V/0930/2008
Stiftung Bürgerwaisenhaus: Verantwortung lernen - Ehrenamtliches Engagement an Schulen - Abschlussbericht
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Berichtsvorlage
15327 Zeichen
V/0930/2008 DER OBERBÜRGERMEISTER Geschäftsstelle der Kommunalen Stiftungen Betrifft Stiftung Bürgerwaisenhaus: Verantwortung lernen - Ehrenamtliches Engagement an Schulen - Abschlussbericht Beratungsfolge 04.03.2009 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Bericht 04.03.2009 Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung Bericht 10.03.2009 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Bericht 11.03.2009 Stiftungskommission Bericht 25.03.2009 Hauptausschuss Bericht Bericht: 1. Ausgangslage / Anlass des Berichtes a) Zielsetzung des Projektes Ziel des Modellprojektes, das vom 15.6.2006 – 31.12.2008 durchgeführt wurde, war die frühe Förderung bürgerschaftlichen Engagements junger Menschen in Schulen. Der Ansatz von „Verantwortung lernen“ verknüpfte Unterrichtsi nhalte und freiwilliges soziales Engagement mit dem Ziel, sich nicht nur für das Gemeinwohl einzusetzen, sondern auch das Lernen und die Persönlichkeitsbildung zu stärken (vgl. Beschlussvorlage V/0674/2006). Ein weiteres Ziel war die curriculare Einbindung von „Verantwortung lernen“ in Lehrpläne. b) Trägermodell Die Stiftungen Bürgerwaisenhaus, Stiftung Westfalen-Initiative und Stiftung*Bürger für Müns- ter bildeten die Trägergemeinschaft des Modellprojektes. Ihnen oblag die Steuerung des Projektes. c) Projektstruktur Für den Zeitraum der Projektdurchführung wurde eine halbe Stelle durch die Trägerstiftun- gen finanziert. Fachliche Kooperationen wurden im Rahmen der Steuerung mit dem Amt für Schule und Weiterbildung sowie mit der Freiwilligenagentur gebildet. Die Projektentwicklung wurde von einem fachübergreifenden Beirat unter Vorsitz der Schul- dezernentin der Stadt Münster flankiert. Konstruktive Kritik, Ideen und Vorschläge zur Evalu- Vorlagen-Nr.: V/0930/2008 Auskunft erteilt: Herr Claahsen Ruf: 492 59 03 E-Mail: Claahsen@stadt-muenster.de Datum: 18.02.2009 Öffentliche Berichtsvorlage 2 V/0930/2008 ation des Projektes sowie Unterstützung im Marketing und in der fachlichen Gestaltung wa- ren Schwerpunkte der Arbeit des Beirates. Inhalte der Umsetzung und Implementierung wurden mit der entsprechenden Abteilung des Ministeriums für Schule und Weiterbildung NRW sowie dem Netzwerk Service Learning der Freudenberg Stiftung abgestimmt. Schulministerin Barbara Sommer übernahm die Schirmherrschaft über das Projekt. 2. Projektverlauf Schon früh zeigte sich im Projektverlauf ein großes Interesse von Schulen (alle Formen der wei- terführenden Schulen), am Projekt mitzuwirken. Die projektseitige Begleitung von Schulen erfo lgte individuell und passgenau zugeschnitten auf die Bedarfe der jeweiligen Schule / Klasse. Die nachfolgenden Elemente wurden als unterstüt- zende Leistungen seitens des Projektbüros angeboten: • Die Projektidee (Verknüpfung von Unterricht und bürgerschaftlichem Engagement als Förderung der Eigenverantwortung der Schülerinnen und Schüler), die Quali- tätskriterien und „bestpractise“ Beispiele werden auf Anfrage im Kollegium vorge- stellt. • Zusätzlich führt die Projektleiterin eine Unterrichtsstunde zum Thema „Bürger- schaftliches Engagement“ durch. Themen: Erwerbsarbeit, gemeinnützige Arbeit, soziales Engagement – wo sind die Unterschiede (anknüpfend an Erfahrungen der Schüler); „Was kann ich gut, was anderen nützt“? Sammeln von Ideen und Ver- einbarung weiterer Umsetzungsschritte. • Der Unterstützungsbedarf der jeweiligen Lehrer wird abgefragt und eine Zielver- einbarung zwischen Projektbüro, Lehrkraft und Schulleitung unterzeichnet. • Ein Projektplan inkl. Zeitplan und Aufgabenverteilung wird mit der Gruppe und der Lehrkraft abgesprochen und schriftlich festgehalten. • Die Projektleitung muss zeitnah ansprechbar sein, um diverse Fragen (z. B. zur Finanzierung, zum Versicherungsschutz, zu Verbindlichkeit und Freiwilligkeit) ge- zielt und direkt zu beantworten. Dies erwies sich als wichtiges Kriterium für Lehrer, sich für die Zusammenarbeit mit dem Projektbüro zu entscheiden. • Reflexion mit Lehrkräften durch regelmäßige Rücksprachen (z. B. jedes Schul- halbjahr) und Austauschmöglichkeiten im Rahmen von Workshops dienten der Qualitätssicherung. • Die Netzwerkbildung vor Ort zwischen Schule und gemeinnützigen Partnerorgani- sationen wurde gezielt gefördert. • Der fachliche Austausch mit Schulamt und Schulministerium gab wichtige Impulse für den Projektverlauf. Die folgenden Qualitätskriterien stießen auf ein positives Echo seitens der interessierten Schulen und wurden von Beginn an eingehalten. 3. Qualitätskriterien In Projektsteckbriefen (Anlage 1) wurden die folgenden Ziele vereinbart: • Das bürgerschaftliche Engagement von Schülerinnen und Schülern zu fördern, • Projektinhalte mit dem Unterricht und den Lerninhalten zu verknüpfen, • langfristig „Verantwortung lernen“ in den Lehrplan als festen Bestandteil aufzunehmen, • alle Einsätze der Schülerinnen und Schüler zu zertifizieren ( Anlage 2: Zertifikat), • alle Projekte öffentlich anzuerkennen. Die Qualitätskriterien sind in Anlehnung an die Kriterien der Freudenberg Stiftung unter dem Ge- sichtspunkt der praktischen Umsetzung angepasst und weiterentwickelt worden (so wurde z. B. 3 V/0930/2008 der Zeitaufwand für Projekte flexibel gestaltet, da überschaubare Zeiträume dazu führen, dass Schülerinnen und Schüler ihre Projekte beenden und durch dieses Erfolgerlebnis gerne weiter- machen möchten; siehe Evaluationsbericht). Die Qualitätskriterien im Einzelnen: Recherche und Planung o Die Schüler ermitteln den Bedarf an Engagement selbst und recherchieren (im Unterricht, vor Ort, bei schon vorhandenen Kontakten im Stadtteil). Sie planen ihr Vorhaben und erstellen einen Projektplan. Die Lehrkraft sorgt für die Imp- lementierung in den Schulalltag und in die Schulorganisation. o Ziele: Stärkung der Eigenverantwortung, Teamfähigkeit, Motivation. Verknüpfung mit Unterrichtsinhalten und Reflexion o Die Schüler wenden Wissen aus dem Unterricht an und reflektieren ihre Erfah- rungen aus der Praxis: Erfahrungen werden zu neu verfügbarem Wissen. o Ziel: Verzahnung von sozialem und kognitivem Lernen. o Fernziel: Reflexion des Bürgerengagements als Querschnittsaufgabe in allen Gesellschaftsbereichen. Durchführung und Angemessenheit von Aufgaben und Zeiten o Das Projekt ist zeitlich überschaubar gegliedert (z.B. ein Schulhalbjahr; ein Zeitraum im Halbjahr), die Aufgaben und Zeiten sind angemessen, um Unter- und Überforderungen zu vermeiden. o Ziel: Stärkung der Selbstwirksamkeit und Neugier auf weitere Engagementfel- der (intrinsische Motivation). Anerkennung und Zertifizierung o Öffentlichkeitsarbeit und Anerkennung (schulintern und nach außen) verankern das einzelne Projekt im Rahmen von „Verantwortung lernen“ in die Organisati- on Schule; dazu gehören u. a. das Zertifikat für alle Schüler, die Benotung (z. B. Wahlpflichtunterricht), eine Präsentation des Projekts im öffentlichen Rah- men, Pressearbeit und je nach Alter auch Information und Einladung der El- tern. o Ziel: Stärkung der extrinsischen Motivation für Schüler, Lehrer und Organisati- onen. o Ziel: Verankerung im Schulprogramm und / oder im Lehrplan. 4. Teilnehmende Schulen und ihre Projekte (Stand 01/2009) Seitens der interessierten Lehrer und Schüler wurden primär die nachfolgenden Motive für eine Teilnahme am Projekt genannt: • Suche nach Methoden zu Erwerb und Umsetzung sozialen Lernens, • Öffnung von Schule, • Verlassen des „Schonraums Schule“; Umgang mit gesellschaftlichen Realitäten, • die Möglichkeit, neben theoretischem Unterricht auch durch Erfahrungen zu lernen, • Heranführen an bürgerschaftliches Engagement. Spitzenreiter im Projekt sind Haupt- und Realschulen, aber auch Berufskollegs sind mit mehreren Projekten kontinuierlich vertreten. 4 V/0930/2008 Schulen, die bereits über Engagementfelder und Partner verfügen, erhoffen sich über die Anbin- dung an das Modellprojekt einen qualitativen Sprung, vor allem durch Zertifikate für ihre Schüle- rinnen und Schüler im Hinblick auf deren Berufswahl. Ein weiteres Teilnahmemotiv von Schulen ist, da ss „Verantwortung lernen“ Ihnen die Plattform bietet, auf ihr Engagementprofil aufmerksam zu machen. Die öffentliche Anerkennung, etwa durch gemeinsame Veranstaltungen z. B. einen „Markt der Möglichkeiten“, wird geschätzt. 20 Schulen mit 34 Projekten und insgesamt 300 Schülerinnen und Schülern sind dem Modellpro- jekt angeschlossen. In vielen Schulen laufen mehrere Projekte gleichzeitig bzw. nacheinander. (siehe Anlage 3: Liste der Schulen und Projekte) 5. Zusammenfassung der Ergebn isse der externen Evaluation Im April 2008 wurde das Zentrum für Nonprofit-Management mit der Evaluierung des Projektes „Verantwortung lernen“ beauftragt. In der letzten Projektphase erschien es sinnvoll, durch die Überprüfung der Wirkungsziele und die Erfassung der Zufriedenheit der Schülerinnen und Schü- ler evtl. erforderliche Korrekturen an den Zielen und dem Konzept zu erkennen und vorzuneh- men. Qualität, Wirkung und der Nutzen des Projekts „Verantwortung lernen“ sollten ermittelt und trans- parent gemacht werden. Folgende Ziele aus der Verzahnung von Unterricht und Engagement sollten überprüft werden: • Wahrnehmung gesellschaftlicher Probleme, • Selbstwirksamkeit, • Trainieren sozialer Kompetenzen, • Sinn für Demokratie, • frühzeitige Förderung des bürgerschaftlichen Engagements bei Kindern und Jugendli- chen. Die Evaluation wurde mittels standardisierter Fragebögen an die Schülerinnen und Schüler durchgeführt. Die Evaluation belegt den Erfolg des Projektes „Verantwortung lernen“ hinsichtlich: • „der Förderung der bewussten und unmittelbaren Wahrnehmung gesellschaftlicher Prob- leme“. • „der Förderung des Bewusstseins, dass die Schülerinnen und Schüler in der Gesellschaft etwas bewirken können (Selbstwirksamkeit)“ – Die Erfahrung von Selbstwirksamkeit wur- de sehr positiv bewertet. • „Trainieren von sozialen Kompetenzen, besonders, ‚Verantwortungsbewusstsein’, ‚andere Menschen respektieren’ und ‚mit anderen ein gemeinsames Ziel erreichen’“. • „Frühe und wirkungsvolle Förderung bürgerschaftlichen Engagements von Kindern und Jugendlichen“ – die Befragten wollen sich in der Mehrheit weiter engagieren und wün- schen sich mehr Projekte und mehr Schüler, die mitmachen. • „Das Wirkungsziel „Entwicklung von ‚Gespür’ und Sinn für Demokratie“ wurde im Ver- gleich zu den anderen Wirkungszielen in seiner Erreichbarkeit von den Schülerinnen und Schülern vergleichsweise schlecht bewertet.“ Mitbestimmung und das Umsetzen eigener Ideen scheinen die schwierigeren Aufgaben zu sein. Der gesamte Evaluationsbericht inkl. Grafiken und Fragebogen ist in der Anlage 4 zu finden. Dort finden sich auch grafische Darstellungen der Engagementfelder, der Aufteilung der Antwor- ten nach Jungen und Mädchen sowie eine Anzahl von Verbesserungsvorschlägen. 5 V/0930/2008 6. Öffentlichkeitsarbeit und Dokumentation • Auf Initiative des Ministeriums für Schule und Weiterbildung wurde ein Beitrag über das Projekt in „Schule NRW“ im Frühjahr 2007 veröffentlicht. • In den Jahren 2007 und 2008 wurde jeweils in der Woche des Bürgerschaftlichen Enga- gements eine Veranstaltung durchgeführt, in deren Rahmen Schülerinnen und Schüler ih- re Projekte einem größeren Publikum präsentieren konnten. Schulministerin Barbara Sommer hat beide Veranstaltungen besucht. Sowohl Schüler als auch Lehrer schätzen diese Möglichkeit, ihre Arbeit zu präsentieren und andere Schulen mit ihren Projektideen kennenzulernen. • Schulpolitiker, wie andere Schulen, ließen sich von den Ideen und dem Engagement der Jugendlichen, die mit Stolz ihre Projekte präsentierten, begeistern. Diese Veranstaltungen förderten die Anerkennung und Wertschätzung und weckten gleichzeitig Interesse bei den Schülerinnen und Schülern, die sich zunächst über das Projekt informieren wollten. Mit dem Satz „Das wollen wir auch“ meldeten sie sich kurze Zeit später im Projektbüro (An- lagen 5 und 6). • Im Rahmen der Themenwoche Demografischer Wandel der ARD „Mehr Zeit zu leben“ im April 2008 wurde das Projekt „Altern als Schulfach“ einer beteiligten Hauptschule vom WDR ausgestrahlt. • Für die Trägergemeinschaft hat sich die St iftung*Bürger für Münster mit dem Projekt „Verantwortung lernen“ beworben und folgende Preise gewonnen: 3. Platz des von der psd - Bank ausgelobten Preises für Projektideen zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements im Raum Westfalen-Lippe mit 10.000 Euro dotiert. Das Preisgeld wird für den Methodenkoffer verwendet. 1. Preis des bundesweiten Förderpreises der Aktiven Bürgerschaft 2008 zum Thema „Ju- gend und Partizipation“. Das Preisgeld ist Grundlage eines Jugendfonds bei der Bürger- stiftung und wurde von weiteren Sponsoren aufgestockt. • Im Anschluss an die Preisverleihung haben die Westfälischen Nachrichten eine Serie ü- ber einzelne Projekte Münsterscher Schulen veröffentlicht (Juni/Juli 2008). Ausführlich wurden die Schülerinnen und Schüler interviewt und konnten einmal mehr ihre Projektar- beit reflektieren und einer größeren Öffentlichkeit vorstellen. Die Beiträge der Serie sind auf der Homepage www.verantwortunglernen.de zu finden. • Im September 2008 wurde ein Schulkino-Tag zum Thema „Jugend und Demenz“ gemein- sam mit der Gerontopsychiatrischen Beratungsstelle durchgeführt. Der Saal im Cinema war ausverkauft und die Verknüpfung des Themas „Demenz“ mit „Engagementförderung“ gelang. 7. Methodenkoffer Ein Hauptziel des Projektes war es, geeignete Materialien zu entwickeln, um „Verantwortung ler- nen“ auch über die am Projekt beteiligten Schulen hinaus nachhaltig als Ansatz zur Engagement- förderung in Schulen zu verankern. Mit Hilfe eines Methodenkoffers sollen Promotoren, Multipli- katoren und interessierten Schulen Materialien an die Hand gegeben werden, um „Verantwortung lernen“ initiieren und umsetzen zu können. Die Erfahrungen im Projekt und die Ergebnisse der Evaluation haben gezeigt, dass hierfür zielgruppenspezifische Materialien und Informationen er- forderlich sind. Die Materialien liegen digital vor und können über das Projektbüro eingesehen werden. Mit Abschluss des Projektes liegen mit dem „Methodenkoffer“ diverse Kommunikationsmittel vor (z. B. Folder mit Projektbeschreibung, DVD mit Beispielen, webside www.verantwortunglernen.de , Unterrichtsmaterialien, Projektpläne, Muster für Zertifikate, Infor- mation etc.), die die verschiedenen Interessenten an „Verantwortung lernen“ wie Schulen – Leh- rer/Schulleitung/Schüler/Eltern -, Freiwilligenagenturen, Stabsstellen für Bürgerengagement oder 6 V/0930/2008 Bürgerstiftungen bei ihrer Entscheidung, Planung, Umsetzung und Evaluation eigener „Verant- wortung lernen-Projekte“ unterstützen und begleiten sollen. Damit wird über den Projektzeitraum hinaus die Nachhaltigkeit der gewonnen Erfahrungen, Kenntnisse und Methoden gewährleistet und ein Transfer in neue Schulen und Kommunen ermöglicht. I. V. gez. Thomas Paal Stadtrat Anlage 1: Projektsteckbrief Anlage 2: Zertifikat Anlage 3: Evaluationsbericht Anlage 4: Tabelle der teilnehmenden Schulen Anlage 5: Bericht der WN/27.09.08 Anlage 6: Bericht der MZ/27.09.08
Anlage 4 Schulen
3162 Zeichen
Anlage 4 Teilnehmende Schulen und ihre Projekte Stand Januar 2009 Schulen Zahl der Projekte Organisationsform Jahrgänge Verknüpfung mit Unterrichtsfächern Themen Besonderheiten Fürstenberghauptschule 3 Wahlpflicht 7 - 8 Geschich te, Ar- beitslehre, Biologie, Soziales Lernen Was ist los in unse- rem Stadtteil? Hauptschule Coerde 1 SV-Vertretung 5 -10 fächerübergreifend Leben mit Men- schen mit Behinde- rung fortlaufend Waldschule Kinderhaus 1 SV-Vertretung 5-10 fächerüb ergreifend Noch in Planung Weitere Projekte im Klassenver- band in Planung Erich-Kästner-Hauptschule Dülmen-Buldern 1 Wahlpflicht 7 - 8 fächerübergreifend Senioren Günther-Eckerland- Realschule Marl 1 fortlau- fende Schülerfirma 8-10 Informatik, Sozial- wissenschaft Berufsvorbereitung, Französisch, Politik Computerkurse Vorlesenachmittage für Kinder Patenschaft Alle Sachkosten werden selbst getragen Karl-Wagenfeld-Realschule Münster 4 verschiedene 9-10 Mathematik, Deutsch, Englisch Deutsch, Politik, Sozialwissenschaf- Schüler helfen Schülern Kindertagesstätte fortlaufend Anlage 4 8 9-10 ten, Berufswahlori- entierung Politik Patenschaft Out- doorpoint Spi- chernstr. Kindertreff teolino In Planung Geschwister-Scholl- Realschule verschiedene 8-10 Politik, Geschichte, Religion, Sozial- wissenschaft Praktische Philoso- phie Mentoren für jünge- re Schüler Mutikulturelle Streit- schlichter Seniorenarbeit Erwerb der Ju- laica Geschwister-Scholl- Gymnasium 1 AG ab 11 Deutsch, Mathema- tik, Englisch Schule in den Fe- rien fortlaufend Kardinal-von-Galen- Gymnasium 1 Kurs 11 Kunst und Filmbe- arbeitung Film „Projekt Ver- antwortung lernen“ abgeschlossen Hansa-Berufskolleg 3 Berufsorientierungsjahr Deutsch, Religion und Ethik, Berufs- wahlorientierung, BWL Soziales Engage- ment im Stadtteil Neues Projekt in Planung 1 abgeschlossen 1 laufend 1 in Planung Placida-Viel-Berufskolleg Menden 2 Ausbildungsgang staatl. gepr. Sozialhel- fer Sozialpädagogik, Religion, Pflege Betreuung und Be- gleitung im ambu- lanten Bereich fortlaufend Anlage 4 Berufskolleg Warendorf 3 Höhere Handelsschule Sozial- und Gesund- heitshelfer 12 Informatik, Medien, Informationswirt- schaft, Deutsch Gesundheits- und Erziehungswissen- schaft; Ethik, Biolo- gie. Film über den Sportverein SC E- verswinkel Freizeitgestaltung mit Kindern mit Be- hinderung 2 abgeschlosse- ne Projekte 1 laufendes Pro- jekt Johannesschule Greven Förderschule Sprache und Lernen 1 Klassenverband 9 in Planung in der Recherche Gemeinschaftshauptschule Burbach 1 Wahlpflicht 8 Kunst, Religion Generationen mit- einander abgeschlossen Don-Bosco-Hauptschule Billerbeck 1 Klassenverband 8 Soziales Lernen Mitmachen in der Pflege Weitere Projekte in Planung Adolph-Kolping- Berufskolleg 3 Klassenverband In Planung In Planung Duales Ausb il- dungssystem 2 Schulen in Münster 2-3 In Planung 2 Schulen in Mülheim in der Planungsphase 2-3 In Planung Gesamt 20 Schulen Ca. 34
Anlage 2 Zertifikat
856 Zeichen
Anlage 2 Der Schüler / die Schülerin Schülername | Schule, Klasse | hat in der Zeitvon ..... Datum pie .....| Datum Projektname (Zeile 1) Institution (Zeile 1) im Rahmen des Projektes ..........! N in / bei / mit ............ Ian) er engagiert mitgearbeitet und Verantwortung übernommen. Ziel (Zeile 1) Er / sie hat sich für ................ N ee eingesetzt Er / sie hat folgende Kompetenzen entwickelt Entwickelte Kompetenzen (Zeile 1) Entwickelte Kompetenzen (Zeile 2) Entwickelte Kompetenzen (Zeile 3) Entwickelte Kompetenzen (Zeile 4) Wir sprechen .......... Name Se Dank und Anerkennung aus. Münster, ............. Datum Enne Schulleitung Lehrer/in Projektleitung Projektbüro Verantwortung lernen Gasselstiege 13 g 48159 Münster ie \ Stiftung Stiftungen www.verantwortunglernen.de Initiative ü Bürger für Münster Stiftung Bürgerwoisenhaus
Anlage 3 Evaluationsbericht
65052 Zeichen
Anlage 3 Kontakt Birgit Frey T 0251 51038-21 frey@npm-online.de npm - Zentrum für Nonprofit-Management gGmbH Prinzipalmarkt 38 48143 Münster http://www.npm-online.de Verantwortung Lernen Wirkungsanalyse der Förderung von bürgerschaftlichem Engagement im Kinder- und Jugendalter Vorläufiger Evaluierungsbericht des Zentrums für Nonprofit-Management gGmbH Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen - 2 - Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse Das Projekt „Verantwortung lernen“ ist in der ersten Projektphase in hohem bis sehr hohem Maße erfolgreich verlaufen. Die vorab definierten Wirkungsziele wurden – wenn auch mit graduellen Unterschieden – erreicht. Die Ziele „Förderung der bewussten und unmittelbaren Wahrnehmung gesellschaftlicher Probleme“, „Förderung des Bewusstseins, dass die Schülerinnen und Schüler in der Gesellschaft etwas bewirken können (Selbstwirksamkeit)“ und „Trainieren von sozialen Kompetenzen“ wurden erfolgreich umgesetzt. Das Projekt „Verantwortung Lernen“ fördert früh und wirkungsvoll bürgerschaftliches Engagement von Kindern und Jugendlichen“, wobei Optimierungspotenzial und Handlungsbedarf darin besteht, den Kindern und Jugendlichen hinsichtlich des bürgerschaftlichen Engagements weitere „Orientierung“ zu geben. Das Wirkungsziel „Entwicklung von ‚Gespür’ und Sinn für Demokratie“ wurde im Vergleich zu den anderen Wirkungszielen in seiner Erreichbarkeit von den Schülerinnen und Schülern vergleichsweise schlecht bewertet. Die Organisation des Projekts „Verantwortung Lernen“ ist insgesamt wirkungsvoll, jedoch konnten auch dort Optimierungspotenziale und Handlungsbedarfe identifiziert werden, insbesondere in der Kooperation der Projektträger (beteiligte Stiftungen) mit den Projektpartnern (beteiligte Schulen). Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen - 3 - Inhaltsverzeichnis 1. Anlass und Zielsetzung der Evaluierung .......................................................... 4 Anlass der Evaluierung.................................................................................................................. 4 Das Projekt "Verantwortung Lernen" ............................................................................................ 5 Zielsetzung der Evaluierung .......................................................................................................... 6 Der Auftragnehmer.................................. ...................................................................................... 7 2. Untersuchungsdesign und Vorgehensweise...................................................... 7 Der Fragebogen ............................................................................................................................. 7 Vorgehensweise..................................... ........................................................................................ 9 Impressionen aus persönlichen Besuchen der Projektschulen ..................................................... 11 3. Engagementprofile der Schülerinnen und Schüler ......................................... 12 Mädchen und Jungen im Vergleich ............................................................................................. 13 Engagementfelder ........................................................................................................................ 14 Vorwissen über bürgerschaftliches Engagement ......................................................................... 15 4. Einschätzungen und Bewertungen der Schülerinnen und Schüler ................. 17 Förderung und Training von sozialen Kompetenzen durch das Projekt ...................................... 17 Wissenserwerb und -transfer........................................................................................................ 19 Selbstwirksamkeit........................................................................................................................ 23 Bewusstwerdung für bürgerschaftliches Engagement ................................................................. 24 Bereitschaft zu weiterem Engagement......................................................................................... 26 Zufriendenheit.............................................................................................................................. 27 Verbesserungsvorschläge............................................................................................................. 28 5. Fazit und Empfehlungen................................................................................. 29 Anhang................................................................................................................ 35 Der Fragebogen Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen - 4 - 1. Anlass und Zielsetzung der Evaluierung Anlass der Evaluierung Im April 2008 wurde das Zentrum für Nonprofit-Management mit der Evaluierung des Projektes „Verantwortung Lernen“ beauftragt. Mit der Evaluierung sollen die Qualität, Wirkung und der Nutzen des Projekts ermittelt und für die am Projekt beteiligten Partner transparent abgebildet werden. Anlass für die Evaluierung ist das Vorhaben der Projektträger, nach der nun abgeschlossenen ersten Projektphase, die räumlich auf das Münsterland und Teile Westfalen-Lippes begrenzt war, „ Verantwortung Lernen“ weiter auszubauen und bundesweit zu etablieren. Zum Abschluss der ersten Projektphase erschien es sinnvoll, durch die Überprüfung der Wirkungsziele und die Erfassung der Zufriedenheit der Schülerinnen und Schüler Korrekturen an den Projektzielen und am Projektkonzept zu erkennen und anzugehen. Das Projekt „Verantwortung Lernen“ „Verantwortung Lernen“ ist ein Münsteraner Kooperationsprojekt der Stiftung Bürgerwaisenhaus, der Stiftung Westfalen-Initiative und der Stiftung Bürger für Münster und wird in enger Kooperation mit dem Amt für Schule und Weiterbildung der Stadt Münster und der Freiwilligenagentur Münster durchgeführt. Die Projektentwicklung wird zudem von einem fachübergreifenden Beirat flankiert. Mit dem Ziel, Kinder und Jugendliche möglichst früh und nachhaltig an bürgerschaftliches Engagement heranzuführen, geht es bei „Verantwortung Lernen“ konkret darum, die Lehrpläne an Schulen um das Lernfeld „Soziales Engagement“ zu ergänzen und damit das bürgerschaftliche Engagement als erfahrungsorientiertes und kooperatives Lernen in den Schulalltag zu integrieren. Erreicht werden soll dieses Ziel, indem das „Engagement Lernen“ in Form von Schulprojekten durchgeführt und eng mit den Unterrichtsinhalten verknüpft wird. So sollen das Lernen sowie die Persönlichkeit der Kinder und Jugendlichen gestärkt werden. Die Idee des Projektes, das Lernen von bürgerschaftlichem Engagement eng mit den Lern- und Erlebniswelten der Schule zu verknüpfen, geht auf den Ansatz des Reformpädagogen John Dewey zurück. Er postulierte einen neuen Lernansatz, dem zufolge Kinder am Besten lernen, wenn sie ihr erlerntes Wissen auch Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen - 5 - anwenden und den sich daraus ergebenden Nutzen bewusst erleben. So erkennen sie, dass sie mit ihrem Handeln etwas bewirken können. Aus dieser Idee leiten sich unmittelbar die pädagogischen Wirkungsziele des Projekts „Verantwortung Lernen“ ab: Die Förderung der bewussten und unmittelbaren Wahrnehmung gesellschaftlicher Probleme, die Förderung des Bewusstseins, dass Schülerinnen und Schüler in der Gesellschaft etwas bewirken können (Selbstwirksamkeit), das Trainieren von sozialen Kompetenzen, wie Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Motivation, das Entwickeln von „Gespür“ und Sinn für Demokratie sowie die frühere Förderung des bürgerschaftlichen Engagements von Kindern und Jugendlichen. An „Verantwortung Lernen“ beteiligten sich bisher 12 Schulen in Münster, Warendorf, Menden und Möhnesee, wobei es sich bei zwei der beteiligten Schulen um Grundschulen handelt, die als Projektpartner einer weiterführenden Schule am Gesamtprojekt beteiligt waren. Teilnehmende Schulen Ort Hauptschule Coerde Münster Karl-Wagenfeld-Realschule Münster Hauptschule Möhnesee Möhnesee Günther-Eckerland-Realschule Münster Berufskolleg Warendorf Warendorf Placida-Viel-Berufskolleg Menden Hansa Berufskolleg Münster Fürstenberg Gymnasium Münster Geschwister-Scholl-Gymnasium Münster Kardinal-von-Galen-Gymnasium Münster Erich-Kästner-Schule Münster Heinrich-Tellen-Schule Münster Die Laufzeit der ersten Projektphase endet nach zwei Jahren zum 31. Dezember 2008. Insgesamt nahmen an dem Projekt ca. 250 Schülerinnen und Schüler teil. In vielen der beteiligten Schulen wurde im Durchführungszeitraum mehr als ein Projekt durchgeführt. Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen - 6 - Zielsetzung der Evaluierung Ziel der Evaluierung war es, anhand der Angaben, Einschätzungen und Aussagen der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrerinnen und Lehrer zu ermitteln, wie stark die Lern- und Nutzeffekte für die an den Projekten beteiligten Schülerinnen und Schüler ausgeprägt sind. Als unmittelbare Beteiligte und Zielgruppe des Projekts sollen sie darüber hinaus angeben, wie das Projekt gegebenenfalls verbessert werden kann. Die Einschätzungen und Bewertungen der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler werden mittels eines standardisierten Fragebogens erhoben, um einerseits unterschiedliche Bildungsniveaus und Lernstände zu berücksichtigen und andererseits die Vergleichbarkeit der Ergebnisse sicherzustellen. Die beteiligten Schülerinnen und Schüler der Primarstufen nahmen aufgrund ihres noch zu jungen Alters daher an der Befragung nicht teil. In leitfadengestützten Interviews sollen die Lehrerinnen und Lehrer über ein Projektfeedback hinaus (Qualität, Nutzen, Zufriedenheit) vor allem die pädagogische Wirkung von „Verantwortung Lernen“ bewerten. Inwieweit kann das Projekt als Instrumentarium zur Lernmotivation und -förderung der Kinder genutzt werden? Wo zeichnen sich individuelle Erfolge bei der Förderung von Schülerinnen und Schülern abzeichnen, die auf die Projektarbeit zurückzuführen sind? Auftragnehmer Mit der Evaluierung des Projektes „Verantwortung Lernen“ wurde das Zentrum für Nonprofit-Management gGmbH beauftragt. Mit der Durchführung der Studie beauftragt wurde Kamuran Sezer, studierter Sozialwissenschaftler, der bei der Auswertung der Fragebögen von der studentischen Hilfskraft des Zentrums, Nilgün Daglar, unterstützt wurde. Das Konzept der Befragung entwickelten Kamuran Sezer und Birgit Frey, die Geschäftsführerin des Zentrums, in enger Abstimmung mit der Projektleiterin von „Verantwortung Lernen“, Dr. Jutta Schröten. Der vorliegende Abschlussbericht wurde von Kamuran Sezer und Birgit Frey verfasst. Das Zentrum für Nonprofit-Management ist eine gemeinnützige Forschungs-, Beratungs- und Weiterbildungseinrichtung, die sich auf die aktive Gestaltung und Entwicklung der deutschen und europäischen Zivilgesellschaft spezialisiert hat. Zum Aufgabenspektrum des Zentrums gehören insbesondere die fachliche Qualifikation des Managements von gemeinnützigen Organisationen sowie die Beratung in Fragen der Organisationsentwicklung freigemeinnütziger Einrichtungen. Ein zentraler Forschungsschwerpunkt ist die Analyse des freiwilligen Engagements in der Bundesrepublik. Hierzu wurden und werden sekundäranalytische Untersuchungen und empirische Erhebungen durchgeführt. Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen - 7 - Fragebogen 2. Untersuchungsdesign und Vorgehensweise Bei der Entwicklung des Untersuchungsdesigns bestand die größte Schwierigkeit darin, dass die zu befragende Zielgruppe sehr heterogen ist. So unterscheiden sich die Schülerinnen und Schüler hinsichtlich des Alters, der Klassenstufe, der besuchten Schulform (Grundschule, Hauptschule, Realschule, Berufskolleg und Gymnasium) und des damit verbundenen Bildungsniveaus. Eine weitere Besonderheit, die in der Untersuchung berücksichtigt werden musste, waren die Schulprojekte, die sehr unterschiedlich umgesetzt wurden. In manchen Schulen wurde dafür ein eigenes Unterrichtsfach eingerichtet, bei anderen wurde das Projekt als Arbeitsgemeinschaft (AG) angeboten, bei wiederum anderen war die Projektarbeit Klassen oder gar Jahrgangsstufen übergreifend organisiert. Des Weiteren wurde beschlossen, die Schülerinnen und Schüler der beteiligten Grundschulen nicht in die Befragung mit aufzunehmen, da anzunehmen war, dass sie im Umgang mit Fragebögen wenig oder keine Erfahrungen besitzen. Aus diesem Grund hätte die Zielgruppe der Grundschülerinnen und -schüler ein anderes Untersuchungsdesign erfordert. Die Vergleichbarkeit der erhobenen Daten wäre damit nur noch eingeschränkt möglich gewesen. Der Fragebogen Eine besondere Herausforderung lag in der Auswahl und Entwicklung eines geeigneten Erhebungsinstruments. Es sollte einerseits möglichst von allen Schülerinnen und Schülern verstanden und genutzt werden, andererseits so konzipiert sein, dass die erhobenen Daten miteinander verglichen werden können. Daher wurde auf einen standardisierten Fragebogen als Erhebungsinstrument zurückgegriffen, um eine bestmögliche Vergleichbarkeit der Daten zu gewährleisten. Der Fragebogen besteht hauptsächlich aus „geschlossenen“ Fragen, also Fragen mit vorgegebenen Antwortalternativen. Bei einigen der Fragen wurden zudem so genannte Residualkategorien als Antwortkategorie aufgenommen, um den Befragten die Möglichkeit zu geben, ihre Antworten in freier Nennung zu konkretisieren. Allein die Fragen nach den Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler, die sie in ihrem Projekt gesammelt haben, und die Frage nach Verbesserungsvorschlägen wurden als offene Fragen gestellt. Hier ging es um die Abfrage ganz Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen - 8 - individueller Eindrücke, die mit vordefinierten Antwortklassen nicht möglich gewesen wäre ohne Informationsverluste in Kauf zu nehmen. Zudem war es im Vorfeld schwer einzuschätzen, wie gut es den befragten Kindern und Jugendlichen gelingen würde, komplexe Sachverhalte, wie z.B. ihre individuellen Erfahrungen, auf wenige Schlüsselbegriffe zu reduzieren. Im Sinne einer zielgruppenadäquaten Ansprache wurde bei der Entwicklung des Fragebogens geachtet auf einen einfachen Satzbau in den Formulierungen der Fragen, die direkte Ansprache der Befragten mit „Du“, einen Verzicht auf schwierige Begriffe wie „ehrenamtliches Engagement“, „Ehrenamt“, „bürgerschaftliches Engagement“ o. ä., eine übersichtliche Anordnung der Fragen und Antwortkategorien sowie ein ansprechendes aber funktionell einfaches Design Der Fragebogen umfasst 22 Fragen bzw. 59 Erhebungseinheiten (Items), verteilt auf die folgenden vier Module: Modul 1 : Personenbezogene Angaben und Vorwissen zum bürgerschaftlichen Engagement Modul 2 : Kompetenzerwerb, Wissensanwendung und -transfer Modul 3 : Einschätzung und Bewertung des Projekts Modul 4 : Verbesserungsvorschläge Um besser einschätzen zu können, wie gut im Projektverlauf die vorab definierten Wirkungsziele erreicht wurden, wird im ersten Modul das Engagement-Profil der Schülerinnen und Schüler ermittelt: Sind sie engagiert oder eher nicht engagiert? Wo engagieren sie sich? Wie groß ist das Vorwissen der befragten Schülerinnen und Schüler über bürgerschaftliches Engagement? Erst dann wurden die Einschätzungen und Bewertungen der Schülerinnen und Schüler erhoben (Module 2 und 3). Alleine aus den Ergebnissen der Module 2 und 3 konnten aussagekräftige Schlussfolgerungen zu den Untersuchungszielen der Evaluierung getroffen werden. Die Gegenüberstellung der Engagement-Profile mit den Einschätzungen und Bewertungen der Schülerinnen und Schüler erlaubt eine differenzierte Einschätzung des Antwortverhaltens. So konnte beispielsweise ermittelt werden, ob Schülerinnen oder Schüler, die sich bisher nicht ehrenamtlich engagieren, durch die Teilnahme am Schulprojekt eine Bereitschaft für künftiges Engagement auch außerhalb der Schule erkennen lassen. Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen - 9 - Vorgehensweise Das Untersuchungsdesign wurde in Abstimmung mit Frau Dr. Jutta Schröten, der Leiterin des Gesamtprojektes „Verantwortung Lernen“, entwickelt. Über Frau Dr. Schröten war der Zugang zu den Schulen und den dortigen Kontaktlehrern möglich. Ab dem 23. Mai 2008 wurde mit allen am Projekt beteiligten Lehrerinnen und Lehrern sowohl telefonisch als auch per E-Mail Kontakt aufgenommen. Nach erfolgreicher Kontaktaufnahme wurde ein Termin für einen persönlichen Besuch vereinbart, um den Schülerinnen und Schülern die Fragebögen vorzulegen. Vom 28. Mai bis zum 20. Juni 2008 wurden insgesamt sechs Schulen besucht. Bei zwei weiteren Schulen konnten den Schülerinnen und Schüler der Fragebogen nur noch per E-Mail über die Lehrerinnen und Lehrern zugesandt werden. Die Schülerinnen und Schüler dieser beiden Schulen gehörten zu den Abschlussjahrgängen und waren zum Zeitpunkt der Befragung nicht mehr in der Schule erreichbar. Zu den restlichen vier Schulen konnte zwar ein Kontakt hergestellt werden, aber trotz mehrfacher Bemühungen wurde von den dort zuständigen Lehrerinnen und Lehrern kein Termin in Aussicht gestellt, so dass hier keine Befragung der Schülerinnen und Schüler stattfand. Insgesamt haben 96, also rund 38,4 % aller am Projekt beteiligten Schülerinnen und Schüler aus den folgenden Schulen an der Evaluierung teilgenommen: Teilnehmende Schulen Erhebung Jhgst. Rücklauf Anteil Hauptschule Coerde pers. Sek I Karl-Wagenfeld-Realschule pers. Sek I Hauptschule Möhnesee pers. Sek I Berufskolleg Warendorf pers. /E-Mail Sek II Placida-Viel-Berufskolleg pers. Sek II Hansa Berufskolleg pers. Sek II Gesamt 96 100 % Insgesamt kommen 49% der befragten Schülerinnen und Schüler aus einer Real- und 20,8 % aus einer Hauptschule, weitere 30,2 % aus einem Berufskolleg. Der überwiegende Teil der befragten Schülerinnen und Schüler besucht die Sekundarstufe I. Der Anteil der Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II, die an der Befragung teilgenommen haben, liegt bei knapp 25 %. Dieser eher geringe Anteil an älteren Schülerinnen und Schülern rührt daher, dass es sich bei den vier Schulen, die nicht an der Evaluierung beteiligt waren, um weiterführende Schulen der Sekundarstufe II handelt. Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen - 10 - Die mit knapp 40 % insgesamt außerordentliche gute Rücklaufquote ist dem Umstand zu verdanken, dass die meisten Schulen, die an der Befragung teilgenommen haben, aufgesucht wurden, um mit den Schülerinnen und Schülern die Fragebögen gemeinsam auszufüllen. Auf diese Weise konnte gewährleistet werden, dass alle aufgesuchten Schülerinnen und Schüler den Fragebogen ausfüllen und direkt abgeben konnten. Durch die persönlichen Besuche ergaben sich viele Gespräche mit den Schülerinnen und Schülern, so dass zusätzliche Eindrücke ihrer Motivation sowie ihrer Erwartungen und Meinungen zum Projekt entstanden, die im Anschluss an den Besuch festgehalten wurden und so als „Impressionen aus den persönlichen Besuchen der beteiligten Schulen“ in die Evaluierung mit einfließen konnten. Vom 1. Juli bis 4. August 2008 wurden die Daten der 96 ausgefüllten Fragebögen in SPSS eingepflegt, ausgewertet und im vorliegenden Evaluierungsbericht zusammengefasst. Das Vorhaben, die Befragung der Schülerinnen und Schüler durch Interviews mit den Lehrerinnen und Lehrern zu ergänzen, konnte bisher nicht realisiert werden, weil die meisten von ihnen so kurz vor den Sommerferien mit vielen Arbeiten in der Schule beschäftigt waren. Bei einigen von ihnen verzögerte sich die Terminabstimmung aufgrund des Umstandes, dass sie die Interviewanfragen erst mit der Schulleitung abstimmen wollten. Trotz der fehlenden Interviews mit den betreuenden Lehrerinnen und Lehrern, sind die Antworten der Schülerinnen und Schüler ausreichend, um zu bewerten, inwieweit die allgemeinen Projektziele erreicht werden konnten. Diese Interviews werden nach den Sommerferien nachgeholt. Die Abfrage der Einschätzung und Bewertung in Bezug auf die Schülerinnen und Schüler und deren Entwicklungsschritte im Verlauf der Projektarbeit wird damit ergänzt durch Fragen nach der pädagogischen Wirkung des Projektes, der Übertragbarkeit dieser – insgesamt sehr unterschiedlichen Projekte – in den Betrieb und Lehrplan einer Schule, Verbesserungsvorschlägen und Optimierungspotenzialen in der Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Schulprojekten und dem Gesamtprojekt „Verantwortung Lernen“ und den Motivationen der Schulen, sich überhaupt am Projekt „Verantwortung Lernen“ zu beteiligen. Mit den Interviews der Lehrerinnen und Lehrer bietet sich eine gute Gelegenheit, die Schnittstelle zwischen dem Gesamtprojekt und den einzelnen Schulen näher zu beleuchten. Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen - 11 - Impressionen aus den persönlichen Besuchen der Projektschulen Bevor die Auswertungsergebnisse im Detail vorgestellt werden, sollen zunächst die gewonnenen Eindrücke aus den persönlichen Besuchen wieder gegeben werden: Die Befragungen wurden gegen Ende des Schuljahres 2007/2008 in einem Zeitraum von sechs Wochen durchgeführt, in dem die Lehrerinnen und Lehrer zeitlich sehr eingespannt waren. Vor diesem Hintergrund ist zu erwähnen, dass die Lehrerinnen und Lehrer, die sich auf die Anfrage meldeten, großen Einsatz, Flexibilität und Kooperationsbereitschaft gezeigt haben, damit die Befragungen durchgeführt werden konnten. Die meisten Schülerinnen und Schüler, die an der Befragung teilgenommen haben, waren konzentriert, zeigten sich selbstbewusst und hatten großes Interesse an der Befragung. Sie berichteten mit Freude über ihre Projekte sowie über ihre Erfolgserlebnisse und die Anerkennung, die sie durch die Presse, ihre Familien und die Politik (z.B. Besuch beim Oberbürgermeister) erfahren haben. Sie demonstrierten darüber hinaus die Fähigkeit zur Selbstreflexion und Kritik. So übten einige Schülerinnen und Schüler in den Gesprächen auch inhaltliche Kritik am eigenen Projekt. Die meisten kritischen Rückmeldungen bezogen sich darauf, dass ihre Projekte herausfordernder und inhaltlich anspruchsvoller hätten sein können. Dies traf scheinbar auf Projekte zu, bei deren inhaltlicher Ausgestaltung sie nicht grundlegend beteiligt waren. Es entstand der Eindruck, dass diejenigen sich am meisten mit ihrem Projekt identifizieren konnten, die über ausreichendem Raum zur Mitsprache verfügten (Auswahl des Themas, Vorschlagsrecht für Kooperationen mit karitativen Einrichtungen usw.) oder „formale“ Positionen, wie z.B. als Geschäftsführer der Schülerfirma, bekleiden konnten. Die Schülerinnen und Schüler waren teilweise sehr überrascht, als sie erfuhren, dass ihr Projekt ein Bestandteil eines großen Projektes ist, an dem auch andere Schulen teilweise sogar aus anderen Städten beteiligt sind. Sie wurden zwar von ihren Lehrerinnen und Lehrern – das zeigte sich im Verlauf des Gesprächs – über das Projekt „Verantwortung Lernen“ informiert, aber der Gesamtkontext, in dem ihr Projekt eingebettet ist, lag offenbar nicht in ihrem unmittelbaren Wahrnehmungsumfeld. Sie zeigten auch Interesse, die Schülerinnen und Schüler der anderen Schulen sowie deren Projekte kennen zu lernen. 3. Engagementprofile der Schülerinnen u. Schüler Um besser einschätzen zu können, wie gut im Projektverlauf die vorab definierten Wirkungsziele erreicht wurden, wird im ersten Modul das Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen - 12 - Engagement-Profil der Schülerinnen und Schüler ermittelt: Sind sie engagiert oder eher nicht engagiert? Wo engagieren sie sich? Wie groß ist das Vorwissen der befragten Schülerinnen und Schüler über bürgerschaftliches Engagement? (Modul 1 des Fragebogens) Engagierst Du Dich? Ja; 78,10% Nein; 21,90% Die Mehrheit der befragten Schülerinnen und Schüler, die sich an den Projekten beteiligen, engagiert sich ehrenamtlich. Insgesamt gaben über drei Viertel der Befragten an, sich ehrenamtlich zu engagieren (siehe Grafik). Das außerordentlich hohe Engagement der Schülerinnen und Schüler legt den Schluss nahe, dass sich insbesondere diejenigen Schülerinnen und Schüler für die Schulprojekte gewinnen lassen, die bereits in irgendeiner Form ehrenamtlich aktiv (geworden) sind. Eine spannende Frage wird sein, wie viele der Schülerinnen und Schüler, die mit knapp 22 % angaben, nicht bürgerschaftlich engagiert zu sein, über das Projekt „Verantwortung Lernen“ einen Zugang zum Engagement finden konnten und sich auch nach dem Projekt für die Weiterführung eines Engagements begeistern lassen. Mädchen und Jungen im Vergleich Es ist ein wenig überraschend, dass der Anteil der Mädchen, die sich an den Schulprojekten engagieren, mit 63,5 % deutlich höher liegt als bei den Jungen mit 36,5%. In den allgemeinen Erhebungen zum freiwilligen Engagement in Deutschland (Freiwilligensurveys 1999 und 2004) sind bisher die Männer im Durchschnitt mit bis zu 10 Prozentpunkten häufiger engagiert als die Frauen. Die folgende Grafik, die das Engagement der Schülerinnen und Schüler nach Geschlecht separiert darstellt, lässt einen differenzierteren Blick auf das Engagement der Befragten zu. Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen - 13 - Wo engagierst Du Dich? - nach Geschlecht 0,00% 10,00% 20,00% 30,00% 40,00% 50,00% 60,00% 70,00% 80,00% 90,00% 100,00% Ja 32,30% 45,80% Nein 4,20% 17,70% männlich weiblich Das Profil der befragten Schülerinnen und Schüler lässt sich mit den Attributen „weiblich“, „engagiert“ und „informiert“ beschreiben. Die befragten Mädchen sind also nicht nur stärker im Projekt „Verantwortung Lernen“ engagiert. Auch verfügt fast die Hälfte von ihnen über mehr Engagementerfahrung als die Jungen, von denen nur ein Drittel angab, sich zu engagieren. Andererseits erstaunt der Umstand, dass nur 4,2 % der Jungen angaben, sich gar nicht zu engagieren, während es bei den Mädchen mit 17,7 % deutlich mehr sind. Engagementfelder Wie die nächste Grafik verdeutlicht, engagieren sich die meisten Schülerinnen und Schüler in der „Schule“ (70,8%) und im „Sportverein“ (67,7%). An dritter Stelle folgt mit 44,8 % der Engagementbereich „Familie“. Auf Platz vier folgt mit immerhin 20,8 % der Bereich „Kirche“. Im Vergleich zu den Daten des aktuellen Freiwilligensurveys, in dem der Engagementbereich „Kirche und Religion“ bereits mit 5,5 % zu den „großen“ Engagementbereichen zählt, lässt dieses Ergebnis vermuten, dass der kirchliche Bereich in Zukunft zu den Wachstumsmärkten für bürgerschaftliches Engagement zählen könnte. Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen - 14 - Wenn ja, wo engagierst Du dich? 0,00% 20,00% 40,00% 60,00% 80,00% 100,00% Gew ählt (in %) 70,80% 67,70% 44,80% 20,80% 15,60% 14,60% 9,40% 1,10% Schule Sportverein Familie Kirche Jugend- arbeit Alten- Betreuung Kultur Politik Die meisten Schülerinnen und Schüler gaben an, sich in mehreren Bereichen aktiv zu engagieren. Lediglich 14,5 % der Schülerinnen und Schüler gaben an, nur in einem Engagementfeld aktiv zu sein, und nur eine Person gab an, sich in der Politik zu engagieren (siehe Grafik). Weitere 11,5 % gaben an, sich in anderen als in der Grafik genannten Feldern zu engagieren. Hier wurden u. a. die Bereiche „Betreuung von Behinderten“, „freiwillige Feuerwehr/Jugendfeuerwehr“, „im Kindergarten/der Kinderklinik helfen“, „Mädchenfußball“, „in der Moschee helfen“, „Nachhilfe geben“ oder „den Hund Gassi führen“ genannt. Vorwissen über bürgerschaftliches Engagement Auch das Vorwissen der Schülerinnen und Schüler über bürgerschaftliches Engagement wurde im Rahmen der Evaluierung abgefragt. Davon ausgehend, dass bürgerschaftliches Engagement in weitem Sinne damit verbunden wird, Menschen in besonderen Lagen zu helfen, wurde versucht, mit zwei einfachen Fragestellungen das Vorwissen der Schülerinnen und Schüler zu erfragen. Die Frage, ob sie schon vor der Teilnahme am Schulprojekt gewusst haben, dass es Menschen gibt, die hilfebedürftig sind bzw. auf Unterstützung angewiesen sind, bejahten 99 % der Befragten (siehe nachfolgende Grafik). Nicht ganz so viele von ihnen (92, 7 %) wussten auch, dass es Einrichtungen bzw. Organisationen gibt, die diese Hilfe- und Unterstützungsleistungen für hilfebedürftige Personen anbieten und erbringen. Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen - 15 - 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% Ja 99% 92,70% Nein 1,00% 7,30% Hast Du vor Eurem Projekt gewusst, dass es Menschen gibt, die besondere Hilfe oder Unterstützung benötigen? Und hast Du gewusst, dass es Vereine und Einrichtungen gibt, die Hilfe oder Unterstützung für andere Menschen anbieten? Interessant sind in diesem Zusammenhang die Informationsquellen, über die die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen über bürgerschaftliches Engagement erhalten haben (siehe nachfolgende Grafik). 0,00% 10,00% 20,00% 30,00% 40,00% 50,00% 60,00% 70,00% 80,00% 90,00% 100,00% über hilfebedürftige Menschen erfahren… 66,70% 56,30% 53% 24,00% 41,70% über hilfeleistende Organisationen erfahren… 76% 47,90% 37,50% 18,80% 20,80% ...durch das Fernsehen, Internet oder Radio …durch meine Familie ...durch Freunde …durch Nachbarn ...Sonstige Erwartungsgemäß haben die meisten Schülerinnen und Schüler ihr Vorwissen durch ihre unmittelbaren sozialen Umfelder wie Familie und Freunde aufgebaut. Das Ergebnis macht aber auch deutlich, dass elektronische Medien wie Fernsehen, Internet und Radio bei jungen Menschen als Informationsquelle eine immer wichtigere Rolle spielen. Ob die neuen Medien reine Informationsquelle Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen - 16 - bleiben oder, wie das soziale Umfeld, auch als Impulsgeber einen direkten Zugang zum bürgerschaftlichen Engagement herstellen, kann an dieser Stelle nicht beantwortet werden. Weitere 41,6 % der Schülerinnen und Schüler gaben auch andere Informationsquellen an, über die sie erfahren haben, dass es hilfebedürftige Menschen gibt, und 20,8 % der Befragten nannten alternative Quellen, über die sie von Einrichtungen erfahren haben, die hilfebedürftige Menschen unterstützen. Offensichtlich spielt hier das soziale Umfeld der Schule als „Informationspool“ für den Zugang zu bürgerschaftlichem Engagement eine besondere Rolle, denn immerhin ein Drittel aller befragten Schülerinnen und Schüler haben über die Schule, Praktika oder ihre Lehrerinnen und Lehrer erfahren, dass es hilfebedürftige Menschen gibt. Bezüglich der Einrichtungen und Organisationen, die Hilfe- und Unterstützungsleistungen anbieten, spielte die Schule ebenfalls eine wichtige Rolle. So haben elf von 20 Schülern durch die Schule von der Existenz solcher Einrichtungen erfahren. Im Einzelnen wurden die folgenden „alternativen“ Informationsquellen von den insgesamt 96 befragten Schülerinnen und Schülern genannt: Wie hast Du über hilfe- bedürftige Menschen erfahren? Wie hast Du über hilfeleistende Organisationen erfahren? Allgemeinwissen 1 Allgemeinwissen 2 Bekannte 3 Bekannte 1 Berufserfahrung 1 Schule, Lehrer 9 Hilfesuchende Freunde 1 Praktikum 2 Krankenhaus 1 (Print-) Werbung 5 Schule, Lehrer, Schulkameraden 25 Unicef-Projekt 1 Praktikum 4 Nachbarschaft 1 Zeitung 2 Zivildienst 1 Keine Angabe 56 Keine Angaben 76 Gesamt 96 Gesamt 96 4. Einschätzungen und Bewertungen Um besser einschätzen zu können, wie gut im Projektverlauf die vorab definierten Wirkungsziele erreicht wurden, wurden die Einschätzungen und Bewertungen der Schülerinnen und Schüler erhoben (Module 2 und 3 des Fragebogens). Die Auswertung der erfragten Einschätzungen und Bewertungen Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen - 17 - sind den Wirkungszielen von „Verantwortung Lernen“ zugeordnet, um aussagekräftige Schlussfolgerungen zu den Untersuchungszielen der Evaluierung treffen zu können. Förderung und Training von sozialen Kompetenzen Die meisten Schülerinnen und Schüler haben bei der Frage, ob und welche sozialen Kompetenzen besonders gefördert wurden, eine positive Einschätzungen abgegeben. Ordnet man die Mittelwerte zu einem Ranking, so wurden nach Einschätzung der Schülerinnen und Schüler folgende Kompetenzen besonders gefördert: 1. „Verantwortungsbewusstsein“, 2. „andere Menschen respektieren“ und 3. „mit anderen ein gemeinsames Ziel erreichen“. Nach Einschätzung der Schülerinnen und Schüler wurde die soziale Kompetenz „mitbestimmen und mitgestalten z.B. von Entscheidungen“ im Rahmen der Schulprojekte am wenigstens bzw. kaum gefördert. Gesamt Schüler Schülerinnen 1. Verantwortungsbewusstsein 1. Verantwortungsbewusstsein 1. Andere respektieren 2. Andere respektieren 2. gemeinsam Ziele erreichen 2. Verantwortungsbewusstsein 3. gemeinsam Ziele erreichen 3. Andere respektieren 3. gemeinsam Ziele erreichen 4. Teamarbeit 4. Teamarbeit 4. mitbestimmen/mitgestalten 5. selbstständiges Arbeiten 5. selbstständiges Arbeiten 5. Teamarbeit 6. über Probleme reden/lösen 6. über Probleme reden/lösen 6. selbstständiges Arbeiten 7. mitbestimmen/mitgestalten 7. mitbestimmen/mitgestalten 7. über Probleme reden/lösen Differenziert man die Einschätzungen nach den Geschlechtern, so werden nach Ansicht der Jungen folgende Kompetenzen und Fähigkeiten besonders gefördert: 1. „Verantwortungsbewusstsein“, 2. „mit anderen ein gemeinsames Ziel erreichen“ und 3. „andere Menschen respektieren“. „Mitbestimmen und mitgestalten z.B. von Entscheidungen“ werden ihrer Ansicht nach am wenigsten gefördert. Bei den Mädchen wurden hingegen am häufigsten folgende Kompetenzen und Fähigkeiten genannt: 1. „andere Menschen respektieren“, 2. „Verantwortungsbewusstsein“ und Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen - 18 - 3. „mit anderen ein gemeinsames Ziel erreichen“. Den Schlusspunkt bildet hier der Aspekt „über Probleme reden und mit anderen Probleme lösen“. Insgesamt ergibt sich bei der Einschätzung und Bewertung der befragten Schülerinnen und Schüler in Bezug auf die Förderung von sozialen Kompetenzen das folgende Bild: 0 0,5 1 1,5 2 2,5 Gesamt 1,71 1,76 1,88 2,07 2,18 2,29 2,32 männlich 1,14 1,94 1,86 2,03 2,29 2,34 2,43 weiblich 1,73 1,66 1,9 2,1 2,12 2,26 2,05 Verantwortung sbewusstsein andere Menschen respektieren mit anderen ein gemeinsames Ziel erreichen Teamarbeit selbständiges Arbeiten über Probleme reden und mit anderen mitbestimmen und mitgestalten Der größte Konsens zwischen Jungen und Mädchen besteht darin, dass das Schulprojekt die Kompetenz, mit anderen ein gemeinsames Ziel zu erreichen, fördert. Aber die Einschätzung und Bewertung, inwieweit das Projekt „Verantwortung Lernen“ die sozialen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler fördert, ist immerhin in drei Punkten geschlechtsspezifisch relevant. Die größten Differenzen existieren bei den Kompetenzen „Verantwortungsbewusstsein“, „andere Menschen respektieren“ und „mitbestimmen und mitgestalten“. Dass gerade die Mädchen der Kompetenz „mitbestimmen und mitgestalten“ eine signifikant höhere Bedeutung zuweisen, verwundert – aber nur auf den ersten Blick. Das klassische Ehrenamt ließ sich lange auf die Formel „Die Macht ist männlich, die Arbeit weiblich“ bringen. Während Männer in den leitenden Positionen (z.B. Vereinsvorstand) die Entscheidungen trafen, kümmerten sich die Frauen um das „operative Geschäft“, wie z.B. das Organisieren von Vereinsfesten. Neuere Studien aber zeigen, dass Frauen aufgrund der Bildungsexpansion der 70er und 80er Jahre immer häufiger auch ins formale Ehrenamt drängen, immer häufiger Gestaltungsfunktionen übernehmen und Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen - 19 - immer weniger bereit sind, nur operative Tätigkeiten zu übernehmen. Der hier dargestellte Befund bestätigt diesen Trend. Wissenserwerb und -transfer Die Mehrheit der Schülerinnen und Schüler hat die Frage, wie gut sie ihr Schulwissen in den Projekten anwenden konnten, insgesamt gut bis sehr gut bewertet. Lediglich 8,3 % der Befragten haben diese Frage (eher) negativ beantwortet (siehe Grafik). Wie gut konntest Du Wissen aus Deinen Unterrichten in Eurem Projekt anwenden? 0,00% 20,00% 40,00% 60,00% 80,00% 100,00% Wie gut konntest Du Wissen aus Deinen Unterrichten in Eurem Projekt anwenden? 31,30% 36,50% 20,80% 7,30% 0,00% 1% 1 = sehr gut anwenden 2 3 4 5 6 = gar nicht anwenden Nach Geschlechtern differenziert, bewerten im Durchschnitt die Jungen diese Frage positiver als die Mädchen: Wie gut konntest Du Wissen aus Deinen Unterrichten in Euren Projekten anwenden? 0,00 0,50 1,00 1,50 2,00 2,50 Wie gut konntest Du Wissen aus Deinen Unterrichten in Euren Projekten anwenden? 2,09 1,90 2,18 Gesamt männlich weiblich Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen - 20 - Betrachtet man, aus welchen Schulfächern die Schülerinnen und Schüler Schulwissen in den Projekten eingesetzt haben, so fällt auf, dass die Hauptfächer Deutsch und Mathematik am häufigsten genannt wurden. In der Gesamtbetrachtung dominieren jedoch die Fächer aus den Bereichen Sprache sowie Sozial- und Geisteswissenschaften. Die natur- und ingenieurwissenschaftlichen Fächer wie Physik, Chemie, Biologie, Informatik u. ä. wurden hingegen kaum genannt (siehe Grafik). Häufigkeit 0,00% 5,00% 10,00% 15,00% 20,00% 25,00% Physik Chemie Erdkunde Geschich-te Wirt-schafts-lehre Informatik Biologie Musik Sport Haus-wirtschaft Religion / Ethik Kunst Gesell-schafts-lehre Mathematik Deutsch Häufigkeit 0,50% 0,90% 1,40% 1,80% 1,80% 3,20% 5,00% 5,90% 8,10% 8,60% 8 ,60% 8,60% 10,80% 14% 21,20% Physik Chemie Erdkunde Geschich- te Wirt- schafts- lehre Informatik Biologie Musik Sport Haus- w irtschaft Religion / Ethik Kunst Gesell- schafts- lehre Mathematik Deutsch Bei der Bewertung des „Schulfächer-Rankings“ müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden. Manche Fächer werden in einigen Schulen nicht von der fünften Klasse an durchgehend angeboten. Fächer wie Informatik oder Erziehungswissenschaft werden erst in höheren Klassenstufen als Wahlpflichtfächer angeboten. Es muss ferner davon ausgegangen werden, dass einige Fächer nicht im Lehrplan der Schulen enthalten sind. Außerdem muss berücksichtigt werden, dass die Hausaufgabenbetreuung jüngerer Jahrgänge oder Nachhilfe ein zentraler Bestandteil der Schulprojekte sind. Dies erklärt, warum die Hauptfächer Deutsch und Mathematik am häufigsten genannt wurden. Die im Vergleich auffallend geringe Bedeutung von natur- und ingenieurwissenschaftlichen Fächer für den Wissenserwerb und -transfer liegt darin begründet, dass im Rahmen von „Verantwortung Lernen“ kaum Projekte etabliert wurden, die sich im Bereich „Umwelt und Naturschutz“ ansiedeln. Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen - 21 - Während die Mehrheit der Schülerinnen und Schüler die Frage, wie gut sie ihr Schulwissen in den Projekten anwenden konnten, insgesamt gut bis sehr gut bewertet hat, wird die Übertragbarkeit der Erfahrungen aus den Projekten in den Schulunterricht weniger gut bewertet: Gebe bitte an, wie gut Du Erfahrungen aus Eurem Projekt in der Schule anwenden konntest? 0,00% 20,00% 40,00% 60,00% 80,00% 100,00% Gebe bitte an, wie gut Du Erfahrungen aus Eurem Projekt in der Schule anwenden konntest? 18,80% 42,70% 24,00% 10,40% 4,20% 0% 1 = sehr gut anwenden 2 3 4 5 6 = gar nicht anwenden Wie bei der Bewertung der Übertragbarkeit des Schulwissens auf die Projekte, sind es auch im umgekehrten Fall – bei der Bewertung der Übertragbarkeit der Projekterfahrungen in den Unterricht – wieder die Jungen, die im Durchschnitt positiver bewerten als die Mädchen (siehe nachfolgende Grafik). Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen - 22 - Gebe bitte an, wie gut Du Erfahrungen aus Eurem Projekt in der Schule anwenden konntest? 0,00 0,50 1,00 1,50 2,00 2,50 Gebe bitte an, wie gut Du Erfahrungen aus Eurem Projekt in der Schule anwenden konntest? 2,39 2,23 2,48 Gesamt männlich weiblich Neben der Frage nach der Übertragbarkeit von Schulwissen in die Projekte und umgekehrt (Wissenstransfer) wurden die Schülerinnen und Schülern auch nach ihrer Einschätzung in Bezug auf den generellen Wissenserwerb gefragt. Die Frage, um was für Erfahrungen es sich dabei im Einzelnen handelt, wurde offen gestellt. Die Schülerinnen und Schüler haben auf sehr vielfältige Weise ihre Erfahrungen verbalisiert, die nachfolgend in fünf Kategorien zusammengefasst werden: Umgang mit Menschen Insgesamt 49 % der Schülerinnen und Schüler nennen als wichtigsten Erfahrungsschatz den Umgang mit älteren Menschen, Menschen mit Behinderungen und Kinder, den Respekt gegenüber allen Menschen, auch anderer ethnischer Gruppen, sowie das Tolerieren und Respektieren anderer Meinung. Soziale Kompetenzen Rund 40 % der Schülerinnen und Schüler sehen als wesentlichen Wissenserwerb Teamarbeit, Hilfsbereitschaft und weitere Kompetenzen, wie die Rhetorik („frei reden können“), selbständiges Arbeiten, Eigeninitiative, das gemeinsame Erreichen von Zielen, Verantwortungsbereitschaft („Verantwortung lernen“), Problem- und Konfliktlösungsfähigkeit, Durchsetzungsfähigkeit und Organisationsfähigkeit. Schule-Beruf In diese Kategorie fallen Kompetenzen, wie Schulwissen anwenden, neue Lern- und Lehrtechniken erwerben und Einblicke in die Arbeitswelt Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen - 23 - gewinnen, die von knapp 19 % der befragten Schülerinnen und Schüler genannt werden. Persönlichkeitsentwicklung Auch die Persönlichkeitsentwicklung (Selbstbewusstsein entwickeln, Toleranz, Gelassenheit und „etwas bewirken können“ erachten immerhin 14,5 % der befragten Schülerinnen und Schüler als wichtigen Kompetenzerwerb. Über die genannten vier Kategorien hinaus haben rund 10 % der Schülerinnen und Schüler auch angegeben, dass sie mit den Schulprojekten positive Erfahrungen und Erlebnisse, wie „Spaß haben“, „neue Freunde gewinnen“ und „ein gutes Gefühl haben“, verbinden können. Selbstwirksamkeit Hinter dem Projektziel der Selbstwirksamkeit steht die Frage, inwieweit die Schülerinnen und Schüler, die sich im Rahmen von „Verantwortung Lernen“ engagieren, erfahren können, dass sie mit ihren Schulprojekten etwas bewirken können. Wie die Grafik zeigt, sind knapp Dreiviertel der Schülerinnen und Schüler (74 %) der Meinung, dass sie mit ihren Projekten viel bewirken konnten. Nur sehr wenige Befragte sind der Auffassung, dass sie wenig oder gar nichts bewirken konnten. Selbstwirksamkeit 0,00% 20,00% 40,00% 60,00% 80,00% 100,00% Selbstwirksamkeit 24,00% 50,00% 20,00% 3,10% 0,00% 2,10% 1 = sehr viel bewirken 2 3 4 5 6 = gar nichts bewirken Im Gegensatz zu den vorangegangenen Bereichen, in denen die Schülerinnen und Schüler nach ihrer Einschätzung und Bewertung in Bezug auf die Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen - 24 - Projektziele befragt wurden, gab es in Bezug auf die Selbstwirksamkeit keine nennenswerten geschlechtsspezifischen Unterschiede im Antwortverhalten. Bewusstwerdung für bürgerschaftliches Engagement Die Schulprojekte haben den Schülerinnen und Schülern definitiv dabei geholfen, sich bewusster zu werden, dass es Menschen gibt, die Hilfe und Unterstützung benötigen. Insgesamt 74 %, also Dreiviertel der Befragten, gaben dies an. Gleiches gilt auch für Einrichtungen und Organisationen, die Hilfe und Unterstützung anbieten, die mit 66,7 % ebenso so positiv bewertet wurde. 0,00% 20,00% 40,00% 60,00% 80,00% 100,00% Wie sehr hat Dir Euer Projekt geholfen, Dir bewusst zu werden, dass es Menschen gibt, die Hilfe oder Unterstützung benötigen? 32,30% 41,70% 18,80% 5,20% 0,00% 2,10% Und wie sehr hat Euer Projekt Dir geholfen, Dir bewusst zu werden, dass Vereine und Einrichtungen gibt, die Menschen helfen oder unterstützen? 24,00% 42,70% 20,80% 6,30% 2,10% 4,20% 1 = sehr geholfen 2 3 4 5 6 = gar nicht geholfen Damit konnte das Projektziel der „Bewusstwerdung“ wie das der Selbstwirksamkeit in besonders hohem Maße erreicht werden. Allerdings mit der geschlechtsspezifischen Einschränkung, dass es – im Gegensatz zur Bewertung des Wissenstransfers – diesmal die Mädchen sind, deren Einschätzung und Bewertung der „Bewusstwerdung“ höher ausfällt als die der Jungen (siehe nachfolgende Grafik). Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen - 25 - 0,00 0,50 1,00 1,50 2,00 2,50 3,00 Wie sehr hat Dir Euer Projekt geholfen, Dir bewusst zu werden, dass es Menschen gibt, die Hilfe oder Unterstützung benötigen? 2,05 2,20 1,97 Und wie sehr hat Euer Projekt Dir geholfen, Dir bewusst zu werden, dass Vereine und Einrichtungen gibt, die Menschen helfen oder unterstützen? 2,32 2,57 2,18 Gesamt männlich weiblich Bereitschaft zu weiterem Engagement Erfreulich ist die Tatsache, dass 25% der Schülerinnen und Schüler angegeben haben, dass sie sich über das Schulprojekt hinaus weiter engagieren werden. Wirst Du dich nach diesem Projekt engagieren? 0,00% 20,00% 40,00% 60,00% 80,00% 100,00% Wirst Du dich nach diesem Projekt engagieren? 36,50% 31,30% 25,00% 7,30% Ich habe mich bereits vor unserem Projekt Ich möchte, aber ich weiß noch nicht, wie Ich werde mich ganz sicher engagieren. Ich möchte mich nicht engagieren. Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen - 26 - Weitere 31,3% würden sich gerne engagieren, wissen aber nicht, wie und wo sie sich engagieren könnten. Lediglich 7,3%, also sieben der befragten 96 Schülerinnen und Schüler, gaben an, dass sie sich über das Schulprojekt hinaus definitiv nicht engagieren werden. Vergleicht man diese 7,3 % jedoch mit den 21,9 %, die zu Beginn angaben, sich nicht zu engagieren, dann wird die positive Wirkung des Projekts „Verantwortung lernen“ auf die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements von Kindern und Jugendlichen deutlich. Diese – aus Sicht des Projekts „Verantwortung lernen“ – erfreulichen Ergebnisse zeigen zwei positive Sachverhalte auf: 1. Die Schulprojekte haben den meisten Schülerinnen und Schülern in ihren Entscheidungsprozessen geholfen, sich engagieren zu wollen und auch zu können. Mit dazu beigetragen hat sicherlich der Umstand, dass die Schülerinnen und Schüler durch das Projekt Verantwortungs- und Selbstbewusstsein entwickelt haben sowie die Erfahrung machen konnten, sich auf Andere verlassen zu können und dabei Spaß miteinander zu haben. 2. Ein Großteil der Schülerinnen und Schüler bringt zwar den Willen und die Bereitschaft mit, sich ehrenamtlich zu engagieren, jedoch benötigen sie weitere konkrete Orientierung. Dies stellt eine echte Chance für das Gesamtprojekt dar, durch eine begleitende Informationsarbeit, Aufklärung und Beratung während der Projektarbeit noch mehr Schülerinnen und Schüler an bürgerschaftliches Engagement heranzuführen. Zufriedenheit Ingesamt äußern die Schülerinnen und Schüler eine generelle Zufriedenheit mit ihren Schulprojekten, wie die nachfolgende Grafik zeigt. Mehr als Dreiviertel der Befragten (78,1 %) sind zufrieden bis sehr zufrieden. Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen - 27 - 0,00% 20,00% 40,00% 60,00% 80,00% 100,00% Wie zufrieden warst Du mit Eurem Projekt? 28,10% 49,00% 13,50% 5,20% 1,00% 2,10% männlich 31,40% 54,30% 11,40% 2,90% 0,00% 0,00% weiblich 26,70% 46,70% 15,00% 6,70% 1,70% 3,30% 1 = sehr zufrieden 2 3 4 5 6 = gar nicht zufrieden Die Zufriedenheit zeigt geschlechtsspezifische Unterschiede insofern, dass diesmal wieder die Jungen mit 85,7 % in ihrer Einschätzung deutlich positiver gestimmt sind als die Mädchen (73,4 %). Wie zufrieden warst Du mit Eurem Projekt? 0,00 0,50 1,00 1,50 2,00 2,50 Wie zufrieden warst Du mit Eurem Projekt? 2,07 1,86 2,20 Gesamt männlich weiblich Nahezu alle Schülerinnen und Schüler sind der Auffassung, dass mehr Schülerinnen und Schüler an solchen Projekten teilnehmen sollten. Lediglich vier Befragte teilen diese Auffassung nicht. Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen - 28 - Meinst Du, dass mehr Schülerinnen und Schüler und andere Klassen an solchen Projekten teilnehmen sollten? Ja; 94,80% Nein; 4,20% Verbesserungsvorschläge Die meisten Verbesserungsvorschläge der Schülerinnen und Schüler beziehen sich zwar unmittelbar auf das eigene Projekt, werden aber auch in Bezug zum Gesamtprojekt „Verantwortung Lernen“ gesehen bzw. genannt: Hohes Informationsbedürfnis Die Schülerinnen und Schüler wünschen sich mehr vorbereitende Informationen, aber auch mehr Arbeitsunterlagen und Hilfsmittel. Die beiden letztgenannten Punkte betreffen insbesondere die Schulprojekte, in denen jüngeren Mitschülern Nachhilfe gegeben wird oder Kinder im Kindergarten betreut werden. Es wurde aber auch das Bedürfnis zum Ausdruck gebracht, dass die Schülerinnen und Schüler besser auf die Projekte und Inhalte vorbereitet oder über die Einrichtungen, mit denen sie zusammenarbeiten, informiert werden möchten. Manche wünschten sich auch Informationen über Krankheitsbilder oder altersbedingte Krankheiten. Bessere Organisation Die Schülerinnen und Schüler haben auf sehr unterschiedliche Weise zum Ausdruck gebracht, dass ihre Projekte besser organisiert sein sollten. Manche haben beklagt, dass sie nicht ausgelastet waren, also auch in den Projekten Leerlauf hatten. Sie wünschten sich zudem mehr Abwechslung. Es gab aber auch gegenteilige Anmerkungen von einigen der befragten Schülerinnen und Schüler, die sich im Projekt überfordert fühlten, was aber auch an fehlenden Informationen liegen kann. Vereinzelt wurde kritisiert, dass zuviel Zeit für repräsentative Aufgaben (z.B. anderen das eigene Projekt vorstellen) zu Lasten der eigentlichen Projektarbeit aufgewendet würde. Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen - 29 - Zusammenarbeit mit den Lehrerinnen und Lehrern Einige Schülerinnen und Schüler erwarten mehr Unterstützung durch ihre Lehrerinnen und Lehrer. Dies trifft insbesondere auf die so genannten Nachhilfe-Projekte zu. Darüber hinaus haben einige der Befragten den Wunsch geäußert, dass sich die Kommunikation zwischen den Schülerinnen und Schülern und den betreuenden Lehrerinnen und Lehrern verbessern sollte, indem häufiger miteinander über das Projekt gesprochen wird. Inhaltliche Ausgestaltung der Projekte Viele der Schülerinnen und Schüler möchten mehr Zeit in ihren Projekten verbringen. Außerdem möchten sie die Aktivitäten in den Projekten ausweiten und ihre eigenen Ideen vorstellen. Sie haben eigenständig Ideen entwickelt, die meist zeit- oder projektbedingt unberücksichtigt blieben. Vorgeschlagen wurde, neue Ideen gemeinsam in der Gruppe zu entwickeln und umzusetzen. Außerdem möchten einige Schülerinnen und Schüler mehr Menschen (insbesondere ältere) unterstützen als sie es bisher in ihren Projekten tun. Einige Schülerinnen und Schüler haben zudem angeführt, dass die Teilnahme am Projekt freiwillig sein sollte. In ihrem Fall wurden die Schulprojekte verpflichtend durchgeführt und die Teilnahme am Projekt floss in die Bewertung der schulischen Leistungen ein. 5. Fazit und Empfehlungen Ziel der Evaluierung war es zu überprüfen, ob und wie stark das Projekt „Verantwortung lernen“ seine vorab definierten Wirkungsziele erreichen konnte. Das erfolgreiche Erreichen der Wirkungsziele ist maßgebliche Bewertungsgrundlage für die Qualität und den Nutzen des Projekts. Hintergrund der Evaluierung ist der Wunsch, in der anstehenden zweiten Phase des Projektes dieses weiter auszubauen und bundesweit zu etablieren. In dieser Phase soll zugleich die Chance genutzt werden, durch die Überprüfung der Wirkungsziele und die Erfassung der Zufriedenheit der Schülerinnen und Schüler Korrekturen an den Projektzielen und am Projektkonzept anzugehen. Die Durchführung der Befragung unter den am Projekt beteiligten Schülerinnen und Schüler zeigt, dass das Projekt „Verantwortung lernen“ seine Ziele in hohem bis sehr hohem Maße erreicht hat. Bürgerschaftliches Engagement mit Unterrichtsinhalten zu verknüpfen und in Form von Schulprojekten erlebbar zu machen, ist ein guter Ansatz, junge Menschen schon früh an bürgerschaftliches Engagement heranzuführen und dauerhaft dafür zu begeistern. Neben der Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen - 30 - Familie, den Freunden und den so genannten Neuen Medien scheinen in Zukunft vor allem auch die Schulen eine wesentliche Funktion dabei übernehmen zu können, interessierte Schülerinnen und Schüler an gesellschaftliche Probleme heranzuführen und deren Bewältigung über Formen aktiven Bürgerengagements erfahrbar zu machen – vorausgesetzt, „Verantwortung Lernen“ wird erfolgreich in den Schulalltag und den Unterricht integriert. Die befragten Schülerinnen und Schüler sind bis auf wenige Ausnahmen mit ihren Projekten insgesamt zufrieden. Sie haben die Erfahrung gemacht, dass sie in der Gesellschaft etwas bewirken können. Nahezu alle Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer wünschen sich, dass auch andere Schülerinnen und Schüler und Klassen solche Projekte initiieren und durchführen. Auch dies ist ein starkes Indiz für die Zufriedenheit der im Rahmen der Evaluierung befragten Schülerinnen und Schüler. Ein weiterer Indikator ist, dass viele von ihnen aufgrund der überwiegend positiven Projekterfahrungen die Bereitschaft zeigen, sich auch weiterhin ehrenamtlich zu engagieren. Um die Stärken und Schwächen bzw. Chancen und Risiken des Gesamtprojekts besser einschätzen zu können, werden im Folgenden die Ergebnisse im Hinblick auf die einzelnen Wirkungsziele diskutiert und bewertet. Förderung der bewussten und unmittelbaren Wahrnehmung gesellschaftlicher Probleme Nach eigenen Angaben wussten nahezu alle Schülerinnen und Schüler, dass es hilfebedürftige Menschen gibt und Organisationen, die diesen Menschen mit unterstützenden Angeboten zur Seite stehen. Dies zeigt, dass Kinder und Jugendliche über Altersgrenzen hinweg in der heutigen Zeit über gesellschaftliche Probleme informiert sind bzw. diese zumindest wahrnehmen. Die Schulprojekte haben einer deutlichen Mehrheit der Schülerinnen und Schüler dabei geholfen, die vielfältigen Formen und Ausprägungen gesellschaftlicher Probleme und des bürgerschaftlichen Engagements bewusster wahrzunehmen. Die Befragung der Schülerinnen und Schüler hat zudem zwei wichtige Sachverhalte aufgezeigt: 1. Es gibt einen graduellen Unterschied im Vorwissen der Schülerinnen und Schüler. Der hilfebedürftige Mensch wird häufiger wahrgenommen als die Einrichtungen, die diesen Menschen helfen. An dieser Einschätzung hat auch die Teilnahme an den Schulprojekten nichts geändert. Im Rahmen von „Verantwortung lernen“ sollten sich die Projektträger und Partner in den Schulen in diesem Bereich um verstärkte Information und Aufklärung bemühen. So könnten den Schülerinnen und Schülern in Vorbereitung auf die Projekte die vielfältigen Einsatz- und Engagementmöglichkeiten in Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen - 31 - gemeinnützigen Einrichtungen und Organisationen vermittelt werden. Immerhin gab ein gutes Drittel der Schülerinnen und Schüler an, sich auch über die Schulprojekte hinaus engagieren zu wollen, sie aber nicht wüssten, wie und wo dies möglich sei. 2. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler wünschen sich viel mehr Informationen, Arbeitsunterlagen und sonstige Hilfsmittel. Hier scheint von den Lehrerinnen und Lehrern bisher eine Chance verpasst worden zu sein, die Kinder und Jugendlichen grundlegend in das bürgerschaftliche Engagement einzuführen und sie auf ihre Tätigkeiten in den einzelnen Schulprojekten vorzubereiten. In diesem Zusammenhang spielen die Unterrichtsstunden, in denen die Schulprojekte vor- und nachbereitet werden, eine sehr wichtige Rolle. Sie sollten verstärkt in die Schulprojekte integriert werden, um die Wissensvermittlung und Verarbeitung von Erfahrung strukturiert und systematisch zu gewährleisten. Förderung des Bewusstseins, dass die Schülerinnen und Schüler in der Gesellschaft etwas bewirken können (Selbstwirksamkeit) Bei der Erreichung dieses Wirkungsziels kann die Projektarbeit von „Verantwortung Lernen“ als besonders erfolgreich eingestuft werden. Interessant ist, dass sowohl die Jungen als auch die Mädchen diesen Bereich fast identisch bewertet haben. Nichtsdestotrotz sollten Überlegungen angestellt werden, wie dieser Lerneffekt in den künftigen Projekten noch verstärkt werden kann. In diesem Zusammenhang könnten die projektbezogenen Unterrichtseinheiten ein wichtiges Instrumentarium darstellen. Trainieren von sozialen Kompetenzen Auch dieses Wirkungsziel konnte erfolgreich erreicht werden. Viele Schülerinnen und Schüler haben soziale Kompetenzen als Lern- und Erfahrungswerte aus den Projekten in ihren Einschätzungen und Bewertungen genannt. Die Befragung hat allerdings gezeigt, dass die Förderung der sozialen Kompetenzen und Fähigkeiten von Mädchen und Jungen sehr unterschiedlich bewertet wurden. Um die Effekte dieses Wirkungsziels zu verstärken, wäre es angebracht, die Vermittlung solcher Kompetenzen und Fähigkeiten geschlechtsspezifisch zu fördern. Einige Schülerinnen und Schüler haben außerdem vorgeschlagen, in den Projekten soziale Kompetenzen bzw. Fähigkeiten wie „freies Reden können“ im Hinblick auf den künftigen Beruf viel häufiger und systematischer als bisher zu üben. Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen - 32 - Entwicklung von Gespür und Sinn für Demokratie Dies ist ein Wirkungsziel des Projekts „Verantwortung lernen“, das aus der Sicht der Schülerinnen und Schüler im Vergleich zu den anderen Zielen am schlechtesten abgeschnitten hat. Die Schülerinnen und Schüler haben die Vermittlung der auf Demokratiefähigkeit hindeutenden sozialen Kompetenzen des „Mitgestaltens und Mitbestimmens“ und des „über Probleme Redens und mit anderen Lösens“ vergleichsweise schlecht bewertet. In vielen Schulprojekten wird scheinbar unterschätzt, wie viele Ideen von den Schülerinnen und Schülern selbst entwickelt werden und viel zu häufig unberücksichtigt bleiben. Frühe Förderung und Orientierung zu ehrenamtlichen Engagement von Kindern und Jugendlichen Auch dieses Wirkungsziel konnte erfolgreich erreicht werden. Zum einen haben 23,8 % der befragten Schülerinnen und Schüler, die sich nach eigenen Angaben nicht engagieren, dennoch angegeben, dass sie sich in Zukunft „ganz sicher engagieren werden“, zum anderen haben auch Schülerinnen und Schüler, die sich bereits engagieren, ebenfalls angekündigt, sich in Zukunft weiterhin engagieren zu wollen. Offensichtlich existiert jedoch bei einem beachtlichen Teil der befragten Schülerinnen und Schüler der Bedarf nach Orientierung. Immerhin 25,3% der Schülerinnen und Schüler, die sich bereits engagieren, haben angegeben, dass sie sich gerne engagieren möchten, aber nicht wissen wo und wie. Bei den Schülerinnen und Schülern, die sich nicht engagieren, beträgt der Anteil sogar 52,4%. In diesem Zusammenhang muss auch der Wunsch vieler Befragter nach intensiverer Kommunikation und Austausch mit den Lehrerinnen und Lehrern beachtet werden. Das Projekt „Verantwortung lernen“ hat auch hier die Chance, den Kindern und Jugendlichen nicht nur bürgerschaftliches Engagement näher zu bringen, sondern sie auch in ehrenamtliches Engagement gezielt zu vermitteln. Insbesondere die Lehrerinnen und Lehrer können hier an der Schnittstelle zwischen Schule und Engagement eine wichtige Mittlerfunktion übernehmen. Sie kennen ihre Schülerinnen und Schüler, können deren Fähigkeiten einschätzen und so konkrete Unterstützung und Begleitung bei der Vermittlung des „richtigen“ Engagements leisten. Vor dem Hintergrund, dass viele der befragten Schülerinnen und Schüler ihr Vorwissen über elektronische Medien wie Fernsehen, Internet oder Radio aufgebaut haben, bestünde ein weiterer konkreter Ansatz darin, Online-Börsen zur Vermittlung von ehrenamtlichen Tätigkeiten aufzubauen oder – wie im Falle der Praktikumsbörse Münster (www.praktikumsboerse-muenster.de) – bereits vorhandene Online-Börsen zu nutzen. Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen - 33 - Abschließend können einige grundlegende Empfehlungen formuliert werden, die im Rahmen der quantitativen Erhebung und der Eindrücke aus den persönlichen Gesprächen Gestalt angenommen haben: Die projektbezogenen Unterrichtseinheiten, in denen die Schülerinnen und Schüler ihre Erfahrungen reflektieren, sollten zum integralen Bestandteil der Schulprojekte werden. Diese Unterrichtseinheiten sind zudem ein wichtiger „Ort“, die Schülerinnen und Schüler aktiv an der inhaltlichen Gestaltung und Entwicklung der Projekte mitwirken zu lassen, um deren Demokratieverständnis zu fördern. Es wäre im Zusammenhang mit den beiden vorgenannten Empfehlungen sinnvoll, den projektübergreifenden Erfahrungsaustausch unter den Lehrerinnen und Lehrern zu fördern – beispielsweise im Rahmen eines Workshops, der einmal im Schuljahr organisiert und von professionellen Moderatoren begleitet werden könnte. In diesem Rahmen könnten die Lehrerinnen und Lehrer im Ideen- und Projektmanagement mit Schülern“ geschult werden. Den beteiligten Schülerinnen und Schülern sollte viel stärker vermittelt werden, dass sie Bestandteil eines überregionalen Projekts im Sinne eines größeren Ganzen sind. Hierfür bietet es sich an, pro Schuljahr eine gemeinsame Veranstaltung (z.B. in Form einer Ideen- und Projektmesse) zu organisieren, auf der die Schülerinnen und Schüler sich gegenseitig, aber auch der Öffentlichkeit und Presse, ihre Projekte vorstellen und sich austauschen können. Das hohe Informationsbedürfnis der Kinder und Jugendlichen sollte durch einführende Informationsunterlagen zu den Projekten befriedigt werden. Die betreuenden Lehrerinnen und Lehrer könnten ermutigt werden, Referenten aus den Organisationen der Kooperationspartner in die projektbezogenen Unterrichtsstunden einzuladen, um einerseits die Kinder auf ihre künftigen Tätigkeiten vorzubereiten aber auch gezielt z.B. über Behinderungen, (altersbedingte) Krankheiten usw. zu informieren. In einigen Schulprojekten wird dies bereits realisiert. Es gibt noch keinen umfassenden Überblick über Zahl und Umfang der laufenden bzw. gelaufenen Schulprojekte, auch nicht dazu, worin ihre Stärken und Schwächen bzw. Vor- und Nachteile bestehen. Einige Schülerinnen und Schüler kritisierten beispielsweise, dass sie sich am Schulprojekt beteiligen mussten. Da aus der Sozialpsychologie bekannt ist, dass extrinsische Anreize (wie z.B. Noten) unter bestimmten Bedingungen die Motivation, sich zu engagieren, konterkarieren oder fördern können, Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen - 34 - sollte in Betracht gezogen werden, den Einsatz von Noten oder sonstigen Leistungsbewertungen in den Schulprojekten und deren Auswirkungen auf das bürgerschaftliche Engagement der Schülerinnen und Schüler zu prüfen. Zentrum für Nonprofit-Management: Kompetente Lösungen für engagierte Menschen - 35 - Anhang Der Fragebogen
Anlage 5 BerichtWN
11726 Zeichen
Leserbriefe Leserbriefe geben die Meinung der Verfasser wieder, mit der sich die Redaktion nicht immer identifiziert. Diese behält sich Kürzungen vor. Anonyme Zuschriften werden nicht veröffentlicht. Ihre Meinung erreicht uns am schnellsten per E-Mail, die Sie – bitte mit Postanschrift, Titel und Datum des Bezugsartikels – an die Adresse redaktion.ms@westfae- lische-nachrichten.de schicken. Zum Bericht „Geld für Bahnhofsneubau fehlt“ vom 25. September und zum Bericht „Per Kraft- akt auf den Bahnsteig“ vom 26. September. Im Artikel vom 25. Sep- tember heißt es, dass der In- vestor Finanzierungs- schwierigkeiten hat und sich der Neubau des Bahn- hofs verzögert. Im Bericht „Per Kraftakt auf den Bahn- steig“ wird aber das eigent- liche Problem im Bahnhof angesprochen, nämlich die fehlenden Fahrstühle und Rolltreppen. Wäre die Bahn clever, würde sie die bestehenden Fahrstühle durch moderne, vom Fahrgast selbst zu be- dienende Fahrstühle aus- tauschen. Die Reisenden wären zufrieden und die Bahn hätte für den Neubau Zeit gewonnen und kann in Ruhe planen. Es stünde dann auch genügend Platz für Rolltreppen zu V er- fügung. Frank Klee Soester Straße 11 Fahrstühle erneuern Bahnhofsneubau Zum Leserbrief „Dank an Bürger“ vom 24. Septem- ber: In seinem Leserbrief zu unserer Aktion gegen Kin- derarmut zieht Kai-H. Long das Motto „Reiche Stadt – arme Kinder“ in Zweifel. Egal, ob man Armut im Ver- hältnis zum Durchschnitts- einkommen definiert oder über den Bezug von ALG II/ Sozialgeld: Niemand kann ernsthaft bezweifeln, dass e sv i e l ea r m eE l t e r ni n Münster gibt. Deutlich widersprochen werden muss der Behaup- tung des Leserbriefschrei- bers, „arm sind nicht die Kinder“. Natürlich sind nicht nur die Eltern arm, sondern auch 7600 Kinder und Jugendliche in Müns- ter. Sie sind arm an Bil- dungschancen, wie diverse PISA-Studien eindrucks- voll aufgezeigt haben. Ent- sprechend sind sie auch arm an Zukunftschancen, was eine erfolgreiche Erwerbs- teilhabe im Erwachsenen- alter betrifft. Die betroffenen Kinder und Jugendlichen sind arm an Gesundheit. Sie leiden deutlich mehr an physischen und psy- chischen Beeinträchtigun- gen als Gleichaltrige aus nicht-armen Familien. Auch sind die Kinder arm an Möglichkeiten sozialer Teilhabe. Sie sind zum Bei- spiel weniger häufig Mit- glied im Sportverein. Und schließlich sind sie oftmals arm an elterlicher Fürsorge. Arm sind manche Kinder auch, weil sie aufgrund der Überforderung ihrer Eltern mit der belasteten Lebens- situation Gewalt erleiden müssen. Münster als lebenswer- teste Stadt Deutschlands muss sich auch in Zukunft daran messen lassen, wel- che Hilfen sie für ihren armen Einwohnerkreis und insbesondere für die Kinder und Jugendlichen bereit- stellt. Dieter Kaiser Geschäftsführer Kinderschutzbund Münster Wolbecker Straße 27 Vielfältig betroffen Kinderarmut Voltigierer im Hippomaxx Münster. Am Sonntag (28. Sonntag) turnen „singende Katzen“ auf dem Pferde- rücken in der Arena Hippo- maxx des Westfälischen Pfer- demuseums: Die Voltigier- Nachwuchsmannschaft des Reitervereins Ladbergen taucht laut Pressemitteilung um 12.30 und 14 Uhr ein in das bewegte Leben der Lon- doner Vorstadtkatzen. Ver- kleidete Katzenkinder tanzen und turnen nach dem Vorbild des bekannten Musicals auf dem Pferderücken. Tragendes Element ist, im wahrsten Sin- ne des Wortes, das Voltigier- pferd Capriccio. Im Anschluss dürfen Geburtstagskinder aus dem Publikum auf dem Pferd eine Runde reiten. Die Vor- führungen dauern jeweils et- wa 20 Minuten, der Eintritt ist im Zoo-Eintritt enthalten. Der Chefredakteur der Schülerzeitun- gin der Erich-Klausener-Realschule, Nils Götting, griff zur Kamera und ver- sammelte seine Mitschüler für einen besonderen Schnappschuss vor der Linse: Die Buchstaben E, K und S bildeten die 558 Mädchen und Jungen der Erich-Klausener-Realschule. Auf diesem Weg wünschen sich die Schüler gegenseitig, aber auch ihren Lehrern und Eltern schöne und erholsame Herbstferien. Abschied in die Herbstferien Münsters Brote sind spitze Münster. Münsters Bäcker ge- hören zu den Besten ihrer Zunft: Bei einer unabhängigen Qualitätsprüfung, die jetzt auf dem Gelände des Mühlenhofs stattfand, schnitten 90,2 Pro- zent der getesteten Brote mit d e rN o t es e h rg u tu n dg u ta b - geschnitten. Dieses Ergebnis wird mit besonderen Urkun- d e nh o n o r i e r t .I nd i e s e mJ a h r testete der unabhängige Ex- perte Heinz-Peter Kohlgrüber 75 Brote. „Im landesweiten V ergleich ist die Qualität der Backwaren der Gildebäcker überdurchschnittlich“, so Bernd Pohlmeyer, Ehrenober- meister der Bäcker-Gilde Münster. Von Dirk Anger Münster. Simon findet es einfach „cool, dass die Mi- nisterin auch in Düsseldorf gehört hat, dass wir uns en- gagieren.“ Zumindest vom Projekt „V erantwortung ler- nen“ muss NRW-Schulminis- terin Barbara Sommer dort schon gehört haben. A mF r e i t a gl ä s s ts i es i c hi n Münster vom 15-jährigen Si- mon und seinen Mitschülern von der Karl-Wagenfeld-Schu- le zeigen, was die Jugend- lichen an V erantwortung für sich und ihre Umwelt über- nommen haben. In vielen en- gagierten Projekten wie etwa der Betreuung des Outdoor- points im Südviertel. In dem Projekt „V erantwor- tung lernen“ setzen sich seit 2006 Kinder und Jugendliche in unterschiedlichen Schul- formen für ihre Mitmenschen ein. „Zivilgesellschaft pur“, nennt Münsters Schuldezer- nentin Dr. Andrea Hanke das. Kernpunkt in dem Projekt ist die V erknüpfung von Schul- unterricht und bürgerschaftli- chem Engagement. Zur Aus- wertung der Aktivitäten ist auch Ministerin Sommer am T ag vor den Herbstferien nach Münster gekommen. Die von der Kopfnoten-Dis- kussion gebeutelte CDU-Poli- tikerin hört viel Lob über die von den Stiftungen Bürger- waisenhaus, Westfalen-Initia- tive und „Bürger für Münster“ ins Leben gerufene Initiative. Birgit Frey, Geschäftsführerin des Zentrums für Nonprofit- Management, fasst die Ergeb- nisse zusammen: „Die Schüler lernen für den Unterricht und das Leben.“ Die Jugendlichen hätten gelernt, V erantwortung zu übernehmen, ihre soziale Kompetenz zu trainieren – „und 74 Prozent der Befragten haben das Gefühl, viel oder sehr viel bewirken zu kön- nen“. Was, das zeigen die Infor- mationsstände in der Karl- Wagenfeld-Schule: Jugendli- che aus Marl bieten mit einer Schülerfirma Computerkurse für ältere Menschen an, Schü- ler der Fürstenbergschule ha- ben einen Film zur Gewalt- prävention erstellt, und Schü- ler vom Berufskolleg Waren- dorf besuchen einmal in der Woche eine Grundschule mit gehandikapten Kindern. Der größte T eil der Jugendlichen, die sich bürgerschaftlich en- gagieren, betont Birgit Frey, will sich weiterhin für eine gute Sache ins Zeug legen. „Das ist ein wundervolles Votum für die Jugend“, kom- mentiert die Schulministerin die Resultate des Projekts, das in 13 Schulen in Münster, dem Münsterland und der weiteren Umgebung läuft. Neue Schulen wollen sich nun ebenfalls beteiligen. Ein Einstieg sei jederzeit möglich, so Projektleiterin Dr. Jutta Schröten. „Wir können das nur empfehlen“, sagt Sabine Leifhelm, Leiterin der Karl- Wagenfeld-Realschule, aus ei- gener Erfahrung. | Westfalen „Tolles Votum für Jugend“ Schulministerin Sommer lobt Erfolg des Projekts „Verantwortung lernen“ Schulministerin Barbara Sommer lässt sich von Nadja un d Jannik die Aktivitäten rund um den Outdoorpoint im Süd- viertel erläutern. Foto: Jürgen Peperhowe Betrunken über die A1 gerast Münster. Mal im Ernst, wer rechnet am frühen Vormittag bei einer Fahrt auf der Auto- bahn damit, dass vor, hinter oder neben ihm jemand sturz- betrunken mit 170 Stunden- kilometern unterwegs ist? Am Donnerstagmorgen gab es so einen Fall. Ein 34-jähriger Mann aus Hamburg war mit seinem BMW auf der A1 in Richtung Norden unterwegs. Zwischen den Münter-Kreu- zen Süd und Nord fiel er kurz vor 10 Uhr der Autobahn- polizei auf, weil er deutlich schneller fuhr als erlaubt. Bei der Überprüfung stellten die Beamten zudem noch deutli- chen Alkoholgeruch in der Atemluft des Hamburgers fest. Der 34-Jährige musste sein Fahrzeug stehen lassen, Blut für die Untersuchung und sei- nen Führerschein abgeben. Zwei Schreckschuss- bzw. Gaspistolen, die sich im Pkw befanden, nahmen die Poli- zisten mit zur Wache. MÜNSTERNR. 227 R MS 6 * Samstag, 27. September 2008 -chp- Münster. „Es war ein Buhlen von mehreren Seiten“, erinnert sich Hermann Bäu- mer schmunzelnd, „allerdings ohne, dass wir davon wuss- ten.“ Man schrieb das Jahr 1956, als Helga Bäumer im Schloss- gartencafé kellnerte und dabei Hermann Bäumers Vater ken- nenlernte, der das Café mit Produkten seines landwirt- schaftlichen Betriebes belie- ferte: „Er kam regelmäßig mit seinem Pferdefuhrwerk vorbei und hat dann am Tresen na- türlich immer noch ein Schnäpschen bekommen.“ Der Vater war so beeindruckt von der emsigen und umsich- tigen Kellnerin, dass er sie mehrmals einlud, doch mal auf den Hof zu kommen und dort seinen Sohn kennen- zulernen. Helga aber blieb zu- rückhaltend. Eines Sonntags kam dann der Filius zum Kaffeetrinken ins Schlosscafé und versuchte sofort, mit der „hübschen Kellnerin ins Gespräch zu kommen“ – allerdings ohne die Absichten seines Vaters zu kennen, wie er heute lachend betont. Helga Bäumer aber zeigte sich noch immer reserviert. Hermann Bäumer: „Erst ein paar Wochen später auf dem Herbstsend, als ich alle Hoff- nungen schon begraben hatte, sprach sie mich auf einmal aus heiterem Himmel an.“ Diese Ereignisse liegen in- zwischen über 50 glückliche Jahre zurück, am heutigen Samstag feiern die Bäumers im großen Freundes- und Fa- milienkreis goldene Hochzeit. Gekellnert hat Helga Bäumer nach der Geburt von drei Kin- dern nicht mehr – dafür aber „mit viel Liebe und stets min- destens einem offenen Ohr“ die Kinder groß gezogen, wäh- rend ihr Mann 33 Jahre lang auf der Friedrichsburg tätig war. In ihrer Freizeit liebte Helga Bäumer das Kegeln und T anzen, während ihr Mann als Mitgründer über 40 Jahre lang im Spielmannszug Wol- beck spielte. Seit einem Jahr haben die beiden nun ein neues Hobby: Auf Drängen ihres Sohnes, Preußen-Aufsichtsrat-Chef Thomas Bäumer, sind sie in- zwischen „begeisterte Preu- ßen-Fans“ und lassen es sich nicht mehr nehmen, die Spie- le im Stadion mitzuerleben. Einzig am heutigen Samstag wird ihr Platz dort leer blei- ben, denn da wird schließlich die goldene Hochzeit gefeiert. Es klappte aus heiterem Himmel Goldhochzeit von Helga und Hermann Bäumer Feiern heute ihre Goldhochzeit: Helga und Hermann Bäumer. Foto: -chp- ANZEIGE Ausstellungseröffnung „Gegen das Vergessen“ – Kunst und Geschichte Di., 30. 9. (20.00–22.00 Uhr) Bis 30. November 2008Nur bis 30. November 2008 /L50098Wintercheck für nur 4,99 €, zzgl. Material /L5009810 % auf Zubehör Ihrer Wahl, z. B. Schneeketten oder Navigationsgeräte (außer Winterbereifung) /L50098Original CITROËN-Winterkompletträder ab 339,00 € /L5009810 % Nachlass auf komplette Autogasnachrüstung: Der Winter kommt – die Energie- preise steigen – reduzieren Sie schon jetzt Ihre Treibstoffkosten um rund die Hälfte! /L50098HU und AU zusammen nur 79,00 € Unsere Service-Ansprechpartner freuen sich auf Ihren Besuch! MS-Süd: Ahmet Imamovic MS-Nord: Jürgen Saerbeck Havixbeck: Ludger Weßendorf Havixbeck: Jürgen Kormann Warendorf: Helmut Terharen AUTOHAUS LÜTKE UPHUES Gewerbepark Loddenheide Martin-Luther-King-Weg 51 48155 MÜNSTER-SÜD (H) Der gute Ruf! 02 51/28 05 70 Gewerbepark Nord Königsberger Straße 257 48157 MÜNSTER-NORD (V) Der gute Ruf! 02 51/9 17 99 90 Schützenstraße 87 48329 HAVIXBECK (A) Der gute Ruf! 0 25 07/18 88 Splieterstraße 29 48231 WARENDORF (A) Der gute Ruf! 0 25 81/78 96 40 www.citroen.de CITROËN NICHTS BEWEGT SIE WIE EIN CITROËN www.luetke-uphues.de
Anlage 6 BerichtMZ
2199 Zeichen
29.09.08 15:30:28 [Artikel 'msschulevaluationcu' Ruhr Nachrichten | Verlag LensingW olff | Medienhaus Lensing | Stadt Münster | Nachrichten (HyunHo.Cha)] von susanne.schafmann (Color Bogen) Münster K Etwas bewirken – dieses Gefühl erlebten Nadja Schröder und Yannik Jonitz ( b e i d e 1 5 ) i n d e n v e r g a n g e nen sechs Monaten. Mit sechs weiteren Schülern bau ten sie den „ Outdoorpoint“ an der KarlWagenfeldReal schule, einen Treffpunkt für Jugendliche. Darüber hinaus g a b e n s i e N a c h h i l f e u n d b e suchten Seniorenheime und Kindertageseinrichtungen. Gestern stellten die Schüler mit fünf weiteren Gruppen a u s g a n z W e s t f a l e n i h r e s o zialen Projekte vor. Insge samt machen seit November 2006 bisher 13 Schulen beim Modellprojekt „ Verantwor tung lernen in Schule und Ge sellschaft“ mit. Besuch der Ministerin Zu Gast in der KarlWagen feldRealschule waren NRW Schulministerin Barbara Sommer, Schirmherrin des Projekts, und Birgit Frey, Lei t e r i n d e s Z e n t r u m s f ü r N o n profitManagement in Müns ter. Barbara Sommer fragte bei Nadja und Yannik genau er nach. „ Wir mussten für den Outdoorpoint schon viel Verantwortung überneh men“ , erzählten beide. „ Schließlich wollten wir et w a s T o l l e s b i e t e n . “ D a s E r gebnis: Ein großes „ Zelt“ aus Steinen. Weitermachen „ Die Schüler schaffen den Blick über den Schulzaun“ , sagte Barbara Sommer zu al len. So lobte sie auch den Einsatz in Einrichtungen für Behinderte und in der Frei zeitgestaltung für Jüngere. Birgit Frey bestätigte den Er folg des Projektes. Im Som mer befragte sie die Teilneh mer nach ihrem Zwischen s t an d. Un d be ric ht e te : „ Üb er 70 Prozent wollen sich weiter engagieren.“ In den Projek ten, die die Schulen weiter führen, und darüber hinaus. Die wichtigsten Ziele des Projekts seien aber schon er reicht: Verantwortung über nehmen, soziales Engage ment beweisen, Ziele im Team erreichen. Etwas bewir ken eben. K cu Der Blick über den SchulzaunSoziales Engagement bewirkt etwas
Anlage 1 Projektsteckbrief
1074 Zeichen
Projektbüro „Verantwortung lernen” Gasselstiege 13 48159 Münster Projektsteckbrief Im Modellprojekt „Verantwortung lernen“ wollen Projektträger und Schulen «e Das bürgerschaftliche Engagement von Schülern fördern «e Projektinhalte mit dem Unterricht und den Lerninhalten verknüpfen e Langfristig „Verantwortung lernen“ in den Lehrplan als festen Be- standteil aufnehmen «e Alle Einsätze der Schülerinnen und Schüler zertifizieren « Alle Projekte öffentlich anerkennen Teilnehmende Schule Kurze Projektbeschreibung Anlage 1 Projektbüro Verantwortung lernen Dr. Jutta Schröten Gasselstiege 13 48159 Münster Telefon 0251 492 5049 Fax Nr. 0251 492 7933 Mobil 0163 8437198 www.verantwortunglernen.de schroeten@verantwortunglernen.de Ein Projekt der Stiftungen Stiftung Westfalen- Initiative Stiftung” Bürger für Münster v0 Stiftungen Stiftung Bürgerwaisenhaus Verknüpfung mit dem Unterrichtsfach Voraussichtliche Kosten in Höhe von Dazu kann ein formloser Antrag auf Kostenübernahme bzw. -beteiligung im Projektbüro gestellt werden. Lehrkraft Schulleitung
Beratungsverlauf (5)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (9)
- Soester Straße 11
- Schützenstraße 87
- Martin-Luther-King-Weg 51
- Wolbecker Straße 27
- Königsberger Straße 257
- Prinzipalmarkt 38
- Gasselstiege 13
- Loddenheide
- Kinderhaus 1
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0930/2008
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 28.01.2009
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37