0485/2018
Weiterfinanzierung der Rucksackgruppen aus dem Programm "Mülheim 2020"
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Beschlussvorlage Ausschuss
7282 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/5001/1 Vorlagen-Nummer 0485/2018 Freigabedatum 28.02.2018 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Weiterfinanzierung der Rucksackgruppen aus dem Programm "Mülheim 2020" Beschlussorgan Finanzausschuss Gremium Datum Beschluss: Der Finanzausschuss beschließt, das Projekt „Rucksack“ in Kita und Grundschule für die Gruppen aus dem Programmgebiet Mülheim 2020 ab 01.01.2018 zunächst befristet bis 31.12.2018 weiter zu führen. Die notwendigen Haushaltsmittel in Höhe von 50.000 € werden aus der Sonderauskehrung des LVR gemäß Ratsbeschluss vom 07.11.2017 im Teilergebnisplan 0504, Freiwillige Sozialleistungen und Diversity, Teilplanzeile 13, Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen, bereitgestellt. Alternative : Der Finanzausschuss beschließt die sofortige Beendigung des Projektes Rucksack Kita und Schule in den Gruppen des früheren Programmgebietes Mülheim 2020 ab 01.01.2018. Ausschuss Soziales und Senioren 01.03.2018 Integrationsrat 05.03.2018 Ausschuss Schule und Weiterbildung 05.03.2018 Finanzausschuss 19.03.2018 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 50.000 € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Begründung Rucksack ist ein Programm zur koordinierten Sprachbildung und Elternbildung für Familien mit Zu- wanderungsgeschichte. Für den Erfolg in einer Zweitsprache kommt der Erstsprache eine große Be- deutung zu. Verfügt ein Kind in seiner Herkunftssprache über ausgebildete Sprachstrukturen, so kann es eine Zweitsprache erfolgreicher erlernen. Rucksack geht die Förderung von Kindern im Elementar- und im Primarbereich mehrdimensional und systemisch an: Es berücksichtigt die Entwicklung der Kinder in Bezug auf ihre Lebenswelt und ihre Familie. Es hat ebenso das Bildungssystem Kindertagesstätte und Grundschule und die in ihm Agie- renden im Blick. Mütter bzw. Väter, Erzieherinnen und Erzieher ebenso wie Lehrkräfte werden Part- nerinnen und Partner für die Sprachbildung der Kinder. Rucksack zielt auf die Förderung der Mutter- sprachenkompetenz durch die Mütter, auf die Förderung der deutschen Sprache durch das pädago- gische Personal und auf die Förderung der allgemeinen kindlichen Entwicklung durch die Familien- bildner/-innen und in der praktischen Umsetzung durch alle Beteiligte ab. Rucksack hat sich in der Praxis als ein erfolgreiches Programm zur koordinierten Sprachbildung und Elternbildung in Grundschulen und Kindertageseinrichtungen bewährt. Dies wurde durch die im Jahr 2012 durchgeführte Untersuchung durch die Universität zu Köln noch einmal verifiziert. Die Kurzver- sion der Studie ist den Ausschüssen zur Kenntnis gegeben worden. Der Wirkungskreis von Rucksack beschränkt sich nicht alleine auf die am Programm teilnehmenden Familien, sondern erweitert sich auf Familien, die durch den Austausch innerhalb der sozialen Netz- werke erreicht werden. Diese Zahl ist nicht näher zu quantifizieren aber mit Sicherheit nicht unerheb- lich. Nicht zu vergessen sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kindertagesstätten und Schulen, die sich u.a. durch die Teilnahme am Programm verstärkt mit den Kompetenzen „ihrer“ Kinder und deren Familien auseinander setzen und ihre Einrichtung in verstärktem Maße interkulturell öffnen. Gleichzei- tig werden sie in ihrer täglichen Arbeit durch Rucksack unterstützt. Die betroffenen Einrichtungen liegen in einem Stadtgebiet, das gekennzeichnet ist durch – im ge- 3 samtstädtischen Vergleich – eine hohe Anzahl von Arbeitslosen, Hartz IV- und Sozialhilfeempfängern, Jugendlichen ohne Schulabschluss oder mit Hauptschulabschluss und Schulabbrechern. Durch die mit Rucksack erreichten Ziele ist zu erwarten, dass u.a. die Bildungssituation der teilneh- menden Kinder nachhaltig verbessert wird. Erfahrungen mit dem landesweiten Rucksack-Programm zeigen z. B., dass „ehemalige“ Rucksackkinder nach der 4. Klasse in größerer Anzahl zum Gymnasi- um wechseln und aller Voraussicht nach einen qualifizierten Schulabschluss erreichen werden. Auf lange Sicht kann Rucksack dazu beitragen, dass sich das soziale Gefüge im Programmgebiet im po- sitiven Sinne verändert. Durch die trägereigene Evaluation für Mülheim 2020, die erwähnte Evaluation der stadtweit existie- renden Rucksackgruppen durch die Universität zu Köln und den Reflexionen innerhalb der „Steue- rungsgruppe Rucksack“ wurde festgestellt, dass die Programmziele von Rucksack erreicht wurden. Nach der erfolgreichen Pilotphase an zwei Grundschulen im Bezirk Mülheim, 2005 bis 2007, hat der Rat der Stadt Köln am 14.12.2006 beschlossen, das Programm, vorerst befristet bis 2010, auf 10 Grundschulen auszuweiten und dafür 35.000 € jährlich bereitgestellt. Am 13.10.2011 beschloss der Rat, das Programm im damals aktuellen Umfang von 16 Gruppen (Schule und Kita) unbefristet fortzusetzen. Dafür wurden 59.000 € im Haushalt vorgesehen. Durch die Finanzierung über das integrierte Handlungskonzept Mülheim 2020, 2011 bis 2014, über 70.200 € p.a. wurden weitere zwölf Kitagruppen, eine einrichtungsübergreifende Vätergruppe und zwei Schul- gruppen im Programmgebiet aufgebaut. Am 30.9.2014 beschloss der Rat, im Sinne der Nachhaltigkeit, für diese Gruppen, vorerst befristet bis 31.12.2016, die nötigen Haushaltsmittel in Höhe von 70.800 € p.a. zur Verfügung zu stellen. Die Rucksackgruppen im Elementarbereich laufen über ein komplettes Kitajahr, d.h. von August bis einschl. Juli, die Schulgruppen über zwei Schuljahre, d.h. von August bis einschl. Juli des übernächs- ten Jahres. Aus diesem Grund und in Erwartung der Bewilligung der Maßnahme im Rahmen des IHK wurde die Finanzierung zunächst bis 31.07.2017, dann bis 31.01.2018 vertraglich zugesichert. Die über „Mülheim 2020“ in schwieriger sozialer Lage aufgebauten Gruppen haben ausreichend Erfah- rung gesammelt und sind etabliert. Sie können mit den für Rucksack üblichen Durchschnittskosten pro Gruppe von max. ca. 3.500 € p.a. gut weiter geführt werden. Finanzierung: Vom 01.01. bis 31.12.2017 konnten die „Mülheim 2020 - Gruppen“ durch Übertragung nicht veraus- gabter Mittel aus 2016 finanziert werden. Die für die Fortsetzung des Programms ab 01.01.2018 bis 31.12.2018 zusätzlich notwendigen Mittel in Höhe von 50.000 € wurden über Mittel aus der Son- derauskehrung des LVR gemäß Ratsbeschluss vom 07.11.2017 aus Teilergebnisplan 0504 – Freiwil- lige Soziale Leistungen und Diversity, Teilplanzeile 13 Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen, bereitgestellt. Begründung der Dringlichkeit Eine Dringlichkeit ist gegeben, da die Gruppen eine Planungssicherheit zur Weiterführung ihrer Arbeit benötigen.
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0485/2018
- Typ
- Beschlussvorlage Ausschuss
- Datum
- 28.02.2018
- Erstellt
- 13.02.2018 12:03