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2263/2019

Überprüfung des Kölner Grundwassers auf Pflanzenschutzmittel

Mitteilung Ausschuss 30.07.2019

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Nächste Beratung: Ausschuss Klima, Umwelt und Grün, Sitzung am 10.10.2019, TOP 7.1

Mitteilung Ausschuss

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Anlage Karte Pflanzenschutzmittel im Grundwasser, Stand März 2019

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Mitteilung Ausschuss

4729 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
V/57/573 
 
Vorlagen-Nummer  30.07.2019 
 2263/2019 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss für Umwelt und Grün 10.10.2019 
 
Überprüfung des Kölner Grundwassers auf Pflanzenschutzmittel 
1. Anlass: 
Im Rahmen des diesjährigen städtischen Grundwassermonitorings wurden an insgesamt 203 
Grundwassermessstellen gesammelte Grundwasserproben unter anderem auch auf den in der 
EU zugelassenen Pflanzenschutzmittelwirkstoff Glyphosat sowie dessen Abbauprodukt AMPA 
und den seit 1991 in Deutschland verbotenen PSM-Wirkstoff Atrazin chemisch untersucht. 
Lediglich an 6 Grundwassermessstellen wurde der Geringfügigkeitsschwellenwert (GFS) der 
Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (kurz LAWA) von jeweils 0,1 µg/l für die o.g. Pflanzen-
schutzmittel im Grundwasser überschritten. Dieser Wert ist maßgeblich für die Beurteilung einer 
nachteiligen bzw. schädlichen Veränderung der Grundwasserqualität. 
2. Ergebnisdarstellung der Grundwasserkampagne von Ende März / Anfang April 2019: 
Glyphosat wurde im Grundwasser an einer Grundwassermessstelle mit einer Konzentration grö-
ßer dem GFS-Wert chemisch nachgewiesen. Die Grundwassermessstelle besitzt die Monitoring-
Bezeichnung LN_34. Sie liegt in Höhe der Etzelstraße im Stadtteil Weidenpesch unmittelbar 
abstromig des ICE-Werkes der Deutschen Bundesbahn. In der gewonnenen Grundwasserprobe 
liegt die Glyphosatkonzentration bei 0,24 µg/l. 
AMPA (Aminomethylphosphonsäure) als Abbauprodukt des Glyphosates wurde an der o.g. 
Grundwassermessstelle LN_34 ebenfalls im Grundwasser chemisch nachgewiesen. Die Kon-
zentration beträgt hier 0,28 µg/l. 
Weitere Überschreitungen des GFS-Wertes liegen für AMPA an den folgenden Grundwasser-
messstellen vor: 
- GWMS LN_05, im Stadtteil Weiden, Höhe Bonnstr. / Aachener Str. (P+R-Parkplatz, Straßen-
bahn-Endhaltestelle Linie 1) mit einer Konzentration von 0,4 µg/l. 
- GWMS LS_17, im Stadtteil Zollstock, Kalscheurer Weg, nördlich des Südfriedhofs mit einer 
Konzentration von 0,44 µg/l. 
- GWMS LS_42, im Stadtteil Immendorf, Meschenicher Straße (Höhe Autobahnanschluss A555 
K.-Godorf) mit einer Konzentration von 0,22 µg/l.  
- GWMS RS_29, im Stadtteil Porz-Grengel, Ecke Waldstr, / Krieger-Str. (südwestl. Flughafen 
Köln / Bonn) mit einer Konzentration von 0,73 µg/l. 
Die Atrazin-Konzentration des Grundwassers war an der Grundwassermessstelle mit der Be-
zeichnung RN_17 gegenüber dem GFS-Wert erhöht. Diese Messstelle befindet sich im Stadtteil

2 
 
Brück am Brücker Mauspfad in Höhe des Kinderheimes (Haus-Nr. 646). Die Atrazin-
Konzentration beträgt an dieser Grundwassermessstelle 0,11 µg/l. 
3. Behördliche Bewertung und Ausblick:  
Die chemischen Befunde der aktuellen Grundwasseranalysen des städtischen Monitoringpro-
gramms vom März / April 2019 belegen prinzipiell den Einsatz glyphosathaltiger und auch atra-
zinhaltiger Pflanzenschutzmittel im Stadtgebiet Kölns in der Vergangenheit. 
Da jedoch nur an einigen wenigen der beprobten 203 Grundwassermessstellen geringfügig er-
höhte Konzentrationen der untersuchten Pflanzenschutzmittelwirkstoffe bzw. des Abbauproduk-
tes im Grundwasser nachgewiesen wurden und die auffälligen Grundwassermessstellen jeweils 
in anderen Stadtbezirken liegen, sind die daraus stofflich resultierenden Grundwasserschäden 
auf städtischem Gebiet jeweils als lokal und eher kleinräumig anzusehen.  
Insgesamt ist die Beaufschlagung des Grundwassers mit den genannten Pflanzenschutzmittel-
wirkstoffen an den oben genannten Grundwassermessstellen im Stadtgebiet als überschaubar 
und somit tolerierbar anzusehen.  
Weiterer Untersuchungsbedarf besteht jedoch noch im Bereich der Grundwassermessstelle 
LN_34 im Stadtteil Weidenpesch, da hier die einzige, glyphosathaltige Grundwasserprobe ge-
wonnen wurde. Hier werden im direkten Umfeld weitere Grundwassermessstellen beprobt und 
die gesammelten Grundwasserproben auf Glyphosat und AMPA chemisch untersucht. Diese 
Maßnahme dient der Abgrenzung der Glyphosatbelastung des Grundwassers und liefert ggf. ers-
te Hinweise auf die Eintragsquelle. 
Weiterhin wird an der Grundwassermessstelle RS_29 im Stadtteil Porz-Grengel zwecks Verifizie-
rung der vergleichsweise hohen AMPA-Konzentration im Grundwasser mindestens eine weitere 
Grundwasserbeprobung erfolgen. In dem Rahmen werden weitere Grundwassermessstellen im 
direkten Umfeld ebenfalls beprobt. Die gewonnenen Grundwasserproben werden auch hier auf 
Glyphosat und AMPA chemisch untersucht. Mit diesen Maßnahmen soll geklärt werden, ob prin-
zipiell von einer erhöhten AMPA-Konzentration an dieser Grundwassermessstelle auszugehen ist 
und wie diese sich im Grundwasserkörper räumlich und zeitlich entwickelt. 
 
Gez. Dr. Rau

Anlage Karte Pflanzenschutzmittel im Grundwasser, Stand März 2019

456 Zeichen

®
LS_42=0.22ug/l
an Hg/

% °

Städtisches Grundwassermonitoring, Beprobungskampagne Mrz. / Apr. 2019
Konzentration der Pflanzenschutzmittelwirkstoffe Glyphosat (inkl. Abbauprodukt
AMPA) und Atrazin im Grundwasser

Legende

° Grundwassermessstellen des städt. Monitoringprogramms
® Giyphosat-Konz. (inkl. AMPA) größer GFS-Wert

© AMPA-Konz. größer GFS-Wert

© Atrazin-Konz. größer GFS-Wert
[_] Stadtgrenze
__] Stadtbezirke

0123456 789 10km

HE U Cu Cu Tu 1

Beratungsverlauf (1)

10.10.2019 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 7.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

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Details

Aktenzeichen
2263/2019
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
30.07.2019
Erstellt
24.06.2019 09:55