Mandari Insight

2015/0562

Instandsetzungsmaßnahme für das fast 150 Jahre alte, denkmalgeschützte Brückenbauwerk Seitersweg über die Trasse der Odenwaldbahn (Strecke Darmstadt-Wiebelsbach-Heubach)

Magistratsvorlage 10.12.2015

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

2015/0562

354.6 KB · application/pdf

Ansehen

anlage 1

18.6 KB · application/pdf

Ansehen

anlage 5

18.6 KB · application/pdf

Ansehen

anlage 3

18.6 KB · application/pdf

Ansehen

anlage 4

18.6 KB · application/pdf

Ansehen

anlage 2

18.6 KB · application/pdf

Ansehen

2015/0562

11685 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
14.01.2016 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat IV 
 
Amt: Straßenverkehrs - 
und Tiefbauamt   OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2015/0562 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 541010 
Kostenstelle:  066-100-1000 Investitionsnummer:  15066-6126 
Kostenträger:  5410-11 Sachkonto: 0952 010 
 
Betreff: Instandsetzungsmaßnahme für das fast 150 Jahre alte, denkmalgeschützte 
Brückenbauwerk Seitersweg über die Trasse der Odenwal dbahn (Strecke Darmstadt -
Wiebelsbach-Heubach) 
 
Vorlage vom: 10.12.2015  
 
Beschlussvorschlag : 
1. Dem Bauvorhaben " Instandsetzungsmaßnahme für das fast 150 Jahre alte denkmalge-
schützte Brückenbauwerk Seitersweg über die Trasse der Odenwaldbahn (Strecke Darm -
stadt – Wiebelsbach-Heubach) als Fuß- und Radwegbrücke“ mit Kosten in Höhe von 
750.000 Euro brutto (Variante 2 ohne Behelfsbrücke) wird zugestimmt.  
2. Die Finanzierung erfolgt über die Kostenstelle 066 -100-1000, Sachkonto 0952 010, 
Invest.-Nr. 15066-6126 "Grundhafte Sanierung der Brücke Seitersweg".  
3. Die erforderlichen Mittel werden von HAR der Kostenstel le 066-100-1000, Sachkonto 
0952010, Invest.-Nr. 08066-6999 "Straßenbau -sanierungsprogramm" auf diese 
Investitionsnummer verlagert.  
4. Das Straßenverkehrs - und Tiefbauamt wird ermächtigt, nach Magistratsbeschluss die 
notwendigen Sperrpausen bei der Bahn AG zu beantragen.

- 2 - 
Anlagen:   
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
 
Beschluss des Magi strats vom

- 3 - 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 10.12.2015: 
 
 
Lage und Bedeutung 
 
Das Bauwerk „Überführung des Seitersweges“ über die DB in Darmstadt liegt in der direkten 
Verbindung zwischen den beiden historisch bedeutsamen Stadtgebieten der Wissenschafts-
stadt Darmstadt, der Mathildenhöhe und der Rosenhöhe. Das Bauwerk dient somit einerseits 
für Touristen als direkte Verbindung zwischen diesen beiden historischen Bereichen des 
Stadtgebietes und andererseits für Bewohner östlich der Bahnstrecke und der Rosenhöhe als 
wesentlicher Verbindungsweg zum Stadtzentrum. Zusätzlich liegt das Bauwerk im Zuge einer 
wichtigen Radwegeverbindung in Richtung Innenstadt.  
 
 
Beschreibung und Zustand des Bauwerkes 
 
Das Bauwerk wurde im Jahr 1872 als Bogenbrücke aus Sandsteinen errichtet. 
 
  
BILD 1: Ansicht aus Richtung Ostbahnhof BILD 2: Ansicht in Längsrichtung 
 
Die seitliche Begrenzung der Brückenfläche bildet ein Brüstungsmauerwerk, welches ebenfalls 
aus Sandsteinen errichtet wurde. Die momentane Höhe der Brüstung beträgt 1,0 m. Diese 
Höhe ist als Absturzsicherung für Fußgänger bei einer Höhe < 12 m über den Gleisen 
ausreichend. Für die Nutzung durch Radverkehr ist die Höhe zu gering. Hier muss eine Höhe 
von 1,30 m vorhanden sein. Aus diesem Grund ist die Verkehrssicherheit für Radfahrer nicht 
regelgerecht gegeben. Eine Sperrung des Bauwerkes für Radfahrer ist aufgrund der direkten 
Verbindung zur Stadtmitte und der damit verbundenen starken Nutzung durch Radfahrer nicht  
praktikabel. 
 
Aufgrund der leicht nach außen verschobenen Brüstungen, die auch an den Enden der beiden 
Brüstungsmauern durch Anfahrschäden massiv verformt sind, wurde das Bauwerk im Juni 
2014 mit Pollern für den Pkw-Verkehr gesperrt und lediglich für die Nutzung durch Fußgänger 
und Radfahrer freigehalten. Die Standsicherheit der Brüstungen aufgrund von Fahrzeuganprall, 
die Absturzsicherheit von Kraftfahrzeugen sowie die Verkehrssicherheit des unterführten 
Eisenbahnverkehrs sind gefährdet. 
 
Weiterhin sind einzelne Sandsteine im Zuge von zurückliegenden Instandsetzungsmaßnahmen 
durch Beton ersetzt worden, welche das historische Erscheinungsbild des Bauwerkes 
wesentlich beeinträchtigen.  
 
Durch die offene Fuge zwischen dem Brückenoberbau und dem Mauerwerk konnte permanent 
Wasser, im Winter mit Streusalz versetzt, zu den Sandsteinen vordringen. Aufgrund dieser 
permanenten Durchfeuchtung hat die Festigkeit des Sandsteins deutlich abgenommen, 
einzelne Steine sind vollkommen zerstört. Die Standsicherheit der Brüstung ist durch das

- 4 - 
minderfeste Steinmaterial erheblich beeinträchtigt. Eine kurzfristige Instandsetzung der 
Brüstungsmauern ist umgehend erforderlich. Durch die stark beeinträchtigte Standsicherheit 
der Brüstung ist die Verkehrssicherheit der unterführten Bahnstrecke gefährdet. Bereits 2014 
wurde eine Sofortmaßnahme durchgeführt, bei der lose Steine abgeschlagen wurden, um die 
Verkehrssicherheit der Bahn weiterhin zu gewährleisten. 
 
 
Stellungnahme der Denkmalschutzbehörde zum Denkmalwert des Bauwerkes 
 
„Die alte Sandsteinbrücke gehört zur Odenwaldbahn und entstand um 1870 als die Bahntrasse 
von Darmstadt in den Odenwald verlegt wurde. Die einjochige, leichtbuckelförmige Brücke mit 
den beidseitigen Sandsteingeländern ist eine wichtige historische Wegeverbindung  zwischen 
Innenstadt, Mathildenhöhe und Rosenhöhe an deren Erhalt ein öffentliches Interesse besteht.  
Die Brücke ist Kulturdenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 Hessisches Denkmalschutzgesetz und 
steht aus künstlerischen, geschichtlichen, technischen und städtebaulichen Gründen unter 
Denkmalschutz.“ 
 
 
Instandsetzungskonzept 
 
Ein erfolgreiches Instandsetzungskonzept muss die Gegebenheiten des Denkmalschutzes mit 
einer modernen, technisch sinnvollen, innen liegenden Bauwerksergänzung verbinden, um die 
Sandsteine vor Feuchtigkeit zu schützen und die permanente Durchfeuchtung zu verhindern. 
Zudem muss die Verkehrssicherheit für die Radfahrer wieder hergestellt werden.  
 
Es wurden mehrere Varianten (mit Fahrzeugverkehr/ohne Fahrzeugverkehr) für die Instand -
setzung des Bauwerkes im Vorfeld untersucht. Abschließend soll das Bauwerk nach Aussage 
des Stadtplanungsamtes, Abt. 61.4 Mobilität und öffentlicher Raum „zukünftig keinen 
regulären Kfz-Verkehr aufnehmen, sondern soll als reine Fuß- und Radwegbrücke fungieren“. 
Hieraus ergibt sich nicht nur eine Ersparnis von ca. 20.000 Euro gegenüber der Variante „mit 
Fahrzeugverkehr“, es entspricht auch den Belangen des Denkmalschutzes.  
 
Um den hohen Denkmalwert des Bauwerkes zu erhalten, dürfen die Sandsteinbrüstungen nicht 
abgebaut, sondern nur partiell bearbeitet werden. Für den erhöhten denkmalpflegerischen 
Aufwand stellt das Landesamt für Denkmalpflege Hessen eine Förderung der zusätzlichen 
Kosten in Höhe von 50% bzw. max. 30.000 Euro Förderung in Aussicht. 
 
Die Belange des Denkmalschutzes werden insofern erfüllt, dass das Bauwerk in der 
Erscheinungsform nicht wesentlich verändert wird. Eine gestalterische Veränderung ergibt sich 
durch die Absenkung des Fahrbahnbelages um 30 cm, hier kann die ursprüngliche historische 
Höhenlage der ehemaligen Straßenoberfläche wieder hergestellt werden. Dementsprechend 
müssen die beiden Straßenanschlussbereiche ebenfalls angepasst werden. Hier kann im 
Gegenzug aber auf ein Aufsatzgeländer verzichtet werden und trotzdem die erforderliche 
Erhöhung der Höhe der Absturzsicherung um 30 cm erreicht werden. 
 
Im Bereich des Mauerwerks, in denen die Wurzeln die Steine und die Mörtelfugen zerstört 
haben oder sich extrem tief in den Mörtelfugen festgesetzt haben, müssen diese Wurzeln 
entfernt werden. Die durch Wurzeln oder Feuchtigkeit zerstörten Steine werden in den  
Bereichen der Brüstungen oder in den Flügel- und Widerlagerwänden in Abhängigkeit vom 
Schädigungsumfang entweder vollständig oder partiell ersetzt. 
 
Der Schutz der horizontalen, überdeckten Mauerwerksflächen vor einer weiteren Durch-
feuchtung des Mauerwerkes wird durch einen dünnen Aufbeton inkl. Abdichtung als 
Sperrschicht erreicht. Diese Schicht wird auf die obere Steinschicht aufgelegt. 
 
Die vertikalen Flächen werden ebenfalls auf diese Weise vor der weiteren Durchfeuchtung 
geschützt. Sie erhalten eine Abdichtung aus einer bituminösen Beschichtung nach den 
Regelungen der AIB der DB.

- 5 - 
 
Als Belag wird eine Pflasterfläche aus dunklem Basalt verlegt (in Abstimmung mit der 
Denkmalschutzbehörde). Dieses Basaltpflaster muss aufgrund der geringen Schichtdicke und 
der Möglichkeit des Ausspülens der Feinanteile des Kieses in Mörtel verlegt werden.  
 
Nach Anfrage beim RP Darmstadt liegt das Bauwerk Seitersweg in einem Bombenabwurf -
gebiet. Hier muss vom Vorhandensein von Kampfmitteln ausgegangen werden. Bei allen 
Flächen ist eine systematische Überprüfung vor Beginn der geplanten Bauarbeiten erforderlich, 
auf denen bodeneingreifende Maßnahmen stattfinden. Aufgrund der Anpassung der 
Straßenanschlussbereiche sind hier Kampfmittelräumkosten zu kalkulieren. Die Kosten hierfür 
werden auf ca. 20.000 Euro geschätzt.  
 
Das Bauwerk muss unter Vollsperrung saniert werden, was eine Sperrzeit für ca. 8 Monate 
bedeutet. Der geplante Baubeginn ist für Mai/Juni 2016 vorgesehen. Eine mögliche 
Bauzeitverkürzung durch Verlängerung der Arbeitszeiten (bis 20:00 Uhr, ggf. auch samstags) 
wird im Laufe der weiteren Planung geprüft. 
 
Abschließend gibt es zwei Varianten der Ausführung, die aufgrund der wichtigen 
Wegeverbindung zwischen Mathilden- und Rosenhöhe abgewogen werden müssen. 
 
Variante 1 beinhaltet den Bau einer Behelfsbrücke über die gesamte Bauzeit. Die zusätzlichen 
Kosten hierfür werden auf 125.000 Euro geschätzt. Variante 2 sieht den beschilderten Umweg 
der Fußgänger und Radfahrer über den noch zu ertüchtigenden Weg parallel zur Bahnstrecke 
und über den Bahnübergang Erbacher Straße vor. Der Eingang zur Rosenhöhe kann direkt über 
die Erbacher Straße erfolgen (Umweg ca. 200 m). Der Umweg bis zum Eingang Am Löwentor 
würde ca. 400 m betragen. 
 
Nach Abwägung der Kosten und Nutzen wird die Variante 2 ohne Herstellung einer 
Behelfsbrücke mit geschätzten Gesamtkosten in Höhe von 750.000 Euro (brutto) empfohlen.  
 
 
Kostenschätzung (inkl. MwSt) der denkmalgerechten Instandsetzung – Variante 2 
 
1. Baustelleneinrichtung und Verkehrssicherung, Erdarbeiten   110.000 € 
2. Kampfmittelsondierung          20.000 € 
3. Arbeiten am Brüstungsmauerwerk       100.000 € 
4. Abbrucharbeiten (Fahrbahnbelag, Gehwegbelag usw.)      70.000 € 
5. Grundierung, Pflasterarbeiten, Fugen, Schutzschicht und Anschlüsse  260.000 € 
6. Gerüste Auf- und Abbau          40.000 € 
7. Unvorhergesehenes           30.000 € 
8. Planung und Technische Bearbeitung      120.000 € 
           ---------------- 
                     750.000 € 
 
Die Baukosten in Höhe von  750.000 Euro (brutto) werden aus Haushaltsausgaberesten der 
Kostenstelle 066-100-1000, Invest.-Nr. 08066-6999 "Straßenbausanierungsprogramm" auf die 
nachfolgend genannte Kostenstelle verlagert. 
 
Die Finanzierung erfolgt über die Kostenstelle 066-100-1000, Sachkonto 0952010, Invest.-Nr. 
15066-6126 "Grundhafte Sanierung der Brücke Seitersweg". Die Ausführung erfolgt nach 
intensiver Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde. Das Landesamt für Denkmalpflege 
Hessen hat, wie zuvor beschrieben, eine max. Fördersumme in Höhe von 30.000 Euro in 
Aussicht gestellt.

- 6 - 
 
Die Folgekosten betragen jährlich 5.000 Euro. Die Deckung erfolgt über die Kostenstel le 066-
210-1000, Sachkonto 6165 010 (Instandhaltung von Ingenieurbauwerken). 
 
 
Darmstadt, 10.12.2015 
III-66/3/I/nz, Nst.: 27 06 
 
Die Dezernentin III    Der Dezernent IV 
 
 
 
 
Cornelia Zuschke    Andrè Schellenberg 
Stadträtin     Stadtkämmerer

anlage 1

11754 Zeichen

- 2 - 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
14.01.2016 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat IV 
 
Amt: Straßenverkehrs - 
und Tiefbauamt   OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
III 61 66 
IV 20 
 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2015/0562 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
54 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 541010 
Kostenstelle:  066-100-1000 Investitionsnummer:  15066-6126 
Kostenträger:  5410-11 Sachkonto: 0952 010 
 
Betreff: Instandsetzungsmaßnahme für das fast 150 Jahre alte, denkmalgeschützte 
Brückenbauwerk Seiter sweg über die Trasse der Odenwaldbahn (Strecke Darmstadt -
Wiebelsbach-Heubach) 
 
Vorlage vom: 10.12.2015  
 
Beschlussvorschlag : 
1. Dem Bauvorhaben " Instandsetzungsmaßnahme für das fast 150 Jahre alte denkmalge-
schützte Brückenbauwerk Seitersweg über die Trasse der Odenwaldbahn (Strecke Darm-
stadt – Wiebelsbach-Heubach) als Fuß- und Radwegbrücke“ mit Kosten in Höhe von 
750.000 Euro brutto (Variante 2 ohne Behelfsbrücke) wird zugestimmt.  
2. Die Finanzierung erfolgt über die Kostenstelle 066 -100-1000, Sachkonto 0952 010, 
Invest.-Nr. 15066-6126 "Grundhafte Sanierung der Brücke Seitersweg".  
3. Die erforderlichen Mittel werden von HAR der Kostenstel le 066-100-1000, Sachkonto 
0952010, Invest.-Nr. 08066-6999 "Straßenbau -sanierungsprogramm" auf diese 
Investitionsnummer verlage rt. 
4. Das Straßenverkehrs - und Tiefbauamt wird ermächtigt, nach Magistratsbeschluss die 
notwendigen Sperrpausen bei der Bahn AG zu beantragen.

- 3 - 
 
Anlagen:   
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom 20.01.2016 
 
Der Vorlage wird zugestimmt.

- 4 - 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 10.12.2015: 
 
 
Lage und Bedeutung 
 
Das Bauwerk „Überführung des Seitersweges“ über die DB in Darmstadt liegt in der direkten 
Verbindung zwischen den beiden historisch bedeutsamen Stadtgebieten der Wissenschafts -
stadt Darmstadt, der Mathildenhöhe und der Rosenhöhe. Das Bauwerk dient somit einerseits 
für Touristen als direkte Verbindung zwischen diesen beiden historischen Bereichen de s 
Stadtgebietes und andererseits für Bewohner östlich der Bahnstrecke und der Rosenhöhe als 
wesentlicher Verbindungsweg zum Stadtzentrum. Zusätzlich liegt das Bauwerk im Zuge einer 
wichtigen Radwegeverbindung in Richtung Innenstadt.  
 
 
Beschreibung und Zustand des Bauwerkes 
 
Das Bauwerk wurde im Jahr 1872 als Bogenbrücke aus Sandsteinen errichtet.  
 
  
BILD 1: Ansicht aus Richtung Ostbahnhof BILD 2: Ansicht in Längsrichtung 
 
Die seitliche Begrenzung der Brückenfläche bildet ein Brüstungsmauerwerk, welches ebenfalls 
aus Sandsteinen errichtet wurde. Die momentane Höhe der Brüstung beträgt 1,0 m. Diese 
Höhe ist als Absturzsicherung für Fußgänger bei einer Höhe < 12 m über den Gleisen 
ausreichend. Für die Nutzung durch Radverkehr ist die Höhe zu gering. Hier muss eine Höhe 
von 1,30 m vorhanden sein. Aus diesem Grund ist die Verkehrssicherheit für Radfahrer nicht 
regelgerecht gegeben. Eine Sperrung des Bauwerkes für Radfahrer ist aufgrund der direkten 
Verbindung zur Stadtmitte und der damit verbundenen starken Nutzung durch Radfahrer nicht 
praktikabel. 
 
Aufgrund der leicht nach außen verschobenen Brüstungen, die auch an den Enden der beiden 
Brüstungsmauern durch Anfahrschäden massiv verformt sind, wurde das Bauwerk im Juni 
2014 mit Pollern für den Pkw-Verkehr gesperrt und lediglich für die Nutzung durch Fußgänger 
und Radfahrer freigehalten. Die Standsicherheit der Brüstungen aufgrund von Fahrzeuganprall, 
die Absturzsicherheit von Kraftfahrzeugen sowie die Verkehrssicherheit des unterführten 
Eisenbahnverkehrs sind gefährdet. 
 
Weiterhin sind einzelne Sandsteine im Zuge von zurückliegenden Instandsetzungsmaßnahmen 
durch Beton ersetzt worden, welche das historische Erscheinungsbild des Bauwerkes 
wesentlich beeinträchtigen.  
 
Durch die offene Fuge zwischen dem Brückenoberbau und dem Mauerwerk konnte permanent 
Wasser, im Winter mit Streusalz versetzt, zu den Sandsteinen vordringen. Aufgrund dieser

- 5 - 
permanenten Durchfeuchtung hat die Festigkeit des Sandsteins deutlich abgenommen, 
einzelne Steine sind vollkommen zerstört. Die Standsicherheit der Brüstung ist durch das 
minderfeste Steinmaterial erheblich beeinträchtigt. Eine kurzfristige Instandsetzung der 
Brüstungsmauern ist umgehend erforderlich. Durch die stark beeinträchtigte Standsicherheit 
der Brüstung ist die Verkehrssicherheit der unterführten Bahnstrecke gefährdet. Bereits 2014 
wurde eine Sofortmaßnahme durchgeführt, bei der lose Steine abgeschlagen wurden, um die 
Verkehrssicherheit der Bahn weiterhin zu gewährleisten. 
 
 
Stellungnahme der Denkmalschutzbehörde zum Denkmalwert des Bauwerkes 
 
„Die alte Sandsteinbrücke gehört zur Odenwaldbahn und entstand um 1870 als die Bahntrasse 
von Darmstadt in den Odenwald verlegt wurde. Die einjochige, leichtbuckelförmige Brücke mit 
den beidseitigen Sandsteingeländern ist eine wichtige historische Wegeverbindung zwischen 
Innenstadt, Mathildenhöhe und Rosenhöhe an deren Erhalt ein öffentliches Interesse besteht.  
Die Brücke ist Kulturdenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 Hessisches Denkmalschutzgesetz und 
steht aus künstlerischen, geschichtlichen, technischen und städtebaulichen Gründen unter 
Denkmalschutz.“ 
 
 
Instandsetzungskonzept 
 
Ein erfolgreiches Instandsetzungskonzept muss die Gegebenheiten des Denkmalschutzes mit 
einer modernen, technisch sinnvollen, innen liegenden Bauwerksergänzung verbinden, um die 
Sandsteine vor Feuchtigkeit zu schützen und die permanente Durchfeuchtung zu verhindern. 
Zudem muss die Verkehrssicherheit für die Radfahrer wieder hergestellt werden.  
 
Es wurden mehrere Varianten (mit Fahrzeugverkehr/ohne Fahrzeugverkehr) für die Instand-
setzung des Bauwerkes im Vorfeld untersucht. Abschließend soll das Bauwerk nach Aussage 
des Stadtplanungsamtes, Abt. 61.4 Mobilität und öffentlicher Raum „zukünftig keinen 
regulären Kfz-Verkehr aufnehmen, sondern soll als reine Fuß- und Radwegbrücke fungieren“. 
Hieraus ergibt sich nicht nur eine Ersparnis von ca. 20.000 Euro gegenüber der Variante „mit 
Fahrzeugverkehr“, es entspricht auch den Belangen des Denkmalschutzes.  
 
Um den hohen Denkmalwert des Bauwerkes zu erhalten, dürfen die Sandsteinbrüstungen nicht 
abgebaut, sondern nur partiell bearbeitet werden. Für den erhöhten denkmalpflegerischen 
Aufwand stellt das Landesamt für Denkmalpflege Hessen eine Förderung der zusätzlichen 
Kosten in Höhe von 50% bzw. max. 30.000 Euro Förderung in Aussicht. 
 
Die Belange des Denkmalschutzes werden insofern erfüllt, dass das Bauwerk in der 
Erscheinungsform nicht wesentlich verändert wird. Eine gestalterische Veränderung ergibt sich 
durch die Absenkung des Fahrbahnbelages um 30 cm, hier kann die ursprüngliche historische 
Höhenlage der ehemaligen Straßenoberfläche wieder hergestellt werden. Dementsprechend 
müssen die beiden Straßenanschlussbereiche ebenfalls angepasst werden. Hier kann im 
Gegenzug aber auf ein Aufsatzgeländer verzichtet werden und trotzdem die erforderliche 
Erhöhung der Höhe der Absturzsicherung um 30 cm erreicht werden. 
 
Im Bereich des Mauerwerks, in denen die Wurzeln die Steine und die Mörtelfugen zerstört 
haben oder sich extrem tief in den Mörtelfugen festgesetzt haben, müssen diese Wurzeln 
entfernt werden. Die durch Wurzeln oder Feuchtigkeit zerstörten Steine werden in den  
Bereichen der Brüstungen oder in den Flügel- und Widerlagerwänden in Abhängigkeit vom 
Schädigungsumfang entweder vollständig oder partiell ersetzt. 
 
Der Schutz der horizontalen, überdeckten Mauerwerksflächen vor einer weiteren Durch -
feuchtung des Mauerwerkes wird durch einen dünnen Aufbeton inkl. Abdichtung als 
Sperrschicht erreicht. Diese Schicht wird auf die obere Steinschicht aufgelegt.

- 6 - 
Die vertikalen Flächen werden ebenfalls auf diese Weise vor der weiteren Durchfeuchtung 
geschützt. Sie erhalten eine Abdichtung aus einer bituminösen Beschichtung nach den 
Regelungen der AIB der DB.  
 
 
 
Als Belag wird eine Pflasterfläche aus dunklem Basalt verlegt (in Abstimmung mit der 
Denkmalschutzbehörde). Dieses Basaltpflaster muss aufgrund der geringen Schichtdicke und 
der Möglichkeit des Ausspülens der Feinanteile des Kieses in Mörtel verlegt werden.  
 
Nach Anfrage beim RP Darmstadt liegt das Bauwerk Seitersweg in einem Bombenabwurf-
gebiet. Hier muss vom Vorhandensein von Kampfmitteln ausgegangen werden. Bei allen 
Flächen ist eine systematische Überprüfung vor Beginn der geplanten Bauarbeiten erforderlich, 
auf denen bodeneingreifende Maßnahmen stattfinden. Aufgrund der Anpassung der 
Straßenanschlussbereiche sind hier Kampfmittelräumkosten zu kalkulieren. Die Kosten hierfür 
werden auf ca. 20.000 Euro geschätzt.  
 
Das Bauwerk muss unter Vollsperrung saniert werden, was eine Sperrzeit für ca. 8 Monate 
bedeutet. Der geplante Baubeginn ist für Mai/Juni 2016 vorgesehen. Eine mögliche 
Bauzeitverkürzung durch Verlängerung der Arbeitszeiten (bis 20:00 Uhr, ggf. auch samstags) 
wird im Laufe der weiteren Planung geprüft. 
 
Abschließend gibt es zwei Varianten der Ausführung, die aufgrund der wichtigen 
Wegeverbindung zwischen Mathilden- und Rosenhöhe abgewogen werden müssen. 
 
Variante 1 beinhaltet den Bau einer Behelfsbrücke über die gesamte Bauzeit. Die zusätzlichen 
Kosten hierfür werden auf 125.000 Euro geschätzt. Variante 2 sieht den beschilderten Umweg 
der Fußgänger und Radfahrer über den noch zu ertüchtigenden Weg parallel zur Bahnstrecke 
und über den Bahnübergang Erbacher Straße vor. Der Eingang zur Rosenhöhe kann direkt über 
die Erbacher Straße erfolgen (Umweg ca. 200 m). Der Umweg bis zum Eingang Am Löwentor 
würde ca. 400 m betragen. 
 
Nach Abwägung der Kosten und Nutzen wird die Variante 2 ohne Herstellung einer 
Behelfsbrücke mit geschätzten Gesamtkosten in Höhe von 750.000 Euro (brutto) empfohlen.  
 
 
Kostenschätzung (inkl. MwSt) der denkmalgerechten Instandsetzung – Variante 2 
 
1. Baustelleneinrichtung und Verkehrssicherung, Erdarbeiten   110.000 € 
2. Kampfmittelsondierung          20.000 € 
3. Arbeiten am Brüstungsmauerwerk       100.000 € 
4. Abbrucharbeiten (Fahrbahnbelag, Gehwegbelag usw.)      70.000 € 
5. Grundierung, Pflasterarbeiten, Fugen, Schutzschicht und Anschlüsse  260.000 € 
6. Gerüste Auf- und Abbau          40.000 € 
7. Unvorhergesehenes           30.000 € 
8. Planung und Technische Bearbeitung      120.000 € 
           ---------------- 
                     750.000 € 
 
Die Baukosten in Höhe von  750.000 Euro (brutto) werden aus Haushaltsausgaberesten der 
Kostenstelle 066-100-1000, Invest.-Nr. 08066-6999 "Straßenbausanierungsprogramm" auf die 
nachfolgend genannte Kostenstelle verlagert. 
 
Die Finanzierung erfolgt über die Kostenstelle 066-100-1000, Sachkonto 0952010, Invest.-Nr. 
15066-6126 "Grundhafte Sanierung der Brücke Seitersweg". Die Ausführung erfolgt nach 
intensiver Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde. Das Landesamt für Denkmalpflege 
Hessen hat, wie zuvor beschrieben, eine max. Fördersumme in Höhe von 30.000 Euro in 
Aussicht gestellt.

Die Folgekosten betragen jährlich 5.000 Euro. Die Deckung erfolgt über die Kostenstel le 066-
210-1000, Sachkonto 6165 010 (Instandhaltung von Ingenieurbauwerken). 
 
 
Darmstadt, 10.12.2015 
III-66/3/I/nz, Nst.: 27 06 
 
Die Dezernentin III    Der Dezernent IV 
 
 
 
 
Cornelia Zuschke    Andrè Schellenberg 
Stadträtin     Stadtkämmerer

anlage 5

245 Zeichen

Punkt 46: Instandsetzungsmaßnahme für das fast 150 Jahre alte, denkmalgeschützte 
Brückenbauwerk Seitersweg über die Trasse der Odenwaldbahn (Strecke Darmstadt -
Wiebelsbach-Heubach) 
 (V-Nr. 2015/0562) 
 
Der Vorlage wird einstimmig zugestimmt.

anlage 3

299 Zeichen

Punkt 15: Instandsetzungsmaßnahme für das fast 150 Jahre alte, denkmalgeschützte 
Brückenbauwerk Seitersweg über die Trasse der Odenwaldbahn (Strecke Darmstadt -
Wiebelsbach-Heubach) 
 (V-Nr. 2015/0562) 
 
Einstimmig empfiehlt der Ausschuss der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage 
zuzustimmen.

anlage 4

299 Zeichen

Punkt 17: Instandsetzungsmaßnahme für das fast 150 Jahre alte, denkmalgeschützte 
Brückenbauwerk Seitersweg über die Trasse der Odenwaldbahn (Strecke Darmstadt -
Wiebelsbach-Heubach) 
 (V-Nr. 2015/0562) 
 
Einstimmig empfiehlt der Ausschuss der Stadtverordnetenversammlung, der 
Vorlage zuzustimmen.

anlage 2

300 Zeichen

Punkt 12: Instandsetzungsmaßnahme für das fast 150 Jahre alte, denkmalgeschützte 
Brückenbauwerk Seitersweg über die Trasse der Odenwaldbahn (Strecke Darmstadt -
Wiebelsbach-Heubach) 
 (V-Nr. 2015/0562) 
 
Einstimmig empfiehlt der Ausschuss der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage  
zuzustimmen.

Beratungsverlauf (5)

TOP 12
TOP 17
TOP 54
TOP 46
TOP 15

Orte (3)

  • Erbacher Straße
  • Am Löwentor
  • Seitersweg

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
2015/0562
Typ
Magistratsvorlage
Datum
10.12.2015
Erstellt
29.09.2026 00:00