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V/0313/2016

Feststellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der AWM für das Wirtschaftsjahr 2015

Vorlagen 14.04.2016

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 29.06.2016, TOP 24.5

Beschlussvorlage

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Ansehen

Anlage 1

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Ansehen

Anlage 2

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Ansehen

Beschlussvorlage

4866 Zeichen

V/0313/2016 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Feststellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der AWM für das Wirtschaftsjahr 2015 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
08.06.2016 Betriebsausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe Vorberatung 
29.06.2016 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 
29.06.2016 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
Sachentscheidung: 
 
1. Der in der Anlage beigefügte Jahresabschluss der AWM für das Geschäftsjahr 2015 (Bilanz, GuV 
und Anhang wird festgestellt. 
 
2. Der Lagebericht (Anlage) wird zur Kenntnis genommen. 
 
3. Der von den AWM erwirtschaftete Jahresüberschuss beträgt   2.343.376,04 EUR.  
     
Es wird 
 der allgemeinen Rücklage   1.137.898,15 EUR 
 dem allgemeinen Haushalt   1.193.695,10 EUR 
 dem Sonderposten aus Photovoltaik-Überschüsse        23.209,33 EUR 
zugeführt. 
Der Verlust aus dem Betrieb gewerblicher Art (BgA) AWM-Dienstleistungen wird 
durch die Entnahme aus                           
 dem Sonderposten aus Überschüssen AWM-Dienstleistungen in Höhe von   11.426,54 EUR 
ausgeglichen. 
  
4. Dem Betriebsausschuss wird für das Wirtschaftsjahr 2015 Entlastung erteilt. 
 
 
 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0313/2016 
Auskunft erteilt: 
Frau Eichwald 
Ruf: 
6052-43 
E-Mail: 
Eichwald@awm.stadt-muenster.de  
Datum: 
17.05.2016 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0313/2016 
 
Begründung: 
 
Die PKF FASSELT SCHLAGE Partnerschaft mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Duisburg hat im 
Auftrag der AWM mit Zustimmung der Gemeindeprüfungsanstalt Nordrhein-Westfalen den Jahresab-
schluss und den Lagebericht des Wirtschaftsjahres 2015 geprüft. Die geprüften Unterlagen sind gem. 
§ 14 der Betriebssatzung dem Betriebsausschuss und dem Rat vorzulegen. 
 
1. Jahresabschluss 2015 
 
 Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 4.464.839,04 € erhöht. 
 
 
 Die Umsatzerlöse 2015 betrugen insgesamt rd.       50.515 TEUR 
       
      Davon entfielen auf die 
 
 Abfallwirtschaft 
 Abfallabfuhr           32.249 TEUR 
 Abfalldeponierung/-verwertung         1.016 TEUR 
 Sonstige Abfallverwertung         5.023 TEUR 
 Problemabfälle              38 TEUR 
 DSD-Bereich         1.919 TEUR 
     
 
 Stadtreinigung         5.384 TEUR 
      Winterdienst         1.637 TEUR 
          
 Nebengeschäft         3.249 TEUR 
 
 Der Jahresüberschuss in Höhe von 2.343.376,04 EUR resultiert in Höhe von 411.386,76 EUR 
      aus dem Unterschied zwischen den gesetzlichen Grundlagen der Gebührenkalkulation und den 
Ansätzen der Handelsbilanz, in Höhe von 1.287.390,19 EUR aus der kalkulatorischen Verzinsung, 
in Höhe von 99.342,32 EUR aus der Verzinsung liquider Mittel, in Höhe von 475.487,98 EUR aus 
dem Überschuss der übrigen Nebengeschäfte, in Höhe von 57.986,00 EUR aus Anlageabgängen. 
Die Photovoltaikanlage als Betrieb gewerblicher Art (BgA) erwirtschaftete einen Gewinn in Höhe 
von 23.209,33 EUR und der BgA AWM-Dienstleistungen erwirtschaftete einen Verlust von 
11.426,54 EUR.  
 Die Gesamtinvestitionen lagen im Jahr 2015 bei 16.088 TEUR. Davon wurden 28 TEUR in Soft-
ware, 818 TEUR in Anlagen der Stadtreinigung, 6.603 TEUR in Anlagen der Abfallwirtschaft und 
6.737 TEUR in Grundstücke mit Betriebs- und anderen Bauten investiert. Der verbleibende Anteil 
in Höhe von 492 TEUR entfällt auf Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie in Höhe von  
1.410 TEUR auf geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau. 
 
      Gemäß § 4 der EigVO wird dem Betriebsausschuss für das Wirtschaftsjahr 2015 Entlastung  
      erteilt. 
 
 Die Entlastung der Betriebsleitung erfolgt gemäß § 5 Abs. 5 Satz 2 EigVO  vom 16. November 
2004 durch den Betriebsausschuss. Hiermit wird sich der Betriebsausschuss in seiner nächsten 
planmäßigen Sitzung befassen.

- 3 - 
V/0313/2016 
 
2. Lagebericht 
 
Zum Lagebericht wurde seitens der PKF FASSELT SCHLAGE Partnerschaft mbB Wirtschaftsprü-
fungsgesellschaft, Duisburg festgestellt, dass dieser entsprechend § 25 EigVO aufgestellt worden ist, 
im Einklang mit dem Jahresabschluss steht und die sonstigen Angaben im Lagebericht keine 
falsche Vorstellung von der Lage des Eigenbetriebes erwecken. 
 
3.  Prüfungsergebnis 
 
 Die PKF FASSELT SCHLAGE Partnerschaft mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Duisburg erteilt 
den AWM für das Wirtschaftsjahr 2015 einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. 
 
Die weiteren Einzelheiten zum Jahresabschluss 2015 können den beigefügten Unterlagen entnom-
men werden. 
Darüber hinaus werden die Abschlussergebnisse vom Prüfungsleiter der PKF FASSELT SCHLAGE 
mbB Partnerschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Duisburg in der Betriebsausschusssitzung am 
08.06.2016 im Rahmen einer Jahresabschlussbesprechung im Einzelnen erläutert. 
 
 
 
 
I. V. 
 
gez. 
 
Peck 
Stadtrat 
 
Anlagen:  - Jahresabschluss der AWM (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang)  
- Lagebericht

Anlage 1

132746 Zeichen

Saubere
Lösung
Geschäftsjahr
Jahresabschluss 
Lagebericht
2015

Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 1 
Jahresabschluss | Lagebericht
Geschäftsjahr 2015
Saubere Lösung

2 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
Saubere Lösung

Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 3 
Inhalt
Jahresabschluss
Inhalt .  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
Bilanz  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  4–5
Gewinn- und Verlustrechnung   . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  6
Anhang   . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  7 – 26
I . .  . Allgemeine .Angaben .  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  .7
II . . . Bilanzierungs- .und .Bewertungsmethoden . .  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  .7
III . . . Bilanzerläuterungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  .9
IV . . . Erläuterungen .zur .Gewinn- .und .Verlustrechnung . .  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  .13
V . . . Ergänzende .Angaben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  .18
VI . . Anlagen .
 .  . Anlagennachweis .[Anlage .1] . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  .22 – 25
 .  . Gewinn- .und .Verlustrechnung .nach .Betriebszweigen .[Anlage .2] . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  .26
Lagebericht   . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  27 – 45 
Vorbemerkung .  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  .27
I . .  . Grundlagen .des .Unternehmens . .  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  .27
II . .  . Wirtschaftsbericht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .28
 .  . 1 . . . Gesamtwirtschaftliche, .branchenbezogene .Rahmenbedingungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28
 .  . 2 . . . Geschäftsverlauf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  .31
 .  . 2 .1 . .Straßenreinigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  .31
 .  . 2 .2 . .Abfallwirtschaft .  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  .32
 .  . 3 . . . Wirtschaftliche .Lage  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  .34
 .  . 3 .1 . .Ertragslage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  .34
 .  . 3 .2 . .Finanzlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .37
 .  . 3 .3 . .Vermögenslage . .  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  .38
 .  . 3 .4 . .Gesamtaussage .zur .Lage .des .Unternehmens . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  .39
 .  . 4 . . . Nichtfinanzielle .Leistungsindikatoren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  .40
 .  . 5 . . . Management .Approach .– .Unternehmensberichterstattung . .  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  .42
III . . Nachtragsbericht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  .42
IV . . Prognosebericht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  .43
V . .  . Chancen- .und .Risikobericht  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  .44
VI . . Sonstiges . .  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  .45
VII . . Berichterstattung .über .Sachverhalte .im .Sinne .von .§ .53 .Abs . .1 .Nr . .2 .Haushaltsgrundsätzegesetz . .  . . . . . . . . . . . . . . . . .  .45
Bestätigungsvermerk   . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  46 – 47
Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  .48
Saubere Lösung

4 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
Bilanz zum 31 .12 .2015
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
Saubere Lösung
Aktivseite
EUR
31 .12 .2015
EUR
31 .12 .2014
EUR
A .  ANLAGEVERMÖGEN
 . . I . .IMMATERIELLE .VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
 . Entgeltlich .erworbene .Konzessionen .und .Software 65 .265,09 84 .187,51
 . II . .SACHANLAGEN
 . . 1 . .Grundstücke .mit .Betriebs- .und .anderen .Bauten 19 .129 .766,71 13 .954 .828,09
 . 2 . .Anlagen .der .Stadtreinigung 2 .415 .421,30 2 .273 .276,92
 . . 3 . .Anlagen .der .Abfallwirtschaft 17 .816 .582,15 14 .218 .369,25
 . . 4 . .Andere .Anlagen, .Betriebs- .und .Geschäftsausstattung 1 .333 .559,84 1 .209 .374,87
 . . 5 . .Geleistete .Anzahlungen .und .Anlagen .im .Bau  . . .1 .493 .920,40  . . . . . .172 .042,64
42 .189 .250,40 31 .827 .891,77
 . . . . .III . .FINANZANLAGEN
 . . . . .1 . .Wertpapiere .des .Anlagevermögens 8 .993 .693,01 8 .993 .693,01
 . . . . .2 . .Sonstige .Ausleihungen  . . .1 .500 .000,00  . . .1 .500 .000,00
10 .493 .693,01 10 .493 .693,01
52 .748 .208,50 42 .405 .772,29
B .  UMLAUFVERMÖGEN
 . I . .VORRÄTE
 . . 1 . .Roh-, .Hilfs- .und .Betriebsstoffe 847 .439,05 896 .081,66
 . . 2 . .Fertige .Erzeugnisse .und .Waren  . . . . . .176 .448,46  . . . . . .171 .840,14
1 .023 .887,51 1 .067 .921,80
 . . II . .FORDERUNGEN .UND .SONSTIGE
 . VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
 . . 1 . .Forderungen .aus .Lieferungen .und .Leistungen 4 .258 .548,98 3 .662 .236,39
 . . 2 . .Forderungen .an .die .Stadt .Münster
 . .  . . . . .davon .mit  .einer .Restlaufzeit .von .mehr .als .einem .Jahr
 . .  . . . . .31 .12 .2015: .0,00 . €
 . . .  . . . . [31 .12 .2014: .448 .076,81 .€]
772 .450,42 1 .739 .235,99
 . . 3 . .Sonstige .Vermögensgegenstände  . . .1 .082 .963,40  . . . . . . . . .64 .466,41
6 .113 .962,80 5 .465 .938,79
 . . III . .KASSENBESTAND .UND .GUTHABEN
 . . BEI .KREDITINSTITUTEN
10 .296 .545,26 16 .777 .367,44
 . . . . .
17 .434 .395,57 23 .311 .228,03
 C .  RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN          65 .409,48  . . . . . . . .66 .174,19
70 .248 .013,55 65 .783 .174,51

Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 5 
Saubere Lösung
Passivseite
EUR
31 .12 .2015
EUR
31 .12 .2014
EUR
A .  EIGENKAPITAL
 . I . .STAMMKAPITAL 500 .000,00 500 .000,00
 . . II . .RÜCKLAGEN
 . Allgemeine .Rücklagen 14 .330 .574,35 12 .822 .590,64
 . III . .JAHRESÜBERSCHUSS  . .2 .343 .376,04  . . .3 .046 .678,61
17 .173 .950,39 16 .369 .269,25
B .  SONDERPOSTEN AUS ÜBERSCHÜSSEN
  AWM-DIENSTLEISTUNGEN
726 .168,01 688 .391,76
C .  SONDERPOSTEN AUS PHOTOVOLTAIK-ÜBERSCHÜSSEN 57 .251,00 49 .150,52
D .  SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE
 ZUM ANLAGEVERMÖGEN
34 .833,33 40 .333,33
E .  RÜCKSTELLUNGEN
 . . 1 . .Rückstellungen .für .Pensionen 2 .303 .668,00 2 .000 .655,00
 . 2 . .Steuerrückstellungen 19 .180,00 33 .960,00
 . . 3 . .Sonstige .Rückstellungen
 .  . . . .a] .Gebührenüberschüsse 1 .354 .440,75 1 .388 .816,89
 . .  . . . .b] .Übrige 37 .508 .332,04 37 .209 .047,73
38 .862 .772,79 38 .597 .864,62
 . . . . . 41 .185 .620,79 40 .632 .479,62
F .  VERBINDLICHKEITEN
 . 1 . .Verbindlichkeiten .gegenüber .Kreditinstituten
 . . .  . . . .davon .mit  .einer .Restlaufzeit .bis .zu .einem .Jahr
 .  . . . .31 .12 .2015: .71,05 . € .[31 .12 .2014: .100,68 .€]
71,05 100,68
 . 2 . .Verbindlichkeiten .aus .Lieferungen .und .Leistungen
 .  . . . .davon .mit  .einer .Restlaufzeit .bis .zu .einem .Jahr
 .  . . . . 31 .12 .2015: .2 .349 .587,41 .€ .[31 .12 .2014: .2 .268 .429,54 .€]
2 .349 .587,41 2 .268 .429,54
 . 3 . .Verbindlichkeiten .gegenüber .der .Stadt .Münster
 .  . . . .davon .mit  .einer .Restlaufzeit .bis .zu .einem .Jahr
 . .  . . . .31 .12 .2015: .436 .358,42 . € .[31 .12 .2014: .754 .032,81 .€]
436 .358,42 754 .032,81
 . 4 . .Verbindlichkeiten .gegenüber .Gebührenzahlern
 . .  . . . .davon .mit  .einer .Restlaufzeit .bis .zu .einem .Jahr
 .  . . . . 31 .12 .2015: .3 .027 .039,26 .€ .[31 .12 .2014: .2 .384 .000,00 .€]
8 .006 .688,65 4 .741 .740,45
 . . 5 . .Sonstige .Verbindlichkeiten
 .  . . . .davon .mit  .einer .Restlaufzeit .bis .zu .einem .Jahr
 . .  . . . .31 .12 .2015: .277 .484,50 . € .[31 .12 .2014: .239 .246,55 .€]
 .  . . . .davon .aus .Steuern
 . .  . . . .31 .12 .2015: .277 .255,41 .€ .[31 .12 .2014: .234 .436,39 .€]
 . . . . . .277 .484,50  . . . . . .239 .246,55
 11 .070 .190,03  . . .8 .003 .550,03
70 .248 .013,55 65 .783 .174,51

6 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
Gewinn- und Verlustrechnung 
Saubere Lösung
Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr 
vom 1 . Januar bis 31 . Dezember 2015 EUR EUR
2015
EUR
2014
EUR
1 . Umsatzerlöse 50 .514 .990,58 52 .322 .023,73
2 . Erhöhung ( Vorjahr Verminderung) des Bestands 
 an fertigen Erzeugnissen
8 .051,15 -12 .689,95
3 . Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 13 .248,82
4 . Sonstige betriebliche Erträge    3 .387 .287,38   . .5 .040 .641,83
 . davon .Inanspruchnahme .der .Rückstellungen .
 . aus .Gebührenüberschüssen .
 . 2015: .34 .376,14 .€ .[2014: .2 .682 .416,19 .€ .]
53 .910 .329,11 57 .363 .224,43
5 . Materialaufwand
 . a] .Aufwendungen .für .Roh-, .Hilfs- .und .
 .  . . . . .Betriebsstoffe .und .für .bezogene .Waren .
4 .403 .292,72 3 .705 .396,85
 . b] .Aufwendungen .für .bezogene .Leistungen 14 .985 .965,99  23 .253 .099,24
19 .389 .258,71 26 .958 .496,09
6 . Personalaufwand
 . a] .Löhne .und .Gehälter 14 .076 .316,54 13 .381 .003,99
 . b] .Soziale .Abgaben .und .Aufwendungen .für
 .  . . . . .Altersversorgung .und .für .Unterstützung
 .  . . . . .davon .für .Altersversorgung:
 .  . . . . .2015: .1 .545 .588,01 . € .[2014: .1 .238 .734,64 .€]
 . .4 .475 .341,34  . .3 .967 .732,86
18 .551 .657,88 17 .348 .736,85
7 . Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen-
 stände des Anlagevermögens und Sachanlagen 
5 .745 .592,24 4 .195 .245,07
8 . Sonstige betriebliche Aufwendungen    5 .238 .010,83   . .4 .235 .829,45
48 .924 .519,66 52 .738 .307,46
9 . Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 99 .342,32 206 .142,91
10 . Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2 .674 .290,23  . .1 .685 .288,70
 . . davon .Aufwendungen .aus .der .Aufzinsung .
 . . 2015: . .2 .674 .256,55 .€ .[2014: .1 .685 .204,22 .€]
11 . Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2 .410 .861,54 3 .145 .771,18
12 . Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 13 .567,66 41 .783,54
13 . Sonstige Steuern          53 .917,84  . . . . . . . . .57 .309,03
14 . Jahresüberschuss 2 .343 .376,04 3 .046 .678,61
Nachrichtlich:
 .
Behandlung .des .Jahresüberschusses .
a) . zur .Einstellung .in .die .allgemeine .Rücklage 1 .137 .898,15 1 .507 .983,71
b) . zur .Zuführung .in .den .allgemeinen .Haushalt 1 .193 .695,10 1 .492 .818,17
c) . zur .Zuführung .(Vorjahr .Zuführung) .aus .Sonderposten .Photovoltaik-Überschüsse 23 .209,33 8 .100,48
d) . zur .Zuführung .(Vorjahr .Zuführung) .aus .Sonderposten .Überschüsse .AWM-Dienstleistungen -11 .426,54 37 .776,25

Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 7 
Anhang
für das Wirtschaftsjahr 2015
I . Allgemeine Angaben
Der .Jahresabschluss .der .eigenbetriebsähnlichen .Einrichtung .Abfallwirtschaftsbetriebe .Münster .(AWM) .wurde .nach .
den .Vorschriften .der .Eigenbetriebsverordnung .NRW .in .Verbindung .mit .den .Bestimmungen .des .Handelsgesetzbuchs .
aufgestellt .
Um .die .unternehmens- .und .branchenspezifischen .Besonderheiten .der .AWM .abbilden .zu .können, .wird .in .der .Bilanz .
gemäß .§ .265 .Abs . .5 .HGB .auf .der .Aktivseite .eine .Untergliederung .des .Sachanlagevermögens .um .die .Anlagen .der .
Stadtreinigung .und .der .Abfallwirtschaft .und .auf .der .Passivseite .eine .Untergliederung .der .sonstigen .Rückstellungen .in .
„Rückstellungen .für .Gebührenüberschüsse“ .und .„Übrige .Rückstellungen“ .vorgenommen . .Darüber .hinaus .wurde .die .
Passivseite .um .die .Posten .„Sonderposten .aus .Überschüssen .AWM-Dienstleistungen“ , .den .„Sonderposten .aus .Photovol-
taik-Überschüssen“ .und .den .„Sonderposten .für .Investitionszuschüsse .zum .Anlagevermögen“ .erweitert . .Die .Unterglie-
derung .der .Verbindlichkeiten .wurde .um .den .Posten .„ Verbindlichkeiten .gegenüber .Gebührenzahlern“ .erweitert .
Die .Gewinn- .und .Verlustrechnung .ist .nach .dem .Gesamtkostenverfahren .aufgestellt .
II . Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Für .die .Aufstellung .des .Jahresabschlusses .waren .die .nachfolgenden .Bilanzierungs- .und .Bewertungsmethoden .maßge-
bend .
Die .immateriellen .Vermögensgegenstände .und .Sachanlagen .sind .zu .Anschaffungs- .oder .Herstellungskosten .bewertet . .
Es .wurde .grundsätzlich .die .lineare .Abschreibungsmethode .unter .Zugrundelegung .der .betriebsgewöhnlichen .Nutzungs-
dauer .angewendet . .Geringwertige .Anlagegüter .werden .im .Jahr .des .Zugangs .voll .abgeschrieben .
Die .Abschreibungen .des .dritten .Bauabschnitts .der .ZDM .II .werden .auf .Basis .des .ermittelten .verbleibenden .Restverfüll-
volumens .leistungsabhängig .vorgenommen .
Bei .den .Finanzanlagen .werden .die .Wertpapiere .zu .Anschaffungskosten .angesetzt . .Die .sonstigen .Ausleihungen .betreffen .
ein .Genussrecht, .welches .ebenfalls .zu .Anschaffungskosten .angesetzt .worden .ist .
Die .Vorräte .werden .zu .Anschaffungs- .und .Herstellungskosten .bzw . .zu .gleitenden .Durchschnittspreisen .angesetzt . .Für .
bestimmte .Vorräte .werden .die .Werte .mit .Hilfe .zulässiger .Bewertungsvereinfachungsverfahren .unter .Beachtung .des .
strengen .Niederstwertprinzips .ermittelt .
Forderungen .und .sonstige . Vermögensgegenstände .sind .zum .Nennwert  .angesetzt  .worden . .Allen .risikobehafteten  .
Posten .ist .durch .die .Bildung .angemessener .Einzelwertberichtigungen .Rechnung .getragen .worden .
Der .Sonderposten .aus .Überschüssen .AWM-Dienstleistungen .enthält .Überschüsse .aus .Vorjahren .zuzüglich .Zuführungen .
des .laufenden .Wirtschaftsjahres . .Gleiches .gilt .für .den .Sonderposten .aus .Photovoltaik-Überschüssen . .Bei .den .Zufüh-
rungen .des .laufenden .Wirtschaftsjahres .handelt .es .sich .um .die .Verwendung .des .Jahresergebnisses .2014 .auf .Basis .des .
Beschlusses .des .Rats .der .Stadt .Münster .vom .17 . .Juni .2015 .
Saubere Lösung

8 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
Der .Sonderposten .für .Investitionszuschüsse .zum .Anlagevermögen .wird .über .die .Nutzungsdauer .des .Vermögensgegen-
stands .(10 .Jahre), .für .den .er .gewährt .wurde, .ertragswirksam .aufgelöst .
Die .Rückstellungen .für .Pensionen .sind .zum .versicherungsmathematisch .ermittelten .Barwert .unter .Berücksichtigung .
der .Richttafeln .von .Prof . .Dr . .K . .Heubeck, .Köln, .Richttafeln .2005 .G, .gem . .§ .22 .Abs . .3 .EigVO .NRW .angesetzt .und .bewertet .
worden; .es .wurde .ein .Rechnungszinsfuß .von .5 .% .zugrunde .gelegt .
Die .Steuerrückstellungen .und .die .sonstigen .Rückstellungen .beinhalten .alle .erkennbaren .Risiken .und .sind .grundsätzlich .
mit .dem .Betrag .angesetzt .worden, .der .nach .vernünftiger .kaufmännischer .Beurteilung .notwendig .ist .
Die .Bewertung .erfolgt .mit .dem .notwendigen .Erfüllungsbetrag . .Rückstellungen .mit .einer .Restlaufzeit .von .mehr .als .
einem .Jahr .wurden .abgezinst .
Die .Rückstellungen .für .Beihilfen .wurden .gemäß .§ .36 .Abs . .1 .Satz .5 .– .8 .GemHVO .berechnet . .Der .Barwert .wurde .als .pro-
zentualer .Anteil .in .Höhe .von .19,8 .% .der .Rückstellungen .für .Versorgungsbezüge .ermittelt . .
Die .Rückstellungen .für .Altersteilzeit .wurden .nach .versicherungsmathematischen .Grundsätzen .durch .das .Personalamt .
der .Stadt .Münster .unter .Verwendung .des .Programms .„HPR .Haessler .Pensionsrückstellungen .Kommunal“ .ermittelt . .
Die .Rückstellungen .für .Altersteilzeit .wurden .mit .dem .durchschnittlichen .Marktzinssatz .abgezinst, .der .sich .bei .einer .
angenommenen .Restlaufzeit .von .zwei .Jahren .ergibt . .Dieser .beläuft .sich .zum .31 . .Dezember .2015 .auf .2,16 .% .(VJ .2,9 .%) . .
Bei .der .Bewertung .wird .eine .durchschnittliche .Kostensteigerung .in .Höhe .von .1,75 .% .(VJ .1,5 .%) .unterstellt .
In .den .Rückstellungen .für .Gebührenüberschüsse .werden .Gebührenüberschüsse .ausgewiesen, .soweit .sie .aus .der .Zeit .
vor .der .Neufassung .des .§ .6 .Abs . .2 .KAG .NRW .(= .Kostenüberdeckungen .aus .der .Zeit .vor .dem .Jahr .1999) .resultieren . .Diese .
werden .nachfolgend .auch .als .„Gebührenüberschüsse .ALT“ .bezeichnet . .Verpflichtungen .aus .Gebührenüberschüssen, .
soweit .sie .im .Zusammenhang .mit .nach .§ .6 .KAG .NRW .innerhalb .der .nächsten .vier .Jahre .zurück .zu .erstattenden .Kosten-
überdeckungen .stehen, .werden .unter .dem .Posten .„ Verbindlichkeiten .gegenüber .Gebührenzahlern“ .ausgewiesen  .
(= .Gebührenüberschüsse .„NEU“) .
Die .Rückstellungen .für .die .Rekultivierung .und .Nachsorge .der .ZDM .I .und .II .(im .Folgenden .als .Deponierückstellungen  .
bezeichnet) .basieren .auf .dem .Gutachten .der .ECONUM .Unternehmensberatung .GmbH .aus .2009 . .Die .gebührenrecht-
liche .Refinanzierung .der .in .der .Vergangenheit .noch .nicht .erwirtschafteten .Rückstellungsanteile .wurde .in .2015 .abge-
schlossen .
Da .die .Einzelmaßnahmen .der .Rekultivierungs- .und .Nachsorgeverpflichtungen .nicht .zu .einem .Zeitpunkt, .sondern .
in .einem .Zeitraum .zu .erfüllen .sind, .wird .die .Rückstellung .für .Zwecke .der .Bewertung .in .mehrere .T eilrückstellungen .
entsprechend .der .Einzelverpflichtungen .aufgeteilt .und .jeweils .eine .gesonderte .Restlaufzeit .zugeordnet . .Der .jeweilige .
Erfüllungsbetrag .der .Verpflichtung .wird .mit .dem .jeweiligen .laufzeitadäquaten .Zinssatz .abgezinst .
Für .die .Nachsorgerückstellung .der .ZDM .I .wurde .aufgrund .aktueller .Erkenntnisse .eine .Betriebskostenanpassung .vorge-
nommen .mit .der .Folge, .dass .sich .der .Barwert .der .Rückstellung .um .2 .166 .TEUR .reduziert .hat .
Verbindlichkeiten .sind .zum .Erfüllungsbetrag .angesetzt .
Saubere Lösung

Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 9 
Saubere Lösung
Die .Erträge .aus .der .Inanspruchnahme .von .Verpflichtungen .für .Gebührenüberdeckungen .sowie .die .Aufwendungen .aus .
der .Zuführung .zu .den .Verpflichtungen .für .Gebührenüberdeckungen .werden, .soweit .sie .im .Zusammenhang .mit .nach .
§ .6 .KAG .NRW .innerhalb .der .nächsten .vier .Jahre .zurück .zu .erstattenden .Kostenüberdeckungen .(Gebührenüberschüsse .
„NEU“) .stehen, .saldiert .in .den .Umsatzerlösen .ausgewiesen . .Dies .gilt .entsprechend .für .etwaige .Kostenunterdeckungen . .
Der .Ausweis .der .Inanspruchnahme .der .Gebührenüberschüsse .„ALT“ .erfolgt .unter .den .sonstigen .betrieblichen .Erträgen .
III . Bilanzerläuterungen
AKTIVSEITE
Anlagevermögen
Die .Entwicklung .des .Anlagevermögens .wird .im .beigefügten .Anlagennachweis .(Anlage .1 .des .Anhangs) .gezeigt .
Der .Bestand .der .Anlagen .der .Abfallwirtschaft .hat .sich .im .Wirtschaftsjahr .um .3 .598 .TEUR .und .der .der .Grundstücke .mit .
Betriebs- .und .anderen .Bauten .um .5 .175 .TEUR .erhöht, .was .insbesondere .auf .den .Erwerb .der .Mechanisch-Biologischen-
Restabfallbehandlungsanlage .(MBRA) .zum .1 . .Juni .2015 .zurückzuführen .ist .
Zum .Bilanzstichtag .werden .geleistete .Anzahlungen .und .Anlagen .im .Bau .mit .1 .494 .TEUR .ausgewiesen . .Es .handelt .sich .
hierbei .in .erster .Linie .um .die .Erneuerung .des .Werkstattdachs .(214 .TEUR), .den .Bau .des .Verwaltungsgebäudes .(232 .TEUR), .
das .in .2017 .fertiggestellt .werden .soll, .Anlagen .der .Abfallwirtschaft .(243 .TEUR) .sowie .um .6 .Fahrgestelle .(805 .TEUR), .die .
in .2016 .fertiggestellt .werden .
Für .das .Jahr .2016 .sind .Investitionen .in .Höhe .von .15 .702 .TEUR .geplant . .Von .diesen .Neu- .und .Reinvestitionen .entfallen .
1 .528 .TEUR .auf .die .Stadtreinigung .und .13 .664 .TEUR .auf .den .Bereich .der .Abfallwirtschaft . .Hierbei .handelt .es .sich .primär .
um .den .Umbau .der .in .2015 .erworbenen .MBRA, .die .Nachrüstung .des .Blockheizkraftwerkes .(BHKW) .für .die .Gasverwer-
tung .von .Biogas .aus .der .MBRA .sowie .weitere .Investitionen .in .abfallwirtschaftliche .Anlagen . .Der .verbleibende .Anteil .in .
Höhe .von .510 .TEUR .betrifft .überwiegend .Neu- .und .Ersatzinvestitionen .in .gemeinsame .Anlagen . .Die .Finanzierung .soll .
über .die .Aufnahme .von .Krediten, .Abschreibungen .und .Eigenmittel .erfolgen .
Die .vorhandenen .Anlagen .im .Bereich .der .Stadtreinigung .und .Abfallwirtschaft .konnten .im .Wesentlichen .technisch .und .
wirtschaftlich .optimal .genutzt .werden . .Im .Sinne .einer .sicheren .Bewältigung .der .Aufgabenstellung .sind .sie .ausreichend .
dimensioniert .
Umlaufvermögen
Vorräte
Der .Posten .Vorräte .enthält .im .Wesentlichen .Lagermaterial .(322 .TEUR), .Streumittel .(323 .TEUR), .Schutz- .und .Dienstklei-
dung .(130 .TEUR), .Waren .(176 .TEUR) .und .Sonstiges .(73 .TEUR) .
Forderungen .an .die .Stadt .Münster
Die .Forderungen .an .die .Stadt .resultieren .mit .590 .TEUR .aus .Lieferungen .und .Leistungen .und .mit .182 .TEUR .aus .dem .
Cash .Pooling . .Die .Forderungen .aus .der .Einstandsverpflichtung .für .die .Nachsorge .der .ZDM .I .und .II .wurden .vollständig .
beglichen . .

10 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
Rechnungsabgrenzungsposten
Die .aktive .Rechnungsabgrenzung .enthält .ausschließlich .transitorische .Posten .
PASSIVSEITE
Eigenkapital
Das .Eigenkapital .belief .sich .zu .Beginn .des . Wirtschaftsjahres .auf .16 .369 .269,25 .EUR . .Gemäß .Ratsbeschluss .vom  .
17 . .Juni .2015 .wurde .von .dem .Jahresüberschuss .2014 .(3 .046 .678,61 .EUR) .ein .Anteil .in .Höhe .von .1 .507 .983,71 .EUR .der .allge-
meinen .Rücklage .zugeführt . .Das .Eigenkapital .erhöht .sich .um .den .Jahresüberschuss .2015 .in .Höhe .von .2 .343 .376,04 .EUR .
und .saldiert .sich .aufgrund .der .in .2015 .ausgezahlten .Konsolidierungsbeiträge .in .Höhe .von .1 .492 .818,17 .EUR, .Zuführun-
gen .zu .den .Sonderposten .der .Betriebe .gewerblicher .Art .(BgA) .in .Höhe .von .45 .876,73 .EUR .zum .31 . .Dezember .2015 .auf .
17 .173 .950,39 .EUR . .
Entwicklung .des .Eigenkapitals .2015:
Saubere Lösung
Eigenkapital
31 .12 .2014
EUR
Zuführung
in die
Allgemeine
Rücklage
EUR
Auszahlungen
an die 
Stadt Münster
EUR
Zuführungen/
Entnahmen
SOPO 
der Betriebe
gewerblicher
Art
EUR
Zuführungen
zu den
Verbindlichkeiten 
gegenüber dem
Gebührenzahler
EUR
Jahresüber-
schuss
2015
EUR
Eigenkapital
31 .12 .2015
EUR
Stammkapital 500 .000 500 .000
Allgemeine .Rücklage 12 .822 .591 1 .507 .984 14 .330 .574
Jahresüberschuss 3 .046 .679 -1 .507 .984 -1 .492 .818 -45 .877 2 .343 .376 2 .343 .376
Summe 16 .369 .269 0 -1 .492 .818 -45 .877 0 2 .343 .376 17 .173 .950

Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 11 
Rückstellungen
Die .Rückstellungen .haben .sich .im .Wirtschaftsjahr .2015 .wie .folgt .entwickelt:
* . .In .den .Zuführungen .sind .2 .674 .TEUR .Zinsaufwendungen .aus .der .Aufzinsung .langfristiger .Rückstellungen .enthalten . .
Bei .den .sonstigen .Rückstellungen .handelt .es .sich .um .Rückstellungen .für .Altersteilzeit .(64 .TEUR), .Rückstellungen .für .
Beihilfen .(456 .TEUR), .sonstige .ungewisse .Verbindlichkeiten .(410 .TEUR), .die .Nachsorge/Rekultivierung .der .ZDM .I .und .
II .(33 .858 .TEUR), .Urlaubs- .und .Überstundenansprüche .(1 .454 .TEUR), .Gebührenüberschüsse .„ALT“ .(erwirtschaftet .vor .
1999) .(1 .354 .TEUR) .sowie .Rückstellungen .für .Aufwendungen .Regenereignis .ZDM .I .(1 .266 .TEUR) .
Rückstellung .für .Gebührenüberschüsse .vor .Inkrafttreten .des .Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes .(BilMoG)
Da .die .vor .dem .Wirtschaftsjahr .2000 .gebildeten .Rückstellungen .aus .Gebührenüberschüssen .der .Abfallwirtschaft .bis .
spätestens .zum .31 . .Dezember .2024 .aufgelöst .werden, .wurde .gemäß .Artikel .67 .des .II . .Einführungsgesetzes .zum .Han-
delsgesetzbuch .(EGHGB) .das .Beibehaltungswahlrecht .in .Anspruch .genommen . .Durch .Anwendung .des .Beibehaltungs-
wahlrechts .im .Zusammenhang .mit .den .Neuregelungen .des .BilMoG .zum .1 . .Januar .2010 .resultiert .im .Jahresabschluss .
2015 .eine .Überdeckung .in .Höhe .von .57 .TEUR .(VJ .120 .TEUR) .
Saubere Lösung
31 .12 .2014
TEUR
Inanspruchnahme
TEUR
Auflösung
 
TEUR
Zuführung* 
TEUR
31 .12 .2015
TEUR
1 . .Rückstellungen .für .Pensionen 2 .001 111 0 414 2 .304
2 . .Steuerrückstellungen 34 18 9 12 19
3 . .Sonstige .Rückstellungen 38 .597 2 .825 2 .349 5 .439 38 .862
Summe Rückstellungen 40 .632 2 .954 2 .358 5 .865 41 .185

Verbindlichkeiten
Für .die . Verbindlichkeiten .bestehen .die .folgenden .Restlaufzeiten:
Die .Verbindlichkeiten .gegenüber .der .Stadt .Münster .betreffen .im .Wesentlichen .Verbindlichkeiten .aus .Lie .ferungen .und .
Leistungen .
Besicherungen .für .Verbindlichkeiten .bestehen .nicht .
12 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
Saubere Lösung
Gesamt
TEUR
davon 
mit einer Laufzeit:
bis 1 Jahr
TEUR
davon
 mit einer Laufzeit:
1 bis 5 Jahre
TEUR
davon 
mit einer Laufzeit: 
über 5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten 
gegenüber Kreditinstituten
0 0 0 0
[31 .12 .2014] [0] [0] [0] [0]
Verbindlichkeiten 
aus Lieferungen und Leistungen
2 .350 2 .350 0 0
[31 .12 .2014] [2 .268] [2 .268] [0] [0]
Verbindlichkeiten 
gegenüber der Stadt Münster
436 436 0 0
[31 .12 .2014] [754] [754] [0] [0]
Verbindlichkeiten
gegenüber Gebührenzahler
8 .007 3 .027 4 .980 0
[31 .12 .2014] [4 .742] [2 .384] [2 .358] [0]
Sonstige Verbindlichkeiten 277 277 0 0
[31 .12 .2014] [240] [240] [0] [0]
Gesamt 11 .070 6 .090 4 .980 0
[31 .12 .2014] [8 .004] [5 .646] [2 .358] [0]

Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 13 
IV . Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die .Gewinn- .und .Verlustrechnung .für .jeden .Betriebszweig .ist .als .Anlage 2 .dem .Anhang .beigefügt .
Umsatzerlöse
Die .Umsatzerlöse .enthalten .Gebühreneinnahmen .und .Einnahmen .aus .privatrechtlichen .Entgelten .
Von .den .Umsatzerlösen .entfallen .40 .245 .TEUR .auf .die .Abfallwirtschaft; .davon .betreffen .32 .249 .TEUR .die .Abfallabfuhr, .
1 .016 .TEUR .die .Abfalldeponierung, .5 .023 .TEUR .die .sonstige .Abfallverwertung, .1 .919 .TEUR .den .DSD-Bereich .und .38 .TEUR .
die .Sonderabfälle . .In .den .Umsatzerlösen .der .Abfallabfuhr .sind .saldierte .Überdeckungen .in .Höhe .von .3 .089 .TEUR .enthal-
ten, .die .den .Verbindlichkeiten .gegenüber .Gebührenzahlern .zugeführt .wurden .
Weitere .Umsatzerlöse .entfallen .in .Höhe .von .5 .384 .TEUR .auf .die .Straßenreinigung .und .1 .637 .TEUR .auf .den .Winter-
dienst . .In .den .Umsatzerlösen .der .Straßenreinigung .sind .saldierte .Überdeckungen .in .Höhe .von .175 .TEUR .enthalten, .die .
den .Verbindlichkeiten .gegenüber .Gebührenzahlern .zugeführt .wurden .
Aus .der .Überdeckung .resultieren .insgesamt .865 .TEUR .aus .der .periodenfremden .Korrektur .der .kalkulatorischen .Verzin-
sung .2012 .– .2014 .
Auf .die .Nebengeschäfte .in .allen .Betriebsbereichen .entfallen .Erlöse .in .Höhe .von .3 .249 .TEUR .
Abfallwirtschaft
Abfallabfuhr
Die .den .Umsatzerlösen .zugrunde .liegenden .Leistungen .im .Abfallabfuhrbereich .entsprechen .der .Anzahl .der .tatsächli-
chen .Behälterentleerungen .auf .der .Grundlage .der .jeweiligen .monatlichen .Behälterbestände .
Abfalldeponierung/-verwertung
Die .den .Umsatzerlösen .zugrunde .liegenden .Leistungen .im .Abfalldeponierungs/-verwertungsbereich .sind .der .nachfol-
genden .Anlieferungsstatistik .zu .entnehmen .
Saubere Lösung
Altholz Bioabfälle Grünabfälle
 
Haus-/Sperrmüll
nicht verwertbar 
Straßenkehrricht/
MBRA/
Kompostierung
Istmenge .in .Mg 3 .698 15 .923 16 .679 49 .468 4 .953
Planmenge .in .Mg 3 .800 17 .500 18 .000 49 .000 5 .500
Abweichung in Mg -102 -1 .577 -1 .321 468 -547
Jahresabschluss .in .Euro 110 .926 2 .998 .080 750 .564 15 .921 .716 497 .045
Planungsgröße .in .Euro 114 .000 3 .295 .000 810 .000 15 .771 .000 552 .000
Abweichung in Euro -3 .074 -296 .920 -59 .436 150 .716 -54 .955
Abweichung in Prozent -2,70 -9,01 -7,34 0,96 -9,96

14 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
Stadtreinigung
Die .den .Umsatzerlösen .Stadtreinigung .zugrunde .liegenden .Leistungen .sind .der .nachfolgenden .Leistungsübersicht .zu .
entnehmen .
Allgemeine .Stadtreinigung
Bezüglich .der . Tarifstatistik .wird .auf .die .beschlossene .Gebührensatzung .zur .Abfallabfuhr .und .Straßenrei . nigung .
verwiesen .
Sonderleistungen
- . Neujahrsreinigung
- . Hafenfest, .Karneval .sowie .weitere .Veranstaltungen
- . Sonderreinigungen .für .städt . .Ämter .(Amt .für .Schule .und .Weiterbildung, .Amt .für .Immobilienmanagement, .Tiefbau-
amt, .Sportamt, .Amt .für .Grünflächen .und .Umweltschutz)
- . Flohmarktreinigungen
- . Reinigung .für .private .und .gewerbliche .Auftraggeber .(z .B . .Betriebsgelände, .Parkplätze)
- . Reinigung .öffentlicher .Flächen
Saubere Lösung
2015
Kehrmeter
Vorjahr
Kehrmeter
Vollreinigung .[insgesamt] 820 .652 820 .652
Fahrbahnreinigung .[wöchentlich] 281 .594 281 .594
Fahrbahnreinigung .[14-tägig] 284 .767 284 .767
Reinigung .von .ca . .852 .Kilometern .Rad- .und .Gehwegen .und .31 .115 .qm .Flächenreinigung .(Abendreinigung .in .der .Stadt) .

Winterdienst
Der .Winterdienst .wurde .planmäßig .durchgeführt  . .Per .31 . .Dezember .2015 .waren .8 .große .(Großteil .der .verfügbaren  .
Kräfte), .12 .mittlere .(> .fünf .Streufahrzeuge) .sowie .16 .kleinere .Einsätze .(bis .fünf .Streufahrzeuge) .erforderlich .
Sonstige betriebliche Erträge
Die .sonstigen .betrieblichen .Erträge .enthalten .u . a . .Erträge .aus .dem .Bereitschaftsdienst, .aus .der .Werkstatt, .aus .der .
Photovoltaikanlage, .aus .dem .Abgang .von .Gegenständen .des .Anlagevermögens .sowie .Pacht- .und .Mieteinnahmen . .Die .
sonstigen .betrieblichen .Erträge .enthalten .2 .354 .TEUR .periodenfremde .Erträge, .wovon .2 .166 .TEUR .aus .der .Auflösung .
der .Rückstellung .für .die .Nachsorge .der .ZDM .I .aufgrund .einer .Betriebskostenanpassung .resultieren .
Materialaufwand
Der .Materialaufwand .beinhaltet .die .Aufwendungen .für .Roh-, .Hilfs- .und .Betriebsstoffe .von .4 .403 .TEUR .sowie .Aufwen-
dungen .für .bezogene .Leistungen .in .Höhe .von .14 .986 .TEUR . .Bei .den .Aufwendungen .für .Roh-, .Hilfs- .und .Betriebsstoffe .
entfallen .1 .180 .TEUR .auf .den .Dieselkraftstoffverbrauch .und .2 .216 .TEUR .auf .die .Materialdirektverbräuche .sowie .1 .007 .
TEUR .auf .sonstige .Verbräuche .
Die .Aufwendungen .für .bezogene .Leistungen .entfallen .mit .7 .334 .TEUR .auf .die .Entsorgungskosten .in .der .MBRA, .mit .
3 .459 .TEUR .auf .die .Entsorgung .in .der .Biovergärungsanlage, .mit .230 .TEUR .auf .bezogene .Aufwendungen .für .das .BHKW, .
mit .544 .TEUR .auf .bezogene .Winterdienstleistungen .sowie .mit .3 .419 .TEUR .auf .sonstige .Entsorgungsleistungen .
 .
Abschreibungen
Im .Wirtschaftsjahr .2015 .betrugen .die .Abschreibungen .5 .746 .TEUR .und .betreffen .ausschließlich .planmäßige .Abschrei-
bungen .auf .immaterielle .Vermögensgegenstände .des .Sachanlagevermögens .und .auf .Sachanlagen .
Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 15 
Saubere Lösung
Streugutverbrauch 2015
Mg
Vorjahr
Mg
Streusalz 884,50 105,00
Lava-Granulat 131,05 85,45
Brechsalz-Splittgemisch . 0,00 360,00

16 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
Personalaufwand
Im .Jahr .2015 .wurden .bei .den .Abfallwirtschaftsbetrieben .folgende .Mitarbeiter .einschließlich .Auszubildende .beschäftigt:
Im .Zusammenhang .mit .dem .Erwerb .der .MBRA .sind .auch .23 .Mitarbeiter, .die .bisher .in .den .Anlagen .tätig .waren, .von .
AWM .übernommen .worden .
Gehälter
Grundlage .für .die .Gehaltsabrechnung .ist .seit .dem .1 . .Oktober .2005 .für .alle .Bediensteten .eine .einheitliche .Entgelttabel-
le .nach .dem .TVöD .in .der .jeweils .gültigen .Fassung .
Beamtenbesoldung
Grundlage .der .Bezüge .war .das .Landesbesoldungsgesetz .in .der .jeweils .gültigen .Fassung .
Die .AWM .sind .als .T eil .der .Stadt .Münster .Mitglied .der .Kommunalen .Zusatzversorgungskasse .Westfalen-Lippe .(ZKW) . .
Zweck .der .Anstalt .ist .es, .den .Arbeitnehmern .im .Wege .privatrechtlicher .Versicherung .eine .zusätzliche .Alters- .und .Hin-
terbliebenenversorgung .zu .gewähren . .Die .ZKW .hat .mit .der .Stadt .Münster .in .einer .Beteiligungsvereinbarung .festgelegt, .
dass .alle .Arbeitnehmer .zu .versichern .sind, .die .nach .dem .Tarifvertrag .über .die .Versorgung .der .Arbeitnehmer .des .Bundes .
und .der .Länder .sowie .von .Arbeitnehmern .kommunaler .Verwaltungen .und .Betriebe .zu .versichern .wären . .Der .derzeitige .
Umlagesatz .beträgt .4,5 .% .der .umlagepflichtigen .Lohn- .und .Gehaltssumme . .Zusätzlich .wird .ein .Sanierungsgeld .von .
3,25 .% .der .umlagepflichtigen .Lohn- .und .Gehaltssumme .erhoben .
Saubere Lösung
Zeitpunkt Beschäftigte
[ohne Azubis]
Nachrichtlich
Azubis
31 .03 .2015 340 11
30 .06 .2015 362 11
30 .09 .2015 359 13
31 .12 .2015 357 13
Durchschnitt 2015 354,5 12

Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 17 
Der .Personalaufwand .in .seinen .einzelnen .Aufwandskomponenten .geht .aus .der .nachfolgenden .Übersicht .hervor:
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die .sonstigen .betrieblichen .Aufwendungen .beinhalten .768 .TEUR .Wertberichtigungen .zu .Forderungen .an .die .Stadt .
aus .der .Rekultivierung .und .Nachsorge .für .die .ZDM .I .und .II .(soweit .diese .über .die .Gebührenbedarfsberechnung .erzielt .
wurden), .788 .TEUR .Zuführung .in .die .Rückstellung .der .ZDM .II .(3 . .BA), .83 .TEUR .Zuführung .in .die .Rückstellung .der .ZDM .II .
(1 . .und .2 . .BA), .1 .005 .TEUR .Aufwendungen .für .Verwaltungsleistungen .der .Stadt .Münster .sowie .
2 .594 .TEUR .sonstige .allgemeine .Betriebs- .und .Verwaltungsaufwendungen .
 .
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Der .Posten .enthält .neben .den .Zinserträgen .von .31 .TEUR .auch .den .Ertrag .aus .dem .Genussrecht .gegenüber .der .Stadt-
werke .Münster .GmbH .von .68 .TEUR .
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Dieser .Posten .enthält .2 .674 .TEUR .Zinsaufwendungen .aus .der .Aufzinsung .langfristiger .Rückstellungen .
Saubere Lösung
2015
EUR
2014
EUR
Veränderung 
zum Vorjahr
EUR
Veränderung 
zum Vorjahr
in Prozent
Beschäftigungsentgelte 13 .920 .016 13 .161 .729 758 .287 5,8
Beamtenbezüge 212 .334 208 .777 3 .557 1,7
Veränderungen .Urlaubs- .und .Überstundenrückstellungen 2 .252 68 .687 -66 .435 -96,7
Veränderung .Rückstellung .für .Altersteilzeit -58 .285 -58 .189 -96 -0,2
Gesamt 14 .076 .317 13 .381 .004 695 .313 5,2
Arbeitgeberanteile .zur .Sozialversicherung 2 .762 .556 2 .594 .005 168 .551 6,5
Gruppenversicherung 95 .886 88 .544 7 .343 8,3
Veränderungen .Urlaubs- .und .Überstundenrückstellungen 229 14 .374 -14 .144 -98,4
Veränderung .Rückstellung .für .Altersteilzeit -11 .656 -11 .638 -18 -0,2
2 .847 .016 2 .685 .285 161 .731 6,0
Beiträge .zur .Zusatzversorgungskasse 1 .131 .363 1 .035 .709 95 .654 9,2
Zuführung .zur .Pensionsrückstellung 413 .902 203 .096 210 .806 103,8
Veränderungen .Urlaubs- .und .Überstundenrückstellungen 2 .946 2 .548 398 15,6
Veränderung .Rückstellung .für .Altersteilzeit -2 .623 -2 .619 -4 -0,2
1 .545 .588 1 .238 .735 306 .853 24,8
Aufwendungen .für .Beihilfen .und .Unterstützungen 82 .737 43 .714 39 .024 89,3
Gesamt 4 .475 .341 3 .967 .733 507 .608 12,8

18 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
V . Ergänzende Angaben
Zusammensetzung der Organe und Aufwendungen für Organe
Betriebsleitung
Alleiniger .Betriebsleiter .ist .Herr .Diplom-Geograph .Patrick .Hasenkamp .
 .
Betriebsausschuss
Der .Betriebsausschuss .setzt .sich .wie .folgt .zusammen:
Saubere Lösung
Ordentliche Mitglieder Stellvertretende Mitglieder
Ratsmitglieder bzw . Sachkundige Bürger/innen
1 . RH Heinz Georg Buddenbäumer [2 . stellvertr . Vorsitz]
 . Diplomagraringenieur .| .Selbstständig
1 . RH Horst Karl Beitelhoff
 . Groß- .und .Außenhandelskaufmann .| .Selbstständig
2 . RH Hans Neumann
 . Dachdeckermeister .| .Selbstständig
2 . Frau Sabine Lütke Schwienhorst
 . Beratung/Öffentlichkeitsarbeit/Werbung .| .Selbstständig
3 . Herr Karl-Hans Sonnabend
 . Statiker/statischer .Sachverständiger .| .Selbstständig
3 . RH Ludger Janning 
 . Landwirt
4 . RH Ludger Steinmann [Vorsitz]
 . Dipl .-Geograf, .Dipl .-Umweltwissenschaftler .
 . Ingenieurgesellschaft .Hofer .& .Pautz .GbR
4 . RF Maria Winkel
 . Kauffrau .in .der .Grundstücks- .und .Wohnungswirtschaft
 . Wohnungsverein .Münster .von .1893 .eG
5 .  RF Hedwig Liekefedt
 . Lehrerin
5 .  Herr Burckhard Schmitz
 . Pensionär
6 .  Herr Mustafa Schat
 . Dipl .-Maschinenbau- .und .Dipl .-Wirtschaftsingenieur
 . Handwerkskammer .Münster
6 .  Herr Horst Schmidt
 . Rentner
7 . RF Dr . Rita Stein-Redent
 . Wissenschaftliche .Mitarbeiterin
 . Hochschule .Osnabrück
7 . RF Dr . Didem Ozan
 . Fachfrau .für .Öffentlichkeitsarbeit/Redakteurin
 . Persönliche .Mitarbeiterin .von .Ali .Bas, .MdL
8 .  BM Gerhard Joksch
 . Stadtplaner .und .Berater .| .Selbstständig
8 .  Herr Dr . Martin Pfeiffer
 . Wissenschaftlicher .Mitarbeiter
 . Max-Planck-Institut .für .Molekulare .Biomedizin
9 . RH Hans Varnhagen [1 . stellvertr . Vorsitz]
 . Dachdeckermeister .| .Geschäftsführender .Gesellschafter .der .Firmen .
 . Bedachungen .Varnhagen .GmbH, .Gantenbrink .Nachfolger .Andreas
 . Hitpaß .& .Co . .GmbH .Bedachungen
9 . Herrn Marc Weßeling
 . Selbstständig
10 .  RH Ali Atalan (bis 25 .03 .2015)
 . Dipl .-Sozialwissenschaftler .
  RH Rüdiger Sagel (ab 25 .03 .2015 bis 16 .12 .2015)
 . Dipl .-Ingenieur
 
 RH Heiko Wischnewski (ab 16 .12 .2015)
 . Dipl .-Ingenieur
10 .  Herr Benjamin Körner (bis 25 .03 .2015)
 .
  Herr Dr . Ralf Henrichs (ab 25 .03 .2015)
[BM .= .Bürgermeisterin/Bürgermeister .| .RF .= .Ratsfrau .| .RH .= .Ratsherr]

Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 19 
Saubere Lösung
Ordentliche Mitglieder Stellvertretende Mitglieder
Beschäftigtenvertreter/innen
11 . Herr Karsten Markfort
 . Sachbearbeiter .Disposition .| .Stadt .Münster, .AWM
11 . Herr Eduard Olbrich
 . Kraftwagenfahrer .| .Stadt .Münster, .AWM
12 . Herr Hugo Tork
 . Leiter .T echnik .und .Sicherheit .| .Stadt .Münster, .AWM
12 . Herr Rolf Kuschel
 . Mitarbeiter .Lager/Materialwirtschaft .| .Stadt .Münster, .AWM
13 . Herr Christian Kaufmann
 . Sachbearbeiter .Disposition .| .Stadt .Münster, .AWM
13 . Herr Gregor Koprowski
 . KFZ-Mechatroniker .| .Stadt .Münster, .AWM
14 . Herr Rainer Eisen
 . Werkstattleiter .| .Stadt .Münster, .AWM
14 . Frau Monika Holtmann
 . Sachbearbeiterin .vereinfachtes .Entsorgungsnachweisverfahren, .
 . abfalltechnische .Analytik .| .Stadt .Münster, .AWM
15 . Herr Anthony Chapmann
 . Kraftwagenfahrer .| .Stadt .Münster, .AWM
15 . Herr Lindsay Taylor
 . Kraftwagenfahrer .| .Stadt .Münster, .AWM
Beratendes Mitglied gem . § 58 Abs . 1 Satz 7 ff . GO NRW auf Vorschlag der Fraktion PIRATEN/ÖDP:  
 Herr Peter Hemecker (bis 25 .03 .2015)
 . Kaufmann .| .Selbstständig
 Herr Gerd Kersting (bis 25 .03 .2015)
 . Dipl .-Verwaltungswirt .(FH), .Polizeibeamter
[BM .= .Bürgermeisterin/Bürgermeister .| .RF .= .Ratsfrau .| .RH .= .Ratsherr]

Der .Betriebsleitung .wurden .im .Wirtschaftsjahr .Gesamtbezüge .in .Höhe .von .111 .569,87 .EUR .gewährt; .davon .entfielen .
103 .918,43 .EUR .auf .die .Festvergütung .inkl . .Arbeitgeberanteile .zur .Sozialversicherung .und .7 .651,44 .EUR .auf .die .Zu-
kunftssicherung .(ZKW) .
Für .die .Pensionäre .und .Hinterbliebenen .der .früheren .Amtsleitung .wurden .an .Pensionen .30 .143,97 .EUR .aufgewendet . .
Für .sie .bestehen .Pensionsrückstellungen .in .Höhe .von .371 .790,00 .EUR .
Die .Mitglieder .des .Betriebsausschusses .erhalten .keine .Vergütung .
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Am .Bilanzstichtag .bestanden .keine .Haftungsverhältnisse .
Kurzfristige .finanzielle .Verpflichtungen .in .Höhe .von .3 .983 .TEUR .ergeben .sich .aus .dem .Bestellobligo .für .Investitonsmaß-
nahmen .sowie .sonstiger .Auftragsvergaben .per .31 . .Dezember .2015, .deren .Fertigstellung, .Lieferung .bzw . .Abwicklung .in .
2016 .erfolgt . .Im .Wesentlichen .handelt .es .sich .hierbei .um .Verpflichtungen .für .die .Errichtung .einer .Abluftbiofilteranlage .
(1 .513 . TEUR), .die .Erneuerung .des . Werkstattdaches .(532 . TEUR) .sowie .den .Bau .eines .neuen . Verwaltungsgebäudes  .
(197 .TEUR) . .Des .Weiteren .besteht .ein .Obligo .aus .der .Bestellung .eines .Radladers .(140 .TEUR), .einer .Kompaktkehrmaschine .
(167 .TEUR), .von .Fahrzeugen .(973 .TEUR), .von .Abfallbehältern .(210 .TEUR) .sowie .sonstiger .Lieferungen .und .Leistungen .
(251 .TEUR) .
Honorar des Abschlussprüfers
Das .für .den .Abschlussprüfer .PKF .FASSELT .SCHLAGE .Partnerschaft .mbB .Wirtschaftsprüfungsgesellschaft .Steuerbera-
tungsgesellschaft .Rechtsanwälte, .Duisburg, .im .Wirtschaftsjahr .als .Aufwand .erfasste .Gesamthonorar .beträgt .129 .TEUR; .
davon .entfallen .45 .TEUR .auf .die .Abschlussprüfung .und .84 .TEUR .auf .sonstige .Leistungen .
20 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
Saubere Lösung

Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 21 
Gewinnverwendungsvorschlag
Die .Betriebsleitung .schlägt  .vor, .aus .dem .Jahresüberschuss .2015 .in .Höhe .von .2 .343 .376,04 .EUR .einen .Anteil .aus .der  .
kalkulatorischen .Verzinsung .in .Höhe .von .943 .695,10 .EUR .und .einen .Anteil .von .250 .000,00 .EUR .aus .den .Erlösen .der  .
Nebengeschäfte .an .den .Haushalt  .der .Stadt  .Münster .abzuführen .sowie .1 .137 .898,15 .EUR .in .die .allgemeine .Rücklage  .
der .AWM .einzustellen . .In .dem .auf .die .Stadt  .Münster .entfallenden .Anteil .aus .der .kalkulatorischen . Verzinsung .in .Höhe  .
von .943 .695,10 .EUR .ist .die .anteilige .Korrektur .der .Eigenkapitalverzinsung .für .die .Jahre .2012 .bis .2014 .(-432 .363,26 .EUR) .
enthalten .
Um .den .im .Wirtschaftsjahr .2015 .erzielten . Verlust .im .Betrieb .gewerblicher .Art  .(BgA) .– .AWM-Dienstleistungen  .
auszugleichen, .wird .vorgeschlagen, .11 .426,54 .EUR .aus .dem .Sonderposten .AWM-Dienstleistungen .zu .entnehmen . .
Des .Weiteren .wird .vorgeschlagen, .den .im .BgA .– .Photovoltaik .im . Wirtschaftsjahr .2015 .erzielten .Gewinn .in .Höhe .von  .
23 .209,33 .EUR .in .den .Sonderposten .aus .Photovoltaik-Überschüssen .einzustellen . .
Münster, .31 . .März .2016
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
Patrick .Hasenkamp
Saubere Lösung

Posten des Anlagevermögens Anschaffungs- und Herstellungskosten Abschreibungen Restbuchwerte Kennzahlen
Zugänge Abgänge Zugänge Abgänge
01 .01 .2015 Zugänge Abgänge durch Umgruppierungen Umbuchungen 
AiB
31 .12 .2015 01 .01 .2015 Zugänge Abgänge       durch Umgruppie-
rungen
31 .12 .2015 31 .12 .2015 01 .01 .2015 durchschn .
AfA-Satz
durchschn .
RBW
EUR
+
EUR
 ./ .
EUR
+
EUR
 ./ .
EUR
+ /  ./ .
EUR EUR EUR
+
EUR
 ./ .
EUR
+
EUR
 ./ .
EUR EUR EUR EUR v . H . v . H .
I .  Immaterielle 
 Vermögensgegenstände
1 . . . Entgeltlich .erworbene .
 . Konzessionen
4 .668,00 0,00 0,00 0,00 0,00 +0,00 4 .668,00 4 .668,00 0,00 0,00 0,00 0,00 4 .668,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2 . . . Entgeltlich .erworbene
 . Software
561 .801,04 28 .292,25 10 .326,16 0,00 0,00 +0,00 579 .767,13 477 .613,53 47 .214,67 10 .326,16 0,00 0,00 514 .502,04 65 .265,09 84 .187,51 8,14 11,26
566 .469,04 28 .292,25 10 .326,16 0,00 0,00 +0,00 584 .435,13 482 .281,53 47 .214,67 10 .326,16 0,00 0,00 519 .170,04 65 .265,09 84 .187,51 8,08 11,17
II .  Sachanlagen
1 . . . Grundstücke .mit .Betrieb-
 . und .anderen .Bauten
43 .166 .956,33 6 .737 .274,31 0,00 0,00 0,00 +9 .639,00 49 .913 .869,64 29 .212 .128,24 1 .571 .974,69 0,00 0,00 0,00 30 .784 .102,93 19 .129 .766,71 13 .954 .828,09 3,15 38,33
2 . . . Anlagen .der .Stadtreinigung 7 .738 .822,25 817 .831,28 481 .678,12 0,00 0,00 +0,00 8 .074 .975,41 5 .465 .545,33 675 .686,90 481 .678,12 0,00 0,00 5 .659 .554,11 2 .415 .421,30 2 .273 .276,92 8,37 29,91
3 . . . Anlagen .der .Abfallwirtschaft 31 .836 .755,72 6 .603 .262,17 745 .071,50 0,00 0,00 +75 .499,87 37 .770 .446,26 17 .618 .386,47 3 .080 .549,14 745 .071,50 0,00 0,00 19 .953 .864,11 17 .816 .582,15 14 .218 .369,25 8,16 47,17
4 . . . Andere .Anlagen, .Betriebs- .
 . und .Geschäftsausstattung
4 .038 .273,66 491 .901,86 128 .551,95 0,00 0,00 +2 .449,95 4 .404 .073,52 2 .828 .898,79 370 .166,84 128 .551,95 0,00 0,00 3 .070 .513,68 1 .333 .559,84 1 .209 .374,87 8,41 30,28
5 . . . Geleistete .Anzahlungen .
 . und .Anlagen .im .Bau
172 .042,64 1 .409 .466,58 0,00 0,00 0,00 -87 .588,82 1 .493 .920,40 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1 .493 .920,40 172 .042,64 0,00 100,00
86 .952 .850,60 16 .059 .736,20 1 .355 .301,57 0,00 0,00 +0,00 101 .657 .285,23 55 .124 .958,83 5 .698 .377,57 1 .355 .301,57 0,00 0,00 59 .468 .034,83 42 .189 .250,40 31 .827 .891,77 5,61 41,50
III .  Finanzanlagen
1 . . . Wertpapiere .des .
 . Anlagevermögens
8 .993 .693,01 0,00 0,00 0,00 0,00 +0,00 8 .993 .693,01 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 8 .993 .693,01 8 .993 .693,01 0,00 100,00
2 . . . Sonstige .Ausleihungen 1 .500 .000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 +0,00 1 .500 .000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1 .500 .000,00 1 .500 .000,00 0,00 100,00
10 .493 .693,01 0,00 0,00 0,00 0,00 +0,00 10 .493 .693,01 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 10 .493 .693,01 10 .493 .693,01 0,00 100,00
Summe 98 .013 .012,65 16 .088 .028,45 1 .365 .627,73 0,00 0,00 +0,00 112 .735 .413,37 55 .607 .240,36 5 .745 .592,24 1 .365 .627,73 0,00 0,00 59 .987 .204,87 52 .748 .208,50 42 .405 .772,29 5,10 46,79
I .  Stadtreinigung
1 . . . Grundstücke .mit .Betrieb-
 . und .anderen .Bauten
706 .935,62 0,00 0,00 0,00 0,00 +0,00 706 .935,62 145 .156,98 34 .154,26 0,00 0,00 0,00 179 .311,24 527 .624,38 561 .778,64 4,83 74,64
2 . . . Anlagen .der .Stadtreinigung 7 .738 .822,25 817 .831,28 481 .678,12 0,00 0,00 +0,00 8 .074 .975,41 5 .465 .545,33 675 .686,90 481 .678,12 0,00 0,00 5 .659 .554,11 2 .415 .421,30 2 .273 .276,92 8,37 29,91
3 . . . Andere .Anlagen, .Betriebs- .
 . und .Geschäftsausstattung
136 .425,26 18 .056,56 11 .373,62 0,00 0,00 +0,00 143 .108,20 97 .028,08 20 .596,42 11 .373,62 0,00 0,00 106 .250,88 36 .857,32 39 .397,18 14,39 25,75
Summe 8 .582 .183,13 835 .887,84 493 .051,74 0,00 0,00 +0,00 8 .925 .019,23 5 .707 .730,39 730 .437,58 493 .051,74 0,00 0,00 5 .945 .116,23 2 .979 .903,00 2 .874 .452,74 8,18 33,39
22 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
VI . Anlagen
Anlagennachweis der 
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster 
zum 31 . Dezember 2015
[Anlage 1]
Saubere Lösung

Posten des Anlagevermögens Anschaffungs- und Herstellungskosten Abschreibungen Restbuchwerte Kennzahlen
Zugänge Abgänge Zugänge Abgänge
01 .01 .2015 Zugänge Abgänge durch Umgruppierungen Umbuchungen 
AiB
31 .12 .2015 01 .01 .2015 Zugänge Abgänge       durch Umgruppie-
rungen
31 .12 .2015 31 .12 .2015 01 .01 .2015 durchschn .
AfA-Satz
durchschn .
RBW
EUR
+
EUR
 ./ .
EUR
+
EUR
 ./ .
EUR
+ /  ./ .
EUR EUR EUR
+
EUR
 ./ .
EUR
+
EUR
 ./ .
EUR EUR EUR EUR v . H . v . H .
I .  Immaterielle 
 Vermögensgegenstände
1 . . . Entgeltlich .erworbene .
 . Konzessionen
4 .668,00 0,00 0,00 0,00 0,00 +0,00 4 .668,00 4 .668,00 0,00 0,00 0,00 0,00 4 .668,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2 . . . Entgeltlich .erworbene
 . Software
561 .801,04 28 .292,25 10 .326,16 0,00 0,00 +0,00 579 .767,13 477 .613,53 47 .214,67 10 .326,16 0,00 0,00 514 .502,04 65 .265,09 84 .187,51 8,14 11,26
566 .469,04 28 .292,25 10 .326,16 0,00 0,00 +0,00 584 .435,13 482 .281,53 47 .214,67 10 .326,16 0,00 0,00 519 .170,04 65 .265,09 84 .187,51 8,08 11,17
II .  Sachanlagen
1 . . . Grundstücke .mit .Betrieb-
 . und .anderen .Bauten
43 .166 .956,33 6 .737 .274,31 0,00 0,00 0,00 +9 .639,00 49 .913 .869,64 29 .212 .128,24 1 .571 .974,69 0,00 0,00 0,00 30 .784 .102,93 19 .129 .766,71 13 .954 .828,09 3,15 38,33
2 . . . Anlagen .der .Stadtreinigung 7 .738 .822,25 817 .831,28 481 .678,12 0,00 0,00 +0,00 8 .074 .975,41 5 .465 .545,33 675 .686,90 481 .678,12 0,00 0,00 5 .659 .554,11 2 .415 .421,30 2 .273 .276,92 8,37 29,91
3 . . . Anlagen .der .Abfallwirtschaft 31 .836 .755,72 6 .603 .262,17 745 .071,50 0,00 0,00 +75 .499,87 37 .770 .446,26 17 .618 .386,47 3 .080 .549,14 745 .071,50 0,00 0,00 19 .953 .864,11 17 .816 .582,15 14 .218 .369,25 8,16 47,17
4 . . . Andere .Anlagen, .Betriebs- .
 . und .Geschäftsausstattung
4 .038 .273,66 491 .901,86 128 .551,95 0,00 0,00 +2 .449,95 4 .404 .073,52 2 .828 .898,79 370 .166,84 128 .551,95 0,00 0,00 3 .070 .513,68 1 .333 .559,84 1 .209 .374,87 8,41 30,28
5 . . . Geleistete .Anzahlungen .
 . und .Anlagen .im .Bau
172 .042,64 1 .409 .466,58 0,00 0,00 0,00 -87 .588,82 1 .493 .920,40 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1 .493 .920,40 172 .042,64 0,00 100,00
86 .952 .850,60 16 .059 .736,20 1 .355 .301,57 0,00 0,00 +0,00 101 .657 .285,23 55 .124 .958,83 5 .698 .377,57 1 .355 .301,57 0,00 0,00 59 .468 .034,83 42 .189 .250,40 31 .827 .891,77 5,61 41,50
III .  Finanzanlagen
1 . . . Wertpapiere .des .
 . Anlagevermögens
8 .993 .693,01 0,00 0,00 0,00 0,00 +0,00 8 .993 .693,01 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 8 .993 .693,01 8 .993 .693,01 0,00 100,00
2 . . . Sonstige .Ausleihungen 1 .500 .000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 +0,00 1 .500 .000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1 .500 .000,00 1 .500 .000,00 0,00 100,00
10 .493 .693,01 0,00 0,00 0,00 0,00 +0,00 10 .493 .693,01 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 10 .493 .693,01 10 .493 .693,01 0,00 100,00
Summe 98 .013 .012,65 16 .088 .028,45 1 .365 .627,73 0,00 0,00 +0,00 112 .735 .413,37 55 .607 .240,36 5 .745 .592,24 1 .365 .627,73 0,00 0,00 59 .987 .204,87 52 .748 .208,50 42 .405 .772,29 5,10 46,79
I .  Stadtreinigung
1 . . . Grundstücke .mit .Betrieb-
 . und .anderen .Bauten
706 .935,62 0,00 0,00 0,00 0,00 +0,00 706 .935,62 145 .156,98 34 .154,26 0,00 0,00 0,00 179 .311,24 527 .624,38 561 .778,64 4,83 74,64
2 . . . Anlagen .der .Stadtreinigung 7 .738 .822,25 817 .831,28 481 .678,12 0,00 0,00 +0,00 8 .074 .975,41 5 .465 .545,33 675 .686,90 481 .678,12 0,00 0,00 5 .659 .554,11 2 .415 .421,30 2 .273 .276,92 8,37 29,91
3 . . . Andere .Anlagen, .Betriebs- .
 . und .Geschäftsausstattung
136 .425,26 18 .056,56 11 .373,62 0,00 0,00 +0,00 143 .108,20 97 .028,08 20 .596,42 11 .373,62 0,00 0,00 106 .250,88 36 .857,32 39 .397,18 14,39 25,75
Summe 8 .582 .183,13 835 .887,84 493 .051,74 0,00 0,00 +0,00 8 .925 .019,23 5 .707 .730,39 730 .437,58 493 .051,74 0,00 0,00 5 .945 .116,23 2 .979 .903,00 2 .874 .452,74 8,18 33,39
Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 23 
Saubere Lösung

Posten des Anlagevermögens Anschaffungs- und Herstellungskosten Abschreibungen Restbuchwerte Kennzahlen
Zugänge Abgänge Zugänge Abgänge
01 .01 .2015 Zugänge Abgänge durch Umgruppierungen Umbuchungen 
AiB
31 .12 .2015 01 .01 .2015 Zugänge Abgänge       durch Umgruppie-
rungen
31 .12 .2015 31 .12 .2015 01 .01 .2015 durchschn .
AfA-Satz
durchschn .
RBW
EUR
+
EUR
 ./ .
EUR
+
EUR
 ./ .
EUR
+ /  ./ .
EUR EUR EUR
+
EUR
 ./ .
EUR
+
EUR
 ./ .
EUR EUR EUR EUR v . H . v . H .
II .  Abfall- und 
 Wertstoffwirtschaft 
1 . . . Entgeltlich .erworbene .
 . Konzessionen
4 .668,00 0,00 0,00 0,00 0,00 +0,00 4 .668,00 4 .668,00 0,00 0,00 0,00 0,00 4 .668,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2 . . . Entgeltlich .erworbene
 . Software
2 .147,12 0,00 0,00 0,00 0,00 +0,00 2 .147,12 834,99 715,71 0,00 0,00 0,00 1 .550,70 596,42 1 .312,13 33,33 27,78
3 . . . Grundstücke .mit .Betrieb-
 . und .anderen .Bauten
27 .658 .665,73 6 .702 .190,44 0,00 0,00 0,00 +2 .499,00 34 .363 .355,17 21 .407 .432,20 993 .310,84 0,00 0,00 0,00 22 .400 .743,04 11 .962 .612,13 6 .251 .233,53 2,89 34,81
4 . . . Anlagen .der .Abfallwirtschaft 31 .828 .755,72 6 .603 .262,17 745 .071,50 0,00 0,00 +75 .499,87 37 .762 .446,26 17 .610 .586,47 3 .080 .349,14 745 .071,50 0,00 0,00 19 .945 .864,11 17 .816 .582,15 14 .218 .169,25 8,16 47,18
5 . . . Andere .Anlagen, .Betriebs- .
 . und .Geschäftsausstattung
1 .234 .531,20 155 .589,66 29 .292,00 0,00 0,00 +0,00 1 .360 .828,86 722 .279,71 150 .671,20 29 .292,00 0,00 0,00 843 .658,91 517 .169,95 512 .251,49 11,07 38,00
Summe 60 .728 .767,77 13 .461 .042,27 774 .363,50 0,00 0,00 +77 .998,87 73 .493 .445,41 39 .745 .801,37 4 .225 .046,89 774 .363,50 0,00 0,00 43 .196 .484,76 30 .296 .960,65 20 .982 .966,40 5,75 41,22
III .  Allgemeine und
 Zentrale Betriebe
1 . . . Entgeltlich .erworbene
 . Software
559 .653,92 28 .292,25 10 .326,16 0,00 0,00 +0,00 577 .620,01 476 .778,54 46 .498,96 10 .326,16 0,00 0,00 512 .951,34 64 .668,67 82 .875,38 8,05 11,20
2 . . . Grundstücke .mit .Betrieb-
 . und .anderen .Bauten
14 .801 .354,98 35 .083,87 0,00 0,00 0,00 +7 .140,00 14 .843 .578,85 7 .659 .539,06 544 .509,59 0,00 0,00 0,00 8 .204 .048,65 6 .639 .530,20 7 .141 .815,92 3,67 44,73
3 . . . Anlagen .der .Abfallwirtschaft 8 .000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 +0,00 8 .000,00 7 .800,00 200,00 0,00 0,00 0,00 8 .000,00 0,00 200,00 2,50 0,00
4 . . . Andere .Anlagen, .Betriebs- .
 . und .Geschäftsausstattung
2 .667 .317,20 318 .255,64 87 .886,33 0,00 0,00 +2 .449,95 2 .900 .136,46 2 .009 .591,00 198 .899,22 87 .886,33 0,00 0,00 2 .120 .603,89 779 .532,57 657 .726,20 6,86 26,88
5 . . . Finanzanlagen 10 .493 .693,01 0,00 0,00 0,00 0,00 +0,00 10 .493 .693,01 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 10 .493 .693,01 10 .493 .693,01 0,00 100,00
Summe 28 .530 .019,11 381 .631,76 98 .212,49 0,00 0,00 +9 .589,95 28 .823 .028,33 10 .153 .708,60 790 .107,77 98 .212,49 0,00 0,00 10 .845 .603,88 17 .977 .424,45 18 .376 .310,51 2,74 62,37
IV .  Anlagen im Bau
1 . . . Grundstücke .mit .Betrieb-
 . und .anderen .Bauten
84 .453,82 362 .008,69 0,00 0,00 0,00 +0,00 446 .462,51 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 446 .462,51 84 .453,82 0,00 100,00
2 . . . Anlagen .der .Abfallwirtschaft 77 .998,87 1 .047 .457,89 0,00 0,00 0,00 -77 .998,87 1 .047 .457,89 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1 .047 .457,89 77 .998,87 0,00 100,00
3 . . . Allgemeine .und .Zentrale .
 . Betrieb
9 .589,95 0,00 0,00 0,00 0,00 -9 .589,95 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 9 .589,95 0,00 100,00
Summe 172 .042,64 1 .409 .466,58 0,00 0,00 0,00 -87 .588,82 1 .493 .920,40 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1 .493 .920,40 172 .042,64 0,00 100,00
24 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
Saubere Lösung

Posten des Anlagevermögens Anschaffungs- und Herstellungskosten Abschreibungen Restbuchwerte Kennzahlen
Zugänge Abgänge Zugänge Abgänge
01 .01 .2015 Zugänge Abgänge durch Umgruppierungen Umbuchungen 
AiB
31 .12 .2015 01 .01 .2015 Zugänge Abgänge       durch Umgruppie-
rungen
31 .12 .2015 31 .12 .2015 01 .01 .2015 durchschn .
AfA-Satz
durchschn .
RBW
EUR
+
EUR
 ./ .
EUR
+
EUR
 ./ .
EUR
+ /  ./ .
EUR EUR EUR
+
EUR
 ./ .
EUR
+
EUR
 ./ .
EUR EUR EUR EUR v . H . v . H .
II .  Abfall- und 
 Wertstoffwirtschaft 
1 . . . Entgeltlich .erworbene .
 . Konzessionen
4 .668,00 0,00 0,00 0,00 0,00 +0,00 4 .668,00 4 .668,00 0,00 0,00 0,00 0,00 4 .668,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2 . . . Entgeltlich .erworbene
 . Software
2 .147,12 0,00 0,00 0,00 0,00 +0,00 2 .147,12 834,99 715,71 0,00 0,00 0,00 1 .550,70 596,42 1 .312,13 33,33 27,78
3 . . . Grundstücke .mit .Betrieb-
 . und .anderen .Bauten
27 .658 .665,73 6 .702 .190,44 0,00 0,00 0,00 +2 .499,00 34 .363 .355,17 21 .407 .432,20 993 .310,84 0,00 0,00 0,00 22 .400 .743,04 11 .962 .612,13 6 .251 .233,53 2,89 34,81
4 . . . Anlagen .der .Abfallwirtschaft 31 .828 .755,72 6 .603 .262,17 745 .071,50 0,00 0,00 +75 .499,87 37 .762 .446,26 17 .610 .586,47 3 .080 .349,14 745 .071,50 0,00 0,00 19 .945 .864,11 17 .816 .582,15 14 .218 .169,25 8,16 47,18
5 . . . Andere .Anlagen, .Betriebs- .
 . und .Geschäftsausstattung
1 .234 .531,20 155 .589,66 29 .292,00 0,00 0,00 +0,00 1 .360 .828,86 722 .279,71 150 .671,20 29 .292,00 0,00 0,00 843 .658,91 517 .169,95 512 .251,49 11,07 38,00
Summe 60 .728 .767,77 13 .461 .042,27 774 .363,50 0,00 0,00 +77 .998,87 73 .493 .445,41 39 .745 .801,37 4 .225 .046,89 774 .363,50 0,00 0,00 43 .196 .484,76 30 .296 .960,65 20 .982 .966,40 5,75 41,22
III .  Allgemeine und
 Zentrale Betriebe
1 . . . Entgeltlich .erworbene
 . Software
559 .653,92 28 .292,25 10 .326,16 0,00 0,00 +0,00 577 .620,01 476 .778,54 46 .498,96 10 .326,16 0,00 0,00 512 .951,34 64 .668,67 82 .875,38 8,05 11,20
2 . . . Grundstücke .mit .Betrieb-
 . und .anderen .Bauten
14 .801 .354,98 35 .083,87 0,00 0,00 0,00 +7 .140,00 14 .843 .578,85 7 .659 .539,06 544 .509,59 0,00 0,00 0,00 8 .204 .048,65 6 .639 .530,20 7 .141 .815,92 3,67 44,73
3 . . . Anlagen .der .Abfallwirtschaft 8 .000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 +0,00 8 .000,00 7 .800,00 200,00 0,00 0,00 0,00 8 .000,00 0,00 200,00 2,50 0,00
4 . . . Andere .Anlagen, .Betriebs- .
 . und .Geschäftsausstattung
2 .667 .317,20 318 .255,64 87 .886,33 0,00 0,00 +2 .449,95 2 .900 .136,46 2 .009 .591,00 198 .899,22 87 .886,33 0,00 0,00 2 .120 .603,89 779 .532,57 657 .726,20 6,86 26,88
5 . . . Finanzanlagen 10 .493 .693,01 0,00 0,00 0,00 0,00 +0,00 10 .493 .693,01 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 10 .493 .693,01 10 .493 .693,01 0,00 100,00
Summe 28 .530 .019,11 381 .631,76 98 .212,49 0,00 0,00 +9 .589,95 28 .823 .028,33 10 .153 .708,60 790 .107,77 98 .212,49 0,00 0,00 10 .845 .603,88 17 .977 .424,45 18 .376 .310,51 2,74 62,37
IV .  Anlagen im Bau
1 . . . Grundstücke .mit .Betrieb-
 . und .anderen .Bauten
84 .453,82 362 .008,69 0,00 0,00 0,00 +0,00 446 .462,51 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 446 .462,51 84 .453,82 0,00 100,00
2 . . . Anlagen .der .Abfallwirtschaft 77 .998,87 1 .047 .457,89 0,00 0,00 0,00 -77 .998,87 1 .047 .457,89 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1 .047 .457,89 77 .998,87 0,00 100,00
3 . . . Allgemeine .und .Zentrale .
 . Betrieb
9 .589,95 0,00 0,00 0,00 0,00 -9 .589,95 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 9 .589,95 0,00 100,00
Summe 172 .042,64 1 .409 .466,58 0,00 0,00 0,00 -87 .588,82 1 .493 .920,40 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1 .493 .920,40 172 .042,64 0,00 100,00
Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 25 
Saubere Lösung

26 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
Saubere Lösung
[Anlage 2]
Gewinn- und Verlustrechnung nach Betriebszweigen für
das Wirtschaftsjahr vom 1 . Januar bis 31 . Dezember 2015
Gesamt
EUR
Allg . Bereich
EUR
Stadtreinigung
EUR
Abfallwirtschaft
EUR
1 . Umsatzerlöse 50 .514 .990,58 3 .249 .312,18 7 .020 .605,08 40 .245 .073,32
2 . Erhöhung (Vorjahr Verminderung) des Bestands 
 an fertigen Erzeugnissen
8 .051,15 0,00 238,65 7 .812,50
3 . Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4 . Sonstige betriebliche Erträge 3 .387 .287,38 538 .290,64 30 .767,35 2 .818 .229,39
 . davon .Inanspruchnahme .der
 . Rückstellungen .aus .Gebührenüberschüssen
 . 2015: .34 .376,14 .€ .[2014: .2 .682 .416,19 .€]
5 . Materialaufwand 19 .389 .258,71 931 .120,35 1 .484 .817,35 16 .973 .321,01
 . a] .Aufwendungen .für .Roh-, .Hilfs- .und .
 .  . . . . .Betriebsstoffe .und .für .bezogene .Waren .
[508 .123,71] [665 .401,84] [3 .229 .767,17]
 . b] .Aufwendungen .für .bezogene .Leistungen [422 .996,64] [819 .415,51] [13 .743 .553,84]
6 . Personalaufwand 18 .551 .657,88 4 .572 .482,44 3 .063 .368,87 10 .915 .806,57
 . a] .Löhne .und .Gehälter [3 .247 .178,91] [2 .367 .718,66] [8 .461 .418,97]
 . b] .Soziale .Abgaben .und .Aufwendungen .für
 .  . . . . .Altersversorgung .und .für .Unterstützung
 .  . . . . .davon .für .Altersversorgung: .1 .545 .588,01 .€
[1 .325 .303,53] [695 .650,21] [2 .454 .387,60]
7 . Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen-
 stände des Anlagevermögens und Sachanlagen 
5 .745 .592,24 790 .107,77 730 .437,58 4 .225 .046,89
8 . Sonstige betriebliche Aufwendungen 5 .238 .010,83 2 .986 .512,28 19 .567,47 2 .231 .931,08
9 . Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 99 .342,32 99 .342,32 0,00 0,00
10 . Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2 .674 .290,23 2 .865,00 10,10 2 .671 .415,13
 . . davon .Aufwendungen .aus .der .Aufzinsung .
 . . 2015: .2 .674 .256,55 .€
Verrechnung des allgemeinen Bereichs -5 .133 .299,10 1 .620 .530,61 3 .512 .768,49
                              . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
11 . Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2 .410 .861,54 -262 .843,60 132 .879,10 2 .540 .826,04
12 . Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 13 .567,66 13 .567,66 0,00 0,00
13 . Sonstige Steuern         53 .917,84  . . . . . . . . .1 .702,16  . . . . . . . . . .1 .229,00  . . . . . . .50 .986,68
14 . Jahresüberschuss 2 .343 .376,04 -278 .113,42 131 .650,10 2 .489 .839,36
Nachrichtlich:
Behandlung .des .Jahresüberschusses .
a) . zur .Einstellung .in .die .allgemeine .Rücklage 1 .137 .898,15
b) . zur .Zuführung .in .den .allgemeinen .Haushalt 1 .193 .695,10
c) . zur .Zuführung .(Vorjahr .Zuführung) .zum .Sonderposten .Photovoltaik-Überschüsse . 23 .209,33
d) . zur .Entnahme .(Vorjahr .Zuführung) .zum .Sonderposten .Überschüsse .AWM-Dienstleistungen . -11 .426,54

Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 27 
Lagebericht
Vorbemerkung
Der .Lagebericht .der .Abfallwirtschaftsbetriebe .Münster .(AWM) .ist .unter .Beachtung .der .deutschen .handelsrechtlichen .
Vorschriften .und .nach .den .Vorschriften .der .EigVO .NRW .aufgestellt .worden . .Hinsichtlich .des .Inhalts .und .seiner .Struktur .
orientiert .sich .der .Lagebericht .an .den .Vorgaben .des .§ .289 .HGB, .des .§ .25 .Abs . .2 .EigVO .NRW .sowie .des .Deutschen .Rech-
nungslegungsstandards .(DRS) .Nr . .20 . .
I . Grundlagen des Unternehmens
Die .Abfallwirtschaftsbetriebe .Münster .sind .seit .1996 .eine .eigenbetriebsähnliche .Einrichtung .der .Stadt .Münster .ent-
sprechend .den .Vorschriften .der .Gemeindeordnung .für .das .Land .Nordrhein-Westfalen . .Sie .werden .gemäß .der .Eigen-
betriebsverordnung .sowie .nach .den .Bestimmungen .der .Betriebssatzung .für .die .Abfallwirtschaftsbetriebe .Münster .
geführt . .Dem .Eigenbetrieb .einschließlich .etwaiger .Hilfs- .und .Nebenbetriebe .obliegen .die .Stadtreinigung .und .Abfall-
wirtschaft .(Sammlung, .Transport, .Verwertung .und .Entsorgung .von .Abfällen .im .Sinne .des .Kreislaufwirtschafts- .und .
Abfallgesetzes, .Aufstellung .und .Umsetzung .des .kommunalen .Abfallwirtschaftskonzepts) .im .gesamten .Stadtgebiet .
Der .Eigenbetrieb .orientiert .sich .umfassend .an .den .vom .Rat .der .Stadt .Münster .beschlossenen .ökologischen .Zielsetzun-
gen .der .Abfallwirtschaft .sowie .gleichermaßen .an .den .Belangen .der .Nutzer/Gebührenzahler .im .Hinblick .auf .die .Gestal-
tung .der .Kosten-Nutzen-Relation .des .Leistungsangebots . .Diese .Aufgabe .konnte .auch .im .Jahr .2015 .erfolgreich .erfüllt .
werden .
Zur .Dokumentation .der .Unternehmensziele .und .zur .betrieblichen .Steuerung .setzen .die .AWM .ein .Balanced .Scorecard .
System .(BSC) .ein, .das .die .betrieblichen .Einzelziele .der .zertifizierten .betrieblichen .Managementsysteme .(ISO .9001:2008 .
Qualitäts-, .ISO .14001:2009 .Umwelt- .und .OHSAS .18001:2007 .Arbeitsschutzmanagement) .kennzahlengestützt .zusam-
menführt .
Die .Kernziele .der .AWM .bestehen .in .der .Erbringung .ökologisch .wie .qualitativ .hochwertiger .Dienstleistungen .für .die .
hoheitlichen .Aufgaben .Abfallentsorgung .und .Stadtreinigung/Winterdienst .sowie .marktorientierter .Dienstleistungen .
für .gewerbliche .Kunden .
Wesentliche .längerfristige .Verträge .bestehen .mit
- . der .REMONDIS .GmbH .& .Co  . .KG, .Münster, .über .den .Betrieb .der .Mechanisch-Biologischen-Restabfallbehandlungs-
anlage .(MBRA) . .Der .Grundvertrag .wurde .am .22 . .Dezember .2000 .abgeschlossen . .Die .Laufzeit  .des .Vertrags .betrug .
zehn .Jahre .nach .endgültiger .Abnahme .der .Anlage .und .endete .vertragsgemäß .am .31 . .Mai .2015;
- . der .Stadtwerke .Münster .GmbH, .Münster, .über .die .allgemeine .Stromlieferung . .Die .Verträge .über .die .allgemeine .
Stromlieferung .für .das .Entsorgungszentrum .sowie .die .sonstigen .Stromlieferverträge .wurden .bis .zum .31 . .Dezember .
2016 .verlängert;
- . der .Stadtwerke .Münster .GmbH, .Münster, .über .den .Bau .und .Betrieb .der .Bioabfallvergärungsanlage . .Der .Vertrag .läuft .
vom .14 . .Juni .1996 .bis .zum .31 . .Dezember .2016;
Saubere Lösung

28 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
- . der .Stadtwerke .Münster .Netzgesellschaft .mbH, .Münster, .über .die .Energieeinspeisung .aus .der .Photovoltaikanlage;
- . der .Stadtwerke .Münster .GmbH, .Münster, .über .ein .Genussrecht .an .der .Photovoltaikanlage .auf .der .ZDM .II .in .Münster-
Coerde . .Die .Laufzeit .des .Genussrechts .endet .am .31 . .Dezember .2030;
- . .der .REMONDIS .GmbH .& .Co . .KG, .Bochum, .über .die .Übernahme .und .Vermarktung .von .Altpapier .mit .einer .Laufzeit .vom .
1 . .Januar .2014 .bis .31 . .Dezember .2014 . .Der .Vertrag .wurde .bis .zum .31 . .Dezember .2016 .verlängert;
- . der .Stadtwerke .Münster .GmbH, .Münster, .wurde .ein .Betriebsführungsvertrag .über .die .Betriebsführung .des .Blockheiz-
kraftwerks .(BHKW) .mit .einer .Laufzeit .vom .1 . .Juli .2015 .bis .zum .31 . .Dezember .2020 .abgeschlossen .
II . Wirtschaftsbericht
1 . Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen
Novellierung Verpackungsverordnung:
Die .Abfall- .und .Wertstoffwirtschaft .ist .weiterhin .anhaltend .geprägt .durch .kontroverse .Diskussionen .um .eine .Neuge-
staltung .der .Verpackungsverordnung .sowie .die .Ausgestaltung .eines .evtl . .neuen .Wertstoffgesetzes .
Am .13 . .November .2015 .legte .das .Bundesministerium .für .Umwelt, .Naturschutz, .Bau .und .Reaktorsicherheit .(BMUB) .
endlich .den .lange .erwarteten .Arbeitsentwurf .für .ein .Wertstoffgesetz .vor .
Der .nunmehr .seitens .des .BMUB .vorgelegte .Arbeitsentwurf .eines .Wertstoffgesetzes .fällt .selbst .hinter .die .unzureichen-
den .Eckpunkte .der .Regierungskoalition .zurück .und .verschlechtert .absehbar .die .Rechtspositionen .und .Gestaltungsmög-
lichkeiten .der .Kommunen .massiv . .Selbst .dort, .wo .den .Kommunen .in .den .Eckpunkten .noch .bestimmte .Einflussmöglich-
keiten .zugebilligt .wurden, .stärkt .der .Arbeitsentwurf .einseitig .die .Position .der .dualen .Systeme . .Im .Ergebnis .läuft .der .
Arbeitsentwurf .auf .eine .vollständige .Privatisierung .der .Wertstoffentsorgung .und .damit .auf .eine .weitere .Zurückdrän-
gung .der .Kommunen .aus .der .Hausmüllentsorgung .hinaus .
Der .Arbeitsentwurf .kann .daher .keine .Basis .für .ein .Gesetzgebungsverfahren .sein . .Entsprechend .wurde .(und .wird) .der .
Arbeitsentwurf .sowohl .von .den .drei .kommunalen .Spitzenverbänden .als .auch .vom .Verband .kommunaler .Unternehmen .
abgelehnt .
Nachfolgend .werden .die .wesentlichen .Kritikpunkte .der .Verbände .am .Entwurf .benannt, .da .sie .mittelfristig .unmittelba-
ren .Einfluss .auf .das .Kerngeschäft .der .AWM .haben .können .
1 . Der Arbeitsentwurf betreibt die vollständige Privatisierung der Wertstoffentsorgung
Mit .dem .Arbeitsentwurf .werden .Sammlung, .Sortierung .und .Verwertung .von .Verpackungen .und .stoffgleichen .Nichtver-
packungen .vollständig .den .Systembetreibern .übertragen, .die .Kommunen .erhalten .lediglich .einige .wenige .und .zudem .
rechtlich .kaum .durchsetzbare .Gestaltungsmöglichkeiten .bei .der .Sammlung . .Ein .fairer .Interessenausgleich .zwischen .
Privatwirtschaft .und .kommunaler .Entsorgungswirtschaft .bei .der .zukünftigen .Ausgestaltung .der .Wertstoffentsorgung .
wird .damit .grundlegend .verfehlt .
2 . Unscharfe Definition der stoffgleichen Nichtverpackungen und Setzung von Fehlanreizen
Aufgrund .der .sehr .schwammigen .Definition .der .stoffgleichen .Nichtverpackungen .(überwiegend .aus .Kunststoffen .oder .
Saubere Lösung

Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 29 
Metallen .oder .beiden .Materialien, .typischerweise .Anfall .beim .privaten .Endverbraucher, .nicht .schwerer .als .5 .kg, .geeig-
net .zur .Erfassung .in .einem .240-Liter-Standardsammelbehältnis) .lässt .sich .zum .einen .der .tatsächliche .Umfang .des .Ein-
griffs .in .die .kommunale .Entsorgungsverantwortung .durch .die .Ausweitung .der .Lizenzierungspflicht .kaum .abschätzen . .
Zum .anderen .ist .diese .Definition .viel .zu .unbestimmt, .um .hieran .weitreichende .Rechtspflichten .der .Inverkehrbringer .
knüpfen .zu .können, .wie .dies .im .Entwurf .geschieht . .Schließlich .impliziert .diese .Definition .offenkundig .Fehlanreize .in .
Richtung .der .Hersteller . .Zugespitzt .formuliert: .Je .größer .und .schwerer .ein .Erzeugnis, .desto .weniger .Produktverantwor-
tung .
3 . Keine wirksame Ausgestaltung der Produktverantwortung
Auch .weitere .Regelungen, .die .der .Umsetzung .der .Produktverantwortung .dienen .sollen, .entpuppen .sich .bei .näherer .
Betrachtung .als .nicht .ausreichend .definiert . .Die .allgemeinen .ökologischen .Anforderungen .nach .§ .4 .beziehen .sich .nur .
auf .Verpackungen, .nicht .auf .stoffgleiche .Nichtverpackungen, .werden .nicht .weiter .operationalisiert .und .ihre .Verletzung .
wird .auch .nicht .sanktioniert .
Die .Verpflichtung .der .Systeme .nach .§ .21, .bei .der .Lizenzentgeltbemessung .Anreize .zur .Förderung .der .werkstofflichen .
Verwertbarkeit .zu .setzen, .bleibt .ein .reiner .Appell, .da .lediglich .der .Zentralen .Stelle .über .die .Umsetzung .zu .berichten .ist . .
Die .Vorgabe .aus .dem .Eckpunktepapier .vom .12 . .Juni .2015, .dass .die .Lizenzentgelte .die .Recycling-Fähigkeit .von .Verpa-
ckungen .und .Produkten .berücksichtigen .sollen, .wird .damit .nicht .umgesetzt .
4 . Mengenvorgaben bedeuten das Aus für Wertstoffhofsysteme
Die .Sammelmengenvorgaben .in .§ .15 .Abs . .2 .(25 .kg/E/a .ab .Inkrafttreten, .30 .kg/E/a .ab .01 . .Januar .2020) .sind .allein .mit .
Wertstoffhofsystemen .nicht .zu .erreichen . .Die .Berechtigung .der .öffentlich-rechtlichen .Entsorgungsträger .nach .§ .22  .
Abs . .3, .ein .Bringsystem .mittels .Wertstoffhöfen .vorzugeben, .ist .damit .bloße .Makulatur .
5 . Keine belastbaren Gestaltungsrechte für die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger
Nach .dem .Eckpunktepapier .der .Regierungskoalition .sollten .die .Einflussmöglichkeiten .der .öffentlich-rechtlichen .Ent-
sorgungsträger .(örE) .wesentlich .gestärkt .werden . .So .sollten .die .örE .insbesondere .die .Möglichkeit .erhalten, .bestimmte .
Vorgaben .bereits .vorab .festzulegen .und .damit .den .Rahmen .für .die .Abstimmungsvereinbarung .einseitig .vorzugeben .
Im .Arbeitsentwurf .ist .nunmehr .lediglich .vorgesehen, .dass .der .öffentlich-rechtliche .Entsorgungsträger .für .die .durch-
zuführende .Wertstoffsammlung .lediglich .dann .verbindliche .Vorgaben .für .einzelne .Aspekte .festlegen .kann, .soweit .sie .
erforderlich .sind, .um .eine .Beeinträchtigung .der .öffentlich-rechtlichen .Sammelstruktur .zur .Erfassung .von .Abfällen .aus .
privaten .Haushaltungen .durch .die .Wertstoffsammlung .zu .vermeiden, .und .soweit .deren .Befolgung .den .Systemen .bei .
der .Erfüllung .ihrer .Pflichten .nach .diesem .Gesetz .technisch .möglich .und .wirtschaftlich .zumutbar .ist .
Mit .diesem .Erforderlichkeitsvorbehalt .wird .Sinn .und .Zweck .der .kommunalen .Gestaltungsrechte .grundlegend .verfehlt . .
Diese .sollen .nicht .dazu .dienen, .Beeinträchtigungen .der .öffentlich-rechtlichen .Sammelstruktur .abzuwenden, .sondern .
u . a . .dazu, .die .Wertstofferfassung .an .den .Servicewünschen .der .Bürgerinnen .und .Bürger .und .an .stadtgestalterischen .
Belangen .auszurichten . .Mit .der .jetzigen .Formulierung .in .§ .22 .Abs . .2 .können .diese .öffentlichen .Interessen .von .den .Kom-
munen .weiterhin .nicht .gegenüber .den .Systemen .durchgesetzt .werden . .
Damit .macht .der .Entwurf .einmal .mehr .offenkundig, .dass .ohne .eine .kommunale .Organisationsverantwortung .für .die .
Sammlung .eine .wirksame .kommunale .Gestaltungshoheit .über .das .Sammelsystem .nicht .umsetzbar .ist .
6 . Herausgabeanspruch der Systembetreiber für PPK 
Als .Affront .gegenüber .der .kommunalen .Entsorgungswirtschaft .muss .der .Herausgabeanspruch .der .Systembetreiber .
Saubere Lösung

30 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
für .PPK-Verpackungen .nach .§ .22 .Abs . .5 .S . .6 .gewertet .werden . .Seit .Jahren .versuchen .die .Systembetreiber, .Herausgabe-
ansprüche .aus .Eigentum .für .PPK-Verpackungen .gegenüber .den .örE .gerichtlich .geltend .zu .machen, .sind .hiermit .jedoch .
stets .gescheitert .(s . .LG .Ravensburg .v . .30 .01 .2014 .– .4 .O .260/12, .LG .Hildesheim .v . .29 .08 .2014 .– .4 .O .247/13, .OLG .Stuttgart .
v . .28 .10 .2014 .– .12 .U .28/14) . .Inzwischen .ist .hierzu .auch .ein .Revisionsverfahren .vor .dem .Bundesgerichtshof .anhängig .
Anstatt .das .klare .Votum .der .Zivilgerichte .– .Eigentümer .der .Papierabfälle .ist .derjenige, .der .sie .sammelt .– .zu .respektie-
ren, .stellt .das .BMUB .diese .Rechtsprechung .auf .den .Kopf .und .verschafft .den .Systembetreibern .nunmehr .einen .eigenen .
Anspruch .auf .Herausgabe .der .vom .örE .gesammelten .Papierverpackungen . .Damit  .macht .sich .das .BMUB .zum .Erfül-
lungsgehilfen .der .Systembetreiber .und .verschiebt .die .Zugriffsrechte .auf .die .Wertstoffe .aus .privaten .Haushalten .weiter .
zulasten .der .Kommunen .auf .die .Systembetreiber .
7 . Zugesagtes kommunales Durchgriffsrecht schrumpft zu einem folgelosen „Rügerecht“
Im .Eckpunktepapier .vom .Juni .2015 .wurde .den .Kommunen .die .Befugnis .zugesichert, .diese .könnten .im .Rahmen .der  .
Abstimmung .mit .den .dualen .Systemen .eine .vertragliche .Durchgriffsmöglichkeit .auf .das .vor .Ort .tätige .Entsorgungsun-
ternehmen .vereinbaren .
Davon .findet .sich .im .Gesetzentwurf .nichts .mehr .wieder . .Stattdessen .heißt .es .nunmehr .in .§ .22 .Abs . .7 .S . .2: .Ein .öffent-
lich-rechtlicher .Entsorgungsträger .kann .von .den .Systemen .verlangen, .dass .ihm .die .Befugnis .eingeräumt .wird, .den .mit .
der .Durchführung .der .Sammlung .werthaltiger .Abfälle .zu .beauftragenden .Entsorgungsdienstleister .im .Fall .der .Nicht- .
oder .Schlechtleistung .zu .rügen . .Die .Vereinbarung .eines .„Rügerechts“ .anstelle .eines .Durchgriffsrechts .ist .wertlos .und .
überflüssig, .da .der .örE .auch .heute .schon .Rügen .aussprechen .kann . .Ein .Rügerecht .ohne .rechtliche .Konsequenz .für .den .
Entsorger .ersetzt .kein .Durchgriffsrecht .der .Kommune .auf .den .Entsorger, .der .Regelungsauftrag .aus .dem .Eckpunktepa-
pier .wird .auch .hier .deutlich .verfehlt .
8 . Kommunale Vorgaben werden nicht zur Ausschreibungsgrundlage
In .den .Eckpunkten .des .BMUB .und .den .Berichterstattern .der .Regierungsfraktionen .wird .formuliert, .dass .im .Rahmen .der .
Ausschreibung .der .Erfassungsdienstleistungen .die .verbindlichen .Vorgaben .der .Kommunen .in .den .Vergabebedingungen .
festzuschreiben .wären . .In .der .entsprechenden .Regelung .des .§ .23 .zur .Ausschreibung .von .Sammelleistungen .findet .sich .
aber .nichts .dazu, .wie .die .– .nur .noch .sehr .rudimentären .– .Vorgaben .des .örE .in .die .Leistungsbeschreibung .für .die .Erfas-
sungsleistung .Eingang .finden . .Insofern .erlangen .die .kommunalen .Vorgaben .offensichtlich .keinerlei .rechtliche .Verbind-
lichkeit .für .den .beauftragten .Entsorger .
9 . Keine Anwendung des öffentlichen Vergaberechts auf die Systembetreiber
Gemäß .dem .Eckpunktepapier .sollte .in .einem .Wertstoffgesetz .allgemeinverbindlich .geregelt .werden, .dass .die .dualen .
Systeme .die .Erfassungsdienstleistungen .nach .den .Vorgaben .des .Vergaberechts .(VOL) .öffentlich .ausschreiben .müssen, .
um .einen .fairen .Wettbewerb .um .die .Erfassungsdienstleistungen .sicherzustellen . .Dies .wird .im .Arbeitsentwurf .nicht .
umgesetzt . .
Nach .§ .23 .haben .die .Systeme .lediglich .die .Sammelleistungen .für .die .einzelnen .Vertragsgebiete .im .Wettbewerb .diskri-
minierungsfrei .im .Wege .eines .transparenten .Ausschreibungsverfahrens .über .eine .elektronische .Ausschreibungsplatt-
form .auszuschreiben . .Offensichtlich .hat .das .BMUB .keinen .Weg .gefunden, .das .öffentliche .Vergaberecht .auf .die .privaten .
Systembetreiber .anzuwenden, .womit .sich .ein .grundlegender .Nachteil .gegenüber .einer .kommunalen .Organisationsver-
antwortung .bestätigt .
Saubere Lösung

Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 31 
Besonders .gravierend .ist .der .Verzicht .auf .das .öffentliche .Vergaberecht .beim .Rechtsschutz .für .die .Bieter, .der .sich .nach .
dem .Arbeitsentwurf .auf .ein .Schiedsgerichtsverfahren .beschränkt, .dessen .Einzelheiten .zudem .auch .noch .von .den .Sys-
tembetreibern .selbst .festgelegt .werden .sollen .
10 . Verwehrung des Zugangs zu den Verwaltungsgerichten
Gemäß .§ .27 .Abs . .1 .haben .bei .Uneinigkeit .eines .öffentlich-rechtlichen .Entsorgungsträgers .und .eines .Systems .in .Fragen .
der .Abstimmung .nach .§ .22 .diese .vor .einer .Auseinandersetzung .in .einem .verwaltungsgerichtlichen .Verfahren .ein .
Schlichtungsverfahren .bei .der .von .der .Zentralen .Stelle .eingerichteten .Schiedsstelle .durchzuführen .
Den .örE .wird .damit .im .Ergebnis .der .Zugang .zur .Verwaltungsgerichtsbarkeit .abgeschnitten . .Damit .rundet .sich .das .Bild .
des .Arbeitsentwurfs .ab: .Den .örE .werden .– .abgesehen .von .der .fehlenden .Sammelzuständigkeit .– .keine .einklagbaren .
Gestaltungsrechte .gegenüber .der .Systembetreibern .eingeräumt, .sondern .lediglich .rudimentäre .Mitspracherechte .zu .
Einzelaspekten .ohne .rechtliche .Durchsetzbarkeit . .Damit .ist .die .Rechtsposition .der .örE .im .Arbeitsentwurf .noch .schwä-
cher .ausgeprägt .als .in .der .geltenden .Verpackungsverordnung, .die .immerhin .den .örE .nicht .das .Recht .abspricht, .im .Falle .
eines .Konflikts .mit .den .Systembetreibern .die .Verwaltungsgerichtsbarkeit .anzurufen .
Aufgrund .der .fehlenden .Verankerung .einer .kommunalen .Sammelverantwortung .mit .Standardkostenvergütung, .
unzureichender .ökologischer .Steuerungsanreize .gegenüber .den .Inverkehrbringern .von .Verpackungen .und .einer .noch-
maligen .Verschlechterung .der .kommunalen .Gestaltungsrechte .gegenüber .dem .Eckpunktepapier .vom .Juni .2015 .weist .
der .Verband .kommunaler .Unternehmen .e . .V . .(VKU) .den .Arbeitsentwurf .des .BMUB .für .ein .Wertstoffgesetz .entschieden .
zurück .
Der .Betriebsleiter .der .AWM .verfolgt .daher .in .seiner .Funktion .als .Vizepräsident .des .VKU .auch .weiterhin, .dass .eine .nach-
haltige .und .ressourceneffiziente .Wertstoffwirtschaft .nur .mit .und .nicht .gegen .die .öffentlich-rechtlichen .Entsorgungs-
träger .und .die .kommunale .Entsorgungswirtschaft .erreicht .werden .kann .
Eine .maßgebliche .Unterstützung .dieser .Position .erfolgte .in .diesem .Jahr .durch .den .Bundesrat, .der .am .29 . .Januar .2016 .
die .Entschließung .der .Länder .Baden-Württemberg, .Nordrhein-Westfalen, .Schleswig-Holstein, .Bremen .und .Niedersach-
sen .für .ein .ökologisches .und .bürgernahes .Wertstoffgesetz .(Länderkompromissmodell) .angenommen .hat .
Während .hinsichtlich .der .ökologischen .Ausrichtung .für .ein .Wertstoffgesetz .im .Wesentlichen .große .Übereinstimmung .
mit .den .Vorstellungen .des .Bundes .besteht, .haben .die .Länder .in .ihrer .Entschließung .eindrucksvoll .insbesondere .die .Rolle .
der .Kommunen .bei .der .Aufgabenzuweisung .im .Rahmen .eines .Wertstoffgesetzes .unterstrichen .
2 . Geschäftsverlauf
2 .1 Straßenreinigung
Grundlage .für .die .Durchführung .der .Straßenreinigung .ist  .das .Straßenreinigungsgesetz .– .Str-ReinG .NRW .vom  .
18 .12 .1975 .und .die .dazu .erlassene .Straßenreinigungssatzung .der .Stadt  .Münster .in .der .jeweils .gültigen .Fassung  . .
Hieraus .ergibt  .sich .der .Umfang .der .Straßenreinigung  . .Die .Abfallwirtschaftsbetriebe .haben .nach .den .gesetzlichen  .
Vorgaben .die .Reinigung .und .die . Winterwartung .auf .öffentlichen . Verkehrsflächen, . Wegen .und .öffentlichen .Plätzen  .
innerhalb .der .geschlossenen .Ortslage .durchzuführen .
Die .Straßenreinigungsgebühren .bleiben .gemäß .der .Gebührenkalkulation .für .das .Jahr .2015 .unverändert  .
Saubere Lösung

32 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
Die .Kosten .der .Straßenreinigung .werden .über .Straßenreinigungsgebühren .in .Höhe .von .4 .425 . TEUR, .innerbetrieb -
lichen .Verrechnungen .von .452 . TEUR .und .sonstige .Erträge .in .Höhe .von .24 . TEUR .finanziert  . .Der .Restbetrag .in .Höhe  .
von .1 .106 . TEUR, .der .das .öffentliche .Interesse .an .der .Stadtsauberkeit  .widerspiegelt, .wird .durch .den .allgemeinen  .
Haushalt  .getragen . .Der .Stadtanteil .beträgt  .20 .Prozent  .der .um .die .sonstigen .Erlöse .bereinigten .Gesamtkosten .
Der .Winterdienst  .wird .durch .den .städtischen .Haushalt  .mit .1 .800 .TEUR .und .durch .Kostenbeteiligungen .der .Stadt -
werke .in .Höhe .von .200 . TEUR .finanziert  .
Im .Vergleich .zum . Vorjahr .haben .sich .bzgl . .der .Kehrkilometerleistung .keine .wesentlichen . Veränderungen .ergeben .
2 .2 Abfallwirtschaft
Insgesamt .bewegt .sich .die .kommunale .Abfallwirtschaft  .weiterhin .in .einem .angespannten . Wettbewerbsverhältnis  .
mit .der .privaten .Entsorgungswirtschaft . .Insbesondere .die .wirtschaftlich .unsichere .Situation .mit .den .Dualen .Systemen .
bezüglich .der .Umsetzung .der .Verpackungsentsorgung .führte .im .abgelaufenen .Jahr .auch .für .die .AWM .zu .praktischen .
Beeinträchtigungen .
Die .AWM .erfüllen .für .das .Gebiet .der .Stadt .Münster .die .Aufgaben .des .öffentlich-rechtlichen .Entsorgungsträgers .im .
Sinne .des .Kreislaufwirtschaftsgesetzes .(KrWG) . .Die .Sicherstellung .einer .geordneten .Abfallwirtschaft  .bildet  .die .
Grundlage .für .eine .langfristige .Entsorgungssicherheit .in .der .Stadt .Münster . .Neben .den .gesetzlichen .Vorgaben .von .
KrWG .und .Landesabfallgesetz .wurde .zur .Entwicklung .und .Umsetzung .der .kommunalen .abfallwirtschaftlichen .Ziele .
bereits .1986 .ein .Abfallwirtschaftskonzept  .(AWK) .erarbeitet  . .Das .AWK .wird .regelmäßig, .in .der .Regel .für .fünf .Jahre,  .
fortgeschrieben . .Die .nächste .Fortschreibung .erfolgt .im .1 . .Halbjahr .2016 .
Die .Restabfall- .und .Bioabfallgebühren .blieben .gemäß .der .Gebührenkalkulation .bei .den .Sätzen .des .Vorjahres . .Die .Kosten .
der .Hausmüllsammlung .werden .über .Grundgebühren .in .Höhe .von .6 .030 . TEUR, .über .Leistungsgebühren .in .Höhe .von  .
19 .965 .TEUR, .durch .Auflösungen .aus .der .Rückstellung .Gebührenüberschüsse .in .Höhe .von .3 .584 .TEUR .und .durch .sonsti-
ge .Erträge .in .Höhe .von .1 .468 .TEUR .gedeckt .
Die .Kosten .der .Bioabfallsammlung .werden .über .Leistungsgebühren .in .Höhe .von .7 .678 .TEUR .sowie .aus .104 .TEUR .sonsti-
gen .Gebühren .bzw . .Erträgen .für .den .Tausch .von .Behältern, .Biofilterdeckeln, .den .Einsatz .von .Schwerkraftschlössern .und .
Verkaufserlösen .„Grünabfallsack“ .getragen .
Folgende .Ereignisse .prägten .das .abgelaufene .Wirtschaftsjahr .besonders:
Um .eine .Optimierung .der .in .Münster .umgesetzten .abfallwirtschaftlichen .Maßnahmen .zu .erreichen, .haben .die .AWM .
für .die .anstehende .Fortschreibung .des .Abfallwirtschaftskonzeptes .frühzeitig .erste .Maßnahmen .veranlasst . .Dies .insbe-
sondere .auch .vor .dem .Hintergrund, .dass .bestehende .Verträge .mit .den .Betreibern .Stadtwerke .Münster .GmbH, .Münster, .
und .REMONDIS .GmbH .& .Co . .KG, .Münster, .für .die .Behandlung .der .Bio- .und .Restabfälle .in .den .Jahren .2015 .und .2016 .
auslaufen . .
Die .REMONDIS .GmbH .& .Co . .KG .hat .bis .zum .31 .05 .2015 .die .Mechanisch-Biologische-Restabfallbehandlungsanlage .
(MBRA) .betrieben . .Mit .Vorlage .V/0962/2014 .hat .der .Rat .am .11 .02 .2015 .die .AWM .beauftragt, .den .Betrieb .der .MBRA .
zum .01 .06 .2015 .zu .übernehmen . .Dieser .Betriebsübergang .wurde .zum .01 .06 .2015 .erfolgreich .durchgeführt .und .führte .
neben .der .Übertragung .der .technischen .Anlage .selbst, .auch .zu .einer .Übernahme .der .auf .der .Anlage .beschäftigten .Mit-
arbeiter . .Hierbei .handelt .es .sich .um .einen .Betriebsübergang .gem . .§ .613 .a .BGB . .Zum .Zeitpunkt .der .Übernahme .waren .
Saubere Lösung

Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 33 
17 .Mitarbeiter .in .Vollzeit .und .6 .Mitarbeiter .auf .450 .EUR .Basis .bei .der .Fa . .REMONDIS .auf .der .Anlage .beschäftigt  .und .
waren .entsprechend .zu .übernehmen .
Die .17 .von .den .AWM .übernommenen .Mitarbeiter .werden .weiterhin .im .2-Schichtbetrieb .eingesetzt . .Zurzeit .werden .für .
den .Betrieb .der .mechanischen .Stufe .12 .und .für .die .biologische .Stufe .5 .Mitarbeiter .benötigt . .Die .Mitarbeiter .der .biolo-
gischen .Stufe .wurden .bis .Januar .2016 .weiterhin .zur .Sicherstellung .des .genehmigungskonformen .Betriebes .der .Anlage .
eingesetzt .
Besondere .Vorkommnisse .oder .Havarien .waren .seit .Übergang .auf .die .AWM .nicht .zu .verzeichnen . .Entsprechendes .wur-
de .von .der .Bezirksregierung .Münster .im .Rahmen .einer .Umweltinspektion .testiert . .Die .Umweltinspektion .wurde .gemäß .
der .Richtlinie .über .Industrieemissionen .am .15 .12 .2015 .durchgeführt . .Bei .der .Überwachung .wurden .keine .Mängel .und .
ein .genehmigungskonformer .Betrieb .der .Anlage .festgestellt . .
Der .Eigenbetrieb .der .Anlage .führte .gegenüber .dem .Planansatz .zu .erheblichen .Einsparungen .
Neben .der .Aufbereitung .von .ca . .60 .000 .t/a .Restabfällen .(Hausmüll, .Sperrgut .und .Gewerbeabfall) .aus .dem .Stadtgebiet .
der .Stadt .Münster .sollen .ab .dem .01 .01 .2017 .zusätzlich .ca . .40 .000 .t/a .Bio- .und .Grünabfälle .in .der .Anlage .(ehemalige .
MBRA .MS) .angenommen .und .behandelt .werden .
Für .die .Umsetzung .des .neuen .Behandlungskonzeptes .sind .umfassende .Anpassungen .im .Bestand .der .bestehenden .
MBRA .Münster .erforderlich . .So .werden .zukünftig .die .Behandlungsschritte .mechanische .und .biologische .Behandlung .
von .Restabfällen .voneinander .getrennt, .so .dass .neben .der .Aufbereitung .des .Restabfalls .in .der .mechanischen .Stufe .
ab .dem .01 .01 .2017 .zusätzlich .Bio- .und .Grünabfälle .in .dem .biologischen .T eil .der .ehemaligen .MBRA .MS .behandelt .
werden .können . .Der .Rat .hat .diesem .Umbau .in .seiner .Sitzung .am .11 .02 .2015 .ebenfalls .bereits .zugestimmt .(Vorlage .
V/0962/2014: .Ziff . .3 .des .Beschlussvorschlages .i . .V . .m . .Ziff . .4 .auf .Seite .6 .der .Begründung) .
Das .neue .Blockheizkraftwerk .(BHKW) .wurde .am .01 .12 .2014 .mit .der .Ersteinspeisung .von .Strom .ins .öffentliche .Netz .in .
Betrieb .genommen . .Da .noch .Restarbeiten .an .der .gesamten .Automatisierungs- .und .Steuerungstechnik .vorzunehmen .
waren, .konnte .der .Volllastbetrieb .erst .im .April .2015 .aufgenommen .werden .
Die .geplanten .Eigenstromversorgungen .der .Sickerwasserreinigungsanlage, .der .Deponie .sowie .der .Hauptkläranlage .
konnten .im .März/April .2015 .aufgenommen .werden . .Im .Dezember .2015 .wurde .auch .die .MBRA .an .die .Eigenstromver-
sorgung .angeschlossen .
Im .Berichtszeitraum .wurden .rd . .5,5 .Mio  . .cbm .Gas .energetisch .verwertet  . .Die .Bruttostromerzeugung .betrug .rd . .
11,2 .Mio . .kWh . .Davon .wurden .rd . .5,0 .Mio  . .kWh .ins .öffentliche .Netz .eingespeist  .und .rd . .6,2 .Mio  . .kWh .für .die .Eigen-
stromversorgung .der .städtischen .Entsorgungsanlagen .verwendet .
Die .erzeugte .Wärmemenge .von .rd . .6 .400 .MWh .wurde .zur .Wärmeversorgung .der .Bioabfallvergärungsanlage .und .der .
Hauptkläranlage .genutzt .
Saubere Lösung

3 . Wirtschaftliche Lage 
3 .1 Ertragslage
Das .Wirtschaftsjahr .2015 .schließt  .mit .einem .Jahresüberschuss .von .2 .343 . TEUR .(VJ .3 .047 .TEUR) .und .bewegt  .sich .in .
Höhe .von .464 .TEUR .unter .dem .Planniveau .von .2 .807 .TEUR . .Dieser .verteilt .sich .im .Vergleich .zum .Vorjahr .auf .die .folgen-
den .Geschäftsbereiche:
34 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
Saubere Lösung
Jahresüberschüsse / Jahresfehlbeträge 2015
TEUR
2014
TEUR
Veränderung 
zum Vorjahr
TEUR
Veränderung 
zum Vorjahr
in Prozent
Straßenreinigung .ohne .Winterdienst 132 144 -12 -8,3
Abfallwirtschaft 2 .490 2 .212 278 12,6
Nebengeschäfte 475 439 36 8,4
Korrektur .kalk . .Verzinsung .2012 .– .2014 -865 0 -865 100,0
BGA .AWM-Dienstleistungen -11 38 -49 128,9
BGA .Photovoltaikanlage 23 8 15 187,5
Sonstige .Zinsen .und .ähnliche .Erträge . 99 206 -107 -51,9
2 .343 3 .047 -704 -23,1

Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 35 
Die .Umsatzerlöse .sind .im .Vergleich .zum .Vorjahr .um .1 .807 .TEUR .(3,45 .%) .gesunken .und .stellen .sich .wie .folgt .dar:
Die .Hausmüll-Einsammlung .erzielte .eine .Erlössteigerung .von .407 .TEUR . .Die .Umsatzerlöse .aus .der .Abfalldeponierung .
und .sonstigen .Abfallverwertung .stiegen .um .1 .857 .TEUR . .Die .Erlössteigerung .in .diesem .Bereich .ist .in .erster .Linie .auf .
die .Veräußerung .(1 .974 .TEUR) .des .im .neuen .BHKW .produzierten .Stroms .zurück .zu .führen . .Die .gesunkenen .Erlöse .aus .
der .Sammlung .von .Sonderabfall .mit .39 .TEUR .(VJ .48 .TEUR) .stehen .im .Zusammenhang .mit .den .überproportional .hö-
heren .Sonderabfallmengen .im .Juli .2014 .aufgrund .des .unvorhergesehenen .Flutereignisses . .Die .Erlöse .aus .dem .Dualen .
Systems .Deutschland .mit .1 .919 .TEUR .(VJ .1 .829 .TEUR) .konnten .in .2015 .leicht .gesteigert .werden . .Im .Bereich .der .Ab-
fallwirtschaft .kam .es .zu .einer .Überdeckung .Gebührenüberschüsse .in .Höhe .von .3 .089 .TEUR, .die .den .Verbindlichkeiten .
gegenüber .Gebührenzahler .zugeführt .wurden .und .zu .einer .Minderung .der .Umsatzerlöse .in .der .Abfallwirtschaft .führte . .
Saubere Lösung
Umsatzerlöse 2015
TEUR
2014
TEUR
Veränderung 
zum Vorjahr
TEUR
Veränderung 
zum Vorjahr
in Prozent
ABFALLWIRTSCHAFT
Hausmüll-Einsammlung 34 .684 34 .277 407 1,2
Sonstige .Umsatzerlöse .Abfallabfuhr 655 640 15 2,3
Über-/ .Unterdeckung .Gebührenüberschüsse -3 .089 1 .709 -4 .798 -280,7
Hausmüll-Deponieanlieferung 1 .016 1 .047 -31 -3,0
Sonstige .Umsatzerlöse .Abfallverwertung 5 .023 3 .135 1 .888 60,2
Sondermüll 39 48 -9 -18,8
Duales .System .Deutschland 1 .919 1 .829 90 4,9
40 .245 42 .685 -2 .440 -5,7
STADTREINIGUNG
Regelreinigung .Grundstücke 4 .457 4 .446 11 0,2
Straßenreinigung .Stadtanteil .20 % . 1 .102 1 .114 -12 -1,1
Winterdienst 1 .637 1 .197 440 36,8
Über-/ .Unterdeckung .Gebührenüberschüsse -175 -81 -94 116,0
7 .021 6 .676 345 5,2
NEBENGESCHÄFTE
Nebengeschäfte .der .Abfallwirtschaft 2 .523 2 .193 330 15,0
Nebengeschäfte .der .Straßenreinigung 233 232 1 0,4
Sonstige .Nebengeschäfte 493 536 -43 -8,0
3 .249 2 .961 288 9,7
50 .515 52 .322 -1 .807 -3,5

36 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
Diese .Überschüsse .resultieren .aus .dem .Ausgleich .der .Kostenüberdeckung .aus .Vorjahren .(Entnahme .aus .Verbindlichkei-
ten .gegenüber .Gebührenzahlern) .in .Höhe .von .2 .384 .TEUR, .der .Kostenüberdeckung .(2 .280 .TEUR), .der .periodenfremden .
Abgrenzung .zu .hoher .kalkulatorischer .Verzinsungen .aus .Vorjahre .(836 .T€) .sowie .aus .sonstigen .saldierten .Überschüssen .
aus .der .perioden- .und .betriebsfremden .Abgrenzung .(2 .357 .TEUR) .
Die .Erträge .aus .der .sonstigen .periodenfremden .Abgrenzung .resultieren .im .Wesentlichen .aus .der .Auflösung .von .Rück-
stellungen .der .ZDM .I .wegen .Nichtinanspruchnahme .von .geplanten .Nachsorgeaufwendungen .(177 .TEUR) .und .auf-
grund .einer .Betriebskostenanpassung .für .zukünftige .Perioden .(2 .166 .TEUR) . .
Im .Bereich .der .Straßenreinigung .und .dem .Winterdienst .stiegen .die .Umsatzerlöse .insgesamt .um .345 .TEUR . .Die .Um-
satzerlöse .im .Bereich .des .Winterdienstes .stiegen .aufgrund .des .im .Vergleich .zum .Vorjahr .härteren .Winters .um .440 .TEUR . .
Die .Umsatzerlöse .für .Grundstücksregelreinigung .sowie .der .städtische .Straßenreinigungsanteils .blieben .in .2015 .stabil . .
Im .Bereich .der .Straßenreinigung .ergab .sich .aus .der .saldierten .Überdeckung .Gebührenüberschüsse .eine .Minderung .der .
Umsatzerlöse .in .Höhe .von .175 .TEUR . .Diese .resultieren .aus .der .Kostenüberdeckung .(143 .TEUR), .der .periodenfremden .
Abgrenzung .zu .hoher .kalkulatorischer .Verzinsungen .aus .Vorjahre .(29 .T€) .zuzüglich .der .perioden- .und .betriebsfremden .
Abgrenzungen .(4 .TEUR) .für .das .laufende .Wirtschaftsjahr . .Die .Überdeckung .wurde .den .Verbindlichkeiten .gegenüber .
Gebührenzahlern .zugeführt .
Die .Erlöse .aus .den .Nebengeschäften .stiegen .insgesamt .um .288 .TEUR .
Die .sonstigen betrieblichen Erträge sind .in .der .Vergleichsbetrachtung .zum .Vorjahr .insgesamt .um .1 .653 .TEUR .gesunken . .
Die .Erträge .aus .der .Auflösung .von .Rückstellungen .aus .Gebührenüberschüssen .„ALT“ .sind .im .Vergleich .zum .Vorjahr .um .
2 .648 .TEUR .gesunken . .Im .Vorjahr .waren .außerordentliche .Auflösungserträge .zur .Finanzierung .der .durch .das .Starkre-
genereignis .entstandenen .Mehraufwendungen .und .der .Beseitigung .der .Flutschäden .an .der .ZDM .I .zu .verzeichnen . .
Aufgrund .einer .Evaluierung .wurde .festgestellt, .dass .die .gutachterlich .budgetierten .Nachsorgekosten .der .ZDM .I .zu .hoch .
indexiert .wurden . .Die .zu .erwartenden .voraussichtlichen .Betriebskosten .sind .daher .in .2015 .angepasst .und .die .Nachsor-
gerückstellung .der .ZDM .I .in .Höhe .von .2 .166 .TEUR .ertragswirksam .aufgelöst .worden . .Die .Erträge .aus .der .Auflösung .von .
Rückstellungen .sind .in .Folge .dessen .in .der .Vergleichsbetrachtung .zum .Vorjahr .um .1 .910 .TEUR .gestiegen . .Die .sonstigen .
betrieblichen .Erträge .sanken .um .1 .034 .TEUR, .da .im .Vorjahr .zur .Mitfinanzierung .der .Aufwendungen .aufgrund .des .Star-
kregenereignisses .von .der .Bezirksregierung .Münster .Zuwendungen .in .Höhe .von .1 .000 .TEUR .vereinnahmt .wurden .
Die .Reduktion .der .Materialaufwendungen .um .insgesamt .7 .569 .TEUR .ist .in .erster .Linie .auf .die .Reduzierung .der .Aufwen-
dungen für bezogene Leistungen .um .8 .267 .TEUR .zurückzuführen .
Die .Aufwendungen .für .die .Abfallbehandlung .in .der .MBRA .reduzierten .sich .im .Vergleich .zum .Vorjahr .durch .die .Anlagen-
übernahme .zum .01 .06 .2015 .um .6 .283 .TEUR . .Für .das .Ende .2014 .in .Betrieb .genommene .BHKW .entstanden .in .2015 .
erstmalig .Aufwendungen .in .Höhe .von .230 .TEUR . .
Die .im .Vorjahr .durch .das .Starkregenereignis .entstandenen .außerplanmäßigen .überproportionalen .Aufwendungen .
(+3 .012 .TEUR) .entfielen .im .Wirtschaftsjahr .und .trugen .ebenfalls .zur .Aufwandsreduktion .bei .
Mehraufwendungen .ergaben .sich .im .Wirtschaftsjahr .für .den .Winterdienst .in .Höhe .von .291 .TEUR . .
Bei .den .Materialdirektverbräuchen .sind .die .Aufwendungen .im .Vergleich .zum .Vorjahr .insgesamt .um .720 .TEUR .gestie-
gen . .Insbesondere .ist .dieses .auf .die .Inbetriebnahme .des .BHKW .(+171 .TEUR), .die .Übernahme .der .MBRA .(+336 .TEUR) .sowie .
höheren .Materialbedarf .für .die .Sickerwasseranlage .(+89 .TEUR) .zurückzuführen . .Die .Materialverbräuche .für .den .Winter-
dienst .stiegen .aufgrund .des .im .ersten .Quartal .einsetzenden .harten .Winters .im .Vergleich .zum .Vorjahr .um .100 .TEUR . .
Die .Personalaufwendungen .sind .gegenüber .dem .Vorjahr .um .1 .203 .TEUR .gestiegen . .Der .Anstieg .resultiert .aus .den .
Saubere Lösung

Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 37 
Tariferhöhungen .im .März .2015 .um .2,4 .%, .aus .Neueinstellungen .für .erweiterte .Öffnungszeiten .auf .den .Recyclinghöfen .
sowie .Neueinstellungen .im .Zusammenhang .mit .der .Übernahme .der .Restabfallbehandlungsanlage .zum .01 .06 .2015 .
Der .Anstieg .der .planmäßigen .Abschreibungen .um .1 .550 .TEUR .beruht .auf .dem .planmäßig .hohen .Investitionsvolumen .
im .Wirtschaftsjahr . .Dieser .Anstieg .um .37 .% .zum .Vorjahr .resultiert .signifikant .aus .der .erstmaligen .Ganzjahresabschrei-
bung .für .das .in .2014 .neu .errichtete .BHKW .in .Höhe .von .899 .TEUR .und .aus .der .zeitanteiligen .Abschreibung .der .MBRA .in .
Höhe .von .552 .TEUR .
Die .sonstigen betrieblichen Aufwendungen .sind .gegenüber .dem .Vorjahr .um .1 .002 .TEUR .gestiegen . .Im .Wesentlichen .ist .
diese .Entwicklung .auf .eine .höhere .Wertberichtigung .zu .Forderungen .an .die .Stadt .aus .der .Rekultivierung .und .Nachsor-
ge .für .die .ZDM .I .und .II .(+336 .TEUR), .auf .höhere .Versicherungsbeiträge .(+106 .TEUR), .höhere .Rechtsmittel- .und .Bera-
tungsleistungen .(+134 .TEUR), .höhere .Reinigungsaufwendungen .für .die .MBRA .(+131 .TEUR) .sowie .höhere .Aufwendun-
gen .für .Schutz- .und .Arbeitskleidung .(+126 .TEUR) .zurückzuführen . .
Das .Zinsergebnis .liegt .im .Berichtsjahr .um .1 .096 .TEUR .unter .dem .Vorjahresergebnis . .Aufgrund .des .niedrigen .Zinsni-
veaus .haben .sich .die .erzielten .Festgeldzinsen .nochmals .um .107 .TEUR .verringert; .die .Zinsaufwendungen .waren .im .Ver-
gleich .zum .Vorjahr .989 .TEUR .höher, .was .zur .Verschlechterung .des .Zinsergebnisses .führte . .Bei .den .Zinsaufwendungen .
handelt .es .sich .um .zinsähnliche .Aufwendungen .aus .der .Aufzinsung .der .Deponierückstellungen .
3 .2 Finanzlage
Das .Vermögen .der .AWM .ist .zu .24,4 .% .(VJ .24,9 .%) .durch .Eigenkapital .(ohne .Sonderposten) .finanziert . .Das .Fremdkapital .
besteht .insbesondere .aus .langfristigen .Verbindlichkeiten .und .Rückstellungen .(56,1 .%; .VJ .59,0 .%) .
Der .Finanzmittelfonds .der .AWM .hat .sich .wie .folgt .entwickelt:
Saubere Lösung
Finanzmittelfonds 2015
TEUR
2014
TEUR
Cashflow .aus .laufender .Geschäftstätigkeit 9 .844 7 .699
Cashflow .aus .Investitionstätigkeit -16 .012 -12 .082
Cashflow .aus .Finanzierungstätigkeit -1 .493 -1 .179
Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel -7 .661 -5 .562
+ Finanzmittelfonds .am .Anfang .der .Periode 18 .140 23 .702
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 10 .479 18 .140

38 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
Der .Cashflow .aus .der .laufenden Geschäftstätigkeit .hat .sich .gegenüber .dem .Vorjahr .um .2 .145 .TEUR .auf .9 .844 .TEUR .
erhöht . .
Im .Rahmen .der .Investitionstätigkeit .sind .in .2015 .Mittel .in .Höhe .von .16 .012 . TEUR .abgeflossen . .Für .den .Erwerb .von  .
immateriellen . Vermögensgegenständen .und .Sachanlagen .wurde .im . Wirtschaftsjahr .ein .Betrag .von .16 .088 . TEUR .
(VJ .12 .172 .TEUR) .aufgewendet . .Insbesondere .ist .der .Kauf .der .Restabfallbehandlungsanlage .zu .nennen . .Den .Auszahlungen .
standen .Einzahlungen .in .Höhe .von .76 .TEUR .aus .dem .Verkauf .von .Sachanlagen .gegenüber .
Aus .der .Finanzierungstätigkeit .sind .1 .493 .TEUR .als .Konsolidierungsbeitrag .an .die .Stadt .Münster .abgeflossen .
Zinszahlungen .waren .im .Wirtschaftsjahr .nicht .zu .leisten . .
Mit .der .Stadt .Münster .besteht .eine .sogenannte .Cash-Pool-Management-Vereinbarung, .mittels .derer .die .Liquiditäts-
ströme .der .Stadt .und .ihrer .Beteiligungen .optimiert .werden . .Im .Rahmen .dieser .Vereinbarung .wurde .den .AWM .ein .
Kassenkreditvolumen .von .6 .Mio . .EUR .eingeräumt .
Die .AWM .waren .jederzeit .in .der .Lage, .ihren .finanziellen .Verpflichtungen .nachzukommen .
3 .3 Vermögenslage
Die .Vermögens- .und .Kapitalstruktur .stellt .sich .wie .folgt .dar:
Die .Bilanzsumme .ist .im .abgelaufenen .Wirtschaftsjahr .um .4 .465 .T€ .gestiegen .
Auf .der .Aktivseite .erhöhte .sich .das .Anlagevermögen .um .10 .343 .TEUR . .Die .Gesamtinvestitionen .lagen .im .Jahr .2015 .bei .
16 .088 .TEUR . .Davon .wurden .818 .TEUR .in .Anlagen .der .Stadtreinigung, .6 .603 .TEUR .in .Anlagen .der .Abfallwirtschaft .und .
Saubere Lösung
2015
TEUR
2015
in Prozent
2014 
TEUR
2014
in Prozent
Anlagevermögen 52 .748 75,1 42 .406 64,5
Umlaufvermögen 17 .434 24,8 23 .311 35,4
Rechnungsabgrenzungsposten 65 0,1 66 0,1
Gesamtvermögen 70 .248 100,0 65 .783 100,0
Eigenkapital 17 .174 24,4 16 .369 24,9
Sonderposten 818 1,2 778 1,2
Mittel- .und .langfristige .Verbindlichkeiten .und .Rückstellungen 39 .390 56,1 38 .841 59,0
Kurzfristige .Verbindlichkeiten .und .Rückstellungen 12 .866 18,3 9 .795 14,9
Gesamtkapital 70 .248 100,0 65 .783 100,0

Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 39 
6 .737 .TEUR .in .Grundstücke .mit .Betriebs- .und .anderen .Bauten .investiert . .Der .verbleibende .Anteil .entfällt .mit .492 .TEUR .
auf .andere .Anlagen .und .Betriebs- .und .Geschäftsausstattung, .mit .28 .TEUR .auf .Software .sowie .in .Höhe .von .1 .410 .TEUR .
auf .geleistete .Anzahlungen .und .Anlagen .im .Bau . .Die .Investitionen .des .abgelaufenen .Wirtschaftsjahres .wurden .aus .
eigenen .Mitteln .finanziert . .Das .Anlagevermögen .der .AWM .ist .bei .einer .Anlagendeckung .von .108,8 .% .(Deckungsgrad .II) .
(VJ .132,0 .%) .vollständig .durch .mittel- .und .langfristig .zur .Verfügung .stehendes .Eigen- .und .Fremdkapital .finanziert . .Die .
Anlagendeckung .durch .Eigenkapital .(Deckungsgrad .I) .beträgt  .– .ohne .Berücksichtigung .von .Sonderposten .– .32,6 .%  .
(VJ .38,6 .%) .
Die .Verminderung .des .Umlaufvermögens .um .5 .878 .TEUR .resultiert .im .Wesentlichen .aus .der .Reduktion .der .liquiden .
Mittel .in .Höhe .von .6 .481 .TEUR . .Die .Forderungen .gegen .die .Stadt .Münster .konnten .in .Höhe .von .967 .TEUR .reduziert .
werden . .
Die .Forderungen .aus .DSD .(Duales .System .Deutschland) .erhöhten .sich .um .306 .TEUR .und .betrugen .zum .Ende .des .Wirt-
schaftsjahres .2 .591 .TEUR . .Die .Stadt .Münster .hatte .im .Klageverfahren .gegen .die .DSD .GmbH .wegen .Zahlung .eines .ange-
messenen .Entgeltes .für .die .Sammlung .von .gebrauchten .PPK-Verkaufsverpackungen .in .der .ersten .Instanz .vor .dem .VG .in .
Köln .überwiegend .obsiegt, .gleichwohl .aber .gegen .das .Urteil .Berufung .beim .OVG .NRW .in .Münster .eingelegt . .Das .OVG .
NRW .hat .sich .in .einer .Vorabentscheidung .für .zuständig .in .der .Angelegenheit .erklärt, .diesbezüglich .aber .die .Beschwer-
de .zum .BVerwG .zugelassen . .Die .DSD .GmbH .hat .eine .entsprechende .Beschwerde .beim .BVerwG .anhängig .gemacht . .
Das .BVerwG .hat .daraufhin .kürzlich .durch .Beschluss .die .Zuständigkeit .des .OVG .NRW .teilweise .verneint . .Das .Verfahren .
vor .dem .OVG .NRW .wird .aber .grundsätzlich .fortgesetzt . .In .Abhängigkeit .von .der .seitens .des .OVG .NRW .ergehenden .
Entscheidung .wird .die .Stadt .Münster .beurteilen, .ob .sie .ihre .Interessen .vor .dem .BVerwG .weiter .verfolgen .will . .Je .nach .
Ausgang .des .Verfahrens .besteht .für .die .Zukunft .gegebenenfalls .das .Risiko, .dass .eine .Abwertung .der .DSD-Forderung .in .
derzeit .unbestimmter .Höhe .vorgenommen .werden .muss . .
Die .sonstigen .Vermögensgegenstände .erhöhten .sich .um .1 .018 .TEUR . .Dieser .Anstieg .beruht .auf .einer .Steuerkorrektur .
im .Zusammenhang .mit .der .Übernahme .der .MBRA . .Die .Rechnungsabgrenzungen .sind .nahezu .unverändert .
Auf .der .Passivseite .der .Bilanz .erhöhte .sich .vor .Gewinnverwendung .das .Eigenkapital .um .805 .TEUR . .Die .Eigenkapitalquo-
te .ist .von .24,9 .% .auf .24,4 .% .gesunken . .Die .Veränderung .des .Eigenkapitals .ergibt .sich .aus .dem .Jahresüberschuss .2015 .
in .Höhe .von .2 .343 .TEUR .abzüglich .der .Zuführung .zu .den .Sonderposten .(46 .TEUR) .und .der .Auszahlung .von .Konsolidie-
rungsbeiträgen .in .Höhe .von .1 .493 .TEUR .an .die .Stadt .Münster . .Die .Sonderposten .aus .Überschüssen .AWM-Dienstleistun-
gen .und .Photovoltaik-Überschüssen .erhöhten .sich .um .die .Zuführung .von .Überschüssen .aus .dem .Wirtschaftsjahr .2014 .
Unter .den .mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen .sind .die .Verbindlichkeiten .und .Rückstellun-
gen .mit .einer .Laufzeit .von .mehr .als .einem .Jahr .zusammengefasst . .
Die .kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen .sind .um .3 .072 .TEUR .gestiegen . .Hauptsächlich .resultiert .diese .
Erhöhung .aus .dem .Anstieg .der .kurzfristigen .Rückstellungen .(2 .628 .TEUR) .aufgrund .der .in .2016 .geplanten .Inanspruch-
nahmen .für .Rekultivierungsmaßnahmen .auf .der .ZDM .II .1 . .+ .2 . .BA .
Die .Liquidität .II .(kurzfristige .Liquidität) .beträgt .am .Bilanzstichtag .3 .610 .TEUR .und .weist .damit .weiterhin .eine .Überde-
ckung .auf . .Das .kurzfristige .realisierbare .Schuldendeckungspotenzial .deckt .in .vollem .Umfang .das .kurzfristige .Fremdka-
pital . .Die .Eigenkapitalquote .beträgt .– .ohne .Betrachtung .des .Sonderpostens .aus .Überschüssen .AWM-Dienstleistungen, .
des .Sonderpostens .aus .Photovoltaik-Überschüssen .und .des .Sonderpostens .für .Investitionszuschüsse .zum .Anlagever-
mögen .– .zum .Bilanzstichtag .24,4 .% . .Die .kurzfristige .Fremdkapitalquote .beträgt .18,3 .% .
3 .4 Gesamtaussage zur Lage des Unternehmens
Zusammenfassend .wird .seitens .der .Betriebsleitung .der .AWM .die .wirtschaftliche .Lage, .nach .Prüfung .der .Vermögens-, .
Saubere Lösung

40 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
Finanz- .und .Ertragslage, .positiv .bewertet .
Im .Ergebnis .hat .sich .die .Eigenkapitalquote .von .24,9 .% .auf .24,4 .% .leicht .vermindert . .Dabei .können .gleichzeitig .die .Kon-
solidierungsanforderungen .der .Stadt  .Münster .unterstützt  .werden . .Im .Wirtschaftsjahr .2015 .wurde .von .dem .Jahres-
überschuss .2014 .ein .T eilbetrag .in .Höhe .von .1 .493 .TEUR .an .die .Stadt .ausgezahlt . .Zudem .ist .vorgesehen, .im .Wirtschafts-
jahr .2016 .aus .dem .Jahresüberschuss .2015 .einen .T eilbetrag .in .Höhe .von .1 .194 .TEUR .an .die .Stadt .auszuzahlen .
4 . Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Als .ein .kommunales .Unternehmen .der .Entsorgungswirtschaft .kommt .AWM .neben .der .nachhaltigen .Abfallwirtschaft .
eine .besondere .Verantwortung .im .Hinblick .auf .die .Daseinsvorsorge .und .das .Gemeinwohl .zu . .Unser .Kerngeschäft .ist .
es, .für .eine .zuverlässige, .bürgernahe .Entsorgungsdienstleistung .Sorge .zu .tragen . .Darüber .hinaus .schaffen .wir .sichere, .
sozialverantwortlich .gestaltete .Arbeitsplätze . .
Rund .10 .Mio . .EUR .Umsatz .mit .ortsansässigen .und .ortsnahen .Unternehmen .tragen .darüber .hinaus .zur .Stärkung .und .
Wertschöpfung .der .regionalen .Wirtschaft .bei . .
Das .gesamte .Handeln .und .Wirken .ist .bei .AWM .auf .Nachhaltigkeit .und .Beständigkeit .ausgerichtet .
Ein .Leitziel .und .Grundsatz .nach .dem .die .AWM .arbeiten .ist, .einen .sparsamen .und .optimierten .Umgang .mit .den .Res-
sourcen .zu .verfolgen . .Wir .investieren .daher .dauerhaft .in .moderne .und .umweltfreundliche .Anlagen .
Im .Rahmen .des .Qualitäts-, .Umwelt-, .Gesundheits- .und .Arbeitsschutzmanagements .wurden .im .Wirtschaftsjahr .zwei .
Überwachungsaudits .in .den .unterschiedlichsten .Fachstellen .und .Sachgebieten .durchgeführt . .Die .erfolgreiche .externe .
Rezertifizierung .des .integrierten .Managementsystems .gemäß .ISO .9001, .ISO .14001 .und .OHSAS .18001 .erfolgte .in .2013 .
erstmalig .durch .die .ZER-QMS .GmbH, .Köln . .
2015 .erfolgte .die .Rezertifizierung .als .Entsorgungsfachbetrieb .und .ein .Überwachungsaudit .wurde .durchgeführt . .
Die .Qualitätspolitik .ist .ein .im .Unternehmen .verankerter .Leitfaden, .der .sich .in .einzelnen .Tätigkeitsschwerpunkten .der .
zertifizierten .Managementsysteme .widerspiegelt . .
Qualitätsmanagement – Arbeitsschwerpunkte 2015
Die .Angebote .des .Kundenservices .werden .bei .den .AWM .zukunftsweisend .auf .die .gesamtgesellschaftlich .stärkere .Nut-
zung .von .elektronischen .Medien .ausgerichtet . .Bereits .in .2014 .hat .eine .sukzessive .Umorientierung .auf .eine .vermehrte .
Internet- .und .E-Mail-Nutzung .stattgefunden . .
Zu .diesen .Maßnahmen .gehört .u . a . .eine .stärkere .Ausrichtung .zu .intensivieren .und .längeren .Beratungsgesprächen .mit .
individueller .Zusendung .von .Informationsmaterialien .per .E-Mail . .Auch .findet .eine .Erfassung .von .Kundenwünschen .
statt . .
Interessanterweise .belegte .bei .der .Bestimmung .von .Präferenzen .bestimmter .Informationsmittel .im .Rahmen .einer .
Befragung .auf .Basis .von .T elefoninterviews .der .Abfallkalender .(87,6 .%) .den .ersten .Rang, .gefolgt .von .Informationen .am .
Point .of .Sale .(PoS) .mit .76,9 .% .und .auf .Produktverpackungen .mit .75,5 .% . .Stabil .behaupten .sich .als .Informationsmittel .
auch .Berichte .in .Tageszeitungen, .Zeitschriften .und .Fernsehen . .
Umweltmanagement – Arbeitsschwerpunkte 2015
Um .den .CO
2-Ausstoß .zu .reduzieren .und .immer .mehr .Energie .einzusparen, .führte .die .schon .seit .Jahren .in .Münster .
praktizierte .getrennte .Erfassung .und .Verwertung .von .Abfällen .zu .erheblichen .Erfolgen .in .der .Reduzierung .von .Treib-
hausgasen . .Um .weitere .Optimierungen .vornehmen .zu .können, .wird .das .nach .dem .Kreislaufwirtschaftsgesetz .für .die .
öffentlich-rechtlichen .Entsorgungsträger .vorgeschriebene .Abfallwirtschaftskonzept .in .2016 .fortgeschrieben . .Unter .Saubere Lösung

Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 41 
Berücksichtigung .ökologischer .und .ökonomischer .Aspekte .wurden .optimierende .abfallwirtschaftliche .Maßnahmen .
eingeleitet .
Basis .hierfür .war .die .Übernahme .der .Restabfallbehandlungsanlage .(MBRA) .zum .01 .06 .2015 . .
In .2016 .ff . .wollen .die .AWM .für .die .Bürgerinnen .und .Bürger .durch .den .Umbau .der .MBRA .weitere .ökologisch .und .ökono-
misch .vorhandene .Potentiale .ausschöpfen . .Zukünftig .wird .die .Einführung .einer .stoffstromspezifischen .Grünabfallbe-
handlung .und .eine .Optimierung .der .Bioabfallbehandlung .zu .weiteren .CO
2-Einsparungen .und .somit .zur .Reduktion .der .
Treibhausgase .beitragen . .
Darüber .hinaus .bietet .die .Vermarktung .von .Wertstoffen .aus .der .MBRA .über .die .Erlöse .ökonomische .Möglichkeiten, .an .
denen .die .Bürgerinnen .und .Bürger .partizipieren .und .entsprechend .finanziell .entlastet .werden .können . .
Ein .weiterer .grundlegender .Baustein, .den .Verbrauch .kostbarer .Ressourcen .zu .minimieren .und .weitere .Optimierungs-
potentiale .in .der .letzten .Verwertungsstufe .auszuschöpfen, .war .der .Neubau .eines .Blockheizkraftwerkes .(BHKW) .zur .
Verwertung .des .anfallenden .Bio-, .Deponie- .und .Klärgases . .Das .Gas .von .den .drei .unterschiedlichen .Gasquellen .hat .einen .
Gesamtenergiegehalt .von .rd . .44 .000 .MW .pro .Jahr . .Der .daraus .produzierte .Strom .beläuft .sich .auf .insgesamt .18 .218 .MW . .
AWM .und .das .Tiefbauamt .decken .hieraus .für .die .Hauptkläranlage, .Sickerwasserbehandlungsanlage .und .Deponie .
den .gesamten .Strombedarf . .Der .Eigenstromanschluss .an .die .Restabfallbehandlungsanlage .erfolgte .Ende .2015 . .Hinzu .
kommt, .dass .die .bei .der .Stromerzeugung .anfallende .Wärme .zu .rd . .60 .% .für .die .Wärmeversorgung .der .Hauptkläranlage .
und .der .Bioabfallvergärungsanlage .genutzt .wird .
Neben .der .über .das .BHKW .im .Startjahr .produzierten .Bruttostrommenge .von .11 .191 .596 .kWh, .erzeugte .die .eigene .Pho-
tovoltaikanlage .238 .138 .kWh .Strom .und .die .mit .den .Stadtwerken .Münster .betriebene .Photovoltaikanlage .produzierte .
1 .155 .782 .kWh .Strom .
Durch .abfallwirtschaftliche .Maßnahmen .wurden .in .2015 .insgesamt .76 .948 .t .CO
2 .eingespart .
Ein .weiteres .Ziel .des .Umweltmanagements .und .des .Ressourcenschutzes .der .AWM .ist .es, .die .Abfallwirtschaft .auch .in .
vielen .anderen .Bereichen .immer .mehr .zur .Recyclingwirtschaft .zu .entwickeln . .
Ökologische .Verantwortung .bedeutet .für .uns .daher, .durch .effektives .Wertstoffrecycling .zur .Ressourcenschonung .beizu-
tragen . .
Gesundheits- und Arbeitsschutzmanagement
Zum .Ende .des .Wirtschaftsjahres .2015 .beschäftigten .die .AWM .einschließlich .Auszubildender .370 .Mitarbeitende; .davon .
30 .Frauen . .Der .Anteil .der .Arbeitsplätze .für .leistungsgeminderte .Mitarbeitende .betrug .7,16 .% .
In .2015 .wurden .zwei .Ausbildungsplätze .zum .Mechatroniker .sowie .zwei .Ausbildungsplätze .zum .Berufskraftfahrer .neu .
besetzt . .Zum .31 . .Dezember .2015 .hatten .die .AWM .insgesamt  .dreizehn .Auszubildende . .Aktuell .bilden .die .AWM .im .
Unternehmen .im .kaufmännischen .Bereich .eine .Bürokauffrau .aus . .Ab .2016 .wird .ein .neuer .Ausbildungsplatz .zur .Indus-
triekauffrau .besetzt . .Im .gewerblich-handwerklichen .Bereich .wird .zum .Mechatroniker, .zum .Berufskraftfahrer .sowie .zur .
Fachkraft .für .Kreislauf- .und .Abfallwirtschaft .ausgebildet .
Für .die .gute .und .gleichbleibende .Qualität .unseres .Leistungsspektrums .sind .in .erster .Linie .die .Mitarbeiter .entscheidend . .
Deshalb .sind .neben .Motivation, .Qualifikation .in .Verbindung .mit .einem .partnerschaftlichen, .respektvollen, .wertschät-
zenden .Umgang, .der .Erhalt .der .Gesundheit .und .der .sozialen .Sicherheit .der .Mitarbeiter .für .einen .nachhaltigen .Erfolg .
und .der .betrieblichen .Arbeitsfähigkeit .der .AWM .wichtig . .Im .Hinblick .darauf .ist .ein .Baustein .das .betriebliche .Gesund-
heitsmanagement .der .AWM .mit .Angeboten .zur .Erhaltung .bzw . .Förderung/Wiederherstellung .der .körperlichen .und .psy-
cho-sozialen .Gesundheit . .Allen .Mitarbeitern .wird .hierzu .über .externe .Fachkräfte .die .Förderung .der .muskuloskelettalen .
Gesundheit .(„AWM .fit“) .und .die .Mitarbeiterberatung .(„AWM .life“) .angeboten . .Ziel .des .Projekts .„AWM .fit .& .AWM .life“ .
Saubere Lösung

42 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
ist .es, .zur .Steigerung .der .Gesundheitsquote .bei .den .AWM .beizutragen .und .die .im .gewerblichen .Bereich .vergleichsweise .
hohe .Krankenquote .zu .reduzieren .
 .
5 . Management Approach – Unternehmensberichterstattung
Die .übergeordnete .Strategie .der .AWM .ist .es, .sich .als .kommunales .Entsorgungsunternehmen .mit .hochwertigen .und .
ökologisch .orientierten .Prozessen .und .Dienstleistungen, .visionär .als .Premiumanbieter .und .Premiumdienstleister, .den .
Leistungsauftrag .langfristig .zu .sichern . .Zur .Umsetzung .werden .unterschiedliche, .aufeinander .abgestimmte .strategi-
sche .Ziele .verfolgt . .Ziel .ist .es, .bei .der .Erfüllung .der .hoheitlichen .Kernaufgaben .mittelfristig .(bis .2018) .stabile, .sozial .
verträgliche .Gebühren .zu .gewährleisten . .Die .Sicherstellung .einer .hohen .Leistungsqualität, .Erfüllung .der .sozialen .Ver-
antwortung .gegenüber .den .Mitarbeiter/innen .sowie .die .Weiterentwicklung .eines .nachhaltigen .Profils .vervollständigen .
den .Zielkatalog . .Die .Unternehmensleitlinien .zur .nachhaltigen .Entwicklung .des .Betriebes .sind .daher .seit .Jahren .Gegen-
stand .der .Unternehmensstrategie . .Das .Ziel .der .nachhaltigen .Unternehmenssteuerung .ist .es, .soziale .und .ökologische .
Aspekte .in .die .Entscheidungsfindung .mit .einfließen .zu .lassen .
Zur .Erreichung .dieser .Unternehmensziele .und .Umsetzung .der .hierfür .erforderlichen .Maßnahmen .haben .die .AWM .
im .Jahr .2010 .das .sogenannte .BSC-System .eingeführt . .Auf .Basis .dieses .Informations- .und .Berichtssystems .können .zu .
Steuerungszwecken .aktuelle .Informationen .zur .Verfügung .gestellt .werden, .der .Umsetzungsgrad .verschiedener .Maß-
nahmen .innerhalb .definierter .Ziel- .und .Handlungsfelder .längerfristig .verfolgt, .jederzeit .aktualisiert .sowie .neue .Maß-
nahmen .aufgenommen .werden . .
Im .Rahmen .dieses .Zielsystems .wurden .zahlreiche .Initiativen .und .Maßnahmen .im .Bereich .der .EDV, .der .Logistik, .der .
Abfallwirtschaft .sowie .auf .dem .Gebiet .der .internen .und .externen .Kommunikation .eingeleitet .bzw . .umgesetzt . .Alle .
Maßnahmen .sind .darauf .ausgerichtet, .die .AWM .sowohl .innerhalb .der .Mitarbeiterschaft .als .auch .in .der .öffentlichen .
Wahrnehmung .als .bedeutenden, .innovativen .und .umweltgerechten .Dienstleister .für .die .Stadt .Münster .zu .etablieren .
In .der .Gesamtbewertung .des .bisherigen .BSC-Prozesses .stellt .die .Betriebsleitung .fest, .dass .die .Ziele .und .Grundsätze .des .
Managements .in .allen .Bereichen .der .Mitarbeiterschaft .präsent .sind .und .in .den .täglichen .Arbeitsabläufen .Berücksichti-
gung .gefunden .haben . .Dies .zu .festigen .und .weiter .auszubauen .bleibt .weiterhin .eine .wichtige .Aufgabe .
III . Nachtragsbericht
Vorgänge .von .besonderer .Bedeutung, .die .nach .dem .Schluss .des .Wirtschaftsjahres .eingetreten .sind .und .die .wesentliche .
Auswirkungen .auf .das .vom .Jahresabschluss .vermittelte .Bild .der .Vermögens-, .Finanz- .und .Ertragslage .haben, .haben .sich .
nicht .ergeben .
Saubere Lösung

Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 43 
IV . Prognosebericht
Die .AWM .planen .für .das .Wirtschaftsjahr .2016 .bei .Erträgen .von .57 .472 .TEUR .und .Aufwendungen .von .54 .139 .TEUR .ei-
nen .Jahresüberschuss .von .3 .333 .TEUR . .Der .prognostizierte .Jahresüberschuss .ergibt .sich .aus .unterschiedlichen .gesetzli-
chen .Kalkulationsansätzen .im .Wirtschaftsplan .und .in .der .Gebührenbedarfsberechnung . .Im .Bereich .der .Abschreibungen .
wird .in .der .Gebührenkalkulation .auf .Basis .von .Wiederbeschaffungswerten .kalkuliert . .Hieraus .ergibt .sich .ein .Unter-
schiedsbetrag .von .677 .TEUR . .Auf .Empfehlung .der .Gemeindeprüfungsanstalt .NRW .wird .in .der .Gebührenkalkulation .
eine .kalkulatorische .Verzinsung .des .betriebsnotwendigen .Kapitals .berücksichtigt . .Hieraus .ergibt .sich .ein .Unterschieds-
betrag .von .2 .393 .TEUR . .Die .Gewinne .aus .Nebengeschäften .der .AWM .werden .in .Höhe .von .243 .TEUR .und .die .Zinserträge .
in .Höhe .von .20 .TEUR .prognostiziert .
Der .sich .aus .den .unterschiedlichen .Kalkulationsansätzen .der .Abschreibungen .und .der .kalkulatorischen .Verzinsung .
ergebende .prognostizierte .Jahresüberschuss .ist .als .gesichert .zu .betrachten . .Die .zu .erwirtschaftenden .Gewinne .aus .Ne-
bengeschäften .der .AWM .und .die .kalkulierten .Zinserträge .basieren .auf .vorsichtiger .Schätzung .und .Erfahrungswerten .
Die .Gebühren .der .Abfallabfuhr .und .der .Straßenreinigung .werden .in .2016 .nicht .erhöht .
Es .ist .geplant, .für .den .biologischen .T eil .der .Restabfallbehandlungsanlage .2 .Energieanlagenelektroniker, .1 .Elektrofach-
kraft .und .2 .Schlosser .und .Anlagenbediener .einzustellen . .Für .den .mechanischen .T eil .der .Restabfallbehandlungsanlage .
sollen .2 .Helfer .sowie .1,5 .Reinigungskräfte .neu .eingestellt .werden . .
Für .Verwaltungsaufgaben .in .den .neuen .Anlagen .soll .eine .halbe .Stelle .neu .besetzt .werden . .
Für .das .Wirtschaftsjahr .2016 .werden .insgesamt .Investitionen .von .15 .702 .TEUR .prognostiziert .
Es .ist .vorgesehen, .in .die .Errichtung .abfallwirtschaftlicher .Anlagen .9 .940 .TEUR .zu .investieren . .
Im .Einzelnen .sind .Um- .und .Neubaumaßnahmen .an .der .mechanisch-biologischen .Restabfallbehandlung .zur .Behand-
lung .von .Bio- .und .Grünabfällen .sowie .Investitionen .in .die .Instandsetzung .der . Vergärungsanlage .von .insgesamt .
9 .500 .TEUR .vorgesehen . .Weitere .240 .TEUR .sollen .in .Umbaumaßnahmen .im .neuen .BHKW .für .die .Gasverwertung .von .
Biogas .aus .der .MBRA .investiert .werden . .Für .die .Erweiterung .von .Aktiv-Kohle .Reaktoren .auf .der .Sickerwasserbehand-
lungsanlage .wurden .weitere .200 .TEUR .budgetiert .
Investitionen .in .Fahrzeuge .und .andere .Anlagen .der .Abfallwirtschaft .sind .in .Höhe .von .3 .724 .TEUR .vorgesehen . .
Hinzu .kommen .Investitionen .in .Anlagen .der .Stadtreinigung .mit .1 .528 .TEUR .und .in .Fahrzeuge, .Maschinen, .Geräte .und .
Betriebs- .und .Geschäftsausstattung .im .Bereich .der .gemeinsamen .Anlagen .mit .510 .TEUR . .Die .Finanzierung .der .Investi-
tionen .ist .wie .folgt .vorgesehen:
Die .AWM .waren .und .sind .jederzeit .in .der .Lage, .ihren .finanziellen .Verpflichtungen .nachkommen .zu .können . .
Saubere Lösung
Prognostizierte Finanzierung der Planinvestitionen 2015
TEUR in Prozent
Zuführung .zu .Rückstellungen 602 3,8
Regelabschreibungen 6 .045 38,5
Aufnahme .von .Krediten 5 .722 36,4
Jahresüberschuss 3 .333 21,3
Deckungsmittel insgesamt 15 .702 100,0

44 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
V . Chancen- und Risikobericht
Um .bestehenden .und .möglichen .Risiken .für .das .Unternehmen .frühzeitig .und .wirksam .begegnen .zu .können, .haben .die .
AWM .bereits .im .Jahr .2001 .ein .Risikomanagementsystem .(RMS) .eingeführt  . .Dieses .entspricht  .den .Maßgaben .des .am  .
1 . .Mai .1998 .in .Kraft .getretenen .Gesetzes .zur .Kontrolle .und .Transparenz .im .Unternehmensbereich .(Kon-TraG) .sowie .dem .
§ .10 .der .mit .Wirkung .vom .1 . .Januar .2005 .in .Kraft .getretenen .EigVO .NRW .
Das .Risikomanagement .bei .den .AWM .vollzieht .sich .in .drei .aufeinander .aufbauenden .Abschnitten, .und .zwar .in .der .Risi-
koinventur, .der .Risikobewertung .und .der .Risikofrüherkennung .und .-handhabung .
Zur .Risikofrüherkennung .wurden .Kennzahlen .definiert .und .T oleranzgrenzen .festgelegt . .Alle .erkannten .Risiken .für .das .
Unternehmen .werden .kontinuierlich .beobachtet .und .bewertet .
Die .Struktur .des .Risikomanagementsystems .wird .2015/2016 .zwecks .besserer .Handhabbarkeit .insgesamt .überarbeitet . .
Unterstützend .wurde .dazu .eine .neue .Softwarelösung, .basierend .auf .dem .Managementinformationssystem .der .AWM, .
konzipiert, .welche .die .Strukturen .und .Prozesse .des .RMS .abbildet . .Zurzeit .findet .eine .Risikoinventur .statt, .in .der .sämt-
liche .Risiken .überprüft .und .ggf . .neu .bewertet .werden . .Der .Katalog .der .Frühwarnindikatoren .und .Gegenmaßnahmen .
wird .ebenfalls .überarbeitet . .
Folgende .7 .Risiken .sind .derzeit .als .bestandsgefährdend .bewertet .worden:
 .
- . Langfristige .Unternehmensstrategie .nicht .vorhanden
- . Politik .entscheidet .entgegen .der .Strategie .der .AWM
- . Änderung .der .Wettbewerbssituation
- . Änderung .der .Rechtslage
- . Rechtssichere .Organisation .nicht .vorhanden
- . Korruption
- . Unterschlagung
Die .vorgenannten .Risiken .könnten .aus .Sicht .der .Betriebsleitung .zu .einer .Bestandsgefährdung .führen, .wobei .jedoch .
konkrete .Anhaltspunkte .hierfür .zum .Zeitpunkt .der .Aufstellung .des .Lageberichts .nicht .erkennbar .sind . .Um .mögliche .aus .
den .Risiken .resultierende .Schäden .zu .vermeiden, .zu .verringern .oder .zu .kompensieren, .sind .geeignete .Vorsorgemaßnah-
men .getroffen .worden .
Zudem .haben .die .AWM .TOP-Risiken .identifiziert, .welche .nicht .als .bestandsgefährdend .eingestuft .werden, .die .aber .
aufgrund .ihrer .Bedeutung .als .besonders .überwachungsbedürftig .eingestuft .werden:
- . Datenschutzverletzungen
- . Datenverlust
- . Gebührensatzung .nichtig
- . Haftpflichtschäden .über .26 .Mio . .EUR .Versicherungssumme
- . Krankenquote .zu .hoch
- . Demographischer .Wandel
- . Bürger/Kunden .verhalten .sich .nicht .entsprechend .dem .Abfallwirtschaftskonzept
Saubere Lösung

Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 45 
- . Medien .beeinflussen .die .öffentliche .Meinung .negativ
- . Gewerbekunden .fragen .die .Angebote .der .AWM .nicht .nach
- . Fehlende .Verfügbarkeit .der .mechanischen .Aufbereitungsanlage
- . Fehlende .Verfügbarkeit .der .Vergärungsanlage .(ab .2017)
- . Fehlende .Verfügbarkeit .des .Blockheizkraftwerkes
- . Fehlende .Verfügbarkeit .der .Sickerwasserbehandlungsanlage
- . Fehlende .Verfügbarkeit .von .Entsorgungsfahrzeugen
- . Fehlende .Verfügbarkeit .von .Straßenreinigungsfahrzeugen
- . Abfallentsorgung .im .Katastrophenfall
- . Stadtreinigung/Winterdienst .im .Katastrophenfall
- . Finanzrisiko .Forderungsausfall .aus .dualem .System .(siehe .auch .Punkt .3 .3 .Vermögenslage)
Für .die .Wirtschaftsjahre .2015/2016 .wird .ein .überarbeiteter .Risikobericht .erstellt .
Im .laufenden .Prozess .lässt .sich .feststellen, .dass .die .aktuelle .Risikobewertung .inkl . .Prüfung .der .Frühwarnindikatoren .
und .der .Einschätzung .der .getroffenen .Gegenmaßnahmen .zum .jetzigen .Zeitpunkt .keine .Risiken .erkennen .lassen, .die .
den .Fortbestand .der .AWM .gefährden .
VI . Sonstiges
Die .AWM .haben .im .Wirtschaftsjahr .2015 .die .öffentliche .Zwecksetzung .im .Sinne .des .§ .107 .ff . .der .Gemeindeordnung .
NRW .erfüllt . .Die .Geschäfte .wurden .im .Sinne .der .gültigen .Satzungen .durchgeführt .
 
VII . Berichterstattung über Sachverhalte im Sinne von § 53 Abs . 1 Nr . 2 Haushaltsgrundsätzegesetz
Der .Betriebsleiter .hat .gemäß .§ .25 .Abs . .2 .EigVO .NRW .im .Lagebericht .auch .auf .Sachverhalte .einzugehen, .die .Gegenstand .
der .Prüfung .nach .§ .53 .Haushaltsgrundsätzegesetz .(HGrG) .sein .können . .Auf .berichtspflichtige .Sachverhalte .ist .im .Rah-
men .der .bisherigen .Berichterstattung .eingegangen .worden .
Münster, .31 . .März .2016
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
Patrick .Hasenkamp
Saubere Lösung

46 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
Saubere Lösung
Bestätigungsvermerk
Wiedergabe des Bestätigungsvermerks
Nach .dem .abschließenden .Ergebnis .unserer .Prüfung .haben .wir .den .Abfallwirtschaftsbetrieben .Münster .für  .
die .Buchführung .2015 .und .den .als .Anlage .1 .beigefügten .Jahresabschluss .zum .31 . .Dezember .2015 .sowie .den .in  .
Anlage .1 .wiedergegebenen .Lagebericht  .folgenden .uneingeschränkten .Bestätigungsvermerk .erteilt:
 . „Bestätigungsvermerk .des .Abschlussprüfers
 . Wir .haben .den .Jahresabschluss .– .bestehend .aus .Bilanz, .Gewinn- .und . Verlustrechnung .sowie .Anhang .– .unter  .
Einbeziehung .der .Buchführung .und .den .Lagebericht  .der .Abfallwirtschaftsbetriebe .Münster .für .das . Wirtschafts-
jahr .vom .1 . .Januar .2015 .bis .31 . .Dezember .2015 .geprüft  . .Nach .§ .6b .Abs . .5 .EnWG .umfasst  .die .Prüfung .auch .die  .
Einhaltung .der .Pflichten .zur .Rechnungslegung .nach .§ .6b .Abs . .3 .EnWG, .wonach .für .die . Tätigkeiten .nach .§ .6b  .
Abs . .3 .EnWG .getrennte .Konten .zu .führen .sind . .Die .Buchführung .und .die .Aufstellung .von .Jahresabschluss .und  .
Lagebericht  .nach .den .deutschen .handelsrechtlichen . Vorschriften .und .den . Vorschriften .der .EigVO .NRW .sowie  .
die .Einhaltung .der .Pflichten .nach .§ .6b .Abs . .3 .EnWG .liegen .in .der . Verantwortung .des .gesetzlichen . Vertreters .des  .
Betriebs . .Unsere .Aufgabe .ist  .es, .auf .der .Grundlage .der .von .uns .durchgeführten .Prüfung .eine .Beurteilung .über  .
den .Jahresabschluss .unter .Einbeziehung .der .Buchführung .und .über .den .Lagebericht  .sowie .über .die .Einhaltung  .
der .Pflichten .zur .Rechnungslegung .nach .§ .6b .Abs . .3 .EnWG .abzugeben .
 . Wir .haben .unsere .Jahresabschlussprüfung .nach .§ .106 .GO .NRW .und .§ .317 .HGB .unter .Beachtung .der .vom .Institut  .
der .Wirtschaftsprüfer .(IDW) .festgestellten .deutschen .Grundsätze .ordnungsmäßiger .Abschlussprüfung .vorge-
nommen . .Danach .ist  .die .Prüfung .so .zu .planen .und .durchzuführen, .dass .Unrichtigkeiten .und . Verstöße, .die .sich  .
auf .die .Darstellung .des .durch .den .Jahresabschluss .unter .Beachtung .der .Grundsätze .ordnungsmäßiger .Buchfüh-
rung .und .durch .den .Lagebericht  .vermittelten .Bildes .der . Vermögens-, .Finanz- .und .Ertragslage .wesentlich .auswir -
ken, .mit  .hinreichender .Sicherheit  .erkannt  .werden .und .dass .mit  .hinreichender .Sicherheit  .beurteilt  .werden .kann,  .
ob .die .Pflichten .zur .Rechnungslegung .nach .§ .6b .Abs . .3 .EnWG .in .allen .wesentlichen .Belangen .erfüllt  .sind . .Bei .der  .
Festlegung .der .Prüfungshandlungen .werden .die .Kenntnisse .über .die .Geschäftstätigkeit  .und .über .das .wirtschaft -
liche .und .rechtliche .Umfeld .des .Betriebs .sowie .die .Erwartungen .über .mögliche .Fehler .berücksichtigt  . .Im .Rahmen  .
der .Prüfung .werden .die . Wirksamkeit  .des .rechnungslegungsbezogenen .internen .Kontrollsystems .sowie .Nach-
weise .für .die .Angaben .in .Buchführung, .Jahresabschluss .und .Lagebericht  .sowie .für .die .Einhaltung .der .Pflichten  .
zur .Rechnungslegung .nach .§ .6b .Abs . .3 .EnWG .überwiegend .auf .der .Basis .von .Stichproben .beurteilt  . .Die .Prüfung  .
umfasst  .die .Beurteilung .der .angewandten .Bilanzierungsgrundsätze .und .der .wesentlichen .Einschätzungen .des  .
gesetzlichen . Vertreters .sowie .die . Würdigung .der .Gesamtdarstellung .des .Jahresabschlusses .und .des .Lageberichts  .
sowie .die .Beurteilung, .ob .die . Wertansätze .und .die .Zuordnung .der .Konten .nach .§ .6b .Abs . .3 .EnWG .sachgerecht  .
und .nachvollziehbar .erfolgt  .sind .und .der .Grundsatz .der .Stetigkeit  .beachtet  .wurde  . .Wir .sind .der .Auffassung, .dass  .
unsere .Prüfung .eine .hinreichend .sichere .Grundlage .für .unsere .Beurteilung .bildet  .
 . Unsere .Prüfung .hat  .zu .keinen .Einwendungen .geführt  .
 . Nach .unserer .Beurteilung .aufgrund .der .bei .der .Prüfung .gewonnenen .Erkenntnisse .entspricht  .der .Jahresab -
schluss .den .gesetzlichen . Vorschriften .und .vermittelt  .unter .Beachtung .der .Grundsätze .ordnungsmäßiger .Buch-
führung .ein .den .tatsächlichen . Verhältnissen .entsprechendes .Bild .der . Vermögens-, .Finanz- .und .Ertragslage .des  .
Betriebs . .Der .Lagebericht  .steht  .in .Einklang .mit  .dem .Jahresabschluss, .vermittelt  .insgesamt  .ein .zutreffendes .Bild  .

Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss | 47 
Saubere Lösung
von .der .Lage .des .Betriebs .und .stellt  .die .Chancen .und .Risiken .der .zukünftigen .Entwicklung .zutreffend .dar  . .Die .
Prüfung .der .Einhaltung .der .Pflichten .zur .Rechnungslegung .nach .§ .6b .Abs . .3 .EnWG, .wonach .für .die . Tätigkeiten .
nach .§ .6b .Abs . .3 .EnWG .getrennte .Konten .zu .führen .sind, .hat  .zu .keinen .Einwendungen .geführt  .“
Den .vorstehenden .Bericht  .über .die .Prüfung .des .Jahresabschlusses .zum .31 . .Dezember .2015 .(Bilanzsumme .EUR  .
70 .248 .013,55; .Jahresüberschuss .EUR .2 .343 .376,04) .und .des .Lageberichts .für .das . Wirtschaftsjahr .2015 .der  .
Abfallwirtschaftsbetriebe .Münster .haben .wir .in .Übereinstimmung .mit  .den .gesetzlichen . Vorschriften .und .den  .
Grundsätzen .ordnungsmäßiger .Berichterstattung .bei .Abschlussprüfungen .(IDW .PS .450) .erstattet  .
Duisburg, .den .06 . .Mai .2016
PKF FASSELT SCHLAGE
Partnerschaft  .mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Rechtsanwälte
Lickfett  . .  . Norta .
Wirtschaftsprüferin . . Wirtschaftsprüfer

48 | Geschäftsbericht 2015 | Jahresabschluss
Saubere Lösung
Impressum
Herausgeberin
Stadt .Münster
Abfallwirtschaftsbetriebe .Münster
Rösnerstraße .10 .
48155 .Münster
awm@stadt-muenster .de
www .awm .muenster .de
Mai .2016 .| .500
Konzept
X & Y .Design .und .Kommunikation .| .Münster
Druck
Druckerei .Joh . .Burlage
48157 .Münster

Saubere
Lösung
Abfallwirtschaftsbetriebe .Münster
Rösnerstraße .10 .
48155 .Münster
T elefon: .0251/605253
T elefax: .0251/605248
awm@stadt-muenster .de
www .awm .muenster .de
Recyclingpapier .aus .100 % .Altpapier
X & Y .Design .| .Münster

Anlage 2

72297 Zeichen

Achtung!
SChnitt leicht schräg.
Achtung!
SChnitt leicht schräg.
graue Fläche wird 
weggeschnitten.
graue Fläche wird weggeschnitten.
Journal
für Nachhaltigkeit und 
Geschäftsentwicklung
2015
Recyclingpapier aus 100 % Altpapier
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
Rösnerstraße 10 
48155 Münster
T elefon: 0251/605253
T elefax: 0251/605248
awm@stadt-muenster.de
www.awm.muenster.de
Saubere
Lösung
Saubere
Lösung
Recyclingpapier aus 100 % Altpapier

Saubere Lösung
Saubere Lösung
Viele Ziele – von der Abfallvermeidung bis zur Erhöhung 
der Recyclingquoten – können wir gemeinsam mit unseren 
Bürgerinnen und Bürgern erreichen. Und wir wissen: Früh 
übt sich, wer ein Umweltschützer und Lokalheld werden will. 
Aber auch die Großen lernen nie aus. Mit unserer Öffentlich-
keitsarbeit sprechen wir deshalb über spezielle Angebote 
und Aktionen alle Zielgruppen an. Einige davon werden Sie in 
diesem Heft entdecken. Als neues Angebot zur Abfallvermei-
dung haben wir zum Beispiel auf jedem unserer Recyclinghö-
fe eine „ Wechselstube“ aufgestellt. Was genau sich dahinter 
verbirgt, lesen Sie auf S. 7. 
Im Schulterschluss mit den Münsteranern können wir viel 
schaffen. Manchmal gibt es auf dem Weg zum Ziel aber auch 
„Stolpersteine“ , die nur mit Änderungen auf gesetzlicher Ebe-
ne aus dem Weg zu räumen sind. Im Verband kommunaler 
Unternehmen kämpfen wir aktuell auf Bundesebene für ein 
Wertstoffgesetz, das den Kommunen die alleinige Organisati-
onsverantwortung für die Erfassung von Leichtverpackungen 
und stoffgleichen Nichtverpackungen überträgt – damit die 
stadtweite Einführung der Wertstofftonne unter den besten 
Bedingungen für die Münsteranerinnen und Münsteraner 
endlich Wirklichkeit wird. 
In Sachen Wertstoffgesetz hoffen wir auf Neuigkeiten für das 
kommende AWM-Journal für Nachhaltigkeit und Geschäfts-
entwicklung. Jetzt aber wünschen wir Ihnen erst einmal eine 
spannende Lektüre dieser Ausgabe. 
Auf dem 
richtigen Weg 
Vertrauen ist die Währung der  Zukunft. Demnach verfü-
gen die kommunalen Unternehmen in Deutschland über 
ein großes Budget, wie Ende Dezember eine Umfrage des 
Meinungsforschungsinstituts forsa ergeben hat. Drei von vier 
Deutschen bringen ihnen großes Vertrauen entgegen, über 
90 Prozent sind mit ihren Leistungen zufrieden. 
Dass dieses Ergebnis auf Bundesebene konform geht mit 
der Meinung der Münsteranerinnen und Münsteraner zum 
kommunalen Unternehmen AWM, hat wieder die reprä-
sentative Bürgerumfrage „AWM-Barometer“ (S. 6 ) gezeigt. 
Jährlich fragt die Forschungsgruppe BEMA der Westfälischen 
Wilhelms-Universität unsere Bürgerinnen  und Bürger in 
unserem Auftrag nach ihrer Einschätzung zu unserer ökologi-
schen und ökonomischen Ausrichtung und zur Zufriedenheit 
mit unseren Leistungen. In der Kategorie „Gesamtzufrieden-
heit“ liegen unsere Werte – an Schulnoten gemessen – kons-
tant zwischen „sehr gut“ und „gut“ . 
Mit unserer ökologisch, ökonomisch und sozialverträglich 
ausgerichteten Abfallwirtschaft gehen wir genau den Weg, 
den unsere Bürgerinnen und Bürger für Münster wollen. Des-
halb ist es auch nur konsequent, diesen Erfolgsweg weiter zu 
verfolgen. Unser neues Abfallwirtschaftskonzept (S. 26) ist 
dazu der Wegweiser bis zum Jahr 2021. 
Patrick Hasenkamp
Betriebsleiter AWM
AWM-Journal 2015 | Editorial | 1
Ludger Steinmann
Vorsitzender des 
AWM Betriebsausschusses
Matthias Peck
Beigeordneter

Saubere Lösung
2015
bei den AWM
Januar
Tauschen und 
Verschenken: AWM 
öffnen Wechsel-
stuben
Februar
Geballte Fachkom-
petenz:
Abfallwirtschafts-
tage in der Halle 
Münsterland
März
Girls’ Day: 14 
Mädchen krempeln 
bei den AWM die 
Ärmel hoch
April
AWMs next 
T opmodel: 
Foto-Shooting für 
unsere Kampagne
Mai
Aha, E-Schrott: 
Quiz und Infos auf 
dem Domplatz
Juni
MBRA in AWM-
Hand: Feierliche 
Schlüsselüber-
gabe
Seite 7 Seite 26Seite 19

Saubere LösungSaubere Lösung
Juli
Ferien in Atlantis: 
Auch Manni Mehr-
wert von den AWM 
sorgt für Spiel und 
Spaß
August
5 aus 101: 
Gewinnen mit der 
AWM-Stadtrallye
September
Aufmerksamkeit 
schenken: Unsere 
Azubis engagieren 
sich beim ZeitStif-
teTag
Oktober
1000 T onnen 
Laub: Die AWM im 
Herbst-Sonderein-
satz
November
Münster is(s)t 
abfallarm: Ausstel-
lung im Cineplex
Dezember
Fröhliches Fest: 
„Große“ AWM-
Weihnachtsgrü-
ße 
Seite 6 Seite 20 Seite 7
Stadt und Bürger
4  Lokalhelden
 Sauber, Münster!
6  Stadtrallye
 Auf Nummer sauber
6  Umfrage
 Stadtsauberkeit als 
 Bürgersache
7  Abfallvermeidung
 Immer mehr für weniger
8  101 Lösungen
 … für eine blitzblanke Stadt
9  Services   
 Was können wir für 
 Sie tun?
Wirtschaft und Verwaltung
10  Servicetalent
 Flexibilität ist alles
12  Individuell gelöst
 Die Immobiliengesellschaft  
 Villeringheide setzt auf 
 Unterflurcontainer
14  Gut koordiniert
 AWM übernehmen 
 Abfallentsorgung in 
 Flüchtlingsunterkünften
AWM Hintergründe
16  Erfinder
 Nachwuchskräfte gesucht
18  Direkter Draht
 Der AWM-Kundenservie 
19 Münsteraner Macherinnen
 Girls’ Day bei den AWM
19 Putzplan XXXL
 Aktion „Sauberes Münster“
20  Viel Betrieb im Betrieb
 Thema: Ausbildung 
21  Mehr Power
 Gesundheitsförderung bei  
 den AWM
AWM Umwelt
22 Umweltschützer
 Alles in einer Hand
24  Fegen mit Regen
 Kehrmaschinen nutzen  
 Regenwasser
25  Kids fürs Klima
 Workshop mit 
 Erzieherinnen
25 Sommer, Sonne … 
 … sauberer Aasee, 
 die Aktion
26 Nachhaltigkeit 
 vorausgedacht
 Neues 
 Abfallwirtschaftskonzept
28 Impressum Saubere LösungSaubere Lösung
AWM-Journal 2015 | Inhalt | 3

4 | AWM-Journal 2015 | Stadt und Bürger
Sauber, 
Münster!
Packen wir es an, zusammen! Saubere Straßen, Wege und Plätze in Münster 
sind ein Gemeinschaftsprojekt. Da sind AWM und Bürgerinnen und Bürger 
gleichermaßen gefragt. Wir, die AWM, sorgen dafür, dass die ordnungsgemä-
ße Abfallentsorgung in der Stadt immer bequemer wird. Wir stellen Müll-
tonnen und Container auf und leeren sie nicht nur regelmäßig, sondern in 
Hoch-Zeiten auch nach Bedarf. Wir bieten kostenlose Hundekotbeutel, damit 
kleine Hinterlassenschaften keine großen Ärgernisse produzieren. Wir sau-
gen mit dem Glutton noch in den kleinsten Ecken der Stadt. Und wir verlän-
gern die Öffnungszeiten unserer Recyclinghöfe, damit Abfallentsorgung und 
-verwertung noch einfacher werden. Angebote, die die Münsteraner fleißig 
nutzen. Mehr noch: Einige haben als Paten die Sauberkeit in ihrem Viertel 
besonders im Blick. Und gleich Tausende haben auch in diesem Jahr wieder 
bei der Aktion „Sauberes Münster“ mit aufgeräumt. Ein großes Dankeschön 
an alle!
„Starke Arme für große Geräte “
Abholung großer E-Geräte:
Nr. 16 von 101 sauberen
Lösungen für Münster.
„Münsters gute Stuben“ 
Wechselstuben am Recyclinghof:
Nr. 50 von 101 sauberen 
Lösungen für Münster.

Saubere Lösung
AWM-Journal 2015 | Stadt und Bürger | 5 
89 Prozent der Befragten (AWM-Barometer 2015) sind 
sehr zufrieden oder zufrieden mit den Leistungen der 
AWM.
25.238 t Wertstoffe und Abfälle haben die Bürgerinnen 
und Bürger an unseren elf Recyclinghöfen abgegeben
Rund 600 Bürgerinnen und Bürger besuchten im Mai 
unseren Infonachmittag zum Thema „richtige Ent-
sorgung von E-Schrott, Akkus und Batterien“ auf dem 
Domplatz. 
Rund 80 Prozent der Befragten (AWM-Barometer 2015) 
sind sehr zufrieden oder zufrieden mit der Straßenreini-
gung in Münster.
736 wilde Müllablagerungen wurden uns gemeldet 
und von unseren Mitarbeitenden entfernt.
„Erste Wahl für alte Fummel“
Gemeinnützige 
Altkleidersammlung:
Nr. 5 von 101 sauberen 
Lösungen für Münster.

Zeugnis für die AWM
Umweltschutz und Entsorgung
 
Dienstleistung und Service
Zufriedenheit mit Straßenreinigung
Zustimmung zur Höhe der
Abfallentsorgungsgebühren
(Note 2013: 1,6 bis 2,0 / Note 2010: 1,8 – 2,3)
(Note 2013: 1,6 bis 2,0 / Note 2010: 2,2 – 2,8)
sehr gut
 sehr gut
   80 %
   89 %
6 | AWM-Journal 2015 | Stadt und Bürger
„Stadtsauberkeit ist vor allem Bürgersache!“
Umfrage liefert interessante Ergebnisse
Das AWM-Barometer ist eine jährliche T elefonumfra-
ge, durchgeführt von der Forschungsgruppe BEMA der 
Westfälischen Wilhelms-Universität für die AWM. Dieses 
Jahr waren wir besonders gespannt auf die Ergebnisse, 
denn wir haben mit dem Thema „Stadtsauberkeit“ einen 
Schwerpunkt gesetzt, der öffentlich viel diskutiert wird 
und den wir weit oben in der Agenda haben. 
Doch zuerst interessiert uns eines brennend: „ Wie zu-
frieden sind Sie mit den Leistungen und Angeboten der 
AWM?“ . Mit der Note 1,86 bekamen wir wieder eine sehr 
positive Bewertung. Das freut uns. Außerdem wichtig: Für 
fast 90 Prozent stimmt unser Preis-Leistungsverhältnis. 
Im Vergleich zur ersten Umfrage 2010 haben wir uns in 
einigen Bereichen nach Bürgermeinung deutlich verbes-
sert. Wo vorher meist noch eine 2 vor dem Komma stand, 
verzeichnen wir jetzt bei diesen vier Punkten mit Durch-
schnittsnoten von 1,5 bis 1,8 deutliche Steigerungen: Die 
AWM machen es leicht, Abfall umweltgerecht zu entsor-
gen. Die AWM leisten einen wichtigen Beitrag für den 
Umweltschutz, für die nachhaltige Entwicklung der Stadt 
Münster und für die Stadtsauberkeit.
Schwerpunkt Stadtsauberkeit
Und zur Stadtsauberkeit haben die Befragten noch weitere 
interessante Auskünfte gegeben. So finden rund 90 Prozent 
ein sauberes Stadtbild für ihre Lebensqualität in Münster 
sehr wichtig oder wichtig. Die meisten, knapp 80 Prozent, 
sind mit der Sauberkeit in ihrer eigenen Wohngegend auch 
sehr zufrieden oder zufrieden. Allerdings stellt „Littering“ 
an manchen Orten für die Mehrheit ein Problem dar: am 
Hauptbahnhof, am Aasee, in den Stadtparks, der Promena-
de oder am Kanal. Was aber könnten Lösungen für mehr 
Stadtsauberkeit sein? Über 77 Prozent finden es sehr wichtig 
oder wichtig, an die Eigenverantwortung der Bürger zu 
appellieren. Denn dass für die Sauberkeit des öffentlichen 
Raumes vor allem die Bürger selbst zuständig sind – dem 
stimmten fast Dreiviertel der Befragten zu. Einige der 
Befragten wünschen sich noch mehr Papierkörbe und einen 
noch enger getakteten Leerungsrhythmus.
Unser Fazit: Für eine saubere Stadt sind beide gefragt, Bürger 
und AWM. Wir nehmen die Ergebnisse als Ansporn, weiter 
zu motivieren und uns zu engagieren, danke! 
Da sieht man ja die AWM vor lauter Zahlen nicht mehr! 
Einen ganzen Schilderwald mit AWM-orangefarbenen 
Zahlen gab es von Ende August bis Mitte Oktober in Münster 
zu sehen. An Litfaßsäulen, Bushaltestellen und Geschäften 
und natürlich auf den AWM-Fahrzeugen. Aber was steckt 
dahinter? Ganz einfach: ein AWM-Gewinnspiel inklusive 
Stadtrallye. Eine Aktion, mit der wir auf unterhaltsame Art 
auf unsere 101 sauberen Lösungen für Münster aufmerksam 
machen wollten. Mit Erfolg. Viele Bürgerinnen und Bürger 
beteiligten sich und begaben sich auf die Suche. Die Aufga-
be: Fünf Zahlen entdecken und auf unserer Homepage die 
Auf Nummer sauber
Die AWM-Stadtrallye 
dazugehörende saubere Lösung finden. So erarbeiteten sich 
die T eilnehmenden nicht nur eine Gewinnchance, sondern 
lernten auch die AWM noch besser kennen. Schließlich woll-
ten wir mit der Kampagne und dem Gewinnspiel zeigen, was 
wir alles machen und mit wie vielen guten Ideen wir uns um 
Müllentsorgung, Stadtreinigung und Umwelt kümmern. So 
freute sich etwa Barbara Mehlich-Biesemann, Gewinnerin 
des Hauptpreises: „Die AWM Online-Tausch-Börse, die sich 
hinter der Zahl 72 versteckt hatte, kannte ich noch gar nicht. 
Eine tolle Möglichkeit zur Abfallvermeidung!“ Wir wünschen 
ihr viel Spaß beim Wochenende in Bremerhaven. 
Erfolgreiche Zahlensucher – Patrick Hasenkamp, AWM-Betriebsleiter, 
gratuliert den Gewinnerinnen und Gewinnern der Stadtrallye: Familie 
Mehlich-Biesemann reist für ein Wochenende nach Bremerhaven, mit 
Besuch des Klimahauses und des Zoos am Meer. Katharina Haubeck ist 
jetzt Besitzerin eines neuen Hollandrades und über je einen Send-Bum-
melpass freuen sich Christine Schütt und Lucas Hahn.
„Finde 5 aus 101“ lautete das Motto für die AWM-Stadtrallye. 
Die Zahlen waren über sechs Wochen lang überall in Münster zu 
entdecken.

Saubere Lösung
AWM-Journal 2015 | Stadt und Bürger | 7
Die alte Jeans zwickt. Die CDs hört man eigentlich gar nicht 
mehr. Das Spielzeug liegt unbeachtet im Kinderzimmer. Und 
der Joghurt im Kühlschrank ist schon über dem Mindesthalt-
barkeitsdatum. Also alles ein Fall für die T onne? Keineswegs. 
Dass vieles, was unbrauchbar zu sein scheint, durchaus noch 
nützlich sein kann, machen wir bei den AWM mit zahlreichen 
Projekten und Initiativen immer wieder deutlich. Schließlich 
steht für uns die Vermeidung von Abfall an erster Stelle, noch 
vor Verwertung und Recycling. Ein Thema, über das wir nicht 
nur gerne reden, sondern zu dem wir uns auch ungewöhnlich 
praktische Lösungen einfallen lassen. So etwa die „ Wechsel-
stuben“ , für die wir 2015 eine Auszeichnung der stadtweiten 
Aktion „Gutes Morgen Münster“ erhalten haben, bei der es 
darum geht, zukunftsweisende Ideen für Münster zu entwi-
ckeln und umzusetzen.
Mehr dazu unter www.gutes-morgen.ms.
Tauschen im Trend: 
Wechselstuben
Wechselstuben funktionieren 
nach dem Motto „ Was der eine 
nicht mehr benötigt, bringt dem 
anderen noch viel Freude“ . In den 
umgebauten T elefonzellen der 
AWM können alle Münsterane-
rinnen und Münsteraner kosten-
los gut erhaltenes Spielzeug, Bü-
cher, CDs sowie DVDs tauschen 
oder verschenken. Praktisch: Die Wechselstuben haben ihren 
festen Platz auf allen 11 Recyclinghöfen in Münster. Vieles, 
was dort sonst im Container gelandet wäre, findet jetzt ganz 
einfach den Weg in die Wechselstuben. Damit leisten wir im 
Sinne der Abfallvermeidung einen umweltpolitischen Beitrag 
und fördern außerdem die Kommunikation der Münsteraner 
untereinander. Diesen kreativen Weg wollen die AWM noch 
weiter ausbauen. Die Idee: 
ein Netz an Wechselstuben 
in Münster zu spannen, 
um auch an gut besuchten 
Punkten in der Stadt das 
Tauschen und Schenken 
zu fördern. 2016 startet 
die Suche nach Standor-
ten und nach Paten, die in 
„ihrer“ Wechselstube in der 
Nachbarschaft nach dem 
Rechten sehen. 
Immer mehr für weniger
AWM initiieren zahlreiche Projekte zur Abfallvermeidung
„Zu gut für die Tonne – Münster is(s)t abfallarm“
Für gut Erhaltenes aus dem Haushalt findet sich also 
vielleicht ein neuer glücklicher Abnehmer. Doch was ist mit 
dem abgelaufenen Joghurt? Mit der Initiative „Zu gut für die 
Tonne – Münster is(s)t abfallarm“ haben die AWM zusammen 
mit dem Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit 
auch dazu Infos, Denkanstöße und Lösungen geliefert. Im 
Rahmen der Europäischen Woche der Abfallvermeidung fand 
vom 21.– 29.11. 2015 eine Aktionswoche statt. Denn Lebens-
mittel sind ein Riesenthema, wenn es um Abfallvermeidung 
geht. 82 kg werfen wir pro Kopf im Jahr allein in Deutschland 
weg. Mit den Lebensmittelabfällen aus Großhandel, Industrie, 
Restaurants und Kantinen summiert sich das auf 11 Millionen 
T onnen. Das kommt nicht nur Deutschland, sondern die ganze 
Welt teuer zu stehen. Denn der Lebensmittelmarkt ist global. 
30 Prozent der weltweiten Treibhausgase hängen mit der 
Ernährung zusammen. Für die Herstellung von Lebensmitteln 
werden kostbare Ressourcen benötigt: Ackerboden, Was-
ser, Dünger, Energie für Ernte, Verarbeitung und Transport. 
Ressourcen, die schlichtweg „in der T onne“ landen, wenn wir 
noch gut erhaltene Lebensmittel wegwerfen. 
Gegen diese Verschwendung machte die Aktionswoche „Zu 
gut für die T onne – Münster is(s)t abfallarm“ mit verschiede-
nen Projekten mobil – von einer Wanderausstellung über die 
Vorführung des Dokumentarfilms „ Taste the Waste“ bis hin 
zu Kurzvorträgen von Experten und einem Austausch lokaler 
Initiativen. Verbraucherinnen und Verbraucher konnten viele 
wertvolle Tipps mitnehmen, wie Lebensmittelabfälle gar nicht 
erst entstehen. Nur nach Bedarf einkaufen, Nahrungsmittel 
richtig lagern und Reste sinnvoll verwerten – damit ist bereits 
ein guter Anfang gemacht. Und: Auch wenn das Mindest-
haltbarkeitsdatum des Joghurts abgelaufen ist, kann er noch 
einwandfrei sein und gut schmecken. Versuch macht klug und 
schont die Ressourcen. 
Übrigens hat diese Aktionswoche der AWM und des Amts für 
Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit nicht nur den T eil-
nehmenden in Münster besonders gefallen. Sie wurde auch 
für die EU-Awards nominiert, die am 11. Mai 2016 in Brüssel 
vergeben werden. Eine Jury, bestehend aus VertreterInnen des 
Bundesumweltministeriums, des Umweltbundesamts und 
des Verbands kommunaler Unternehmen, hat sie aus den 
eingegangenen Bewerbungen ausgewählt und in das Rennen 
um die europäische Auszeichnung in der Kategorie Verwal-
tung geschickt. Wir freuen uns über die Nominierung und 
nehmen das als Ansporn, uns weiter mit neuen Ideen zum 
Thema Abfallvermeidung zu engagieren.

„Ich freue mich über saubere Natur“
Dorothee Hebben ist seit fünf Jahren Patin für eine saubere Stadt in Gremmendorf. 
Was macht eine Patin für eine saubere Stadt?
Ich sehe meine Aufgabe darin, für eine saubere Umgebung zu sorgen, indem ich selbst Abfälle einsammele und in 
Fällen, in denen Profis fürs Aufräumen gefragt sind, die AWM informiere. 
Zigarettenkippen, Bonbonpapier, Kaffeebecher ... das alles liegt immer häufiger auf Münsters Straßen und Grünflä-
chen. Was denken Sie darüber?
Es macht mich traurig zu sehen, wie verantwortungslos manche Menschen handeln. Dabei fordern viele eine sau-
bere Natur, wollen aber keinen Handschlag dafür tun, ganz nach dem Motto: „ Warum soll ich das machen? Dafür 
zahle ich ja“ . 
Warum engagieren Sie sich in dieser Form?
Ich freue mich über eine saubere Natur. Spenden an Umweltorganisationen landen auf irgendeinem Konto, aber 
eine saubere Umwelt kann ich selber sehen und mich darüber freuen.
8 | AWM-Journal 2015 | Stadt und Bürger
Coffee to go, Mittagsnudeln in der Box, Hamburger-Menüs 
in der Tüte, Grills, die man nur einmal benutzt – genau wie 
das T elefonieren ist auch das Pausieren mobil geworden. 
Ob auf einer sonnigen Parkbank oder auf den Wiesen an 
der Promenade, am Kanal und am Aasee – überall wird die 
Picknickdecke ausgebreitet, der Grill angezündet, gegessen 
und getrunken. Eine spannende Entwicklung mit einer ganz 
besonderen Herausforderung: Abfall. 
Wenn schon an ganz normalen Tagen das Aufkommen von 
herumliegenden Kaffeebechern und Co. in der Stadt steigt, 
ist es an warmen Tagen, Wochenenden und bei Veranstal-
tungen extrem. „Littering“ nennt sich diese Verschmutzung 
des öffentlichen Raumes. Ein wachsendes Phänomen, das 
die T eams der Straßenreinigung der AWM fordert. 73 Mit-
arbeitende sind bei der AWM-Straßenreinigung im Einsatz. 
Sie säubern 100.000 km Straßen und Wege, leeren rund 
2.000 Papierkörbe, arbeiten mit 64 Reinigungsfahrzeugen 
und sind immer da, wo sie gebraucht werden. In der Innen-
stadt ist sogar eine „Intensivpflege“ im Einsatz: morgens 
und abends Grundreinigung, zwischendurch nach Bedarf 
punktuell.
Angebote für eine 
blitzblanke Stadt
Nun ist Aufräumen zwar eine Lösung, jedoch keine nachhal-
tige. „Stadtsauberkeit ist zuerst Aufgabe der Bürgerinnen 
und Bürger“ , äußerte auch Oberbürgermeister Markus Lewe 
im Rahmen der Aktion „Sauberes Münster“ . „Die Entschei-
dung, die Papierkörbe in der Stadt zu nutzen, trifft der 
Einzelne. Erst danach – im zweiten Schritt – kommen die 
AWM und sorgen für die Sammlung und die fachgerechte 
Entsorgung der Abfälle.“ Damit aus der „ Wegwerf-Mentali-
tät“ eine „ Wegräum-Kultur“ wird, sensibilisieren die AWM in 
der Öffentlichkeitsarbeit für das Thema. Und denken über 
immer neue Lösungen nach, wie das Müllentsorgen für die 
Münsteranerinnen und Münsteraner unterwegs noch einfa-
cher und bequemer werden kann. 
5 von 101 cleveren Lösungen für ein 
sauberes Münster
Big Belly – der intelligente Abfalleimer kann Abfall pressen und 
Mails senden, wenn er geleert werden will. Und das umwelt-
schonend mit Solarenergie. 
Glutton – saugt still und leise selbst da, wo keiner mehr fegen 
kann: zwischen Fahrrädern, unter Bänken, in Fugen. 
Unterirdische Abfallcontainer – die unauffälligen und platz-
sparenden riesigen Abfallsammler. Am Studentenwohnheim 
Boeselburg und am Aasee. 
Hundekotbeutelspender – 80 Mal sorgen sie in Grünanlagen 
für ein duftes Miteinander. Gratis! 
Eventreinigung – „Müll Müll Hurra“ , nur einer von vielen lusti-
gen Slogans auf T onnen und sechs Glascontainern, die wir auf 
Veranstaltungen aufstellen und die Gäste humorvoll zu mehr 
Stadtsauberkeit motivieren. 
Mehr Angebote rund um die Stadtsauberkeit finden Sie auf 
http:/ /awm.stadt-muenster.de unter „101 saubere Lösungen“ .
Saubere Lösung

AWM-Journal 2015 | Stadt und Bürger | 9
Was haben die AWM mit der demografischen Entwicklung zu 
tun? Mit dem Trend zum autofreien Leben? Oder mit verän-
derten Arbeitszeiten und Lebensgewohnheiten? Sehr viel. 
Denn wenn sich die Gesellschaft verändert, verändert sich 
auch der Abfall und seine Entsorgung. Vor allem einem Unter-
nehmen wie den AWM, das nicht nur als Entsorger, sondern 
auch als der innovative Dienstleister wahrgenommen werden 
will, der er ist, stellen sich dadurch immer neue Herausforde-
rungen. Wir suchen nach Lösungen, um die Entsorgung und 
Verwertung für alle so einfach, effizient und umweltverträg-
lich zu gestalten wie möglich. Erstklassige Services sind unser 
Ziel – so wollen wir bis 2020 für alle Kunden und Bürger zu 
dem Premium-Dienstleister in Sachen Entsorgung werden. 
Und wir sind auf einem guten Weg, wie unsere Beispiele 
zeigen. 
Neu: E-Geräte-Abholung aus Haushalten
Gut einen Zentner kann eine Waschmaschine locker auf die 
Waage bringen. Für viele zu viel, um einen Transport selbst 
in die Hand zu nehmen. Doch wie kommt die ausgediente 
Maschine dann zur Abholung an die Straße oder zum Recyc-
linghof? Zu unserem bisherigen Angebot, große E-Geräte zur 
Abholung von der Straße kostenfrei anzumelden, haben wir 
jetzt eine neue Lösung im Repertoire. Mit dem neuen Service 
E-Geräte-Abholung übernehmen die AWM für einen Kosten-
beitrag von 20 Euro den Transport von sperrigen und großen 
Elektrogeräten aus der Wohnung oder dem Keller. Jedes 
weitere große E-Gerät nehmen wir für je 10 Euro mit. Die 
Abholung kann einfach online, per Postkarte oder telefonisch 
angemeldet werden. Eine – im doppelten Wortsinn – Entlas-
tung für die steigende Zahl an älteren Mitbürgern und ein 
guter Service für alle, die kein eigenes Auto besitzen. 
Was können wir für Sie tun?
AWM bauen Services weiter aus
Neu: verlän-
gerte Öff-
nungszeiten
Andere haben 
da weniger ein 
Transport- als 
vielmehr ein 
Zeitproblem. 
Die Öffnungs-
zeiten des nächstgelegenen Recyclinghofes passen manch-
mal schlicht nicht zu den eigenen Arbeitszeiten. Zwischen 
8.30 Uhr und 19 Uhr ist es jetzt an vielen Recyclinghöfen 
immer häufiger möglich, seine Abfälle abzugeben – etwa 
entspannt nach Feierabend. Siehe Infokasten. 
Neu: Wechselstuben
Der Bildband über Südafrika ist noch in einem T op-Zustand? 
Dann empfehlen wir die neuen Wechselstuben. Tauschen 
oder verschenken statt wegwerfen, das ist das Prinzip dieser 
umgebauten T elefonzellen, auch als Give-Boxen bekannt. 
Sie stehen heute an jedem der elf Recyclinghöfe bereit und 
sollen in Zukunft auch in der City aufgestellt werden. Mehr zu 
diesem Thema lesen Sie auf Seite 7.
Neu: Übersichtskarten für Container
Wo ist der nächste Altkleider-Container der AWM? Wo kann ich 
E-Schrott wie meinen alten T oaster sicher und gratis entsor-
gen? Im Online-Entsorgungskalender finden Suchende jetzt 
Übersichtskarten mit den aktuellen Containerstandorten und 
können mit einem Klick die Öffnungszeiten des nächstgelege-
nen Recyclinghofes erfragen.
Länger offen
Die neuen Extra-Öffnungszeiten der Recyclinghöfe
Hiltrup: zusätzlich montags 12 bis 19 Uhr
Gievenbeck: zusätzlich dienstags 12 bis 19 Uhr
Nienberge: zusätzlich mittwochs 8.30 bis 13 Uhr
Wolbeck: zusätzlich donnerstags 8.30 bis 13 Uhr
Roxel: statt kurz vormittags jetzt donnerstags 
nachmittags lange geöffnet von 12 bis 19 Uhr
Mecklenbeck und Handorf: zusätzlich freitags 12 
bis 19 Uhr im 14-täglichen Wechsel 
Eine Übersicht mit Öffnungszeiten, Standorten 
und allen weiteren Informationen zu den AWM-Re-
cyclinghöfen gibt es unter www.awm.muenster.de

10 | AWM-Journal 2015 | Wirtschaft und Verwaltung 
Flexibilität 
ist alles
Manches ist schwer planbar. Das Wetter gehört unbestritten dazu. Dass es 
z.B. am Wochenende so schön wird, dass Hunderte am Aasee grillen und 
T onnen Abfall hinterlassen werden, ahnt man frühestens beim aktuellen 
Wetterbericht. Trotzdem sind wir von den AWM da und stellen uns auf 
das Unplanbare ein. Wilde Müllkippen gesichtet? Wir kommen. Berge von 
Möbelverpackung vor einer neu eingerichteten Flüchtlingsunterkunft? Wir 
holen sie spontan außer der Reihe ab. Herausforderungen, die für uns als 
Entsorger zum Alltag gehören, sie sind Ansporn und Chance zugleich. Denn 
gerade dann können wir zeigen, was wir können. Und das gilt nicht nur für 
Unvorhergesehenes, sondern auch für individuelle Wünsche und Bedürf-
nisse unserer Kunden. Gerne planen wir mit ihnen eigene ungewöhnliche 
Entsorgungswege, etwa Unterflurcontainer auf dem Firmengrundstück. 
Oder wir übernehmen kurzerhand die Koordination rund um die Entsorgung 
in Flüchtlingsheimen. Denn manchmal sind die besten Lösungen vor allem 
die schnellen und unbürokratischen. Und da ist Flexibilität eben alles.
„Ein Team für alle Fälle“
Erstklassiger Kundenservice: 
Nr. 18 von 101 sauberen
Lösungen für Münster.
„Prädikat besonders wertvoll!“
Wertstoffsammlung:
Nr. 48 von 101 sauberen
Lösungen für Münster.

Saubere Lösung
AWM-Journal 2015 | Wirtschaft und Verwaltung | 11
Saubere Lösung
Bei über 20 Großveranstaltungen in Münster leisten 
wir die Entsorgung der Abfälle und die Reinigung der 
Veranstaltungsflächen.
Über 10.000 Aufträge für Sonderleerungen, Contai-
nerbestellungen etc. bearbeiten wir pro Jahr.
Über 18.000 Beratungsgespräche führen unsere Ver-
triebsmitarbeitenden mit Gewerbekunden pro Jahr.
Mit 4,8 von 5 Sternen wird unser Containerdienst 
auf dem Online-Portal Containerbestellung24.de 
bewertet.
„Ihren Papierkram lieben wir“
Papierrecycling: 
Nr. 54 von 101 sauberen 
Lösungen für Münster.

Saubere Lösung
12 | AWM-Journal 2015 | Wirtschaft und Verwaltung
Zugegeben, Abfalltonnen 
sind nicht unbedingt 
schön. Und auch die oft 
gebauten Behausungen 
überzeugen ästhetisch 
nicht immer und nehmen 
zudem viel Platz weg. 
Wie schafft man also eine 
Lösung, die die Herausfor-
derung Müllentsorgung 
elegant und effizient zu-
gleich löst? Das fragte sich 
Maike Maasjost, die zusammen mit ihrem Mann Bernward 
die Geschäftsführung der Immobiliengesellschaft Villering-
heide in Münster innehat. Als Eigentümer setzen sie für den 
Bürokomplex an der Wilhelm-Schickard-Straße auf Unter-
flurcontainer und fanden damit die gewünschte ganzheitli-
che Lösung. Und mit den AWM einen zuverlässigen Partner 
von der Planung bis zur Leerung.
Frau Maasjost, Unterflurcontainer zur Abfallentsorgung sind 
ja längst noch nicht alltäglich. Wie kamen Sie auf die Idee?
Freunde haben mich auf den Gedanken gebracht; ich selbst 
hatte bis dahin noch nichts von einer solchen Lösung gehört. 
Sie kannten das System und konnten auch gleich einen Kon-
takt zu einem Produzenten herstellen. Es stellte sich heraus, 
dass in Münster bereits mit den Abfallwirtschaftsbetrieben 
Münster solch ein Projekt realisiert wurde – ein Unterflur-
containersystem am Studentenwohnheim Boeselburg. Die 
AWM haben vorgeschlagen, sich dort zu treffen, sodass ich 
mir das System einmal direkt vor Ort ansehen konnte. 
Und wie war Ihr Eindruck?
Ich war sofort überzeugt davon. Es ist sauber, ordentlich, 
eine sehr langfristige Lösung. Genauso wie wir uns das 
vorgestellt hatten. Und das System hat ja auch viele Vorteile, 
Unterflurcontainer – 
die Oberklasse in der Abfallentsorgung
Die Villeringheide Immobilien GmbH setzt auf Unterflurcontainer
die erst im Alltag richtig deut-
lich werden. So müssen unsere 
Mieter jetzt keinen Mitarbeiter 
mehr abstellen, der sich darum 
kümmert, dass die T onnen zu 
den Abfuhrzeiten auch an der 
Straße stehen. Da gab es oft 
Schwierigkeiten, weil es verges-
sen wird oder weil die Rollen 
von einem Behälter kaputt sind. 
Bei den Unterflurcontainern 
fallen all diese Probleme weg. 
Man muss sich quasi um nichts mehr kümmern. 
Wie lief dann die Planung und Realisierung des Projektes 
Unterflurcontainer?
Die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten hat sehr gut 
geklappt. Die AWM waren von Anfang an involviert. Herr 
Lübbering aus dem Vertrieb der AWM hat uns in allen Pha-
sen sehr kompetent und freundlich begleitet, auch in den 
vertraglichen Angelegenheiten. Das lief alles Hand in Hand 
und völlig unproblematisch. 
Und wie funktioniert die Abfallentsorgung per Unterflur-
container im Alltag? 
Reibungslos. In unserem Gebäude haben sich neben uns als 
Eigentümer verschiedene Firmen eingemietet. Rund 200 
Menschen arbeiten hier. Wir haben eine kurze Einführung 
organisiert, um zu zeigen, wie man die Container bedient. 
Daran hat je ein Mitarbeiter aus den hier ansässigen Unter-
nehmen teilgenommen und im Anschluss die Schlüssel für 
die Einwurfklappen der drei Container übernommen.
Wie wird sortiert?
Wir verfügen über drei Unterflurcontainer, jeweils für Wert-
stoffe, Papier und Restmüll. Bioabfälle machen bei uns im

Saubere Lösung
AWM-Journal 2015 | Wirtschaft und Verwaltung | 13
Unterflurcontainer – 
die Oberklasse in der Abfallentsorgung
Die Villeringheide Immobilien GmbH setzt auf Unterflurcontainer
Von Aasee bis Boeselburg
Unterflurcontainer in Münster
Die unterirdische Entsorgung macht in Münster Schule. Am 
Studentenwohnheim Boeselburg und am Aasee sammeln 
die AWM bereits in Unterflurcontainern Abfall. Eine effiziente 
Form der Abfallentsorgung, die auch für gewerbliche Kunden 
und Großwohnanlagen interessant ist. Die Vorteile:
- Unterstützung von Planung bis Ausführung
- Sauberes, gepflegtes Erscheinungsbild
- Weniger Platzbedarf
- Kein T onnenschieben mehr
- Unabhängigkeit von Abfuhrterminen
- Barrierefrei
- Einfache, effiziente Leerung mit AWM-Spezialfahrzeugen
Falls Ihr Unternehmen Interesse an dem Einbau eines Unter-
flurcontainers hat, sprechen Sie uns an. Stephan Lübbering ist 
gerne für Sie da: T el. 0251 60 52 47
Büro natürlich nur einen sehr geringen Anteil am Abfall aus. 
Ein eigener Unterflurcontainer hätte sich dafür nicht ge-
lohnt. Diese Abfälle sammeln wir weiterhin in einer T onne. 
Alle 14 Tage werden die Unterflurcontainer von den AWM 
geleert. Aber das bekommen wir im Grunde gar nicht mit – 
das alles läuft ganz automatisch und unkompliziert.
Würden Sie das Konzept „Unterflurcontainer“ weiteremp-
fehlen?
Das mache ich bereits, weil ich ganz begeistert davon bin. 
Eben weil es nur Vorteile bietet. Optisch macht es etwas her, 
es nimmt wenig Platz ein und ist absolut nutzer- und alltags-
freundlich. Durch die unterirdische Lagerung entstehen auch 
keine unangenehmen Gerüche, 
wie es ja sonst im Sommer bei 
den Mülltonnen oft der Fall ist. 
Übrigens auch ein Riesenvor-
teil: die Barrierefreiheit! Die 
Einwurfklappen sind so niedrig 
eingebaut und so einfach zu 
bedienen, dass auch Kinder, alte 
oder körperlich behinderte Men-
schen problemlos ihren Abfall 
entsorgen können. 
Frau Maasjost, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

Über eine Million Menschen suchen aktuell Asyl in Deutsch-
land. So kamen von Mitte 2015 bis Anfang 2016 täglich 
Tausende Menschen an. Niemand konnte sagen, ob und 
wann noch mehr Flüchtende kommen und wie viele es sein 
würden. Sicher planen lässt sich in dieser Zeit für die Ver-
antwortlichen in den Ämtern und Institutionen in Münster 
weniges – auch die AWM stehen vor einer großen Heraus-
forderung. Also stellen wir uns auf das Unplanbare ein. 
Aktuell betreut die Stadt Münster rund 4.000 Flüchtlinge 
in rund 75 städtischen Flüchtlingsunterkünften. In den Ein- 
und Mehrfamilienhäusern sowie in Kasernen und Hallen in 
der ganzen Stadt sind jeweils zwischen fünf und mehreren 
Hundert Menschen untergebracht. Dazu kommen noch 
etwa 2.200 Flüchtende in den Erstaufnahmeeinrichtungen 
des Landes NRW in Münster. Zu den ersten existenziellen 
Fragen von Unterkunft, Verpflegung und Betreuung gesellen 
sich für die Verantwortlichen schnell auch organisatorische: 
Wie viele Mülltonnen braucht man für eine Unterkunft? Wo 
können sie aufgestellt werden? Und wie steht es eigentlich 
um die Abfalltrennung? 
Große Herausforderungen
Viel Zeit für die Lösungsfindung bleibt nicht, denn immer 
mehr Flüchtende kommen und die Abfallentsorgung in den 
Unterkünften muss ad hoc geregelt werden. Auf die Schnel-
le müssen die Betreiber T onnen bestellen. Exakt zu kalku-
lieren ist für sie kaum möglich. So entstehen an manchen 
Unterkünften die ersten Probleme rund um die Abfallent-
sorgung. Die schnell bestellten T onnen reichen nicht aus 
oder es sind die falschen. Häufig ist der Abfall unsortiert 
über alle Behälter verteilt: Restabfall landet in Papiertonnen 
sowie im Bioabfall oder Gelben Sack. All das stellt auch die 
Abfuhr und den Vertrieb der AWM vor eine große Aufgabe.
Karsten Krappe als Koordinator 
Karsten Krappe von den AWM nimmt diese Aufgabe an. 
Als Mitarbeiter im AWM-Vertrieb beschäftigt er sich mit 
der „Abfallentsorgung in Flüchtlingswohnheimen“ . Ein 
Thema, das plötzlich da war und das er sehr engagiert und 
beherzt zu seinem Thema gemacht hat. „Eigentlich habe 
ich nur geregelt, was zu regeln war“ , sagt Krappe. Und zu 
regeln gab es anfangs einiges. Zentral war die Frage, wie 
sich der Bestellvorgang für die Müllbehälter vereinfachen 
und beschleunigen lässt, damit die richtigen T onnen in der 
richtigen Anzahl möglichst schnell zur Verfügung stehen. 
Karsten Krappe: „Am sinnvollsten war es, dass eine Person 
das alles koordiniert, um Probleme so weit wie möglich zu 
minimieren. Das habe ich dann kurzerhand übernommen.“
Unbürokratische Wege gehen
Als neuer Koordinator lässt sich Krappe vom Sozialamt die  
Adressen der städtischen Flüchtlingsunterkünfte geben. 
Er nimmt Kontakt zu deren Leitungen auf und fragt als 
Erstes ab, wie viele Menschen in den jeweiligen Einrichtun-
gen leben. Danach spricht er mit den Hausmeistern und 
Betreuern vor Ort, wie die Abfallsituation zurzeit ist. „Dann 
habe ich Kontakt zu den Großimmobilienvermittlern wie 
der Bundeanstalt für Immobilienaufgaben (BiMA), Bezirks-
regierung oder Stadt Münster aufgenommen und mit allen 
besprochen, dass die Bestellung für die Unterkünfte jetzt 
durch mich erfolgt. Ich habe dann immer vor Ort geprüft, 
Der Plan für das Unplanbare
Abfallentsorgung in den Flüchtlingsunterkünften
14 | AWM-Journal 2015 | Wirtschaft und Verwaltung
Saubere Lösung

Abfalltelefon 60 52-53
www.awm.muenster.de
Papier/Pappe
Paper and cardboard
Papier et carton
الورق/الكرتون
Letra/kartonaPapir/karton
کاغذ/مقوا
कागज / गत्ता
Kaxiz û karton
Abfalltelefon 60 52-53
www.awm.muenster.de
Bioabfall
Bio-waste
Déchets bio
القمامة العضویة 
Mbeturinat biologjike
Biološki otpad
طبیعیھ زبال
जैविक कूड़ा
Çopa bîo
AWM-Journal 2015 | Wirtschaft und Verwaltung | 15
Saubere Lösung
welche Müllgefäße überhaupt aufgestellt werden können, 
welche Größen und Behälterarten benötigt werden. Man 
sammelt da Erfahrungen, tastet sich heran und kann es 
irgendwann recht gut abschätzen. Und wenn man von den 
Abfallwirtschaftsbetrieben kommt, geht das natürlich noch 
viel schneller als bei jemandem aus einem anderen Bereich. 
So haben wir den ganzen Vorgang enorm verkürzt und 
konzentriert.“ 
Direkter Draht zur Abfuhr
Neben dem Vertrieb stehen 
natürlich auch die Mitarbei-
tenden aus der Abfallabfuhr 
vor neuen Herausforderungen. 
Durch ihren Kollegen Krappe 
sind sie jetzt aus erster Hand 
informiert. Das schafft opti-
male Voraussetzungen für eine 
effiziente T ourenplanung und 
eine reibungslose Logistik. Über 
Sondertouren und flexible Ab-
fuhren werden die Kollegen der zeitweise sehr hohen und 
unregelmäßigen Abfuhrmengen Herr. Und auch umgekehrt 
können die Fahrer Besonderheiten direkt an Karsten Krappe 
übermitteln. Er gibt dann wiederum an die Unterkünfte und 
die Hausmeister weiter, wenn Behälter überfüllt oder falsch 
befüllt sind. „Alle Beteiligten arbeiten Hand in Hand – und 
können so nicht nur gezielter reagieren, sondern auch viel 
besser vorsorgen.“
Und das ist wichtig, denn immer neue Einrichtungen 
entstehen – wie in der Münzstraße und Sonnenstraße – 
und bringen auch besondere Abfälle hervor. „Es zogen auf 
einmal 200 Leute ein, für die die Wohnungen teilweise neu 
eingerichtet wurden. Auf einen Schlag musste eine riesige 
Menge an Verpackungsabfällen wie Möbelverpackungen 
entsorgt werden. Das habe ich dann über kurze Wege intern 
geregelt“ , erzählt Krappe. 
Ausblick auf 2016
In den letzten Monaten haben die AWM viele Erfahrungen 
gesammelt und die Weichen gestellt. Karsten Krappe hat 
als Koordinator rund um die Entsorgung in den Flüchtlings-
wohnheimen mit viel Flexibilität und Engagement neue, 
praxisorientierte Lösungen entwickelt. Er hat Netzwerke 
aufgebaut und Organisationsstrukturen mitinitiiert. Krappe 
hält weiter die Fäden in der Hand und ist Ansprechpartner 
und Vermittler für alle Beteiligten. Doch die Herausforde-
rung der Entsorgung in den Flüchtlingsunterkünften bleibt 
aktuell: 2016 will die Stadt Münster Platz zur Unterbrin-
gung von rund 4.900 weiteren Flüchtlingen schaffen. Die 
AWM planen, die Abfalltrennung für Flüchtlinge zu thema-
tisieren. Dazu soll es eigene Schulungs- sowie Informations-
veranstaltungen und Materialien für die Flüchtlinge geben – 
vielleicht sogar mit Abfallpaten aus den Flüchtlingsheimen. 
Wir bleiben dran.
Restabfall
Abfalltelefon 60 52-53
www.awm.muenster.de
Residual waste Déchets résiduelsقمامة أخرى 
Mbeturinat e përgjithshme
Ostali otpadاھ ھسایر زبال
बाकी कूड़ा
Çopa bermayî
Abfalltelefon 60 52-53
www.awm.muenster.de
Gelber Sack
Yellow sack
Sac jaune
الجوال الأصفر 
Qesja e verdhëŽuti džak
زردھ کیس
कूड़े का पीला थैला
Kîsê zer
Restabfall
Abfalltelefon 60 52-53
www.awm.muenster.de
Residual waste Déchets résiduelsقمامة أخرى 
Mbeturinat e përgjithshme
Ostali otpadاھ ھسایر زبال
बाकी कूड़ा
Çopa bermayî
Geplant sind z.B. Aufkleber für 
Abfalltonnen in verschiedenen 
Sprachen mit vielen Bildern.

Nachwuchskräfte 
gesucht
„Juhu, der Müllwagen kommt“ – wenn man die Begeisterung der Kleinsten 
für die Müllabfuhr sieht, scheint der Nachwuchs gesichert. Doch ganz so 
einfach ist es nicht, junge Menschen für eine Ausbildung zu gewinnen. Da-
rum engagieren wir uns stark in der Nachwuchsförderung und setzen früh 
an. Wir laden Kitas und Schulen zu Führungen bei uns ein. Wir bieten Prak-
tika an und freuen uns jedes Jahr über das Interesse junger Mädchen am 
„Girls’ Day“ bei den AWM. Eine Chance für uns, Frauen für die noch immer 
männerdominierten Berufe in der Entsorgungswirtschaft zu begeistern. 
Und begeistern, das können die AWM. Die Vielfalt an Tätigkeiten bei uns ist 
groß. Unsere Auszubildenden fühlen sich wohl im Unternehmen. Denn ob 
Kfz-Mechatroniker/in, Berufskraftfahrer/in oder Fachkraft für Kreislauf- und 
Abfallwirtschaft: Unser Ziel ist, allen Auszubildenden nach erfolgreicher Ab-
schlussprüfung einen langfristigen Arbeitsplatz anbieten zu können. Gute 
Aussichten für den Nachwuchs – und für die AWM. 
„Lokalheld m/w gesucht.“ 
Berufswahl mit Zukunft:
Nr. 100 von 101 sauberen 
Lösungen für Münster.
16 | AWM-Journal 2015 | AWM Hintergründe

Saubere Lösung
12 Auszubildende stellen wir jährlich insgesamt 
ein und bilden sie zu Fachkräften für Kreislauf- und 
Abfallwirtschaft, Kfz-Mechatroniker/innen und 
Berufskraftfahrer/innen aus.
Bei 26 Führungen über den Recyclinghof oder das 
Entsorgungszentrum konnten Schulklassen, Kinder-
gärten und weitere Interessierte einen Blick „hinter 
die Kulissen“ der AWM werfen.
42.700 Münsteranerinnen und Münsteraner haben 
Informations- bzw. Serviceveranstaltungen der 
AWM zu unterschiedlichen Themen rund um die 
Abfallwirtschaft besucht oder an AWM-Aktionen 
teilgenommen. 
230.000 „Besuche“ verzeichneten wir auf unseren 
Internetseiten.
„Wir machen Watt aus Bananen“ 
Bioabfallvergärung:
Nr. 60 von 101 sauberen Lösungen 
für Münster.
Saubere Lösung
AWM-Journal 2015 | AWM Hintergründe | 17

Saubere Lösung
18 | AWM-Journal 2015 | AWM Hintergründe
Kundenservice – ein Name, der nicht so ganz zu dem passen 
will, was diese Abteilung der AWM täglich leistet. 
Vielmehr kann man von einem „ T eam für alle Fälle“ sprechen, 
denn die Mitarbeitenden sind nicht nur erste Ansprechpart-
nerinnen für Kunden. Sie haben auch für die Kolleginnen und 
Kollegen im Haus eine wichtige Funktion. 
Kommunikativer Dreh- und Angelpunkt im Unternehmen
Denn im Unternehmen AWM ist der Kundenservice der kom-
munikative Dreh- und Angelpunkt für alle Kolleginnen und 
Kollegen. Hier werden zum Beispiel alle eingehenden Anrufe 
sowie ein großer T eil der schriftlichen Bürger- und Kunden-
anfragen entgegengenommen, bearbeitet oder bei Bedarf 
gefiltert, konzentriert und ganz gezielt an die entsprechen-
den Fachabteilungen weitergegeben. 
Aushängeschild als erste Ansprechpartner unserer Kunden
Nach „innen“ bietet der Kundenservice Entlastung und Hilfe 
für die Kolleginnen und Kollegen. Im Kontakt zu unseren 
Kunden ist er ein wichtiges Aushängeschild der AWM: 
Kompetent, freundlich und lösungsorientiert beraten die 
Mitarbeitenden zu allen Fragen rund um die Abfallwirtschaft 
und Stadtreinigung, erklären Hintergründe, weisen auf neue 
Angebote hin und pflegen damit den guten Draht, den wir zu 
unseren Kunden haben. Größtenteils passiert das übrigens 
über das T elefon. 46.115 Anrufe gingen 2015 bei unserem 
„ T eam für alle Fälle“ ein. Am anderen Ende: Bürgerinnen 
und Bürger oder Gewerbekunden mit den verschiedensten 
Fragen, Wünschen und Problemen. Wann kommt die Abfuhr? 
Wohin mit den Farbeimern? Wann hat der Recyclinghof heute 
geöffnet? Unser Container ist voll und müsste getauscht 
werden. Oder: Wir sind neu nach Münster gezogen, wie be-
kommen wir Abfalltonnen und welches Volumen sollten diese 
haben? Das T eam versucht, die Fragen für den einzelnen gut 
zu beantworten und dabei auch zwischen den Zeilen zu le-
sen. Manche wollen nur eine kurze Auskunft, andere suchen 
ausführliche Informationen. Dafür haben die erfahrenen 
Servicemitarbeiterinnen und -mitarbeiter ein gutes Gespür. 
Erweiterung der Serviceangebote
Im Rahmen einer Neuausrichtung sieht das T eam es über die 
Beratung hinaus als seine Aufgabe an, über die Ursprungs-
frage des Kunden hinaus auch auf passende Angebote der 
AWM hinzuweisen und Abfallvermeidung mehr und mehr 
zum Thema zu machen. Diese neue Servicequalität ist aber 
nicht nur spür-, sondern auch messbar. Viele T elefonate sind 
seitdem zeitintensiver. 
Beschwerdebearbeitung mit Feedbackschleife
Auch bei der Beschwerdebearbeitung will der AWM-Kunden-
service immer besser werden. Denn natürlich gibt es auch 
sie: die verärgerten oder enttäuschten Anrufer, die Kritik 
üben. Das T eam nimmt diese Beschwerden entgegen, bear-
beitet sie und stößt eine konkrete Lösung an. Doch damit 
ist der Fall für sie nicht abgeschlossen. Haben wir es gut ge-
macht? Ist der Kunde jetzt zufrieden? Die Kollegen rufen den 
Kunden im Anschluss zurück und holen seine Meinung ein. 
Ist noch immer keine zufriedenstellende Lösung gefunden, 
wird das Ganze noch einmal angepackt. Ist der Kunde aber 
zufrieden, freut er sich über den Anruf und darüber, wie ernst 
die AWM seine Anliegen nehmen. Der Rückruf – ein durch 
und durch positives Instrument. 
Und ohne T elefon geht es natürlich auch. Die AWM haben sich 
frühzeitig auf die Korrespondenz per E-Mail vorbereitet. Anfra-
gen beantworten die Mitarbeitenden schneller und Infomate-
rialien versenden sie immer häufiger über diesen Kanal statt 
per Post. Und wie auch immer die Kunden in Zukunft mit uns 
kommunizieren möchten – unser „ T eam für alle Fälle“ stellt sich 
darauf ein. Denn das macht einen guten Kundenservice aus. 
Ein T eam für alle Fälle
Der AWM-Kundenservice
„Über unseren Kundenservice merken wir, wie die Stimmung „draußen“ 
ist. Wie sieht der Bürger uns, was erwartet er von den AWM? Das unge-
filtert zu erfahren ist von unschätzbarem Wert für unsere unternehme-
rische Weiterentwicklung.“ Manuela Feldkamp, Fachstellenleiterin
„Viele wissen gar nicht, was die AWM alles bieten. So ist es unsere Herausforderung, 
zu erkennen, welche weiteren Möglichkeiten sich bieten. Aus einer zunächst simpel 
erscheinenden Frage entfaltet sich dann oft ein Fächer an Möglichkeiten – etwa, 
dass alte Bücher zwar im Altpapier entsorgt werden können, sich aber über unsere 
„Wechselstuben“ vielleicht sogar neue Besitzer dafür finden. Das nehmen die meisten 
Anruferinnen und Anrufer sehr dankbar an.“ Heidi Paech, T eamleiterin Kundenservice
„Stimme, Augen, Ohren – das alles ist der Kundenservice für die AWM.“ 
Patrick Hasenkamp, Betriebsleiter

Saubere Lösung
AWM-Journal 2015 | AWM Hintergründe | 19
In der Werkstatt an Müllautos schrauben, den Ölwechsel 
vornehmen, bei der Abfuhr T onnen leeren, Bürgerinnen und 
Bürgern auf dem Recyclinghof Infos zur richtigen Sortierung 
von Abfällen geben, Wasserproben am Entsorgungszent-
rum Münster analysieren – beim Girls’ Day bei den AWM 
waren die T eilnehmerinnen richtig gefordert. 14 Mädchen 
zwischen 12 und 18 Jahren krempelten bei uns im April 
die Ärmel hoch und lernten jeweils einen Bereich unseres 
Unternehmens kennen. „Das hat richtig Spaß gemacht“ 
oder „Das ist ein tolles Projekt, wo man viel über typische 
Männerberufe lernen kann“ , resümierten sie den Tag. Auch 
für die AWM ist der Girls’ Day eine gute Gelegenheit, sich 
dem Nachwuchs vorzustellen. Zu zeigen, welche spannen-
den Berufsbilder neben Abfallabfuhr und Straßenreinigung 
noch hinter der Entsorgungsbranche stecken. Und natür-
lich gerade bei potenziellen Bewerberinnen die Barrieren 
abzubauen. 
Denn schließlich gibt es sie noch immer: die typischen 
Frauen- und Männerberufe. Obwohl junge Frauen in 
Deutschland über eine besonders gute Schulbildung verfü-
gen, wählt mehr als die Hälfte aus nur zehn verschiedenen 
Ausbildungsberufen im dualen System. Darunter kein ein-
ziger im naturwissenschaftlich-technischen Bereich. Auch 
Münsteraner Mädels – echte Macherinnen
Girls’ Day bei den AWM
bei den AWM sind die Berufe 
in den gewerblichen Bereichen 
immer noch hauptsächlich von 
Männern besetzt. „Gerne wür-
den wir hier die Frauenquote 
erhöhen“ , so Christian Wedding, 
stellvertretender Betriebsleiter. Dazu bieten die AWM auch 
Ausbildungsberufe wie Berufskraftfahrerin, Fachkraft für 
Kreislauf- und Abfallwirtschaft und Kfz-Mechatronikerin an. 
Und wer weiß, vielleicht konnten wir ja bei einigen der 14 
Girls’ Day-Absolventinnen von 2015 das Interesse wecken 
und sie kommen als Auszubildende zu den AWM zurück. 
In vielen Münsteraner Studenten-WGs gibt es ihn: den 
legendären Putzplan. Während man sich um die Erfüllung der 
Aufgaben herzhaft streiten kann, ist die Planung meist denk-
bar einfach. Anders ist das, wenn es um das Aufräumen einer 
ganzen Stadt geht, so wie bei der Aktion „Sauberes Münster“ . 
Dann wird der Putzplan zu einer Meisterleistung der Organi-
sation – alle Jahre wieder. Unsere Hauptakteurin: Tina Mai, 
Projektleiterin von „Sauberes Münster“ . 
Eines ist zum Glück von Anfang an klar: der T ermin. In der Re-
gel das Wochenende vor den Osterferien. „ Trotzdem laden wir 
Putzplan XXXL
Eine Mammutaufgabe: die Organisation der Aktion „Sauberes Münster“ 
natürlich explizit ein und werben“ , erzählt Mai. Übernimmt 
der Oberbürgermeister die Schirmherrschaft? Und wer ist 
Sponsor? Erste Fragen, die geklärt werden, bevor Anzeigen, 
Plakate und Flyer in Druck gehen. Außerdem schreibt Tina 
Mai fleißig Einladungsbriefe: Etwa 750 gehen an Schulen, 
Kitas, Sportvereine, Wohnbaugesellschaften und andere raus. 
Eine Menge Anmeldungen kommen daraufhin herein: per 
Post, T elefon, Fax, E-Mail. Jede muss ordentlich dokumen-
tiert werden. Denn daraufhin geht es erst richtig los. „Fast 
10.000 Paar Handschuhe, über 7.000 Müllsäcke und 4.000 
Müllzangen müssen zu den Helferinnen und Helfern“ , so Mai. 
Über eine Woche packen die AWM-Mitarbeiterin, ein Kollege 
und studentische Hilfskräfte das Material für die nahezu 
300 angemeldeten Gruppen zusammen, darunter auch ein 
kleines Geschenk für jeden. Das alles muss am Aktionstag 
die Richtigen erreichen. Und die über 30 T onnen Müll, die die 
Freiwilligen überall in Münster aus Grünstreifen, Parks, von 
Plätzen und Straßen sammeln, müssen wiederum zeitnah 
abgeholt und entsorgt werden. Ist das alles geschafft, gilt 
es noch die Preisverleihung für die ausgelosten Freiwilligen 
zu organisieren. Und nach dem Aktionstag? „Ist vor dem 
Aktionstag. Schließlich steht der nächste bald schon wieder 
vor der Tür“ , lacht Mai.

20 | AWM-Journal 2015 | AWM Hintergründe
Saubere Lösung
Am 1. August 2016 geht es wieder los: Dann beginnen etwa 
eine halbe Million Jugendliche in Deutschland eine Ausbil-
dung. Die jungen Menschen sind gefragt, das Angebot ist 
groß – viele Lehrstellen bleiben unbesetzt. Auch für die AWM 
ist der Nachwuchs wichtig, um den Fachkräftebedarf von 
morgen zu sichern. Er wahrt und erweitert unser betriebs-
spezifisches Know-how und macht uns flexibel und stark 
im Wettbewerb. Dafür haben wir unseren Auszubildenden 
einiges zu bieten. Nur wissen das längst nicht alle potenziel-
len Interessenten. 
Viel Betrieb im Betrieb –
Warum sich eine Ausbildung bei den AWM lohnt
Ob als Kfz-Mechatroniker/in, Berufskraftfahrer/in oder 
Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft: die AWM bieten 
Ausbildungen in spannenden Berufen und in einem zukunfts-
trächtigen Geschäftsfeld. Weit entfernt von dem schmud-
deligen und uncoolen Image, das manche Jugendliche beim 
Begriff „Müllabfuhr“ im Kopf haben. Im Gegenteil. 
Die AWM sind ein innovativer Betrieb. Fortschrittlich in puncto 
T echnologie und Ökologie. Und die sichtbaren „Lokalhelden“ 
in der Stadt. Mit über 370 Mitarbeitenden setzen wir uns 
für die Abfallentsorgung und die Straßenreinigung für über 
300.000 Münsteraner ein. Und betreiben neben elf Recyc-
linghöfen das Entsorgungszentrum Coerde mit Deponie und 
großem Anlagenpark.
Als kommunaler Eigenbetrieb der Stadt Münster bieten wir 
unseren Auszubildenden eine Aussicht auf eine attraktive 
Stelle im öffentlichen Dienst. Mit allen Vorteilen, die das mit 
sich bringt. So profitieren unsere Mitarbeiterinnen und Mit-
arbeiter z.B. von einem umfassenden betrieblichen Gesund-
heitsmanagement mit Sportkursen und mehr. Faire Tarife 
sind für uns selbstverständlich und eine Übernahme nach der 
Ausbildung unser erklärtes Ziel. Auch soziales Engagement 
wird von uns unterstützt. Viele gute Gründe also, warum sich 
eine Ausbildung bei den AWM auch 2016 wieder lohnt. Wir 
freuen uns auf Bewerbungen!
„Die AWM genießen zu Recht den Ruf eines T op-Arbeitgebers und 
-Ausbildungsbetriebes. Ich kann nur sagen, dass ich sehr zufrieden mit 
meiner Ausbildung bin und sie weiterempfehle.“ AWM-Mitarbeiter 
Dennis Wilkens (24) über seine Ausbildung zum Berufskraftfahrer bei 
den AWM
Soziales Engagement: AWM-Auszubildende beim ZeitStifteTag mit 
einer Seniorengruppe bei der Elefantenfütterung im Zoo.

AWM-Journal 2015 | AWM Hintergründe | 21
Saubere Lösung
Nur wenn man sich wohlfühlt in seiner Haut – körperlich und 
seelisch –, ist man auch leistungsfähig. Das T eam Gesund-
heitsförderung der AWM hat sich auf die Fahnen geschrie-
ben, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AWM dabei 
zu unterstützen, fit und zufrieden zu werden und zu bleiben. 
Mit AWM-life und AWM-fit leiten Diplom-Sozialarbeiter Mar-
tin Zumhagen-Sonius, Betriebliche Gesundheitsförderung 
und Sozialberatung, und Physiotherapeut Stephan Deske, 
Betriebliche Gesundheitsförderung und Physiotherapie, zwei 
speziell entwickelte Programme. Wir haben sie zu den Zielen 
und Erfolgen befragt. 
Herr Deske, viele AWMler leisten ja anstrengende körperliche 
Arbeit ... Muss man denn da noch Sport machen?
Stephan Deske: Ja, auf jeden Fall, denn die körperliche Belas-
tung ist z.B. in der Abfallabfuhr sehr hoch und recht einseitig. 
Damit also die Mitarbeitenden weiter beweglich bleiben, 
Fehlhaltungen vermeiden und möglichen Erkrankungen und 
Problemen vorbeugen – etwa den häufig vorkommenden Rü-
cken- und Gelenkschmerzen –, muss ein Ausgleich her. Und 
natürlich hat auch die Arbeit am Schreibtisch ihre Tücken. 
Auch bei diesen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen fördern 
wir die muskuloskelettale Gesundheit. Mit dem Programm 
AWM-fit gehen wir auf die unterschiedlichen Bedürfnisse ein. 
Herr Zumhagen-Sonius, nun lässt sich Gesundheit ja nicht in 
privat und betrieblich trennen. Wie schlagen Sie die Brücke?
Martin Zumhagen-Sonius: Natürlich spielt neben den 
„reinen“ Arbeitsbedingungen immer auch die persönliche 
Gesundheit und Lebenssituation eine wichtige Rolle. Darum 
haben wir Ende 2014 mit AWM-life die unabhängige Mitar-
beiterberatung ins Leben gerufen.
Ob psychische Probleme, Sucht, Schulden, Familienkrisen 
oder allgemeine soziale oder sozialrechtliche Fragestel-
lungen: in der Gesundheits- und Sozialberatung biete 
ich unkompliziert lösungsorientierte Hilfen. Gemeinsam 
schauen wir auf die Situation des einzelnen und darauf, wie 
Power für Körper und Seele
Die betriebliche Gesundheitsförderung bei den AWM 
man persönliche Krisen meistern oder vermeiden kann. Die 
Sprechstunden finden vor Ort oder in meinen Räumen in der 
Bahnhofstraße 6 sowie regelmäßig auf dem Betriebshof und 
am Entsorgungszentrum Münster (EZM) statt. Die Mitarbei-
tenden entscheiden, wo sie sich beraten lassen wollen. Na-
türlich absolut vertraulich, ich unterliege der Schweigepflicht. 
Was hat es mit dem Arbeitsbewältigungs-Coaching 
(ab-c) auf sich?
Martin Zumhagen-Sonius: Das ist ein erprobtes Programm, 
um die Arbeitsfähigkeit des einzelnen zu erhalten, zu unter-
stützen, zu verbessern oder wiederherzustellen. Was kann 
ich selbst tun, um ein vorher festgesetztes Ziel zu erreichen – 
und was kann der Betrieb beitragen? Um diese Fragen dreht 
es sich. Dazu gab es in fast allen Arbeitsbereichen der AWM 
schon Beratungen und Workshops. Hier wünschen wir uns, 
dass in Zukunft noch mehr Mitarbeitende im Bereich der Ab-
fallabfuhr als zahlenmäßig „stärkste“ Abteilung das Angebot 
wahrnehmen und davon profitieren. 
Herr Deske, was steckt konkret hinter „AWM-fit“?
Stephan Deske: Das ist eine ganze Reihe von Bausteinen: 
vom Führungskräfteseminar „Gesund und fit am Arbeits-
platz“ über Gesundheitschecks, die sportwissenschaftliche 
Sprechstunde, Ergonomieberatung in den unterschiedlichen 
Arbeitsbereichen, Trainingsplanerstellung, Vorträge bis hin zu 
den Kursangeboten. Und die Resonanz ist positiv, viele profi-
tieren nach eigenen Aussagen stark von den Maßnahmen, es 
hat ihnen viel gebracht. 
Gibt es etwas besonders Bemerkenswertes ...?
Stephan Deske: Sicherlich die Laufgruppe. 2015 nahmen eini-
ge T eilnehmer erstmals im Staffellauf am Münster Marathon 
teil – ein großer Erfolg. 
Vielen Dank, Herr Deske und Herr Zumhagen-Sonius. 
Wir wünschen weiterhin viel Erfolg und Gesundheit!
fit
life
„Das ich das überhaupt mal schaffe, hätte ich nie gedacht.“
Steffi Rösner nach ihrem 10 km Staffellauf beim Müns-
ter Marathon am 11. September 2015. Sie startete das 
Lauftraining erst ein gutes Jahr zuvor in der AWM-Mara-
thongruppe.
Stephan Deske
Martin Zumhagen-Sonius

22 | AWM-Journal 2015 | AWM Umwelt
Alles in 
einer Hand
Abfall, Klima, Energie: das alles hängt eng miteinander zusammen. Umso 
erfreulicher, dass wir seit 2015 alle drei Komponenten in unserer Hand 
haben – vor allem dank der Übernahme der mechanisch-biologischen 
Restabfallbehandlungsanlage (MBRA) und der Inbetriebnahme eines neuen 
Blockheizkraftwerks. Mit diesen leistungsstarken T echnologien schaffen 
wir sinnvolle Kreisläufe und setzen das Potenzial der Abfälle zum T eil direkt 
in Energie um. Mit vielen Vorteilen für Umwelt- und Klimaschutz. Und der 
braucht nicht nur innovative T echnik, sondern Menschen, die sich einsetzen. 
Je mehr die Münsteraner Abfall vermeiden, Müll richtig trennen und unsere 
Recyclinghöfe nutzen, desto besser für die Umwelt. Deshalb ist es uns ein 
wichtiges Anliegen, durch Aktionen und Veranstaltungen aufzuklären und zu 
motivieren. Bewusst zu machen, dass der Einzelne schon viel bewegen kann. 
Denn genau genommen liegen Abfall, Klima und Energie nicht in einer Hand, 
sondern in den Händen aller, die in dieser Stadt leben.
„Fürs Klima im Wandel“
CO2-Einsparung: 
Nr. 43 von 101 sauberen 
Lösungen für Münster.
„Hokuspokus, aus Müll wird was!“
Abfallverwertung:
Nr. 48 von 101 sauberen
Lösungen für Münster.

Saubere Lösung
Saubere Lösung
24.655 Tonnen Altpapier (z. B. aus den Papiertonnen, 
von den Recyclinghöfen) haben wir dem Recycling 
zugeführt.
81 Prozent aller Siedlungsabfälle haben wir verwertet. 
11,2 Millionen kWh Strom hat das neue Blockheiz-
kraftwerk 2015 brutto durch die Verwertung von 
Gas (Deponie I und II, Hauptklärwerk, Bioabfallver-
gärungsanlage) erzeugt, einen Großteil nutzen wir 
für die eigenen Anlagen der Stadt Münster. 
238.138 kWh Strom hat unsere Photovoltaikanlage 
auf unserem Betriebsgelände an der Rösnerstraße 
produziert.
157 Tonnen Hartkunststoffe haben wir über die ge-
trennte Erfassung auf den Recyclinghöfen gesam-
melt und zum Recycling gebracht.
„Is E(h)-Schrott“ 
Verwertung von Elektrokleingeräten:
Nr. 6 von 101 sauberen Lösungen 
für Münster.
Saubere Lösung
AWM-Journal 2015 | AWM Umwelt | 23
„Hokuspokus, aus Müll wird was!“
Abfallverwertung:
Nr. 48 von 101 sauberen
Lösungen für Münster.

Saubere Lösung
Trinkwasser ist ein wertvolles Gut. Zu wertvoll, um damit die 
Straßen zu säubern – das befanden die Entscheider bei den 
AWM und entwickelten eine andere, ressourcenschonendere 
Idee: die Großkehrmaschinen mit Regenwasser zu befüllen.
„In Münster regnet es oder die Kirchenglocken läuten.“ Schön, 
wenn man dieses „gratis Nass“ auch für seine Zwecke nutzen 
kann. Seit Anfang Januar 2015 betanken wir unsere Großkehr-
maschinen zur Reinigung der Straßen mit Regenwasser anstelle 
von Trinkwasser. Eine neue Regenwassernutzungsanlage macht 
es möglich. Sie fängt das Regenwasser von den betriebseigenen 
Dachflächen auf und speichert es. „Damit setzen wir einen 
weiteren Baustein für eine nachhaltige Abfallwirtschaft um“ , 
kommentiert Patrick Hasenkamp, Betriebsleiter der AWM. Rund 
sieben Millionen Liter Trinkwasser pro Jahr flossen bisher in die 
Befüllung der Kehrmaschinen. Die neue Anlage schont diese 
wichtige Ressource. Und mehr noch: Sie führt zudem zu Einspa-
rungen von mindestens 7.500 Euro jährlich.
Neues Dach, neue Anlage
Die Gelegenheit war günstig: Da das Werkstattdach der 
AWM ohnehin grundlegend saniert werden musste, bot 
sich die Installation einer Regenwassernutzungsanlage an. 
Schließlich mussten auch die Regenwasserleitungen im Au-
ßenbereich der Halle neu verlegt werden. Ideal ist auch, dass 
die riesigen Regenwasserspeicher in den bereits vorhande-
nen, aber bisher ungenutzten Kellerräumen untergebracht 
werden konnten. Das senkte die Baukosten für die Anlage 
erheblich. Insgesamt werden sich die Investitionen voraus-
sichtlich in zwölf Jahren durch die Einsparungen im Frisch-
wasser- und Abwasserverbrauch amortisieren. Die Idee, die 
Dachsanierung mit dem Bau der Regenwassernutzungsan-
lage zu kombinieren, hatte Projektleiter Hugo T ork: „Mich hat 
schon immer geärgert, dass wir Trinkwasser für die Reinigung 
der Straßen nutzen mussten und damit wertvolle Ressourcen 
verschwendeten. Durch die neue Anlage konnten wir inner-
halb weniger Monate schon 130.000 Liter Trinkwasser einspa-
ren.“ Ein ökologisch wie ökonomisch sinnvolles Projekt. 
So funktioniert’s
Auf der bisher umgebauten Dachfläche von 3.200 Quad-
ratmetern kann bei einer durchschnittlichen Regenmenge 
zurzeit über ein Drittel der für die Straßenreinigung be-
nötigten Menge an Regenwasser aufgefangen werden. 
Weitere Dachflächen kommen in nächster Zeit hinzu. Über 
Regenfallrohre wird das Wasser in Speicherzisternen geleitet, 
die dreifach gegen Überflutung gesichert sind. Sie fassen 
insgesamt 120.000 Liter. Bei längeren Trockenperioden kann 
Frischwasser zugeführt werden. Das gesammelte und gefil-
terte Regenwasser nutzen wir ausschließlich zur Betankung 
der Kehrmaschinen. 
24 | AWM-Journal 2015 | AWM Umwelt
Fegen mit Regen
Kehrmaschinen nutzen Regenwasser und schonen Ressourcen

AWM-Journal 2015 | AWM Umwelt | 25
Der Joghurtbecher in den Gelben Sack, Papier in die blaue, Kar-
toffelschalen in die braune und Windeln in die graue – welche 
Abfälle in welche T onne gehören, lernen schon die Kleins-
ten. Abfalltrennung macht Kindern Spaß und weckt die 
Neugier. Wo kommt mein Abfall hin? Warum sortieren wir 
eigentlich? Und warum ist das gut für die Umwelt?
Damit Erzieherinnen und Erzieher auf diese Kinderfragen 
die passenden Antworten finden, luden die AWM sie zu 
einem Workshop mit Führung auf den Recyclinghof ein. 
Die Veranstaltung war Bestandteil des städtischen Projekts 
„Klimaschutz macht Schule“ , das das Amt für Grünflächen, 
Umwelt und Nachhaltigkeit 1997 ins Leben rief und an 
dem sich die AWM von Anfang an mit Angeboten rund um 
das Thema „Abfall“ beteiligt haben.
Aktuell nehmen 71 Schulen und 27 Kindertagesstätten an 
„Klimaschutz macht Schule“ teil. Hintergrund ist das Klima-
schutzkonzept Münsters. Bis 2020 sollen die CO
2-Emissio-
nen um 40 % reduziert und der Anteil an erneuerbaren Ener-
gien an der gesamten Energieversorgung der Stadt Münster 
um 20 % gesteigert werden. Ehrgeizige Ziele, für die es auch 
die nächste Generation zu motivieren gilt.
Kids fürs Klima
Workshop mit Erzieherinnen und Erziehern im Recyclinghof
Und wenn es um Klimaschutz geht, darf das Thema Ab-
fallvermeidung und richtige Abfalltrennung nicht fehlen. 
18 Erzieherinnen und Erzieher städtischer Einrichtungen 
folgten der Einladung der AWM gerne. Manche Kitas sind 
bereits seit fast 20 Jahren bei „Klimaschutz macht Schule“ 
dabei und haben mit eigenen Projekten zum Thema Ener-
gie-, Wasser- und Abfallsparen bereits viel für den Klima-
schutz getan. Trotzdem lernten auch sie bei der Führung 
über den Recyclinghof noch viel Neues über den Umgang 
mit Abfall und dessen richtige Trennung. Und viele wollen 
wiederkommen: Mit ihren Kita-Kindern, die die AWM auch 
gerne zu einer Führung auf den Recyclinghof einladen.
April 2015. Der erste war-
me Tag lockt Scharen an 
den Aasee. Und hinterlässt 
einen der größten Müll-
berge, den die Stadt hier je 
gesehen hat. Die AWM räu-
men auf – und kommen im 
Juli mit einem besonderen 
Mülltüten-Service wieder. 
Eine vorbeugende Aktion, 
die Wirkung zeigt. 
Grillen&Chillen ist am Aasee besonders beliebt. Leider blei-
ben die Reste oft einfach liegen. Dabei ist das Aufräumen am 
Aasee leicht. Zahlreiche Papierkörbe und Abfalltonnen stehen 
bereit – selbst für Grillkohle gibt es Extra-Behälter nahe der 
beliebten Grillstellen an den Oldenburg-Kugeln und am Se-
gelclub Hansa. Hier und beim Wewerka-Pavillon finden sich 
außerdem Unterflurcontainer, die bis zu 1.000 Liter Abfall 
aufnehmen. Platz satt für die Reste vieler Grillfeste. 
Die Entsorgungsmöglichkeiten sind also da, allein an Wissen 
oder Motivation scheint es zu mangeln. Da schaffen die 
Sommer, Sonne – sauberer Aasee!
AWM gerne Abhilfe. Zusammen mit dem Amt für Grünflä-
chen, Umwelt und Nachhaltigkeit machten sich AWMler 
am warmen 17. Juli auf zum Aasee. Diesmal nicht zum 
Aufräumen, sondern zum Aufklären. Freundlich verteilten sie 
Müllsäcke an die Picknicker und Griller und zeigten, wo man 
hier welchen Abfall einfach entsorgen kann. Und wie wichtig 
das für Münster ist. Denn die Müllberge am Aasee sind nicht 
nur ein optisches Problem. Flaschen, T eller und Essensreste 
locken auch diverse Tiere an. Die Müllsäcke und Hinweise der 
freundlichen Abfallberaterinnen und Müllwerker 
wurden jedenfalls dankbar angenommen – 
und sicher finden die Angesprochenen im 
bevorstehenden Aasee-
Sommer den Weg 
zu den ober-
irdischen 
und un-
terirdischen 
Abfallbehältern. 
Damit die Wiese 
weiterhin ein Ort der 
Entspannung und nicht 
der Entsorgung ist.

Saubere Lösung
Nachhaltigkeit vorausgedacht
26 | AWM-Journal 2015 | AWM Umwelt
Ökologisch, ökonomisch, sozialverträglich – so der Anspruch 
der AWM an die Abfallwirtschaft. Viele Faktoren nehmen 
Einfluss darauf, wie diese Ziele zu erreichen sind, allen voran 
Gesetzgebungen und Regelungen wie das Kreislaufwirt-
schaftsgesetz, das Landesabfallgesetz NRW und auch EU-
Verordnungen und -Richtlinien wie die Abfallverbringungs-
verordnung, der Europäische Abfallkatalog und viele mehr.
Wie wir bei den AWM im Sinne der allgemeinen gesetzlichen 
Grundlagen und Vorgaben die Abfallwirtschaft für Münster 
konkret und individuell entwickeln, zeigen wir alle fünf Jahre 
auf – im Abfallwirtschaftskonzept, kurz AWK. 
Die AWM: kommunal innovativ
Durch nachhaltiges unternehmerisches Denken und Han-
deln haben wir als kommunales Unternehmen sehr früh die 
Weichen gestellt, um die Entsorgungswirtschaft zu einer res-
sourcenorientierten und zukunftsfähigen Kreislaufwirtschaft 
weiterzuentwickeln. 
Oft waren die AWM Vorreiter – zum Beispiel 1998 mit der 
Einführung der Biotonne als eine der ersten Kommunen oder 
2003 mit der mechanisch-biologischen Restabfallbehand-
lungsanlage (MBRA). Zwei Erfolgsgeschichten. Dank der MBRA 
werden heute 80 % der Abfälle in Münster umweltfreundlich 
vorbehandelt und verwertet.
Die MBRA in AWM-Hand
Die MBRA ist darum auch zentral für die Zukunft der Abfall-
entsorgung in Münster. Die wichtige Frage vor der Erstellung 
des AWK war: Sollen Behandlung, Steuerung und Vermark-
tung der in Münster anfallenden Abfälle über die MBRA ab 
Mitte 2015 in privater oder kommunaler Hand liegen? Der 
Rat sprach sich für die Übernahme der MBRA durch die Stadt 
Münster aus und damit für die AWM. Eine nachhaltige Ent-
scheidung, denn damit liegt die Entsorgung und Verwertung 
der Abfälle in einer Hand. Wir haben nun Remondis abgelöst 
und mit der MBRA nicht nur die Verantwortung für diese An-
lage, sondern auch einen Pflichtenzettel übernommen. Denn 
die MBRA wird umgebaut. 
Abfall, Klima, Energie 2021 
Der Hintergrund: Durch die getrennte Erfassung und 
Verwertung der Abfälle in Münster haben die AWM bereits 
in der Vergangenheit eine erhebliche Reduzierung der 
Treibhausgase erzielt. Doch hier gibt es weiteres Potenzial, 
das wir ausschöpfen wollen. Das neue AWK sieht vor, dass 
wir die MBRA so umbauen, dass zukünftig auch Bio- und 
Grünabfälle dort verwertet werden können. Am 1. Januar 
2017 soll der Umbau der MBRA abgeschlossen sein und 
den Betrieb aufnehmen. Ein großer Schritt für die AWM 
Eröffnung des Recyclinghofes: Ver-
treter aus Politik und Verwaltung 
beim Pressetermin.
So funktionierte die MBRA bisher:
1. Der komplette Restabfall, plus Sperrgut, wird angeliefert und 
kommt in den Zerkleinerer.
2. Mehrere Siebstufen trennen große von kleinen T eilen. Alles, was 
kleiner als 50 mm ist, wandert in die Biologie. Alles Größere bleibt in 
der Mechanik. 
3. Mechanik: Über einen Dschungel aus Förderbändern laufen die 
größeren T eile unter mehreren Infrarotscannern hindurch. Diese 
erkennen Plastik, Papier und Holz und pusten sie beiseite. Zusätzlich 
werden Metalle abgetrennt. Am Ende stehen ordentlich sortierte 
Materialien, die stofflich oder energetisch verwertet werden.
4. Biologie: Die kleinen T eile, unter 50 mm, werden vergoren. Die so 
entstandene schwarze Masse kommt für mehrere Wochen in die 
Rotte. Das sind große Tunnel, in denen das Feingut immer wieder be-
wässert, belüftet und umgelagert wird. Nach sechs Wochen ist eine 
erdähnliche Substanz entstanden. Für diese biologisch nicht mehr 
aktive Substanz ist auf der Deponie Endstation.
Das ändert sich ab 2017:
Die MBRA bekommt neue zusätzliche Aufgaben: Mit der Schlie-
ßung der Bioabfallvergärungsanlage und Kompostierungsanlage 
im Entsorgungszentrum (EZM) übernimmt die MBRA ab 2017 auch 
die Behandlung von Bio- und Grünabfällen. Dazu wird an die beste-
hende Mechanik ein neuer Anlagenteil gebaut, sodass diese Abfälle 
optimal für die Vergärung vorbereitet werden können. Außerdem 
werden die Rotte umgebaut und nötige Anpassungen bei der 
Abluftbehandlung vorgenommen. 
Die biologische Stufe zur Behandlung des Feinguts (Restabfallteile 
unter 50 mm) wird geschlossen. Das Feingut wird zukünftig extern 
entsorgt.
Die AWM legen neues Abfallwirtschaftskonzept vor

Saubere Lösung
AWM-Journal 2015 | AWM Umwelt | 27
und die zukunftsfähige Entsorgung und 
Verwertung in Münster. Zugleich wird die 
Bioabfallvergärungsanlage und Kompos-
tierungsanlage im Entsorgungszentrum 
(EZM) geschlossen. Hier soll in diesem 
Zuge auch der komplette Anlagenverbund optimiert werden. 
Das neue Blockheizkraftwerk
Stoffliche Verwertung ist das eine, energetische das andere. 
Von Letzterem spricht man, wenn aus Abfall Energie wird. Ein 
gutes Beispiel ist das neue Blockheizkraftwerk der AWM. Es 
nutzt die Gase aus den Deponien I und II, aus der Hauptklär-
anlage und der Bioabfallvergärungsanlage und wandelt sie in 
Strom und Wärme um (bis zur Schließung der Bioabfallvergä-
rungsanlage Ende 2016; ab 2017 soll stattdessen das Gas aus 
der umgebauten MBRA verwertet werden).
Die drei Anlagen sind eine zuverlässig sprudelnde Energie-
quelle, die die Energieerzeugung für mindestens die nächs-
ten 20 Jahre sicherstellt. Das BHKW hat eine installierte 
elektrische Leistung von 3,2 Me-
gawatt. In 2015 wurden in dem 
neuen BHKW rd. 11,2 Mio. kWh 
Strom erzeugt. 
Ein Großteil (rd. 6,2 Mio. kWh) wurde in den eigenen Anlagen 
der Stadt Münster, wie der Sickerwasserreinigungsanlage, der 
MBRA und der Hauptkläranlage, genutzt. Der überschüssige 
Strom von rd. 5,0 Mio. kWh wurde ins öffentliche Stromnetz 
eingespeist. Damit können ca. 1.250 4-Personen-Haushalte 
mit einem durchschnittlichen Stromverbrauch von rd. 4.000 
kWh/a versorgt werden. Und auch die Abwärme des BHKW 
findet eine sinnvolle Nutzung – sie versorgt die Hauptklär-
anlage und das Betriebsgebäude im Entsorgungszentrum 
mit Wärme. Ein Verwertungskreislauf, der ökonomisch und 
ökologisch sinnvoll ist.
Von Wertstofftonne bis Abfallpädagogik
Mit allem, was wir bei den AWM leisten, verfolgen wir unser 
großes Ziel: Bis 2020 wollen wir unsere Qualitäts- und 
Innovationsführerschaft noch stärker ausbauen und uns 
im Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger als Premium-
Dienstleister etablieren. Auch dahingehend gibt es eine Reihe 
an Maßnahmen, die wir im AWK festschreiben.
Beispiel: die Wertstofftonne. Unser Pilotprojekt erntete viel 
positive Resonanz in der Bevölkerung. Noch wird diskutiert, 
verhandelt und an einem Wertstoffgesetz gearbeitet – aber 
die Wertstofftonne soll kommen. Sie soll dann neben den 
Leichtverpackungen, die aktuell noch im Gelben Sack landen, 
auch sogenannte stoffgleiche Nicht-Verpackungen erfassen. 
Also Abfälle, die aus dem gleichen Material wie Verpackun-
gen bestehen, wie zum Beispiel Plastikspielzeug. Immer bes-
ser sortieren und gezielter erfassen: mit hoch differenzierten 
Systemen sorgen wir dafür, dass die Abfälle der Münsterane-
rinnen und Münsteraner umweltgerecht verwertet bzw. ent-
sorgt werden. Im Sinne des Umwelt- und Ressourcenschutzes 
sollten Abfälle aber am besten erst gar nicht entstehen. 
Gerne kommen wir auch unserem Auftrag der Abfallvermei-
dung nach und beziehen die Bürger ein. Mit Information und 
Aufklärung intensivieren wir unsere Öffentlichkeitsarbeit zu 
diesem Thema.
Dass die AWM ihrer Verantwortung im Sinne der gesetzlichen 
Vorgaben, zum Wohle der Menschen, der Umwelt und unse-
rer Stadt gerecht werden, hat die Vergangenheit gezeigt. Mit 
der Fortschreibung des Abfallwirtschaftskonzepts gehen wir 
diesen erfolgreichen Weg gemeinsam mit den Bürgerinnen 
und Bürgern weiter.

Saubere Lösung
Herausgeberin
Stadt Münster
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
Rösnerstraße 10 
48155 Münster
Mai 2016, 500 [3.000]
Konzept
X & Y Design | Münster
Fotografie
Rasmus Schübel [29]
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster [42]
X & Y Design [16]
Andreas Hempel Photography [1]
Presseamt Münster [2]
Fotolia [1]
Druck
Druckerei Joh. Burlage
48157 Münster
28 | AWM-Journal 2015 | Impressum

Achtung!
SChnitt leicht schräg.
Achtung!
SChnitt leicht schräg.
graue Fläche wird 
weggeschnitten.
graue Fläche wird weggeschnitten.
Journal
für Nachhaltigkeit und 
Geschäftsentwicklung
2015
Recyclingpapier aus 100 % Altpapier
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
Rösnerstraße 10 
48155 Münster
T elefon: 0251/605253
T elefax: 0251/605248
awm@stadt-muenster.de
www.awm.muenster.de
Saubere
Lösung
Saubere
Lösung
Recyclingpapier aus 100 % Altpapier

Beratungsverlauf (3)

08.06.2016 Betriebsausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe
TOP 4 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
29.06.2016 Haupt- und Finanzausschuss
TOP 21.5 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
29.06.2016 Rat
TOP 24.5 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (7)

  • Wilhelm-Schickard-Straße
  • Bahnhofstraße 6
  • Rösnerstraße 10
  • Sonnenstraße
  • Münzstraße
  • Domplatz
  • Feldkamp

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0313/2016
Typ
Vorlagen
Datum
14.04.2016
Erstellt
06.10.2020 14:37