AN/1062/2026
Welche Perspektive haben künftig Suchtkranke in Köln Mülheim?
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Anfrage Konsumraum Mülheim
2995 Zeichen
An den Bezirksbürgermeister der Bezirksvertretung Mülheim Herrn Vincent Morawietz Bezirksrathaus Mülheim 51065 Köln AfD Fraktion in der BV Köln-Mülheim Zimmer 215 Tel: +49 (221) 221 iris.dworeck-danielowski@stadt- koeln.de Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung BV Mülheim 22.06.2026 Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren, ich bittet Sie folgende Anfrage auf die Tagesordnung der kommenden Sitzung der BV zu nehmen: Welche Perspektive haben künftig Suchtkranke in Köln Mülheim? Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren, Die Stadt Köln versucht seit 2017 unter der Ägide des Sozialdezernenten Dr. Rau der ausufernden Drogen- und Suchtproblematik Herr zu werden. Ein wichtiger Teil des „Versorgungs- und Hilfesystems mit Schwerpunkt illegaler Drogen“, das seit 2017 maßgeblich die Drogenpolitik in Köln bestimmt, ist die Prämisse „Überleben sichern“. In die- sem Zusammenhang wurde am 22.06.2022 im Kölner Stadtrat als Maßnahme No.1 die Planung ei- nes Konsumraums in Köln Mülheim beschlossen. Am 24.04.2024 hatte die Linke eine Anfrage in der Bezirksvertretung Köln Mülheim zum Sachstand des (mobilen) Konsumraums für unseren Stadtbezirk gestellt. Die Verwaltung hat in Ihrer Antwort damals bereits angekündigt, man würde das Projekt auf Eis legen. Begründet wurde die Entschei- dung damit, dass man keinen Träger und keinen geeigneten Standort finden würde. Weiter würden die tariflichen Anpassungen bei der prekären Haushaltslage eine Finanzierung des Projekts in Frage stellen. In der letzten Rats-Sitzung am 12.05.2026 wurde im Rahmen einer Vorlage zu umfangreicheren Öff- nungszeiten des Konsumraums in Kalk lediglich in einem Unterpunkt das Projekt „Konsumraum in Köln Mülheim“ zu Gunsten der längeren Öffnungszeiten des Konsumraums in Kalk gänzlich ad acta gelegt. Dies ist besonders bedauerlich, weil Studien wie die „Offene Drogenszene in NRW 2024“ und Dr. Rau immer wieder betonen, wie wichtig es sei, dass der Konsumraum sich sehr Szene-nah befinden müsse. - 2 - Dieses Vorgehen wirft aus mehreren Gründen Fragen auf: 1. Inwiefern wurde der Bezirksbürgermeister bzw. die Bezirksvertretung bei dem Entschei- dungsprozess, den Konsumraum Köln Mülheim gänzlich aufzugeben, einbezogen? 2. Welche Anreize will die Verwaltung schaffen, um Drogenkonsumenten aus Köln Mülheim zu motivieren die entfernten Konsumräume zu nutzen? 3. Wie ist der Verzicht auf die Planung eines Konsumraums in Mülheim mit den Kenntnissen aus der Studie „offene Drogenszenen in NRW 2024“ (auf die sich Dr. Rau bei seinem Vorge- hen bezieht) in Einklang zu bringen? 4. Welche Erschwernisse hatte Mülheim als Standort gegenüber Kalk in Bezug auf die Finan- zierung und die Findung eines geeigneten Trägers? Mit freundlichen Grüßen gez. Iris Dworeck Danielowski Fraktionsvorsitzende der AfD-Fraktion in der Bezirksvertretung Köln Mülheim
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1062/2026
- Typ
- Anfrage nach § 4 der GeschO des Rates
- Datum
- 17.06.2026
- Erstellt
- 17.06.2026 10:44