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RAT/230/2025

Antrag der FDP-Ratsfraktion: Mehr Wohnraum für Düsseldorf – Handlungsspielräume strategisch nutzen

Antrag FDP 26.06.2025

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 10.07.2025, TOP 46.5

Antrag

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Antrag

6476 Zeichen

RAT/230/2025 
 
 
 X  öffentlich      nicht öffentlich  
Düsseldorf, 26.06.2025 
Ratsfraktion – FDP 
 
An 
Herrn Oberbürgermeister 
Dr. Stephan Keller 
 
Antrag der FDP-Ratsfraktion 
zur Sitzung des Rates am 10.07.2025 
 
 
Betrifft: 
Antrag der FDP-Ratsfraktion: Mehr Wohnraum für Düsseldorf – Handlungsspielräume 
strategisch nutzen 
  
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, 
 
im Namen unserer Fraktion bitten wir Sie, nachfolgenden Antrag auf die 
Tagesordnung der Sitzung des Rates am 10. Juli 2025 zu setzen und zur 
Abstimmung zu bringen: 
 
Antrag:  
 
In einer Zeit, in der viele Düsseldorferinnen und Düsseldorfer unter steigenden 
Mieten und Wohnungsmangel leiden, dürfen wir uns nicht mit einem „Weiter so“ 
zufriedengeben. Wohnungspolitik ist auch Sozialpolitik – und ein zentraler 
Standortfaktor. Der Mangel trifft längst nicht mehr nur sozial Schwache, sondern 
auch die Mitte der Gesellschaft. Gleichzeitig ist der kommunale Spielraum begrenzt – 
umso wichtiger ist der strategische Einsatz der verfügbaren Mittel und Instrumente. 
Daher möge der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf beschließen: 
 
1) Mehr Flexibilität und Handlungsspielraum für die Verwaltung 
Die starre Quotenregelung des Düsseldorfer Baulandmodells wird bis auf weiteres 
ausgesetzt. Künftig soll die Verwaltung bei jedem Bauvorhaben die Möglichkeit 
haben, im Dialog mit Investoren und Bauherren flexible, projektbezogene Lösungen 
zu verhandeln. 
 
2) Werkswohnungen 2.0 
Die Verwaltung wird beauftragt, gemeinsam mit der IHK, HWK und weiteren 
relevanten Partnern ein Beteiligungsmodell „Werkswohnungen 2.0“ zu entwickeln,

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das es Unternehmen ermöglicht, sich an Wohnbauprojekten zu beteiligen und 
dadurch gezielt Wohnungen für ihre Beschäftigten zu schaffen. 
 
3) Start-up-Förderung für Wohnungsbaugenossenschaften 
Die Verwaltung soll ein Modell entwickeln, das genossenschaftliches Wohnen wie ein 
„Franchise-System“ skalierbar macht. Es wird eine städtisch koordinierte Gründungs- 
und Förderstruktur für neue Wohnungsbaugenossenschaften aufgebaut. Ziel ist es, 
das genossenschaftliche Modell durch Informationsangebote, rechtliche 
Unterstützung, Beratungsleistungen und ggf. Anschubfinanzierung zu fördern – 
orientiert an einem Franchise-Ansatz, der Gründungen erleichtert. 
 
4) Aufstockung statt Flächenfraß – B-Pläne jetzt anpassen 
Die Verwaltung wird beauftragt, bestehende Bebauungspläne systematisch auf ihre 
Aufstockungspotenziale hin zu überprüfen und diese baurechtlich nutzbar zu machen, 
wo es städtebaulich verantwortbar ist. 
 
5) Einfach bauen, schneller genehmigen – für mehr Tempo im Wohnungsbau 
Die Verwaltung setzt sich für das Prinzip des „einfachen Bauens“ ein, um 
kostengünstigen und zügigen Wohnungsbau zu ermöglichen. Dafür sollen 
kommunale Sonderanforderungen über die Landesbauordnung hinaus vermieden und 
das serielle Bauen gezielt zugelassen werden. Genehmigungsverfahren sind 
konsequent zu digitalisieren – mit dem Ziel, dass Bauanträge spätestens nach zwei 
Monaten bearbeitet sind. Die Verwaltung schafft so Klarheit, Tempo und 
Planungssicherheit für alle Beteiligten. 
 
Begründung: 
 
Wir müssen mehr bauen – das muss das Leitmotiv einer zukunftsorientierten 
Wohnungspolitik in Düsseldorf sein. 
 
1) Mehr Flexibilität und Handlungsspielraum für die Verwaltung 
Die bestehenden Quotenregelungen verhindern zunehmend dringend benötigten 
Wohnungsbau. Aufgrund hoher Baukosten und allgemeiner wirtschaftlicher 
Unsicherheit verzichten immer mehr Investoren auf geplante Projekte. Statt starre 
Vorgaben durchzusetzen, sollte die Verwaltung die Möglichkeit erhalten, 
projektbezogene Lösungen zu verhandeln. Bauvorhaben sind ohnehin individuell – es 
entsteht kein zusätzlicher Verwaltungsaufwand, sondern vielmehr ein Zugewinn an 
Realisierungschancen. Flexible Lösungen bringen mehr Wohnungen – und davon 
profitieren alle. 
 
2) Werkswohnungen 2.0 
Der Fachkräftemangel verschärft sich auch deshalb, weil bezahlbarer Wohnraum für 
Beschäftigte fehlt. Die Verwaltung soll deshalb gemeinsam mit Handwerk, Industrie 
und Handel ein „Beteiligungs-Modell“ entwickeln, bei dem sich Unternehmen 
finanziell an Bauvorhaben beteiligen können – ohne selbst zu Bauherren zu werden. 
Denkbar sind unterschiedliche Trägerschaften – etwa durch kommunale Akteure, 
Wohnungsbaugesellschaften oder andere geeignete Partner –, um gezielt 
Werkswohnungen zu schaffen. Die Verwaltung muss hierfür den Rahmen setzen und 
Partner zusammenbringen. 
 
3) Start-up-Förderung für Wohnungsbaugenossenschaften 
Genossenschaftliches Wohnen ist eine bewährte Antwort auf steigende Mieten und 
Spekulation. Doch die Gründung einer neuen Genossenschaft ist aufwendig und 
abschreckend. Die Verwaltung sollte hier eine aktivierende Rolle übernehmen und 
Gründungsprozesse durch gezielte Unterstützung erleichtern – rechtlich, 
organisatorisch und finanziell. Dabei kann ein Franchise-ähnlicher Ansatz helfen: 
Strukturen, Know-how und Best-Practices sollen übertragbar gemacht werden. Die 
Gründung einer Dach-Genossenschaft ist zu prüfen. So wird genossenschaftliches

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Wohnen zur echten Option für engagierte Bürgerinnen und Bürger, junge Familien 
und Initiativen in Düsseldorf.  
                                                                                                      
4) Aufstockung statt Flächenfraß – B-Pläne jetzt anpassen 
In einer verdichteten Stadt wie Düsseldorf ist die kluge Nutzung des Bestands 
essenziell. Viele Häuser könnten ohne großen Aufwand ein weiteres Geschoss 
erhalten – doch oft verhindern alte Bebauungspläne diese Möglichkeit. Dabei ist die 
Aufstockung eine ressourcenschonende, ökologisch sinnvolle und kostengünstige 
Form der Nachverdichtung. Die Verwaltung muss deshalb alle Bebauungspläne 
systematisch prüfen und dort anpassen, wo eine städtebaulich vertretbare 
Aufstockung möglich ist. 
 
5) Einfach bauen, schneller genehmigen – für mehr Tempo im Wohnungsbau 
Hohe Baukosten, aufwändige Verfahren und lange Wartezeiten schrecken viele 
Bauwillige ab. Wir setzen uns deshalb für eine neue Genehmigungskultur ein: mit 
digitalisierten Verfahren, klaren Fristen (Bearbeitung spätestens nach zwei Monaten), 
weniger kommunalen Sonderanforderungen und einer aktiven Förderung seriellen 
Bauens. So wird Bauen einfacher, schneller und günstiger – für alle, die Wohnraum 
schaffen wollen. 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
Mirko Rohloff                                                 Dr. Christine Rachner

Beratungsverlauf (1)

10.07.2025 Rat
TOP 46.5 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich abgelehnt

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Details

Aktenzeichen
RAT/230/2025
Typ
Antrag FDP
Datum
26.06.2025
Erstellt
26.06.2025 10:52