2020/0131
Vorlage einer Grünflächenstrategie
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Punkt 6: Vorlage einer Grünflächenstrategie (V-Nr. 2020/0131) Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Gegenstimmen: SPD Stimmenthaltung: UFFBASSE
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Punkt 3: Vorlage einer Grünflächenstrategie (V-Nr. 2020/0131) Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Gegenstimmen: Fraktionen SPD und Die Linke. Stimmenthaltungen: -Fraktionen AfD, UFFBASSE, FDP und UWIGA
2020/0131
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Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
08.07.2020
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat IV
Dezernat V an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Umweltamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2020/0131
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 554010
Kostenstelle: 056-010-1000 Investitionsnummer:
Kostenträger: 5540-11 Sachkonto: 6861000
Betreff: Vorlage einer Grünflächenstrategie
Vorlage vom: 06.07.2020
Beschlussvorschlag :
Den Zielen der Grünflächenstrategie im Zuge der Beteiligung am Label-Prozess „StadtGrün-
naturnah“ der Kommunen für Biologische Vielfalt zur Verbesserung der ökologischen
Funktionen des städtischen Raumes wird zugestimmt. Die Umsetzung der Ziele wird als
dynamischer Prozess verstanden, in den Akteurinnen und Akteure der Politik, Verwaltung,
Natur- und Umweltschutzverbände, interessierte Bürgerinnen und Bürger als auch
Unternehmen eingebunden werden sollen.
Anlagen: Grünflächenstrategie - Ziele
Datenschutzrelevante Anlage:
- 2 -
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 06.07.2020
Darmstadt ist seit 2017 Mitglied im Bündnis "Kommunen für biologische Vielfalt e.V.", das sich
die Aufrechterhaltung und Ausweitung der Biodiversität im städtischen Raum zur Aufgabe
gemacht hat. Ende 2018 wurde der Wissenschaftsstadt Darmstadt die Teilnahme am
bundesweiten Labelingverfahren „StadtGrün - naturnah“ angeboten. Unter Beteiligung der
fachberührten Ämter, Eigenbetriebe sowie der lokalen Umweltverbände und Akteur innen und
Akteure der Stadtgesellschaft erfolgte eine umfassende Bestandsaufnahme der bisherigen
Aktivitäten. Weitere Maßnahmen zur Verbesserung der biologischen Vielfalt in der Stadt
wurden in Folge entwickelt und in einem Maßnahmenkatalog festgehalten. Die Formulierung
einer „Grünflächenstrategie“ ist eine Voraussetzung für die Auszeichnung der
Wettbewerbsteilnehmenden mit einem Label. Dazu wird die vom Umweltamt federführ end
entwickelte Grünflächenstrategie, die Teil der Biodiversitätsstrategie der Wissenschaftsstadt
Darmstadt ist, hiermit den politischen Gremien vorgelegt.
Anlass:
Bereits 1992 haben die Vereinten Nationen in Rio u.a. die Agenda 21 und die
Biodiversitätskonvention beschlossen. Mit der Verabschiedung der AGENDA 2030 für
Nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nation 2015 wurden Verpflichtungen definiert, die u.a.
den Verlust der biologischen Vielfalt stoppen (Sustainable Development Goals - SDG No. 15)
als auch Städte und Siedlungen widerstandsfähig und nachhaltig gestalten sollen (SDG No.
11).
2016 hat das Land Hessen seine Hessische Biodiversitätsstrategie von 2013 weiterentwickelt.
Darmstadt hat per Magistratsbeschluss 2014/0014 vom 12.2.2014 die „25 Schritte zur
Förderung der Biologischen Vielfalt“ beschlossen, deren Inhalte kontinuierlich umgesetzt
werden und zu deren Konkretisierung zurzeit eine Biodiversitätsstrategie erarbeitet wird.
Erfolge zum Erhalt und zur Förderung der Artenvielfalt in der Stadt sind in hohem Maße von
der langfristigen Sicherung der Rahmenbedingungen abhängig. Der allgemeine Rückgang der
Artenvielfalt, eine deutliche Zunahme von Stressfaktoren und die Ausbreitung von Krankheiten
und Kalamitäten sowie die Veränderungen der Lebensbedingungen im urbanen Raum durch
Klimawandelfolgen stellen an die Widerstandsfähigkeit der Stadtnatur hohe Ansprüche. Die
Wissenschaftsstadt Darmstadt nimmt ihre Verantwortung für die Zukunftssicherung wahr und
engagiert sich in vielen freiwilligen Initiativen zum Natur-, Umwelt- und Klimaschutz.
Zahlreiche politische Instrumente, Projekte, Initiativen und Fachstrategien wurden auf den Weg
gebracht. Neben den Bestrebungen zur Förderung der Biodiversität in Natur und Landschaft
soll die Grünflächenstrategie zu einer notwendigen ökologischen Funktionsverbesserung der
Stadtvegetation beitragen und die weitere Anpassung des Grünflächenmanagements in einigen
Bereichen unterstützen und konstruktiv fortführen.
Inhalt der Grünflächenstrategie:
Die Grünflächenstrategie umfasst ein breites Spektrum an Zielen, die sich auf die Schaffung
zusätzlicher und Aufwertung vorhandener Grün- und Freiflächen bezieht. Baumpflanzungen
sind ein wichtiger Baustein der Strategie ebenso wie die Förderung von Heckenstrukturen.
Öffentlichkeitsarbeit und Qualifizierungsprogramme runden die Ziele ab.
Ausblick:
Die als Ziele formulierten Eckpunkte der Grünflächenstrategie sind als Grundlage gedacht und
sollen mittels Fortführung der Lokalen Arbeitsgruppe des Label-Prozesses „Stadtgrün-
Naturnah“ und weiteren Beteiligten kooperativ und kontinuierlich durch weitere Ziele und
Maßnahmen konkretisiert werden. Sie ist dadurch eingebettet in einen dynamischen Prozess,
der es ermöglicht, Erfahrungen und neuere Erkenntnisse zu berücksichtigen.
Die Grünflächenstrategie fließt als ein Bestandteil in die zurzeit in Erarbeitung befindlichen
Biodiversitätsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt ein. Deren Ziel ist es, die
Notwendigkeit und den gesellschaftlichen Nutzen des Erhalts und der Förderung der
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Artenvielfalt einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln. Daueraufgabe wird es daher sein, mit
fortlaufender Projektarbeit die Akteurinnen und Akteure die Politik, der Verwaltung, der Natur-
und Umweltschutzverbände, interessierte Bürgerinnen und Bürger als auch Unternehmen aktiv
für die Ziele zur Verbesserung der ökologischen Funktionen des städtischen Raumes zu
gewinnen, die notwendigen Umsetzungsschritte zu koordinieren und den Kontakt mit allen
Beteiligten zu halten.
Folgekosten:
Die Umsetzung der Maßnahmen der Grünflächenstrategie erzeugt Folgekosten. Bei frühzeitiger
Berücksichtigung ohnehin geplanter Maßnahmen wie z.B. Bauvorhaben, Baustellen oder
Anschaffungen von Geräten, können die Kosten durch bestehende Haushaltsansätze abgedeckt
werden.
Darmstadt, 06.07.2020
Barbara Akdeniz André Schellenberg
Stadträtin Stadtkämmerer
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Punkt 14: Vorlage einer Grünflächenstrategie (V-Nr. 2020/0131) Der Vorlage wird zugestimmt. Gegenstimmen: SPD Stimmenthaltung: Stadtv. Sigmund (fraktionslos)
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Grünflächenstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt Ziele: • Fortführung der Extensivierung und Umwandlung geeigneter Rasenflächen in blüten- und strukturreiche Wiesenflächen. (z.B. auch Flächen von städtischen Beteiligungen, wie auf den Betriebsgeländen der Entega oder des EAD). • Weitere Schaffung von Magerflächen oder naturnahen (Stauden-)Flächen bei Straßenneu- und -umbauten sowie auf Grundstücken städtischer Beteiligungen und Eigenbetrieben (z.B. wie auf Gelände des Zentralklärwerkes der Entega GmbH oder der Neuordnung der Fläche an der Fasaneriemauer am Eingang nach Kranichstein). • Förderung des Artenreichtums qualitativ durch Pflanzung ökologisch wertvoller Baum- und Straucharten und quantitativ durch Anreicherung des Stadtzentrums und der Stadtteile mit mehr Straßenbäumen. Fortführung u.a. des Förderprogrammes „1000 neue Bäume“ für Privatgrundstücke, Schulen, Kindertagesstätten und Vereinen (z.B. Förderung der Pflanzung von Eichen in der Ludwig-Schwamb-Schule oder Erweiterung des Schulhofes in der EKS-Grundschule mit einheimischen Heckenpflanzen). • Systematische Erfassung potentieller Flächen (auch zu entsiegelnder) für Baumpflanzung und Grünflächen („Baumpflanz- und Entsiegelungskonzept“). • Anpassung des Mahdregimes ausgewählter Grünflächen und Verbesserung des Mahdmanagements hinsichtlich Mahdzeitpunkt und Mahdhäufigkeit. Abstimmung des Mahdmanagements von Straßenbegleitgrün und Grünanlagen, dort wo sie ineinander übergehen oder unmittelbar benachbart sind (z.B. Straßenrand des Martin-Luther-King-Rings, dem dortigen Fahrradweg und dem nördlichen Rand des Bürgerparks). • Berücksichtigung der Anregungen aus Fachgutachten (Schmetterlinge, Vögel, Flora) bei der Festlegung von Mahdterminen und Maßnahmen (z.B. Umsetzung der Erkenntnisse der Schmetterlingskartierung im Bürgerpark oder entlang der Modaupromenade in Eberstadt). • Erhalt der Qualität ökologisch wertvoller Flächen (z.B. Brachflächen in Neubaugebieten (E 44) oder Sandmagerrasen in den Allgemeinbedarfsflächen von Wohnungsgesellschaften wie z.B. in der Lincoln-Siedlung). • Schaffung von Biotopstrukturen (z.B. auf brachliegenden Bauflächen, auf Abstandsflächen in Wohnsiedlungen aber auch auf land- und forstwirtschaftlichen Flächen). • Initial- und Neueinsaaten mit an Standortgegebenheiten angepassten, regionalen Saatgutmischungen auf ausgewählten städtischen Grünflächen und Verkehrsgrün aber auch in Freibereichen von Schulen, Kindertagesstätten, Bädern (z.B. städtische Flächen wie im Prinz-Emils-Garten oder in der Albert-Schweitzer-Anlage oder das Außengelände der Ludwig-Schwamb-Schule). • Einführung eines nachhaltigen Heckenschnittmanagements im Stadtgebiet sowie in Feld und Flur. • Weitere Qualifizierung städtischer Mitarbeiter*innen in der naturnahen Grünpflege. • Kontinuierliche Information und Aufklärungskampagnen der Öffentlichkeit. • Beteiligung der Öffentlichkeit durch ein Patenschaftsprogramm für Blühflächen und Bäume. • Unterstützung der Anlage eines Schaugartens zur naturnahen Gestaltung von Grünflächen des BUND Darmstadt (z.B. in der Oppenheimer Straße und im zukünftigen Stadtnaturzentrum in der Orangerie)
Beratungsverlauf (4)
Orte (3)
- Oppenheimer Straße
- An der Fasaneriemauer
- Modaupromenade
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2020/0131
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 06.07.2020
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00