Mandari Insight

V/0930/2008

Stiftung Bürgerwaisenhaus: Verantwortung lernen - Ehrenamtliches Engagement an Schulen - Abschlussbericht

Vorlagen 28.01.2009

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Hauptausschuss, Sitzung am 25.03.2009, TOP 5

Berichtsvorlage

· application/pdf

Ansehen

Anlage 4 Schulen

· application/pdf

Ansehen

Anlage 2 Zertifikat

· application/pdf

Ansehen

Anlage 3 Evaluationsbericht

· application/pdf

Ansehen

Anlage 5 BerichtWN

· application/pdf

Ansehen

Anlage 6 BerichtMZ

· application/pdf

Ansehen

Anlage 1 Projektsteckbrief

· application/pdf

Ansehen

Berichtsvorlage

15327 Zeichen

V/0930/2008 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Geschäftsstelle der Kommunalen Stiftungen 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Stiftung Bürgerwaisenhaus: Verantwortung lernen - Ehrenamtliches Engagement an Schulen - 
Abschlussbericht 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
04.03.2009 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Bericht
04.03.2009 Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung Bericht
10.03.2009 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Bericht
11.03.2009 Stiftungskommission Bericht
25.03.2009 Hauptausschuss Bericht 
 
 
 
Bericht: 
 
 
1. Ausgangslage / Anlass des Berichtes 
 
a) Zielsetzung des Projektes 
Ziel des Modellprojektes, das vom 15.6.2006 – 31.12.2008 durchgeführt wurde, war die frühe 
Förderung bürgerschaftlichen Engagements junger Menschen in Schulen. Der Ansatz von 
„Verantwortung lernen“ verknüpfte Unterrichtsi nhalte und freiwilliges soziales Engagement 
mit dem Ziel, sich nicht nur für das Gemeinwohl einzusetzen, sondern auch das Lernen und 
die Persönlichkeitsbildung zu stärken (vgl. Beschlussvorlage V/0674/2006). Ein weiteres Ziel 
war die curriculare Einbindung von „Verantwortung lernen“ in Lehrpläne.  
 
b) Trägermodell 
Die Stiftungen Bürgerwaisenhaus, Stiftung Westfalen-Initiative und Stiftung*Bürger für Müns-
ter bildeten die Trägergemeinschaft des Modellprojektes. Ihnen oblag die Steuerung des 
Projektes.   
 
c) Projektstruktur 
Für den Zeitraum der Projektdurchführung wurde eine halbe Stelle durch die Trägerstiftun-
gen finanziert. 
Fachliche Kooperationen wurden im Rahmen der Steuerung mit dem Amt für Schule und 
Weiterbildung sowie mit der Freiwilligenagentur gebildet. 
Die Projektentwicklung wurde von einem fachübergreifenden Beirat unter Vorsitz der Schul-
dezernentin der Stadt Münster flankiert. Konstruktive Kritik, Ideen und Vorschläge zur Evalu-
Vorlagen-Nr.: 
V/0930/2008 
Auskunft erteilt: 
Herr Claahsen 
Ruf: 
492 59 03 
E-Mail: 
Claahsen@stadt-muenster.de 
Datum: 
18.02.2009 
Öffentliche Berichtsvorlage

2 
V/0930/2008 
 
ation des Projektes sowie Unterstützung im Marketing und in der fachlichen Gestaltung wa-
ren Schwerpunkte der Arbeit des Beirates. 
Inhalte der Umsetzung und Implementierung wurden mit der entsprechenden Abteilung des 
Ministeriums für Schule und Weiterbildung NRW sowie dem Netzwerk Service Learning der 
Freudenberg Stiftung abgestimmt. 
Schulministerin Barbara Sommer übernahm die Schirmherrschaft über das Projekt. 
 
 
2. Projektverlauf  
 
Schon früh zeigte sich im Projektverlauf ein großes Interesse von Schulen (alle Formen der wei-
terführenden Schulen), am Projekt mitzuwirken.  
Die projektseitige Begleitung von Schulen erfo lgte individuell und passgenau zugeschnitten auf 
die Bedarfe der jeweiligen Schule / Klasse. Die nachfolgenden Elemente wurden als unterstüt-
zende Leistungen seitens des Projektbüros angeboten:  
 
• Die Projektidee (Verknüpfung von Unterricht und bürgerschaftlichem Engagement 
als Förderung der Eigenverantwortung der Schülerinnen und Schüler), die Quali-
tätskriterien und „bestpractise“ Beispiele werden auf Anfrage im Kollegium vorge-
stellt.  
• Zusätzlich führt die Projektleiterin eine Unterrichtsstunde zum Thema „Bürger-
schaftliches Engagement“ durch. Themen: Erwerbsarbeit, gemeinnützige Arbeit, 
soziales Engagement – wo sind die Unterschiede (anknüpfend an Erfahrungen der 
Schüler); „Was kann ich gut, was anderen nützt“? Sammeln von Ideen und Ver-
einbarung weiterer Umsetzungsschritte. 
• Der Unterstützungsbedarf der jeweiligen Lehrer wird abgefragt und eine Zielver-
einbarung zwischen Projektbüro, Lehrkraft und Schulleitung unterzeichnet.  
• Ein Projektplan inkl. Zeitplan und Aufgabenverteilung wird mit der Gruppe und der 
Lehrkraft abgesprochen und schriftlich festgehalten.  
• Die Projektleitung muss zeitnah ansprechbar sein, um diverse Fragen (z. B. zur 
Finanzierung, zum Versicherungsschutz, zu Verbindlichkeit und Freiwilligkeit) ge-
zielt und direkt zu beantworten. Dies erwies sich als wichtiges Kriterium für Lehrer, 
sich für die Zusammenarbeit mit dem Projektbüro zu entscheiden.  
• Reflexion mit Lehrkräften durch regelmäßige Rücksprachen (z. B. jedes Schul-
halbjahr) und Austauschmöglichkeiten im Rahmen von Workshops dienten der 
Qualitätssicherung. 
• Die Netzwerkbildung vor Ort zwischen Schule und gemeinnützigen Partnerorgani-
sationen wurde gezielt gefördert. 
• Der fachliche Austausch mit Schulamt und Schulministerium gab wichtige Impulse 
für den Projektverlauf. 
 
Die folgenden Qualitätskriterien stießen auf ein positives Echo seitens der interessierten Schulen 
und wurden von Beginn an eingehalten.  
  
3. Qualitätskriterien 
 
In Projektsteckbriefen (Anlage 1) wurden die folgenden Ziele vereinbart: 
• Das bürgerschaftliche Engagement von Schülerinnen und Schülern zu fördern, 
• Projektinhalte mit dem Unterricht und den Lerninhalten zu verknüpfen, 
• langfristig „Verantwortung lernen“ in den Lehrplan als festen Bestandteil aufzunehmen, 
• alle Einsätze der Schülerinnen und Schüler zu zertifizieren ( Anlage 2: Zertifikat), 
• alle Projekte öffentlich anzuerkennen. 
 
Die Qualitätskriterien sind in Anlehnung an die Kriterien der Freudenberg Stiftung unter dem 
Ge-
sichtspunkt der praktischen Umsetzung angepasst und weiterentwickelt worden (so wurde z. B.

3 
V/0930/2008 
 
der Zeitaufwand für Projekte flexibel gestaltet, da überschaubare Zeiträume dazu führen, dass 
Schülerinnen und Schüler ihre Projekte beenden und  durch dieses Erfolgerlebnis gerne weiter-
machen möchten; siehe Evaluationsbericht). 
 
Die Qualitätskriterien im Einzelnen: 
Recherche und Planung 
o Die Schüler ermitteln den Bedarf an Engagement selbst und recherchieren (im 
Unterricht, vor Ort, bei schon vorhandenen Kontakten im Stadtteil). Sie planen 
ihr Vorhaben und erstellen einen Projektplan. Die Lehrkraft sorgt für die Imp-
lementierung in den Schulalltag und in die Schulorganisation.  
o Ziele: Stärkung der Eigenverantwortung, Teamfähigkeit, Motivation. 
Verknüpfung mit Unterrichtsinhalten und Reflexion 
o Die Schüler wenden Wissen aus dem Unterricht an und reflektieren ihre Erfah-
rungen aus der Praxis: Erfahrungen werden zu neu verfügbarem Wissen.  
o Ziel: Verzahnung von sozialem und kognitivem Lernen.  
o Fernziel: Reflexion des Bürgerengagements als Querschnittsaufgabe in allen 
Gesellschaftsbereichen. 
Durchführung und Angemessenheit von Aufgaben und Zeiten 
o Das Projekt ist zeitlich überschaubar gegliedert (z.B. ein Schulhalbjahr; ein 
Zeitraum im Halbjahr), die Aufgaben und Zeiten sind angemessen, um Unter- 
und Überforderungen zu vermeiden.  
o Ziel: Stärkung der Selbstwirksamkeit und Neugier auf weitere Engagementfel-
der (intrinsische Motivation). 
Anerkennung und Zertifizierung 
o Öffentlichkeitsarbeit und Anerkennung (schulintern und nach außen) verankern 
das einzelne Projekt im Rahmen von „Verantwortung lernen“ in die Organisati-
on Schule; dazu gehören u. a.  das Zertifikat für alle Schüler, die Benotung (z. 
B. Wahlpflichtunterricht), eine Präsentation des Projekts im öffentlichen Rah-
men, Pressearbeit und je nach Alter auch Information und Einladung der El-
tern.  
o Ziel: Stärkung der extrinsischen Motivation für Schüler, Lehrer und Organisati-
onen. 
o Ziel: Verankerung im Schulprogramm und / oder im Lehrplan. 
 
4. Teilnehmende Schulen und ihre Projekte (Stand 01/2009) 
Seitens der interessierten Lehrer und Schüler wurden primär die nachfolgenden Motive für eine 
Teilnahme am Projekt genannt: 
• Suche nach Methoden zu Erwerb und Umsetzung sozialen Lernens, 
• Öffnung von Schule, 
• Verlassen des „Schonraums Schule“; Umgang mit gesellschaftlichen Realitäten, 
• die Möglichkeit, neben theoretischem Unterricht  auch durch Erfahrungen zu lernen, 
• Heranführen an bürgerschaftliches Engagement. 
Spitzenreiter im Projekt sind Haupt- und Realschulen, aber auch Berufskollegs sind mit mehreren 
Projekten kontinuierlich vertreten.

4 
V/0930/2008 
 
Schulen, die bereits über Engagementfelder und Partner verfügen, erhoffen sich über die Anbin-
dung an das Modellprojekt einen qualitativen Sprung, vor allem durch Zertifikate für ihre Schüle-
rinnen und Schüler im Hinblick auf deren Berufswahl. 
Ein weiteres Teilnahmemotiv von Schulen ist, da ss „Verantwortung lernen“ Ihnen die Plattform 
bietet, auf ihr Engagementprofil aufmerksam zu machen.  
Die öffentliche Anerkennung, etwa durch gemeinsame Veranstaltungen z. B. einen „Markt der 
Möglichkeiten“, wird geschätzt. 
20 Schulen mit 34 Projekten und  insgesamt 300 Schülerinnen und Schülern sind dem Modellpro-
jekt angeschlossen. In vielen Schulen laufen mehrere Projekte gleichzeitig bzw. nacheinander.  
(siehe Anlage 3: Liste der Schulen und Projekte) 
 
5.  Zusammenfassung der Ergebn isse der externen Evaluation 
Im April 2008 wurde das Zentrum für Nonprofit-Management mit der Evaluierung des Projektes 
„Verantwortung lernen“ beauftragt. In der letzten Projektphase  erschien es sinnvoll, durch die 
Überprüfung der Wirkungsziele und die Erfassung der Zufriedenheit der Schülerinnen und Schü-
ler evtl. erforderliche Korrekturen an den Zielen und dem Konzept zu erkennen und vorzuneh-
men. 
Qualität, Wirkung und der Nutzen des Projekts „Verantwortung lernen“ sollten ermittelt und trans-
parent gemacht werden. 
Folgende Ziele aus der Verzahnung von Unterricht und Engagement sollten überprüft werden: 
• Wahrnehmung gesellschaftlicher Probleme, 
• Selbstwirksamkeit, 
• Trainieren sozialer Kompetenzen, 
• Sinn für Demokratie, 
• frühzeitige Förderung des bürgerschaftlichen Engagements bei Kindern und Jugendli-
chen. 
 
Die Evaluation wurde mittels standardisierter Fragebögen an die Schülerinnen und Schüler 
durchgeführt. 
 
Die Evaluation belegt den Erfolg des Projektes „Verantwortung lernen“ hinsichtlich: 
• „der Förderung der bewussten und unmittelbaren Wahrnehmung gesellschaftlicher Prob-
leme“. 
• „der Förderung des Bewusstseins, dass die Schülerinnen und Schüler in der Gesellschaft 
etwas bewirken können (Selbstwirksamkeit)“ – Die Erfahrung von Selbstwirksamkeit wur-
de sehr positiv bewertet. 
• „Trainieren von sozialen Kompetenzen, besonders, ‚Verantwortungsbewusstsein’, ‚andere 
Menschen respektieren’ und ‚mit anderen ein gemeinsames Ziel erreichen’“. 
• „Frühe und wirkungsvolle Förderung bürgerschaftlichen Engagements von Kindern und 
Jugendlichen“ – die Befragten wollen sich in der Mehrheit weiter engagieren und wün-
schen sich mehr Projekte und mehr Schüler, die mitmachen. 
• „Das Wirkungsziel „Entwicklung von ‚Gespür’ und Sinn für Demokratie“ wurde im Ver-
gleich zu den anderen Wirkungszielen in seiner Erreichbarkeit von den Schülerinnen und 
Schülern vergleichsweise schlecht bewertet.“ Mitbestimmung und das Umsetzen eigener 
Ideen scheinen die schwierigeren Aufgaben zu sein. 
 
Der gesamte Evaluationsbericht inkl. Grafiken und Fragebogen ist in der Anlage 4 zu finden. 
Dort finden sich auch grafische Darstellungen der Engagementfelder, der Aufteilung der Antwor-
ten nach Jungen und Mädchen sowie eine Anzahl von Verbesserungsvorschlägen.

5 
V/0930/2008 
 
6. Öffentlichkeitsarbeit und Dokumentation 
• Auf Initiative des Ministeriums für Schule und Weiterbildung wurde ein Beitrag über das 
Projekt in „Schule NRW“ im Frühjahr 2007 veröffentlicht. 
• In den Jahren 2007 und 2008 wurde jeweils in der Woche des Bürgerschaftlichen Enga-
gements eine Veranstaltung durchgeführt, in deren Rahmen Schülerinnen und Schüler ih-
re Projekte einem größeren Publikum präsentieren konnten. Schulministerin Barbara 
Sommer hat beide Veranstaltungen besucht. Sowohl Schüler als auch Lehrer schätzen 
diese Möglichkeit, ihre Arbeit zu präsentieren und andere Schulen mit ihren Projektideen 
kennenzulernen. 
• Schulpolitiker, wie andere Schulen, ließen sich von den Ideen und dem Engagement der 
Jugendlichen, die mit Stolz ihre Projekte präsentierten, begeistern. Diese Veranstaltungen 
förderten die Anerkennung und Wertschätzung und weckten gleichzeitig Interesse bei den 
Schülerinnen und Schülern, die sich zunächst über das Projekt informieren wollten. Mit 
dem Satz  „Das wollen wir auch“ meldeten sie sich kurze Zeit später im Projektbüro (An-
lagen 5 und 6). 
• Im Rahmen der Themenwoche Demografischer Wandel der ARD „Mehr Zeit zu leben“ im 
April 2008 wurde das Projekt „Altern als Schulfach“ einer beteiligten Hauptschule vom 
WDR ausgestrahlt.  
• Für die Trägergemeinschaft hat sich die St iftung*Bürger für Münster mit dem Projekt 
„Verantwortung lernen“ beworben und folgende Preise gewonnen:  
3. Platz des von der psd - Bank ausgelobten Preises für Projektideen zur Förderung des 
bürgerschaftlichen Engagements im Raum Westfalen-Lippe mit 10.000 Euro dotiert. Das 
Preisgeld wird für den Methodenkoffer verwendet. 
 1. Preis des bundesweiten Förderpreises der Aktiven Bürgerschaft 2008 zum Thema „Ju-
gend und Partizipation“. Das Preisgeld ist Grundlage eines Jugendfonds bei der Bürger-
stiftung und wurde von weiteren Sponsoren aufgestockt.  
• Im Anschluss an die Preisverleihung haben die Westfälischen Nachrichten eine Serie ü-
ber einzelne Projekte Münsterscher Schulen veröffentlicht (Juni/Juli 2008). Ausführlich 
wurden die Schülerinnen und Schüler interviewt und konnten einmal mehr ihre Projektar-
beit reflektieren und einer größeren Öffentlichkeit vorstellen. Die Beiträge der Serie sind 
auf der Homepage www.verantwortunglernen.de
 zu finden. 
• Im September 2008 wurde ein Schulkino-Tag zum Thema „Jugend und Demenz“ gemein-
sam mit der Gerontopsychiatrischen Beratungsstelle durchgeführt. Der Saal im Cinema 
war ausverkauft und die Verknüpfung des Themas „Demenz“ mit „Engagementförderung“ 
gelang. 
 
 
 
7. Methodenkoffer 
 
Ein Hauptziel des Projektes war es, geeignete Materialien zu entwickeln, um „Verantwortung ler-
nen“ auch über die am Projekt beteiligten Schulen hinaus nachhaltig als Ansatz zur Engagement-
förderung in Schulen zu verankern. Mit Hilfe eines Methodenkoffers sollen Promotoren, Multipli-
katoren und interessierten Schulen Materialien an die Hand gegeben werden, um „Verantwortung 
lernen“ initiieren und umsetzen zu können. Die Erfahrungen im Projekt und die Ergebnisse der 
Evaluation haben gezeigt, dass hierfür zielgruppenspezifische Materialien und Informationen er-
forderlich sind. 
 
Die Materialien liegen digital vor und können über das Projektbüro eingesehen werden. 
 
Mit Abschluss des Projektes liegen mit dem „Methodenkoffer“ diverse Kommunikationsmittel vor 
(z. B. Folder mit Projektbeschreibung, DVD mit Beispielen, webside  
www.verantwortunglernen.de
, Unterrichtsmaterialien, Projektpläne, Muster für Zertifikate, Infor-
mation etc.), die die verschiedenen Interessenten an „Verantwortung lernen“ wie Schulen – Leh-
rer/Schulleitung/Schüler/Eltern -, Freiwilligenagenturen, Stabsstellen für Bürgerengagement oder

6 
V/0930/2008 
 
Bürgerstiftungen bei ihrer Entscheidung, Planung, Umsetzung und Evaluation eigener „Verant-
wortung lernen-Projekte“ unterstützen und begleiten sollen. Damit wird über den Projektzeitraum 
hinaus die Nachhaltigkeit der gewonnen Erfahrungen, Kenntnisse und Methoden gewährleistet 
und ein Transfer in neue Schulen und Kommunen ermöglicht. 
 
I. V. 
 
 
gez. 
Thomas Paal 
Stadtrat 
 
 
 
 
 
 
Anlage 1: Projektsteckbrief 
Anlage 2: Zertifikat 
Anlage 3: Evaluationsbericht 
Anlage 4: Tabelle der teilnehmenden Schulen 
Anlage 5: Bericht der WN/27.09.08 
Anlage 6: Bericht der MZ/27.09.08

Anlage 4 Schulen

3162 Zeichen

Anlage 4 
Teilnehmende Schulen und ihre Projekte 
Stand Januar 2009  
 
Schulen 
 
Zahl der 
Projekte 
 
Organisationsform Jahrgänge  Verknüpfung mit 
Unterrichtsfächern
 
Themen Besonderheiten  
Fürstenberghauptschule 3 Wahlpflicht 7 - 8 Geschich te, Ar- 
beitslehre, Biologie, 
Soziales Lernen 
Was ist los in unse- 
rem Stadtteil? 
 
 
 
 
 
Hauptschule Coerde 
 
1  SV-Vertretung 5 -10 fächerübergreifend Leben mit  Men- 
schen mit Behinde- 
rung 
fortlaufend 
Waldschule Kinderhaus 1 SV-Vertretung 5-10 fächerüb ergreifend Noch in Planung Weitere Projekte 
im Klassenver- 
band in Planung 
Erich-Kästner-Hauptschule 
Dülmen-Buldern 
1 Wahlpflicht 7 - 8 fächerübergreifend Senioren  
Günther-Eckerland-
Realschule Marl 
 
1 fortlau- 
fende 
Schülerfirma 8-10 Informatik, Sozial- 
wissenschaft 
Berufsvorbereitung, 
Französisch, Politik 
Computerkurse 
Vorlesenachmittage 
für Kinder 
Patenschaft 
Alle Sachkosten 
werden selbst 
getragen 
Karl-Wagenfeld-Realschule 
Münster 
 
4 
 
 
verschiedene 9-10 
 
 
Mathematik, 
Deutsch, Englisch 
Deutsch, Politik, 
Sozialwissenschaf- 
Schüler helfen 
Schülern 
Kindertagesstätte 
fortlaufend

Anlage 4 
 
 
 
 
 
8 
 
9-10 
ten, Berufswahlori- 
entierung 
Politik 
 
 
Patenschaft Out- 
doorpoint Spi- 
chernstr. 
 
Kindertreff teolino 
 
 
 
In Planung 
Geschwister-Scholl-
Realschule 
 
verschiedene 8-10 Politik, Geschichte, 
Religion,  Sozial- 
wissenschaft 
Praktische Philoso- 
phie 
Mentoren für jünge- 
re Schüler 
Mutikulturelle Streit- 
schlichter 
Seniorenarbeit 
 
 
Erwerb der Ju- 
laica 
Geschwister-Scholl-
Gymnasium 
1 AG ab 11 Deutsch, Mathema- 
tik, Englisch 
Schule in den Fe- 
rien 
 
fortlaufend 
Kardinal-von-Galen-
Gymnasium 
1 Kurs 11 Kunst und Filmbe- 
arbeitung 
Film „Projekt Ver- 
antwortung lernen“ 
abgeschlossen 
Hansa-Berufskolleg 3 Berufsorientierungsjahr   Deutsch, Religion 
und Ethik, Berufs- 
wahlorientierung, 
BWL 
Soziales Engage- 
ment im Stadtteil 
Neues Projekt in 
Planung 
1 abgeschlossen 
 
1 laufend 
1 in Planung 
Placida-Viel-Berufskolleg 
Menden 
2 Ausbildungsgang 
staatl. gepr. Sozialhel- 
fer 
 Sozialpädagogik, 
Religion, Pflege 
Betreuung und Be- 
gleitung im ambu- 
lanten Bereich 
fortlaufend

Anlage 4 
 
Berufskolleg Warendorf 
 
3 Höhere Handelsschule 
 
Sozial- und Gesund- 
heitshelfer 
12 
 
Informatik, Medien, 
Informationswirt- 
schaft, Deutsch 
Gesundheits- und 
Erziehungswissen- 
schaft; Ethik, Biolo- 
gie. 
Film über den 
Sportverein SC E- 
verswinkel 
 
Freizeitgestaltung 
mit Kindern mit Be- 
hinderung 
 
2 abgeschlosse- 
ne Projekte 
1 laufendes Pro- 
jekt 
 
Johannesschule Greven 
Förderschule Sprache und 
Lernen 
1 Klassenverband 9  in Planung in der Recherche  
Gemeinschaftshauptschule 
Burbach 
1 Wahlpflicht 8 Kunst, Religion Generationen mit- 
einander 
 
abgeschlossen 
Don-Bosco-Hauptschule 
Billerbeck 
1 Klassenverband 8 Soziales Lernen Mitmachen in der  
Pflege 
Weitere Projekte 
in Planung 
Adolph-Kolping-
Berufskolleg 
3 Klassenverband  In Planung In Planung Duales Ausb il- 
dungssystem 
2 Schulen in Münster  2-3 In Planung     
2 Schulen in Mülheim in der 
Planungsphase 
 
2-3 In Planung     
Gesamt 20 Schulen Ca. 34

Anlage 2 Zertifikat

856 Zeichen

Anlage 2

Der Schüler / die Schülerin

Schülername
| Schule, Klasse

|
hat in der Zeitvon ..... Datum pie .....| Datum
Projektname (Zeile 1) Institution (Zeile 1)
im Rahmen des Projektes ..........! N in / bei / mit ............ Ian) er

engagiert mitgearbeitet und Verantwortung übernommen.

Ziel (Zeile 1)

Er / sie hat sich für ................ N ee eingesetzt

Er / sie hat folgende Kompetenzen entwickelt

Entwickelte Kompetenzen (Zeile 1)
Entwickelte Kompetenzen (Zeile 2)

Entwickelte Kompetenzen (Zeile 3)
Entwickelte Kompetenzen (Zeile 4)

Wir sprechen .......... Name Se Dank und Anerkennung aus.
Münster, ............. Datum Enne
Schulleitung Lehrer/in Projektleitung

Projektbüro
Verantwortung lernen

Gasselstiege 13 g

48159 Münster ie \ Stiftung Stiftungen
www.verantwortunglernen.de Initiative ü Bürger für Münster Stiftung Bürgerwoisenhaus

Anlage 3 Evaluationsbericht

65052 Zeichen

Anlage 3 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Kontakt         
 
 
Birgit Frey 
 
T 0251 51038-21  
frey@npm-online.de 
 
npm - Zentrum für Nonprofit-Management gGmbH 
Prinzipalmarkt 38 
48143 Münster 
http://www.npm-online.de 
Verantwortung Lernen 
 Wirkungsanalyse der Förderung  
von bürgerschaftlichem Engagement  
im Kinder- und Jugendalter  
 
Vorläufiger Evaluierungsbericht   
des Zentrums für Nonprofit-Management gGmbH

Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen  
- 2 - 
Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse 
 
Das Projekt „Verantwortung lernen“ ist in der ersten Projektphase in hohem bis 
sehr hohem Maße erfolgreich verlaufen. Die vorab definierten Wirkungsziele 
wurden – wenn auch mit graduellen Unterschieden – erreicht.  
 
  Die Ziele „Förderung der bewussten und unmittelbaren Wahrnehmung 
gesellschaftlicher Probleme“, „Förderung des Bewusstseins, dass die 
Schülerinnen und Schüler in der Gesellschaft etwas bewirken können 
(Selbstwirksamkeit)“ und „Trainieren von sozialen Kompetenzen“ wurden 
erfolgreich umgesetzt.  
 
  Das Projekt „Verantwortung Lernen“ fördert früh und wirkungsvoll 
bürgerschaftliches Engagement von Kindern und Jugendlichen“, wobei 
Optimierungspotenzial und Handlungsbedarf darin besteht, den Kindern 
und Jugendlichen hinsichtlich des bürgerschaftlichen Engagements weitere 
„Orientierung“ zu geben.  
 
  Das Wirkungsziel „Entwicklung von ‚Gespür’ und Sinn für Demokratie“ 
wurde im Vergleich zu den anderen Wirkungszielen in seiner 
Erreichbarkeit von den Schülerinnen und Schülern vergleichsweise 
schlecht bewertet.  
 
  Die Organisation des Projekts „Verantwortung Lernen“ ist insgesamt 
wirkungsvoll, jedoch konnten auch dort Optimierungspotenziale und 
Handlungsbedarfe identifiziert werden, insbesondere in der Kooperation 
der Projektträger (beteiligte Stiftungen) mit den Projektpartnern (beteiligte 
Schulen).

Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen  
- 3 - 
Inhaltsverzeichnis 
 
1. Anlass und Zielsetzung der Evaluierung .......................................................... 4 
Anlass der Evaluierung.................................................................................................................. 4 
Das Projekt "Verantwortung Lernen" ............................................................................................ 5 
Zielsetzung der Evaluierung .......................................................................................................... 6 
Der Auftragnehmer.................................. ...................................................................................... 7 
2. Untersuchungsdesign und Vorgehensweise...................................................... 7 
Der Fragebogen ............................................................................................................................. 7 
Vorgehensweise..................................... ........................................................................................ 9 
Impressionen aus persönlichen Besuchen der Projektschulen ..................................................... 11 
3. Engagementprofile der Schülerinnen und Schüler ......................................... 12 
Mädchen und Jungen im Vergleich ............................................................................................. 13 
Engagementfelder ........................................................................................................................ 14 
Vorwissen über bürgerschaftliches Engagement ......................................................................... 15 
4. Einschätzungen und Bewertungen der Schülerinnen und Schüler ................. 17  
Förderung und Training von sozialen Kompetenzen durch das Projekt ...................................... 17  
Wissenserwerb und -transfer........................................................................................................ 19  
Selbstwirksamkeit........................................................................................................................ 23  
Bewusstwerdung für bürgerschaftliches Engagement ................................................................. 24  
Bereitschaft zu weiterem Engagement......................................................................................... 26  
Zufriendenheit.............................................................................................................................. 27  
Verbesserungsvorschläge............................................................................................................. 28  
5. Fazit und Empfehlungen................................................................................. 29  
Anhang................................................................................................................ 35 
Der Fragebogen

Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen  
- 4 - 
1. Anlass und Zielsetzung der Evaluierung 
Anlass der Evaluierung 
Im April 2008 wurde das Zentrum für Nonprofit-Management mit der 
Evaluierung des Projektes „Verantwortung Lernen“ beauftragt. Mit der 
Evaluierung sollen die Qualität, Wirkung und der Nutzen des Projekts ermittelt 
und für die am Projekt beteiligten Partner transparent abgebildet werden. 
 
Anlass für die Evaluierung ist das Vorhaben der Projektträger, nach der nun 
abgeschlossenen ersten Projektphase, die räumlich auf das Münsterland und 
Teile Westfalen-Lippes begrenzt war, „ Verantwortung Lernen“ weiter 
auszubauen und bundesweit zu etablieren. Zum Abschluss der ersten 
Projektphase erschien es sinnvoll, durch die Überprüfung der Wirkungsziele und 
die Erfassung der Zufriedenheit der Schülerinnen und Schüler Korrekturen an 
den Projektzielen und am Projektkonzept zu erkennen und anzugehen. 
Das Projekt „Verantwortung Lernen“ 
„Verantwortung Lernen“ ist ein Münsteraner Kooperationsprojekt der Stiftung 
Bürgerwaisenhaus, der Stiftung Westfalen-Initiative und der Stiftung Bürger für 
Münster und wird in enger Kooperation mit dem Amt für Schule und 
Weiterbildung der Stadt Münster und der Freiwilligenagentur Münster 
durchgeführt. Die Projektentwicklung wird zudem von einem 
fachübergreifenden Beirat flankiert. 
 
Mit dem Ziel, Kinder und Jugendliche möglichst früh und nachhaltig  an 
bürgerschaftliches Engagement heranzuführen, geht es bei „Verantwortung 
Lernen“ konkret darum, die Lehrpläne an Schulen um das Lernfeld „Soziales 
Engagement“ zu ergänzen und damit das bürgerschaftliche Engagement als 
erfahrungsorientiertes und kooperatives Lernen in den Schulalltag zu integrieren. 
Erreicht werden soll dieses Ziel, indem das „Engagement Lernen“ in Form von 
Schulprojekten durchgeführt und eng mit den Unterrichtsinhalten verknüpft 
wird. So sollen das Lernen sowie die Persönlichkeit der Kinder und 
Jugendlichen gestärkt werden. 
  
Die Idee des Projektes, das Lernen von bürgerschaftlichem Engagement eng mit 
den Lern- und Erlebniswelten der Schule zu verknüpfen, geht auf den Ansatz des 
Reformpädagogen John Dewey zurück. Er postulierte einen neuen Lernansatz, 
dem zufolge Kinder am Besten lernen, wenn sie ihr erlerntes Wissen auch

Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen  
- 5 - 
anwenden und den sich daraus ergebenden Nutzen bewusst erleben. So erkennen 
sie, dass sie mit ihrem Handeln etwas bewirken können.  
 
Aus dieser Idee leiten sich unmittelbar die pädagogischen Wirkungsziele des 
Projekts „Verantwortung Lernen“ ab:  
 
  Die Förderung der bewussten und unmittelbaren Wahrnehmung 
gesellschaftlicher Probleme, 
 
  die Förderung des Bewusstseins, dass Schülerinnen und Schüler in der 
Gesellschaft etwas bewirken können (Selbstwirksamkeit), 
 
  das Trainieren von sozialen Kompetenzen, wie Teamfähigkeit, 
Konfliktfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein 
und Motivation,  
 
  das Entwickeln von „Gespür“ und Sinn für Demokratie sowie 
 
  die frühere Förderung des bürgerschaftlichen Engagements von Kindern 
und Jugendlichen. 
 
 
An „Verantwortung Lernen“ beteiligten sich bisher 12 Schulen in Münster, 
Warendorf, Menden und Möhnesee, wobei es sich bei zwei der beteiligten 
Schulen um Grundschulen handelt, die als Projektpartner einer weiterführenden 
Schule am Gesamtprojekt beteiligt waren. 
 
 
Teilnehmende Schulen Ort 
Hauptschule Coerde Münster 
Karl-Wagenfeld-Realschule Münster 
Hauptschule Möhnesee Möhnesee 
Günther-Eckerland-Realschule Münster 
Berufskolleg Warendorf Warendorf 
Placida-Viel-Berufskolleg Menden 
Hansa Berufskolleg Münster 
Fürstenberg Gymnasium Münster 
Geschwister-Scholl-Gymnasium Münster 
Kardinal-von-Galen-Gymnasium Münster 
Erich-Kästner-Schule Münster 
Heinrich-Tellen-Schule Münster 
 
Die Laufzeit der ersten Projektphase endet nach zwei Jahren zum 31. Dezember 
2008. Insgesamt nahmen an dem Projekt ca. 250 Schülerinnen und Schüler teil. 
In vielen der beteiligten Schulen wurde im Durchführungszeitraum mehr als ein 
Projekt durchgeführt.

Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen  
- 6 - 
Zielsetzung der Evaluierung 
Ziel der Evaluierung war es, anhand der Angaben, Einschätzungen und 
Aussagen der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrerinnen 
und Lehrer zu ermitteln, wie stark die Lern- und Nutzeffekte für die an den 
Projekten beteiligten Schülerinnen und Schüler ausgeprägt sind. Als 
unmittelbare Beteiligte und Zielgruppe des Projekts sollen sie darüber hinaus 
angeben, wie das Projekt gegebenenfalls verbessert werden kann.  
 
Die Einschätzungen und Bewertungen der teilnehmenden Schülerinnen und 
Schüler werden mittels eines standardisierten Fragebogens erhoben, um 
einerseits unterschiedliche Bildungsniveaus und Lernstände zu berücksichtigen 
und andererseits die Vergleichbarkeit der Ergebnisse sicherzustellen. Die 
beteiligten Schülerinnen und Schüler der Primarstufen nahmen aufgrund ihres 
noch zu jungen Alters daher an der Befragung nicht teil. 
 
In leitfadengestützten Interviews sollen die Lehrerinnen und Lehrer über ein 
Projektfeedback hinaus (Qualität, Nutzen, Zufriedenheit) vor allem die 
pädagogische Wirkung von „Verantwortung Lernen“ bewerten. Inwieweit kann 
das Projekt als Instrumentarium zur Lernmotivation und -förderung der Kinder 
genutzt werden? Wo zeichnen sich individuelle Erfolge bei der Förderung von 
Schülerinnen und Schülern abzeichnen, die auf die Projektarbeit zurückzuführen 
sind? 
Auftragnehmer 
Mit der Evaluierung des Projektes „Verantwortung Lernen“ wurde das Zentrum 
für Nonprofit-Management gGmbH beauftragt. Mit der Durchführung der Studie 
beauftragt wurde Kamuran Sezer, studierter Sozialwissenschaftler, der bei der 
Auswertung der Fragebögen von der studentischen Hilfskraft des Zentrums, 
Nilgün Daglar, unterstützt wurde. Das Konzept der Befragung entwickelten 
Kamuran Sezer und Birgit Frey, die Geschäftsführerin des Zentrums, in enger 
Abstimmung mit der Projektleiterin von „Verantwortung Lernen“, Dr. Jutta 
Schröten. Der vorliegende Abschlussbericht wurde von Kamuran Sezer und 
Birgit Frey verfasst.   
 
Das Zentrum für Nonprofit-Management ist eine gemeinnützige Forschungs-, 
Beratungs- und Weiterbildungseinrichtung, die sich auf die aktive Gestaltung 
und Entwicklung der deutschen und europäischen Zivilgesellschaft spezialisiert 
hat. Zum Aufgabenspektrum des Zentrums gehören insbesondere die fachliche 
Qualifikation des Managements von  gemeinnützigen Organisationen sowie die 
Beratung in Fragen der Organisationsentwicklung freigemeinnütziger 
Einrichtungen. Ein zentraler Forschungsschwerpunkt ist die Analyse des 
freiwilligen Engagements in der Bundesrepublik. Hierzu wurden und werden 
sekundäranalytische Untersuchungen und empirische Erhebungen durchgeführt.

Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen  
- 7 - 
Fragebogen 
2. Untersuchungsdesign und Vorgehensweise 
Bei der Entwicklung des Untersuchungsdesigns bestand die größte 
Schwierigkeit darin, dass die zu befragende Zielgruppe sehr heterogen ist. So 
unterscheiden sich die Schülerinnen und Schüler hinsichtlich des Alters, der 
Klassenstufe, der besuchten Schulform (Grundschule, Hauptschule, Realschule, 
Berufskolleg und Gymnasium) und des damit verbundenen Bildungsniveaus.  
 
Eine weitere Besonderheit, die in der Untersuchung berücksichtigt werden 
musste, waren die Schulprojekte, die sehr unterschiedlich umgesetzt wurden. In 
manchen Schulen wurde dafür ein eigenes Unterrichtsfach eingerichtet, bei 
anderen wurde das Projekt als Arbeitsgemeinschaft (AG) angeboten, bei 
wiederum anderen war die Projektarbeit Klassen oder gar Jahrgangsstufen 
übergreifend organisiert.  
 
Des Weiteren wurde beschlossen, die Schülerinnen und Schüler der beteiligten 
Grundschulen nicht in die Befragung mit aufzunehmen, da anzunehmen war, 
dass sie im Umgang mit Fragebögen wenig oder keine Erfahrungen besitzen. 
Aus diesem Grund hätte die Zielgruppe der Grundschülerinnen und -schüler ein 
anderes Untersuchungsdesign erfordert. Die Vergleichbarkeit der erhobenen 
Daten wäre damit nur noch eingeschränkt möglich gewesen.  
 
Der Fragebogen 
Eine besondere Herausforderung lag in der Auswahl und Entwicklung eines 
geeigneten Erhebungsinstruments. Es sollte einerseits möglichst von allen 
Schülerinnen und Schülern verstanden und genutzt werden, andererseits so 
konzipiert sein, dass die erhobenen Daten miteinander verglichen werden 
können.  
 
Daher wurde auf einen standardisierten Fragebogen als Erhebungsinstrument 
zurückgegriffen, um eine bestmögliche Vergleichbarkeit der Daten zu 
gewährleisten. Der Fragebogen besteht hauptsächlich aus „geschlossenen“ 
Fragen, also Fragen mit vorgegebenen Antwortalternativen. Bei einigen der 
Fragen wurden zudem so genannte Residualkategorien als Antwortkategorie 
aufgenommen, um den Befragten die Möglichkeit zu geben, ihre Antworten in 
freier Nennung zu konkretisieren.  
 
Allein die Fragen nach den Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler, die sie in 
ihrem Projekt gesammelt haben, und die Frage nach Verbesserungsvorschlägen 
wurden als offene Fragen gestellt. Hier ging es um die Abfrage ganz

Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen  
- 8 - 
individueller Eindrücke, die mit vordefinierten Antwortklassen nicht möglich 
gewesen wäre ohne Informationsverluste in Kauf zu nehmen. Zudem war es im 
Vorfeld schwer einzuschätzen, wie gut es den befragten Kindern und 
Jugendlichen gelingen würde, komplexe Sachverhalte, wie z.B. ihre 
individuellen Erfahrungen, auf wenige Schlüsselbegriffe zu reduzieren.  
 
Im Sinne einer zielgruppenadäquaten Ansprache wurde bei der Entwicklung des 
Fragebogens geachtet auf 
 
  einen einfachen Satzbau in den Formulierungen der Fragen, 
  die direkte Ansprache der Befragten mit „Du“, 
  einen Verzicht auf schwierige  Begriffe wie „ehrenamtliches Engagement“, 
„Ehrenamt“, „bürgerschaftliches Engagement“ o. ä., 
  eine übersichtliche Anordnung der Fragen und Antwortkategorien 
  sowie ein ansprechendes aber funktionell einfaches Design 
 
Der Fragebogen umfasst 22 Fragen bzw. 59 Erhebungseinheiten (Items), verteilt 
auf die folgenden vier Module:  
 
  Modul 1 : Personenbezogene Angaben und Vorwissen zum 
bürgerschaftlichen Engagement 
  Modul 2 : Kompetenzerwerb, Wissensanwendung und -transfer 
  Modul 3 : Einschätzung und Bewertung des Projekts  
  Modul 4 : Verbesserungsvorschläge 
 
Um besser einschätzen zu können, wie gut im Projektverlauf die vorab 
definierten Wirkungsziele erreicht wurden, wird im ersten Modul das 
Engagement-Profil der Schülerinnen und Schüler ermittelt: Sind sie engagiert 
oder eher nicht engagiert? Wo engagieren sie sich? Wie groß ist das Vorwissen 
der befragten Schülerinnen und Schüler über bürgerschaftliches Engagement? 
Erst dann wurden die Einschätzungen und Bewertungen der Schülerinnen und 
Schüler erhoben (Module 2 und 3). 
 
Alleine aus den Ergebnissen der Module 2 und 3 konnten aussagekräftige 
Schlussfolgerungen zu den Untersuchungszielen der Evaluierung getroffen 
werden. Die Gegenüberstellung der Engagement-Profile mit den Einschätzungen 
und Bewertungen der Schülerinnen und Schüler erlaubt eine differenzierte 
Einschätzung des Antwortverhaltens.  
 
So konnte beispielsweise ermittelt werden, ob Schülerinnen oder Schüler, die 
sich bisher nicht ehrenamtlich engagieren, durch die Teilnahme am Schulprojekt 
eine Bereitschaft für künftiges Engagement auch außerhalb der Schule erkennen 
lassen.

Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen  
- 9 - 
Vorgehensweise 
Das Untersuchungsdesign wurde in Abstimmung mit Frau Dr. Jutta Schröten, 
der Leiterin des Gesamtprojektes „Verantwortung Lernen“, entwickelt. Über 
Frau Dr. Schröten war der Zugang zu den Schulen und den dortigen 
Kontaktlehrern möglich. 
 
Ab dem 23. Mai 2008 wurde mit allen am Projekt beteiligten Lehrerinnen und 
Lehrern sowohl telefonisch als auch per E-Mail Kontakt aufgenommen. Nach 
erfolgreicher Kontaktaufnahme wurde ein Termin für einen persönlichen Besuch 
vereinbart, um den Schülerinnen und Schülern die Fragebögen vorzulegen. Vom 
28. Mai bis zum 20. Juni 2008 wurden insgesamt sechs Schulen besucht. Bei 
zwei weiteren Schulen konnten den Schülerinnen und Schüler der Fragebogen 
nur noch per E-Mail über die Lehrerinnen und Lehrern zugesandt werden. Die 
Schülerinnen und Schüler dieser beiden Schulen gehörten zu den 
Abschlussjahrgängen und waren zum Zeitpunkt der Befragung nicht mehr in der 
Schule erreichbar.  
 
Zu den restlichen vier Schulen konnte zwar ein Kontakt hergestellt werden, aber 
trotz mehrfacher Bemühungen wurde von den dort zuständigen Lehrerinnen und 
Lehrern kein Termin in Aussicht gestellt, so dass hier keine Befragung der 
Schülerinnen und Schüler stattfand. 
 
Insgesamt haben 96, also rund 38,4 % aller am Projekt beteiligten Schülerinnen 
und Schüler aus den folgenden Schulen an der Evaluierung teilgenommen: 
 
  
Teilnehmende Schulen Erhebung  Jhgst. Rücklauf Anteil 
Hauptschule Coerde pers.  Sek I   
Karl-Wagenfeld-Realschule pers. Sek I   
Hauptschule Möhnesee pers. Sek I   
Berufskolleg Warendorf pers. /E-Mail Sek II   
Placida-Viel-Berufskolleg pers. Sek II   
Hansa Berufskolleg pers. Sek II   
Gesamt   96  100 % 
 
Insgesamt kommen 49% der befragten Schülerinnen und Schüler aus einer Real- 
und 20,8 % aus einer Hauptschule, weitere 30,2 % aus einem Berufskolleg. Der 
überwiegende Teil der befragten Schülerinnen und Schüler besucht die 
Sekundarstufe I. Der Anteil der Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II, 
die an der Befragung teilgenommen haben, liegt bei knapp 25 %. Dieser eher 
geringe Anteil an älteren Schülerinnen und Schülern rührt daher, dass es sich bei 
den vier Schulen, die nicht an der Evaluierung beteiligt waren, um 
weiterführende Schulen der Sekundarstufe II handelt.

Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen  
- 10 - 
Die mit knapp 40 % insgesamt außerordentliche gute Rücklaufquote ist dem 
Umstand zu verdanken, dass die meisten Schulen, die an der Befragung 
teilgenommen haben, aufgesucht wurden, um mit den Schülerinnen und 
Schülern die Fragebögen gemeinsam auszufüllen. Auf diese Weise konnte 
gewährleistet werden, dass alle aufgesuchten Schülerinnen und Schüler den 
Fragebogen ausfüllen und direkt abgeben konnten. 
  
Durch die persönlichen Besuche ergaben sich viele Gespräche mit den 
Schülerinnen und Schülern, so dass zusätzliche Eindrücke ihrer Motivation 
sowie ihrer  Erwartungen und Meinungen zum Projekt entstanden, die im 
Anschluss an den Besuch festgehalten wurden und so als „Impressionen aus den 
persönlichen Besuchen der beteiligten Schulen“ in die Evaluierung mit 
einfließen konnten. 
 
Vom 1. Juli bis 4. August 2008 wurden die Daten der 96 ausgefüllten  
Fragebögen in SPSS eingepflegt, ausgewertet und im vorliegenden 
Evaluierungsbericht zusammengefasst.  
 
Das Vorhaben, die Befragung der Schülerinnen und Schüler durch Interviews 
mit den Lehrerinnen und Lehrern zu ergänzen, konnte bisher nicht realisiert 
werden, weil die meisten von ihnen so kurz vor den Sommerferien mit vielen 
Arbeiten in der Schule beschäftigt waren. Bei einigen von ihnen verzögerte sich 
die Terminabstimmung aufgrund des Umstandes, dass sie die Interviewanfragen 
erst mit der Schulleitung abstimmen wollten. Trotz der fehlenden Interviews mit 
den betreuenden Lehrerinnen und Lehrern, sind die Antworten der Schülerinnen 
und Schüler ausreichend, um zu bewerten, inwieweit die allgemeinen 
Projektziele erreicht werden konnten. 
 
Diese Interviews werden nach den Sommerferien nachgeholt. Die Abfrage der 
Einschätzung und Bewertung in Bezug auf die Schülerinnen und Schüler und 
deren Entwicklungsschritte im Verlauf der Projektarbeit wird damit ergänzt 
durch Fragen nach 
 
  der pädagogischen Wirkung des Projektes,  
  der Übertragbarkeit dieser – insgesamt sehr unterschiedlichen Projekte – in 
den Betrieb und Lehrplan einer Schule, 
  Verbesserungsvorschlägen und Optimierungspotenzialen in der 
Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Schulprojekten und dem 
Gesamtprojekt „Verantwortung Lernen“ und 
  den Motivationen der Schulen, sich überhaupt am Projekt „Verantwortung 
Lernen“ zu beteiligen. 
 
Mit den Interviews der Lehrerinnen und Lehrer bietet sich eine gute 
Gelegenheit, die Schnittstelle zwischen dem Gesamtprojekt und den einzelnen 
Schulen näher zu beleuchten.

Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen  
- 11 - 
Impressionen aus den persönlichen Besuchen der Projektschulen 
Bevor die Auswertungsergebnisse im Detail vorgestellt werden, sollen zunächst 
die gewonnenen Eindrücke aus den persönlichen Besuchen wieder gegeben 
werden:  
 
Die Befragungen wurden gegen Ende des Schuljahres 2007/2008 in einem 
Zeitraum von sechs Wochen durchgeführt, in dem die Lehrerinnen und Lehrer 
zeitlich sehr eingespannt waren. Vor diesem Hintergrund ist zu erwähnen, dass 
die Lehrerinnen und Lehrer, die sich auf die Anfrage meldeten, großen Einsatz, 
Flexibilität und Kooperationsbereitschaft gezeigt haben, damit die Befragungen 
durchgeführt werden konnten.  
 
Die meisten Schülerinnen und Schüler, die an der Befragung teilgenommen 
haben, waren konzentriert, zeigten sich selbstbewusst und hatten großes 
Interesse an der Befragung. Sie berichteten mit Freude über ihre Projekte sowie 
über ihre Erfolgserlebnisse und die Anerkennung, die sie durch die Presse, ihre 
Familien und die Politik (z.B. Besuch beim Oberbürgermeister) erfahren haben. 
Sie demonstrierten darüber hinaus die Fähigkeit zur Selbstreflexion und Kritik.  
 
So übten einige Schülerinnen und Schüler in den Gesprächen auch inhaltliche 
Kritik am eigenen Projekt. Die meisten kritischen Rückmeldungen bezogen sich 
darauf, dass ihre Projekte herausfordernder und inhaltlich anspruchsvoller hätten 
sein können. Dies traf scheinbar auf Projekte zu, bei deren inhaltlicher 
Ausgestaltung sie nicht grundlegend beteiligt waren. Es entstand der Eindruck, 
dass diejenigen sich am meisten mit ihrem Projekt identifizieren konnten, die 
über ausreichendem Raum zur Mitsprache verfügten (Auswahl des Themas, 
Vorschlagsrecht für Kooperationen mit karitativen Einrichtungen usw.) oder 
„formale“ Positionen, wie z.B. als Geschäftsführer der Schülerfirma, bekleiden 
konnten. 
  
Die Schülerinnen und Schüler waren teilweise sehr überrascht, als sie erfuhren, 
dass ihr Projekt ein Bestandteil eines großen Projektes ist, an dem auch andere 
Schulen teilweise sogar aus anderen Städten beteiligt sind. Sie wurden zwar von 
ihren Lehrerinnen und Lehrern – das zeigte sich im Verlauf des Gesprächs – 
über das Projekt „Verantwortung Lernen“ informiert, aber der Gesamtkontext, in 
dem ihr Projekt eingebettet ist, lag offenbar nicht in ihrem unmittelbaren 
Wahrnehmungsumfeld. Sie zeigten auch Interesse, die Schülerinnen und Schüler 
der anderen Schulen sowie deren Projekte kennen zu lernen.  
3. Engagementprofile der Schülerinnen u. Schüler 
Um besser einschätzen zu können, wie gut im Projektverlauf die vorab 
definierten Wirkungsziele erreicht wurden, wird im ersten Modul das

Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen  
- 12 - 
Engagement-Profil der Schülerinnen und Schüler ermittelt: Sind sie engagiert 
oder eher nicht engagiert? Wo engagieren sie sich? Wie groß ist das Vorwissen 
der befragten Schülerinnen und Schüler über bürgerschaftliches Engagement? 
(Modul 1 des Fragebogens) 
  
Engagierst Du Dich? 
Ja; 78,10% 
Nein; 21,90% 
 
 
Die Mehrheit der befragten Schülerinnen und Schüler, die sich an den Projekten 
beteiligen, engagiert sich ehrenamtlich. Insgesamt gaben über drei Viertel der 
Befragten an, sich ehrenamtlich zu engagieren (siehe Grafik). Das 
außerordentlich hohe Engagement der Schülerinnen und Schüler legt den 
Schluss nahe, dass sich insbesondere diejenigen Schülerinnen und Schüler für 
die Schulprojekte gewinnen lassen, die bereits in irgendeiner Form ehrenamtlich 
aktiv (geworden) sind. 
 
Eine spannende Frage wird sein, wie viele der Schülerinnen und Schüler, die mit 
knapp 22 % angaben, nicht bürgerschaftlich engagiert zu sein, über das Projekt 
„Verantwortung Lernen“ einen Zugang zum Engagement finden konnten und 
sich auch nach dem Projekt für die Weiterführung eines Engagements begeistern 
lassen. 
Mädchen und Jungen im Vergleich 
Es ist ein wenig überraschend, dass der Anteil der Mädchen, die sich an den 
Schulprojekten engagieren, mit 63,5 % deutlich höher liegt als bei den Jungen 
mit 36,5%. In den allgemeinen Erhebungen zum freiwilligen Engagement in 
Deutschland (Freiwilligensurveys 1999 und 2004) sind bisher die Männer im 
Durchschnitt mit bis zu 10 Prozentpunkten häufiger engagiert als die Frauen.  
 
Die folgende Grafik, die das Engagement der Schülerinnen und Schüler nach 
Geschlecht separiert darstellt, lässt einen differenzierteren Blick auf das 
Engagement der Befragten zu.

Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen  
- 13 - 
Wo engagierst Du Dich? - nach Geschlecht 
0,00% 
10,00% 
20,00% 
30,00% 
40,00% 
50,00% 
60,00% 
70,00% 
80,00% 
90,00% 
100,00% 
Ja 32,30% 45,80% 
Nein 4,20% 17,70% 
männlich weiblich 
 
 
Das Profil der befragten Schülerinnen und Schüler lässt sich mit den Attributen 
„weiblich“, „engagiert“ und „informiert“ beschreiben. Die befragten Mädchen 
sind also nicht nur stärker im Projekt „Verantwortung Lernen“ engagiert. Auch 
verfügt fast die Hälfte von ihnen über mehr Engagementerfahrung als die 
Jungen, von denen nur ein Drittel angab, sich zu engagieren. 
 
Andererseits erstaunt der Umstand, dass nur 4,2 % der Jungen angaben, sich gar 
nicht zu engagieren, während es bei den Mädchen mit 17,7 % deutlich mehr 
sind.  
Engagementfelder 
Wie die nächste Grafik verdeutlicht, engagieren sich die meisten Schülerinnen 
und Schüler in der „Schule“ (70,8%) und im „Sportverein“ (67,7%). An dritter 
Stelle folgt mit 44,8 % der Engagementbereich „Familie“. Auf Platz vier folgt 
mit immerhin 20,8 % der Bereich „Kirche“. Im Vergleich zu den Daten des 
aktuellen Freiwilligensurveys, in dem der Engagementbereich „Kirche und 
Religion“ bereits mit 5,5 % zu den „großen“ Engagementbereichen zählt, lässt 
dieses Ergebnis vermuten, dass der kirchliche Bereich in Zukunft zu den 
Wachstumsmärkten für bürgerschaftliches Engagement zählen könnte.

Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen  
- 14 - 
Wenn ja, wo engagierst Du dich? 
0,00% 
20,00% 
40,00% 
60,00% 
80,00% 
100,00% 
Gew ählt (in %) 70,80% 67,70% 44,80% 20,80% 15,60% 14,60% 9,40% 1,10% 
Schule Sportverein Familie Kirche Jugend- 
arbeit 
Alten- 
Betreuung Kultur Politik 
 
 
Die meisten Schülerinnen und Schüler gaben an, sich in mehreren Bereichen 
aktiv zu engagieren. Lediglich 14,5 % der Schülerinnen und Schüler gaben an, 
nur in einem Engagementfeld aktiv zu sein, und nur eine Person gab an, sich in 
der Politik zu engagieren (siehe Grafik).  
 
Weitere 11,5 %  gaben an, sich in anderen als in der Grafik genannten Feldern 
zu engagieren. Hier wurden u. a. die Bereiche 
 
  „Betreuung von Behinderten“,  
  „freiwillige Feuerwehr/Jugendfeuerwehr“,  
  „im Kindergarten/der Kinderklinik helfen“,  
  „Mädchenfußball“,  
  „in der Moschee helfen“,  
  „Nachhilfe geben“ oder  
  „den Hund Gassi führen“ genannt.  
Vorwissen über bürgerschaftliches Engagement 
Auch das Vorwissen der Schülerinnen und Schüler über bürgerschaftliches 
Engagement wurde im Rahmen der Evaluierung abgefragt. Davon ausgehend, 
dass bürgerschaftliches Engagement in weitem Sinne damit verbunden wird, 
Menschen in besonderen Lagen zu helfen, wurde versucht, mit zwei einfachen 
Fragestellungen das Vorwissen der Schülerinnen und Schüler zu erfragen. 
 
Die Frage, ob sie schon vor der Teilnahme am Schulprojekt gewusst haben, dass 
es Menschen gibt, die hilfebedürftig sind bzw. auf Unterstützung angewiesen 
sind, bejahten 99 % der Befragten (siehe nachfolgende Grafik). Nicht ganz so 
viele von ihnen (92, 7 %) wussten auch, dass es Einrichtungen bzw. 
Organisationen gibt, die diese Hilfe- und Unterstützungsleistungen für 
hilfebedürftige Personen anbieten und erbringen.

Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen  
- 15 - 
 
0% 
10% 
20% 
30% 
40% 
50% 
60% 
70% 
80% 
90% 
100% 
Ja 99% 92,70% 
Nein 1,00% 7,30% 
Hast Du vor Eurem Projekt gewusst, dass es 
Menschen gibt, die besondere Hilfe oder Unterstützung 
benötigen? 
Und hast Du gewusst, dass es Vereine und 
Einrichtungen gibt, die Hilfe oder Unterstützung für 
andere Menschen anbieten? 
 
 
Interessant sind in diesem Zusammenhang die Informationsquellen, über die die 
Schülerinnen und Schüler ihr Wissen über bürgerschaftliches Engagement 
erhalten haben (siehe nachfolgende Grafik).  
  
0,00% 
10,00% 
20,00% 
30,00% 
40,00% 
50,00% 
60,00% 
70,00% 
80,00% 
90,00% 
100,00% 
über hilfebedürftige Menschen erfahren… 66,70% 56,30% 53% 24,00% 41,70% 
über hilfeleistende Organisationen erfahren… 76% 47,90% 37,50% 18,80% 20,80% 
...durch das 
Fernsehen, Internet 
oder Radio 
…durch meine Familie ...durch Freunde …durch Nachbarn ...Sonstige 
 
 
Erwartungsgemäß haben die meisten Schülerinnen und Schüler ihr Vorwissen 
durch ihre unmittelbaren sozialen Umfelder wie Familie und Freunde aufgebaut. 
Das Ergebnis macht aber auch deutlich, dass elektronische Medien wie 
Fernsehen, Internet und Radio bei jungen Menschen als Informationsquelle eine 
immer wichtigere Rolle spielen. Ob die neuen Medien reine Informationsquelle

Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen  
- 16 - 
bleiben oder, wie das soziale Umfeld, auch als Impulsgeber einen direkten 
Zugang zum bürgerschaftlichen Engagement herstellen, kann an dieser Stelle 
nicht beantwortet werden. 
 
Weitere 41,6 % der Schülerinnen und Schüler gaben auch andere 
Informationsquellen an, über die sie erfahren haben, dass es hilfebedürftige 
Menschen gibt, und 20,8 % der Befragten nannten alternative Quellen, über die 
sie von Einrichtungen erfahren haben, die hilfebedürftige Menschen 
unterstützen.  
 
Offensichtlich spielt hier das soziale Umfeld der Schule als „Informationspool“ 
für den Zugang zu bürgerschaftlichem Engagement eine besondere Rolle, denn 
immerhin ein Drittel aller befragten Schülerinnen und Schüler haben über die 
Schule, Praktika oder ihre Lehrerinnen und Lehrer erfahren, dass es 
hilfebedürftige Menschen gibt. Bezüglich der Einrichtungen und Organisationen, 
die Hilfe- und Unterstützungsleistungen anbieten, spielte die Schule ebenfalls 
eine wichtige Rolle. So haben elf von 20 Schülern durch die Schule von der 
Existenz solcher Einrichtungen erfahren.  
 
Im Einzelnen wurden die folgenden „alternativen“ Informationsquellen von den 
insgesamt 96 befragten Schülerinnen und Schülern genannt: 
 
  
Wie hast Du über hilfe- 
bedürftige Menschen erfahren?  
 Wie hast Du über hilfeleistende 
Organisationen erfahren?   
Allgemeinwissen 1 Allgemeinwissen 2 
Bekannte 3 Bekannte 1 
Berufserfahrung 1 Schule, Lehrer 9 
Hilfesuchende Freunde 1 Praktikum 2 
Krankenhaus 1 (Print-) Werbung 5 
Schule, Lehrer, Schulkameraden 25  Unicef-Projekt 1 
Praktikum 4   
Nachbarschaft 1   
Zeitung 2   
Zivildienst 1   
Keine Angabe 56  Keine Angaben 76  
Gesamt 96  Gesamt 96  
 
4. Einschätzungen und Bewertungen 
Um besser einschätzen zu können, wie gut im Projektverlauf die vorab 
definierten Wirkungsziele erreicht wurden, wurden die Einschätzungen und 
Bewertungen der Schülerinnen und Schüler erhoben (Module 2 und 3 des 
Fragebogens). Die Auswertung der erfragten Einschätzungen und Bewertungen

Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen  
- 17 - 
sind den Wirkungszielen von „Verantwortung Lernen“ zugeordnet, um 
aussagekräftige Schlussfolgerungen zu den Untersuchungszielen der 
Evaluierung treffen zu können. 
Förderung und Training von sozialen Kompetenzen 
Die meisten Schülerinnen und Schüler haben bei der Frage, ob und welche 
sozialen Kompetenzen besonders gefördert wurden, eine positive 
Einschätzungen abgegeben. Ordnet man die Mittelwerte zu einem Ranking, so 
wurden nach Einschätzung der Schülerinnen und Schüler folgende Kompetenzen 
besonders gefördert:  
 
1.  „Verantwortungsbewusstsein“, 
2.  „andere Menschen respektieren“ und  
3.  „mit anderen ein gemeinsames Ziel erreichen“. 
 
Nach Einschätzung der Schülerinnen und Schüler wurde die soziale Kompetenz 
„mitbestimmen und mitgestalten z.B. von Entscheidungen“ im Rahmen der 
Schulprojekte am wenigstens bzw. kaum gefördert. 
 
  
Gesamt Schüler Schülerinnen 
1. Verantwortungsbewusstsein 1. Verantwortungsbewusstsein 1. Andere respektieren 
2. Andere respektieren 2. gemeinsam Ziele erreichen  2. Verantwortungsbewusstsein 
3. gemeinsam Ziele erreichen 3. Andere respektieren  3. gemeinsam Ziele erreichen 
4.  Teamarbeit  4.  Teamarbeit  4.  mitbestimmen/mitgestalten 
5.  selbstständiges Arbeiten  5.  selbstständiges Arbeiten  5.  Teamarbeit 
6.  über Probleme reden/lösen 6.  über Probleme reden/lösen 6.  selbstständiges Arbeiten 
7. mitbestimmen/mitgestalten 7. mitbestimmen/mitgestalten 7. über Probleme reden/lösen 
 
Differenziert man die Einschätzungen nach den Geschlechtern, so werden nach 
Ansicht der Jungen folgende Kompetenzen und Fähigkeiten besonders gefördert:  
 
1.  „Verantwortungsbewusstsein“, 
2.  „mit anderen ein gemeinsames Ziel erreichen“ und  
3.  „andere Menschen respektieren“.  
 
„Mitbestimmen und mitgestalten z.B. von Entscheidungen“ werden ihrer 
Ansicht nach am wenigsten gefördert.  
 
Bei den Mädchen wurden hingegen am häufigsten folgende Kompetenzen und 
Fähigkeiten genannt: 
  
1.  „andere Menschen respektieren“, 
2.  „Verantwortungsbewusstsein“ und

Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen  
- 18 - 
3.  „mit anderen ein gemeinsames Ziel erreichen“.  
 
Den Schlusspunkt bildet hier der Aspekt „über Probleme reden und mit anderen 
Probleme lösen“.  
 
Insgesamt ergibt sich bei der Einschätzung und Bewertung der befragten 
Schülerinnen und Schüler in Bezug auf die Förderung von sozialen 
Kompetenzen das folgende Bild: 
 
0
0,5 
1
1,5 
2
2,5 
Gesamt 1,71 1,76 1,88 2,07 2,18 2,29 2,32 
männlich 1,14 1,94 1,86 2,03 2,29 2,34 2,43 
weiblich 1,73 1,66 1,9 2,1 2,12 2,26 2,05 
Verantwortung 
sbewusstsein 
andere 
Menschen 
respektieren 
mit anderen ein 
gemeinsames 
Ziel erreichen 
Teamarbeit selbständiges 
Arbeiten 
über Probleme 
reden und mit 
anderen 
mitbestimmen 
und 
mitgestalten 
 
 
Der größte Konsens zwischen Jungen und Mädchen besteht darin, dass das 
Schulprojekt die Kompetenz, mit anderen ein gemeinsames Ziel zu erreichen, 
fördert. Aber die Einschätzung und Bewertung, inwieweit das Projekt 
„Verantwortung Lernen“ die sozialen Kompetenzen der Schülerinnen und 
Schüler fördert, ist immerhin in drei Punkten geschlechtsspezifisch relevant.  
 
Die größten Differenzen existieren bei den Kompetenzen 
„Verantwortungsbewusstsein“, „andere Menschen respektieren“ und 
„mitbestimmen und mitgestalten“. Dass gerade die Mädchen der Kompetenz 
„mitbestimmen und mitgestalten“ eine signifikant höhere Bedeutung zuweisen, 
verwundert – aber nur auf den ersten Blick.  
 
Das klassische Ehrenamt ließ sich lange auf die Formel „Die Macht ist 
männlich, die Arbeit weiblich“ bringen. Während Männer in den leitenden 
Positionen (z.B. Vereinsvorstand) die Entscheidungen trafen, kümmerten sich 
die Frauen um das „operative Geschäft“, wie z.B. das Organisieren von 
Vereinsfesten. Neuere Studien aber zeigen, dass Frauen aufgrund der 
Bildungsexpansion der 70er und 80er Jahre immer häufiger auch ins formale 
Ehrenamt drängen, immer häufiger Gestaltungsfunktionen übernehmen und

Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen  
- 19 - 
immer weniger bereit sind, nur operative Tätigkeiten zu übernehmen. Der hier 
dargestellte Befund bestätigt diesen Trend.  
Wissenserwerb und -transfer 
Die Mehrheit der Schülerinnen und Schüler hat die Frage, wie gut sie ihr 
Schulwissen in den Projekten anwenden konnten, insgesamt gut bis sehr gut 
bewertet. Lediglich 8,3 % der Befragten haben diese Frage (eher) negativ 
beantwortet (siehe Grafik).  
 
Wie gut konntest Du Wissen aus Deinen Unterrichten in Eurem Projekt anwenden? 
0,00% 
20,00% 
40,00% 
60,00% 
80,00% 
100,00% 
Wie gut konntest Du Wissen aus Deinen 
Unterrichten in Eurem Projekt anwenden? 
31,30% 36,50% 20,80% 7,30% 0,00% 1% 
1 = sehr gut 
anwenden 2 3 4 5 6 = gar nicht 
anwenden 
 
 
Nach Geschlechtern differenziert, bewerten im Durchschnitt die Jungen diese 
Frage positiver als die Mädchen: 
 
Wie gut konntest Du Wissen aus Deinen Unterrichten in Euren Projekten 
anwenden? 
0,00 
0,50 
1,00 
1,50 
2,00 
2,50 
Wie gut konntest Du Wissen 
aus Deinen Unterrichten in 
Euren Projekten anwenden? 
2,09 1,90 2,18 
Gesamt männlich weiblich

Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen  
- 20 - 
 
Betrachtet man, aus welchen Schulfächern die Schülerinnen und Schüler 
Schulwissen in den Projekten eingesetzt haben, so fällt auf, dass die  
Hauptfächer Deutsch und Mathematik am häufigsten genannt wurden. In der 
Gesamtbetrachtung dominieren jedoch die Fächer aus den Bereichen Sprache 
sowie Sozial- und Geisteswissenschaften. Die natur- und 
ingenieurwissenschaftlichen Fächer wie Physik, Chemie, Biologie, Informatik u. 
ä. wurden hingegen kaum genannt (siehe Grafik). 
  
Häufigkeit 
0,00% 5,00% 10,00% 15,00% 20,00% 25,00% 
Physik 
Chemie 
Erdkunde 
Geschich-te 
Wirt-schafts-lehre 
Informatik 
Biologie 
Musik 
Sport 
Haus-wirtschaft 
Religion / Ethik 
Kunst 
Gesell-schafts-lehre 
Mathematik 
Deutsch 
Häufigkeit 0,50% 0,90% 1,40% 1,80% 1,80% 3,20% 5,00% 5,90% 8,10% 8,60% 8 ,60% 8,60% 10,80% 14% 21,20% 
Physik Chemie Erdkunde Geschich- 
te 
Wirt- 
schafts- 
lehre 
Informatik Biologie Musik Sport Haus- 
w irtschaft 
Religion / 
Ethik Kunst 
Gesell- 
schafts- 
lehre 
Mathematik Deutsch 

 
Bei der Bewertung des „Schulfächer-Rankings“ müssen verschiedene Faktoren 
berücksichtigt werden. Manche Fächer werden in einigen Schulen nicht von der 
fünften Klasse an durchgehend angeboten. Fächer wie Informatik oder 
Erziehungswissenschaft werden erst in höheren Klassenstufen als 
Wahlpflichtfächer angeboten.  
 
Es muss ferner davon ausgegangen werden, dass einige Fächer nicht im 
Lehrplan der Schulen enthalten sind. Außerdem muss berücksichtigt werden, 
dass die Hausaufgabenbetreuung jüngerer Jahrgänge oder Nachhilfe ein 
zentraler Bestandteil der Schulprojekte sind. Dies erklärt, warum  die 
Hauptfächer Deutsch und Mathematik am häufigsten genannt wurden.  
 
Die im Vergleich auffallend geringe Bedeutung von natur- und 
ingenieurwissenschaftlichen Fächer für den Wissenserwerb und -transfer liegt 
darin begründet, dass im Rahmen von „Verantwortung Lernen“ kaum Projekte 
etabliert wurden, die sich im Bereich „Umwelt und Naturschutz“ ansiedeln.

Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen  
- 21 - 
Während die Mehrheit der Schülerinnen und Schüler die Frage, wie gut sie ihr 
Schulwissen in den Projekten anwenden konnten, insgesamt gut bis sehr gut 
bewertet hat, wird die Übertragbarkeit der Erfahrungen aus den Projekten in den 
Schulunterricht weniger gut bewertet:   
 
Gebe bitte an, wie gut Du Erfahrungen aus Eurem Projekt in der Schule anwenden 
konntest? 
0,00% 
20,00% 
40,00% 
60,00% 
80,00% 
100,00% 
Gebe bitte an, wie gut Du Erfahrungen aus 
Eurem Projekt in der Schule anwenden 
konntest? 
18,80% 42,70% 24,00% 10,40% 4,20% 0% 
1 = sehr gut 
anwenden 2 3 4 5 6 = gar nicht 
anwenden 
 
 
 
 
Wie bei der Bewertung der Übertragbarkeit des Schulwissens auf die Projekte, 
sind es auch im umgekehrten Fall – bei der Bewertung der Übertragbarkeit der 
Projekterfahrungen in den Unterricht – wieder die Jungen, die im Durchschnitt 
positiver bewerten als die Mädchen (siehe nachfolgende Grafik).

Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen  
- 22 - 
Gebe bitte an, wie gut Du Erfahrungen aus Eurem Projekt in der Schule 
anwenden konntest? 
0,00 
0,50 
1,00 
1,50 
2,00 
2,50 
Gebe bitte an, wie gut Du 
Erfahrungen aus Eurem Projekt 
in der Schule anwenden 
konntest? 
2,39 2,23 2,48 
Gesamt männlich weiblich 
 
 
Neben der Frage nach der Übertragbarkeit von Schulwissen in die Projekte und 
umgekehrt (Wissenstransfer) wurden die Schülerinnen und Schülern auch nach 
ihrer Einschätzung in Bezug auf den generellen Wissenserwerb gefragt. Die 
Frage, um was für Erfahrungen es sich dabei im Einzelnen handelt, wurde offen 
gestellt. Die Schülerinnen und Schüler haben auf sehr vielfältige Weise ihre 
Erfahrungen verbalisiert, die nachfolgend in fünf Kategorien zusammengefasst 
werden:  
 
  Umgang mit Menschen  
Insgesamt 49 % der Schülerinnen und Schüler nennen als wichtigsten 
Erfahrungsschatz den Umgang mit älteren Menschen, Menschen mit 
Behinderungen und Kinder, den Respekt gegenüber allen Menschen, auch 
anderer ethnischer Gruppen, sowie das Tolerieren und Respektieren 
anderer Meinung. 
 
  Soziale Kompetenzen  
Rund 40 % der Schülerinnen und Schüler sehen als wesentlichen 
Wissenserwerb Teamarbeit, Hilfsbereitschaft und weitere Kompetenzen, 
wie die Rhetorik („frei reden können“), selbständiges Arbeiten, 
Eigeninitiative, das gemeinsame Erreichen von Zielen, 
Verantwortungsbereitschaft („Verantwortung lernen“), Problem- und 
Konfliktlösungsfähigkeit, Durchsetzungsfähigkeit und 
Organisationsfähigkeit. 
 
  Schule-Beruf  
In diese Kategorie fallen Kompetenzen, wie Schulwissen anwenden, neue 
Lern- und Lehrtechniken erwerben und Einblicke in die Arbeitswelt

Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen  
- 23 - 
gewinnen, die von knapp 19 % der befragten Schülerinnen und Schüler 
genannt werden. 
 
  Persönlichkeitsentwicklung 
Auch die Persönlichkeitsentwicklung (Selbstbewusstsein entwickeln, 
Toleranz, Gelassenheit und „etwas bewirken können“ erachten immerhin 
14,5 % der befragten Schülerinnen und Schüler als wichtigen 
Kompetenzerwerb. 
 
Über die genannten vier Kategorien hinaus haben rund 10 % der Schülerinnen 
und Schüler auch angegeben, dass sie mit den Schulprojekten positive 
Erfahrungen und Erlebnisse, wie „Spaß haben“, „neue Freunde gewinnen“ und 
„ein gutes Gefühl haben“,  verbinden können. 
Selbstwirksamkeit 
Hinter dem Projektziel der Selbstwirksamkeit steht die Frage, inwieweit die 
Schülerinnen und Schüler, die sich im Rahmen von „Verantwortung Lernen“ 
engagieren, erfahren können, dass sie mit ihren Schulprojekten etwas bewirken 
können. 
 
Wie die Grafik zeigt, sind knapp Dreiviertel der Schülerinnen und Schüler (74 
%) der Meinung, dass sie mit ihren Projekten viel bewirken konnten. Nur sehr 
wenige Befragte sind der Auffassung, dass sie wenig oder gar nichts bewirken 
konnten.  
 
Selbstwirksamkeit 
0,00% 
20,00% 
40,00% 
60,00% 
80,00% 
100,00% 
Selbstwirksamkeit 24,00% 50,00% 20,00% 3,10% 0,00% 2,10% 
1 = sehr viel 
bewirken 2 3 4 5 6 = gar nichts 
bewirken 
 
 
Im Gegensatz zu den vorangegangenen Bereichen, in denen die Schülerinnen 
und Schüler nach ihrer Einschätzung und Bewertung in Bezug auf die

Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen  
- 24 - 
Projektziele befragt wurden, gab es in Bezug auf die Selbstwirksamkeit keine 
nennenswerten geschlechtsspezifischen Unterschiede im Antwortverhalten. 
Bewusstwerdung für bürgerschaftliches Engagement 
Die Schulprojekte haben den Schülerinnen und Schülern definitiv dabei 
geholfen, sich bewusster  zu werden, dass es Menschen gibt, die Hilfe und 
Unterstützung benötigen. Insgesamt 74 %, also Dreiviertel der Befragten, gaben 
dies an. Gleiches gilt auch für Einrichtungen und Organisationen, die Hilfe und 
Unterstützung anbieten, die mit 66,7 % ebenso so positiv bewertet wurde.  
 
0,00% 
20,00% 
40,00% 
60,00% 
80,00% 
100,00% 
Wie sehr hat Dir Euer Projekt geholfen, Dir 
bewusst zu werden, dass es Menschen 
gibt, die Hilfe oder Unterstützung 
benötigen? 
32,30% 41,70% 18,80% 5,20% 0,00% 2,10% 
Und wie sehr hat Euer Projekt Dir geholfen, 
Dir bewusst zu werden, dass Vereine und 
Einrichtungen gibt, die Menschen helfen 
oder unterstützen? 
24,00% 42,70% 20,80% 6,30% 2,10% 4,20% 
1 = sehr 
geholfen 2 3 4 5 6 = gar nicht 
geholfen 

 
Damit konnte das Projektziel der „Bewusstwerdung“ wie das der 
Selbstwirksamkeit in besonders hohem Maße erreicht werden. Allerdings mit 
der geschlechtsspezifischen Einschränkung, dass es – im Gegensatz zur 
Bewertung des Wissenstransfers – diesmal die Mädchen sind, deren 
Einschätzung und Bewertung der „Bewusstwerdung“ höher ausfällt als die der 
Jungen (siehe nachfolgende Grafik).

Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen  
- 25 - 
0,00 
0,50 
1,00 
1,50 
2,00 
2,50 
3,00 
Wie sehr hat Dir Euer Projekt 
geholfen, Dir bewusst zu 
werden, dass es Menschen 
gibt, die Hilfe oder 
Unterstützung benötigen? 
2,05 2,20 1,97 
Und wie sehr hat Euer Projekt 
Dir geholfen, Dir bewusst zu 
werden, dass Vereine und 
Einrichtungen gibt, die 
Menschen helfen oder 
unterstützen? 
2,32 2,57 2,18 
Gesamt männlich weiblich 
 
 
Bereitschaft zu weiterem Engagement 
Erfreulich ist die Tatsache, dass 25% der Schülerinnen und Schüler angegeben 
haben, dass sie sich über das Schulprojekt hinaus weiter engagieren werden.  
 
Wirst Du dich nach diesem Projekt engagieren? 
0,00% 
20,00% 
40,00% 
60,00% 
80,00% 
100,00% 
Wirst Du dich nach diesem Projekt 
engagieren? 
36,50% 31,30% 25,00% 7,30% 
Ich habe mich bereits 
vor unserem Projekt 
Ich möchte, aber ich 
weiß noch nicht, wie 
Ich werde mich ganz 
sicher engagieren. 
Ich möchte mich nicht 
engagieren.

Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen  
- 26 - 
Weitere 31,3% würden sich gerne engagieren, wissen aber nicht, wie und wo sie 
sich engagieren könnten. Lediglich 7,3%, also sieben der befragten 96 
Schülerinnen und Schüler, gaben an, dass sie sich über das Schulprojekt hinaus 
definitiv nicht engagieren werden. Vergleicht man diese 7,3 % jedoch mit den 
21,9 %, die zu Beginn angaben, sich nicht zu engagieren, dann wird die positive 
Wirkung des Projekts „Verantwortung lernen“ auf die Förderung des 
bürgerschaftlichen Engagements von Kindern und Jugendlichen deutlich.  
 
Diese – aus Sicht des Projekts „Verantwortung lernen“ – erfreulichen Ergebnisse 
zeigen zwei positive Sachverhalte auf: 
  
1.  Die Schulprojekte haben den meisten Schülerinnen und Schülern in ihren 
Entscheidungsprozessen geholfen, sich engagieren zu wollen und auch zu 
können. Mit dazu beigetragen hat sicherlich der Umstand, dass die 
Schülerinnen und Schüler durch das Projekt Verantwortungs- und 
Selbstbewusstsein entwickelt haben sowie die Erfahrung machen konnten, 
sich auf Andere verlassen zu können und dabei Spaß miteinander zu 
haben. 
 
2.  Ein Großteil der Schülerinnen und Schüler bringt zwar den Willen und die 
Bereitschaft mit, sich ehrenamtlich zu engagieren, jedoch benötigen sie 
weitere konkrete Orientierung. Dies stellt eine echte Chance für das 
Gesamtprojekt dar, durch eine begleitende Informationsarbeit, Aufklärung 
und Beratung während der Projektarbeit noch mehr Schülerinnen und 
Schüler an bürgerschaftliches Engagement heranzuführen.  
Zufriedenheit 
Ingesamt äußern die Schülerinnen und Schüler eine generelle Zufriedenheit mit 
ihren Schulprojekten, wie die nachfolgende Grafik zeigt. Mehr als Dreiviertel 
der Befragten (78,1 %) sind zufrieden bis sehr zufrieden.

Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen  
- 27 - 
0,00% 
20,00% 
40,00% 
60,00% 
80,00% 
100,00% 
Wie zufrieden warst Du mit Eurem 
Projekt? 
28,10% 49,00% 13,50% 5,20% 1,00% 2,10% 
männlich 31,40% 54,30% 11,40% 2,90% 0,00% 0,00% 
weiblich 26,70% 46,70% 15,00% 6,70% 1,70% 3,30% 
1 = sehr 
zufrieden 2 3 4 5 6 = gar nicht 
zufrieden 
  
Die Zufriedenheit zeigt geschlechtsspezifische Unterschiede insofern, dass 
diesmal wieder die Jungen mit 85,7 % in ihrer Einschätzung deutlich positiver 
gestimmt sind als die Mädchen (73,4 %). 
 
Wie zufrieden warst Du mit Eurem Projekt? 
0,00 
0,50 
1,00 
1,50 
2,00 
2,50 
Wie zufrieden warst Du mit 
Eurem Projekt? 
2,07 1,86 2,20 
Gesamt männlich weiblich 
 
 
Nahezu alle Schülerinnen und Schüler sind der Auffassung, dass mehr 
Schülerinnen und Schüler an solchen Projekten teilnehmen sollten. Lediglich 
vier Befragte teilen diese Auffassung nicht.

Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen  
- 28 - 
Meinst Du, dass mehr Schülerinnen und Schüler  und andere Klassen an solchen 
Projekten teilnehmen sollten? 
Ja; 94,80% 
Nein; 4,20% 
 
Verbesserungsvorschläge 
Die meisten Verbesserungsvorschläge der Schülerinnen und Schüler beziehen 
sich zwar unmittelbar auf das eigene Projekt, werden aber auch in Bezug zum 
Gesamtprojekt „Verantwortung Lernen“ gesehen bzw. genannt:  
 
  Hohes Informationsbedürfnis 
Die Schülerinnen und Schüler wünschen sich mehr vorbereitende 
Informationen, aber auch mehr Arbeitsunterlagen und Hilfsmittel. Die 
beiden letztgenannten Punkte betreffen insbesondere die Schulprojekte, in 
denen jüngeren Mitschülern Nachhilfe gegeben wird oder Kinder im 
Kindergarten betreut werden. Es wurde aber auch das Bedürfnis zum 
Ausdruck gebracht, dass die Schülerinnen und Schüler besser auf die 
Projekte und Inhalte vorbereitet oder über die Einrichtungen, mit denen sie 
zusammenarbeiten, informiert werden möchten. Manche wünschten sich 
auch Informationen über Krankheitsbilder oder altersbedingte 
Krankheiten. 
 
  Bessere Organisation 
Die Schülerinnen und Schüler haben auf sehr unterschiedliche Weise zum 
Ausdruck gebracht, dass ihre Projekte besser organisiert sein sollten. 
Manche haben beklagt, dass sie nicht ausgelastet waren, also auch in den 
Projekten Leerlauf hatten. Sie wünschten sich zudem mehr Abwechslung. 
Es gab aber auch gegenteilige Anmerkungen von einigen der befragten 
Schülerinnen und Schüler, die sich im Projekt überfordert fühlten, was 
aber auch an fehlenden Informationen liegen kann. Vereinzelt wurde 
kritisiert, dass zuviel Zeit für repräsentative Aufgaben (z.B. anderen das 
eigene Projekt vorstellen) zu Lasten der eigentlichen Projektarbeit 
aufgewendet würde.

Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen  
- 29 - 
  Zusammenarbeit mit den Lehrerinnen und Lehrern 
Einige Schülerinnen und Schüler erwarten mehr Unterstützung durch ihre 
Lehrerinnen und Lehrer. Dies trifft insbesondere auf die so genannten 
Nachhilfe-Projekte zu. Darüber hinaus haben einige der Befragten den 
Wunsch geäußert, dass sich die Kommunikation zwischen den 
Schülerinnen und Schülern und den betreuenden Lehrerinnen und Lehrern 
verbessern sollte, indem häufiger miteinander über das Projekt gesprochen 
wird.  
 
  Inhaltliche Ausgestaltung der Projekte 
Viele der Schülerinnen und Schüler möchten mehr Zeit in ihren Projekten 
verbringen. Außerdem möchten sie die Aktivitäten in den Projekten 
ausweiten und ihre eigenen Ideen vorstellen. Sie haben eigenständig Ideen 
entwickelt, die meist zeit- oder projektbedingt unberücksichtigt blieben. 
Vorgeschlagen wurde, neue Ideen gemeinsam in der Gruppe zu entwickeln 
und umzusetzen. Außerdem möchten einige Schülerinnen und Schüler 
mehr Menschen (insbesondere ältere) unterstützen als sie es bisher in ihren 
Projekten tun.  
 
Einige Schülerinnen und Schüler haben zudem angeführt, dass die Teilnahme 
am Projekt freiwillig sein sollte. In ihrem Fall wurden die Schulprojekte 
verpflichtend durchgeführt und die Teilnahme am Projekt floss in die Bewertung 
der schulischen Leistungen ein. 
5. Fazit und Empfehlungen 
 
Ziel der Evaluierung war es zu überprüfen, ob und wie stark das Projekt 
„Verantwortung lernen“ seine vorab definierten Wirkungsziele erreichen konnte. 
Das erfolgreiche Erreichen der Wirkungsziele ist maßgebliche 
Bewertungsgrundlage für die Qualität und den Nutzen des Projekts.  
 
Hintergrund der Evaluierung ist der Wunsch, in der anstehenden zweiten Phase 
des Projektes dieses weiter auszubauen und bundesweit zu etablieren. In dieser 
Phase soll zugleich die Chance genutzt werden, durch die Überprüfung der 
Wirkungsziele und die Erfassung der Zufriedenheit der Schülerinnen und 
Schüler Korrekturen an den Projektzielen und am Projektkonzept anzugehen.   
 
Die Durchführung der Befragung unter den am Projekt beteiligten Schülerinnen 
und Schüler zeigt, dass das Projekt „Verantwortung lernen“ seine Ziele in 
hohem bis sehr hohem Maße erreicht hat. Bürgerschaftliches Engagement mit 
Unterrichtsinhalten zu verknüpfen und in Form von Schulprojekten erlebbar zu 
machen, ist ein guter Ansatz, junge Menschen schon früh an bürgerschaftliches 
Engagement heranzuführen und dauerhaft dafür zu begeistern. Neben der

Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen  
- 30 - 
Familie, den Freunden und den so genannten Neuen Medien scheinen in Zukunft 
vor allem auch die Schulen eine wesentliche Funktion dabei übernehmen zu 
können, interessierte Schülerinnen und Schüler an gesellschaftliche Probleme 
heranzuführen und deren Bewältigung über Formen aktiven Bürgerengagements 
erfahrbar zu machen – vorausgesetzt, „Verantwortung Lernen“ wird erfolgreich 
in den Schulalltag und den Unterricht integriert. 
  
Die befragten Schülerinnen und Schüler sind bis auf wenige Ausnahmen mit 
ihren Projekten insgesamt zufrieden. Sie haben die Erfahrung gemacht, dass sie 
in der Gesellschaft etwas bewirken können. Nahezu alle Projektteilnehmerinnen 
und -teilnehmer wünschen sich, dass auch andere Schülerinnen und Schüler und 
Klassen solche Projekte initiieren und durchführen. Auch dies ist ein starkes 
Indiz für die Zufriedenheit der im Rahmen der Evaluierung befragten 
Schülerinnen und Schüler. Ein weiterer Indikator ist, dass viele von ihnen 
aufgrund der überwiegend positiven Projekterfahrungen die Bereitschaft zeigen, 
sich auch weiterhin ehrenamtlich zu engagieren.  
 
Um die Stärken und Schwächen bzw. Chancen und Risiken des Gesamtprojekts 
besser einschätzen zu können, werden im Folgenden die Ergebnisse im Hinblick 
auf die einzelnen Wirkungsziele diskutiert und bewertet. 
Förderung der bewussten und unmittelbaren Wahrnehmung 
gesellschaftlicher Probleme 
Nach eigenen Angaben wussten nahezu alle Schülerinnen und Schüler, dass es 
hilfebedürftige Menschen gibt und Organisationen, die diesen Menschen mit 
unterstützenden Angeboten zur Seite stehen. Dies zeigt, dass Kinder und 
Jugendliche über Altersgrenzen hinweg in der heutigen Zeit über 
gesellschaftliche Probleme informiert sind bzw. diese zumindest wahrnehmen. 
Die Schulprojekte haben einer deutlichen Mehrheit der Schülerinnen und 
Schüler dabei geholfen, die vielfältigen Formen und Ausprägungen 
gesellschaftlicher Probleme und des bürgerschaftlichen Engagements bewusster 
wahrzunehmen.  
 
Die Befragung der Schülerinnen und Schüler hat zudem zwei wichtige 
Sachverhalte aufgezeigt:  
 
1.  Es gibt einen graduellen Unterschied im Vorwissen der Schülerinnen und 
Schüler. Der hilfebedürftige Mensch wird häufiger wahrgenommen als die 
Einrichtungen, die diesen Menschen helfen. An dieser Einschätzung hat 
auch die Teilnahme an den Schulprojekten nichts geändert. Im Rahmen 
von „Verantwortung lernen“ sollten sich die Projektträger und Partner in 
den Schulen in diesem Bereich um verstärkte Information und Aufklärung 
bemühen. So könnten den Schülerinnen und Schülern in Vorbereitung auf 
die Projekte die vielfältigen Einsatz- und Engagementmöglichkeiten in

Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen  
- 31 - 
gemeinnützigen Einrichtungen und Organisationen vermittelt werden. 
Immerhin gab ein gutes Drittel der Schülerinnen und Schüler an, sich auch 
über die Schulprojekte hinaus engagieren zu wollen, sie aber nicht 
wüssten, wie und wo dies möglich sei. 
 
2.  Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler wünschen sich viel mehr 
Informationen, Arbeitsunterlagen und sonstige Hilfsmittel. Hier scheint 
von den Lehrerinnen und Lehrern bisher eine Chance verpasst worden zu 
sein, die Kinder und Jugendlichen grundlegend in das bürgerschaftliche 
Engagement einzuführen und sie auf ihre Tätigkeiten in den einzelnen 
Schulprojekten vorzubereiten. In diesem Zusammenhang spielen die 
Unterrichtsstunden, in denen die Schulprojekte vor- und nachbereitet 
werden, eine sehr wichtige Rolle. Sie sollten verstärkt in die Schulprojekte 
integriert werden, um die Wissensvermittlung und Verarbeitung von 
Erfahrung strukturiert und systematisch zu gewährleisten.  
Förderung des Bewusstseins, dass die Schülerinnen und Schüler in der  
Gesellschaft etwas bewirken können (Selbstwirksamkeit) 
Bei der Erreichung dieses Wirkungsziels kann die Projektarbeit von 
„Verantwortung Lernen“ als besonders erfolgreich eingestuft werden. 
Interessant ist, dass sowohl die Jungen als auch die Mädchen diesen Bereich fast 
identisch bewertet haben. Nichtsdestotrotz sollten Überlegungen angestellt 
werden, wie dieser Lerneffekt in den künftigen Projekten noch verstärkt werden 
kann. In diesem Zusammenhang könnten die projektbezogenen 
Unterrichtseinheiten ein wichtiges Instrumentarium darstellen.  
Trainieren von sozialen Kompetenzen 
Auch dieses Wirkungsziel konnte erfolgreich erreicht werden. Viele 
Schülerinnen und Schüler haben soziale Kompetenzen als Lern- und 
Erfahrungswerte aus den Projekten in ihren Einschätzungen und Bewertungen 
genannt. Die Befragung hat allerdings gezeigt, dass die Förderung der sozialen 
Kompetenzen und Fähigkeiten von Mädchen und Jungen sehr unterschiedlich 
bewertet wurden. Um die Effekte dieses Wirkungsziels zu verstärken, wäre es 
angebracht, die Vermittlung solcher Kompetenzen und Fähigkeiten 
geschlechtsspezifisch zu fördern. Einige Schülerinnen und Schüler haben 
außerdem vorgeschlagen, in den Projekten soziale Kompetenzen bzw. 
Fähigkeiten wie „freies Reden können“ im Hinblick auf den künftigen Beruf viel 
häufiger und systematischer als bisher zu üben.

Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen  
- 32 - 
Entwicklung von Gespür und Sinn für Demokratie 
Dies ist ein Wirkungsziel des Projekts „Verantwortung lernen“, das aus der Sicht 
der Schülerinnen und Schüler im Vergleich zu den anderen Zielen am 
schlechtesten abgeschnitten hat. Die Schülerinnen und Schüler haben die 
Vermittlung der auf Demokratiefähigkeit hindeutenden sozialen Kompetenzen 
des „Mitgestaltens und Mitbestimmens“ und des „über Probleme Redens und 
mit anderen Lösens“ vergleichsweise schlecht bewertet. In vielen Schulprojekten 
wird scheinbar unterschätzt, wie viele Ideen von den Schülerinnen und Schülern 
selbst entwickelt werden und viel zu häufig unberücksichtigt bleiben. 
Frühe Förderung und Orientierung zu ehrenamtlichen Engagement von 
Kindern und Jugendlichen 
Auch dieses Wirkungsziel konnte erfolgreich erreicht werden. Zum einen haben 
23,8 % der befragten Schülerinnen und Schüler, die sich nach eigenen Angaben 
nicht engagieren, dennoch angegeben, dass sie sich in Zukunft „ganz sicher 
engagieren werden“, zum anderen haben auch Schülerinnen und Schüler, die 
sich bereits engagieren, ebenfalls angekündigt, sich in Zukunft weiterhin 
engagieren zu wollen. 
  
Offensichtlich existiert jedoch bei einem beachtlichen Teil der befragten 
Schülerinnen und Schüler der Bedarf nach Orientierung. Immerhin 25,3% der 
Schülerinnen und Schüler, die sich bereits engagieren, haben angegeben, dass sie 
sich gerne engagieren möchten, aber nicht wissen wo und wie. Bei den 
Schülerinnen und Schülern, die sich nicht engagieren, beträgt der Anteil sogar 
52,4%. In diesem Zusammenhang muss auch der Wunsch vieler Befragter nach 
intensiverer Kommunikation und Austausch mit den Lehrerinnen und Lehrern 
beachtet werden. 
 
Das Projekt „Verantwortung lernen“ hat auch hier die Chance, den Kindern und 
Jugendlichen nicht nur bürgerschaftliches Engagement näher zu bringen, 
sondern sie auch in ehrenamtliches Engagement gezielt zu vermitteln. 
Insbesondere die Lehrerinnen und Lehrer können hier an der Schnittstelle 
zwischen Schule und Engagement eine wichtige Mittlerfunktion übernehmen. 
Sie kennen ihre Schülerinnen und Schüler, können deren Fähigkeiten 
einschätzen und so konkrete Unterstützung und Begleitung bei der Vermittlung 
des „richtigen“ Engagements leisten.  
 
Vor dem Hintergrund, dass viele der befragten Schülerinnen und Schüler ihr 
Vorwissen über elektronische Medien wie Fernsehen, Internet oder Radio 
aufgebaut haben, bestünde ein weiterer konkreter Ansatz darin, Online-Börsen 
zur Vermittlung von ehrenamtlichen Tätigkeiten aufzubauen oder – wie im Falle 
der Praktikumsbörse Münster (www.praktikumsboerse-muenster.de) – bereits 
vorhandene Online-Börsen zu nutzen.

Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen  
- 33 - 
 
Abschließend können einige grundlegende Empfehlungen formuliert werden, die 
im Rahmen der quantitativen Erhebung und der Eindrücke aus den persönlichen 
Gesprächen Gestalt angenommen haben: 
  
  Die projektbezogenen Unterrichtseinheiten, in denen die Schülerinnen und 
Schüler ihre Erfahrungen reflektieren, sollten zum integralen Bestandteil 
der Schulprojekte werden. Diese Unterrichtseinheiten sind zudem ein 
wichtiger „Ort“, die Schülerinnen und Schüler aktiv an der inhaltlichen 
Gestaltung und Entwicklung der Projekte mitwirken zu lassen, um deren 
Demokratieverständnis zu fördern. 
 
  Es wäre im Zusammenhang mit den beiden vorgenannten Empfehlungen 
sinnvoll, den projektübergreifenden Erfahrungsaustausch unter den 
Lehrerinnen und Lehrern zu fördern – beispielsweise im Rahmen eines 
Workshops, der einmal im Schuljahr organisiert und von professionellen 
Moderatoren begleitet werden könnte. In diesem Rahmen könnten die 
Lehrerinnen und Lehrer im Ideen- und Projektmanagement mit Schülern“ 
geschult werden. 
 
  Den beteiligten Schülerinnen und Schülern sollte viel stärker vermittelt 
werden, dass sie Bestandteil eines überregionalen Projekts im Sinne eines 
größeren Ganzen sind. Hierfür bietet es sich an, pro Schuljahr eine 
gemeinsame Veranstaltung (z.B. in Form einer Ideen- und Projektmesse) 
zu organisieren, auf der die Schülerinnen und Schüler sich gegenseitig, 
aber auch der Öffentlichkeit und Presse, ihre Projekte vorstellen und sich 
austauschen können. 
 
  Das hohe Informationsbedürfnis der Kinder und Jugendlichen sollte durch 
einführende Informationsunterlagen zu den Projekten befriedigt werden. 
Die betreuenden Lehrerinnen und Lehrer könnten ermutigt werden, 
Referenten aus den Organisationen der Kooperationspartner in die 
projektbezogenen Unterrichtsstunden einzuladen, um einerseits die Kinder 
auf ihre künftigen Tätigkeiten vorzubereiten aber auch gezielt z.B. über 
Behinderungen, (altersbedingte) Krankheiten usw. zu informieren. In 
einigen Schulprojekten wird dies bereits realisiert.  
 
 
  Es gibt noch keinen umfassenden Überblick über Zahl und Umfang der 
laufenden bzw. gelaufenen Schulprojekte, auch nicht dazu, worin ihre 
Stärken und Schwächen bzw. Vor- und Nachteile bestehen. Einige 
Schülerinnen und Schüler kritisierten beispielsweise, dass sie sich am 
Schulprojekt beteiligen mussten. Da aus der Sozialpsychologie bekannt ist, 
dass extrinsische Anreize (wie z.B. Noten) unter bestimmten Bedingungen 
die Motivation, sich zu engagieren, konterkarieren oder fördern können,

Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen  
- 34 - 
sollte in Betracht gezogen werden, den Einsatz von Noten oder sonstigen 
Leistungsbewertungen in den Schulprojekten und deren Auswirkungen auf 
das bürgerschaftliche Engagement der Schülerinnen und Schüler zu 
prüfen.

Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen  
- 35 - 
Anhang 
Der Fragebogen

Anlage 5 BerichtWN

11726 Zeichen

Leserbriefe 
 
Leserbriefe geben die Meinung der Verfasser wieder, mit der
sich die Redaktion nicht immer identifiziert. Diese behält
sich Kürzungen vor. Anonyme Zuschriften werden nicht
veröffentlicht. Ihre Meinung erreicht uns am schnellsten per
E-Mail, die Sie – bitte mit Postanschrift, Titel und Datum des
Bezugsartikels – an die Adresse redaktion.ms@westfae-
lische-nachrichten.de schicken. 
 
Zum Bericht „Geld für
Bahnhofsneubau fehlt“
vom 25. September und
zum Bericht „Per Kraft-
akt auf den Bahnsteig“
vom 26. September.  
Im Artikel vom 25. Sep-
tember heißt es, dass der In-
vestor Finanzierungs-
schwierigkeiten hat und
sich der Neubau des Bahn-
hofs verzögert. Im Bericht
„Per Kraftakt auf den Bahn-
steig“ wird aber das eigent-
liche Problem im Bahnhof
angesprochen, nämlich die
fehlenden Fahrstühle und
Rolltreppen. 
Wäre die Bahn clever,
würde sie die bestehenden
Fahrstühle durch moderne,
vom Fahrgast selbst zu be-
dienende Fahrstühle aus-
tauschen. Die Reisenden
wären zufrieden und die
Bahn hätte für den Neubau
Zeit gewonnen und kann in
Ruhe planen. Es stünde
dann auch genügend Platz
für Rolltreppen zu V er-
fügung. 
Frank Klee  
Soester Straße 11  
Fahrstühle erneuern 
Bahnhofsneubau 
Zum Leserbrief „Dank an
Bürger“ vom 24. Septem-
ber:  
In seinem Leserbrief zu
unserer Aktion gegen Kin-
derarmut zieht Kai-H. Long
das Motto „Reiche Stadt –
arme Kinder“ in Zweifel.
Egal, ob man Armut im Ver-
hältnis zum Durchschnitts-
einkommen definiert oder
über den Bezug von ALG II/
Sozialgeld: Niemand kann
ernsthaft bezweifeln, dass
e sv i e l ea r m eE l t e r ni n
Münster gibt.  
Deutlich widersprochen
werden muss der Behaup-
tung des Leserbriefschrei-
bers, „arm sind nicht die
Kinder“. Natürlich sind
nicht nur die Eltern arm,
sondern auch 7600 Kinder
und Jugendliche in Müns-
ter. Sie sind arm an Bil-
dungschancen, wie diverse
PISA-Studien eindrucks-
voll aufgezeigt haben. Ent-
sprechend sind sie auch arm
an Zukunftschancen, was
eine erfolgreiche Erwerbs-
teilhabe im Erwachsenen-
alter betrifft. Die betroffenen
Kinder und Jugendlichen
sind arm an Gesundheit. Sie
leiden deutlich mehr an
physischen und psy-
chischen Beeinträchtigun-
gen als Gleichaltrige aus
nicht-armen Familien.
Auch sind die Kinder arm
an Möglichkeiten sozialer
Teilhabe. Sie sind zum Bei-
spiel weniger häufig Mit-
glied im Sportverein. Und
schließlich sind sie oftmals
arm an elterlicher Fürsorge.
Arm sind manche Kinder
auch, weil sie aufgrund der
Überforderung ihrer Eltern
mit der belasteten Lebens-
situation Gewalt erleiden
müssen. 
Münster als lebenswer-
teste Stadt Deutschlands
muss sich auch in Zukunft
daran messen lassen, wel-
che Hilfen sie für ihren
armen Einwohnerkreis und
insbesondere für die Kinder
und Jugendlichen bereit-
stellt.  
Dieter Kaiser  
Geschäftsführer 
Kinderschutzbund
Münster
Wolbecker Straße 27
Vielfältig betroffen 
Kinderarmut 
Voltigierer 
im Hippomaxx  
Münster. Am Sonntag (28.
Sonntag) turnen „singende
Katzen“ auf dem Pferde-
rücken in der Arena Hippo-
maxx des Westfälischen Pfer-
demuseums: Die Voltigier-
Nachwuchsmannschaft des
Reitervereins Ladbergen
taucht laut Pressemitteilung
um 12.30 und 14 Uhr ein in
das bewegte Leben der Lon-
doner Vorstadtkatzen. Ver-
kleidete Katzenkinder tanzen
und turnen nach dem Vorbild
des bekannten Musicals auf
dem Pferderücken. Tragendes
Element ist, im wahrsten Sin-
ne des Wortes, das Voltigier-
pferd Capriccio. Im Anschluss
dürfen Geburtstagskinder aus
dem Publikum auf dem Pferd
eine Runde reiten. Die Vor-
führungen dauern jeweils et-
wa 20 Minuten, der Eintritt
ist im Zoo-Eintritt enthalten.  
 
Der Chefredakteur der Schülerzeitun-
gin der Erich-Klausener-Realschule,
Nils Götting, griff zur Kamera und ver-
sammelte seine Mitschüler für einen
besonderen Schnappschuss vor der
Linse: Die Buchstaben E, K und S
bildeten die 558 Mädchen und Jungen
der Erich-Klausener-Realschule. Auf
diesem Weg wünschen sich die Schüler
gegenseitig, aber auch ihren Lehrern
und Eltern schöne und erholsame
Herbstferien. 
Abschied in die Herbstferien  
Münsters Brote  
sind spitze  
Münster. Münsters Bäcker ge-
hören zu den Besten ihrer
Zunft: Bei einer unabhängigen
Qualitätsprüfung, die jetzt auf
dem Gelände des Mühlenhofs
stattfand, schnitten 90,2 Pro-
zent der getesteten Brote mit
d e rN o t es e h rg u tu n dg u ta b -
geschnitten. Dieses Ergebnis
wird mit besonderen Urkun-
d e nh o n o r i e r t .I nd i e s e mJ a h r
testete der unabhängige Ex-
perte Heinz-Peter Kohlgrüber
75 Brote. „Im landesweiten
V ergleich ist die Qualität der
Backwaren der Gildebäcker
überdurchschnittlich“, so
Bernd Pohlmeyer, Ehrenober-
meister der Bäcker-Gilde
Münster. 
Von Dirk Anger  
Münster. Simon findet es
einfach „cool, dass die Mi-
nisterin auch in Düsseldorf
gehört hat, dass wir uns en-
gagieren.“ Zumindest vom
Projekt „V erantwortung ler-
nen“ muss NRW-Schulminis-
terin Barbara Sommer dort
schon gehört haben.  
A mF r e i t a gl ä s s ts i es i c hi n
Münster vom 15-jährigen Si-
mon und seinen Mitschülern
von der Karl-Wagenfeld-Schu-
le zeigen, was die Jugend-
lichen an V erantwortung für
sich und ihre Umwelt über-
nommen haben. In vielen en-
gagierten Projekten wie etwa
der Betreuung des Outdoor-
points im Südviertel.  
In dem Projekt „V erantwor-
tung lernen“ setzen sich seit
2006 Kinder und Jugendliche
in unterschiedlichen Schul-
formen für ihre Mitmenschen
ein. „Zivilgesellschaft pur“,
nennt Münsters Schuldezer-
nentin Dr. Andrea Hanke das.
Kernpunkt in dem Projekt ist
die V erknüpfung von Schul-
unterricht und bürgerschaftli-
chem Engagement. Zur Aus-
wertung der Aktivitäten ist
auch Ministerin Sommer am
T ag vor den Herbstferien nach
Münster gekommen.  
Die von der Kopfnoten-Dis-
kussion gebeutelte CDU-Poli-
tikerin hört viel Lob über die
von den Stiftungen Bürger-
waisenhaus, Westfalen-Initia-
tive und „Bürger für Münster“
ins Leben gerufene Initiative.
Birgit Frey, Geschäftsführerin
des Zentrums für Nonprofit-
Management, fasst die Ergeb-
nisse zusammen: „Die Schüler
lernen für den Unterricht und
das Leben.“ Die Jugendlichen
hätten gelernt, V erantwortung
zu übernehmen, ihre soziale
Kompetenz zu trainieren –
„und 74 Prozent der Befragten
haben das Gefühl, viel oder
sehr viel bewirken zu kön-
nen“. 
Was, das zeigen die Infor-
mationsstände in der Karl-
Wagenfeld-Schule: Jugendli-
che aus Marl bieten mit einer
Schülerfirma Computerkurse
für ältere Menschen an, Schü-
ler der Fürstenbergschule ha-
ben einen Film zur Gewalt-
prävention erstellt, und Schü-
ler vom Berufskolleg Waren-
dorf besuchen einmal in der
Woche eine Grundschule mit
gehandikapten Kindern. Der
größte T eil der Jugendlichen,
die sich bürgerschaftlich en-
gagieren, betont Birgit Frey,
will sich weiterhin für eine
gute Sache ins Zeug legen.  
„Das ist ein wundervolles
Votum für die Jugend“, kom-
mentiert die Schulministerin
die Resultate des Projekts, das
in 13 Schulen in Münster,
dem Münsterland und der
weiteren Umgebung läuft.
Neue Schulen wollen sich
nun ebenfalls beteiligen. Ein
Einstieg sei jederzeit möglich,
so Projektleiterin Dr. Jutta
Schröten. „Wir können das
nur empfehlen“, sagt Sabine
Leifhelm, Leiterin der Karl-
Wagenfeld-Realschule, aus ei-
gener Erfahrung. | Westfalen 
„Tolles Votum für Jugend“ 
Schulministerin Sommer lobt Erfolg des Projekts „Verantwortung lernen“ 
Schulministerin Barbara Sommer lässt sich von Nadja un d Jannik die Aktivitäten rund um den Outdoorpoint im Süd-
viertel erläutern. Foto: Jürgen Peperhowe  
Betrunken über  
die A1 gerast  
Münster. Mal im Ernst, wer
rechnet am frühen Vormittag
bei einer Fahrt auf der Auto-
bahn damit, dass vor, hinter
oder neben ihm jemand sturz-
betrunken mit 170 Stunden-
kilometern unterwegs ist? Am
Donnerstagmorgen gab es so
einen Fall. Ein 34-jähriger
Mann aus Hamburg war mit
seinem BMW auf der A1 in
Richtung Norden unterwegs.
Zwischen den Münter-Kreu-
zen Süd und Nord fiel er kurz
vor 10 Uhr der Autobahn-
polizei auf, weil er deutlich
schneller fuhr als erlaubt. Bei
der Überprüfung stellten die
Beamten zudem noch deutli-
chen Alkoholgeruch in der
Atemluft des Hamburgers fest.
Der 34-Jährige musste sein
Fahrzeug stehen lassen, Blut
für die Untersuchung und sei-
nen Führerschein abgeben.
Zwei Schreckschuss- bzw.
Gaspistolen, die sich im Pkw
befanden, nahmen die Poli-
zisten mit zur Wache.  
MÜNSTERNR. 227 R MS 6   * Samstag, 27. September 2008
-chp- Münster. „Es war ein
Buhlen von mehreren Seiten“,
erinnert sich Hermann Bäu-
mer schmunzelnd, „allerdings
ohne, dass wir davon wuss-
ten.“  
Man schrieb das Jahr 1956,
als Helga Bäumer im Schloss-
gartencafé kellnerte und dabei
Hermann Bäumers Vater ken-
nenlernte, der das Café mit
Produkten seines landwirt-
schaftlichen Betriebes belie-
ferte: „Er kam regelmäßig mit
seinem Pferdefuhrwerk vorbei
und hat dann am Tresen na-
türlich immer noch ein
Schnäpschen bekommen.“
Der Vater war so beeindruckt
von der emsigen und umsich-
tigen Kellnerin, dass er sie
mehrmals einlud, doch mal
auf den Hof zu kommen und
dort seinen Sohn kennen-
zulernen. Helga aber blieb zu-
rückhaltend. 
Eines Sonntags kam dann
der Filius zum Kaffeetrinken
ins Schlosscafé und versuchte
sofort, mit der „hübschen
Kellnerin ins Gespräch zu
kommen“ – allerdings ohne
die Absichten seines Vaters
zu kennen, wie er heute
lachend betont.  
Helga Bäumer aber zeigte
sich noch immer reserviert.
Hermann Bäumer: „Erst ein
paar Wochen später auf dem
Herbstsend, als ich alle Hoff-
nungen schon begraben hatte,
sprach sie mich auf einmal
aus heiterem Himmel an.“  
Diese Ereignisse liegen in-
zwischen über 50 glückliche
Jahre zurück, am heutigen
Samstag feiern die Bäumers
im großen Freundes- und Fa-
milienkreis goldene Hochzeit.
Gekellnert hat Helga Bäumer
nach der Geburt von drei Kin-
dern nicht mehr – dafür aber
„mit viel Liebe und stets min-
destens einem offenen Ohr“
die Kinder groß gezogen, wäh-
rend ihr Mann 33 Jahre lang
auf der Friedrichsburg tätig
war. In ihrer Freizeit liebte
Helga Bäumer das Kegeln und
T anzen, während ihr Mann
als Mitgründer über 40 Jahre
lang im Spielmannszug Wol-
beck spielte.  
Seit einem Jahr haben die
beiden nun ein neues Hobby:
Auf Drängen ihres Sohnes,
Preußen-Aufsichtsrat-Chef
Thomas Bäumer, sind sie in-
zwischen „begeisterte Preu-
ßen-Fans“ und lassen es sich
nicht mehr nehmen, die Spie-
le im Stadion mitzuerleben.
Einzig am heutigen Samstag
wird ihr Platz dort leer blei-
ben, denn da wird schließlich
die goldene Hochzeit gefeiert.  
Es klappte aus 
heiterem Himmel 
Goldhochzeit von Helga und Hermann Bäumer 
Feiern heute ihre Goldhochzeit: Helga und Hermann
Bäumer. Foto: -chp-  
ANZEIGE
Ausstellungseröffnung
„Gegen das Vergessen“ –
Kunst und Geschichte
Di., 30. 9. (20.00–22.00 Uhr)
Bis 30. November 2008Nur bis 30. November 2008
/L50098Wintercheck für nur 4,99 €, zzgl. Material
/L5009810 % auf Zubehör Ihrer Wahl, z. B. Schneeketten oder Navigationsgeräte 
(außer Winterbereifung)
/L50098Original CITROËN-Winterkompletträder ab 339,00 €
/L5009810 % Nachlass auf komplette Autogasnachrüstung: Der Winter kommt – die Energie-
preise steigen – reduzieren Sie schon jetzt Ihre Treibstoffkosten um rund die Hälfte!
/L50098HU und AU zusammen nur 79,00 €
Unsere Service-Ansprechpartner freuen sich auf Ihren Besuch!
MS-Süd:
Ahmet 
Imamovic
MS-Nord:
Jürgen
Saerbeck
Havixbeck:
Ludger
Weßendorf
Havixbeck:
Jürgen
Kormann
Warendorf:
Helmut
Terharen
AUTOHAUS
LÜTKE UPHUES
Gewerbepark Loddenheide
Martin-Luther-King-Weg 51
48155 MÜNSTER-SÜD (H)
Der gute Ruf! 02 51/28 05 70
Gewerbepark Nord
Königsberger Straße 257
48157 MÜNSTER-NORD (V)
Der gute Ruf! 02 51/9 17 99 90
Schützenstraße 87
48329 HAVIXBECK (A)
Der gute Ruf! 0 25 07/18 88
Splieterstraße 29
48231 WARENDORF (A)
Der gute Ruf! 0 25 81/78 96 40
www.citroen.de CITROËN
NICHTS BEWEGT SIE WIE EIN CITROËN
www.luetke-uphues.de

Anlage 6 BerichtMZ

2199 Zeichen

29.09.08 15:30:28     [Artikel 'ms­schul­evaluation­cu' ­ Ruhr Nachrichten | Verlag Lensing­W olff | Medienhaus Lensing | Stadt Münster | Nachrichten ­ (Hyun­Ho.Cha)] von susanne.schafmann (Color Bogen)
Münster K Etwas  bewirken  –
dieses Gefühl erlebten Nadja
Schröder  und  Yannik  Jonitz
( b e i d e  1 5 )  i n  d e n  v e r g a n g e ­
nen  sechs  Monaten.  Mit
sechs weiteren Schülern bau­
ten  sie  den  „ Outdoorpoint“
an  der  Karl­Wagenfeld­Real­
schule,  einen  Treffpunkt  für
Jugendliche.  Darüber  hinaus
g a b e n  s i e  N a c h h i l f e  u n d  b e ­
suchten  Seniorenheime  und
Kindertageseinrichtungen.
Gestern stellten die Schüler
mit  fünf  weiteren  Gruppen
a u s  g a n z  W e s t f a l e n  i h r e  s o ­
zialen  Projekte  vor.  Insge­
samt  machen  seit  November
2006 bisher 13 Schulen beim
Modellprojekt  „ Verantwor­
tung lernen in Schule und Ge­
sellschaft“  mit.
Besuch der Ministerin
Zu  Gast  in  der  Karl­Wagen­
feld­Realschule  waren  NRW­
Schulministerin  Barbara
Sommer,  Schirmherrin  des
Projekts, und Birgit Frey, Lei­
t e r i n  d e s  Z e n t r u m s  f ü r  N o n ­
profit­Management  in  Müns­
ter.  Barbara  Sommer  fragte
bei Nadja und Yannik genau­
er  nach.  „ Wir  mussten  für
den  Outdoorpoint  schon viel
Verantwortung  überneh­
men“ ,  erzählten  beide.
„ Schließlich  wollten  wir  et­
w a s  T o l l e s  b i e t e n . “ D a s  E r ­
gebnis: Ein großes „ Zelt“  aus
Steinen.
Weitermachen
„ Die  Schüler  schaffen  den
Blick  über  den  Schulzaun“ ,
sagte Barbara Sommer zu al­
len.  So  lobte  sie  auch  den
Einsatz  in  Einrichtungen  für
Behinderte  und  in  der  Frei­
zeitgestaltung  für  Jüngere.
Birgit  Frey  bestätigte  den  Er­
folg  des  Projektes.  Im  Som­
mer befragte sie die Teilneh­
mer  nach  ihrem  Zwischen­
s t an d.  Un d  be ric ht e te :  „ Üb er
70 Prozent wollen sich weiter
engagieren.“   In  den  Projek­
ten,  die  die  Schulen  weiter­
führen, und darüber hinaus.
Die  wichtigsten  Ziele  des
Projekts seien aber schon er­
reicht:  Verantwortung  über­
nehmen,  soziales  Engage­
ment  beweisen,  Ziele  im
Team erreichen. Etwas bewir­
ken eben. K cu
Der Blick
über
den SchulzaunSoziales Engagement bewirkt etwas

Anlage 1 Projektsteckbrief

1074 Zeichen

Projektbüro „Verantwortung lernen” Gasselstiege 13 48159 Münster

Projektsteckbrief
Im Modellprojekt „Verantwortung lernen“ wollen Projektträger und Schulen
«e Das bürgerschaftliche Engagement von Schülern fördern
«e Projektinhalte mit dem Unterricht und den Lerninhalten verknüpfen

e Langfristig „Verantwortung lernen“ in den Lehrplan als festen Be-
standteil aufnehmen

«e Alle Einsätze der Schülerinnen und Schüler zertifizieren
« Alle Projekte öffentlich anerkennen

Teilnehmende Schule

Kurze Projektbeschreibung

Anlage 1

Projektbüro

Verantwortung lernen

Dr. Jutta Schröten

Gasselstiege 13

48159 Münster

Telefon 0251 492 5049

Fax Nr. 0251 492 7933

Mobil 0163 8437198
www.verantwortunglernen.de
schroeten@verantwortunglernen.de

Ein Projekt der Stiftungen

Stiftung
Westfalen-
Initiative

Stiftung”
Bürger für Münster

v0

Stiftungen

Stiftung Bürgerwaisenhaus

Verknüpfung mit dem Unterrichtsfach

Voraussichtliche Kosten in Höhe von

Dazu kann ein formloser Antrag auf Kostenübernahme bzw. -beteiligung im
Projektbüro gestellt werden.

Lehrkraft Schulleitung

Beratungsverlauf (5)

04.03.2009 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 12 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
04.03.2009 Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung
TOP 9 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
10.03.2009 Ausschuss für Schule und Weiterbildung
TOP 4 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
11.03.2009 Stiftungskommission
TOP 6 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
25.03.2009 Hauptausschuss
TOP 5 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (9)

  • Soester Straße 11
  • Schützenstraße 87
  • Martin-Luther-King-Weg 51
  • Wolbecker Straße 27
  • Königsberger Straße 257
  • Prinzipalmarkt 38
  • Gasselstiege 13
  • Loddenheide
  • Kinderhaus 1

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
V/0930/2008
Typ
Vorlagen
Datum
28.01.2009
Erstellt
06.10.2020 14:37