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2020/0143

Sonderinvestitionsprogramm Radverkehr 4x4 Radverkehrsführung Landgraf-Georg-Straße zwischen Holzstraße und Teichhausstraße stadtauswärts

Magistratsvorlage 18.05.2020

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686 Zeichen

5.252.401.102.103.25FahrstreifenParkenTrennstreifenRadstreifenGehwegBusspurAnschluss anBestand
GeprüftArt Nr.Datum BearbeitetÄnderungenZur Ausführung freigegebenPlanung abgeschlossenDarmstadt.........................
Datum: 
M.  =  Gezeichnet:
Plan-Nr.  
Z. Mitzeichnung
Anlage
Planart
SB
WissenschaftsstadtDarmstadtDer MagistratMobilitätsamt
Darmstadt, Mai 2020MobilitätsamtPantigny06.05.2020
Querschnitt1 :100I-68.3Dezernat IJochen PartschOberbürgermeister
1/1Radführung Landgraf-Georg-Straßezwischen Holzstraße und TeichhausstraßeQuerschnitt Südseite
Katharina MetzkerAmtsleiterinABL.
66
gez. Pantignygez. Roßteutschergez. i.V. Ranlygez.Ranlygez. i.V. Stumpf
gez. Metzkergez. Partsch

anlage 1

1625 Zeichen

II
19
1331 1361 1431 1441 1451
1521
1531
1624 1631 1641 1651
1661
1671 1681
19621
Landgraf-Georg-Straße
Würthweg K
K
K 16251626
IIII II
I
I
I
I
IV
I
I
II II
I
I
I
II
I I
I
VI
II
I
I
II
VI
III
VI
K
K
KK
G
G
K
W
W
W
W K
K
K
K
K
K
W
W
W
K
K
K
KK
K
SS
K
G
K
W
KK
KK
K
G
W
K
K
K
K
K
K
K
K
K
K
W
K
K
K
G
G
G
K
K
K
W
W
W
KK
K
K
W
W
S
P
9
2510
17157
4
2
5
1311
Holzstraße
BUSBUS
2.40 2.352.400.903.25 3.32 (mind. 3.25)
1.30
6.703.20
2.751.50
2.401.102.103.38 (mind. 3.25)
2.400.753.253.250.752.400.50 2.50
0.753.25
2.500.502.2718.00
BUS
1.001.001.00
4.801.200.60
5.161.303.87
1.00
2.50
6.000.80 3.600.905.002.403.75 2.402.700.503.42 (mind. 3.25)
2.004.00
2.50
Querschnitt
Planung AußengastronomieBetaparker (6 Radstellplätze) entfernen
Planung Poller2.700.50
LADEZONE5.001.80
4.50
0.60
0.50
2.50
1.85
Planung Poller
2.402.20
Planung 5 Motorradstellplätze1.107.80
Planung4 Motorradstellplätze
8.20
N
Zur Ausführung freigegebenPlanung abgeschlossenDarmstadt.........................
Datum: 
M.  =  Gezeichnet:
Plan-Nr.  
Z. Mitzeichnung
Anlage
Planart
SBABL.
WissenschaftsstadtDarmstadtDer MagistratMobilitätsamt
Darmstadt, Mai 2020MobilitätsamtSchüller/Machat/Pantigny11.05.2020
Lageplan1 :250I-68.3Dezernat IJochen PartschOberbürgermeister
1/2
Legende
Markierung Symbol "Radfahrer" - PlanungMarkierung - Bestand Markierung - Planung Rotmarkierung - Planunggeplante Demarkierung 
Radführung Landgraf-Georg-Straßezwischen Holzstraße und Teichhausstraßestadtauswärts
Radanlehnbügel - PlanungPoller - Planung
Katharina MetzkerAmtsleiterin66
gez. Pantignygez. Roßteutschergez. Metzker
gez. i.V. Ranlygez.Ranlygez. i.V. Stumpf
gez. Partsch

anlage 2

1207 Zeichen

BUS
6606
5922
Landgraf-Georg-Straße
I
III VII
I
I
II+D
I
I
I
III
I+D
V
I
VV
K
K
K
KK
K
K
K
K
H
H
H
27
58
32
60
25
BUSBUS BUS
1.85
3.043.20
5.00BUSBUSBUS
2.10
3.20 (mind. 2.75)0.502.30
3.50 (mind. 3.25)3.252.85 (mind. 2.75)0.502.30 3.35 (mind. 3.25)2.90 (mind. 2.75)0.502.30 3.00
2.400.753.25
2.50
BUS
4.24
3.601.200.90
3.92
4.900.752.301.26
6.606.50 5.95
6.50
3.003.350.752.301.80
0.50 2.50 2.652.70
5.00
6.50
Inselkopf versetzen
Planung Inselkopf
4 Motorradstellplätze Zur Ausführung freigegebenPlanung abgeschlossenDarmstadt.........................
Datum: 
M.  =  Gezeichnet:
Plan-Nr.  
Z. Mitzeichnung
Anlage
Planart
SBABL.
WissenschaftsstadtDarmstadtDer MagistratMobilitätsamt
11.05.2020
Lageplan1 :250I-68.3
2/2
N
Schüller/Machat/PantignyDarmstadt, Mai 2020MobilitätsamtDezernat IJochen PartschOberbürgermeister
Legende
Radführung Landgraf-Georg-Straßezwischen Holzstraße und Teichhausstraßestadtauswärts
Katharina MetzkerAmtsleiterin
Markierung Symbol "Radfahrer" - PlanungMarkierung - Bestand Markierung - Planung Rotmarkierung - Planunggeplante Demarkierung 
66
Radanlehnbügel - PlanungPoller - Planung
gez. Pantignygez. Roßteutschergez. i.V. Ranlygez.Ranlygez. i.V. Stumpf
gez. Metzkergez. Partsch

anlage 4

10719 Zeichen

- 2 - 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
27.05.2020 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss- 
       fassung Fachausschuss 
Dezernat IV 
Straßenverkehrs- und 
Tiefbauamt  
Amt: Mobilitätsamt 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
I 68 66 
IV 
 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2020/0143 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
156 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 541010 
Kostenstelle: 068-003-7001 Investitionsnummer: 20068-9100 
Kostenträger:      5410-20 Sachkonto: diverse 
 
Betreff: Sonderinvestitionsprogramm Radverkehr 4x4  
Radverkehrsführung Landgraf-Georg-Straße zwischen Holzstraße und  
Teichhausstraße stadtauswärts  
 
Vorlage vom: 18.05.2020 
 
Beschlussvorschlag: 
 
Der Magistrat beschließt die Umsetzung der in der Vorlage beschriebenen Maßnahme mit einem 
Gesamtvolumen von bis zu 92.000 Euro aus dem 4x4 Sonderinvestitionsprogramm Radverkehr.  
 
 
Anlagen: Landgraf-Georg Straße Lageplan 1 (wird aufgehängt)  
Landgraf-Georg Straße Lageplan 2 (wird aufgehängt)  
Landgraf-Georg Straße Querschnitt (wird aufgehängt)

- 3 - 
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom 03.06.2020 
 
Der Vorlage wird zugestimmt.

- 4 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 18. Mai 2020  
 
 
Ausgangslage: 
Die Landgraf-Georg-Straße zwischen Holzstraße und Teichhausstraße ist eine wichtige 
Hauptverkehrsstraße und für den Radverkehr eine wichtige Verbindungsstrecke aus der 
Innenstadt in den Darmstädter Osten. Der bestehende bauliche Radweg entspricht allerdings 
nicht den gültigen Regelwerken und nicht den Anforderungen der beschlossenen Radstrategie 
(Vorlagen Nr. 2019/0157). Die Radverkehrsanlage ist deutlich zu schmal und hat keinen 
Sicherheitstrennstreifen zu den angrenzenden Parkständen. Dadurch werden Radfahrende 
beim unachtsamen Öffnen von Autotüren gefährdet. Außerdem ist der angrenzende Gehweg 
im Bereich der Gastronomiezeile für die Zahl der zu Fuß Gehenden und die vorhandene 
Außengastronomie zu schmal. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse weichen zu Fuß 
Gehende auf den Radweg aus, wodurch es zu Konflikte mit dem Radverkehr kommt. Durch 
die mangelhafte Infrastruktur werden folglich verschiedene Gefahrenpunkte, insbesondere für 
die besonders schutzwürdigen Verkehrsteilnehmenden (Fuß - und Radverkehr), hervorgerufen.  
 
Im Oktober 2019 wurde die Fahrbahndecke stadtauswärts zwischen Holzstraße und 
Teichhausstraße saniert. Aus diesem Anlass wurde die Möglichkeit geprüft, die oben 
genannte Situation zu verbessern. Nach der Sanierung wurde der Bestand deshalb mit einer 
leicht wieder entfernbaren Folie markiert. Die vorliegende Planung bietet die Möglichkeit 
mittels Markierung und Beschilderung eine zeitnahe und kostengünstige Verbesserung zu 
erreichen.  
 
Grundzüge der Planung: 
Die Planung sieht vor, den Radverkehr auf Fahrbahnniveau zu verlegen und separiert zu 
führen. Der ehemals bauliche Radweg soll als Gehweg genutzt werden, wodurch der 
Fußverkehr deutlich mehr Platz erhält und die Aufenthaltsqualität gestärkt wird. Auf der 
Strecke zwischen den Knotenpunkten wird der Kraftfahrzeugverk ehr zukünftig auf einem, 
statt auf zwei Fahrstreifen geführt. Die angrenzenden Kreuzungen Landgraf -Georg-
Straße/Holzstraße und Landgraf -Georg-Straße/Teichhausstraße verbleiben größtenteils im 
Bestand. 
 
Planung: 
Die Gesamtmaßnahme basiert auf der Möglichkei t, den Kfz-Verkehr auf der Strecke mit nur 
einem Fahrstreifen abzuwickeln. Die Verkehrsbelastung auf der Landgraf -Georg-Straße 
stadtauswärts ergibt sich maßgeblich aus den aus der Holzstraße in die Landgraf -Georg-
Straße einbiegenden Kraftfahrzeugen. Da dor t im Bestand nur auf einem Fahrstreifen 
abgebogen wird, wird im nachfolgenden Streckenabschnitt ebenfalls lediglich ein 
Fahrstreifen benötigt. Die Richtlinien sehen bei der dortigen Verkehrsbelastung ebenfalls nur 
einen Fahrstreifen vor. Davon ausgehend wu rde an mehreren repräsentativen Tagen eine 
Verkehrsbeobachtung vorgenommen. Diese bestätigte die Machbarkeit einer einstreifigen 
Kfz-Führung. 
 
Der Radstreifen erhält eine nutzbare Breite von 2,30 Meter bzw. 2,40 Meter, was ein 
Nebeneinander fahren oder Übe rholen zweier Radfahrenden ermöglicht. Der Radverkehr wird 
soweit möglich vom ruhenden und fließenden Kfz -Verkehr durch einen 
Sicherheitstrennstreifen und bauliche Elemente getrennt, sodass eine sichere und attraktive 
Radführung entsteht.

- 5 - 
 
Wie auch im Bestand fährt der ÖPNV in der Planung stadtauswärts gemeinsam mit dem Kfz -
Verkehr auf einem Fahrstreifen. Auf der Höhe Jugendstilbad wechselt der ÖPNV dann auf den 
separaten Busfahrstreifen, der sich in der Mitte der Straße befindet. Die Fahrstreifenanzahl  
 
im Zulauf zur Kreuzung Teichhaustraße verbleibt wie im Bestand. Der Kfz -Verkehr kann 
folglich weiterhin problemlos abfließen, weshalb keine Beeinträchtigungen für den ÖNPV zu 
erwarten sind. Der Busfahrstreifen stadteinwärts wird nicht verändert. Ein zukün ftiger 
Ausbau der Haltestelle Jugendstilbad wird durch die vorliegende Maßnahme nicht behindert.  
Die Pausenplätze der Linienbusse in Höhe des Jugendstilbades sind betrieblich weiterhin für 
zwei Gelenkbusse erforderlich und wurden in der Planung berücksicht igt. 
 
In Höhe der Merckstraße wird neben der bestehenden Fußgängermittelinsel eine 
Querungshilfe für den Radverkehr vorgesehen. Das trägt dem Querungsbedarf in Nord -Süd- 
Relation an dieser Stelle Rechnung. Durch diese Maßnahme wird zugleich die Breite der 
Fußgängermittelinseln erhöht. Durch die Fahrstreifenreduktion auf der südlichen Seite 
müssen nicht mehr zwei Kfz-Fahrstreifen wie im Bestand, sondern nur noch ein Kfz -
Fahrstreifen gequert werden. Die Querung der Landgraf -Georg-Straße wird damit auch für 
Fußgänger sicherer und bequemer.  
 
Die anliegenden Geschäfte und Gastronomiebetriebe wurden bezüglich ihrer Anlieferung 
befragt. Die Mehrheit wird derzeit über den parallel verlaufenden Würthweg beliefert. Somit 
hat die vorliegende Planung darauf keinen Einfl uss. Lediglich vier Gastronomiebetriebe in 
Höhe der Kaplaneigasse werden von der Landgraf -Georg-Straße aus beliefert. Aus diesem 
Grund soll in diesem Bereich eine Ladezone eingerichtet werden.  
 
Im Bestand besteht das öffentliche Parkraumangebot entlang der  Südseite der Straße aus 23 
Kfz-Stellplätzen und einem Radständer für sechs Fahrräder. Motorradstellplätze sind nicht 
vorhanden. In der Planung wird das Angebot in 13 Kfz -Stellplätze, 29 Anlehnbügel für 58 
Fahrräder und neun Motorradstellplätze verändert. Fünf an private Nutzer vermietete Kfz -
Stellplätze auf öffentlichem Grund entfallen planungsbedingt. Die Kündigungen dazu wurden 
eingeleitet. 
Unabhängig der vorliegenden Maßnahme wurde 2019 die Auslastung der Kfz -
Parkmöglichkeiten im Quartier erhoben. Demna ch bestehen ausreichend Parkreserven, 
insbesondere auf dem westlichen Mercksplatz.  
Die Parknachfrage des Radverkehrs verteilt sich auf die Gastronomiezeile, insbesondere in 
Höhe der Kaplaneigasse kommt es zu Nachfragespitzen, die das Angebot um ein vielfac hes 
übersteigen. 
 
Um den Straßenraum - etwa für das Heinerfest - flexibel nutzen zu können, werden alle 
Einbauten auf Fahrbahnniveau mit Bodenhülsen verbaut. Dadurch können die Einbauten bei 
Bedarf ohne großen Aufwand temporär entfernt werden.  
 
Mit der Realisierung dieser Maßnahme können die Bedingungen für den Fuß - und  
Radverkehr sowie die Aufenthaltsqualität im Straßenraum deutlich verbessert werden. Da nur 
mit Markierungen und kleineren Einbauten gearbeitet wird, kann die Maßnahme zügig 
umgesetzt werden.

- 6 - 
 
 
Kosten: 
Die Nettokosten (gerundet) für die gesamte Maßnahme verteilen sich auf folgende 
Positionen: 
 
Markierungsarbeiten      56.000 € 
Einbauten (Radanlehnbügel, Poller, Verkehrsinseln)  11.000 €  
Verkehrsschilder und deren Ein - und Ausbau    4.000 € 
Baustelleinrichtung und Verkehrsregelung      2.000 € 
Unvorhergesehenes        4.000 € 
Gesamtkosten (netto) der Maßnahme    77.000 € 
Zzgl. Mehrwertsteuer      15.000 € 
Gesamtkosten (brutto) der Maßnahme    92.000 €   
        ======= 
 
Die Finanzierung erfolgt über das „Sonderinvestitionsprogramm Radmobilität 4x4“ und wird 
zum größten Anteil (Markierung und Beschilderung, Baustelleneinrichtung, Verkehrsregelung 
sowie Verkehrsinseln) aus dem Budget des Ergebnishaushalts finanziert. Die Finanzierung 
der Radanlehnbügel sowie Poller erfolgt aus dem Budget des Finanzhaushalts.  
Für das „Sonderinvestitionsprogramm Radmobilität 4x4“ stehen im Produkt 541010, 
Kostenstelle 068-003-7001 insgesamt 1,5 Mio. € (Ergebnishaushalt) und weitere 2,5 Mio. € 
im Finanzhaushalt unter der Investitionsnummer 20068-9100 im aktuellen Haushalt 2020 
zur Verfügung. 
Bezüglich der Möglichkeit einer Förderung durch das Land Hessen (Förderrichtlinie 
Nahmobilität) steht die Wissenschaftsstadt Darmstadt in engem Kontakt mit Hessen Mobil. 
Ob aufgrund der vergleichsweise geringen Gesamtkosten eine Antragstellung auf Aufnahme 
ins Förderprogramm erfolgt, hängt von der weiteren Klärung der möglichen Förderhöhe ab.  
 
Weitere Projekte: 
In Zukunft soll der südliche Seitenbereich baulich angepasst werden. Eine entsprechende 
Umplanung muss dafür noch begonnen werden.  
Der ehemalige bauliche Radweg ist durch einen leichten Höhenversprung vom Gehweg 
getrennt. Dieser soll entfernt und eine ebene Fläche geschaffen werden. Auch die 
Einmündung Kaplaneigasse könnte dann aufgepflastert werden. Da es sich dabei um eine 
umfangreichere Maßnahme handelt, soll diese im Rahmen eines separaten Projekts 
bearbeitet werden. Durch diese Trennung kann die vorliegende Planung ohne zeitliche 
Verzögerungen umgesetzt werden.  
 
Die östlich angrenzende Kreuzung Landgraf -Georg-Straße/Teichhausstraße/Pützerstraße ist 
aktuell als Modellprojekt zum Umbau zu einer „Holländischen Kreuzung“ vorgesehen. Da in 
diesem Projekt der gesamte Kreuzungsbereich betrachtet und beplant werden soll, wurde 
dieser Bereich in der vorliegenden Maßnahme nicht angepasst.  
 
Die Oberfläche des baulichen Radwegs auf der Straßenseite stadteinwärts soll 
voraussichtlich Ende 2020 saniert werden. Somit wird die Befahrbarkeit auch in der 
Gegenrichtung zeitnah verbessert. Diese Maßnahme verhindert keine zukünftige Überplanung 
der Radführung stadteinwärts.

Darmstadt, den 18. Mai 2020 
 
 
 
Dezernat I     Dezernat IV     
 
 
 
 
Jochen Partsch    André Schellenberg   
Oberbürgermeister    Stadtkämmerer

2020/0143

10650 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
27.05.2020 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss- 
       fassung Fachausschuss 
Dezernat IV 
Straßenverkehrs- und 
Tiefbauamt  
Amt: Mobilitätsamt 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2020/0143 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 541010 
Kostenstelle: 068-003-7001 Investitionsnummer: 20068-9100 
Kostenträger:      5410-20 Sachkonto: diverse 
 
Betreff: Sonderinvestitionsprogramm Radverkehr 4x4  
Radverkehrsführung Landgraf-Georg-Straße zwischen Holzstraße und  
Teichhausstraße stadtauswärts  
 
Vorlage vom: 18.05.2020 
 
Beschlussvorschlag: 
Der Magistrat beschließt die Umsetzung der in der Vorlage beschriebenen Maßnahme mit einem 
Gesamtvolumen von bis zu 92.000 Euro aus dem 4x4 Sonderinvestitionsprogramm Radverkehr.  
 
 
 
Anlagen: Landgraf-Georg Straße Lageplan 1 (wird aufgehängt)  
Landgraf-Georg Straße Lageplan 2 (wird aufgehängt)  
Landgraf-Georg Straße Querschnitt (wird aufgehängt)   
 
Datenschutzrelevante Anlage:

- 2 - 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 18. Mai 2020 
 
 
Ausgangslage: 
Die Landgraf-Georg-Straße zwischen Holzstraße und Teichhausstraße ist eine wichtige 
Hauptverkehrsstraße und für den Radverkehr eine wichtige Verbindungsstrecke aus der 
Innenstadt in den Darmstädter Osten. Der bestehende bauliche Radweg entspricht allerdings 
nicht den gültigen Regelwerken und nicht den Anforderungen der beschlossenen Radstrategie 
(Vorlagen Nr. 2019/0157). Die Radverkehrsanlage ist deutlich zu schmal und hat keinen 
Sicherheitstrennstreifen zu den angrenzenden Parkständen. Dadurch werden Radfahrende 
beim unachtsamen Öffnen von Autotüren gefährdet. Außerdem ist der angrenzende Gehweg 
im Bereich der Gastronomiezeile für die Zahl der zu Fuß Gehenden und die vorhandene 
Außengastronomie zu schmal. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse weichen zu Fuß 
Gehende auf den Radweg aus, wodurch es zu Konflikte mit dem Radverkehr kommt. Durch 
die mangelhafte Infrastruktur  werden folglich verschiedene Gefahrenpunkte, insbesondere für 
die besonders schutzwürdigen Verkehrsteilnehmenden (Fuß - und Radverkehr), hervorgerufen.  
 
Im Oktober 2019 wurde die Fahrbahndecke stadtauswärts zwischen Holzstraße und 
Teichhausstraße saniert. Aus diesem Anlass wurde die Möglichkeit geprüft, die oben 
genannte Situation zu verbessern. Nach der Sanierung wurde der Bestand deshalb mit einer 
leicht wieder entfernbaren Folie markiert. Die vorliegende Planung bietet die Möglichkeit 
mittels Markierung und Beschilderung eine zeitnahe und kostengünstige Verbesserung zu 
erreichen.  
 
Grundzüge der Planung: 
Die Planung sieht vor, den Radverkehr auf Fahrbahnniveau zu verlegen und separiert zu 
führen. Der ehemals bauliche Radweg soll als Gehweg genutzt werden,  wodurch der 
Fußverkehr deutlich mehr Platz erhält und die Aufenthaltsqualität gestärkt wird. Auf der 
Strecke zwischen den Knotenpunkten wird der Kraftfahrzeugverkehr zukünftig auf einem, 
statt auf zwei Fahrstreifen geführt. Die angrenzenden Kreuzungen Lan dgraf-Georg-
Straße/Holzstraße und Landgraf -Georg-Straße/Teichhausstraße verbleiben größtenteils im 
Bestand. 
 
Planung: 
Die Gesamtmaßnahme basiert auf der Möglichkeit, den Kfz -Verkehr auf der Strecke mit nur 
einem Fahrstreifen abzuwickeln. Die Verkehrsbelast ung auf der Landgraf-Georg-Straße 
stadtauswärts ergibt sich maßgeblich aus den aus der Holzstraße in die Landgraf -Georg-
Straße einbiegenden Kraftfahrzeugen. Da dort im Bestand nur auf einem Fahrstreifen 
abgebogen wird, wird im nachfolgenden Streckenabschni tt ebenfalls lediglich ein 
Fahrstreifen benötigt. Die Richtlinien sehen bei der dortigen Verkehrsbelastung ebenfalls nur 
einen Fahrstreifen vor. Davon ausgehend wurde an mehreren repräsentativen Tagen eine 
Verkehrsbeobachtung vorgenommen. Diese bestätigte die Machbarkeit einer einstreifigen 
Kfz-Führung. 
 
Der Radstreifen erhält eine nutzbare Breite von 2,30 Meter bzw. 2,40 Meter, was ein 
Nebeneinander fahren oder Überholen zweier Radfahrenden ermöglicht. Der Radverkehr wird 
soweit möglich vom ruhenden und fl ießenden Kfz-Verkehr durch einen 
Sicherheitstrennstreifen und bauliche Elemente getrennt, sodass eine sichere und attraktive 
Radführung entsteht.

- 4 - 
 
Wie auch im Bestand fährt der ÖPNV in der Planung stadtauswärts gemeinsam mit dem Kfz -
Verkehr auf einem Fahrstreifen. Auf der Höhe Jugendstilbad wechselt der ÖPNV dann auf den 
separaten Busfahrstreifen, der sich in der Mitte der Straße befindet. Die Fahrstreifenanzahl  
 
im Zulauf zur Kreuzung Teichhaustraße verbleibt wie im Bestand. Der Kfz -Verkehr kann 
folglich weiterhin problemlos abfließen, weshalb keine Beeinträchtigungen für den ÖNPV zu 
erwarten sind. Der Busfahrstreifen stadteinwärts wird nicht verändert. Ein zukünftiger 
Ausbau der Haltestelle Jugendstilbad wird durch die vorliegende Maßnahme nicht behinde rt. 
Die Pausenplätze der Linienbusse in Höhe des Jugendstilbades sind betrieblich weiterhin für 
zwei Gelenkbusse erforderlich und wurden in der Planung berücksichtigt.  
 
In Höhe der Merckstraße wird neben der bestehenden Fußgängermittelinsel eine 
Querungshilfe für den Radverkehr vorgesehen. Das trägt dem Querungsbedarf in Nord -Süd- 
Relation an dieser Stelle Rechnung. Durch diese Maßnahme wird zugleich die Breite der 
Fußgängermittelinseln erhöht. Durch die Fahrstreifenreduktion auf der südlichen Seite 
müssen nicht mehr zwei Kfz-Fahrstreifen wie im Bestand, sondern nur noch ein Kfz -
Fahrstreifen gequert werden. Die Querung der Landgraf -Georg-Straße wird damit auch für 
Fußgänger sicherer und bequemer.  
 
Die anliegenden Geschäfte und Gastronomiebetriebe wurden bezü glich ihrer Anlieferung 
befragt. Die Mehrheit wird derzeit über den parallel verlaufenden Würthweg beliefert. Somit 
hat die vorliegende Planung darauf keinen Einfluss. Lediglich vier Gastronomiebetriebe in 
Höhe der Kaplaneigasse werden von der Landgraf -Georg-Straße aus beliefert. Aus diesem 
Grund soll in diesem Bereich eine Ladezone eingerichtet werden.  
 
Im Bestand besteht das öffentliche Parkraumangebot entlang der Südseite der Straße aus 23 
Kfz-Stellplätzen und einem Radständer für sechs Fahrräder. Motorr adstellplätze sind nicht 
vorhanden. In der Planung wird das Angebot in 13 Kfz -Stellplätze, 29 Anlehnbügel für 58 
Fahrräder und neun Motorradstellplätze verändert. Fünf an private Nutzer vermietete Kfz -
Stellplätze auf öffentlichem Grund entfallen planungsbe dingt. Die Kündigungen dazu wurden 
eingeleitet. 
Unabhängig der vorliegenden Maßnahme wurde 2019 die Auslastung der Kfz -
Parkmöglichkeiten im Quartier erhoben. Demnach bestehen ausreichend Parkreserven, 
insbesondere auf dem westlichen Mercksplatz.  
Die Parknachfrage des Radverkehrs verteilt sich auf die Gastronomiezeile, insbesondere in 
Höhe der Kaplaneigasse kommt es zu Nachfragespitzen, die das Angebot um ein vielfaches 
übersteigen. 
 
Um den Straßenraum - etwa für das Heinerfest - flexibel nutzen zu können, werden alle 
Einbauten auf Fahrbahnniveau mit Bodenhülsen verbaut. Dadurch können die Einbauten bei 
Bedarf ohne großen Aufwand temporär entfernt werden.  
 
Mit der Realisierung dieser Maßnahme können die Bedingungen für den Fuß - und  
Radverkehr sowie die Aufenthaltsqualität im Straßenraum deutlich verbessert werden. Da nur 
mit Markierungen und kleineren Einbauten gearbeitet wird, kann die Maßnahme zügig 
umgesetzt werden.

- 5 - 
 
 
Kosten: 
Die Nettokosten (gerundet) für die gesamte Maßna hme verteilen sich auf folgende 
Positionen: 
 
Markierungsarbeiten      56.000 € 
Einbauten (Radanlehnbügel, Poller, Verkehrsinseln)  11.000 €  
Verkehrsschilder und deren Ein - und Ausbau    4.000 € 
Baustelleinrichtung und Verkehrsregelung      2.000 € 
Unvorhergesehenes        4.000 € 
Gesamtkosten (netto) der Maßnahme    77.000 € 
Zzgl. Mehrwertsteuer      15.000 € 
Gesamtkosten (brutto) der Maßnahme    92.000 €   
        ======= 
 
Die Finanzierung erfolgt über das „Sonderinvestitionsprogramm Radmobilität 4x4“ und wird 
zum größten Anteil (Markierung und Beschilderung, Baustelleneinrichtung, Verkehrsregelung 
sowie Verkehrsinseln) aus dem Budget des Ergebnishaushalts finanziert. Die Finanzierung 
der Radanlehnbügel sowie Poller erfolgt aus dem Budget des Finanzhaushalt s. 
Für das „Sonderinvestitionsprogramm Radmobilität 4x4“ stehen im Produkt 541010, 
Kostenstelle 068-003-7001 insgesamt 1,5 Mio. € (Ergebnishaushalt) und weitere 2,5 Mio. € 
im Finanzhaushalt unter der Investitionsnummer 20068 -9100 im aktuellen Haushalt 2020  
zur Verfügung. 
Bezüglich der Möglichkeit einer Förderung durch das Land Hessen (Förderrichtlinie 
Nahmobilität) steht die Wissenschaftsstadt Darmstadt in engem Kontakt mit Hessen Mobil. 
Ob aufgrund der vergleichsweise geringen Gesamtkosten eine Antragstell ung auf Aufnahme 
ins Förderprogramm erfolgt, hängt von der weiteren Klärung der möglichen Förderhöhe ab.  
 
Weitere Projekte: 
In Zukunft soll der südliche Seitenbereich baulich angepasst werden. Eine entsprechende 
Umplanung muss dafür noch begonnen werden.  
Der ehemalige bauliche Radweg ist durch einen leichten Höhenversprung vom Gehweg 
getrennt. Dieser soll entfernt und eine ebene Fläche geschaffen werden. Auch die 
Einmündung Kaplaneigasse könnte dann aufgepflastert werden. Da es sich dabei um eine 
umfangreichere Maßnahme handelt, soll diese im Rahmen eines separaten Projekts 
bearbeitet werden. Durch diese Trennung kann die vorliegende Planung ohne zeitliche 
Verzögerungen umgesetzt werden.  
 
Die östlich angrenzende Kreuzung Landgraf -Georg-Straße/Teichhausstraße/Pützerstraße ist 
aktuell als Modellprojekt zum Umbau zu einer „Holländischen Kreuzung“ vorgesehen. Da in 
diesem Projekt der gesamte Kreuzungsbereich betrachtet und beplant werden soll, wurde 
dieser Bereich in der vorliegenden Maßnahme nicht angepasst.  
 
Die Oberfläche des baulichen Radwegs auf der Straßenseite stadteinwärts soll 
voraussichtlich Ende 2020 saniert werden. Somit wird die Befahrbarkeit auch in der 
Gegenrichtung zeitnah verbessert. Diese Maßnahme verhindert keine zukünftige Überplanung 
der Radführung stadteinwärts.

- 6 - 
 
Darmstadt, den 18. Mai 2020 
 
 
 
Dezernat I     Dezernat IV     
 
 
 
 
Jochen Partsch    André Schellenberg   
Oberbürgermeister    Stadtkämmerer

Beratungsverlauf (1)

TOP 156

Orte (7)

  • Holzstraße
  • Teichhausstraße
  • Landgraf-Georg-Straße
  • Würthweg
  • Merckstraße
  • Kaplaneigasse
  • Pützerstraße

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
2020/0143
Typ
Magistratsvorlage
Datum
18.05.2020
Erstellt
29.09.2026 00:00