V/0631/2014
Konzernabschluss 2013 der Stadtwerke Münster GmbH
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Anlage zur AR Vorlage Konzernabschluss
93342 Zeichen
Konzernabschluss und
Konzernlagebericht \ | 2013
Einfach. Näher. Dran. Stadtwerke Münster
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Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der Stadtwerke Münster GmbH, Münster,
für das Geschäftsjahr 2013 (01.01. - 31.12.)
2013 2013 2012
€ € €
1. Umsatzerlöse 510.529.304,90 505.362.758,07
Abzüglich darin enthaltene Energiesteuer -30.926.150,48 -30.580.380,76
479.603.154,42 474.782.377,31
2. Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen -20.618,84 -
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 9.001.610,12 3.480.645,93
4. Sonstige betriebliche Erträge 32.533.999,78 28.521.393,49
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für
bezogene Waren 255.185.062,05 278.611.445,64
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 70.958.485,69 68.626.589,71
326.143.547,74 347.238.035,35
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 53.161.580,17 50.038.240,21
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
und für Unterstützung 15.558.997,68 15.204.477,19
davon für Altersversorgung € 4.807.756,49 a 68.720.577,865 65.242.717,40
(i. Vj. € 4.967.919,94)
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
und Sachanlagen 42.750.482,56 27.427.105,05
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit
diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen
überschreiten 2.540,05 -
42.753.022,61 27.427.105,05
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Konzessionsabgaben 18.421.390,79 18.665.505,73
b) Übrige betriebliche Aufwendungen 38.144.142,23 37.268.352,33
56.565.533,02 55.933.858,06
9. Erträge aus Beteiligungen 118.695,68 184.593,72
10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 114.175,73 88.461,38
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.561.420,46 2.382.169,69
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen 72.480,00 72.480,00
13. Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 1.949.639,99 1.821.507,33
14. Aufwendungen aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 6.907.364,88 1.772.625,93
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 7.531.378,28 5.006.072,29
16. Aufwendungen aus Verlustübernahme 3.005.984,79 2.142.055,66
17. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 14.162.188,17 6.426.199,11
18. Außerordentliche Aufwendungen - 149.581,59
19. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
a) Effektive Steuem vom Einkommen und vom Ertrag 12.017.833,72 1.935.928,55
b) Latente Steuern - -2.440.172,91
12.017.833,72 -504.244,36
20. Sonstige Steuern 1.309.312,62 1.832.566,29
21. Konzernjahresüberschuss 835.041,83 4.948.295,59
22. Auf andere Gesellschafter entfallender Gewinn 30.299,67 23.675,48
23. Gewinnvortrag 13.920.350,77 6.705.730,66
24. Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen - 29.962.342,98
25. Einstellung in andere Gewinnrücklagen 1.920.000,00 -
26. Vorabgewinnausschüttung 6.060.000,00 26.222.342,98
27. Konzernbilanzgewinn 6.745.092,93 15.370.350,77
Münster, am 18. August 2014
Stadtwerke Münster GmbH
Dr. Henning Müller-Tengelmann
06 4503 030 Anlage 1.3
Konzernanhang der Stadtwerke Münster GmbH, Münster, für das Geschäftsjahr 2013
1. Darstellung von Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Die Konzernbilanz und die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der Stadtwerke Münster GmbH,
Münster - nachfolgend auch kurz Stadtwerke Münster - wurden nach den für große Kapitalgesell-
schaften geltenden Vorschriften gegliedert. Unter Berücksichtigung der aus der Art des Betriebs
folgenden Besonderheiten wurde die Darstellung der Aktiv- und Passivposten in der Konzernbilanz
erweitert ($ 265 Abs. 5 HGB).
Die Sachanlagen wurden um die Posten Verteilungsanlagen (für Energie- und Wasserversorgung)
und Fahrzeuge für Personenverkehr ergänzt. Die Darstellung der Vorräte wurde um den Posten
Emissionsrechte erweitert.
Für den gesonderten Ausweis der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesell-
schafter ($ 42 Abs. 3 GmbHG) wurden entsprechend bezeichnete Posten unter den Forderungen
und sonstigen Vermögensgegenständen bzw. den Verbindlichkeiten ergänzt.
Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.
Il. Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss wurden neben den Stadtwerken Münster als Muttergesellschaft die
folgenden Gesellschaften einbezogen. Die Angaben erfolgen jeweils zum 31.12.2013:
Name/Sitz Kapitalanteil in %
Als verbundene Unternehmen wurden vollkonsolidiert:
münsterNETZ GmbH, Münster (bis 02.01.2014 Stadtwerke Münster Netzgesellschaft mbH) 100
Stadtwerke Münster Neue Energie GmbH, Münster 100
Verkehrsservice Gesellschaft Münster mbH, Münster 100
Westfälische Bauindustrie GmbH, Münster 99
Energiepark Detmold GmbH & Co. WP DT KG, Münster 100
Energiepark Detmold Verwaltungs-GmbH, Münster 100
Bürgerwindpark Löningen GmbH & Co. KG, Löningen 100
Bürgerwindpark Löningen Verwaltungs-GmbH, Münster 100
06 4503 030 Anlage 1.4 / 1
Die für den Bürgerwindpark Löningen nach wie vor angestrebte Bürgerbeteiligung ist bisher nicht
zum Tragen gekommen. Der geplante Verkauf von bis zu 74,9% des Kommanditkapitals der Bür-
gerwindpark Löningen GmbH & Co. KG an eine die Beteiligung der Löninger Bürger vermittelnde
Vorschaltgesellschaft wurde nicht vollzogen. Beide Gesellschaften, die Bürgerwindpark Löningen
GmbH & Co. KG, sowie deren Komplementärin, die Bürgerwindpark Löningen Verwaltungs-GmbH,
wurden daher - nach Ausübung des Einbeziehungswahlrechts nach 296 Abs. 1 Nr. 3 HGB zum
Vorjahresstichtag - gemäß $ 301 Abs. 2 Satz 4 HGB zum 01.01.2013 erstmals als Tochterunter-
nehmen vollkonsolidiert.
Name/Sitz Kapitalanteil in %
Als Gemeinschaftsunternehmen wurde anteilsmäßig einbezogen:
Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH, Münster 50
Als assoziierte Unternehmen wurden "at equity" einbezogen:
smart OPTIMO GmbH & Co. KG, Osnabrück 47
smart OPTIMO Verwaltungs-GmbH, Osnabrück 50
FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven 3»
items GmbH, Münster 32
Nederlands-Duitse Internet Exchange B.V., Enschede, Niederlande 50
Die Beteiligung an der zum Vorjahresstichtag noch als assozilertes Unternehmen "at equity" ein-
bezogenen Energiehandelsgesellschaft West mbH, Münster, (EHW) wurde mit Ablauf des
31.12.2013 durch Verkauf der Anteile von 28% an die EHW beendet. Angaben zu den aus der
letzten Folgekonsolidierung und dem Vollabgang resultierenden Aufwendungen werden unter
Punkt 6 "Angaben zu Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung" gemacht.
Folgende assoziierte Unternehmen wurden zu Anschaffungskosten bewertet:
Windkraft Nordseeheilbad Borkum GmbH, Borkum 49,9
Lokalradio Münster Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG, Münster 25
Die Unternehmen wurden gemäß $ 311 Abs. 2 HGB nicht "at equity" bewertet, weil deren Einfluss
auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns - auch zusammengefasst - von unter-
geordneter Bedeutung ist. Die Beurteilung erfolgte unter Berücksichtigung der jeweiligen Jahres-
abschlüsse und der nur sehr gering ausgeprägten Konzernverflechtungen.
Anlage 1.4 /2 06 4503 030
Ill. Konsolidierungsmethoden
Die nachfolgende Übersicht gibt die im Rahmen der Kapitalkonsolidierung der Verrechnung von
Beteiligungsbuchwert und anteiligem Eigenkapital jeweils zugrunde gelegten Methoden und Ver-
rechnungszeitpunkte wieder.
Übersicht über Methode und Verrechnungszeitpunkt der Kapitalkonsolidierung
Kapitalkonsolidierung
Erstkonso- | Verrechnungszeitpunkt
Kurzbezeichnung lidierungs- | Erstmalige Erwerb/
Einbezogene Gesellschaften | stichtag | Einbeziehung | Gründung Methode Variante
Westfälische Bauindustrie 31.12.1867] 31.12.1007” | - __jEmerbsmethode Buchwer |
Westfälische Femwärme _ 131.12.1997] 31.12.1957 | - _Enwerbsmethode Buchwer |
[Flughafen Münster/Osnab. [31.12.1967] 31.12.1007” | - _lEquity-Meihode Buchwer |
Items bis 2006 _ ____|s1.12.1868| _- 21.05.1988 JEmwerbsmethode Buchwer |
(tens bo | _ | _ _Eguity-Methode _Buchwert |
Verkehrssenice Ges 31.12.2002] __- 17.08.2001 jEnwerbsmethode Buchwer |
[Nedertands-Dulise Internet _[31.12.2008[| __- [25.11.2008 jEquity-Methode _Buchwer |
Imünsterlietz GmbH __[51.12.200651 __- [24.08.2005 JEnwerbsmethode Neubewertung |
ISWMS Neue Energie [31.12.2007] __- 15.11.2007 Enwerbsmethode,
Ismat OPTIMORG ___|31.12.20081 _ _- [23.12.2008 JEauity-Meihode
[smart OPTIMO GmbH ___ 31.12.2008| __- 23.12.2008 JEauity-Methode
[Energiepak DDKG __ [31.12.2010 __- [08.09.2010 JEwerbsmethode,
[Energiepark DTGmbH ___ 31.12.2010 _- __|13.12.2010 JEwerbsmethode
Bürgerwindpark
houngenemsı Isnsasora| ororzon | | Neitenerung |
Löningen GmbH 31.12.2013 | 01.01.2013 Erwerbsmethode Neubewertung
Forderungen und Verbindlichkeiten, aktive und passive Rechnungsabgrenzungsposten sowie Auf-
wendungen und Erträge zwischen den konsolidierten Unternehmen wurden im Rahmen von
Schuldenkonsolidierung und Aufwands- und Ertragseliminierung miteinander verrechnet. Der
Bilanzvermerk für gewährte Bürgschaften wurde um Bürgschaften zu Gunsten verbundener Unter-
nehmen bereinigt.
Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände, die auf Lieferungen oder
Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beruhen, wurden
um enthaltene Zwischengewinne bereinigt.
Negative Equity-Werte wurden zum Erinnerungswert von 1 € unter den Beteiligungen an assoziier-
ten Unternehmen angesetzt. Zum 31.12.2013 ergab sich aus der statistischen Wertfortschreibung
ein negativer Equity-Wert in Höhe von -1.636 T€.
06 4503 030 Anlage 1.4 /3
IV. Erläuterungen zu Posten von Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
1. Auf Aktiva angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Soweit Ansatzwahlrechte ausgeübt wurden, sind diese bei den Angaben zu Posten der Bilanz er-
läutert.
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die
Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten
für selbst erstellte Anlagen enthalten die direkt zurechenbaren Einzelkosten und angemessene
Teile der Gemeinkosten. Fremdkapitalzinsen sind nicht in die Herstellungskosten eingegangen.
Erhaltene Zuschüsse sind von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzt worden
Die Stadtwerke Münster haben im Geschäftsjahr 2013 die Bilanzierungsrichtlinien zur Aktivierung
von Verteilungsanlagen zur Vermittlung eines besser den tatsächlichen Verhältnissen entspre-
chenden Bildes der Vermögens- und Ertragslage in Anlehnung an das EnWG neu gefasst. Bei den
Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen wurden die Zuschläge für Lager- und Regiege-
meinkosten auf 20 % festgelegt. Insbesondere werden Erneuerungsmaßnahmen im bestehenden
Netz, die eine Länge von 200 Metern und mehr erreichen, aktiviert. Diese Umstellung führte im
Berichtsjahr zu um ca. 4 Mio. € gestiegenen aktivierten Eigenleistungen und einer Ergebnisbelas-
tung von 0,4 Mio. €.
Den planmäßigen Abschreibungen liegen grundsätzlich die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern
der Vermögensgegenstände zugrunde. Zugänge wurden linear abgeschrieben.
Der Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts wurde mit einem Abschreibungszeitraum von
17 Jahren die planmäßige Restnutzungsdauer der zum Bürgerwindpark gehörenden Windenergie-
anlagen zugrunde gelegt.
Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von bis zu 150 € wurden als Aufwand ge-
bucht. Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von mehr als 150 € bis zu
1.000 € wurde in den Jahren 2008 und 2009 ein Jahressammelposten angesetzt, der im Jahr der
Bildung und den folgenden vier Jahren mit jeweils einem Fünftel abgeschrieben wird.
Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern im Anlagevermögen betragen bei:
immateriellen Vermögensgegenständen 3-17 Jahre
Grundstücken (Außenanlagen) und Bauten 0 - 50 Jahre
Verteilungsanlagen 20 - 35 Jahre
sonstigen technischen Anlagen und Maschinen 5-22 Jahre
anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 - 14 Jahre
Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen wurden mit dem anteiligen Eigenkapital gemäß
& 312 HGB angesetzt.
Bei den sonstigen Ausleihungen handelt es sich überwiegend um niedrig verzinsliche Mitarbeiter-
darlehen, die zum Nennwert bewertet wurden.
Anlage 1.4 /4 06 4503 030
Die übrigen Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich vorgenommener Wertberich-
tigungen aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung ausgewiesen. Soweit die Gründe für
die Wertberichtigungen zum Bilanzstichtag nicht mehr bestanden, ist entsprechend $ 253 Abs. 5
HGB zugeschrieben worden.
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden unter Berücksichtigung von Abschreibungen gemäß
8 253 Abs. 4 HGB zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zum niedri-
geren Börsen- oder Marktpreis am Abschlussstichtag bewertet.
Die unentgeltlich zugeteilten Emissionsrechte nach $ 9 TEHG i.V.m. 8 7 ZuG und $ 8 ZuG sind mit
dem Wert von 1 € ausgewiesen. Erworbene Emissionsrechte wurden zu Anschaffungskosten bzw.
dem niedrigeren beizulegenden Wert (Marktwert) zum Bilanzstichtag bewertet.
Der Bewertung der zum Bilanzstichtag noch nicht abgerechneten Aufträge Dritter (unfertige Leis-
tungen) wurden die Herstellungskosten, bestehend aus Einzelkosten und notwendigen Gemein-
kosten, zugrunde gelegt. Abweichend zum Vorjahr erfolgte zur Vermittlung eines den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bilds der Vermögenslage der Ausweis im Berichtsjahr unter den
unfertigen Leistungen und nicht mehr unter den sonstigen Vermögensgegenständen (2.079 T£;
Vorjahr: 2.100 TE).
Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel wurden zum Nennwert oder
- soweit erforderlich - unter Berücksichtigung des erkennbaren Ausfallrisikos bewertet.
Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Börsen-
kursen unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt.
Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter sowie gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht, wurden in Höhe von 3.312 T€ mit den entsprechenden Forderun-
gen verrechnet.
2. Auf Passiva angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die bis einschließlich 2002 empfangenen Ertragszuschüsse (Baukostenzuschüsse Netz) werden
auf den Altbestand mit 5% des Ursprungswerts aufgelöst. Im 20. Jahr nach Zugang wird der Ab-
gang unterstellt und der verbliebene Ursprungswert vollständig aufgelöst. Die Zugänge werden ab
dem 01.01.2003 direkt gegen die Positionen des Anlagevermögens verrechnet und wirken sich
entsprechend den dort geltenden Nutzungsdauern abschreibungsmindernd aus.
Für Anschlüsse an die der Regulierung nach Energiewirtschaftsrecht unterliegenden Netze der
Strom- und Gasversorgung von den Anschlussnehmern an den Netzbetreiber gezahlte Ertrags-
zuschüsse werden als Netzentgeltvorauszahlungen betrachtet und in einen passiven Rechnungs-
abgrenzungsposten eingestellt, der über 20 Jahre aufgelöst wird.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach dem versicherungs-
mathematischen Verfahren der "projected unit credit method" (Methode der laufenden Einmalprä-
mie) ermittelt. Diese Methode geht davon aus, dass in jedem Dienstjahr ein zusätzlicher Teil des
endgültigen Leistungsanspruchs erarbeitet wird, und bewertet jeden dieser Leistungsbausteine
separat, um so die endgültige Verpflichtung aufzubauen. Als Rechnungszins wurde gemäß $ 253
Abs. 2 HGB in Verbindung mit der Rückstellungsabzinsungsverordnung der für Ende Dezember
2013 veröffentlichte Wert der Bundesbank in Höhe von 4,88 % verwendet und somit das Wahl-
recht zur Abzinsung über eine Laufzeit von 15 Jahren genutzt. Als Rechnungsgrundlage dienten
weiterhin die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Bei der Berechnung der Pensions-
rückstellungen wurde eine Rentendynamik von 1,5 % p.a. in die versicherungsmathematischen
Berechnungen einbezogen.
06 4503 030 Anlage 1.4 /5
Bei der Rückstellung für Deputatverpflichtungen wurden Kostensteigerungen von 2,50 % p.a. be-
rücksichtigt sowie Fluktuationen von 2 % p.a. bei einem Alter von bis zu 30 Jahren bzw. 1 % p.a.
bei einem Alter von bis zu 40 Jahren.
Der Rückstellung für Altersteilzeit liegt eine Gehaltsdynamik von 2% p.a. und eine Beitrags-
bemessungsgrenzendynamik von 2% p.a. zugrunde. Als Rechnungszins wurde gemäß $ 253
Abs. 2 HGB in Verbindung mit der Rückstellungsabzinsungsverordnung der für Ende Dezember
2013 veröffentlichte Wert der Bundesbank in Höhe von 4,88 % verwendet.
Die Rückstellung zur Abdeckung der aus einer möglichen Unterdeckung der Kommunalen Versor-
gungskasse Westfalen-Lippe (KVW), Münster, resultierenden Verpflichtungen wurde auf Basis
eines versicherungsmathematischen Gutachtens zum 31.12.2011 bewertet (Rechnungszins
5,14 %, Rententrend 1,0 %). Unter Berücksichtigung der durchschnittlich noch zu leistenden Ar-
beitszeiten bis zum Eintritt der Verpflichtung wird die Rückstellung anteilig dotiert.
Zum Stichtag 31.12.2013 betrug der Umlagesatz der KVW 4,5 % zuzüglich eines Sanierungs-
geldes in Höhe von 3 %. Umlagesatz und Sanierungsgeld werden von der Gesellschaft allein ge-
tragen. Die Summe der beitragspflichtigen Löhne und Gehälter betrug 2013 45,9 Mio. € (Vorjahr:
43,4 Mio. €).
Von den Aufwandsrückstellungen nach $ 249 Absatz 2 HGB a.F. wurden Rückstellungen für unter-
lassene Netzinstandhaltung in Höhe von 5,1 Mio. € aufgelöst. Siehe hierzu Punkt 7 "Angaben zu
Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung". in Höhe von 9,2 Mio. € wurden Aufwands-
rückstellungen gemäß Artikel 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB beibehalten.
Die übrigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.
Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Beschaffungsverträgen wurden umsatz-
mindernd gebucht.
Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.
3. Verzicht auf Bewertungsanpassungen bei assoziierten Unternehmen
Die at-equity einbezogene FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH hat in dem von ihr aufge-
stellten Konzernabschluss teilweise abweichende Bewertungsmethoden angewandt: Für gering-
wertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von 150 € bis 1.000 € hat die Gesellschaft einen
Sammelposten gebildet, der im Jahr der Bildung und in den folgenden Geschäftsjahren mit einem
Fünftel abgeschrieben wird. Aus der erstmaligen Anwendung der BilMoG-Vorschriften auf die Pen-
sionsrückstellungen der Geselischaft in 2010 resultiert ein Unterschiedsbetrag, den die Gesell-
schaft in Ausübung des Wahlrechts nach Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB ratierlich den Pensions-
rückstellungen zuführt. Zum 31.12.2013 beträgt die sich hieraus ergebende Unterdeckung der
Pensionsrückstellungen 279 T€. Eine Rückstellung für die mittelbare Verpflichtung aus der Unter-
deckung von Versorgungsansprüchen der Mitarbeiter gegenüber der KVW (Kommunale Versor-
gungskassen Westfalen-Lippe) wurde nicht gebildet. Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtun-
gen in Höhe von 131 T€ wurden mit den Aktivwerten einer Rückdeckungsversicherung in gleicher
Höhe saldiert.
Für die at-equity einbezogene Nederlands-Duitse Internet Exchange B.V. wurde der nach nieder-
ländischem Recht aufgestellte und geprüfte Jahresabschluss unverändert übernommen.
In diesen Fällen wurde auf eine Anpassung der Bewertung im Konzernabschluss in Anwendung
des $ 312 Abs. 5 HGB verzichtet.
Anlage 1.4/6 06 4503 030
4.Vergleichbarkeit der Konzernabschlusswerte nach Konsolidierungskreisänderung
Auf die zum 01.01.2013 erstmals einbezogenen Tochterunternehmen Bürgerwindpark Löningen
GmbH & Co.KG und Bürgerwindpark Löningen Verwaltungs-GmbH entfallen per 31.12.2013 bzw.
für das Geschäftsjahr 2013 im Wesentlichen die nachfolgend aufgeführten Konzernabschluss-
werte.
{u}
4
5. Angaben zu Aktivposten der Konzernbilanz
Die Entwicklung des Anlagevermögens wird in der Anlage zum Konzernanhang gezeigt.
Aus der Erstkonsolidierung der Bürgerwindpark Löningen GmbH & Co. KG resultiert ein Ge-
schäfts- oder Firmenwert in Höhe von 5,9 Mio. €. Der Abschreibung des Geschäfts- oder Firmen-
werts wurde mit einem Abschreibungszeitraum von 17 Jahren die planmäßige Restnutzungsdauer
der zum Bürgerwindpark gehörenden Windenergieanlagen zugrunde gelegt.
Auf die Vermögensgegenstände der stromerzeugenden Bestandteile der GUD-Anlage Standort
HKW Hafen wurde eine außerplanmäßige Abschreibung nach $ 253 Abs. 3 Satz 3 HGB in Höhe
von 13,9 Mio. € vorgenommen.
Die Beteiligung der Stadtwerke Münster an der Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH
& Co. KG, Hamm, wurde im Geschäftsjahr 2010 aufgrund eines Bewertungsgutachtens, das zur
Vorbereitung des Verkaufsprozesses erstellt worden war, außerplanmäßig auf 1 € abgeschrieben.
Auf die an die Beteiligungsgesellschaft ausgereichten Gesellschafterdarlehen wurde ebenfalls eine
außerplanmäßige Abschreibung von 220 T€ vorgenommen. Beide Bewertungen wurden zum
31.12.2013 beibehalten. Die Verträge mit der Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH &
Co. KG enthalten ein Strombezugsrecht zu mit Indizes fixierten Preisen. Mit dem Strombezugs-
recht korrespondiert eine Abnahmeverpflichtung. Der Strombezug wurde über den Prognosezeit-
raum von vier Jahren zum Bilanzstichtag zu aktuellen Marktpreisen bewertet und die bereits
bestehende Rückstellung für den daraus drohenden Verlust fortgeschrieben. Die Rückstellung
beträgt zum Bilanzstichtag 16,2 Mio. €.
Die Beteiligung an der WLE (Westfälische Landeseisenbahn GmbH, Lippstadt) wurde im Berichts-
jahr außerplanmäßig nach $ 253 Abs. 3 Satz 3 HGB in Höhe von 72 T€ abgeschrieben.
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (54.822 T€; Vorjahr: 46.636 T€) ist auch der
abgegrenzte Verbrauch für Energie- und Wasserlieferungen zwischen Ablese- und Bilanzstichtag
enthalten, der mit den aufgelaufenen Abschlagszahlungen saldiert wurde.
06 4503 030 Anlage 1.4/7
Die Forderungen gegen den Gesellschafter (4.279 T€; Vorjahr: 2.881 T€) wurden mit Verbindlich-
keiten gegenüber dem Gesellschafter zum Bilanzausweis zusammengefasst, soweit dies von der
Art und Laufzeit zulässig war. Die im Wesentlichen aus Energie- und Wasserlieferungen resultie-
renden Forderungen wurden mit den Abschlagszahlungen verrechnet.
Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (1.899 T€;
Vorjahr: 2.411 TE), betreffen im Wesentlichen Lieferungen und Leistungen. Auch hier wurden die
Forderungen und Verbindlichkeiten - soweit zulässig - zum Bilanzausweis zusammengefasst.
Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen, wie im Vorjahr, nicht.
Die sonstigen Vermögensgegenstände (14.634 TE; Vorjahr: 16.025 TE) beinhalten im Wesent-
lichen Überzahlungen von Steuern (8.881 T€), debitorische Kreditoren aus Gutschriften (2.337 T€)
und noch nicht abziehbare Vorsteuern (1.386 TE).
Der FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven, wurde ein kurzfristiges eigenkapitalerset-
zendes Darlehen in Höhe von 1.907 T€ gewährt. Dieses ist unter den sonstigen Vermögensge-
genständen ausgewiesen. Auf das Darlehen wurde eine Wertberichtigung in voller Höhe gebildet.
Zur Absicherung von Bürgschaften wurden Wertpapiere in Höhe von 5,5 Mio. € verpfändet.
6. Angaben zu Passivposten der Konzernbilanz
Das gezeichnete Kapital beträgt zum Vorjahr unverändert 51,2 Mio. €.
Der Kapitalrücklage (73,0 Mio. €) wurden aus Gesellschaftermitteln 22 T€ zugeführt.
Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2013 weist einen Konzernjahres-
überschuss von 835 T€ aus (Vorjahr: 4.948 T€). Hiervon entfallen 30 T€ (Vorjahr: 24 TE) auf den
Minderheitenanteil. Bei einem - unter Berücksichtigung einer in 2013 erfolgten Gewinnausschüttung
in Höhe von 1.450 T€ betreffend 2012 - Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 13.920 T€
(Vorjahr: 6.706 T€), einer Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 1.920 T€ (Vor-
jahr: Entnahme aus den anderen Gewinnrücklagen 29.962T€) und einer Vorabgewinnausschüttung
in Höhe von 6.060 T€ (Vorjahr: 26.222 T€) ergibt sich ein Konzernbilanzgewinn von 6.745 T€ (Vor-
jahr: 15.370 TE).
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (33.346 TE; Vorjahr: 31.128 T€)
umfassen Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen, Rückstellungen für die Verpflichtungen
zum Ausgleich der Rentenminderung bei Altersteilzeitvereinbarungen, eine Rückstellung für Depu-
tatverpflichtungen sowie eine Rückstellung zur Abdeckung der aus einer möglichen Unterdeckung
der KVW (Kommunale Versorgungskassen Westfalen-Lippe) resultierenden Verpflichtungen.
Der zu erwartende Aufwand aus der Abrechnung der Strom- und Erdgassteuer 2013 (8.742 T£;
Vorjahr: O T€) und den ertragsabhängigen Steuern (7.584 T€; Vorjahr: 152 T€) wurde den Steuer-
rückstellungen zugeführt (16.326 T€ im Berichtsjahr; Vorjahr: 152 T€).
Die sonstigen Rückstellungen (90.000 T€; Vorjahr: 90.895 T€) betreffen insbesondere Mengen-
risiken in der Energiebeschaffung (21.936 T€; Vorjahr: 22.181 T€), allgemeine Bewertungsrisiken
im Netzbereich (15.400 T€; zum Vorjahr unverändert), ungewisse Verbindlichkeiten des Verkehrs-
betriebs (8.530 TE; Vorjahr: 10.841 T€), rechtliche Risiken bei einzelnen Energieprodukten
(7.464 T€; Vorjahr: 2.862 TE), bestehende Altersteilzeitverpflichtungen (7.691 T€; Vorjahr:
9.275 T€), Entsorgungsverpflichtungen (6.306 T€; Vorjahr: 6.365 T€) und Ansprüche der Mitarbei-
ter aus Leistungszulage, Urlaubsrückständen und Gleitzeitguthaben (4.853 T€; Vorjahr: 5.053 TE).
Anlage 1.4 /8 06 4503 030
Das Genussscheinkapital (2.580 TE) ist zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Gesamtlaufzeiten der
Genussrechte betragen zwischen 7 und 20 Jahren. Die Rückzahlung des Genussscheinkapitals
erfolgt zum Laufzeitende. Die Genussrechte haben sich in 2013 mit Zinssätzen von 3,5 % bis 8 %
verzinst (141 T€ Zinsen im Berichtsjahr; im Vorjahr 142 T€).
Die Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf 153.635 T€ (Vorjahr:
137.734 TE) resultiert im Wesentlichen aus der erstmaligen Einbeziehung der Bürgerwindpark
Löningen GmbH & Co. KG. Die Gesellschaft hatte für die Errichtung eines Windparks ein langfris-
tiges Darlehen aufgenommen, das zum Stichtag 31.12.2013 einen Erfüllungsbetrag in Höhe von
16.000 T€ aufweist. Auf die Angaben unter Ziffer 4 "Vergleichbarkeit der Konzernabschlusswerte
nach Konsolidierungskreisänderung" wird hingewiesen. Darüber hinaus haben die Stadtwerke
Münster im Berichtsjahr ein Darlehen der Hamburger Sparkasse, Hamburg, in Höhe von nominal
5,9Mio. € aufgenommen. Dieses wurde zum Erwerb der Photovoltaik-Freiflächenanlage in
Hassendorf verwendet.
Zur Zinssicherung von variabel verzinslichen Darlehen werden die folgenden Zinsswaps einge-
setzt.
I 1 | Zinsswap | 2211122119 | cool 551
22.1112-212 | soo -52|
| 4 | Zinsswap | 2210177 ->21027 | 250 _-11|
| _5 | Zinsswap | 30.03.12-012.25 | 5sc0ol -156|
| 6 | Zinsswap | 30.06.12 -30.06.27 |
Die Grundgeschäfte (Darlehen) und die Sicherungsgeschäfte (Zinsswaps) weisen neben der Be-
tragsidentität auch die gleiche Laufzeit auf. Aufgrund der deckungsgleichen Beziehung konnte auf
eine bilanzielle Risikovorsorge für die nach bankinternen Berechnungsmodelien errechneten nega-
tiven Zeitwerte von insgesamt -310 T€ verzichtet werden. Es wurde die Einfrierungsmethode ver-
wendet.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (48.915 T€; Vorjahr: 34.552 T€) resultieren
vornehmlich aus dem Gasbezug, aus EEG-Umlagen an Übertragungsnetzbetreiber, aus dem Aus-
bau regenerativer Erzeugungskapazitäten sowie aus Netzbaumaßnahmen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter (1.000 T€; Vorjahr: 1.192 T€) betreffen im
Wesentlichen Guthaben aus Überzahlungen von Energie- und Wasserlieferungen und die Abrech-
nung der Konzessionsabgabe 2013. Soweit zulässig wurden sie mit den Forderungen gegen den
Gesellschafter verrechnet.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht,
(6.587 TE; Vorjahr: 3.014 T€) betreffen insbesondere Energielieferungen und IT-Dienstleistungen.
Sie wurden mit den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis be-
steht, soweit zulässig verrechnet. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahreswert ist auf ein geringe-
res Verrechnungsvolumen im Berichtsjahr zurückzuführen.
Die sonstigen Verbindlichkeiten (14.159 TE; Vorjahr: 8.371 TE) betreffen im Wesentlichen die Um-
satzsteuer und Lohnsteuer, Überzahlungen aus der Leistungsabrechnung und erhaltene Sicher-
heitsleistungen.
06 4503 030 Anlage 1.4 /9
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten zum Stichtag von Berichtsjahr und Vorjahr sind den nach-
folgenden Tabellen zu entnehmen.
Restlaufzeitenübersicht der Verbindlichkeiten per 31.12.2013:
Konzern- davon mit einer Restlaufzeit
bilanz
31.12.2013 | bis 1 1bis5 | mehrals | bis 1 Jahr
Bilanzpositionen in TE Jahr Jahre 5 Jahre Vorjahr
Genussscheinkapital 2.580 100 513 1.967 -
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 153.635 8557| 27.181 | 117.897 7.766
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 93 93 - - 75
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen 48.915| 47.812) 1.084 19 33.297
Verbindlichkeiten gegenüber dem
Gesellschafter 1.000 1.000 - - 1.192
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 6.587| 6.587 - - 3.014
Sonstige Verbindlichkeiten 14.159 | 14.159 - - 8.372
226.969 | 78.308 | 28.778 | 119.883 53.716
Restlaufzeitenübersicht der Verbindlichkeiten per 31.12.2012:
Konzern- davon mit einer Restlaufzeit
bilanz
31.12.2012 | bis1 1bis5 | mehrals | bis 1 Jahr
Bilanzpositionen in TE Jahr Jahre 5 Jahre Vorjahr
Genussscheinkapital 2.580 - 613 1.967 -
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 137.734 | 7.766 | 23.204 | 106.764 6.870
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 75 75 - - 227
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen 34.552 | 33.297 1.195 60 48.666
Verbindlichkeiten gegenüber dem
Gesellschafter 1.192 1.192 - - 359
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.014] 3.014 " ” 2.765
Sonstige Verbindlichkeiten 8.372 | 8.372 - - 8.174
187.519 | 53.716 | 25.012 | 108.791 67.061
Anlage 1,4 / 10 06 4503 030
Durch Grundschulden gesicherte Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 13.164 T€. Das Darle-
hen der Hamburger Sparkasse, Hamburg, in Höhe von nominal 5,9 Mio. € zum Erwerb der Photo-
voltaik-Freiflächenanlage in Hassendorf ist durch Übertragung der PV-Anlage abgesichert.
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen als Netzanschlussbeiträge
vorausgezahlte Netzentgelte für das Strom- und Gasnetz in Höhe von 17.351 T€.
Die nachfolgende Übersicht gibt die aktiven und passiven Steuerlatenzen in Bezug auf die Kon-
zernabschlussebene und die betroffenen Hauptabschlussposten wieder. Auf die Steuerlatenzen
kommt aufgrund des regionalen Schwerpunkts des Konzerns grundsätzlich ein konzernweit ein-
heitlicher Ertragsteuersatz in Höhe von 31,9 % (Vorjahr: 31,9%) zur Anwendung. Soweit den
Steuerlatenzen Beteiligungen an Personengesellschaften zugrunde liegen, ist hiervon abweichend
ein Ertragsteuersatz von 16,3 % anzuwenden.
Steuerlatenzen Konzern Stadtwerke Münster per 31.12.2013 in T€
Posten Latenzrechnung
I]
Aktivlatenzen
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen 17.45
Beteiligungen an Kapitalgesellschaften
Beteiligu rsonengesellschaften 2.37
g aus Differenze
|
I |
17.456
5]
|
BEE
7.234
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige Vermögensgegenstände
D
©
8lol&
0[0[@]0
oIS
Sonstige Rückstellungen
a
N
co
a
=
Summe Aktivlatenzen aus Buchwertdifferenzen 107.446
EB
Passivatenen N |
Passivlatenzen
&
iligungen an Pe
Beteiligungen an Kapitalgesellschaften | +]
Sonderposten mit Rücklageanteil
Sachanlagen |_-147 [7.
Summe Passivlatenzen aus Buchwertdifferenzen | -1.679 |-7.
BE |
Aktiv-/Passivüberhan D n 105.767 |-7.087 || 98.680
Auf die Aktivierung des sich bis auf die Ebene HBIl ergebenden Überhangs von aktiven latenten
Steuern in Höhe von 98.680 T€ wurde verzichtet.
'
PN
0
Sy
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Ss
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen .
&
S
o
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1]
S
7. Angaben zu Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Die Umsatzerlöse - ohne Strom- und Erdgassteuer - (479.603 T€; Vorjahr: 474.782 TE) entfallen
im Wesentlichen auf den Versorgungsbereich (437.770 T€; Vorjahr: 435.665 T€) und den Ver-
kehrsbereich inci. Parkraumbewirtschaftung (39.015 T€; Vorjahr: 36.543 T€). Der Anstieg im Ver-
sorgungsbereich ist preis- bzw. mengenbedingt verursacht.
Die sonstigen betrieblichen Erträge (32.534 T€; Vorjahr: 28.521 TE) resultieren im Wesentlichen
aus periodenfremden Erträgen (11.628 T€), Mieten (4.445 TE), Kostenerstattungen von Beteili-
gungsgesellschaften und Kooperationen (3.092 T€), aus Erträgen aus dem Mehr-/Mindermengen-
ausgleich Strom/Gas (2.898 T€), aus Entgelten für die Vergärung von Bioabfällen (2.622 TE), Er-
trägen aus Grundstücksverkäufen (1.235 T€) und dem Belastungsausgleich nach KWK-Gesetz
(1.024 TE).
Den periodenfremden Erträgen liegt die Auflösung von sonstigen Rückstellungen zugrunde. In
Höhe von 5.050 TE wurden nach Artikel 67 Abs. 3 EGHGB beibehaltene Aufwandsrückstellungen
06 4503 030 Anlage 1.4 / 11
für unterlassene Netzinstandhaltungen nach 249 Abs. 2 HGB a.F. im Berichtsjahr aufgelöst. Die
Auflösung der Aufwandsrückstellung resultiert aus der Anpassung der Aktivierungsrichtlinie der
Stadtwerke Münster GmbH für den Bereich der Verteilungsanlagen. Mit der Änderung der Aktivie-
rungsrichtlinie waren die Gründe für die Rückstellungsbildung entfallen. Darüber hinaus konnten
insbesondere Drohverlustrückstellungen aus der Risikovorsorge für den Strom- und Gashandels-
bereich in Höhe von 4.551 T€ aufgelöst werden.
Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren (255.185 T€, Vor-
jahr: 278.611 TE) sind, wie im Vorjahr, im Wesentlichen geprägt durch Bezugsaufwendungen für
Energie- und Wasserlieferungen (168.755 TE), EEG-Zahlungen an Übertragungsnetzbetreiber
(50.787 T€) und Einspeisevergütungen für EEG-Strom (14.115 TE).
Die Aufwendungen für bezogene Leistungen (70.958 T€; Vorjahr: 68.627 T€) betreffen insbeson-
dere die an Übertragungsnetzbetreiber und andere fremde Netzbetreiber zu entrichtenden Netz-
nutzungsentgelte (31.079 T€) und die Aufwendungen aus der Anmietung von Busfahrleistungen im
ÖPNV (10.974 TE).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (56.566 T€; Vorjahr: 55.934 T€) enthalten neben der
Konzessionsabgabe (18.421 TE) im Wesentlichen IT-Aufwendungen (6.004 T€), Aufwendungen für
Verwaltung und Vertrieb (5.027 TE), Aufwendungen für Öffentlichkeitsarbeit (2.230 TE), Aufwen-
dungen für Prüfung und Beratung (1.574 T€) und KWK-Zahlungen an die Betreiber von Übertra-
gungsnetz und KWK-Anlagen (1.420 TE). Darüber hinaus ist in den sonstigen betrieblichen Auf-
wendungen eine Einzelwertberichtigung in Höhe von 1,9 Mio. € enthalten, die auf ein kurzfristiges
Gesellschafterdarlenen an das assoziierte Unternehmen FMO Flughafen Münster/Osnabrück
GmbH entfällt.
Die Aufwendungen aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen entfallen vollständig auf die
mit Ablauf des 31.12.2013 beendete Beteiligung an der Energiehandelsgesellschaft West mbH,
Münster. Die Aufwendungen in Höhe von 6,9 Mio. € resultieren aus der letztmaligen Equity-Folge-
bewertung.
Der Zinsaufwand des Berichtsjahres (7.531 T€; Vorjahr: 5.006 T€) setzt sich im Wesentlichen aus
den Zinsen für die Fremddarlehen (5.043 T€; Vorjahr: 2.563 T€) sowie aus den Zinsen für die Auf-
zinsung langfristiger Personalrückstellungen (1.938 T€, Vorjahr: 1.949 T€) zusammen. Die Zins-
aufwendungen aus der Aufzinsung verteilen sich im Wesentlichen auf die Pensionsrückstellungen
für Direktzusagen (124 T€; Vorjahr: 135 T€), mittelbare Pensionsverpflichtungen aus der Unterde-
ckung der Kommunalen Versorgungskasse Westfalen-Lippe (KVW) (1.088 T€; Vorjahr: 1.025 T€)
und Deputatzusagen (276 T€; Vorjahr: 258 T€). Auf die Rückstellung für Altersteilzeit entfällt eine
Aufzinsung in Höhe von 418 T€ (Vorjahr: 500 T€).
Die Aufwendungen aus Verlustübernahme (3.006 T€; Vorjahr: 2.142 T€) betreffen anteilige Auf-
wendungen aus der Errichtungsphase des Gemeinschaftskraftwerks Steinkohle Hamm GmbH &
Co. KG, Essen, die die Stadtwerke Münster als Kommanditistin zu tragen hatte.
Aus der Anwachsung gemäß $ 738 Abs. 1 Satz 1 BGB der Energiepark Wietze GmbH & CO. WP
WIE KG ergaben sich im Vorjahr außerordentliche Aufwendungen von 0,1 Mio. €.
V. Haftungsverhältnisse
Der Bilanzvermerk betrifft siebzehn Bürgschaften zugunsten der FMO Flughafen Münster/Osna-
brück GmbH, Greven, in Höhe von insgesamt 22.150 T€ (Vorjahr: 21.030 T€), zwei Bürgschaften
in Höhe von insgesamt 24.984 T€ (Vorjahr: 24.984 T€) sowie eine Patronatserklärung in Höhe von
2.000 T€ zugunsten der Energiehandelsgesellschaft West mbH, Münster. Der Bilanzvermerk be-
rücksichtigt in der Höhe die Bürgschaftsvaluta per 31.12.2013. Eine Inanspruchnahme aus den
Anlage 1.4/12 06 4503 030
Bürgschaften wird aufgrund der jeweiligen gesellschaftsbezogenen Risikoeinschätzung nicht er-
wartet.
Bei der Energiehandelsgesellschaft West mbH besteht aufgrund der bestehenden Verträge zum
Energiehandelsgeschäft mit den Gesellschaftern nur ein sehr begrenztes wirtschaftliches Risiko für
die Gesellschaft. Daneben bestehen für das übrige Energiehandelsgeschäft Vorgaben der Gesell-
schafter zum Umfang und zur Risikobegrenzung, die eine Inanspruchnahme nahezu ausschließen.
Die FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH wird aufgrund entsprechender Gesellschafter-
beschlüsse über eine in mehreren Tranchen bis zum Jahr 2015 planmäßig durchzuführende Erhö-
hung ihres Eigenkapitals in ihrer Liquidität und Refinanzierungskraft gestärkt. Es wird auf die er-
gänzenden Angaben unter Nr. 1 "Sonstige finanzielle Verpflichtungen" hingewiesen.
VI. Ergänzende Angaben
1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Bestellverpflichtungen im Investitionsbereich beliefen sich zum 31.12.2013 auf 15,1 Mio. €.
Aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen mit einer Laufzeit zwischen 1 und 5 Jahren resultieren
jährliche Verpflichtungen von 1,7 Mio. €. Aus mit der smart OPTIMO GmbH & Co. KG, Osnabrück,
geschlossenen Dienstleistungsverträgen zur Durchführung von Messstellenbetrieb und Mess-
dienstleistungen ergibt sich für das Jahr 2014 eine Zahlungsverpflichtung in Höhe von 8,3 Mio. €.
Die Gesellschafter des assoziierten Unternehmens FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH,
Greven, hatten für die Jahre 2013 bis 2017 jeweils eine Kapitalerhöhung von 5,3 Mio. € beschlos-
sen. Diese wird aufgrund eines weiteren Gesellschafterbeschlusses auf die Jahre bis 2015 zu-
sammengefasst. Für die Stadtwerke Münster entsteht daraus für die Jahre 2014 und 2015 eine
jährliche Belastung von 3,8 Mio. € (insgesamt 7,6 Mio. €), die in dem bestehenden mittelfristigen
Wirtschaftsplan berücksichtigt ist.
Aus der Beteiligung an der GREEN GECCO Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Essen, kön-
nen sich durch die Investitionen in Projekte zur regenerativen Energieerzeugung finanzielle Ver-
pflichtungen bis zu einer Höchstgrenze von 9,8 Mio. € ergeben. Die Höhe der möglichen finanziellen
Verpflichtungen ist von den jeweils erworbenen Projekten abhängig und beträgt zum 31.12.2013
3,5 Mio. €.
Zur Absicherung von Lieferverpflichtungen aus bestehenden Verträgen mit Sondervertrags- und
Tarifkunden des Versorgungsbereichs sind in verantwortungsvoller unternehmerischer Risikovor-
sorge in die Zukunft gerichtete Verträge über den Bezug von Energie im Wert von 230,4 Mio. €
geschlossen worden.
2. Gesamtbezüge von Geschäftsführung und Aufsichtsrat
Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen im Berichtsjahr 493 T€. Hiervon entfielen auf
Herrn Dr. Henning Müller-Tengelmann (kaufmännischer Geschäftsführer) 268 T€ und auf Herrn
‚Dr. Andreas Hoffknecht (technischer Geschäftsführer bis 30.04.2014) 225 T€.
Für die frühere Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen wurden im Berichtsjahr 134 T€ an Pen-
sionen aufgewendet. Für sie bestehen per 31.12.2013 Pensionsrückstellungen in Höhe von
2.345 TE.
06 4503 030 Anlage 1.4 / 13
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen im Berichtsjahr 4.063 €.
Arbeitnehmer können nach den in einer Betriebsvereinbarung festgelegten Kriterien Darlehen er-
halten. Arbeitnehmervertreter haben vor oder während ihrer Tätigkeit als Mitglieder des Aufsichts-
rats aufgrund dieser Betriebsvereinbarung Darlehen erhalten; deren Wert betrug zum 31.12.2013
16.678 € bei Zinssätzen von 0,5 % bis 2,5 %. Von den bestehenden Darlehen wurden 4.457 € ge-
tilgt. Aufgrund des Ausscheidens aus dem Aufsichtsrat sind 12.761 € in diesem Darlehensbestand
nicht mehr auszuweisen, werden aber weiterhin regelmäßig getilgt. Lohn- und Gehaltsvorschüsse
wurden nicht gewährt.
3. Belegschaft
Im Geschäftsjahr 2013 wurden durchschnittlich 1.319 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 1.284).
Zusätzlich entfallen auf die anteilmäßig konsolidierte Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH
unverändert zum Vorjahr 3 Arbeitnehmer.
Die Gesellschaft ist Mitglied der Kommunalen Versorgungskassen Westfalen-Lippe (KVW). Zweck
der Anstalt ist es, den Arbeitnehmern im Wege privatrechtlicher Versicherung eine zusätzliche
Alters- und Hinterbliebenenversorgung zu gewähren. Die Gesellschaft hat sich bei Begründung der
Mitgliedschaft verpflichtet, alle Arbeitnehmer zu versichern, die nach dem Tarifvertrag über die
Versorgung der Arbeitnehmer kommunaler Verwaltungen und Betriebe (Vers. TV-G) zu versichern
sind. Der derzeitige Umlagesatz beträgt 4,5 % plus 3,0 % Sanierungsgeld und wird von der Gesell-
schaft allein getragen. Die Summe der versicherungspflichtigen Löhne und Gehälter für das Jahr
2013 beträgt 45,9 Mio. € (Vorjahr: 43,4 Mio. €). Zur Abdeckung der aus einer möglichen Unter-
deckung der KVW folgenden Verpflichtungen von 53,2 Mio. € hat die Gesellschaft eine Rückstel-
lung in Höhe von 25,2 Mio. € gebildet.
4. Abschlussprüferhonorar
Das vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2013 berechnete Ge-
samthonorar beträgt 246 T€. Davon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen 151 T€, auf andere
Bestätigungsleistungen 93 T€ und auf sonstige Leistungen 2 T€. Für das Vorjahr betreffende Steu-
erberatungsleistungen wurden 33 T€ und Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von 7 TE berech-
net.
5. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die nicht zu marktüblichen
Bedingungen zustande gekommen sind
Im Geschäftsjahr 2013 wurden weiterhin keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und
Personen abgeschlossen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind.
Anlage 1.4 /14 06 4503 030
6. Ergänzende Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung
Der Gesamtbetrag der Zinszahlungen beläuft sich im Berichtsjahr auf 5.125 T€ (Vorjahr: 3.508 TE).
Für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wurden im selben Zeitraum 3.966 T€ gezahlt (Vor-
jahr: 5.551 T€). An Minderheitsgesellschafter wurden im Berichtszeitraum 30 T€ ausgeschüttet
(Vorjahr: 41 TE).
Zahlungsunwirksame Investitions- und Finanzierungsvorgänge, insbesondere aus der Übernahme
einer Projektfinanzierung anlässlich des Erwerbs einer Photovoltaik-Freiflächenanlage, wurden
eliminiert. Zum Übereignungsstichtag der Photovoltaikanlage 01.07.2013 betrug der Wert des
übernommenen Darlehens 5.989 T€.
7. Auf Gemeinschaftsunternehmen entfallende Vermögenswerte und Schulden sowie Auf-
wendungen und Erträge
Auf das Gemeinschaftsunternehmen Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH, Münster, ent-
fallen kurzfristige Vermögenswerte in Höhe von 1,1 Mio. € (Vorjahr: 1,4 Mio. €), langfristige Ver-
mögenswerte in Höhe von 2,3 Mio. € (Vorjahr: 0,7 Mio. €) und kurzfristige Schulden in Höhe von
0,6 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €). Von den Aufwendungen und Erträgen im Konzern entfallen auf das
Gemeinschaftsunternehmen im Wesentlichen Umsatzerlöse in Höhe von 4,4 Mio. € (Vorjahr:
4,2 Mio. €), Materialaufwand in Höhe von 0,4 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €), Personalaufwand in
Höhe von 0,3 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €) und Abschreibungen in Höhe von 0,1 Mio. € (Vorjahr:
0,1 Mio. ©).
Münster, am 18. August 2014
Stadtwerke Münster GmbH
Dr. Henning Müller-Tengelmann
06 4503 030 Anlage 1.4/ 15
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Konzern-Kapitalflussrechnung der Stadtwerke Münster GmbH, Münster
für das Geschäftsjahr 2013 (01.01. - 31.12.)
2013 2012 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Jahresüberschuss 835 4.948 -4.113
‚Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 42,823 27.500 15.323
Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens -110 -10 -100
Zunahme (im Vorjahr Abnahme) der Rückstellungen 17.410 -1.270 18.680
Erträge aus der Auflösung von Baukostenzuschüssen -3.252 -3.468 216
‚Aufwendungen aus der Anwachsung der
Energiepark Wietze GmbH & Co. WP WIE KG, Bremerhaven - 150 -150
Zahlungsunwirksame Aufwendungen aus der Equity-Fortschreibung 9.739 1.940 7.799
Zahlungsunwirksame Erträge aus der Equity-Fortschreibung -1.950 -1.822 -128
Gewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -539 -360 -179
Zunahme (im Vorjahr Abnahme) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer
‚Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstäfigkeit zuzuordnen sind -9.211 6.383 -15.594
Zunahme (im Vorjahr Abnahme) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva,
die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 24.181 _-16.729 40.910
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 79.926 17.262 62.664
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 3.240 776 2.464
Auszahlungen für Investitionen in das Sachantagevermögen -42.896 -43.424 528
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 85 - 85
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -511 -651 140
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 3.572 709 2.863
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -11.366 -19.831 8.465
Einzahlungen aus Zuschüssen 5.202 5.267 -65
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit 42.674 -57.154 14.480
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 22 22 0
Einzahlungen aus der Begebung von Genussrechten und der Aufnahme von Krediten » 81.806 -81.806
Auszahlung an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter -7.536 -28.538 21.002
‚Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten 7.543 _ -5.,512 -2.031
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit -15.057___47.778 62.835
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 22.195 7.886 14.309
Zugang von Zahlungsmitteln der
Energiepark Wietze GmbH & Co. WP WIE KG, Bremerhaven - 25 -25
Zugang von Zahlungsmitteln aus Erstkonsolidierung der
Bürgerwindpark Löningen GmbH & Co. KG, Löningen
Bürgerwindpark Löningen Verwaltungs-GmbH, Münster 188 - 188
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 77.982 __70.071 7.911
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 100.365 77.982 22.383
Der Finanzmittelfonds setzt sich aus den Kassenbeständen, den Guthaben bei Kreditinstituten und den kurzfristigen
Wertpapieren des Umlaufvermögens zusammen. Die sonstigen Wertpapiere beinhalten kurzfristig veräußerbare
Inhaberschuldverschreibungen. 240 TE des Finanzmittelfonds entfallen auf die quotal einbezogene Westfälische
Fernwärmeversorgung GmbH (Vorjahr 385 TE).
Münster, am 18. August 2014
Stadtwerke Münster GmbH
Dr. Henning Müller-Tengelmann
06 4503 030 Anlage 1.5
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Konzernlagebericht der Stadtwerke Münster GmbH, Münster
für das Geschäftsjahr 2013 (01.01.-31.12.)
Geschäftsmodell des Konzerns
Geschäftstätigkeit und Unternehmensstruktur
Die Stadtwerke Münster sind als 100-prozentige Tochter der Stadt Münster das Unter-
nehmen zur Versorgung der Bürger mit Energie und Wasser, für den öffentlichen Personen-
nahverkehr und für weitere kommunale Dienstleistungen für die Bürger und Kunden in
Münster und der Region.
Die unternehmerische Tätigkeit der Stadtwerke gliedert sich in die fünf Geschäftsfelder
Energie- und Wasservertrieb, Versorgungsnetze, Erzeugung, Verkehr und Straßenbeleuch-
tung. Das Geschäftsfeld Versorgungsnetze des Konzerns umfasst auch die münsterNETZ
GmbH. Als 100-prozentige Konzerngesellschaft fungiert die münsterNETZ als Netzbetreiber
in den Konzessionsgebieten der Stadtwerke Münster für die im Eigentum der Stadtwerke
Münster stehenden Strom-, Gas-, Wasser- und Wärmenetze. Es bestehen wechselseitige
Verträge über Pacht, Planung, Bau und Betrieb der Versorgungsnetze.
Unternehmensstrategie
Die mittelfristige Strategie mit den drei Säulen: "Ausbau der regenerativen und umwelt-
freundlichen Energieerzeugung", "Entwicklung kommunaler Mehrwertdienste" und "Ausbau
der Infrastruktur in der Region" wurde im Geschäftsjahr 2013 weiter verfolgt und ausgebaut.
Angesichts der energiepolitischen Rahmenbedingungen ließ sich der Ausbau der regenera-
tiven Energieerzeugung nicht mit der ursprünglich erwarteten Geschwindigkeit umsetzen.
Die erforderliche Rentabilität von Investitionsprojekten ist in der aktuellen Marktlage und un-
ter den bestehenden energiepolitischen Rahmenbedingungen häufig nicht mehr gegeben.
Weitere Investitionen sind zudem nur möglich, wenn trotz der Ergebnisbelastungen aus der
bestehenden konventionellen Erzeugung weiterhin eine angemessene Eigenkapitalquote
dargestellt werden kann.
Der Ausbau kommunaler Mehrwertdienste konnte durch den Ausbau der PlusCard mit der
Einführung des e-Tickets als elektronisches Busticket einen deutlichen Schritt vorangetrie-
ben werden. Alle PlusCard-Kunden, die das e-Ticket nutzen, erhalten seit diesem Jahr eine
übersichtliche monatliche Abrechnung ihrer Fahrten online.
Die Expansion in die Region Münsterland erreichte mit der”Vermarktung unserer Strom-
produkte die Marke von 10.000 Haushaltskunden.
06 4503 030 Anlage 1.1/1
Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Das Bruttoinlandsprodukt stieg 2013 um 0,5 % an, mit einer im Jahresverlauf verstärkten
positiven Entwicklung. Der kalte Winter führte im ersten Quartal 2013 und bis in den April
hinein zu höheren Absatzmengen im Wärmemarkt. Der Gesamtenergieverbrauch in Deut-
schland stieg in Folge um ca. 2,6 %, der Anteil der erneuerbaren Energien daran betrug
11,8%.
Die stark steigenden finanziellen Belastungen für die Teilnehmer am Energiemarkt haben die
politische Diskussion um die zukünftige Marktgestaltung in Folge der Energiewende weiter
angefacht, aber noch nicht zu verlässlichen, belastbaren Rahmenbedingungen geführt. Die
durch Gesetze und Verordnungen definierten Strompreisbestandteile sind in 2013 für Letzt-
verbraucher spürbar erhöht worden und schränken die Möglichkeit einer angemessenen
Strompreisentwicklung weiter ein.
Die Termin-Preise für Strom sind auch in 2013 weiter gesunken, führen aber aufgrund des
langfristig vorlaufenden Stromeinkaufs erst in den folgenden Jahren zu Entlastungen. Wett-
bewerber ohne langfristige Lieferverpflichtungen können kurzfristig günstiger einkaufen und
preisaggressiv im Markt auftreten. Die Termin-Preise für Erdgas werden nach geringen
Schwankungen in 2013 für 2014 und die folgenden Jahre konstant bis leicht steigend erwar-
tet.
Das Vertriebs- und Konzessionsgebiet des Konzerns Stadtwerke Münster ist stark vom Han-
dels- und Dienstleistungssektor sowie von Privatkunden geprägt. Die konjunkturelle Entwick-
lung wirkt sich daher grundsätzlich nur in begrenztem Maße auf die Geschäftsentwicklung
aus. Lediglich der Energieabsatz an unsere Industriekunden zeigt eine stärkere Abhängigkeit
von der Konjunkturentwicklung.
Die Geschäftsfelder Verkehr und Straßenbeleuchtung unterliegen keinen direkten konjunktu-
reilen Einflüssen.
Geschäftsverlauf
Im operativen Geschäft der Stadtwerke Münster konnten die Ergebnisziele trotz der wirt-
schaftlichen Belastungen, die sich für die konventionelle Stromerzeugung infolge der Ener-
giewende ergeben haben, im Wesentlichen erreicht werden. Der Energie- und Wasserver-
trieb zeigte sich 2013 insgesamt stabilisiert und erwirtschaftete vor allem durch den witte-
rungsbedingt hohen Wärme- und Gasabsatz einen zufriedenstellenden Ergebnisbeitrag. Da-
zu hat aber auch der durch das eigene Portfoliomanagement optimierte Gasbezug beigetra-
gen. Der für die konventionelle Stromerzeugung negativen Entwicklung des Strommarktes
wurde durch eine außerplanmäßige Abschreibung von 13,9 Mio. € der stromerzeugenden
Bestandteile der GuD-Anlage Rechnung getragen. Unter Berücksichtigung dieser außer-
planmäßigen Abschreibung ist das operative Ergebnis der Stadtwerke Münster - ohne die
Ergebnisbeiträge der zu konsolidierenden Gesellschaften - im Vergleich zum Vorjahr um
9,3 Mio. € zurückgegangen.
Das operative Ergebnis der münsterNETZ von 24.832 T€ liegt um 19,0 Mio. € deutlich über
dem Ergebnis des Vorjahres. Einsparungen ergaben sich bei sonstigen betrieblichen Auf-
wendungen durch die Verschiebung von Projekten in Folgejahre. Zudem erhöhten die Auflö-
sung von Rückstellungen für Netzinstandhaltungen sowie periodenfremde Erträge aus
Anlage 1.1/2 06 4503 030
EEG- und KWKG-Abrechnungen das Ergebnis. Die negativen Auswirkungen der geringer als
geplanten Umsatzerlöse aus Netzentgelten wurden mehr als kompensiert.
Die Risikovorsorge für die Beteiligung Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH &
Co. KG, Hamm, und den damit verbundenen Strombezug wurde fortgeschrieben. Die Betei-
ligung an der ehw, Energiehandelsgesellschaft West, Münster, wurde nach fristgerechter
Kündigung zum 31.12.2013 beendet. In 2013 haben sich die Stadtwerke Münster gemein-
sam mit den anderen Gesellschaftern der ehw noch an einer Kapitalerhöhung beteiligt, mit
der die in 2013 drohende Überschuldung der ehw aufgrund der aus einem noch weiterhin
schwebenden Steuerverfahren zu berücksichtigenden Belastungen abgewendet wurde. Aus
der letztmaligen Equity-Bewertung und dem Vollabgang der ehw zum Stichtag 31.12.2013
resultierten in 2013 Aufwendungen in Höhe von 8,0 Mio. €. Die bei der Finanzbeteiligung
FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven, zu realisierende Ergebnisbelastung
betrug 1,9 Mio. €. Die Equity-Bewertung der Beteiligung an der smartOPTIMO GmbH & Co.
KG führte aufgrund des für Vorjahre ausgeschütteten Ergebnisanteils zu Aufwendungen von
0,9 Mio. €.
Die Entwicklung der Fahrgastzahlen im Geschäftsfeld Verkehr stellte sich hingegen sehr
positiv dar.
Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2013 mit einem Konzernjahresüberschuss von 0,8 Mio. €
kann daher als noch zufriedenstellend bezeichnet werden.
Lage
Leistungsindikatoren
Folgende zentrale finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren werden zur Darstel-
lung des Geschäftsverlaufs und der Lage der Stadtwerke Münster GmbH als prägender Ge-
sellschaft des Konzerns herangezogen:
finanzielle Indikatoren Ist 2013 Plan 2013 Veränderung
Jahresüberschuss 3,4 Mio. € 3,4 Mio. € -1%
Umsatzerlöse 462,5 Mio. € 451,1 Mio. € +2,5%
Investitionen 56,3 Mio. eı 73,6 Mio. € -23,5%
nicht-finanzielle relative
Indikatoren Ist 2013 Plan 2013 Veränderung
Stromabsatz 1.019 Mio. kWh 999 Mio. kWh +2,0%
Erdgasabsatz 2.206 Mio. kWh 1.993 Mio. kWh +10,7%
Wärmeabsatz 636 Mio. kWh 487 Mio. kWh +30,6 %
Wasserabsatz 16,2 Mio. m? 15,7 Mio. m +3,2 %
Stromerzeugung GuD-Anlage | 380,3 Mio. kWh 528,1 Mio. kWh -28,0 %
Fahrgastzahlen
06 4503 030
39,7 Mio.
37,7 Mio.
+5,3 %
Anlage 1.1/3
Die Umsatzerlöse im Geschäftsfeld Energie- und Wasservertrieb lagen vor allem aufgrund
des witterungsbedingt hohen Wärme- und Gasabsatzes über Plan.
Die wesentlichen positiven Ergebniseffekte aus den Umsatzerlösen und dem Beteiligungs-
ergebnis wurden durch die außerplanmäßige Abschreibung der GuD-Anlage sowie den Ver-
lust aus dem Verkauf der ehw-Anteile nivelliert.
Investitionsprojekte boten in der aktuellen Marktlage und unter den bestehenden energie-
politischen Rahmenbedingungen nicht die erforderliche Rentabilität.
Der Stromvertrieb in die Region Münsterland konnte die abgesetzten Mengen steigern.
Der Erdgas- und der Wärmeabsatz lag witterungsbedingt vor allem im ersten Quartal 2013
deutlich über Plan.
Die abgesetzte Menge Wasser konnte gegenüber der vorsichtigen Planung annähernd kon-
stant gehalten werden.
Die Stromerzeugung der GuD-Anlage wurde aufgrund der für die konventionelle Strom-
erzeugung negativen Entwicklung des Strommarktes über Plan zurückgefahren.
Die Fahrgastzahlen lagen insbesondere durch die positive Entwicklung der Anzahl der Ver-
tragskunden, insbesondere beim 90-Minuten-Ticket, über Plan.
Ertragslage
Die Umsatzerlöse des Konzerns - ohne Strom- und Erdgassteuer - (479.603 T€, im Vorjahr
474.782 T€) entfallen im Wesentlichen auf den Versorgungsbereich (437.770 T€, im Vorjahr
435.665 TE) und den Verkehrsbereich incl. Parkraumbewirtschaftung (39.015 T€, im Vorjahr
36.543 TE).
Der Materialaufwand des Konzerns ging insbesondere durch rückläufige Bezugskosten für
den Energiebezug um 21,1 Mio. € (6,1 %) auf 326,1 Mio. € zurück, während die Bezugskos-
ten für Wasser konstant blieben.
Der Personalaufwand dagegen erhöhte sich bedingt durch die Tarifentwicklung sowie die
gestiegene Zahl an Mitarbeitern um 3,5 Mio. € (5,3 %) auf 68,7 Mio. €.
Der deutliche Anstieg der Abschreibungen um 15,3 Mio. € (55,9 %) ergibt sich ganz wesent-
lich aus der außerplanmäßigen Abschreibung auf die stromerzeugenden Bestandteile der
GuD-Anlage der Stadtwerke Münster in Höhe von 13,9 Mio. €.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 56,6 Mio. € (im Vorjahr 55,9 Mio. €). Die
darin enthaltene Konzessionsabgabe an die Stadt Münster sowie die Stadt Drensteinfurt in
Höhe von zusammen 18,4 Mio. € wurde voll erwirtschaftet. In dieser Position ist der Verlust
aus der Veräußerung der Beteiligung an der ehw, Energiehandelsgesellschaft West, Müns-
ter, mit 1,1 Mio. € enthalten. Aufgrund der Bedingungen des Veräußerungsvertrages können
diesem Verlust in kommenden Geschäftsjahren bei dem erwarteten positiven Ausgang der
steuerlichen Prüfungen Erträge gegenüberstehen. Demgegenüber sind die Aufwendungen
für Dienstleistungen und die periodenfremden Aufwendungen zurückgegangen.
Anlage 1.1/4 06 4503 030
Unter Berücksichtigung dieser Effekte, insbesondere der weiter oben erläuterten Entwicklun-
gen der operativen Ergebnisse der Stadtwerke Münster, der münsterNETZ sowie der eben-
falls dargestellten Belastungen aus Beteiligungen kann das Ergebnis 2013 als noch zufrie-
denstellend bezeichnet werden.
Energie- und Wasservertrieb
Das Geschäftsfeld Energie- und Wasservertrieb entwickelte sich im Geschäftsjahr 2013 ins-
gesamt zufriedenstellend. Im Strommarkt konnte der Absatz insgesamt gesteigert werden.
Zu der stabilen Entwicklung hat insbesondere der Stromvertrieb in die Region Münsterland
beigetragen, durch den Rückgänge in einzelnen Kundensegmenten im Stammmarkt Münster
mehr als kompensiert werden konnten. Die abgesetzte Menge im Berichtsjahr betrug
1.019,4 Mio. kWh (im Vorjahr 992,0 Mio. kWh).
Im Gasvertrieb konnte die abgesetzte Menge (ohne GuD-Anlage) auf 2.206 Mio. kWh (im
Vorjahr 2.188 Mio. kWh) auf hohem Niveau nochmals leicht gesteigert werden. Wesentlich
hat dazu die kalte Witterung im ersten Quartal 2013 beigetragen.
Im Wärmevertrieb konnte die abgesetzte Menge bei leicht gesunkener Kundenzahl von
623,6 Mio. kWh auf 636,1 Mio. kWh leicht gesteigert werden. Auch im Wärmemarkt hat dazu
wesentlich die kalte Witterung im ersten Quartal 2013 beigetragen.
Im Wasservertrieb blieb die im Geschäftsjahr 2013 abgesetzte Menge mit 16,2 Mio. m? nach
16,1 Mio. m? im Vorjahr nahezu konstant. Bei weiterhin unveränderten Preisen blieben die
Umsatzerlöse von 31,7 Mio. € ebenfalls nahezu konstant.
Versorgungsnetze
Im Geschäftsjahr 2013 wurde der Ausbau der Versorgungsnetze mit einem Schwerpunkt
beim Fernwärmenetz weiter vorangetrieben. Insgesamt wurden 16,4 Mio. € in die Leitungs-
netze, Hausanschlüsse und zugehörigen Anlagen investiert.
Erzeugung
Das Geschäftsfeld Erzeugung wurde im Geschäftsjahr 2013 durch die Belastungen in der
konventionellen Erzeugung geprägt, die aufgrund der unter den herrschenden energiewirt-
schaftlichen Rahmenbedingungen negativen Ertragsaussichten eine außerplanmäßige Ab-
schreibung auf die stromerzeugenden Bestandteile der GuD-Anlage von 13,9 Mio. € notwen-
dig machten. Darüber hinaus bilanziert die Stadtwerke Münster im Zusammenhang mit der
Beteiligung Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG eine Rückstellung
für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften von 16,2 Mio. €.
Verkehr
Die sehr positive Entwicklung des Geschäftsfelds Verkehr zeigt sich in wiederholten Spit-
zenergebnissen bei der Kundenbefragung, aber auch in der Entwicklung der Fahrgastzah-
len, die mit fast 40 Millionen einen neuen Spitzenwert erreichte. Auch die Anzahl der Ver-
tragskunden, die die verschiedenen Abos bzw. das neu eingeführte e-ticket nutzen, konnte
um fast 40 % auf über 57.000 gesteigert werden. "
Die Umsatzerlöse des Verkehrsbetriebs stiegen im Geschäftsjahr 2013 um 8,9% auf
34,1 Mio. €. Die positive Entwicklung der Umsatzerlöse, die konstanten Kosten für Treibstof-
fe sowie die um 17 % gestiegenen Kosten für angemietete Fahrleistungen sowie die positi-
ven Auswirkungen der fortgesetzten Kostensenkungsmaßnahmen ergeben einen operati-
ven Kostendeckungsgrad von 74,0 %, der weiterhin als zufriedenstellend bezeichnet wer-
den kann.
06 4503 030 Anlage 1.1/5
Straßenbeleuchtung
Das Geschäftsfeld Straßenbeleuchtung umfasst die Aktivitäten der Stadtwerke Münster in
der öffentlichen Straßenbeleuchtung sowie Dienstleistungen gegenüber Dritten. Umwelt-
schutz, Ressourcenschonung und eine damit verbundene Kostenreduzierung stehen wei-
terhin im Fokus des Geschäftsfeldes.
Vermögens- und Finanzlage
Das Sachanlagevermögen zeigt mit einem Anteil von 55,7 % (Vorjahr 56,7 %) der Konzern-
Bilanzsumme die weiterhin hohe Anlagenintensität kommunaler Versorgungsunternehmen.
Der Anstieg des Sachanlagevermögens ist auch durch die neu gefassten Bilanzierungsricht-
linien in Bezug auf die Aktivierung von Verteilungsanlagen bedingt.
Die Finanzanlagen gingen im Geschäftsjahr 2013 um 10,6 Mio. € auf 55,8 Mio. € zurück.
Prägend waren die Konsolidierung der Bürgerwindpark Löningen GmbH & Co. KG sowie die
Veräußerung der Anteile an der ehw.
Die Vorräte erhöhten sich um 2,2 Mio. € auf 8,3 Mio. €. Die Erhöhung ergibt sich aus dem
Bestand der hier ausgewiesenen unfertigen, noch zur Abrechnung anstehenden Kundenauf-
träge.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 8,2 Mio. € auf 54,8 Mio. € gestie-
gen. Der Anstieg spiegelt die erhöhten Umsatzerlöse wider und enthält auch den abgegrenz-
ten Verbrauch für Energie- und Wasserlieferungen zwischen Abiese- und Bilanzstichtag.
Die Wertpapiere des Umlaufvermögens haben insgesamt einen Stand von unverändert
6,0 Mio. €.
Die liquiden Mittel stiegen um 22,4 Mio. € (31,1 %) auf 94,4 Mio. €. Sie ergeben sich wesent-
lich aus dem in 2012 aufgenommenen Schuldscheindarlehen und werden sowohl zur Finan-
zierung des Bestandsgeschäfts wie der Erweiterungsinvestitionen vorgehalten. Der Anstieg
im Vergleich zum Vorjahr resultiert wesentlich aus Bankguthaben der münsterNETZ als Er-
gebnis eines hohen operativen Cashflows.
Auf der Passivseite sind die Rückstellungen insbesondere aufgrund der Steuerrückstellun-
gen um 17,5 Mio. € gestiegen. Der Anstieg der Verbindlichkeiten um 39,4 Mio. € betrifft ins-
besondere die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und die Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen.
Die Entwicklung der Liquidität des Konzerns ist in der als Anlage beigefügten Kapitalfluss-
rechnung dargestellt. Die Fähigkeit des Konzerns, seine Zahlungsverpflichtung zu erfüllen,
war jederzeit gegeben. Die Eigenkapitalquote sank aufgrund des geringeren Eigenkapitals
und der um 47,8 Mio. € (9,3%) gestiegenen Bilanzsumme auf 28,7%. Der Anlagen-
deckungsgrad (Anteil des durch Eigenkapital finanzierten Anlagevermögens) ist von 46,7 %
im Vorjahr auf 42,9 % im Berichtsjahr zurückgegangen. Insbesondere der investitionsbeding-
te Anstieg des Anlagevermögens um 16,2 Mio. € führte zu diesem deutlichen Rückgang.
Der Cashflow aus laufender Tätigkeit ist sehr deutlich um 62,7 Mio. € auf 79,9 Mio. € gestie-
gen. Der Anstieg resultiert wesentlich aus den erhöhten Verbindlichkeiten bei gleichzeitig
gesunkenen Kosten des Energie- und Wasserbezugs, die zu geringeren Auszahlungen ge-
führt haben.
Anlage 1.1/6 06 4503 030
Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist um 14,5 Mio. € auf 42,7 Mio. € gesun-
ken, wesentlich bedingt durch höhere Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen
(+2,9 Mio. €) sowie von Sachanlagen (+2,5 Mio. €) und geringere Auszahlungen für Investiti-
onen in Finanzanlagen (-8,5 Mio. €).
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist um 62,8 Mio. € auf -15,1 Mio. € zurückge-
führt worden. Wesentlich dafür waren weggefallene Einzahlungen aus der Aufnahme von
Krediten zur Finanzierung der Unternehmensstrategie sowie Auszahlungen an die Gesell-
schafterin und Auszahlungen zur Tilgung von Krediten.
Der Finanzmittelfonds ist zum Ende des Geschäftsjahres 2013 um 22,4 Mio. € auf nunmehr
100,4 Mio. € (Vorjahr 78,0 Mio. €) gestiegen.
Die Vermögens- und Finanzlage bildet weiterhin eine valide wirtschaftliche Basis für die wei-
tere Strategie- und Geschäftsentwicklung.
Mitarbeiter
Im Geschäftsjahr 2013 wurden durchschnittlich 1.319 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 1.284).
Zusätzlich entfallen auf die anteilmäßig konsolidierte Westfälische Fernwärmeversorgung
GmbH unverändert zum Vorjahr drei Arbeitnehmer.
Nachtragsbericht
Ereignisse von besonderer Bedeutung sind nach Ende des Geschäftsjahres 2013 bis heute
nicht eingetreten.
Prognosebericht einschließlich Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung
Konjunkturelle Entwicklung
Das Absatzvolumen der Stadtwerke Münster ist aufgrund des ausgewogenen Verhältnisses
von Privat- und überwiegend im Dienstleistungssektor tätigen Geschäftskunden verhältnis-
mäßig unabhängig von der unmittelbaren konjunkturellen Entwicklung. Dennoch sind kon-
junkturelle Einflüsse für die Stadtwerke Münster in Form von Preiseffekten bei den Primär-
energieträgern von signifikanter Bedeutung für die Geschäftsentwicklung.
Deutschland wird nach der Prognose der IKB Deutsche Industriebank aus Februar 2014 mit
einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von ca. 2 % in 2014 erneut die Konjunk-
turentwicklung in der Eurozone anführen. Auch die Eurozone selbst befindet sich mit einer
BIP-Prognose von 1 % wieder auf einem vorsichtigen wirtschaftlichen Erholungskurs. Zentra-
ler Wachstumstreiber für die Weltkonjunktur bleibt China trotz einer im Verhältnis zu früheren
Jahren abgeschwächten BIP-Prognose für 2014 von 7,2 %.
Für die Entwicklung der relevanten Weltmarktpreise für Erdöl, Erdgas und Kohle leiten die
Stadtwerke Münster aufgrund dieser fundamentalen Daten die Erwartung ab, dass 2014 ten-
denziell von seitwärts laufenden bis leicht ansteigenden Großhandelspreisen geprägt sein
wird. Inwieweit sich die politische Krise zwischen Russland und der Ukraine nachhaltig ins-
besondere auf die Preise für russisches Erdgas und Erdöl auswirken wird, bleibt abzuwarten.
Kurzfristige starke Preisanstiege können aber nicht ausgeschlossen werden.
06 4503 030 Anlage 1.1/7
Energiepolitische Rahmenbedingungen
Ganz anders als die eher positiven Zeichen der konjunkturellen Entwicklungen in Deutsch-
land und Europa für 2014 zeigt sich die Situation der deutschen Energiebranche. Der
Strommarkt in Deutschland ist auf der Erzeugerebene inzwischen überwiegend von nationa-
len energiepolitischen Einflüssen geprägt. Der erhebliche Zuwachs an regenerativer Ener-
gieerzeugung, insbesondere durch Onshore-Windenergieanlagen, hat in Verbindung mit
dem vorhandenen konventionellen Kraftwerkspark zu massiven Überkapazitäten im deut-
schen Erzeugungsmarkt geführt. Während die regenerativen Kapazitäten nach dem Erneu-
erbare Energien Gesetz (EEG) mit einer festen Einspeisevergütung über die gesamte Lauf-
zeit versehen sind, sind die Börsenhandelspreise für konventionell erzeugten Strom so stark
abgesunken, dass viele Kraftwerke augenblicklich nicht mehr rentabel zu betreiben sind.
Insbesondere neue, moderne Gaskraftwerke, die durch ihre Umweltfreundlichkeit und hohe
Flexibilität einen Beitrag zur Energiewende leisten sollten, aber auch neue Steinkohlekraft-
werke, sind von dieser Entwicklung betroffen.
Die inzwischen erfolgte Novellierung des EEG soll Zuwachs und Einspeisevergütung neuer
Anlagen reduzieren. Es kann zwar erwartet werden, dass dieses Ziel mit dem vorliegenden
Gesetzentwurf erreicht wird. Unabhängig davon wird dies aber nichts daran ändern, dass die
bereits vorhandenen Kapazitäten noch auf Jahre im Markt verbleiben und preisbeeinflussend
sein werden.
Unterstützend für moderne, umweltfreundliche Gaskraftwerke - wie die in Kraft-Wärme-
Kopplung betriebene GuD-Anlage der Stadtwerke Münster am Hafen - könnte grundsätzlich
ein angemessener Preis für CO;-Zertifikate wirken. Ein solcher ist aber mittelfristig nicht zu
erwarten, da vom EU-Parlament keine ernsthaften Impulse ausgehen, den bestehenden gra-
vierenden Mengenüberhang an Zertifikaten zu beseitigen.
Aktuelle Preisentwicklungen
Aus dieser Situation ergeben sich signifikante Risiken insbesondere für die Margensituation
der GuD-Anlage der Stadtwerke Münster. Während bspw. der börsennotierte Base-Strom-
preis für das Kalenderjahr 2015 zwischen Februar 2013 und Februar 2014 um über 14 %
zurückgegangen ist, ist der entsprechende Preis für die Einsatzenergie Erdgas nahezu un-
verändert geblieben. Die Erzeugungsmarge reduziert sich dadurch um rd. 35 % gegenüber
dem Vorjahreszeitraum.
Im Energievertrieb wurden zum 01.01.2014 lediglich die Absatzpreise für Strom und Fern-
wärme angepasst. Der Strompreisanstieg um ca. 3,5 % beinhaltete ausschließlich die Erhö-
hung der staatlichen EEG-Umlage. Der Fernwärmepreis erhöhte sich formelbasiert um
0,9%. Das effektive Portfoliomanagement der Stadtwerke Münster machte es möglich, den
Absatzpreis für Erdgas seit dem 01.07.2012 für die Kunden konstant zu halten. Auch der
Wasserpreis der Stadtwerke Münster blieb zum 01.01.2014 im nunmehr 6. Jahr in Folge
nochmals unverändert.
Die münsterNETZ erwartet in der Sparte Strom rückläufige Umsatzerlöse aus Netzentgelten
von 2,4 %, maßgeblich bedingt durch die zum 01. Januar 2014 angepasste Erlösobergrenze
nach EnWG. Dagegen werden in der Sparte Gas um 4,0 % höhere Umsatzerlöse erwartet,
auch hier maßgeblich bedingt durch die zum 01. Januar 2014 angepasste Erlösobergrenze.
In der Sparte Wasser sind mit 20.678 T€ Umsatzerlöse auf dem Niveau des Vorjahres ge-
plant. Die Umsatzerlöse in der Sparte Wärme werden voraussichtlich um 1,7% auf
11.555 T€ steigen.
Die Preise für den öffentlichen Personennahverkehr werden zum 01.08.2014 infolge der
Kostenentwicklung, insbesondere wegen tarifbedingt steigender Personalkosten, um 2,4 %
angehoben. Aus dem jüngsten Tarifabschluss des kommunalen Arbeitgeberverbandes mit
der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi für den relevanten Tarifvertrag Nahverkehr werden
weitere Kostensteigerungen in 2014 resultieren.
Anlage 1.1/8 06 4503 030
Entwicklung der Absatzmengen
Die Monate Januar und Februar 2014 waren von für die Jahreszeit außergewöhnlich hohen
Temperaturen geprägt. Die Gradtagszahlen, welche maßgeblich für den Absatz in den Spar-
ten Gas und Wärme sind, lagen im 1. Quartal 2014 kumuliert um ca. 18 % unter der Planung
auf Basis des langfristigen Temperaturmittelwerts. In der Prognose ist davon auszugehen,
dass dies zu entsprechenden Ergebniseinbußen für 2014 führen wird.
Die Absatzprognosen für Strom und Wasser hingegen liegen nach dem 1. Quartal im Be-
reich der Planung.
Strategie, Chancen und Risiken
Die mittelfristige Strategie mit den drei Säulen "Ausbau der regenerativen und umweltfreund-
lichen Energieerzeugung", "Entwicklung kommunaler Mehrwertdienste" und "Ausbau der
Infrastruktur in der Region" wird grundsätzlich auch im Jahr 2014 weiterverfolgt werden.
Allerdings werden die Stadtwerke Münster in Anbetracht der beschriebenen energiepoliti-
schen Rahmenbedingungen die ursprünglich vorgesehene Ausbaugeschwindigkeit für die
regenerativen Erzeugungskapazitäten voraussichtlich reduzieren müssen, da die ursprüng-
lich geplanten Investitionen in Windkraftprojekte auf See (Offshore-Windkraft) sich als zu
riskant für Stadtwerke herausgestellt haben. Zudem gilt es, trotz der Ergebnisbelastungen im
Erzeugungsbereich eine adäquate Eigenkapitalquote sicherzustellen. Dies wiederum redu-
ziert den Spielraum für klassische Fremdfinanzierungen. Um dennoch ein angemessenes
Ausbauvolumen realisieren zu können, planen die Stadtwerke Münster, Bürgerbeteiligungs-
modelle aufzulegen, mit denen die Finanzierung auf eine breite Basis gestellt wird.
Der Ausbau der kommunalen Mehrwerte, insbesondere über die elektronische PlusCard als
intelligente Kundenkarte der Stadtwerke Münster, wird konsequent weiterbetrieben. Nach-
dem in 2013 das e-Ticket, ein elektronisches Busticket, mit großem Erfolg bei den Stadtwer-
kekunden mit der PlusCard eingeführt wurde, wird im Laufe des Jahres 2014 ein elektroni-
sches Parkticket aufgespielt werden, mit dem bequemes und bargeldloses Parken in einer
Vielzahl von Parkhäusern in Münster möglich wird. Auch die bargeldlose Taxinutzung ist in
Vorbereitung. Transparente und übersichtliche Abrechnungen für die PlusCard-Services
werden die Kunden monatlich bequem online erhalten. Die elektronische PlusCard entwickelt
sich damit zu einem zentralen Kundenbindungsinstrument der Stadtwerke Münster weiter.
Auch die Expansionsstrategie in die Region Münsterland wird in 2014 mit einem regionalen
Vermarktungskonzept fortgeführt. Nachdem in 2013 die Marke von 10.000 Strom-Privat-
kunden in der Region Münsterland erreicht wurde, rechnen die Stadtwerke Münster für 2014
mit einem weiteren, aber moderateren Wachstum.
Das Risikomanagementsystem sieht die kontinuierliche Risikoidentifikation, -klassifizierung
und -bewertung durch die Risikoverantwortlichen, aktive Risikosteuerungsmaßnahmen, die
Einrichtung eines Frühwarnsystems sowie die Überwachung und Überprüfung der Ange-
messenheit und Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems vor. Die Beteiligungen
der Stadtwerke Münster werden in das Risikomanagementsystem einbezogen.
Zur Zinssicherung von variabel verzinslichen Darlehen werden Zinsswaps eingesetzt. Die
Grundgeschäfte (Darlehen) und die Sicherungsgeschäfte (Zinsswaps) weisen neben der
Betragsidentität auch die gleiche Laufzeit auf.
Signifikante Risiken werden weiterhin im Bereich der konventionellen wie auch der regenera-
tiven Energieerzeugung gesehen. Der Margendruck aus niedrigen Strompreisen und nur
wenig sinkenden Gaseinsatzkosten birgt weiterhin hohe Risiken. Zudem werden zusätzliche
Kostenbelastungen aus den jüngsten Tarifabschlüssen mit der Dienstleistungsgewerkschaft
Verdi entstehen.
06 4503 030 Anlage 1.1/9
Den üblichen Wettbewerbsrisiken im Energievertrieb begegnen die Stadtwerke Münster mit
der Weiterentwicklung des eigenen Portfoliomanagements, begleitet von einem professionel-
len Controlling von Handelsrisiken. Nachdem bereits in 2012 die Gasbeschaffung von lang-
fristiger Ölpreisbindung auf eine börsenorientierte, strukturierte Beschaffung umgestellt wur-
de, vollziehen die Stadtwerke Münster ab 01.01.2014 auch die strukturierte Strombeschaf-
fung über das unternehmenseigene Portfoliomanagement. Die erforderlichen Software-
Tools, wie ein integriertes Energiedatenmanagementsystem und ein System zur kurzfristigen
Angebotskalkulation auf der Basis von Portfoliodaten, stehen seit Anfang 2014 zur Verfü-
gung. Eine entsprechende Limitsteuerung stellt sicher, dass sich ergebende Marktchancen in
der Energiebeschaffung im Rahmen der definierten Risikostrategie genutzt werden können.
Positive Sondereffekte für das Ergebnis 2014 können im Immobilienbereich aus diversen
Grundstücksverkäufen am Hafen erwartet werden. Darüber hinaus ist die weitere Entwick-
lung des schwebenden Steuerverfahrens bei der ehw abzuwarten. Gegebenenfalls können
hier positive Rückflüsse aus einem Besserungsschein verbucht werden.
Ebenso besteht die Chance, dass im Rahmen der Beschwerdeverfahren beim OLG Düssel-
dorf und in den noch laufenden Anhörungsverfahren für die 2. Regulierungsperiode noch
strittige Punkte anerkannt werden. Die hieraus zu erzielenden positiven Effekte spiegeln sich
jedoch frühestens in den Erlösobergrenzen ab dem Geschäftsjahr 2015 wider.
Das Mengenrisiko aufgrund von unvorhersehbaren, witterungsbedingten Schwankungen der
Durchleitungsmengen in den Sparten Strom und Gas wird über das Regulierungskonto aus-
geglichen, so dass mittelfristig die Umsatzerlöse den genehmigten Erlösobergrenzen ent-
sprechen. Jedoch können die Umsatzerlöse aus Netzentgelten in einzelnen Jahren aufgrund
von ungeplanten Rückgängen bei den Durchleitungsmengen unterhalb der Erlösobergrenze
liegen und das Jahresergebnis belasten. Ein Ausgleich über das Regulierungskonto erfolgt
erst in der folgenden Regulierungsperiode.
Die münsterNETZ kann sich aufgrund von gesetzlichen Verpflichtungen nicht ausreichend
gegen Insolvenzen von Lieferanten schützen. Gleichzeitig werden die daraus entstehenden
Aufwendungen nicht vollumfänglich von den Regulierungsbehörden anerkannt.
Im EnWG ist vorgesehen, dass bei vielen Netzkunden intelligente Messsysteme oder intelli-
gente Zähler eingesetzt werden müssen. Wann diese Messsysteme und Zähler marktgängig
sind, ist noch nicht klar abzusehen. Sobald der Einbau verpflichtend vorgesehen ist, entste-
hen erhebliche zusätzliche Aufwendungen. Noch ist unsicher, ob entsprechende Erlöse ge-
neriert werden können.
Anlage 1.1/10 06 4503 030
Leistungsindikatoren
Für die finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren der Stadtwerke Münster
GmbH als prägender Gesellschaft des Konzerns wird unter Berücksichtigung der oben ge-
nannten Chancen und Risiken die folgende Entwicklung erwartet.
relative
finanzielle Indikatoren Ist 2013 Plan 2014 Veränderung
Jahresüberschuss 3,4 Mio. € 1,4 Mio. € - 58,8%
Umsatzerlöse 462,5 Mio. € 474,2 Mio. € +2,5%
Investitionen 56,3 Mio. € 67,3 Mio. € + 19,5%
nicht-finanzielle relative
Indikatoren Ist 2013 Plan 2014 Veränderung
Stromabsatz 1.019 Mio. kWh 1.150 Mio. kWh + 12,9%
Erdgasabsatz 2.206 Mio. kWh 2.180 Mio. kWh -1,2%
Wärmeabsatz 636 Mio. kWh 605 Mio. kWh -4,9%
Wasserabsatz 16,2 Mio. m? 16,0 Mio. m? | -1,2%
Stromerzeugung GuD-Anlage 380,3 Mio. kWh 270,6 Mio. kWh - 28,8%
Fahrgastzahlen 39,7 Mio. 39,9 Mio. +0,5%
Die Entwicklung der Umsatzerlöse ist insbesondere geprägt vom Absatzwachstum im
Stromvertrieb sowie von der Weitergabe der zum 01.01.2014 erhöhten gesetzlichen EEG-
Umlage in den Strompreisen. Maßgeblich für die Veränderung der Investitionen sind neben
den üblichen Erhaltungsinvestitionen im Bereich der Versorgungsnetze auch weiterhin die
Ausbaustrategie im Bereich der regenerativen Erzeugung mit dem Fokus "Onshore-Wind-
energie" sowie Sondereffekte im Immobilienbereich.
Das Absatzwachstum im Stromvertrieb unterstellt die Weiterverfolgung der regionalen Ex-
pansionsstrategie sowie eine erfolgreiche Kundenrückgewinnung im Stammgebiet Münster.
Die leichten relativen Absatzrückgänge im Gas- und Wärmesegment gegenüber dem Jahr
2013 sind auf die extrem kühlen Temperaturen der ersten vier Monate des Jahres 2013 zu-
rückzuführen, die bei den Stadtwerken für das Geschäftsjahr 2013 trotz der wiederum relativ
warmen Monate Oktober und Dezember 2013 insgesamt zu hohen Wärmeabsätzen geführt
haben.
Der massive Rückgang der geplanten Stromerzeugung in der GuD-Anlage am Hafen ist Fol-
ge des hohen Margeneinbruchs für moderne, gasbetriebene Kraftwerke; noch 2012 lag die
Ausbringung der Anlage bei ca. 450 Mio. kWh. Die Stromproduktion in der Mittellast ist
augenblicklich unter wirtschaftlichen Rahmenbedingungen selbst im Winter nicht mehr mög-
lich. Lediglich in Peak-Zeiten lassen sich mit der Eigenerzeugung zumindest noch De-
ckungsbeiträge zur Entlastung der fixen Kraftwerkskosten erwirtschaften. Diese Effekte ver-
deutlichen nachdrücklich das momentane Kernproblem der Energieversorgungsbranche und
stellen somit auch die wesentlichen Risiken der Nichterreichung der Planzahlen 2014 dar.
Nach wie vor erfreulich ist die voraussichtliche Entwicklung der Fahrgastzahlen in der Ver-
kehrssparte. Ziel ist es, das in den letzten Jahren konsequent gesteigerte Niveau der Fahr-
gastzahlen auch in 2014 insbesondere durch verbesserte Auslastung des bestehenden Ver-
kehrsangebotes in Verbindung mit dem weiteren Ausbau des elektronischen Tickets noch-
mals zu erhöhen.
06 4503 030 Anlage 1.1/ 11
Für das Geschäftsjahr 2014 wird ein operatives Ergebnis der münsterNETZ von 8,3 Mio. €
erwartet. Der deutliche Ergebnisrückgang im Vergleich zum Geschäftsjahr 2013 resultiert im
Wesentlichen aus der Verringerung der Umsatzerlöse, insbesondere aufgrund der niedrige-
ren Erlösobergrenze in der Sparte Strom, in Verbindung mit deutlich steigenden Aufwendun-
gen für die vorgelagerten Netze. Zudem sieht die Planung für das Geschäftsjahr 2014 ein
höheres Volumen an bezogenen Netzdienstleistungen sowie steigende Personal- und
IT-Aufwendungen vor.
Bei der "at-equity" konsolidierten FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH wird bei leicht
steigenden Fluggastzahlen mit anhaltend hohen Verlusten gerechnet.
Die "at-equity" konsolidierte items GmbH erwartet für 2014 sinkende Umsätze mit Gesell-
schaftern, die durch steigende Umsätze außerhalb des Gesellschafterkreises nur zum Teil
zu kompensieren sein werden. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wird nied-
riger als das des Jahres 2013 erwartet.
Insgesamt erwartet die Geschäftsleitung aber weiterhin schwierige Rahmenbedingungen für
die Stadtwerke Münster. Das Konzernergebnis wird vor diesem Hintergrund einer realisti-
schen Beurteilung der Chancen und Risiken der Geschäftsentwicklung auf dem niedrigen,
noch zufriedenstellenden Niveau des Jahres 2013 erwartet.
Münster, am 18. August 2014
Stadtwerke Münster GmbH
Dr. Henning Müller-Tengelmann
(kaufmännischer Geschäftsführer)
Anlage 1.1/12 06 4503 030
=
Deloitte. Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
5 WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS
Wir haben dem Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2013 der
Stadtwerke Münster GmbH, Münster, in der Fassung der Anlage 1 den folgenden unter dem
18. August 2014 unterzeichneten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:
"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der Stadtwerke Münster GmbH, Münster, aufgestellten Konzernabschluss - beste-
hend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspie-
gel - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft.
Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrecht-
lichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Auf-
gabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Kon-
zernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß $ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorge-
nommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße,
die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ord-
nungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der
Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das
wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler be-
rücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen inter-
nen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht
überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahres-
abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidie-
rungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und -Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen
Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzern-
abschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinrei-
chend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Kon-
zernabschluss der Stadtwerke Münster GmbH, Münster, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt
unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht
steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
14 06 4503 030
De I o itte ® Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
6 SCHLUSSBEMERKUNG
Den vorstehenden Bericht über unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
für das Geschäftsjahr 2013 der Stadtwerke Münster GmbH, Münster, erstatten wir in Überein-
stimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Berichterstattung bei Abschlussprüfungen (Prüfungsstandard des Instituts der Wirtschaftsprüfer - IDW
PS 450).
Zu dem von uns erteilten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk verweisen wir auf Abschnitt 5
"Wiedergabe des Bestätigungsvermerks".
Düsseldorf, den 18. August 2014
Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
4
(Harnacke) (Qahn)
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
WIRTSCHAFTS-
PRÜFUNGS-
‚München _ ©
'oniedenas®”
Düsseldofi
Für Veröffentlichungen oder die Weitergabe des Konzernabschlusses und/oder des Konzernlageberichts in einer von der tes-
tierten Fassung abweichenden Form sowie für den Fall der Übersetzung in andere Sprachen bedarf es zuvor unserer erneuten
Stellungnahme, falls dabei der von uns erteilte Bestätigungsvermerk zitiert wird oder ein Hinweis auf unsere Konzern-
abschlussprüfung erfolgt; wir weisen hierzu auf die Bestimmungen des $ 328 HGB hin.
06 4503 030 SNR2014110292 15
Beschlussvorlage
2038 Zeichen
V/0631/2014 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Finanzen und Beteiligungen Betrifft Konzernabschluss 2013 der Stadtwerke Münster GmbH Beratungsfolge 10.09.2014 Haupt- und Finanzausschuss Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: Der Vertreter der Stadt Münster in der Gesellschafterversammlung der Stadtwerke Münster GmbH wird ermächtigt, folgenden Beschluss zu fassen: Der Konzernabschluss der Stadtwerke Münster GmbH zum 31.12.2013, in der vorliegenden, vom Jahresabschlussprüfer Deloitte & Touche GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk vom 18.08.2014 testierten Fassung, wird von der Stadt Münster als alleiniger Gesellschafterin der Stadtwerke Münster GmbH festgestellt. Der Ko n- zernlagebericht wird zur Kenntnis genommen. Begründung: Die Stadt Münster ist Alleingesellschafterin der S tadtwerke Münster GmbH. Gemäß § 12 des G e- sellschaftervertrages der Stadtwerke Münster GmbH unterliegen der Beschlussfassung der G e- sellschafterversammlung u. a. die Feststellung des Jahresabschlusses und die Verwendung des Ergebnisses. Die Stadtwerke Münster GmbH ist als Mutterunternehmen i. S. von § 290 HGB verpflichtet, für das Geschäftsjahr 2013 einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen. Der Wirt- schaftsprüfer hat einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Einzelheiten zum Konzernabschluss 2013 können der als Anlage beigefügten Aufsichtsratsvorlage Nr. 20/2014 der Stadtwerke Münster GmbH entnommen werden. Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Münster GmbH wird am 03.09.2014 über den Beschluss beraten. Über das Ergebnis der Entsc heidung des Aufsichtsrates wird dem Haupt - und Finanzausschuss mündlich berichtet. I. V. gez. Reinkemeier Stadtkämmerer Anlagen: Vorlage des Aufsichtsrates Nr. 20/2014 Vorlagen-Nr.: V/0631/2014 Auskunft erteilt: Herr Deppe Ruf: 492 20 20 E-Mail: Deppe@stadt-muenster.de Datum: 29.08.2014 Öffentliche Beschlussvorlage
Anlage: Aufsichtsratsvorlage Konzernabschluss
5251 Zeichen
SH» Stadtwerke Münster Münster, 20.08.2014 Vorlage an den Aufsichtsrat Nr. 20/2014 Betreff Konzernabschluss 2013 der Stadtwerke Münster GmbH Berichterstatter Herr Dr. Müller-Tengelmann Anlagen Konzernabschluss zum 31.12.2013 einschließlich Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzern- Eigenkapitalspiegel Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2013 Prüfungsbericht einschließlich Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Antrag Der Aufsichtsrat wolle beschließen: Der Gesellschafterversammlung wird folgender Beschluss zur Annahme empfoh- len: Der Konzernabschluss der Stadtwerke Münster GmbH für das Geschäftsjahr 2013 in der vorliegenden, vom Jahresabschlussprüfer Deloitte & Touche GmbH, Wirt- schaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, mit einem uneingeschränkten Bestäti- gungsvermerk vom 18.08.2014 testierten Fassung, wird von der Stadt Münster als alleiniger Gesellschafterin der Stadtwerke Münster GmbH festgestellt. Der Kon- zernlagebericht wird zur Kenntnis genommen. Begründung Die Stadtwerke Münster GmbH als Mutterunternehmen i. S. von 8 290 HGB hat für das Geschäftsjahr 2013 einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen. Die gemäß 88 294 HGB (Konsolidierungskreis) vom Mutterunternehmen einbezogenen Tochterunternehmen sind verbundene Unternehmen i. S. von 8 271 Abs. 2 HGB. SH» Stadtwerke Münster Eigenkapitalam Höhe des An- A art. 31.12.2013 teils am Kapital Davon wurden gemäß 88 300 ff. HGB voll konsolidiert: am 31.12.2013 TE % Vollkonsolidierte Unternehmen « Stadtwerke Münster Netzgesellschaft mbH, Münster 100 100 « Stadtwerke Münster Neue Energie GmbH, Münster 200 100 e Verkehrsservice Gesellschaft Münster mbH, Münster 598 100 + Westfälische Bauindustrie GmbH, Münster 26.805 99 e Energiepark Detmold GmbH & Co. WP DT KG, 1.906 100 Münster « Energiepark Detmold Verwaltungs-GmbH, Münster 21 100 «e Bürgerwindpark Löningen GmbH & Co. KG, Löningen ./. 1.925 100 e Bürgerwindpark Löningen Verwaltungs-GmbH, Münster 26 100 Als Gemeinschaftsunternehmen gemäß $ 310 Abs. 1 HGB wurde anteilmäßig konsolidiert: « Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH, Münster 2.798 50 Als assoziierte Unternehmen gemäß $ 311 Abs. 1 HGB im Konzernabschluss berücksichtigt: «e smartOPTIMO GmbH & Co. KG, Osnabrück 8.909 47 «e smartOPTIMO Verwaltungs-GmbH, Osnabrück 126 50 « FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven (Teilkonzernabschluss) 26.374 35 « items GmbH, Münster 4.687 32 «e Nederlands-Duitse Internet Exchange B. V., 415 50 Enschede/Niederlande SD Stadtwerke Münster Die für den Bürgerwindpark Löningen nach wie vor angestrebte Bürgerbeteiligung ist bislang nicht zum Tragen gekommen. Der geplante Verkauf von bis zu 74,9 % des Kommanditkapitals wurde bislang noch nicht vollzogen. Beide Gesellschaften, die Bür- gerwindpark Löningen GmbH & Co. KG sowie deren Komplementärin, die Bürgerwind- park Löningen Verwaltungs-GmbH, wurden daher - nach Ausübung des Einbezie- hungswahlrechts gemäß $ 296 Absatz 1 Nr. 3 HGB zum Vorjahresstichtag - gemäß $ 301 Absatz 2 Satz 4 HGB zum 01.01.2013 erstmalig als Tochterunternehmen vollkonso- lidiert. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahres- und Konzernabschlüsse folgen bis auf die at-equity einbezogenen Nederlands-Duitse Internet Exchange B.V., Ensche- de/Niederlande, und die FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven, in Bilan- zierung und Bewertung grundsätzlich den von der Stadtwerke Münster GmbH ange- wandten Methoden und sind von den jeweiligen Abschlussprüfern geprüft und uneinge- schränkt bestätigt worden. Sonstige Beteiligungen Die Stadtwerke Münster GmbH hält ferner Anteile an une u or B eils am Kapita folgenden Unternehmen: am 31.12.2013 % Windkraft Nordseeheilbad Borkum GmbH, Borkum 49,9 Lokalradio Münster Betriebsgesellschaft mbH und Co. KG, Münster 25 Auf Grund des maßgeblichen Einflusses der Stadtwerke Münster GmbH wären diese Unternehmen nach $ 311 Abs. 1 HGB als assoziierte Unternehmen (Beteiligung > 20 %) in den Konzernabschluss einzubeziehen. In Ausübung des Wahlrechts gemäß 8 311 Abs. 2 HGB ist die Einbeziehung unterblieben, da die Unternehmen sowohl im Einzelfall als auch zusammen für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entspre- chenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von unterge- ordneter Bedeutung sind. Der Konzernabschluss der Stadtwerke Münster weist für das Geschäftsjahr 2013 einen Konzernbilanzgewinn in Höhe von 6,7 Mio. € aus, der damit nur geringfügig über dem Bilanzgewinn zuzüglich Vorabgewinnausschüttung des Einzelabschlusses der Stadt- werke Münster liegt. Nähere Erläuterungen zur Geschäftsentwicklung des Konzerns im Jahr 2013 sind dem beigefügten Konzernlagebericht zu entnehmen. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2013 sind von der Deloitte & Touche GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft wor- den. Beanstandungen haben sich nicht ergeben. Der uneingeschränkte Bestätigungs- vermerk wurde erteilt. SD Stadtwerke Münster Die Vorlage des Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes an den Aufsichtsrat ergibt sich aus $ 52 GmbHG in Verbindung mit & 171 AktG, die Vorlage an die Gesell- schafterversammlung erfolgt nach $ 46 GmbHG. Stadtwerke Münster GmbH gez. Dr. Müller-Tengelmann
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- V/0631/2014
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 01.09.2014
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37