V/0313/2016
Feststellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der AWM für das Wirtschaftsjahr 2015
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Beschlussvorlage
4866 Zeichen
V/0313/2016
DER OBERBÜRGERMEISTER
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
Betrifft
Feststellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der AWM für das Wirtschaftsjahr 2015
Beratungsfolge
08.06.2016 Betriebsausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe Vorberatung
29.06.2016 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung
29.06.2016 Rat Entscheidung
Beschlussvorschlag:
Sachentscheidung:
1. Der in der Anlage beigefügte Jahresabschluss der AWM für das Geschäftsjahr 2015 (Bilanz, GuV
und Anhang wird festgestellt.
2. Der Lagebericht (Anlage) wird zur Kenntnis genommen.
3. Der von den AWM erwirtschaftete Jahresüberschuss beträgt 2.343.376,04 EUR.
Es wird
der allgemeinen Rücklage 1.137.898,15 EUR
dem allgemeinen Haushalt 1.193.695,10 EUR
dem Sonderposten aus Photovoltaik-Überschüsse 23.209,33 EUR
zugeführt.
Der Verlust aus dem Betrieb gewerblicher Art (BgA) AWM-Dienstleistungen wird
durch die Entnahme aus
dem Sonderposten aus Überschüssen AWM-Dienstleistungen in Höhe von 11.426,54 EUR
ausgeglichen.
4. Dem Betriebsausschuss wird für das Wirtschaftsjahr 2015 Entlastung erteilt.
Vorlagen-Nr.:
V/0313/2016
Auskunft erteilt:
Frau Eichwald
Ruf:
6052-43
E-Mail:
Eichwald@awm.stadt-muenster.de
Datum:
17.05.2016
Öffentliche Beschlussvorlage
- 2 -
V/0313/2016
Begründung:
Die PKF FASSELT SCHLAGE Partnerschaft mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Duisburg hat im
Auftrag der AWM mit Zustimmung der Gemeindeprüfungsanstalt Nordrhein-Westfalen den Jahresab-
schluss und den Lagebericht des Wirtschaftsjahres 2015 geprüft. Die geprüften Unterlagen sind gem.
§ 14 der Betriebssatzung dem Betriebsausschuss und dem Rat vorzulegen.
1. Jahresabschluss 2015
Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 4.464.839,04 € erhöht.
Die Umsatzerlöse 2015 betrugen insgesamt rd. 50.515 TEUR
Davon entfielen auf die
Abfallwirtschaft
Abfallabfuhr 32.249 TEUR
Abfalldeponierung/-verwertung 1.016 TEUR
Sonstige Abfallverwertung 5.023 TEUR
Problemabfälle 38 TEUR
DSD-Bereich 1.919 TEUR
Stadtreinigung 5.384 TEUR
Winterdienst 1.637 TEUR
Nebengeschäft 3.249 TEUR
Der Jahresüberschuss in Höhe von 2.343.376,04 EUR resultiert in Höhe von 411.386,76 EUR
aus dem Unterschied zwischen den gesetzlichen Grundlagen der Gebührenkalkulation und den
Ansätzen der Handelsbilanz, in Höhe von 1.287.390,19 EUR aus der kalkulatorischen Verzinsung,
in Höhe von 99.342,32 EUR aus der Verzinsung liquider Mittel, in Höhe von 475.487,98 EUR aus
dem Überschuss der übrigen Nebengeschäfte, in Höhe von 57.986,00 EUR aus Anlageabgängen.
Die Photovoltaikanlage als Betrieb gewerblicher Art (BgA) erwirtschaftete einen Gewinn in Höhe
von 23.209,33 EUR und der BgA AWM-Dienstleistungen erwirtschaftete einen Verlust von
11.426,54 EUR.
Die Gesamtinvestitionen lagen im Jahr 2015 bei 16.088 TEUR. Davon wurden 28 TEUR in Soft-
ware, 818 TEUR in Anlagen der Stadtreinigung, 6.603 TEUR in Anlagen der Abfallwirtschaft und
6.737 TEUR in Grundstücke mit Betriebs- und anderen Bauten investiert. Der verbleibende Anteil
in Höhe von 492 TEUR entfällt auf Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie in Höhe von
1.410 TEUR auf geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau.
Gemäß § 4 der EigVO wird dem Betriebsausschuss für das Wirtschaftsjahr 2015 Entlastung
erteilt.
Die Entlastung der Betriebsleitung erfolgt gemäß § 5 Abs. 5 Satz 2 EigVO vom 16. November
2004 durch den Betriebsausschuss. Hiermit wird sich der Betriebsausschuss in seiner nächsten
planmäßigen Sitzung befassen.
- 3 -
V/0313/2016
2. Lagebericht
Zum Lagebericht wurde seitens der PKF FASSELT SCHLAGE Partnerschaft mbB Wirtschaftsprü-
fungsgesellschaft, Duisburg festgestellt, dass dieser entsprechend § 25 EigVO aufgestellt worden ist,
im Einklang mit dem Jahresabschluss steht und die sonstigen Angaben im Lagebericht keine
falsche Vorstellung von der Lage des Eigenbetriebes erwecken.
3. Prüfungsergebnis
Die PKF FASSELT SCHLAGE Partnerschaft mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Duisburg erteilt
den AWM für das Wirtschaftsjahr 2015 einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.
Die weiteren Einzelheiten zum Jahresabschluss 2015 können den beigefügten Unterlagen entnom-
men werden.
Darüber hinaus werden die Abschlussergebnisse vom Prüfungsleiter der PKF FASSELT SCHLAGE
mbB Partnerschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Duisburg in der Betriebsausschusssitzung am
08.06.2016 im Rahmen einer Jahresabschlussbesprechung im Einzelnen erläutert.
I. V.
gez.
Peck
Stadtrat
Anlagen: - Jahresabschluss der AWM (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang)
- Lagebericht
Anlage 1
132746 Zeichen
Saubere
Lösung
Geschäftsjahr
Jahresabschluss
Lagebericht
2015
Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 1
Jahresabschluss | Lagebericht
Geschäftsjahr 2015
Saubere Lösung
2 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
Saubere Lösung
Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 3
Inhalt
Jahresabschluss
Inhalt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
Bilanz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4–5
Gewinn- und Verlustrechnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
Anhang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 – 26
I . . . Allgemeine .Angaben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .7
II . . . Bilanzierungs- .und .Bewertungsmethoden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .7
III . . . Bilanzerläuterungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .9
IV . . . Erläuterungen .zur .Gewinn- .und .Verlustrechnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .13
V . . . Ergänzende .Angaben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .18
VI . . Anlagen .
. . Anlagennachweis .[Anlage .1] . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .22 – 25
. . Gewinn- .und .Verlustrechnung .nach .Betriebszweigen .[Anlage .2] . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .26
Lagebericht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27 – 45
Vorbemerkung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .27
I . . . Grundlagen .des .Unternehmens . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .27
II . . . Wirtschaftsbericht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .28
. . 1 . . . Gesamtwirtschaftliche, .branchenbezogene .Rahmenbedingungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28
. . 2 . . . Geschäftsverlauf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .31
. . 2 .1 . .Straßenreinigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .31
. . 2 .2 . .Abfallwirtschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .32
. . 3 . . . Wirtschaftliche .Lage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .34
. . 3 .1 . .Ertragslage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .34
. . 3 .2 . .Finanzlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .37
. . 3 .3 . .Vermögenslage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .38
. . 3 .4 . .Gesamtaussage .zur .Lage .des .Unternehmens . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .39
. . 4 . . . Nichtfinanzielle .Leistungsindikatoren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .40
. . 5 . . . Management .Approach .– .Unternehmensberichterstattung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .42
III . . Nachtragsbericht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .42
IV . . Prognosebericht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .43
V . . . Chancen- .und .Risikobericht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .44
VI . . Sonstiges . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .45
VII . . Berichterstattung .über .Sachverhalte .im .Sinne .von .§ .53 .Abs . .1 .Nr . .2 .Haushaltsgrundsätzegesetz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .45
Bestätigungsvermerk . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46 – 47
Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .48
Saubere Lösung
4 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
Bilanz zum 31 .12 .2015
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
Saubere Lösung
Aktivseite
EUR
31 .12 .2015
EUR
31 .12 .2014
EUR
A . ANLAGEVERMÖGEN
. . I . .IMMATERIELLE .VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
. Entgeltlich .erworbene .Konzessionen .und .Software 65 .265,09 84 .187,51
. II . .SACHANLAGEN
. . 1 . .Grundstücke .mit .Betriebs- .und .anderen .Bauten 19 .129 .766,71 13 .954 .828,09
. 2 . .Anlagen .der .Stadtreinigung 2 .415 .421,30 2 .273 .276,92
. . 3 . .Anlagen .der .Abfallwirtschaft 17 .816 .582,15 14 .218 .369,25
. . 4 . .Andere .Anlagen, .Betriebs- .und .Geschäftsausstattung 1 .333 .559,84 1 .209 .374,87
. . 5 . .Geleistete .Anzahlungen .und .Anlagen .im .Bau . . .1 .493 .920,40 . . . . . .172 .042,64
42 .189 .250,40 31 .827 .891,77
. . . . .III . .FINANZANLAGEN
. . . . .1 . .Wertpapiere .des .Anlagevermögens 8 .993 .693,01 8 .993 .693,01
. . . . .2 . .Sonstige .Ausleihungen . . .1 .500 .000,00 . . .1 .500 .000,00
10 .493 .693,01 10 .493 .693,01
52 .748 .208,50 42 .405 .772,29
B . UMLAUFVERMÖGEN
. I . .VORRÄTE
. . 1 . .Roh-, .Hilfs- .und .Betriebsstoffe 847 .439,05 896 .081,66
. . 2 . .Fertige .Erzeugnisse .und .Waren . . . . . .176 .448,46 . . . . . .171 .840,14
1 .023 .887,51 1 .067 .921,80
. . II . .FORDERUNGEN .UND .SONSTIGE
. VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
. . 1 . .Forderungen .aus .Lieferungen .und .Leistungen 4 .258 .548,98 3 .662 .236,39
. . 2 . .Forderungen .an .die .Stadt .Münster
. . . . . . .davon .mit .einer .Restlaufzeit .von .mehr .als .einem .Jahr
. . . . . . .31 .12 .2015: .0,00 . €
. . . . . . . [31 .12 .2014: .448 .076,81 .€]
772 .450,42 1 .739 .235,99
. . 3 . .Sonstige .Vermögensgegenstände . . .1 .082 .963,40 . . . . . . . . .64 .466,41
6 .113 .962,80 5 .465 .938,79
. . III . .KASSENBESTAND .UND .GUTHABEN
. . BEI .KREDITINSTITUTEN
10 .296 .545,26 16 .777 .367,44
. . . . .
17 .434 .395,57 23 .311 .228,03
C . RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 65 .409,48 . . . . . . . .66 .174,19
70 .248 .013,55 65 .783 .174,51
Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 5
Saubere Lösung
Passivseite
EUR
31 .12 .2015
EUR
31 .12 .2014
EUR
A . EIGENKAPITAL
. I . .STAMMKAPITAL 500 .000,00 500 .000,00
. . II . .RÜCKLAGEN
. Allgemeine .Rücklagen 14 .330 .574,35 12 .822 .590,64
. III . .JAHRESÜBERSCHUSS . .2 .343 .376,04 . . .3 .046 .678,61
17 .173 .950,39 16 .369 .269,25
B . SONDERPOSTEN AUS ÜBERSCHÜSSEN
AWM-DIENSTLEISTUNGEN
726 .168,01 688 .391,76
C . SONDERPOSTEN AUS PHOTOVOLTAIK-ÜBERSCHÜSSEN 57 .251,00 49 .150,52
D . SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE
ZUM ANLAGEVERMÖGEN
34 .833,33 40 .333,33
E . RÜCKSTELLUNGEN
. . 1 . .Rückstellungen .für .Pensionen 2 .303 .668,00 2 .000 .655,00
. 2 . .Steuerrückstellungen 19 .180,00 33 .960,00
. . 3 . .Sonstige .Rückstellungen
. . . . .a] .Gebührenüberschüsse 1 .354 .440,75 1 .388 .816,89
. . . . . .b] .Übrige 37 .508 .332,04 37 .209 .047,73
38 .862 .772,79 38 .597 .864,62
. . . . . 41 .185 .620,79 40 .632 .479,62
F . VERBINDLICHKEITEN
. 1 . .Verbindlichkeiten .gegenüber .Kreditinstituten
. . . . . . .davon .mit .einer .Restlaufzeit .bis .zu .einem .Jahr
. . . . .31 .12 .2015: .71,05 . € .[31 .12 .2014: .100,68 .€]
71,05 100,68
. 2 . .Verbindlichkeiten .aus .Lieferungen .und .Leistungen
. . . . .davon .mit .einer .Restlaufzeit .bis .zu .einem .Jahr
. . . . . 31 .12 .2015: .2 .349 .587,41 .€ .[31 .12 .2014: .2 .268 .429,54 .€]
2 .349 .587,41 2 .268 .429,54
. 3 . .Verbindlichkeiten .gegenüber .der .Stadt .Münster
. . . . .davon .mit .einer .Restlaufzeit .bis .zu .einem .Jahr
. . . . . .31 .12 .2015: .436 .358,42 . € .[31 .12 .2014: .754 .032,81 .€]
436 .358,42 754 .032,81
. 4 . .Verbindlichkeiten .gegenüber .Gebührenzahlern
. . . . . .davon .mit .einer .Restlaufzeit .bis .zu .einem .Jahr
. . . . . 31 .12 .2015: .3 .027 .039,26 .€ .[31 .12 .2014: .2 .384 .000,00 .€]
8 .006 .688,65 4 .741 .740,45
. . 5 . .Sonstige .Verbindlichkeiten
. . . . .davon .mit .einer .Restlaufzeit .bis .zu .einem .Jahr
. . . . . .31 .12 .2015: .277 .484,50 . € .[31 .12 .2014: .239 .246,55 .€]
. . . . .davon .aus .Steuern
. . . . . .31 .12 .2015: .277 .255,41 .€ .[31 .12 .2014: .234 .436,39 .€]
. . . . . .277 .484,50 . . . . . .239 .246,55
11 .070 .190,03 . . .8 .003 .550,03
70 .248 .013,55 65 .783 .174,51
6 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
Gewinn- und Verlustrechnung
Saubere Lösung
Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr
vom 1 . Januar bis 31 . Dezember 2015 EUR EUR
2015
EUR
2014
EUR
1 . Umsatzerlöse 50 .514 .990,58 52 .322 .023,73
2 . Erhöhung ( Vorjahr Verminderung) des Bestands
an fertigen Erzeugnissen
8 .051,15 -12 .689,95
3 . Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 13 .248,82
4 . Sonstige betriebliche Erträge 3 .387 .287,38 . .5 .040 .641,83
. davon .Inanspruchnahme .der .Rückstellungen .
. aus .Gebührenüberschüssen .
. 2015: .34 .376,14 .€ .[2014: .2 .682 .416,19 .€ .]
53 .910 .329,11 57 .363 .224,43
5 . Materialaufwand
. a] .Aufwendungen .für .Roh-, .Hilfs- .und .
. . . . . .Betriebsstoffe .und .für .bezogene .Waren .
4 .403 .292,72 3 .705 .396,85
. b] .Aufwendungen .für .bezogene .Leistungen 14 .985 .965,99 23 .253 .099,24
19 .389 .258,71 26 .958 .496,09
6 . Personalaufwand
. a] .Löhne .und .Gehälter 14 .076 .316,54 13 .381 .003,99
. b] .Soziale .Abgaben .und .Aufwendungen .für
. . . . . .Altersversorgung .und .für .Unterstützung
. . . . . .davon .für .Altersversorgung:
. . . . . .2015: .1 .545 .588,01 . € .[2014: .1 .238 .734,64 .€]
. .4 .475 .341,34 . .3 .967 .732,86
18 .551 .657,88 17 .348 .736,85
7 . Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen-
stände des Anlagevermögens und Sachanlagen
5 .745 .592,24 4 .195 .245,07
8 . Sonstige betriebliche Aufwendungen 5 .238 .010,83 . .4 .235 .829,45
48 .924 .519,66 52 .738 .307,46
9 . Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 99 .342,32 206 .142,91
10 . Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2 .674 .290,23 . .1 .685 .288,70
. . davon .Aufwendungen .aus .der .Aufzinsung .
. . 2015: . .2 .674 .256,55 .€ .[2014: .1 .685 .204,22 .€]
11 . Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2 .410 .861,54 3 .145 .771,18
12 . Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 13 .567,66 41 .783,54
13 . Sonstige Steuern 53 .917,84 . . . . . . . . .57 .309,03
14 . Jahresüberschuss 2 .343 .376,04 3 .046 .678,61
Nachrichtlich:
.
Behandlung .des .Jahresüberschusses .
a) . zur .Einstellung .in .die .allgemeine .Rücklage 1 .137 .898,15 1 .507 .983,71
b) . zur .Zuführung .in .den .allgemeinen .Haushalt 1 .193 .695,10 1 .492 .818,17
c) . zur .Zuführung .(Vorjahr .Zuführung) .aus .Sonderposten .Photovoltaik-Überschüsse 23 .209,33 8 .100,48
d) . zur .Zuführung .(Vorjahr .Zuführung) .aus .Sonderposten .Überschüsse .AWM-Dienstleistungen -11 .426,54 37 .776,25
Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 7
Anhang
für das Wirtschaftsjahr 2015
I . Allgemeine Angaben
Der .Jahresabschluss .der .eigenbetriebsähnlichen .Einrichtung .Abfallwirtschaftsbetriebe .Münster .(AWM) .wurde .nach .
den .Vorschriften .der .Eigenbetriebsverordnung .NRW .in .Verbindung .mit .den .Bestimmungen .des .Handelsgesetzbuchs .
aufgestellt .
Um .die .unternehmens- .und .branchenspezifischen .Besonderheiten .der .AWM .abbilden .zu .können, .wird .in .der .Bilanz .
gemäß .§ .265 .Abs . .5 .HGB .auf .der .Aktivseite .eine .Untergliederung .des .Sachanlagevermögens .um .die .Anlagen .der .
Stadtreinigung .und .der .Abfallwirtschaft .und .auf .der .Passivseite .eine .Untergliederung .der .sonstigen .Rückstellungen .in .
„Rückstellungen .für .Gebührenüberschüsse“ .und .„Übrige .Rückstellungen“ .vorgenommen . .Darüber .hinaus .wurde .die .
Passivseite .um .die .Posten .„Sonderposten .aus .Überschüssen .AWM-Dienstleistungen“ , .den .„Sonderposten .aus .Photovol-
taik-Überschüssen“ .und .den .„Sonderposten .für .Investitionszuschüsse .zum .Anlagevermögen“ .erweitert . .Die .Unterglie-
derung .der .Verbindlichkeiten .wurde .um .den .Posten .„ Verbindlichkeiten .gegenüber .Gebührenzahlern“ .erweitert .
Die .Gewinn- .und .Verlustrechnung .ist .nach .dem .Gesamtkostenverfahren .aufgestellt .
II . Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Für .die .Aufstellung .des .Jahresabschlusses .waren .die .nachfolgenden .Bilanzierungs- .und .Bewertungsmethoden .maßge-
bend .
Die .immateriellen .Vermögensgegenstände .und .Sachanlagen .sind .zu .Anschaffungs- .oder .Herstellungskosten .bewertet . .
Es .wurde .grundsätzlich .die .lineare .Abschreibungsmethode .unter .Zugrundelegung .der .betriebsgewöhnlichen .Nutzungs-
dauer .angewendet . .Geringwertige .Anlagegüter .werden .im .Jahr .des .Zugangs .voll .abgeschrieben .
Die .Abschreibungen .des .dritten .Bauabschnitts .der .ZDM .II .werden .auf .Basis .des .ermittelten .verbleibenden .Restverfüll-
volumens .leistungsabhängig .vorgenommen .
Bei .den .Finanzanlagen .werden .die .Wertpapiere .zu .Anschaffungskosten .angesetzt . .Die .sonstigen .Ausleihungen .betreffen .
ein .Genussrecht, .welches .ebenfalls .zu .Anschaffungskosten .angesetzt .worden .ist .
Die .Vorräte .werden .zu .Anschaffungs- .und .Herstellungskosten .bzw . .zu .gleitenden .Durchschnittspreisen .angesetzt . .Für .
bestimmte .Vorräte .werden .die .Werte .mit .Hilfe .zulässiger .Bewertungsvereinfachungsverfahren .unter .Beachtung .des .
strengen .Niederstwertprinzips .ermittelt .
Forderungen .und .sonstige . Vermögensgegenstände .sind .zum .Nennwert .angesetzt .worden . .Allen .risikobehafteten .
Posten .ist .durch .die .Bildung .angemessener .Einzelwertberichtigungen .Rechnung .getragen .worden .
Der .Sonderposten .aus .Überschüssen .AWM-Dienstleistungen .enthält .Überschüsse .aus .Vorjahren .zuzüglich .Zuführungen .
des .laufenden .Wirtschaftsjahres . .Gleiches .gilt .für .den .Sonderposten .aus .Photovoltaik-Überschüssen . .Bei .den .Zufüh-
rungen .des .laufenden .Wirtschaftsjahres .handelt .es .sich .um .die .Verwendung .des .Jahresergebnisses .2014 .auf .Basis .des .
Beschlusses .des .Rats .der .Stadt .Münster .vom .17 . .Juni .2015 .
Saubere Lösung
8 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
Der .Sonderposten .für .Investitionszuschüsse .zum .Anlagevermögen .wird .über .die .Nutzungsdauer .des .Vermögensgegen-
stands .(10 .Jahre), .für .den .er .gewährt .wurde, .ertragswirksam .aufgelöst .
Die .Rückstellungen .für .Pensionen .sind .zum .versicherungsmathematisch .ermittelten .Barwert .unter .Berücksichtigung .
der .Richttafeln .von .Prof . .Dr . .K . .Heubeck, .Köln, .Richttafeln .2005 .G, .gem . .§ .22 .Abs . .3 .EigVO .NRW .angesetzt .und .bewertet .
worden; .es .wurde .ein .Rechnungszinsfuß .von .5 .% .zugrunde .gelegt .
Die .Steuerrückstellungen .und .die .sonstigen .Rückstellungen .beinhalten .alle .erkennbaren .Risiken .und .sind .grundsätzlich .
mit .dem .Betrag .angesetzt .worden, .der .nach .vernünftiger .kaufmännischer .Beurteilung .notwendig .ist .
Die .Bewertung .erfolgt .mit .dem .notwendigen .Erfüllungsbetrag . .Rückstellungen .mit .einer .Restlaufzeit .von .mehr .als .
einem .Jahr .wurden .abgezinst .
Die .Rückstellungen .für .Beihilfen .wurden .gemäß .§ .36 .Abs . .1 .Satz .5 .– .8 .GemHVO .berechnet . .Der .Barwert .wurde .als .pro-
zentualer .Anteil .in .Höhe .von .19,8 .% .der .Rückstellungen .für .Versorgungsbezüge .ermittelt . .
Die .Rückstellungen .für .Altersteilzeit .wurden .nach .versicherungsmathematischen .Grundsätzen .durch .das .Personalamt .
der .Stadt .Münster .unter .Verwendung .des .Programms .„HPR .Haessler .Pensionsrückstellungen .Kommunal“ .ermittelt . .
Die .Rückstellungen .für .Altersteilzeit .wurden .mit .dem .durchschnittlichen .Marktzinssatz .abgezinst, .der .sich .bei .einer .
angenommenen .Restlaufzeit .von .zwei .Jahren .ergibt . .Dieser .beläuft .sich .zum .31 . .Dezember .2015 .auf .2,16 .% .(VJ .2,9 .%) . .
Bei .der .Bewertung .wird .eine .durchschnittliche .Kostensteigerung .in .Höhe .von .1,75 .% .(VJ .1,5 .%) .unterstellt .
In .den .Rückstellungen .für .Gebührenüberschüsse .werden .Gebührenüberschüsse .ausgewiesen, .soweit .sie .aus .der .Zeit .
vor .der .Neufassung .des .§ .6 .Abs . .2 .KAG .NRW .(= .Kostenüberdeckungen .aus .der .Zeit .vor .dem .Jahr .1999) .resultieren . .Diese .
werden .nachfolgend .auch .als .„Gebührenüberschüsse .ALT“ .bezeichnet . .Verpflichtungen .aus .Gebührenüberschüssen, .
soweit .sie .im .Zusammenhang .mit .nach .§ .6 .KAG .NRW .innerhalb .der .nächsten .vier .Jahre .zurück .zu .erstattenden .Kosten-
überdeckungen .stehen, .werden .unter .dem .Posten .„ Verbindlichkeiten .gegenüber .Gebührenzahlern“ .ausgewiesen .
(= .Gebührenüberschüsse .„NEU“) .
Die .Rückstellungen .für .die .Rekultivierung .und .Nachsorge .der .ZDM .I .und .II .(im .Folgenden .als .Deponierückstellungen .
bezeichnet) .basieren .auf .dem .Gutachten .der .ECONUM .Unternehmensberatung .GmbH .aus .2009 . .Die .gebührenrecht-
liche .Refinanzierung .der .in .der .Vergangenheit .noch .nicht .erwirtschafteten .Rückstellungsanteile .wurde .in .2015 .abge-
schlossen .
Da .die .Einzelmaßnahmen .der .Rekultivierungs- .und .Nachsorgeverpflichtungen .nicht .zu .einem .Zeitpunkt, .sondern .
in .einem .Zeitraum .zu .erfüllen .sind, .wird .die .Rückstellung .für .Zwecke .der .Bewertung .in .mehrere .T eilrückstellungen .
entsprechend .der .Einzelverpflichtungen .aufgeteilt .und .jeweils .eine .gesonderte .Restlaufzeit .zugeordnet . .Der .jeweilige .
Erfüllungsbetrag .der .Verpflichtung .wird .mit .dem .jeweiligen .laufzeitadäquaten .Zinssatz .abgezinst .
Für .die .Nachsorgerückstellung .der .ZDM .I .wurde .aufgrund .aktueller .Erkenntnisse .eine .Betriebskostenanpassung .vorge-
nommen .mit .der .Folge, .dass .sich .der .Barwert .der .Rückstellung .um .2 .166 .TEUR .reduziert .hat .
Verbindlichkeiten .sind .zum .Erfüllungsbetrag .angesetzt .
Saubere Lösung
Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 9
Saubere Lösung
Die .Erträge .aus .der .Inanspruchnahme .von .Verpflichtungen .für .Gebührenüberdeckungen .sowie .die .Aufwendungen .aus .
der .Zuführung .zu .den .Verpflichtungen .für .Gebührenüberdeckungen .werden, .soweit .sie .im .Zusammenhang .mit .nach .
§ .6 .KAG .NRW .innerhalb .der .nächsten .vier .Jahre .zurück .zu .erstattenden .Kostenüberdeckungen .(Gebührenüberschüsse .
„NEU“) .stehen, .saldiert .in .den .Umsatzerlösen .ausgewiesen . .Dies .gilt .entsprechend .für .etwaige .Kostenunterdeckungen . .
Der .Ausweis .der .Inanspruchnahme .der .Gebührenüberschüsse .„ALT“ .erfolgt .unter .den .sonstigen .betrieblichen .Erträgen .
III . Bilanzerläuterungen
AKTIVSEITE
Anlagevermögen
Die .Entwicklung .des .Anlagevermögens .wird .im .beigefügten .Anlagennachweis .(Anlage .1 .des .Anhangs) .gezeigt .
Der .Bestand .der .Anlagen .der .Abfallwirtschaft .hat .sich .im .Wirtschaftsjahr .um .3 .598 .TEUR .und .der .der .Grundstücke .mit .
Betriebs- .und .anderen .Bauten .um .5 .175 .TEUR .erhöht, .was .insbesondere .auf .den .Erwerb .der .Mechanisch-Biologischen-
Restabfallbehandlungsanlage .(MBRA) .zum .1 . .Juni .2015 .zurückzuführen .ist .
Zum .Bilanzstichtag .werden .geleistete .Anzahlungen .und .Anlagen .im .Bau .mit .1 .494 .TEUR .ausgewiesen . .Es .handelt .sich .
hierbei .in .erster .Linie .um .die .Erneuerung .des .Werkstattdachs .(214 .TEUR), .den .Bau .des .Verwaltungsgebäudes .(232 .TEUR), .
das .in .2017 .fertiggestellt .werden .soll, .Anlagen .der .Abfallwirtschaft .(243 .TEUR) .sowie .um .6 .Fahrgestelle .(805 .TEUR), .die .
in .2016 .fertiggestellt .werden .
Für .das .Jahr .2016 .sind .Investitionen .in .Höhe .von .15 .702 .TEUR .geplant . .Von .diesen .Neu- .und .Reinvestitionen .entfallen .
1 .528 .TEUR .auf .die .Stadtreinigung .und .13 .664 .TEUR .auf .den .Bereich .der .Abfallwirtschaft . .Hierbei .handelt .es .sich .primär .
um .den .Umbau .der .in .2015 .erworbenen .MBRA, .die .Nachrüstung .des .Blockheizkraftwerkes .(BHKW) .für .die .Gasverwer-
tung .von .Biogas .aus .der .MBRA .sowie .weitere .Investitionen .in .abfallwirtschaftliche .Anlagen . .Der .verbleibende .Anteil .in .
Höhe .von .510 .TEUR .betrifft .überwiegend .Neu- .und .Ersatzinvestitionen .in .gemeinsame .Anlagen . .Die .Finanzierung .soll .
über .die .Aufnahme .von .Krediten, .Abschreibungen .und .Eigenmittel .erfolgen .
Die .vorhandenen .Anlagen .im .Bereich .der .Stadtreinigung .und .Abfallwirtschaft .konnten .im .Wesentlichen .technisch .und .
wirtschaftlich .optimal .genutzt .werden . .Im .Sinne .einer .sicheren .Bewältigung .der .Aufgabenstellung .sind .sie .ausreichend .
dimensioniert .
Umlaufvermögen
Vorräte
Der .Posten .Vorräte .enthält .im .Wesentlichen .Lagermaterial .(322 .TEUR), .Streumittel .(323 .TEUR), .Schutz- .und .Dienstklei-
dung .(130 .TEUR), .Waren .(176 .TEUR) .und .Sonstiges .(73 .TEUR) .
Forderungen .an .die .Stadt .Münster
Die .Forderungen .an .die .Stadt .resultieren .mit .590 .TEUR .aus .Lieferungen .und .Leistungen .und .mit .182 .TEUR .aus .dem .
Cash .Pooling . .Die .Forderungen .aus .der .Einstandsverpflichtung .für .die .Nachsorge .der .ZDM .I .und .II .wurden .vollständig .
beglichen . .
10 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
Rechnungsabgrenzungsposten
Die .aktive .Rechnungsabgrenzung .enthält .ausschließlich .transitorische .Posten .
PASSIVSEITE
Eigenkapital
Das .Eigenkapital .belief .sich .zu .Beginn .des . Wirtschaftsjahres .auf .16 .369 .269,25 .EUR . .Gemäß .Ratsbeschluss .vom .
17 . .Juni .2015 .wurde .von .dem .Jahresüberschuss .2014 .(3 .046 .678,61 .EUR) .ein .Anteil .in .Höhe .von .1 .507 .983,71 .EUR .der .allge-
meinen .Rücklage .zugeführt . .Das .Eigenkapital .erhöht .sich .um .den .Jahresüberschuss .2015 .in .Höhe .von .2 .343 .376,04 .EUR .
und .saldiert .sich .aufgrund .der .in .2015 .ausgezahlten .Konsolidierungsbeiträge .in .Höhe .von .1 .492 .818,17 .EUR, .Zuführun-
gen .zu .den .Sonderposten .der .Betriebe .gewerblicher .Art .(BgA) .in .Höhe .von .45 .876,73 .EUR .zum .31 . .Dezember .2015 .auf .
17 .173 .950,39 .EUR . .
Entwicklung .des .Eigenkapitals .2015:
Saubere Lösung
Eigenkapital
31 .12 .2014
EUR
Zuführung
in die
Allgemeine
Rücklage
EUR
Auszahlungen
an die
Stadt Münster
EUR
Zuführungen/
Entnahmen
SOPO
der Betriebe
gewerblicher
Art
EUR
Zuführungen
zu den
Verbindlichkeiten
gegenüber dem
Gebührenzahler
EUR
Jahresüber-
schuss
2015
EUR
Eigenkapital
31 .12 .2015
EUR
Stammkapital 500 .000 500 .000
Allgemeine .Rücklage 12 .822 .591 1 .507 .984 14 .330 .574
Jahresüberschuss 3 .046 .679 -1 .507 .984 -1 .492 .818 -45 .877 2 .343 .376 2 .343 .376
Summe 16 .369 .269 0 -1 .492 .818 -45 .877 0 2 .343 .376 17 .173 .950
Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 11
Rückstellungen
Die .Rückstellungen .haben .sich .im .Wirtschaftsjahr .2015 .wie .folgt .entwickelt:
* . .In .den .Zuführungen .sind .2 .674 .TEUR .Zinsaufwendungen .aus .der .Aufzinsung .langfristiger .Rückstellungen .enthalten . .
Bei .den .sonstigen .Rückstellungen .handelt .es .sich .um .Rückstellungen .für .Altersteilzeit .(64 .TEUR), .Rückstellungen .für .
Beihilfen .(456 .TEUR), .sonstige .ungewisse .Verbindlichkeiten .(410 .TEUR), .die .Nachsorge/Rekultivierung .der .ZDM .I .und .
II .(33 .858 .TEUR), .Urlaubs- .und .Überstundenansprüche .(1 .454 .TEUR), .Gebührenüberschüsse .„ALT“ .(erwirtschaftet .vor .
1999) .(1 .354 .TEUR) .sowie .Rückstellungen .für .Aufwendungen .Regenereignis .ZDM .I .(1 .266 .TEUR) .
Rückstellung .für .Gebührenüberschüsse .vor .Inkrafttreten .des .Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes .(BilMoG)
Da .die .vor .dem .Wirtschaftsjahr .2000 .gebildeten .Rückstellungen .aus .Gebührenüberschüssen .der .Abfallwirtschaft .bis .
spätestens .zum .31 . .Dezember .2024 .aufgelöst .werden, .wurde .gemäß .Artikel .67 .des .II . .Einführungsgesetzes .zum .Han-
delsgesetzbuch .(EGHGB) .das .Beibehaltungswahlrecht .in .Anspruch .genommen . .Durch .Anwendung .des .Beibehaltungs-
wahlrechts .im .Zusammenhang .mit .den .Neuregelungen .des .BilMoG .zum .1 . .Januar .2010 .resultiert .im .Jahresabschluss .
2015 .eine .Überdeckung .in .Höhe .von .57 .TEUR .(VJ .120 .TEUR) .
Saubere Lösung
31 .12 .2014
TEUR
Inanspruchnahme
TEUR
Auflösung
TEUR
Zuführung*
TEUR
31 .12 .2015
TEUR
1 . .Rückstellungen .für .Pensionen 2 .001 111 0 414 2 .304
2 . .Steuerrückstellungen 34 18 9 12 19
3 . .Sonstige .Rückstellungen 38 .597 2 .825 2 .349 5 .439 38 .862
Summe Rückstellungen 40 .632 2 .954 2 .358 5 .865 41 .185
Verbindlichkeiten
Für .die . Verbindlichkeiten .bestehen .die .folgenden .Restlaufzeiten:
Die .Verbindlichkeiten .gegenüber .der .Stadt .Münster .betreffen .im .Wesentlichen .Verbindlichkeiten .aus .Lie .ferungen .und .
Leistungen .
Besicherungen .für .Verbindlichkeiten .bestehen .nicht .
12 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
Saubere Lösung
Gesamt
TEUR
davon
mit einer Laufzeit:
bis 1 Jahr
TEUR
davon
mit einer Laufzeit:
1 bis 5 Jahre
TEUR
davon
mit einer Laufzeit:
über 5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
0 0 0 0
[31 .12 .2014] [0] [0] [0] [0]
Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen
2 .350 2 .350 0 0
[31 .12 .2014] [2 .268] [2 .268] [0] [0]
Verbindlichkeiten
gegenüber der Stadt Münster
436 436 0 0
[31 .12 .2014] [754] [754] [0] [0]
Verbindlichkeiten
gegenüber Gebührenzahler
8 .007 3 .027 4 .980 0
[31 .12 .2014] [4 .742] [2 .384] [2 .358] [0]
Sonstige Verbindlichkeiten 277 277 0 0
[31 .12 .2014] [240] [240] [0] [0]
Gesamt 11 .070 6 .090 4 .980 0
[31 .12 .2014] [8 .004] [5 .646] [2 .358] [0]
Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 13
IV . Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die .Gewinn- .und .Verlustrechnung .für .jeden .Betriebszweig .ist .als .Anlage 2 .dem .Anhang .beigefügt .
Umsatzerlöse
Die .Umsatzerlöse .enthalten .Gebühreneinnahmen .und .Einnahmen .aus .privatrechtlichen .Entgelten .
Von .den .Umsatzerlösen .entfallen .40 .245 .TEUR .auf .die .Abfallwirtschaft; .davon .betreffen .32 .249 .TEUR .die .Abfallabfuhr, .
1 .016 .TEUR .die .Abfalldeponierung, .5 .023 .TEUR .die .sonstige .Abfallverwertung, .1 .919 .TEUR .den .DSD-Bereich .und .38 .TEUR .
die .Sonderabfälle . .In .den .Umsatzerlösen .der .Abfallabfuhr .sind .saldierte .Überdeckungen .in .Höhe .von .3 .089 .TEUR .enthal-
ten, .die .den .Verbindlichkeiten .gegenüber .Gebührenzahlern .zugeführt .wurden .
Weitere .Umsatzerlöse .entfallen .in .Höhe .von .5 .384 .TEUR .auf .die .Straßenreinigung .und .1 .637 .TEUR .auf .den .Winter-
dienst . .In .den .Umsatzerlösen .der .Straßenreinigung .sind .saldierte .Überdeckungen .in .Höhe .von .175 .TEUR .enthalten, .die .
den .Verbindlichkeiten .gegenüber .Gebührenzahlern .zugeführt .wurden .
Aus .der .Überdeckung .resultieren .insgesamt .865 .TEUR .aus .der .periodenfremden .Korrektur .der .kalkulatorischen .Verzin-
sung .2012 .– .2014 .
Auf .die .Nebengeschäfte .in .allen .Betriebsbereichen .entfallen .Erlöse .in .Höhe .von .3 .249 .TEUR .
Abfallwirtschaft
Abfallabfuhr
Die .den .Umsatzerlösen .zugrunde .liegenden .Leistungen .im .Abfallabfuhrbereich .entsprechen .der .Anzahl .der .tatsächli-
chen .Behälterentleerungen .auf .der .Grundlage .der .jeweiligen .monatlichen .Behälterbestände .
Abfalldeponierung/-verwertung
Die .den .Umsatzerlösen .zugrunde .liegenden .Leistungen .im .Abfalldeponierungs/-verwertungsbereich .sind .der .nachfol-
genden .Anlieferungsstatistik .zu .entnehmen .
Saubere Lösung
Altholz Bioabfälle Grünabfälle
Haus-/Sperrmüll
nicht verwertbar
Straßenkehrricht/
MBRA/
Kompostierung
Istmenge .in .Mg 3 .698 15 .923 16 .679 49 .468 4 .953
Planmenge .in .Mg 3 .800 17 .500 18 .000 49 .000 5 .500
Abweichung in Mg -102 -1 .577 -1 .321 468 -547
Jahresabschluss .in .Euro 110 .926 2 .998 .080 750 .564 15 .921 .716 497 .045
Planungsgröße .in .Euro 114 .000 3 .295 .000 810 .000 15 .771 .000 552 .000
Abweichung in Euro -3 .074 -296 .920 -59 .436 150 .716 -54 .955
Abweichung in Prozent -2,70 -9,01 -7,34 0,96 -9,96
14 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
Stadtreinigung
Die .den .Umsatzerlösen .Stadtreinigung .zugrunde .liegenden .Leistungen .sind .der .nachfolgenden .Leistungsübersicht .zu .
entnehmen .
Allgemeine .Stadtreinigung
Bezüglich .der . Tarifstatistik .wird .auf .die .beschlossene .Gebührensatzung .zur .Abfallabfuhr .und .Straßenrei . nigung .
verwiesen .
Sonderleistungen
- . Neujahrsreinigung
- . Hafenfest, .Karneval .sowie .weitere .Veranstaltungen
- . Sonderreinigungen .für .städt . .Ämter .(Amt .für .Schule .und .Weiterbildung, .Amt .für .Immobilienmanagement, .Tiefbau-
amt, .Sportamt, .Amt .für .Grünflächen .und .Umweltschutz)
- . Flohmarktreinigungen
- . Reinigung .für .private .und .gewerbliche .Auftraggeber .(z .B . .Betriebsgelände, .Parkplätze)
- . Reinigung .öffentlicher .Flächen
Saubere Lösung
2015
Kehrmeter
Vorjahr
Kehrmeter
Vollreinigung .[insgesamt] 820 .652 820 .652
Fahrbahnreinigung .[wöchentlich] 281 .594 281 .594
Fahrbahnreinigung .[14-tägig] 284 .767 284 .767
Reinigung .von .ca . .852 .Kilometern .Rad- .und .Gehwegen .und .31 .115 .qm .Flächenreinigung .(Abendreinigung .in .der .Stadt) .
Winterdienst
Der .Winterdienst .wurde .planmäßig .durchgeführt . .Per .31 . .Dezember .2015 .waren .8 .große .(Großteil .der .verfügbaren .
Kräfte), .12 .mittlere .(> .fünf .Streufahrzeuge) .sowie .16 .kleinere .Einsätze .(bis .fünf .Streufahrzeuge) .erforderlich .
Sonstige betriebliche Erträge
Die .sonstigen .betrieblichen .Erträge .enthalten .u . a . .Erträge .aus .dem .Bereitschaftsdienst, .aus .der .Werkstatt, .aus .der .
Photovoltaikanlage, .aus .dem .Abgang .von .Gegenständen .des .Anlagevermögens .sowie .Pacht- .und .Mieteinnahmen . .Die .
sonstigen .betrieblichen .Erträge .enthalten .2 .354 .TEUR .periodenfremde .Erträge, .wovon .2 .166 .TEUR .aus .der .Auflösung .
der .Rückstellung .für .die .Nachsorge .der .ZDM .I .aufgrund .einer .Betriebskostenanpassung .resultieren .
Materialaufwand
Der .Materialaufwand .beinhaltet .die .Aufwendungen .für .Roh-, .Hilfs- .und .Betriebsstoffe .von .4 .403 .TEUR .sowie .Aufwen-
dungen .für .bezogene .Leistungen .in .Höhe .von .14 .986 .TEUR . .Bei .den .Aufwendungen .für .Roh-, .Hilfs- .und .Betriebsstoffe .
entfallen .1 .180 .TEUR .auf .den .Dieselkraftstoffverbrauch .und .2 .216 .TEUR .auf .die .Materialdirektverbräuche .sowie .1 .007 .
TEUR .auf .sonstige .Verbräuche .
Die .Aufwendungen .für .bezogene .Leistungen .entfallen .mit .7 .334 .TEUR .auf .die .Entsorgungskosten .in .der .MBRA, .mit .
3 .459 .TEUR .auf .die .Entsorgung .in .der .Biovergärungsanlage, .mit .230 .TEUR .auf .bezogene .Aufwendungen .für .das .BHKW, .
mit .544 .TEUR .auf .bezogene .Winterdienstleistungen .sowie .mit .3 .419 .TEUR .auf .sonstige .Entsorgungsleistungen .
.
Abschreibungen
Im .Wirtschaftsjahr .2015 .betrugen .die .Abschreibungen .5 .746 .TEUR .und .betreffen .ausschließlich .planmäßige .Abschrei-
bungen .auf .immaterielle .Vermögensgegenstände .des .Sachanlagevermögens .und .auf .Sachanlagen .
Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 15
Saubere Lösung
Streugutverbrauch 2015
Mg
Vorjahr
Mg
Streusalz 884,50 105,00
Lava-Granulat 131,05 85,45
Brechsalz-Splittgemisch . 0,00 360,00
16 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
Personalaufwand
Im .Jahr .2015 .wurden .bei .den .Abfallwirtschaftsbetrieben .folgende .Mitarbeiter .einschließlich .Auszubildende .beschäftigt:
Im .Zusammenhang .mit .dem .Erwerb .der .MBRA .sind .auch .23 .Mitarbeiter, .die .bisher .in .den .Anlagen .tätig .waren, .von .
AWM .übernommen .worden .
Gehälter
Grundlage .für .die .Gehaltsabrechnung .ist .seit .dem .1 . .Oktober .2005 .für .alle .Bediensteten .eine .einheitliche .Entgelttabel-
le .nach .dem .TVöD .in .der .jeweils .gültigen .Fassung .
Beamtenbesoldung
Grundlage .der .Bezüge .war .das .Landesbesoldungsgesetz .in .der .jeweils .gültigen .Fassung .
Die .AWM .sind .als .T eil .der .Stadt .Münster .Mitglied .der .Kommunalen .Zusatzversorgungskasse .Westfalen-Lippe .(ZKW) . .
Zweck .der .Anstalt .ist .es, .den .Arbeitnehmern .im .Wege .privatrechtlicher .Versicherung .eine .zusätzliche .Alters- .und .Hin-
terbliebenenversorgung .zu .gewähren . .Die .ZKW .hat .mit .der .Stadt .Münster .in .einer .Beteiligungsvereinbarung .festgelegt, .
dass .alle .Arbeitnehmer .zu .versichern .sind, .die .nach .dem .Tarifvertrag .über .die .Versorgung .der .Arbeitnehmer .des .Bundes .
und .der .Länder .sowie .von .Arbeitnehmern .kommunaler .Verwaltungen .und .Betriebe .zu .versichern .wären . .Der .derzeitige .
Umlagesatz .beträgt .4,5 .% .der .umlagepflichtigen .Lohn- .und .Gehaltssumme . .Zusätzlich .wird .ein .Sanierungsgeld .von .
3,25 .% .der .umlagepflichtigen .Lohn- .und .Gehaltssumme .erhoben .
Saubere Lösung
Zeitpunkt Beschäftigte
[ohne Azubis]
Nachrichtlich
Azubis
31 .03 .2015 340 11
30 .06 .2015 362 11
30 .09 .2015 359 13
31 .12 .2015 357 13
Durchschnitt 2015 354,5 12
Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 17
Der .Personalaufwand .in .seinen .einzelnen .Aufwandskomponenten .geht .aus .der .nachfolgenden .Übersicht .hervor:
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die .sonstigen .betrieblichen .Aufwendungen .beinhalten .768 .TEUR .Wertberichtigungen .zu .Forderungen .an .die .Stadt .
aus .der .Rekultivierung .und .Nachsorge .für .die .ZDM .I .und .II .(soweit .diese .über .die .Gebührenbedarfsberechnung .erzielt .
wurden), .788 .TEUR .Zuführung .in .die .Rückstellung .der .ZDM .II .(3 . .BA), .83 .TEUR .Zuführung .in .die .Rückstellung .der .ZDM .II .
(1 . .und .2 . .BA), .1 .005 .TEUR .Aufwendungen .für .Verwaltungsleistungen .der .Stadt .Münster .sowie .
2 .594 .TEUR .sonstige .allgemeine .Betriebs- .und .Verwaltungsaufwendungen .
.
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Der .Posten .enthält .neben .den .Zinserträgen .von .31 .TEUR .auch .den .Ertrag .aus .dem .Genussrecht .gegenüber .der .Stadt-
werke .Münster .GmbH .von .68 .TEUR .
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Dieser .Posten .enthält .2 .674 .TEUR .Zinsaufwendungen .aus .der .Aufzinsung .langfristiger .Rückstellungen .
Saubere Lösung
2015
EUR
2014
EUR
Veränderung
zum Vorjahr
EUR
Veränderung
zum Vorjahr
in Prozent
Beschäftigungsentgelte 13 .920 .016 13 .161 .729 758 .287 5,8
Beamtenbezüge 212 .334 208 .777 3 .557 1,7
Veränderungen .Urlaubs- .und .Überstundenrückstellungen 2 .252 68 .687 -66 .435 -96,7
Veränderung .Rückstellung .für .Altersteilzeit -58 .285 -58 .189 -96 -0,2
Gesamt 14 .076 .317 13 .381 .004 695 .313 5,2
Arbeitgeberanteile .zur .Sozialversicherung 2 .762 .556 2 .594 .005 168 .551 6,5
Gruppenversicherung 95 .886 88 .544 7 .343 8,3
Veränderungen .Urlaubs- .und .Überstundenrückstellungen 229 14 .374 -14 .144 -98,4
Veränderung .Rückstellung .für .Altersteilzeit -11 .656 -11 .638 -18 -0,2
2 .847 .016 2 .685 .285 161 .731 6,0
Beiträge .zur .Zusatzversorgungskasse 1 .131 .363 1 .035 .709 95 .654 9,2
Zuführung .zur .Pensionsrückstellung 413 .902 203 .096 210 .806 103,8
Veränderungen .Urlaubs- .und .Überstundenrückstellungen 2 .946 2 .548 398 15,6
Veränderung .Rückstellung .für .Altersteilzeit -2 .623 -2 .619 -4 -0,2
1 .545 .588 1 .238 .735 306 .853 24,8
Aufwendungen .für .Beihilfen .und .Unterstützungen 82 .737 43 .714 39 .024 89,3
Gesamt 4 .475 .341 3 .967 .733 507 .608 12,8
18 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
V . Ergänzende Angaben
Zusammensetzung der Organe und Aufwendungen für Organe
Betriebsleitung
Alleiniger .Betriebsleiter .ist .Herr .Diplom-Geograph .Patrick .Hasenkamp .
.
Betriebsausschuss
Der .Betriebsausschuss .setzt .sich .wie .folgt .zusammen:
Saubere Lösung
Ordentliche Mitglieder Stellvertretende Mitglieder
Ratsmitglieder bzw . Sachkundige Bürger/innen
1 . RH Heinz Georg Buddenbäumer [2 . stellvertr . Vorsitz]
. Diplomagraringenieur .| .Selbstständig
1 . RH Horst Karl Beitelhoff
. Groß- .und .Außenhandelskaufmann .| .Selbstständig
2 . RH Hans Neumann
. Dachdeckermeister .| .Selbstständig
2 . Frau Sabine Lütke Schwienhorst
. Beratung/Öffentlichkeitsarbeit/Werbung .| .Selbstständig
3 . Herr Karl-Hans Sonnabend
. Statiker/statischer .Sachverständiger .| .Selbstständig
3 . RH Ludger Janning
. Landwirt
4 . RH Ludger Steinmann [Vorsitz]
. Dipl .-Geograf, .Dipl .-Umweltwissenschaftler .
. Ingenieurgesellschaft .Hofer .& .Pautz .GbR
4 . RF Maria Winkel
. Kauffrau .in .der .Grundstücks- .und .Wohnungswirtschaft
. Wohnungsverein .Münster .von .1893 .eG
5 . RF Hedwig Liekefedt
. Lehrerin
5 . Herr Burckhard Schmitz
. Pensionär
6 . Herr Mustafa Schat
. Dipl .-Maschinenbau- .und .Dipl .-Wirtschaftsingenieur
. Handwerkskammer .Münster
6 . Herr Horst Schmidt
. Rentner
7 . RF Dr . Rita Stein-Redent
. Wissenschaftliche .Mitarbeiterin
. Hochschule .Osnabrück
7 . RF Dr . Didem Ozan
. Fachfrau .für .Öffentlichkeitsarbeit/Redakteurin
. Persönliche .Mitarbeiterin .von .Ali .Bas, .MdL
8 . BM Gerhard Joksch
. Stadtplaner .und .Berater .| .Selbstständig
8 . Herr Dr . Martin Pfeiffer
. Wissenschaftlicher .Mitarbeiter
. Max-Planck-Institut .für .Molekulare .Biomedizin
9 . RH Hans Varnhagen [1 . stellvertr . Vorsitz]
. Dachdeckermeister .| .Geschäftsführender .Gesellschafter .der .Firmen .
. Bedachungen .Varnhagen .GmbH, .Gantenbrink .Nachfolger .Andreas
. Hitpaß .& .Co . .GmbH .Bedachungen
9 . Herrn Marc Weßeling
. Selbstständig
10 . RH Ali Atalan (bis 25 .03 .2015)
. Dipl .-Sozialwissenschaftler .
RH Rüdiger Sagel (ab 25 .03 .2015 bis 16 .12 .2015)
. Dipl .-Ingenieur
RH Heiko Wischnewski (ab 16 .12 .2015)
. Dipl .-Ingenieur
10 . Herr Benjamin Körner (bis 25 .03 .2015)
.
Herr Dr . Ralf Henrichs (ab 25 .03 .2015)
[BM .= .Bürgermeisterin/Bürgermeister .| .RF .= .Ratsfrau .| .RH .= .Ratsherr]
Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 19
Saubere Lösung
Ordentliche Mitglieder Stellvertretende Mitglieder
Beschäftigtenvertreter/innen
11 . Herr Karsten Markfort
. Sachbearbeiter .Disposition .| .Stadt .Münster, .AWM
11 . Herr Eduard Olbrich
. Kraftwagenfahrer .| .Stadt .Münster, .AWM
12 . Herr Hugo Tork
. Leiter .T echnik .und .Sicherheit .| .Stadt .Münster, .AWM
12 . Herr Rolf Kuschel
. Mitarbeiter .Lager/Materialwirtschaft .| .Stadt .Münster, .AWM
13 . Herr Christian Kaufmann
. Sachbearbeiter .Disposition .| .Stadt .Münster, .AWM
13 . Herr Gregor Koprowski
. KFZ-Mechatroniker .| .Stadt .Münster, .AWM
14 . Herr Rainer Eisen
. Werkstattleiter .| .Stadt .Münster, .AWM
14 . Frau Monika Holtmann
. Sachbearbeiterin .vereinfachtes .Entsorgungsnachweisverfahren, .
. abfalltechnische .Analytik .| .Stadt .Münster, .AWM
15 . Herr Anthony Chapmann
. Kraftwagenfahrer .| .Stadt .Münster, .AWM
15 . Herr Lindsay Taylor
. Kraftwagenfahrer .| .Stadt .Münster, .AWM
Beratendes Mitglied gem . § 58 Abs . 1 Satz 7 ff . GO NRW auf Vorschlag der Fraktion PIRATEN/ÖDP:
Herr Peter Hemecker (bis 25 .03 .2015)
. Kaufmann .| .Selbstständig
Herr Gerd Kersting (bis 25 .03 .2015)
. Dipl .-Verwaltungswirt .(FH), .Polizeibeamter
[BM .= .Bürgermeisterin/Bürgermeister .| .RF .= .Ratsfrau .| .RH .= .Ratsherr]
Der .Betriebsleitung .wurden .im .Wirtschaftsjahr .Gesamtbezüge .in .Höhe .von .111 .569,87 .EUR .gewährt; .davon .entfielen .
103 .918,43 .EUR .auf .die .Festvergütung .inkl . .Arbeitgeberanteile .zur .Sozialversicherung .und .7 .651,44 .EUR .auf .die .Zu-
kunftssicherung .(ZKW) .
Für .die .Pensionäre .und .Hinterbliebenen .der .früheren .Amtsleitung .wurden .an .Pensionen .30 .143,97 .EUR .aufgewendet . .
Für .sie .bestehen .Pensionsrückstellungen .in .Höhe .von .371 .790,00 .EUR .
Die .Mitglieder .des .Betriebsausschusses .erhalten .keine .Vergütung .
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Am .Bilanzstichtag .bestanden .keine .Haftungsverhältnisse .
Kurzfristige .finanzielle .Verpflichtungen .in .Höhe .von .3 .983 .TEUR .ergeben .sich .aus .dem .Bestellobligo .für .Investitonsmaß-
nahmen .sowie .sonstiger .Auftragsvergaben .per .31 . .Dezember .2015, .deren .Fertigstellung, .Lieferung .bzw . .Abwicklung .in .
2016 .erfolgt . .Im .Wesentlichen .handelt .es .sich .hierbei .um .Verpflichtungen .für .die .Errichtung .einer .Abluftbiofilteranlage .
(1 .513 . TEUR), .die .Erneuerung .des . Werkstattdaches .(532 . TEUR) .sowie .den .Bau .eines .neuen . Verwaltungsgebäudes .
(197 .TEUR) . .Des .Weiteren .besteht .ein .Obligo .aus .der .Bestellung .eines .Radladers .(140 .TEUR), .einer .Kompaktkehrmaschine .
(167 .TEUR), .von .Fahrzeugen .(973 .TEUR), .von .Abfallbehältern .(210 .TEUR) .sowie .sonstiger .Lieferungen .und .Leistungen .
(251 .TEUR) .
Honorar des Abschlussprüfers
Das .für .den .Abschlussprüfer .PKF .FASSELT .SCHLAGE .Partnerschaft .mbB .Wirtschaftsprüfungsgesellschaft .Steuerbera-
tungsgesellschaft .Rechtsanwälte, .Duisburg, .im .Wirtschaftsjahr .als .Aufwand .erfasste .Gesamthonorar .beträgt .129 .TEUR; .
davon .entfallen .45 .TEUR .auf .die .Abschlussprüfung .und .84 .TEUR .auf .sonstige .Leistungen .
20 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
Saubere Lösung
Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 21
Gewinnverwendungsvorschlag
Die .Betriebsleitung .schlägt .vor, .aus .dem .Jahresüberschuss .2015 .in .Höhe .von .2 .343 .376,04 .EUR .einen .Anteil .aus .der .
kalkulatorischen .Verzinsung .in .Höhe .von .943 .695,10 .EUR .und .einen .Anteil .von .250 .000,00 .EUR .aus .den .Erlösen .der .
Nebengeschäfte .an .den .Haushalt .der .Stadt .Münster .abzuführen .sowie .1 .137 .898,15 .EUR .in .die .allgemeine .Rücklage .
der .AWM .einzustellen . .In .dem .auf .die .Stadt .Münster .entfallenden .Anteil .aus .der .kalkulatorischen . Verzinsung .in .Höhe .
von .943 .695,10 .EUR .ist .die .anteilige .Korrektur .der .Eigenkapitalverzinsung .für .die .Jahre .2012 .bis .2014 .(-432 .363,26 .EUR) .
enthalten .
Um .den .im .Wirtschaftsjahr .2015 .erzielten . Verlust .im .Betrieb .gewerblicher .Art .(BgA) .– .AWM-Dienstleistungen .
auszugleichen, .wird .vorgeschlagen, .11 .426,54 .EUR .aus .dem .Sonderposten .AWM-Dienstleistungen .zu .entnehmen . .
Des .Weiteren .wird .vorgeschlagen, .den .im .BgA .– .Photovoltaik .im . Wirtschaftsjahr .2015 .erzielten .Gewinn .in .Höhe .von .
23 .209,33 .EUR .in .den .Sonderposten .aus .Photovoltaik-Überschüssen .einzustellen . .
Münster, .31 . .März .2016
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
Patrick .Hasenkamp
Saubere Lösung
Posten des Anlagevermögens Anschaffungs- und Herstellungskosten Abschreibungen Restbuchwerte Kennzahlen
Zugänge Abgänge Zugänge Abgänge
01 .01 .2015 Zugänge Abgänge durch Umgruppierungen Umbuchungen
AiB
31 .12 .2015 01 .01 .2015 Zugänge Abgänge durch Umgruppie-
rungen
31 .12 .2015 31 .12 .2015 01 .01 .2015 durchschn .
AfA-Satz
durchschn .
RBW
EUR
+
EUR
./ .
EUR
+
EUR
./ .
EUR
+ / ./ .
EUR EUR EUR
+
EUR
./ .
EUR
+
EUR
./ .
EUR EUR EUR EUR v . H . v . H .
I . Immaterielle
Vermögensgegenstände
1 . . . Entgeltlich .erworbene .
. Konzessionen
4 .668,00 0,00 0,00 0,00 0,00 +0,00 4 .668,00 4 .668,00 0,00 0,00 0,00 0,00 4 .668,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2 . . . Entgeltlich .erworbene
. Software
561 .801,04 28 .292,25 10 .326,16 0,00 0,00 +0,00 579 .767,13 477 .613,53 47 .214,67 10 .326,16 0,00 0,00 514 .502,04 65 .265,09 84 .187,51 8,14 11,26
566 .469,04 28 .292,25 10 .326,16 0,00 0,00 +0,00 584 .435,13 482 .281,53 47 .214,67 10 .326,16 0,00 0,00 519 .170,04 65 .265,09 84 .187,51 8,08 11,17
II . Sachanlagen
1 . . . Grundstücke .mit .Betrieb-
. und .anderen .Bauten
43 .166 .956,33 6 .737 .274,31 0,00 0,00 0,00 +9 .639,00 49 .913 .869,64 29 .212 .128,24 1 .571 .974,69 0,00 0,00 0,00 30 .784 .102,93 19 .129 .766,71 13 .954 .828,09 3,15 38,33
2 . . . Anlagen .der .Stadtreinigung 7 .738 .822,25 817 .831,28 481 .678,12 0,00 0,00 +0,00 8 .074 .975,41 5 .465 .545,33 675 .686,90 481 .678,12 0,00 0,00 5 .659 .554,11 2 .415 .421,30 2 .273 .276,92 8,37 29,91
3 . . . Anlagen .der .Abfallwirtschaft 31 .836 .755,72 6 .603 .262,17 745 .071,50 0,00 0,00 +75 .499,87 37 .770 .446,26 17 .618 .386,47 3 .080 .549,14 745 .071,50 0,00 0,00 19 .953 .864,11 17 .816 .582,15 14 .218 .369,25 8,16 47,17
4 . . . Andere .Anlagen, .Betriebs- .
. und .Geschäftsausstattung
4 .038 .273,66 491 .901,86 128 .551,95 0,00 0,00 +2 .449,95 4 .404 .073,52 2 .828 .898,79 370 .166,84 128 .551,95 0,00 0,00 3 .070 .513,68 1 .333 .559,84 1 .209 .374,87 8,41 30,28
5 . . . Geleistete .Anzahlungen .
. und .Anlagen .im .Bau
172 .042,64 1 .409 .466,58 0,00 0,00 0,00 -87 .588,82 1 .493 .920,40 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1 .493 .920,40 172 .042,64 0,00 100,00
86 .952 .850,60 16 .059 .736,20 1 .355 .301,57 0,00 0,00 +0,00 101 .657 .285,23 55 .124 .958,83 5 .698 .377,57 1 .355 .301,57 0,00 0,00 59 .468 .034,83 42 .189 .250,40 31 .827 .891,77 5,61 41,50
III . Finanzanlagen
1 . . . Wertpapiere .des .
. Anlagevermögens
8 .993 .693,01 0,00 0,00 0,00 0,00 +0,00 8 .993 .693,01 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 8 .993 .693,01 8 .993 .693,01 0,00 100,00
2 . . . Sonstige .Ausleihungen 1 .500 .000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 +0,00 1 .500 .000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1 .500 .000,00 1 .500 .000,00 0,00 100,00
10 .493 .693,01 0,00 0,00 0,00 0,00 +0,00 10 .493 .693,01 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 10 .493 .693,01 10 .493 .693,01 0,00 100,00
Summe 98 .013 .012,65 16 .088 .028,45 1 .365 .627,73 0,00 0,00 +0,00 112 .735 .413,37 55 .607 .240,36 5 .745 .592,24 1 .365 .627,73 0,00 0,00 59 .987 .204,87 52 .748 .208,50 42 .405 .772,29 5,10 46,79
I . Stadtreinigung
1 . . . Grundstücke .mit .Betrieb-
. und .anderen .Bauten
706 .935,62 0,00 0,00 0,00 0,00 +0,00 706 .935,62 145 .156,98 34 .154,26 0,00 0,00 0,00 179 .311,24 527 .624,38 561 .778,64 4,83 74,64
2 . . . Anlagen .der .Stadtreinigung 7 .738 .822,25 817 .831,28 481 .678,12 0,00 0,00 +0,00 8 .074 .975,41 5 .465 .545,33 675 .686,90 481 .678,12 0,00 0,00 5 .659 .554,11 2 .415 .421,30 2 .273 .276,92 8,37 29,91
3 . . . Andere .Anlagen, .Betriebs- .
. und .Geschäftsausstattung
136 .425,26 18 .056,56 11 .373,62 0,00 0,00 +0,00 143 .108,20 97 .028,08 20 .596,42 11 .373,62 0,00 0,00 106 .250,88 36 .857,32 39 .397,18 14,39 25,75
Summe 8 .582 .183,13 835 .887,84 493 .051,74 0,00 0,00 +0,00 8 .925 .019,23 5 .707 .730,39 730 .437,58 493 .051,74 0,00 0,00 5 .945 .116,23 2 .979 .903,00 2 .874 .452,74 8,18 33,39
22 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
VI . Anlagen
Anlagennachweis der
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
zum 31 . Dezember 2015
[Anlage 1]
Saubere Lösung
Posten des Anlagevermögens Anschaffungs- und Herstellungskosten Abschreibungen Restbuchwerte Kennzahlen
Zugänge Abgänge Zugänge Abgänge
01 .01 .2015 Zugänge Abgänge durch Umgruppierungen Umbuchungen
AiB
31 .12 .2015 01 .01 .2015 Zugänge Abgänge durch Umgruppie-
rungen
31 .12 .2015 31 .12 .2015 01 .01 .2015 durchschn .
AfA-Satz
durchschn .
RBW
EUR
+
EUR
./ .
EUR
+
EUR
./ .
EUR
+ / ./ .
EUR EUR EUR
+
EUR
./ .
EUR
+
EUR
./ .
EUR EUR EUR EUR v . H . v . H .
I . Immaterielle
Vermögensgegenstände
1 . . . Entgeltlich .erworbene .
. Konzessionen
4 .668,00 0,00 0,00 0,00 0,00 +0,00 4 .668,00 4 .668,00 0,00 0,00 0,00 0,00 4 .668,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2 . . . Entgeltlich .erworbene
. Software
561 .801,04 28 .292,25 10 .326,16 0,00 0,00 +0,00 579 .767,13 477 .613,53 47 .214,67 10 .326,16 0,00 0,00 514 .502,04 65 .265,09 84 .187,51 8,14 11,26
566 .469,04 28 .292,25 10 .326,16 0,00 0,00 +0,00 584 .435,13 482 .281,53 47 .214,67 10 .326,16 0,00 0,00 519 .170,04 65 .265,09 84 .187,51 8,08 11,17
II . Sachanlagen
1 . . . Grundstücke .mit .Betrieb-
. und .anderen .Bauten
43 .166 .956,33 6 .737 .274,31 0,00 0,00 0,00 +9 .639,00 49 .913 .869,64 29 .212 .128,24 1 .571 .974,69 0,00 0,00 0,00 30 .784 .102,93 19 .129 .766,71 13 .954 .828,09 3,15 38,33
2 . . . Anlagen .der .Stadtreinigung 7 .738 .822,25 817 .831,28 481 .678,12 0,00 0,00 +0,00 8 .074 .975,41 5 .465 .545,33 675 .686,90 481 .678,12 0,00 0,00 5 .659 .554,11 2 .415 .421,30 2 .273 .276,92 8,37 29,91
3 . . . Anlagen .der .Abfallwirtschaft 31 .836 .755,72 6 .603 .262,17 745 .071,50 0,00 0,00 +75 .499,87 37 .770 .446,26 17 .618 .386,47 3 .080 .549,14 745 .071,50 0,00 0,00 19 .953 .864,11 17 .816 .582,15 14 .218 .369,25 8,16 47,17
4 . . . Andere .Anlagen, .Betriebs- .
. und .Geschäftsausstattung
4 .038 .273,66 491 .901,86 128 .551,95 0,00 0,00 +2 .449,95 4 .404 .073,52 2 .828 .898,79 370 .166,84 128 .551,95 0,00 0,00 3 .070 .513,68 1 .333 .559,84 1 .209 .374,87 8,41 30,28
5 . . . Geleistete .Anzahlungen .
. und .Anlagen .im .Bau
172 .042,64 1 .409 .466,58 0,00 0,00 0,00 -87 .588,82 1 .493 .920,40 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1 .493 .920,40 172 .042,64 0,00 100,00
86 .952 .850,60 16 .059 .736,20 1 .355 .301,57 0,00 0,00 +0,00 101 .657 .285,23 55 .124 .958,83 5 .698 .377,57 1 .355 .301,57 0,00 0,00 59 .468 .034,83 42 .189 .250,40 31 .827 .891,77 5,61 41,50
III . Finanzanlagen
1 . . . Wertpapiere .des .
. Anlagevermögens
8 .993 .693,01 0,00 0,00 0,00 0,00 +0,00 8 .993 .693,01 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 8 .993 .693,01 8 .993 .693,01 0,00 100,00
2 . . . Sonstige .Ausleihungen 1 .500 .000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 +0,00 1 .500 .000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1 .500 .000,00 1 .500 .000,00 0,00 100,00
10 .493 .693,01 0,00 0,00 0,00 0,00 +0,00 10 .493 .693,01 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 10 .493 .693,01 10 .493 .693,01 0,00 100,00
Summe 98 .013 .012,65 16 .088 .028,45 1 .365 .627,73 0,00 0,00 +0,00 112 .735 .413,37 55 .607 .240,36 5 .745 .592,24 1 .365 .627,73 0,00 0,00 59 .987 .204,87 52 .748 .208,50 42 .405 .772,29 5,10 46,79
I . Stadtreinigung
1 . . . Grundstücke .mit .Betrieb-
. und .anderen .Bauten
706 .935,62 0,00 0,00 0,00 0,00 +0,00 706 .935,62 145 .156,98 34 .154,26 0,00 0,00 0,00 179 .311,24 527 .624,38 561 .778,64 4,83 74,64
2 . . . Anlagen .der .Stadtreinigung 7 .738 .822,25 817 .831,28 481 .678,12 0,00 0,00 +0,00 8 .074 .975,41 5 .465 .545,33 675 .686,90 481 .678,12 0,00 0,00 5 .659 .554,11 2 .415 .421,30 2 .273 .276,92 8,37 29,91
3 . . . Andere .Anlagen, .Betriebs- .
. und .Geschäftsausstattung
136 .425,26 18 .056,56 11 .373,62 0,00 0,00 +0,00 143 .108,20 97 .028,08 20 .596,42 11 .373,62 0,00 0,00 106 .250,88 36 .857,32 39 .397,18 14,39 25,75
Summe 8 .582 .183,13 835 .887,84 493 .051,74 0,00 0,00 +0,00 8 .925 .019,23 5 .707 .730,39 730 .437,58 493 .051,74 0,00 0,00 5 .945 .116,23 2 .979 .903,00 2 .874 .452,74 8,18 33,39
Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 23
Saubere Lösung
Posten des Anlagevermögens Anschaffungs- und Herstellungskosten Abschreibungen Restbuchwerte Kennzahlen
Zugänge Abgänge Zugänge Abgänge
01 .01 .2015 Zugänge Abgänge durch Umgruppierungen Umbuchungen
AiB
31 .12 .2015 01 .01 .2015 Zugänge Abgänge durch Umgruppie-
rungen
31 .12 .2015 31 .12 .2015 01 .01 .2015 durchschn .
AfA-Satz
durchschn .
RBW
EUR
+
EUR
./ .
EUR
+
EUR
./ .
EUR
+ / ./ .
EUR EUR EUR
+
EUR
./ .
EUR
+
EUR
./ .
EUR EUR EUR EUR v . H . v . H .
II . Abfall- und
Wertstoffwirtschaft
1 . . . Entgeltlich .erworbene .
. Konzessionen
4 .668,00 0,00 0,00 0,00 0,00 +0,00 4 .668,00 4 .668,00 0,00 0,00 0,00 0,00 4 .668,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2 . . . Entgeltlich .erworbene
. Software
2 .147,12 0,00 0,00 0,00 0,00 +0,00 2 .147,12 834,99 715,71 0,00 0,00 0,00 1 .550,70 596,42 1 .312,13 33,33 27,78
3 . . . Grundstücke .mit .Betrieb-
. und .anderen .Bauten
27 .658 .665,73 6 .702 .190,44 0,00 0,00 0,00 +2 .499,00 34 .363 .355,17 21 .407 .432,20 993 .310,84 0,00 0,00 0,00 22 .400 .743,04 11 .962 .612,13 6 .251 .233,53 2,89 34,81
4 . . . Anlagen .der .Abfallwirtschaft 31 .828 .755,72 6 .603 .262,17 745 .071,50 0,00 0,00 +75 .499,87 37 .762 .446,26 17 .610 .586,47 3 .080 .349,14 745 .071,50 0,00 0,00 19 .945 .864,11 17 .816 .582,15 14 .218 .169,25 8,16 47,18
5 . . . Andere .Anlagen, .Betriebs- .
. und .Geschäftsausstattung
1 .234 .531,20 155 .589,66 29 .292,00 0,00 0,00 +0,00 1 .360 .828,86 722 .279,71 150 .671,20 29 .292,00 0,00 0,00 843 .658,91 517 .169,95 512 .251,49 11,07 38,00
Summe 60 .728 .767,77 13 .461 .042,27 774 .363,50 0,00 0,00 +77 .998,87 73 .493 .445,41 39 .745 .801,37 4 .225 .046,89 774 .363,50 0,00 0,00 43 .196 .484,76 30 .296 .960,65 20 .982 .966,40 5,75 41,22
III . Allgemeine und
Zentrale Betriebe
1 . . . Entgeltlich .erworbene
. Software
559 .653,92 28 .292,25 10 .326,16 0,00 0,00 +0,00 577 .620,01 476 .778,54 46 .498,96 10 .326,16 0,00 0,00 512 .951,34 64 .668,67 82 .875,38 8,05 11,20
2 . . . Grundstücke .mit .Betrieb-
. und .anderen .Bauten
14 .801 .354,98 35 .083,87 0,00 0,00 0,00 +7 .140,00 14 .843 .578,85 7 .659 .539,06 544 .509,59 0,00 0,00 0,00 8 .204 .048,65 6 .639 .530,20 7 .141 .815,92 3,67 44,73
3 . . . Anlagen .der .Abfallwirtschaft 8 .000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 +0,00 8 .000,00 7 .800,00 200,00 0,00 0,00 0,00 8 .000,00 0,00 200,00 2,50 0,00
4 . . . Andere .Anlagen, .Betriebs- .
. und .Geschäftsausstattung
2 .667 .317,20 318 .255,64 87 .886,33 0,00 0,00 +2 .449,95 2 .900 .136,46 2 .009 .591,00 198 .899,22 87 .886,33 0,00 0,00 2 .120 .603,89 779 .532,57 657 .726,20 6,86 26,88
5 . . . Finanzanlagen 10 .493 .693,01 0,00 0,00 0,00 0,00 +0,00 10 .493 .693,01 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 10 .493 .693,01 10 .493 .693,01 0,00 100,00
Summe 28 .530 .019,11 381 .631,76 98 .212,49 0,00 0,00 +9 .589,95 28 .823 .028,33 10 .153 .708,60 790 .107,77 98 .212,49 0,00 0,00 10 .845 .603,88 17 .977 .424,45 18 .376 .310,51 2,74 62,37
IV . Anlagen im Bau
1 . . . Grundstücke .mit .Betrieb-
. und .anderen .Bauten
84 .453,82 362 .008,69 0,00 0,00 0,00 +0,00 446 .462,51 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 446 .462,51 84 .453,82 0,00 100,00
2 . . . Anlagen .der .Abfallwirtschaft 77 .998,87 1 .047 .457,89 0,00 0,00 0,00 -77 .998,87 1 .047 .457,89 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1 .047 .457,89 77 .998,87 0,00 100,00
3 . . . Allgemeine .und .Zentrale .
. Betrieb
9 .589,95 0,00 0,00 0,00 0,00 -9 .589,95 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 9 .589,95 0,00 100,00
Summe 172 .042,64 1 .409 .466,58 0,00 0,00 0,00 -87 .588,82 1 .493 .920,40 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1 .493 .920,40 172 .042,64 0,00 100,00
24 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
Saubere Lösung
Posten des Anlagevermögens Anschaffungs- und Herstellungskosten Abschreibungen Restbuchwerte Kennzahlen
Zugänge Abgänge Zugänge Abgänge
01 .01 .2015 Zugänge Abgänge durch Umgruppierungen Umbuchungen
AiB
31 .12 .2015 01 .01 .2015 Zugänge Abgänge durch Umgruppie-
rungen
31 .12 .2015 31 .12 .2015 01 .01 .2015 durchschn .
AfA-Satz
durchschn .
RBW
EUR
+
EUR
./ .
EUR
+
EUR
./ .
EUR
+ / ./ .
EUR EUR EUR
+
EUR
./ .
EUR
+
EUR
./ .
EUR EUR EUR EUR v . H . v . H .
II . Abfall- und
Wertstoffwirtschaft
1 . . . Entgeltlich .erworbene .
. Konzessionen
4 .668,00 0,00 0,00 0,00 0,00 +0,00 4 .668,00 4 .668,00 0,00 0,00 0,00 0,00 4 .668,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2 . . . Entgeltlich .erworbene
. Software
2 .147,12 0,00 0,00 0,00 0,00 +0,00 2 .147,12 834,99 715,71 0,00 0,00 0,00 1 .550,70 596,42 1 .312,13 33,33 27,78
3 . . . Grundstücke .mit .Betrieb-
. und .anderen .Bauten
27 .658 .665,73 6 .702 .190,44 0,00 0,00 0,00 +2 .499,00 34 .363 .355,17 21 .407 .432,20 993 .310,84 0,00 0,00 0,00 22 .400 .743,04 11 .962 .612,13 6 .251 .233,53 2,89 34,81
4 . . . Anlagen .der .Abfallwirtschaft 31 .828 .755,72 6 .603 .262,17 745 .071,50 0,00 0,00 +75 .499,87 37 .762 .446,26 17 .610 .586,47 3 .080 .349,14 745 .071,50 0,00 0,00 19 .945 .864,11 17 .816 .582,15 14 .218 .169,25 8,16 47,18
5 . . . Andere .Anlagen, .Betriebs- .
. und .Geschäftsausstattung
1 .234 .531,20 155 .589,66 29 .292,00 0,00 0,00 +0,00 1 .360 .828,86 722 .279,71 150 .671,20 29 .292,00 0,00 0,00 843 .658,91 517 .169,95 512 .251,49 11,07 38,00
Summe 60 .728 .767,77 13 .461 .042,27 774 .363,50 0,00 0,00 +77 .998,87 73 .493 .445,41 39 .745 .801,37 4 .225 .046,89 774 .363,50 0,00 0,00 43 .196 .484,76 30 .296 .960,65 20 .982 .966,40 5,75 41,22
III . Allgemeine und
Zentrale Betriebe
1 . . . Entgeltlich .erworbene
. Software
559 .653,92 28 .292,25 10 .326,16 0,00 0,00 +0,00 577 .620,01 476 .778,54 46 .498,96 10 .326,16 0,00 0,00 512 .951,34 64 .668,67 82 .875,38 8,05 11,20
2 . . . Grundstücke .mit .Betrieb-
. und .anderen .Bauten
14 .801 .354,98 35 .083,87 0,00 0,00 0,00 +7 .140,00 14 .843 .578,85 7 .659 .539,06 544 .509,59 0,00 0,00 0,00 8 .204 .048,65 6 .639 .530,20 7 .141 .815,92 3,67 44,73
3 . . . Anlagen .der .Abfallwirtschaft 8 .000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 +0,00 8 .000,00 7 .800,00 200,00 0,00 0,00 0,00 8 .000,00 0,00 200,00 2,50 0,00
4 . . . Andere .Anlagen, .Betriebs- .
. und .Geschäftsausstattung
2 .667 .317,20 318 .255,64 87 .886,33 0,00 0,00 +2 .449,95 2 .900 .136,46 2 .009 .591,00 198 .899,22 87 .886,33 0,00 0,00 2 .120 .603,89 779 .532,57 657 .726,20 6,86 26,88
5 . . . Finanzanlagen 10 .493 .693,01 0,00 0,00 0,00 0,00 +0,00 10 .493 .693,01 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 10 .493 .693,01 10 .493 .693,01 0,00 100,00
Summe 28 .530 .019,11 381 .631,76 98 .212,49 0,00 0,00 +9 .589,95 28 .823 .028,33 10 .153 .708,60 790 .107,77 98 .212,49 0,00 0,00 10 .845 .603,88 17 .977 .424,45 18 .376 .310,51 2,74 62,37
IV . Anlagen im Bau
1 . . . Grundstücke .mit .Betrieb-
. und .anderen .Bauten
84 .453,82 362 .008,69 0,00 0,00 0,00 +0,00 446 .462,51 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 446 .462,51 84 .453,82 0,00 100,00
2 . . . Anlagen .der .Abfallwirtschaft 77 .998,87 1 .047 .457,89 0,00 0,00 0,00 -77 .998,87 1 .047 .457,89 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1 .047 .457,89 77 .998,87 0,00 100,00
3 . . . Allgemeine .und .Zentrale .
. Betrieb
9 .589,95 0,00 0,00 0,00 0,00 -9 .589,95 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 9 .589,95 0,00 100,00
Summe 172 .042,64 1 .409 .466,58 0,00 0,00 0,00 -87 .588,82 1 .493 .920,40 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1 .493 .920,40 172 .042,64 0,00 100,00
Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 25
Saubere Lösung
26 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
Saubere Lösung
[Anlage 2]
Gewinn- und Verlustrechnung nach Betriebszweigen für
das Wirtschaftsjahr vom 1 . Januar bis 31 . Dezember 2015
Gesamt
EUR
Allg . Bereich
EUR
Stadtreinigung
EUR
Abfallwirtschaft
EUR
1 . Umsatzerlöse 50 .514 .990,58 3 .249 .312,18 7 .020 .605,08 40 .245 .073,32
2 . Erhöhung (Vorjahr Verminderung) des Bestands
an fertigen Erzeugnissen
8 .051,15 0,00 238,65 7 .812,50
3 . Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4 . Sonstige betriebliche Erträge 3 .387 .287,38 538 .290,64 30 .767,35 2 .818 .229,39
. davon .Inanspruchnahme .der
. Rückstellungen .aus .Gebührenüberschüssen
. 2015: .34 .376,14 .€ .[2014: .2 .682 .416,19 .€]
5 . Materialaufwand 19 .389 .258,71 931 .120,35 1 .484 .817,35 16 .973 .321,01
. a] .Aufwendungen .für .Roh-, .Hilfs- .und .
. . . . . .Betriebsstoffe .und .für .bezogene .Waren .
[508 .123,71] [665 .401,84] [3 .229 .767,17]
. b] .Aufwendungen .für .bezogene .Leistungen [422 .996,64] [819 .415,51] [13 .743 .553,84]
6 . Personalaufwand 18 .551 .657,88 4 .572 .482,44 3 .063 .368,87 10 .915 .806,57
. a] .Löhne .und .Gehälter [3 .247 .178,91] [2 .367 .718,66] [8 .461 .418,97]
. b] .Soziale .Abgaben .und .Aufwendungen .für
. . . . . .Altersversorgung .und .für .Unterstützung
. . . . . .davon .für .Altersversorgung: .1 .545 .588,01 .€
[1 .325 .303,53] [695 .650,21] [2 .454 .387,60]
7 . Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen-
stände des Anlagevermögens und Sachanlagen
5 .745 .592,24 790 .107,77 730 .437,58 4 .225 .046,89
8 . Sonstige betriebliche Aufwendungen 5 .238 .010,83 2 .986 .512,28 19 .567,47 2 .231 .931,08
9 . Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 99 .342,32 99 .342,32 0,00 0,00
10 . Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2 .674 .290,23 2 .865,00 10,10 2 .671 .415,13
. . davon .Aufwendungen .aus .der .Aufzinsung .
. . 2015: .2 .674 .256,55 .€
Verrechnung des allgemeinen Bereichs -5 .133 .299,10 1 .620 .530,61 3 .512 .768,49
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
11 . Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2 .410 .861,54 -262 .843,60 132 .879,10 2 .540 .826,04
12 . Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 13 .567,66 13 .567,66 0,00 0,00
13 . Sonstige Steuern 53 .917,84 . . . . . . . . .1 .702,16 . . . . . . . . . .1 .229,00 . . . . . . .50 .986,68
14 . Jahresüberschuss 2 .343 .376,04 -278 .113,42 131 .650,10 2 .489 .839,36
Nachrichtlich:
Behandlung .des .Jahresüberschusses .
a) . zur .Einstellung .in .die .allgemeine .Rücklage 1 .137 .898,15
b) . zur .Zuführung .in .den .allgemeinen .Haushalt 1 .193 .695,10
c) . zur .Zuführung .(Vorjahr .Zuführung) .zum .Sonderposten .Photovoltaik-Überschüsse . 23 .209,33
d) . zur .Entnahme .(Vorjahr .Zuführung) .zum .Sonderposten .Überschüsse .AWM-Dienstleistungen . -11 .426,54
Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 27
Lagebericht
Vorbemerkung
Der .Lagebericht .der .Abfallwirtschaftsbetriebe .Münster .(AWM) .ist .unter .Beachtung .der .deutschen .handelsrechtlichen .
Vorschriften .und .nach .den .Vorschriften .der .EigVO .NRW .aufgestellt .worden . .Hinsichtlich .des .Inhalts .und .seiner .Struktur .
orientiert .sich .der .Lagebericht .an .den .Vorgaben .des .§ .289 .HGB, .des .§ .25 .Abs . .2 .EigVO .NRW .sowie .des .Deutschen .Rech-
nungslegungsstandards .(DRS) .Nr . .20 . .
I . Grundlagen des Unternehmens
Die .Abfallwirtschaftsbetriebe .Münster .sind .seit .1996 .eine .eigenbetriebsähnliche .Einrichtung .der .Stadt .Münster .ent-
sprechend .den .Vorschriften .der .Gemeindeordnung .für .das .Land .Nordrhein-Westfalen . .Sie .werden .gemäß .der .Eigen-
betriebsverordnung .sowie .nach .den .Bestimmungen .der .Betriebssatzung .für .die .Abfallwirtschaftsbetriebe .Münster .
geführt . .Dem .Eigenbetrieb .einschließlich .etwaiger .Hilfs- .und .Nebenbetriebe .obliegen .die .Stadtreinigung .und .Abfall-
wirtschaft .(Sammlung, .Transport, .Verwertung .und .Entsorgung .von .Abfällen .im .Sinne .des .Kreislaufwirtschafts- .und .
Abfallgesetzes, .Aufstellung .und .Umsetzung .des .kommunalen .Abfallwirtschaftskonzepts) .im .gesamten .Stadtgebiet .
Der .Eigenbetrieb .orientiert .sich .umfassend .an .den .vom .Rat .der .Stadt .Münster .beschlossenen .ökologischen .Zielsetzun-
gen .der .Abfallwirtschaft .sowie .gleichermaßen .an .den .Belangen .der .Nutzer/Gebührenzahler .im .Hinblick .auf .die .Gestal-
tung .der .Kosten-Nutzen-Relation .des .Leistungsangebots . .Diese .Aufgabe .konnte .auch .im .Jahr .2015 .erfolgreich .erfüllt .
werden .
Zur .Dokumentation .der .Unternehmensziele .und .zur .betrieblichen .Steuerung .setzen .die .AWM .ein .Balanced .Scorecard .
System .(BSC) .ein, .das .die .betrieblichen .Einzelziele .der .zertifizierten .betrieblichen .Managementsysteme .(ISO .9001:2008 .
Qualitäts-, .ISO .14001:2009 .Umwelt- .und .OHSAS .18001:2007 .Arbeitsschutzmanagement) .kennzahlengestützt .zusam-
menführt .
Die .Kernziele .der .AWM .bestehen .in .der .Erbringung .ökologisch .wie .qualitativ .hochwertiger .Dienstleistungen .für .die .
hoheitlichen .Aufgaben .Abfallentsorgung .und .Stadtreinigung/Winterdienst .sowie .marktorientierter .Dienstleistungen .
für .gewerbliche .Kunden .
Wesentliche .längerfristige .Verträge .bestehen .mit
- . der .REMONDIS .GmbH .& .Co . .KG, .Münster, .über .den .Betrieb .der .Mechanisch-Biologischen-Restabfallbehandlungs-
anlage .(MBRA) . .Der .Grundvertrag .wurde .am .22 . .Dezember .2000 .abgeschlossen . .Die .Laufzeit .des .Vertrags .betrug .
zehn .Jahre .nach .endgültiger .Abnahme .der .Anlage .und .endete .vertragsgemäß .am .31 . .Mai .2015;
- . der .Stadtwerke .Münster .GmbH, .Münster, .über .die .allgemeine .Stromlieferung . .Die .Verträge .über .die .allgemeine .
Stromlieferung .für .das .Entsorgungszentrum .sowie .die .sonstigen .Stromlieferverträge .wurden .bis .zum .31 . .Dezember .
2016 .verlängert;
- . der .Stadtwerke .Münster .GmbH, .Münster, .über .den .Bau .und .Betrieb .der .Bioabfallvergärungsanlage . .Der .Vertrag .läuft .
vom .14 . .Juni .1996 .bis .zum .31 . .Dezember .2016;
Saubere Lösung
28 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
- . der .Stadtwerke .Münster .Netzgesellschaft .mbH, .Münster, .über .die .Energieeinspeisung .aus .der .Photovoltaikanlage;
- . der .Stadtwerke .Münster .GmbH, .Münster, .über .ein .Genussrecht .an .der .Photovoltaikanlage .auf .der .ZDM .II .in .Münster-
Coerde . .Die .Laufzeit .des .Genussrechts .endet .am .31 . .Dezember .2030;
- . .der .REMONDIS .GmbH .& .Co . .KG, .Bochum, .über .die .Übernahme .und .Vermarktung .von .Altpapier .mit .einer .Laufzeit .vom .
1 . .Januar .2014 .bis .31 . .Dezember .2014 . .Der .Vertrag .wurde .bis .zum .31 . .Dezember .2016 .verlängert;
- . der .Stadtwerke .Münster .GmbH, .Münster, .wurde .ein .Betriebsführungsvertrag .über .die .Betriebsführung .des .Blockheiz-
kraftwerks .(BHKW) .mit .einer .Laufzeit .vom .1 . .Juli .2015 .bis .zum .31 . .Dezember .2020 .abgeschlossen .
II . Wirtschaftsbericht
1 . Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen
Novellierung Verpackungsverordnung:
Die .Abfall- .und .Wertstoffwirtschaft .ist .weiterhin .anhaltend .geprägt .durch .kontroverse .Diskussionen .um .eine .Neuge-
staltung .der .Verpackungsverordnung .sowie .die .Ausgestaltung .eines .evtl . .neuen .Wertstoffgesetzes .
Am .13 . .November .2015 .legte .das .Bundesministerium .für .Umwelt, .Naturschutz, .Bau .und .Reaktorsicherheit .(BMUB) .
endlich .den .lange .erwarteten .Arbeitsentwurf .für .ein .Wertstoffgesetz .vor .
Der .nunmehr .seitens .des .BMUB .vorgelegte .Arbeitsentwurf .eines .Wertstoffgesetzes .fällt .selbst .hinter .die .unzureichen-
den .Eckpunkte .der .Regierungskoalition .zurück .und .verschlechtert .absehbar .die .Rechtspositionen .und .Gestaltungsmög-
lichkeiten .der .Kommunen .massiv . .Selbst .dort, .wo .den .Kommunen .in .den .Eckpunkten .noch .bestimmte .Einflussmöglich-
keiten .zugebilligt .wurden, .stärkt .der .Arbeitsentwurf .einseitig .die .Position .der .dualen .Systeme . .Im .Ergebnis .läuft .der .
Arbeitsentwurf .auf .eine .vollständige .Privatisierung .der .Wertstoffentsorgung .und .damit .auf .eine .weitere .Zurückdrän-
gung .der .Kommunen .aus .der .Hausmüllentsorgung .hinaus .
Der .Arbeitsentwurf .kann .daher .keine .Basis .für .ein .Gesetzgebungsverfahren .sein . .Entsprechend .wurde .(und .wird) .der .
Arbeitsentwurf .sowohl .von .den .drei .kommunalen .Spitzenverbänden .als .auch .vom .Verband .kommunaler .Unternehmen .
abgelehnt .
Nachfolgend .werden .die .wesentlichen .Kritikpunkte .der .Verbände .am .Entwurf .benannt, .da .sie .mittelfristig .unmittelba-
ren .Einfluss .auf .das .Kerngeschäft .der .AWM .haben .können .
1 . Der Arbeitsentwurf betreibt die vollständige Privatisierung der Wertstoffentsorgung
Mit .dem .Arbeitsentwurf .werden .Sammlung, .Sortierung .und .Verwertung .von .Verpackungen .und .stoffgleichen .Nichtver-
packungen .vollständig .den .Systembetreibern .übertragen, .die .Kommunen .erhalten .lediglich .einige .wenige .und .zudem .
rechtlich .kaum .durchsetzbare .Gestaltungsmöglichkeiten .bei .der .Sammlung . .Ein .fairer .Interessenausgleich .zwischen .
Privatwirtschaft .und .kommunaler .Entsorgungswirtschaft .bei .der .zukünftigen .Ausgestaltung .der .Wertstoffentsorgung .
wird .damit .grundlegend .verfehlt .
2 . Unscharfe Definition der stoffgleichen Nichtverpackungen und Setzung von Fehlanreizen
Aufgrund .der .sehr .schwammigen .Definition .der .stoffgleichen .Nichtverpackungen .(überwiegend .aus .Kunststoffen .oder .
Saubere Lösung
Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 29
Metallen .oder .beiden .Materialien, .typischerweise .Anfall .beim .privaten .Endverbraucher, .nicht .schwerer .als .5 .kg, .geeig-
net .zur .Erfassung .in .einem .240-Liter-Standardsammelbehältnis) .lässt .sich .zum .einen .der .tatsächliche .Umfang .des .Ein-
griffs .in .die .kommunale .Entsorgungsverantwortung .durch .die .Ausweitung .der .Lizenzierungspflicht .kaum .abschätzen . .
Zum .anderen .ist .diese .Definition .viel .zu .unbestimmt, .um .hieran .weitreichende .Rechtspflichten .der .Inverkehrbringer .
knüpfen .zu .können, .wie .dies .im .Entwurf .geschieht . .Schließlich .impliziert .diese .Definition .offenkundig .Fehlanreize .in .
Richtung .der .Hersteller . .Zugespitzt .formuliert: .Je .größer .und .schwerer .ein .Erzeugnis, .desto .weniger .Produktverantwor-
tung .
3 . Keine wirksame Ausgestaltung der Produktverantwortung
Auch .weitere .Regelungen, .die .der .Umsetzung .der .Produktverantwortung .dienen .sollen, .entpuppen .sich .bei .näherer .
Betrachtung .als .nicht .ausreichend .definiert . .Die .allgemeinen .ökologischen .Anforderungen .nach .§ .4 .beziehen .sich .nur .
auf .Verpackungen, .nicht .auf .stoffgleiche .Nichtverpackungen, .werden .nicht .weiter .operationalisiert .und .ihre .Verletzung .
wird .auch .nicht .sanktioniert .
Die .Verpflichtung .der .Systeme .nach .§ .21, .bei .der .Lizenzentgeltbemessung .Anreize .zur .Förderung .der .werkstofflichen .
Verwertbarkeit .zu .setzen, .bleibt .ein .reiner .Appell, .da .lediglich .der .Zentralen .Stelle .über .die .Umsetzung .zu .berichten .ist . .
Die .Vorgabe .aus .dem .Eckpunktepapier .vom .12 . .Juni .2015, .dass .die .Lizenzentgelte .die .Recycling-Fähigkeit .von .Verpa-
ckungen .und .Produkten .berücksichtigen .sollen, .wird .damit .nicht .umgesetzt .
4 . Mengenvorgaben bedeuten das Aus für Wertstoffhofsysteme
Die .Sammelmengenvorgaben .in .§ .15 .Abs . .2 .(25 .kg/E/a .ab .Inkrafttreten, .30 .kg/E/a .ab .01 . .Januar .2020) .sind .allein .mit .
Wertstoffhofsystemen .nicht .zu .erreichen . .Die .Berechtigung .der .öffentlich-rechtlichen .Entsorgungsträger .nach .§ .22 .
Abs . .3, .ein .Bringsystem .mittels .Wertstoffhöfen .vorzugeben, .ist .damit .bloße .Makulatur .
5 . Keine belastbaren Gestaltungsrechte für die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger
Nach .dem .Eckpunktepapier .der .Regierungskoalition .sollten .die .Einflussmöglichkeiten .der .öffentlich-rechtlichen .Ent-
sorgungsträger .(örE) .wesentlich .gestärkt .werden . .So .sollten .die .örE .insbesondere .die .Möglichkeit .erhalten, .bestimmte .
Vorgaben .bereits .vorab .festzulegen .und .damit .den .Rahmen .für .die .Abstimmungsvereinbarung .einseitig .vorzugeben .
Im .Arbeitsentwurf .ist .nunmehr .lediglich .vorgesehen, .dass .der .öffentlich-rechtliche .Entsorgungsträger .für .die .durch-
zuführende .Wertstoffsammlung .lediglich .dann .verbindliche .Vorgaben .für .einzelne .Aspekte .festlegen .kann, .soweit .sie .
erforderlich .sind, .um .eine .Beeinträchtigung .der .öffentlich-rechtlichen .Sammelstruktur .zur .Erfassung .von .Abfällen .aus .
privaten .Haushaltungen .durch .die .Wertstoffsammlung .zu .vermeiden, .und .soweit .deren .Befolgung .den .Systemen .bei .
der .Erfüllung .ihrer .Pflichten .nach .diesem .Gesetz .technisch .möglich .und .wirtschaftlich .zumutbar .ist .
Mit .diesem .Erforderlichkeitsvorbehalt .wird .Sinn .und .Zweck .der .kommunalen .Gestaltungsrechte .grundlegend .verfehlt . .
Diese .sollen .nicht .dazu .dienen, .Beeinträchtigungen .der .öffentlich-rechtlichen .Sammelstruktur .abzuwenden, .sondern .
u . a . .dazu, .die .Wertstofferfassung .an .den .Servicewünschen .der .Bürgerinnen .und .Bürger .und .an .stadtgestalterischen .
Belangen .auszurichten . .Mit .der .jetzigen .Formulierung .in .§ .22 .Abs . .2 .können .diese .öffentlichen .Interessen .von .den .Kom-
munen .weiterhin .nicht .gegenüber .den .Systemen .durchgesetzt .werden . .
Damit .macht .der .Entwurf .einmal .mehr .offenkundig, .dass .ohne .eine .kommunale .Organisationsverantwortung .für .die .
Sammlung .eine .wirksame .kommunale .Gestaltungshoheit .über .das .Sammelsystem .nicht .umsetzbar .ist .
6 . Herausgabeanspruch der Systembetreiber für PPK
Als .Affront .gegenüber .der .kommunalen .Entsorgungswirtschaft .muss .der .Herausgabeanspruch .der .Systembetreiber .
Saubere Lösung
30 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
für .PPK-Verpackungen .nach .§ .22 .Abs . .5 .S . .6 .gewertet .werden . .Seit .Jahren .versuchen .die .Systembetreiber, .Herausgabe-
ansprüche .aus .Eigentum .für .PPK-Verpackungen .gegenüber .den .örE .gerichtlich .geltend .zu .machen, .sind .hiermit .jedoch .
stets .gescheitert .(s . .LG .Ravensburg .v . .30 .01 .2014 .– .4 .O .260/12, .LG .Hildesheim .v . .29 .08 .2014 .– .4 .O .247/13, .OLG .Stuttgart .
v . .28 .10 .2014 .– .12 .U .28/14) . .Inzwischen .ist .hierzu .auch .ein .Revisionsverfahren .vor .dem .Bundesgerichtshof .anhängig .
Anstatt .das .klare .Votum .der .Zivilgerichte .– .Eigentümer .der .Papierabfälle .ist .derjenige, .der .sie .sammelt .– .zu .respektie-
ren, .stellt .das .BMUB .diese .Rechtsprechung .auf .den .Kopf .und .verschafft .den .Systembetreibern .nunmehr .einen .eigenen .
Anspruch .auf .Herausgabe .der .vom .örE .gesammelten .Papierverpackungen . .Damit .macht .sich .das .BMUB .zum .Erfül-
lungsgehilfen .der .Systembetreiber .und .verschiebt .die .Zugriffsrechte .auf .die .Wertstoffe .aus .privaten .Haushalten .weiter .
zulasten .der .Kommunen .auf .die .Systembetreiber .
7 . Zugesagtes kommunales Durchgriffsrecht schrumpft zu einem folgelosen „Rügerecht“
Im .Eckpunktepapier .vom .Juni .2015 .wurde .den .Kommunen .die .Befugnis .zugesichert, .diese .könnten .im .Rahmen .der .
Abstimmung .mit .den .dualen .Systemen .eine .vertragliche .Durchgriffsmöglichkeit .auf .das .vor .Ort .tätige .Entsorgungsun-
ternehmen .vereinbaren .
Davon .findet .sich .im .Gesetzentwurf .nichts .mehr .wieder . .Stattdessen .heißt .es .nunmehr .in .§ .22 .Abs . .7 .S . .2: .Ein .öffent-
lich-rechtlicher .Entsorgungsträger .kann .von .den .Systemen .verlangen, .dass .ihm .die .Befugnis .eingeräumt .wird, .den .mit .
der .Durchführung .der .Sammlung .werthaltiger .Abfälle .zu .beauftragenden .Entsorgungsdienstleister .im .Fall .der .Nicht- .
oder .Schlechtleistung .zu .rügen . .Die .Vereinbarung .eines .„Rügerechts“ .anstelle .eines .Durchgriffsrechts .ist .wertlos .und .
überflüssig, .da .der .örE .auch .heute .schon .Rügen .aussprechen .kann . .Ein .Rügerecht .ohne .rechtliche .Konsequenz .für .den .
Entsorger .ersetzt .kein .Durchgriffsrecht .der .Kommune .auf .den .Entsorger, .der .Regelungsauftrag .aus .dem .Eckpunktepa-
pier .wird .auch .hier .deutlich .verfehlt .
8 . Kommunale Vorgaben werden nicht zur Ausschreibungsgrundlage
In .den .Eckpunkten .des .BMUB .und .den .Berichterstattern .der .Regierungsfraktionen .wird .formuliert, .dass .im .Rahmen .der .
Ausschreibung .der .Erfassungsdienstleistungen .die .verbindlichen .Vorgaben .der .Kommunen .in .den .Vergabebedingungen .
festzuschreiben .wären . .In .der .entsprechenden .Regelung .des .§ .23 .zur .Ausschreibung .von .Sammelleistungen .findet .sich .
aber .nichts .dazu, .wie .die .– .nur .noch .sehr .rudimentären .– .Vorgaben .des .örE .in .die .Leistungsbeschreibung .für .die .Erfas-
sungsleistung .Eingang .finden . .Insofern .erlangen .die .kommunalen .Vorgaben .offensichtlich .keinerlei .rechtliche .Verbind-
lichkeit .für .den .beauftragten .Entsorger .
9 . Keine Anwendung des öffentlichen Vergaberechts auf die Systembetreiber
Gemäß .dem .Eckpunktepapier .sollte .in .einem .Wertstoffgesetz .allgemeinverbindlich .geregelt .werden, .dass .die .dualen .
Systeme .die .Erfassungsdienstleistungen .nach .den .Vorgaben .des .Vergaberechts .(VOL) .öffentlich .ausschreiben .müssen, .
um .einen .fairen .Wettbewerb .um .die .Erfassungsdienstleistungen .sicherzustellen . .Dies .wird .im .Arbeitsentwurf .nicht .
umgesetzt . .
Nach .§ .23 .haben .die .Systeme .lediglich .die .Sammelleistungen .für .die .einzelnen .Vertragsgebiete .im .Wettbewerb .diskri-
minierungsfrei .im .Wege .eines .transparenten .Ausschreibungsverfahrens .über .eine .elektronische .Ausschreibungsplatt-
form .auszuschreiben . .Offensichtlich .hat .das .BMUB .keinen .Weg .gefunden, .das .öffentliche .Vergaberecht .auf .die .privaten .
Systembetreiber .anzuwenden, .womit .sich .ein .grundlegender .Nachteil .gegenüber .einer .kommunalen .Organisationsver-
antwortung .bestätigt .
Saubere Lösung
Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 31
Besonders .gravierend .ist .der .Verzicht .auf .das .öffentliche .Vergaberecht .beim .Rechtsschutz .für .die .Bieter, .der .sich .nach .
dem .Arbeitsentwurf .auf .ein .Schiedsgerichtsverfahren .beschränkt, .dessen .Einzelheiten .zudem .auch .noch .von .den .Sys-
tembetreibern .selbst .festgelegt .werden .sollen .
10 . Verwehrung des Zugangs zu den Verwaltungsgerichten
Gemäß .§ .27 .Abs . .1 .haben .bei .Uneinigkeit .eines .öffentlich-rechtlichen .Entsorgungsträgers .und .eines .Systems .in .Fragen .
der .Abstimmung .nach .§ .22 .diese .vor .einer .Auseinandersetzung .in .einem .verwaltungsgerichtlichen .Verfahren .ein .
Schlichtungsverfahren .bei .der .von .der .Zentralen .Stelle .eingerichteten .Schiedsstelle .durchzuführen .
Den .örE .wird .damit .im .Ergebnis .der .Zugang .zur .Verwaltungsgerichtsbarkeit .abgeschnitten . .Damit .rundet .sich .das .Bild .
des .Arbeitsentwurfs .ab: .Den .örE .werden .– .abgesehen .von .der .fehlenden .Sammelzuständigkeit .– .keine .einklagbaren .
Gestaltungsrechte .gegenüber .der .Systembetreibern .eingeräumt, .sondern .lediglich .rudimentäre .Mitspracherechte .zu .
Einzelaspekten .ohne .rechtliche .Durchsetzbarkeit . .Damit .ist .die .Rechtsposition .der .örE .im .Arbeitsentwurf .noch .schwä-
cher .ausgeprägt .als .in .der .geltenden .Verpackungsverordnung, .die .immerhin .den .örE .nicht .das .Recht .abspricht, .im .Falle .
eines .Konflikts .mit .den .Systembetreibern .die .Verwaltungsgerichtsbarkeit .anzurufen .
Aufgrund .der .fehlenden .Verankerung .einer .kommunalen .Sammelverantwortung .mit .Standardkostenvergütung, .
unzureichender .ökologischer .Steuerungsanreize .gegenüber .den .Inverkehrbringern .von .Verpackungen .und .einer .noch-
maligen .Verschlechterung .der .kommunalen .Gestaltungsrechte .gegenüber .dem .Eckpunktepapier .vom .Juni .2015 .weist .
der .Verband .kommunaler .Unternehmen .e . .V . .(VKU) .den .Arbeitsentwurf .des .BMUB .für .ein .Wertstoffgesetz .entschieden .
zurück .
Der .Betriebsleiter .der .AWM .verfolgt .daher .in .seiner .Funktion .als .Vizepräsident .des .VKU .auch .weiterhin, .dass .eine .nach-
haltige .und .ressourceneffiziente .Wertstoffwirtschaft .nur .mit .und .nicht .gegen .die .öffentlich-rechtlichen .Entsorgungs-
träger .und .die .kommunale .Entsorgungswirtschaft .erreicht .werden .kann .
Eine .maßgebliche .Unterstützung .dieser .Position .erfolgte .in .diesem .Jahr .durch .den .Bundesrat, .der .am .29 . .Januar .2016 .
die .Entschließung .der .Länder .Baden-Württemberg, .Nordrhein-Westfalen, .Schleswig-Holstein, .Bremen .und .Niedersach-
sen .für .ein .ökologisches .und .bürgernahes .Wertstoffgesetz .(Länderkompromissmodell) .angenommen .hat .
Während .hinsichtlich .der .ökologischen .Ausrichtung .für .ein .Wertstoffgesetz .im .Wesentlichen .große .Übereinstimmung .
mit .den .Vorstellungen .des .Bundes .besteht, .haben .die .Länder .in .ihrer .Entschließung .eindrucksvoll .insbesondere .die .Rolle .
der .Kommunen .bei .der .Aufgabenzuweisung .im .Rahmen .eines .Wertstoffgesetzes .unterstrichen .
2 . Geschäftsverlauf
2 .1 Straßenreinigung
Grundlage .für .die .Durchführung .der .Straßenreinigung .ist .das .Straßenreinigungsgesetz .– .Str-ReinG .NRW .vom .
18 .12 .1975 .und .die .dazu .erlassene .Straßenreinigungssatzung .der .Stadt .Münster .in .der .jeweils .gültigen .Fassung . .
Hieraus .ergibt .sich .der .Umfang .der .Straßenreinigung . .Die .Abfallwirtschaftsbetriebe .haben .nach .den .gesetzlichen .
Vorgaben .die .Reinigung .und .die . Winterwartung .auf .öffentlichen . Verkehrsflächen, . Wegen .und .öffentlichen .Plätzen .
innerhalb .der .geschlossenen .Ortslage .durchzuführen .
Die .Straßenreinigungsgebühren .bleiben .gemäß .der .Gebührenkalkulation .für .das .Jahr .2015 .unverändert .
Saubere Lösung
32 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
Die .Kosten .der .Straßenreinigung .werden .über .Straßenreinigungsgebühren .in .Höhe .von .4 .425 . TEUR, .innerbetrieb -
lichen .Verrechnungen .von .452 . TEUR .und .sonstige .Erträge .in .Höhe .von .24 . TEUR .finanziert . .Der .Restbetrag .in .Höhe .
von .1 .106 . TEUR, .der .das .öffentliche .Interesse .an .der .Stadtsauberkeit .widerspiegelt, .wird .durch .den .allgemeinen .
Haushalt .getragen . .Der .Stadtanteil .beträgt .20 .Prozent .der .um .die .sonstigen .Erlöse .bereinigten .Gesamtkosten .
Der .Winterdienst .wird .durch .den .städtischen .Haushalt .mit .1 .800 .TEUR .und .durch .Kostenbeteiligungen .der .Stadt -
werke .in .Höhe .von .200 . TEUR .finanziert .
Im .Vergleich .zum . Vorjahr .haben .sich .bzgl . .der .Kehrkilometerleistung .keine .wesentlichen . Veränderungen .ergeben .
2 .2 Abfallwirtschaft
Insgesamt .bewegt .sich .die .kommunale .Abfallwirtschaft .weiterhin .in .einem .angespannten . Wettbewerbsverhältnis .
mit .der .privaten .Entsorgungswirtschaft . .Insbesondere .die .wirtschaftlich .unsichere .Situation .mit .den .Dualen .Systemen .
bezüglich .der .Umsetzung .der .Verpackungsentsorgung .führte .im .abgelaufenen .Jahr .auch .für .die .AWM .zu .praktischen .
Beeinträchtigungen .
Die .AWM .erfüllen .für .das .Gebiet .der .Stadt .Münster .die .Aufgaben .des .öffentlich-rechtlichen .Entsorgungsträgers .im .
Sinne .des .Kreislaufwirtschaftsgesetzes .(KrWG) . .Die .Sicherstellung .einer .geordneten .Abfallwirtschaft .bildet .die .
Grundlage .für .eine .langfristige .Entsorgungssicherheit .in .der .Stadt .Münster . .Neben .den .gesetzlichen .Vorgaben .von .
KrWG .und .Landesabfallgesetz .wurde .zur .Entwicklung .und .Umsetzung .der .kommunalen .abfallwirtschaftlichen .Ziele .
bereits .1986 .ein .Abfallwirtschaftskonzept .(AWK) .erarbeitet . .Das .AWK .wird .regelmäßig, .in .der .Regel .für .fünf .Jahre, .
fortgeschrieben . .Die .nächste .Fortschreibung .erfolgt .im .1 . .Halbjahr .2016 .
Die .Restabfall- .und .Bioabfallgebühren .blieben .gemäß .der .Gebührenkalkulation .bei .den .Sätzen .des .Vorjahres . .Die .Kosten .
der .Hausmüllsammlung .werden .über .Grundgebühren .in .Höhe .von .6 .030 . TEUR, .über .Leistungsgebühren .in .Höhe .von .
19 .965 .TEUR, .durch .Auflösungen .aus .der .Rückstellung .Gebührenüberschüsse .in .Höhe .von .3 .584 .TEUR .und .durch .sonsti-
ge .Erträge .in .Höhe .von .1 .468 .TEUR .gedeckt .
Die .Kosten .der .Bioabfallsammlung .werden .über .Leistungsgebühren .in .Höhe .von .7 .678 .TEUR .sowie .aus .104 .TEUR .sonsti-
gen .Gebühren .bzw . .Erträgen .für .den .Tausch .von .Behältern, .Biofilterdeckeln, .den .Einsatz .von .Schwerkraftschlössern .und .
Verkaufserlösen .„Grünabfallsack“ .getragen .
Folgende .Ereignisse .prägten .das .abgelaufene .Wirtschaftsjahr .besonders:
Um .eine .Optimierung .der .in .Münster .umgesetzten .abfallwirtschaftlichen .Maßnahmen .zu .erreichen, .haben .die .AWM .
für .die .anstehende .Fortschreibung .des .Abfallwirtschaftskonzeptes .frühzeitig .erste .Maßnahmen .veranlasst . .Dies .insbe-
sondere .auch .vor .dem .Hintergrund, .dass .bestehende .Verträge .mit .den .Betreibern .Stadtwerke .Münster .GmbH, .Münster, .
und .REMONDIS .GmbH .& .Co . .KG, .Münster, .für .die .Behandlung .der .Bio- .und .Restabfälle .in .den .Jahren .2015 .und .2016 .
auslaufen . .
Die .REMONDIS .GmbH .& .Co . .KG .hat .bis .zum .31 .05 .2015 .die .Mechanisch-Biologische-Restabfallbehandlungsanlage .
(MBRA) .betrieben . .Mit .Vorlage .V/0962/2014 .hat .der .Rat .am .11 .02 .2015 .die .AWM .beauftragt, .den .Betrieb .der .MBRA .
zum .01 .06 .2015 .zu .übernehmen . .Dieser .Betriebsübergang .wurde .zum .01 .06 .2015 .erfolgreich .durchgeführt .und .führte .
neben .der .Übertragung .der .technischen .Anlage .selbst, .auch .zu .einer .Übernahme .der .auf .der .Anlage .beschäftigten .Mit-
arbeiter . .Hierbei .handelt .es .sich .um .einen .Betriebsübergang .gem . .§ .613 .a .BGB . .Zum .Zeitpunkt .der .Übernahme .waren .
Saubere Lösung
Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 33
17 .Mitarbeiter .in .Vollzeit .und .6 .Mitarbeiter .auf .450 .EUR .Basis .bei .der .Fa . .REMONDIS .auf .der .Anlage .beschäftigt .und .
waren .entsprechend .zu .übernehmen .
Die .17 .von .den .AWM .übernommenen .Mitarbeiter .werden .weiterhin .im .2-Schichtbetrieb .eingesetzt . .Zurzeit .werden .für .
den .Betrieb .der .mechanischen .Stufe .12 .und .für .die .biologische .Stufe .5 .Mitarbeiter .benötigt . .Die .Mitarbeiter .der .biolo-
gischen .Stufe .wurden .bis .Januar .2016 .weiterhin .zur .Sicherstellung .des .genehmigungskonformen .Betriebes .der .Anlage .
eingesetzt .
Besondere .Vorkommnisse .oder .Havarien .waren .seit .Übergang .auf .die .AWM .nicht .zu .verzeichnen . .Entsprechendes .wur-
de .von .der .Bezirksregierung .Münster .im .Rahmen .einer .Umweltinspektion .testiert . .Die .Umweltinspektion .wurde .gemäß .
der .Richtlinie .über .Industrieemissionen .am .15 .12 .2015 .durchgeführt . .Bei .der .Überwachung .wurden .keine .Mängel .und .
ein .genehmigungskonformer .Betrieb .der .Anlage .festgestellt . .
Der .Eigenbetrieb .der .Anlage .führte .gegenüber .dem .Planansatz .zu .erheblichen .Einsparungen .
Neben .der .Aufbereitung .von .ca . .60 .000 .t/a .Restabfällen .(Hausmüll, .Sperrgut .und .Gewerbeabfall) .aus .dem .Stadtgebiet .
der .Stadt .Münster .sollen .ab .dem .01 .01 .2017 .zusätzlich .ca . .40 .000 .t/a .Bio- .und .Grünabfälle .in .der .Anlage .(ehemalige .
MBRA .MS) .angenommen .und .behandelt .werden .
Für .die .Umsetzung .des .neuen .Behandlungskonzeptes .sind .umfassende .Anpassungen .im .Bestand .der .bestehenden .
MBRA .Münster .erforderlich . .So .werden .zukünftig .die .Behandlungsschritte .mechanische .und .biologische .Behandlung .
von .Restabfällen .voneinander .getrennt, .so .dass .neben .der .Aufbereitung .des .Restabfalls .in .der .mechanischen .Stufe .
ab .dem .01 .01 .2017 .zusätzlich .Bio- .und .Grünabfälle .in .dem .biologischen .T eil .der .ehemaligen .MBRA .MS .behandelt .
werden .können . .Der .Rat .hat .diesem .Umbau .in .seiner .Sitzung .am .11 .02 .2015 .ebenfalls .bereits .zugestimmt .(Vorlage .
V/0962/2014: .Ziff . .3 .des .Beschlussvorschlages .i . .V . .m . .Ziff . .4 .auf .Seite .6 .der .Begründung) .
Das .neue .Blockheizkraftwerk .(BHKW) .wurde .am .01 .12 .2014 .mit .der .Ersteinspeisung .von .Strom .ins .öffentliche .Netz .in .
Betrieb .genommen . .Da .noch .Restarbeiten .an .der .gesamten .Automatisierungs- .und .Steuerungstechnik .vorzunehmen .
waren, .konnte .der .Volllastbetrieb .erst .im .April .2015 .aufgenommen .werden .
Die .geplanten .Eigenstromversorgungen .der .Sickerwasserreinigungsanlage, .der .Deponie .sowie .der .Hauptkläranlage .
konnten .im .März/April .2015 .aufgenommen .werden . .Im .Dezember .2015 .wurde .auch .die .MBRA .an .die .Eigenstromver-
sorgung .angeschlossen .
Im .Berichtszeitraum .wurden .rd . .5,5 .Mio . .cbm .Gas .energetisch .verwertet . .Die .Bruttostromerzeugung .betrug .rd . .
11,2 .Mio . .kWh . .Davon .wurden .rd . .5,0 .Mio . .kWh .ins .öffentliche .Netz .eingespeist .und .rd . .6,2 .Mio . .kWh .für .die .Eigen-
stromversorgung .der .städtischen .Entsorgungsanlagen .verwendet .
Die .erzeugte .Wärmemenge .von .rd . .6 .400 .MWh .wurde .zur .Wärmeversorgung .der .Bioabfallvergärungsanlage .und .der .
Hauptkläranlage .genutzt .
Saubere Lösung
3 . Wirtschaftliche Lage
3 .1 Ertragslage
Das .Wirtschaftsjahr .2015 .schließt .mit .einem .Jahresüberschuss .von .2 .343 . TEUR .(VJ .3 .047 .TEUR) .und .bewegt .sich .in .
Höhe .von .464 .TEUR .unter .dem .Planniveau .von .2 .807 .TEUR . .Dieser .verteilt .sich .im .Vergleich .zum .Vorjahr .auf .die .folgen-
den .Geschäftsbereiche:
34 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
Saubere Lösung
Jahresüberschüsse / Jahresfehlbeträge 2015
TEUR
2014
TEUR
Veränderung
zum Vorjahr
TEUR
Veränderung
zum Vorjahr
in Prozent
Straßenreinigung .ohne .Winterdienst 132 144 -12 -8,3
Abfallwirtschaft 2 .490 2 .212 278 12,6
Nebengeschäfte 475 439 36 8,4
Korrektur .kalk . .Verzinsung .2012 .– .2014 -865 0 -865 100,0
BGA .AWM-Dienstleistungen -11 38 -49 128,9
BGA .Photovoltaikanlage 23 8 15 187,5
Sonstige .Zinsen .und .ähnliche .Erträge . 99 206 -107 -51,9
2 .343 3 .047 -704 -23,1
Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 35
Die .Umsatzerlöse .sind .im .Vergleich .zum .Vorjahr .um .1 .807 .TEUR .(3,45 .%) .gesunken .und .stellen .sich .wie .folgt .dar:
Die .Hausmüll-Einsammlung .erzielte .eine .Erlössteigerung .von .407 .TEUR . .Die .Umsatzerlöse .aus .der .Abfalldeponierung .
und .sonstigen .Abfallverwertung .stiegen .um .1 .857 .TEUR . .Die .Erlössteigerung .in .diesem .Bereich .ist .in .erster .Linie .auf .
die .Veräußerung .(1 .974 .TEUR) .des .im .neuen .BHKW .produzierten .Stroms .zurück .zu .führen . .Die .gesunkenen .Erlöse .aus .
der .Sammlung .von .Sonderabfall .mit .39 .TEUR .(VJ .48 .TEUR) .stehen .im .Zusammenhang .mit .den .überproportional .hö-
heren .Sonderabfallmengen .im .Juli .2014 .aufgrund .des .unvorhergesehenen .Flutereignisses . .Die .Erlöse .aus .dem .Dualen .
Systems .Deutschland .mit .1 .919 .TEUR .(VJ .1 .829 .TEUR) .konnten .in .2015 .leicht .gesteigert .werden . .Im .Bereich .der .Ab-
fallwirtschaft .kam .es .zu .einer .Überdeckung .Gebührenüberschüsse .in .Höhe .von .3 .089 .TEUR, .die .den .Verbindlichkeiten .
gegenüber .Gebührenzahler .zugeführt .wurden .und .zu .einer .Minderung .der .Umsatzerlöse .in .der .Abfallwirtschaft .führte . .
Saubere Lösung
Umsatzerlöse 2015
TEUR
2014
TEUR
Veränderung
zum Vorjahr
TEUR
Veränderung
zum Vorjahr
in Prozent
ABFALLWIRTSCHAFT
Hausmüll-Einsammlung 34 .684 34 .277 407 1,2
Sonstige .Umsatzerlöse .Abfallabfuhr 655 640 15 2,3
Über-/ .Unterdeckung .Gebührenüberschüsse -3 .089 1 .709 -4 .798 -280,7
Hausmüll-Deponieanlieferung 1 .016 1 .047 -31 -3,0
Sonstige .Umsatzerlöse .Abfallverwertung 5 .023 3 .135 1 .888 60,2
Sondermüll 39 48 -9 -18,8
Duales .System .Deutschland 1 .919 1 .829 90 4,9
40 .245 42 .685 -2 .440 -5,7
STADTREINIGUNG
Regelreinigung .Grundstücke 4 .457 4 .446 11 0,2
Straßenreinigung .Stadtanteil .20 % . 1 .102 1 .114 -12 -1,1
Winterdienst 1 .637 1 .197 440 36,8
Über-/ .Unterdeckung .Gebührenüberschüsse -175 -81 -94 116,0
7 .021 6 .676 345 5,2
NEBENGESCHÄFTE
Nebengeschäfte .der .Abfallwirtschaft 2 .523 2 .193 330 15,0
Nebengeschäfte .der .Straßenreinigung 233 232 1 0,4
Sonstige .Nebengeschäfte 493 536 -43 -8,0
3 .249 2 .961 288 9,7
50 .515 52 .322 -1 .807 -3,5
36 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
Diese .Überschüsse .resultieren .aus .dem .Ausgleich .der .Kostenüberdeckung .aus .Vorjahren .(Entnahme .aus .Verbindlichkei-
ten .gegenüber .Gebührenzahlern) .in .Höhe .von .2 .384 .TEUR, .der .Kostenüberdeckung .(2 .280 .TEUR), .der .periodenfremden .
Abgrenzung .zu .hoher .kalkulatorischer .Verzinsungen .aus .Vorjahre .(836 .T€) .sowie .aus .sonstigen .saldierten .Überschüssen .
aus .der .perioden- .und .betriebsfremden .Abgrenzung .(2 .357 .TEUR) .
Die .Erträge .aus .der .sonstigen .periodenfremden .Abgrenzung .resultieren .im .Wesentlichen .aus .der .Auflösung .von .Rück-
stellungen .der .ZDM .I .wegen .Nichtinanspruchnahme .von .geplanten .Nachsorgeaufwendungen .(177 .TEUR) .und .auf-
grund .einer .Betriebskostenanpassung .für .zukünftige .Perioden .(2 .166 .TEUR) . .
Im .Bereich .der .Straßenreinigung .und .dem .Winterdienst .stiegen .die .Umsatzerlöse .insgesamt .um .345 .TEUR . .Die .Um-
satzerlöse .im .Bereich .des .Winterdienstes .stiegen .aufgrund .des .im .Vergleich .zum .Vorjahr .härteren .Winters .um .440 .TEUR . .
Die .Umsatzerlöse .für .Grundstücksregelreinigung .sowie .der .städtische .Straßenreinigungsanteils .blieben .in .2015 .stabil . .
Im .Bereich .der .Straßenreinigung .ergab .sich .aus .der .saldierten .Überdeckung .Gebührenüberschüsse .eine .Minderung .der .
Umsatzerlöse .in .Höhe .von .175 .TEUR . .Diese .resultieren .aus .der .Kostenüberdeckung .(143 .TEUR), .der .periodenfremden .
Abgrenzung .zu .hoher .kalkulatorischer .Verzinsungen .aus .Vorjahre .(29 .T€) .zuzüglich .der .perioden- .und .betriebsfremden .
Abgrenzungen .(4 .TEUR) .für .das .laufende .Wirtschaftsjahr . .Die .Überdeckung .wurde .den .Verbindlichkeiten .gegenüber .
Gebührenzahlern .zugeführt .
Die .Erlöse .aus .den .Nebengeschäften .stiegen .insgesamt .um .288 .TEUR .
Die .sonstigen betrieblichen Erträge sind .in .der .Vergleichsbetrachtung .zum .Vorjahr .insgesamt .um .1 .653 .TEUR .gesunken . .
Die .Erträge .aus .der .Auflösung .von .Rückstellungen .aus .Gebührenüberschüssen .„ALT“ .sind .im .Vergleich .zum .Vorjahr .um .
2 .648 .TEUR .gesunken . .Im .Vorjahr .waren .außerordentliche .Auflösungserträge .zur .Finanzierung .der .durch .das .Starkre-
genereignis .entstandenen .Mehraufwendungen .und .der .Beseitigung .der .Flutschäden .an .der .ZDM .I .zu .verzeichnen . .
Aufgrund .einer .Evaluierung .wurde .festgestellt, .dass .die .gutachterlich .budgetierten .Nachsorgekosten .der .ZDM .I .zu .hoch .
indexiert .wurden . .Die .zu .erwartenden .voraussichtlichen .Betriebskosten .sind .daher .in .2015 .angepasst .und .die .Nachsor-
gerückstellung .der .ZDM .I .in .Höhe .von .2 .166 .TEUR .ertragswirksam .aufgelöst .worden . .Die .Erträge .aus .der .Auflösung .von .
Rückstellungen .sind .in .Folge .dessen .in .der .Vergleichsbetrachtung .zum .Vorjahr .um .1 .910 .TEUR .gestiegen . .Die .sonstigen .
betrieblichen .Erträge .sanken .um .1 .034 .TEUR, .da .im .Vorjahr .zur .Mitfinanzierung .der .Aufwendungen .aufgrund .des .Star-
kregenereignisses .von .der .Bezirksregierung .Münster .Zuwendungen .in .Höhe .von .1 .000 .TEUR .vereinnahmt .wurden .
Die .Reduktion .der .Materialaufwendungen .um .insgesamt .7 .569 .TEUR .ist .in .erster .Linie .auf .die .Reduzierung .der .Aufwen-
dungen für bezogene Leistungen .um .8 .267 .TEUR .zurückzuführen .
Die .Aufwendungen .für .die .Abfallbehandlung .in .der .MBRA .reduzierten .sich .im .Vergleich .zum .Vorjahr .durch .die .Anlagen-
übernahme .zum .01 .06 .2015 .um .6 .283 .TEUR . .Für .das .Ende .2014 .in .Betrieb .genommene .BHKW .entstanden .in .2015 .
erstmalig .Aufwendungen .in .Höhe .von .230 .TEUR . .
Die .im .Vorjahr .durch .das .Starkregenereignis .entstandenen .außerplanmäßigen .überproportionalen .Aufwendungen .
(+3 .012 .TEUR) .entfielen .im .Wirtschaftsjahr .und .trugen .ebenfalls .zur .Aufwandsreduktion .bei .
Mehraufwendungen .ergaben .sich .im .Wirtschaftsjahr .für .den .Winterdienst .in .Höhe .von .291 .TEUR . .
Bei .den .Materialdirektverbräuchen .sind .die .Aufwendungen .im .Vergleich .zum .Vorjahr .insgesamt .um .720 .TEUR .gestie-
gen . .Insbesondere .ist .dieses .auf .die .Inbetriebnahme .des .BHKW .(+171 .TEUR), .die .Übernahme .der .MBRA .(+336 .TEUR) .sowie .
höheren .Materialbedarf .für .die .Sickerwasseranlage .(+89 .TEUR) .zurückzuführen . .Die .Materialverbräuche .für .den .Winter-
dienst .stiegen .aufgrund .des .im .ersten .Quartal .einsetzenden .harten .Winters .im .Vergleich .zum .Vorjahr .um .100 .TEUR . .
Die .Personalaufwendungen .sind .gegenüber .dem .Vorjahr .um .1 .203 .TEUR .gestiegen . .Der .Anstieg .resultiert .aus .den .
Saubere Lösung
Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 37
Tariferhöhungen .im .März .2015 .um .2,4 .%, .aus .Neueinstellungen .für .erweiterte .Öffnungszeiten .auf .den .Recyclinghöfen .
sowie .Neueinstellungen .im .Zusammenhang .mit .der .Übernahme .der .Restabfallbehandlungsanlage .zum .01 .06 .2015 .
Der .Anstieg .der .planmäßigen .Abschreibungen .um .1 .550 .TEUR .beruht .auf .dem .planmäßig .hohen .Investitionsvolumen .
im .Wirtschaftsjahr . .Dieser .Anstieg .um .37 .% .zum .Vorjahr .resultiert .signifikant .aus .der .erstmaligen .Ganzjahresabschrei-
bung .für .das .in .2014 .neu .errichtete .BHKW .in .Höhe .von .899 .TEUR .und .aus .der .zeitanteiligen .Abschreibung .der .MBRA .in .
Höhe .von .552 .TEUR .
Die .sonstigen betrieblichen Aufwendungen .sind .gegenüber .dem .Vorjahr .um .1 .002 .TEUR .gestiegen . .Im .Wesentlichen .ist .
diese .Entwicklung .auf .eine .höhere .Wertberichtigung .zu .Forderungen .an .die .Stadt .aus .der .Rekultivierung .und .Nachsor-
ge .für .die .ZDM .I .und .II .(+336 .TEUR), .auf .höhere .Versicherungsbeiträge .(+106 .TEUR), .höhere .Rechtsmittel- .und .Bera-
tungsleistungen .(+134 .TEUR), .höhere .Reinigungsaufwendungen .für .die .MBRA .(+131 .TEUR) .sowie .höhere .Aufwendun-
gen .für .Schutz- .und .Arbeitskleidung .(+126 .TEUR) .zurückzuführen . .
Das .Zinsergebnis .liegt .im .Berichtsjahr .um .1 .096 .TEUR .unter .dem .Vorjahresergebnis . .Aufgrund .des .niedrigen .Zinsni-
veaus .haben .sich .die .erzielten .Festgeldzinsen .nochmals .um .107 .TEUR .verringert; .die .Zinsaufwendungen .waren .im .Ver-
gleich .zum .Vorjahr .989 .TEUR .höher, .was .zur .Verschlechterung .des .Zinsergebnisses .führte . .Bei .den .Zinsaufwendungen .
handelt .es .sich .um .zinsähnliche .Aufwendungen .aus .der .Aufzinsung .der .Deponierückstellungen .
3 .2 Finanzlage
Das .Vermögen .der .AWM .ist .zu .24,4 .% .(VJ .24,9 .%) .durch .Eigenkapital .(ohne .Sonderposten) .finanziert . .Das .Fremdkapital .
besteht .insbesondere .aus .langfristigen .Verbindlichkeiten .und .Rückstellungen .(56,1 .%; .VJ .59,0 .%) .
Der .Finanzmittelfonds .der .AWM .hat .sich .wie .folgt .entwickelt:
Saubere Lösung
Finanzmittelfonds 2015
TEUR
2014
TEUR
Cashflow .aus .laufender .Geschäftstätigkeit 9 .844 7 .699
Cashflow .aus .Investitionstätigkeit -16 .012 -12 .082
Cashflow .aus .Finanzierungstätigkeit -1 .493 -1 .179
Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel -7 .661 -5 .562
+ Finanzmittelfonds .am .Anfang .der .Periode 18 .140 23 .702
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 10 .479 18 .140
38 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
Der .Cashflow .aus .der .laufenden Geschäftstätigkeit .hat .sich .gegenüber .dem .Vorjahr .um .2 .145 .TEUR .auf .9 .844 .TEUR .
erhöht . .
Im .Rahmen .der .Investitionstätigkeit .sind .in .2015 .Mittel .in .Höhe .von .16 .012 . TEUR .abgeflossen . .Für .den .Erwerb .von .
immateriellen . Vermögensgegenständen .und .Sachanlagen .wurde .im . Wirtschaftsjahr .ein .Betrag .von .16 .088 . TEUR .
(VJ .12 .172 .TEUR) .aufgewendet . .Insbesondere .ist .der .Kauf .der .Restabfallbehandlungsanlage .zu .nennen . .Den .Auszahlungen .
standen .Einzahlungen .in .Höhe .von .76 .TEUR .aus .dem .Verkauf .von .Sachanlagen .gegenüber .
Aus .der .Finanzierungstätigkeit .sind .1 .493 .TEUR .als .Konsolidierungsbeitrag .an .die .Stadt .Münster .abgeflossen .
Zinszahlungen .waren .im .Wirtschaftsjahr .nicht .zu .leisten . .
Mit .der .Stadt .Münster .besteht .eine .sogenannte .Cash-Pool-Management-Vereinbarung, .mittels .derer .die .Liquiditäts-
ströme .der .Stadt .und .ihrer .Beteiligungen .optimiert .werden . .Im .Rahmen .dieser .Vereinbarung .wurde .den .AWM .ein .
Kassenkreditvolumen .von .6 .Mio . .EUR .eingeräumt .
Die .AWM .waren .jederzeit .in .der .Lage, .ihren .finanziellen .Verpflichtungen .nachzukommen .
3 .3 Vermögenslage
Die .Vermögens- .und .Kapitalstruktur .stellt .sich .wie .folgt .dar:
Die .Bilanzsumme .ist .im .abgelaufenen .Wirtschaftsjahr .um .4 .465 .T€ .gestiegen .
Auf .der .Aktivseite .erhöhte .sich .das .Anlagevermögen .um .10 .343 .TEUR . .Die .Gesamtinvestitionen .lagen .im .Jahr .2015 .bei .
16 .088 .TEUR . .Davon .wurden .818 .TEUR .in .Anlagen .der .Stadtreinigung, .6 .603 .TEUR .in .Anlagen .der .Abfallwirtschaft .und .
Saubere Lösung
2015
TEUR
2015
in Prozent
2014
TEUR
2014
in Prozent
Anlagevermögen 52 .748 75,1 42 .406 64,5
Umlaufvermögen 17 .434 24,8 23 .311 35,4
Rechnungsabgrenzungsposten 65 0,1 66 0,1
Gesamtvermögen 70 .248 100,0 65 .783 100,0
Eigenkapital 17 .174 24,4 16 .369 24,9
Sonderposten 818 1,2 778 1,2
Mittel- .und .langfristige .Verbindlichkeiten .und .Rückstellungen 39 .390 56,1 38 .841 59,0
Kurzfristige .Verbindlichkeiten .und .Rückstellungen 12 .866 18,3 9 .795 14,9
Gesamtkapital 70 .248 100,0 65 .783 100,0
Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 39
6 .737 .TEUR .in .Grundstücke .mit .Betriebs- .und .anderen .Bauten .investiert . .Der .verbleibende .Anteil .entfällt .mit .492 .TEUR .
auf .andere .Anlagen .und .Betriebs- .und .Geschäftsausstattung, .mit .28 .TEUR .auf .Software .sowie .in .Höhe .von .1 .410 .TEUR .
auf .geleistete .Anzahlungen .und .Anlagen .im .Bau . .Die .Investitionen .des .abgelaufenen .Wirtschaftsjahres .wurden .aus .
eigenen .Mitteln .finanziert . .Das .Anlagevermögen .der .AWM .ist .bei .einer .Anlagendeckung .von .108,8 .% .(Deckungsgrad .II) .
(VJ .132,0 .%) .vollständig .durch .mittel- .und .langfristig .zur .Verfügung .stehendes .Eigen- .und .Fremdkapital .finanziert . .Die .
Anlagendeckung .durch .Eigenkapital .(Deckungsgrad .I) .beträgt .– .ohne .Berücksichtigung .von .Sonderposten .– .32,6 .% .
(VJ .38,6 .%) .
Die .Verminderung .des .Umlaufvermögens .um .5 .878 .TEUR .resultiert .im .Wesentlichen .aus .der .Reduktion .der .liquiden .
Mittel .in .Höhe .von .6 .481 .TEUR . .Die .Forderungen .gegen .die .Stadt .Münster .konnten .in .Höhe .von .967 .TEUR .reduziert .
werden . .
Die .Forderungen .aus .DSD .(Duales .System .Deutschland) .erhöhten .sich .um .306 .TEUR .und .betrugen .zum .Ende .des .Wirt-
schaftsjahres .2 .591 .TEUR . .Die .Stadt .Münster .hatte .im .Klageverfahren .gegen .die .DSD .GmbH .wegen .Zahlung .eines .ange-
messenen .Entgeltes .für .die .Sammlung .von .gebrauchten .PPK-Verkaufsverpackungen .in .der .ersten .Instanz .vor .dem .VG .in .
Köln .überwiegend .obsiegt, .gleichwohl .aber .gegen .das .Urteil .Berufung .beim .OVG .NRW .in .Münster .eingelegt . .Das .OVG .
NRW .hat .sich .in .einer .Vorabentscheidung .für .zuständig .in .der .Angelegenheit .erklärt, .diesbezüglich .aber .die .Beschwer-
de .zum .BVerwG .zugelassen . .Die .DSD .GmbH .hat .eine .entsprechende .Beschwerde .beim .BVerwG .anhängig .gemacht . .
Das .BVerwG .hat .daraufhin .kürzlich .durch .Beschluss .die .Zuständigkeit .des .OVG .NRW .teilweise .verneint . .Das .Verfahren .
vor .dem .OVG .NRW .wird .aber .grundsätzlich .fortgesetzt . .In .Abhängigkeit .von .der .seitens .des .OVG .NRW .ergehenden .
Entscheidung .wird .die .Stadt .Münster .beurteilen, .ob .sie .ihre .Interessen .vor .dem .BVerwG .weiter .verfolgen .will . .Je .nach .
Ausgang .des .Verfahrens .besteht .für .die .Zukunft .gegebenenfalls .das .Risiko, .dass .eine .Abwertung .der .DSD-Forderung .in .
derzeit .unbestimmter .Höhe .vorgenommen .werden .muss . .
Die .sonstigen .Vermögensgegenstände .erhöhten .sich .um .1 .018 .TEUR . .Dieser .Anstieg .beruht .auf .einer .Steuerkorrektur .
im .Zusammenhang .mit .der .Übernahme .der .MBRA . .Die .Rechnungsabgrenzungen .sind .nahezu .unverändert .
Auf .der .Passivseite .der .Bilanz .erhöhte .sich .vor .Gewinnverwendung .das .Eigenkapital .um .805 .TEUR . .Die .Eigenkapitalquo-
te .ist .von .24,9 .% .auf .24,4 .% .gesunken . .Die .Veränderung .des .Eigenkapitals .ergibt .sich .aus .dem .Jahresüberschuss .2015 .
in .Höhe .von .2 .343 .TEUR .abzüglich .der .Zuführung .zu .den .Sonderposten .(46 .TEUR) .und .der .Auszahlung .von .Konsolidie-
rungsbeiträgen .in .Höhe .von .1 .493 .TEUR .an .die .Stadt .Münster . .Die .Sonderposten .aus .Überschüssen .AWM-Dienstleistun-
gen .und .Photovoltaik-Überschüssen .erhöhten .sich .um .die .Zuführung .von .Überschüssen .aus .dem .Wirtschaftsjahr .2014 .
Unter .den .mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen .sind .die .Verbindlichkeiten .und .Rückstellun-
gen .mit .einer .Laufzeit .von .mehr .als .einem .Jahr .zusammengefasst . .
Die .kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen .sind .um .3 .072 .TEUR .gestiegen . .Hauptsächlich .resultiert .diese .
Erhöhung .aus .dem .Anstieg .der .kurzfristigen .Rückstellungen .(2 .628 .TEUR) .aufgrund .der .in .2016 .geplanten .Inanspruch-
nahmen .für .Rekultivierungsmaßnahmen .auf .der .ZDM .II .1 . .+ .2 . .BA .
Die .Liquidität .II .(kurzfristige .Liquidität) .beträgt .am .Bilanzstichtag .3 .610 .TEUR .und .weist .damit .weiterhin .eine .Überde-
ckung .auf . .Das .kurzfristige .realisierbare .Schuldendeckungspotenzial .deckt .in .vollem .Umfang .das .kurzfristige .Fremdka-
pital . .Die .Eigenkapitalquote .beträgt .– .ohne .Betrachtung .des .Sonderpostens .aus .Überschüssen .AWM-Dienstleistungen, .
des .Sonderpostens .aus .Photovoltaik-Überschüssen .und .des .Sonderpostens .für .Investitionszuschüsse .zum .Anlagever-
mögen .– .zum .Bilanzstichtag .24,4 .% . .Die .kurzfristige .Fremdkapitalquote .beträgt .18,3 .% .
3 .4 Gesamtaussage zur Lage des Unternehmens
Zusammenfassend .wird .seitens .der .Betriebsleitung .der .AWM .die .wirtschaftliche .Lage, .nach .Prüfung .der .Vermögens-, .
Saubere Lösung
40 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
Finanz- .und .Ertragslage, .positiv .bewertet .
Im .Ergebnis .hat .sich .die .Eigenkapitalquote .von .24,9 .% .auf .24,4 .% .leicht .vermindert . .Dabei .können .gleichzeitig .die .Kon-
solidierungsanforderungen .der .Stadt .Münster .unterstützt .werden . .Im .Wirtschaftsjahr .2015 .wurde .von .dem .Jahres-
überschuss .2014 .ein .T eilbetrag .in .Höhe .von .1 .493 .TEUR .an .die .Stadt .ausgezahlt . .Zudem .ist .vorgesehen, .im .Wirtschafts-
jahr .2016 .aus .dem .Jahresüberschuss .2015 .einen .T eilbetrag .in .Höhe .von .1 .194 .TEUR .an .die .Stadt .auszuzahlen .
4 . Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Als .ein .kommunales .Unternehmen .der .Entsorgungswirtschaft .kommt .AWM .neben .der .nachhaltigen .Abfallwirtschaft .
eine .besondere .Verantwortung .im .Hinblick .auf .die .Daseinsvorsorge .und .das .Gemeinwohl .zu . .Unser .Kerngeschäft .ist .
es, .für .eine .zuverlässige, .bürgernahe .Entsorgungsdienstleistung .Sorge .zu .tragen . .Darüber .hinaus .schaffen .wir .sichere, .
sozialverantwortlich .gestaltete .Arbeitsplätze . .
Rund .10 .Mio . .EUR .Umsatz .mit .ortsansässigen .und .ortsnahen .Unternehmen .tragen .darüber .hinaus .zur .Stärkung .und .
Wertschöpfung .der .regionalen .Wirtschaft .bei . .
Das .gesamte .Handeln .und .Wirken .ist .bei .AWM .auf .Nachhaltigkeit .und .Beständigkeit .ausgerichtet .
Ein .Leitziel .und .Grundsatz .nach .dem .die .AWM .arbeiten .ist, .einen .sparsamen .und .optimierten .Umgang .mit .den .Res-
sourcen .zu .verfolgen . .Wir .investieren .daher .dauerhaft .in .moderne .und .umweltfreundliche .Anlagen .
Im .Rahmen .des .Qualitäts-, .Umwelt-, .Gesundheits- .und .Arbeitsschutzmanagements .wurden .im .Wirtschaftsjahr .zwei .
Überwachungsaudits .in .den .unterschiedlichsten .Fachstellen .und .Sachgebieten .durchgeführt . .Die .erfolgreiche .externe .
Rezertifizierung .des .integrierten .Managementsystems .gemäß .ISO .9001, .ISO .14001 .und .OHSAS .18001 .erfolgte .in .2013 .
erstmalig .durch .die .ZER-QMS .GmbH, .Köln . .
2015 .erfolgte .die .Rezertifizierung .als .Entsorgungsfachbetrieb .und .ein .Überwachungsaudit .wurde .durchgeführt . .
Die .Qualitätspolitik .ist .ein .im .Unternehmen .verankerter .Leitfaden, .der .sich .in .einzelnen .Tätigkeitsschwerpunkten .der .
zertifizierten .Managementsysteme .widerspiegelt . .
Qualitätsmanagement – Arbeitsschwerpunkte 2015
Die .Angebote .des .Kundenservices .werden .bei .den .AWM .zukunftsweisend .auf .die .gesamtgesellschaftlich .stärkere .Nut-
zung .von .elektronischen .Medien .ausgerichtet . .Bereits .in .2014 .hat .eine .sukzessive .Umorientierung .auf .eine .vermehrte .
Internet- .und .E-Mail-Nutzung .stattgefunden . .
Zu .diesen .Maßnahmen .gehört .u . a . .eine .stärkere .Ausrichtung .zu .intensivieren .und .längeren .Beratungsgesprächen .mit .
individueller .Zusendung .von .Informationsmaterialien .per .E-Mail . .Auch .findet .eine .Erfassung .von .Kundenwünschen .
statt . .
Interessanterweise .belegte .bei .der .Bestimmung .von .Präferenzen .bestimmter .Informationsmittel .im .Rahmen .einer .
Befragung .auf .Basis .von .T elefoninterviews .der .Abfallkalender .(87,6 .%) .den .ersten .Rang, .gefolgt .von .Informationen .am .
Point .of .Sale .(PoS) .mit .76,9 .% .und .auf .Produktverpackungen .mit .75,5 .% . .Stabil .behaupten .sich .als .Informationsmittel .
auch .Berichte .in .Tageszeitungen, .Zeitschriften .und .Fernsehen . .
Umweltmanagement – Arbeitsschwerpunkte 2015
Um .den .CO
2-Ausstoß .zu .reduzieren .und .immer .mehr .Energie .einzusparen, .führte .die .schon .seit .Jahren .in .Münster .
praktizierte .getrennte .Erfassung .und .Verwertung .von .Abfällen .zu .erheblichen .Erfolgen .in .der .Reduzierung .von .Treib-
hausgasen . .Um .weitere .Optimierungen .vornehmen .zu .können, .wird .das .nach .dem .Kreislaufwirtschaftsgesetz .für .die .
öffentlich-rechtlichen .Entsorgungsträger .vorgeschriebene .Abfallwirtschaftskonzept .in .2016 .fortgeschrieben . .Unter .Saubere Lösung
Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 41
Berücksichtigung .ökologischer .und .ökonomischer .Aspekte .wurden .optimierende .abfallwirtschaftliche .Maßnahmen .
eingeleitet .
Basis .hierfür .war .die .Übernahme .der .Restabfallbehandlungsanlage .(MBRA) .zum .01 .06 .2015 . .
In .2016 .ff . .wollen .die .AWM .für .die .Bürgerinnen .und .Bürger .durch .den .Umbau .der .MBRA .weitere .ökologisch .und .ökono-
misch .vorhandene .Potentiale .ausschöpfen . .Zukünftig .wird .die .Einführung .einer .stoffstromspezifischen .Grünabfallbe-
handlung .und .eine .Optimierung .der .Bioabfallbehandlung .zu .weiteren .CO
2-Einsparungen .und .somit .zur .Reduktion .der .
Treibhausgase .beitragen . .
Darüber .hinaus .bietet .die .Vermarktung .von .Wertstoffen .aus .der .MBRA .über .die .Erlöse .ökonomische .Möglichkeiten, .an .
denen .die .Bürgerinnen .und .Bürger .partizipieren .und .entsprechend .finanziell .entlastet .werden .können . .
Ein .weiterer .grundlegender .Baustein, .den .Verbrauch .kostbarer .Ressourcen .zu .minimieren .und .weitere .Optimierungs-
potentiale .in .der .letzten .Verwertungsstufe .auszuschöpfen, .war .der .Neubau .eines .Blockheizkraftwerkes .(BHKW) .zur .
Verwertung .des .anfallenden .Bio-, .Deponie- .und .Klärgases . .Das .Gas .von .den .drei .unterschiedlichen .Gasquellen .hat .einen .
Gesamtenergiegehalt .von .rd . .44 .000 .MW .pro .Jahr . .Der .daraus .produzierte .Strom .beläuft .sich .auf .insgesamt .18 .218 .MW . .
AWM .und .das .Tiefbauamt .decken .hieraus .für .die .Hauptkläranlage, .Sickerwasserbehandlungsanlage .und .Deponie .
den .gesamten .Strombedarf . .Der .Eigenstromanschluss .an .die .Restabfallbehandlungsanlage .erfolgte .Ende .2015 . .Hinzu .
kommt, .dass .die .bei .der .Stromerzeugung .anfallende .Wärme .zu .rd . .60 .% .für .die .Wärmeversorgung .der .Hauptkläranlage .
und .der .Bioabfallvergärungsanlage .genutzt .wird .
Neben .der .über .das .BHKW .im .Startjahr .produzierten .Bruttostrommenge .von .11 .191 .596 .kWh, .erzeugte .die .eigene .Pho-
tovoltaikanlage .238 .138 .kWh .Strom .und .die .mit .den .Stadtwerken .Münster .betriebene .Photovoltaikanlage .produzierte .
1 .155 .782 .kWh .Strom .
Durch .abfallwirtschaftliche .Maßnahmen .wurden .in .2015 .insgesamt .76 .948 .t .CO
2 .eingespart .
Ein .weiteres .Ziel .des .Umweltmanagements .und .des .Ressourcenschutzes .der .AWM .ist .es, .die .Abfallwirtschaft .auch .in .
vielen .anderen .Bereichen .immer .mehr .zur .Recyclingwirtschaft .zu .entwickeln . .
Ökologische .Verantwortung .bedeutet .für .uns .daher, .durch .effektives .Wertstoffrecycling .zur .Ressourcenschonung .beizu-
tragen . .
Gesundheits- und Arbeitsschutzmanagement
Zum .Ende .des .Wirtschaftsjahres .2015 .beschäftigten .die .AWM .einschließlich .Auszubildender .370 .Mitarbeitende; .davon .
30 .Frauen . .Der .Anteil .der .Arbeitsplätze .für .leistungsgeminderte .Mitarbeitende .betrug .7,16 .% .
In .2015 .wurden .zwei .Ausbildungsplätze .zum .Mechatroniker .sowie .zwei .Ausbildungsplätze .zum .Berufskraftfahrer .neu .
besetzt . .Zum .31 . .Dezember .2015 .hatten .die .AWM .insgesamt .dreizehn .Auszubildende . .Aktuell .bilden .die .AWM .im .
Unternehmen .im .kaufmännischen .Bereich .eine .Bürokauffrau .aus . .Ab .2016 .wird .ein .neuer .Ausbildungsplatz .zur .Indus-
triekauffrau .besetzt . .Im .gewerblich-handwerklichen .Bereich .wird .zum .Mechatroniker, .zum .Berufskraftfahrer .sowie .zur .
Fachkraft .für .Kreislauf- .und .Abfallwirtschaft .ausgebildet .
Für .die .gute .und .gleichbleibende .Qualität .unseres .Leistungsspektrums .sind .in .erster .Linie .die .Mitarbeiter .entscheidend . .
Deshalb .sind .neben .Motivation, .Qualifikation .in .Verbindung .mit .einem .partnerschaftlichen, .respektvollen, .wertschät-
zenden .Umgang, .der .Erhalt .der .Gesundheit .und .der .sozialen .Sicherheit .der .Mitarbeiter .für .einen .nachhaltigen .Erfolg .
und .der .betrieblichen .Arbeitsfähigkeit .der .AWM .wichtig . .Im .Hinblick .darauf .ist .ein .Baustein .das .betriebliche .Gesund-
heitsmanagement .der .AWM .mit .Angeboten .zur .Erhaltung .bzw . .Förderung/Wiederherstellung .der .körperlichen .und .psy-
cho-sozialen .Gesundheit . .Allen .Mitarbeitern .wird .hierzu .über .externe .Fachkräfte .die .Förderung .der .muskuloskelettalen .
Gesundheit .(„AWM .fit“) .und .die .Mitarbeiterberatung .(„AWM .life“) .angeboten . .Ziel .des .Projekts .„AWM .fit .& .AWM .life“ .
Saubere Lösung
42 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
ist .es, .zur .Steigerung .der .Gesundheitsquote .bei .den .AWM .beizutragen .und .die .im .gewerblichen .Bereich .vergleichsweise .
hohe .Krankenquote .zu .reduzieren .
.
5 . Management Approach – Unternehmensberichterstattung
Die .übergeordnete .Strategie .der .AWM .ist .es, .sich .als .kommunales .Entsorgungsunternehmen .mit .hochwertigen .und .
ökologisch .orientierten .Prozessen .und .Dienstleistungen, .visionär .als .Premiumanbieter .und .Premiumdienstleister, .den .
Leistungsauftrag .langfristig .zu .sichern . .Zur .Umsetzung .werden .unterschiedliche, .aufeinander .abgestimmte .strategi-
sche .Ziele .verfolgt . .Ziel .ist .es, .bei .der .Erfüllung .der .hoheitlichen .Kernaufgaben .mittelfristig .(bis .2018) .stabile, .sozial .
verträgliche .Gebühren .zu .gewährleisten . .Die .Sicherstellung .einer .hohen .Leistungsqualität, .Erfüllung .der .sozialen .Ver-
antwortung .gegenüber .den .Mitarbeiter/innen .sowie .die .Weiterentwicklung .eines .nachhaltigen .Profils .vervollständigen .
den .Zielkatalog . .Die .Unternehmensleitlinien .zur .nachhaltigen .Entwicklung .des .Betriebes .sind .daher .seit .Jahren .Gegen-
stand .der .Unternehmensstrategie . .Das .Ziel .der .nachhaltigen .Unternehmenssteuerung .ist .es, .soziale .und .ökologische .
Aspekte .in .die .Entscheidungsfindung .mit .einfließen .zu .lassen .
Zur .Erreichung .dieser .Unternehmensziele .und .Umsetzung .der .hierfür .erforderlichen .Maßnahmen .haben .die .AWM .
im .Jahr .2010 .das .sogenannte .BSC-System .eingeführt . .Auf .Basis .dieses .Informations- .und .Berichtssystems .können .zu .
Steuerungszwecken .aktuelle .Informationen .zur .Verfügung .gestellt .werden, .der .Umsetzungsgrad .verschiedener .Maß-
nahmen .innerhalb .definierter .Ziel- .und .Handlungsfelder .längerfristig .verfolgt, .jederzeit .aktualisiert .sowie .neue .Maß-
nahmen .aufgenommen .werden . .
Im .Rahmen .dieses .Zielsystems .wurden .zahlreiche .Initiativen .und .Maßnahmen .im .Bereich .der .EDV, .der .Logistik, .der .
Abfallwirtschaft .sowie .auf .dem .Gebiet .der .internen .und .externen .Kommunikation .eingeleitet .bzw . .umgesetzt . .Alle .
Maßnahmen .sind .darauf .ausgerichtet, .die .AWM .sowohl .innerhalb .der .Mitarbeiterschaft .als .auch .in .der .öffentlichen .
Wahrnehmung .als .bedeutenden, .innovativen .und .umweltgerechten .Dienstleister .für .die .Stadt .Münster .zu .etablieren .
In .der .Gesamtbewertung .des .bisherigen .BSC-Prozesses .stellt .die .Betriebsleitung .fest, .dass .die .Ziele .und .Grundsätze .des .
Managements .in .allen .Bereichen .der .Mitarbeiterschaft .präsent .sind .und .in .den .täglichen .Arbeitsabläufen .Berücksichti-
gung .gefunden .haben . .Dies .zu .festigen .und .weiter .auszubauen .bleibt .weiterhin .eine .wichtige .Aufgabe .
III . Nachtragsbericht
Vorgänge .von .besonderer .Bedeutung, .die .nach .dem .Schluss .des .Wirtschaftsjahres .eingetreten .sind .und .die .wesentliche .
Auswirkungen .auf .das .vom .Jahresabschluss .vermittelte .Bild .der .Vermögens-, .Finanz- .und .Ertragslage .haben, .haben .sich .
nicht .ergeben .
Saubere Lösung
Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 43
IV . Prognosebericht
Die .AWM .planen .für .das .Wirtschaftsjahr .2016 .bei .Erträgen .von .57 .472 .TEUR .und .Aufwendungen .von .54 .139 .TEUR .ei-
nen .Jahresüberschuss .von .3 .333 .TEUR . .Der .prognostizierte .Jahresüberschuss .ergibt .sich .aus .unterschiedlichen .gesetzli-
chen .Kalkulationsansätzen .im .Wirtschaftsplan .und .in .der .Gebührenbedarfsberechnung . .Im .Bereich .der .Abschreibungen .
wird .in .der .Gebührenkalkulation .auf .Basis .von .Wiederbeschaffungswerten .kalkuliert . .Hieraus .ergibt .sich .ein .Unter-
schiedsbetrag .von .677 .TEUR . .Auf .Empfehlung .der .Gemeindeprüfungsanstalt .NRW .wird .in .der .Gebührenkalkulation .
eine .kalkulatorische .Verzinsung .des .betriebsnotwendigen .Kapitals .berücksichtigt . .Hieraus .ergibt .sich .ein .Unterschieds-
betrag .von .2 .393 .TEUR . .Die .Gewinne .aus .Nebengeschäften .der .AWM .werden .in .Höhe .von .243 .TEUR .und .die .Zinserträge .
in .Höhe .von .20 .TEUR .prognostiziert .
Der .sich .aus .den .unterschiedlichen .Kalkulationsansätzen .der .Abschreibungen .und .der .kalkulatorischen .Verzinsung .
ergebende .prognostizierte .Jahresüberschuss .ist .als .gesichert .zu .betrachten . .Die .zu .erwirtschaftenden .Gewinne .aus .Ne-
bengeschäften .der .AWM .und .die .kalkulierten .Zinserträge .basieren .auf .vorsichtiger .Schätzung .und .Erfahrungswerten .
Die .Gebühren .der .Abfallabfuhr .und .der .Straßenreinigung .werden .in .2016 .nicht .erhöht .
Es .ist .geplant, .für .den .biologischen .T eil .der .Restabfallbehandlungsanlage .2 .Energieanlagenelektroniker, .1 .Elektrofach-
kraft .und .2 .Schlosser .und .Anlagenbediener .einzustellen . .Für .den .mechanischen .T eil .der .Restabfallbehandlungsanlage .
sollen .2 .Helfer .sowie .1,5 .Reinigungskräfte .neu .eingestellt .werden . .
Für .Verwaltungsaufgaben .in .den .neuen .Anlagen .soll .eine .halbe .Stelle .neu .besetzt .werden . .
Für .das .Wirtschaftsjahr .2016 .werden .insgesamt .Investitionen .von .15 .702 .TEUR .prognostiziert .
Es .ist .vorgesehen, .in .die .Errichtung .abfallwirtschaftlicher .Anlagen .9 .940 .TEUR .zu .investieren . .
Im .Einzelnen .sind .Um- .und .Neubaumaßnahmen .an .der .mechanisch-biologischen .Restabfallbehandlung .zur .Behand-
lung .von .Bio- .und .Grünabfällen .sowie .Investitionen .in .die .Instandsetzung .der . Vergärungsanlage .von .insgesamt .
9 .500 .TEUR .vorgesehen . .Weitere .240 .TEUR .sollen .in .Umbaumaßnahmen .im .neuen .BHKW .für .die .Gasverwertung .von .
Biogas .aus .der .MBRA .investiert .werden . .Für .die .Erweiterung .von .Aktiv-Kohle .Reaktoren .auf .der .Sickerwasserbehand-
lungsanlage .wurden .weitere .200 .TEUR .budgetiert .
Investitionen .in .Fahrzeuge .und .andere .Anlagen .der .Abfallwirtschaft .sind .in .Höhe .von .3 .724 .TEUR .vorgesehen . .
Hinzu .kommen .Investitionen .in .Anlagen .der .Stadtreinigung .mit .1 .528 .TEUR .und .in .Fahrzeuge, .Maschinen, .Geräte .und .
Betriebs- .und .Geschäftsausstattung .im .Bereich .der .gemeinsamen .Anlagen .mit .510 .TEUR . .Die .Finanzierung .der .Investi-
tionen .ist .wie .folgt .vorgesehen:
Die .AWM .waren .und .sind .jederzeit .in .der .Lage, .ihren .finanziellen .Verpflichtungen .nachkommen .zu .können . .
Saubere Lösung
Prognostizierte Finanzierung der Planinvestitionen 2015
TEUR in Prozent
Zuführung .zu .Rückstellungen 602 3,8
Regelabschreibungen 6 .045 38,5
Aufnahme .von .Krediten 5 .722 36,4
Jahresüberschuss 3 .333 21,3
Deckungsmittel insgesamt 15 .702 100,0
44 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
V . Chancen- und Risikobericht
Um .bestehenden .und .möglichen .Risiken .für .das .Unternehmen .frühzeitig .und .wirksam .begegnen .zu .können, .haben .die .
AWM .bereits .im .Jahr .2001 .ein .Risikomanagementsystem .(RMS) .eingeführt . .Dieses .entspricht .den .Maßgaben .des .am .
1 . .Mai .1998 .in .Kraft .getretenen .Gesetzes .zur .Kontrolle .und .Transparenz .im .Unternehmensbereich .(Kon-TraG) .sowie .dem .
§ .10 .der .mit .Wirkung .vom .1 . .Januar .2005 .in .Kraft .getretenen .EigVO .NRW .
Das .Risikomanagement .bei .den .AWM .vollzieht .sich .in .drei .aufeinander .aufbauenden .Abschnitten, .und .zwar .in .der .Risi-
koinventur, .der .Risikobewertung .und .der .Risikofrüherkennung .und .-handhabung .
Zur .Risikofrüherkennung .wurden .Kennzahlen .definiert .und .T oleranzgrenzen .festgelegt . .Alle .erkannten .Risiken .für .das .
Unternehmen .werden .kontinuierlich .beobachtet .und .bewertet .
Die .Struktur .des .Risikomanagementsystems .wird .2015/2016 .zwecks .besserer .Handhabbarkeit .insgesamt .überarbeitet . .
Unterstützend .wurde .dazu .eine .neue .Softwarelösung, .basierend .auf .dem .Managementinformationssystem .der .AWM, .
konzipiert, .welche .die .Strukturen .und .Prozesse .des .RMS .abbildet . .Zurzeit .findet .eine .Risikoinventur .statt, .in .der .sämt-
liche .Risiken .überprüft .und .ggf . .neu .bewertet .werden . .Der .Katalog .der .Frühwarnindikatoren .und .Gegenmaßnahmen .
wird .ebenfalls .überarbeitet . .
Folgende .7 .Risiken .sind .derzeit .als .bestandsgefährdend .bewertet .worden:
.
- . Langfristige .Unternehmensstrategie .nicht .vorhanden
- . Politik .entscheidet .entgegen .der .Strategie .der .AWM
- . Änderung .der .Wettbewerbssituation
- . Änderung .der .Rechtslage
- . Rechtssichere .Organisation .nicht .vorhanden
- . Korruption
- . Unterschlagung
Die .vorgenannten .Risiken .könnten .aus .Sicht .der .Betriebsleitung .zu .einer .Bestandsgefährdung .führen, .wobei .jedoch .
konkrete .Anhaltspunkte .hierfür .zum .Zeitpunkt .der .Aufstellung .des .Lageberichts .nicht .erkennbar .sind . .Um .mögliche .aus .
den .Risiken .resultierende .Schäden .zu .vermeiden, .zu .verringern .oder .zu .kompensieren, .sind .geeignete .Vorsorgemaßnah-
men .getroffen .worden .
Zudem .haben .die .AWM .TOP-Risiken .identifiziert, .welche .nicht .als .bestandsgefährdend .eingestuft .werden, .die .aber .
aufgrund .ihrer .Bedeutung .als .besonders .überwachungsbedürftig .eingestuft .werden:
- . Datenschutzverletzungen
- . Datenverlust
- . Gebührensatzung .nichtig
- . Haftpflichtschäden .über .26 .Mio . .EUR .Versicherungssumme
- . Krankenquote .zu .hoch
- . Demographischer .Wandel
- . Bürger/Kunden .verhalten .sich .nicht .entsprechend .dem .Abfallwirtschaftskonzept
Saubere Lösung
Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 45
- . Medien .beeinflussen .die .öffentliche .Meinung .negativ
- . Gewerbekunden .fragen .die .Angebote .der .AWM .nicht .nach
- . Fehlende .Verfügbarkeit .der .mechanischen .Aufbereitungsanlage
- . Fehlende .Verfügbarkeit .der .Vergärungsanlage .(ab .2017)
- . Fehlende .Verfügbarkeit .des .Blockheizkraftwerkes
- . Fehlende .Verfügbarkeit .der .Sickerwasserbehandlungsanlage
- . Fehlende .Verfügbarkeit .von .Entsorgungsfahrzeugen
- . Fehlende .Verfügbarkeit .von .Straßenreinigungsfahrzeugen
- . Abfallentsorgung .im .Katastrophenfall
- . Stadtreinigung/Winterdienst .im .Katastrophenfall
- . Finanzrisiko .Forderungsausfall .aus .dualem .System .(siehe .auch .Punkt .3 .3 .Vermögenslage)
Für .die .Wirtschaftsjahre .2015/2016 .wird .ein .überarbeiteter .Risikobericht .erstellt .
Im .laufenden .Prozess .lässt .sich .feststellen, .dass .die .aktuelle .Risikobewertung .inkl . .Prüfung .der .Frühwarnindikatoren .
und .der .Einschätzung .der .getroffenen .Gegenmaßnahmen .zum .jetzigen .Zeitpunkt .keine .Risiken .erkennen .lassen, .die .
den .Fortbestand .der .AWM .gefährden .
VI . Sonstiges
Die .AWM .haben .im .Wirtschaftsjahr .2015 .die .öffentliche .Zwecksetzung .im .Sinne .des .§ .107 .ff . .der .Gemeindeordnung .
NRW .erfüllt . .Die .Geschäfte .wurden .im .Sinne .der .gültigen .Satzungen .durchgeführt .
VII . Berichterstattung über Sachverhalte im Sinne von § 53 Abs . 1 Nr . 2 Haushaltsgrundsätzegesetz
Der .Betriebsleiter .hat .gemäß .§ .25 .Abs . .2 .EigVO .NRW .im .Lagebericht .auch .auf .Sachverhalte .einzugehen, .die .Gegenstand .
der .Prüfung .nach .§ .53 .Haushaltsgrundsätzegesetz .(HGrG) .sein .können . .Auf .berichtspflichtige .Sachverhalte .ist .im .Rah-
men .der .bisherigen .Berichterstattung .eingegangen .worden .
Münster, .31 . .März .2016
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
Patrick .Hasenkamp
Saubere Lösung
46 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
Saubere Lösung
Bestätigungsvermerk
Wiedergabe des Bestätigungsvermerks
Nach .dem .abschließenden .Ergebnis .unserer .Prüfung .haben .wir .den .Abfallwirtschaftsbetrieben .Münster .für .
die .Buchführung .2015 .und .den .als .Anlage .1 .beigefügten .Jahresabschluss .zum .31 . .Dezember .2015 .sowie .den .in .
Anlage .1 .wiedergegebenen .Lagebericht .folgenden .uneingeschränkten .Bestätigungsvermerk .erteilt:
. „Bestätigungsvermerk .des .Abschlussprüfers
. Wir .haben .den .Jahresabschluss .– .bestehend .aus .Bilanz, .Gewinn- .und . Verlustrechnung .sowie .Anhang .– .unter .
Einbeziehung .der .Buchführung .und .den .Lagebericht .der .Abfallwirtschaftsbetriebe .Münster .für .das . Wirtschafts-
jahr .vom .1 . .Januar .2015 .bis .31 . .Dezember .2015 .geprüft . .Nach .§ .6b .Abs . .5 .EnWG .umfasst .die .Prüfung .auch .die .
Einhaltung .der .Pflichten .zur .Rechnungslegung .nach .§ .6b .Abs . .3 .EnWG, .wonach .für .die . Tätigkeiten .nach .§ .6b .
Abs . .3 .EnWG .getrennte .Konten .zu .führen .sind . .Die .Buchführung .und .die .Aufstellung .von .Jahresabschluss .und .
Lagebericht .nach .den .deutschen .handelsrechtlichen . Vorschriften .und .den . Vorschriften .der .EigVO .NRW .sowie .
die .Einhaltung .der .Pflichten .nach .§ .6b .Abs . .3 .EnWG .liegen .in .der . Verantwortung .des .gesetzlichen . Vertreters .des .
Betriebs . .Unsere .Aufgabe .ist .es, .auf .der .Grundlage .der .von .uns .durchgeführten .Prüfung .eine .Beurteilung .über .
den .Jahresabschluss .unter .Einbeziehung .der .Buchführung .und .über .den .Lagebericht .sowie .über .die .Einhaltung .
der .Pflichten .zur .Rechnungslegung .nach .§ .6b .Abs . .3 .EnWG .abzugeben .
. Wir .haben .unsere .Jahresabschlussprüfung .nach .§ .106 .GO .NRW .und .§ .317 .HGB .unter .Beachtung .der .vom .Institut .
der .Wirtschaftsprüfer .(IDW) .festgestellten .deutschen .Grundsätze .ordnungsmäßiger .Abschlussprüfung .vorge-
nommen . .Danach .ist .die .Prüfung .so .zu .planen .und .durchzuführen, .dass .Unrichtigkeiten .und . Verstöße, .die .sich .
auf .die .Darstellung .des .durch .den .Jahresabschluss .unter .Beachtung .der .Grundsätze .ordnungsmäßiger .Buchfüh-
rung .und .durch .den .Lagebericht .vermittelten .Bildes .der . Vermögens-, .Finanz- .und .Ertragslage .wesentlich .auswir -
ken, .mit .hinreichender .Sicherheit .erkannt .werden .und .dass .mit .hinreichender .Sicherheit .beurteilt .werden .kann, .
ob .die .Pflichten .zur .Rechnungslegung .nach .§ .6b .Abs . .3 .EnWG .in .allen .wesentlichen .Belangen .erfüllt .sind . .Bei .der .
Festlegung .der .Prüfungshandlungen .werden .die .Kenntnisse .über .die .Geschäftstätigkeit .und .über .das .wirtschaft -
liche .und .rechtliche .Umfeld .des .Betriebs .sowie .die .Erwartungen .über .mögliche .Fehler .berücksichtigt . .Im .Rahmen .
der .Prüfung .werden .die . Wirksamkeit .des .rechnungslegungsbezogenen .internen .Kontrollsystems .sowie .Nach-
weise .für .die .Angaben .in .Buchführung, .Jahresabschluss .und .Lagebericht .sowie .für .die .Einhaltung .der .Pflichten .
zur .Rechnungslegung .nach .§ .6b .Abs . .3 .EnWG .überwiegend .auf .der .Basis .von .Stichproben .beurteilt . .Die .Prüfung .
umfasst .die .Beurteilung .der .angewandten .Bilanzierungsgrundsätze .und .der .wesentlichen .Einschätzungen .des .
gesetzlichen . Vertreters .sowie .die . Würdigung .der .Gesamtdarstellung .des .Jahresabschlusses .und .des .Lageberichts .
sowie .die .Beurteilung, .ob .die . Wertansätze .und .die .Zuordnung .der .Konten .nach .§ .6b .Abs . .3 .EnWG .sachgerecht .
und .nachvollziehbar .erfolgt .sind .und .der .Grundsatz .der .Stetigkeit .beachtet .wurde . .Wir .sind .der .Auffassung, .dass .
unsere .Prüfung .eine .hinreichend .sichere .Grundlage .für .unsere .Beurteilung .bildet .
. Unsere .Prüfung .hat .zu .keinen .Einwendungen .geführt .
. Nach .unserer .Beurteilung .aufgrund .der .bei .der .Prüfung .gewonnenen .Erkenntnisse .entspricht .der .Jahresab -
schluss .den .gesetzlichen . Vorschriften .und .vermittelt .unter .Beachtung .der .Grundsätze .ordnungsmäßiger .Buch-
führung .ein .den .tatsächlichen . Verhältnissen .entsprechendes .Bild .der . Vermögens-, .Finanz- .und .Ertragslage .des .
Betriebs . .Der .Lagebericht .steht .in .Einklang .mit .dem .Jahresabschluss, .vermittelt .insgesamt .ein .zutreffendes .Bild .
Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 47
Saubere Lösung
von .der .Lage .des .Betriebs .und .stellt .die .Chancen .und .Risiken .der .zukünftigen .Entwicklung .zutreffend .dar . .Die .
Prüfung .der .Einhaltung .der .Pflichten .zur .Rechnungslegung .nach .§ .6b .Abs . .3 .EnWG, .wonach .für .die . Tätigkeiten .
nach .§ .6b .Abs . .3 .EnWG .getrennte .Konten .zu .führen .sind, .hat .zu .keinen .Einwendungen .geführt .“
Den .vorstehenden .Bericht .über .die .Prüfung .des .Jahresabschlusses .zum .31 . .Dezember .2015 .(Bilanzsumme .EUR .
70 .248 .013,55; .Jahresüberschuss .EUR .2 .343 .376,04) .und .des .Lageberichts .für .das . Wirtschaftsjahr .2015 .der .
Abfallwirtschaftsbetriebe .Münster .haben .wir .in .Übereinstimmung .mit .den .gesetzlichen . Vorschriften .und .den .
Grundsätzen .ordnungsmäßiger .Berichterstattung .bei .Abschlussprüfungen .(IDW .PS .450) .erstattet .
Duisburg, .den .06 . .Mai .2016
PKF FASSELT SCHLAGE
Partnerschaft .mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Rechtsanwälte
Lickfett . . . Norta .
Wirtschaftsprüferin . . Wirtschaftsprüfer
48 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
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Impressum
Herausgeberin
Stadt .Münster
Abfallwirtschaftsbetriebe .Münster
Rösnerstraße .10 .
48155 .Münster
awm@stadt-muenster .de
www .awm .muenster .de
Mai .2016 .| .500
Konzept
X & Y .Design .und .Kommunikation .| .Münster
Druck
Druckerei .Joh . .Burlage
48157 .Münster
Saubere
Lösung
Abfallwirtschaftsbetriebe .Münster
Rösnerstraße .10 .
48155 .Münster
T elefon: .0251/605253
T elefax: .0251/605248
awm@stadt-muenster .de
www .awm .muenster .de
Recyclingpapier .aus .100 % .Altpapier
X & Y .Design .| .Münster
Anlage 2
72297 Zeichen
Achtung! SChnitt leicht schräg. Achtung! SChnitt leicht schräg. graue Fläche wird weggeschnitten. graue Fläche wird weggeschnitten. Journal für Nachhaltigkeit und Geschäftsentwicklung 2015 Recyclingpapier aus 100 % Altpapier Abfallwirtschaftsbetriebe Münster Rösnerstraße 10 48155 Münster T elefon: 0251/605253 T elefax: 0251/605248 awm@stadt-muenster.de www.awm.muenster.de Saubere Lösung Saubere Lösung Recyclingpapier aus 100 % Altpapier Saubere Lösung Saubere Lösung Viele Ziele – von der Abfallvermeidung bis zur Erhöhung der Recyclingquoten – können wir gemeinsam mit unseren Bürgerinnen und Bürgern erreichen. Und wir wissen: Früh übt sich, wer ein Umweltschützer und Lokalheld werden will. Aber auch die Großen lernen nie aus. Mit unserer Öffentlich- keitsarbeit sprechen wir deshalb über spezielle Angebote und Aktionen alle Zielgruppen an. Einige davon werden Sie in diesem Heft entdecken. Als neues Angebot zur Abfallvermei- dung haben wir zum Beispiel auf jedem unserer Recyclinghö- fe eine „ Wechselstube“ aufgestellt. Was genau sich dahinter verbirgt, lesen Sie auf S. 7. Im Schulterschluss mit den Münsteranern können wir viel schaffen. Manchmal gibt es auf dem Weg zum Ziel aber auch „Stolpersteine“ , die nur mit Änderungen auf gesetzlicher Ebe- ne aus dem Weg zu räumen sind. Im Verband kommunaler Unternehmen kämpfen wir aktuell auf Bundesebene für ein Wertstoffgesetz, das den Kommunen die alleinige Organisati- onsverantwortung für die Erfassung von Leichtverpackungen und stoffgleichen Nichtverpackungen überträgt – damit die stadtweite Einführung der Wertstofftonne unter den besten Bedingungen für die Münsteranerinnen und Münsteraner endlich Wirklichkeit wird. In Sachen Wertstoffgesetz hoffen wir auf Neuigkeiten für das kommende AWM-Journal für Nachhaltigkeit und Geschäfts- entwicklung. Jetzt aber wünschen wir Ihnen erst einmal eine spannende Lektüre dieser Ausgabe. Auf dem richtigen Weg Vertrauen ist die Währung der Zukunft. Demnach verfü- gen die kommunalen Unternehmen in Deutschland über ein großes Budget, wie Ende Dezember eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa ergeben hat. Drei von vier Deutschen bringen ihnen großes Vertrauen entgegen, über 90 Prozent sind mit ihren Leistungen zufrieden. Dass dieses Ergebnis auf Bundesebene konform geht mit der Meinung der Münsteranerinnen und Münsteraner zum kommunalen Unternehmen AWM, hat wieder die reprä- sentative Bürgerumfrage „AWM-Barometer“ (S. 6 ) gezeigt. Jährlich fragt die Forschungsgruppe BEMA der Westfälischen Wilhelms-Universität unsere Bürgerinnen und Bürger in unserem Auftrag nach ihrer Einschätzung zu unserer ökologi- schen und ökonomischen Ausrichtung und zur Zufriedenheit mit unseren Leistungen. In der Kategorie „Gesamtzufrieden- heit“ liegen unsere Werte – an Schulnoten gemessen – kons- tant zwischen „sehr gut“ und „gut“ . Mit unserer ökologisch, ökonomisch und sozialverträglich ausgerichteten Abfallwirtschaft gehen wir genau den Weg, den unsere Bürgerinnen und Bürger für Münster wollen. Des- halb ist es auch nur konsequent, diesen Erfolgsweg weiter zu verfolgen. Unser neues Abfallwirtschaftskonzept (S. 26) ist dazu der Wegweiser bis zum Jahr 2021. Patrick Hasenkamp Betriebsleiter AWM AWM-Journal 2015 | Editorial | 1 Ludger Steinmann Vorsitzender des AWM Betriebsausschusses Matthias Peck Beigeordneter Saubere Lösung 2015 bei den AWM Januar Tauschen und Verschenken: AWM öffnen Wechsel- stuben Februar Geballte Fachkom- petenz: Abfallwirtschafts- tage in der Halle Münsterland März Girls’ Day: 14 Mädchen krempeln bei den AWM die Ärmel hoch April AWMs next T opmodel: Foto-Shooting für unsere Kampagne Mai Aha, E-Schrott: Quiz und Infos auf dem Domplatz Juni MBRA in AWM- Hand: Feierliche Schlüsselüber- gabe Seite 7 Seite 26Seite 19 Saubere LösungSaubere Lösung Juli Ferien in Atlantis: Auch Manni Mehr- wert von den AWM sorgt für Spiel und Spaß August 5 aus 101: Gewinnen mit der AWM-Stadtrallye September Aufmerksamkeit schenken: Unsere Azubis engagieren sich beim ZeitStif- teTag Oktober 1000 T onnen Laub: Die AWM im Herbst-Sonderein- satz November Münster is(s)t abfallarm: Ausstel- lung im Cineplex Dezember Fröhliches Fest: „Große“ AWM- Weihnachtsgrü- ße Seite 6 Seite 20 Seite 7 Stadt und Bürger 4 Lokalhelden Sauber, Münster! 6 Stadtrallye Auf Nummer sauber 6 Umfrage Stadtsauberkeit als Bürgersache 7 Abfallvermeidung Immer mehr für weniger 8 101 Lösungen … für eine blitzblanke Stadt 9 Services Was können wir für Sie tun? Wirtschaft und Verwaltung 10 Servicetalent Flexibilität ist alles 12 Individuell gelöst Die Immobiliengesellschaft Villeringheide setzt auf Unterflurcontainer 14 Gut koordiniert AWM übernehmen Abfallentsorgung in Flüchtlingsunterkünften AWM Hintergründe 16 Erfinder Nachwuchskräfte gesucht 18 Direkter Draht Der AWM-Kundenservie 19 Münsteraner Macherinnen Girls’ Day bei den AWM 19 Putzplan XXXL Aktion „Sauberes Münster“ 20 Viel Betrieb im Betrieb Thema: Ausbildung 21 Mehr Power Gesundheitsförderung bei den AWM AWM Umwelt 22 Umweltschützer Alles in einer Hand 24 Fegen mit Regen Kehrmaschinen nutzen Regenwasser 25 Kids fürs Klima Workshop mit Erzieherinnen 25 Sommer, Sonne … … sauberer Aasee, die Aktion 26 Nachhaltigkeit vorausgedacht Neues Abfallwirtschaftskonzept 28 Impressum Saubere LösungSaubere Lösung AWM-Journal 2015 | Inhalt | 3 4 | AWM-Journal 2015 | Stadt und Bürger Sauber, Münster! Packen wir es an, zusammen! Saubere Straßen, Wege und Plätze in Münster sind ein Gemeinschaftsprojekt. Da sind AWM und Bürgerinnen und Bürger gleichermaßen gefragt. Wir, die AWM, sorgen dafür, dass die ordnungsgemä- ße Abfallentsorgung in der Stadt immer bequemer wird. Wir stellen Müll- tonnen und Container auf und leeren sie nicht nur regelmäßig, sondern in Hoch-Zeiten auch nach Bedarf. Wir bieten kostenlose Hundekotbeutel, damit kleine Hinterlassenschaften keine großen Ärgernisse produzieren. Wir sau- gen mit dem Glutton noch in den kleinsten Ecken der Stadt. Und wir verlän- gern die Öffnungszeiten unserer Recyclinghöfe, damit Abfallentsorgung und -verwertung noch einfacher werden. Angebote, die die Münsteraner fleißig nutzen. Mehr noch: Einige haben als Paten die Sauberkeit in ihrem Viertel besonders im Blick. Und gleich Tausende haben auch in diesem Jahr wieder bei der Aktion „Sauberes Münster“ mit aufgeräumt. Ein großes Dankeschön an alle! „Starke Arme für große Geräte “ Abholung großer E-Geräte: Nr. 16 von 101 sauberen Lösungen für Münster. „Münsters gute Stuben“ Wechselstuben am Recyclinghof: Nr. 50 von 101 sauberen Lösungen für Münster. Saubere Lösung AWM-Journal 2015 | Stadt und Bürger | 5 89 Prozent der Befragten (AWM-Barometer 2015) sind sehr zufrieden oder zufrieden mit den Leistungen der AWM. 25.238 t Wertstoffe und Abfälle haben die Bürgerinnen und Bürger an unseren elf Recyclinghöfen abgegeben Rund 600 Bürgerinnen und Bürger besuchten im Mai unseren Infonachmittag zum Thema „richtige Ent- sorgung von E-Schrott, Akkus und Batterien“ auf dem Domplatz. Rund 80 Prozent der Befragten (AWM-Barometer 2015) sind sehr zufrieden oder zufrieden mit der Straßenreini- gung in Münster. 736 wilde Müllablagerungen wurden uns gemeldet und von unseren Mitarbeitenden entfernt. „Erste Wahl für alte Fummel“ Gemeinnützige Altkleidersammlung: Nr. 5 von 101 sauberen Lösungen für Münster. Zeugnis für die AWM Umweltschutz und Entsorgung Dienstleistung und Service Zufriedenheit mit Straßenreinigung Zustimmung zur Höhe der Abfallentsorgungsgebühren (Note 2013: 1,6 bis 2,0 / Note 2010: 1,8 – 2,3) (Note 2013: 1,6 bis 2,0 / Note 2010: 2,2 – 2,8) sehr gut sehr gut 80 % 89 % 6 | AWM-Journal 2015 | Stadt und Bürger „Stadtsauberkeit ist vor allem Bürgersache!“ Umfrage liefert interessante Ergebnisse Das AWM-Barometer ist eine jährliche T elefonumfra- ge, durchgeführt von der Forschungsgruppe BEMA der Westfälischen Wilhelms-Universität für die AWM. Dieses Jahr waren wir besonders gespannt auf die Ergebnisse, denn wir haben mit dem Thema „Stadtsauberkeit“ einen Schwerpunkt gesetzt, der öffentlich viel diskutiert wird und den wir weit oben in der Agenda haben. Doch zuerst interessiert uns eines brennend: „ Wie zu- frieden sind Sie mit den Leistungen und Angeboten der AWM?“ . Mit der Note 1,86 bekamen wir wieder eine sehr positive Bewertung. Das freut uns. Außerdem wichtig: Für fast 90 Prozent stimmt unser Preis-Leistungsverhältnis. Im Vergleich zur ersten Umfrage 2010 haben wir uns in einigen Bereichen nach Bürgermeinung deutlich verbes- sert. Wo vorher meist noch eine 2 vor dem Komma stand, verzeichnen wir jetzt bei diesen vier Punkten mit Durch- schnittsnoten von 1,5 bis 1,8 deutliche Steigerungen: Die AWM machen es leicht, Abfall umweltgerecht zu entsor- gen. Die AWM leisten einen wichtigen Beitrag für den Umweltschutz, für die nachhaltige Entwicklung der Stadt Münster und für die Stadtsauberkeit. Schwerpunkt Stadtsauberkeit Und zur Stadtsauberkeit haben die Befragten noch weitere interessante Auskünfte gegeben. So finden rund 90 Prozent ein sauberes Stadtbild für ihre Lebensqualität in Münster sehr wichtig oder wichtig. Die meisten, knapp 80 Prozent, sind mit der Sauberkeit in ihrer eigenen Wohngegend auch sehr zufrieden oder zufrieden. Allerdings stellt „Littering“ an manchen Orten für die Mehrheit ein Problem dar: am Hauptbahnhof, am Aasee, in den Stadtparks, der Promena- de oder am Kanal. Was aber könnten Lösungen für mehr Stadtsauberkeit sein? Über 77 Prozent finden es sehr wichtig oder wichtig, an die Eigenverantwortung der Bürger zu appellieren. Denn dass für die Sauberkeit des öffentlichen Raumes vor allem die Bürger selbst zuständig sind – dem stimmten fast Dreiviertel der Befragten zu. Einige der Befragten wünschen sich noch mehr Papierkörbe und einen noch enger getakteten Leerungsrhythmus. Unser Fazit: Für eine saubere Stadt sind beide gefragt, Bürger und AWM. Wir nehmen die Ergebnisse als Ansporn, weiter zu motivieren und uns zu engagieren, danke! Da sieht man ja die AWM vor lauter Zahlen nicht mehr! Einen ganzen Schilderwald mit AWM-orangefarbenen Zahlen gab es von Ende August bis Mitte Oktober in Münster zu sehen. An Litfaßsäulen, Bushaltestellen und Geschäften und natürlich auf den AWM-Fahrzeugen. Aber was steckt dahinter? Ganz einfach: ein AWM-Gewinnspiel inklusive Stadtrallye. Eine Aktion, mit der wir auf unterhaltsame Art auf unsere 101 sauberen Lösungen für Münster aufmerksam machen wollten. Mit Erfolg. Viele Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich und begaben sich auf die Suche. Die Aufga- be: Fünf Zahlen entdecken und auf unserer Homepage die Auf Nummer sauber Die AWM-Stadtrallye dazugehörende saubere Lösung finden. So erarbeiteten sich die T eilnehmenden nicht nur eine Gewinnchance, sondern lernten auch die AWM noch besser kennen. Schließlich woll- ten wir mit der Kampagne und dem Gewinnspiel zeigen, was wir alles machen und mit wie vielen guten Ideen wir uns um Müllentsorgung, Stadtreinigung und Umwelt kümmern. So freute sich etwa Barbara Mehlich-Biesemann, Gewinnerin des Hauptpreises: „Die AWM Online-Tausch-Börse, die sich hinter der Zahl 72 versteckt hatte, kannte ich noch gar nicht. Eine tolle Möglichkeit zur Abfallvermeidung!“ Wir wünschen ihr viel Spaß beim Wochenende in Bremerhaven. Erfolgreiche Zahlensucher – Patrick Hasenkamp, AWM-Betriebsleiter, gratuliert den Gewinnerinnen und Gewinnern der Stadtrallye: Familie Mehlich-Biesemann reist für ein Wochenende nach Bremerhaven, mit Besuch des Klimahauses und des Zoos am Meer. Katharina Haubeck ist jetzt Besitzerin eines neuen Hollandrades und über je einen Send-Bum- melpass freuen sich Christine Schütt und Lucas Hahn. „Finde 5 aus 101“ lautete das Motto für die AWM-Stadtrallye. Die Zahlen waren über sechs Wochen lang überall in Münster zu entdecken. Saubere Lösung AWM-Journal 2015 | Stadt und Bürger | 7 Die alte Jeans zwickt. Die CDs hört man eigentlich gar nicht mehr. Das Spielzeug liegt unbeachtet im Kinderzimmer. Und der Joghurt im Kühlschrank ist schon über dem Mindesthalt- barkeitsdatum. Also alles ein Fall für die T onne? Keineswegs. Dass vieles, was unbrauchbar zu sein scheint, durchaus noch nützlich sein kann, machen wir bei den AWM mit zahlreichen Projekten und Initiativen immer wieder deutlich. Schließlich steht für uns die Vermeidung von Abfall an erster Stelle, noch vor Verwertung und Recycling. Ein Thema, über das wir nicht nur gerne reden, sondern zu dem wir uns auch ungewöhnlich praktische Lösungen einfallen lassen. So etwa die „ Wechsel- stuben“ , für die wir 2015 eine Auszeichnung der stadtweiten Aktion „Gutes Morgen Münster“ erhalten haben, bei der es darum geht, zukunftsweisende Ideen für Münster zu entwi- ckeln und umzusetzen. Mehr dazu unter www.gutes-morgen.ms. Tauschen im Trend: Wechselstuben Wechselstuben funktionieren nach dem Motto „ Was der eine nicht mehr benötigt, bringt dem anderen noch viel Freude“ . In den umgebauten T elefonzellen der AWM können alle Münsterane- rinnen und Münsteraner kosten- los gut erhaltenes Spielzeug, Bü- cher, CDs sowie DVDs tauschen oder verschenken. Praktisch: Die Wechselstuben haben ihren festen Platz auf allen 11 Recyclinghöfen in Münster. Vieles, was dort sonst im Container gelandet wäre, findet jetzt ganz einfach den Weg in die Wechselstuben. Damit leisten wir im Sinne der Abfallvermeidung einen umweltpolitischen Beitrag und fördern außerdem die Kommunikation der Münsteraner untereinander. Diesen kreativen Weg wollen die AWM noch weiter ausbauen. Die Idee: ein Netz an Wechselstuben in Münster zu spannen, um auch an gut besuchten Punkten in der Stadt das Tauschen und Schenken zu fördern. 2016 startet die Suche nach Standor- ten und nach Paten, die in „ihrer“ Wechselstube in der Nachbarschaft nach dem Rechten sehen. Immer mehr für weniger AWM initiieren zahlreiche Projekte zur Abfallvermeidung „Zu gut für die Tonne – Münster is(s)t abfallarm“ Für gut Erhaltenes aus dem Haushalt findet sich also vielleicht ein neuer glücklicher Abnehmer. Doch was ist mit dem abgelaufenen Joghurt? Mit der Initiative „Zu gut für die Tonne – Münster is(s)t abfallarm“ haben die AWM zusammen mit dem Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit auch dazu Infos, Denkanstöße und Lösungen geliefert. Im Rahmen der Europäischen Woche der Abfallvermeidung fand vom 21.– 29.11. 2015 eine Aktionswoche statt. Denn Lebens- mittel sind ein Riesenthema, wenn es um Abfallvermeidung geht. 82 kg werfen wir pro Kopf im Jahr allein in Deutschland weg. Mit den Lebensmittelabfällen aus Großhandel, Industrie, Restaurants und Kantinen summiert sich das auf 11 Millionen T onnen. Das kommt nicht nur Deutschland, sondern die ganze Welt teuer zu stehen. Denn der Lebensmittelmarkt ist global. 30 Prozent der weltweiten Treibhausgase hängen mit der Ernährung zusammen. Für die Herstellung von Lebensmitteln werden kostbare Ressourcen benötigt: Ackerboden, Was- ser, Dünger, Energie für Ernte, Verarbeitung und Transport. Ressourcen, die schlichtweg „in der T onne“ landen, wenn wir noch gut erhaltene Lebensmittel wegwerfen. Gegen diese Verschwendung machte die Aktionswoche „Zu gut für die T onne – Münster is(s)t abfallarm“ mit verschiede- nen Projekten mobil – von einer Wanderausstellung über die Vorführung des Dokumentarfilms „ Taste the Waste“ bis hin zu Kurzvorträgen von Experten und einem Austausch lokaler Initiativen. Verbraucherinnen und Verbraucher konnten viele wertvolle Tipps mitnehmen, wie Lebensmittelabfälle gar nicht erst entstehen. Nur nach Bedarf einkaufen, Nahrungsmittel richtig lagern und Reste sinnvoll verwerten – damit ist bereits ein guter Anfang gemacht. Und: Auch wenn das Mindest- haltbarkeitsdatum des Joghurts abgelaufen ist, kann er noch einwandfrei sein und gut schmecken. Versuch macht klug und schont die Ressourcen. Übrigens hat diese Aktionswoche der AWM und des Amts für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit nicht nur den T eil- nehmenden in Münster besonders gefallen. Sie wurde auch für die EU-Awards nominiert, die am 11. Mai 2016 in Brüssel vergeben werden. Eine Jury, bestehend aus VertreterInnen des Bundesumweltministeriums, des Umweltbundesamts und des Verbands kommunaler Unternehmen, hat sie aus den eingegangenen Bewerbungen ausgewählt und in das Rennen um die europäische Auszeichnung in der Kategorie Verwal- tung geschickt. Wir freuen uns über die Nominierung und nehmen das als Ansporn, uns weiter mit neuen Ideen zum Thema Abfallvermeidung zu engagieren. „Ich freue mich über saubere Natur“ Dorothee Hebben ist seit fünf Jahren Patin für eine saubere Stadt in Gremmendorf. Was macht eine Patin für eine saubere Stadt? Ich sehe meine Aufgabe darin, für eine saubere Umgebung zu sorgen, indem ich selbst Abfälle einsammele und in Fällen, in denen Profis fürs Aufräumen gefragt sind, die AWM informiere. Zigarettenkippen, Bonbonpapier, Kaffeebecher ... das alles liegt immer häufiger auf Münsters Straßen und Grünflä- chen. Was denken Sie darüber? Es macht mich traurig zu sehen, wie verantwortungslos manche Menschen handeln. Dabei fordern viele eine sau- bere Natur, wollen aber keinen Handschlag dafür tun, ganz nach dem Motto: „ Warum soll ich das machen? Dafür zahle ich ja“ . Warum engagieren Sie sich in dieser Form? Ich freue mich über eine saubere Natur. Spenden an Umweltorganisationen landen auf irgendeinem Konto, aber eine saubere Umwelt kann ich selber sehen und mich darüber freuen. 8 | AWM-Journal 2015 | Stadt und Bürger Coffee to go, Mittagsnudeln in der Box, Hamburger-Menüs in der Tüte, Grills, die man nur einmal benutzt – genau wie das T elefonieren ist auch das Pausieren mobil geworden. Ob auf einer sonnigen Parkbank oder auf den Wiesen an der Promenade, am Kanal und am Aasee – überall wird die Picknickdecke ausgebreitet, der Grill angezündet, gegessen und getrunken. Eine spannende Entwicklung mit einer ganz besonderen Herausforderung: Abfall. Wenn schon an ganz normalen Tagen das Aufkommen von herumliegenden Kaffeebechern und Co. in der Stadt steigt, ist es an warmen Tagen, Wochenenden und bei Veranstal- tungen extrem. „Littering“ nennt sich diese Verschmutzung des öffentlichen Raumes. Ein wachsendes Phänomen, das die T eams der Straßenreinigung der AWM fordert. 73 Mit- arbeitende sind bei der AWM-Straßenreinigung im Einsatz. Sie säubern 100.000 km Straßen und Wege, leeren rund 2.000 Papierkörbe, arbeiten mit 64 Reinigungsfahrzeugen und sind immer da, wo sie gebraucht werden. In der Innen- stadt ist sogar eine „Intensivpflege“ im Einsatz: morgens und abends Grundreinigung, zwischendurch nach Bedarf punktuell. Angebote für eine blitzblanke Stadt Nun ist Aufräumen zwar eine Lösung, jedoch keine nachhal- tige. „Stadtsauberkeit ist zuerst Aufgabe der Bürgerinnen und Bürger“ , äußerte auch Oberbürgermeister Markus Lewe im Rahmen der Aktion „Sauberes Münster“ . „Die Entschei- dung, die Papierkörbe in der Stadt zu nutzen, trifft der Einzelne. Erst danach – im zweiten Schritt – kommen die AWM und sorgen für die Sammlung und die fachgerechte Entsorgung der Abfälle.“ Damit aus der „ Wegwerf-Mentali- tät“ eine „ Wegräum-Kultur“ wird, sensibilisieren die AWM in der Öffentlichkeitsarbeit für das Thema. Und denken über immer neue Lösungen nach, wie das Müllentsorgen für die Münsteranerinnen und Münsteraner unterwegs noch einfa- cher und bequemer werden kann. 5 von 101 cleveren Lösungen für ein sauberes Münster Big Belly – der intelligente Abfalleimer kann Abfall pressen und Mails senden, wenn er geleert werden will. Und das umwelt- schonend mit Solarenergie. Glutton – saugt still und leise selbst da, wo keiner mehr fegen kann: zwischen Fahrrädern, unter Bänken, in Fugen. Unterirdische Abfallcontainer – die unauffälligen und platz- sparenden riesigen Abfallsammler. Am Studentenwohnheim Boeselburg und am Aasee. Hundekotbeutelspender – 80 Mal sorgen sie in Grünanlagen für ein duftes Miteinander. Gratis! Eventreinigung – „Müll Müll Hurra“ , nur einer von vielen lusti- gen Slogans auf T onnen und sechs Glascontainern, die wir auf Veranstaltungen aufstellen und die Gäste humorvoll zu mehr Stadtsauberkeit motivieren. Mehr Angebote rund um die Stadtsauberkeit finden Sie auf http:/ /awm.stadt-muenster.de unter „101 saubere Lösungen“ . Saubere Lösung AWM-Journal 2015 | Stadt und Bürger | 9 Was haben die AWM mit der demografischen Entwicklung zu tun? Mit dem Trend zum autofreien Leben? Oder mit verän- derten Arbeitszeiten und Lebensgewohnheiten? Sehr viel. Denn wenn sich die Gesellschaft verändert, verändert sich auch der Abfall und seine Entsorgung. Vor allem einem Unter- nehmen wie den AWM, das nicht nur als Entsorger, sondern auch als der innovative Dienstleister wahrgenommen werden will, der er ist, stellen sich dadurch immer neue Herausforde- rungen. Wir suchen nach Lösungen, um die Entsorgung und Verwertung für alle so einfach, effizient und umweltverträg- lich zu gestalten wie möglich. Erstklassige Services sind unser Ziel – so wollen wir bis 2020 für alle Kunden und Bürger zu dem Premium-Dienstleister in Sachen Entsorgung werden. Und wir sind auf einem guten Weg, wie unsere Beispiele zeigen. Neu: E-Geräte-Abholung aus Haushalten Gut einen Zentner kann eine Waschmaschine locker auf die Waage bringen. Für viele zu viel, um einen Transport selbst in die Hand zu nehmen. Doch wie kommt die ausgediente Maschine dann zur Abholung an die Straße oder zum Recyc- linghof? Zu unserem bisherigen Angebot, große E-Geräte zur Abholung von der Straße kostenfrei anzumelden, haben wir jetzt eine neue Lösung im Repertoire. Mit dem neuen Service E-Geräte-Abholung übernehmen die AWM für einen Kosten- beitrag von 20 Euro den Transport von sperrigen und großen Elektrogeräten aus der Wohnung oder dem Keller. Jedes weitere große E-Gerät nehmen wir für je 10 Euro mit. Die Abholung kann einfach online, per Postkarte oder telefonisch angemeldet werden. Eine – im doppelten Wortsinn – Entlas- tung für die steigende Zahl an älteren Mitbürgern und ein guter Service für alle, die kein eigenes Auto besitzen. Was können wir für Sie tun? AWM bauen Services weiter aus Neu: verlän- gerte Öff- nungszeiten Andere haben da weniger ein Transport- als vielmehr ein Zeitproblem. Die Öffnungs- zeiten des nächstgelegenen Recyclinghofes passen manch- mal schlicht nicht zu den eigenen Arbeitszeiten. Zwischen 8.30 Uhr und 19 Uhr ist es jetzt an vielen Recyclinghöfen immer häufiger möglich, seine Abfälle abzugeben – etwa entspannt nach Feierabend. Siehe Infokasten. Neu: Wechselstuben Der Bildband über Südafrika ist noch in einem T op-Zustand? Dann empfehlen wir die neuen Wechselstuben. Tauschen oder verschenken statt wegwerfen, das ist das Prinzip dieser umgebauten T elefonzellen, auch als Give-Boxen bekannt. Sie stehen heute an jedem der elf Recyclinghöfe bereit und sollen in Zukunft auch in der City aufgestellt werden. Mehr zu diesem Thema lesen Sie auf Seite 7. Neu: Übersichtskarten für Container Wo ist der nächste Altkleider-Container der AWM? Wo kann ich E-Schrott wie meinen alten T oaster sicher und gratis entsor- gen? Im Online-Entsorgungskalender finden Suchende jetzt Übersichtskarten mit den aktuellen Containerstandorten und können mit einem Klick die Öffnungszeiten des nächstgelege- nen Recyclinghofes erfragen. Länger offen Die neuen Extra-Öffnungszeiten der Recyclinghöfe Hiltrup: zusätzlich montags 12 bis 19 Uhr Gievenbeck: zusätzlich dienstags 12 bis 19 Uhr Nienberge: zusätzlich mittwochs 8.30 bis 13 Uhr Wolbeck: zusätzlich donnerstags 8.30 bis 13 Uhr Roxel: statt kurz vormittags jetzt donnerstags nachmittags lange geöffnet von 12 bis 19 Uhr Mecklenbeck und Handorf: zusätzlich freitags 12 bis 19 Uhr im 14-täglichen Wechsel Eine Übersicht mit Öffnungszeiten, Standorten und allen weiteren Informationen zu den AWM-Re- cyclinghöfen gibt es unter www.awm.muenster.de 10 | AWM-Journal 2015 | Wirtschaft und Verwaltung Flexibilität ist alles Manches ist schwer planbar. Das Wetter gehört unbestritten dazu. Dass es z.B. am Wochenende so schön wird, dass Hunderte am Aasee grillen und T onnen Abfall hinterlassen werden, ahnt man frühestens beim aktuellen Wetterbericht. Trotzdem sind wir von den AWM da und stellen uns auf das Unplanbare ein. Wilde Müllkippen gesichtet? Wir kommen. Berge von Möbelverpackung vor einer neu eingerichteten Flüchtlingsunterkunft? Wir holen sie spontan außer der Reihe ab. Herausforderungen, die für uns als Entsorger zum Alltag gehören, sie sind Ansporn und Chance zugleich. Denn gerade dann können wir zeigen, was wir können. Und das gilt nicht nur für Unvorhergesehenes, sondern auch für individuelle Wünsche und Bedürf- nisse unserer Kunden. Gerne planen wir mit ihnen eigene ungewöhnliche Entsorgungswege, etwa Unterflurcontainer auf dem Firmengrundstück. Oder wir übernehmen kurzerhand die Koordination rund um die Entsorgung in Flüchtlingsheimen. Denn manchmal sind die besten Lösungen vor allem die schnellen und unbürokratischen. Und da ist Flexibilität eben alles. „Ein Team für alle Fälle“ Erstklassiger Kundenservice: Nr. 18 von 101 sauberen Lösungen für Münster. „Prädikat besonders wertvoll!“ Wertstoffsammlung: Nr. 48 von 101 sauberen Lösungen für Münster. Saubere Lösung AWM-Journal 2015 | Wirtschaft und Verwaltung | 11 Saubere Lösung Bei über 20 Großveranstaltungen in Münster leisten wir die Entsorgung der Abfälle und die Reinigung der Veranstaltungsflächen. Über 10.000 Aufträge für Sonderleerungen, Contai- nerbestellungen etc. bearbeiten wir pro Jahr. Über 18.000 Beratungsgespräche führen unsere Ver- triebsmitarbeitenden mit Gewerbekunden pro Jahr. Mit 4,8 von 5 Sternen wird unser Containerdienst auf dem Online-Portal Containerbestellung24.de bewertet. „Ihren Papierkram lieben wir“ Papierrecycling: Nr. 54 von 101 sauberen Lösungen für Münster. Saubere Lösung 12 | AWM-Journal 2015 | Wirtschaft und Verwaltung Zugegeben, Abfalltonnen sind nicht unbedingt schön. Und auch die oft gebauten Behausungen überzeugen ästhetisch nicht immer und nehmen zudem viel Platz weg. Wie schafft man also eine Lösung, die die Herausfor- derung Müllentsorgung elegant und effizient zu- gleich löst? Das fragte sich Maike Maasjost, die zusammen mit ihrem Mann Bernward die Geschäftsführung der Immobiliengesellschaft Villering- heide in Münster innehat. Als Eigentümer setzen sie für den Bürokomplex an der Wilhelm-Schickard-Straße auf Unter- flurcontainer und fanden damit die gewünschte ganzheitli- che Lösung. Und mit den AWM einen zuverlässigen Partner von der Planung bis zur Leerung. Frau Maasjost, Unterflurcontainer zur Abfallentsorgung sind ja längst noch nicht alltäglich. Wie kamen Sie auf die Idee? Freunde haben mich auf den Gedanken gebracht; ich selbst hatte bis dahin noch nichts von einer solchen Lösung gehört. Sie kannten das System und konnten auch gleich einen Kon- takt zu einem Produzenten herstellen. Es stellte sich heraus, dass in Münster bereits mit den Abfallwirtschaftsbetrieben Münster solch ein Projekt realisiert wurde – ein Unterflur- containersystem am Studentenwohnheim Boeselburg. Die AWM haben vorgeschlagen, sich dort zu treffen, sodass ich mir das System einmal direkt vor Ort ansehen konnte. Und wie war Ihr Eindruck? Ich war sofort überzeugt davon. Es ist sauber, ordentlich, eine sehr langfristige Lösung. Genauso wie wir uns das vorgestellt hatten. Und das System hat ja auch viele Vorteile, Unterflurcontainer – die Oberklasse in der Abfallentsorgung Die Villeringheide Immobilien GmbH setzt auf Unterflurcontainer die erst im Alltag richtig deut- lich werden. So müssen unsere Mieter jetzt keinen Mitarbeiter mehr abstellen, der sich darum kümmert, dass die T onnen zu den Abfuhrzeiten auch an der Straße stehen. Da gab es oft Schwierigkeiten, weil es verges- sen wird oder weil die Rollen von einem Behälter kaputt sind. Bei den Unterflurcontainern fallen all diese Probleme weg. Man muss sich quasi um nichts mehr kümmern. Wie lief dann die Planung und Realisierung des Projektes Unterflurcontainer? Die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten hat sehr gut geklappt. Die AWM waren von Anfang an involviert. Herr Lübbering aus dem Vertrieb der AWM hat uns in allen Pha- sen sehr kompetent und freundlich begleitet, auch in den vertraglichen Angelegenheiten. Das lief alles Hand in Hand und völlig unproblematisch. Und wie funktioniert die Abfallentsorgung per Unterflur- container im Alltag? Reibungslos. In unserem Gebäude haben sich neben uns als Eigentümer verschiedene Firmen eingemietet. Rund 200 Menschen arbeiten hier. Wir haben eine kurze Einführung organisiert, um zu zeigen, wie man die Container bedient. Daran hat je ein Mitarbeiter aus den hier ansässigen Unter- nehmen teilgenommen und im Anschluss die Schlüssel für die Einwurfklappen der drei Container übernommen. Wie wird sortiert? Wir verfügen über drei Unterflurcontainer, jeweils für Wert- stoffe, Papier und Restmüll. Bioabfälle machen bei uns im Saubere Lösung AWM-Journal 2015 | Wirtschaft und Verwaltung | 13 Unterflurcontainer – die Oberklasse in der Abfallentsorgung Die Villeringheide Immobilien GmbH setzt auf Unterflurcontainer Von Aasee bis Boeselburg Unterflurcontainer in Münster Die unterirdische Entsorgung macht in Münster Schule. Am Studentenwohnheim Boeselburg und am Aasee sammeln die AWM bereits in Unterflurcontainern Abfall. Eine effiziente Form der Abfallentsorgung, die auch für gewerbliche Kunden und Großwohnanlagen interessant ist. Die Vorteile: - Unterstützung von Planung bis Ausführung - Sauberes, gepflegtes Erscheinungsbild - Weniger Platzbedarf - Kein T onnenschieben mehr - Unabhängigkeit von Abfuhrterminen - Barrierefrei - Einfache, effiziente Leerung mit AWM-Spezialfahrzeugen Falls Ihr Unternehmen Interesse an dem Einbau eines Unter- flurcontainers hat, sprechen Sie uns an. Stephan Lübbering ist gerne für Sie da: T el. 0251 60 52 47 Büro natürlich nur einen sehr geringen Anteil am Abfall aus. Ein eigener Unterflurcontainer hätte sich dafür nicht ge- lohnt. Diese Abfälle sammeln wir weiterhin in einer T onne. Alle 14 Tage werden die Unterflurcontainer von den AWM geleert. Aber das bekommen wir im Grunde gar nicht mit – das alles läuft ganz automatisch und unkompliziert. Würden Sie das Konzept „Unterflurcontainer“ weiteremp- fehlen? Das mache ich bereits, weil ich ganz begeistert davon bin. Eben weil es nur Vorteile bietet. Optisch macht es etwas her, es nimmt wenig Platz ein und ist absolut nutzer- und alltags- freundlich. Durch die unterirdische Lagerung entstehen auch keine unangenehmen Gerüche, wie es ja sonst im Sommer bei den Mülltonnen oft der Fall ist. Übrigens auch ein Riesenvor- teil: die Barrierefreiheit! Die Einwurfklappen sind so niedrig eingebaut und so einfach zu bedienen, dass auch Kinder, alte oder körperlich behinderte Men- schen problemlos ihren Abfall entsorgen können. Frau Maasjost, wir danken Ihnen für dieses Gespräch. Über eine Million Menschen suchen aktuell Asyl in Deutsch- land. So kamen von Mitte 2015 bis Anfang 2016 täglich Tausende Menschen an. Niemand konnte sagen, ob und wann noch mehr Flüchtende kommen und wie viele es sein würden. Sicher planen lässt sich in dieser Zeit für die Ver- antwortlichen in den Ämtern und Institutionen in Münster weniges – auch die AWM stehen vor einer großen Heraus- forderung. Also stellen wir uns auf das Unplanbare ein. Aktuell betreut die Stadt Münster rund 4.000 Flüchtlinge in rund 75 städtischen Flüchtlingsunterkünften. In den Ein- und Mehrfamilienhäusern sowie in Kasernen und Hallen in der ganzen Stadt sind jeweils zwischen fünf und mehreren Hundert Menschen untergebracht. Dazu kommen noch etwa 2.200 Flüchtende in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes NRW in Münster. Zu den ersten existenziellen Fragen von Unterkunft, Verpflegung und Betreuung gesellen sich für die Verantwortlichen schnell auch organisatorische: Wie viele Mülltonnen braucht man für eine Unterkunft? Wo können sie aufgestellt werden? Und wie steht es eigentlich um die Abfalltrennung? Große Herausforderungen Viel Zeit für die Lösungsfindung bleibt nicht, denn immer mehr Flüchtende kommen und die Abfallentsorgung in den Unterkünften muss ad hoc geregelt werden. Auf die Schnel- le müssen die Betreiber T onnen bestellen. Exakt zu kalku- lieren ist für sie kaum möglich. So entstehen an manchen Unterkünften die ersten Probleme rund um die Abfallent- sorgung. Die schnell bestellten T onnen reichen nicht aus oder es sind die falschen. Häufig ist der Abfall unsortiert über alle Behälter verteilt: Restabfall landet in Papiertonnen sowie im Bioabfall oder Gelben Sack. All das stellt auch die Abfuhr und den Vertrieb der AWM vor eine große Aufgabe. Karsten Krappe als Koordinator Karsten Krappe von den AWM nimmt diese Aufgabe an. Als Mitarbeiter im AWM-Vertrieb beschäftigt er sich mit der „Abfallentsorgung in Flüchtlingswohnheimen“ . Ein Thema, das plötzlich da war und das er sehr engagiert und beherzt zu seinem Thema gemacht hat. „Eigentlich habe ich nur geregelt, was zu regeln war“ , sagt Krappe. Und zu regeln gab es anfangs einiges. Zentral war die Frage, wie sich der Bestellvorgang für die Müllbehälter vereinfachen und beschleunigen lässt, damit die richtigen T onnen in der richtigen Anzahl möglichst schnell zur Verfügung stehen. Karsten Krappe: „Am sinnvollsten war es, dass eine Person das alles koordiniert, um Probleme so weit wie möglich zu minimieren. Das habe ich dann kurzerhand übernommen.“ Unbürokratische Wege gehen Als neuer Koordinator lässt sich Krappe vom Sozialamt die Adressen der städtischen Flüchtlingsunterkünfte geben. Er nimmt Kontakt zu deren Leitungen auf und fragt als Erstes ab, wie viele Menschen in den jeweiligen Einrichtun- gen leben. Danach spricht er mit den Hausmeistern und Betreuern vor Ort, wie die Abfallsituation zurzeit ist. „Dann habe ich Kontakt zu den Großimmobilienvermittlern wie der Bundeanstalt für Immobilienaufgaben (BiMA), Bezirks- regierung oder Stadt Münster aufgenommen und mit allen besprochen, dass die Bestellung für die Unterkünfte jetzt durch mich erfolgt. Ich habe dann immer vor Ort geprüft, Der Plan für das Unplanbare Abfallentsorgung in den Flüchtlingsunterkünften 14 | AWM-Journal 2015 | Wirtschaft und Verwaltung Saubere Lösung Abfalltelefon 60 52-53 www.awm.muenster.de Papier/Pappe Paper and cardboard Papier et carton الورق/الكرتون Letra/kartonaPapir/karton کاغذ/مقوا कागज / गत्ता Kaxiz û karton Abfalltelefon 60 52-53 www.awm.muenster.de Bioabfall Bio-waste Déchets bio القمامة العضویة Mbeturinat biologjike Biološki otpad طبیعیھ زبال जैविक कूड़ा Çopa bîo AWM-Journal 2015 | Wirtschaft und Verwaltung | 15 Saubere Lösung welche Müllgefäße überhaupt aufgestellt werden können, welche Größen und Behälterarten benötigt werden. Man sammelt da Erfahrungen, tastet sich heran und kann es irgendwann recht gut abschätzen. Und wenn man von den Abfallwirtschaftsbetrieben kommt, geht das natürlich noch viel schneller als bei jemandem aus einem anderen Bereich. So haben wir den ganzen Vorgang enorm verkürzt und konzentriert.“ Direkter Draht zur Abfuhr Neben dem Vertrieb stehen natürlich auch die Mitarbei- tenden aus der Abfallabfuhr vor neuen Herausforderungen. Durch ihren Kollegen Krappe sind sie jetzt aus erster Hand informiert. Das schafft opti- male Voraussetzungen für eine effiziente T ourenplanung und eine reibungslose Logistik. Über Sondertouren und flexible Ab- fuhren werden die Kollegen der zeitweise sehr hohen und unregelmäßigen Abfuhrmengen Herr. Und auch umgekehrt können die Fahrer Besonderheiten direkt an Karsten Krappe übermitteln. Er gibt dann wiederum an die Unterkünfte und die Hausmeister weiter, wenn Behälter überfüllt oder falsch befüllt sind. „Alle Beteiligten arbeiten Hand in Hand – und können so nicht nur gezielter reagieren, sondern auch viel besser vorsorgen.“ Und das ist wichtig, denn immer neue Einrichtungen entstehen – wie in der Münzstraße und Sonnenstraße – und bringen auch besondere Abfälle hervor. „Es zogen auf einmal 200 Leute ein, für die die Wohnungen teilweise neu eingerichtet wurden. Auf einen Schlag musste eine riesige Menge an Verpackungsabfällen wie Möbelverpackungen entsorgt werden. Das habe ich dann über kurze Wege intern geregelt“ , erzählt Krappe. Ausblick auf 2016 In den letzten Monaten haben die AWM viele Erfahrungen gesammelt und die Weichen gestellt. Karsten Krappe hat als Koordinator rund um die Entsorgung in den Flüchtlings- wohnheimen mit viel Flexibilität und Engagement neue, praxisorientierte Lösungen entwickelt. Er hat Netzwerke aufgebaut und Organisationsstrukturen mitinitiiert. Krappe hält weiter die Fäden in der Hand und ist Ansprechpartner und Vermittler für alle Beteiligten. Doch die Herausforde- rung der Entsorgung in den Flüchtlingsunterkünften bleibt aktuell: 2016 will die Stadt Münster Platz zur Unterbrin- gung von rund 4.900 weiteren Flüchtlingen schaffen. Die AWM planen, die Abfalltrennung für Flüchtlinge zu thema- tisieren. Dazu soll es eigene Schulungs- sowie Informations- veranstaltungen und Materialien für die Flüchtlinge geben – vielleicht sogar mit Abfallpaten aus den Flüchtlingsheimen. Wir bleiben dran. Restabfall Abfalltelefon 60 52-53 www.awm.muenster.de Residual waste Déchets résiduelsقمامة أخرى Mbeturinat e përgjithshme Ostali otpadاھ ھسایر زبال बाकी कूड़ा Çopa bermayî Abfalltelefon 60 52-53 www.awm.muenster.de Gelber Sack Yellow sack Sac jaune الجوال الأصفر Qesja e verdhëŽuti džak زردھ کیس कूड़े का पीला थैला Kîsê zer Restabfall Abfalltelefon 60 52-53 www.awm.muenster.de Residual waste Déchets résiduelsقمامة أخرى Mbeturinat e përgjithshme Ostali otpadاھ ھسایر زبال बाकी कूड़ा Çopa bermayî Geplant sind z.B. Aufkleber für Abfalltonnen in verschiedenen Sprachen mit vielen Bildern. Nachwuchskräfte gesucht „Juhu, der Müllwagen kommt“ – wenn man die Begeisterung der Kleinsten für die Müllabfuhr sieht, scheint der Nachwuchs gesichert. Doch ganz so einfach ist es nicht, junge Menschen für eine Ausbildung zu gewinnen. Da- rum engagieren wir uns stark in der Nachwuchsförderung und setzen früh an. Wir laden Kitas und Schulen zu Führungen bei uns ein. Wir bieten Prak- tika an und freuen uns jedes Jahr über das Interesse junger Mädchen am „Girls’ Day“ bei den AWM. Eine Chance für uns, Frauen für die noch immer männerdominierten Berufe in der Entsorgungswirtschaft zu begeistern. Und begeistern, das können die AWM. Die Vielfalt an Tätigkeiten bei uns ist groß. Unsere Auszubildenden fühlen sich wohl im Unternehmen. Denn ob Kfz-Mechatroniker/in, Berufskraftfahrer/in oder Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft: Unser Ziel ist, allen Auszubildenden nach erfolgreicher Ab- schlussprüfung einen langfristigen Arbeitsplatz anbieten zu können. Gute Aussichten für den Nachwuchs – und für die AWM. „Lokalheld m/w gesucht.“ Berufswahl mit Zukunft: Nr. 100 von 101 sauberen Lösungen für Münster. 16 | AWM-Journal 2015 | AWM Hintergründe Saubere Lösung 12 Auszubildende stellen wir jährlich insgesamt ein und bilden sie zu Fachkräften für Kreislauf- und Abfallwirtschaft, Kfz-Mechatroniker/innen und Berufskraftfahrer/innen aus. Bei 26 Führungen über den Recyclinghof oder das Entsorgungszentrum konnten Schulklassen, Kinder- gärten und weitere Interessierte einen Blick „hinter die Kulissen“ der AWM werfen. 42.700 Münsteranerinnen und Münsteraner haben Informations- bzw. Serviceveranstaltungen der AWM zu unterschiedlichen Themen rund um die Abfallwirtschaft besucht oder an AWM-Aktionen teilgenommen. 230.000 „Besuche“ verzeichneten wir auf unseren Internetseiten. „Wir machen Watt aus Bananen“ Bioabfallvergärung: Nr. 60 von 101 sauberen Lösungen für Münster. Saubere Lösung AWM-Journal 2015 | AWM Hintergründe | 17 Saubere Lösung 18 | AWM-Journal 2015 | AWM Hintergründe Kundenservice – ein Name, der nicht so ganz zu dem passen will, was diese Abteilung der AWM täglich leistet. Vielmehr kann man von einem „ T eam für alle Fälle“ sprechen, denn die Mitarbeitenden sind nicht nur erste Ansprechpart- nerinnen für Kunden. Sie haben auch für die Kolleginnen und Kollegen im Haus eine wichtige Funktion. Kommunikativer Dreh- und Angelpunkt im Unternehmen Denn im Unternehmen AWM ist der Kundenservice der kom- munikative Dreh- und Angelpunkt für alle Kolleginnen und Kollegen. Hier werden zum Beispiel alle eingehenden Anrufe sowie ein großer T eil der schriftlichen Bürger- und Kunden- anfragen entgegengenommen, bearbeitet oder bei Bedarf gefiltert, konzentriert und ganz gezielt an die entsprechen- den Fachabteilungen weitergegeben. Aushängeschild als erste Ansprechpartner unserer Kunden Nach „innen“ bietet der Kundenservice Entlastung und Hilfe für die Kolleginnen und Kollegen. Im Kontakt zu unseren Kunden ist er ein wichtiges Aushängeschild der AWM: Kompetent, freundlich und lösungsorientiert beraten die Mitarbeitenden zu allen Fragen rund um die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung, erklären Hintergründe, weisen auf neue Angebote hin und pflegen damit den guten Draht, den wir zu unseren Kunden haben. Größtenteils passiert das übrigens über das T elefon. 46.115 Anrufe gingen 2015 bei unserem „ T eam für alle Fälle“ ein. Am anderen Ende: Bürgerinnen und Bürger oder Gewerbekunden mit den verschiedensten Fragen, Wünschen und Problemen. Wann kommt die Abfuhr? Wohin mit den Farbeimern? Wann hat der Recyclinghof heute geöffnet? Unser Container ist voll und müsste getauscht werden. Oder: Wir sind neu nach Münster gezogen, wie be- kommen wir Abfalltonnen und welches Volumen sollten diese haben? Das T eam versucht, die Fragen für den einzelnen gut zu beantworten und dabei auch zwischen den Zeilen zu le- sen. Manche wollen nur eine kurze Auskunft, andere suchen ausführliche Informationen. Dafür haben die erfahrenen Servicemitarbeiterinnen und -mitarbeiter ein gutes Gespür. Erweiterung der Serviceangebote Im Rahmen einer Neuausrichtung sieht das T eam es über die Beratung hinaus als seine Aufgabe an, über die Ursprungs- frage des Kunden hinaus auch auf passende Angebote der AWM hinzuweisen und Abfallvermeidung mehr und mehr zum Thema zu machen. Diese neue Servicequalität ist aber nicht nur spür-, sondern auch messbar. Viele T elefonate sind seitdem zeitintensiver. Beschwerdebearbeitung mit Feedbackschleife Auch bei der Beschwerdebearbeitung will der AWM-Kunden- service immer besser werden. Denn natürlich gibt es auch sie: die verärgerten oder enttäuschten Anrufer, die Kritik üben. Das T eam nimmt diese Beschwerden entgegen, bear- beitet sie und stößt eine konkrete Lösung an. Doch damit ist der Fall für sie nicht abgeschlossen. Haben wir es gut ge- macht? Ist der Kunde jetzt zufrieden? Die Kollegen rufen den Kunden im Anschluss zurück und holen seine Meinung ein. Ist noch immer keine zufriedenstellende Lösung gefunden, wird das Ganze noch einmal angepackt. Ist der Kunde aber zufrieden, freut er sich über den Anruf und darüber, wie ernst die AWM seine Anliegen nehmen. Der Rückruf – ein durch und durch positives Instrument. Und ohne T elefon geht es natürlich auch. Die AWM haben sich frühzeitig auf die Korrespondenz per E-Mail vorbereitet. Anfra- gen beantworten die Mitarbeitenden schneller und Infomate- rialien versenden sie immer häufiger über diesen Kanal statt per Post. Und wie auch immer die Kunden in Zukunft mit uns kommunizieren möchten – unser „ T eam für alle Fälle“ stellt sich darauf ein. Denn das macht einen guten Kundenservice aus. Ein T eam für alle Fälle Der AWM-Kundenservice „Über unseren Kundenservice merken wir, wie die Stimmung „draußen“ ist. Wie sieht der Bürger uns, was erwartet er von den AWM? Das unge- filtert zu erfahren ist von unschätzbarem Wert für unsere unternehme- rische Weiterentwicklung.“ Manuela Feldkamp, Fachstellenleiterin „Viele wissen gar nicht, was die AWM alles bieten. So ist es unsere Herausforderung, zu erkennen, welche weiteren Möglichkeiten sich bieten. Aus einer zunächst simpel erscheinenden Frage entfaltet sich dann oft ein Fächer an Möglichkeiten – etwa, dass alte Bücher zwar im Altpapier entsorgt werden können, sich aber über unsere „Wechselstuben“ vielleicht sogar neue Besitzer dafür finden. Das nehmen die meisten Anruferinnen und Anrufer sehr dankbar an.“ Heidi Paech, T eamleiterin Kundenservice „Stimme, Augen, Ohren – das alles ist der Kundenservice für die AWM.“ Patrick Hasenkamp, Betriebsleiter Saubere Lösung AWM-Journal 2015 | AWM Hintergründe | 19 In der Werkstatt an Müllautos schrauben, den Ölwechsel vornehmen, bei der Abfuhr T onnen leeren, Bürgerinnen und Bürgern auf dem Recyclinghof Infos zur richtigen Sortierung von Abfällen geben, Wasserproben am Entsorgungszent- rum Münster analysieren – beim Girls’ Day bei den AWM waren die T eilnehmerinnen richtig gefordert. 14 Mädchen zwischen 12 und 18 Jahren krempelten bei uns im April die Ärmel hoch und lernten jeweils einen Bereich unseres Unternehmens kennen. „Das hat richtig Spaß gemacht“ oder „Das ist ein tolles Projekt, wo man viel über typische Männerberufe lernen kann“ , resümierten sie den Tag. Auch für die AWM ist der Girls’ Day eine gute Gelegenheit, sich dem Nachwuchs vorzustellen. Zu zeigen, welche spannen- den Berufsbilder neben Abfallabfuhr und Straßenreinigung noch hinter der Entsorgungsbranche stecken. Und natür- lich gerade bei potenziellen Bewerberinnen die Barrieren abzubauen. Denn schließlich gibt es sie noch immer: die typischen Frauen- und Männerberufe. Obwohl junge Frauen in Deutschland über eine besonders gute Schulbildung verfü- gen, wählt mehr als die Hälfte aus nur zehn verschiedenen Ausbildungsberufen im dualen System. Darunter kein ein- ziger im naturwissenschaftlich-technischen Bereich. Auch Münsteraner Mädels – echte Macherinnen Girls’ Day bei den AWM bei den AWM sind die Berufe in den gewerblichen Bereichen immer noch hauptsächlich von Männern besetzt. „Gerne wür- den wir hier die Frauenquote erhöhen“ , so Christian Wedding, stellvertretender Betriebsleiter. Dazu bieten die AWM auch Ausbildungsberufe wie Berufskraftfahrerin, Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft und Kfz-Mechatronikerin an. Und wer weiß, vielleicht konnten wir ja bei einigen der 14 Girls’ Day-Absolventinnen von 2015 das Interesse wecken und sie kommen als Auszubildende zu den AWM zurück. In vielen Münsteraner Studenten-WGs gibt es ihn: den legendären Putzplan. Während man sich um die Erfüllung der Aufgaben herzhaft streiten kann, ist die Planung meist denk- bar einfach. Anders ist das, wenn es um das Aufräumen einer ganzen Stadt geht, so wie bei der Aktion „Sauberes Münster“ . Dann wird der Putzplan zu einer Meisterleistung der Organi- sation – alle Jahre wieder. Unsere Hauptakteurin: Tina Mai, Projektleiterin von „Sauberes Münster“ . Eines ist zum Glück von Anfang an klar: der T ermin. In der Re- gel das Wochenende vor den Osterferien. „ Trotzdem laden wir Putzplan XXXL Eine Mammutaufgabe: die Organisation der Aktion „Sauberes Münster“ natürlich explizit ein und werben“ , erzählt Mai. Übernimmt der Oberbürgermeister die Schirmherrschaft? Und wer ist Sponsor? Erste Fragen, die geklärt werden, bevor Anzeigen, Plakate und Flyer in Druck gehen. Außerdem schreibt Tina Mai fleißig Einladungsbriefe: Etwa 750 gehen an Schulen, Kitas, Sportvereine, Wohnbaugesellschaften und andere raus. Eine Menge Anmeldungen kommen daraufhin herein: per Post, T elefon, Fax, E-Mail. Jede muss ordentlich dokumen- tiert werden. Denn daraufhin geht es erst richtig los. „Fast 10.000 Paar Handschuhe, über 7.000 Müllsäcke und 4.000 Müllzangen müssen zu den Helferinnen und Helfern“ , so Mai. Über eine Woche packen die AWM-Mitarbeiterin, ein Kollege und studentische Hilfskräfte das Material für die nahezu 300 angemeldeten Gruppen zusammen, darunter auch ein kleines Geschenk für jeden. Das alles muss am Aktionstag die Richtigen erreichen. Und die über 30 T onnen Müll, die die Freiwilligen überall in Münster aus Grünstreifen, Parks, von Plätzen und Straßen sammeln, müssen wiederum zeitnah abgeholt und entsorgt werden. Ist das alles geschafft, gilt es noch die Preisverleihung für die ausgelosten Freiwilligen zu organisieren. Und nach dem Aktionstag? „Ist vor dem Aktionstag. Schließlich steht der nächste bald schon wieder vor der Tür“ , lacht Mai. 20 | AWM-Journal 2015 | AWM Hintergründe Saubere Lösung Am 1. August 2016 geht es wieder los: Dann beginnen etwa eine halbe Million Jugendliche in Deutschland eine Ausbil- dung. Die jungen Menschen sind gefragt, das Angebot ist groß – viele Lehrstellen bleiben unbesetzt. Auch für die AWM ist der Nachwuchs wichtig, um den Fachkräftebedarf von morgen zu sichern. Er wahrt und erweitert unser betriebs- spezifisches Know-how und macht uns flexibel und stark im Wettbewerb. Dafür haben wir unseren Auszubildenden einiges zu bieten. Nur wissen das längst nicht alle potenziel- len Interessenten. Viel Betrieb im Betrieb – Warum sich eine Ausbildung bei den AWM lohnt Ob als Kfz-Mechatroniker/in, Berufskraftfahrer/in oder Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft: die AWM bieten Ausbildungen in spannenden Berufen und in einem zukunfts- trächtigen Geschäftsfeld. Weit entfernt von dem schmud- deligen und uncoolen Image, das manche Jugendliche beim Begriff „Müllabfuhr“ im Kopf haben. Im Gegenteil. Die AWM sind ein innovativer Betrieb. Fortschrittlich in puncto T echnologie und Ökologie. Und die sichtbaren „Lokalhelden“ in der Stadt. Mit über 370 Mitarbeitenden setzen wir uns für die Abfallentsorgung und die Straßenreinigung für über 300.000 Münsteraner ein. Und betreiben neben elf Recyc- linghöfen das Entsorgungszentrum Coerde mit Deponie und großem Anlagenpark. Als kommunaler Eigenbetrieb der Stadt Münster bieten wir unseren Auszubildenden eine Aussicht auf eine attraktive Stelle im öffentlichen Dienst. Mit allen Vorteilen, die das mit sich bringt. So profitieren unsere Mitarbeiterinnen und Mit- arbeiter z.B. von einem umfassenden betrieblichen Gesund- heitsmanagement mit Sportkursen und mehr. Faire Tarife sind für uns selbstverständlich und eine Übernahme nach der Ausbildung unser erklärtes Ziel. Auch soziales Engagement wird von uns unterstützt. Viele gute Gründe also, warum sich eine Ausbildung bei den AWM auch 2016 wieder lohnt. Wir freuen uns auf Bewerbungen! „Die AWM genießen zu Recht den Ruf eines T op-Arbeitgebers und -Ausbildungsbetriebes. Ich kann nur sagen, dass ich sehr zufrieden mit meiner Ausbildung bin und sie weiterempfehle.“ AWM-Mitarbeiter Dennis Wilkens (24) über seine Ausbildung zum Berufskraftfahrer bei den AWM Soziales Engagement: AWM-Auszubildende beim ZeitStifteTag mit einer Seniorengruppe bei der Elefantenfütterung im Zoo. AWM-Journal 2015 | AWM Hintergründe | 21 Saubere Lösung Nur wenn man sich wohlfühlt in seiner Haut – körperlich und seelisch –, ist man auch leistungsfähig. Das T eam Gesund- heitsförderung der AWM hat sich auf die Fahnen geschrie- ben, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AWM dabei zu unterstützen, fit und zufrieden zu werden und zu bleiben. Mit AWM-life und AWM-fit leiten Diplom-Sozialarbeiter Mar- tin Zumhagen-Sonius, Betriebliche Gesundheitsförderung und Sozialberatung, und Physiotherapeut Stephan Deske, Betriebliche Gesundheitsförderung und Physiotherapie, zwei speziell entwickelte Programme. Wir haben sie zu den Zielen und Erfolgen befragt. Herr Deske, viele AWMler leisten ja anstrengende körperliche Arbeit ... Muss man denn da noch Sport machen? Stephan Deske: Ja, auf jeden Fall, denn die körperliche Belas- tung ist z.B. in der Abfallabfuhr sehr hoch und recht einseitig. Damit also die Mitarbeitenden weiter beweglich bleiben, Fehlhaltungen vermeiden und möglichen Erkrankungen und Problemen vorbeugen – etwa den häufig vorkommenden Rü- cken- und Gelenkschmerzen –, muss ein Ausgleich her. Und natürlich hat auch die Arbeit am Schreibtisch ihre Tücken. Auch bei diesen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen fördern wir die muskuloskelettale Gesundheit. Mit dem Programm AWM-fit gehen wir auf die unterschiedlichen Bedürfnisse ein. Herr Zumhagen-Sonius, nun lässt sich Gesundheit ja nicht in privat und betrieblich trennen. Wie schlagen Sie die Brücke? Martin Zumhagen-Sonius: Natürlich spielt neben den „reinen“ Arbeitsbedingungen immer auch die persönliche Gesundheit und Lebenssituation eine wichtige Rolle. Darum haben wir Ende 2014 mit AWM-life die unabhängige Mitar- beiterberatung ins Leben gerufen. Ob psychische Probleme, Sucht, Schulden, Familienkrisen oder allgemeine soziale oder sozialrechtliche Fragestel- lungen: in der Gesundheits- und Sozialberatung biete ich unkompliziert lösungsorientierte Hilfen. Gemeinsam schauen wir auf die Situation des einzelnen und darauf, wie Power für Körper und Seele Die betriebliche Gesundheitsförderung bei den AWM man persönliche Krisen meistern oder vermeiden kann. Die Sprechstunden finden vor Ort oder in meinen Räumen in der Bahnhofstraße 6 sowie regelmäßig auf dem Betriebshof und am Entsorgungszentrum Münster (EZM) statt. Die Mitarbei- tenden entscheiden, wo sie sich beraten lassen wollen. Na- türlich absolut vertraulich, ich unterliege der Schweigepflicht. Was hat es mit dem Arbeitsbewältigungs-Coaching (ab-c) auf sich? Martin Zumhagen-Sonius: Das ist ein erprobtes Programm, um die Arbeitsfähigkeit des einzelnen zu erhalten, zu unter- stützen, zu verbessern oder wiederherzustellen. Was kann ich selbst tun, um ein vorher festgesetztes Ziel zu erreichen – und was kann der Betrieb beitragen? Um diese Fragen dreht es sich. Dazu gab es in fast allen Arbeitsbereichen der AWM schon Beratungen und Workshops. Hier wünschen wir uns, dass in Zukunft noch mehr Mitarbeitende im Bereich der Ab- fallabfuhr als zahlenmäßig „stärkste“ Abteilung das Angebot wahrnehmen und davon profitieren. Herr Deske, was steckt konkret hinter „AWM-fit“? Stephan Deske: Das ist eine ganze Reihe von Bausteinen: vom Führungskräfteseminar „Gesund und fit am Arbeits- platz“ über Gesundheitschecks, die sportwissenschaftliche Sprechstunde, Ergonomieberatung in den unterschiedlichen Arbeitsbereichen, Trainingsplanerstellung, Vorträge bis hin zu den Kursangeboten. Und die Resonanz ist positiv, viele profi- tieren nach eigenen Aussagen stark von den Maßnahmen, es hat ihnen viel gebracht. Gibt es etwas besonders Bemerkenswertes ...? Stephan Deske: Sicherlich die Laufgruppe. 2015 nahmen eini- ge T eilnehmer erstmals im Staffellauf am Münster Marathon teil – ein großer Erfolg. Vielen Dank, Herr Deske und Herr Zumhagen-Sonius. Wir wünschen weiterhin viel Erfolg und Gesundheit! fit life „Das ich das überhaupt mal schaffe, hätte ich nie gedacht.“ Steffi Rösner nach ihrem 10 km Staffellauf beim Müns- ter Marathon am 11. September 2015. Sie startete das Lauftraining erst ein gutes Jahr zuvor in der AWM-Mara- thongruppe. Stephan Deske Martin Zumhagen-Sonius 22 | AWM-Journal 2015 | AWM Umwelt Alles in einer Hand Abfall, Klima, Energie: das alles hängt eng miteinander zusammen. Umso erfreulicher, dass wir seit 2015 alle drei Komponenten in unserer Hand haben – vor allem dank der Übernahme der mechanisch-biologischen Restabfallbehandlungsanlage (MBRA) und der Inbetriebnahme eines neuen Blockheizkraftwerks. Mit diesen leistungsstarken T echnologien schaffen wir sinnvolle Kreisläufe und setzen das Potenzial der Abfälle zum T eil direkt in Energie um. Mit vielen Vorteilen für Umwelt- und Klimaschutz. Und der braucht nicht nur innovative T echnik, sondern Menschen, die sich einsetzen. Je mehr die Münsteraner Abfall vermeiden, Müll richtig trennen und unsere Recyclinghöfe nutzen, desto besser für die Umwelt. Deshalb ist es uns ein wichtiges Anliegen, durch Aktionen und Veranstaltungen aufzuklären und zu motivieren. Bewusst zu machen, dass der Einzelne schon viel bewegen kann. Denn genau genommen liegen Abfall, Klima und Energie nicht in einer Hand, sondern in den Händen aller, die in dieser Stadt leben. „Fürs Klima im Wandel“ CO2-Einsparung: Nr. 43 von 101 sauberen Lösungen für Münster. „Hokuspokus, aus Müll wird was!“ Abfallverwertung: Nr. 48 von 101 sauberen Lösungen für Münster. Saubere Lösung Saubere Lösung 24.655 Tonnen Altpapier (z. B. aus den Papiertonnen, von den Recyclinghöfen) haben wir dem Recycling zugeführt. 81 Prozent aller Siedlungsabfälle haben wir verwertet. 11,2 Millionen kWh Strom hat das neue Blockheiz- kraftwerk 2015 brutto durch die Verwertung von Gas (Deponie I und II, Hauptklärwerk, Bioabfallver- gärungsanlage) erzeugt, einen Großteil nutzen wir für die eigenen Anlagen der Stadt Münster. 238.138 kWh Strom hat unsere Photovoltaikanlage auf unserem Betriebsgelände an der Rösnerstraße produziert. 157 Tonnen Hartkunststoffe haben wir über die ge- trennte Erfassung auf den Recyclinghöfen gesam- melt und zum Recycling gebracht. „Is E(h)-Schrott“ Verwertung von Elektrokleingeräten: Nr. 6 von 101 sauberen Lösungen für Münster. Saubere Lösung AWM-Journal 2015 | AWM Umwelt | 23 „Hokuspokus, aus Müll wird was!“ Abfallverwertung: Nr. 48 von 101 sauberen Lösungen für Münster. Saubere Lösung Trinkwasser ist ein wertvolles Gut. Zu wertvoll, um damit die Straßen zu säubern – das befanden die Entscheider bei den AWM und entwickelten eine andere, ressourcenschonendere Idee: die Großkehrmaschinen mit Regenwasser zu befüllen. „In Münster regnet es oder die Kirchenglocken läuten.“ Schön, wenn man dieses „gratis Nass“ auch für seine Zwecke nutzen kann. Seit Anfang Januar 2015 betanken wir unsere Großkehr- maschinen zur Reinigung der Straßen mit Regenwasser anstelle von Trinkwasser. Eine neue Regenwassernutzungsanlage macht es möglich. Sie fängt das Regenwasser von den betriebseigenen Dachflächen auf und speichert es. „Damit setzen wir einen weiteren Baustein für eine nachhaltige Abfallwirtschaft um“ , kommentiert Patrick Hasenkamp, Betriebsleiter der AWM. Rund sieben Millionen Liter Trinkwasser pro Jahr flossen bisher in die Befüllung der Kehrmaschinen. Die neue Anlage schont diese wichtige Ressource. Und mehr noch: Sie führt zudem zu Einspa- rungen von mindestens 7.500 Euro jährlich. Neues Dach, neue Anlage Die Gelegenheit war günstig: Da das Werkstattdach der AWM ohnehin grundlegend saniert werden musste, bot sich die Installation einer Regenwassernutzungsanlage an. Schließlich mussten auch die Regenwasserleitungen im Au- ßenbereich der Halle neu verlegt werden. Ideal ist auch, dass die riesigen Regenwasserspeicher in den bereits vorhande- nen, aber bisher ungenutzten Kellerräumen untergebracht werden konnten. Das senkte die Baukosten für die Anlage erheblich. Insgesamt werden sich die Investitionen voraus- sichtlich in zwölf Jahren durch die Einsparungen im Frisch- wasser- und Abwasserverbrauch amortisieren. Die Idee, die Dachsanierung mit dem Bau der Regenwassernutzungsan- lage zu kombinieren, hatte Projektleiter Hugo T ork: „Mich hat schon immer geärgert, dass wir Trinkwasser für die Reinigung der Straßen nutzen mussten und damit wertvolle Ressourcen verschwendeten. Durch die neue Anlage konnten wir inner- halb weniger Monate schon 130.000 Liter Trinkwasser einspa- ren.“ Ein ökologisch wie ökonomisch sinnvolles Projekt. So funktioniert’s Auf der bisher umgebauten Dachfläche von 3.200 Quad- ratmetern kann bei einer durchschnittlichen Regenmenge zurzeit über ein Drittel der für die Straßenreinigung be- nötigten Menge an Regenwasser aufgefangen werden. Weitere Dachflächen kommen in nächster Zeit hinzu. Über Regenfallrohre wird das Wasser in Speicherzisternen geleitet, die dreifach gegen Überflutung gesichert sind. Sie fassen insgesamt 120.000 Liter. Bei längeren Trockenperioden kann Frischwasser zugeführt werden. Das gesammelte und gefil- terte Regenwasser nutzen wir ausschließlich zur Betankung der Kehrmaschinen. 24 | AWM-Journal 2015 | AWM Umwelt Fegen mit Regen Kehrmaschinen nutzen Regenwasser und schonen Ressourcen AWM-Journal 2015 | AWM Umwelt | 25 Der Joghurtbecher in den Gelben Sack, Papier in die blaue, Kar- toffelschalen in die braune und Windeln in die graue – welche Abfälle in welche T onne gehören, lernen schon die Kleins- ten. Abfalltrennung macht Kindern Spaß und weckt die Neugier. Wo kommt mein Abfall hin? Warum sortieren wir eigentlich? Und warum ist das gut für die Umwelt? Damit Erzieherinnen und Erzieher auf diese Kinderfragen die passenden Antworten finden, luden die AWM sie zu einem Workshop mit Führung auf den Recyclinghof ein. Die Veranstaltung war Bestandteil des städtischen Projekts „Klimaschutz macht Schule“ , das das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit 1997 ins Leben rief und an dem sich die AWM von Anfang an mit Angeboten rund um das Thema „Abfall“ beteiligt haben. Aktuell nehmen 71 Schulen und 27 Kindertagesstätten an „Klimaschutz macht Schule“ teil. Hintergrund ist das Klima- schutzkonzept Münsters. Bis 2020 sollen die CO 2-Emissio- nen um 40 % reduziert und der Anteil an erneuerbaren Ener- gien an der gesamten Energieversorgung der Stadt Münster um 20 % gesteigert werden. Ehrgeizige Ziele, für die es auch die nächste Generation zu motivieren gilt. Kids fürs Klima Workshop mit Erzieherinnen und Erziehern im Recyclinghof Und wenn es um Klimaschutz geht, darf das Thema Ab- fallvermeidung und richtige Abfalltrennung nicht fehlen. 18 Erzieherinnen und Erzieher städtischer Einrichtungen folgten der Einladung der AWM gerne. Manche Kitas sind bereits seit fast 20 Jahren bei „Klimaschutz macht Schule“ dabei und haben mit eigenen Projekten zum Thema Ener- gie-, Wasser- und Abfallsparen bereits viel für den Klima- schutz getan. Trotzdem lernten auch sie bei der Führung über den Recyclinghof noch viel Neues über den Umgang mit Abfall und dessen richtige Trennung. Und viele wollen wiederkommen: Mit ihren Kita-Kindern, die die AWM auch gerne zu einer Führung auf den Recyclinghof einladen. April 2015. Der erste war- me Tag lockt Scharen an den Aasee. Und hinterlässt einen der größten Müll- berge, den die Stadt hier je gesehen hat. Die AWM räu- men auf – und kommen im Juli mit einem besonderen Mülltüten-Service wieder. Eine vorbeugende Aktion, die Wirkung zeigt. Grillen&Chillen ist am Aasee besonders beliebt. Leider blei- ben die Reste oft einfach liegen. Dabei ist das Aufräumen am Aasee leicht. Zahlreiche Papierkörbe und Abfalltonnen stehen bereit – selbst für Grillkohle gibt es Extra-Behälter nahe der beliebten Grillstellen an den Oldenburg-Kugeln und am Se- gelclub Hansa. Hier und beim Wewerka-Pavillon finden sich außerdem Unterflurcontainer, die bis zu 1.000 Liter Abfall aufnehmen. Platz satt für die Reste vieler Grillfeste. Die Entsorgungsmöglichkeiten sind also da, allein an Wissen oder Motivation scheint es zu mangeln. Da schaffen die Sommer, Sonne – sauberer Aasee! AWM gerne Abhilfe. Zusammen mit dem Amt für Grünflä- chen, Umwelt und Nachhaltigkeit machten sich AWMler am warmen 17. Juli auf zum Aasee. Diesmal nicht zum Aufräumen, sondern zum Aufklären. Freundlich verteilten sie Müllsäcke an die Picknicker und Griller und zeigten, wo man hier welchen Abfall einfach entsorgen kann. Und wie wichtig das für Münster ist. Denn die Müllberge am Aasee sind nicht nur ein optisches Problem. Flaschen, T eller und Essensreste locken auch diverse Tiere an. Die Müllsäcke und Hinweise der freundlichen Abfallberaterinnen und Müllwerker wurden jedenfalls dankbar angenommen – und sicher finden die Angesprochenen im bevorstehenden Aasee- Sommer den Weg zu den ober- irdischen und un- terirdischen Abfallbehältern. Damit die Wiese weiterhin ein Ort der Entspannung und nicht der Entsorgung ist. Saubere Lösung Nachhaltigkeit vorausgedacht 26 | AWM-Journal 2015 | AWM Umwelt Ökologisch, ökonomisch, sozialverträglich – so der Anspruch der AWM an die Abfallwirtschaft. Viele Faktoren nehmen Einfluss darauf, wie diese Ziele zu erreichen sind, allen voran Gesetzgebungen und Regelungen wie das Kreislaufwirt- schaftsgesetz, das Landesabfallgesetz NRW und auch EU- Verordnungen und -Richtlinien wie die Abfallverbringungs- verordnung, der Europäische Abfallkatalog und viele mehr. Wie wir bei den AWM im Sinne der allgemeinen gesetzlichen Grundlagen und Vorgaben die Abfallwirtschaft für Münster konkret und individuell entwickeln, zeigen wir alle fünf Jahre auf – im Abfallwirtschaftskonzept, kurz AWK. Die AWM: kommunal innovativ Durch nachhaltiges unternehmerisches Denken und Han- deln haben wir als kommunales Unternehmen sehr früh die Weichen gestellt, um die Entsorgungswirtschaft zu einer res- sourcenorientierten und zukunftsfähigen Kreislaufwirtschaft weiterzuentwickeln. Oft waren die AWM Vorreiter – zum Beispiel 1998 mit der Einführung der Biotonne als eine der ersten Kommunen oder 2003 mit der mechanisch-biologischen Restabfallbehand- lungsanlage (MBRA). Zwei Erfolgsgeschichten. Dank der MBRA werden heute 80 % der Abfälle in Münster umweltfreundlich vorbehandelt und verwertet. Die MBRA in AWM-Hand Die MBRA ist darum auch zentral für die Zukunft der Abfall- entsorgung in Münster. Die wichtige Frage vor der Erstellung des AWK war: Sollen Behandlung, Steuerung und Vermark- tung der in Münster anfallenden Abfälle über die MBRA ab Mitte 2015 in privater oder kommunaler Hand liegen? Der Rat sprach sich für die Übernahme der MBRA durch die Stadt Münster aus und damit für die AWM. Eine nachhaltige Ent- scheidung, denn damit liegt die Entsorgung und Verwertung der Abfälle in einer Hand. Wir haben nun Remondis abgelöst und mit der MBRA nicht nur die Verantwortung für diese An- lage, sondern auch einen Pflichtenzettel übernommen. Denn die MBRA wird umgebaut. Abfall, Klima, Energie 2021 Der Hintergrund: Durch die getrennte Erfassung und Verwertung der Abfälle in Münster haben die AWM bereits in der Vergangenheit eine erhebliche Reduzierung der Treibhausgase erzielt. Doch hier gibt es weiteres Potenzial, das wir ausschöpfen wollen. Das neue AWK sieht vor, dass wir die MBRA so umbauen, dass zukünftig auch Bio- und Grünabfälle dort verwertet werden können. Am 1. Januar 2017 soll der Umbau der MBRA abgeschlossen sein und den Betrieb aufnehmen. Ein großer Schritt für die AWM Eröffnung des Recyclinghofes: Ver- treter aus Politik und Verwaltung beim Pressetermin. So funktionierte die MBRA bisher: 1. Der komplette Restabfall, plus Sperrgut, wird angeliefert und kommt in den Zerkleinerer. 2. Mehrere Siebstufen trennen große von kleinen T eilen. Alles, was kleiner als 50 mm ist, wandert in die Biologie. Alles Größere bleibt in der Mechanik. 3. Mechanik: Über einen Dschungel aus Förderbändern laufen die größeren T eile unter mehreren Infrarotscannern hindurch. Diese erkennen Plastik, Papier und Holz und pusten sie beiseite. Zusätzlich werden Metalle abgetrennt. Am Ende stehen ordentlich sortierte Materialien, die stofflich oder energetisch verwertet werden. 4. Biologie: Die kleinen T eile, unter 50 mm, werden vergoren. Die so entstandene schwarze Masse kommt für mehrere Wochen in die Rotte. Das sind große Tunnel, in denen das Feingut immer wieder be- wässert, belüftet und umgelagert wird. Nach sechs Wochen ist eine erdähnliche Substanz entstanden. Für diese biologisch nicht mehr aktive Substanz ist auf der Deponie Endstation. Das ändert sich ab 2017: Die MBRA bekommt neue zusätzliche Aufgaben: Mit der Schlie- ßung der Bioabfallvergärungsanlage und Kompostierungsanlage im Entsorgungszentrum (EZM) übernimmt die MBRA ab 2017 auch die Behandlung von Bio- und Grünabfällen. Dazu wird an die beste- hende Mechanik ein neuer Anlagenteil gebaut, sodass diese Abfälle optimal für die Vergärung vorbereitet werden können. Außerdem werden die Rotte umgebaut und nötige Anpassungen bei der Abluftbehandlung vorgenommen. Die biologische Stufe zur Behandlung des Feinguts (Restabfallteile unter 50 mm) wird geschlossen. Das Feingut wird zukünftig extern entsorgt. Die AWM legen neues Abfallwirtschaftskonzept vor Saubere Lösung AWM-Journal 2015 | AWM Umwelt | 27 und die zukunftsfähige Entsorgung und Verwertung in Münster. Zugleich wird die Bioabfallvergärungsanlage und Kompos- tierungsanlage im Entsorgungszentrum (EZM) geschlossen. Hier soll in diesem Zuge auch der komplette Anlagenverbund optimiert werden. Das neue Blockheizkraftwerk Stoffliche Verwertung ist das eine, energetische das andere. Von Letzterem spricht man, wenn aus Abfall Energie wird. Ein gutes Beispiel ist das neue Blockheizkraftwerk der AWM. Es nutzt die Gase aus den Deponien I und II, aus der Hauptklär- anlage und der Bioabfallvergärungsanlage und wandelt sie in Strom und Wärme um (bis zur Schließung der Bioabfallvergä- rungsanlage Ende 2016; ab 2017 soll stattdessen das Gas aus der umgebauten MBRA verwertet werden). Die drei Anlagen sind eine zuverlässig sprudelnde Energie- quelle, die die Energieerzeugung für mindestens die nächs- ten 20 Jahre sicherstellt. Das BHKW hat eine installierte elektrische Leistung von 3,2 Me- gawatt. In 2015 wurden in dem neuen BHKW rd. 11,2 Mio. kWh Strom erzeugt. Ein Großteil (rd. 6,2 Mio. kWh) wurde in den eigenen Anlagen der Stadt Münster, wie der Sickerwasserreinigungsanlage, der MBRA und der Hauptkläranlage, genutzt. Der überschüssige Strom von rd. 5,0 Mio. kWh wurde ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Damit können ca. 1.250 4-Personen-Haushalte mit einem durchschnittlichen Stromverbrauch von rd. 4.000 kWh/a versorgt werden. Und auch die Abwärme des BHKW findet eine sinnvolle Nutzung – sie versorgt die Hauptklär- anlage und das Betriebsgebäude im Entsorgungszentrum mit Wärme. Ein Verwertungskreislauf, der ökonomisch und ökologisch sinnvoll ist. Von Wertstofftonne bis Abfallpädagogik Mit allem, was wir bei den AWM leisten, verfolgen wir unser großes Ziel: Bis 2020 wollen wir unsere Qualitäts- und Innovationsführerschaft noch stärker ausbauen und uns im Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger als Premium- Dienstleister etablieren. Auch dahingehend gibt es eine Reihe an Maßnahmen, die wir im AWK festschreiben. Beispiel: die Wertstofftonne. Unser Pilotprojekt erntete viel positive Resonanz in der Bevölkerung. Noch wird diskutiert, verhandelt und an einem Wertstoffgesetz gearbeitet – aber die Wertstofftonne soll kommen. Sie soll dann neben den Leichtverpackungen, die aktuell noch im Gelben Sack landen, auch sogenannte stoffgleiche Nicht-Verpackungen erfassen. Also Abfälle, die aus dem gleichen Material wie Verpackun- gen bestehen, wie zum Beispiel Plastikspielzeug. Immer bes- ser sortieren und gezielter erfassen: mit hoch differenzierten Systemen sorgen wir dafür, dass die Abfälle der Münsterane- rinnen und Münsteraner umweltgerecht verwertet bzw. ent- sorgt werden. Im Sinne des Umwelt- und Ressourcenschutzes sollten Abfälle aber am besten erst gar nicht entstehen. Gerne kommen wir auch unserem Auftrag der Abfallvermei- dung nach und beziehen die Bürger ein. Mit Information und Aufklärung intensivieren wir unsere Öffentlichkeitsarbeit zu diesem Thema. Dass die AWM ihrer Verantwortung im Sinne der gesetzlichen Vorgaben, zum Wohle der Menschen, der Umwelt und unse- rer Stadt gerecht werden, hat die Vergangenheit gezeigt. Mit der Fortschreibung des Abfallwirtschaftskonzepts gehen wir diesen erfolgreichen Weg gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern weiter. Saubere Lösung Herausgeberin Stadt Münster Abfallwirtschaftsbetriebe Münster Rösnerstraße 10 48155 Münster Mai 2016, 500 [3.000] Konzept X & Y Design | Münster Fotografie Rasmus Schübel [29] Abfallwirtschaftsbetriebe Münster [42] X & Y Design [16] Andreas Hempel Photography [1] Presseamt Münster [2] Fotolia [1] Druck Druckerei Joh. Burlage 48157 Münster 28 | AWM-Journal 2015 | Impressum Achtung! SChnitt leicht schräg. Achtung! SChnitt leicht schräg. graue Fläche wird weggeschnitten. graue Fläche wird weggeschnitten. Journal für Nachhaltigkeit und Geschäftsentwicklung 2015 Recyclingpapier aus 100 % Altpapier Abfallwirtschaftsbetriebe Münster Rösnerstraße 10 48155 Münster T elefon: 0251/605253 T elefax: 0251/605248 awm@stadt-muenster.de www.awm.muenster.de Saubere Lösung Saubere Lösung Recyclingpapier aus 100 % Altpapier
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Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
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Details
- Aktenzeichen
- V/0313/2016
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 14.04.2016
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37