den Betrieb, die Unterhaltung und Weiterent-
wicklung der notwendigen technischen IT-Infrastruktur. Die Betreuung der Schulverwaltungsnetze
liegt ebenfalls in deren Zuständigkeitsbereich.
Die Schul-IT unterstützt die Schulen durch technischen Support und bei der Einhaltung von Daten-
schutz- und IT-Sicherheitsvorgaben.
Nur durch eine leistungsfähige Netzinfrastruktur, geeignete IT-Endgeräte, zentrale Schulplattformen,
einen sicheren IT-Betrieb und eine professionelle und kontinuierliche Administration, können die pä-
dagogischen Anforderungen der digitalen Bildung nachhaltig erreicht werden. Die Schul-IT ist damit
erste und kompetente Ansprechperson rund um die Digitalisierung der Darmstädter Schulen.
6.4 Schulhöfe
Der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat im Jahr 1996 beschlossen, die Schulhöfe im
Stadtgebiet grundsätzlich für Kinder und Jugendliche frei zugänglich zu machen. Ziel dieser Entschei-
dung war es, zusätzliche wohnortnahe Bewegungs- und Begegnungsräume zu schaffen und damit einen
wichtigen Beitrag zur Freizeitgestaltung junger Menschen zu leisten.
Mit dem kontinuierlichen Ausbau der Ganztagsangebote an den Schulen haben sich jedoch die organi-
satorischen und pädagogischen Anforderungen deutlich verändert. Während der Unterrichts- und Be-
treuungszeiten – bis 17:00 Uhr – sind die Schulhöfe Bestandteil des schulischen Verantwortungsbe-
reichs und müssen daher ausschließlich der jeweiligen Schule zur Verfügung stehen.
Ein wesentlicher Hintergrund hierfür ist die Aufsichtspflicht: eine Durchmischung mit schulfremden
Kindern erschwert den Betreuungskräften in der Praxis die Übersichtlichkeit. Zudem ist es aus Gründen
des Kinderschutzes erforderlich, dass sich während der Betreuungszeiten keine fremden Erwachsenen
auf dem Schulgelände aufhalten.
Die Schulhöfe können somit erst nach dem Schulbetrieb oder an schulfreien Tagen uneingeschränkt von
der Öffentlichkeit genutzt werden. Um die geltenden Nutzungszeiten und Rahmenbedingungen transpa-
rent zu machen und Missverständnisse zu vermeiden, wurde an mehreren Schulhöfen bereits eine ent-
sprechende Beschilderung angebracht. Diese informiert klar und verständlich über die jeweiligen Zu-
gangsregelungen.
Die Weiterentwicklung und der Ausbau der Außenspielflächen an Schulen wird nicht zuletzt durch den
Ganztagsausbau vorangetrieben. Vielerorts mangelt es den Pausenhöfen an adäquaten Bewegungs- und
Spielangeboten, oder die vorhanden Spielgeräte zeigen altersbedingte Bauschäden auf. Um den Kindern
und Jugendlichen attraktive Orte zu bieten, investiert die Wissenschaftsstadt Darmstadt nicht nur in die
Schulgebäude, sondern auch in deren Schulhöfe. Die Verbesserung von Spiel- und Bewegungsangebote
wird beispielsweise auch durch Gelder des Startchancen-Programms gefördert.
Schulhöfe müssen, nicht zuletzt in ihrer Funktion als Feuerwehraufstellflächen und -zufahrten, grund-
sätzlich zu einem großen Teil befestigt sein. Dennoch gibt es auf vielen Schulhöfen Teilbereiche, die
79
entsiegelt und naturnah gestaltet werden könnten, um Mikroklima, Artenvielfalt und die Versickerung
von Regenwasser zu verbessern. Vor diesem Hintergrund hat der Magistrat 2024 beschlossen, eine Prü-
fung in Auftrag zu geben, welche Flächen entsiegelt und naturnah umgestaltet werden können - wobei
zunächst zehn beispielhafte Maßnahmen priorisiert werden sollen. Praktische Umweltbildungsprojekte
wie Schulgärten, Biodiversitätsflächen oder Tiny Forests haben das Potential sowohl die Lernumgebung
aufzuwerten als auch das Umweltbewusstsein der SuS zu fördern.
80
7 ZUSAMMENFASSUNG DER GEPLANTEN MASSNAHMEN
7.1 Genehmigungspflichtige Maßnahmen
Nach §145 Hess SchulG: Nach §146 Hess SchulG:
Erhöhung der Zügigkeit der Mornewegschule von
3 auf 5 Züge; Neubau oder Umnutzung eines Be-
standsgebäudes im Stadtgebiet Mitte oder West
Erhöhung der Zügigkeit der Mornewegschule von
3 auf 5 Züge; Neubau oder Umnutzung eines Be-
standsgebäudes im Stadtgebiet Mitte oder West
Erhöhung der Zügigkeit der Georg-Büchner-Schule
von 4 auf 5 Züge (zunächst im Interim; perspekti-
visch im Rahmen der erforderlichen Sanierung)
Erhöhung der Zügigkeit der Georg-Büchner-Schule
von 4 auf 5 Züge (zunächst im Interim; perspekti-
visch im Rahmen der erforderlichen Sanierung)
Erhöhung der Zügigkeit der Stadtteilschule auf 5 Erhöhung der Zügigkeit der Stadtteilschule auf 5
Organisatorische und bauliche Errichtung einer
neuen Förderschule im Förderschwerpunkt geisti-
ge Entwicklung im Süden der Wissenschaftsstadt
Darmstadt (1-zügig)
Organisatorische und bauliche Errichtung einer
neuen Förderschule im Förderschwerpunkt geisti-
ge Entwicklung im Süden der Wissenschaftsstadt
Darmstadt (1-zügig)
Einrichtung des Grundschulbezirks für die neue
Grundschule an der Albert-Schweitzer-Schule;
Anpassung des Grundschulbezirks der Ursula-
Fuchs sowie der Friedrich-Ebert-Schule.
Bei einem Teil der zuvor genannten Maßnahmen handelt es sich um im Status quo bereits praktizierte
Zügigkeiten, die durch den Beschluss verstetigt werden sollen: die Georg-Büchner-Schule ist aktuell 5-
statt 4-zügig, die Stadtteilschule arbeitet mit 5 Zügen.
Mittelfristig ist zu prüfen, ob die Entwicklungen in der Sekundarstufe I einen Bedarf an zusätzlichen
Kapazitäten in der Sekundarstufe II nach sich ziehen. Da dies nur im Zusammenspiel mit der Berufli-
chen Bildung bewertet werden kann, und auch in diesem Bereich aufgrund der noch im Genehmigungs-
verfahren befindlichen Schulentwicklungsplanung Veränderungen vorgesehen sind, wäre im Rahmen der
nun vorgelegten Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung der allgemeinen Schulen eine Festlegung
verfrüht. Nach Erhöhung der Kapazität der Mornewegschule, Etablierung am neuen Standort und Auf-
bau des größeren Systems über mehrere Jahrgangsstufen hinweg ist eine Evaluierung der Bedarfe für
die Beschulung nach Jahrgangsstufe 10 sinnvoll.
7.2 Genehmigungsfreie Maßnahmen
Temporäre Mehrklassenbildungen insbesondere in Jahrgang 5 an den Gymnasien im Rotati-
onsmodell; die konkreten räumlichen Optionen und Handlungsbedarfe sind in der Kapazitätsta-
belle dargestellt
Temporäre Mehrklassenbildungen insbesondere in höheren Jahrgangsstufen an den Schulfor-
men neben dem Gymnasium
Kündigung und Neuformulierung der Beschulungsvereinbarung mit dem Landkreis Darmstadt-
Dieburg zum 01.08.2030
Teilfortschreibungen für Grundschulen im Zuge der Weiterentwicklung von großen Wohnungs-
bauprojekten (insbesondere Marienplatz, Starkenburg, Klinikgelände)
81
STECKBRIEFE DER SCHULEN
Grundschulen Mitte
Christian-Morgenstern-Schule
Schillerschule
Goetheschule
Kyritzschule
Heinrich-Hoffmann-Schule
Elly-Heuss-Knapp-Schule
Ursula-Fuchs-Schule
Heinrich-Heine-Schule
Bessunger Schule
Grundschule an der Albert-Schweitzer-Anlage (in Planung)
Christian-Morgenstern-Schule
Stadtteil: Martinsviertel | 3-zügig
Schülerzahlen 284 SuS (Schuljahr 2025/26)
Ganztag Pakt für den Nachmittag seit 2019/20
Jugendhilfeträger Sozialkritischer Arbeitskreis e.V. (SKA)
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die im Bürgerpark gelegene Christian-
Morgenstern Schule ist eine von 4 Grundschulen
in der nördlichen Innenstadt. In unmittelbarer
Nachbarschaft befinden sich eine integrierte
Gesamtschule, zwei Förderschulen, ein
Oberstufengymnasium und das
Berufsschulzentrum Nord („Schulcampus
Bürgerpark“). Seit dem Jahr 2010 verfügt die
CMS über das Zertifikat „Musikalische
Grundschule“.
Seit dem SJ 2023/24 hat die CMS an 4 Tagen
eine verpflichtende Lernzeit für alle Kinder
eingerichtet.
Entwicklung und Schulorganisation
Die CMS wird in den kommenden Jahren
weiterhin stabile Schülerzahlen aufweisen.
Insgesamt wird - auf Grund der Verdichtung im
innerstädtischen Bereich - eine leicht steigende
Schülerzahl prognostiziert. Die Schule ist
aufgrund der räumlichen Kapazitäten dauerhaft
3-zügig zu sehen.
Barrierefreiheit
Alle Funktionsbereiche der Schule sind
barrierefrei erschlossen. Barrierefreie WC-Anlage
vorhanden.
Schulhof und Außengelände
Der Spielbereich der Schule wurde im Jahr 2025
komplett neugestaltet und erweitert, abgängige
Spiel- und Kletterelemente durch neue ersetzt
und um weitere Bewegungsangebote bereichert.
Dienststellennummer:
3202
Adresse:
Vogelsbergstraße 50
64289 Darmstadt
Kontakt:
06151 – 13 - 481500
Christian-Morgenstern-Schule@darmstadt.de
Entwicklung in den Vorjahren und Prognosejahren
Vorjahre
Jeweils 12 Klassen Prognosejahre
Zunächst weiterhin 12 Klassen und SuS-
Zahlen im Bereich der Schuljahre seit
2022/23.
Einschulungsjahrgang 2028/29 und
2030/31 ggf. 2-zügig, da deutlich
weniger Kinder im Melderegister
verzeichnet sind (41 / 33); auch mit
Zuzugsgewinnen ist das Erreichen der 3-
Zügigkeit daher unwahrscheinlich.
Bauliche und räumliche Situation
Sanierungsstand
Das Gebäude wurde im Jahr 2001 generalsaniert.
Der östliche Teil des Außengeländes wurde 2025
komplett erneuert und um einen naturnahen
Spielplatz mit neuem Klettergerüst und „grünem
Klassenzimmer“ ergänzt.
Räumliche Situation
Die Schule verfügt generell über ausreichend Raum
für den 3-zügigen Schulbetrieb. Die zentral
gelegene Aktionsfläche im Erdgeschoß wird
multifunktional genutzt. Zur Kompensation
fehlender Differenzierungsflächen ist eine starke
Verstrickung von Unterrichts- und
Betreuungsräumen erforderlich.
Das Mittagessen findet in der angrenzenden Mensa
an der Bernhard-Adelung-Schule statt.
Geplante baulichen Maßnahmen
Aktuell keine Maßnahmen geplant.
Raumanalyse Christian-Morgenstern-Schule
FUNKTIONEN BESTAND BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Klasse | Ganztag 13
Gruppe | Differenzierung 4 plus Aktionsfläche
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 1 Multifunktion
Musik - Aktionsfläche | Aula
Computer 1
Gemeinschaftsflächen
Küche - Küchenzeile im Ganztagraum
Mensa - Essen in BAS-Mensa
Multifunktion 1 Aktionsfläche | Aula
Schülerbibliothek 1 Reduzierte Fläche, 30 qm
Sport- und Freiflächen
Sporthalle - Keine eigene Sporthalle
Bewegung/Psychomotorik -
Baujahr der Gebäude:
1 | 1973 Schulgebäude
2001 Grundsanierung
Grundstücksgröße: 7.800 m²
Schillerschule
Stadtteil: Martinsviertel | 4-zügig + Vorklasse
Schülerzahlen 392 SuS (Schuljahr 2025/26)
Ganztag Pakt für den Nachmittag seit 2019/20
Jugendhilfeträger Pädagogische Initiative Darmstadt e.V. (Päd In)
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Schillerschule ist eine von vier Grundschulen
in der nördlichen Innenstadt (Martinsviertel).
Entwicklung und Schulorganisation
Die Schillerschule ist 4-zügig zuzüglich einer
Vorklasse und bildet konstant 17 Klassen. Die
Schulbezirksgrenzen wurden in Korrespondenz
mit der Kyritzschule, der Heinrich-Hoffmann-
Schule und der Christian-Morgenstern-Schule
angepasst.
Barrierefreiheit
Die Barrierefreiheit ist nur in den Neubauten,
Schillerhaus I und II, gegeben. Eine barrierefreie
WC-Anlage ist vorhanden.
Schulhof und Außengelände
Zwischen Altbau, Pavillon und Sporthalle liegt
der großzügige Außenspielbereich der Schule
mit diversen Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten
und altem Baumbestand.
Dienststellennummer:
3221
Adresse:
Müllerstraße 11 - 13
64289 Darmstadt
Kontakt:
06151 – 13 - 486000
Schillerschule@Darmstadt.de
www.schillerschule-darmstadt.de
Entwicklung in den Vorjahren und Prognosejahren
Vorjahre
Rund 14% weniger SuS in JG 1 als im
Melderegister der Grundschulbezirks
16 bis 18 Klassen (ohne VLK / VG)
Prognosejahre
16 bis 17 Klassen
Einschulungsjahrgang 2027/28
besonders stark, ggf. dann 5
Eingangsklassen; im Folgejahr 2028/29
dann deutlich geringere Kinderzahl, so
dass den 5 Zügen eine 3-Zügigkeit folgt.
Bauliche und räumliche Situation
Sanierungsstand
Die Schillerschule ist grundsaniert.
Die ehemalige Hausmeisterwohnung steht nach
dem Auszug des Hausmeisters für schulische
Zwecke zur Verfügung und wird im Sommer 2026
saniert und für Schulische Zwecke nutzbar
gemacht.
Räumliche Situation
Die Grundschule hat mit dem Neubau in der
Pankratiusstraße 18 (Schillerhaus II) neue,
zusätzliche Räume erhalten. Diese werden heute
ausschließlich von der Betreuung genutzt, haben
jedoch die bauliche Grundstruktur eines
Klassenraumclusters. Insgesamt gibt es in den
Schulgebäuden ausreichend Platz für die 4-
Zügigkeit, auch wenn die Ausstattung mit
Differenzierungs- und Fachräumen aufgrund der
gründerzeitlichen Bauweise als Flurschule etwas
gering ausfällt.
Die drei Räume der ehemaligen
Hausmeisterwohnung werden künftig als Büro,
Differenzierung, Besprechungs und Ruheräume
genutzt.
Geplante bauliche Maßnahmen
Sanierung der ehemaligen Hausmeisterwohnung
und Herrichtung für schulische Nutzung.
Raumanalyse Schillerschule
FUNKTIONEN BESTAND BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Klasse | Ganztag 17
Gruppe | Differenzierung 2
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 1 Schillerhaus I
Musik 1 Reduzierte Fläche, 40 qm
Computer 1
Gemeinschaftsflächen
Küche 2 Ausgabeküchen in SH I und II
Mensa 2 Essensbereich in SH I und II
Multifunktion 1 Foyer | Aula
Schülerbibliothek 1
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1
Bewegung | Psychomotorik -
Baujahr der Gebäude:
1 | 1880|1959
Hauptgebäude
2012 Gesamtsanierung
2 | 1965|2010 Anbau
3 | 1965 I 2006
Turnhalle/ WC-Anlage
2012 Sanierung
4 | 2011 Pavillon/Betreuung
5 | 2019 Neubau Dependance
Pankratiusstr.18
Grundstücksgröße: 7.800 m²
Goetheschule
Stadtteil: Johannesviertel | 2-3-zügig + Eingangsstufe
Schülerzahlen 236 SuS (Schuljahr 2025/26)
Ganztag Pakt für den Ganztag seit 2019/20
Jugendhilfeträger Sozialkritischer Arbeitskreis e.V. (SKA)
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Goetheschule ist eine von vier Grundschulen in
der nördlichen Innenstadt und bietet in 2 von
aktuell 3 Zügen die zweijährige Eingangsstufe.
Durch Teilung des Einzugsgebiets in Goetheschule
und Kyritzschule konnte die Schülerzahl zum
Schuljahr 2025/26 deutlich abgesenkt werden.
Im Bereich des Ganztages wird derzeit eine volle
Bedarfsabdeckung erzielt, die bei knapp 65% liegt.
Eine Auslastung von 70% wäre aus pädagogischer
und räumlicher Sicht vertretbar. Im Zuge des
Ganztags wurde die Stundetafel der 1./2. Klasse
2019/20 auf 25 Schulstunden erweitert, um eine
klasseninterne Lernzeit einzurichten. Diese wird
von allen SuS 1/2 besucht und lässt so alle Kinder
gelichermaßen vom Ganztag partizipieren. Die
aktuellste Verzahnung von Vor- und Nachmittag
ergibt sich durch festzugeordnete Ganztagsräume
(Regenbogenräume), die gemeinsam von Vor- und
Nachmittag genutzt werden.
Entwicklung und Schulorganisation
Die Schule bildet derzeit 9 Regelklassen und 3
Eingangsstufenklassen. Auf Grund des
neuzugeschnittenen Schulbezirkes haben weniger
SuS wohnortsbedingt einen Anspruch auf einen
Platz in der Eingangsstufe. Die Anmeldezahlen sind
daher stark gesunken; die Anmeldung für die
Eingangsstufe über Gestattungsantrag dagegen
gestiegen.
Barrierefreiheit
Keine Barrierefreiheit im Hauptgebäude, nur in der
Turnhalle. Dort auch barrierefreies WC vorhanden.
Schulhof und Außengelände
Der Pausenhof mit dem Schulgarten ist für die SuS
großzügig bemessen, die Verschattung durch
Bäume ist im südlichen Teilbereich des Hofes
gegeben. Ein Spielturm mit Rutsche wurde 2024
ersetzt.
Dienststellennummer:
3213
Adresse:
Viktoriastraße 31
64293 Darmstadt
Kontakt:
06151 – 13 - 483000
Goetheschule@darmstadt.de
www.goetheschule-darmstadt.de
Entwicklung in den Vorjahren und Prognosejahren
Vorjahre
18 bis 20 Klassen (ohne VLK) Prognosejahre
Aufgrund des verkleinerten Schulbezirks
10 bis 12 Klassen
Einschulungsjahrgänge 2028/29,
2029/30 und 2030/31 stark besetzt, der
Geburtenrückgang ist im Bezirk nicht
vorhanden
Bauliche und räumliche Situation
Sanierungsstand
Die denkmalgeschützte Schule befindet sich in
einem sanierungsbedürftigen Zustand. Der
große Multifunktionsraum wurde 2014 saniert.
Die Turnhalle wurde 2012 neu errichtet.
Räumliche Situation
Die Schule verfügt über ausreichend Raum für 3
Züge inklusive der beiden Eingangsstufenklassen
- unter der Voraussetzung einer
multifunktionalen Raumnutzung. Aufgrund des
Fehlens einer Mensa wird das warme
Mittagessen in einem der Ganztagsräume
ausgegeben. Im Hinblick auf den
Rechtsanspruch muss die Erweiterung des
Schulgebäudes/-geländes neu erörtert werden.
Die Erweiterung der Goetheschule als
Ganztagsstandort auf ein in schulnähe
befindliches Grundstück wurde vor einigen
Jahren angedacht, allerdings noch nicht
planerisch umgesetzt.
Geplante bauliche Maßnahmen
Sanierung des Hauptgebäudes und
Machbarkeitsstudie zur baulichen Erweiterung.
Raumanalyse Goetheschule
FUNKTION BESTAND BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich |
Klasse | Ganztag 13 + 2
Gruppen | Differenzierung 6
Fachunterrichtsräume
Kunst| Werken 1
Musik 1 Multifunktionsraum
Computer -
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 Ausgabeküche
Mensa 1 In GT-Raum
Multifunktion 1 Musik, Bewegung (235 qm)
Schülerbibliothek -
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1 Teilbare Einfeldhalle
Bewegung | Psychomotorik 1 Multifunktionsraum
Baujahr der Gebäude:
1 | 1895 Hauptgebäude
2014 Sanierung Dach +
Mehrzweckraum
2 | 2012 Turnhalle
Grundstücksgröße 5.700 m²
Kyritzschule
Stadtteil: Johannesviertel | 2,5-zügig
Schülerzahlen 143 SuS (Schuljahr 2025/26)
Ganztag Pakt für den Ganztag seit 2019/20
Jugendhilfeträger Sozialkritischer Arbeitskreis e.V. (SKA)
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Kyritzschule ist eine von vier Grundschulen
in der nördlichen Innenstadt. Die Schule wurde
aufgrund steigender Schülerzahlen reaktiviert
und seit dem Schuljahr 2018/19 als Dependance
der Goetheschule geführt. Seit dem Schuljahr
2025/26 ist sie ein eigenständiger
Grundschulstandort.
Entwicklung und Schulorganisation
Zum Schuljahr 2025/26 startete die Kyritzschule
2-zügig in die Selbständigkeit. Ab dem Schuljahr
2026/27 stehen der Schule alle Räume im
Erdgeschoß zur Eigennutzung zur Verfügung,
was die Aufnahme eines 3. Zuges ermöglicht. Im
Erdgeschoss befindet sich die Mensa, die im
nächsten Schritt saniert und erweitert werden
soll. Für den Ganztag werden hauptsächlich 3
Räume im Erdgeschoss genutzt, sowie Fach- und
Gruppenräume im Untergeschoss und auch im
EG des Nebengebäudes (ehemalige
Hausmeisterwohnung).
Barrierefreiheit
Alle Ebenen des Hauptgebäudes sind über einen
Aufzug erschlossen. Barrierefreie WC-Anlage
vorhanden.
Schulhof und Außengelände
Die Kyritzschule hat ein ausreichend großes
Außengelände mit vielseitigen Spiel- und
Bewegungsangeboten.
Dienststellennummer:
4338
Adresse:
Emilstraße 10
64289 Darmstadt
Kontakt:
06151 – 13 - 485900
Kyritzschule@darmstadt.de
www.kyritzschule.de
Entwicklung in den Vorjahren und Prognosejahren
Vorjahre
s. Goetheschule Prognosejahre
8 bis 10 Klassen
Melderegisterwerte mehrfach an der
Grenze zwischen 2 und 3 Zügen
Bauliche und räumliche Situation
Sanierungsstand
Das Schulgebäude wurde in den Jahren 2006 bis
2009 grundsaniert. Zur Schulneugründung im
Jahr 2025 wurde an der Schule ein
eigenständiger Verwaltungsbereich mit
Sekretariat sowie alle benötigten Neben- und
Fachräume hergestellt. Die Schule wurde im
Zuge dessen auch komplett neu ausgestattet.
Räumliche Situation
Die Schule verfügt über ausreichend räumliches
Potential für 2-3 Züge einer Grundschule. Es sind
ausreichend Klassenräume und Fachräume
vorhanden. Als Ausgleich für die geringe Anzahl
an Differenzierungs-/Gruppenräumen in direkter
Nähe der Klassenräume können die großzügigen
Flure als offene Lernlandschaften genutzt
werden. Im Ostteil des Hauptgebäudes
(ehemalige Hausmeisterwohnung) stehen der
Schule weitere Büro- und Besprechungsräume
sowie zwei zusätzliche Gruppenräume zur
Verfügung.
Geplante Maßnahmen
Ausbau und Sanierung der Mensa.
Raumanalyse Kyritzschule
FUNKTION BESTAND BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Klasse | Ganztag 10 | 3
Gruppe | Differenzierung 3
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 1
Musik 1
Computer 1
Projektküche 1
Gemeinschaftsflächen
Küche 1
Mensa 1 Foyer EG
Multifunktion 2 Foyer OG 1 + 2 | Lernlandschaften
Schülerbibliothek 1 Doppelnutzung Differenzierungsraum
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1 Gymnastikhalle
Bewegung/Psychomotorik 1 Raum ab 2026 verfügbar
Baujahr der Gebäude:
1 | 1907 Schulgebäude mit
Turnhalle
2009 Grundsanierung
2025 Herrichtung Fach- und
Verwaltungsräume
Heinrich-Hoffmann-Schule
Stadtteil: Innenstadt | 3-zügig
Schülerzahlen 231 SuS (Schuljahr 2025/26)
Ganztag Pakt für den Ganztag seit 2016/17
Jugendhilfeträger Sozialkritischer Arbeitskreis e.V. (SKA)
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Heinrich-Hoffmann-Schule ist eine 3-zügige
Grundschule in zentraler Innenstadtlage. Das
Einzugsgebiet erstreckt sich im Süden bis in das
Mathildenviertel und wird im Norden durch die
Dieburger Straße sowie im Osten durch die
Teichhausstraße begrenzt.
Entwicklung und Schulorganisation
Der Neubau der Schule an der Stadtmauer wurde
im Sommer 2024 bezogen und ist mittlerweile -
bedingt durch ansteigende Schülerzahlen sowie
durch das vergrößerte Einzugsgebiet- auf eine 3-
Zügigkeit angewachsen. Die umliegenden
Grundschulen wurden somit entlastet. Neben den
Regelklassen gab es im SJ 2025/26 zwei
Intensivklassen.
Barrierefreiheit
Alle Funktionsbereiche der Schule sind barrierefrei
erschlossen. Eine barrierefreie WC-Anlage ist
vorhanden.
Schulhof und Außengelände
Durch die Bildung eines Campus mit 3 separaten
Gebäuden für Schule, KiTa und Sporthalle besteht
das Außengelände aus einem zentralen,
tiefergelegenen Innenhof, der über Sitzstufen und
diverse Spielmöglichkeiten an den
Treppenzugängen verfügt. In Nähe der Stadtmauer
befinden sich weitere Spiel- und
Bewegungsangebote sowie ein kleiner Schulgarten.
Dienststellennummer:
3216
Adresse:
Lindenhofstraße 3
64283 Darmstadt
Kontakt:
06151 – 13 - 480300
H-Hoffmann-Schule@darmstadt.de
www.heiho-darmstadt.de
Entwicklung in den Vorjahren und Prognosejahren
Vorjahre
8 bis 10 Klassen
Gegenüber dem Melderegister gab es in
den Vorjahren teils deutliche Verluste; für
die Prognosejahre wird der Verlust auf
10% gesetzt.
Prognosejahre
Jeweils 3 Eingangsklassen
Insgesamt 11 bis 12 Klassen
Bauliche und räumliche Situation
<
Sanierungsstand
Der Neubau der Heinrich-Hoffmann-Schule an
einem etwas weiter nördlich gelegenen Standort
wurde 2024 fertiggestellt und in Betrieb
genommen.
Räumliche Situation
Beim Neubau der Schule wurde das Konzept der
Cluster-Schule umgesetzt. Eine Cluster-Schule ist
eine Schulorganisations- und Bauform, bei der alle
Klassen eines Jahrgangs räumlich
zusammengefasst werden und um eine
gemeinsame Mitte angeordnet werden. Ein Cluster
besteht aus allgemeinen Unterrichtsräumen,
Gruppen-/Differenzierungsräumen, Räumen für
Ganztagsangebote (Spiel-, Kreativ- und
Rückzugsräume), Team- und Funktionsräumen. An
der Heinrich-Hoffmann-Schule wurden 3 Cluster
umgesetzt.
Geplante Maßnahmen
Aktuell keine Maßnahmen geplant.
Raumanalyse Heinrich-Hoffmann-Schule
FUNKTIONEN BESTAND BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Klasse | Ganztag 12 Clusterbildung 1|2, 3|4
Gruppe | Differenzierung 12
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 1
Musik 1 Zuschaltbar zur Mensa
Computer -
Projektküche -
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 Ausgabeküche
Mensa 1
Multifunktion 1 Foyer | Freitreppe
Schülerbibliothek 1 Inklusive PC-Arbeitsplätze
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1
Bewegung/Psychomotorik 1
Baujahr der Gebäude:
1 | 2024 Kita
2 | 2024 Grundschule
Grundstücksgröße: 5.600 m²
Elly-Heuss-Knapp-Schule
Stadtteil: Innenstadt Woogsviertel |3 - 4-zügig
Schülerzahlen 282 SuS (Schuljahr 2025/26)
Ganztag Pakt für den Ganztag seit 2024/25
Jugendhilfeträger Arbeiter-Samariter-Bund (ASB)
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Elly-Heuss-Knapp-Schule ist eine 3-4-zügige
Grundschule in östlicher Innenstadtlage und wurde
1954 erbaut.
Entwicklung und Schulorganisation
Die Schülerzahlen an der EHKS werden alleine aus
demographischen Gründen vor Ort ansteigen.
Zudem ist aufgrund von städtebaulicher
Verdichtung mit Zuzügen zu rechnen. Die Schule
wird mittelfristig wieder in eine 4-Zügigkeit
anwachsen. Die Schulbezirksgrenzen zwischen den
Innenstadtschulen müssen regelmäßig geprüft und
entsprechend angepasst werden.
Barrierefreiheit
Durch die bauliche Grundstruktur sind die Gebäude
nur im Erdgeschoß barrierefrei erschlossen. Eine
barrierefreie WC-Anlage ist vorhanden.
Schulhof und Außengelände
Das Außengelände wird im Zuge des Neubaus und
der Sanierung der Bestandsgebäude neugestaltet
werden.
Dienststellennummer:
3209
Adresse:
Kohlbergweg 1
64287 Darmstadt
Kontakt:
06151 – 48 - 2000
EHKS@Darmstadt.de
www.ehks-darmstadt.de
Entwicklung in den Vorjahren und Prognosejahren
Vorjahre
3 bis 4 Eingangsklassen
Insgesamt 13 bis 14 Klassen
Prognosejahre
Jeweils 3 Eingangsklassen
Insgesamt 12 bis 14 Klassen
Bauliche und räumliche Situation
Sanierungsstand
Einzelne Bauteile und die Sanitäranlagen wurden
saniert, es besteht trotzdem ein großer
Instandhaltungsrückstau und Sanierungsbedarf.
Räumliche Situation
Die Schule ist räumlich für eine 3-Zügigkeit
ausgelegt. Rechnerich ergibt sich heute ein
Minus an Differenzierungsräumen, dafür ein Plus
an Klassen- und Fachräumen. Zur Verbesserung
der räumlichen Situation erhält die EHKS einen
Erweiterungsbau, der zusätzlichen Raum für
Schule, Ganztag und Differenzierung schaffen
soll.
Geplante Maßnahmen
Die Erweiterung der Schule durch einen Neubau
befindet sich in Umsetzung und soll 2027
fertiggestellt werden. Danach erfolgt die
Gesamtsanierung der Bestandgebäudes.
Raumanalyse Elly-Heuss-Knapp-Schule
FUNKTIONEN BESTAND BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Klasse | Ganztag 15 1 Förderraum, 3
Gruppe| Differenzierung 1 Differenzierung in Fluren
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 1
Musik 1
Computer 1
Projektküche - Geplant im Neubau
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 Ausgabeküche
Mensa - Nutzung der Mensa an der GBS | Essen im Ganztagsraum
Multifunktion -
Schülerbibliothek 1
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1 Einfeldhalle
Bewegung/Psychomotorik -
Baujahr der Gebäude:
1 | 1954; Verwaltung1 + 2
2013 saniert
2 | 1954 Schulbau 1 + 2
2013 Sanierung WCs
3 | 1966 Schulbau 3
4 | 1963 Turnhalle
Grundstücksgröße: 15.900 m²
Ursula-Fuchs-Schule
Stadtteil: Bessungen | 4-zügig + Vorklasse
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Ursula-Fuchs-Schule ist eine von drei
Grundschulen im Stadtteil Bessungen, direkt am
Prinz-Emil-Garten gelegen. Seit 2021 ist die
ehemalige Grundstufe der Mornewegschule
eigenständige Grundschule und trägt nun den
Namen der ehemals im Stadtteil lebenden Kinder-
und Jugendbuchautorin Ursula Fuchs.
Die Ursula-Fuchs-Schule hat 2025 die
Auszeichnung „Internet-ABC-Schule“ erhalten.
Entwicklung und Schulorganisation
Durch die städtebauliche Entwicklung des
ehemaligen Verlegerviertels zu einem Mischgebiet
mit hohem Wohnungsbauanteil erhielt der
Grundschulbezirk einen extremen Zuwachs. Die
Wohnungsbauentwicklung ist ungebremst und wird
durch die geplante Bebauung des Marienplatzes
weiteren Zuwachs erhalten. Die Schule ist jedoch
für einen weiteren Zuwachs räumlich nicht
ausgestattet. Es fehlen momentan vor allem
Differenzierungsräume und Räume für den
Ganztag. Die hierfür zur Verfügung stehenden
Räume im Ganztagsgebäude (Mensa) und in den
Mobi:scul-Containern sind perspektivisch nicht
ausreichend. Zur Entlastung entsteht an der Albert-
Schweitzer-Anlage ein neuer Grundschulstandort,
der 2028/29 fertig gestellt werden soll. Zudem
steht der Ursula-Fuchs-Schule bei Auszug der MWS
mehr Raum zur Verfügung.
Barrierefreiheit
Der Altbau mit Sockelgeschoss ist nicht barrierefrei
erschlossen. Barrierefreiheit ist in folgenden
Gebäudeteilen gegeben: Ganztagsgebäude
(Mensa), Turnhalle und Mobi:skul. Eine
barrierefreie WC-Anlage ist vorhanden.
Schulhof und Außengelände
Die Schule verfügt über ein sehr großes
Außengelände mit vielfältigen Spiel- und
Bewegungsangeboten unter altem Baumbestand
sowie zwei multifunktionalen Sportfeldern.
Schülerzahlen 323 SuS (Schuljahr 2025/26)
Ganztag Pakt für den Ganztag seit 2024/25
Jugendhilfeträger Arbeiter-Samariter-Bund (ASB)
Dienststellennummer:
4336
Adresse:
Hermannstraße 21
64285 Darmstadt
Kontakt:
06151 – 13 - 485090
Ursula-fuchs-schule@darmstadt.de
www.ursula-fuchs-schule.de
Entwicklung in den Vorjahren und Prognosejahren
Vorjahre
3 bis 4 Eingangsklassen
Insgesamt 13 bis 16 Klassen
Prognosejahre
Jeweils 4 Eingangsklassen
Insgesamt 14 bis 16 Klassen
Bauliche und räumliche Situation
Sanierungsstand
Das Hauptgebäude ist teilsaniert, weitere
Sanierungsmaßnahmen sind geplant. Die übrigen
Gebäude sind in einem guten, teilweise
neuwertigen Zustand.
Räumliche Situation
Die Raumsituation ist als angespannt zu
bezeichnen. Neben den 16 Regelklassen führt die
Grundschule aktuell 1 Vorklasse und 2 NDHS-
Klassen. Zudem werden einige Räume mit der
anliegenden IGS gemeinsam genutzt (v.a. Mensa
und Turnhalle). Der Schule fehlen im Bestand vor
allem Differenzierungs- und Betreuungsräume.
Wenn diese hergestellt werden (z.B. bei Auszug der
Mornewegschule), sollten die Räume möglichst
multifunktional für diese beiden Nutzungen zur
Verfügung stehen.
Geplante Maßnahmen
Fortführung der Sanierung des Hauptgebäudes und
Herrichtung der Außenanlagen.
Raumanalyse Ursula-Fuchs-Schule
FUNKTIONEN BESTAND BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Klasse | Ganztag 23 4 Räume in Mobi:skul | 5 Räume in Mensa/Ganztagsgeb.
Gruppe| Differenzierung - Differenzierung in Fluren und Mobi:skul
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 1 Hauptgebäude UG
Musik 1 In Mobi:skul
Computer 1 in Mensa/Ganztagsgebäude
Projektküche - Nutzung der Lehrküche der MWS
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 Produktionsküche
Mensa 1
Multifunktion 1 Mensa
Schülerbibliothek 1
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1 Zweifeldhalle
Psychomotorik | Gymnastik 1
Baujahr der Gebäude:
1 | 1904, Hauptgebäude
2002 saniert,
2018 KG saniert
2 | 2018 Neubau Turnhalle
3 | 2009 Mensa + Ganztag
4 | Gebäude Hermann 47
2014 Herrichtung als
Dependance
5 | 2019 Mobi:skul
Grundstücksgröße 16.800m²
Heinrich-Heine-Schule
Stadtteil: Bessungen | 3-zügig
Schülerzahlen 264 SuS (Schuljahr 2025/26)
Ganztag Pakt für den Ganztag seit 2020/21
Jugendhilfeträger Sozialkritischer Arbeitskreis e.V. (SKA)
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Heinrich-Heine-Schule ist eine von drei
Grundschulen im Stadtteil Bessungen. Die Schule
ist 3-zügig.
Entwicklung und Schulorganisation
Zunächst war die Heinrich-Heine-Schule mit
stabilen Schülerzahlen eine 2-zügige Grundschule.
Durch die hohe bauliche Verdichtung im
Einzugsgebiet erhöhte sich die Schülerzahl auf
über 200 in eine 3-Zügigkeit. Perspektivisch wird
die Schule eine stabile 3-Zügigkeit halten und
damit eine volle Raumauslastung haben. Für die
Einrichtung der zwei bis drei Vorlaufkurse sowie die
Nachmittagsbetreuung, die Bücherei sowie
Fachunterricht wurden zusätzlich Räume in der
Postsiedlung angemietet. Ein Teil des bisherigen
Grundschulbezirks wird ab SJ 2027/28 der neuen
Grundschule an der Albert-Schweitzer-Anlage
zugeordnet.
Barrierefreiheit
Alle Funktionsbereiche der Schule sind barrierefrei
erschlossen, eine barrierefreie WC-Anlage ist
vorhanden.
Schulhof und Außengelände
Mit Fertigstellung des Neubaus im Jahr 2025
wurde auch der Schulhof neugestaltet.
Dienststellennummer:
3215
Adresse:
Moltkestraße 18 A
64295 Darmstadt
Kontakt:
06151 – 13 - 488800
H-Heine-Schule@darmstadt.de
www.hhs-darmstadt.de
Entwicklung in den Vorjahren und Prognosejahren
Vorjahre
2 bis 3 Eingangsklassen
Insgesamt 9 bis 12 Klassen
Prognosejahre
3 bis 4 Eingangsklassen
Insgesamt bis zu 16 Klassen
in der Darstellung ist die Verkleinerung
des Grundschulbezirks zum Start der
neuen Grundschule noch nicht enthalten
Bauliche und räumliche Situation
Sanierungsstand
Das Schulgebäude sowie die Turnhalle wurden im
Jahr 2007 komplett ersetzt und neu errichtet. Der
bauliche Zustand ist entsprechend gut. 2025
wurde der Erweiterungsbau mit Klassenräumen
und Mensa fertiggestellt.
Räumliche Situation
Die Heinrich-Heine-Schule ist durch den
Erweiterungsbau auf eine 3-Zügigkeit ausgelegt.
Geplante Maßnahmen
Aktuell keine Maßnahmen geplant.
Raumanalyse Heinrich-Heine-Schule
FUNKTIONEN BESTAND BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Klasse | Ganztag 9+2
Gruppe | Differenzierung 4
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken -
Musik -
Computer 1
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 Ausgabeküche
Mensa 1
Multifunktion 1
Schülerbibliothek 1 Kleiner Raum (13 qm)
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1 Einfeldhalle
Bewegung/Psychomotorik -
Baujahr der Gebäude:
1 | 2007 Schulgebäude
2 | 2007 Turnhalle
Bessunger Schule
Stadtteil: Bessungen | 4–zügig + 2 Eingangsstufenklassen
Schülerzahlen 376 SuS (Schuljahr 2025/26)
Ganztag Pakt für den Ganztag seit 2022/23
Jugendhilfeträger Arbeiterwohlfahrt Darmstadt e.V.
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Bessunger Schule ist eine von drei
Grundschulen im Stadtteil Bessungen. Alternativ
zur Regelgrundschule bietet sie eine 2-jährige
Eingangsstufe (2 Züge). Sie ist zertifizierte
musikalische Grundschule und
Medienausbildungsschule und seit 2016 auch
gesundheitsfördernde Schule. Die Neugründung
der beiden Grundschulen in Bessungen Süd (Luise-
Büchner-Schule und Emmy-Noether-Schule im
Ludwigshöhviertel) haben zur Entlastung der
Bessunger-Schule beigetragen.
Entwicklung und Schulorganisation
Die Bessunger Schule bleibt trotz Entlastung der
beiden neuen Schulen in ihrer 4-Zügigkeit
bestehen.
Barrierefreiheit
Im Rahmen der Sanierung 2009 wurde die
barrierefreie Erschließung für alle
Funktionsbereiche sichergestellt; lediglich die
2024 aufgestellten Interimscontainer sind nicht
barrierefrei erschlossen. Barrierefreie WC-Anlage
vorhanden.
Schulhof und Außengelände
Die Schule verfügt über ein großzügiges,
zweigeteiltes Außengelände: ein multifunktionales
Sportfeld sowie einen Spielbereich.
Dienststellennummer:
3204
Adresse:
Ludwigshöhstraße 10
64285 Darmstadt
Kontakt:
06151 – 13 - 480900
Bessunger-Schule@Darmstadt.de
www.bessunger-schule.de
Entwicklung in den Vorjahren und Prognosejahren
Vorjahre
1 bis 2 Klassen in der Eingangsstufe; bei
2 Klassen jeweils eine aus dem eigenen
Bezirk und eine mit Kindern aus anderen
Bezirken
Insgesamt bis zu 20 Klassen
Prognosejahre
Jeweils 2 Klassen in der Eingangsstufe
Insgesamt bis zu 16 Klassen
Bauliche und räumliche Situation
Sanierungsstand
Die Bessunger Schule wurde im Jahr 2009
grundsaniert und befindet sich in einem guten
baulichen Zustand. 2025 wurden durch das
Aufstellen eines Mobi:skul-Containern 2
zusätzliche Räume für den Ganztag geschaffen.
Räumliche Situation
Die Bessunger Schule ist räumlich für eine 4-zügige
Grundschule ausgestattet. Sie hat zudem einen
räumlichen Puffer für bis zu 2
Eingangsstufenklassen. Alternativ könnte die
Schule die heutigen Ganztagsräume als
Klassenräume mitnutzen.
Geplante Maßnahmen
Aktuell keine Maßnahmen geplant.
Raumanalyse Bessunger Schule
FUNKTIONEN BESTAND BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Klasse | Ganztag 27 24 Ludwigshöhstr. 10 | 3 Bessunger Str. 48
Gruppe | Differenzierung 9 2 GT-Räume in Mobi:skul
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 1
Musik 1
Computer 1
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 Ausgabeküche, in GT-Raum
Mensa - In GT-Raum
Multifunktion -
Schülerbibliothek 1
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1 Einfeldhalle
Bewegung/Psychomotorik -
Baujahr der Gebäude:
1 | 1975; Hauptgebäude
2009 saniert
2 | 2025
Errichtung Mobi:skul
Grundstücksgröße: 7.950 m²
Grundschule an der Albert-Schweitzer-Anlage (in Planung)
Innenstadt | 2-3 –zügig
Schülerzahlen Errichtung einer neuen 2-3-zügigen Grundschule
Ganztag Ganztägig arbeitende Schule
Jugendhilfeträger -
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die städtebauliche und demographische
Entwicklung der Wissenschaftsstadt Darmstadt
führt zur Anpassung der sozialen Infrastruktur
insbesondere im Innenstadtbereich. Die
Schaffung eines zusätzlichen Grundschul-
standorts in Innenstadtlage ist daher geboten.
Deshalb hat der Magistrat im Juni 2021
beschlossen, am Rande der Albert-Schweitzer-
Anlage eine neue Grundschule zu errichten. Der
Neubau ist für eine 2,5-Zügigkeit ausgelegt.
Betroffen von den innerstädtischen Flächen-
entwicklungen und Verdichtungen ist u. a. die
Ursula-Fuchs-Schule die keine weiteren
räumlichen Kapazitäten mehr aufbietet und
zudem die geplante Organisationsgröße
überschreitet. Der Entwurf sieht ein kompaktes,
nachhaltiges Schulgebäude vor, das sich
städtebaulich in sein Umfeld einfügt und durch
seine Anordnung attraktive und gut nutzbare
Außenbereiche schafft. Das Raumkonzept erfüllt
die Anforderungen einer modernen, inklusiven
Grundschule mit Ganztagsangebot und
ermöglicht durch flexible Lerncluster eine enge
Verzahnung von Unterricht, Betreuung und
individueller Förderung. Die geplante Sporthalle
steht neben dem Schulbetrieb auch für
außerschulische und vereinsbezogene
Nutzungen zur Verfügung.
Die neue Schule soll zum SJ 2028/29 an den
Start gehen.
Entwicklung und Schulorganisation
Der Schulneubau wird als Cluster-Schule
konzipiert und erfüllt das Raumprogramm einer
ganztägig arbeitenden, 2-3-zügigen
Grundschule.
Barriefreiheit
Der Neubau wird in allen Teilen barrierefrei sein.
Schulhof und Außengelände
Das Außengelände der neuen Schule wird im
Zuge der Planungen mitkonzipiert.
Dienststellennummer:
NEU
Adresse:
Noch nicht bekannt
Kontakt:
Schulamt@Darmstadt.de
Grundschulen Süd
Luise-Büchner-Schule
Emmy-Noether-Schule
Frankensteinschule
Andersenschule
Ludwig-Schwamb-Schule
Wilhelm-Hauff-Schule
Luise-Büchner-Schule
Stadtteil: Lincoln-Siedlung | 4-zügig
Schülerzahlen 249 SuS (Schuljahr 2025/26)
Ganztag Pakt für den Ganztag seit 2021/22
Jugendhilfeträger Mobile Praxis gem. GmbH
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die zum SJ 2021/22 neu eröffnete Grundschule
versorgt den weiterhin im Aufbau befindlichen
Stadtteil der Lincoln-Siedlung. Auf Basis der
Schülerzahlprognose ist die Grundschule 4-zügig
geplant. Die Schule hat 2025 die Auszeichnung
„Internet-ABC-Schule“ erhalten und ist
Musikalische Grundschule in Entwicklung.
Entwicklung und Schulorganisation
Während die LBS im SJ 2021/22 von ca. 100 SuS
besucht wurde, ist die Schülerzahl bis zum SJ
2025/26 auf ca. 250 gestiegen. Die Grundschule
wächst sukzessive mit der Lincoln-Siedlung an und
wird auch in den kommenden Jahren durch
Wachstum geprägt sein. Seit dem SJ 2021/22 war
die Christoph-Graupner-Schule, eine Förderschule
mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung,
interimistisch an die noch nicht voll ausgelastete
LBS ausgelagert. Eine Kooperation beider Schulen
findet in mehreren gemeinsamen beschulten
“Koop-Klassen” statt. Ende des SJ 2025/26 wird
die CGS an ihren eigentlichen Standort
zurückziehen, so dass das Gebäude dann
vollständig der LBS zur Verfügung steht.
Barrierefreiheit
Alle Funktionsbereiche der Schule sind barrierefrei
erschlossen. Eine barrierefreie WC-Anlage ist
vorhanden.
Schulhof und Außengelände
Besonderes Merkmal der LBS sind die
innenliegenden Pausenhöfe. Um das Gebäude
herum sind vielseitige Spiel- und
Bewegungsangebote vorhanden. Im Norden des
Geländes wird eine Parkfläche zu einem weiteren
Spielbereich mit großem Klettergerüst
umgestaltet.
Dienststellennummer:
4335
Adresse:
Einsteinstraße 3
64285 Darmstadt
Kontakt:
06151 – 13 - 485200
Luise-buechner-schule@darmstadt.de
www.bildungscampus-luise-buechner.de
……
Entwicklung in den Vorjahren und Prognosejahren
Vorjahre
Zur 3-Zügigkeit aufwachsend
Prognosejahre
Bildung von 12 bis 13 Klassen, je nach
Entwicklung des JG 1 aus dem Schuljahr
2025/26, der knapp 4-zügig wurde
Bauliche und räumliche Situation
Sanierungsstand
Die Schule ist ein Neubau, der 2021 fertiggestellt
und bezogen wurde.
Räumliche Situation
Die LBS wurde als Cluster-Schule konzipiert und
bildet den Raumbedarf einer 4-zügigen,
ganztägig arbeitenden Schule ab. Mit Auszug der
Christoph-Graupner-Schule steht der Schule das
Gebäude vollständig zur Verfügung; auch der
Containerbau, der zu Interimszwecken errichtet
wurde, wird dann zurückgebaut.
Geplante bauliche Maßnahmen
Umgestaltung der Parkfläche im Norden des
Geländes zu einem Spielbereich.
Raumanalyse Luise-Büchner-Schule
FUNKTIONEN BESTAND BEMERKUNG
Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Klasse | Ganztag 24
Gruppe | Differenzierung 8
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 1
Musik 1
Computer
Produktionsküche 1
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 Produktionsküche
Mensa 1
Multifunktion 1
Schülerbibliothek 1 Inklusive PC-Arbeitsplätze
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1 Zweifeldhalle
Bewegung/Psychomotorik 1
Baujahr der Gebäude:
1 | Fertigstellung 2021
Grundstücksgröße: 12.500 m²
Emmy-Noether-Schule
Stadtteil: Ludwigshöhviertel |2-3 - zügig
Schülerzahlen 80 SuS (Schuljahr 2025/26)
Ganztag Pakt für den Ganztag seit 2025/26
Jugendhilfeträger Verein für innovative Jugendhilfe e.V. (Die Villa)
Kurzprofil und Einzugsbereich
Analog der vorher beschriebene Lincoln-Siedlung
wird im Rahmen der Konversion auch das östlich
der Heidelberger-Landstraße gelegene Gebiet der
ehemaligen Cambrai-Fritsch-Kaserne und der
Jeffersonsiedlung zu einem Wohngebiet
umgewandelt und neu bebaut. Es bestehen zur
Lincoln-Siedlung vergleichbare siedlungs-
strukturelle Vorgaben, die über einen Rahmenplan
festgelegt sind. Es wird mit einer Einwohnerschaft
von ca. 3.000 Bewohnern gerechnet. Das ergibt
prognostisch aufgrund der geplanten
Siedlungsstruktur den Bedarf an einer 2-3 zügigen
Grundschule allein aus dem Planungsgebiet
heraus.
Entwicklung und Schulorganisation
Zum SJ 2025/26 wurde vor Ort eine Interimsschule
in Betrieb genommen; im ersten Jahr noch als
Außenstelle der Frankensteinschule, ab dem SJ
2026/27 als eigenständiger Schulstandort. Die
neue Schule hat in diesem Zuge den Namen Emmy-
Noether-Schule erhalten. Die Schülerzahl-
entwicklung ist in Abhängigkeit der Fertigstellung
der Wohneinheiten und der Zahl der
Gestattungsanträge schwer planbar. Zum
Schuljahr 2025/26 startete der Standort mit einer
1. Klasse und einer Klasse für JG 2/3/4. Im Laufe
des ersten Schuljahres verdoppelte sich die Anzahl
der SuS und wuchs auf insgesamt 80 SuS an. Da
der neue Schulbezirk im Melderegister noch nicht
hinterlegt ist, können für die Frankensteinschule
und die Emmy-Noether-Schule keine
Einzelschulprognosen vorgelegt werden.
Parallel laufen die Planungen des Neubaus. Diese
Schule wird auf Grund der starken
Neubauentwicklung, den dadurch verbundenen
Zuzugseffekten und der steigenden
Geburtenzahlen stetig anwachsen und im
Vollausbau bis zu 3 Züge beschulen können.
Barrierefreiheit
Die Interimsschule ist barrierefrei erschlossen; ein
barrierefreies WC ist vorhanden.
Der Neubau wird in allen Teilen barrierefrei sein.
Schulhof und Außengelände
Die Interimsschule verfügt über ein kleines eigenes
Außengeländes mit einem Ballspielfeld und einigen
Bewegungsangeboten. In fußläufiger Entfernung
befindet sich die neu gestaltete Landschaftstreppe
mit einer großzügigen Spiellandschaft, Kletterwand
mit Rutschenabgang und einem Multifunktions-
klettergerät.
Das Außengelände der neuen Schule wird im Zuge
der Planungen mitkonzipiert.
Dienststellennummer:
4339
Adresse:
Kalksteinstr. 16
64285 Darmstadt
Kontakt:
06151 – 13 - 481000
Bis auf weiteres:
Schulamt@darmstadt.de
Bauliche und räumliche Situation
Sanierungsstand
Die Interimsschule wurde im Jahr 2025 neu
errichtet und befindet sich in einem sehr guten
baulichen Zustand.
Räumliche Situation
Die Interimsschule wurde zu Beginn des SJ
2025/26 in Betrieb genommen und verfügt über
4 Klassenräume, einen Ganztagsraum, eine
Küche zur Mittagsessenversorgung sowie zwei
eigene Verwaltungsräume und einen Team-
Aufenthalts-/besprechungsraum. Im Frühjahr
2026 wurde die Schule um 3 weitere
Klassenräume und einen Differenzierungsraum
erweitert, so dass rein rechnerisch 7 Klassen
dort gebildet werden können. Für den Ganztag
sollen perspektivisch zusätzliche Räume
angemietet werden.
Der Schulneubau wird als Cluster-Schule
konzipiert und erfüllt das Raumprogramm einer
ganztägig arbeitendes, 2-3-zügigen
Grundschule.
Geplante bauliche Maßnahmen
Geplante Fertigstellung des Schulneubaus
inklusive des Außengeländes 2029.
Raumprogramm Neubau
FUNKTIONEN BESTAND BEMERKUNGEN
Klasse | Ganztag 18
Gruppe | Differenzierung 6
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 1
Musik 1
Computer -
Projektküche -
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 Ausgabeküche
Mensa 1
Multifunktion 1
Schülerbibliothek 1 Inklusive PC-Arbeitsplätze
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1 Ehemalige Reithalle
Psychomotorik | Gymnastik 1
Frankensteinschule
Stadtteil: Eberstadt | 3-zügig
Schülerzahlen 219 SuS (Schuljahr 2025/26)
Ganztag Pakt für den Ganztag seit 2024/25
Jugendhilfeträger Verein für innovative Jugendhilfe e.V. (Die Villa)
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Frankensteinschule ist eine der vier
Grundschulen im Stadtteil Eberstadt, am Rande
der Streuobstwiesen gelegen. Über 20 Lehrkräfte
unterrichten etwa 300 Kinder und wirken mit
Erzieher*innen und Sozialpädagog*innen im
Ganztag zusammen. Weitere Mitarbeiter*innen wie
auch Eltern, Vereine und andere Institutionen
bereichern auch in Lern- und Arbeitsgruppen das
tägliche Lerngeschehen.
Inhalte und Elemente der grundschul-
pädagogischen Arbeit sind Gestaltung,
Strukturierung und Entwicklung elementarer
Lernprozesse wie auch eine differenzierte
Förderung aller Kinder innerhalb des Lebens- und
Lernortes Grundschule.
Entwicklung und Schulorganisation
Im SJ 2025/26 wurde im Ludwigshöhviertel eine
Interimsschule als Außenstelle der Frankenstein-
schule eingerichtet. Ab dem SJ 2026/27 wird der
Standort als eigenständige Grundschule (Emmy-
Noether-Schule) geführt und gehört organisa-
torisch nicht mehr zur Frankensteinschule. Da der
neue Schulbezirk im Melderegister noch nicht
hinterlegt ist, können für die Frankensteinschule
und die Emmy-Noether-Schule keine
Einzelschulprognosen vorgelegt werden.
Barrierefreiheit
Im Rahmen der Sanierung 2011 wurde die
barrierefreie Erschließung für alle
Funktionsbereiche - mit Ausnahme der Sporthalle -
sichergestellt. Eine barrierefreie WC-Anlage ist
vorhanden.
Schulhof und Außengelände
Die FSS verfügt über eine großzügige Außenanlage
mit diversen Spiel- und Bewegungsangeboten.
Dienststellennummer:
3211
Adresse:
Heinrich-Delp-Straße 187
64297 Darmstadt
Kontakt:
06151 – 13 - 2896
Frankensteinschule@Darmstadt.de
www.frankensteinschule.com
Bauliche und räumliche Situation
Sanierungsstand
Die Schule wurde in den vergangenen Jahren
umfassend saniert und erweitert. Im Bereich der
Umkleiden und der Sporthalle besteht jedoch
weiterhin Modernisierungsbedarf, der
perspektivisch berücksichtigt werden sollte.
Räumliche Situation
Die Raumsituation an der Schule ist gut. Ein
leichtes Defizit besteht aufgrund der bei der
Sanierung vorgefundenen Raumstruktur vor allem
im Bereich der Differenzierungsräume. Flurflächen
werden daher, soweit möglich, zur Differenzierung
in den Unterricht mit einbezogen.
Geplante bauliche Maßnahmen
Ein Teil der Außenanlagen und Spielgeräte
bedürfen der Renovierung und Erneuerung.
Raumanalyse Frankensteinschule
FUNKTIONEN BESTAND BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Klasse | Ganztag 16 2 GT-Räume in Mobispace
Gruppe | Differenzierung 2
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 1
Musik - Multifunktion
Computer 1
Projektküche -
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 Ausgabeküche
Mensa - Foyerbereich
Multifunktion 1 Musik | Kunst | Werken
Schülerbibliothek 1 Im Ganztagsraum Mobispace
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1 Kleine Gymnastikhalle
Baujahr der Gebäude:
1 | 1970 Hauptgebäude
2012 saniert + erweitert
2 | 2016 Mobi:skul
Grundstücksgröße: 8.130 m²
Andersenschule
Stadtteil: Eberstadt | 2-zügig
1^
Schülerzahlen 180 SuS (Schuljahr 2025/26)
Ganztag Pakt für den Ganztag seit 2022/23
Jugendhilfeträger Mobile Praxis gem. GmbH
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Andersenschule ist eine von vier Grundschulen
im Stadtteil Eberstadt. Im Rahmen des
Konjunkturprogramms erhielt die Schule 2011
einen neuen Betreuungsbau, der, aufgrund der
offensiven Ganztagsentwicklung in Darmstadt
wieder deutlich an seine Grenzen stößt. Seit 2023
befindet sich die Schule im Umbau und wird
räumlich erweitert.
Entwicklung und Schulorganisation
Der Grundschulbezirk der Andersenschule weist
aktuell sehr konstante Geburtszahlen und einen
hohen Zuzug auf. Dies hat mittelfristig stabile
Einschulungszahlen zur Folge. Die Andersenschule
wird daher auch weiterhin acht bis neun Klassen
bilden und knapp unter 200 SuS bleiben.
Barrierefreiheit
Nach Fertigstellung der Aufstockung werden, durch
die Ergänzung eines Aufzugs im Hauptgebäude und
einer Rampe an der Sporthalle, alle Gebäudeteile
barrierefrei erschlossen sein. Barrierefreies WC
vorhanden.
Schulhof und Außengelände
Die Schule verfügt über eine großzügige
Außenanlage am Waldrand. Im Zuge der
Gesamtsanierung wird auch die Außenanlage
erneuert.
Dienststellennummer:
3201
Adresse:
Brandenburger Straße 74
64297 Darmstadt
Kontakt:
06151 - 51415
Andersenschule@darmstadt.de
www.andersenschule.de
Entwicklung in den Vorjahren und Prognosejahren
Vorjahre
Jeweils 8 Klassen Prognosejahre
2 bis 3 Eingangsklassen; der dritte Zug
ergibt sich rechnerisch nur sehr knapp
Insgesamt bis zu 10 Klassen
Bauliche und räumliche Situation
Sanierungsstand
Die Andersenschule ist die erste Schule in
Trägerschaft der Wissenschaftsstadt Darmstadt,
die im Rahmen des 2002 aufgelegten
Schulbausanierungsprogramms grundsaniert
wurde.
2023 wurde mit einer Aufstockung des
bestehenden Verwaltungstrakts begonnen, welche
2026 abgeschlossen sein wird. Mit Abschluss der
Arbeiten wird das Hauptgebäude nicht nur
vollständig saniert sein, sondern auch den
Anforderungen einer modernen 2,5-zügigen Schule
entsprechen.
Räumliche Situation
Das Schulgebäude war für eine 2-zügige
Grundschule, gemessen an einem zeitgemäßen
Raumprogramm nach Schulbauleitlinien, zu klein.
Mit der Aufstockung kann der Bedarf an fehlenden
Differenzierungsräumen, Fachunterrichtsräumen
und Verwaltungsflächen gedeckt werden.
Geplante bauliche Maßnahmen
Die vollumfängliche Sanierung wird in 2026
fertiggestellt sein. Im Anschluss werden die
Außenanlagen erneuert.
Raumanalyse Andersenschule
FUNKTIONEN BESTAND BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Klasse | Ganztag 8 8 Klasse | 5 Ganztag
Gruppe | Differenzierung 4 4 Lernlandschaften im Flurbereich
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 1
Musik 1 in Multifunktion
Computer 1
Projektküche -
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 Ausgabeküche
Mensa 1
Multifunktion 1
Schülerbibliothek -
Sport- und Freiflächen
Sporthalle -
Bewegung/Psychomotorik 1 Gymnastikraum 43 qm
Baujahr der Gebäude:
1 | 1976 Hauptgebäude
2008 saniert
2 | 2011 Ganztagsbetreuung
3 | 2026 Aufstockung
Ludwig-Schwamb-Schule
Stadtteil: Eberstadt | 3-4-zügig
Schülerzahlen 301 SuS (Schuljahr 2025/26)
Ganztag Pakt für den Ganztag seit 2015/16
Jugendhilfeträger Mobile Praxis gem. GmbH
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Ludwig-Schwamb-Schule ist eine von 4
Grundschulen im Stadtteil Eberstadt und zudem
Vorklassenstandort.
Die Schule ist inklusiver und kooperativer
Schulstandort durch räumliche Zusammenführung
und pädagogische Kooperation mit der Grundstufe
(JG 1-4) der Mühltalschule (Förderschule mit dem
Förderschwerpunkt Lernen).
Bei Bedarf kann die Schule in Zukunft durch
Umschneidung des Grundschulbezirks angren-
zende Grundschulen entlasten.
Entwicklung und Schulorganisation
Die Ludwig-Schwamb-Schule zeigt prognostisch
eine 3-Zügigkeit. Eine geplante Wohnbau-
entwicklung in unmittelbarer Nachbarschaft würde
jedoch mittelfristig zusätzliche Schüler/-
innenzahlen auslösen. Die Entwicklung im
Wohnungsbau ist zu beobachten, die Prognose bei
Konkretisierung von Bauvorhaben entsprechend
anzupassen. Die enge organisatorische und
räumliche Kooperation mit der Mühltalschule läuft
bereits seit vielen Jahren sehr positiv und ist fest
im Schulkonzept verankert.
Barrierefreiheit
Im Neubau sind alle Funktionsbereiche der Schule
barrierefrei erschlossen. Barrierefreie WC-Anlage
vorhanden.
Schulhof und Außengelände
Die Schule verfügt über einen großzügigen
Außenbereich mit diversen Spiel- und
Bewegungsangeboten.
Dienststellennummer:
3219
Adresse:
Nussbaumallee 6
64297 Darmstadt
Kontakt:
06151 – 13 - 484900
Ludwig-Schwamb-Schule@darmstadt.de
www.lss-eberstadt.de
Entwicklung in den Vorjahren und Prognosejahren
Vorjahre
Insgesamt 12 bis 13 Klassen
Prognosejahre
3 Eingangsklassen
Insgesamt 12 bis 14 Klassen
Bauliche und räumliche Situation
Sanierungsstand
Die Ludwig-Schwamb-Schule teilt sich die Gebäude
mit der Mühltalschule und ist teilsaniert. Der
Klassenaltbau wurde energetisch im Rahmen des
KIP saniert, darüber hinaus besteht weiterer
Sanierungsbedarf im Innenbereich. Der
Verwaltungstrakt wurde durch einen 2018
fertiggestellten Neubau ersetzt, welcher zudem
einen weiteren Klassenzug sowie die
Ganztagsinfrastruktur und Fachräume beherbergt.
Räumliche Situation
Die LSS hat im Jahr 2018 auf ihrem Campus ein
neues großzügiges Schul- und
Verwaltungsgebäude erhalten. Weiterhin gibt es
den teilsanierten Klassentrakt und eine Turnhalle.
Die 3-zügige Schule verfügt tendenziell über
Räume für eine 4-Zügigkeit. Vorklasse und
Kooperationsklasse der Mühltalschule erhöhen den
Raumbedarf am Standort (um jeweils 1
Klassenraum).
Geplante Maßnahmen
Sanierung des Klassenbaus sowie der Turnhalle
(vermutlich Ersatzbau)
Raumanalyse Ludwig-Schwamb-Schule
FUNKTIONEN BESTAND BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Klasse | Ganztag 16 inkl. 1 Vorklasse | 1 MTS | 1 Intensivklasse
Gruppe | Differenzierung 6 eine offene pädagog. Fläche | 1 offener Spielbereich
Ganztag | Inklusion | Therapie 6 Psychomotorik, Mediathek
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 1 Multifunktion
Musik 1 Klassenbau
Computer 1
Forscherwerkstatt 1 Klassenbau
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 Ausgabeküche
Mensa 1 Stadtteilnutzung
Multifunktion 1 Musik | Veranstaltung
Schülerbibliothek | Mediathek 1 Funktionsraum GT
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1 Sanierungsbedarf
Psychomotorik 1 Bewegungsraum Klassenbau
Baujahr der Gebäude:
1 | 1958 Altbau,
2010 saniert
2 | 2018 Neubau
Ganztag, Verwaltung, Klassen
3 |1958 Turnhalle
Wilhelm-Hauff-Schule
Stadtteil: Eberstadt | 3-zügig
Schülerzahlen 237 SuS (2025/26)
Ganztag Pakt für den Ganztag seit 2017/18
Jugendhilfeträger Mobile Praxis gem. GmbH
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Wilhelm-Hauff-Schule ist eine von vier
Grundschulen im Stadtteil Eberstadt und zudem
auch Vorklassenstandort. Zentrales Einzugsgebiet
ist die Kirchtannensiedlung. Die Schule wird in
ihren schulischen und schulergänzenden Projekten
und Angeboten von der Dotter- Stiftung finanziell
unterstützt.
Entwicklung und Schulorganisation
Die Schule wurde saniert und zum Schuljahr
2023/24 wieder bezogen. Die Schülerzahlen sind
stabil bei einer 3-Zügigkeit mit relativ niedrigen
Frequenzen.
Barrierefreiheit
Wurde im Rahmen der Sanierung geschaffen,
barrierefreie WC-Anlage vorhanden.
Schulhof und Außengelände
Das Außengelände wurde im Zuge der Sanierung
neugestaltet, ein neues Spiel- und Klettergerüst
wurde ergänzt. Die Schule verfügt über ein
multifunktionales Sportfeld.
Dienststellennummer:
3224
Adresse:
Stresemannstraße 5
64297 Darmstadt
Kontakt:
06151 – 13 - 487600
Wilhelm-Hauff-Schule@darmstadt.de
www.wilhelm-hauff-schule-da.de
Entwicklung in den Vorjahren und Prognosejahren
Vorjahre
Insgesamt 11 bis 12 Klassen Prognosejahre
3 Eingangsklassen
Insgesamt 10 bis 11 Klassen
Bauliche und räumliche Situation
Sanierungsstand
Die Bestandsgebäude wurden 2020-22
saniert und durch einen Erweiterungsbau
miteinander verbunden.
Räumliche Situation
Die Wilhelm-Hauff-Schule hat durch die
Neustrukturierung und Sanierung sehr gute
Raumbedingungen für die 3-Zügigkeit
erhalten. Durch den Auszug des
Stadtteiltreffs „Café Nimmersatt“ (Baff) aus
dem 2. Schulgebäude hat die Schule einen
Zugewinn von rund 130 qm Fläche, die vor
allem für Differenzierung und Betreuung
genutzt werden. Der neue Verbindungsbau
fungiert als Foyer und verbessert allgemein
die räumliche Situation und Funktionalität.
Geplante bauliche Maßnahmen
Aktuell sind keine Maßnahmen geplant.
Raumanalyse Wilhelm-Hauff-Schule
FUNKTIONEN BESTAND BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Klasse | Ganztag 24 1 Vorklasse
Gruppe | Differenzierung 2
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 2 75 qm und 15 qm
Musik -
Computer -
Projektküche -
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 Café Baff, zukünftig Ganztag
Mensa - In Multifunktion
Multifunktion 1 Essen | Intensiv
Schülerbibliothek 1
Sport- und Freiflächen
Sporthalle - Kleine Gymnastikhalle
Bewegung/Psychomotorik 1 Kleine Gymnastikhalle
Baujahr der Gebäude:
1 | 1968 Hauptgebäude (2023 saniert)
2 | 1969 Nebengebäude (2023 saniert),
Turnhalle, Betreuung und
externe Nutzung Café Baff
Grundstücksgröße: 16.430 m²
Grundschulen Nord
Georg-August-Zinn-Schule
Wilhelm-Busch-Schule
Astrid-Lindgren-Schule
Erich-Kästner-Schule
Georg-August-Zinn-Schule
Stadtteil: Wixhausen | 3-zügig
Schülerzahlen 276 SuS (2025/26)
Ganztag Pakt für den Ganztag seit 2021/22
Jugendhilfeträger Bund der Deutschen Katholischen Jugend Darmstadt e.V. (BDKJ)
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Georg-August-Zinn-Schule ist die einzige
Grundschule im Stadtteil Wixhausen, dem
nördlichsten Stadtteil der Wissenschaftsstadt
Darmstadt. Die Schule ist 3-zügig.
Entwicklung und Schulorganisation
Die GAZ hat aktuell 13 Klassen. In den
Jahrgängen 1 und 2 gibt es jeweils eine
Paktklasse.
Barrierefreiheit
Durch den Erweiterungsbau mit Aufzug aus dem
Jahr 2005 sind alle Funktionsbereiche der
Schule barrierefrei erschlossen, barrierefreie
WC-Anlage vorhanden.
Schulhof und Außengelände
Im Zuge des Neubaus wird auch der
Außenbereich der GAZ neugestaltet: abgängige
Spielgeräte werden ersetzt und durch neue Spiel-
und Bewegungsangebote erweitert. Vor der
Mensa wird ein Sitzbereich im Freien entstehen
sowie ein „Grünes Klassenzimmer“ auf der
Terrasse des Obergeschosses.
Dienststellennummer:
3506
Adresse:
Bert-Brecht-Straße 2-4
64291 Darmstadt
Kontakt:
06151 13-482800
Gaz-Schule@darmstadt.de
www.gaz-schule.de
Entwicklung in den Vorjahren und Prognosejahren
Vorjahre
12 bis 13 Klassen Prognosejahre
2 bis 4 Eingangsklassen mit stark
schwankenden Frequenzen
13 bis 14 Klassen insgesamt
Bauliche und räumliche Situation
Sanierungsstand
Die 1969 errichtete Schule wurde im Jahr 2005 um
einen Klassentrakt mit Gruppenräumen und einem
Mehrzweckraum erweitert und in den Folgejahren
teilweise umgebaut. Der ehemalige Verwaltungs-
/Betreuungspavillon war nicht sanierungsfähig und
wurde daher 2025 abgebrochen. Die Sanierung des
Altbaus soll nach Fertigstellung des Neubaus
erfolgen.
Räumliche Situation
Die Grundschule ist im Bereich der Klassen- und
Fachräume auf 3 Züge ausgelegt. Im EG des alten
Hauptgebäudes befinden sich zusätzlich mehrere
Ganztagsräume, wovon einer als Mensa dient. Mit
dem Neubau wird die Schule um eine adäquate
Mensa, einen Werkraum, eine Projektküche und
weitere Räume für den Ganztag erweitert.
Geplante bauliche Maßnahmen
Fertigstellung des Neubaus mit Mensa und
Ganztagsräumen 2026.
Raumanalyse Georg-August-Zinn-Schule
FUNKTIONEN BESTAND BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Klasse |Ganztag 13 + 3 13 KR, 3 Betr ab 60qm
Gruppe | Differenzierung 5
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 1 Neubau / ab Sommer 2026
Musik 1
Computerraum 1
Projektküche 1 Neubau / ab Sommer 2026
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 Neubau / ab Sommer 2026
Mensa 1 Neubau / ab Sommer 2026
Multifunktion 1 80 qm
Schülerbibliothek 1 Neubau / ab Sommer 2026
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1 Halle der TSG Wixhausen
Bewegung/Psychomotorik - Multifunktionsraum
Baujahr der Gebäude:
1 | 1969 altes Hauptgebäude
Jetzt Betreuung und Verwaltung
2013 teilsaniert
2 | 2005 neues Hauptgebäude
3 | 2027 Neubau
Grundstücksgröße 3.630 m²
Wilhelm-Busch-Schule
Stadtteil: Arheilgen | 3-zügig
Schülerzahlen 249 SuS (2025/26)
Ganztag Pakt für den Ganztag seit 2024/25
Jugendhilfeträger Förderverein der Wilhelm-Busch-Schule Buschwerk e.V.
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Wilhelm-Busch-Schule ist eine von zwei
Grundschulen im Stadtteil Arheilgen. Im Zuge der
damaligen Entwicklung des Neubaugebiets in
Arheilgen West erfüllte das bestehende
Schulgebäude nicht mehr die räumlichen
Anforderungen. In diesem Zusammenhang wurde
im Sommer 2004 ein Neubau mit insgesamt acht
zusätzlichen Räumen in Betrieb genommen.
Entwicklung und Schulorganisation
Die Schule ist aufgrund ihrer räumlichen
Kapazitäten dauerhaft als dreizügige Einrichtung
ausgelegt.
Um den Ganztagsbetrieb nachhaltig
weiterzuentwickeln, sollen die vorhandenen
Räumlichkeiten der Schule künftig intensiver und
flexibler genutzt werden. Zudem wird das
Raumangebot des Ganztags durch einen
zusätzlichen Container mit zwei kleinen
Gruppenräumen erweitert.
Vor diesem Hintergrund erscheint die Entwicklung
eines pädagogischen Gesamtkonzepts sinnvoll, das
die Nutzung der Schulräume, die
Betreuungsangebote sowie die Bedürfnisse der
Kinder aufeinander abstimmt. Ein solches Konzept
kann dazu beitragen, organisatorische Abläufe zu
strukturieren, die vorhandenen Ressourcen
effizient einzusetzen und die Qualität der
Betreuung weiter zu verbessern.
Barrierefreiheit
Die Funktionsbereiche der Schule sind
überwiegend barrierefrei erschlossen.
Ausgenommen sind die Klassenräume im
Obergeschoß des Hauptgebäudes. Ein
barrierefreies WC ist vorhanden.
Schulhof und Außengelände
Großzügiger Außenbereich mit verschiedenen
Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten vorhanden.
Dienststellennummer:
3223
Adresse:
Wilhelm-Busch-Weg 6
64291 Darmstadt
Kontakt:
06151 371435
info@wbs-darmstadt.de
www.wbs-darmstadt.de
Entwicklung in den Vorjahren und Prognosejahren
Vorjahre
Jeweils 12 Klassen Prognosejahre
Jeweils drei Eingangsklassen mit
sinkenden Frequenzen
12 Klassen insgesamt
Bauliche und räumliche Situation
Sanierungsstand
Die Schule wurde Mitte der 90er Jahre saniert
und 2004 durch einen Neubau erweitert. 2007
folgte der Bau des Betreuungspavillons.
Räumliche Situation
Die WBS verfügt über den notwendigen
Raumbestand für die 3-Zügigkeit. Es besteht der
Wunsch nach dem Bau einer adäquaten
Turnhalle als Ersatz für die vorhandene
Gymnastikhalle, da diese den Anforderungen
eines zeitgemäßen Sportunterrichts nur
eingeschränkt gerecht wird. Zur qualitativen
Weiterentwicklung des bestehenden
Ganztagsangebots wird eine räumliche
Erweiterung des Betreuungspavillons
angestrebt. Ziel ist es, zusätzliche und funktional
geeignete Räume für die Betreuung zu schaffen,
die Essenssituation nachhaltig zu verbessern
und dem Jugendhilfeträger ein separates Büro
zur Verfügung zu stellen.
Geplante bauliche Maßnahmen
Prüfung einer Ergänzung des Betreuungs-
pavillons.
Raumanalyse Wilhelm-Busch-Schule
FUNKTIONEN BESTAND BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Klasse | Ganztag 12
Gruppe | Differenzierung 6
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 1
Musik 1 Multifunktion
Computer 1
Projektküche -
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 Ausgabeküche
Mensa Im Ganztagsraum
Multifunktion
Schülerbibliothek 1 Kleine Bibliothek, 24 qm
Sport- und Freiflächen
Sporthalle -
Bewegung/Psychomotorik 1 Gymnastikhalle
Baujahr der Gebäude:
1 | 1976 Hauptgebäude
1995 | 2008 teilsaniert
2 | 2003 Erweiterungsbau
3 | 2007 Pavillon Ganztag
Grundstücksgröße 8.470 m²
Astrid-Lindgren-Schule
Stadtteil: Arheilgen | 5-6-zügig + Vorklasse
Schülerzahlen 522 SuS (Schuljahr 2025/26)
Ganztag Pakt für den Ganztag seit 2020/21
Jugendhilfeträger Förderverein Grundschule Astrid-Lindgren e.V.
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Astrid-Lindgren-Schule ist eine von zwei
Grundschulen im Stadtteil Arheilgen und
gleichzeitig auch ein Standort für Vorklassen. Mit
fünf bis sechs Zügen deckt die Schule die
Jahrgänge 1 bis 4 ab und bietet ein umfangreiches
Bildungs- und Betreuungsangebot für die Kinder
des Stadtteils. In den letzten Jahren verzeichnete
der Stadtteil Fortzüge von Kindern. Für die
Prognosejahre wird aufgrund der Annahme, dass
durch den Generationswandel auch Familien
zuziehen, anstatt des Fortzugs eine ausgeglichene
Wanderungsbilanz angenommen.
Entwicklung und Schulorganisation
An der ALS werden in jedem Jahrgang ein bis zwei
gebundene Ganztagsklassen nach dem
Ganztagsprofil 3 angeboten. Die Anzahl dieser
Klassen nimmt dabei tendenziell zu.
Barrierefreiheit
Nur in Teilen (im Ganztagsgebäude von 1990)
gegeben. Barrierefreie WC-Anlage vorhanden.
Schulhof und Außengelände
Ausreichend großer Außenbereich mit
verschiedenen Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten
vorhanden. Verschattung durch alten
Baumbestand.
Dienststellennummer:
3205
Adresse:
Stadtweg 1
64291 Darmstadt
Kontakt:
06151 13-481400
Astrid-Lindgren-Schule@darmstadt.de
www.astrid-lindgren-schule-darmstadt.de
Entwicklung in den Vorjahren und Prognosejahren
Vorjahre
5 bis 6 Eingangsklassen
Insgesamt 20 bis 22 Klassen
Prognosejahre
4 bis 5 Eingangsklassen
19 bis 20 Klassen insgesamt
Bauliche und räumliche Situation
Sanierungsstand
Die letzte umfassende Sanierung der Schule
erfolgte Ende der 1980er Jahre. In einzelnen
Bereichen besteht weiterhin Sanierungsbedarf.
Außentoiletten sowie Teile des Betreuungs-
gebäudes wurden in den vergangenen Jahren
bereits renoviert. Besonders dringlich ist die
Sanierung der Turnhalle, deren Instandsetzung als
nächste Maßnahme vorgesehen ist.
Räumliche Situation
Die ALS verfügt über ausreichend Platz für bis zu 6
parallele Züge; in Ausnahmejahren ist auch die
Einrichtung einer siebten Eingangsklasse möglich.
Der vorhandene Mangel an Differenzierungs-
räumen kann durch eine gezielte Aktivierung der
langen Flure als pädagogisch nutzbare Flächen
ausgeglichen werden. Darüber hinaus besteht im
Hinblick auf die Ganztagsbetreuung und die
Mittagessenssituation Verbesserungsbedarf. Eine
Vergrößerung der Mensa würde es ermöglichen,
die Essenszeiten weiterhin in mehreren Schichten
anzubieten, diese jedoch weniger eng getaktet und
komfortabler zu gestalten, sodass sowohl der
Ablauf als auch die Betreuung der SuS effizienter
und kindgerechter gestaltet werden können.
Geplante bauliche Maßnahmen
Sanierung der Turnhalle, Verbesserung der
Ausgabeküche. Pilotprojekt für Hitzeschutz an
Gebäuden.
Raumanalyse Astrid-Lindgren-Schule
FUNKTIONEN BESTAND BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Klasse | Ganztag 36 25 KR
Gruppe | Differenzierung 3 Differenzierung in Fluren
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 1
Musik - In Multifunktion
Computer 1 70 qm
Forscherwerkstatt 1
Projektküche -
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 Lehrküche, Mensa
Mensa 1
Multifunktion 1 80 qm, Musik/Ganztag
Schülerbibliothek 1
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1
Bewegung/Psychomotorik -
Baujahr der Gebäude:
1 | 1907 Hauptgebäude
1990 saniert
2 | 1966 Turnhalle
3 | 1907+1914 Klassentrakt
1990 saniert
4 | 1897 Verwaltung
1992 saniert
5 | 1990 | 2010
Fachklassen + Betreuung
Grundstücksgröße 6.880 m²
Erich Kästner-Schule
Stadtteil: Kranichstein | 6-zügig + flexiblem Schulanfang
Schülerzahlen 562 SuS (Schuljahr 2025/26)
Ganztag Pakt für den Ganztag seit 2015/16
Jugendhilfeträger Sozialkritischer Arbeitskreis e.V. (SKA)
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Erich Kästner-Schule ist eine 6-zügige Grund-
schule und die einzige Grundschule im Stadtteil
Kranichstein. Sie ist zudem die einzige
Grundschule in Darmstadt mit flexiblem
Schulanfang. Die Schule ist eng mit der
gleichnamigen Integrierten Gesamtschule
verbunden und wurde 2008 organisatorisch von
dieser getrennt. Der Stadtteil Kranichstein wurde
bis zum Jahr 2010 im Rahmen der „Hessischen
Gemeinschaftsinitiative Soziale Stadt“ besonders
gefördert.
Entwicklung und Schulorganisation
Die Schülerzahlen der EKäS lagen in den Vorjahren
teils sogar über der 6-Zügigkeit. Prognostisch ist
mit einer leichten Entspannung bei den
Einschulungszahlen zu rechnen. In den
vergangenen Schuljahren wurden rund 10% der
Kinder der nachrückenden Jahrgänge im
Schulbezirk der EKäS dort nicht eingeschult
(Wegzug, Gestattungen). Dieser Effekt wird in der
Prognose berücksichtigt.
Barrierefreiheit
Die Gebäude 3, 7, sowie der Neubau sind in allen
Funktionsbereichen barrierefrei erschlossen. Die
Gebäude 1 (ehemaliges Verwaltungsgebäude) und
5 sind barrierefrei nur in den Erdgeschossen
zugänglich. Eine barrierefreie WC-Anlage ist
vorhanden.
Schulhof und Außengelände
Die Schule verfügt über ein großzügiges
Außengelände. Mit dem Neubau wurde auch der
angrenzende Schulhof neugestaltet.
Dienststellennummer:
4332
Adresse:
Wickopweg 2
64289 Darmstadt
Kontakt:
06151 13-482200
Erich-Kästner-Schule@darmstadt.de
www.eks-gs.de
Entwicklung in den Vorjahren und Prognosejahren
Vorjahre
12-13 Flex-Klassen
insgesamt 23 bis 25 Klassen
Prognosejahre
9 bis 12 Flex-Klassen
20 bis 22 Klassen insgesamt
Bauliche und räumliche Situation
Sanierungsstand
Die Schule hat im Zuge der baulichen
Weiterentwicklung einen Neubau in Holzbauweise
erhalten, der eine Mensa, die Verwaltung sowie
zusätzliche Klassen- und Fachräume umfasst.
Dieser Neubau bildet heute den zentralen
Bestandteil der Schulanlage. 2025 wurde das
bestehende Gebäude mit der Turnhalle und dem
angrenzenden Klassentrakt vollständig saniert und
neu strukturiert. Dadurch wurde nicht nur die
bauliche Qualität deutlich verbessert, sondern auch
die pädagogische Nutzbarkeit des gesamten
Ensembles nachhaltig weiterentwickelt.
Räumliche Situation
Die EKäS verfügt perspektivisch über ausreichend
Raum für eine 6-zügige, ganztägig arbeitende
Grundschule. Zusatzbedarfe der Schule (FLEX-
Klassen, NDHS-Klasse) müssen berücksichtigt
werden. Mit Fertigstellung des Neubaus ist die
Raumsituation als gut zu bezeichnen.
Geplante bauliche Maßnahmen
Die Schule befindet sich nahezu am Abschluss der
Gesamtsanierung aller Gebäudeteile. Es steht noch
die Sanierung des ehemaligen
Verwaltungsgebäudes (Gebäude 1) mit den
darüberliegenden Klassenräumen sowie den
dazugehörigen Sanitäranlagen und dem
Gymnastikraum an. Des Weiteren muss die
Sanierungsfähigkeit des Betreuungsgebäude
(Gebäude 5) geprüft werden.
Baujahr der Gebäude:
1| 1968 Verwaltung, Klassen
und Gymnastikhalle
2| 1973 Klassentrakt mit
Sporthalle
3| 1979 Klassen + Betreuung
2018 Aufstockung
4| 1989 Klassenbau
jetzt Ganztag
5 | 2020 ff. Neubau
Mensa, Verwaltung, Klassen
6 | 2025 Sanierung Sporthalle mit
Klassen
Raumanalyse Erich Kästner-Schule
FUNKTIONEN BESTAND BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Klasse 33 1 Vorklasse
Gruppe | Differenzierung 10 Differenzierung in Fluren
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 2
Musik 1 Multifunktion
IT | Computerraum 1 70 qm
Forscherwerkstatt 1
Lehrküche 1
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 Ausgabeküche
Mensa 1
Multifunktion 1 Foyer, Mensa Neubau
Schülerbibliothek 1
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1 Zweifeldhalle
Bewegung/Psychomotorik 1 Gymnastikhalle
Grundschulen West
Käthe-Kollwitz-Schule
Friedrich-Ebert-Schule
Käthe-Kollwitz-Schule
Stadtteil: Waldkolonie | 3-zügig
Schülerzahlen 218 SuS (Schuljahr 2025/26)
Ganztag Pakt für den Ganztag seit 2021/22
Jugendhilfeträger Sozialkritischer Arbeitskreis e.V. (SKA)
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die KKS ist eine Grundschule, die im Westen der
Stadt in Stadtrandlage im Stadtteil Waldkolonie
liegt. Der Einzugsbereich endet mit den
Bahngleisen und im Süden mit der Rheinstraße.
Entwicklung und Schulorganisation
Die Grundschule ist eine Schule im Ganztag, an
dem derzeit 120 SuS teilnehmen. Schwerpunkt im
Pädagogischen Bereich ist das „Lernende Lernen“
und die Stärkung und Unterstützung der sozial-
emotionalen Entwicklung der Kinder. Die Schule
wird bei Entwicklung des Starkenburg-Areals
perspektivisch vierzügig.
Barrierefreiheit
Alle Funktionsbereiche der Schule sind barrierefrei
erschlossen. Barrierefreie WC-Anlage vorhanden.
Schulhof und Außengelände
Großzügiges Außengelände mit verschiedenen
Spiel- und Bewegungsangeboten.
Dienststellennummer:
3217
Adresse:
Koblenzer-Straße 8
64293 Darmstadt
Kontakt:
06151 – 13 - 483700
Kaethe-Kollwitz-Schule@darmstadt.de
www.kaethe-kollwitz-schule-darmstadt.de
Entwicklung in den Vorjahren und Prognosejahren
Vorjahre
10-11 Klassen Prognosejahre
11-12 Klassen
Langfristig bei Entwicklung Starkenburg
steigende Kinderzahl
Bauliche und räumliche Situation
Sanierungsstand
Die Außenhülle des Hauptgebäudes ist energetisch
saniert. 2003 wurde das Hauptgebäude um einen
Erweiterungsbau ergänzt.
Räumliche Situation
Die Grundschule ist räumlich auf einen 3-zügigen
Betrieb ausgelegt. Differenzierungsangebote
werden teilweise in den Flurbereichen umgesetzt.
Eine Bibliothek ist nicht vorhanden, ihre Funktion
wird derzeit teilweise durch den PC-Raum
übernommen. Verbesserungsbedarf besteht
insbesondere im Bereich der Ganztagsräume sowie
der Küchen- und Speiseräume. Perspektivisch ist
die Einrichtung einer Mensa vorgesehen,
gegebenenfalls im Zusammenhang mit der
Sanierung oder dem Ersatz der Turnhalle. Zudem
wird empfohlen, Differenzierungs- und
Ganztagsräume künftig stärker miteinander zu
verknüpfen.
Geplante bauliche Maßnahmen
Gesamtsanierung sowie Erweiterung und
Umstrukturierung von Schule und Turnhalle
einschließlich der Außenanlagen.
Raumanalyse Käthe-Kollwitz-Schule
FUNKTIONEN BESTAND BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Klasse | Ganztag 13+3
Gruppe| Differenzierung 2 Differenzierung in Fluren
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 1
Musik 1 Multifunktion, große Fläche
Computer 1
Projektküche -
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 Ausgabeküche
Mensa - Essen im Ganztagsraum
Multifunktion 1 Foyer | Halle
Schülerbibliothek -
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1 Einfeldhalle
Bewegung/Psychomotorik -
Baujahr der Gebäude:
1 | 1971 Hauptgebäude
1998 saniert
2 | 2003 Anbau Klassentrakt
3 | 1971 Turnhalle
Grundstücksgröße 15.700 m²
Friedrich-Ebert-Schule
Stadtteil: Heimstättensiedlung | 3-zügig + 1 Vorklasse
Schülerzahlen 306 SuS (2025/26)
Ganztag Pakt für den Ganztag seit 2021/22
Jugendhilfeträger Bund der Deutschen Katholischen Jugend Darmstadt e.V. (BDKJ)
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Friedrich-Ebert-Schule ist alleinige
Grundschule in der Heimstättensiedlung. Nach
einer Änderung der Schulbezirke gehört
zusätzlich auch der Pupinweg zu ihrem
Einzugsbereich. Aufgrund des Schulwegs soll der
Pupinweg zukünftig der neuen Grundschule an
der Albert-Schweitzer-Schule zugeordnet
werden. Die FES ist übergreifender Vorklassen-
standort.
Entwicklung und Schulorganisation
Die FES bewegt sich in den letzten Jahren bei
stabil hohen SuS-Zahlen aus und ist im Schuljahr
2026/27 3,5-zügig.
Barrierefreiheit
Alle Funktionsbereiche der Schule sind
barrierefrei erschlossen, eine barrierefreie WC-
Anlage vorhanden. Die Turnhalle ist bedingt
barrierefrei.
Schulhof und Außengelände
Der Schulhof ist in drei Zonen gegliedert. Er
bietet den SuS ausreichend Platz für
Bewegungsmöglichkeiten mit losen und
festinstallierten Spielgeräten, Platz für
Ballspielen sowie einen angelegten Schulgarten.
Dienststellennummer:
3212
Adresse:
Pulverhäuserweg 31
64295 Darmstadt
Kontakt:
06151 – 13 - 482700
Friedrich-Ebert-Schule-darmstadt.de
www.fes-darmstadt.de
Entwicklung in den Vorjahren und Prognosejahren
Vorjahre
12 bis 13 Klassen
Die hohe Differenz zwischen
Einschulungen und Melderegister im
Schuljahr 2024/25 ist durch Fortzüge
und Rückstellungen zu erklären; es ist
davon auszugehen, dass dieser Effekt in
Zukunft nicht in dieser Höhe stattfinden
wird; dies bestätigen auch die Werte der
Schuljahre 2025/26 und 2026/27
Prognosejahre
Durchgängig vier Eingangsklassen
Auch insgesamt entwickelt die Schule
eine 4-Zügigkeit
Bauliche und räumliche Situation
Sanierungsstand
Das zentrale Hauptgebäude der Friedrich-
Ebert-Schule wurde in den Jahren 2010-
2012 saniert, mit einer neuen Mensa
ausgestattet und um weitere
Ganztagsräume erweitert. Die
Außentoiletten sowie die Turnhalle samt
Nebenräumen wurden in den Folgejahren
saniert.
Räumliche Situation
Die räumliche Situation der Schule ist
analog ihrer Organisationsgröße als gut zu
bezeichnen. Eine stärkere Vernetzung von
Unterrichts- und Betreuungsräumen wird
auch hier empfohlen. Zusätzliche
Erweiterungspotenziale bestehen durch die
Rückführung von KiTa-Räumen und
Hausmeisterwohnung zu schulischer
Nutzung.
Geplante bauliche Maßnahmen
Die Küche wird 2026 erweitert. Durch die
Verlagerung der KiTa sowie einer
Hausmeisterwohnung soll die Schule
räumlich erweitert und im Rahmen der
Fortsetzung der Gesamtsanierung
ausgebaut werden.
Raumanalyse Friedrich-Ebert-Schule
FUNKTIONEN BESTAND BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich |
Klasse | Ganztag 20 1 Vorklasse, 1 Intensivklasse, plus 2 Räume Turnhalle
Gruppe | Differenzierung 5
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 1
Musik 1
Computer 1 70 qm
Projektküche 1 Ausbau in ehemaliger Lagerfläche 2026
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 Ausgabeküche, Erweiterung 2026
Mensa 1 2025 durch Verlagerung der Bibliothek erweitert
Multifunktion 1 113 qm
Schülerbibliothek 1
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1
Bewegung/Psychomotorik 1 siehe Multifunktionsraum
Baujahr der Gebäude:
1 | 1960 Hauptgebäude
2012 saniert
2 | 1950 Klassentrakt
2006 teilsaniert
3 | 1960 Turnhalle
2014/16 saniert
Grundstücksgröße 16.650 m²
Hauptschulen, Realschulen,
Gesamtschulen,
Mittelstufenschule
Bernhard-Adelung-Schule
Erich Kästner-Schule
Gutenbergschule
Mornewegschule
Stadtteilschule Arheilgen
Wilhelm-Leuschner-Schule
Bernhard-Adelung-Schule
Stadtteil: Martinsviertel
Schülerzahlen 586 SuS (Schuljahr 2025/26)
Ganztag Profil 2 seit 2018/19
Jugendhilfeträger Sozialkritischer Arbeitskreis e.V. (SKA)
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Bernhard-Adelung-Schule ist Bestandteil des
„Schulcampus Bürgerpark“. Das überwiegende
Einzugsgebiet sind die innerstädtischen Stadtteile
wie Martins- und Johannesviertel. Folgende
Bildungsgänge werden integriert angeboten:
- hauptschulischer Bildungsgang inkl. Abschluss
- mittlerer Bildungsgang (Realschule) inkl.
Abschluss
- gymnasialer Bildungsgang nach G9 (bis JG 10)
Durch die enge Kooperation und örtliche Nähe mit
der Bertolt-Brecht-Schule (GOS) und der Heinrich
Emanuel-Merck-Schule (BG) ist ein nahtloser
Übergang in die Oberstufe gesichert. Ebenso
können die SuS je nach Abschluss der 10. Klasse
auch eine Ausbildung im dualen System anstreben
und/oder Berufliche Schulen und deren
vollschulischen Angebote besuchen, wie z.B.
Berufsfachschulen oder Fachoberschulen. Der
Unterricht erfolgt grundsätzlich im
Klassenverband. Die Fachleistungsdifferenzierung
mit zwei Kursniveaus beginnt im JG 7 in den
Fächern Englisch und Mathematik, im JG 8 im Fach
Deutsch und setzt sich im JG 9 in Französisch,
Spanisch, Chemie und Physik fort. Äußere
Differenzierung findet nur in Religion/Ethik,
Wahlpflichtkursen und der 2. Fremdsprache statt.
Arbeitslehre ist verbindlich von Klasse 5 bis 10.
Hier werden die SuS in besonderer Weise auf die
Arbeitswelt vorbereitet. Jeweils zwei Klassen eines
Jahrgangs sind als Partnerklassen organisatorisch
und räumlich zugeordnet. Seit 2012/13 steht den
SuS die „Talent Company“, ein modernes
schulinternes Berufsinformationszentrum zur
Verfügung. Im Rahmen des Projekts "Bildung in der
digitalen Welt. Darmstädter Modellschulen" wurde
die Schule auf dem Weg zu einer digital souverän
agierenden Schule unterstützt.
Entwicklung und Schulorganisation
Das Anwahlverhalten für die Schule ist stabil. Sie
bleibt in ihrer 4-Zügigkeit bestehen. Um einzelne
Jahrgangsausschläge durch Rückläufer
abzufangen werden zusätzliche Räume direkt in
der Interimszeit zur Verfügung gestellt.
Ganztag
Die Bernhard-Adelung-Schule ist als
Familienfreundliche Schule im Freiwilligen
Ganztagsangebot im Profil 2 von 12.15 bis 16 Uhr.
Neben einem Mittagessen wird ein Lerntreff,
verschiedene AGs sowie offene Spiel- und
Bewegungszeiten angeboten. Perspektivisch wird
eine Entwicklung zum Ganztagsprofil 3 angestrebt.
Barrierefreiheit
Polytechnikum und Mensa barrierefrei
erschlossen, barrierefreies WC vorhanden.
Schulhof und Außengelände
Großzügiges Außengelände, jedoch mit wenig
Spiel-/Bewegungsangeboten und nur geringer
Aufenthaltsqualität.
Dienststellennummer:
6280
Adresse:
Vogelsbergstraße 50
64289 Darmstadt
Kontakt:
06151 – 13 - 480700
BAS@darmstadt.de
www.bas-darmstadt.de
Entwicklung in den Vorjahren und Prognosejahren
Vorjahre
in den Vorjahren meist 4 Eingangs-
klassen
im Schnitt 5,8% Übergangsanteil
im Schnitt 4 Einpendler*innen in JG 5
Prognosejahre
jeweils 4 Eingangsklassen; es ist davon
auszugehen, dass nicht in jedem
Schuljahr der niedrigere Anteil aus dem
Schuljahr 2026/27 eintreffen wird
Bauliche und räumliche Situation
Sanierungsstand
Vier Gebäude der Bernhard-Adelung-Schule
stehen unter Denkmalschutz: die zwei
Klassentrakte, das Verwaltungsgebäude und die
Turnhalle. Diese Gebäude sind bis auf die
Turnhalle in einem sanierungsbedürftigen
Zustand.
Räumliche Situation
Das Raumprogramm für die 4-Zügigkeit bildet
sich bis auf notwendige Gruppen- und
Differenzierungsflächen ab. Der Musikraum wird
aktuell als Care Room genutzt.
Geplante bauliche Maßnahmen
Gesamtsanierung und Erweiterung des
Ensembles befinden sich in Planung. Eine
Auslagerung der Klassen und Verwaltung soll
2026 erfolgen.
Das Außengelände muss im Zuge der
Gesamtsanierung ebenfalls neugestaltet
werden.
Raumanalyse Bernhard-Adelung-Schule
FUNKTIONEN BESTAND BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich
Klasse 24
Gruppe | Differenzierung 3 1 Schüleraufenthalt/-café | 2 in Mensagebäude
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 6 2 Kunst | 1 Holz | 1 Maschinenraum | 1 Textil |
1 Hauswirtschaft
Musik 1 Wird derzeit als Care Room genutzt
Nawi-Räume 6 1 Biologie | 2 Chemie | 2 Physik | 1 Forschung
Computer 3 2 Computer | 1 Talent Company
Projektküche -
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 Ausgabeküche
Mensa 1 wird als Aula genutzt
Multifunktion -
Schülerbibliothek 1
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1
Bewegung/Psychomotorik -
Baujahr der Gebäude:
1 | 1957 Hauptgebäude
Verwaltung/Klassentrakt
2 | 1957 Turnhalle
2013 saniert
3 | 1986 Polytechnikum
2013 nach Brand saniert
4 | 2009 Mensa/Ganztag
Grundstücksgröße 21.380 m²
Erich Kästner-Schule
Stadtteil: Kranichstein
Schülerzahlen 485 SuS (Schuljahr 2025/26)
Ganztag Profil 2 seit 2018/19
Jugendhilfeträger Sozialkritischer Arbeitskreis Darmstadt e.V. (SKA)
Kurzprofil und Einzugsbereich
Der Einzugsbereich der Schule sind überwiegend
die nördlichen Stadtteile, die Innenstadt und
Messel. Zusammen mit der gleichnamigen,
eigenständigen Grundschule fungiert die Schule als
Bildungszentrum des Stadtteils und verknüpft ein
umfassendes Netzwerk von Einrichtungen. Die
Schule arbeitet stark inklusiv. Der Unterricht
erfolgt so weit wie möglich im Klassenverband. Ab
JG 7 wird in Mathematik und Englisch in zwei
unterschiedlichen Niveaus unterrichtet, ab JG 9
auch in Deutsch und den NaWi. Dadurch bleiben
alle Bildungswege für die SuS bis JG 10 offen.
Zusätzlich ist eine Individualisierung der Schullauf-
bahn durch die zweite Fremdsprache und den
Wahlpflichtunterricht ab JG 7 möglich.
Die Schule wendet sich zunehmend vom Konzept
der starren Klassenverbände ab und hat mit
Lernbüros und Fachräumen ein neues
Raumkonzept eingeführt, das mit dem Konzept des
„Lernens im eigenen Tempo“ einhergeht. Folgende
Bildungsgänge werden integriert angeboten:
• hauptschulischer Bildungsgang inkl. Abschluss
• mittlerer Bildungsgang (Realschule) inkl.
Abschluss
• gymnasialer Bildungsgang nach G9 (bis JG 10)
Durch die enge Kooperation mit der Bertolt-Brecht-
Schule und der Heinrich-Emanuel Merck-Schule ist
ein nahtloser Übergang in die Oberstufe gesichert.
Ebenso können die SuS je nach Abschluss auch
eine Ausbildung im dualen System anstreben
und/oder berufliche Schulen und deren voll-
schulischen Angebote besuchen, wie z.B.
Berufsfachschule oder Fachoberschule. Der Erwerb
von Beruflichen Kompetenzen wird durch
berufsvorbereitenden Unterricht, Betriebspraktika,
Kompetenzfeststellungsverfahren, Perspektivteam,
schulinterne Ausbildungsmesse, Schülerfirmen
und durch die Kooperation mit der Firma Merck
gewährleistet. 2015 ist die Schule in das
Programm des HMKB „Schulentwicklung durch
Kulturelle Bildung - Kultur Schule Hessen“
aufgenommen worden. 2017 hat die Schule zudem
die Auszeichnung „Fahrradfreundlichste Schule
Deutschlands“ erhalten. Die Schule hat die ersten
Schritte zur MINT Schule absolviert.
Entwicklung und Schulorganisation
Das Anwahlverhalten für die Schule ist stark
ansteigend, die räumlichen Voraussetzungen
lassen jedoch lediglich eine 3-Zügigkeit zu. Zur
räumlichen Entlastung soll eine benachbarte,
ehemalige Sparkassenfiliale bezogen und mit
einem Jahrgang belegt werden, damit kann die
Schule etwas über die Kapazitätsgrenze einer 3-
Zügigkeit SuS aufnehmen. Mittelfristiges
Schulentwicklungsziel ist die Entwicklung zur
rhythmisierten Ganztagsschule.
Ganztag
Die Erich Kästner-Schule ist als Familienfreund-
liche Schule im Freiwilligen Ganztagsangebot im
Profil 2 von 12.15 bis 16 Uhr. Neben einem
Mittagessen werden ein Lerntreff, verschiedene
AGs, eine Schülerfirma sowie offene Spiel- und
Bewegungszeiten angeboten.
Dienststellennummer:
3210
Adresse:
Bartningstraße 33
64289 Darmstadt
Kontakt:
06151 – 790980
EKS-IGS@darmstadt.de
www.eks-igs.de
Entwicklung in den Vorjahren und Prognosejahren
Vorjahre
in den Vorjahren jeweils 3 Eingangs-
klassen
im Schnitt 5,4% Übergangsanteil
im Schnitt 3 Einpendler*innen in JG 5
Prognosejahre
jeweils 3 Eingangsklassen
Bauliche und räumliche Situation
Sanierungsstand
Das Schulensemble befindet sich in einem guten
baulichen Zustand.
Räumliche Situation
Die Erich Kästner-Schule besteht aus vier
Gebäudeteilen und einer Turnhalle. Ein Gebäude
wird zum Teil von der Stadtteilbibliothek und der
Volkshochschule genutzt. Das notwendige
Raumprogramm bildet sich bis auf wenige
Gruppenräume ab. Die Schule hat mit Lernbüros
und Instruktionsräumen in JG 5 und 6 ein neues
Raumkonzept eingeführt. Damit einhergehend
ist die Auflösung von starren Klassenverbänden.
Barrierefreiheit
Alle Funktionsbereiche der Schule sind
barrierefrei erschlossen, barrierefreies WC
vorhanden.
Schulhof und Außengelände
Großzügiges und abwechslungsreich gestaltetes
Außengelände mit diversen Spiel- und
Bewegungsangeboten, einem multifunktionalen
Spielfeld und eigenem Schulgarten.
Geplante bauliche Maßnahmen
Bezug der ehemaligen Sparkassenfiliale.
Raumanalyse Erich Kästner-Schule
FUNKTIONEN BESTAND BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich
Klasse 18 Räume Sparkasse nicht enthalten
Gruppe | Differenzierung 8
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 5 1 Textiles Gestalten | 1 Holz | 1 Metall | 1 Maschinenraum
1 Hauswirtschaft
Musik 1
Nawi-Räume 3 1 Bio | 1 Chemie | 1 Physik
Computer 2
Projektküche -
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 Ausgabeküche
Mensa 1 Aula
Multifunktion 1 Schüleraufenthalt-/café
Schülerbibliothek 1
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1
Bewegung/Psychomotorik -
Baujahr der Gebäude:
1 | 1995 Hauptgebäude
1998 Fachklassen
2 | 2000 Ganztag/Mehrzweck
3 | 2002 Turnhalle
Grundstücksgröße 10.880 m²
Gutenbergschule
Stadtteil: Eberstadt
Schülerzahlen 656 SuS (Schuljahr 2025/26)
Ganztag Profil 2 seit 2021/22
Jugendhilfeträger Mobile Praxis gem. GmbH
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Gutenbergschule liegt mit ihren teils
denkmalgeschützten Gebäuden im Stadtteil
Eberstadt und betreut SuS aus Eberstadt und bis
nach Mühltal. Als südlichste Kooperative
Gesamtschule Darmstadts werden ca. 650 SuS,
ergänzt durch etwa 40 SuS der Mühltalschule, die
in drei Klassen der Förderschule unterrichtet
werden.
Es werden alle Bildungsgänge angeboten: Haupt-,
Real- und Gymnasialzweig. Nach Abschluss der 10.
Klasse werden die SuS bei der Anmeldung an
weiterführenden Schulen oder der
Ausbildungsplatzsuche unterstützt. Die
Gutenbergschule ist außerdem Modellschule für
Kinderrechte und als „Smart School“ zertifiziert.
Am Nachmittag können die SuS Angebote zur
fachlichen Vertiefung oder das Konzept für „offene
Räume“ zum selbstständigen Lernen nutzen.
Schwerpunkte und Leitbild der GUT sind:
- Förderung der Inklusion als „Bildung und Chancen
für alle“
- Digitale Kompetenz: Vorbereitung auf eine
digitalisierte Gesellschaft
- Demokratisches und soziales Lernen:
Wertevermittlung und Partizipation
- Individuelle Förderung und Lerncoaching
- Projektarbeit und Beteiligung der SuS bei z.B. SV
und „Digitale Experten“.
Entwicklung und Schulorganisation
Die Schule befindet sich seit Jahren in einer
dynamischen Wachstumsphase. In den letzten
zehn Jahren stieg die Schülerzahl um rund 200
Lernende.
Ganztag
Die Schule ist eine Ganztagsschule im Profil 2.
Neben festen Lernzeiten an allen Schultagen wird
eine Hausaufgabenbetreuung, Mittagessen,
Nachmittagsbetreuung an fünf Tagen pro Woche,
Bewegte Pausen, Schülerbibliothek, wechselnde
AGs, Förderkurse und ein betreuter Auszeitraum
für Konfliktklärung und Wiedereinstieg angeboten.
Barrierefreiheit
Barrierefreiheit ist nur im Gebäude F gegeben.
Barrierefreies WC vorhanden.
Schulhof und Außengelände
Großzügiges Außengelände mit wenig
Aufenthaltsqualität sowie eigenem Schulgarten.
Dienststellennummer:
3214
Adresse:
Gabelsbergerstraße 4-8
64297 Darmstadt
Kontakt:
06151 - 13 - 483100
gutenbergschule@darmstadt.de
www.gut-da.de
Entwicklung in den Vorjahren und Prognosejahren
Vorjahre
in den Vorjahren jeweils 1 Eingangs-
klasse
im Schnitt 1,0% Übergangsanteil
im Schnitt 2 Einpendler*innen in JG 5
Prognosejahre
jeweils 1 Eingangsklassen
in aufsteigenden Klassen rechnerisch
mehrfach Klassenteilungen
Vorjahre
in den Vorjahren zunächst 3, dann 2
Eingangsklassen
im Schnitt 3,3% Übergangsanteil
im Schnitt 8 Einpendler*innen in JG 5
Prognosejahre
jeweils 2 Eingangsklassen
in aufsteigenden Klassen rechnerisch
teils Klassenteilungen
Vorjahre
in den Vorjahren zunächst 2, dann 1
Eingangsklasse
im Schnitt 1,6% Übergangsanteil
im Schnitt 4 Einpendler*innen in JG 5
Prognosejahre
jeweils 1 Eingangsklassen
bei minimal höherem Übergangsanteil
als im SJ 2026/27 2 Eingangsklassen
Bauliche und räumliche Situation
Sanierungsstand
Die Gutenbergschule besteht aus vier
denkmalgeschützten Gebäuden und dem Gebäude
F von 1999. Das Schulensemble befindet sich in
einem guten baulichen Zustand. 2025 wurde die
ehemalige Hausmeisterwohnung zu Gunsten des
Ganztages umgebaut und saniert. Die Turnhalle ist
nicht mehr sanierungsfähig.
Räumliche Situation
Das Raumprogramm bildet sich bis auf Gruppen-
/Differenzierungsräume im Bestand ab. Das
Wachstum bringt räumliche und organisatorische
Herausforderungen mit sich: Erhöhter Bedarf an
Differenzierungsräumen, begrenzte Kapazität der
Mensa, fehlende Räume für größere Veran-
staltungen oder externe Partner.
Geplante Maßnahmen
Die Errichtung eines Ersatzbaus für die abgängige
Turnhalle befindet sich in Planung. Im Zuge dessen
wird auch eine Machbarkeitsstudie zur möglichen
Erweiterung erstellt.
Raumanalyse Gutenbergschule
FUNKTIONEN BESTAND BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich
Klasse 26 26 Klassen
Gruppe | Differenzierung 2 1 Gruppe | 1 Schüleraufenthalt/-café
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 6 1 Kunst | 1 Holz | 1 Metall | 1 Maschinenraum | 1 Textil |
1 Hauswirtschaft
Musik 1 in Multifunktion
Nawi-Räume 4 1 Biologie | 1 Chemie | 1 Physik | 1 Nawi
Computer 2,5 1,5 Computer | 1 Talentcompany
Projektküche -
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 Ausgabeküche
Mensa 1
Multifunktion 2 Musik | Forum/Aula
Schülerbibliothek 1
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1
Bewegung/Psychomotorik -
Baujahr der Gebäude:
1 | 1902 Gebäude A
2013 saniert
2 | 1908 Gebäude B
2004 saniert
3 | 1886 Gebäude C,
2005 saniert
4 | 1964 Turnhalle [D]
5 | 1887 WC-Anlagen [E]
2014 saniert
6 | 1999 Gebäude F
Mornewegschule
Stadtteil: Bessungen
Schülerzahlen 474 SuS (Schuljahr 2025/26)
Ganztag Profil 2 seit 2020/21
Jugendhilfeträger Arbeiter-Samariter-Bund (ASB)
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Mornewegschule ist eine Integrierte
Gesamtschule, an der die Bildungsgänge Haupt-
und Realschule sowie die sechsjährige Mittelstufe
des gymnasialen Bildungsgangs nach dem Prinzip
des längeren gemeinsamen Lernens integriert sind.
Alle Abschlüsse, die in diesen einzelnen Bildungs-
gängen vergeben werden, können von den SuS an
der Mornewegschule erworben werden.
In der Mornewegschule besuchen die SuS feste
gemeinsame Lerngruppen, in denen sie vor dem
Hintergrund ihrer unterschiedlichen Kompetenzen
gemeinsam lernen. Ab einem bestimmten
Zeitpunkt werden sie in auf zwei unterschiedlichen
Anspruchsniveaus durchgängig binnendifferenziert
unterrichtet.
Die Übergänge nach den Abschlüssen in die
Berufswelt oder die anschließenden weiter-
führenden Schulen werden intensiv begleitet. Für
den Übergang in die gymnasiale Oberstufe besteht
eine Kooperation mit der Bertolt-Brecht-Schule.
Die Mornewegschule ist seit 2001 als hessische
Europaschule zertifiziert und versteht sich als
demokratische und lernende Institution. Vielfältige
Erasmus+-Projekte ermöglichen den SuS
internationale Begegnungen. Dies zeigt sich auch
im Angebot von Französisch und Spanisch als
zweite Fremdsprache im Wahlpflichtunterricht.
Einen hohen Stellenwert hat das fächerüber-
greifende Projektlernen, das sich am Rahmenwerk
„EduScrum“ orientiert. Das Projektlernen findet
neben dem Regelunterricht in eigens dafür
eingerichteten Unterrichtsstunden (PuK – Projekt-
und Kompetenzunterricht) aufbauend ab JG 5
statt.
Entwicklung und Schulorganisation
Seit dem SJ 2021/22 ist die Ursula-Fuchs-Schule
als Grundschule organisatorisch von der
Mornewegschule getrennt. Die Schulen teilen sich
weiterhin die Räumlichkeiten wie Schulhof,
Turnhalle oder Mensa.
Das Anwahlverhalten für die Schule ist stabil. Ziel
ist eine Erweiterung auf eine 5-Zügigkeit in der
Mitte oder dem Westen des Stadtgebiets in einem
umzunutzenden Bestandsgebäude oder einem
Neubau. Sobald die Erhöhung der Zügigkeit
räumlich möglich ist, wäre die Status quo-
Prognose nicht mehr zutreffend.
Ganztag
Seit dem SJ 2025/26 bietet die Mornewegschule
als Familienfreundliche Schule ein umfassenderes
tägliches Betreuungsangebot an, das als
Komplettangebot mit Mittagspause, tägliche Lern-
und Übungszeit und AGs für den JG 5 und 6 in
Anspruch genommen werden kann.
Barrierefreiheit
Nur Mensa und Turnhalle sind barrierefrei
erschlossen. Barrierefreies WC vorhanden.
Schulhof und Außengelände
Großzügiges Außengelände sowie eigener
Schulgarten.
Dienststellennummer:
4207
Adresse:
Herrmannstraße 21
64285 Darmstadt
Kontakt:
06151 - 13 - 485000
mornewegschule@darmstadt.de
www.mornewegschule-darmstadt.de
Entwicklung in den Vorjahren und Prognosejahren
Vorjahre
in den Vorjahren jeweils 3 Eingangs-
klassen
im Schnitt 5,3% Übergangsanteil
im Schnitt 2 Einpendler*innen in JG 5
Prognosejahre
jeweils 3 Eingangsklassen
in aufsteigenden Klassen (insbesondere
in JG 9) rechnerisch teils
Klassenteilungen
Bauliche und räumliche Situation
Sanierungsstand
Mensa und Ganztagsbereich sowie Turnhalle (2-
Felder zzgl. Gymnastikhalle) wurden in den
letzten Jahren neu errichtet. Der
Arbeitslehrebereich im KG wurde aufwendig
saniert. Aktuell wird der Außenbereich westlich
des Hauptgebäudes saniert und neu
strukturiert.
Das Hauptgebäude hat jedoch noch weiteren
umfangreichen Sanierungsbedarf.
Räumliche Situation
Aufgrund der räumlichen Engpässe wurde 2014
ein in der Nähe liegendes Schulgebäude als
Dependance hergerichtet und aktiviert.
Geplante bauliche Maßnahmen
Weitere Sanierung des Hauptgebäudes
erforderlich.
Raumanalyse Mornewegschule
FUNKTIONEN BESTAND BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich
Klasse 18
Gruppe | Differenzierung 9 6 Diffräume | 3 Gruppenräume
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 5 1 Kunst | 1 Holz | 1 Metall | 1 Maschinenraum |
1 Hauswirtschaft
Musik 2 1 Musik | 1 Theater (in Dependance)
Nawi-Räume 3 1 Bio | 1 Chemie | 1 Physik
Computer 2
Projektküche -
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 Gemeinsam mit Ursula-Fuchs-Schule
Mensa 1 Gemeinsam mit Ursula-Fuchs-Schule
Multifunktion 1 Schüleraufenthalt (Spielraum bei Mensa)
Schülerbibliothek 1
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1 Gemeinsam mit Ursula-Fuchs-Schule
Bewegung/Psychomotorik 1 Gemeinsam mit Ursula-Fuchs-Schule
Baujahr der Gebäude:
1| 1904 Hauptgebäude
2014 Sanierung
2| 1965 Turnhalle
2016 Neubau
3| 2009 Mensa/Ganztag
4 | 1957 Hermannstraße 47
2014 Herrichtung Zweigst.
Grundstücksgröße 16.770 m²
Stadtteilschule Arheilgen
Stadtteil: Arheilgen
Schülerzahlen 795 SuS (Schuljahr 2025/26)
Ganztag Profil 2 seit 2018/19
Jugendhilfeträger Sozialkritischer Arbeitskreis Darmstadt e.V. (SKA)
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Stadtteilschule, in Arheilgen gelegen, ist eine
kooperative Gesamtschule, die Schülern ein
vielfältiges Lern- und Betreuungsangebot bietet.
Durch den breitgefächerten Einzugsbereich -
Arheilgen, Kranichstein, Messel, Wixhausen sowie
das gesamte Stadtgebiet - entsteht eine lebendige
und vielfältige Schulgemeinschaft, in der
unterschiedliche Erfahrungen und Hintergründe
das Miteinander bereichern.
Die Schule befindet sich im Ganztagsprofil 2 und
baut dieses kontinuierlich weiter aus. Ziel ist es,
den Schulalltag so zu gestalten, dass Lernen,
Freizeit und individuelle Förderung sinnvoll
miteinander verknüpft werden. Dabei legen wir
besonderen Wert auf strukturierte Lernzeiten,
soziales Lernen und vielfältige außerunterrichtliche
Angebote, die den SuS Raum zur Entfaltung ihrer
Interessen und Stärken geben. Die
Schulentwicklung orientiert sich an den
Bedürfnissen der Schulgemeinde und den
aktuellen pädagogischen Leitlinien des Landes
Hessen.
Entwicklung und Schulorganisation
Das Anwahlverhalten ist seit Jahren stabil bis
steigend. Die 5-Zügigkeit wird durch hohe
Rückläuferzahlen in manchen Jahrgängen
überschritten.
Ganztag
Das Betreuungsangebot steht den SuS täglich zur
Verfügung und umfasst eine offene Betreuung mit
Freizeit- und Spielangeboten, Hausaufgaben-
betreuung in ruhiger, unterstützender Atmosphäre
sowie AGs aus den Bereichen Sport, Musik, Kunst,
Naturwissenschaften und vielem mehr. Die Schule
bietet damit einen verlässlichen und strukturierten
Rahmen, der Familie und Schule optimal
miteinander verbindet.
Barrierefreiheit
Das Gebäude D ist barrierefrei, die Gebäude B und
C sind nach der Sanierung auch barrierefrei. Im
Gebäude A ist nur das EG barrierefrei.
Barrierefreies WC ist vorhanden.
Schulhof und Außengelände
Großzügiges Außengelände mit diversen Spiel- und
Bewegungsangeboten.
Dienststellennummer:
6136
Adresse:
Grillparzerstraße 33
64291 Darmstadt
Kontakt:
06151 13 - 486700
sts-arheilgen@darmstadt.de
www.sts-arheilgen.de
Entwicklung in den Vorjahren und Prognosejahren
Vorjahre
in den Vorjahren 3 bis 4 Eingangs-
klassen
im Schnitt 5,6% Übergangsanteil
im Schnitt 7 Einpendler*innen in JG 5
Prognosejahre
3 bis 4 Eingangsklassen
Vorjahre
in den Vorjahren in JG 7 1 bis 2 Klassen
ab JG 8 jeweils 2-zügig
Prognosejahre
jeweils 2-zügig
Vorjahre
in den Vorjahren in JG 7 zunächst 3, dann
2 Klassen
Prognosejahre
jeweils 2- bis 3-zügig
Vorjahre
in den Vorjahren in JG 5 zunächst 2, dann
1 Eingangsklasse
im Schnitt 2,0% Übergangsanteil in JG 5
im Schnitt 6 Einpendler*innen in JG 5
Prognosejahre
jeweils 2-zügig
Bauliche und räumliche Situation
Sanierungsstand
Die Gebäude A und D befindet sich in einem
neuwertigen Zustand. Die Klassentrakte B + C
befinden sich derzeit in Sanierung. Die meisten
Klassen sind aktuell in Containern
untergebracht.
Räumliche Situation
Nach Bezug von Gebäude E und
Umstrukturierung von Gebäude A bildet sich das
Raumprogramm ab. Nach Sanierung und
Erweiterung der Gebäude B + C wird die Schule
neuste pädagogische Möglichkeiten haben und
mit Lernlandschaften und „Marktplatz“ in
Clustern unterrichten können.
Geplante bauliche Maßnahmen
Sanierung und Erweiterung der Gebäude B + C.
Geplante Fertigstellung zum SJ 2027/28.
Außenbereich mit vielfältigem Sportangebot
wird nach der Sanierung umgesetzt.
Anschließend steht der Ersatzbau der Turnhalle
an.
Raumanalyse Stadtteilschule
FUNKTIONEN BESTAND BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Klasse | Ganztag 35
Gruppe | Differenzierung 11
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 5 1 Kunst | 1 Holz | 1 Metall | 1 Maschinenraum |
1 Hauswirtschaft
Musik 2
Nawi-Räume 5 1 Bio | 1 Chemie | 1 Physik | 1 Nawi | 1 Trainingsraum
Computer 2
Projektküche -
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 Produktionsküche
Mensa 1
Multifunktion 1 Schüleraufenthalt/-café
Schülerbibliothek 1
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 2
Bewegung/Psychomotorik 1
Baujahr der Gebäude:
1 | 1971 Hauptgebäude A
2015 Gesamtsanierung
2 | 1971 Klassentrakt B
2014 Schadstoffsanierung
3 | 1971 Klassentrakt C
2014 Schadstoffsanierung
4 | 1971 Turnhalle D
5 | 2013 Neubau E
Fachklassen + Mensa
Wilhelm-Leuschner-Schule
Stadtteil: Bessungen
Schülerzahlen 578 SuS (Schuljahr 2025/26)
Ganztag Profil 2 seit 2016/17
Jugendhilfeträger Bund Deutscher Katholischer Jugend Darmstadt e.V. (BDKJ)
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Wilhelm-Leuschner-Schule wurde zum
Schuljahr 2024/25 zur Mittelstufenschule
weiterentwickelt. Das Einzugsgebiet ist die
gesamte Stadt Darmstadt und Umgebung.
In den JG 5-7, der sogenannten Aufbaustufe der
Mittelstufenschule, werden die SuS gemeinsam im
Klassenverband unterrichtet. Ab dem JG 8 erfolgt
eine Differenzierung in einen praxisorientierten
Bildungsgang (Hauptschulabschluss) und einen
mittleren Bildungsgang (Realschulabschluss).
Die Mittelstufenschule bietet bereits ab Klasse 5
vielfältige Elemente der beruflichen Orientierung
innerhalb des Fachunterrichtes und einen
Berufsschultag mit Unterricht in den Fachräumen
der Beruflichen Schulen ab Klasse 8.
Das zeitgemäße Konzept des selbständigen
Lernens ab Klasse 5 beinhaltet eine gezielte und
individuelle Förderung im eigenen Tempo. Dabei
stehen Projekt- und Kleingruppenarbeit im
Vordergrund mit regelmäßigen
Entwicklungsgesprächen mit den Kindern und
Lernstandrückmeldungen an die Eltern.
Nach Eignungsvoraussetzungen ist ein Übergang in
die gymnasiale Oberstufe mit Abschluss Abitur
(enge Zusammenarbeit mit der Bertolt-Brecht-
Schule), in die Fachoberschule mit Abschluss
Fachhochschulreife oder in verschiedene
Berufsausbildungen möglich.
Der Erwerb beruflicher Kompetenzen ist in der
Mittelstufenschule von großer Bedeutung und wird
u.a. von externen Kooperationspartnern und
verbindlichen Praktika gewährleistet.
Die Wilhelm-Leuschner-Schule versteht sich als
„gesunde Schule“ und ist mit den Teilzertifikaten
„Bewegung und Wahrnehmung“ sowie „Sucht- und
Gewaltprävention“ ausgezeichnet
Entwicklung und Schulorganisation
Der Erwerb beruflicher Kompetenzen ist in der
Mittelstufenschule von großer Bedeutung und wird
u.a. von externen Kooperationspartnern und
verbindlichen Praktika gewährleistet.
Die Wilhelm-Leuschner-Schule versteht sich als
„gesunde Schule“ und ist mit den Teilzertifikaten
„Bewegung und Wahrnehmung“ sowie „Sucht- und
Gewaltprävention“ ausgezeichnet.
Ganztag
Die Wilhelm-Leuschner-Schule bietet im Profil 2
und als Familienfreundliche Schule Kernunterricht
bis 14:30 Uhr mit AG- und WPU-Angeboten. Im
Mittagsband haben die SuS die Möglichkeit, ein
warmes Mittagessen einzunehmen und an
Bewegungs- oder Freizeitangeboten teilzunehmen.
Darüber hinaus stehen freiwillige Nachmittags-
angebote bis 16:00 Uhr zur Verfügung. Seit 2018
wird das Ganztagsteam durch die Intensive
Schulkindbetreuung ergänzt.
Barrierefreiheit
Nur in Teilen gegeben (Nawi-Trakt, Turnhalle,
Erdgeschoss). Barrierefreie WC-Anlage vorhanden.
Schulhof und Außengelände
Auf dem Schulhof befindet sich ein großer
Basketball-/Fußballplatz sowie vereinzelte
Sitzmöglichkeiten. Das Außengelände ist durch
Bäume und Sträucher begrünt.
Dienststellennummer:
3225
Adresse:
Bessunger Straße 195
64295 Darmstadt
Kontakt:
06151 – 13 - 487700
wls@darmstadt.de
www.wlsda.de
Entwicklung in den Vorjahren und Prognosejahren
Vorjahre
in den Vorjahren 2 bis 4 Eingangs-
klassen
im Schnitt 3,5% Übergangsanteil
im Schnitt 3 Einpendler*innen in JG 5
Prognosejahre
2 bis 3 Eingangsklassen
Klassenteilungen in den aufsteigenden
Klassen; teils in JG 7 und in JG 9
Bauliche und räumliche Situation
Sanierungsstand
Die Schule befindet sich in einem
denkmalgeschützten Gebäude von 1956,
das stark sanierungsbedürftig ist. Sie erhielt
2009 einen NaWi-Fachtrakt. Die Turnhalle
und die dazugehörigen Sanitäranlagen
wurden 2014/15 denkmalgerecht saniert.
2026 wurde der Mensa-Neubau
fertiggestellt. Die Sanierung der übrigen
Gebäude startet 2026. Nach Auszug der
ehemaligen Kita konnten die Räumlichkeiten
der Schule zugesprochen werden und
werden in der Interimszeit für den Ganztag
hergerichtet.
Räumliche Situation
Im Unterrichtsbereich und bei den
Fachräumen bildet sich das nötige
Raumprogramm nach der Sanierung ab.
Auch Verwaltungsräume sowie die
Gemeinschaftsflächen werden im Rahmen
der Sanierung funktional wie räumlich an
den heutigen Bedarf angepasst.
Die Abendrealschule (2-Züge) ist am
gleichen Schulstandort untergebracht.
Geplante bauliche Maßnahmen
Neustrukturierung und Sanierung des
Schulensembles. Im Zuge dessen soll auch
der Außenbereich neugestaltet werden
Raumanalyse Wilhelm-Leuschner-Schule (nach Sanierung)
FUNKTIONEN BESTAND BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich |
Klasse | Ganztag 26 23 Klassenräume | 3 Ganztagsgruppenräume
Gruppe | Differenzierung 7 4 Diff.räume | 2 Silent Rooms | 1
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 5 1 Kunst | 1 Holz | 1 Metall | 1 Maschinenraum |
Musik 1
Nawi-Räume 4 1 Biologie | 2 Chemie | 1 Physik
Computer 1
Projektküche 1 mit Schülercafé
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 Ausgabeküche 2026 Neubau
Mensa 1 2026 Neubau
Multifunktion 2 in Sporthalle und Neubau Mensa
Schülerbibliothek 1 2026 Neubau
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1
Bewegung/Psychomotorik -
Baujahr der Gebäude:
1 | 1956 Turnhalle
2014 I 2015 saniert
2 | 1955 Wohngebäude C
3 | 1956 Klassentrakt D
4 | 1956 Verwaltung E
5 | 1956 Klassentrakt
6 | 1956 Pavillon G
7 | 1956 Kita
8 | 2011 I 2012 Nawi-Trakt
9 | 2026 Mensa
Grundstücksgröße 19.685 m²
Gymnasien
Bertolt-Brecht-Schule
Eleonorenschule
Georg-Büchner-Schule
Justus-Liebig-Schule
Lichtenbergschule
Ludwig-Georgs-Gymnasium
Viktoriaschule
Abendgymnasium
Bertolt-Brecht-Schule
Stadtteil: Martinsviertel
Schülerzahlen 659 SuS (Schuljahr 2025/26)
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Bertolt-Brecht-Schule versteht sich als
gymnasiale Oberstufenschule, an der ein
kommunikatives, integratives und nicht-
autoritäres Schulklima herrscht und an der sich
SuS sozial und emotional aufgehoben fühlen.
Zentrales Ziel bei Gründung der Schule im Jahr
1974 war die Herstellung von Chancengleichheit
für Kinder aus bildungsfernen Familien. Die
Schule wird von Lernenden besucht, die aus
unterschiedlichen vorherigen Bildungsein-
richtungen stammen. Hinsichtlich Alter,
schulischer Vorerfahrungen und sozialem
Hintergrund zeigt sich dabei eine vielfältige und
gemischte Zusammensetzung der Schülerschaft.
Neben dem Schwerpunkt auf Literatur,
Respektarbeit und Geschichte verfügt die Brecht
über ein MINT-Profil und einen Schwerpunkt im
Bereich Umwelt.
Die Schule ist in der nördlichen Innenstadt im
Bürgerpark gelegen, in unmittelbarer
Nachbarschaft zu einer integrierten
Gesamtschule, einer Grundschule, zwei
Förderschulen und dem Berufsschulzentrum
Nord („Schulcampus Bürgerpark“).
Die Brecht nimmt viele Gastschüler*innen aus
den umliegenden Landkreisen auf; die meisten
hiervon wohnen im Landkreis Darmstadt-
Dieburg.
Entwicklung und Schulorganisation
Die Schule wurde in den letzten Jahren sehr
stabil angewählt.
Ganztag
Die in unmittelbarer Nachbarschaft neu
errichtetet Mensa M2 am Berufsschulzentrum
Nord steht auch den SuS der Brecht für die
Mittagsessenversorgung zur Verfügung.
Barrierefreiheit
Alle Funktionsbereiche der Schule sind
barrierefrei erschlossen, auch eine barrierefreie
WC-Anlage ist vorhanden.
Schulhof und Außengelände
Das Außengelände wurde im Zuge der
Fertigstellung des Neubaus ebenfalls
neugestaltet. Der Schulhof wurde als tiefer
gelegener Begegnungsort ausgeführt, zwischen
Altbau und Neubau befindet sich der
Kunstgarten.
Dienststellennummer:
5212
Adresse:
Kranichsteiner Straße 84
64289 Darmstadt
Kontakt:
06151 - 13 - 480810
www.diebrecht.eu
Entwicklung in den Vorjahren und Prognosejahren
Vorjahre
Im trendgewichteten Mittel 2019/20-
2024/25 657 SuS
Prognosejahre
steigende SuS-Zahl
Bauliche und räumliche Situation
Sanierungsstand
2011 wurden das bestehende Ensemble um einen
Fachklassentrakt ergänzt. Das ursprüngliche
Haupt- und Nebengebäude wurden 2023
abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt, der
das Gesamtraumprogramm der Schule abbildet
und der 2025 fertiggestellt wurde. Neubau und
Fachraumtrakt wurden baulich miteinander
verbunden.
Räumliche Situation
Der Raumbedarf lässt sich in Neubau und
Fachklassentrakt abbilden. Zusätzliche Flächen
und Raumangebote für selbstorganisiertes Lernen
wurden in Form von Lernlandschaften im Neubau
geschaffen. Kern des Neubaus bildet das Atrium
mit Bühne und Proberaum.
Geplante bauliche Maßnahmen
Keine weiteren Maßnahmen geplant.
Raumanalyse Bertolt-Brecht-Schule
FUNKTIONEN BESTAND BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich
Klasse 25 20 im Neubau | 6 Fachtrakt EG | 3 Fachtrakt OG
Gruppe | Differenzierung 3 Offene Lernlandschaften
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 4 3 Kunst | 1 Darstellendes Spiel
Musik 2
Nawi-Räume 9 3 Bio | 3 Chemie | 3 Physik
Computer 2 1 Computer | 1 IT-Raum
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 Im Schülercafe
Mensa 1 Im BSZN
Multifunktion 2 1 Forum/Aula | 1 Schüleraufenthalt/-café
Schülerbibliothek 1
Sport- und Freiflächen
Sporthalle - Nutzung Bürgerparkhalle + Rollsporthalle
Bewegung/Psychomotorik -
Baujahr der Gebäude:
1 | 1972 Hauptgebäude
2021 Abriss
2 | 1979 Nebengebäude
2023 Abriss
3 | 1972 Sporthalle
4 | 2011 Fachklassentrakt
5 | 2025 Neubau Hauptgebäude
Grundstücksgröße 13.245 m²
Eleonorenschule
Stadtteil: Johannesviertel
Schülerzahlen 902 SuS (Schuljahr 2025/26)
Ganztag Profil 2 seit 2026/27
Jugendhilfeträger Verein Kinder und Jugendarbeit e.V.
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Eleonorenschule ist eines der fünf öffentlichen
G9-Gymnasien der Stadt Darmstadt. Die Schule
besitzt als einziges Gymnasium in Darmstadt den
Status einer Selbstständigen Schule (SES). Sie
liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zur Justus-
Liebig-Schule (ebenfalls Gymnasium) auf der so
genannten "Schulinsel".
Die Eleonorenschule ist als MINT-freundliche
Schule, mehrfach rezertifizierte OLOV-
Gütesiegelschule (BO), Umweltschule und
Bikeschool ausgezeichnet. Das Sprachenangebot
umfasst Englisch, Französisch und Spanisch, das
auch als erste Fremdsprache gewählt werden kann.
Die Schule ist im Johannesviertel verankert,
kooperiert eng mit der Justus-Liebig-Schule und
wird von Schülerinnen und Schülern aus dem
gesamten Stadtgebiet besucht.
Derzeit prägen die Entwicklung von Sprachförder-
und Schutzkonzepten, digitale Pilotprojekte sowie
Kooperationen mit der Technische Universität
Darmstadt (Campus School) und der Hochschule
Darmstadt die Schulentwicklung. Zudem ist die
Schule als „Gesunde Schule“ zertifiziert und stärkt
Bewegung und Gesundheit über ein eigenes Team.
Soziales Lernen sowie Partizipation und
Demokratielernen werden durch zusätzliche
Klassenleiterstunden in fast allen Jahrgängen der
Sekundarstufe I gefördert.
Entwicklung und Schulorganisation
Nachdem die ehemalige Diesterwegschule auf der
Schulinsel nicht mehr als Ausweichstandort dient,
können die ELO und die Justus-Liebig-Schule die
Räume schrittweise zur Erweiterung nutzen.
Perspektivisch ist damit ein Ausbau von vier- auf
fünfzügige Jahrgänge möglich. An der
Eleonorenschule ist dies in den Klassen 5 bis 8
bereits umgesetzt.
Gleichzeitig wächst der Raumbedarf weiter, da die
Rückkehr von G8 zu G9 noch nicht vollständig
abgeschlossen ist. Die Schule ist damit die letzte
in Darmstadt, die sich noch im
Umstellungsprozess befindet.
Ganztag
Der Ganztag ist im Profil 2 organisiert; die
pädagogische Nachmittagsbetreuung besitzt einen
hohen Stellenwert (sehr breites AG-Angebot,
Förderangebote, enge und vielfältige
Zusammenarbeit mit externen Partnern und
Institutionen).
Barrierefreiheit
Das Hauptgebäude und die Turnhalle der Schule
sind barrierefrei erschlossen, der Fachraumtrakt
nicht. Barrierefreie WC-Anlage vorhanden.
Schulhof und Außengelände
Die Schule verfügt über einen großen Pausenhof
und zusätzlich einen vielfältig gestalteten
Schulgarten.
Dienststellennummer:
5122
Adresse:
Julius-Reiber-Straße 1
64293 Darmstadt
Kontakt:
06151 - 13 - 481900
eleonorenschule@Darmstadt.de
www.eleonorenschule.de
Entwicklung in den Vorjahren und Prognosejahren
Vorjahre
seit G9 jeweils 5 Eingangsklassen
Übergangsanteil im Schnitt 10,0%
Im Schnitt 17 Einpendler*innen JG 5
Prognosejahre
jeweils 5 Eingangsklassen
Bauliche und räumliche Situation
Sanierungsstand
Das denkmalgeschützte Hauptgebäude wurde
2013/14 komplett saniert und neu ausgestattet.
Bei der Turnhalle (ehem. Stadthalle,
denkmalgeschützt) und dem von der „Schulinsel“
gemeinsam genutzten Fachraumtrakt besteht
Sanierungsbedarf.
Räumliche Situation
Die beiden Schulen der „Schulinsel“ teilen sich den
Fachraumtrakt, die Mensa, das ehemalige
Diesterweggebäude, das Listgebäude, sowie die
nicht zum Schulkomplex gehörende Sporthalle
Kasinostraße. Auf der „Schulinsel“ lassen sich -
durch die gemeinsame Nutzung mit der LiO -
insgesamt 10 Züge abbilden.
Weiteres Entwicklungspotenzial besteht für beide
Schulen im Hauptgebäude der ehemaligen
Diesterwegschule.
Die ELO verfügt zudem über eine eigene
Kleinfeldhalle und ein schuleigenes Landheim in
Wald-Michelbach.
Geplante bauliche Maßnahmen
Neubau Fachklassentrakt (gemeinsame Nutzung
beider Schulen der „Schulinsel“) und die Sanierung
der Turnhalle.
Der bestehende Masterplan zur baulichen
Entwicklung der „Schulinsel“ wird im Zuge dessen
überprüft.
Raumanalyse Eleonorenschule
FUNKTIONEN BESTAND BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich
Klasse 35 16 Hauptgebäude | 9 Listbau| Diesterweg nicht enthalten
Gruppe | Differenzierung -
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 2
Musik 2
Nawi-Räume 10 Gemeinsam mit LIO: 4 Bio | 3 Chemie | 2 Physik | 1 Nawi
Computer 2
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 Gemeinsam mit LIO
Mensa 1 Gemeinsam mit LIO
Multifunktion 1 Schüleraufenthalt/-café
Schülerbibliothek 1
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1 Nutzung Sporthalle Kasinostraße
Bewegung/Psychomotorik 1 Kleinfeldhalle
Baujahr der Gebäude:
1 | 1911 Hauptgebäude
2022 Abschluss Sanierung
2 | 1979 Fachklassentrakt
3 | 1911 Turnhalle
Grundstücksgröße gesamte Schulinsel:
27.310 m²
Georg-Büchner-Schule
Stadtteil: Woogsviertel
Schülerzahlen 929 SuS (Schuljahr 2025/26)
Ganztag Profil 2 seit 2026/27
Jugendhilfeträger Verein für innovative Jugendhilfe e.V. (Die Villa)
Kurzprofil und Einzugsbereich
Im Südosten Darmstadts im Woogsviertel
gelegen ist die Georg-Büchner-Schule mit einem
freiwillig anwählbaren bilingualen Zweig im Fach
Englisch.
Im Sinne ihres sportlichen Profils ist sie
„Regionales Talentzentrum“ für die Stadt
Darmstadt und den Landkreis Darmstadt-
Dieburg und bietet pro Jahrgangsstufe eine
Sportklasse an. Als Regionales Talentzentrum
wird die Schule zukünftig das Landesprogramm
„Talentsuche-Talentförderung“, eine Koope-
ration vom Land Hessen mit dem
Landessportbund Hessen, hier in der Region
umsetzen. Darüber hinaus legt die GBS einen
weiteren Schwerpunkt im Bereich „MINT-
freundliche Schule“ (erstmals zertifiziert 2019).
Die GBS ist mit dem Prädikat „Gesunde Schule“
ausgezeichnet und zudem Teil der Netzwerke
„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“
und „Schule der Vielfalt“.
Im Rahmen ihres sportlichen Profils stärkt die
Schule außerdem ihre sportlichen Angebote
sowohl in allen Jahrgangsstufen und im
Nachmittagsbereich. Darüber hinaus befindet
sich eine Schulseelsorge im Aufbau.
Aufgrund ihrer Lage und der guten Anbindung an
den ÖPNV umfasst ihr Einzugsgebiet nicht nur
das Stadtgebiet, sondern ist auch sehr attraktiv
für Schüler*innen aus dem Landkreis Darmstadt
Dieburg.
Entwicklung und Schulorganisation
Die Georg-Büchner-Schule ist in den
vergangenen Jahren stetig gewachsen und
umfasst inzwischen in der kompletten Unter- und
Mittelstufe fünf Züge. Sie kooperiert in der
gymnasialen Oberstufe sowohl mit der
Viktoriaschule als auch mit dem Ludwig-Georgs-
Gymnasium.
Im Schuljahr 2025/26 gibt es keinen
Abiturjahrgang, damit ist die Umstellung von G8
auf G9 an der Schule vollständig abgeschlossen.
Ganztag
Derzeit haben SuS des Jahrgangs 5 und 6 nach
dem Unterricht die Möglichkeit, am
Nachmittagsprogramm teilzunehmen. Dieses
umfasst AGs sowie eine ruhige Lernzeit. Das
Mittagessen erfolgt in der schuleigenen Mensa
mit Produktionsküche vor Ort.
Barrierefreiheit
Die Schule ist in allen Bereichen barrierefrei
erschlossen. Barrierefreie WC-Anlage ist
vorhanden.
Schulhof und Außengelände
Die Schule verfügt über ein großzügiges
Außengelände mit diversen Spiel- und
Bewegungsangeboten.
Dienststellennummer:
5123
Adresse:
Nieder Ramstädter Straße 120
64285 Darmstadt
Kontakt:
06151 - 13 - 482900
gbs@darmstadt.de
www.gbs-darmstadt.de
Entwicklung in den Vorjahren und Prognosejahren
Vorjahre
in den Vorjahren vier bis fünf Eingangs-
klassen
im Schnitt 7,1% Übergangsanteil
im Schnitt 46 Einpendler*innen in JG 5
Prognosejahre
jeweils 6 Eingangsklassen (im Rahmen
des Rotationsmodells zu steuern)
in aufsteigenden Klassen aufgrund der
Querversetzungen geringere
Klassenanzahlen
Bauliche und räumliche Situation
Räumliche Situation
Die Georg-Büchner-Schule ist ein denkmal-
geschützter Meisterbau aus den 1950er Jahren,
die später durch einen Fachklassentrakt und vor
wenigen Jahren um eine Mensa ergänzt wurde.
Durch die durchgängige Erhöhung auf die 5-
Zügigkeit und die Rückführung von G8 auf G9
ergibt sich ein zusätzlicher Raumbedarf, der im
sog. „Klassenteppich“ des Meisterbaus nicht
abbildbar ist und der die Errichtung eines
temporären Interimsgebäudes mit 6 weiteren
Unterrichtsräumen erforderlich macht.
Sanierungsstand
Die Schule wurde in Teilen saniert und erweitert.
Es besteht weiter Sanierungsbedarf der Bereiche
Unterricht, Verwaltung, Fachräume und großer
Sporthalle. In der Sanierungsplanung ist ein 5-
zügiges Raumprogramm zu berücksichtigen. Die
Gesamtsanierung der kleinen Turnhalle wurde
2025 abgeschlossen.
Geplante bauliche Maßnahmen
Sanierung der großen Sporthalle in Planung.
Errichtung eines Interimsgebäudes mit sechs
Klassenräumen auf dem Schulgelände zum
Sommer 2026
Raumanalyse Georg-Büchner-Schule
FUNKTION BESTAND BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich
Klasse 31 25 Hauptgebäude | 6 Interimsgebäude
Gruppe | Differenzierung 3 Mehrzweck | Großgruppenraum | Hörsaal
Fachunterrichtsräume
Naturwissenschaften 10 3 Biologie | 3 Chemie | 4 Physik
Kunst | Werken 3 3 Kunst + 1 Werken
Musik 2
Computer 2
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 Produktionsküche
Mensa 1 Gemeinsame Nutzung mit GS Elly-Heuss-Knapp-Schule
Multifunktionsfläche 1 Schüleraufenthalt/Schülercafé
Schülerbibliothek 1
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1 Dreifeld-Sporthalle
Gymnastik/Psychomotorik 1 Kleine Turnhalle
Baujahr der Gebäude:
1 | 1955 Hauptgebäude
2012 Sanierung
2 | 1955 Fachklassentrakt
3 | 1955 Turnhalle
2025 Gesamtsanierung
4 | 2012 Mensa
5 | 1983 Sporthalle
Grundstücksgröße: 38.850 m²
Justus-Liebig-Schule
Stadtteil: Johannesviertel
Schülerzahlen 1.101 SuS (Schuljahr 2025/26)
Ganztag Profil 2 seit 2022/23
Jugendhilfeträger Verein Kinder- und Jugendarbeit e.V.
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Justus-Liebig -Schule liegt im Johannesviertel
auf der so genannten "Schulinsel", in unmittelbarer
Nachbarschaft zur Eleonorenschule. Die Schule ist
Einzugsgebiet für SuS aus dem ganzen Stadtgebiet
und zum Teil auch aus dem Landkreis Darmstadt-
Dieburg.
Im Schulprofil sind mehrere Schwerpunkte
verankert. Neben Englisch kann auch Französisch
als erste Fremdsprache gewählt werden. In der
Darmstädter Region bietet die Schule als einziges
Gymnasium Französisch auch als fakultativen
bilingualen Zweig bis zum Abitur an. Als dritte
Fremdsprache wird optional Latein angeboten bis
zum Erwerb des Latinums. Die Schule bietet das
Fremdsprachenzertifikat CertiLingua an. Einen
weiteren wichtigen Profilbaustein stellt das aus-
differenzierte naturwissenschaftliche Unterrichts-
angebot dar. Die LIO ist Campus-Schule der TUD
und darüber hinaus zertifiziert als MINT-
freundliche Schule. Im musischen Bereich wird
neben Kunst und Musik auch Darstellendes Spiel in
der Oberstufe bis zum Abitur angeboten. Zudem
trägt die Schule das Zertifikat „Gesundheits-
fördernde Schule“.
Die LIO sieht sich mit der Eleonorenschule als sehr
gut kooperierende Gymnasien. Sie möchten die
„Schulinsel“ gemeinsam weiter stärken. Dazu
gehört die gemeinschaftliche Nutzung mehrerer
Schulgebäude und das gemeinsame Eintreten für
ein neues, modernes MINT-Gebäude.
Entwicklung und Schulorganisation
Seit dem SJ 2019/20 ist die Justus-Liebig-Schule
durchgängig fünfzügig ausgestaltet. Nachdem die
ehemalige Diesterwegschule auf der Schulinsel
nicht mehr als Ausweichstandort dient, können die
die Justus-Liebig-Schule und die Eleonorenschule
die Räume schrittweise zur Kapazitätsausweitung
nutzen. Damit wurde auch der räumliche Ausbau
von vier- auf fünfzügige Jahrgänge möglich.
Ganztag
Gemeinsam mit dem Verein Kinder- und
Jugendarbeit e.V. organisiert die LIO montags bis
freitags ein pädagogisches Ganztagsangebot.
Dieses besteht aus dem Mittagstreff mit
Hausaufgabenzeit, dem Mittagessensangebot in
der Mensa der „Schulinsel“ und den AGs. Das
Angebot gilt für die Klassenstufen 5 - 7 und ist nicht
auf eine maximale Schüleranzahl begrenzt.
Die Schule bietet in Zusammenarbeit mit CAT
Europa Catering täglich ein warmes Mittagessen in
der Mensa der „Schulinsel“ an.
Barrierefreiheit
Das Hauptgebäude und die Turnhalle der Schule
sind barrierefrei erschlossen, der Fachklassentrakt
nicht. Eine barrierefrei WC-Anlage ist vorhanden.
Schulhof und Außengelände
Die LIO verfügt über ein weitläufiges Außengelände
mit einigen Spiel- und Bewegungsangeboten.
Dienststellennummer:
5124
Adresse:
Landwehrstraße 28 /
Julius-Reiber-Str. 3
64293 Darmstadt
Kontakt:
06151 - 13 - 483600
schulleitung@lio-darmstadt.de
www.lio-darmstadt.de
Entwicklung in den Vorjahren und Prognosejahren
Vorjahre
in den Vorjahren jeweils 5 Eingangs-
klassen
im Schnitt 10,8% Übergangsanteil
im Schnitt 11 Einpendler*innen in JG 5
Prognosejahre
jeweils 6 Eingangsklassen bei Eintreffen
des höheren Übergangsanteils aus dem
SJ 2026/27; 2030/31 rechnerisch sogar
7-zügig
Bauliche und räumliche Situation
Sanierungsstand
Das denkmalgeschützte Hauptgebäude wurde in
Teilen neu strukturiert, komplett saniert und neu
ausgestattet.
Räumliche Situation
Die Justus-Liebig-Schule bildet mit der
Eleonorenschule die „Schulinsel“. Die beiden
Schulen teilen sich den Fachraumtrakt, die
Mensa, das ehemalige Diesterweggebäude, das
Listgebäude, sowie die nicht zum Schulkomplex
gehörende Sporthalle Kasinostraße. Auf der
„Schulinsel“ lassen sich durch die gemeinsame
Nutzung mit der ELO - insgesamt 10 Züge
abbilden.
Weiteres Entwicklungspotenzial besteht für
beide Schulen im Hauptgebäude der ehemaligen
Diesterwegschule.
Geplante bauliche Maßnahmen
Neubau Fachklassentrakt (gemeinsame Nutzung
beider Schulen der „Schulinsel“) steht an. Der
bestehende Masterplan zur baulichen
Entwicklung der „Schulinsel“ wird im Zuge
dessen überprüft. Ebenfalls betrachtet wird die
Gestaltung des Außengeländes.
Raumanalyse Justus-Liebig-Schule
FUNKTION BESTAND BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich
Klasse 35 Gemeinsam mit ELO: 26 im Hauptgebäude | 9 im Listbau
Gruppe | Differenzierung 10 Gemeinsam mit ELO: 8 im Hauptgebäude | 2 im Listbau
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 3
Musik 2
Nawi-Räume 10 Gemeinsam mit ELO: 4 Bio | 3 Chemie | 2 Physik |1 Nawi
Computer 1
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 Gemeinsam mit ELO
Mensa 1 Gemeinsam mit ELO
Multifunktionsfläche 2 1 Forum/Aula in alter Turnhalle |
1 Schüleraufenthalt/-café
Schülerbibliothek 1
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1 Nutzung Sporthalle Kasinostraße
Gymnastik/Psychomotorik -
Baujahr der Gebäude:
1 | 1911 Hauptgebäude
2022 Abschluss Sanierung
2 | 1979 Fachklassentrakt
3 | 1973 Pavillon
2025 Abriss
Grundstücksgröße gesamte Schulinsel:
27.310 m²
Lichtenbergschule
Stadtteil: Bessungen
Schülerzahlen 1165 SuS (Schuljahr 2025/26)
Ganztag Profil 2 seit 2018/19
Jugendhilfeträger Verein für innovative Jugendhilfe e.V. (Die Villa)
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Lichtenbergschule ist das größte Gymnasium
und das einzige G8-Gymnasium der Stadt
Darmstadt. In der südlichen Innenstadt gelegen ist
die Schule überwiegend Einzugsgebiet für SuS aus
den Stadtteilen Eberstadt und Bessungen. Die
günstige Anbindung an den ÖPNV ermöglicht
jedoch auch SuS aus weiter entfernten
Stadtgebieten den Besuch der Schule. Es besteht
eine Oberstufen-Kooperation mit der
Gutenbergschule in Eberstadt (KGS).
Seit 2000 ist die Schule als Europaschule des
Landes Hessen, seit 2012 als erstes hessisches
Gymnasium mit dem OloV-Gütesiegel für Berufs-
und Studienorientierung zertifiziert. Als
„Internationale Begegnungsschule“ mit
angegliedertem Sprachenzentrum, einem breit
gefächertem Fremdsprachenangebot,
internationalen Schulpartnerschaften und einem
großen Angebot an Austauschfahrten fördert sie
die Mehrsprachigkeit und interkulturelle
Kompetenz mit dem Ziel, junge Menschen zu
weltoffenen, verantwortungsvollen und toleranten
Bürgerinnen und Bürger heranzubilden.
Das internationale Sprachenzentrum steht mit
ihrem multilingualen Angebot allen
allgemeinbildenden Schulen offen, wodurch der
Lichtenbergschule eine überregionale Bedeutung
zukommt.
Neben dem Schwerpunkt im MINT-Bereich bietet
die Schule ab Jahrgang 7 bilingualen Unterricht im
Fach Englisch an. Die MINT-Förderung beginnt
bereits in Jahrgang 5 mit dem Mint Club. Die
besondere Förderung im MINT-Bereich wird durch
die Unterstützung externer Bildungspartner
ermöglicht. Seit 2015 können das Hessische
Internationale Abitur und akkreditierte
Sprachzertifikate an der Schule erworben werden.
Entwicklung und Schulorganisation
Die Lichtenbergschule Darmstadt ist derzeit nicht
in allen Jahrgangsstufen sechszügig und verfügt
daher noch über freie Kapazitäten, um steigende
Schülerzahlen aufzufangen.
Ganztag
Freiwilliges Ganztagsangebot Profil 2 des Landes
Hessen, Familienfreundliche Schule, Mittagessen,
Hausaufgabenbetreuung, AGs. Das Mittagessen
findet in der schuleigenen Mensa statt.
Barrierefreiheit
Bis auf das Unterstufengebäude sind alle
Funktionsbereiche barrierefrei erschlossen.
Barrierefreie WC-Anlage vorhanden.
Schulhof und Außengelände
Die Schule verfügt über ein großzügiges
Außengelände mit verschiedenen Spiel- und
Bewegungsangeboten.
Dienststellennummer:
5125
Adresse:
Ludwigshöhstraße 105
64285 Darmstadt
Kontakt:
06151 - 13 - 484700
luo@luo-darmstadt.de
www.luo-darmstadt.de
Entwicklung in den Vorjahren und Prognosejahren
Vorjahre
in den Vorjahren zunächst jeweils 5
Eingangs-klassen, im Schuljahr 2024/25
dann 7 Eingangsklassen
im Schnitt 9,2% Übergangsanteil; seit SJ
2024/25 deutlicher Anstieg
im Schnitt 48 Einpendler*innen in JG 5
Prognosejahre
jeweils 7 Eingangsklassen bei Eintreffen
des Übergangsanteils aus dem SJ
2026/27
Bauliche und räumliche Situation
Sanierungsstand
Das Atriumgebäude wurde 2013 energetisch
saniert. Die Neustrukturierung und Sanierung
des Verwaltungsgebäudes wurde 2021
abgeschlossen, die Sanierung der kleinen
Turnhalle 2024. Die ehemalige Gymnastikhalle
wurde schon vor Jahren zur Mensa umgebaut.
Es besteht Sanierungsbedarf beim
Unterstufengebäude und der Sporthalle.
Räumliche Situation
Die räumliche Situation der Lichtenbergschule
ist auskömmlich für ein 6-zügiges G8-
Gymnasium.
Geplante bauliche Maßnahmen
Für die große Sporthalle sowie das
Unterstufengebäude besteht weiterhin
Sanierungsbedarf.
Raumanalyse Lichtenbergschule
FUNKTION BESTAND BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Klasse | Ganztag 40
Gruppe | Differenzierung
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 3
Musik 3
Nawi-Räume 13 2 Bio | 4 Chemie | 6 Physik | 1 Erdkunde
Computer 3
Gemeinschaftsflächen
Küche 1
Mensa 1
Multifunktionsfläche 2 Schüleraufenthalt/-cafés
Schülerbibliothek 2 Großes und kleines Wissenszentrum
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1 Dreifeldhalle
Gymnastik/Psychomotorik 1 Kleine Turnhalle
Baujahr der Gebäude:
1 | 1968 Verwaltung, 2021 saniert
2 | 1968 Atriumgebäude, 2013 saniert
3 | 1968 Sporthalle mit Mensa
2005 Mensa saniert
2024 Sporthalle saniert
4 | 1991 Große Sporthalle
5 | 1968 Moped-Fahrradhalle
6 | 1973 Unterstufengebäude
1994 WCs saniert
Grundstücksgröße: 28.600 m²
Ludwig-Georgs-Gymnasium
Stadtteil: Woogsviertel
Schülerzahlen 776 SuS (Schuljahr 2025/26)
Ganztag Profil 2 seit 2024/25
Jugendhilfeträger Verein für innovative Jugendhilfe e.V. (Die Villa)
Kurzprofil und Einzugsbereich
Das Ludwig-Georgs-Gymnasium ist das älteste
Gymnasium in Südhessen. Es ist das einzige
altsprachlich-humanistische Gymnasium der
gesamten Bildungsregion.
Seit 2004 hat die Schule vom Hessischen
Kultusministerium das "Gütesiegel Hochbegabung"
zuerkannt bekommen. Zudem ist das LGG
Campus-Schule der ansässigen TU Darmstadt.
Das Schulprofil ist geprägt durch das
altsprachliche wie auch neusprachliche Angebot
(Latein als erste und Englisch als zweite
Fremdsprache in Jahrgang 5 parallel; Spanisch,
Italienisch, Altgriechisch und Französisch ab
Jahrgang 9, Spanisch ab E-Phase).
Im Bereich der Naturwissenschaften werden die
Klassen im Jahrgang 8 für Physik und Chemie
geteilt, um den Schwerpunkt auf das
Experimentieren legen zu können. In den JG 5 und
6 erhalten alle Klassen einen verpflichtenden
Informatikunterricht. Dieser wird ab JG 7 als
Projekt fortgesetzt. In der Oberstufe besteht ein
breites Angebot, einschließlich Leistungskursen in
Informatik und den Naturwissenschaften. Durch
die Erweiterung des Fremdsprachenangebots und
moderne Lehr- und Lernkonzepte entwickelt sich
das Ludwig-Georgs-Gymnasium Darmstadt
kontinuierlich weiter. Aufgrund der guten
Verkehrsanbindung und des besonderen Profils
gibt es kein klar abgegrenztes Einzugsgebiet; die
Schülerschaft kommt sowohl aus der Stadt
Darmstadt als auch aus dem Landkreis Darmstadt-
Dieburg.
Entwicklung und Schulorganisation
Seit dem Schuljahr 2018/19 kooperiert die Schule
mit der benachbarten Viktoriaschule, seit 2021/22
zusätzlich mit der Oberstufe der Georg-Büchner-
Schule. Durch diese Kooperationen wird das
Kursangebot in Grund- und Leistungskursen
gegenseitig abgesichert und erweitert.
Seit dem Schuljahr 2023/24 verzeichnet das
Ludwig-Georgs-Gymnasium Darmstadt steigende
Anmeldezahlen im Jahrgang 5 und strebt eine
durchgängige Vierzügigkeit an.
Ganztag
Freiwilliges Ganztagsangebot im Profil 2 des
Landes Hessen von 12-16 Uhr sowie
Familienfreundliche Schule mit pädagogischer
Mittagsbetreuung, Lernzeit und AGs.
Barrierefreiheit
Alle Gebäudeteile sind barrierefrei erschlossen. Ein
Barrierefreies WC befindet sich in Bauteil B.
Schulhof und Außengelände
Die Schule verfügt über 2 Schulhöfe mit
verschiedenen Aufenthaltsmöglichkeiten sowie
einem multifunktionalen Spiel- und Sportfeld.
Dienststellennummer:
5126
Adresse:
Nieder-Ramstädter-Straße 2
64283 Darmstadt
Kontakt:
06151 - 13 - 484800
lgg@darmstadt.de
www.lgg-darmstadt.de
Entwicklung in den Vorjahren und Prognosejahren
Vorjahre
in den Vorjahren zunächst jeweils 3
Eingangs-lassen, im Schuljahr 2024/25
dann 4 Eingangsklassen
im Schnitt 4,8% Übergangsanteil; seit SJ
2024/25 deutlicher Anstieg
im Schnitt 34 Einpendler*innen in JG 5
Prognosejahre
jeweils 4 Eingangsklassen bei Eintreffen
des Übergangsanteils aus dem SJ
2026/27
Bauliche und räumliche Situation
Sanierungsstand
A-Bau und Sanitäranlagen wurden 2022 saniert.
Die Gesamtsanierung des B-Baus wurde 2025
abgeschlossen.
Räumliche Situation
Das Ludwig-Georg-Gymnasium ist ein
denkmalgeschützter Meisterbau von Max Taut
aus den 50er Jahren. Da sich der Raumbedarf
in den vorhandenen Gebäuden nicht abbilden
lässt, werden zusätzlich Räume im
benachbarten Gebäude „Altes Pädagog“
genutzt. Für das Ganztagsangebot werden
zudem Räume außerhalb der Schule
angemietet. Erweiterungsmöglichkeiten
bestehen auf dem kleinen innerstädtischen
Schulgrundstück nicht; einzige räumliche
Entwicklungsmöglichkeiten bestehen im
benachbarten Gebäude am Kapellplatz, das
derzeit jedoch von der Alice-Eleonoren-Schule
genutzt wird.
Mit Abschluss der Sanierungsarbeiten im B-Bau
(Anfang SJ 2025/26) verfügt das LGG nunmehr
über naturwissenschaftliche Fachräume auf
höchstem Standard, modern eingerichteten
Unterrichtsräumen sowie einer vollständigen
Digitalausstattung der Unterrichtsräume.
Geplante bauliche Maßnahmen
Sanierungsbedarf besteht bei der Turnhalle.
Raumbestand Ludwig-Georgs-Gymnasium
FUNKTIONEN BESTAND BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich
Klasse 22
Gruppe | Differenzierung 2 Seminarräume
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 3 Kunst
Musik 2
Nawi-Räume 8 2 Bio | 2 Chemie | 3 Physik | 1 Erdkunde
Computer 1
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 Außerhalb der Schule
Mensa 3 1 Außerhalb der Schule | 2 Schülercafé (angemietet)
Multifunktion 2 Kleine Aula im Souterrain
Schülerbibliothek 1
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1 Turnhalle
Bewegung/Psychomotorik -
Baujahr der Gebäude:
1 | 1954 Verwaltung Bau A
2013 Fenstererneuerung
2018 Teil-Sanierung
2 | 1954 Schulbau B,C
2025 Sanierung Bau B
3 | 1966 Schließen Freiklassen B
2013 Sanierung WCs, KG, C
4 | 1963 Sporthalle
Grundstücksgröße: 8.550 m²
Viktoriaschule
Stadtteil: Bessungen
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Viktoriaschule ist ein innerstädtisches,
vierzügiges Gymnasium der Stadt Darmstadt im
Stadtteil Bessungen mit musikalischem
Schwerpunkt. Mit Eintritt in die Schule kann in der
sogenannten Musikklasse ein Instrument erlernt
werden: Dies ist alternierend eine Streicher- oder
Bläserklasse. Im Bereich der AGs sind viele
musikalische Angebote enthalten. Neben einer Big
Band, einem großen Orchester, einem Blas- und
Streichorchester werden Percussion AGs und
mehrere „kleine“ Chöre angeboten.
Die erste Fremdsprache kann Englisch oder
Französisch sein, sie startet mit Eintritt in die
Schule. Die zweite Fremdsprache kann, bei Wahl
von Englisch als 1. Fremdsprache Latein oder
Französisch sein. Ist Französisch die erste
Fremdsprache, so wird Englisch als zweite
Fremdsprache vorgegeben. Latein kann bei
ausreichender Anwahl als dritte Fremdsprache
belegt werden.
Im naturwissenschaftlichen Bereich werden zur
Förderung Experimentalunterrichte in der
Mittelstufe in geteilten Klassen organisiert. In der
Oberstufe werden alle MINT-Fächer angeboten
Die Viktoriaschule betreibt ihre Cafeteria durch
einen eingetragenen Verein selbständig. Dies ist ein
Teil des Konzepts der „Fairtrade-Schule“. Weiterhin
engagiert sich die Schule bei der DKMS
Typisierung, sie wurde hierfür ebenfalls
ausgezeichnet. Die Schule engagiert sich in
weiteren Bereichen, beispielweise im Rahmen des
Schulsanitätsdienstes und der Schülervertretung.
Entwicklung und Schulorganisation
Durch die Kooperation mit dem benachbarten
Ludwig-Georg-Gymnasium und der Georg-Büchner-
Schule kann ein vielfältiges und breitgefächertes
Angebot in der gymnasialen Oberstufe angeboten
werden. Die Schule ist und bleibt stabil 4-zügig.
Ganztag
Die Viktoriaschule bietet in Kooperation mit dem
Jugendhilfeträger eine betreute Mittagspause mit
einem warmen Mittagessen für die Klassen 5-8 an.
Es besteht auch die Möglichkeit, ohne Anmeldung
am „offenen Betreuungsangebot" teilzunehmen.
Während der Betreuungszeit werden verschiedene
Kreativangebote und Spiele für den Innen- und
Außenbereich angeboten sowie eine Lernzeit für die
Erledigung der Hausaufgaben.
Barrierefreiheit
Der Altbau (Klassen, Fachräume und Verwaltung)
mit Sockelgeschoss ist nicht barrierefrei.
Barrierefreiheit ist bislang nur in der Turnhalle
gegeben. Ein barrierefreies WC ist vorhanden.
Schulhof und Außengelände
Die Schule verfügt über einen ausreichend
dimensionierten Pausenhof mit verschiedenen
Spiel- und Bewegungsangeboten.
Schülerzahlen 890 SuS (Schuljahr 2025/26)
Ganztag Profil 2 seit 2026/27
Jugendhilfeträger Verein für innovative Jugendhilfe e.V. (Die Villa)
Dienststellennummer:
5127
Adresse:
Hochstraße 44
64285 Darmstadt
Kontakt:
06151 – 13 - 487000
viktoriaschule@darmstadt.de
www.viktoriaschule-darmstadt.de
Entwicklung in den Vorjahren und Prognosejahren
Vorjahre
in den Vorjahren jeweils 4 Eingangs-
lassen
im Schnitt 7,3% Übergangsanteil; seit SJ
2024/25 deutlicher Anstieg
im Schnitt 21 Einpendler*innen in JG 5
Prognosejahre
jeweils 4 Eingangsklassen bei Eintreffen
des Übergangsanteils aus dem SJ
2026/27
Bauliche und räumliche Situation
Sanierungsstand
Das Hauptgebäude ist teilsaniert. Weitere
Sanierungsmaßnahmen sind in Planung. Die
Sanierung der Fachklassen und der
Turnhalle stehen noch aus.
Räumliche Situation
Die Viktoriaschule besteht aus einem
denkmalgeschützten Hauptgebäude aus
dem Jahr 1898, einem Fachklassenbau und
einer Sporthalle aus den 1960er Jahren. Der
Raumbedarf bildet sich in den vorhandenen
Gebäuden nicht ab. Es fehlt eine Mensa. Die
Mittagsversorgung wird daher außerhalb der
Schule in angemieteten Räumlichkeiten
angeboten.
Es besteht Erweiterungsbedarf. Eine
begrenzte bauliche Erweiterungsmöglichkeit
besteht in einer Baulücke zur Heinrichstraße
bzw. in der Neustrukturierung des
Turnhallenbereichs.
Geplante bauliche Maßnahmen
Die Planung zur Erweiterung, Neustruk-
turierung und Sanierung muss auf
Grundlage einer Konzeptstudie erfolgen.
Raumbestand Viktoriaschule
FUNKTIONEN BESTAND BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich |
Klasse | Ganztag 24
Gruppe | Differenzierung 3
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 3
Musik 2
Nawi-Räume 10 3 Bio | 3 Chemie | 3 Physik | 1 Erdkunde
Computer 2
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 Außerhalb der Schule
Mensa 2 1 Außerhalb der Schule | 1 Schülercafé
Multifunktion 1 Säulenhalle
Schülerbibliothek 1
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1 Turnhalle und Nutzung Böllenfalltorhalle
Baujahr der Gebäude:
1 | 1898, Hauptgebäude Klassen
2015 Brandschutzsanierung
2021 Fenstersanierung
2 | 1960 Fachklassenbau
3 | 1962 Sporthalle
Grundstücksgröße 7.600m²
Abendgymnasium
Stadtteil: Martinsviertel
Schülerzahlen 35 SuS (Schuljahr 2025/26)
Kurzprofil und Einzugsbereich
Das Abendgymnasium ist eine kostenfreie Schule
für Erwachsene mit dem Ziel des Erwerbs der
Fachhochschulreife oder des Abiturs in Kursen im
Sekundarbereich II. Der Bildungsgang beginnt mit
dem Vorlaufkurs am 1.2. jeden Jahres; unter
besonderen Umständen ist ein Quereinstieg auch
in bereits laufende Kurse möglich. Der Unterricht
findet derzeit zwischen 15.50 Uhr und 20.35 Uhr
statt.
Ab Herbst 2026 befindet sich das
Abendgymnasium in den Räumlichkeiten im
Berufsschulzentrum Nord und ergänzt somit das
dortige Bildungsangebot. Das Einzugsgebiet ist
gleichermaßen aus der Wissenschaftsstadt
Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg.
Die Anzahl der SuS aus weiter entfernten
Landkreisen ist sehr gering.
Organisatorisch angegliedert ist die Schule der
Abendschule Groß-Gerau (Abendreal- und
Abendhauptschule).
Entwicklung und Schulorganisation
Die zentrale Herausforderung für die Schule
besteht darin, einen sprachsensiblen Unterricht im
Bereich Deutsch als Zweitsprache (DaZ) zu
gestalten, der sowohl die fachlichen Inhalte
vermittelt als auch gezielt die sprachlichen
Kompetenzen der Lernenden fördert.
In den letzten Jahren verzeichnete die Schule
rückläufige Schülerzahlen, vermutlich aufgrund
konkurrierender Angebote zur Weiterbildung an
beruflichen und privaten Schulen.
Barrierefreiheit
Alle Bereiche des Berufsschulzentrum Nord sind
barrierefrei erschlossen. Barrierefreie WC-Anlagen
vorhanden.
Dienststellennummer:
5501
Adresse:
Martin-Buber-Straße 32
64287 Darmstadt
Kontakt:
06151 - 13 - 480100
abendgymnasium@darmstadt.de
www.abendgymnasium-darmstadt.de
Bauliche und räumliche Situation
Sanierungsstand
Die Gebäuderiegel des Berufsschulzentrum Nord
wurden in den letzten Jahren neu strukturiert,
umfassend saniert und modernisiert. Die
Fertigstellung erfolgte 2024.
Räumliche Situation
Das Abendgymnasium zieht im Herbst 2026 von
seinem bisherigen Standort in der Martin-Buber-
Straße in das Berufsschulzentrum Nord. Die Schule
nutzt die dortigen Fach- und Unterrichtsräume.
Zudem stehen ihr neu ausgestattete, eigene
Verwaltungsräume und ein Aufenthalts-
/Besprechungsraum für die Lehrkräfte zur
Verfügung.
Die neu errichtete Mensa M2 sowie die dortige
Mediathek sollen perspektivisch von den SuS des
Abendgymnasiums verstärkt genutzt werden.
Ein Austausch zur Raumnutzung und
Stundenplanerstellung findet mit den
Schulleitungen der drei am Berufsschulzentrum
Nord ansässigen Beruflichen Schulen und der VHS
statt.
Geplante bauliche Maßnahmen
Umzug ins BSZN Herbst 2026
Baujahr der Gebäude:
1 | 1979 Riegel A, B, C
2024 Fertigstellung Gesamtsanierung
Grundstücksgröße 42.160 m²
Förderschulen
Christoph-Graupner-Schule
Ernst-Elias-Niebergall-Schule
Herderschule
Mühltalschule
Christoph-Graupner-Schule
Stadtteil: Martinsviertel
Schülerzahlen 190 SuS (Schuljahr 2025/26)
Ganztag Profil 3
Jugendhilfeträger Familienunterstützender Dienst (FUD) der Nieder-Ramstädter Diakonie
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Christoph-Graupner-Schule ist eine Schule
mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung mit
einer Abteilung körperlich-motorische
Entwicklung. Die Schule wird von SuS im Alter
von sechs bis 20 Jahren aus dem gesamten
Stadtgebiet besucht. Das Gebäude wurde von
2021 - 2026 umfassend saniert und erweitert. Es
bietet zusammen mit dem neu angelegten
Außengelände barrierefreie Rahmenbeding-
ungen, die den besonderen Bedarf der SuS
versuchen gerecht zu werden.
Aufgabe der Schule ist es, die individuellen
Fähigkeiten und Fertigkeiten, Interessen und
Verhaltensweisen jeder/s SuS, durch gezielte
pädagogische Angebote und Hilfsangebote zu
fördern, so dass ihr/ihm Lernfortschritte in allen
Entwicklungsbereichen ermöglicht werden.
Weitere Tätigkeitsfelder sind:
- überregionales Beratungs- und Förderzentrum
für körperbehinderte SuS aus allgemeinbil-
denden Schulen und weiteren Förderschulen aus
der Wissenschaftsstadt Darmstadt und dem
Landkreis Darmstadt-Dieburg.
- Kooperationsklassen gemeinsam mit der Luise-
Büchner-Schule
- Unterricht in der Bärenfamilie, einer Kinder-
intensivpflegeeinrichtung für dauerbeatmete
Kinder und Jugendliche in Darmstadt
Entwicklung und Schulorganisation
Die Schülerzahlen der Christoph-Graupner-
Schule sind in den letzten Jahren massiv
angestiegen, obwohl durch das Errichten der
Kooperationsklassen auch die inklusive
Beschulung in den Blick genommen wurde.
Aufgrund der allgemein steigenden
Bevölkerungszahlen und der im ganzen
Bundesgebiet zu beobachtenden Zunahme von
SuS im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung
sind auch weiterhin steigende Zahlen zu
erwarten. Dieser Entwicklung kann der Standort
Vogelsbergstraße alleine nicht mehr gerecht
werden.
Ganztag
Wie alle Schulen mit dem Förderschwerpunkt
geistige Entwicklung ist die Christoph-Graupner-
Schule Schule im Profil 3, welches aktuell in
einem modularen Unterrichtskonzept umgesetzt
wird. Dieses versucht einen Kompromiss
zwischen der aktuellen Rechtslage, den
individuellen Bedürfnissen und Möglichkeiten
der SuS, den Bedarfen von Familiensystemen
und dem durch das HMKB festgelegten
Personalschlüssel zu finden. Analog zum
allgemeinen Schulsystem haben ältere
Jugendliche mehr Unterricht haben als jüngere
Kinder. Für Familien und alleinerziehender
Eltern, in denen alle berufstätig sind, einen
Sprachkurs absolvieren o.ä. wird der durch den
Ganztagserlass vorgeschrieben Zeitrahmen von
8:30 bis 15:30 erfüllt. Dieses Angebot wird
vollumfänglich aus schulischer Ressource
verantwortet und findet entsprechend den
Richtlinien für den Förderschwerpunkt Geistige
Entwicklung als Unterricht und Erziehung statt.
Ergänzend dazu werden familienunterstützende
Angebote der Lebenshilfe sowie Angebote zur
Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben über
Dienststellennummer:
4732
Adresse:
Vogelsbergstraße 38
64289 Darmstadt
Kontakt:
06151 13481600
Christoph-Graupner-Schule@darmstadt.de
www.christoph-graupner-schule.de
die Eingliederungshilfe durch die Nieder-
Ramstädter Diakonie durchgeführt.
Barrierefreiheit
Alle Funktionsbereiche der Schule werden
barrierefrei erschlossen, Behinderten-WC und
Hygienebereiche für SuS mit erhöhtem
Pflegebedarf sind vorhanden.
Schulhof und Außengelände
Großzügiges Außengelände mit verschiedenen
Spiel- und Bewegungsangeboten für die
unterschiedlichen Bedarfe der SuS.
Entwicklung in den Vorjahren und Prognosejahren
Vorjahre
in den Vorjahren steigende SuS-Zahl Prognosejahre
wie im SEP erläutert und rechnerisch
dargestellt ist von einer steigenden SuS-
Zahl auszugehen, da sowohl der Anteil
der SuS im FSP gE ansteigend ist als
auch die Anzahl der SuS insgesamt; ohne
deutlichen Anstieg der Inklusionsanteile
steigt daher die SuS-Zahl im Bereich FöS
gE.
Bauliche und räumliche Situation
Sanierungsstand
Das Hauptgebäude wurde von 2020 bis 2026
grundlegend saniert und erweitert.
Handlungsbedarf bestand insbesondere in Bezug
auf die Raumqualität, Anzahl und Ausstattung
der Sanitärräume, die barrierefreie Erschließung
sowie die Flucht- und Rettungswege für alle
Funktionsbereiche.
Räumliche Situation
Durch die Erweiterung konnten die gestiegenen
Schülerzahlen aufgefangen werden. Jedoch
steigt die Schülerzahl weiter an, sodass die
Raumsituation auch künftig angespannt bleibt
und ein Interimscontainer mitgenutzt wird.
Geplante bauliche Maßnahmen
Keine Maßnahmen geplant.
Raumbestand Christoph-Graupner-Schule (nach Sanierung)
FUNKTIONEN BESTAND BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Klasse | Ganztag 31 28 Klasse (6 Interim) | 1 Aufenthalt (Interim) | 2 Betreuung
Gruppe | Differenzierung 8 3 Therapieräume | 5 Diff.räume (1 Interim)
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 5 1 Kunst | 1 Werken | 1 Ton | 1 Garten | 1 Hauswirtschaft
Musik 1
Nawi-Räume -
Computer 1
Projektküche -
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 Ausgabeküche
Mensa 1
Multifunktion -
Schülerbibliothek 1
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1 Sporthalle und Therapieschwimmbecken
Bewegung/Psychomotorik 5 1 Psychomotorik | 1 Toberaum | 2 Snoezelräume
Baujahr der Gebäude:
1 | 1979 Hauptgebäude
2 | 2020-2026 Generalsanierung und
Erweiterung des Hauptgebäudes
Grundstücksgröße 13.000 m²
Ernst-Elias-Niebergall-Schule
Stadtteil: Martinsviertel
Schülerzahlen 125 SuS (Schuljahr 2025/26)
Ganztag Pakt für den Ganztag seit 2016/17
Jugendhilfeträger Sozialkritischer Arbeitskreis Darmstadt e.V. (SKA)
Kurzprofil und Einzugsbereich
Zur Ernst-Elias-Niebergall-Schule gehören:
- eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt
Lernen
- ein Beratungs- und Förderzentrum
- eine Abteilung „Schule für Kranke“
- die Organisation des häuslichen Sonder-
unterrichts (HSU) für die Stadt Darmstadt und
den Landkreis Darmstadt-Dieburg
- die Koordinationsstelle Jugendhilfe – Schule
(Förderschwerpunkt EMS) mit dem Zentrum für
schulische Erziehungshilfe (ZfsE)
- im Förderschwerpunkt emotionale und soziale
Entwicklung das Fördergruppenangebot EMS an
der EENS und das Kooperationsprojekt „der
Lernhafen“
Die Schule folgt dem Leitsatz „Unsere Vielfalt –
Deine Chance“. Das Einzugsgebiet erstreckt sich
über das gesamte Stadtgebiet. Einige SuS
kommen aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg.
An der EENS lernen Kinder mit vielfältigen
Beeinträchtigungen in kleinen Gruppen und in
ihrem Tempo. Die Schule gliedert sich in die
Grund- und Mittelstufe von Klasse 1 - 6 und in die
BO-Stufe von Klasse 7 – 9. Die SuS werden in
ihrer Persönlichkeit gestärkt und die Lern-
entwicklung wird individuell begleitet. Die EENS
kann mit dem berufsorientierten Abschluss oder
in Kooperation mit der Wilhelm-Leuschner-
Schule mit dem Hautschulabschluss beendet
werden. Seit 2018 trägt die Schule das
Gütesiegel Berufsorientierung.
Das BFZ unterstützt insgesamt 16 Bezugs-
schulen – von der Grundschule über weiter-
führende Schulen bis hin zum Gymnasium. Die
BFZ-Lehrkräfte sind als Förderschullehrkräfte vor
Ort tätig. Das BFZ kooperiert intensiv mit
zahlreichen externen Institutionen und
Partnerschaften im multiprofessionellen Team.
Die Abteilung Schule für Kranke und die
Organisation des HSU verantwortet den
Unterricht an der Darmstädter Kinderklinik
„Prinzessin Margaret“ und stellt die schulische
Versorgung kranker SuS im Rahmen des
Häuslichen Sonderunterrichts sicher.
Für SuS mit Beeinträchtigungen in der
emotionalen und sozialen Entwicklung sowie
deren Familie macht sich ein Team aus
Förderschullehrkräften und Kooperations-
partner*innen stark. Durch verschiedene Förder-
angebote wird mit Blick auf die Stärken und
Ressourcen des Kindes und der Familien ein
Lernen in einem veränderten schulischen Setting
angestrebt und geboten.
Entwicklung und Schulorganisation
Aktuell sind Neuerungen im Schulalltag auf
Grund einer veränderten Schülerschaft, in der
Besetzung der Schulleitung und durch die
Sanierung des Schulgebäudes sichtbar, welche
sich auch in der Schulentwicklungsarbeit
niederschlagen. Ein achtköpfiges
Schulleitungsteam managt die verschiedenen
Prozesse. Im Fokus stehen neben der
Unterrichtsentwicklung unter der Öffnung der
Jahrgangsgruppen und der Stärkung des
eigenverantwortlichen Arbeitens die Gestaltung
eines bedürfnisorientierten Beziehungsange-
botes für alle SuS.
Dienststellennummer:
4623
Adresse:
Vogelsbergstraße 46
64289 Darmstadt
Kontakt:
06151 13-482400
E-E-Niebergall-Schule@darmstadt.de
www.eens-da.de
Ganztag
Die EENS ist Ganztagsschule im Profil 2 und
arbeitet eng mit dem Jugendhilfeträger
„sozialkritischer Arbeitskreis e.V.“ zusammen.
Barrierefreiheit
Wesentliche Funktionsbereiche der Schule sind
barrierefrei erreichbar (Ausnahme Klassen in den
OG Bauteil C, D, F), Beh.-WC vorhanden.
Schulhof und Außengelände
Großzügiges Außengelände mit verschiedenen
Spiel- und Bewegungsangeboten für die SuS.
Entwicklung in den Vorjahren und Prognosejahren
Vorjahre
in den Vorjahren rückläufige SuS-Zahl
aufgrund der geringen Anzahl an SuS im
FSP Lernen
Prognosejahre
auch in den Prognosejahren ist nicht
mehr mit deutlich höheren SuS-Zahlen
als aktuell zu rechnen
Bauliche und räumliche Situation
Sanierungsstand
Zwischen 2007 und 2012 wurden das
Hauptgebäude mit Mensa und Verwaltungsbereich
und der östliche Klassentrakt (F) erweitert und
saniert. 2022 wurde das Bauteil E fertiggestellt.
2025 wurde die Turnhalle (G) saniert.
Räumliche Situation
Auskömmliches Raumangebot.
Geplante bauliche Maßnahmen
Keine Maßnahmen geplant.
Raumbestand Ernst-Elias-Niebergall-Schule
FUNKTIONEN BESTAND BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Klasse | Ganztag 26 1 DAZ | 1 MZW | 1 Sprachheilraum
Gruppe | Differenzierung 10
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 1
Musik 1
Nawi-Räume -
Computer 1
Projektküche -
Gemeinschaftsflächen
Küche 1 Ausgabeküche
Mensa 1
Multifunktion 1
Schülerbibliothek 1
Sport- und Freiflächen
Sporthalle 1
Bewegung/Psychomotorik -
Baujahr der Gebäude:
1 | 1969 Hauptgebäude
2007, 2012 saniert
2 | 1969 Klassentrakte
Block F 2010 saniert
3 | 1969 Turnhalle
2025 saniert
Grundstücksgröße 18.500 m²
Herderschule
Stadtteil: Bessungen
Schülerzahlen 153 SuS (Schuljahr 2025/26)
Ganztag Pakt für den Ganztag seit 2023/24
Jugendhilfeträger Nachbarschaftsheim Darmstadt e.V.
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Herderschule ist eine lernzielgleiche
Förderschule mit dem Förderschwerpunkt
Sprachheilförderung und einer Abteilung Hören.
Als Angebots- und Durchgangsschule verfolgt sie
das Ziel, früh in die Förderung der Lernenden
einzusteigen und diese so bald wie möglich in die
Regelschule zurückzuführen. Der Unterricht ist
geprägt durch begleitende und integrierte
Sprachförderung und auditive
Wahrnehmungsförderung (Hörerziehung).
Die Schule hat zwei Vorklassen, eine zweizügige
Grundstufe (Klasse 1-4) und eine einzügige Mittel-
und Hauptstufe (Klasse 5-9, Bildungsgang
Hauptschule).
Das Einzugsgebiet der Schule umfasst das
gesamte Stadtgebiet. Darüber hinaus können – bei
vorhandenen Platzkapazität und über einen Antrag
auf Einzelfallentscheidung - SuS aus benachbarten
Landkreisen in die Mittel- und Hauptschule
aufgenommen werden.
Seit 2019 ist die Herderschule Modellschule im
Digitalpakt der Stadt Darmstadt.
In Kooperation mit der Mühltalschule ist die
Herderschule auch ein regionale Beratungs- und
Förderzentrum (Förderschwerpunkte: Lernen,
emotionale-soziale Entwicklung, Sprache) und
berät alle Grund- und weiterführenden Schulen
(Sek I und Gymnasium) im Darmstädter Süden.
Entwicklung und Schulorganisation
Die Herderschule hat weitestgehend stabile
Schülerzahlen.
Ganztag
Seit Beginn des SJ 2023/24 nimmt die
Herderschule am Pakt für den Ganztag
(Grundstufe) und am Profil1 (Sek I) teil.
Grundstufe: gebundener Schultag bis 14.30 Uhr,
freiwilliges Betreuungsangebot bis 16.30 Uhr an 5
Tagen
Sek I: freiwillige Wahlangebote an 4 Tagen
Barrierefreiheit
Alle wesentlichen Funktionsbereiche der Schule
sind barrierefrei erreichbar mit Ausnahme der
Außenstelle Bessunger Str. 80, dem Vorklassen-
standort. Behinderten-WC jeweils vorhanden.
Schulhof und Außengelände
Übersichtliches Außengelände mit verschiedenen
Spiel- und Bewegungsangeboten für die SuS.
Dienststellennummer:
4624
Adresse:
Am Kapellberg 1
64285 Darmstadt
Kontakt:
06151 13483410
herderschule@darmstadt.de
www.herderschule-schule.de
Entwicklung in den Vorjahren und Prognosejahren
Vorjahre
im FSP Hören befinden sich nur wenige
SuS; die meisten SuS sind im FSP
Sprachheilförderung
die Anzahl der SuS war rückläufig
Prognosejahre
auch in den Prognosejahren ist nicht
mehr mit deutlich höheren SuS-Zahlen
als aktuell zu rechnen
Bauliche und räumliche Situation
Sanierungsstand
Die Schule wurde grundsaniert.
Räumliche Situation
Nach erfolgter Fertigstellung der Sanierung/
Neustrukturierung und Ausbau des
Dachgeschosses im Jahr 2020 verfügt die Schule
über ausreichende und qualitativ hochwertige
Räume, die den Anforderungen einer modernen
Sprachheilschule gerecht werden.
Geplante bauliche Maßnahmen
Keine Maßnahmen geplant.
Raumbestand Herderschule
FUNKTIONEN BESTAND BEMERKUNGEN
Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Klasse | Ganztag 21 15 Klasse | 2 Vorklasse | 4 Außenstelle Sprachförderung
Gruppe | Differenzierung 9 1 Therapie
Fachunterrichtsräume
Kunst | Werken 2
Musik 1
Nawi-Räume -
Computer -
Projektküche 1
Gemeinschaftsflächen
Küche -
Mensa -
Multifunktion 1
Schülerbibliothek 1
Sport- und Freiflächen
Sporthalle -
Bewegung/Psychomotorik 1 Psychomotorikhalle
Baujahr der Gebäude:
1 | 1900 Hauptgebäude
2020 Aufstockung und
Sanierung
2 | 1995 Bauteil 2;
2020 Sanierung
3 | 2011 Außenstelle
2013, Nutzungsänderung
und Sanierung
Grundstücksgröße: 2.940 m²
Mühltalschule
Stadtteil: Eberstadt
Schülerzahlen 57 SuS (Schuljahr 2025/26)
Ganztag Pakt für den Ganztag seit 2015/16 bzw. 2025/26
Jugendhilfeträger Mobile Praxis gGmbH
Kurzprofil und Einzugsbereich
Die Mühltalschule ist eine von zwei Schulen mit
dem Förderschwerpunkt Lernen und liegt im
Darmstädter Stadtteil Eberstadt. Da sie über
kein eigenes Schulgebäude verfügt, nutzt sie die
Räumlichkeiten zweier Regelschulen, der
Ludwig-Schwamb-Schule (Grundstufe) und der
Gutenbergschule (Sekundarstufe I).
Entsprechend gliedert sie sich in zwei Standorte:
die Primarstufe (Klassen 1–4) in der
Nussbaumallee 6 und die Sekundarstufe I
(Klassen 5–10) in der Gabelsbergerstraße 4–8.
Der Einzugsbereich umfasst vor allem den
Stadtteil Eberstadt sowie in Absprache
angrenzende Schulbezirke.
Gemeinsam mit der Herderschule bildet die
Mühltalschule das Regionale Beratungs- und
Förderzentrum (BFZ) Darmstadt-Süd. In dieser
Funktion unterstützt sie Schulen im Süden
Darmstadts bei der individuellen Förderung,
Inklusion und sonderpädagogischen Diagnostik.
Entwicklung und Schulorganisation
Keine
Betreuungsangebot
Die Mühltalschule nimmt gemeinsam mit der
Ludwig-Schwamb-Schule seit dem SJ 2015/16
(Pilotphase) erfolgreich am Pakt für den Ganztag
teil.
Der Jugendhilfeträger Mobile Praxis gGmbH
bietet in der Primarstufe eine verlässliche
Betreuung bis 14.30 Uhr bzw. 17 Uhr an.
Das Angebot umfasst Mittagessen, Spiel-,
Bewegungs- und Förderzeiten sowie gezielte
Unterstützungs- und Freizeitangebote.
Seit dem SJ 2025/26 ist auch die Sekundarstufe
I im Profil 2 verankert.
Hier erfolgt eine Betreuung von Montag bis
Freitag mit einem gemeinsamen Mittagessen
sowie einem vielfältigen Angebot an AGs in den
Bereichen Sport, Musik, Kochen, Kreativität und
soziales Lernen.
Das Betreuungskonzept stärkt soziale
Kompetenzen, Selbstständigkeit und Lernfreude.
Durch die enge Zusammenarbeit verschiedenen
Kooperationspartnern wird eine umfassende und
individuelle Förderung der SuS gewährleistet.
Bauliche und räumliche Situation
Siehe Steckbrief Ludwig-Schwamb-Schule und
Gutenbergschule
Dienststellennummer:
4626
Adresse (Verwaltung,
Schulleitung, Primarstufe):
Nussbaumallee 6
64297 Darmstadt
Adresse (Sek. I):
Gabelsberger Straße 4-8
64297 Darmstadt
Kontakt:
06151 13 48 4960
Muehltalschule@Darmstadt.de
www.muehltalschule.de
Entwicklung in den Vorjahren und Prognosejahren
Vorjahre
im trendgewichteten Mittel der Vorjahre
41 SuS insgesamt
Prognosejahre
auch in den Prognosejahren ist nicht
mehr mit deutlich höheren SuS-Zahlen
als aktuell zu rechnen.
anlage 2
9013 Zeichen
- 2 -
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
18.08.2026
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat V an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Schulamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
V 40
Stvv
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2026/0236
Magistratsbeschluss -Nr.
280
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Entwurf Schulentwicklungsplan allgemeinbildende Schulen
Primarstufe, Sekundarstufe I und II
2026 - 2030
Vorlage vom: 17.08.2026
Beschlussvorschlag :
1. Der beigefügte Entwurf des Schulentwicklungsplans für die allgemeinbildenden Schulen 2026 -
2030 wird zur Kenntnis genommen.
2. Es wird beschlossen, dass die beiliegende Fassung in ein öffentliches Beteiligungsverfahren
gegeben wird.
3. Ausfertigungen des Entwurfs erhalten im Rahmen des Beteiligungsverfahrens alle betroffenen
Schulen, das Staatliche Schulamt, Stadtelternbeirat und Stadtschüler*innenrat, alle in der
Stadtverordnetenversa mmlung vertretenen Fraktionen und fraktionslosen Stadtverordneten, die
- 3 -
benachbarten Schulträger, die Jugendhilfe/Jugendamt sowie die Mitglieder der
Schulkommission.
Anlagen: 2026-08-17_SEP_Allgemeinbildend_Entwurfsfassung
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:
Klimarelevanz des Vorhabens:
Auswirkungen auf Stadtklima: ja nein
Auswirkungen auf THG -Emissionen: gering1) mittel/groß 2)
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung: ja nein
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft? ja nein
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt? ja nein
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr.
Beschluss des Magistrats vom 26.08.2026
Der Magistrat nimmt 1. und 3. der Vorlage zur Kenntnis und stimmt 2. der Vorlage zu.
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Begründung zur Magistratsvorlage vom 17.08.2026
Zu 1 - Entwurf des Schulentwicklungsplans
Das Hessische Schulgesetz sieht vor, dass der Schulträger mindestens alle fünf Jahre einen
Schulentwicklungsplan aufstellt, in dem der gegenwärtige und zukünftige Schulbedarf sowie
die Schulstandorte ausgewiesen werden.
Der in der Anlage beigefügte Entwurf des Schulentwicklungsplans Primarstufe, Sekundarstufe I
und II, 2026–2030 analysiert die aktuellen Rahmenbedingungen, Entwicklungsperspektiven
sowie Herausforderungen der allgemeinbildenden Schulen in Darmstadt. Er versteht sich als
Leitlinie für die Entscheidungsfindung zu den kurz- und mittelfristig erforderlichen
schulorganisatorischen und schulbaulichen Einzelmaßnahmen.
Die zuletzt veröffentlichten allgemeinbildenden Schulentwicklungspläne der Wissenschaftsstadt
Darmstadt wurden dem Hessischen Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen in separaten
Teilplänen vorgelegt:
Der Teilplan 1, Grund- und Förderschulen (Primarstufe) 2020-2025 wurde im April 2020
eingereicht und im März 2021 unter der Auflage genehmigt, in der nächsten Fortschreibung
auszuweisen wie die Stadt Darmstadt die erforderlichen Kapazitäten im Förderschwerpunkt
geistige Entwicklung dauerhaft sichern will und ob das an den weiterführenden Schulen
vorhandene Angebot den steigenden Bedarf an Schulplätzen deckt.
Der Teilplan 2, Sekundarstufen I und II wurde im August 2022 eingereicht und im Oktober
2023 unter der Auflage genehmigt, innerhalb der gesetzten Frist von 3 Jahren eine
Fortschreibung vorzulegen, in der das Schulangebot im Bereich der Sekundarstufen I und II
einer erneuten, differenzierten Analyse unterzogen wird, insbesondere hinsichtlich der
Schülerzahlentwicklung. Zudem beinhaltet die Auflage die Festlegung der Schulformen für die
benötigten Kapazitätserweiterungen in der Sekundarstufe I.
Anknüpfend an diese letzten beiden Teilpläne betrachtet der nun vorliegende
Schulentwicklungsplan alle drei Abschnitte des allgemeinbildenden Schulwesens sowie die
Förderschulen mit einer durchgängigen Systematik. Durch diese Kombination wird die
Schülerzahlentwicklung der Stadt belastbar dargelegt und eine umfassende Analyse der
Übergänge gewährleistet.
In den vergangenen Jahren war die Wissenschaftsstadt Darmstadt mit einem starken Anstieg
der Schülerzahlen im Grundschulbereich konfrontiert. Durch eine Vielzahl an baulichen
Maßnahmen, Erweiterungs- und Neubauten ist es jedoch gelungen, die benötigten Kapazitäten
zu stellen und die Voraussetzungen für eine qualitativ hochwertige Versorgung der
Schüler*innen zu schaffen. Mit dem Fortschreiten dieser Schüler*innengenerationen verlagert
sich der Handlungsbedarf nun auf die weiterführenden Schulen. Die Ergebnisse des
Schulentwicklungsplans zeigen, daß insbesondere in der Sekundarstufe I zusätzliche
Kapazitäten erforderlich sind. Als besondere Herausforderung zeigt sich hierbei - bedingt durch
das Wahlverhalten der Eltern beim Übergang von der Grund- in die weiterführende Schule - ein
erhöhter Bedarf im Gymnasialbereich in Jahrgang 5, der sich in den aufsteigenden Klassen der
Sekundarstufe I an die Gesamtschulen verlagert. Um die Vielfalt der Bildungswege zu stärken
und allen Kindern und Jugendlichen bestmögliche Entwicklungsmöglichkeiten zu eröffnen sind
daher Kapazitätserweiterungen in allen Schulformen notwendig.
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Nicht zuletzt zeigen die Analysen auch im Bereich der Förderschulen, im Förderschwerpunkt
geistige Entwicklung, einen erhöhten Bedarf an Schulplätzen und somit dringenden
Handlungsbedarf.
Zusammenfassend plant der Schulträger die Beantragung folgender schulorganisatorischer
Maßnahmen nach §145 Hess SchulG und §146 Hess SchulG:
- Erhöhung der Zügigkeit der Mornewegschule von 3 auf 5 Züge; Neubau oder
Umnutzung eines Bestandsgebäudes im Stadtgebiet Mitte oder West
- Erhöhung der Zügigkeit der Georg-Büchner-Schule von 4 auf 5 Züge (zunächst im
Interim; perspektivisch im Rahmen der erforderlichen Sanierung)
- Erhöhung der Zügigkeit der Stadtteilschule auf 5 Züge
- Organisatorische und bauliche Errichtung einer neuen Förderschule im
Förderschwerpunkt geistige Entwicklung im Süden der Wissenschaftsstadt Darmstadt
(1-zügig)
- - Einrichtung des Grundschulbezirks für die neue Grundschule an der Albert-Schweitzer-
Schule; Anpassung des Grundschulbezirks der Ursula-Fuchs sowie der Friedrich-Ebert-
Schule.
Öffentlich-rechtliche-Vereinbarung:
Zumindest bis zum Schuljahresbeginn 2030/31 ist die Anzahl der Kinder in Jahrgangsstufe 4
der relevanten „Zuliefer-Grundschulen“ aus Mühltal und Messel eine relevante Einflussgröße
für die Entwicklung der Schüler*innenzahl an den weiterführenden Schulen in der
Wissenschaftsstadt Darmstadt. Im vorliegenden Schulentwicklungsplan wird daher die
Anpassung der Beschulungsvereinbarung für Schüler*innen aus Mühltal und Messel
empfohlen.
Die mit dem Landkreis Darmstadt-Dieburg geschlossene öffentliche-rechtliche Vereinbarung ist
zum 01.08.2020 in Kraft getreten und läuft bis 2030. Falls keine Kündigung bzw.
Neuformulierung der Vereinbarung erfolgt, würde sie sich unverändert verlängern, was eine
zusätzliche Kapazitätsbelastung mit sich bringen würde.
Zu 2 – Durchführung des Beteiligungsverfahrens
Im Interesse einer ganzheitlichen Betrachtung und zur möglichst breiten Berücksichtigung
begründeter Interessenslagen soll der Entwurf des Schulentwicklungsplans in ein öffentliches
Beteiligungsverfahren gegeben werden.
Nach der vom Magistrat beschlossenen Offenlegung wird der Entwurf den betroffenen Schulen,
dem Staatlichen Schulamt, den umliegenden Schulträgern – insbesondere dem Landkreis
Darmstadt-Dieburg - sowie spezifischen schulischen und politischen Interessensvertretern
bekanntgegeben. Der Entwurf wird zudem den Mitgliedern der Schulkommission zur Kenntnis
vorgelegt, die hierzu erforderlichenfalls den Magistrat vor abschließender Beschlussfassung
inhaltlich beraten.
Bis zum 18.09.2026 können Anregungen und Bedenken zum Entwurf über das städtische
Schulamt eingebracht werden, die anschließend bewertet und - soweit inhaltlich begründet - in
die abschließende Fassung des Plans eingearbeitet werden.
Die finale Fassung des Schulentwicklungsplans allgemeinbildende Schulen
Primarstufe, Sekundarstufe I und II wird anschließend dem Magistrat und der
Stadtverordnetenversammlung zur Beschlussfassung vorgelegt. Nach Zustimmung der
städtischen Gremien erfolgt die Vorlage zur Genehmigung beim Hessischen Ministerium für
Kultus, Bildung und Chancen durch das Staatliche Schulamt.
Darmstadt, 17.08.2026
SEP, spa/zi
Dezernat V
Holger Klötzner
Stadtrat
Beratungsverlauf (4)
Orte (43)
- Eschollbrücker Straße
- Vogelsbergstraße 50
- Müllerstraße 11
- Pankratiusstraße 18
- Viktoriastraße 31
- Emilstraße 10
- Dieburger Straße
- Teichhausstraße
- Lindenhofstraße 3
- Hermannstraße 21
- Moltkestraße 18A
- Ludwigshöhstraße 10
- Bessunger Straße 48
- Einsteinstraße 3
- Heidelberger Landstraße
- Kalksteinstraße 16
- Heinrich-Delp-Straße 187
- Nußbaumallee 6
- Stresemannstraße 5
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- Bartningstraße 33
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- Grillparzerstraße 33
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- Julius-Reiber-Straße 1
- Nieder-Ramstädter Straße 120
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- Kohlbergweg 1
- Wilhelm-Busch-Weg 6
- Stadtweg 1
- Wickopweg 2
- Pulverhäuserweg 31
- Marktplatz
- Kapellplatz
- Am Kapellberg 1
- Mina-Rees-Straße 12
- Kasinostraße
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2026/0236
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 17.08.2026
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00