RAT/217/2025
Bericht aus der Kleinen Kommission Klimahilfe
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Berichtsvorlage
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RAT/217/2025 X öffentlich nicht öffentlich Bericht Betrifft: Bericht aus der Kleinen Kommission Klimahilfe Fachbereich: 05/0 - Dezernat für Mobilität und Umwelt Dezernentin / Dezernent: Beigeordneter Jochen Kral Beratungsfolge: Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität Rat 10.07.2025 Kenntnisnahme Sachdarstellung: Bericht aus der Kleinen Kommission Klimahilfe vom 12.06.2025 für die Ratssitzung am 10.07.2025 Die Kleine Kommission Klimahilfe trat am 12.06.2025 von 17:00 bis 18:40 Uhr im Rheinturmsaal des Rathauses zusammen. Die Sitzung wurde hybrid (in Präsenz und online per Videokonferenz) abgehalten. Sachstand Kommunale Wärmeplanung Die Ergebnisse der Bestands - und Po tenzialanalyse sind bereits auf der Website unter www.duesseldorf.de/waermeplanung veröffentlicht. Im nächsten Schritt der Kommunalen Wärmeplanung (KWP) wird nun in fortlaufender Einbindung aller betroffenen Stakeholder ein Zielszenario für die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung in Düsseldorf entwickelt. Hierzu wurde unter Einbeziehung energiewirtschaftlicher, infrastruktureller und sozioökonomischer Faktoren das Stadtgebiet in 93 Zonen eingeteilt, um die zukünftige Eignung der Quartiere für die Wärmeversorgung durch Wärmenetze, Wasserstoffnetze oder dezentrale Versorgungsmöglichkeiten sowie für die Umsetzung energetischer Sanierungsmaßnahmen zu untersuchen. Darauf basierend wurden drei exemplarische Zielszenarien für das Jahr 2045 entwickelt, von denen das voraussichtlich bestgeeignete aktuell konkretisiert wird: Es sieht überwiegend in Zonen, in denen bereits heute Fernwärmenetze bestehen sowie in angrenzenden Regionen Wärmenetzgebiete als am besten geeignetste Versorgungsart vor. Für den übrigen Teil des Stadtgebietes sind dezentrale Lösungen voraussichtlich am geeignetsten, die zukünftige Versorgung über Wasserstoffnetze wird wahrscheinlich auch in unmittelbarer Umgebung von industriellen Wassersto ffabnehmern keine Seite 2 wirtschaftliche Option darstellen. Im Prozess wird die Transformationsplanung der Stadtwerke Düsseldorf zur Dekarbonisierung der Fernwärmeerzeugung mitberücksichtigt. Nach Abschluss der laufenden Konkretisierung des Zielszenarios durch Bestimmung der bestgeeigneten Wärmeversorgungsart für jede Zone in 2045 wird das Zielszenario auf die Stützjahre der KWP heruntergebrochen. Die Mitglieder der Kleinen Kommission Klimahilfe betonen hierbei ausdrücklich die Bedeutung des Zieljahres 2035 für die Klimaneutralität in Düsseldorf. Parallel wird bereits eine Umsetzungsstrategie sowie konkrete Umsetzungsmaßnahmen unter Beteiligung aller relevanten Stakeholder erarbeitet. Die Erarbeitung der KWP verläuft im Zeitplan, sodass aktuell eine Beschlussfassu ng Anfang 2026 geplant ist und die gesetzliche Verpflichtung zur Veröffentlichung des Wärmeplans (30.06.2026) eingehalten werden kann. Ausbau des Düsseldorfer Schulnetzwerkes Bildung für nachhaltige Entwicklung BnE Vor 25 Jahren wurde das Düsseldorfer Net zwerk Bildung für nachhaltige Entwicklung (BnE) gegründet, als zunächst in 10 Schulen ein Nachhaltigkeitsaudit durchgeführt wurde. Heute zählt das Netzwerk fast 20 direkte und indirekte Kooperationspartner zu denen auch 56 Schulen zählen und gilt als Vorbi ld für den BnE -Prozess in Nordrhein-Westfalen. So findet auch überregional eine enge Zusammenarbeit mit Akteuren wie dem Kultusministerium und der UNESCO statt. Herzstück der BnE-Arbeit in Düsseldorf ist die Suchmaschine mit Bildungsangeboten. In dieser s ind 235 verschiedene, für die 77 Netzwerkschulen kostenlose Bildungsangebote von 64 Bildungsanbietern aus Düsseldorf und der Region hinterlegt. Diese erreichten in 2024 rund 27.000 Schülerinnen und Schüler an allen Schulformen. Seit letztem Jahr ist auch ein zusätzliches Kita -Netzwerk im Aufbau, welches sich ebenfalls hoher Nachfrage erfreut. Die Teilnahme am Netzwerk ist dabei häufig aus der Schulkultur bzw. vonseiten der Lehrkräfte intrinsisch motiviert, was den großen Erfolg des Programms erklärt. Seit der Neuauflage des BnE-Programms in 2018 hat sich die Zahl der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler sowie die Zahl der Netzwerkschulen deutlich erhöht. Die Verwaltung plant daher die Einbringung einer entsprechenden politischen Vorlage um das Programm zu stärken und um der erhöhten Nachfrage Rechnung zu tragen. Die Politik betont die große Bedeutung der BnE -Arbeit, um das Bewusstsein von Kindern und Jugendlichen für Nachhaltigkeit zu schärfen und erklärt, das Programm gerne stärken zu wollen. Zuwendungen aus dem Klimaschutzetat Neben Klimaschutzmaßnahmen städtischer Ämter können durch den Klimaschutzetat der Stadt Düsseldorf auch Maßnahmen von städtischen Beteiligungsgesellschaften gefördert werden. Entscheidend, ob und in welcher Höhe solche Maßnahmen gefördert werden, sind eine Vielzahl von Faktoren, die im Einzelfall geprüft und abgewogen werden. Hierzu zählen unter anderem die genauen Eigentumsverhältnisse der Gesellschaften, deren Wirtschaftlichkeit, aber auch die Art der Maßnahmen und andere (betriebs-)wirtschaftliche Faktoren. Die Mitglieder der Kleinen Kommission Klimahilfe weisen darauf hin, dass der Klimaschutzetat vorrangig für Klimaschutzmaßnahmen mit hoher Wirksamkeit (Treibhausgaseinsparungen) verwendet werden sollte. Sie begrüßen es, dass di e oben genannten Faktoren in die Abwägung einbezogen werden, damit die Fördermittel bestmöglich eine Anreizwirkung erzielen. Seite 3 Sonstiges Klimaschutzstrategie Private Haushalte Aktuell wird durch die Verwaltung eine Klimaschutzstrategie für den Sektor Privat e Haushalte unter Beteiligung aller relevanten Stakeholder erarbeitet. Der Fokus liegt auf der Hebung realistischer Einsparpotenziale und ist stark umsetzungsorientiert. Eine enge Verzahnung mit der Kommunalen Wärmeplanung ist sichergestellt. CircularCities.NRW // BauLoop Die Landeshauptstadt Düsseldorf beteiligt sich an einem geförderten Forschungsprojekt der Hochschule Düsseldorf (HSD), in dessen Rahmen ein Baustofflager in Düsseldorf errichtet werden soll, um Baustoffe aufzubereiten und in den Kreislauf zurückzuführen. So sollen die Emissionen des Bausektors reduziert und kreislauffähiges Bauen gefördert werden. Pilotprojekte Balkonsolaranlagen Um Vorbehalte von Vermieterinnen und Vermieter großer Mehrfamilienhäuser gegenüber Balkonsolaranlagen zu mindern, sind Pilotprojekte geplant, in deren Rahmen Liegenschaften von Wohnungsbauunternehmen vollständig mit Balkonsolaranlagen ausgestattet werden sollen. Die Pilotprojekte sollen außerdem die Wohnungsbauunternehmen befähigen, Strukturen und Erfahrungen für weitere Projekte aufzubauen. Die ursprünglich geplante Finanzierung durch die Deutsche Postcode-Lotterie und die Bürgerstiftung Düsseldorf ist aufgrund neuer Erkenntnisse (Quote Düsselpass-Inhaber:innen) nicht mehr möglich. Alternative Lösungen werden aktuell durch die Verwaltung in Abstimmung mit den Wohnungsbauunternehmen erarbeitet. Controlling-Tool zur Klimaneutralität Das Ausschreibungsverfahren für das Controlling -Tool zur Klimaneutralität ist abgeschlossen. Nach Ablauf der Informations - und Wartefrist gem. §134 GWB am 23.06.2025 kann das Unternehmen mit dem bestbewerteten Angebot beauftragt werden. Die Inbetriebnahme des öffentlichen Dashboards ist Ende des Jahres geplant.
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- RAT/217/2025
- Typ
- Berichtsvorlage
- Datum
- 23.06.2025
- Erstellt
- 04.06.2025 16:35