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AN/0991/2026

Sanierung und Aufwertung der Gedenkstätte für die Opfer der Gestapo im Hansapark – gemeinsamer Antrag von: B90/Die Grünen, Die Linke, CDU, SPD, Volt (EV), FDP (EV)

Gem. Antrag nach § 3 BV1 15.06.2026

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 1 (Innenstadt), Sitzung am 25.06.2026, TOP 5.2.9

Gem. Antrag nach § 3 (BV1)

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Gem. Antrag nach § 3 (BV1)

3485 Zeichen

Fraktion BÜNDNIS 90/Die Grünen 
Fraktion DIE LINKE 
CDU-Fraktion 
SPD-Fraktion 
Nadine Gareis (VOLT) 
Christian Nüsser (FDP) 
  
in der Bezirksvertretung 1 
Frau Bezirksbürgermeisterin 
Julie Cazier 
Herrn Dr. Ulrich Höver 
Bürgeramtsleiter Innenstadt 
Herrn Oberbürgermeister 
Torsten Burmester 
Eingang beim Bürgeramt:  
AN/0991/2026 
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates und der Bezirksvertretungen 
Gremium Datum der Sitzung 
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 25.06.2026 
 
Sanierung und Aufwertung der Gedenkstätte für die Opfer der Gestapo im Hansapark 
– gemeinsamer Antrag von: B90/Die Grünen, Die Linke, CDU, SPD, Volt (EV), FDP (EV) 
Sehr geehrte Frau Cazier, 
sehr geehrte Herren,  
wir bitten Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung der anstehenden Bezirks-
vertretung zu setzen. 
Die Verwaltung wird beauftragt, gemeinsam mit dem Förderverein des NS-Dokumentations-
zentrums Köln (Verein EL-DE-Haus e. V.) unter Berücksichtigung der Belange des Denkmal-
schutzes sowie unter Beteiligung der städtischen Grünpflege und der städtischen Friedhofs-
verwaltung ein Konzept zur Aufwertung der Gedenkstätte für die Opfer der Gestapo im Han-
sapark zu entwickeln. 
Der Gedenkstein und seine direkte Umgebung sollen ihrer erinnerungskulturellen Bedeutung 
gemäß durch gezielte gestalterische Maßnahmen eine deutlich höhere Sichtbarkeit bekom-
men. Dabei soll auch geprüft werden, ob eine Neupositionierung der 1959 ergänzten Skulp-
tur „Frau mit dem toten Kind“ sinnvoll ist, um den Gedenkstein an seinem historischen Stand-
ort inhaltlich zu stärken. 
Zudem soll durch die Installation einer dezenten Infostele mit einem geeigneten Verweis auf 
ergänzend digital erreichbare Informationen die historische Bedeutung des Ortes breit zu-
gänglich gemacht werden.

- 2 - 
 
Begründung 
Im Juni 1945 – unmittelbar nach dem Einmarsch der amerikanischen Truppen und dem 
Ende des Zweiten Weltkriegs in Köln – wurden auf dem Gelände des damals zerstörten Ge-
fängnisses Klingelpütz die Leichen von sieben Menschen (eine Frau und sechs Männer) ge-
funden. Die hier ruhenden Opfer kamen wahrscheinlich in den letzten Wochen des Krieges 
ums Leben. Ihre Todesumstände sind heute nicht mehr eindeutig festzustellen. Hinweise 
deuten sowohl auf Gewaltverbrechen als auch auf die Folgen von Misshandlung, Entkräftung 
und Krankheit hin. Diese sieben Menschen wurden unweit des Fundortes in der heutigen 
Grünanlage am Hansaring beigesetzt. Kurz nach Kriegsende wurde über den Gräbern ein 
Gedenkstein errichtet – das erste Mahnmal in Köln, eines der ersten deutschlandweit – das 
sich mit den Verbrechen der NS-Zeit auseinandersetzte. 
Heute jedoch ist die historische Bedeutung dieses Ortes kaum noch spürbar. Die Inschrift 
des Gedenksteins ist durch Witterungseinflüsse weitgehend unlesbar geworden. Zudem er-
schweren die aktuelle Gestaltung des Parks sowie die Platzierung der Ende der 1950er 
Jahre hinzugefügten Skulptur des niederländischen Bildhauers Mari Andriessen die Identifi-
kation des Ortes als Grabstätte und Mahnmal. Die Skulptur, ein zeitloses Symbol für das 
Leid durch Krieg und Tyrannei, steht heute zwar als künstlerisches Element neben dem 
Stein, lenkt den Fokus, der ursprünglich auf dem Gedenkstein lag, jedoch ab. 
 
Reinhold Goss Friedericke Stolle 
Fraktionsvorsitzender B90/Die Grünen Fraktionsvorsitzende DIE LINKE 
Florian Weber  Tim Cremer 
Fraktionsvorsitzender CDU Fraktionsvorsitzender SPD 
Nadine Gareis (VOLT) Christan Nüsser (FDP)

Beratungsverlauf (1)

25.06.2026 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)
TOP 5.2.9 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Orte (2)

  • Hansaring
  • Klingelpütz

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Details

Aktenzeichen
AN/0991/2026
Typ
Gem. Antrag nach § 3 BV1
Datum
15.06.2026
Erstellt
14.06.2026 20:04