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2026/0012

Radverkehrsführung Kasinostraße: Ergebnisse der Verkehrsuntersuchung und Beauftragung der Entwurfsplanung

Magistratsvorlage 22.12.2025

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Verkehrsuntersuchung Kasinostraße

2 
Ausgangssituation 
• Die Kasinostraße im Wandel                                                                                               
• Tempo 30 (2021)                                                                                    
• Machbarkeitsstudie zur Raddirektverbindung „Gerader Gustav“ 
(2021) 
• Aufhebung der Radwegebenutzungspflicht (2025) 
• Seit Jahren viele Defizite im Bestand, vor allem für den Rad- und 
Fußverkehr. 
• Bisher fehlt eine durchgängige Nord-Süd-Achse für den Radverkehr durch 
Darmstadt: 
• gut ausgebauter Radfahrstreifen auf der Neckarstraße endet 
momentan im Nichts.  
• Die Fortführung dieses Ausbaus ist der lange überfällige 
Lückenschluss im Radnetz. 
• Verwaltung ist durch Magistratsvorlagen 2022/0253 + 2023/0055 zur 
Prüfung und Durchführung eines Verkehrsversuchs beauftragt.

3 
3 
Untersuchungsraum 
Kasinostraße 
Einrichtung durchgängiger Radverkehrsanlagen 
Länge ca. 1.600 m 
8 Lichtsignalanlagen 
Parallelachse Dolivostraße-Steubenplatz 
Berücksichtigung/ Bewertung Kfz-Verlagerungsverkehre 
3 Lichtsignalanlagen

4 
Planungsziele 
• Sichere und regelkonforme Verkehrsführung für alle Verkehrsteilnehmende 
• Schaffung eines zukunftsfähigen und bedarfsorientierten Verkehrsraums 
• Beibehaltung der ÖPNV-Beschleunigung an den betroffenen 4 Kreuzungen  
• Sicherstellung einer ausreichenden Verkehrsqualität für den Kfz-Verkehr 
 
→ Einrichtung von Radfahrstreifen Hauptziel, aber keine isolierte Betrachtung. 
→ Zukunftsfähiger, ganzheitlicher Ansatz unter Berücksichtigung der Belange aller         
Verkehrsteilnehmenden.

5 
Lösungsansätze 
• Bestandsnaher Lösungsansatz ohne größere bauliche Maßnahmen. 
• Keine Änderung der Fahrbahnränder (Borde) und des Kreuzungsdesigns. 
• Umsetzung soll in der Regel durch Ummarkierungsarbeiten und signaltechnische Maßnahmen 
erfolgen. 
• Ziel ist eine mittelfristig umsetzbare und kostenoptimierte Umsetzung.

6 
Planungsgrundsätze 
• Mindestanforderung Querschnitte

7 
Verkehrszählung 
• Verkehrszählung der Kfz-Verkehrsmengen an relevanten Kreuzungen (2024)  
• Verkehrssimulation an allen Kreuzungen und auf der Parallelachse Dolivostraße aufgrund zu 
erwartender Verlagerungsverkehre (2025) 
• Aufgrund aktuell niedriger Verkehrsmengen durch die Sperrung der Rheinstraßenbrücke wurde 
für eine realitätsnahe Simulation ein Korrekturfaktor angewandt. 
 
Spitzenstunde  
Abends

8 
Simulationslauf 
Kreuzung Kasinostraße/ Frankfurter Straße/ Rhönring 
Schnitt A

9 
Simulationslauf 
Kreuzung Kasinostraße/ Pallaswiesenstraße 
Schnitt A

10 
Simulationslauf 
Kreuzung Kasinostraße/ Landwehrstraße  
Schnitt A

11 
Simulationslauf 
Kreuzung Kasinostraße/ Julius-Reiber-Straße  
Kreuzung Kasinostraße/ Bismarckstraße   Schnitt A 
Schnitt B

12 
Simulationslauf 
Kreuzung Kasinostraße/ Bleichstraße 
Kreuzung Kasinostraße/ Rheinstraße Schnitt A

13 
Kernaussagen 
• Eine sichere Radverkehrsführung bei gleichzeitiger Leistungsfähigkeit für den Kfz-
Verkehr ist möglich. 
• Ein Großteil der Radverkehrsführung kann als Protected Bike Lane mit ausreichender 
Breite für Überholvorgänge Rad/ Rad ausgeführt werden. 
• Die restlichen Abschnitte fast ausschließlich als Radfahrstreifen umsetzbar 
• Die Umsetzung kann überwiegend bestandsnah über Markierungsarbeiten und 
signaltechnische Maßnahmen erfolgen.

14 
Vorher 
Bildnachweis: Street Smart by cyclomedia

15 
Nachher 
Bildnachweis: Street Smart by cyclomedia, www.scalgubbar.se

2026/0012

9602 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
14.01.2026 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat VI an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
 
Amt: Mobilitäts- und 
Tiefbauamt   OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2026/0012 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:  066-000-0530 Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:       
 
Betreff: Radverkehrsführung Kasinostraße: Ergebnisse der Verkehrsuntersuchung und 
Beauftragung der Entwurfsplanung  
 
Vorlage vom: 22.12.2025  
 
Beschlussvorschlag : 
 
1. Die Ergebnisse der Verkehrsuntersuchung zur Radführung in der Kasinostraße 
zwischen Rheinstraße und Frankfurter Straße werden zur Kenntnis genommen.  
2. Auf dieser Grundlage wird verwaltungsintern eine  Entwurfsplanung für eine sichere und 
regelkonforme Radverkehrsführung unter B eibehaltung der Leistungsfähigkeit für Kfz -
Verkehr und ÖPNV erstellt und die Baukosten ermittelt . Sodann wird für die bauliche 
Umsetzung ein gesonderter Gremienbeschluss eingeholt.  
 
 
Anlagen: Verkehrsuntersuchung Kasinostraße  
 
Datenschutzrelevante Anlage:

- 2 - 
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:  
Klimarelevanz des Vorhabens:    
Auswirkungen auf Stadtklima:   ja  nein 
Auswirkungen auf THG -Emissionen:   gering1)  mittel/groß 2) 
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung:   ja  nein 
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:    
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft?   ja  nein 
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt?   ja  nein 
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr. 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 22.12.2025 
 
Die Diskussion um eine Radverkehrsanlage in der Kasinostraße sowie um die Führung des 
Radverkehrs insgesamt beschäftigt Öffentlichkeit, Politik und Verwaltung seit vielen Jahren. 
Sie war dabei häufig von gegenseitiger öffentlicher Triggerung geprägt. Parolen wie „Autos 
raus aus der Stadt“ oder „Radfahrer halten sich an keine Regeln“ bestimm en die Debatte 
und verstärken die Konfrontation.  
 
Das Konzept des Mobilitätsfriedens setzt genau hier an. Ziel ist es, diese polarisierte 
Diskussion aufzulösen und in Verkehrsfragen Lösungen zu entwickeln, die für alle Beteiligten 
tragfähig sind.  
 
Dabei ist es zentral, Mobilität als ein individuelles und emotional besetztes Thema zu 
begreifen und entsprechend zu behandeln. Gleichzeitig muss deutlich gemacht werden, dass 
kaum jemand ausschließlich nur ein einziges Verkehrsmittel nutzt ; Multimodalität ist die  
Regel. Jedes Verkehrsmittel hat daher seine Daseinsberechtigung. Zwischen den 
Verkehrsträgern bestehen zudem Wechselwirkungen: Ein attraktiver ÖPNV oder ein 
leistungsfähiger Radverkehr schaffen auch Entlastung und Raum für den motorisierten 
Verkehr. 
 
Im Konzept des Mobilitätsfriedens werden mögliche Lösungen anhand klar definierter 
Kriterien iterativ entwickelt, um eine ausgewogene und verträgliche Aufteilung des 
Straßenraums zu erreichen. Die wichtigsten Kriterien sind:  
 
1. Verkehrssicherheit  
Verkehrssicherheit ist das oberste Ziel der Verkehrsplanung. Alle Lösungen müssen den 
heutigen Anforderungen an die Sicherheit entsprechen. Dabei ist zu beachten, dass 
Planungen grundsätzlich von regelkonformem Verhalten der Verkehrsteilnehmenden 
ausgehen. Gegenseitig e Rücksichtnahme lässt sich nicht baulich erzwingen, sondern nur  
fördern. 
 
2. Leistungsfähigkeit  
Das Verkehrssystem muss insgesamt leistungsfähig bleiben. Dies bedeutet nicht, dass es in 
der Spitzenstunde des Berufsverkehrs zu keinerlei Einschränkungen kommen darf, wohl 
aber, dass das System als Ganzes zuverlässig funktioniert. Die Leistungsfähigkeit ist für alle 
Verkehrsmittel gleichermaßen zu berücksichtigen.  
 
Für den motorisierten Individualverkehr bedeutet dies insbesondere, Rückstaus  bis in 
benachbarte Knotenpunkte zu vermeiden. Leistungsfähigkeit beschränkt sich jedoch nicht 
allein auf den Kfz-Verkehr; auch Radverkehrsanlagen müssen leistungsfähig sein. Beim 
Radverkehr ist dabei weniger die reine Breite des Verkehrsraums entscheidend , sondern 
vielmehr Attraktivität, Sicherheit und Netzwirkung.  
 
Der ÖPNV bildet als ganzjähriges Rückgrat der nachhaltigen Mobilität eine tragende Säule. 
Die in Darmstadt erreichte sehr gute ÖPNV -Beschleunigung ist zwingend zu erhalten. Der 
Fußverkehr wiede rum benötigt kurze, sichere und ausreichend breite 
Querungsmöglichkeiten, um attraktiv zu bleiben.  
 
Die großen Konfliktfragen im Verkehr sind lösbar. Voraussetzung dafür ist ein fairer 
Interessenausgleich zwischen den unterschiedlichen Bedürfnissen sowie d ie Nutzung und 
Akzeptanz technischer Realitäten und moderner Steuerungsinstrumente.

- 4 - 
Projektziele 
Auf Grundlage der MV 2023/0055 wurde eine Verkehrsuntersuchung und Simulation für die 
Kasinostraße zwischen Rheinstraße und Frankfurter Straße beauftragt. Zie l der 
Untersuchung war es, eine sichere und regelkonforme Führung des Radverkehrs unter 
Beibehaltung der Leistungsfähigkeit des Kfz-Verkehrs zu prüfen. Gleichzeitig sollte ein 
zukunftsfähiger und bedarfsorientierter Verkehrsraum geschaffen werden, der die Belange 
aller Verkehrsteilnehmenden berücksichtigt. Die bestehende ÖPNV -Beschleunigung an den 
vier betroffenen K notenpunkten sollte erhalten bleiben . Neben der objektiven 
Verkehrssicherheit soll auch die subjektive Sicherheit insbesondere für den Rad- und zu 
Fußverkehr verbessert werden.  Angestrebt wurde  eine mittelfristig umsetzbare und 
kostenoptimierte Lösung. Die Maßnahme fügt sich in die verkehrspol itischen Zielsetzungen 
der Wissenschaftsstadt Darmstadt zur Förderung einer sicheren, leistungsfähigen und 
nachhaltigen Mobilität im Sinne des Mobilitätsfriedens ein.  
 
Methodik und Ergebnisse der Verkehrsuntersuchung  
Die durchgeführte Verkehrsuntersuchung  umfasst mehrere Schritte:  
 
• Festlegung der Mindestanforderungen an Querschnitten für den Rad - als auch den 
Kfz-Verkehr 
• Verkehrszählungen der Kfz -Verkehrsmengen an relevanten Kreuzungen im Jahr 2024  
• Um die aktuell niedrigen Verkehrsmengen aufgrund der Sperr ung der 
Rheinstraßenbrücke realistisch abzubilden, wurden Historiendaten aus den 
vergangenen Jahren herangezogen und mit der Bestandssituation abgeglichen  
• Verkehrssimulation entlang der gesamten Kasinostraße sowie auf der Parallelachse 
Dolivostraße für das  Prognosejahr 2025 : Die Betrachtung der Parallelachse 
Dolivostraße dient der Absicherung der Leistungsfähigkeit des Gesamtverkehrsnetzes  
• Iterative Prüfung verschiedener Querschnitte und Varianten mit Simulationen  
 
Die Ergebnisse zeigen, dass eine sichere R adverkehrsführung mit einer gleichzeitigen 
Leistungsfähigkeit für den Kfz -Verkehr möglich ist. Über 60% der Radverkehrsführung 
können als „Protected Bike Lane “ (Radstreifen mit Sicherheitstrennstreifen zum Kfz -Verkehr) 
mit der erforderlichen Breite für Übe rholvorgänge im Radverkehr durchgeführt werden. In 
den restlichen Abschnitten sind vorwiegend Radstreifen umsetzbar. Lediglich an der 
Kreuzung Kasino -/Bismarckstraße kann der Radverkehr aufgrund des hohen 
Verkehrsaufkommens und der geringen Fahrbahnbreite im südlichen Kreuzungsarm auf der 
Ostseite unter besonderen Sicherungs - und Markierungsmaßnahmen  auf dem Kfz-
Rechtsabbiegestreifen geradeaus geführt werden.  Diese Führung stellt unter den gegebenen 
baulichen und verkehrlichen Rahmenbedingungen die leistungsfähigste und 
verkehrssicherste umsetzbare Lösung dar.  An der Kreuzung Rheinstraße/Neckarstraße hat 
die Simulation gezeigt, dass auch in der südlichen Zufahrt Verbesserungen für den Kfz -
Verkehr im Vergleich zum Bestand möglich  sind. 
 
Für die Umsetzung wird von überwiegend bestandsnahen Markierungsarbeiten und 
signaltechnische Maßnahmen ausgegangen, was den Aufwand für größere bauliche Eingriffe 
minimiert. Die vorgesehenen Maßnahmen basieren auf einem bestandsnahen Lösungsansatz , 
der keine Änderungen der Fahrbahnränder vorsieht. In wenigen Fällen wird die Anpassung 
einzelner Mittelinseln erforderlich sein.  
Die Umsetzung wird in der Regel durch M arkierungsarbeiten sowie Anpassungen der 
signaltechnischen Infrastruktur erfolgen.

- 5 - 
Ausblick 
Nach Beschlussfassung soll eine Entwurfsplanung erstellt werden und im Jahr 2026 dem 
Magistrat vorgelegt werden.  Im Zuge der Entwurfsplanung ist eine abgestimmte Information 
der betroffenen Akteure vorgesehen.  Aufgrund der Länge der Strecke von insgesamt 1 .600 
Metern sowie der möglichen Anpassungen auf der Parallelachse Dolivostraße/ Julius-Reiber-
Straße und der Anzahl betroffener Lichtsignalanlagen wird die Umsetzung in mehreren 
Bauabschnitten erfolgen.  Nach Umsetzung der Maßnahme ist eine verkehrliche 
Nachbetrachtung vorgesehen.  Die vorgeschlagene Vorgehensweise ermöglicht eine 
schrittweise, überprüfbare Umsetzung unter Berücksichtigung der Leistungsfähigkeit aller 
Verkehrsarten.  
 
Finanzierung 
Es entstehen keine externen Kosten für das Erstellen der Entwurfsplanung. Die Baukosten 
können erst beziffert werden, wenn die Entwurfsplanung vorliegt und werden gemeinsam mit 
dieser dem Magistrat vorgelegt.  
 
 
Dezernat VI 
 
 
 
Paul Georg Wandrey  
Stadtrat

Beratungsverlauf (4)

TOP 14
TOP 32
TOP 14
TOP 3

Orte (12)

  • Neckarstraße
  • Kasinostraße 2
  • Frankfurter Straße
  • Pallaswiesenstraße
  • Landwehrstraße
  • Julius-Reiber-Straße
  • Bismarckstraße
  • Bleichstraße
  • Rheinstraße
  • Dolivostraße
  • Rhönring
  • Steubenplatz

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
2026/0012
Typ
Magistratsvorlage
Datum
22.12.2025
Erstellt
29.09.2026 00:00