SV-2026/0016
Dringlichkeitsantrag des Stadtv. Pingel (fraktionslos) vom 17. Februar 2026 betr. Besucherzentrum
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SV-2026/0016
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Vorlage-Nr. SV-2026/0016 Dringlichkeitsantrag des Stadtv. Pingel (fraktionslos) vom 17. Februar 2026 betr. Besucherzentrum Mario Pingel stavo.pingel@online.de Stadtverordneter - fraktionslos Tel: 015 2279 2279 0 Büro der Stadtverordnetenversammlung der Wissenschaftsstadt Darmstadt Luisenplatz 5a 64283 Darmstadt Dringlichkeitsantrag: Das Besucherzentrum alskulturelles Herzstück der Mathildenhöhe – Synergienmaximieren, Umwelt schonen Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: 1. Der Magistrat wird angewiesen, die aktuellen Baumaßnahmen am Besucher- und Informationszentrum auf der Mathildenhöhe vorerst zu unterbrechen (Moratorium),um eine qualitätssichernde Überarbeitung der Planung mit dem Ziel einer Befriedung der städtischen Kontroverse vorzunehmen. 2. Das Raum- und Nutzungskonzept ist unter Einbeziehung der lokalen Kulturszene, insbesondere aber des Osthang e.V. so weiterzuentwickeln, dass eine multifunktionale Nutzung entsteht. Ziel ist die Verzahnung von touristischer Infrastruktur (Informationszentrum) mit Flächen für die freie Kulturwirtschaft (Kulturzentrum). 3. Die Neuplanung verfolgt das Ziel, das Bauvorhaben konsequent als Green Building zu realisieren, wobei der Schutz des wertvollen Baumbestands oberste Priorität genießt. Ein minimalinvasiver baulicher Eingriff in den Boden schont nicht nur das Wurzelwerk und den Wasserhaushalt im Sinne des Schwammstadt-Prinzips, sondern vermeidet auch unkalkulierbare ökologische Folgekosten. Durch den Einsatz zirkulärer Baustoffe und ein multifunktionales Nutzungskonzept – unter Einbindung des Osthang e.V. und lokaler Kulturschaffender – schaffen wir eine Lösung, die ökologische Vernunft mit strikter fiskalischer Disziplin vereint. 4. Der Magistrat wird beauftragt, ein Finanzierungskonzept vorzulegen, das aufzeigt, wie durch die kulturelle Einbindung lokaler, regionaler und internationaler Akteure und eine flexiblere Flächennutzung die langfristigen Betriebskosten gesenkt und die Attraktivität für internationale Gäste gesteigert werden kann. Die Nutzung für regionale Kulturschaffende soll auch für eingeschränkte finanzielle Möglichkeiten abbildbar sein. Begründung der Dringlichkeitsrelevanz Die Dringlichkeit ergibt sich aus der Notwendigkeit, Fehlsteuerungen zu vermeiden, bevor durch die fortschreitenden Rohdungs- und Bauarbeiten Tatsachen geschaffen werden, die weder ökologisch noch ökonomisch revidierbar sind. Ein kurzes Innehalten zur Qualitätssicherung verhindert langfristige Folgekosten und sichert die Akzeptanz des Projekts in der Stadtgesellschaft. 2 Inhaltliche Begründung Ein Projekt von der Tragweite des Welterbes Mathildenhöhe erfordert einen Ansatz, der ökologische Nachhaltigkeit, kulturelle Relevanz und ökonomische Vernunft vereint. 1. Wirtschaftlichkeit und Synergie: Ein reiner Verwaltungsbau ist in der heutigen Zeit nicht mehr zeitgemäß. Durch die Integration von Kulturschaffenden schaffen wir ein lebendiges Quartier, das die Aufenthaltsdauer von Touristen verlängert und somit die lokale Wertschöpfung erhöht. Multifunktionale Räume reduzieren zudem den Bedarf an teuren, separaten Neubauten an anderer Stelle. 2. Kulturelle Identität und Partizipation: Die Mathildenhöhe lebt von der Kunst. Es wäre ein historisches Versäumnis, an diesem Ort zu bauen, ohne die lokale Szene einzubinden.Die Kooperation mit dem Osthang e.V. sichert, dass das Zentrum organisch aus der Darmstädter Identität herauswächst und nicht als Fremdkörper wahrgenommen wird. 3. Ökologische Verantwortung: In Zeiten des Klimawandels muss jedes städtische Großprojekt Vorbildcharakter haben. Eine Optimierung der Planung bietet die Chance, die Versiegelung zu reduzieren und den wertvollen Baumbestand konsequenter zu schützen. Wir fordern eine "Low - Impact"-Architektur, die zeigt, dass Darmstadt Welterbeschutz und Umweltschutz als Einheit begreift. Ein “Green-Building” ist da eine Option. Fazit: Wir rufen alle Fraktionen und Abgeordneten dazu auf, diesen Moment des Innehaltens zu nutzen. Wir alle haben die historische Chance, aus einem trennenden Streitobjekt ein gemeinsames Vorzeigeprojekt zu machen, das zeigt: Darmstadt kann das Welterbe modern, ökologisch und unter Einbeziehung seiner Bürgerinnen und Bürger gemeinsam gestalten. Lassen Sie uns die Kontroverse nicht aussitzen, sondern durch eine bessere Planung auflösen.
Beratungsverlauf (1)
Orte (1)
- Luisenplatz 5a
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Details
- Vorlagen-Nr.
- SV-2026/0016
- Typ
- Antrag
- Datum
- 17.02.2026
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00