1471/2024
Jahresbericht 2023 zum Hitzeaktionsplan Köln
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Mitteilung Ausschuss
924 Zeichen
Dezernat, Dienststelle VIII/57/574 Vorlagen-Nummer 04.06.2024 1471/2024 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Gesundheitsausschuss 11.06.2024 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 13.06.2024 Jahresbericht 2023 zum Hitzeaktionsplan Köln Der Rat der Stadt Köln hat am 08.12.2022 die Fortführung der Hitzeaktionsplanung beschlossen (Vorlage 2388/2022). Der „Hitzeaktionsplan für Menschen im Alter für die Stadt Köln“ (Laufzeit: 01.2019 bis 06.2022) ist daraufhin im Jahr 2023 aus der Pro- jektphase in die Verstetigung übergegangen. Sie ist in das Verwaltungshandeln inte- griert und auf weitere vulnerable Gruppen ausgeweitet worden. Die Verwaltung wurde beauftragt, jährlich über die Umsetzung der Maßnahmen zu be- richten. Die Ergebnisse der Hitzeaktionsplanung aus dem Jahr 2023 sind in dem bei- gefügten Jahresbericht dokumentiert. Dieser wird hiermit zur Kenntnisnahme vorge- legt. Gez. Wolfgramm
SK_213_24_Jahresbericht_Hitzeaktionsplan Köln 2023_ Endversion Doppelseitig - 280524
43877 Zeichen
Hitzeaktionsplan Köln
Vom Forschungsprojekt
in die Verstetigung
Jahresbericht 2023
3
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung ............................................................................................................................... 4
2.
Arbeitsstruktur
.....................................................................................................................
5
3.
Maßnahmenübersicht
..................................................................................
........................
7
4. Berich
t aus dem Jahr 2023
.................................................................................................
18
4.1
I
nformation und Kommunikation
...........................................................................................
18
4.1.1 D
as Kölner Hitze-Portal und die Interaktive Karte „Kühle Orte“
...........................
18
4.1.2 S
tadtweite Informationsmedien
..................................................................................
20
4.1.3 I
nformationsstände auf Kölner Wochenmärkten
.....................................................
22
4.2
Besonder
e Beachtung von Risikogruppen..........................................................................
24
4.2.1 H
itzetelefon
......................................................................................................................
24
4.2.2 D
ie Informationsbroschüre „Der Hitzeknigge“
.........................................................
24
4.2.3 I
nformationsmaterial für Kinder und Ihre Eltern
......................................................
25
4.2.4 H
itzespaziergänge
..........................................................................................................
26
4.3.1
Vor Ort-Schulungen in Einrichtungen der stationären Altenpflege
.....................
27
4.3.2 Be
fragung zum Hitzeschutz in Kindertagesstätten
................................................
28
5. Ausblick auf das Jahr 2024
.................................................................................................
32
Abkürzungsverzeichnis
...........................................................................................................
33
Autor*innen
Stadt Köln
Umwelt- und Verbraucherschutzamt
Bianka Schiefer, Yvonne Wieczorrek
Stadt Köln
Gesundheitsamt
Dr. Barbara Grüne, Claudia Goeke
Mitwirkende
Marita Hey
Silvia Birkenstock
Mit freundlicher Unterstützung von
GeoHealth Centre, IHPH, Universitätsklinikum Bonn
Institut für Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum Köln
LZG. NRW Landeszentrum Gesundheit NRW
Stadt Köln – Amt für Soziales, Arbeit und Senioren
Stadt Köln – Amt für Kinder, Jugend und Familie
4 5
1. Einleitung 2. Arbeitsstruktur
Als gemeinsame Arbeitsstruktur wurde im Frühjahr 2023 der „Runde Tisch Hitzeaktions-
planung“
ins Leben gerufen. Dieser Schritt zielte darauf ab, bereits entwickelte Maßnahmen
zu koordinieren, zusätzliche Aktionen zu planen und konkrete Aufgaben zu verteilen.
Die Einbindung der Fachdienststellen in die Maßnahmenentwicklung gewährleistet die
Umsetzung der Ergebnisse im Rahmen der originären Aufgabenwahrnehmung.
Zusätzlich findet regelmäßig ein bilateraler fachlicher Austausch mit den maßgeblichen
internen und externen Akteuren statt. Besonders hervorzuheben ist die enge Zusammen-
arbeit zwischen dem Umwelt- und Verbraucherschutzamt, Abteilung Umweltplanung und
-vorsorge und dem Gesundheitsamt, Abteilung Infektions- und Umwelthygiene, Sachgebiet
Medizinische Krisenprävention.
Der Rat der Stadt Köln hat am 08.12.2022 die Verstetigung und Fortführung der Hitze-
aktionsplanung beschlossen (Vorlage 2388/2022). Der „Hitzeaktionsplan für Menschen
im Alter für die Stadt Köln“ (Laufzeit: 01.2019 bis 06.2022) ist daraufhin im Jahr 2023 aus
der Projektphase in die Verstetigung übergegangen und die Hitzeaktionsplanung wurde
dauerha
ft in das Verwaltungshandeln integriert.
Basierend auf den Ergebnissen des Forschungsprojekts, welches sämtliche Präventions-
ebenen für das Wohlergehen älterer Menschen umfasst, strebt der Kölner Hitzeaktionsplan
danach, weitere vulnerable Gruppen anzusprechen und ihre Bedürfnisse bei der Planung
zukünftiger Maßnahmen zu berücksichtigen. Langfristig ist die Ausweitung des Hitze-
aktionsplans auf die gesamte Bevölkerung der Stadt Köln geplant, insbesondere vor dem
Hintergrund der zunehmenden Hitzeereignisse und den Folgen des Klimawandels. Zur
Erfüllung dieser Aufgaben, wurde der „Runde Tisch Hitzeaktionsplanung“ als dauerhafte
Arbeitsplattform eingerichtet. Hier treffen sich Vertreter*innen aus der Verwaltung, dem
Gesundheitswesen sowie Repräsentanten der Zielgruppen bis zu drei Mal im Jahr, um die
erforderlichen Maßnahmen zu entwickeln, zu planen, umzusetzen und zu evaluieren.
Köln zählt zu den Vorreitern unter den deutschen Städten, die
einen Hitzeaktionsplan
spe
ziell für ältere Menschen entwickelt
und bereits erste Schritte zur Umsetzung unternommen haben.
Die gewonnenen Erkenntnisse werden fortlaufend dokumentiert
und mit anderen interessierten Kommunen bundesweit geteilt.
Der vorliegende Jahresbericht informiert über den aktuellen Sachstand der Kölner
H
itzeaktionsplanung sowie die durchgeführten Maßnahmen und Aktionen im Jahr 2023.
Zudem bietet er einen kurzen Ausblick auf das kommende Jahr 2024.
7
6
In 2023 fanden vier Sitzungen des „Runden Tisches Hitzeaktionsplanung“ statt. Teilgenommen
haben Vertreter*innen der Stadtverwaltung (Amt für Soziales, Arbeit und Senioren, Amt für
Kinder, Jugend und Familie, Gesundheitsamt, Umwelt- und
V
erbraucherschutzamt, Berufs-
feuerwehr Köln), des Gesundheitswesens (GeoHealth Centre am Institut für Hygiene und
Öffentliche Gesundheit des Universitätsklinikums Bonn, Institut für
Allgemeinmedizin der
U
niklinik Köln, KlimaDocs, Landeszentrum Gesundheit NRW) sowie der Zielgruppen
(Seniorenvertretung Köln-Ehrenfeld, LIGA Wohlfahrt Köln).
Der Fokus lag zunächst weiterhin auf der vulnerablen Gruppe älterer Menschen, insbesondere
auf der Erreichbarkeit von Alleinlebenden. Es wurden bestehende Maß
nahmen auf
gegriffen
und fortgeführt sowie zusätzliche Maßnahmen etabliert. Darüber hinaus wurden erste Über-
legungen zu Maßnahmen für weitere vulnerable Gruppen getroffen.
3. Maßnahmenübersicht
Im Kontext des Förderprojekts „Hitzeaktionsplan für Menschen im Alter für die Stadt Köln“
wurde ein umfassender Maßnahmenkatalog erstellt (siehe Endbericht Seiten 170 bis 217). Die
darin aufgeführten Maßnahmen werden fortlaufend umgesetzt, was eine stetige Anpassung
und Aktualisierung der Beschreibung der Maßnahmen zur Folge hat. Mit dem Hinzukommen
weiterer Zielgruppen werden auch zusätzliche Maßnahmen entwickelt und implementiert.
Die vorliegende Tabelle bietet einen Überblick über den aktuellen Stand der Umsetzung
der Maßnahmen im Jahr 2023. Die Strukturierung der Maßnahmen wurde dabei aus dem
E
ndbericht des Kölner Förderprojekts übernommen und nach den 8 Kernelemente der
WHO gegliedert. Neu hinzugekommene Maßnahmen im Jahr 2023 sind entsprechend
mit einem Stern (*) gekennzeichnet. Der Status der einzelnen Maßnahmen wird durch
Farbcodes angezeigt: „erfolgreich etabliert“ (grün), „in Vorbereitung/in Bearbeitung“
(gelb) und „ausstehend/offen“ (weiß). Unter der Rubrik „Bemerkung“ findet sich eine kurze
Zusammenfassung.
8
9
Legende:
erfolgreich etabliert in Vorbereitung/in Bearbeitung ausstehend/offen
Kernelement I:
Zentrale Koordinierung und interdisziplinäre Zusammenarbeit
Kategorie Maßnahme Status Bemerkungen
KE 1.1 KlimaAnpassungsManagement
(KAM)
Durch den Ratsbeschluss am 15.06.2023
(2352/2022 „Bestandsaufnahme und
S
trategie zur Integrierten Klimafolgen
-
anpassung“
) wurde die Grundlage geschaffen,
Klimawandel als breite Querschnittsaufgabe in
der
Verwaltung zu verankern.
Ziele sind die Vernetzung in der Maßnahmen-
umsetzung, eine
V
erknüpfung mit Stadt-
s
trategien und das Erarbeiten von Prioritäten.
Die Beratung anderer Dienststellen bei
Klimawandelanpassungsthemen und zu
Fördermittelfragen gehören zum Leistungs-
spektrum des KAM.
Insbesondere stellt die Koordinations
s
telle
„Klimawandel
AnpassungsManagement (KAM)“
beim Umwelt- und Verbraucher schutzam
t das
effiziente
Z
usammenspiel der unterschied-
lichen Aufgabenbereiche und -schwerpunkte,
die interne und externe
K
ommunikation, die
Fortschreibung von bereits laufenden sowie
die Identifikation von
w
eiteren Klimaan
-
passungs- und So
fortmaßnahmen sicher.
Hierzu gehört auch die
k
ontinuierliche
W
eiterentwicklung der Hitzeaktionsplanung.
KE 1.2 Trisektorale Vernetzung Ziel der trisektoralen Vernetzung ist die
Zusammenarbeit und
I
nformation der Kölner
Akteur*innen. Somit findet vorbereitend für
den Sommer ein regelmäßiger
A
ustausch mit
lokalen Netzwerk
tr
effen statt. Am Ende des
Jahres werden alle Interessierten Akteur*in-
nen mit einem Rundbrief zum Sachstand des
Kölner Hitzeaktionsplans informiert.
Kategorie Maßnahme Status Bemerkungen
KE 1.3 Interkommunale Vernetzung Der im Rahmen des Projektes „Hitzeaktions-
plan für Menschen im Alter für die Stadt Köln“
initiierte bundesweite Städtedialog findet
jährlich statt. Der Städtedialog 2023 wurde
im Rahmen des Projekts Plan°C gemeinsam
von den Städten Düsseldorf und Karlsruhe im
November durchgeführt.
Weitere Vorträge zum Kölner Hitzeaktions-
plan wurden im Laufe des Jahres auf unter-
schiedlichen
V
eranstaltungen einem breiten
(Fach-) Publikum auf Landes- und Bundes-
ebene vorgestellt.
*KE 1.4 Runder Tisch Hitzeaktionsplanung Ziel des Runden Tisches
H
itze
aktionsplanung
ist es, die
be
teiligten Akteure zu vernetzen
und eine gemeinsame Arbeitsplattform zu
scha
ffen. Im Jahr 2023 traf sich das neu ein-
gerichtete Arbeitsgremium insgesamt vier Mal.
Drei dieser
T
reffen wurden im Frühjahr abge-
halten, um auf den Sommer vorzubereiten,
während das vierte Treffen im Herbst stattfand,
um durchgeführte Maßnahmen zu evaluieren.
Kernelement II: Nutzung eines Hitzewarnsystems
Kategorie Maßnahme Status Bemerkungen
KE 2.1 Verbreitung des DWD-Newsletters
„Hitzewarnung“ und „UV-Warnung“
Der DWD-Newsletter wird über verschiedene
Kanäle wie beispielsweise auf dem Kölner
Hitzeportal, im Hitzeknigge oder auf Bürger-
veranstaltungen beworben, erklärt und zum
Download zur Verfügung gestellt.
KE 2.2 Verbreitung der App Luftwarnung
(UBA) für erhöhte bodennahe
Ozonwerte
Die App-Luftwarnung des UBA wird über
verschiedene Kanäle wie beispielsweise auf
dem Kölner Hitzeportal oder auf Bürger
-
v
eranstaltungen angeworben und zum
Download zur Verfügung gestellt.
KE 2.3 Stadtweite Verbreitung der
H
itzewarnung des DWD
Die Hitzewarnung des DWD erscheint
aut
omatisiert auf dem Internetportal der
Stadt Köln und verweist auf das Kölner
H
itzeportal zur weiteren Information.
10
11
Kernelement III: Information und Kommunikation
Kategorie Maßnahme Status Bemerkungen
KE 3.1 Interaktive Erfrischungskarte Auf dem Hitzeportal steht eine interaktive
Karte „Kühle Orte in Köln“ zur Verfügung.
Hier haben Bürger*innen die Möglichkeit,
ihre schattigen Plätze und Abkühlungs
-
möglichk
eiten in eine digitale Karte ein-
zutragen und sie allen
Be
wohnern Kölns
zugänglich zu machen.
*KE 3.2 Erstellung und Verbreitung von
Informationsmaterialien für die
Gesamtbevölkerung
Zur kompakten Information wurden 11
Hitzetipps erarbeitet. Die „11 Hitzetipps“
liegen gedruckt als Poster vor und werden an
Arztpraxen, Pflegeeinrichtungen und weitere
Interessierte Einrichtungen zum Aushang
verteilt. Außerdem werden über den Sommer
hin Roll-Ups stadtweit in Bezirksämtern auf-
gestellt. Ein
w
eiteres Informationsmedium ist
eine W
ander-Ausstellung zum Thema Hitze
und Gesundheit. Diese wird im Stadthaus
Deutz jährlich gezeigt und steht anderen
Interessierten zur Verfügung.
KE 3.3 Lebensmittel Trinkwasser Die Sensibilisierung von Menschen im Alter
zum hitzeangepassten Trinkverhalten ist ein
Bestandteil der Maßnahmenumsetzung für
diese Zielgruppe. Daher wurden im Sommer
2023 bedruckte
T
rinkflaschen im Rahmen
einer Informationskampagne (unter
ander
em
im Hitzeknigge) verteilt.
KE 3.4 Stadtweite
Sensibilisierungs-Kampagne
Eine breit angelegte Informations-
K
ampagne
mit verschiedenen Medien wurde in 2023
durch
ge
führt. Das Kölner Hitzeportal
bündelt
alle I
nformationen und stellt die zentrale
Informationsplattform dar.
Gleichz
eitig
wurden Informationen im Rahmen einer
sommerlichen Plak
ataktion (digitale
Informations
plak
ate) begleitend über
verschiedene Social-Media-Kanäle verbreitet.
Zur besseren Visualisierung der Ziele wurden
Köln spezifische Icons zum Thema Hitze
erstellt.
Kategorie Maßnahme Status Bemerkungen
KE 3.5 Hitzeeinsatzplan Im Rahmen des Projektes wurde ein erster
Entwurf eines Hitzeeinsatzplans erstellt.
D
ieser dient dazu, die
w
esentlichen
Akteur*innen mit ihren Aufgaben in der
H
itzeaktionsplanung zu beschreiben.
Grundlage is
t zudem die v
erbindliche
U
msetzung von Maßnahmen in den
einz
elnen
Dienststellen. Geplant ist den Einsatzplan
weiter fortzuschreiben.
KE 3.6 Pressearbeit und
Veröffentlichungen
Die verschiedenen Aktionen wurden durch
Pressemitteilungen begleitet.
KE 3.7 Projektsong „Drinke“
mit Imagefilm
Der Projektsong „Drinke“ von der kölschen
Band Klabes ist auf dem Kölner Hitzeportal
und bei YouTube abrufbar: www.stadt-koeln.
de/leben-in-koeln/klima-umwelt-tiere/klima/
hitzeportal-koeln/hitze-wasser-trinken. Die
Band steht weiterhin für Sensibilisierungs
-
pr
ojekte vor Ort zur Verfügung (zum Beispiel
Auftritte bei Stadtteilfesten).
KE 3.8 Kühlung öffentlicher Plätze
mit Wasser
Nach der Pilotierung 2022 in Rheingarten
(Weltjugendtagsweg) wurde die
R
heinEnergie AG beauftragt an drei
S
tandorten in der Innenstadt Aktionen bei
entsprechenden Wetterlagen durchzuführen.
*KE 3.9 Erwachsenenbildung vor Ort Ein Informationsstand wurde an sieben
T
erminen auf Märkten in verschiedenen
K
ölner Stadtteilen mit unterschiedlichen
sozialen Gegebenheiten eingerichtet.
Dies ermöglicht ein leicht zugängliches
Informations
angebo
t zu Hitzegefahren,
v
erbunden mit persönlichem Kontakt zu den
Bürger*innen.
12
13
Kernelement IV: Reduzierung von Hitze in Innenräumen
Kategorie Maßnahme Status Bemerkungen
KE 4.1 Förderung von außenliegenden
Sonnenschutzeinrichtungen an
Wohngebäuden
Anfang Oktober 2023 ist das Förder
-
pr
ogramm der Stadt Köln „Klimafreundliches
Wohnen“ in Kraft getreten. Es dient dazu
Eigentümer*innen von Wohngebäuden und
weiteren Investoren einen erhöhten Anreiz
für die kostenaufwendige Nachrüstung der
Bestandsgebäude mit außenliegendem
Sonnenschutz zu lie
fern.
KE 4.2 Informationskampagne zur Kühlung
von Innenräumen
Für 2023 gibt es hierzu keinen neuen
Sachstand.
Kernelement V: Besondere Beachtung von Risikogruppen
Kategorie Maßnahme Status Bemerkungen
KE 5.1 T elefonische Beratungsmöglich
-
k
eiten während der Hitzeperiode
Um insbesondere alleinlebende Menschen
im Alter bei Hitze zu informieren, wurde im
Jahr 2023 das Hitzetelefon eingerichtet.
Es bietet kostenfreie Beratung zu den
gesundheitlichen Auswirkungen von Hitze
sowie zu potenziellen Schutzmaßnahmen.
(www.stadt-koeln.de/service/produkt/
hitzetelefon)
KE 5.2 Vulnerabilitätsanalyse Im Projekt wurde die Hitzebe
las
tungen
älterer Menschen in Köln untersucht
und räumlich
diff
erenziert bewertet. Die
V
ulnerabilitätsanalyse diente der Festlegung
der Stadtteile und Sozialräume für die
Be
fragung der dort lebenden
M
enschen im
Alter zur Hitzeanpassung und gesundheit-
lichen Aspekten.
Kategorie Maßnahme Status Bemerkungen
*KE 5.3 Zielgruppen
-
ger
echte
Informations
-
ma
terialien
Menschen
im Alter
Die Informationsbroschüre der
„
Hitzeknigge“
wurde in 2023
aktualisiert und f
ortlaufend
über verschiedenen lokale
M
ultiplikatoren,
auf Veranstaltungen sowie persönlich
an
in
teressierte Bürger*innen verteilt.
Z
usätzliche Produkte zur Sensibilisierung
älterer Menschen für Hitze, wie Fächer und
Trinkflaschen, wurden ebenfalls verbreitet.
(Klein-)
Kinder Für die Zielgruppe der (Klein-)
Kinder
und
Eltern wurde die Broschüre „Klimaschutz
ist Kinderschutz“ in Kooperation mit dem
„
Klimadocs e.V. “ zum Thema Hitze und
Gesundheit erweitert und verteilt.
Zur Sensibilisierung der Kinder vor
schädlicher
UV-Strahlung wurden
UV
-Armbänder und Sonnencreme mit
Lich
tschutzfaktor 50 bestellt und auf
Veranstaltungen verteilt.
Straßen-
obdachlose
Menschen
Über Streetworker*innen und in den
K
ontakt- und Beratungsstellen werden
jährlich im Stadtgebiet
Sonnenschutzmitt
el
(
Sonnencremes, Kopfbedeckung) und
Wasser
flaschen k
ostenlos an
obdachlose
Menschen verteilt. Je nach örtlichen
Gegebenheit
en, werden auf vorhandenen
nutzbaren Außenflächen der Beratungs
s
tellen
Pavillons aufgestellt, um über scha
ttete
zusätzliche Aufenthaltsorte zu schaffen.
KE 5.4 Manual zum Selbst-Check Ein manuell ausfüllbarer Selbst-Check
soll die Zielgruppe ab 65 Jahren für Hitze-
perioden und individuelle Risikofaktoren
sensi
bilisier
en. Er soll das Bewusstsein für
die Zugehörigkeit zur Risikogruppe während
Hitzeperioden stärken. Ein erster Entwurf
wurde im Rahmen des Förderprojektes
erstellt und umfasst sowohl Risikofaktoren
als auch Präventionsmaßnahmen. Eine finale
Abstimmung steht noch aus.
14
15
Kategorie Maßnahme Status Bemerkungen
KE 5.5 Unterstützende Dienste bei Hitze
anbieten und Integration von Hitze
in die vorsorgenden Hausbesuche
Die Versorgung selbstständig lebender
älterer Menschen soll in Hitzebelastungs-
situationen gestärkt und gesichert werden.
Es gibt
lauf
ende Diskussionen über mögliche
Ansätze. Eine Herausforderung besteht
darin, geeignete Hilfsorganisationen zu
iden
tifizieren, die diese Aufgabe übernehmen
könnten.
KE 5.6 Auswertung Wegebeziehungen /
Erreichbarkeiten
Im Rahmen des Förderprojekts wurde eine
detaillierte Analyse von hitzebelasteten
Gebieten und vulnerablen Bevölkerungs-
gruppen durchgeführt, um die Entfernung
von der Wohnadresse älterer
M
enschen
zur nächsten Grünfläche zu ermitteln. Die
Ergebnisse können zur zielgerichteten Ent-
wicklung von Maßnahmen im Bereich grüner
I
nfrastruktur genutzt werden. In 2023 wurden
keine weiteren Schritte unternommen.
*KE 5.7 Hitzespaziergänge zur Erstellung
von lokalen Hitzespickzetteln
Im Jahr 2023 wurden in Teilen von Ehrenfeld
und der Innenstadt Hitzespaziergänge durch-
geführt, um analoge Hitze-Stadtteil
k
arten,
genannt „Hitzespickzettel“ , zu erstellen.
Dabei haben ältere Menschen gemeinsam
mit anderen Teilnehmer*innen ihre nähere
Umgebung erkundet, um schattige Sitz-
gelegenheiten, Orte zum Trinken und zur
Toilettennutzung zu identifizieren.
Kernelement VI: Vorbereitung Gesundheits- und Sozialsysteme
Kategorie Maßnahme Status Bemerkungen
KE 6.1 Zusammenstellen von Ausbildungs-
unterlagen für medizinisches
Personal und Apothekenpersonal
Für die Durchführung von Schulungen in
Einrichtungen der stationären Altenpflege
wurden zielgruppengerechte Präsentationen
und Schulungsunterlagen erarbeitet. Diese
können als Grundlage für weitere Aus
-
bildungsun
terlagen genutzt werden.
KE 6.2 Einbezug des Themas Hitze in
F or
schung und Lehre
An der medizinischen Fakultät der Universität
zu Köln wird seit 2023 durch das Institut
für Allgemeinmedizin das Thema Hitze und
Gesundheit gelehrt. Entsprechende Inhalte
werden insbesondere im 6., 7. und 8. Semester
in verschiedenen Lehrformaten unterrichtet
und schriftlich in Prüfungen abgefragt.
*KE 6.3 Durchführen von
Schulungen zur
Sensibilisierung von
Multiplikator*innen
Ein
-
rich
tungen
der
stationären
Altenpflege
In Einrichtungen der stationären Altenpflege
wurden in 2023 insgesamt 16 Schulungen
des Personals durchgeführt. Ein zentraler
Aspekt ist die Erstellung von einrichtungs-
bezogenen Hitzeschutzplänen. Weitere
Schulungen wurden für 2024 vorbereitet.
Ärzteschaft Im Februar 2023 hielt das Institut für
Allgemeinmedizin der
Universität zu Köln
einen Vortrag mit dem Thema „Die Arztpr
axis
im Klimawandel“ vor der Ärztekammer
N
ordrhein, Kreisstelle Köln.
KE 6.4 Verstärkte Berücksichtigung
sommerlicher Hitzeereignisse
im Qualitätsmanagement der
Pflegeeinrichtungen
In Kooperation mit Vertreter*innen aus dem
Gesundheits- und Pflegesektor hat das
LZG.NRW Arbeitshilfen für den Hitzeschutz in
Einrich
tungen entwickelt. Diese Arbeitshilfen
für den einrichtungsbezogenen Hitzeschutz
sind modular aufgebaut und umfassen eine
Checkliste für den Schnelleinstieg, grund-
legende Dokumente sowie detaillierte Hand-
lungsinformationen mit direkt verwendbaren
Materialien.
Einrichtungsbezogener Hitzeschutz
–
LZG.NRW
16
17
Kategorie Maßnahme Status Bemerkungen
KE 6.5 Etablierung von
Hitzesprechstunden bei Ärzt*innen
Die Etablierung von Hitzesprechstunden in
Arztpraxen erfordert die weitere Entwicklung
von Konzepten und Absprachen mit neuen
Akteur*innen. Die Durch
führung is
t an hohe
personelle Ressourcen gebunden und wurde
in 2023 zurück gestellt.
*KE 6.6 Information zu „Möglichkeiten zum
Hitzeschutz durch Arztpraxen“
In 2023 wurde das Dokument „
M
öglichkeiten
zum Hitzeschutz durch Arztpraxen“ durch
das Institut für Allgemeinmedizin der
U
niversität zu Köln in Zusammen
arbeit mit
der
Stadt Köln erstellt. Dieses Dokument
wurde 2023 zusammen mit weiteren hitze-
bezogenen
I
nformationsmaterialien über die
KV
N
ordrhein an alle KV-Praxen der Region
versendet.
*KE 6.7 Befragung zum Hitzeschutz in
Kindertagesstätten
Im Jahr 2023 hat das Gesundheitsamt durch
einen Online-Fragebogen in städtischen
Kindertagesstätten den Bedarf an not-
wendigen Maßnahmen zur Bewältigung von
Hitze
belas
tungen erfragt. Eine vollständige
Auswertung und die Befragung der Kitas
freier Träger ist für 2024 geplant.
Kernelement VII: Langfristige Stadtplanung und Bauwesen
Kategorie Maßnahme Status Bemerkungen
KE 7.1 Integration des Themas Hitzeschutz
in die Bauleitplanung
Das Ziel ist vordefinierte „Bausteine“ als
verbindliche, einheitliche Vorgaben für
Bebauungsplan-Verfahren als Checkliste
einzuführ
en. Hier werden die Themenberei-
che Entsiegelung, Begrünung, Bewässerung,
Verschattung, Verbesserung des Innenraum
-
klimas be
ziehungsweise der Aufenthalts
-
qualit
ät und Wasser zur Kühlung bearbeitet.
KE 7.2 Ausbildungsunterlagen
für
Architekt*innen und
Stadtplaner*innen
Die Sensibilisierung und Information von
Architektur- und Stadtplanungs
s
tudierenden
für klimaangepasstes Planen und Bauen
erfordert weitere Entwicklung und
Abs
timmung mit relevanten Multiplikatoren.
KE 7.3 Satzung zur Begrünung und
Bepflanzung von Vorgärten zur
Hitzeminderung
Eine Freiraumsatzung zielt darauf ab,
die
V
ersiegelung und Verschotterung
von
Flächen zu r
eduzieren und so eine
nachhaltige I
nnenentwicklung zu fördern.
Zudem bietet sie eine Option für den klima-
wandelgerechten Umbau von Bestands-
gebäuden. Es ist jedoch
erf
orderlich, die
rechtliche Zulässigkeit zu prüfen.
Kernelement VIII: Monitoring und Evaluation der Maßnahmen
Kategorie Maßnahme Status Bemerkungen
KE 8.1 Evaluation der durchgeführten
Maßnahmen des Hitzeaktionsplans
Eine regelmäßige Berichterstattung
erfolgt anhand eines Jahresberichtes.
Der erste Jahresbericht für 2023 wird im
Frühjahr 2024 erscheinen.
18 19
4. Bericht aus dem Jahr 2023
4.1 Information und Kommunikation
4.1.1 Das Kölner Hitze-Portal und die Interaktive Karte „Kühle Orte“
Das Kölner Hitzeportal mit aktuellen Informationen und Tipps zum richtigen Verhalten
bei Hitze bietet eine Übersicht über alle Hitzerelevante Themen und wird kontinuierlich
aktualisiert (www.stadt-koeln.de/hitzeportal).
Abbildung 1: Übersichtsseite des Kölner Hitzeportals. Das Kölner Hitzeportal bündelt alle relevanten Tehmen.
In 2023 wurde die Übersichtskarte „Hitze, Trinkwasserbrunnen und Toilettenstandorte“
überarbeitet und ist auf dem Hitzeportal zu finden. Zusätzlich wurde die interaktive Karte
„Kühle Orte in Köln“ neu eingerichtet. Bürger*innen können hier ihre schattigen Plätze
und Abkühlungsmöglichkeiten in eine digitale Karte eintragen und allen Kölner*innen
zur Verfügung stellen. Die eingetragenen Standorte werden geprüft und gegebenenfalls
vervollständigt.
Durch das Eintragen von Orten mit Fotos und Beschreibungen in die interaktive Karte
können auch bisher versteckte, aber tatsächlich genutzte lokale Orte im Veedel sichtbar
gemacht werden. Somit entsteht fortlaufend eine Landkarte der kühlen Wege und Aufent-
haltsmöglichkeiten, die vor dem Hintergrund der zunehmenden Versiegelung in Köln für den
Aufenthalt im öffentlichen Raum von besonderer Bedeutung ist. Begrünte und kühle Orte,
die den Aufenthalt bei Hitze angenehmer machen, erhalten einen höheren Stellenwert.
Abbildung 2: Planungshinweiskarte Hitze mit eingetragenen Kölner Trinkwasserbrunnen und Toilettenstandorten.
20 21
4.1.2 Stadtweite Informationsmedien
Die Sensibilisierung und Information der Gesamt-
bevölkerung ist ein wesentlicher Bestandteil des
Kölner Hitzeaktionsplanes. Neben zielgruppen-
gerechten Infomaterialien werden unterschiedliche
Medien für die stadtweite Informationsverbreitung
genutzt. Zu den jährlich wiederkehrenden Maß-
nahmen gehört die DWD-Hitzewarnung, welche
auf der Startseite der Stadt Köln erscheint und die
Verbreitung von Informationen zu Maß
nahmen
des K
ölner Hitzeaktionsplans über Social-
Media-Kanäle und über City-Light-Plakate der
Stadtinformationskampagne.
In 2023 wurde zum dritten Mal eine Ausstellung
zum Hitzeaktionsplan und zur Klimawandel
-
anpassung in der
Magistrale des Stadthauses in
Deutz aufgebaut. Zusätzlich wurden in den Stadt-
be
zirken Innenstadt, Chorweiler, Mühlheim, Ehren-
feld und Nippes über die Sommermonate Roll-Ups
mit „11 Hitze-Tipps“ in Bürgerämtern aufgestellt.
Abbildung 4: Stadtweite Werbung für das
Kölner Hitzeportal mit Interaktiver Karte
über City-Light-Plakate.
Abbildung 3: Ansicht der interaktive Karte „Kühle Orte“ in Köln, Stand Dezember 2023
23
4.1.3 Informationsstände auf
Kölner Wochenmärkten
Im Sommer 2023 wurden Bürger*innen auf
Wochenmärkten in Nippes, Bocklemünd, Kalk,
Mülheim, Porz und Höhenhaus zur Bedeutung
des Klimawandels für die menschliche Gesund-
heit durch Mediziner*innen des Gesundheits-
amtes informiert und beraten. Es wurden
Informationsbroschüren, Postkarten zum
H
itzetelefon und Giveaways des Hitzeaktions-
plans verteilt sowie Fragen beantwortet.
Im Rahmen der bundesweiten Woche der
Klimawandelanpassung (18. bis 22.09.2023)
konnten sich am 20.09.2023 interessierte
Bür
ger*innen auf der Schildergasse in der
K
ölner Innenstadt über den städtischen
H
itzeaktionsplan, den Hitzeknigge und das
Hitze
port
al der Stadt Köln informieren.
Abbildung 8: Informationsstand zur Woche der Klima wandelanpassung auf der Schildergasse, Köln Innenstadt.
Abbildung 6: Informationsstand zu Hitze und Gesundheit auf Kölner Wochenmärkten.
Ärzt*innen des Gesundheitsamtes und K olleg*innen des
Umwelt- und Verbraucherschutzamtes standen für Fragen
zu gesundheitlichen Folgen des Klimawandels zur Verfügung
und gaben praktische Tipps für Hitzeanpassungs
maßnahmen
und den Umgang mit Medikamenten in Hitzephasen.
Als Publikumsmagnet hat sich dabei das in 2023 erworbene
Glücksrad mit thematischen Symbolen bewährt. Durch die
Aktion ergaben sich viele interessante Passantengespräche
mit Kölner*innen und Menschen aus der Umgebung.
24
25
4.2 Besondere Beachtung von Risikogruppen
4.2.1 Hitzetelefon
Neu eingerichtet wurde über die Sommermonate
(21.06. bis 22.09.2023) ein vom Gesundheitsamt
ärztlich geleitetes Hitzetelefon für ratsuchende
Bürger*innen. Das Resultat zeigt, dass trotz
hemmenden D
atenschutzerfordernissen und kurzen
Hitzephasen im Sommer 2023 die Anrufzahlen
bei wärmeren Temperaturen steigen. Das Durch-
schnittsalter der Anrufer*innen lag bei 74 Jahren.
Ein Hitzetelefon bietet einen niederschwelligen
Zugang zu Beratungsangeboten und Verhaltens-
hinweisen für alle Kölner Bürger*innen. Um die
Zielgruppe der Menschen im Alter, die nicht in
Pflegeeinrichtungen wohnen, prioritär zu erreichen,
wurde das Hitzetelefon durch stadtweite
V
erteilung
von Postkarten über Apotheken, Sanitäts
häuser
,
Hausarztpraxen und Senioren v
ertretungen
beworben.
4.2.2 Die Informationsbroschüre „Der Hitzeknigge“
Die im Rahmen des Forschungsprojektes ent-
wick
elten Maßnahmen und Aktivitäten zielten
v
ornehmlich auf die vulnerable Gruppe der Menschen
im Alter ab. Die Umsetzung von bereits
erf
olgreich
etablierten Maßnahmen wie beispielsweise die
stadtweite Verbreitung der Informationsbroschüre
„Der Hitzeknigge“ wurden fortgeführt. In 2023 sind
insgesamt 4.920 Exemplare (2022: 3.100
Ex
emplare)
an Pflegeheime, Arztpraxen, v
erschiedene Netz-
werke und Vereine sowie
per
sönlich an interessierte
Bür
ger*innen vom Umwelt- und Verbraucherschutz-
amt versendet worden.
Hitzetelefon
Kostenlose Beratung und Information bei
Sommerhitze – melden Sie sich an!
0221 221-34347
T elefonische Beratung bei Sommerhitze
1. Melden Sie sich beim Bürgertelefon
an – am besten jetzt schon.
2. Das Gesundheitsamt ruft Sie zurück
und führt eine Erstberatung durch.
3. Bei offiziellen Hitzewarnungen für
Köln werden Sie telefonisch informiert
(zwei Anrufversuche).
Das Gesundheitsamt informiert Sie in
diesem kostenfreien Angebot über
allgemeine und individuelle Maßnahmen
zum gesundheitsförderlichen Verhalten
bei Hitze.
Stadt Köln – Gesundheitsamt
Klima und Prävention
Neumarkt 15 – 21, 50667 Köln
Anmeldung Hitzetelefon
T elefonisch beim Bürgertelefon:
T: 0221 221-34347
Montag bis Freitag: 7 bis 18 Uhr
Per Mail:
KlimaUndPraevention@stadt-koeln.de
Per Onlineformular:
www.stadt-koeln.de/hitzetelefon
Abbildung 10: Die vom UBA zur Verfügung gestellte
Infobroschüre „Der Hitzeknigge“ wurde von der Stadt Köln
erweitert und
angepass
t.
Abbildung 9: Vorder- und Rückseite
der Postkarte zum Kölner Hitzetelefon
SK_284_23_Broschüre_Hitzeknigge_2023.indd 1SK_284_23_Broschüre_Hitzeknigge_2023.indd 1 30.06.2023 08:55:0130.06.2023 08:55:01
Verschickte
Hitzeknigge
in 2023
Abbildung 11: Auswertung der in 2023 versendeten Informationsbroschüre „Der Hitzeknigge“ .
50 %
Senioren-Netzwerke,
Seniorenvertretung
verschiedene Stadtbezirke4.2.3 Informationsmaterial für Kinder und Ihre Eltern
In Kooperation mit dem Kölner Umwelt- und Ver-
br
aucherschutzamt sowie dem Gesundheitsamt wurde
in 2023 der Ratgeber der KlimaDocs e.V. „
Klimaschutz
ist Kinderschutz – Ein Ratgeber für Eltern“ um
wich
tige
Hitze-Infos für die Risikogruppe der Säuglinge und
(Klein-) Kinder erweitert. Der „Klimadocs e.V. “ ist ein
Zusammenschluss engagierter niedergelassener
K
ölner Kinderärzt*innen, der Klimaschutz auch als
Schutz der Kinder vor den gesundheitlichen Aus
-
wirkungen der
klimatischen Veränderungen versteht.
Die Verbreitung der gedruckten Broschüre erfolgt fort-
laufend in Absprache mit dem Amt für Kinder, Jugend
und Familie sowie dem Gesundheitsamt.
Zusätzlich wurden UV-Armbänder bei Veranstaltungen an Kinder verteilt, um spielerisch die
Wirkung der UV-Strahlung näher zu bringen. Die transparenten Perlen, die auf ein Armband
gefädelt werden, färben sich bunt, wenn sie der Sonne ausgesetzt sind.
Mit wichtigen
Hitze-Infos!
Klimaschutz ist
Kinderschutz
Ein Ratgeber für Eltern
Abbildung 12: Broschüre zum Klima-
schutz und Hitze „Klimaschutz ist
Kinder
schutz – Ein Ratgeber für Eltern“
4 %
Privat an Menschen 65+
35 %
Sonstige
11 %
Hausarztpraxen
26
27
4.2.4 Hitzespaziergänge
Für die Erstellung von analogen Hitze-Stadtteilkarten haben in 2023 Hitzespaziergänge
in Ehrenfeld und der Innenstadt stattgefunden. Gemeinsam mit Senior*innen wurde
die nähere Umgebung auf schattige Sitzmöglichkeiten, Trink- und Toilettenstandorte
untersucht.
Für die Kartierung der Innenstadt hat sich eine Kooperation von älteren Menschen und
Studierenden ergeben. So hat die Seniorenvertretung Innenstadt im Agnesviertel in
Z
usammenarbeit mit der Katholischen Hochschule NRW Spaziergänge durch ihr Wohn
-
viert
el durchgeführt und im Severinsviertel mit Studierenden der TH am Ubierring. Die
Ergebnisse sollen in handlichen Faltkarten aufbereitet und allen Bürger*innen lokal zur
Verfügung gestellt werden. Zurzeit werden die kartierten Standorte vom Umwelt- und Ver-
braucherschutzamt geprüft, digitalisiert und erste Entwürfe mit den Beteiligten abgestimmt.
4.3 Vorbereitung der Gesundheits- und Sozialsysteme
4.3.1 Vor Ort-Schulungen in Einrichtungen der stationären Altenpflege
Aufbauend auf der im Rahmen des Projektes durchgeführten quantitativen Befragung
von Kölner Pflegeeinrichtungen zum Thema Hitzebelastung hat das Gesundheitsamt in
Zusammenarbeit mit dem Amt für Soziales, Arbeit und Senioren Ende August den Bedarf an
Schulungen in Pflegeeinrichtungen abgefragt.
Von den 36 Einrichtungen, die sich zurückgemeldet haben, gaben etwas über 50 Prozent
an, bereits über einen Hitzeschutzplan zu verfügen. Dennoch wünschten 80 Prozent der
befragten Einrichtungen, an Schulungen teilnehmen zu können und baten um Unter
-
s
tützung bei der Etablierung von Hitzeschutzbeauftragten sowie der Erstellung eines
einrichtungsbezogenen Hitzeschutzplans.
16 Schulungen in Einrichtungen der stationären Altenpflege konnten noch im selben Jahr
durch Ärzt*innen des Gesundheitsamtes durchgeführt werden. Die Resonanz war sehr gut.
Zu den Themenschwerpunkten gehören medizinische und pflegerische Besonderheiten
in der Versorgung der Bewohner*innen während der Hitzeperioden, die Medikamenten-
anpassung, aber auch der Mitarbeiterschutz. Ein zentraler Aspekt war die Erstellung
von einrichtungsbezogenen Hitzeschutzplänen. Dazu wurden Arbeitshilfen vorgestellt
(M
usterhitzeschutzplan Berlin und seit November 2023 die modularen Arbeitshilfen zum
einrichtungsbezogenen Hitzeschutz des Landeszentrum Gesundheit NRW). Für 2024
s
tehen bereits sechs Schulungstermine fest und weitere können vereinbart werden.
Abbildung 13: Auswertung der Hitzespaziergänge und die Übersicht der kartierten Standorte im
Kölner Agnesviertel.
Krefelder Wall
Ewaldistr.
Melchiorstr.
Melchiorstr.Balthasarstr.
Balthasarstr.
Lupusstr.
Balthasarstr.Kasparstr.
Aquinostr.
Krefelder Str.
Krefelder Str.
Maybachstr.
Sudermanstr.
Lübecker
Str.
Krefelder Wall
Wevelinghovener Str.
Bernhard-
Letterhaus-Str.
Innere Kanalstr.
Amsterdamer
Str.
Hansaring
Neusser Str.
Neusser Str.
Neusser Str.
Weißenburgstr.
Belfortstr.
Sedanstr.
Clever Str.
Clever Str.
Mevissenstr.
Worringer Str.
Oppenheimstr.
Elsa-Brandström-
Str.
Wörthstr.
Wörthstr.
Neusser Wall
Stormstr.
Neusser Wall
Blumenthalstr. Blumenthalstr.
Hülchrather Str.
Lentstr.
Lentstr.
Niehler Str.
Niehler Str.
Nikolaus-Groß-Str.
Prälat-Otto-Müller-
Platz
Suderman-
platz
Ebertplatz
Roeckerathplatz
Neusser
Platz
Reichensperger-
platz
Bastei
Thomas-
kirche
Pfarrzentrum
St. Agnes
Arbeits-
gericht
St. Agnes
St. Gertrud
Theodor-
Heuss-Park
Hilde-Domin-Park
Los-Böhle-
Park
Lohsepark
Kleingarten-
siedlung Rosengarten
Eis- und
Schwimmstadion
Ringturm
Theodor-Heuss-Ring
Theodor-Heuss-Ring
Schillingstr.
Riehler Str.
Sedanstr.
Konrad-Adenauer-Ufer
An der Münze
Riehler Str.
Fontanestr.
Ober-
landesgericht
Innere Kanalstr.
AGNESVIERTEL
Wickrathe
r Str.
Merlostr.
1
2
3
4
6
5
8
7
8
9
10
11
12
13
14
16
18
19
15
17
Sitzmöglichkeiten
im Schatten
Legende
Schattige Allee
(Kostenlose)
Trinkmöglichkeit
Apotheke
(Kostenlose)
Toilette
(Kostenlose)
barrierefreie Toilette
Schwimmbad
Kühler Ort
100 m
N
Abbildung 14: Vortragsinhalte der Schulungen in Einrichtungen der stationären Altenpflege.
28 29
4.3.2 Befragung zum Hitzeschutz in Kindertagesstätten
Neben Pflegeeinrichtungen ist auch in Einrichtungsstätten der vulnerablen Gruppe der
(Klein-) Kinder Hitzeschutz ein wichtiges Thema. Vor diesem Hintergrund befragte im Spät-
sommer das Gesundheitsamt mit einem online-Fragebogen alle städtischen Kindertages-
stätten. Ziel der Befragung war es, die Belastung bei Hitze in den Einrichtungen und den
Bedarf an erforderlichen Maßnahmen zu ermitteln. Die Zahl der Rückläufe städtischer Kitas
war mit 95 Prozent überdurchschnittlich hoch. Die Zwischenauswertung ergab, dass in über
50 Prozent der Einrichtungen kein Hitzeschutzplan vorhanden ist und in nur 9,4 Prozent der
Kitas ein*e Hitzeschutzbeauftragte*r bestimmt ist.
Die Hitzebelastung für Kinder (38 Prozent) und Mitarbeitende (51 Prozent) wird als sehr
hoch eingestuft (siehe Abbildung 16 und 17). 60 Prozent der befragten Kitas haben keine
Ausweichmöglichkeiten zu kühlen Orten beziehungsweise schattigen Plätzen. Als Gründe
wurden fehlendes Personal (53 Prozent), zu weite Entfernungen (40 Prozent), die Alters-
struktur der Gruppen (31 Prozent) und das Vorhandensein von Gefahrenstellen (9 Prozent)
genannt. Die Ergebnisse wurden städtischen Entscheidungsträgern zur Erarbeitung
geeigne
ter Maßnahmen präsentiert.
Auch beim 1. Runden Tisch Hitzeaktionsplanung in 2024 wurden die Zwischenergebnisse
vorgestellt und erste Maßnahmenideen erarbeitet.
Die Befragung von Kitas freier Träger erfolgt im Frühjahr 2024. Die vollständige Auswertung
steht noch aus.
Liegt in Ihrer Einrichtung ein festgelegter Handlungsplan
(Hitzeschutzplan) für heiße T age und Hitzewellen vor?
45,3 %
54,7 %
Ja: 63
Nein: 76
n = 139
9,4 %
90,6 %
Ja: 13
Nein: 126
Gibt es Hitzeschutzbeauftragte * in Ihrer Einrichtung?
n = 139
* Eine oder mehrere Personen, die verantwortlich sind, Informationen zur
Hitzebelastung in Ihrer Einrichtung und der direkten Umwelt zu erhalten,
zu bewerten, an das Kollegium weiterzugeben und entsprechende
einrichtungsinterne Gegenmaßnahmen zu koordinieren.
Abbildung 15: Prozentuale Angaben zu Hitzeschutzbeauftragen und Hitzeschutzplänen in städtischen Kitas.
Ergebnisse Befragung städtischer Kitas
0
10
20
30
40
50
60
gar nicht
belastet
Likert scale: 1 – 5 (gar nicht belastet – sehr belastet)
wenig
belastet
deutlich
belastet
mittelmäßig
belastet
sehr
belastet
Wie belastet fühlen sich die Mitarbeitenden der Einrichtung durch
Hitze bei Ihrer Arbeit?
0
10
20
30
40
50
gar nicht
belastet
Likert scale: 1 – 5 (gar nicht belastet – sehr belastet)
wenig
belastet
deutlich
belastet
mittelmäßig
belastet
sehr
belastet
Für wie hitzebelastet halten sie ihre Einrichtung für Kinder?
Abbildung 16: Hitzebelastung der Mitarbeitenden in städtischen Kitas und Hitzebelastung der Kinder in
städtischen Kitas.
Ergebnisse Befragung städtischer Kitas
3130
4.4 Veranstaltungen und Fachvorträge
Im Laufe des Jahres konnten verschiedene Vorträge und Interviews zum Kölner Hitze-
aktionsplan einem br
eiten (Fach-) Publikum präsentiert werden. So werden auf lokaler
Ebene Maßnahmen des Hitzeaktionsplans regelmäßig beim Runden Tisch Seniorenarbeit in
verschiedenen Stadtbezirken vorgestellt.
Gleichzeitig sind die Erkenntnisse der Kölner Hitzeaktionsplanung auch auf Landes- und
Bundesebene sehr gefragt. Zu Beginn des Jahres fand beispielsweise das digitale Ver-
netzungstreffen „Gesundheitsbezogener Hitzeschutz in Nordrhein-Westfalen: Status Quo
und Perspektiven“ , organisiert vom LZG.NRW, statt. Am 11.10.2023 war das Umwelt- und
Verbraucherschutzamt gemeinsam mit dem Gesundheitsamt auf der 7. Bundeskonferenz
der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) „Gesund und aktiv älter werden“
in Berlin vertreten.
Kölner Bürger*innen wurden auf verschiedenen Veranstaltungen, beispielsweise dem
Genoveva Hoffest, Aktionstag „Nippes Bewegt“ , Seniorensommerfesten oder beim
S
tadtteilfrühstück in Pesch zum Thema Hitze und Gesundheit informiert. Zum Anlass der
N
eueröffnung der Hochschulambulanz Allgemeinmedizin am Uniklinikum Köln fand im Mai
am Tag der offenen Tür ein Infonachmittag „Hitze – Wie Sie einen kühlen Kopf bewahren“
für Patientinnen und Patienten statt. Geplant ist in 2024 an Veranstaltungen speziell für die
vulnerable Gruppe der Kinder aufzusuchen, wie im April der Klima Tag im Kölner Zoo und der
Weltkindertag im September.
Weitere Fachvorträge, die vom Umwelt- und Verbraucherschutzamt sowie
Gesundheitsamt auf externen Veranstaltungen gehalten wurden:
•
ZKA
Fortbildung „Fit für’s Klimaanpassungsmanagement“ , digital, 26. Januar 2023
•
Be
zirksarbeitsgemeinschaft für Seniorenpolitik, Köln Mülheim, 14. Februar 2023
•
V
ortrag durch Prof. Dr. Beate Müller vor der Ärztekammer Nordrhein, Kreisstelle Köln,
Februar 2023
•
BEW
Seminar „Erstellung & Umsetzung von Hitzeaktionsplänen in Kommunen“ ,
digital, 9. März 2023
•
„
Hitzeaktionspläne – eine interdisziplinäre Aufgabe der Kommune“ ,
N
iedersächsisches Landesgesundheitsamt, 8. Mai 2023
•
„
Heiße Tage – Coole Tipps“ , Veranstaltung des AK Gesundheit und Prävention mit
Stadt Köln, Hitzeaktionsplan, Köln Mühlheim, 26. Mai 2023
• S tadtteilfrühstück evangelisches Gemeindezentrum, Köln Pesch, 5. Juli 2023
•
„
Die Arztpraxis im Klimawandel“ , öffentliche Antrittsvorlesung an der medizinischen
Fakultät „Die Allgemeinmedizin im (Klima)Wandel“ durch Prof. Dr. Beate Müller,
August 2023
•
W
orkshop für Studierende der Universität Göttingen, Köln Deutz, 4. September 2023
•
Deutscher
Kongress der Geographie, Frankfurt, 21. September 2023
•
Off
enes Seniorentreffen des SeniorenNetzwerks Neustadt-Süd, Köln,
25. September 2023
•
W
eb-Seminar „Schutz vor Hitze in Kommunen“ , digital, 14. November 2023
•
KIX
Konferenz IX Stadt der Zukunft, Universität Bonn, 21.November 2023
•
S
tädtedialog – Düsseldorf/Karlsruhe, digital, 23. November 2023
Interne Veranstaltungen:
•
AK
Klimawandelanpassung, digital, 14. Juni 2023
•
M
itarbeitenden Veranstaltung des Dezernates VIII, Köln Deutz, September 2023
•
Am
tsleitertagung, Köln, 21. November 2023
Abbildung 17: Vortrag bei der Neueröffnung der Hochschulambulanz Allgemeinmedizin am Uniklinikum Köln.
33
32
5. Ausblick auf das Jahr 2024
Der Kölner Hitzeaktionsplan ist dynamisch und setzt eine kontinuierliche Aktualisierung
und Fortschreibung voraus. Weitere vulnerable Gruppen werden aufgenommen und
maßgeschneiderte Aktivitäten entwickelt.
Für das Jahr 2024 ist vorgesehen neben der Fortführung von bereits entwickelten
M
aßnahmen den Fokus auf (Klein-) Kinder zu richten. So soll beispielsweise Informations-
material für Schulen und Veranstaltungen wie dem KlimaTag im Zoo und dem Weltkindertag
erarbeitet und verbreitet werden.
Zudem ist die Fortführung der Hitzespaziergänge und des Hitzetelefons sowie die erneute
Information der Ärzteschaft über die Kassenärztliche Vereinigung vorgesehen. Auch die
Information und Kommunikation der stadtweiten Bevölkerung mit unterschiedlichen
Medien ist weiterhin ein essenzieller Bestandteil.
Der Runde Tisch Hitzeaktionsplanung wird in einem regelmäßigen Turnus von zwei
V
orbereitungstreffen im Frühjahr und einem Evaluationstreffen im Herbst jährlich
fortgeführt.
Abkürzungsverzeichnis
Abbkürzung Begriff
Abb. Abbildung
DWD Deutscher Wetterdienst
e. V. eingetragener Verein
HAP-Köln Hitzeaktionsplan für Menschen im Alter für die Stadt Köln
IHPH Institut für Hygiene & Public Health (des Universitätsklinikums Bonn)
KAM Klimaanpassungsmanagement
KE Kernelement
km² Quadratkilometer
KV Kassenärztlichen Vereinigung
LZG. NRW Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen
m Meter
NRW Nordrhein-Westfalen
SVK Seniorenvertretung Köln
UBA Umweltbundesamt
UVA Umwelt- und Verbraucherschutzamt Köln
UV Ultraviolettstrahlung
WHO Weltgesundheitsorganisation
ZKA Zentrum KlimaAnpassung
z. B. zum Beispiel
°C Grad Celsius
Die Oberbürgermeisterin
Umwelt- und Verbraucherschutzamt
Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Gestaltung
Zentrale Dienste der Stadt Köln
Bildnachweis
Titel: horstgerlach/iStock.com; S. 7: anna/stock.adobe.com
13-St/213-24/57/05.2024
Kontakt
Stadt Köln
Umwelt- und Verbraucherschutzamt
Willy-Brandt-Platz 2
50679 Köln
57-hitzeaktionsplan@stadt-koeln.de
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1471/2024
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 04.06.2024
- Erstellt
- 30.04.2024 14:43