2015/0154
Umgestaltung von Grünflächen - Trassenvarianten Darmbach - Gestaltung Freiräume Im Tiefen See / Carl-Schenck-Ring - Sanierung Herrngarten
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2015/0154
29147 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
24.06.2015
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat I
Dezernat II
Dezernat IV
Dezernat V
Amt: Straßenverkehrs -
und Tiefbauamt
OBW bei abschl. B e-
schlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2015/0154
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 552010
Kostenstelle: 066-160-1000 Investitionsnummer: 08066-4006
Kostenträger: 5520-11 Sachkonto: 0953010
Betreff: Umgestaltung von Grünflächen
- Trassenvarianten Darmbach
- Gestaltung Freiräume Im Tiefen S ee / Carl-Schenck-Ring
- Sanierung Herrngarten
Vorlage vom: 20.05.2015
Beschlussvorschlag :
1. Der Bericht des Straßenverkehrs - und Tiefbauamtes zur Umgestaltung von Grünräumen
und einer Darmbachgestaltung sowie zu den Empfehlungen des Naturschutzbeirates und
des Agenda-Beirates, werden zur Kenntnis genommen.
2. Die Variante 2 (Darmbachtrasse: weitgehend offene Führung in Grünanlagen) kann als
Vorzugsvariante für den Verlauf des Darmbachs weiter verfolg t werden.
3. Die Umgestaltung im Grünzug Im Tiefen See / Carl-Schenck-Ring sind im Rahmen der b e-
antragten Städtebauförderung „Soziale Stadt Pallaswiesenstraße / Mornewegviertel“ in
das integrierte Handlungskonzept aufzunehmen.
- 2 -
4. In einer Bürgerinformation sind die Fortführung des Projektes Grünflächengestaltung m it
Darmbach vorzustellen.
5. Für die konkreten Bauabschnitte der Variante 2 sind abschnittsweise Genehmigungspl a-
nungen zu erstellen, vorgezogene Bürgerbeteiligung für die Wasserrechtsverfahren durc h-
zuführen und Bauvorlagen vorzulegen, beginnend mit dem Reali sierungsabschnitt 1 (R u-
dolf-Müller-Anlage bis Schloss) und dem Realisierungsabschnitt 2 (Herrngarten) sowie
dem Grünzug Im Tiefen See / Carl -Schenck-Ring. Für offene Bachabschnitte in den Grün-
anlagen sind außerdem Maßnahmen zur Unfallsicherung zu pr üfen.
6. Die Planung zur Renaturierung des Darmbaches zwischen Breslauer Platz und Großem
Woog sind zu intensivieren und mit den Zielsetzungen des Projektes Ostparkweg und der
angestrebten Landesgartenschau 2022 abzustimmen.
7. Das Prüfergebnis zum Vorschlag 568
„Ein offen fließender Darmbach – eine Chance für Darmstadt!“
aus der Beteiligungsphase des Bürgerhaushaltes wird zur Kenntnis genommen
Anlagen: Beschluss des Naturschutzbeirates bei der Unteren Naturschutzbehörde zur O f-
fenlegung des Darmbaches vom 20.03.201 4
Votum des Agenda -Beirates zur Offenlegung des Darmbaches vom 12.01.2014
Abkopplungsvarianten 1 -4
Kapitalkosten
Beschluss des Magistrats der Wissenschaftsstadt Darmstadt vom 17.06.2015
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 20. Mai 2015
Zu 1.: Bericht des Straßenverkehrs- und Tiefbauamtes sowie Empfehlungen von Natur-
schutzbeirat und Agenda-Beirat
Mit Beschluss des Magistrats vom 13.11.2013 und der Stadtverordnetenversammlung vom
17.12.2013 wurde das Straßenverkehrs- und Tiefbauamt u.a. beauftragt (Magistratsvorlage
2013/0243):
„Die Planung zur Abkopplung von Darmbach und Meiereibach sin d wieder aufzunehmen.
Auf der Basis der bis zum Jahr 2009 erstellten Entwurfs- und Ausführungsplanungen sind
Umsetzungsalternativen zu entwickeln und untereinander abzuwägen.
Die Bürgerinformation aus den Jahren 2002 und 2007 ist fortzuführen.“
Am 20.03.2014 beschloss der Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde der
Wissenschaftsstadt Darmstadt einstimmig, „dass der Magistratsbeschluss von 2008 bekräftigt
werden soll und dass der Beirat die Offenlegung des Darmbachs fordert“ (vgl. Anlage 1).
Der Agenda-Beirat der Wissenschaftsstadt Darmstadt gab am 14.11.2014 ein einstimmiges
Votum ab: „Diese sogenannte „Ausgangsplanung 2009“ (Variante 1) wird vom Agenda -Beirat
als anzustrebende Variante zur Beschlussfassung durch Magistrat und Stadtverordnetenve r-
sammlung empfohlen.“ (Anlage 2)
In der stadtinternen Projektgruppe „Darmbach“ wurden Umsetzungsalternativen erarbeitet und
eine Vorzugsvariante zur Umsetzung empfohlen.
Bezogen auf die verrohrten Bachabschnitte wurde das Ingenieurbüro Dahlem Beratende Ing e-
nieure GmbH & Co. Wasserwirtschaft KG, Darmstadt beauftragt mit:
Überprüfung der Ausgangsplanung 2009 und Aktualisierung der Kosten
Vorplanung und Kostenermittlung von alternativen verrohrten Trassenführungen
Bezogen auf die offenen Bachabschnitte wurde das Landschaftsarchitekturbüro Sommerlad
Haase Kuhli, Gießen mit der Überprüfung von Planung und Kostenansätzen beauftragt.
Untersuchte Grünräume mit Gestaltungsvarianten und Darmbach
Die betrachteten Varianten und ihre abschnittsdifferenzierten Investitionskosten sind in Anlage
3 näher dargestellt:
Variante 1 – Weitgehend offene Führung – AUSGANGSPLANUNG 2009
Diese Variante entspricht der bis 2009 verfolgten Darmbachplanung, die aus räum -
lichen Zwängen bereits für etwas mehr als die Hälfte des Bachlaufs neue Bachverroh-
rungen umfasste.
Variante 2 – Offene Führung in Grünanlagen mit Einschränkungen zur Kostenmini-
mierung und zur Verbesserung der Verkehrssicherheit
Aufbauend auf Variante 1 ersetzt diese Variante die offene Trassen über Woogsplatz,
Am Kleinen Woog und Große Bachgasse durch eine kürzere Verrohrung über Ka-
planeigasse und Landgraf-Georg-Straße sowie einen kurzen offenen Abschnitt in der
Altstadtanlage. Sie verzichtet auf eine offene Bachführung am östlichen Mercksplatz.
Diese Variante wurde im Kern bereits im Jahr 2007 als Einsparalternative entwickelt.
- 4 -
Zu dieser Grundvariante wurden als Untervarianten untersucht:
- Verzicht auf eine offene Bachführung auch in der Lindenhofstraße entlang des
Jugendstilbads
- Alternativtrasse über die Landgraf-Georg-Straße zwischen Stiftstraße und Ka-
planeigasse
Da die Kosten der Untervarianten nahezu identisch sind, der offene Abschnitt entlang
des Jugendstilbads attraktiv ist und eine Kanalverlegung in der Landgraf-Georg-
Straße zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen während der Bauzeit führen wür-
de, wird nur die Grundvariante mit Einschränkungen zur Verbesserung der Verkehrs-
sicherheit weiter verfolgt.
Variante 3 – Kürzeste Verrohrung ohne Offenlegungsoptionen
Aufbauend auf Variante 2 wird auf neuer Trasse im Herrngarten sowie in Mollerstra-
ße, Büdinger Straße und Frankfurter Straße der Darmbach verrohrt.
Variante 4 – Kürzeste Verrohrung mit offener Führung Jugendstilbad, Altstadtanlage
und Herrngarten
Diese Variante kombiniert den Fließweg bis zum Herrngartenteich gemäß Variante 2
mit der kürzesten Verrohrung ab dem Herrngartenteich gemäß Variante 3.
Anmerkungen zur Gestaltung zwischen Rudolf-Mueller-Anlage und Schlossgraben bei den Vari-
anten 2 bis 4:
Entlang der Lindenhofstraße verläuft der kostengünstige offene Bachlauf in Lage und Hö-
he abgesetzt in der Wiese vor dem Jugendstilbad; die Straßenflächen bleiben unverä n-
dert, die Zufahrten zum Jugendstilbad bleiben erhalten. Die offenen Bereiche werden
zum Teil abgedeckt.
Aufgrund vielfältiger Versorgungsleitungen kann der Bachlauf in der Altstadtanlage nur
oberflächennah geführt werden; geeignete Maßnahmen zum Unfallschutz sind zu treffen
(teilweise Abdeckungen o.ä.).
Zu späteren Zeitpunkten können verrohrt hergestellte Abschnitte am Mercksplatz oder in
der Landgraf-Georg-Straße offen gelegt werden, wenn z.B. der Grünzug Rudolf-Mueller-
Anlage in Richtung Jugendstilbad erweitert oder die Landgraf-Georg-Straße neugestaltet
werden.
Investitionskosten und Kaptaldienst für konkrete Bauabschnitte nach Varianten
Variante Investition Kapitaldienst
Var. 1 – Weitgehend offene Führung 8.189.000 € 381.000 € /a
Var. 2 – Offene Führung in Grünanlagen, mit Einschränkungen zur
Kostenminimierung und zur Verbesserung der Verkehrssicherheit
6.972.000 € 303.000 € /a
Var. 3 – Kürzeste Verrohrung ohne Offenlegungsoptionen 5.280.000 € 200.000 € /a
Var. 4 – Kürzeste Verrohrung mit offener Führung Jugendstilbad,
Altstadtanlage und Herrngarten
7.364.000 € 305.000 € /a
Weitere Kosten entstehen im Parallelprojekt einer Abkopplung des Meiereibachs vom Kanal-
netz (ca. 166.000 € bzw. ca. 6.200 € /a Kapitaldienst).
- 5 -
Der Kapitaldienst wird analog zur Magistratsvorlage 2013/0243 ermittelt mit:
Zinssatz 3,5 %
Abschreibungsdauer: Gewässer: 30 Jahre; Betonkanäle: 80 Jahre
Betriebskosten
Die laufenden Kosten für die Unterhaltung des Darmbachs werden in Weiterentwicklung der
Ansätze aus der Magistratsvorlage 2013/0243 abgeschätzt:
Offene Bachläufe in zentraler Lage: 80 € / lfd. m / Jahr
Darmbachrinne am Schlossgraben, Bachläufe in der ehemaligen Altstadt (Woogsplatz,
Am Kleinen Woog, Große Bachgasse) und im Herrngarten.
Offene Bachläufe in Stadtlagen: 20 € / lfd. m / Jahr
Bachläufe am Mercksplatz und in der Lindenhofstraße.
Offene Bachläufe in Randlagen: 8 € / lfd. m / Jahr
Bachläufe in der Rudolf-Mueller-Anlage und im Grünzug Im Tiefen See.
Bachverrohrungen:
Freispiegelabfluss: 2 € / lfd. m / Jahr
Abfluss in Düker: 8 € / lfd. m / Jahr
Einsparungen
Zur Beurteilung der monetären Faktoren sind die Einsparungen zu betrachten:
Einsparungen Gebührenzahlungen: ca. 2.145.000 €/a
ca. 2.175.000 €/a abzügl. ca. 30.000 €/a Rückbelastung bei städtischen Gebühren
(vgl. Mag.-Vorlage 2013/0243 fortgeschrieben mit Schmutzwassergebührensatz
2,27 €/m³).
Die Einsparungen durch die Abkopplung des Meiereibachs vom Kanalnetz sind hier mit
anzusetzen, da sie erst eintreten, wenn auch der Darmbach abgekoppelt ist.
Einsparung Abflussmessungen: ca. 10.000 €/a für Messung im Gartenhort und am J u-
denteich.
Einsparung Betriebskosten Herrngartenteich: ca. 30.000 €/a
Gebühren für das Füllen des Teichs und den Verdunstungsersatz mit Trinkwasser sowie
das Ablassen des Teichs in die Kanalisation zu Reinigungszwecken, soweit der Herrnga r-
tenteich durchflossen wird.
Variante Betriebskosten
Bachläufe
Betriebskosten
Verrohrungen
Einsparung von
jährl. Kosten
Summe betriebl.
Einsparungen
Var. 1 – Weitgehend offene
Führung 79.000 €/a 13.000 €/a -2.185.000 €/a -2.093.000 €/a
Var. 2 – Offene Führung in
Grünanlagen, mit Ein-
schränkungen zur Kosten-
minimierung und zur Ver-
besserung der Verkehrssi-
cherheit
59.000 €/a 12.000 €/a - 2.185.000 €/a - 2.114.000 €/a
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Var. 3 – Kürzeste Verroh-
rung ohne Offenlegungsop-
tionen
10.000 €/a 17.000 €/a - 2.155.000 €/a - 2.128.000 €/a
Var. 4 – Kürzeste Verroh-
rung mit offener Führung
Jugendstilbad, Altstadt-
anlage und Herrngarten
49.000 €/a 15.000 €/a - 2.185.000 €/a - 2.121.000 €/a
Im Zuge der Genehmigungsplanungen werden die Betriebskosten für die weiterverfolgten Var i-
anten differenzierter ermittelt.
Jahreskosten
Variante Kapitaldienst Betriebliche Ein-
sparungen
Erreichbare Ein-
sparungen
Var. 1 – Weitgehend offene Führung 381.000 €/a - 2.093.000 €/a - 1.712.000 €/a
Var. 2 – Offene Führung in Grünanlagen,
mit Einschränkungen zur Kostenminimie-
rung und zur Verbesserung der Verkehrs-
sicherheit
303.000 €/a - 2.114.000 €/a - 1.811.000 €/a
Var. 3 – Kürzeste Verrohrung ohne Offen-
legungsoptionen 200.000 €/a - 2.128.000 €/a - 1.928.000 €/a
Var. 4 – Kürzeste Verrohrung mit offener
Führung Jugendstilbad, Altstadtanlage
und Herrngarten
305.000 €/a - 2.121.000 €/a - 1.816.000 €/a
Überlagerung der Grünraumgestaltung und Darmbachvarianten mit anderen städtischen Bau-
maßnahmen
Mercksplatz:
Eine Erweiterung des Grünzugs Woog über die Rudolf-Mueller-Anlage in Richtung Innenstadt
wird langfristig angestrebt (vgl. Magistratsvorlage 2007/0292 „Entwicklung Mercksplatz –
Grünzug Darmbach-Woog“). Als gegenwärtige Nutzung wurde mit minimalem Aufwand auf dem
östlichen Mercksplatz ein Parkplatz angelegt und hierbei eine Offenlegung des Darmbaches
optional vorgesehen (vgl. Magistratsvorlage 2012/0097 „Parkraumbewirtschaftung östlicher
Mercksplatz“). Damit ist eine zum Teil offene Bachführung gemäß Variante 1 integrierbar. Im
Zuge einer Erweiterung des Grünzugs Darmbach-Woog könnte eine offene Bachführung auch
bei den Variante 2 und 4 verwirklicht werden.
Lindenhofstraße:
Die Lindenhofstraße stellt eine Hauptfußroute zwischen der Fußgängerzone und dem Woogs-
viertel dar. Ein Umbau im Bereich zwischen Stadtmauer und Mühlstraße mit Stärkung der
Fußgänger- und Radfahrersituation ist sinnvoll und stünde im Einklang mit einer offenen Bach-
führung.
Eine Querungshilfe für Fußgänger und Radfahrer an der Teichhausstraße ist für die Erleb- und
Nutzbarkeit des Darmbaches wichtig. Die Realisierung kann mit dem Bau des Darmbachd ü-
kers unter der Teichhausstraße verknüpft werden.
- 7 -
Herrngarten:
Wesentlicher Bestandteil der Maßnahmen des beschlossenen Parkpflegewerks Herrngarten ist
die Neuordnung von Wegen, um den ursprünglichen Charakter eines offenen Wiesentals wieder
her zu stellen.
Bei den Varianten 1, 2 und 4 sind diese Maßnahmen als zwingende Bestandteile der Abkop p-
lung des Darmbaches mit um zu setzen, da die Topographie angepasst und die Wegebrücken
an der richtigen Stelle hergestellt werden müssen.
Die hierfür erforderlichen Kosten sind in der Kostenschätzung des Abschnittes Herrngarten
enthalten.
Teich im Herrngarten:
Der Herrngartenteich ist zu sanieren, um ihn besser erlebbar zu machen, die Fontänentechnik
anpassen zu können und die Wasserverluste zu begrenzen. Bei den Varianten 1, 2 und 4 wird
er zukünftig von Darmbachwasser durchströmt, was die Wasserqualität des Teichs deutlich
verbessern wird. Aufgrund des dann natürlichen Teichzuflusses kann eine höhere Versickerung
von Teichwasser akzeptiert werden. Eventuell kann damit der Aufwand für die Teichabdichtung
reduziert werden, was in den weiteren Planungen zu prüfen ist.
Bei gleichzeitiger Realisierung eines offenen Bachabschnittes im Herrngarten und der Teichsa-
nierung lassen sich Kosten bei der Planung und beim Bau sparen (Wiederverwendung von B o-
denaushub des Baches für Geländeanpassungen am Teich, gemeinsame Baustelleneinrichtung,
Einsparungen bei der Teichabdichtung etc.).
Grünzuggestaltung Carl-Schenck-Ring:
Die offene Bachführung im Abschnitt zwischen „Im Tiefen See“ und Carl-Schenck-Ring ist mit
der Herstellung des Grünzuges Carl-Schenck-Ring abgestimmt und kann jederzeit umgesetzt
werden (Varianten 1 und 2).
Beurteilung durch die Obere Wasserbehörde (Regierungspräsidium Darmstadt)
Seitens der Oberen Wasserbehörde beim Regierungspräsidium Darmstadt sind über die Grün-
gestaltung hinaus die Darmbachabschnitte auf Genehmigung untersucht worden und als ge-
nehmigungsfähig beurteilt worden. Das Regierungspräsidium Darmstadt hatte nach der Einlei-
tung eines Anhörungsverfahrens zur Anordnung der Darmbachabkopplung mit Schreiben vom
07. März 2008 festgestellt:
„Im Ergebnis komme ich zu dem Schluss, dass eine Anordnung der Darmbach-Abtrennung nach
den inzwischen vorliegenden Erkenntnissen unverhältnismäßig wäre und deshalb nicht getroffen
werden kann.
Damit bleibt die Realisierung des Projektes Darmbach-Abtrennung bzw. Offenlegung der kom-
munalen Gestaltungsfreiheit der Wissenschaftsstadt Darmstadt im Rahmen ihrer eigenen Priorit ä-
ten und Finanzierungsmöglichkeiten überlassen.“
Auch ohne eine Möglichkeit für eine fachbehördliche Anordnung der Maßnahme zu sehen, wu r-
de und wird die Abkopplung von Darmbach und Meiereibach von der Oberen Wasserbehörde
beim Regierungspräsidium Darmstadt grundsätzlich begrüßt, da sich dadurch Fremdwasserz u-
fluss zum Zentralklärwerk Darmstadt vermeiden lässt.
- 8 -
Zu 2.: Grünraumgestaltung und Trassenfestlegung
Als Kriterien zur Gestaltung der Grünräume und Trassenfestlegung des Darmbachs werden
berücksichtigt:
Einsparungen:
Maßgebend sind die in „Erreichbare Einsparungen“ zusammengefassten Investitionsko s-
ten und „Betrieblichen Einsparungen“ (s.o.).
Daneben sind auch Kosteneffekte durch Verknüpfung von Maßnahmen zu berücksichti-
gen, wenn z.B. sowieso Änderungen in Straßen oder Grünanlagen anstehen. Dies trifft auf
die Neuordnung der Wege im Herrngarten gemäß Parkpflegewerk Herrngarten und die
Neuanlage des Grünzugs zwischen Im Tiefen See und Carl-Schenck-Ring zu.
Stadtgestaltung:
Durch offene Bachabschnitte können Grünanlagen und Straßenräume aufgewertet we r-
den. Besondere Bedeutung hat dies für wichtige Fußverbindungen und Erholungsräume
(Grünanlagen).
Vermeidung von Nutzungskonflikten:
Nutzungskonflikte können insbesondere bei offenen Bachabschnitten entstehen, z.B.:
- Einschränkungen beim Aufenthalt und Spielen oder bei Festen
- Trennwirkung für Fußgänger und Radfahrer
- Konkurrenzen mit Straßenbegrünung sowie zu Gehflächen und zu Fahr- oder
Abstellflächen von Fahrrädern und Autos
Eine hohe Zahl von Nutzungskonflikten führt auch zu einer geringeren Akzeptanz bei den
Anliegern und Nutzenden.
Identitätsbildung / Historisch Aspekte:
Soweit offene Bachabschnitte den früheren Bachverlauf aufnehmen, können sie an die
Historie anknüpfen, z.B. in den Straßenzügen „Woogsplatz“, „Am Kleinen Woog“, „Große
Bachgasse“, „Im Tiefen See“ sowie im Herrngarten.
Besondere Bedeutung haben eine Wiederherstellung des Kleinen Woogs an der Stadt -
mauer sowie die Darmbachführung unter der denkmalgeschützten Eisenbahnbrücke „Am
Tiefen See“ und im anschließenden historischen Bachbett.
Ökologische Aspekte:
Offene Bachläufe schaffen Lebensräume und tragen zur Artenvielfalt in der Stadt bei. Sie
verbessern die kleinklimatische Situation. Von besonderer Bedeutung ist hier die Mög-
lichkeit eines Wasseranschlusses für den Herrngartenteich, da damit sowohl der Teich
aufgewertet und stabilisiert wird als auch der bisherige Trinkwasserbezug zum Füllen und
Abwassererzeugung beim Ablassen des Teiches vermieden wird.
Da dem Einspareffekt die höchste Bedeutung einzuräumen ist, wird er mit 40 % und die a n-
deren 4 Aspekte jeweils mit 15 % gewichtet.
Ergänzend wird auch die Bewertung einer Variante 0 – keine Veränderungen ausgewiesen.
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Variantenbewertung
Variante Ein-
sparungen
Stadt-
gestaltung
Vermei-
dung von
Nutzungs-
konflikten
Identitäts-
bildung
Ökologie Gewichtete
Ziel-
erreichung
Gewichtung 4 1,5 1,5 1,5 1,5 max. 40
Var. 0
Keine Änderung 0 0 4 0 0 6
Var. 1
Weitgehend offene
Führung
2 4 0 4 4 26
Var. 2
Offene Führung in
Grünanlagen, mit
Einschränkungen
zur Kostenmini-
mierung und zur
Verbesserung der
Verkehrssicherheit
3 3 1 3 3 27
Var. 3
Kürzeste Verroh-
rung ohne Offen-
legungsoptionen
4 0 4 0 0 22
Var. 4
Kürzeste Verroh-
rung mit offener
Führung Jugend-
stilbad, Altstadt-
anlage und Herrn-
garten
3 2 3 2 1 24
Zielerreichung:
4 sehr gut 3 gut 2 mittel 1 schlecht 0 sehr schlecht
Es wird vorgeschlagen, die Variante mit dem höchsten Zielerreichungsgrad weiterzuverfolgen
und als Grundlage für die Bürgerinformation und die Entwurfsbearbeitung zu verwenden:
Variante 2 (weitgehende offene Führung in Grünanlagen, mit Einschränkungen zur Kostenmi-
nimierung und zur Verbesserung der Verkehrssicherheit)
Die Herstellung der Gesamtmaßnahme wird in 3 Realisierungsabschnitte gegliedert:
Realisierungsabschnitt 1: Rudolf-Mueller-Anlage bis Schloss
Dieser zuerst herzustellende Abschnitt führt das Darmbachwasser bis zur bereits geba u-
ten Darmbachrinne Am Schlossgraben, in der heute lediglich zeitweise Niederschlags-
wasser von den Platzflächen und der Dachentwässerung des Darmstadtiums fließen.
Am Oberhaupt des bestehenden Darmbach-Dükers unter der Alexanderstraße kann das
Bachwasser über eine bereits bestehende Rohrverbindung vorübergehend in den Misch-
wasserkanal eingeleitet werden.
- 10 -
Realisierungsabschnitt 2: Herrngarten
Dieser Abschnitt umfasst die offene Führung innerhalb des Herrngartens. Sie schließt an
die im Karolinenplatz bereits verlegten Bachwasserleitungen an und mündet in den
Herrngartenteich. Über den bereits heute bestehenden Teichüberlauf in die Mischwasser-
kanalisation kann das Bachwasser vorübergehend abgeleitet werden.
Realisierungsabschnitt 3: Herrngartenteich bis Bachwasserkanal Carl-Schenck-Ring
Dieser zu letzt herzustellende Abschnitt umfasst die Verrohrung zwischen Herrngarten-
teich und Grünzug Im Tiefen See sowie den offenen Bachlauf im Grünzug Im Tiefen See /
Carl-Schenck-Ring. Sie schließt an das bereits gebaute Anschlussrohr unter dem Carl-
Schenck-Ring an.
Zu 3.: Aufnahme der Freiraumplanung mit Grünzug Im Tiefen See / Carl-Schenck-Ring in den
Förderantrag „Soziale Stadt Pallaswiesenviertel / Mornewegviertel“
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat ihr Interesse an einer Aufnahme des Pallaswiesenvie r-
tels / Mornewegviertels in das Städtebauförderprogramm Soziale Stadt bekundet und eine
Förderzusage für die Entwicklung eines integrierten Handlungskonzeptes erhalten. Ein erster
Förderantrag für durchzuführende Untersuchungen und Vorbereitungsarbeiten wird zum
31.03.2015 eingereicht.
Im Rahmen des Förderprogramms „Soziale Stadt“ beträgt der staatliche Förderanteil (Förde r-
quote) in der Regel 2/3 der förderfähigen Kosten.
Der Untersuchungsraum der „Sozialen Stadt Pallaswiesenviertel / Mornewegviertel“ umfasst
auch den Grünzug Im Tiefen See / Carl-Schenck-Ring in seinem gesamten Umfang. In den An-
tragsunterlagen wird im Abschnitt „Ziele / Geplante Lösungsansätze“ u.a. unter Bezugnahme
auf den Stadtverordnetenbeschluss vom 17.12.2013 (Wiederaufnahme der Planung) die Ma ß-
nahme zur Offenlegung des Darmbachs angeführt.
In einem der nächsten Schritte ist als Basis für die weiteren Förderanträge der „Sozialen Stadt
Pallaswiesenviertel / Mornewegviertel“ ein integriertes Handlungskonzept zu erarbeiten.
Als Maßnahme zur Aufwertung des Grünzuges soll die offene Darmbachführung in dieses auf-
zustellende integrierte Handlungskonzept aufgenommen werden. Eine Förderung soll beantragt
werden bzw. es wäre ggf. im Falle einer nicht für alle förderfähigen Maßnahmen ausreichenden
Gesamtfördersumme zu einem späteren Zeitpunkt zwischen konkurrierenden Maßnahmen zu
entscheiden.
Bezogen auf die Gesamtkosten dieser offenen Bachabschnitte von ca. 725.000 € und bei B e-
rücksichtigung von eventuellen nichtförderfähigen Anteilen erscheint derzeit eine Förderung
von etwa 50 % erreichbar.
Zu 4.: Bürgerinformation
Bereits in der Magistratsvorlage 2013/0243 war die Durchführung einer Bürgerinformation zur
Weiterentwicklung des Projektes vorgesehen. Grundlage sollte eine aktualisierte Planung sein.
Nach Magistratsbeschluss zu dieser Vorlage soll diese Bürgerinformation in Form einer Bege-
hung der gewählten Trasse durchgeführt werden.
Der Grünzug mit offenem Bachabschnitt Im Tiefen See / Carl-Schenck-Ring wird hierauf auf-
bauend im Rahmen der Erarbeitung des Intergrierten Handlungskonzeptes für die „Soziale
Stadt Pallaswiesenviertel / Mornewegviertel“ in einer gesonderten Bürgerbeteiligung als Ma ß-
nahme des Förderprogramms vorgestellt.
- 11 -
Zu 5: Wasserrechtsverfahren mit vorgezogener Bürgerbeteiligung
Zur Neukonzipierung und Abkoppelung des Darmbachs vom Kanalnetz sind Wasserrechtsver-
fahren zur Schaffung bzw. Änderung eines Gewässers nach Hessischem Wassergesetz erforde r-
lich.
Als Grundlage hierfür sind zunächst die Planungen bis zur Entwurfsreife zu konkretisieren.
Dabei sind für die offenen Bachabschnitte Maßnahmen zur Unfallsicherheit unter Beachtung
des Verhältnisses von Aufwand, Sicherheit und Nutzen zu prüfen.
Die Planungen sollen als vorgezogene Bürgerbeteiligung im Rahmen des Wasserrechtsverfa h-
rens vor- und zur Diskussion gestellt werden. Anregungen und Hinweise können dann noch vor
der anschließenden Beschlussfassung von Bauvorlagen eingearbeitet werden.
In den folgenden Wasserrechtsverfahren werden die Planungen vom Regierungspräsidium
Darmstadt als Planfeststellungsbehörde öffentlich ausgelegt und die eingehenden Hinweise,
Anregungen und Stellungnahmen nach eventuellen Erörterungsterminen gewürdigt.
Nach Auskunft des Regierungspräsidiums Darmstadt werden in der Regel Planfeststellungsve r-
fahren erforderlich sein, insbesondere für offene Bachabschnitte. Soweit aus der vorgezogenen
Bürgerbeteiligung erkennbar ist, dass nur wenige Verfahrensbeiträge aus der Bürgerschaft zu
erwarten sind, kommen allerdings auch vereinfachende Plangenehmigungsverfahren in B e-
tracht. Dies ist allerdings nur für verrohrte Bachabschnitte anzunehmen und für offene Bach-
abschnitte auszuschließen.
Nach Festlegung der städtischen Gremien auf eine Trassenführung eröffnet sich die Möglic h-
keit, einzelne Teilabschnitte zu optimieren und in getrennten Wasserrechtsverfahren zu behan-
deln.
Vorrangig sind die Realisierungsabschnitte 1 und 2 sowie der offene Abschnitt im Grünzug Im
Tiefen See / Carl-Schenck-Ring zu beplanen. Mit den Realisierungsabschnitten 1 und 2 sollen
sinnvolle Zwischenausbauzustände erreicht und eine optimierte Sanierung des Herrngarte n-
teichs sichergestellt werden, Der offene Abschnitt im Grünzug Im Tiefen See / Carl-Schenck-
Ring ist für die Abstimmung mit der „Sozialen Stadt Pallaswiesenviertel / Mornewegviertel“
erforderlich.
Im Jahr 2015 soll über die Optimierungsmöglichkeiten der gewählten Trasse mit sinnvollen
und nachhaltigen Bausteinen entschieden werden. Die Planung soll dann im Genehmigungsver-
fahren überprüft und ausgereift werden, so dass 2016 über eine konkrete Realisierung und die
Bereitstellung von Haushaltsmitteln entschieden werden kann.
Zu 6.: Intensivierung der Planung zur Renaturierung des Darmbaches zwischen Breslauer
Platz und Großem Woog
Vor dem Hintergrund der Planungen für einen Ostparkweg und für die angestrebte Landesga r-
tenschau 2022 sind die Planungen zur Renaturierung des Darmbaches in diesem Bereich zu
intensivieren.
Breslauer Platz:
Am Breslauer Platz ist der Darmbach derzeit in ein betoniertes Gerinne eingezwängt. Durch
Nutzung von heute nicht mehr benötigten Verkehrsflächen besteht hier die Möglichkeit, den
Bach wieder naturnaher und besser erlebbar zu gestalten.
- 12 -
TSG-Gelände:
Zwischen Botanischem Garten und dem Froschweg verläuft der Darmbach innerhalb des TSG -
Geländes in einem befestigten Bachbett. Die Renaturierungsüberlegungen sehen auf einer
Brachfläche im Osten des TSG-Geländes eine weitgehende Renaturierung des Baches sowie im
weiteren Verlauf das teilweise Entfernen von Uferverbau und die Aufhebung des geradlinigen
Verlaufs vor. Der geplante Ostparkweg soll nahe des Baches entlang geführt werden und den
Bach wieder erlebbar werden lassen.
Mündungsbereich in den Großen Woog:
Nach Planungen des Eigenbetriebs Bäder werden die kleinen Sedimentationsbecken kurz vor
der Mündung in den Großen Woog durch eine Vorsperre ersetzt, in der sowohl Sediment z u-
rückgehalten als auch bei Bedarf Phosphor eliminiert werden kann. Der Sedimentrückhalt ist
erforderlich, um die Verschlammung des Woogs zu begrenzen. Die Elimination des Phosphors
ist insbesondere bei Regenwetterzufluss sinnvoll, um die Nährstoffsituation im Großen Woog
zu verschlechtern. Diese Maßnahme wird wesentlich der sonst weiterhin drohenden Massen-
entwicklung von Algen entgegen wirken.
Näheres ist in Magistratsvorlage 2013/0193 „Großer Woog: Maßnahmen zu Sicherung der
Wasserqualität“ beschrieben.
Zu 7.: Prüfung des Vorschlags Bürgerhaushalt Nr. 568
Für den Darmstädter Bürgerhaushalt 2014 wurde folgender Vorschlag Nr. 568 eingebracht:
„Ein offen fließender Darmbach – eine Chance für Darmstadt !
Eine Abkopplung des sauberen Meierei- und Darmbachwassers von der Kanalisation rechnet
sich. Nun bedarf es eines von politischem Mut geprägten Beschluss der Stadtverordneten, der
unsere Stadt aufwertet, ohne künftig den städtischen Haushalt zu belasten.
Umfassende Stadtgestaltung und Aufwertung von Frei- und Straßenräumen – vom Woog bis zum
Herrngarten und der Grünanalage Helfmann-/Jakobistraße bis hinter die Kläranlage – sind der
Gewinn. Wir erhalten einen mehr als zwei Kilometer offen durch unsere Stadt fließen den Darm-
Stadtbach, sowie offene Bachabschnitte, die an historische Bezüge anknüpfen: In den Straße n-
zügen „Am Kleinen Woog“, „Woogsplatz“, „Große Bachgasse“ – im Herrngarten, ursprünglich
als Englischer Garten mit Fließgewässern angelegt, und „Im Tiefen See“ mit denkmalgeschüt z-
ter (hier Textende)
Der Vorschlag erhielt 162 Ja-Stimmen und 37 Nein-Stimmen.
Mit dem obigen Bericht und der Beschlussempfehlung wird die Prüfung dieses Vorschlages
abgeschlossen.
Darmstadt, 20.05.2015
III-66/2 K2303-Ry
Der Dezernent I Der Dezernent II Die Dezernentin III
Jochen Partsch Rafael Reißer Cornelia Zuschke
Oberbürgermeister Bürgermeister Stadträtin
- 13 -
Der Dezernent IV Die Dezernentin V
André Schellenberg Barbara Akdeniz
Stadtkämmerer Stadträtin
anlage 1
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Anlage 1 Naturschutzbeirat bei der unteren Naturschutzbehörde der Wissenschaftsstadt Darmstadt 19. Sitzung des 8. Naturschutzbeirates am 20.03.2014 Protokollauszug: „Die Beiratsmitglieder diskutieren anschließend zum Thema Darmbach. Herr Cezanne hält fest, dass der Magistratsbeschluss von 2008 bekräftigt werden soll und dass der Beirat die Offenlegung des Darmbachs fordert. Er stellt die Forderung zur Abstimmung: bei zwei Enthaltungen und ohne Gegenstimme wird der Vorschlag angenommen.“ Zur Erläuterung: Mit Magistratsbeschluss von 2008 ist die bis zum Planungsstopp (Beschluss Sept. 2009) entwickelte Planung gemeint.
anlage 4
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Anlage 4 Kapitalkosten Zinssatz - i 3,5% Offener Bachlauf Verrohrter Bachlauf Nutzungsdauer - n 30 80 Kapitalwiedergewinnungsfaktor - K i 5,44% 3,74% Die Nutzungsdauer entspricht den Ansätzen der Vermögensbewertung Wissenschaftsstadt Darmstadt. „Tabelle der Abschreibungsgrenzen im Anlagenvermögen der Kernverwaltung“, Stadt Darmstadt, Juli 2012 Ki = i x (1 + i) n / ((1 + i) n - 1) Offene Bachläufe Verrohrte Bachläufe Gesamt Investition Kapitaldienst Investition Kapitaldienst Inv estition Kapitaldienst Variante 1 4.397.000 € 239.071 € 3.792.000 € 141.763 € 8 .189.000 € 380.834 € Variante 2 2.487.000 € 135.222 € 4.485.000 € 167.671 € 6 .972.000 € 302.893 € Variante 3 182.000 € 9.896 € 5.098.000 € 190.588 € 5.280 .000 € 200.484 € Variante 4 1.762.000 € 95.802 € 5.602.000 € 209.430 € 7.364.000 € 305.232 €
anlage 3
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Anlage 3: Abkopplungsvarianten mit abschnittsdifferenzierten Investitionskosten Variante 1 Abschnitt/Baulos offen/verrohrt Kosten in T € Rudolf -Mueller -Anlage bis Woogsplatz (Los 1 und 2) offen 1.962 Querun g Teichhausstraße verrohrt 100 Woogsplatz bis Justus -Liebig -Haus (Los 3) offen 352 Justus -Liebig -Haus bis Landgraf -Georg -Straße (Los 4) verrohrt 342 Landgraf -Georg -Straße bis Karolinenplatz (Los 5) offen/verrohrt realisiert Theaterwiese bis Herrngarten teich (Los 6) offen 1.358 Herrngartenteich bis Helfmannstraße (Los 7) verrohrt 3.290 Helfmannstraße bis Bachwasserkanal (Los 8 und 9) offen 725 Querung Im Tiefen See verrohrt 60 Gesamtkosten 8.189 Variante 1 Weitgehend offene Führung - 2 - Anlage 3: Abkopplungsvarianten mit abschnittsdifferenzierten Investitionskosten Variante 2 Abschnitt/Baulos offen/verrohrt Kosten in T € Rudolf -Mueller -Anlage bis Mercksplatz offen 182 Mercksplatz bis Rampe Jugendstilbad Kaplaneigasse bis Landgraf-Georg-Straße verrohrt 1.135 Rampe Jugendstilbad bis Kaplaneigasse (Altstadtanlage) offen 222 Landgraf -Georg -Straße bis Karolinenplatz (Los 5) offen/verrohrt realisiert Theaterwiese bis Herrngartenteich (Los 6) offen 1.358 Herrngartenteich bis Helfmannstraße ( Los 7) verrohrt 3.290 Helfmannstraße bis Bachwasserkanal (Los 8 und 9) offen 725 Querung Im Tiefen See verrohrt 60 Gesamtkosten 6.972 Variante 2 Weitgehend offene Führung in Grünanlagen - 3 - Anlage 3: Abkopplungsvarianten mit abschnittsdifferenzierten Investitionskosten Variante 3 Abschnitt/Baulos offen/verrohrt Kosten in T € Rudolf -Mueller -Anlage bis Mercksplatz offen 182 Mercksplatz bis Schlossgraben / Landgraf -Georg -Str. Theaterwiese bis Bachwasserkanal Verrohrt 5.098 Landgraf -Georg -Straße bis Karol inenplatz (Los 5) offen/verrohrt realisiert Gesamtkosten 5.280 Variante 3 Kürzeste Verrohrung ohne Offenlegungsoptionen - 4 - Anlage 3: Abkopplungsvarianten mit abschnittsdifferenzierten Investitionskosten Variante 4 Abschnitt/Baulos offen/verrohrt Kosten in T € Rudolf -Mueller -Anlage bis Mercksplat z (neu) offen 182 Mercksplatz bis Rampe Jugendstilbad Kaplaneigasse bis Landgraf-Georg-Straße verrohrt 1.135 Rampe Jugendstilbad bis Kaplaneigasse (Altstadtanlage) offen 222 Landgraf -Georg -Straße bis Karolinenplatz (Los 5) offen/verrohrt realisiert The aterwiese bis Herrngartenteich (Los 6) offen 1.358 Herrngartenteich bis Bachwasserkanal (neu) verrohrt 4.304 Gesamtkosten 7.201 Variante 4 Kürzeste Verrohrung mit offener Führung Jugendstilbad, Altstadtanlage und Herr ngarten
anlage 2
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Anlage 2 Votum des Agenda- Beirats der Wissenschaftsstadt Darmstadt zur Darmbachoffenlegung an Magistrat und Stadtverordnetenversammlung (Beschluss des Agenda-Beirates vom 12.11.2014) Protokollauszug: „Ein Entwurf für ein Votum des Beirats zur Offenlegung des Darmbachs ist vorab versandt worden. Jutta Habermann, Vorstand von Darmbach e.V., hatte das Thema in der letzten Sitzung vorgetragen. Das Votum wird einstimmig bei drei Enthaltungen angenommen. Herr Fürst sagt zu das Votum bereits in die am nächsten Wochenende anstehende Haushaltsklausur der Koalition einzubringen.“ Votumstext: „Votum des Agenda- Beirat der Wissenschaftsstadt Darmstadt zur Darmbachoffenlegung an Magistrat und Stadtverordnetenversammlung (Beschluss des Agenda-Beirates vom 12.11.2014) Der Agenda-Beirat begrüßt den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 17.12.2013, die Planungen zur Abkopplung des Darmbachs vom Kanalnetz und seine Offenlage wieder aufzunehmen. Die Offenlegung unseres Stadtbachs ist ein Leitprojekt der Lokalen Agenda21. Die Themengruppe "Wasser in der Stadt" gab 1999 den Anstoß und begleitete die Planungen bis ins Jahr 2008. Ab November 2008 arbeitet der aus der Agenda21-Themengruppe hervorgegangene Verein Darmbach e.V. für die Offenlegung des Darmbachs. Bis ins Jahr 2009 wurde unter Federführung der Stadtverwaltung mit bürgerschaftlicher Beteiligung und Einbeziehung von Vereinen und Parteienvertretern das Projekt entwickelt und geplant. Erarbeitet wurde ein Streckenverlauf, der Stadtgestaltung, historische Bezüge und ökologische Aspekte beinhaltet. Diese sogenannte „Ausgangsplanung 2009“ (Variante 1) wird vom Agenda-Beirat als anzustrebende Variante zur Beschlussfassung durch Magistrat und Stadtverordnetenversammlung empfohlen. Darmstadt, 12. November 2014“
Beratungsverlauf (5)
Orte (20)
- Landgraf-Georg-Straße
- Lindenhofstraße
- Stiftstraße
- Große Bachgasse
- Teichhausstraße
- Alexanderstraße
- Helfmannstraße
- Kaplaneigasse
- Carl-Schenck-Ring
- Breslauer Platz
- Woogsplatz
- Schlossgraben
- Karolinenplatz
- Froschweg
- Am Kleinen Woog
- Pallaswiesenstraße
- Büdinger Straße
- Frankfurter Straße
- Im Tiefen See
- Mühlstraße
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2015/0154
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 20.05.2015
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00