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V/1071/2005

Erweiterung der Hansaschule, Berufskolleg der Stadt Münster, Hansaring 80, 48155 Münster

Vorlage 02.01.2006

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Nächste Beratung: Hauptausschuss, Sitzung am 23.08.2006, TOP 5

Beschlussvorlage

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Beschlussvorlage

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V/1071/2005 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Schule und Weiterbildung 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Erweiterung der Hansaschule, Berufskolleg der Stadt Münster, Hansaring 80, 48155 Münster 
hier: Zustimmung zum Raumprogramm und zum Planungs- und Beschaffungsverfahren 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
08.06.2006 Sportausschuss Vorberatung 
14.06.2006 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 
14.06.2006 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Vorberatung 
20.06.2006 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen Vorberatung 
21.06.2006 Hauptausschuss Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
Sachentscheidung: 
 
1. Folgendem Raumprogramm zur Erweiterung der Hansaschule, Berufskolleg der Stadt Müns-
ter, Hansaring 80, 48155 Münster, wird zugestimmt: 
 
26 Unterrichtsräume  je ca. 65 qm 
 
  5 Fachräume   je ca. 80 qm 
 
  1 Mediothek     ca. 300 qm 
 
  1  Dreifach-Sporthalle  45 m x 27 m 
 
 1 Lehrerzimmer       ca. 80 qm 
 
 4 Verwaltungsräume  je ca. 20 qm 
 
  zuzügl. Nebenräume und Lehrmittelräume 
 
2. Es wird zur Kenntnis genommen, dass das Raumprogramm sowohl den Ersatz der als ab-
gängig einzustufenden Fertigbauklassen als auch Er satzräume für das von der Hansaschule 
genutzte Gebäude der Alten Mauritzschule, Warendorfer Straße 66, umfasst und die Reali-
sierung des Raumprogramms auf dem Grundstück der Hansaschule nur bei gleichzeitigem 
Abriss der vorhandenen Sporthalle möglich ist. 
Eine Entscheidung über die weitere Verwendun g des Gebäudes der Alten Mauritzschule 
wird zu einem späteren Zeitpunkt getroffen. 
Vorlagen-Nr.: 
V/1071/2005 
Auskunft erteilt: 
Frau  Haase /  Herr Michel 
Ruf: 
492 40 11 / 492 65 20 
E-Mail: 
HaaseG@stadt-muenster.de  
Datum: 
23.05.2006 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/1071/2005 
 
3. Die Verwaltung wird beauftr agt für die Erweiterung der Hansaschule einen begrenzt 
offenen Architektenwettbewerb im Rahmen eines VOF-Verfahrens zur Erlangung von 
Vorplanungskonzepten vorzubereiten.  
 
4. Zur weiteren Realisierung wird die konv entionelle Beschaffungsvariante mit Vergabe 
der Planungsleistungen an externe Arch itektur- und Ingenieurbüros mit gewerkewei-
ser Ausschreibung der Bauleistungen angewandt. 
 
 
 
Kosten/Folgekosten 
Finanzierung/Mittelbereitstellung 
 
Es wird zur Kenntnis genommen, dass zur Finanzierung der o.g. Sachentscheidung Mittel wie folgt 
im Haushaltsplan 2006, Finanzplan und Investitionsprogramm 2005 – 2009 veranschlagt sind: 
 
Ausgaben 
 
Haush.- 
stelle 
Bezeichnung Haush.-
jahr 
Betrag 
€ 
Bemerkung 
2400.940.1230.6 Bauk. Erw. Hansaschule 2004 (178.000) wurde nicht als 
Rest gebildet 
  2005 50.000 HAR 
  2006 306.000  
  2007 1.533.000  
  2008 5.000.000  
  2009 2.011.010  
 Baukosten gesamt  8.900.010  
2400.935.1230.9 Besch. Erw. Hansaschule 2008 658.690  
2400.939.1230.2 Besch. Lehrm. Erw. Hansasch. 2008 354.170  
Insgesamt: 9.912.870  
 
 
 
Begründung: 
 
1.  Allgemein 
 
 Der Schulträger ist verpflichtet, die für einen ordnungsgemäßen Unterricht erforderlichen 
Schulanlagen, Gebäude, Einrichtungen und Lehrmittel bereitzustellen und zu unterhalten 
sowie das für die Schulverwaltung notwendige Personal und eine am allgemeinen Stand der 
Technik und Informationstechnologie orientierte Sachausstattung zur Verfügung zu stellen (§ 
79 Schulgesetz NRW). 
 
 
2. Problem 
 
 Das Schulgebäude der Hansaschule am Hansaring 80 wurde in den Jahren 1928/29 für 
Zwecke der Städt. Handelslehranstalten errichtet. Durch kontinuierlich steigende Schülerzah-
len wurde am 01.08.1969 eine Teilung in Handelslehranstalten I und II vorgenommen. Die 
Handelslehranstalten I, die seit dem 01.09.1979 den Namen “Ludwig-Erhard-Schule” tragen, 
haben im Oktober 1981 den Neubau an der Straße Gut Insel bezogen.

- 3 - 
V/1071/2005 
 Die im Schulgebäude am Hansaring verbliebenen Handelslehranstalten II wurden am 
01.09.1979 in “Hansaschule” umbenannt. 
 
 Der Rat der Stadt Münster hat in seiner Sitzung am 04.05.1994 beschlossen, das Gebäude 
der Hansaschule zur langfristigen Sicherung der Gebäude- und Vermögenssubstanz grund-
legend zu sanieren und durch Umbauarbeiten in seiner Funktion und Wirtschaftlichkeit zu 
verbessern.  
 Die Umbau- und Renovierungsmaßnahmen wurden in den Jahren 1995 – 2000 nach den 
Plänen des Architekturbüros Grahl in Zusammenarbeit mit dem Amt für Gebäudemanage-
ment (damals Hochbauamt), der Unteren D enkmalschutzbehörde, dem Amt für Schule und 
Weiterbildung (damals Schulamt) und unter Beteiligung des eigens dafür eingerichteten 
Bauausschusses der Hansaschule durchgeführt.  
 
 Im Zuge der Sanierung wurden durch Ausbau des Kellergeschosses und Umstrukturierun-
gen im Gebäude insgesamt 11 neue Fachräume geschaffen und eingerichtet. 
 
 Auf dem Gelände der Hansaschule befinden sich neben dem Hauptgebäude eine Sporthalle 
und ein Gebäude in Fertigbauweise. In diesem 1971 errichteten Gebäude sind 8 Unterrichts-
räume vorhanden. Das Gebäude muss aufgrund seines Alters und baulichen Zustands als 
abgängig eingestuft werden. Aus diesem Grund ist es dringend erforderlich, die Fertigbau-
klassen abzureißen und Ersatzräume zu schaffen. 
 
 In der vorhandenen Sporthalle kann der Sportstundenbedarf nur zu einem geringen Teil ge-
deckt werden.  
 
 Darüber hinaus nutzt die Hansaschule das Gebäude der Alten Mauritzschule an der Waren-
dorfer Straße. Dort sind 14 Unterrichtsräume und ein Verwaltungsbereich vorhanden. Die an 
diesem Standort fehlenden Fachräume und das ständige Pendeln der Schüler und Lehrer 
zwischen 2 Standorten ist mit erheblichen organisatorischen und pädagogischen Problemen 
verbunden. Deshalb soll das Gebäude als Lernort der Hansaschule aufgegeben werden. 
 
 Bereits zum Zeitpunkt der Sanierung des Schulgebäudes stand fest, dass trotz der im Rah-
men der Sanierung zusätzlich geschaffenen Fachräume der Raumbedarf der Hansaschule 
nicht komplett gedeckt werden kann. Das Raumdefizit erhöht sich durch Abgängigkeit der 
Fertigbauklassen und der vorgeschlagenen Aufgabe des Gebäudes der Alten Mauritzschule 
als Standort der Hansaschule. 
 
 Der Rat der Stadt Münster hat daher in seiner Sitzung am 04.05.1994 die Verwaltung beauf-
tragt, unter Hinweis auf den abgängigen Pavillon und bei Aufgabe der Alten Mauritzschule 
bei der Bezirksregierung Münster zu beantragen, für die nach Fertigstellung der Umbauar-
beiten noch fehlenden Klassen- und Fachräume und für den Neubau einer Sporthalle (27 m 
x 45 m) den Raum- und Baubedarf anerkennen zu lassen. 
 
 Der Antrag wurde im Juni 1994 gestellt. Im Dezember 1995 hat die Bezirksregierung erklärt, 
dass das Verfahren nach den im Juli 1995 neu gefassten Richtlinien abgewickelt werden 
sollte und deshalb keine Anerkennung des Raum- und Baubedarfs mehr erforderlich sei.  
 
 In den Folgejahren wurde zunächst die Sanierung des Hauptgebäudes abgeschlossen. Dar-
über hinaus wurde in den Jahren 1998 ff. die Weiterentwicklung der Berufskollegs beraten 
und eine qualitativ orientierte Schulentwicklungsplanung für Berufskollegs aufgestellt. 
 
  Die Ergebnisse dieses Prozesses sind in das nunmehr zur Entscheidung vorgelegt Raum-
konzept eingeflossen.

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V/1071/2005 
 
 Die aktuellen Diskussionen über Umfang und Organisation des Berufsschulunterrichts wer-
den nach derzeitigem Stand keine Auswirkungen auf den Raum- und Baubedarf der Hansa-
schule haben.  
 Die Diskussionen haben ergeben, dass der vorgegebene Unterrichtsumfang von 480 Jah-
resstunden auch künftig beibehalten werden soll, um den Jugendlichen in den Fachklassen 
des dualen Systems weiterhin die Möglichk eiten zu bieten, umfassende Handlungskompe-
tenz und allgemein bildende Abschlüsse zu erwerben. Zur Erreichung dieser Ziele sind auch 
die berufsübergreifenden Fächer wie z.B. Sport und Religion von besonderer Bedeutung, da 
sie die berufliche Qualifizierung ergänzen und zur allgemeinen Kompetenzentwicklung bei-
tragen. 
 Zur Zeit wird nur noch für wenige Ausbildungsberufe im handwerklichen Bereich eine verän-
derte Verteilung der Unterrichtszeiten geprüft, mit dem Ziel, den regelmäßigen zweiten Be-
rufsschultag dort abzuschaffen (z.B. Blockbeschulung). Die an der Hansaschule vertretenen 
Berufe sind davon nicht betroffen. 
 An der Hansaschule wird die Unterrichtsverteilung bereits seit einigen Jahren über verschie-
dene Zeitmodelle gestaltet, sodass die Flexibil isierungsmöglichkeiten weitestgehend ausge-
reizt sind.  
  
  
3. Raum- und Baubedarf 
 
 Für die Berechnung des Raumbedarfs von Berufskollegs gibt es keine gesetzlich vorge-
schriebenen Musterraumprogramme. Das Angebot an Schulformen und Schultypen ist an 
den einzelnen Berufskollegs so unterschiedlich strukturiert, dass sich keine einheitlichen 
Raumprogramme festlegen lassen. Dies bedeute t, dass lediglich eine fiktive Raumberech-
nung erfolgen kann und diese mit dem von der jeweiligen Schule angemeldeten Raumbedarf 
abgeglichen werden muss. 
 
 Die Hansaschule hat einen Bedarf von 26 Unterrichtsräumen und 5 Fachräumen (2 Fach-
räume Datenverarbeitung, 1 Fachraum Textverarbeitung, 1 Lernbüro, 1 naturwiss. Fach-
raum), 1 Mediothek, zusätzliche Verwaltungsräume und Nebenräume sowie eine Dreifach-
Halle angemeldet. 
 
 Im Schuljahr 2004/2005 wurden insgesamt 3.589 Schüler/innen in Teilzeitform und 201 
Schüler/innen in Vollzeitform an der Hansaschule unterrichtet. Der Unterricht in Teilzeitform 
umfasst in der Regel durchschnittlich 12 Stunden (=2 Unterrichtstage) pro Woche. Ein Teil-
zeit-Schüler entspricht daher rechnerisch 2/5 Vollzeitschülern.  
 Unter Berücksichtigung dieser Umrechnung und eines Klassenfrequenzwertes von 22 er-
rechnet sich eine Anzahl von rd. 75 Klassen, die täglich an der Hansaschule zu unterrichten 
sind. 
 
 Im Hauptgebäude der Hansaschule sind insg esamt 38 Klassen- und 21 Fachräume vorhan-
den. Die Fachräume können u.a. aufgrund ihrer speziellen Einrichtung nur zu ca. 20 % auf 
den Klassenraumbestand angerechnet werden. Dadurch ergibt sich fiktiv ein anzurechnen-
der Raumbestand von 38 Klassen- und 4 Fachräumen, somit insgesamt 42 Räumen.  
 
 Aus dieser fiktiven Berechnung ergibt sich ein Bedarf von 31 Unterrichtsräumen (Bedarf für 
75 Klassen, derzeitiger Bestand 42 Räume). 
 
 Diese fiktive Berechnung bestätigt somit den von der Schule angemeldeten Raumbedarf von 
26 Unterrichts- und 5 Fachräumen.

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V/1071/2005 
 
 Abweichend von dem Antrag der Hansaschule wird jedoch für die Klassenräume eine Größe 
von 65 qm und nicht 80 qm vorgeschlagen. Der Klassenfrequenzrichtwert liegt bei 22, der 
Höchstwert bei 31. Bei analoger Anwendung des in den Grundsätzen für die Aufstellung von 
Raumprogrammen für allgemein bildende Schulen für die Sekundarstufe II vorgesehenen 
Flächenmaßes von 2,25 qm pro Schüler/in ergeben sich Raumgrößen von 49,5 qm bis 69,75 
qm. Eine Raumgröße von 65 qm - die sich zudem an den durchschnittlichen Klassenraum-
größen der anderen städtischen Berufskollegs orientiert - erscheint daher angemessen und 
dürfte auch eine ausreichende Flexibilität und Auslastung gewährleisten. 
 
 In Ergänzung zu dem unterrichtsspezifischen Bedarf an Unterrichts- und Fachräumen sowie 
der Mediothek sind zusätzliche Verwaltungsräume, Lehrmittelräume, Serverräume und sons-
tige Nebenräume (z.B. WC`s, Putzmittelräume) neu zu schaffen.  
 Die vorhandenen Verwaltungsräume sind insbesondere unter Berücksichtigung der Verlage-
rung der Nutzungen aus der Alten Mauritzschule zu klein. 
 
 Darüber hinaus umfasst das Raumprogramm eine Dreifach-Sporthalle. Die Hansaschule hat 
wöchentlich rd. 160 Stunden Sportunterricht zu erteilen. Der Unterricht im Fach Sport/ Ge-
sundheitsförderung findet derzeit in verschiedenen Sportstätten statt, da der Bedarf in der 
vorhandenen Halle der Hansaschule bei weitem nicht gedeckt werden kann. Die Auslastung 
der anderen Hallen sowie die fußläufige Entfernung der Sportstätten (bis zu 20 Min.) stellt 
ein erhebliches Problem dar. Es wird deshalb vorgeschlagen, auf dem Gelände der Hansa-
schule eine neue Dreifach-Sporthalle zu errichten.  
 
 Aufgrund der beengten Grundstückssituation wird eine Realisierung des unter Ziffer 1 des 
Beschlussvorschlages aufgeführten Raumprogramms auf dem Grundstück der Hansaschule 
nur möglich sein, wenn die vorhandene Sporthalle abgerissen wird. Diese Grundstückssitua-
tion ist letztlich auch dafür verantwortlich, dass bei der neuen Dreifach-Halle auf den Einbau 
einer Tribüne verzichtet werden muss.  
 Bei einer optimalen Auslastung der neu zu errichtenden Dreifach-Halle könnten dort maximal 
150 Sportstunden gedeckt werden (5 Tage à 10 Unterrichtsstunden), so dass eine Auslage-
rung in andere Sportstätten kaum noch erforderlich wäre. 
 
 
4. Planungsverfahren 
 
 Das nach den Plänen des Stadtbaumeisters W. Sittel erstellte axial-symmetrische Gebäude 
wurde 1928 /1929 errichtet und steht aufgrund seiner Stadtbild-prägenden Anlage seit 1987 
unter Denkmalschutz. Es hat insgesamt 5 Geschosse, verfügt über 227 Räume und hat eine 
Nettogebäudefläche von ca. 8.800 m². Das Hauptgebäude besteht aus einem einfachen, 
i.d.R. zweibündig erschlossenen und mit einem steilen Walmdach gedeckten Ziegelbaukör-
per. Auf dem Grundstück befindet sich darüber hinaus eine Sporthalle mit  Nebentrakt. Das 
Hauptgebäude ist behindertengerecht erschlossen.  
 
 Zurzeit sind Nutzungen der Hansaschule auch in einem Fertigbauklassentrakt am Standort 
aus dem Jahr 1971 ausgelagert. Die Nutzungsdauer  dieser Räume ist aufgrund des bauli-
chen Zustands des Pavillongebäudes abgelaufen. Darüber hinaus nutzt die Hansaschule 
noch Räume im Gebäude der alten Mauritzschule. 
 
 In den Jahren 1995 bis 2000 wurde das Hauptgebäude der Hansaschule baulich und ener-
getisch  mit einem Volumen von ca. 8.200.000 € umfangreich innen und außen saniert. Auf-
grund der durchgeführten umfangreichen Sanierungen kann der bauliche Zustand des 
Hauptgebäudes als gut bezeichnet werden.

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V/1071/2005 
 
 Nach der Prioritätenliste des Amtes für Gebäudemanagement sind im Jahr 2006 weitere 
Brandschutzmaßnahmen in Höhe von 100.000 € geplant. Die Sanierung der Treppenstufen 
im Hauptgebäude (72.000 €) sowie ein Innenanstrich (20.000 €) stehen frühestens ab dem 
Jahr 2009 an. 
 
 Aufgrund des bestehenden Defizits an Unterrichts- und Fachräumen und des baulichen Zu-
stands der Pavillons ergibt sich die Notwendigkeit, die Hansaschule zu erweitern und zeit-
gleich die bisher in der alten Mauritzschule genutzten Räume hierhin zu verlagern. 
 
 Das Raumprogramm für die Erweiterung umfasst den Ersatz der Pavillonklassen, die Verla-
gerung der zur Zeit von der Hansschule genutzt en Räume an den Standort Hansaring sowie 
die Schaffung zusätzlicher Unterrichts-, Fach- und Verwaltungsräume mit einer  Hauptnutz-
fläche von ca. 2.550 m² sowie den Neubau einer Dreifachsporthalle ohne Tribüne (27 m x 45 
m). 
 
 An die Planung werden aufgrund der unmittelbaren Nähe zu dem unter Denkmalschutz ste-
henden Schulgebäude sowie aufgrund der durch das Raumprogramm zu erwartenden hohen 
Dichte der Bebauung am Standort weit reichende Anforderungen gestellt. Es wird deshalb 
vorgeschlagen, durch einen begrenzt offenen Architektenwettbewerb im Rahmen eines VOF-
Verfahrens zunächst alternative Vorplanungskonzepte zu erhalten, die diesen Anforderun-
gen gerecht werden. Damit kann für das planerisch und städtebaulich schwierige Projekt ei-
ne entsprechende Qualität im Wettbewerb mit einem funktional, architektonisch ansprechen-
den und zugleich wirtschaftlichen Ergebnis erreicht werden.  
 
 
5. Beschaffungsvariante für die Erweiterung 
 
 Für die Erweiterung der Hansaschule sind im Haushaltsplan 2006, Finanzplan und Investiti-
onsprogramm 2005-2009 insgesamt Mittel in Höhe von 9.912.870 € vorgesehen. Davon ent-
fallen auf die Baukosten 8.900.010 €, die Beschaffungen 658.690 € und die Beschaffung von 
Lehrmitteln 354.170 €. Aufgrund der Höhe der Investition ist für die Vergabe der Planungs-
leistungen an ein externes Büro die Durchführung eines europaweiten VOF- Verfahrens er-
forderlich.  
 
 Unter o.g. Voraussetzung wurden die  für die Erweiterung der Hansaschule denkbaren alter-
nativen Beschaffungsvarianten und deren grundsätzliche Eignung insbesondere unter ter-
minlichen und wirtschaftlichen und qualitativen Gesichtpunkten für dieses Projekt unter-
sucht. Als alternative Verfahren sind im Einzelnen zu nennen: 
 
a) Direkte Beauftragung eines externen Architekten im Rahmen eines VOF-Verfahrens mit 
gewerkeweiser Vergabe der Bauleistungen 
 
b)  Beauftragung eines externen Architekten im Rahmen eines VOF-Verfahrens mit integ-
riertem Wettbewerbsverfahren und gewerkeweiser Vergabe der Bauleistungen 
 
c)  PPP-Verfahren als kombiniertes Vergabeverfahren der Planungs- und Bauleistungen an 
einen privaten Partner 
  
 Aufgrund der Größe des Projektes mit annähernd 10 Mio. € und der im Amt für Gebäudema-
nagement hierfür nicht mehr vorhandenen Personalkapazität kommt eine Planung und Bau-
leitung durch die Verwaltung nicht in Betracht.

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V/1071/2005 
 
5.1 Untersuchung der terminlichen Gesichtspunkte : 
 
 Aufgrund des europaweit durchzuführenden Vergabeverfahrens zur direkten Beauftragung 
eines externen Architekten mit gewerkeweiser Vergabe der Bauleistungen (a) ist für dieses 
Verfahren nach positivem Errichtungsbeschluss von einem Zeitbedarf  von etwa ca. 2 ½  
Jahren auszugehen.  
 
 Der Zeitbedarf für die Realisierung bei Beauftragung eines externen Architekten mit in-
tegriertem Wettbewerbsverfahren und gewerkeweiser Vergabe der Bauleistungen (b) so-
wie die Realisierung im Rahmen eines PPP-Verfahrens als kombiniertes Vergabeverfah-
ren der Planungs- und Bauleistungen an einen Investor (c) sind mit ca. 2 ¾ Jahren  bzw.ca. 
2 ½ Jahren anzusetzen. 
 
 Zeiten für eine in den Verfahren mögliche Vergabenachprüfung sind nicht berücksichtigt.  
 
 Die schnellstmögliche Erweiterung wäre durch eine direkte Beauftragung eines externen 
Architekten mit gewerkeweiser Vergabe der Bauleistungen (a) bzw. durch eine Auftragsver-
gabe im Rahmen eines PPP-Verfahrens als kombiniertes Vergabeverfahren der Pla-
nungs- und Bauleistungen an einen Investor (c) zu realisieren. Der Zeitaufwand für die Rea-
lisierung liegt bei ca. 2 ½  Jahren nach positivem Beschluss zur grundsätzlichen Errichtung 
(Errichtungsbeschluss, Zustimmung zum Raumprogramm).  
 
 
5.2 Untersuchung der wirtschaftlichen Gesichtspunkte  
 
 Die wirtschaftlichen Eckwerte der Beschaffungsvarianten a), und b) sind aufgrund der Ver-
gabe der Planungsleistungen an einzelne Planungsbüros sowie die gewerkeweise Vergabe 
der Bauleistungen und der Übernahme der Bauunterhaltung durch die Stadt Münster unter-
einander vergleichbar und entsprechen den bisher angewandten konventionellen Beschaf-
fungsvarianten. Im Folgenden werden sie deshalb  der PPP-Beschaffung zusammengefasst 
gegenübergestellt:  
 
 
 Investitionsvolumen 
 
 Das Projekt liegt mit veranschlagten Baukosten in Höhe von ca. 8,9 Mio. € erheblich über 
dem im Jahr 2005 von Seiten der Stadt durc hgeführten Vergabeverfahren für die Modellein-
richtung “Kinder, Jugendliche und Familien – Kindertageseinrichtung und Einrichtung der 
Kinder- und Jugendarbeit unter einem Dach” in Roxel und knapp über dem im Jahr 2004 
durchgeführten Verfahren zum Bau der drei Dreifach-Sporthallen in Gremmendorf, Albachten 
und Hiltrup. 
 
 
 Instandhaltungsrückstau 
 
 
Die Hansaschule wurde in den Jahren 1995 bis 2000 umfangreich saniert. Ein Instandhal-
tungsrückstau, der in die Investitionssumme mit einbezogen und damit zu einer deutlichen 
Erhöhung des Investitionsvolumens beitragen könnte, liegt deshalb nicht vor. Bei einer Ver-
gabe an einen PPP-Partner wäre es allein aufgrund der Größe des Erweiterungsgebäudes 
und der Liegenschaft nicht zwingend notwendig, auch das bereits sanierte, unter Denkmal-
schutz stehende  Bestandsgebäude mit in den Betrieb  zu übergeben. Die  Schnittstellen 
zwischen beiden Gebäuden hinsichtlich der Abgrenzung des Leistungsbereiches sowohl für 
die Schule selbst als auch für die Verwaltung wären jedoch in jedem Falle aufwendig. Auf-
grund des guten Instandhaltungszustands des Bestandsgebäudes werden jedoch wirtschaft-
liche Vorteile hierdurch nicht erwartet.

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V/1071/2005 
 
5.3 Zusammenfassung 
 
 Da die Erweiterung der Hansaschule aufgrund der unmittelbaren Nähe zu einem denkmal-
geschützten Gebäude und aufgrund der zu erwartenden baulichen Dichte auf dem Grund-
stück mit wirtschaftlichen Mitteln und einer hohen Qualität umgesetzt werden soll, wird vor-
geschlagen, trotz des längeren Zeitbedarfs, zunächst einen Architektenwettbewerb im Zuge 
eines VOF-Verfahrens durchzuführen.  
 
 Aus diesen Gründen wird vorgeschlagen, die Erweiterung in Form der  konventionellen Be-
schaffungsvariante mit gewerkeweiser Vergabe der Bauleistungen zu realisieren. 
 
I.V.         I.V. 
 
g e z .          g e z .  
 
Dr. Hanke       Joksch 
Stadträtin       Stadtbaurat

Beratungsverlauf (5)

08.06.2006 Sportausschuss
TOP 3.1 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: von der Tagesordnung abgesetzt

Zur Sitzung
14.06.2006 Ausschuss für Schule und Weiterbildung
TOP 1 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: von der Tagesordnung abgesetzt

Zur Sitzung
14.06.2006 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 1.1 Anhörung Entscheidung

Beschluss: von der Tagesordnung abgesetzt

Zur Sitzung
20.06.2006 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen
TOP 4.3 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: von der Tagesordnung abgesetzt

Zur Sitzung
23.08.2006 Hauptausschuss
TOP 5 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: von der Tagesordnung abgesetzt

Zur Sitzung

Orte (3)

  • Warendorfer Straße 66
  • Hansaring 80
  • Gut Insel

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Details

Vorlagen-Nr.
V/1071/2005
Typ
Vorlage
Datum
02.01.2006
Erstellt
06.10.2020 14:37