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RAT/217/2025

Bericht aus der Kleinen Kommission Klimahilfe

Berichtsvorlage 23.06.2025

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 10.07.2025, TOP 8

Berichtsvorlage

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Berichtsvorlage

7371 Zeichen

RAT/217/2025 
 
 X  öffentlich      nicht öffentlich   
Bericht 
Betrifft: 
Bericht aus der Kleinen Kommission Klimahilfe 
Fachbereich: 
05/0 - Dezernat für Mobilität und Umwelt 
Dezernentin / Dezernent: 
Beigeordneter  Jochen Kral  
Beratungsfolge: 
Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität 
Rat 10.07.2025 Kenntnisnahme 
 
Sachdarstellung: 
 
Bericht aus der Kleinen Kommission Klimahilfe vom 12.06.2025 für die 
Ratssitzung am 10.07.2025 
 
Die Kleine Kommission Klimahilfe trat am 12.06.2025 von 17:00 bis 18:40 Uhr im 
Rheinturmsaal des Rathauses zusammen. Die Sitzung wurde hybrid (in Präsenz und 
online per Videokonferenz) abgehalten. 
 
Sachstand Kommunale Wärmeplanung  
Die Ergebnisse der Bestands - und Po tenzialanalyse sind bereits auf der Website 
unter www.duesseldorf.de/waermeplanung veröffentlicht. Im nächsten Schritt der 
Kommunalen Wärmeplanung (KWP) wird nun in fortlaufender Einbindung aller 
betroffenen Stakeholder ein Zielszenario für die Dekarbonisierung der 
Wärmeversorgung in Düsseldorf entwickelt.  
Hierzu wurde unter Einbeziehung energiewirtschaftlicher, infrastruktureller und 
sozioökonomischer Faktoren das Stadtgebiet in 93 Zonen eingeteilt, um die 
zukünftige Eignung der Quartiere für die Wärmeversorgung durch Wärmenetze, 
Wasserstoffnetze oder dezentrale Versorgungsmöglichkeiten sowie für die 
Umsetzung energetischer Sanierungsmaßnahmen zu untersuchen. Darauf basierend 
wurden drei exemplarische  Zielszenarien für das Jahr 2045 entwickelt, von denen 
das voraussichtlich bestgeeignete aktuell konkretisiert wird: Es sieht überwiegend in 
Zonen, in denen bereits heute Fernwärmenetze bestehen sowie in angrenzenden 
Regionen Wärmenetzgebiete als am besten geeignetste Versorgungsart vor. Für den 
übrigen Teil des Stadtgebietes sind dezentrale Lösungen voraussichtlich am 
geeignetsten, die zukünftige Versorgung über Wasserstoffnetze wird wahrscheinlich 
auch in unmittelbarer Umgebung von industriellen Wassersto ffabnehmern keine

Seite 2 
wirtschaftliche Option darstellen. Im Prozess wird die Transformationsplanung der 
Stadtwerke Düsseldorf zur Dekarbonisierung der Fernwärmeerzeugung 
mitberücksichtigt. Nach Abschluss der laufenden Konkretisierung des Zielszenarios 
durch Bestimmung der bestgeeigneten Wärmeversorgungsart für jede Zone in 2045 
wird das Zielszenario auf die Stützjahre der KWP heruntergebrochen. Die Mitglieder 
der Kleinen Kommission Klimahilfe betonen hierbei ausdrücklich die Bedeutung des 
Zieljahres 2035 für die Klimaneutralität in Düsseldorf.  
Parallel wird bereits eine Umsetzungsstrategie sowie konkrete 
Umsetzungsmaßnahmen unter Beteiligung aller relevanten Stakeholder erarbeitet. 
Die Erarbeitung der KWP verläuft im Zeitplan, sodass aktuell eine Beschlussfassu ng 
Anfang 2026 geplant ist und die gesetzliche Verpflichtung zur Veröffentlichung des 
Wärmeplans (30.06.2026) eingehalten werden kann. 
 
Ausbau des Düsseldorfer Schulnetzwerkes Bildung für nachhaltige 
Entwicklung BnE 
Vor 25 Jahren wurde das Düsseldorfer Net zwerk Bildung für nachhaltige Entwicklung 
(BnE) gegründet, als zunächst in 10 Schulen ein Nachhaltigkeitsaudit durchgeführt 
wurde. Heute zählt das Netzwerk fast 20 direkte und indirekte Kooperationspartner 
zu denen auch 56 Schulen zählen und gilt als Vorbi ld für den BnE -Prozess in 
Nordrhein-Westfalen. So findet auch überregional eine enge Zusammenarbeit mit 
Akteuren wie dem Kultusministerium und der UNESCO statt.  
Herzstück der BnE-Arbeit in Düsseldorf ist die Suchmaschine mit Bildungsangeboten. 
In dieser s ind 235 verschiedene, für die 77 Netzwerkschulen kostenlose 
Bildungsangebote von 64 Bildungsanbietern aus Düsseldorf und der Region 
hinterlegt. Diese erreichten in 2024 rund 27.000 Schülerinnen und Schüler an allen 
Schulformen.  
Seit letztem Jahr ist auch ein zusätzliches Kita -Netzwerk im Aufbau, welches sich 
ebenfalls hoher Nachfrage erfreut. Die Teilnahme am Netzwerk ist dabei häufig aus 
der Schulkultur bzw. vonseiten der Lehrkräfte intrinsisch motiviert, was den großen 
Erfolg des Programms erklärt. 
Seit der Neuauflage des BnE-Programms in 2018 hat sich die Zahl der teilnehmenden 
Schülerinnen und Schüler sowie die Zahl der Netzwerkschulen deutlich erhöht. Die 
Verwaltung plant daher die Einbringung einer entsprechenden politischen Vorlage um 
das Programm zu stärken und um der erhöhten Nachfrage Rechnung zu tragen. 
Die Politik betont die große Bedeutung der BnE -Arbeit, um das Bewusstsein von 
Kindern und Jugendlichen für Nachhaltigkeit zu schärfen und erklärt, das Programm 
gerne stärken zu wollen. 
 
Zuwendungen aus dem Klimaschutzetat 
Neben Klimaschutzmaßnahmen städtischer Ämter können durch den Klimaschutzetat 
der Stadt Düsseldorf auch Maßnahmen von städtischen Beteiligungsgesellschaften 
gefördert werden. Entscheidend, ob und in welcher Höhe solche Maßnahmen 
gefördert werden, sind eine Vielzahl von Faktoren, die im Einzelfall geprüft und 
abgewogen werden. Hierzu zählen unter anderem die genauen 
Eigentumsverhältnisse der Gesellschaften, deren Wirtschaftlichkeit, aber auch die Art 
der Maßnahmen und andere (betriebs-)wirtschaftliche Faktoren.  
Die Mitglieder der Kleinen Kommission Klimahilfe weisen darauf hin, dass der 
Klimaschutzetat vorrangig für Klimaschutzmaßnahmen mit hoher Wirksamkeit 
(Treibhausgaseinsparungen) verwendet werden sollte. Sie begrüßen es, dass di e 
oben genannten Faktoren in die Abwägung einbezogen werden, damit die 
Fördermittel bestmöglich eine Anreizwirkung erzielen.

Seite 3 
 
Sonstiges 
Klimaschutzstrategie Private Haushalte 
Aktuell wird durch die Verwaltung eine Klimaschutzstrategie für den Sektor Privat e 
Haushalte unter Beteiligung aller relevanten Stakeholder erarbeitet. Der Fokus liegt 
auf der Hebung realistischer Einsparpotenziale und ist stark umsetzungsorientiert. 
Eine enge Verzahnung mit der Kommunalen Wärmeplanung ist sichergestellt.  
 
CircularCities.NRW // BauLoop 
Die Landeshauptstadt Düsseldorf beteiligt sich an einem geförderten 
Forschungsprojekt der Hochschule Düsseldorf (HSD), in dessen Rahmen ein 
Baustofflager in Düsseldorf errichtet werden soll, um Baustoffe aufzubereiten und in 
den Kreislauf zurückzuführen. So sollen die Emissionen des Bausektors reduziert und 
kreislauffähiges Bauen gefördert werden. 
 
Pilotprojekte Balkonsolaranlagen 
Um Vorbehalte von Vermieterinnen und Vermieter großer Mehrfamilienhäuser 
gegenüber Balkonsolaranlagen zu mindern, sind Pilotprojekte geplant, in deren 
Rahmen Liegenschaften von Wohnungsbauunternehmen vollständig mit 
Balkonsolaranlagen ausgestattet werden sollen. Die Pilotprojekte sollen außerdem 
die Wohnungsbauunternehmen befähigen, Strukturen und Erfahrungen  für weitere 
Projekte aufzubauen. Die ursprünglich geplante Finanzierung durch die Deutsche 
Postcode-Lotterie und die Bürgerstiftung Düsseldorf ist aufgrund neuer Erkenntnisse 
(Quote Düsselpass-Inhaber:innen) nicht mehr möglich. Alternative Lösungen werden 
aktuell durch die Verwaltung in Abstimmung mit den Wohnungsbauunternehmen 
erarbeitet. 
 
Controlling-Tool zur Klimaneutralität 
Das Ausschreibungsverfahren für das Controlling -Tool zur Klimaneutralität ist 
abgeschlossen. Nach Ablauf der Informations - und Wartefrist gem. §134 GWB am 
23.06.2025 kann das Unternehmen mit dem bestbewerteten Angebot beauftragt 
werden. Die Inbetriebnahme des öffentlichen Dashboards ist Ende des Jahres 
geplant.

Beratungsverlauf (1)

10.07.2025 Rat
TOP 8 Kenntnisnahme Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
RAT/217/2025
Typ
Berichtsvorlage
Datum
23.06.2025
Erstellt
04.06.2025 16:35