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2022/0170

Verleihung der Silbernen Verdienstplakette an Dr. Christiane Klein

Magistratsvorlage 30.05.2022

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2022/0170

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2022/0170

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Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
08.06.2022 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
 
Amt: Dezernat I 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2022/0170 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 111070 
Kostenstelle:  711-001-1002 Investitionsnummer:        
Kostenträger:  1110-71 Sachkonto: 7290100 
 
Betreff: Verleihung der Silbernen Verdienstplakette an Dr. Christiane Klein  
 
Vorlage vom: 30.05.2022  
 
Beschlussvorschlag : 
 
Der Magistrat beschließt, die Silberne Verdienstplakette an Dr. Christiane Klein zu verleihen und 
damit ihre Verdienste um das künstlerische Erbe des Ehepaares Vahle und um das Atelierhaus 
als Gesamtkunstwerk zu würdigen. Sie hat damit Darmstadt weit über seine Grenzen, auch 
europaweit, bekannt gemacht.  
 
 
 
 
Anlagen: Vita Dr Klein  
 
Datenschutzrelevante Anlage:

- 2 - 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 30.05.2022 
 
 
Dr. Christiane Klein wurde am 01.10.1951 in Schäßburg, Rumänien, geboren.  
 
Frau Klein reiste 1972 aus Rumänien aus, um an der Ludwig-Maximilian-Universität in 
München Kunstgeschichte, Psychologie und Philosophie  zu studieren. 1982 promovierte sie 
mit der Arbeit über „Die siebenbürgisch -sächsische Keramik als Ausdruck eines spezifischen 
Gestaltungswillens.“  
 
Nach ihrem Umzug nach  Darmstadt Mitte 1982 absolvierte sie zwei Jahre lang ihr 
Volontariat im Hessischen Landesmuseum mit den Schwerpunkten: das Mittelalter, 
Gegenwartskunst und der Block Beuys. Anschließend übte sie freiberuflich diverse 
Lehrtätigkeiten aus und arbeitete an A usstellungen mit, entwarf Katalogtexte und führte 
Besucher durch die Ausstellungen.  
 
Im Frankfurter Postmuseum hatte sie einen Werkvertrag für die wissenschaftliche 
Bearbeitung der grafischen Sammlung, als Fritz Vahle 1991 starb, zwei Jahre nach seiner 
Frau. Mit ihr war Christiane Klein befreundet gewesen, zu Fritz hatte sie ein distanzierteres 
Verhältnis. Der älteste Sohn, Fredrik Vahle übernahm das Haus, aber an einen Einzug dachte 
er nicht. Christiane Klein bekam es vertraglich zur kulturellen Nutzung ü berlassen, sagte im 
Gegenzug die Bearbeitung des Nachlasses zu.  
 
Daraus ist eine Lebensaufgabe geworden: die Arbeit am Nachlass bedeutete Sichten, 
Sortieren, Wichtiges von Unwichtigem scheiden, die Schichten zweier Künstlerleben nach 
und nach freilegen.  
 
Seit 1994 unterhält Frau Klein eine Galerie dort: Es wird hauptsächlich Malerei gezeigt, 
wobei hin und wieder auch der Garten ins galeristische Geschehen einbezogen und in einen 
Skulpturenpark verwandelt wird. Ihre erste Ausstellung präsentierte Malerei v on Christa 
Munkert, viele weitere Ausstellungen folgten bis heute. Es finden in der Galerie C.Klein etwa 
sechs Ausstellungen pro Jahr statt. Kontemplative Malerei, aber auch Themenausstellungen 
haben sich stilweisend gezeigt.  
 
Seit 1996 werden Symposien i ns Leben gerufen, die sich mit dem Phänomen des Lichts in 
Kunst und Wissenschaft beschäftigten. Zunächst war es allgemein gefasst und basierte auf 
dem schriftlichen Spätwerk von Inge Vahle, welches auf lebhafte und vielschichtige Art für 
eine Zusammenführu ng der Wissensgebiete plädierte. „Licht und Zeit“ und „Geschichtlichkeit 
des Auges“ sind nur einige Themen dieser Reihe.  
 
Zweiter Schwerpunkt des Programms ist die Poesie: Ebenfalls einmal jährlich finden jeweils 
Literaturtage statt, die rund um die tradit ionelle „Büchner -Preisverleihung“ angesiedelt sind. 
Christiane Klein machte vor allem die osteuropäische  Literatur bekannt. Autoren wie Terezia 
Mora oder Jurij Andruchowytsch holte sie nach Darmstadt, lange bevor sie bekannt wurden.  
 
Von 1997 – 2001 war sie als Stadtverordnete kulturpolitische Sprecherin der Grünen.  
 
Ein Förderverein unterstützt sie in ihrer Arbeit. Das Ensemble Kulturinstitut und Atelierhaus 
Vahle steht seit 2002 unter Denkmalschutz.

- 4 - 
 
Frau Klein hat das Atelierhaus lebendig gehalten, in ihrer Galerie zeigt sie Malerei 
zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler, Literaturtage runden das vielfältige Programm 
im Kulturinstitut ab und bringen Menschen u.a. aus Osteuropa nach Darmstadt.  
Das Erbe des Künstlerpaares Vahle  blieb erhalten, Besichtigungen sind im Atelierhaus stets 
möglich. Die Ausstellungen schlagen eine Brücke zum Werk der beiden Darmstädter Künstler 
und stehen in deren künstlerischer  Nachfolge.  
Mit ihrer Arbeit als Kuratorin der Ausstellungen und der darüb er hinausgehenden 
Veranstaltungen hat Frau Klein das Atelierhaus und damit auch Darmstadt weit über die 
Grenzen der Stadt und in ganz Europa bekannt gemacht, so dass die Voraussetzungen für 
eine Ehrung mit der Silberneren Verdienstplakette gegeben sind.  
 
 
 
Dezernat I 
 
 
 
 
Jochen Partsch  
Oberbürgermeister

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Details

Vorlagen-Nr.
2022/0170
Typ
Magistratsvorlage
Datum
30.05.2022
Erstellt
29.09.2026 00:00