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V/0707/2013

Konzernabschluss 2012 der Stadtwerke Münster GmbH

Vorlagen 10.09.2013

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Nächste Beratung: Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften, Sitzung am 24.09.2013, TOP 4.3

Beschlussvorlage

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Ansehen

Anlage zur AR-Vorlage Konzernabschluss 2012

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Ansehen

AR-Vorlage Konzernabschluss2012

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Ansehen

Beschlussvorlage

2362 Zeichen

V/0707/2013 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Finanzen und Beteiligungen 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Konzernabschluss 2012 der Stadtwerke Münster GmbH 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
24.09.2013 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
Der Vertreter der Stadt Münster in der Gesellschafterversammlung der Stadtwerke Münster GmbH 
wird ermächtigt, folgenden Beschluss zu fassen: 
 
Der Konzernabschluss der Stadtwerke Münster GmbH zum 31.12.2012, der  
 
a)  in der Konzernbilanz 
  mit Aktiva und Passiva von 513.277.510,51 € 
 
b) in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung 
bei Umsatzerlösen von  505.362.758,07 € 
mit einem Konzernbilanzgewinn von 15.370.350,77 € 
 
abschließt, sowie der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2012 in der vorliegenden, vom 
Jahresabschlussprüfer Deloitte & Touche GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, mit 
einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk vom 26.08.2013 testierten Fassung, werden von 
der Stadt Münster als alleiniger Gesellschafterin der Stadtwerke Münster GmbH festgestellt. Der 
Konzernlagebericht wird zur Kenntnis genommen. 
 
 
Begründung: 
Die Stadt Münster ist Alleingesellschafterin der Stadtwerke Münster GmbH. Gemäß § 12 des G e-
sellschaftervertrages der Stadtwerke Münster GmbH unterliegen der Beschlussfassung der G e-
sellschafterversammlung u. a. die Feststellung des Jahresabschlusses und die Verwendung des 
Ergebnisses.  
Die Stadtwerke Münster GmbH ist als Mutterunternehmen i. S. von § 290 HGB verpflichtet, für das 
Geschäftsjahr 2012 einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen. Der Wirt-
schaftsprüfer hat einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.  
Einzelheiten zum Konzernabschluss 2012 können der als Anlage beigefügten Aufsichtsratsvorlage 
Nr. 28/2013 der Stadtwerke Münster GmbH entnommen werden. 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0707/2013 
Auskunft erteilt: 
Herr Deppe 
Ruf: 
492 20 20 
E-Mail: 
Deppe@stadt-muenster.de  
Datum: 
09.09.2013 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0707/2013 
Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Münster GmbH wird am 12.09.201 3 über den Beschluss beraten. 
Über das Ergebnis der Entscheidung des Aufsichtsrates wird dem AFBL mündlich berichtet. 
 
I. V. 
 
 
gez. 
Reinkemeier 
Stadtkämmerer 
 
Anlagen: 
Vorlage des Aufsichtsrates Nr. 28/2013

Anlage zur AR-Vorlage Konzernabschluss 2012

68014 Zeichen

Konzernabschluss und nn
Konzernlagebericht 2012

2

Einfach. Näher. Dran. Stadtwerke Münster

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Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der Stadtwerke Münster GmbH, Münster,
für das Geschäftsjahr 2012 (01.01. - 31.12.)

2012 2012 2011

€ € €

1. Umsatzerlöse 505.362.758,07 459.980.633,58

‚Abzüglich darin enthaltene Energiesteuer -30.580.380,76 -29.271.952,12

474.782.377,31 430.708.681,46

2. Andere aktivierte Eigenleistungen 3.480.645,93 2.913.244,62

3. Sonstige betriebliche Erträge 28.521.393,49 40.518.468,14

4. Materialaufwand

a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für

bezogene Waren 278.611.445,64 247.693.504,17

b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 68.626.589,71 64.084.436,03

347.238.035,35 311.777.940,20

Zn

5. Personalaufwand

a) Löhne und Gehälter 50.038.240,21 46.726.909,06
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
und für Unterstützung 15.204.477,19 14.323.418,97
davon für Altersversorgung € 4.967.919,94 65.242.717,40 61.050.328,03

(. Vi. € 4.718.312,60)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des

‚Anlagevermögens und Sachanlagen 27.427.105,05 28.925.910,27
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Konzessionsabgaben 18.665.505,73 17.895.038,17
b) Übrige betriebliche Aufwendungen '37.268.352,33 32.521.537,02
55.933.858,06 50.416.575,19
8. Erträge aus Beteiligungen 184.593,72 134.253,26
9. Erträge aus anderen Wertpapieren
und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 88.461,38 91.014,49
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.382.169,69 2.822.202,08
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des
Umlaufvermögens 72.480,00 72.842,00
12. Erträge aus Beteiligungen an assozilerten Unternehmen 1.821.507,33 1.714.652,80
13. Aufwendungen aus Beteiligungen an assozilerten Unternehmen 1.772.625,93 38.209,53
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.006.072,29 7.682.626,05
15. Aufwendungen aus Verlustübernahme 2.142.055,66 1.293.755,33
16. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 6.426.199,11 17.644.330,25
17. Außerordentliche Aufwendungen 149.581,59 -
18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
a) Effektive Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.935.928,55 3.016.646,52
b) Latente Steuern -2.440.172,91 -86.784,40
-504.244,36 2.929.862,12
19. Sonstige Steuern 1.832.566,29 1.573.314,10
20. Konzernjahresüberschuss 4.948.295,59 13.141.154,03
21. Auf andere Gesellschafter entfallender Gewinn 23.675,48 20.669,74
22. Gewinnvortrag 6.705.730,66 3.235.246,37
23. Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen 29.962.342,98 -
24. Einstellung in andere Gewinnrücklagen - 2.325.000,00
25. Vorabgewinnausschüttung 26.222.342,98 5.050.000,00
26. Konzernbilanzgewinn 15.370.350,77 8.980.730,66

Münster, am 26. August 2013

Stadtwerke Münster GmbH

Dr. Henning Mülter-Tengelmann Dr. Andreas Hoffknecht

06 4503 020 ‚Anlage 1.3

Konzernanhang der Stadtwerke Münster GmbH, Münster, für das Geschäftsjahr 2012

I. Darstellung von Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Konzernbilanz und die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der Stadtwerke Münster
GmbH, Münster - nachfolgend auch kurz Stadtwerke Münster - wurden nach den für große
Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften gegliedert. Unter Berücksichtigung der aus der
Art des Betriebs folgenden Besonderheiten wurde die Darstellung der Aktiv- und Passivpos-
ten in der Konzernbilanz erweitert ($ 265 Abs. 5 HGB).

Die Sachanlagen wurden um die Posten Verteilungsanlagen (für Energie- und Wasserver-
sorgung) und Fahrzeuge. für Personenverkehr ergänzt. Die Darstellung der Vorräte wurde
um den Posten Emissionsrechte erweitert.

Für den gesonderten Ausweis der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber dem Ge-
sellschafter (8 42 Abs. 3 GmbHG) wurden entsprechend bezeichnete Posten unter den For-
derungen und sonstigen Vermögensgegenständen bzw. den Verbindlichkeiten ergänzt.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren geglie-
dert.

Il. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss wurden neben den Stadtwerken Münster als Muttergesellschaft die
folgenden Gesellschaften einbezogen. Die Angaben erfolgen jeweils zum 31.12.2012:

Name/Sitz Kapitalanteil in %
Als verbundene Unternehmen wurden vollkonsolidiert:

Stadtwerke Münster Netzgesellschaft mbH, Münster 100
Stadtwerke Münster Neue Energie GmbH, Münster 100
Verkehrsservice Gesellschaft Münster mbH, Münster 100
Westfälische Bauindustrie GmbH, Münster 99
Energiepark Detmold GmbH & Co. WP DT KG, Münster 100
Energiepark Detmold Verwaltungs-GmbH, Münster 100

Als Gemeinschaftsunternehmen wurde anteilsmäßig einbezogen:
Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH, Münster 50

06 4503 020 Anlage 1.4 /1

Als assoziierte Unternehmen wurden "at equity" einbezogen:

smart OPTIMO GmbH & Co. KG, Osnabrück 48
smart OPTIMO Verwaltungs-GmbH, Osnabrück 50
Energiehandelsgesellschaft West mbH, Münster 28
FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven 35
items GmbH, Münster 32
Nederlands-Duitse Internet Exchange B.V., Enschede, Niederlande 50

Folgende Tochterunternehmen wurden in Ausübung des Einbeziehungswahlrechts nach
& 296 Absatz 1 Nr. 3 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen:

Bürgerwindpark Löningen GmbH & Co. KG, Löningen 100
Bürgerwindpark Löningen Verwaltungs-GmbH, Münster 100

Die Kommanditanteile an der Bürgerwindpark Löningen GmbH & Co. KG (1,0 Mio. €) wurden
von den Stadtwerken Münster mit Kauf- und Abtretungsvertrag vom 19.07.2012 mit Wirkung
ab 30.09.2012 erworben. Persönlich haftende Gesellschafterin der Kommanditgesellschaft
ist die Bürgerwindpark Löningen Verwaltungs-GmbH, von den Stadtwerken Münster als al-
leiniger Gesellschafterin mit Gesellschaftsvertrag vom 20.08.2012 errichtet. Sie ist am Ver-
mögen der Bürgerwindpark Löningen GmbH & Co. KG nicht beteiligt.

Zweck der Bürgerwindpark Löningen GmbH & Co. KG ist der Betrieb von 7 im Gebiet der
Stadt Löningen befindlichen Windkraftanlagen mit einer installierten elektrischen Leistung
von insgesamt 14 MW. Den Bürgern der Stadt Löningen ist zugesichert, sich über eine Vor-
schaltgesellschaft als Kommanditistin bis zu einer Anteilshöhe von 74,9% am Windpark zu
beteiligen.

Im Sinne einer stetigen Abgrenzung des Konsolidierungskreises und einer verbesserten
Vergleichbarkeit aufeinander folgender Konzernabschlüsse wurde vor diesem Hintergrund
für die beiden Tochterunternehmen von dem Einbeziehungswahlrecht gemäß 8 296 Absatz 1
Nr. 3 HGB Gebrauch gemacht.

Folgende assoziierte Unternehmen wurden zu Anschaffungskosten bewertet:
Windkraft Nordseeheilbad Borkum GmbH, Borkum 49,9
Lokalradio Münster Betriebsgesellschaft mbH & Co KG, Münster 25

Die Unternehmen wurden gemäß $ 311 Abs. 2 HGB nicht "at equity" bewertet, weil deren
Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns - auch zusammenge-
fasst - von untergeordneter Bedeutung ist. Die Beurteilung erfolgte unter Berücksichtigung
der jeweiligen Jahresabschlüsse und der nur sehr gering ausgeprägten Konzernverflechtun-
gen.

Anlage 1.4 /2 06 4503 020

Ill. Konsolidierungsmethoden

Die nachfolgende Übersicht gibt die im Rahmen der Kapitalkonsolidierung der Verrechnung
von Beteiligungsbuchwert und anteiligem Eigenkapital jeweils zugrunde gelegten Methoden
und Verrechnungszeitpunkte wieder.

Verrechnungszeitpunkt der Kapitalkonsolidierung
Kapitalkonsolidierung

Übersicht über Methode und

g

Stichtag Verrechnungszeitpunkt
Kurzbezeichnung erstmalige Erstmalige Erwerb/
Einbeziehung | Gründung Methode Variante

Einbezogene Gesellschaften | Einbeziehun

[Westfälische Bauindustrie | 31.12.1807 | 31.12.1997 | - _jEierbsmethode [Buchwert |
[Westfälische Femwärme | 31.12.1997 | 31.12.1997 | - jEmerbsmethode [Buchwert |
[Flughafen Münster/Osnab. | 31.12.1897 | 31.12.1997 | _-___|Equity-Methode |[Buchwert

Items bis 2008 | 91.12.1000 | - _ 21.05.1908 JEnwerbsmethode IBuchwert |
items ab 2009 I - | - | _- __|Ewity.Methode
[Energiehandelsgesellschaft | 31.12.199 |  - | 01.10.1988 [Equity-Methode
31.122002 | -___|11.06.2001 jEnwerbsmethode [Buchwert |
[Nederlands-Duitse ntemet | 31.12.2008 | - | 25.11.2003 jEauity-Methode [Buchwert

ISWMS Netzgesellschatt | 31.12.2005 | - | 24.09.2005
[SWMS Neue Energie | 31.12.2007 | - | 15.11.2007 |Enwerbsmethode [Neubewertung |
[smart OPTMOKG | 31.122008 | - 1 23.12.2008 jEauity-Methode [Buchwert

31.122008 | - | 23.12.2008 [Eauity-Methode |Buchwert

[Energiepark DTIKG | 31.122000 [| - 08.09.2010
[Energiepark DTGmbH | 31.122000 | - | 13.12.2010 |Emwerbsmethode [Neubewertung |

Forderungen und Verbindlichkeiten, aktive und passive Rechnungsabgrenzungsposten so-
wie Aufwendungen und Erträge zwischen den konsolidierten Unternehmen wurden im Rah-
men von Schuldenkonsolidierung und Aufwands- und Ertragseliminierung miteinander ver-
rechnet. Der Bilanzvermerk für gewährte Bürgschaften wurde um Bürgschaften zu Gunsten
verbundener Unternehmen bereinigt.

Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände, die auf Lieferungen
oder Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beru-
hen, wurden um enthaltene Zwischengewinne bereinigt.

Der aus statistischer Wertfortschreibung resultierende negative Vorjahres-Equity-Wert in
Höhe von -14 TE konnte im Berichtsjahr vollständig durch anteilige Jahresüberschüsse kom-
pensiert werden.

06 4503 020 Anlage 1.4/3

IV. Erläuterungen zu Posten von Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlust-
rechnung

1. Auf Aktiva angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Soweit Ansatzwahlrechte ausgeübt wurden, sind diese bei den Angaben zu Posten der
Bilanz erläutert.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
und die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Her-
stellungskosten für selbst erstellte Anlagen enthalten die direkt zurechenbaren Einzelkosten
und angemessene Teile der Gemeinkosten. Fremdkapitalzinsen sind nicht in die Herstel-
lungskosten eingegangen. Erhaltene Zuschüsse sind von den Anschaffungs- und Herstel-
lungskosten abgesetzt worden. Den planmäßigen Abschreibungen liegen grundsätzlich die
betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der Vermögensgegenstände zugrunde. Zugänge
wurden linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von
bis zu 150 € wurden als Aufwand gebucht. Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaf-
fungskosten von mehr als 150 € bis zu 1.000 € wurde in den Jahren 2008 und 2009 ein Jah-
ressammelposten angesetzt, der im Jahr der Bildung und den folgenden vier Jahren mit je-
weils einem Fünftel abgeschrieben wird.

Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern im Anlagevermögen betragen bei:

immateriellen Vermögensgegenständen 3- 7 Jahre
Grundstücken (Außenanlagen) und Bauten 0-50 Jahre
Verteilungsanlagen 20 - 35 Jahre
sonstigen technischen Anlagen und Maschinen 5-22 Jahre
anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5-14 Jahre

Die Beteiligungen an assozilerten Unternehmen wurden mit dem anteiligen Eigenkapital ge-
mäß $ 312 HGB angesetzt.

Bei den sonstigen Ausleihungen handelt es sich überwiegend um niedrig verzinsliche Mitar-
beiterdarlehen, die zum Nennwert bewertet wurden.

Die übrigen Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich vorgenommener Wert-
berichtigungen ausgewiesen. Soweit die Gründe für die Wertberichtigungen zum Bilanzstich-
tag nicht mehr bestanden, ist entsprechend $ 253 Abs. 5 HGB zugeschrieben worden.

Aus der Anwachsung gem. 8 738 Abs. 1 Satz 1 BGB der Energiepark Wietze GmbH &Co.
WP WIE KG ergaben sich außerordentliche Aufwendungen von 0,1 Mio. €.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden unter Berücksichtigung von Abschreibungen ge-
mäß 8 253 Abs. 4 HGB zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungskosten oder
zum niedrigeren Börsen- oder Marktpreis am Abschlussstichtag bewertet.

Die den Stadtwerken Münster und der Westfälischen Fernwärmeversorgung unentgeltlich
zugeteilten Emissionsrechte nach $ 9 TEHG i.V.m. & 8 i.V.m. 7 ZuG sind mit dem Wert von
1 € ausgewiesen. Erworbene Emissionsrechte werden mit dem niedrigeren beizulegenden
Wert (Marktwert) zum Bilanzstichtag ausgewiesen.

Anlage 1.4/4 06 4503 020

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel wurden zum Nennwert
oder - soweit erforderlich - unter Berücksichtigung des erkennbaren Ausfallrisikos bewertet.
Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter sowie gegenüber Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht, wurden - sofern möglich - mit den entsprechenden Forde-
rungen verrechnet.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren
Börsenkursen unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt.

2. Auf Passiva angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die bis einschließlich 2002 empfangenen Ertragszuschüsse (Baukostenzuschüsse Netz)
werden auf den Altbestand mit 5% des Ursprungswertes aufgelöst. Im 20. Jahr nach Zugang
wird der Abgang unterstellt und der verbliebene Ursprungswert vollständig aufgelöst.

Die Zugänge werden ab dem 01.01.2003 direkt gegen die Positionen des Anlagevermögens
verrechnet und wirken sich entsprechend den dort geltenden Nutzungsdauern abschrei-
bungsmindernd aus.

Für Anschlüsse an die der Regulierung nach Energiewirtschaftsrecht unterliegenden Netze
der Strom- und Gasversorgung von den Anschlussnehmern an den Netzbetreiber gezahlte
Ertragszuschüsse werden als Netzentgeltvorauszahlungen betrachtet und in einen passiven
Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt, der über 20 Jahre aufgelöst wird.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach dem versiche-
rungsmathematischen Verfahren der "projected unit credit method" (Methode der laufenden
Einmalprämie) ermittelt. Diese Methode geht davon aus, dass in jedem Dienstjahr ein zu-
sätzlicher Teil des endgültigen Leistungsanspruchs erarbeitet wird und bewertet jeden dieser
Leistungsbausteine separat, um so die endgültige Verpflichtung aufzubauen. Als Rech-
nungszins wurde gemäß $ 253 Abs. 2 HGB in Verbindung mit der Rückstellungsabzinsungs-
verordnung der für Ende Dezember 2012 veröffentlichte Wert der Bundesbank in Höhe von
5,04% verwendet und somit das Wahlrecht zur Abzinsung über eine Laufzeit von 15 Jahren
genutzt. Als Rechnungsgrundlage dienten weiterhin die Richttafeln 2005 G von Prof.
Dr. Klaus Heubeck. Bei der Berechnung der Pensionsrücksteilungen wurde eine Renten-
dynamik von 1,5 % p. a. in die versicherungsmathematische Berechnungen einbezogen.

Bei der Rückstellung für Deputatverpflichtungen wurden Kostensteigerungen von 2,50% p.a.
berücksichtigt sowie Fluktuationen von 2% p.a. bei einem Alter von bis zu 30 Jahren bzw.
1% p.a. bei einem Alter bis zu 40 Jahren.

Der Rückstellung für Altersteilzeit liegt eine Gehaltsdynamik von 2 % p.a. und eine Beitrags-
bemessungsgrenzendynamik von 2% p.a. zu Grunde. Als Rechnungszins wurde gemäß
8 253 Abs. 2 HGB in Verbindung mit der Rückstellungsabzinsungsverordnung der für Ende
Dezember 2012 veröffentlichte Wert der Bundesbank in Höhe von 5,04% verwendet.

Die Rückstellung zur Abdeckung der aus einer möglichen Unterdeckung der Kommunalen
Versorgungskasse Westfalen-Lippe (KVW), Münster, resultierenden Verpflichtungen wurde
auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens zum Vorjahresstichtag (Rech-
nungszins 5,14%, Rententrend 1,0%) bewertet. Unter Berücksichtigung der durchschnittlich
noch zu leistenden Arbeitszeiten bis zum Eintritt der Verpflichtung wird die Rückstellung an-
teilig dotiert.

Aufwandsrückstellungen nach $ 249 Abs. 2 HGB a.F. in Höhe von Mio. EUR 14,3 wurden
gemäß Artikel 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB beibehalten.

Die übrigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurtei-
lung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Beschaffungsverträgen wurden
umsatzmindernd gebucht.

06 4503 020 Anlage 1.4 /5

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Eine Anpassung der Bilanzierungsmethoden 2013 bzgl. Aktivierung/Aufwand von/bei Lei-
tungslegung hat im Berichtsjahr 2012 zu einer Ergebnisverbesserung von 1 Mio. € geführt.

3, Verzicht auf Bewertungsanpassungen bei assoziierten Unternehmen

Die at-equity einbezogene FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH hat in dem von ihr
aufgestellten Konzernabschluss teilweise abweichende Bewertungsmethoden angewandt:
Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von 150 € bis 1.000 € hat die
Gesellschaft einen Sammelposten gebildet, der im Jahr der Bildung und in den folgenden
Geschäftsjahren mit einem Fünftel abgeschrieben wird. Aus der erstmaligen Anwendung der
BilMoG-Vorschriften auf die Pensionsrückstellungen der Gesellschaft in 2010 resultiert ein
Unterschiedsbetrag, den die Gesellschaft in Ausübung des Wahlrechts nach Artikel 67
Abs. 1 Satz 1 EGHGB ratierlich den Pensionsrückstellungen zuführt. Zum 31.12.2012 be-
trägt die sich hieraus ergebende Unterdeckung der Pensionsrückstellungen 304 T€. Eine
Rückstellung für die mittelbare Verpflichtung aus der Unterdeckung von Versorgungsansprü-
chen der Mitarbeiter gegenüber der KVW (Kommunale Versorgungskassen Westfalen-Lippe)
wurde nicht gebildet. Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 202 T€
wurden mit den Aktivwerten einer Rückdeckungsversicherung in gleicher Höhe saldiert.

Für die at-equity einbezogene Nederlands-Duitse Internet Exchange B.V. wurde der nach
niederländischem Recht aufgestellte und geprüfte Jahresabschluss unverändert übernom-
men.

In diesen Fällen wurde auf eine Anpassung der Bewertung im Konzernabschluss in Anwen-
dung des $ 312 Abs. 5 HGB verzichtet.

4. Angaben zu Aktivposten der Konzernbilanz
Die Entwicklung des Anlagevermögens wird in der Anlage zum Konzernanhang gezeigt.

Für den aus der Kapitalkonsolidierung der Energiepark Detmold GmbH & Co. WP DT KG
resultierenden aktiven Unterschiedsbetrag in Höhe von 8 T£, weist die Konzernbilanz einen
Geschäfts- oder Firmenwert mit einem Restbuchwert von 2 TE aus. Der Abschreibung des
Geschäfts- oder Firmenwerts wurde eine Nutzungsdauer von vier Jahren zugrunde gelegt.

Die Beteiligung der Stadtwerke Münster an der Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm
GmbH & Co. KG, Hamm, wurde im Geschäftsjahr 2010 aufgrund eines Bewertungsgutach-
tens, das zur Vorbereitung des Verkaufsprozesses erstellt worden war, außerplanmäßig auf
1 € abgeschrieben. Auf die an die Beteiligungsgesellschaft ausgereichten Gesellschafterdar-
lehen wurde ebenfalls eine außerplanmäßige Abschreibung von 220 T€ vorgenommen. Bei-
de Bewertungen wurden zum 31.12.2012 beibehalten. Die Verträge mit der Gemeinschafts-
kraftwerk Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG enthalten ein Strombezugsrecht zu mit Indizes
fixierten Preisen. Mit dem Strombezugsrecht korrespondiert eine Abnahmeverpflichtung. Der
Strombezug wurde über den Prognosezeitraum von drei Jahren zum Bilanzstichtag zu aktu-
ellen Marktpreisen bewertet und die bereits bestehende Rückstellung für den daraus dro-
henden Verlust fortgeschrieben. Da aufgrund der bevorstehenden Bundestagswahl in 2013
eine Änderung der energiepolitischen Rahmenbedingungen nicht absehbar ist, wurde ent-
sprechend der Dauer der kommenden Legislaturperiode das Jahr 2017 als fünftes Jahr in die
Bewertung einbezogen.

Auf die Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen FMO Flughafen Münster/Osnabrück
GmbH wurde im Berichtsjahr eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 1.753 T€
vorgenommen. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung weist die Abschreibung in dem
Posten Aufwendungen aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen aus.

Anlage 1.4/6 06 4503 020

Die Beteiligung an der WLE (Westfälische Landeseisenbahn GmbH, Lippstadt) wurde im
Berichtsjahr außerplanmäßig in Höhe von 72 T€ abgeschrieben.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (46.636 T€, im Vorjahr 43.098 TE) ist
auch der abgegrenzte Verbrauch für Energie- und Wasserlieferungen zwischen Ablese- und
Bilanzstichtag enthalten, der mit den aufgelaufenen Abschlagszahlungen saldiert wurde.

Die Forderungen gegen den Gesellschafter (2.881 T€, im Vorjahr 2.934 T€) wurden mit Ver-
bindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter zum Bilanzausweis zusammengefasst, soweit
dies von der Art und Laufzeit zulässig war.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
(2.411 TE, im Vorjahr 5.515 T€), betreffen im Wesentlichen Lieferungen und Leistungen.
Auch hier wurden die Forderungen und Verbindlichkeiten - soweit zulässig - zum Bilanzaus-
weis zusammengefasst.

Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht.

Die sonstigen Vermögensgegenstände (16.025 T€, im Vorjahr 24.753 TE) beinhalten im
Wesentlichen Überzahlungen von Steuern (5.142 T€) und nicht abziehbare Vorsteuer, ins-
besondere auf Energielieferungen (T€ 4.813).

5. Angaben zu Passivposten der Konzernbilanz
Das gezeichnete Kapital beträgt zum Vorjahr unverändert 51,2 Mio. €.
Der Kapitalrücklage (73,0 Mio. €) wurden aus Gesellschaftermitteln 22 T€ zugeführt.

Die bis einschließlich 2002 empfangenen Ertragszuschüsse (Baukostenzuschüsse Netz)
(16,8 Mio. €) werden auf den Altbestand mit 5 % des Ursprungswertes aufgelöst. Im 20. Jahr
nach Zugang wird der Abgang unterstellt und der verbliebene Ursprungswert vollständig auf-
gelöst. Die Zugänge werden ab dem 01.01.2003 direkt gegen die Positionen des Anlage-
vermögens verrechnet und wirken sich entsprechend den dort geltenden Nutzungsdauern
abschreibungsmindernd aus.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (31.128 T€, im Vorjahr
28.603 TE) umfassen Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen, Rückstellungen für die
Verpflichtungen zum Ausgleich der Rentenminderung bei Altersteilzeitvereinbarungen, eine
Rückstellung für Deputatverpflichtungen sowie eine Rückstellung zur Abdeckung der aus
einer möglichen Unterdeckung der KVW (Kommunale Versorgungskassen Westfalen-Lippe)
resultierenden Verpflichtungen.

Der zu erwartende Aufwand aus ertragsabhängigen Steuern wurde den Steuerrückstellun-
gen (152 T&, im Vorjahr 993 T€) zugeführt.

Die sonstigen Rückstellungen (90.895 T€, im Vorjahr 93.844 TE) betreffen insbesondere
allgemeine Bewertungsrisiken im Netzbereich, unterlassene Aufwendungen für Netzinstand-
haltung, bestehende Altersteilzeitverpflichtungen, rechtliche Risiken bei einzelnen Energie-
produkten, Mengenrisiken in der Energiebeschaffung, ungewisse Verbindlichkeiten des Ver-
kehrsbetriebs, Entsorgungsverpflichtungen und Ansprüche der Mitarbeiter aus Leistungszu-
lage, Urlaubsrückständen und Gleitzeitguthaben.

Das Genussscheinkapital (2.580 T£) ist zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Gesamtlaufzeit
der Genussrechte beträgt 8 Jahre. Die Rückzahlung des Genussscheinkapitals erfolgt zum
Laufzeitende.

Die Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf 137.734 T€ (Vorjahr
56.343 TE) resultiert insbesondere aus dem zur Finanzierung strategischer Projekte aufge-
nommenen Schuldscheindarlehen in Höhe von 70,0 Mio. €.

06 4503 020 Anlage 1.4/7

Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr zwei Darlehen bei der Sparkasse Münsterland Ost,
Münster, in Höhe von nominal 5,3 Mio. € bzw. 3 Mio. € aufgenommen. Beide Darlehen sind
grundschuldrechtlich abgesichert. Um dem Zinsrisiko zu begegnen wurden über die Helaba
Landesbank Hessen-Thüringen, Frankfurt, Zinsswaps in Höhe der aufgenommenen Dar-
lehen abgeschlossen. Zum 31.12.2012 beträgt der positive Marktwert der beiden Zinsswaps
insgesamt 441 TE.

Zur Zinsabsicherung eines variabel verzinslichen Forward-Darlehens der Sparkasse Müns-
terland Ost, das ab Oktober 2017 in Höhe von 2,6 Mio. € begeben wird, wurde außerdem ein
Forwardswap bei der Helaba Landesbank Hessen-Thüringen über 2,6 Mio. € abgeschlossen.
Zum 31.12.2012 beträgt der positive Marktwert des Forwardswaps 69 T€.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (34.552 T€, im Vorjahr 49.251 TE)
resultieren vornehmlich aus dem Energiebezug, aus dem Ausbau regenerativer Erzeu-
gungskapazitäten, aus Netzbaumaßnahmen und aus Dienstleistungen im Bereich des Zäh-
ler- und Messwesens. Der höhere Vorjahresausweis war im Wesentlichen verursacht durch
höhere Gasbezugsrechnungen sowie Investitions- und Projektaktivitäten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter betreffen im Wesentlichen Verbindlich-
keiten aus Überzahlungen und aus Konzessionsabgabe.

Die sonstigen Verbindlichkeiten (8.371 TE, im Vorjahr 8.924 TE) betreffen im Wesentlichen
die Umsatzsteuer und Lohnsteuer, Überzahlungen aus der Leistungsabrechnung und erhal-
tene Sicherheitsleistungen.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten zum Stichtag von Berichtsjahr und Vorjahr sind den
Tabellen auf der Folgeseite zu entnehmen.

Anlage 1.4/8 06 4503 020

Restlaufzeitenübersicht der Verbindlichkeiten per 31.12.2012:

Konzern- davon mit einer Restlaufzeit
bilanz
31.12.2012 | bist | 1bis5 | mehrals | bis 1 Jahr
Bilanzpositionen in TE Jahr | Jahre | 5 Jahre | Vorjahr
Genussscheinkapital 2.580 - 613 1.967 -
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 137.734 | 7.766 | 23.204 | 106.764 6.870
nn
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 75 75 - - 227
|

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen 34.552 | 33.297 | 1.195 60 48.666
Verbindlichkeiten gegenüber dem
Gesellschafter 1.192 | 1.192 - - 359
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.014 | 3.014 - - 2.765
Sonstige Verbindlichkeiten 8.372 | 8.372 - - | 8.174

187.519 | 53.716 | 25.012 108.791 | 67.061

Restlaufzeitenübersicht der Verbindlichkeiten per 31.12.2011:

Konzern-
bilanz
31.12.2011

|Bianzpositionen in TE

davon mit einer Restlaufzeit

bis 1
Jahr

mehr
als
5 Jahre

1bis5
Jahre

bis 1 Jahr
Vorjahr

Genussscheinkapital

2.580

125 | 2.455

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 56.343

6.870 | 18.231 | 31.242 7.319

ER 20.449

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 227) 227 - - 52

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leis- 49.251 | 48.666 461 _ 1241 30.872 |

Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesell- B 359 359 - - 814

Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,

mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.765 2.765 | ” ra

Sonstige Verbindlichkeiten 8.924 8.174 750 - 5.660
67.061 | 19.567 | 33.821 56.289

Durch Grundschulden gesicherte Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 8.207 T€.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen als Netzanschluss-
beiträge vorausgezahlte Netzentgelte für das Strom- und Gasnetz in Höhe von 16.745 TE.

Die zum Vorjahresstichtag ausgewiesenen passiven latenten Steuern in Höhe von 2.440 TE
wurden im Berichtsjahr unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erfolgswirksam
aufgelöst. Die für Steuerlatenzen ermittelte Gesamtdifferenz weist per 31.12.2012 über alle

06 4503 020

Anlage 1.4/9

Konsolidierungsebenen (HBl, HBIl und Konzern) einen Überhang aktiver Latenzen in Höhe
von 85.142 T€ aus. Dabei wurde - abweichend zum Vorjahr - der aus den Jahresabschlüs-
sen der einbezogenen Unternehmen resultierende Aktivüberhang nach $ 274 Absatz 1 Satz
2 HGB berücksichtigt.

Die nachfolgende Übersicht gibt die aktiven und passiven Steuerlatenzen in Bezug auf die
Konsolidierungsebene und die betroffenen Hauptabschlussposten wieder. Auf die Steuerla-
tenzen kommt aufgrund des regionalen Schwerpunkts des Konzerns ein konzernweit einheit-
licher Ertragsteuersatz in Höhe von 31,9% (im Vorjahr 31,9%) zur Anwendung.

Steuerlatenzen Konzern Stadtwerke Münster per 31.12.2012 in T Euro

Posten Latenzrechnung [ HBI T HBll [Konsolidierung [Konzern |
I... — — — —&U& U N | NT |
Aktivlatenzen EEE HEHE HE EEE
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.887
120 | |1200
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen I as) | 0] 451]
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpfictungen 2656| DO | |
Sonstige Rückstellungen BT | | 59.735
[Summe Akivaenen  _  |oas7]l | 1290| 92.066
ee | | | | 1
Passivlatenzen I N]
Sonderposten mit Rücklageanteil | es] se | 592]
Sachanlagen I 5 7a | 7232]
Summe Passivlatenzen 2 7550| 2 — | -7.824
| | | |
Aktiv-/Passivüberhang Steuerlatenzen 92.543] 7.530| 120] 85.142

6. Angaben zu Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse - ohne Strom- und Erdgassteuer - (474.782 T€, im Vorjahr 430.709 T€)
entfallen im Wesentlichen auf den Versorgungsbereich (435.665 T€) und den Verkehrsbe-
reich incl. Parkraumbewirtschaftung (36.543 TE). Der Anstieg im Versorgungsbereich ist
preis- bzw. mengenbedingt verursacht.

Die sonstigen betrieblichen Erträge (28.521 T£, im Vorjahr 40.518 T£) resultieren im Wesent-
lichen aus periodenfremden Erträgen (12.286 T€), Mieten (4.921 T€), Kostenerstattungen
von Beteiligungsgesellschaften und Kooperationen (2.988 T€) sowie Entgelten für die Vergä-
rung von Bioabfällen (2.571 TE). Den periodenfremden Erträgen liegen Rückstellungsauflö-
sungen (7.274 T€) und nachträgliche Kreditorengutschriften zugrunde (5.012 TE).

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren (278.611 T£,
im Vorjahr 247.694 TE) sind, wie im Vorjahr, im Wesentlichen geprägt durch Bezugsaufwen-
dungen für Energie- und Wasserlieferungen (191.251 TE) und EEG-Zahlungen an Übertra-
gungsnetzbetreiber (34.711 T€).

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen (68.627 TE, im Vorjahr 64.084 T€) betreffen
insbesondere die an Übertragungsnetzbetreiber und andere fremde Netzbetreiber zu entrich-
tenden Netznutzungsentgelte (22.054 T£).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (55.934 T€, im Vorjahr 50.417 TE) enthalten
hauptsächlich die Konzessionsabgaben (18.666 TE).

Der Zinsaufwand des Berichtsjahres (5.006 T€, im Vorjahr 7.683 T€) setzt sich im Wesent-
lichen aus den Zinsen für die Fremddarlehen (T€ 2.563; Vorjahr T€ 2.250) sowie aus den

Anlage 1.4/ 10 06 4503 020

Zinsen für die Aufzinsung langfristiger Personalrückstellungen (1.949 TE; Vorjahr 1.911 TE)
zusammen. Die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung verteilen sich im Wesentlichen auf
die Pensionsrückstellungen für Direktzusagen (T€ 135; Vorjahr TE 147 TE), mittelbare Pen-
sionsverpflichtungen aus der Unterdeckung der Kommunalen Versorgungskasse Westfalen-
Lippe (KVW) (TE 1.025; Vorjahr T€ 937) und Deputatzusagen (TE 258; Vorjahr TE 252). Auf
die Rückstellung für Altersteilzeit entfällt eine Aufzinsung in Höhe von 500 T€ (Vorjahr 542 TE).

Die Aufwendungen aus Verlustübernahme (2.142 T€) betreffen anteilige Aufwendungen aus
der Errichtungsphase des Gemeinschaftskraftwerks Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG,
Hamm, die die Stadtwerke Münster als Kommanditistin zu tragen hatte.

Aus der Anwachsung gem. $ 738 Abs. 1 Satz 1 BGB der Energiepark Wietze GmbH & co.
WP WIE KG ergaben sich außerordentliche Aufwendungen von 0,1 Mio. €.

V. Angaben zum Jahresergebnis

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2012 weist einen Konzern-
jahresüberschuss von 4.948 T€ (im Vorjahr 13.141 T€) aus. Hiervon entfallen 24 T€ (im Vor-
jahr 21 TE) auf den Minderheitenanteil. Bei einem Gewinnvortrag in Höhe von 6.706 T€ (im
Vorjahr 3.235 T€), einer Entnahme aus den anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 29.962 T€
(im Vorjahr Einstellung in andere Gewinnrücklagen 2.325 T€) und einer Vorabgewinnausschüt-
tung in Höhe von 26.222 T€ (im Vorjahr 5.050 T€) ergibt sich ein Konzernbilanzgewinn von
15.370 T€ (im Vorjahr 8.981 T€).

VI. Haftungsverhältnisse

Der Bilanzvermerk betrifft sechzehn Bürgschaften zugunsten der FMO Flughafen
Münster/Osnabrück GmbH, Greven, in Höhe von insgesamt 21.030 T€, zwei Bürgschaften in
Höhe von insgesamt 24.984 T€ sowie eine Patronatserklärung in Höhe von 2.000 T€ zu-
gunsten der Energiehandelsgesellschaft West mbH, Münster. Der Bilanzvermerk berücksich-
tigt in der Höhe die Bürgschaftsvaluta per 31.12.2012. Eine Inanspruchnahme aus den Bürg-
schaften wird aufgrund der jeweiligen gesellschaftsbezogenen Risikoeinschätzung nicht er-
wartet.

Bei der Energiehandelsgesellschaft West mbH besteht aufgrund der bestehenden Verträge
zum Energiehandelsgeschäft mit den Gesellschaftern nur ein begrenztes Bürgschaftsrisiko
aus dem Handelsgeschäft. Die FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH wird zudem auf-
grund eines Gesellschafterbeschlusses in den kommenden fünf Jahren planmäßig durch
Erhöhung des Stammkapitals in ihrer Liquidität und Refinanzierungskraft gestärkt.

VII. Ergänzende Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Bestellverpflichtungen im Investitionsbereich beliefen sich zum 31.12.2012 auf 3.500 TE.
Aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen mit einer Laufzeit zwischen 1 und 5 Jahren resultie-
ren jährliche Verpflichtungen von 1.660 T€. Aus mit der smart OPTIMO GmbH & Co. KG,
Osnabrück, geschlossenen Dienstleistungsverträgen zur Durchführung von Messstellen-

06 4503 020 Anlage 1.4 / 11

betrieb und Messdienstleistungen ergibt sich für das Jahr 2013 eine Zahlungsverpflichtung in
Höhe von 8.380 T€.

Die Gesellschafter des Beteiligungsunternehmens FMO Flughafen Münster/Osnabrück
GmbH, Greven, haben für die Jahre 2013 - 2017 jeweils eine Kapitalerhöhung von 5,3 Mio. €
beschlossen. Für die Stadtwerke Münster entsteht für die Jahre 2013 - 2017 eine jährliche
Belastung von 1,9 Mio. € (insgesamt 9,5 Mio. €), die in dem bestehenden mittelfristigen Wirt-
schaftsplan berücksichtigt ist.

Aus der Beteiligung an der GREEN GECCO Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Essen,
können sich durch die Investitionen in Projekte zur regenerativen Energieerzeugung finanzi-
elle Verpflichtungen bis zu einer Höchstgrenze von 9.800 T€ ergeben. Die Höhe der mög-
lichen finanziellen Verpflichtungen ist von den jeweils erworbenen Projekten abhängig und
beträgt zum 31.12.2012 3.544 T€.

Zur Absicherung von Lieferverpflichtungen aus bestehenden Verträgen mit Sondervertrags-
und Tarifkunden des Versorgungsbereichs sind in verantwortungsvoller unternehmerischer
Risikovorsorge in die Zukunft gerichtete Verträge über den Bezug von Energie und Wasser
geschlossen worden.

2. Gesamtbezüge von Geschäftsführung und Aufsichtsrat

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen im Berichtsjahr 443 T€. Hiervon entfielen
auf Herrn Dr. Henning Müller-Tengelmann (kaufmännischer Geschäftsführer) 232 T€ und auf
Herrn Dr. Andreas Hoffknecht (technischer Geschäftsführer) 211 T€.

Für die frühere Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen wurden im Berichtsjahr 134 T€ an
Pensionen aufgewendet. Für sie bestehen per 31.12.2012 Pensionsrückstellungen in Höhe
von 2.559 TE.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen im Berichtsjahr 2.145 €.

Arbeitnehmer können nach den in einer Betriebsvereinbarung festgelegten Kriterien Darle-
hen erhalten. Arbeitnehmervertreter haben vor oder während ihrer Tätigkeit als Mitglieder
des Aufsichtsrats aufgrund dieser Betriebsvereinbarung Darlehen erhalten; deren Wert be-
trug zum 31.12.2012 32.753 € bei Zinssätzen von 0,5% bis 2,5%. Von den bestehenden Dar-
lehen wurden 4.950 € getilgt. Lohn- und Gehaltsvorschüsse wurden nicht gewährt.

3. Belegschaft

Im Geschäftsjahr 2012 wurden durchschnittlich 1.284 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr 1.173).
Zusätzlich entfallen auf die anteilmäßig konsolidierte Westfälische Fernwärmeversorgung
GmbH unverändert zum Vorjahr 3 Arbeitnehmer.

Die Gesellschaft ist Mitglied der Kommunalen Versorgungskassen Westfalen-Lippe (KVW).
Zweck der Anstalt ist es, den Arbeitnehmern im Wege privatrechtlicher Versicherung eine
zusätzliche Alters- und Hinterbliebenenversorgung zu gewähren. Die Gesellschaft hat sich
bei Begründung der Mitgliedschaft verpflichtet, alle Arbeitnehmer zu versichern, die nach
dem Tarifvertrag über die Versorgung der Arbeitnehmer kommunaler Verwaltungen und Be-
triebe (Vers. TV-G) zu versichern sind. Der derzeitige Umlagesatz beträgt 4,5% plus 3,0%
Sanierungsgeld und wird von der Gesellschaft allein getragen. Die Summe der versicherungs-
pflichtigen Löhne und Gehälter für das Jahr 2012 beträgt 41.500 TE (Vorjahr 39.600 TE).
Zur Abdeckung der aus einer möglichen Unterdeckung der KVW folgenden Verpflichtungen
von 52,8 Mio. € hat die Gesellschaft eine Rückstellung in Höhe von 22,8 Mio. € gebildet.

Anlage 1.4/12 j 06 4503 020

4. Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2012 berechnete
Gesamthonorar beträgt 191 TE. Auf die Abschlussprüfungsleistungen entfallen davon 130 T€,
auf andere Bestätigungsleistungen 25 TE, auf Steuerberatungsleistungen 21 TE (davon ent-
fallen 18 TE auf das Vorjahr betreffende Steuerberatungsleistungen) und auf sonstige Leis-
tungen 16 TE.

5, Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen, die nicht zu marktübli-
chen Bedingungen zustande gekommen sind

Im Geschäftsjahr 2012 wurden weiterhin keine Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen
und Personen abgeschlossen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen
sind.

6. Ergänzende Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Der Gesamtbetrag der Zinszahlungen beläuft sich im Berichtsjahr auf 3.508 TE (Vorjahr
5.772 TE). Für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wurden im selben Zeitraum
5.551 TE gezahlt (Vorjahr 12.534 T€). An Minderheitsgesellschafter wurden im Berichtszeit-
raum 41 T€ ausgeschüttet (im Vorjahr 11 T&).

Zahlungsunwirksame Investitions- und Finanzierungsvorgänge, insbesondere aus der An-
wachsung des Gesellschaftsvermögens der Energiepark Wietze GmbH & Co. WP WIE KG,
wurden eliminiert.

7. Auf Gemeinschaftsunternehmen entfallende Vermögenswerte und Schulden sowie
Aufwendungen und Erträge

Auf das Gemeinschaftsunternehmen Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH, Münster,
entfallen kurzfristige Vermögenswerte in Höhe von 1,4 Mio. € (Vorjahr 1,5 Mio. €), langfristi-
ge Vermögenswerte in Höhe von 0,7 Mio. € (Vorjahr 0,6 Mio. €) und kurzfristige Schulden in
Höhe von 0,3 Mio. € (Vorjahr 0,1 Mio. €). Von den Aufwendungen und Erträgen im Konzern
entfallen auf das Gemeinschaftsunternehmen im Wesentlichen Umsatzerlöse in Höhe von
4,2 Mio. € (Vorjahr 3,8 Mio. €), Materialaufwand in Höhe von 0,2 Mio. € (Vorjahr 0,2 Mio. €),
Personalaufwand in Höhe von 0,3 Mio. € (Vorjahr 0,2 Mio. €) und Abschreibungen in Höhe
von 0,1 Mio. € (Vorjahr 0,1 Mio. €).

Münster, am 26. August 2013

Stadtwerke Münster GmbH

Dr. Henning Müller-Tengelmann Dr. Andreas Hoffknecht
(kaufmännischer Geschäftsführer) (technischer Geschäftsführer)

06 4503 020 Anlage 1.4 /13

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Konzern-Kapitalflussrechnung der Stadtwerke Münster GmbH
für das Geschäftsjahr 2012 (01.01. - 31.12.)

2012 2011 __Veränderung
TEUR TEUR TEUR

Jahresüberschuss 4.948 13.141 -8.193
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 29.440 29.644 -204
Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens -1.832 -1.732 -100
‚Abnahme der Rückstellungen -1.270 -33.733 32.463
Erträge aus der Auflösung von Baukostenzuschüssen -3.468 -3.728 260
‚Aufwendungen aus der Anwachsung der
Energiepark Wietze GmbH & Co. WP WIE KG, Bremerhaven 150 - 150
Gewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -360 449 89
Abnahme (im Vorjahr Zunahme) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 6.383 -3.829 10.212
Abnahme (im Vorjahr Zunahme) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie
anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 16.729 9.771 26.500
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 17.262 9.086 8.177
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 776 586 190
‚Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen 43.424 -31.155 -12.269
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -651 -699 48
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 709 674 35
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -19.831 -5.378 -14.453
Einzahlungen aus Zuschüssen 5.267 4.730 537
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit 57.154 31.242 25.912
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 22 22 I)
Einzahlungen aus der Begebung von Genussrechten und der Aufnahme von Krediten 81.806 4.633 77.173
Auszahlung an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter -28.538 -6.511 -22.027
Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten -5.512 -7.022 1.510
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 47.178 -8.878 56.656
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 7.886 -31.035 38.921
Zugang von Zahlungsmitteln aus Anwachsung der
Energiepark Wietze GmbH & Co. WP WIE KG, Bremerhaven 25 = 25
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 70.071 101.106 -31.035
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 77.982 70.071 7.911

Der Finanzmittelfonds setzt sich aus den Kassenbeständen, den Guthaben bei Kreditinstituten und den kurzfristigen
Wertpapieren des Umlaufvermögens zusammen. Die sonstigen Wertpapiere beinhalten kurzfristig veräußerbare
Inhaberschuldverschreibungen. 385 T€ des Finanzmittelfonds entfallen auf die quotal einbezogene Westfälische
Fernmwärmeversorgung GmbH (Vorjahr 509 TE).

Münster, am 26.08.2013

Stadtwerke Münster GmbH

Dr. Henning Müller-Tengelmann Dr. Andreas Hoffknecht

06 4503 020 Anlage 1.5

Konzernlagebericht der Stadtwerke Münster GmbH, Münster
für das Geschäftsjahr 2012(01.01.-31.12.)

Geschäft und Ranmenbedingungen

Geschäftstätigkeit und Unternehmensstruktur

Die Stadtwerke Münster sind als 100-prozentige Tochter der Stadt Münster das Unterneh-
men zur Versorgung der Bürger mit Energie und Wasser, für den öffentlichen Personennah-
verkehr und für weitere kommunale Dienstleistungen für die Bürger und Kunden in Münster
und der Region.

Die unternehmerische Tätigkeit der Stadtwerke gliedert sich in die fünf Geschäftsfelder
Energie- und Wasservertrieb, Versorgungsnetze, Erzeugung, Verkehr und Straßenbeleuch-
tung.

Unternehmensstrategie
Die Strategie 2020 mit den drei Säulen:

- Die Stadtwerke Münster sind der umfassende Infrastrukturdienstleister in der Region Müns-
terland.

- Unseren Kunden bieten wir innovative kommunale Mehrwertdienste, mit denen wir uns
vom Wettbewerb deutlich abgrenzen.

- Die Stadtwerke Münster werden eine nachhaltige CO,-Senkung sowie einen massiven
Ausbau erneuerbarer Energien in und außerhalb von Münster vorantreiben.

wurde auch im Geschäftsjahr 2012 konsequent und engagiert vorangebracht. Maßnahmen
und Projekte für die drei Strategiefelder wurden identifiziert und in einen langfristigen Ge-
schäftsplan überführt. Die damit verbundenen Innovations- und Entwicklungsansätze ermög-
lichen es den Stadtwerken Münster, den massiven negativen Auswirkungen der Energiepoli-
tik auf die Preisentwicklung bei der Stromerzeugung, die auch unsere hocheffiziente und
damit umweltschonende GuD-Anlage treffen, gegenzusteuern und ein mittelfristig zufrieden-
stellendes Ergebnisniveau zu sichern.

Projekte der regenerativen Energieerzeugung konnten bereits realisiert werden - u.a. vor Ort
in Münster. Sie erzeugen umweltfreundliche Energie für Münster und tragen zum weiterhin
positiven Unternehmensergebnis bei.

Der Erfolg beim Vertrieb unserer Produkte in der Region Münsterland konnte weiter ausge-
baut werden. Bis Ende August 2013 haben sich fast 9.300 Privatkunden für die Stadtwerke
Münster als ihren Stromlieferanten entschieden. Am Wettbewerb um Konzessionen für
Strom- und Gasnetze in der Region haben die Stadtwerke Münster sich in zwei Fällen betei-
ligt und konnten sich, wenn auch ohne Zuschlag, jeweils auf vorderen Plätzen positionieren.
Auf Grundlage dieser positiven Erfahrungen werden sich die Stadtwerke Münster an weite-
ren Verfahren beteiligen.

06 4503 020 Anlage 1.1/1

Mit dem völlig neu entwickelten eTicket für unsere Kunden im öffentlichen Personennahver-
kehr konnte im Rahmen des PlusCard-Projektes ein wichtiger Schritt zur Schaffung kommu-
nalen Mehrwerts für unsere Kunden erreicht werden. Mit dem 90 Minuten Ticket konnte zum
1. März 2013 das erste Produkt aus der "Familie" der elektronischen Bustickets eingeführt
werden. Bis Ende August 2013 konnte die elektronische PlusCard mit 90 Minuten Ticket be-
reits über 10.600-mal verkauft werden.

Geschäft und Rahmenbedingungen

Die Finanzkrise einzelner Staaten im Euro-Wirtschafts- und Währungsraum hat zwar die
Diskussion im Geschäftsjahr 2012 geprägt, aber zumindest in der Bundesrepublik Deutsch-
land die wirtschaftliche Entwicklung trotz der damit verbundenen Unsicherheiten nicht ent-
scheidend eintrüben können. Insbesondere der Arbeitsmarkt hat sich als sehr robust gezeigt.
Sowohl die Binnenkonjunktur als auch die Exportwirtschaft waren stabil.

Das Vertriebs- und Versorgungsgebiet der Stadtwerke Münster ist allerdings stark vom Han-
dels- und Dienstleistungssektor sowie von Privatkunden geprägt. Die konjunkturelle Entwick-
lung wirkt sich daher grundsätzlich nur in begrenztem Maße auf die Geschäftsentwicklung
aus. Lediglich der Absatz an unsere Industriekunden zeigt eine stärkere Abhängigkeit von
der Konjunkturentwicklung.

Erläuterung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Investitionen in das Anlagevermögen des Konzerns lagen mit 73,1 Mio. € auf einem
hohen Niveau. Sie dienten dem Ausbau eigener Erzeugungskapazitäten insbesondere mit
regenerativen Energien und daneben im Wesentlichen dem Ausbau und der Verdichtung der
Energie- und Wassernetze.

Das Umlaufvermögen blieb mit 152,9 Mio. € nahezu konstant. Die Forderungen und sonsti-
gen Vermögensgegenstände minderten sich um 7,6 Mio. € (10 %) auf 68,7 Mio. €. Die sons-
tigen Wertpapiere wurden weiter von 30,0 Mio. € auf 6,0 Mio. € zurückgeführt, um Liquidität
für Strategie-Projekte zu generieren. Der Anstieg der liquiden Mittel von 40,1 Mio. € auf
72,0 Mio. € ist im Wesentlichen auf die Wertpapierverkäufe sowie den Zufluss aus dem im
Geschäftsjahr aufgenommenen Schuldscheindarlehen in Höhe von 70,0 Mio. € zurückzufüh-
ren.

Das gezeichnete Kapital zeigte sich mit 51,2 Mio. € unverändert, die Kapitalrücklage ist mit
73,0 Mio. € nahezu konstant geblieben. Die anderen Gewinnrücklagen gingen um die Ent-
nahmen zur Deckung der mit der Stadt Münster vereinbarten Sonderausschüttung sowie der
aus der Beteiligung an der FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven, übernom-
menen Ergebnisbelastung um 30,0 Mio. € auf 27,8 Mio. € zurück.

Die Rückstellungen von 122,2 Mio. € (im Vorjahr 123,4 Mio. €) decken kurz- und langfristige
Risiken.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen vor allem durch die Aufnahme eines
Schuldscheindarlehens von 70,0 Mio. € sowie zwei weitere grundpfandrechtlich gesicherte
Kredite um 81,4 Mio. € auf 137,7 Mio. €.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen konnten von 49,3 Mio. € auf 34,6 Mio. €
zurückgeführt werden.

Anlage 1.1/2 06 4503 020

Die Umsatzerlöse (474,8 Mio. €, im Vorjahr 430,7 Mio. €) stiegen preis- und mengenbedingt
um 44,1 Mio. € (10,2 %).

Der Materialaufwand des Berichtsjahres stieg ebenfalls preis- und mengenbedingt auf 347,2
Mio. € (Vorjahr 311,8 Mio. €). Er ist im Wesentlichen durch Energie- und Wasserbezug ge-
kennzeichnet.

Der Personalbestand im Konzern hat sich mit 1.284 Mitarbeitern (Vorjahr 1.173 Mitarbeiter)
um 9,5 % erhöht. Zusätzlich entfallen auf die anteilmäßig konsolidierte Westfälische Fern-
wärmeversorgung GmbH unverändert zum Vorjahr 3 Arbeitnehmer. Demgegenüber stieg der
Personalaufwand im Konzern tarifbedingt nur um 4,2 Mio. € (6,9 %) auf 65,2 Mio. €.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und
Sachanlagen sanken im Berichtsjahr auf 27,4 Mio. € (im Vorjahr 28,9 Mio. €). Die Entwick-
lung der Abschreibungen spiegelt den Investitionsverlauf über die Nutzdauer der aktivierten
Anlagen.

Das Finanzergebnis ging leicht von -4,3 Mio. € auf -4,5 Mio. € zurück, wesentlich bedingt
durch den rückläufigen Zinsaufwand, dem höhere Aufwendungen aus Beteiligungen an
assoziierten Unternehmen und aus Verlustübernahme gegenüber standen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2012 weist mit 6,4 Mio. € ein um
11,2 Mio. € wiederum deutlich gesunkenes Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
aus. Damit haben sich im Wesentlichen die Ergebnisbelastungen ausgewirkt, die im operati-
ven Geschäft aus der schlechten wirtschaftlichen Situation der konventionellen Energieer-
zeugung infolge der Energiewende akzeptiert werden mussten. Die Risikovorsorge für die
Beteiligung Steinkohlekraftwerk Hamm (Black Gekko) und den damit verbundenen Strombe-
zug wurde fortgeschrieben. Bei der Finanzbeteiligung FMO Flughafen Münster/Osnabrück
GmbH war eine Ergebnisbelastung von 1,8 Mio. € zu realisieren.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belaufen sich nach Verrechnung der latenten
Steuern auf -0,5 Mio. € (im Vorjahr 2,9 Mio. €). Der höhere Vorjahresausweis war hauptsäch-
lich durch Steuernachforderungen bedingt.

Der Konzernjahresüberschuss sank um 8,2 Mio. € auf 4,9 Mio. € (Vorjahr 13,1 Mio. €).

Die Entwicklung der Liquidität des Konzerns ist in der als Anlage beigefügten Kapitalfluss-
rechnung dargestellt. Die Fähigkeit des Konzerns, seine Zahlungsverpflichtung zu erfüllen,
war jederzeit gegeben. Die Eigenkapitaiquote sank aufgrund des geringeren Eigenkapitals
und der um 36,3 Mio. € (7,6 %) gestiegenen Bilanzsumme um 7,4 %-Punkte auf 32,7 %. Der
Anlagendeckungsgrad (Anteil des durch Eigenkapital finanzierten Anlagevermögens) ist von
59,2 % im Vorjahr auf 46,7 % im Berichtsjahr zurückgegangen. Die gegenläufigen Entwick-
lungen des investitionsbedingt um 36,5 Mio. € gestiegenen Anlagevermögens und des um
23,6 Mio. € gesunkenen Eigenkapitals führten zu diesem deutlichen Rückgang.

Der Cashflow aus laufender Tätigkeit ist um 8,2 Mio. € auf 17,3 Mio. € gestiegen. Die Ände-
rungen zum Vorjahr sind wesentlich bedingt durch die Veränderung der Rückstellungen so-
wie die Entwicklung der Forderungen sowie anderer Aktiva, soweit diese nicht der Investiti-
ons- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind.

Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist um 25,9 Mio. € auf 57,2 Mio. € gestie-
gen, wesentlich bedingt durch höhere Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlage-
vermögen (+12,3 Mio. €) und höhere Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen
(+14,5 Mio. €).

06 4503 020 Anlage 1.173

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit hat sich um 56,7 Mio. € auf 47,8 Mio. € erhöht.
Wesentlich dafür waren Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten zur Finanzierung der
Unternehmensstrategie.

Zahlungsunwirksame Investitions- und Finanzierungsvorgänge, insbesondere aus der An-
wachsung des Gesellschaftsvermögens der Energiepark Wietze GmbH & Co. WP WIE KG,
wurden eliminiert.

Der Finanzmittelfonds ist zum Ende des Geschäftsjahres 2012 um 7,9 Mio. € auf nunmehr
78,0 Mio. € (im Vorjahr 70,1 Mio. €) gestiegen.

Die Vermögens- und Finanzlage bildet weiterhin eine valide wirtschaftliche Basis für die wei-
tere Strategie- und Geschäftsentwicklung.

Nachtragsbericht

Am 16./21. Mai 2013 wurden die Konzessionsverträge Strom und Gas zwischen der Stadt
Münster und den Stadtwerken Münster unterschrieben. Sie haben eine Laufzeit bis zum
16. Oktober 2034.

Weitere Ereignisse von besonderer Bedeutung sind nach Ende des Geschäftsjahres 2012
bis heute nicht eingetreten.

Chancen und Risiken

Risikomanagement

Auf Grundlage des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich
(KonTraG) und der damit verbundenen Änderungen des Aktiengesetzes werden nach dem
bei den Stadtwerken Münster eingesetzten Risikomanagementsystem bestehende und po-
tenzielle Risiken beurteilt und bewertet. Sämtliche den Fortbestand des Unternehmens ge-
fährdende Entwicklungen sollen frühzeitig erkannt werden, um rechtzeitig notwendige Ge-
genmaßnahmen einleiten zu können. Bestandteil des Systems sind regelmäßige und koor-
dinierte Informationsflüsse zwischen den Unternehmensbereichen und der Geschäftsführung.
Die operativen Beteiligungsgesellschaften sind in dieses Informations- und Kontrollsystem
eingebunden.

Darstellung wesentlicher Einzelrisiken

Die aktuelle Risikoanalyse bewertet sowohl die für das laufende Geschäftsjahr 2013 benann-
ten Risiken als auch die weiteren, mittelfristig erkennbaren Risiken. Schwerpunkte in der
vorliegenden Risikobeurteilung waren zudem die Risiken, die sich aus den differenzierten
Preisentwicklungen auf den internationalen Energiemärkten und deren Folgen für die Be-
schaffungs- und Verkaufspreise und -mengen der Stadtwerke Münster ergeben können.

Diese Risiken werden in den regelmäßigen Sitzungen des Risikokomitees diskutiert, bewer-
tet und Handlungsoptionen festgelegt. Darüber hinaus verbleibende Risiken werden im
Rahmen angemessener Rückstellungen bewertet, sodass die zu erwartende Ergebnisbelas-
tung zukünftiger Perioden antizipiert wird.

Anlage 1.1/4 06 4503 020

Dieses gilt auch für die Risiken der konventionellen Stromerzeugung aufgrund der Preisent-
wicklung auf dem Strommarkt, die sowohl die gasbasierte Erzeugung in der GuD-Anlage am
Standort Hafen als auch die steinkohlebasierte Erzeugung in dem Steinkohlekraftwerk
Hamm betreffen.

Des Weiteren könnte sich ein steuerliches Risiko im Beteiligungsbereich ergeben.

Gesamtrisiko
Die Risiken wurden sowohl einzeln als auch kumulativ bewertet und werden nicht als be-
stands- oder entwicklungsgefährdend eingeschätzt.

Chancen

Die Chancen, die die Stadtwerke Münster in ihren Tätigkeitsfeldern sehen und in den
nächsten Jahren umsetzen wollen, werden ausführlicher im folgenden Prognosebericht dar-
gestellt.

Prognose 2013

Das Jahr 2013 steht weiterhin im Zeichen der Strategie 2020. Neben der nachhaltigen und
qualitätsorientierten Investitionspolitik für die bestehenden Assets der Stadtwerke Münster,
insbesondere in den Bereichen Netze und öffentlicher Personennahverkehr, wird auch das
kommende Jahr von Projekten in den Bereichen regenerative Energieerzeugung, Schaffung
kommunaler Mehrwerte für die Kunden in Münster und Fortführung der Regionalisierungs-
strategie geprägt sein.

Die augenblicklich schwierige Ertragslage im Bereich der konventionellen Energieerzeugung
gibt aber in mehrfacher Hinsicht Anlass, die Umsetzung der damit verbundenen Strategie
sowohl zeitlich als auch inhaltlich flexibel zu gestalten. Deshalb werden die Stadtwerke
Münster zunächst ihre Planungen zur Errichtung einer dritten Gasturbine in ihrem GuD-
Kraftwerk zurückstellen. Stattdessen sind für die kommenden Jahre an dezentralen Standor-
ten im Stadtgebiet von Münster bis zu vier große Blockheizkraftwerke vorgesehen, die sich
flexibler einsetzen lassen und zudem technische und wirtschaftliche Vorteile in der Auslas-
tung des Fernwärmenetzes bieten. Mit dieser dezentralen Lösung lässt sich eine vergleich-
bare atomstromfreie und umweltfreundliche Erzeugungsleistung erreichen wie mit dem ur-
sprünglich geplanten Ausbau der GuD-Anlage. Die finale Bauentscheidung wird in Abhän-
gigkeit von der abschließend noch zu prüfenden Wirtschaftlichkeit im Laufe des Jahres 2013
getroffen.

Das Jahresergebnis wird für 2013 mit 3,4 Mio. € erwartet. Die Folgejahre werden nach der
aktuellen Mittelfristplanung ebenfalls auf diesem Niveau liegen. Die Ergebnisse der Strategie
2020 ermöglichen diese stabile Entwicklung, die gegenläufig von dem weiter intensiven
Wettbewerb im Energievertrieb und den deutlichen Belastungen aus der konventionellen
Stromerzeugung geprägt wird.

06 4503 020 Anlage 1.1/5

Prognose 2014

Aufgrund ihrer ausgewogenen Kundenstruktur zwischen Privat- und Gewerbekunden bei
einem gleichzeitig hohen Dienstleistungsanteil in den Geschäftskundensegmenten üben kon-
junkturelle Schwankungen nur in begrenztem Umfang unmittelbar Einfluss auf die Umsatz-
entwicklung der Stadtwerke Münster aus.

Umsatzwachstum erwarten die Stadtwerke Münster in 2014 hingegen aus der Rück- und
Neuakquisition insbesondere in den Geschäftskundensegmenten des Energievertriebs,
durch eine Weiterführung der Ausbaustrategie in der Fernwärmeversorgung sowie durch die
weitere Attraktivitätssteigerung des öffentlichen Personennahverkehrs mit dem elektroni-
schen Ticket der PlusCard als Erfolgstreiber.

Die strategische Ausrichtung mit der Perspektive bis 2020 wird grundsätzlich auch in 2014
weiterverfolgt werden. In Abhängigkeit der energiepolitischen Entwicklung in Deutschland,
insbesondere nach der Bundestagswahl im September, werden sich möglicherweise Anpas-
sungsnotwendigkeiten für das Investitionsprogramm im Erzeugungsbereich ergeben. Das
Ziel einer ressourcenschonenden und umweltfreundlichen Erzeugungsstruktur mit einem
hohen regenerativen Anteil wird für die Stadtwerke Münster aber damit nicht infrage gestellt
werden.

Die Stadtwerke Münster haben ihre Strategie für 2020 ganz gezielt auf mehrere Säulen ge-
stützt, ohne sich damit vom Kerngeschäft zu entfernen. In diesem klar definierten Rahmen
bestätigt sich wieder: es zahlt sich aus, diversifiziert zu sein. Die Energiebranche steht in
Deutschland vor einem Prozess des umfassenden Wandels und der Neufindung. Der Ergeb-
nisdruck wird in den kommenden Jahren voraussichtlich weiter zunehmen. Die Stadtwerke
Münster sind mit ihrer Strategie gut darauf vorbereitet.

Münster, am 26. August 2013
Stadtwerke Münster GmbH

Dr. Henning Müller-Tengelmann Dr. Andreas Hoffknecht
(kaufmännischer Geschäftsführer) (technischer Geschäftsführer)

Anlage 1.1/6 06 4503 020

Deloitte . Deloitte & Touche GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

5 WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

Wir haben dem Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2012 der
Stadtwerke Münster GmbH, Münster, in der Fassung der Anlage I den folgenden unter dem
26. August 2013 unterzeichneten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Stadtwerke Münster GmbH, Münster, aufgestellten Konzernabschluss - beste-
hend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspie-
gel - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft.
Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtli-
chen Vorschriften liegt in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe
ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzern-
abschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß $ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorge-
nommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße,
die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ord-
nungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der
Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das
wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler
berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen
internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebe-
richt überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der
Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Kon-
solidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesent-
lichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Kon-
zernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine
hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

12 06 4503 020

=
Deloitte. Deloitte & Touche GmbH

Wirtschaftsprüfungsgeseilschaft

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der
Konzernabschluss der Stadtwerke Münster GmbH, Münster, den gesetzlichen Vorschriften und ver-
mittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhält-
nissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlage-
bericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von
der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

6 SCHLUSSBEMERKUNG

Den vorstehenden Bericht über unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
für das Geschäftsjahr 2012 der Stadtwerke Münster GmbH, Münster, erstatten wir in Übereinstim-
mung mit den gesetzlichen Vorschriften und den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Bericht-
erstattung bei Abschlussprüfungen (Prüfungsstandard des Instituts der Wirtschaftsprüfer - IDW
PS 450).

Zu dem von uns erteilten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk verweisen wir auf Abschnitt 5
"Wiedergabe des Bestätigungsvermerks".

Düsseldorf, den 26. August 2013

Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

(Harnacke) (Jahn)
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

06 4503 020 SNR2013106524 13

AR-Vorlage Konzernabschluss2012

6474 Zeichen

1
 
 
 
Münster, 30.08.2013 
 
Vorlage an den Aufsichtsrat Nr. 28/2013 
 
Betreff 
Konzernabschluss 2012 der Stadtwerke Münster GmbH 
 
 
Gremienfolge 
12.09.2013 Aufsichtsrat Stadtwerke Münster GmbH 
24.09.2013 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften 
 
 
Berichterstatter 
Herr Dr. Müller-Tengelmann 
 
 
Anlagen 
Konzernabschluss zum 31.12.2012 einschließlich Konzern-Kapitalflussrechnung und 
Konzern- Eigenkapitalspiegel  
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2012 
Prüfungsbericht einschließlich Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 
 
 
Antrag 
Der Aufsichtsrat wolle beschließen: 
 
Der Gesellschafterversammlung wird folgender Beschluss zur Annahme empfoh-
len: 
 
Der Konzernabschluss der Stadtwerke Münster GmbH für das Geschäftsjahr 2012 
in der vorliegenden, vom Jahresabschlussprüfer Deloitte & Touche GmbH, Wirt-
schaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, mit einem uneingeschränkten Bestäti-
gungsvermerk vom 26.08.2013 testierten Fassung, wird von der Stadt Münster als 
alleiniger Gesellschafterin der Stadtwerke Münster GmbH festgestellt. Der Kon-
zernlagebericht wird zur Kenntnis genommen. 
 
 
Begründung 
Die Stadtwerke Münster GmbH als Mutterunternehmen i. S. von § 290 HGB hat für das 
Geschäftsjahr 2012 einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen. 
 
Die gemäß §§ 294 HGB (Konsolidierungskreis) vom Mutterunternehmen einbezogenen 
Tochterunternehmen sind verbundene Unternehmen i. S. von § 271 Abs. 2 HGB.

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Davon wurden gemäß §§ 300 ff. HGB voll konsolidiert: 
 
 
Vollkonsolidierte Unternehmen 
 
Eigenkapital am 
31.12.2012 
 
T€ 
__________ 
 
Höhe des An-
teils am Kapital 
am 31.12.2012 
% 
_________ 
 Stadtwerke Münster Netzgesellschaft mbH, Münster 100 100 
 Stadtwerke Münster Neue Energie GmbH, Münster 200 100 
 Verkehrsservice Gesellschaft Münster mbH, Münster 565 100 
 Westfälische Bauindustrie GmbH, Münster 31.165 99 
 Energiepark Detmold Gm bH & Co. WP DT KG,  
Münster 
 
1.971 100 
 Energiepark Detmold Verw altungs-GmbH, Münster  20 100 
 
 
Als Gemeinschaftsunternehmen gemäß § 310 Abs. 1 HGB  
wurde anteilmäßig konsolidiert: 
 
 Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH, Münster 2.693 50 
 
 
Als assoziierte Unternehmen gemäß § 311 Abs. 1 HGB 
im Konzernabschluss berücksichtigt: 
 
 smartOPTIMO GmbH & Co . KG, Osnabrück  8.640 48 
 
 smartOPTIMO Verwaltungs-GmbH, Osnabrück 92 50 
 
 Energiehandelsgesellschaft West mbH, Münster 8.661 28 
 
 FMO Flughafen Münster /Osnabrück GmbH, Greven 
(Teilkonzernabschluss) 26.411 35 
 items GmbH, Münster 5.117 32 
 Nederlands-Duitse Internet  Exchange B. V.,  275 50 
Enschede/Niederlande 
 
Folgende Tochterunternehmen wurden in Ausübung des Einbeziehungswahlrechts nach  
§ 296 Absatz 1 Nr. 3 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen: 
 
 Bürgerwindpark Löningen GmbH  & Co. KG, Löningen  100 
 
 Bürgerwindpark Löningen Verwal tungs-GmbH, Münster  100

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Die Kommanditanteile an der Bürgerwindpark Löningen GmbH & Co. KG (1,0 Mio. €) 
wurden von den Stadtwerken Münster mit Kauf- und Abtretungsvertrag vom 19.07.2012 
mit Wirkung ab 30.09.2012 erworben. Persönlich haftende Gesellschafterin der Kom-
manditgesellschaft ist die Bürgerwindpark Löningen Verwaltungs-GmbH, von den 
Stadtwerken Münster als alleiniger Gesellschafterin mit Gesellschaftsvertrag vom 
20.08.2012 errichtet. Sie ist am Vermögen der Bürgerwindpark Löningen GmbH & Co. 
KG nicht beteiligt. 
Zweck der Bürgerwindpark Löningen GmbH & Co. KG ist der Betrieb von 7 im Gebiet 
der Stadt Löningen befindlichen Windkraftanlagen mit einer installierten elektrischen 
Leistung von insgesamt 14 MW. Den Bürgern der Stadt Löningen ist zugesichert, sich 
über eine Vorschaltgesellschaft als Kommanditistin bis zu einer Anteilshöhe von 74,9% 
am Windpark zu beteiligen. 
Im Sinne einer stetigen Abgrenzung des Konsolidierungskreises und einer verbesserten 
Vergleichbarkeit aufeinander folgender Konzernabschlüsse wurde vor diesem Hinter-
grund für die beiden Tochterunternehmen von dem Einbeziehungswahlrecht gemäß § 
296 Absatz 1 Nr. 3 HGB Gebrauch gemacht. 
 
 
Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahres- und Konzernabschlüsse folgen bis 
auf die at-equity einbezogenen Nederlands-Duitse Internet Exchange B.V., Ensche-
de/Niederlande, und die FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven, in Bilan-
zierung und Bewertung grundsätzlich den von der Stadtwerke Münster GmbH ange-
wandten Methoden und sind von den jeweiligen Abschlussprüfern geprüft und uneinge-
schränkt bestätigt worden. 
 
Sonstige Beteiligungen 
 
Die Stadtwerke Münster GmbH hält ferner Anteile an 
folgenden Unternehmen: 
 
Höhe des An-
teils am Kapital 
am 31.12.2012 
% 
_________ 
Windkraft Nordseeheilbad Borkum GmbH, Borkum  49,9 
 
Lokalradio Münster Betriebsgesellschaft mbH und Co. KG, Münster 
 
 25  
  
 
Auf Grund des maßgeblichen Einflusses der Stadtwerke Münster GmbH wären diese 
Unternehmen nach § 311 Abs. 1 HGB als assoziierte Unternehmen (Beteiligung 
 20 %) 
in den Konzernabschluss einzubeziehen. In Ausübung des Wahlrechts gemäß § 311 
Abs. 2 HGB ist die Einbeziehung unterblieben, da die Unternehmen sowohl im Einzelfall 
als auch zusammen für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entspre-
chenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von unterge-
ordneter Bedeutung sind. 
 
Der Konzernabschluss der Stadtwerke Münster weist für das Geschäftsjahr 2012 einen 
Konzernbilanzgewinn in Höhe von 15,4 Mio. € aus. Zum Bilanzgewinn im Einzelab-
schluss der Stadtwerke Münster für das Geschäftsjahr 2012 in Höhe von 6,5 Mio. €

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ergibt sich eine Differenz in Höhe von 8,9 Mio. €, die im Wesentlichen auf den Konzern-
gewinnvortrag (6,7 Mio. €) und auf Konsolidierungsergebnisse (2,2 Mio. €) zurück ge-
führt werden kann. 
 
Nähere Erläuterungen zur Geschäftsentwicklung des Konzerns im Jahr 2012 sind dem 
beigefügten Konzernlagebericht zu entnehmen. 
 
Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2012 sind von 
der Deloitte & Touche GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft wor-
den. Beanstandungen haben sich nicht ergeben. Der uneingeschränkte Bestätigungs-
vermerk wurde erteilt. 
 
Die Vorlage des Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes an den Aufsichtsrat 
ergibt sich aus § 52 GmbHG in Verbindung mit § 171 AktG, die Vorlage an die Gesell-
schafterversammlung erfolgt nach § 46 GmbHG. 
 
 
Stadtwerke Münster GmbH 
gez. Dr. Müller-Tengelmann  gez. Dr. Hoffknecht

Beratungsverlauf (1)

24.09.2013 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften
TOP 4.3 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Details

Vorlagen-Nr.
V/0707/2013
Typ
Vorlagen
Datum
10.09.2013
Erstellt
06.10.2020 14:37