2549/2020
Bürgereingabe nach § 24 GO- "Skatepark in Lindenthal" Aktenzeichen 67/20 B
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Bürgereingabe Skatepark in Lindenthal.pdf
2907 Zeichen
Von: Gesendet: Freitag, 10. April 2020 20:57 An: Blömer-Frerker, Helga <helga.bloemer-frerker@stadt-koeln.de>; Schüler, Roland <Roland.Schueler@STADT-KOELN.DE> Cc: 02-1/4 Geschäftsstelle Anregungen und Beschwerden <geschaeftsstelle-anregungen- beschwerden@stadt-koeln.de> Betreff: Anliegen: "Ein Herz für Skater" Sehr geehrte Frau Blömer-Frerker, sehr geehrter Herr Schüler, sehr geehrter Herr Thelen, heute wende ich mich mit einer Idee und einem Anliegen an Sie: Ich möchte gerne für die Kinder und Jugendlichen in unserem Viertel einen Ort zum Skaten etablieren. Es soll ein Ort sein, an dem Skater einen Treffpunkt haben, ohne dass ihre Geräusche andere stören. Im Stadtteil gibt es ja nahezu keine Orte, an denen sich größere Kinder und Jugendliche aufhalten können – für die Spielplätze sind sie zu alt geworden. Mir ist völlig klar, dass es finanziell und auch organisatorisch sehr schwer wäre, kurzfristig einen voll ausgestatteten Skatepark zu bauen. Aber für den Anfang würde schon eine kleine asphaltierte Fläche von etwa 200-300qm ausreichen. Die Ausstattung mit Rampen u.ä. könnte in Eigenregie geplant und gebaut werden. Ich kann mir beispielsweise vorstellen, einen Verein zu gründen, in dem andere Eltern und/oder die Skater selbst Mitglieder werden. Dann könnte sich der Verein um die Pflege der Fläche kümmern; außerdem hätten Sie dann gleich einen Ansprechpartner. Wir wohnen in der Münstereifeler Straße auf dem früheren Kinderheim-Gelände. Unsere Kinder freuen sich über die tolle Lage und die Möglichkeiten, in dem autofreien Quartier spielen zu können. Allerdings sind Skateboard-Fahrer immer häufiger unerwünscht. Es gab schon Konflikte mit anderen Anwohnern – ständig werden die Kinder verjagt und wissen nicht wohin. Das finde ich sehr schade, da Skateboard-Fahren eine tolle Freizeitbeschäftigung ist, bei der die Kinder an der frischen Luft sind, Kontakte zu anderen haben und sich dabei auch noch bewegen! Ich habe auch schon einen Ort im Blick, den ich mir sehr gut als Fläche für die Skater vorstellen könnte: einen Teil der kleinen Wiese neben dem Hockeyclub Blau Weiss. Der Verein selbst ist ein belebter Anlaufpunkt im Viertel. In unmittelbarer Nähe liegen mit dem Spielplatz, der neuen Trimm- Dich-Station und natürlich dem Pilzberg viele Anziehungspunkte. Ein Ort für Skater würde hier aus meiner Sicht wirklich gut passen. Im Anhang habe ich ein Luftbild angehängt und diesen Ort rot markiert. Meines Wissens steht der Beethovenpark unter Denkmalschutz. Sollte das so sein - wie könnte man eine solche Idee dennoch umsetzen? Der Trimm-Dich-Pfad und die Slack-Line-Station sind ja auch erst kürzlich in den Park integriert worden. Was halten Sie von meiner Idee? Ich würde mich freuen, wenn Sie sich meiner Herzens-Angelegenheit annehmen würden und bin gespannt auf Ihre Antwort. Herzliche Grüße
Beschlussvorlage Bezirksvertretung
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle IV/512/10 67/20 B Vorlagen-Nummer 2549/2020 Freigabedatum Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Bürgereingabe nach § 24 GO- "Skatepark in Lindenthal" Aktenzeichen 67/20 B Beschlussorgan Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) Gremium Datum Beschluss: Die Bezirksvertretung Lindenthal dankt dem Petenten für seine Eingabe und nimmt diese zur Kennt- nis. Die Bezirksvertretung folgt der fachlichen Einschätzung der Verwaltung. Der vom Petenten für die Errichtung einer Skatanlage vorgeschlagen Standort steht der Kinder- und Jugendverwaltung nicht zur Verfügung, da die Fläche unter Denkmal- und Landschaftsschutz steht. Darüber hinaus befindet sich bereits eine Skateanlage im Stadtwald, die ca. drei Kilometer vom vor- geschlagenen Standort entfernt ist. Das Amt für Kinder-, Jugend- und Familie hat ein gesamtstädti- sches Konzept für die Bereitstellung von Trendsportarten entwickelt, welches sich am gesamtstädti- schen Bedarf orientiert und eine möglichst gleichmäßige Verteilung der Skateanlagen im gesamten Stadtgebiet realisiert. Der Eingabe des Petenten kann aus genannten Gründen nicht stattgegeben werden. Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 31.08.2020 2 Begründung: Grundsätzlich begrüßt die Kinder- und Jugendverwaltung die Errichtung von niederschwelligen, kos- tenfreien Angeboten für Jugendliche im Stadtteil Lindenthal sehr. Da Skaten besonders bei Jugendlichen große Beliebtheit findet, ist ein umfangreiches Angebot im öffentlichen Raum bereitzustellen. Daher arbeitet die Kinder- und Jugendverwaltung seit einigen Jahren an einem gesamtstädtischen Konzept bezüglich der Schaffung von Angeboten für die Ausübung unterschiedlicher Rollsportarten wie Skaten. Hierbei wurden umfangreiche Beteiligungsverfahren mit Jugendlichen durchgeführt, bei dem die Interessen, Wünsche und Ideen der Kinder und Jugendlichen ermittelt wurden, um so eine bedarfsgerechte Errichtung umsetzen zu können. Im gesamtstädtischen Kontext hat sich die Bereitstellung von öffentlichen Skateanlagen in den letzten Jahren erheblich weiterentwickelt. Zuletzt wurde 2016 im Stadtbezirk Ehrenfeld eine Skate- und BMX- Anlage eröffnet. Zuvor wurden die Anlagen im Lentpark sowie die im Stadtwald erneuert. Besonders große Beliebtheit findet auch die Anlage KAP 686 im Rheinauhafen. Jede der sieben öffentlichen Skateanlagen in Köln richtet sich an unterschiedliche Nutzer mit unter- schiedlichen Interessen und Bedürfnissen. Weitere Anlagen sind in Planung bzw. vor der Umsetzung. Der Skateparcours Friedrich-Schmidt-Straße im Stadtwald wurde erneut im Juli dieses Jahres mo- dernisiert. Hier befindet sich eine ca. 750 m² große asphaltierte Fläche, die mit einer Skaterampe ausgestattet ist. Auf dieser Fläche ist viel Platz für das Ausüben unterschiedlicher Rollsportarten. Da größere Kinder und Jugendliche aufgrund ihres Alters schon sehr mobil sind, bietet sich der Skateparcours Friedrich-Schmidt-Straße in jedem Fall als nächstgelegene attraktive Alternative an. Dieser befindet sich ca. drei Kilometer von dem für die Errichtung einer neuen Skatanlage vorge- schlagenen Standort. Die vorgeschlagene Fläche steht unter Denkmal- und Landschaftsschutz und steht deshalb für einen Ausbau zur Skateanlage nicht zur Verfügung. Anlagen
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungOrte (3)
- Münstereifeler Straße
- Friedrich-Schmidt-Straße
- Stadtwald
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2549/2020
- Typ
- Beschlussvorlage Bezirksvertretung
- Datum
- 24.08.2020
- Erstellt
- 17.08.2020 15:14