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2015/0154

Umgestaltung von Grünflächen - Trassenvarianten Darmbach - Gestaltung Freiräume Im Tiefen See / Carl-Schenck-Ring - Sanierung Herrngarten

Magistratsvorlage 20.05.2015

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2015/0154

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Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
24.06.2015 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat I 
Dezernat II 
Dezernat IV 
Dezernat V 
 
Amt: Straßenverkehrs - 
und Tiefbauamt  
 OBW bei abschl. B e-
schlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2015/0154 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 552010 
Kostenstelle:  066-160-1000 Investitionsnummer:  08066-4006 
Kostenträger:  5520-11 Sachkonto: 0953010 
 
Betreff: Umgestaltung von Grünflächen  
- Trassenvarianten Darmbach  
- Gestaltung Freiräume Im Tiefen S ee / Carl-Schenck-Ring 
- Sanierung Herrngarten  
 
Vorlage vom: 20.05.2015  
 
Beschlussvorschlag : 
1. Der Bericht des Straßenverkehrs - und Tiefbauamtes zur Umgestaltung von Grünräumen 
und einer Darmbachgestaltung  sowie zu den Empfehlungen des Naturschutzbeirates  und 
des Agenda-Beirates, werden zur Kenntnis genommen.  
 
2. Die Variante 2 (Darmbachtrasse: weitgehend offene Führung in Grünanlagen) kann als 
Vorzugsvariante  für den Verlauf des Darmbachs weiter verfolg t werden. 
 
3. Die Umgestaltung  im Grünzug Im Tiefen See / Carl-Schenck-Ring sind im Rahmen der b e-
antragten Städtebauförderung „Soziale Stadt Pallaswiesenstraße / Mornewegviertel“ in 
das integrierte Handlungskonzept aufzunehmen.

- 2 - 
4. In einer Bürgerinformation sind die Fortführung des Projektes Grünflächengestaltung m it 
Darmbach vorzustellen.  
 
5. Für die konkreten Bauabschnitte der  Variante 2 sind abschnittsweise Genehmigungspl a-
nungen zu erstellen, vorgezogene Bürgerbeteiligung für die Wasserrechtsverfahren durc h-
zuführen und Bauvorlagen vorzulegen, beginnend mit dem Reali sierungsabschnitt 1 (R u-
dolf-Müller-Anlage bis Schloss) und dem Realisierungsabschnitt 2 (Herrngarten) sowie 
dem Grünzug Im Tiefen See / Carl -Schenck-Ring. Für offene Bachabschnitte  in den Grün-
anlagen sind außerdem Maßnahmen zur Unfallsicherung zu pr üfen. 
 
6. Die Planung zur Renaturierung des Darmbaches zwischen Breslauer Platz und Großem 
Woog sind zu intensivieren und mit den Zielsetzungen des Projektes Ostparkweg und der 
angestrebten Landesgartenschau 2022 abzustimmen.  
 
7. Das Prüfergebnis zum Vorschlag 568  
„Ein offen fließender Darmbach – eine Chance für Darmstadt!“  
aus der Beteiligungsphase des Bürgerhaushaltes wird zur Kenntnis genommen  
 
 
Anlagen: Beschluss des Naturschutzbeirates bei der Unteren Naturschutzbehörde zur O f-
fenlegung des Darmbaches vom 20.03.201 4 
Votum des Agenda -Beirates zur Offenlegung des Darmbaches vom 12.01.2014  
Abkopplungsvarianten 1 -4 
Kapitalkosten 
Beschluss des Magistrats der Wissenschaftsstadt Darmstadt vom 17.06.2015  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 20. Mai  2015 
 
Zu 1.: Bericht des Straßenverkehrs- und Tiefbauamtes sowie Empfehlungen von Natur-
schutzbeirat und Agenda-Beirat 
Mit Beschluss des Magistrats vom 13.11.2013 und der Stadtverordnetenversammlung vom 
17.12.2013 wurde das Straßenverkehrs- und Tiefbauamt u.a. beauftragt (Magistratsvorlage 
2013/0243):  
 „Die Planung zur Abkopplung von Darmbach und Meiereibach sin d wieder aufzunehmen. 
 Auf der Basis der bis zum Jahr 2009 erstellten Entwurfs- und Ausführungsplanungen sind 
Umsetzungsalternativen zu entwickeln und untereinander abzuwägen. 
 Die Bürgerinformation aus den Jahren 2002 und 2007 ist fortzuführen.“ 
Am 20.03.2014 beschloss der Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt einstimmig, „dass der Magistratsbeschluss von 2008 bekräftigt 
werden soll und dass der Beirat die Offenlegung des Darmbachs fordert“ (vgl. Anlage 1).  
Der Agenda-Beirat der Wissenschaftsstadt Darmstadt gab am 14.11.2014 ein einstimmiges 
Votum ab: „Diese sogenannte „Ausgangsplanung 2009“ (Variante 1) wird vom Agenda -Beirat 
als anzustrebende Variante zur Beschlussfassung durch Magistrat und Stadtverordnetenve r-
sammlung empfohlen.“ (Anlage 2) 
In der stadtinternen Projektgruppe „Darmbach“ wurden Umsetzungsalternativen erarbeitet und 
eine Vorzugsvariante zur Umsetzung empfohlen. 
Bezogen auf die verrohrten Bachabschnitte wurde das Ingenieurbüro Dahlem Beratende Ing e-
nieure GmbH & Co. Wasserwirtschaft KG, Darmstadt beauftragt mit: 
 Überprüfung der Ausgangsplanung 2009 und Aktualisierung der Kosten 
 Vorplanung und Kostenermittlung von alternativen verrohrten Trassenführungen  
Bezogen auf die offenen Bachabschnitte wurde das Landschaftsarchitekturbüro Sommerlad 
Haase Kuhli, Gießen mit der Überprüfung von Planung und Kostenansätzen beauftragt.  
 
Untersuchte Grünräume mit Gestaltungsvarianten und Darmbach 
Die betrachteten Varianten und ihre abschnittsdifferenzierten Investitionskosten sind in Anlage 
3 näher dargestellt: 
 Variante 1 – Weitgehend offene Führung – AUSGANGSPLANUNG 2009 
Diese Variante entspricht der bis 2009 verfolgten Darmbachplanung, die aus räum -
lichen Zwängen bereits für etwas mehr als die Hälfte des Bachlaufs neue Bachverroh-
rungen umfasste. 
 Variante 2 – Offene Führung in Grünanlagen mit Einschränkungen zur Kostenmini-
mierung und zur Verbesserung der Verkehrssicherheit 
Aufbauend auf Variante 1 ersetzt diese Variante die offene Trassen über Woogsplatz, 
Am Kleinen Woog und Große Bachgasse durch eine kürzere Verrohrung über Ka-
planeigasse und Landgraf-Georg-Straße sowie einen kurzen offenen Abschnitt in der 
Altstadtanlage. Sie verzichtet auf eine offene Bachführung am östlichen Mercksplatz. 
Diese Variante wurde im Kern bereits im Jahr 2007 als Einsparalternative entwickelt.

- 4 - 
 
Zu dieser Grundvariante wurden als Untervarianten untersucht: 
- Verzicht auf eine offene Bachführung auch in der Lindenhofstraße entlang des 
Jugendstilbads 
- Alternativtrasse über die Landgraf-Georg-Straße zwischen Stiftstraße und Ka-
planeigasse 
Da die Kosten der Untervarianten nahezu identisch sind, der offene Abschnitt entlang 
des Jugendstilbads attraktiv ist und eine Kanalverlegung in der Landgraf-Georg-
Straße zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen während der Bauzeit führen wür-
de, wird nur die Grundvariante mit Einschränkungen zur Verbesserung der Verkehrs-
sicherheit weiter verfolgt. 
 Variante 3 – Kürzeste Verrohrung ohne Offenlegungsoptionen 
Aufbauend auf Variante 2 wird auf neuer Trasse im Herrngarten sowie in Mollerstra-
ße, Büdinger Straße und Frankfurter Straße der Darmbach verrohrt. 
 Variante 4 – Kürzeste Verrohrung mit offener Führung Jugendstilbad, Altstadtanlage 
und Herrngarten 
Diese Variante kombiniert den Fließweg bis zum Herrngartenteich gemäß Variante 2 
mit der kürzesten Verrohrung ab dem Herrngartenteich gemäß Variante 3. 
Anmerkungen zur Gestaltung zwischen Rudolf-Mueller-Anlage und Schlossgraben bei den Vari-
anten 2 bis 4: 
 Entlang der Lindenhofstraße verläuft der kostengünstige offene Bachlauf in Lage und Hö-
he abgesetzt in der Wiese vor dem Jugendstilbad; die Straßenflächen bleiben unverä n-
dert, die Zufahrten zum Jugendstilbad bleiben erhalten. Die offenen Bereiche werden 
zum Teil abgedeckt. 
 Aufgrund vielfältiger Versorgungsleitungen kann der Bachlauf in der Altstadtanlage nur 
oberflächennah geführt werden; geeignete Maßnahmen zum Unfallschutz sind zu treffen 
(teilweise Abdeckungen o.ä.). 
 Zu späteren Zeitpunkten können verrohrt hergestellte Abschnitte am Mercksplatz oder in 
der Landgraf-Georg-Straße offen gelegt werden, wenn z.B. der Grünzug Rudolf-Mueller-
Anlage in Richtung Jugendstilbad erweitert oder die Landgraf-Georg-Straße neugestaltet 
werden. 
 
Investitionskosten und Kaptaldienst für konkrete Bauabschnitte nach Varianten 
Variante Investition Kapitaldienst 
Var. 1 – Weitgehend offene Führung 8.189.000 € 381.000 € /a 
Var. 2 – Offene Führung in Grünanlagen, mit Einschränkungen zur 
Kostenminimierung und zur Verbesserung der Verkehrssicherheit 
6.972.000 € 303.000 € /a 
Var. 3 – Kürzeste Verrohrung ohne Offenlegungsoptionen 5.280.000 € 200.000 € /a 
Var. 4 – Kürzeste Verrohrung mit offener Führung Jugendstilbad, 
 Altstadtanlage und Herrngarten 
7.364.000 € 305.000 € /a 
 
Weitere Kosten entstehen im Parallelprojekt einer Abkopplung des Meiereibachs vom Kanal-
netz (ca. 166.000 € bzw. ca. 6.200 € /a Kapitaldienst).

- 5 - 
 
Der Kapitaldienst wird analog zur Magistratsvorlage 2013/0243 ermittelt mit:  
 Zinssatz 3,5 % 
 Abschreibungsdauer: Gewässer: 30 Jahre; Betonkanäle: 80 Jahre 
 
Betriebskosten 
Die laufenden Kosten für die Unterhaltung des Darmbachs werden in Weiterentwicklung der 
Ansätze aus der Magistratsvorlage 2013/0243 abgeschätzt: 
 Offene Bachläufe in zentraler Lage: 80 € / lfd. m / Jahr 
Darmbachrinne am Schlossgraben, Bachläufe in der ehemaligen Altstadt (Woogsplatz, 
Am Kleinen Woog, Große Bachgasse) und im Herrngarten. 
 Offene Bachläufe in Stadtlagen: 20 € / lfd. m / Jahr 
Bachläufe am Mercksplatz und in der Lindenhofstraße. 
 Offene Bachläufe in Randlagen: 8 € / lfd. m / Jahr 
Bachläufe in der Rudolf-Mueller-Anlage und im Grünzug Im Tiefen See. 
 Bachverrohrungen:  
Freispiegelabfluss: 2 € / lfd. m / Jahr  
Abfluss in Düker: 8 € / lfd. m / Jahr 
 
Einsparungen 
Zur Beurteilung der monetären Faktoren sind die Einsparungen zu betrachten:  
 Einsparungen Gebührenzahlungen: ca. 2.145.000 €/a 
ca. 2.175.000 €/a abzügl. ca. 30.000 €/a Rückbelastung bei städtischen Gebühren  
(vgl. Mag.-Vorlage 2013/0243 fortgeschrieben mit Schmutzwassergebührensatz 
2,27 €/m³). 
Die Einsparungen durch die Abkopplung des Meiereibachs vom Kanalnetz sind hier mit 
anzusetzen, da sie erst eintreten, wenn auch der Darmbach abgekoppelt ist. 
 Einsparung Abflussmessungen: ca. 10.000 €/a für Messung im Gartenhort und am J u-
denteich. 
 Einsparung Betriebskosten Herrngartenteich: ca. 30.000 €/a 
Gebühren für das Füllen des Teichs und den Verdunstungsersatz mit Trinkwasser sowie 
das Ablassen des Teichs in die Kanalisation zu Reinigungszwecken, soweit der Herrnga r-
tenteich durchflossen wird. 
 
Variante Betriebskosten 
Bachläufe 
Betriebskosten 
Verrohrungen 
Einsparung von 
jährl. Kosten 
Summe betriebl. 
Einsparungen 
Var. 1 – Weitgehend offene 
Führung 79.000 €/a 13.000 €/a  -2.185.000 €/a -2.093.000 €/a 
Var. 2 – Offene Führung in 
Grünanlagen, mit Ein-
schränkungen zur Kosten-
minimierung und zur Ver-
besserung der Verkehrssi-
cherheit 
59.000 €/a 12.000 €/a - 2.185.000 €/a - 2.114.000 €/a

- 6 - 
Var. 3 – Kürzeste Verroh-
rung ohne Offenlegungsop-
tionen 
10.000 €/a 17.000 €/a - 2.155.000 €/a - 2.128.000 €/a 
Var. 4 – Kürzeste Verroh-
rung mit offener Führung 
Jugendstilbad, Altstadt-
anlage und Herrngarten 
49.000 €/a 15.000 €/a - 2.185.000 €/a - 2.121.000 €/a 
 
Im Zuge der Genehmigungsplanungen werden die Betriebskosten für die weiterverfolgten Var i-
anten differenzierter ermittelt. 
 
Jahreskosten 
Variante Kapitaldienst Betriebliche Ein-
sparungen 
Erreichbare Ein-
sparungen 
Var. 1 – Weitgehend offene Führung 381.000 €/a - 2.093.000 €/a - 1.712.000 €/a 
Var. 2 – Offene Führung in Grünanlagen, 
mit Einschränkungen zur Kostenminimie-
rung und zur Verbesserung der Verkehrs-
sicherheit 
303.000 €/a - 2.114.000 €/a - 1.811.000 €/a 
Var. 3 – Kürzeste Verrohrung ohne Offen-
legungsoptionen 200.000 €/a - 2.128.000 €/a - 1.928.000 €/a 
Var. 4 – Kürzeste Verrohrung mit offener 
Führung Jugendstilbad, Altstadtanlage 
und Herrngarten 
305.000 €/a - 2.121.000 €/a - 1.816.000 €/a 
 
Überlagerung der Grünraumgestaltung und Darmbachvarianten mit anderen städtischen Bau-
maßnahmen 
Mercksplatz: 
Eine Erweiterung des Grünzugs Woog über die Rudolf-Mueller-Anlage in Richtung Innenstadt 
wird langfristig angestrebt (vgl. Magistratsvorlage 2007/0292 „Entwicklung Mercksplatz – 
Grünzug Darmbach-Woog“). Als gegenwärtige Nutzung wurde mit minimalem Aufwand auf dem 
östlichen Mercksplatz ein Parkplatz angelegt und hierbei eine Offenlegung des Darmbaches 
optional vorgesehen (vgl. Magistratsvorlage 2012/0097 „Parkraumbewirtschaftung östlicher 
Mercksplatz“). Damit ist eine zum Teil offene Bachführung gemäß Variante 1 integrierbar. Im 
Zuge einer Erweiterung des Grünzugs Darmbach-Woog könnte eine offene Bachführung auch 
bei den Variante 2 und 4 verwirklicht werden. 
Lindenhofstraße: 
Die Lindenhofstraße stellt eine Hauptfußroute zwischen der Fußgängerzone und dem Woogs-
viertel dar. Ein Umbau im Bereich zwischen Stadtmauer und Mühlstraße mit Stärkung der 
Fußgänger- und Radfahrersituation ist sinnvoll und stünde im Einklang mit einer offenen Bach-
führung. 
Eine Querungshilfe für Fußgänger und Radfahrer an der Teichhausstraße ist für die Erleb- und 
Nutzbarkeit des Darmbaches wichtig. Die Realisierung kann mit dem Bau des Darmbachd ü-
kers unter der Teichhausstraße verknüpft werden.

- 7 - 
 
Herrngarten: 
Wesentlicher Bestandteil der Maßnahmen des beschlossenen Parkpflegewerks Herrngarten ist 
die Neuordnung von Wegen, um den ursprünglichen Charakter eines offenen Wiesentals wieder 
her zu stellen. 
Bei den Varianten 1, 2 und 4 sind diese Maßnahmen als zwingende Bestandteile der Abkop p-
lung des Darmbaches mit um zu setzen, da die Topographie angepasst und die Wegebrücken 
an der richtigen Stelle hergestellt werden müssen. 
Die hierfür erforderlichen Kosten sind in der Kostenschätzung des Abschnittes Herrngarten 
enthalten. 
Teich im Herrngarten: 
Der Herrngartenteich ist zu sanieren, um ihn besser erlebbar zu machen, die Fontänentechnik 
anpassen zu können und die Wasserverluste zu begrenzen. Bei den Varianten 1, 2 und 4 wird 
er zukünftig von Darmbachwasser durchströmt, was die Wasserqualität des Teichs deutlich 
verbessern wird. Aufgrund des dann natürlichen Teichzuflusses kann eine höhere Versickerung 
von Teichwasser akzeptiert werden. Eventuell kann damit der Aufwand für die Teichabdichtung 
reduziert werden, was in den weiteren Planungen zu prüfen ist. 
 
Bei gleichzeitiger Realisierung eines offenen Bachabschnittes im Herrngarten und der Teichsa-
nierung lassen sich Kosten bei der Planung und beim Bau sparen (Wiederverwendung von B o-
denaushub des Baches für Geländeanpassungen am Teich, gemeinsame Baustelleneinrichtung, 
Einsparungen bei der Teichabdichtung etc.). 
 
Grünzuggestaltung Carl-Schenck-Ring: 
Die offene Bachführung im Abschnitt zwischen „Im Tiefen See“ und Carl-Schenck-Ring ist mit 
der Herstellung des Grünzuges Carl-Schenck-Ring abgestimmt und kann jederzeit umgesetzt 
werden (Varianten 1 und 2). 
 
Beurteilung durch die Obere Wasserbehörde (Regierungspräsidium Darmstadt) 
Seitens der Oberen Wasserbehörde beim Regierungspräsidium Darmstadt sind über die Grün-
gestaltung hinaus die Darmbachabschnitte auf Genehmigung untersucht worden und als ge-
nehmigungsfähig beurteilt worden. Das Regierungspräsidium Darmstadt hatte nach der Einlei-
tung eines Anhörungsverfahrens zur Anordnung der Darmbachabkopplung mit Schreiben vom 
07. März 2008 festgestellt: 
 „Im Ergebnis komme ich zu dem Schluss, dass eine Anordnung der Darmbach-Abtrennung nach 
den inzwischen vorliegenden Erkenntnissen unverhältnismäßig wäre und deshalb nicht getroffen 
werden kann. 
Damit bleibt die Realisierung des Projektes Darmbach-Abtrennung bzw. Offenlegung der kom-
munalen Gestaltungsfreiheit der Wissenschaftsstadt Darmstadt im Rahmen ihrer eigenen Priorit ä-
ten und Finanzierungsmöglichkeiten überlassen.“ 
Auch ohne eine Möglichkeit für eine fachbehördliche Anordnung der Maßnahme zu sehen, wu r-
de und wird die Abkopplung von Darmbach und Meiereibach von der Oberen Wasserbehörde 
beim Regierungspräsidium Darmstadt grundsätzlich begrüßt, da sich dadurch Fremdwasserz u-
fluss zum Zentralklärwerk Darmstadt vermeiden lässt.

- 8 - 
 
Zu 2.: Grünraumgestaltung und Trassenfestlegung 
Als Kriterien zur Gestaltung der Grünräume und Trassenfestlegung des Darmbachs werden 
berücksichtigt: 
 Einsparungen: 
Maßgebend sind die in „Erreichbare Einsparungen“ zusammengefassten Investitionsko s-
ten und „Betrieblichen Einsparungen“ (s.o.). 
Daneben sind auch Kosteneffekte durch Verknüpfung von Maßnahmen zu berücksichti-
gen, wenn z.B. sowieso Änderungen in Straßen oder Grünanlagen anstehen. Dies trifft auf 
die Neuordnung der Wege im Herrngarten gemäß Parkpflegewerk Herrngarten und die 
Neuanlage des Grünzugs zwischen Im Tiefen See und Carl-Schenck-Ring zu. 
 Stadtgestaltung: 
Durch offene Bachabschnitte können Grünanlagen und Straßenräume aufgewertet we r-
den. Besondere Bedeutung hat dies für wichtige Fußverbindungen und Erholungsräume 
(Grünanlagen). 
 Vermeidung von Nutzungskonflikten: 
Nutzungskonflikte können insbesondere bei offenen Bachabschnitten entstehen, z.B.:  
- Einschränkungen beim Aufenthalt und Spielen oder bei Festen 
- Trennwirkung für Fußgänger und Radfahrer 
- Konkurrenzen mit Straßenbegrünung sowie zu Gehflächen und zu Fahr- oder  
 Abstellflächen von Fahrrädern und Autos 
Eine hohe Zahl von Nutzungskonflikten führt auch zu einer geringeren Akzeptanz bei den 
Anliegern und Nutzenden. 
 Identitätsbildung / Historisch Aspekte: 
Soweit offene Bachabschnitte den früheren Bachverlauf aufnehmen, können sie an die 
Historie anknüpfen, z.B. in den Straßenzügen „Woogsplatz“, „Am Kleinen Woog“, „Große 
Bachgasse“, „Im Tiefen See“ sowie im Herrngarten. 
Besondere Bedeutung haben eine Wiederherstellung des Kleinen Woogs an der Stadt -
mauer sowie die Darmbachführung unter der denkmalgeschützten Eisenbahnbrücke „Am 
Tiefen See“ und im anschließenden historischen Bachbett. 
 Ökologische Aspekte: 
Offene Bachläufe schaffen Lebensräume und tragen zur Artenvielfalt in der Stadt bei. Sie 
verbessern die kleinklimatische Situation. Von besonderer Bedeutung ist hier die Mög-
lichkeit eines Wasseranschlusses für den Herrngartenteich, da damit sowohl der Teich 
aufgewertet und stabilisiert wird als auch der bisherige Trinkwasserbezug zum Füllen und 
Abwassererzeugung beim Ablassen des Teiches vermieden wird.  
 
Da dem Einspareffekt die höchste Bedeutung einzuräumen ist, wird er mit 40 % und die a n-
deren 4 Aspekte jeweils mit 15 % gewichtet. 
Ergänzend wird auch die Bewertung einer Variante 0 – keine Veränderungen ausgewiesen.

- 9 - 
 
Variantenbewertung 
Variante Ein-
sparungen 
Stadt-
gestaltung 
Vermei-
dung von 
Nutzungs-
konflikten 
Identitäts-
bildung 
Ökologie Gewichtete 
Ziel-
erreichung 
Gewichtung 4 1,5 1,5 1,5  1,5 max. 40 
Var. 0 
Keine Änderung 0 0 4 0 0 6 
Var. 1 
Weitgehend offene 
Führung 
2 4 0 4 4 26 
Var. 2 
Offene Führung in 
Grünanlagen, mit 
Einschränkungen 
zur Kostenmini-
mierung und zur 
Verbesserung der 
Verkehrssicherheit 
3 3 1 3 3 27 
Var. 3 
Kürzeste Verroh-
rung ohne Offen-
legungsoptionen 
4 0 4 0 0 22 
Var. 4 
Kürzeste Verroh-
rung mit offener 
Führung Jugend-
stilbad, Altstadt-
anlage und Herrn-
garten 
3 2 3 2 1 24 
Zielerreichung: 
4  sehr gut 3  gut 2  mittel 1  schlecht 0  sehr schlecht 
 
Es wird vorgeschlagen, die Variante mit dem höchsten Zielerreichungsgrad weiterzuverfolgen 
und als Grundlage für die Bürgerinformation und die Entwurfsbearbeitung zu verwenden:  
Variante 2 (weitgehende offene Führung in Grünanlagen, mit Einschränkungen zur Kostenmi-
nimierung und zur Verbesserung der Verkehrssicherheit) 
Die Herstellung der Gesamtmaßnahme wird in 3 Realisierungsabschnitte gegliedert: 
 Realisierungsabschnitt 1: Rudolf-Mueller-Anlage bis Schloss 
Dieser zuerst herzustellende Abschnitt führt das Darmbachwasser bis zur bereits geba u-
ten Darmbachrinne Am Schlossgraben, in der heute lediglich zeitweise Niederschlags-
wasser von den Platzflächen und der Dachentwässerung des Darmstadtiums fließen.  
Am Oberhaupt des bestehenden Darmbach-Dükers unter der Alexanderstraße kann das 
Bachwasser über eine bereits bestehende Rohrverbindung vorübergehend in den Misch-
wasserkanal eingeleitet werden.

- 10 - 
 Realisierungsabschnitt 2: Herrngarten 
Dieser Abschnitt umfasst die offene Führung innerhalb des Herrngartens. Sie schließt an 
die im Karolinenplatz bereits verlegten Bachwasserleitungen an und mündet in den 
Herrngartenteich. Über den bereits heute bestehenden Teichüberlauf in die Mischwasser-
kanalisation kann das Bachwasser vorübergehend abgeleitet werden. 
 Realisierungsabschnitt 3: Herrngartenteich bis Bachwasserkanal Carl-Schenck-Ring 
Dieser zu letzt herzustellende Abschnitt umfasst die Verrohrung zwischen Herrngarten-
teich und Grünzug Im Tiefen See sowie den offenen Bachlauf im Grünzug Im Tiefen See / 
Carl-Schenck-Ring. Sie schließt an das bereits gebaute Anschlussrohr unter dem Carl-
Schenck-Ring an. 
 
Zu 3.: Aufnahme der Freiraumplanung mit Grünzug Im Tiefen See / Carl-Schenck-Ring in den 
Förderantrag „Soziale Stadt Pallaswiesenviertel / Mornewegviertel“ 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat ihr Interesse an einer Aufnahme des Pallaswiesenvie r-
tels / Mornewegviertels in das Städtebauförderprogramm Soziale Stadt bekundet und eine 
Förderzusage für die Entwicklung eines integrierten Handlungskonzeptes erhalten. Ein erster 
Förderantrag für durchzuführende Untersuchungen und Vorbereitungsarbeiten wird zum 
31.03.2015 eingereicht.  
Im Rahmen des Förderprogramms „Soziale Stadt“ beträgt der staatliche Förderanteil (Förde r-
quote) in der Regel 2/3 der förderfähigen Kosten. 
Der Untersuchungsraum der „Sozialen Stadt Pallaswiesenviertel / Mornewegviertel“ umfasst 
auch den Grünzug Im Tiefen See / Carl-Schenck-Ring in seinem gesamten Umfang. In den An-
tragsunterlagen wird im Abschnitt „Ziele / Geplante Lösungsansätze“ u.a. unter Bezugnahme 
auf den Stadtverordnetenbeschluss vom 17.12.2013 (Wiederaufnahme der Planung) die Ma ß-
nahme zur Offenlegung des Darmbachs angeführt. 
In einem der nächsten Schritte ist als Basis für die weiteren Förderanträge der „Sozialen Stadt 
Pallaswiesenviertel / Mornewegviertel“ ein integriertes Handlungskonzept zu erarbeiten.  
Als Maßnahme zur Aufwertung des Grünzuges soll die offene Darmbachführung in dieses auf-
zustellende integrierte Handlungskonzept aufgenommen werden. Eine Förderung soll beantragt 
werden bzw. es wäre ggf. im Falle einer nicht für alle förderfähigen Maßnahmen ausreichenden 
Gesamtfördersumme zu einem späteren Zeitpunkt zwischen konkurrierenden Maßnahmen zu 
entscheiden. 
Bezogen auf die Gesamtkosten dieser offenen Bachabschnitte von ca. 725.000 € und bei B e-
rücksichtigung von eventuellen nichtförderfähigen Anteilen erscheint derzeit eine Förderung 
von etwa 50 % erreichbar. 
 
Zu 4.: Bürgerinformation 
Bereits in der Magistratsvorlage 2013/0243 war die Durchführung einer Bürgerinformation zur 
Weiterentwicklung des Projektes vorgesehen. Grundlage sollte eine aktualisierte Planung sein. 
Nach Magistratsbeschluss zu dieser Vorlage soll diese Bürgerinformation in Form einer Bege-
hung der gewählten Trasse durchgeführt werden. 
Der Grünzug mit offenem Bachabschnitt Im Tiefen See / Carl-Schenck-Ring wird hierauf auf-
bauend im Rahmen der Erarbeitung des Intergrierten Handlungskonzeptes für die „Soziale 
Stadt Pallaswiesenviertel / Mornewegviertel“ in einer gesonderten Bürgerbeteiligung als Ma ß-
nahme des Förderprogramms vorgestellt.

- 11 - 
 
Zu 5: Wasserrechtsverfahren mit vorgezogener Bürgerbeteiligung 
Zur Neukonzipierung und Abkoppelung des Darmbachs vom Kanalnetz sind Wasserrechtsver-
fahren zur Schaffung bzw. Änderung eines Gewässers nach Hessischem Wassergesetz erforde r-
lich. 
Als Grundlage hierfür sind zunächst die Planungen bis zur Entwurfsreife zu konkretisieren. 
Dabei sind für die offenen Bachabschnitte Maßnahmen zur Unfallsicherheit unter Beachtung 
des Verhältnisses von Aufwand, Sicherheit und Nutzen zu prüfen. 
Die Planungen sollen als vorgezogene Bürgerbeteiligung im Rahmen des Wasserrechtsverfa h-
rens vor- und zur Diskussion gestellt werden. Anregungen und Hinweise können dann noch vor 
der anschließenden Beschlussfassung von Bauvorlagen eingearbeitet werden. 
In den folgenden Wasserrechtsverfahren werden die Planungen vom Regierungspräsidium 
Darmstadt als Planfeststellungsbehörde öffentlich ausgelegt und die eingehenden Hinweise, 
Anregungen und Stellungnahmen nach eventuellen Erörterungsterminen gewürdigt. 
Nach Auskunft des Regierungspräsidiums Darmstadt werden in der Regel Planfeststellungsve r-
fahren erforderlich sein, insbesondere für offene Bachabschnitte. Soweit aus der vorgezogenen 
Bürgerbeteiligung erkennbar ist, dass nur wenige Verfahrensbeiträge aus der Bürgerschaft zu 
erwarten sind, kommen allerdings auch vereinfachende Plangenehmigungsverfahren in B e-
tracht. Dies ist allerdings nur für verrohrte Bachabschnitte anzunehmen und für offene Bach-
abschnitte auszuschließen.  
Nach Festlegung der städtischen Gremien auf eine Trassenführung eröffnet sich die Möglic h-
keit, einzelne Teilabschnitte zu optimieren und in getrennten Wasserrechtsverfahren zu behan-
deln. 
 
Vorrangig sind die Realisierungsabschnitte 1 und 2 sowie der offene Abschnitt im Grünzug Im 
Tiefen See / Carl-Schenck-Ring zu beplanen. Mit den Realisierungsabschnitten 1 und 2 sollen 
sinnvolle Zwischenausbauzustände erreicht und eine optimierte Sanierung des Herrngarte n-
teichs sichergestellt werden, Der offene Abschnitt im Grünzug Im Tiefen See / Carl-Schenck-
Ring ist für die Abstimmung mit der „Sozialen Stadt Pallaswiesenviertel / Mornewegviertel“ 
erforderlich. 
Im Jahr 2015 soll über die Optimierungsmöglichkeiten der gewählten Trasse mit sinnvollen 
und nachhaltigen Bausteinen entschieden werden. Die Planung soll dann im Genehmigungsver-
fahren überprüft und ausgereift werden, so dass 2016 über eine konkrete Realisierung und die 
Bereitstellung von Haushaltsmitteln entschieden werden kann. 
 
Zu 6.: Intensivierung der Planung zur Renaturierung des Darmbaches zwischen Breslauer 
Platz und Großem Woog 
Vor dem Hintergrund der Planungen für einen Ostparkweg und für die angestrebte Landesga r-
tenschau 2022 sind die Planungen zur Renaturierung des Darmbaches in diesem Bereich zu 
intensivieren. 
Breslauer Platz: 
Am Breslauer Platz ist der Darmbach derzeit in ein betoniertes Gerinne eingezwängt. Durch 
Nutzung von heute nicht mehr benötigten Verkehrsflächen besteht hier die Möglichkeit, den 
Bach wieder naturnaher und besser erlebbar zu gestalten.

- 12 - 
TSG-Gelände: 
Zwischen Botanischem Garten und dem Froschweg verläuft der Darmbach innerhalb des TSG -
Geländes in einem befestigten Bachbett. Die Renaturierungsüberlegungen sehen auf einer 
Brachfläche im Osten des TSG-Geländes eine weitgehende Renaturierung des Baches sowie im 
weiteren Verlauf das teilweise Entfernen von Uferverbau und die Aufhebung des geradlinigen 
Verlaufs vor. Der geplante Ostparkweg soll nahe des Baches entlang geführt werden und den 
Bach wieder erlebbar werden lassen.  
Mündungsbereich in den Großen Woog: 
Nach Planungen des Eigenbetriebs Bäder werden die kleinen Sedimentationsbecken kurz vor 
der Mündung in den Großen Woog durch eine Vorsperre ersetzt, in der sowohl Sediment z u-
rückgehalten als auch bei Bedarf Phosphor eliminiert werden kann. Der Sedimentrückhalt ist 
erforderlich, um die Verschlammung des Woogs zu begrenzen. Die Elimination des Phosphors 
ist insbesondere bei Regenwetterzufluss sinnvoll, um die Nährstoffsituation im Großen Woog 
zu verschlechtern. Diese Maßnahme wird wesentlich der sonst weiterhin drohenden Massen-
entwicklung von Algen entgegen wirken. 
Näheres ist in Magistratsvorlage 2013/0193 „Großer Woog: Maßnahmen zu Sicherung der 
Wasserqualität“ beschrieben. 
 
Zu 7.: Prüfung des Vorschlags Bürgerhaushalt Nr. 568 
Für den Darmstädter Bürgerhaushalt 2014 wurde folgender Vorschlag Nr. 568 eingebracht:  
 „Ein offen fließender Darmbach – eine Chance für Darmstadt ! 
Eine Abkopplung des sauberen Meierei- und Darmbachwassers von der Kanalisation rechnet 
sich. Nun bedarf es eines von politischem Mut geprägten Beschluss der Stadtverordneten, der 
unsere Stadt aufwertet, ohne künftig den städtischen Haushalt zu belasten. 
Umfassende Stadtgestaltung und Aufwertung von Frei- und Straßenräumen – vom Woog bis zum 
Herrngarten und der Grünanalage Helfmann-/Jakobistraße bis hinter die Kläranlage – sind der 
Gewinn. Wir erhalten einen mehr als zwei Kilometer offen durch unsere Stadt fließen den Darm-
Stadtbach, sowie offene Bachabschnitte, die an historische Bezüge anknüpfen: In den Straße n-
zügen „Am Kleinen Woog“, „Woogsplatz“, „Große Bachgasse“ – im Herrngarten, ursprünglich 
als Englischer Garten mit Fließgewässern angelegt, und „Im Tiefen See“ mit denkmalgeschüt z-
ter (hier Textende) 
Der Vorschlag erhielt 162 Ja-Stimmen und 37 Nein-Stimmen. 
Mit dem obigen Bericht und der Beschlussempfehlung wird die Prüfung dieses Vorschlages 
abgeschlossen. 
 
 
Darmstadt, 20.05.2015 
III-66/2 K2303-Ry 
 
Der Dezernent I                               Der Dezernent II  Die Dezernentin III 
 
 
 
 
Jochen Partsch                              Rafael Reißer  Cornelia Zuschke 
Oberbürgermeister                         Bürgermeister  Stadträtin

- 13 - 
 
Der Dezernent IV  Die Dezernentin V 
 
 
 
 
André Schellenberg  Barbara Akdeniz 
Stadtkämmerer  Stadträtin

anlage 1

649 Zeichen

Anlage 1 
 
Naturschutzbeirat bei der unteren Naturschutzbehörde der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
19. Sitzung des 8. Naturschutzbeirates am 20.03.2014 
 
Protokollauszug: 
 
„Die Beiratsmitglieder diskutieren anschließend zum Thema Darmbach. 
 
Herr Cezanne hält fest, dass der Magistratsbeschluss von 2008 bekräftigt werden soll und dass der 
Beirat die Offenlegung des Darmbachs fordert. 
 
Er stellt die Forderung zur Abstimmung: 
bei zwei Enthaltungen und ohne Gegenstimme wird der Vorschlag angenommen.“ 
 
 
 
Zur Erläuterung: Mit Magistratsbeschluss von 2008 ist die bis zum Planungsstopp (Beschluss Sept. 
2009) entwickelte Planung gemeint.

anlage 4

825 Zeichen

Anlage 4 
Kapitalkosten 
Zinssatz - i 3,5% 
Offener Bachlauf Verrohrter Bachlauf 
Nutzungsdauer - n 30 80 
Kapitalwiedergewinnungsfaktor - K i 5,44% 3,74% 
Die Nutzungsdauer entspricht den Ansätzen der Vermögensbewertung Wissenschaftsstadt Darmstadt. 
„Tabelle der Abschreibungsgrenzen im Anlagenvermögen der Kernverwaltung“, Stadt Darmstadt, Juli 2012 
Ki = i x (1 + i) n / ((1 + i) n - 1) 
Offene Bachläufe Verrohrte Bachläufe Gesamt 
Investition Kapitaldienst Investition Kapitaldienst Inv estition Kapitaldienst 
Variante 1 4.397.000 € 239.071 € 3.792.000 € 141.763 € 8 .189.000 € 380.834 € 
Variante 2 2.487.000 € 135.222 € 4.485.000 € 167.671 € 6 .972.000 € 302.893 € 
Variante 3 182.000 € 9.896 € 5.098.000 € 190.588 € 5.280 .000 € 200.484 € 
Variante 4 1.762.000 € 95.802 € 5.602.000 € 209.430 € 7.364.000 € 305.232 €

anlage 3

3002 Zeichen

Anlage 3: Abkopplungsvarianten mit abschnittsdifferenzierten Investitionskosten 
Variante 1 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abschnitt/Baulos  offen/verrohrt  Kosten in T €  
Rudolf -Mueller -Anlage bis Woogsplatz (Los 1 und 2)  offen  1.962  
Querun g Teichhausstraße  verrohrt  100  
Woogsplatz bis Justus -Liebig -Haus (Los 3)  offen  352  
Justus -Liebig -Haus bis Landgraf -Georg -Straße (Los 4)  verrohrt  342  
Landgraf -Georg -Straße bis Karolinenplatz (Los 5)  offen/verrohrt  realisiert  
Theaterwiese bis Herrngarten teich (Los 6)  offen  1.358  
Herrngartenteich bis Helfmannstraße (Los 7)  verrohrt  3.290  
Helfmannstraße bis Bachwasserkanal (Los 8 und 9)  offen  725  
Querung Im Tiefen See  verrohrt  60  
   
Gesamtkosten   8.189  
Variante 1  
Weitgehend offene 
Führung

- 2 - 
Anlage 3: Abkopplungsvarianten mit abschnittsdifferenzierten Investitionskosten 
Variante 2 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abschnitt/Baulos offen/verrohrt  Kosten in T €  
Rudolf -Mueller -Anlage bis Mercksplatz  offen  182  
Mercksplatz bis Rampe Jugendstilbad  
Kaplaneigasse bis Landgraf-Georg-Straße 
verrohrt  1.135  
Rampe Jugendstilbad bis Kaplaneigasse 
(Altstadtanlage) 
offen  222  
Landgraf -Georg -Straße bis Karolinenplatz (Los 5)  offen/verrohrt  realisiert  
Theaterwiese bis Herrngartenteich (Los 6)  offen  1.358  
Herrngartenteich bis Helfmannstraße ( Los 7)  verrohrt  3.290  
Helfmannstraße bis Bachwasserkanal (Los 8 und 9)  offen  725  
Querung Im Tiefen See  verrohrt  60  
   
Gesamtkosten   6.972  
Variante 2  
Weitgehend offene 
Führung in Grünanlagen

- 3 - 
Anlage 3: Abkopplungsvarianten mit abschnittsdifferenzierten Investitionskosten 
Variante 3 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abschnitt/Baulos  offen/verrohrt  Kosten in T €  
Rudolf -Mueller -Anlage bis Mercksplatz  offen  182  
Mercksplatz bis Schlossgraben / Landgraf -Georg -Str.  
Theaterwiese bis Bachwasserkanal 
Verrohrt  5.098  
Landgraf -Georg -Straße bis Karol inenplatz (Los 5)  offen/verrohrt  realisiert  
   
Gesamtkosten   5.280  
 
Variante 3  
Kürzeste Verrohrung ohne 
Offenlegungsoptionen

- 4 - 
Anlage 3: Abkopplungsvarianten mit abschnittsdifferenzierten Investitionskosten 
Variante 4 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abschnitt/Baulos offen/verrohrt  Kosten in T €  
Rudolf -Mueller -Anlage bis Mercksplat z (neu)  offen  182  
Mercksplatz bis Rampe Jugendstilbad  
Kaplaneigasse bis Landgraf-Georg-Straße 
verrohrt  1.135  
Rampe Jugendstilbad bis Kaplaneigasse 
(Altstadtanlage) 
offen  222  
Landgraf -Georg -Straße bis Karolinenplatz (Los 5)  offen/verrohrt  realisiert  
The aterwiese bis Herrngartenteich (Los 6)  offen  1.358  
Herrngartenteich bis Bachwasserkanal (neu)  verrohrt  4.304  
   
Gesamtkosten   7.201  
 
Variante 4  
Kürzeste Verrohrung 
mit offener Führung 
Jugendstilbad, 
Altstadtanlage und 
Herr ngarten

anlage 2

1831 Zeichen

Anlage 2 
 
Votum des Agenda- Beirats der Wissenschaftsstadt Darmstadt zur Darmbachoffenlegung an 
Magistrat und Stadtverordnetenversammlung (Beschluss des Agenda-Beirates vom 
12.11.2014) 
 
 
Protokollauszug: 
 
„Ein Entwurf für ein Votum des Beirats zur Offenlegung des Darmbachs ist vorab versandt 
worden. Jutta Habermann, Vorstand von Darmbach e.V., hatte das Thema in der letzten 
Sitzung vorgetragen. Das Votum wird einstimmig bei drei Enthaltungen angenommen. Herr 
Fürst sagt zu das Votum bereits in die am nächsten Wochenende anstehende Haushaltsklausur 
der Koalition einzubringen.“ 
 
 
Votumstext: 
 
„Votum des Agenda- Beirat der Wissenschaftsstadt Darmstadt zur Darmbachoffenlegung an 
Magistrat und Stadtverordnetenversammlung 
(Beschluss des Agenda-Beirates vom 12.11.2014) 
 
Der Agenda-Beirat begrüßt den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 17.12.2013, 
die Planungen zur Abkopplung des Darmbachs vom Kanalnetz und seine Offenlage wieder 
aufzunehmen. 
 
Die Offenlegung unseres Stadtbachs ist ein Leitprojekt der Lokalen Agenda21. 
Die Themengruppe "Wasser in der Stadt" gab 1999 den Anstoß und begleitete die Planungen 
bis ins Jahr 2008. Ab November 2008 arbeitet der aus der Agenda21-Themengruppe 
hervorgegangene Verein Darmbach e.V. für die Offenlegung des Darmbachs. 
 
Bis ins Jahr 2009 wurde unter Federführung der Stadtverwaltung mit bürgerschaftlicher 
Beteiligung und Einbeziehung von Vereinen und Parteienvertretern das Projekt entwickelt und 
geplant. Erarbeitet wurde ein Streckenverlauf, der Stadtgestaltung, historische Bezüge und 
ökologische Aspekte beinhaltet. 
 
Diese sogenannte „Ausgangsplanung 2009“ (Variante 1) wird vom Agenda-Beirat als 
anzustrebende Variante zur Beschlussfassung durch Magistrat und 
Stadtverordnetenversammlung empfohlen. 
 
Darmstadt, 12. November 2014“

Beratungsverlauf (5)

TOP 7
TOP 8
TOP 5
TOP 5
TOP 277

Orte (20)

  • Landgraf-Georg-Straße
  • Lindenhofstraße
  • Stiftstraße
  • Große Bachgasse
  • Teichhausstraße
  • Alexanderstraße
  • Helfmannstraße
  • Kaplaneigasse
  • Carl-Schenck-Ring
  • Breslauer Platz
  • Woogsplatz
  • Schlossgraben
  • Karolinenplatz
  • Froschweg
  • Am Kleinen Woog
  • Pallaswiesenstraße
  • Büdinger Straße
  • Frankfurter Straße
  • Im Tiefen See
  • Mühlstraße

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
2015/0154
Typ
Magistratsvorlage
Datum
20.05.2015
Erstellt
29.09.2026 00:00