2020/0188
Neugestaltung Ernst-Ludwigs-Platz Herstellung der Platzfläche sowie Möblierung und Begrünung; Sanierung des Andienungstunnels Galeria Karstadt Kaufhof und Carree
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Punkt 11: Neugestaltung Ernst-Ludwigs-Platz Herstellung der Platzfläche sowie Möblierung und Begrünung; Sanierung des Andienungstunnels Galeria Karstadt Kaufhof und Carree (V-Nr. 2020/0188) Stadtv. Arnold (Fraktion UFFBASSE) stellt den Prüfantrag, bei der Neugestaltung des Ernst-Ludwigs-Platzes dafür Sorge zu tragen, dass 1) die Platzfläche entweder vollständig mit einem vibrationsarmen Belag, der behinderten- und seniorengerecht ist, erneuert wird (Punkt 14, Barrierefreiheit in Vorlage 2020/0188). 2) Oder wenigstens durch die Verlegung von Streifen mit einem vibrationsarmen Belag eine barrierefreie Durchquerung des Ernst-Ludwigs-Platzes zu ermöglichen. 3) Unabhängig davon, ob die o.g. kleine oder die große Lösung gewählt wird, muss im Zuge der Baumaßnahme Ernst-Ludwigs-Platz ein nicht nur barrierefreier, sondern auch vibrationsarmer Zugang von der Haltestelle Schloss in die Innenstadt geschaffen werden. Einstimmig wird dem Antrag zugestimmt. Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Gegenstimmen: SPD-Fraktion Stimmenthaltung: FDP-Fraktion
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Punkt 10: Neugestaltung Ernst-Ludwigs-Platz Herstellung der Platzfläche sowie Möblierung und Begrünung; Sanierung des Andienungstunnels Galeria Karstadt Kaufhof und Carree (V-Nr. 2020/0188) Die Beratung erfolgt im Sinne der Empfehlung des Bau-Ausschusses, in dem folgender Antrag einstimmig zugestimmt wurde: Die Fraktion UFFBASSE stellt den Prüfantrag, bei der Neugestaltung des Ernst-Ludwigs-Platzes dafür Sorge zu tragen, dass 1) die Platzfläche entweder vollständig mit einem vibrationsarmen Belag, der behinderten-und seniorengerecht ist, erneuert wird (Punkt 14, Barrierefreiheit in Vorlage 2020/0188). 2) Oder wenigstens durch die Verlegung von Streifen mit einem vibrationsarmen Belag eine barrierefreie Durchquerung des Ernst-Ludwigs-Platzes zu ermöglichen. 3) Unabhängig davon, ob die o.g. kleine oder die große Lösung gewählt wird, muss im Zuge der Baumaßnahme Ernst-Ludwigs-Platz ein nicht nur barrierefreier, sondern auch vibrationsarmer Zugang von der Haltestelle Schloss in die Innenstadt geschaffen werden. Der Vorlage wird zugestimmt. Gegenstimmen: SPD Stimmenthaltung: Stadtv. Sigmund (fraktionslos)
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Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
03.08.2020
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat I
Dezernat II
Dezernat IV
Dezernat V
Amt: Stadtplanungsamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2020/0188
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 541010
Kostenstelle: 066-100-1000 Investitionsnummer: 19066-6233
Kostenträger: 5410-11 Sachkonto: 0952010
Betreff: Neugestaltung Ernst -Ludwigs-Platz
Herstellung der Platzfläche sowie Möblierung und Begrünung;
Sanierung des Andienungstunnels Galeria Karstadt Kaufhof und Carree
Vorlage vom: 08.07.2020
Beschlussvorschlag :
1. Der Bericht mit Gestaltungsentwurf, Klimamaßnahmen/Begrünungsmaßnahmen,
Bauphasenplanung und Kostenschätzung für die Neugestaltung des Ernst -Ludwigs-Platzes
wird zur Kenntnis genommen
2. Auf der Grundlage der vorliegenden Planung sind die für die Ausführung der Maßnahme
erforderlichen Leistungen zu beauftragen.
3. Die benötigten Mittel gem. Anlage 2 sind unter der Inve stitionsnummer 19066 -6233
„Neugestaltung Ernst -Ludwigs-Platz“, Kostenstelle 066 -100-1000, im aktuellen
Haushaltsplanentwurf 2021 berücksichtigt.
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Anlagen: Anlage 1 Vorentwurfsplanung
Anlage 2 Kosten
Anlage 3 Bauablaufkonzept
Datenschutzrelevante Anlage: Anlage 2
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
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Begründung zur Magistratsvorlage vom 08.07.2020
Der "Ernst-Ludwigs-Platz", im historischen Zentrum Darmstadts
Ausgangslage, Allgemeine Ziele der Neugestaltung
Der Ernst-Ludwigs-Platz soll als Teil des historischen Stadtzentrums in die Gesamtkonzeption
und Gestaltung der Freiflächen um das Schloss integriert werden und künftig den
klimabedingten Herausforderungen der Innenstadt besser gerecht werden.
Die ca. 4.000 m2 große Platzfläche die von der Westfassade des Schlosses, dem Weißen Turm
und zwei Kaufhäusern gerahmt wird, fungiert als ein zentraler Verteiler der innerstädtischen
Fußgängerzone und ist im Zusammenhang mit dem Weißen Turm ein beliebter Treffpunkt d er
Darmstädter Bürgerinnen und Bürger. Damit kommt dem Platz eine besondere Bedeutung im
Gefüge des innerstädtischen Erschließungsnetzes zu. Der Marktplatz, in Teilbereichen der
Karolinenplatz, der Gräfin-Marion-Dönhoff-Platz und jüngst der Friedensplatz wurden bereits
neugestaltet. Stadträumlich gehen Friedensplatz und Ernst-Ludwigs-Platz nahtlos ineinander
über und werden als ein gemeinsamer Stadtraum wahrgenommen. Derzeit ist die südliche
Ausbaugrenze des Friedensplatzes durch die Katastergrenze definiert. Die Neugestaltung der
Platzfolge Friedensplatz/Ernst-Ludwigs-Platz ist daher ein weiterer wichtiger Meilenstein bei
der Aufwertung der Platzfolge rund um das Schloss und damit des öffentlichen Raums der
Innenstadt. Zugleich bietet sich auch die Möglichkeit durch geeignete Maßnahmen zur
Verbesserung des Klimas in der Innenstadt beizutragen.
Stadtgestalterisches Ziel ist die Herstellung einer ruhigen Platzfläche als Bindeglied zwischen den
angrenzenden Bereichen Marktplatz, Friedensplatz, Obere Rheinstraße und Ernst-Ludwig-Straße. Die
gesamte Platzfläche wird mit rotem Porphyrkleinpflaster in Segmentbogenverlegung gepflastert.
Material und Verlegeart nehmen die Gestaltungsprinzipien des angrenzenden Umfeldes auf. Bis zur
Sanierung der Gleisanlage wird die asphaltierte Fläche hier beibehalten.
Mit der Magistratsvorlage Nr. 2019/0233 "Neugestaltung Ernst-Ludwigs-Platz" wurden die
Vorplanung sowie die weiterführenden Planungsleistungen beschlossen. Die nun vorliegende
Planung beantwortet den von der Stadtverordnetenversammlung am 29.08.2019
beschlossenen Auftrag zur Vorlage Nr. 2019/0233 zur Verbesserung des Mikroklimas und
berücksichtigt Anregungen aus den Ausschüssen sowie aus den Fachämtern.
Die Neugestaltung des Ernst-Ludwigs-Platzes wird von City-Marketing begrüßt.
Teilbereiche / Details
1. Platane mit Sitzgruppe
Die große Platane vor dem Kaufhaus Henschel ist für den Ernst-Ludwigs-Platz eine
wichtige Dominante, ein weit hin sichtbarer "Hingucker". Auch hinsichtlich des Mikroklimas
ist der großkronige Baum von besonderer Bedeutung. Die Pflanzfläche mit Bänken wird
neu gestaltet. Ein geschlossener "Sitzkranz" umschließt die Baumscheibe. Um das
Wurzelwerk des Baumes zu schützen wurde eine Bank-Variante ausgewählt, die keine
Fundamentierung erfordert. Insgesamt vergrößert sich das Baumbeet (vgl. Anlage 1). Die
freie, weich geschwungene Form nimmt die Fassadenform des Kaufhauses Henschel auf
und orientiert sich in den Geraden an den raumbildenden Platzkanten (Henschel und
Galeria Karstadt Kaufhof Darmstadt, Abschluss Friedensplatz, Schlossmauer). In den
hellen Sitzkranz sind die Sitzflächen aus Holz integriert.
Die Hälfte der Sitzflächen ist mit Rückenlehnen ausgestattet. Der "Sitzkranz" ist optisch
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vom Boden leicht abgehoben und kann durch ein integriertes Beleuchtungsband in den
Abend- und Nachtstunden besonders betont werden.
Prüfauftrag aus der Stavo 29.08.2019 zu Vorlage Nr. 2019/0233: Einsatz von heimischen
Hölzern. Kann das aktuell (not)geschlagene Holz genutzt werden?
Ergebnis: Prinzipiell ist dies möglich. Zwei heimische Holzarten (Eiche, Robinie) erreichen
die Resistenzklasse 1 - 2 und sind somit langfristig den hohen Witterungs- und
Nutzungsbelastungen gewachsen. Dieser Punkt wird in der Ausführungsplanung
berücksichtigt.
2. Weißer Turm / Bodenintarsie
Die vorhandenen Sitzbänke bleiben erhalten. Eventuell werden die Sitzflächen
entsprechend der gewählten Holzart des Sitzkranzes um die Platane, ausgetauscht. Die
Maßnahme erfolgt in Abstimmung mit der Unteren Denkmalschutzbehörde.
Auf Anregung der Unteren Denkmalschutzbehörde wird der ehemalige Verlauf der
Stadtmauer als Bodenintarsie im Pflaster gekennzeichnet. Dadurch ist die Bedeutung des
weißen Turmes als Wachturm und Bestandteil der Stadtmauer selbsterklärend. Eine
Georadar-Erkundung soll Aufschluss über den genaueren ehemaligen Verlauf der
Stadtmauer geben.
3. Kiosk
Der unter Denkmalschutz stehende Kiosk soll eine ringförmige Beleuchtung unterhalb der
auskragenden Dachfläche erhalten. Somit könnte dieses Gebäude in den Abendstunden
akzentuiert werden.
Prüfauftrag aus der Stavo 29.08.2019 zu Vorlage Nr. 2019/0233:Begrünung der
Dachfläche:
Ergebnis: Das Gebäude/Dach müsste statisch ertüchtigt werden, um die Last eines
Gründaches aufzunehmen. Dadurch würde die typische Formensprache der 50er -Jahre
Architektur, mit schmalen Profilen und Dachkanten, zerstört und der Denkmalwert verloren
gehen. Da der Kiosk ein Kulturdenkmal im Sinne des § 2 (1) HDSchG ist, ist dies aus
Denkmalschutzgründen nicht möglich. Der Kiosk befindet sich zudem in privatem Eigentum.
4. Bepflanzung
Der Ernst-Ludwigs-Platz wird durch eine große Platane wesentlich geprägt. Entlang der
Schlossgrabenmauer stehen drei Linden. Diese leisten einen wesentlichen Beitrag zur
Verbesserung des Mikroklimas auf diesem Platz.
Aufgrund der örtlichen Infrastrukturgegebenheiten (Andienungstunnel, Schienenverlauf,
Lichtraumprofil der Straßenbahnen, Versorgungsleitungen im Untergrund) sind die
Möglichkeiten weiterer Begrünungsmaßnahmen begrenzt.
Prüfauftrag aus der Stavo 29.08.2019 zu Vorlage Nr. 2019/0233: Begrünung der Stelen
(Leuchten, Fahrleitungsmaste) durch Rankpflanzen oder Blumenampeln:
Ergebnis: An einer jeden Stele wäre es erforderlich, das Pflaster in einem Bereich der Stele zu
entfernen, um hier dauerhaft das Wachstum von Rankpflanzen zu ermöglichen. Dieses würde
innerhalb des neuzugestaltenden Bereichs zu acht Vertiefungen im Bodenbelag führen. Da es
sich um eine hochfrequentierte öffentliche Straßenverkehrsfläche/Fußgängerzone handelt,
müssten diese daher kostenaufwendig mit Stahlgitterrosten gesichert werden.
Rankbegrünungen werden durch die Entega auf Grund der erforderlichen Wartungen an den
Masten und Leuchten grundsätzlich abgelehnt. Des Weiteren erhöht sich das Korrosionsrisiko.
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City-Marketing hat ein Konzept mit mobilen Begrünungselementen (Blumenampeln,
Pflanzkübel) für die Innenstadt erarbeitet. In diesem Jahr soll es einen ersten Testlauf in der
Elisabethen- und Adelungstraße, dem Markt- und dem Ludwigsplatz sowie in der Rheinstraße
im Bereich der Protected Bike Lane, geben.
Die Intension des Prüfauftrages aus der Stavo 29.08.2019 zur Vorlage Nr. 2019/0233 ist
es, den Folgen des Klimawandels (Überhitzung der Innenstadt und zurückgehende
Artenvielfalt) zu begegnen. Dazu könnten die geprüften Maßnahmen nur einen geringen
Teil beitragen. Daher wurde der Alternativvorschlag, weitere großkronige Bäume zu
pflanzen, erarbeitet. Durch die Verlegung von Leitungen besteht die Möglichkeit vier neue
Baumstandorte vor der Fassade der Galeria Karstadt Kaufhof, sowie einen weiteren
Baumstandort an der Schlossmauer, umzusetzen. Die Bäume haben einen
Mindestabstand von 10,00 m untereinander und einen Abstand von 4,00 m von der
Vorderkante des Vordaches des Gebäudes Galeria Karstadt Kaufhof (entsprechend den
Standards für Baumpflanzungen der Stadt Darmstadt). Die Baumscheiben haben einen
Mindestdurchmesser von 3,0 m. Die Ergänzung der Baumscheiben mit Baumschutzkörben
ist zu prüfen. Im Untergrund ist für ausreichend durchwurzelbaren Raum zu sorgen. Die
weiteren Planungen zu den Baumstandorten und der zu wählenden Baumart werden mit
den betroffenen Fachämter, wie Grünflächenamt, Denkmalschutz, Stadtplanungsamt,
Mobilitätsamt, Feuerwehr final abgestimmt. Durch Pflanzung dieser zusätzlichen fünf
Bäume kann eine Verbesserung des Mikroklimas erreicht werden.
5. Gedenktafel Brandnacht
Für den Standort und die zukünftige Gestaltung wird in Abstimmung mit dem Kulturamt,
der Unteren Denkmalschutzbehörde sowie der Hochschule Darmstadt derzeit eine
Alternative erarbeitet, die das Gedenken an die Brandnacht würdig in Erinnerung rufen
soll.
Prüfauftrag aus der Stavo 29.08.2019 zu Vorlage Nr. 2019/0233: Umrahmung des
Mahnmals mit "intelligenten Pflanzkübeln"
Ergebnis: Dies wird im Rahmen der Neugestaltung des Gedenkens an die Brandnacht
geprüft.
6. Information
Prüfauftrag aus der Stavo 29.08.2019 zu Vorlage Nr. 2019/0233: Bildung im öffentlichen
Raum, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit durch kleine Infoschilder
Ergebnis: Grundsätzlich ist eine Anbringung von Infoschildern und/oder QR -Codes denkbar.
Dies ist im Rahmen der Entwurfs- und Ausführungsplanung zu konkretisieren.
7. Taxistand
Die ursprüngliche bisher noch erhaltene Busspur wird bislang zur Aufstellung von bis zu 6
Taxis genutzt. Der vorliegende Entwurf zieht die Flächen zusammen, so dass die
ehemalige Busspur in die Platzfläche integriert wird. Stadtgestalterisches Ziel ist die
Schaffung einer ruhigen Platzfläche als Bindeglied zwischen den Bereichen Marktplatz,
Friedensplatz, Obere Rheinstraße und Ernst-Ludwig-Straße.
Die derzeitige Taxiaufstellfläche mit 6 Taxis trennt den Bereich zwischen Friedensplatz
und Ernst-Ludwigs-Platz optisch und funktional und steht im Widerspruch zu den
stadtgestalterischen Zielen. Passierende müssen die Taxis umlaufen/umfahren um ihr Ziel
zu erreichen.
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Mit dem neuen Gestaltungskonzept des Platzes bietet sich die Möglichkeit das praktizierte
Taxikonzept, welches auf dem Personenbeförderungsgesetzes aus dem Jahr 1964 basiert,
grundsätzlich zu überdenken und anzupassen. Digitale Technik bietet neue Möglichkeiten.
Der Taxistand soll daher entfallen. Als Kompensation der 6 Plätze sollen bereits während
der Bauphase ein Ausweichplatz auf der oberen Rheinstraße in Höhe des seitlichen
Eingangs von Galeria Karstadt Kaufhof (beidseitig je 2 Aufstellflächen) sowie weitere 2
Plätze auf dem Pali Platz testweise hergerichtet werden. Eine Evaluation soll Aufschluss
über die feste Etablierung der Standorte bringen.
8. Fahrradabstellplätze
Die vorhandenen Fahrradabstellmöglichkeiten vor dem Gebäude Rheinstraße 2 (Galeria
Karstadt Kaufhof) werden an gleicher Stelle erneuert und in die Platzgestaltung integriert.
Lademöglichkeiten für E-Bikes werden vorgesehen. Bei Realisierung der Baumstandorte
wären 9 Anlehnbügel bzw. 18 Fahrradabstellplätze an diesem Standort möglich.
9. Beleuchtung
Unter Berücksichtigung der vorliegenden innerstädtischen Beleuchtungskonzeption
wurden innerhalb der neuen Platzfläche bereits sechs große Stelen symmetrisch zur
Flucht der Friedensplatzstelen installiert.
Prüfauftrag aus der Stavo 29.08.2019 zu Vorlage Nr. 2019/0233: Sind die vorgesehenen
Lichtstelen im Hinblick auf Umwelteinflüsse (Lichtverschmutzung) sinnvoll?
Ergebnis: Die Stelen sind bereits beschlossen und aufgestellt worden. Die gute Ausleuchtung
dient der Sicherheit des vielfrequentierten Platzes.
Ist eine bodennahe Beleuchtung evtl. besser?
Ergebnis: Bodennahe Beleuchtungen sind Vandalismus gefährdet. Sie werden häufig zu
gesprüht. Daher ist eine bodennahe Beleuchtung auch aus Sicherheitsgründen nicht
sinnvoll. Ein weiterer Nachteil ist das Überparken/Überstelle n der Leuchten. In einzelnen
Fällen werden diese im Stadtgebiet zur Objektbeleuchtung eingesetzt.
Ist die Nutzung von Solarenergie für den Betrieb der Stadtbeleuchtung möglich?
Ergebnis: Derzeit wird eine Nutzung von Solarenergie für die Straßenbeleuchtung als nicht
sinnvoll erachtet. Solarflächen und Akku-Kapazität stellen derzeit noch keine verlässliche
Alternative dar. Um den Sicherheitsanforderungen gerecht zu werden, wäre ei ne doppelte
Leitungsführung erforderlich, die im Bedarfsfall die Beleuchtung über das städtische
Stromnetz gewährleistet. Unter Verwendung der LED-Technologie konnte der
Stromverbrauch in der Vergangenheit erheblich reduziert werden.
10. Entwässerung
Da die Abwasserkanäle überlastet sind ist das anfallende Regenwasser über
Versickerungsanlagen abzuführen. Für die neuen Baumstandorte am Gebäude Galeria
Karstadt Kaufhof sind Baumrigolen zur ergänzenden Bewässerung vorgesehen.
11. Trinkwasserbrunnen
Der Ernst-Ludwigs-Platz ist als potenzieller Standort für einen Trinkwasserbrunnen
vorgesehen. Derzeit wird geprüft in wieweit Fördermittel durch das Land zur Verfügung
gestellt werden können.
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12. Entsorgung
Der EAD regt an, die Möglichkeit eines Unterflurbehälters zur-Abfallentsorgung zu prüfen.
Dies wird im Rahmen der Ausführungsplanung in enger Abstimmung mit dem EAD
erfolgen.
13. Veranstaltungen und Feste
Die Anforderungen für die städtischen Feste (Heinerfest, Schlossgrabenfest,
Weihnachtsmarkt, sonstige Straßenfeste und Märkte, etc.) sind zu berücksichtigen. Lage
und Anzahl der technischen Infrastruktur (Strom und Wasser) werden in der
Ausführungsplanung abgestimmt.
14. Barrierefreiheit
Die Anforderungen der Barrierefreiheit werden im Rahmen der Ausführungsplanung
berücksichtigt und abgestimmt.
15. Natursteine
Das Umweltamt regt an, die Verfügbarkeit vergleichbarer Natursteine aus heimischen bzw.
europäischen Steinbrüchen zu überprüfen. Dies wird im Rahmen der Entwurfs- und
Ausführungsplanung geprüft.
Kosten und Finanzierung
Anhand der Baukostenschätzung zur Entwurfsplanung werden die voraussichtlichen
Herstellungskosten für die Umgestaltung des Ernst-Ludwigs-Platzes kalkuliert. Diese sind als
datenschutzrelevante Anlage 2 detailliert aufgeführt.
Die Kosten werden durch die weiterführenden Planungen fortgeschrieben und konkretisiert. Die
benötigten Mittel gem. Anlage 2 sind unter der Investitionsnummer 19066-6233
"Neugestaltung Ernst-Ludwigs-Platz", Kostenstelle 066-100-1000, im aktuellen
Haushaltsplanentwurf 2021 berücksichtigt.
Die nicht datenschutzrelevanten Anlagen werden zu den Sitzungsterminen – sofern dies in der
aktuellen Situation möglich ist – in Originalgröße aufgehangen bzw. ausgelegt.
Dezernat I Dezernat II Dezernat III
Jochen Partsch Rafael Reißer Dr. Barbara Boczek
Oberbürgermeister Bürgermeister Stadträtin
Dezernat IV Dezernat V
André Schellenberg Barbara Akdeniz
Stadtkämmerer Stadträtin
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Anlage 3 Seite 1 von 8 Bauablaufkonzept Neugestaltung Ernst-Ludwigs-Platz in Darmstadt inklusive Sanierung der Abdichtung Andienungstunnel Darmstadt, Juni 2020 Anlage 3 Seite 2 von 8 Inhaltsverzeichnis 1. Allgemeine Beschreibung ................................................................................ 3 1.1. Auszuführende Leistungen ........................................................................... 3 2. Entwässerungskonzept .................................................................................... 3 2.1. Entwässerung nördlich der Gleise ................................................................ 4 2.2. Entwässerung südlich der Gleise ................................................................. 4 3. Zeitlicher Ablauf, Einteilung der Bauabschnitte ............................................. 5 Anlage 3 Seite 3 von 8 1. Allgemeine Beschreibung Das Projekt wird zeitlich nach der Fertigstellung der Neugestaltung des Friedens- platzes durchgeführt und grenzt auch örtlich im Nordwesten direkt an die Baugrenze der Neugestaltung des Friedensplatzes. Die Neugestaltung des Ernst-Ludwigs-Platzes beinhaltet die vollständige Platzer- neuerung inkl. der Sanierung der Deckenabdichtung des noch verbliebenen Teilstü- ckes des Andienungstunnels zur Galeria Karstadt Kaufhof. Die Oberflächengestaltung erfolgt als einheitliche Pflasterfläche aus Natursteinpflaster analog zum Friedensplatz, verlegt im Segmentbogen. Entlang der Fassade der Gale- ria Karstadt Kaufhof auf der Westseite des Platzes sind 4 neue kreisförmige Baum- beete geplant. 1.1. Auszuführende Leistungen - Abbruch und Entsorgung vorhandener Ausstattungen, Oberflächenbefestigun- gen und Unterbauten - Erdbau / Freilegung des bestehenden Andienungstunnels - Sanierung der Deckenabdichtung des Andienungstunnels - Einbau von Entwässerungsanlagen (u.a. Rigolenanlagen) - Einbau von Kabelleerrohrsystemen mit Schächten - Lieferung von Kabeln - Umverlegung bestehende Leitungen (Bereich Baumneupflanzungen) - Einbau von gebundenen und ungebundenen Tragschichten (Asphalt-, Frost- und Schottertragschichten) - Pflasterverlegearbeiten - Einbau von Ausstattungsgegenständen (Poller, Bänke, Fahrradständer, etc.). - Herrichtung Grünflächen (u.a. Baumsolitär, Baumneupflanzungen) Nicht enthalten sind die Maßnahmen an der Straßenbahn (Erneuerung der Oberflä- chen, Rückbau / Wiederherstellung für Erneuerung der Abdichtung Tunnel sowie zu- gehörige Schienenersatzmaßnahmen). 2. Entwässerungskonzept Da die bestehenden Kanäle in diesem Bereich überlastet sind, soll im Zuge der Er- neuerung des Ernst-Ludwigs-Platzes ein neues Entwässerungskonzept für die Ent- wässerung des Oberflächenwassers entwickelt werden, das diesen Umstand berück- sichtigt. Die nicht mehr benötigten Anschlüsse an den Kanal werden verschlossen. Anlage 3 Seite 4 von 8 2.1. Entwässerung nördlich der Gleise Entlang der Gleistrasse wird auf der Nordseite eine Entwässerungsrinne vorgesehen. Alle Entwässerungsrinnen werden analog zum Friedensplatz als 3-zeilige Pflasterrin- nen ausgeführt. Über die Entwässerungsrinne nördlich der Gleistrasse wird das Ober- flächenwasser, der nördlichen Fläche (ca. 700 m²) gesammelt. Außerdem wird das Oberflächenwasser der Fläche des schmalen Streifens zwischen der nördlichen Schiene und der Entwässerungsrinne (ca. 90 m²) gesammelt. Entlang der Entwässe- rungsrinne befinden sich vier Abläufe. Die zwei Abläufe östlich des Tunnels werden als Brückenabläufe ausgeführt, damit die Entwässerungsleitungen über den Tunnel geführt werden können. Diese zwei Abläufe sind über Rohrleitungen mit einem Reini- gungsschacht verbunden. Auch die zwei Abläufe westlich des Tunnels sind über Rohr- leitungen mit einem Reinigungsschacht verbunden. Das über die beiden Reinigungs- schächte gereinigte Wasser, wird einer unterirdischen Festkörperrigole zugeführt. Über diese Festkörperrigole wird das Wasser versickert und dem Grundwasser zuge- führt. Das Volumen dieser Festkörperrigole ist für ein 10-jähriges Regenereignis di- mensioniert. Ein Festkörper hat die Abmessungen LxBxH = 0,80x0,80x0,66. Die ge- samte Festkörperrigole besteht aus drei Lagen Festkörpern mit einer Höhe von ca. 2,0 m. In der Breite sind es vier Reihen mit einer Gesamtbreite von 3,2 m. In der Län- ge sind es fünf Reihen mit einer Gesamtlänge von 4,0 m. Damit ergibt sich ein nutzba- res Volumen von ca. 24 m³ in denen das Wasser aufgestaut wird, um es zu versi- ckern. In jeder Reihe ist ein Revisionsschacht angeordnet, über den die Anlage über- prüft und gereinigt werden kann. Die gesamte Festkörperrigole ist mit einem Rigolen- vlies umhüllt. Die Festkörperrigole ist so platziert, dass sie sich zwischen den bestehenden Leitun- gen befindet und der Versickerungskegel die Tunnelwand nicht erreicht. 2.2. Entwässerung südlich der Gleise Entlang der Gleistrasse wird auf der Südseite eine Entwässerungsrinne vorgesehen. Über diese Entwässerungsrinne wird das Oberflächenwasser der Fläche des schma- len Streifens zwischen der südlichen Schiene und der Entwässerungsrinne (ca. 70 m²) gesammelt. Entlang der Entwässerungsrinne befinden sich drei Abläufe, die über Rohrleitungen mit einem Reinigungsschacht verbunden sind. Die zwei Abläufe östlich des Tunnels bzw. auf dem Tunnel werden als Brückenabläufe ausgeführt, damit die Entwässerungsleitungen über den Tunnel geführt werden können. Das über den Rei- nigungsschacht gereinigte Wasser, wird einer unterirdischen Festkörperrigole südlich der Gleise zugeführt. Das Oberflächenwasser der Platzfläche südlich des Weißen Turms wird über eine Entwässerungsrinne in Richtung Norden um den Weißen Turm herumgeführt und hier Anlage 3 Seite 5 von 8 in das südlichste Baumbeet geleitet. Zwischen den Baumbeeten verlaufen ebenfalls Entwässerungsrinnen die das Oberflächenwasser des Platzes sammeln und dem je- weils nördlichen Baumbeet zuführen. Die Oberfläche der Baumbeete liegt etwas tiefer als die Platzfläche. Das Wasser versickert in den Baumbeeten. Rund um die Baum- beete befinden sich Kiesrigolen, die über Rohrrigolen miteinander verbunden sind. In dieser Rigolenanlage wird Wasser aufgestaut, um es zu versickern. Überschüssiges Wasser, das nicht in den Baumbeeten versickert, wird über Muldenabläufe in den Baumbeeten gefasst und einer Sammelleitung zugeführt. Am Ende der Sammelleitung befindet sich ein Schacht, der über eine Rohrleitung mit einem Reinigungsschacht verbunden ist. Das über den Reinigungsschacht gereinigte Wasser, wird ebenfalls der unterirdischen Festkörperrigole südlich der Gleise zugeführt. So wird die gesamte Platzfläche südlich der Gleise mit einer Fläche von ca. 1700 m² entwässert. Über die Festkörperrigole wird das Wasser dann versickert und dem Grundwasser zugeführt. Das Volumen dieser Festkörperrigole ist für ein 10-jähriges Regenereignis dimensio- niert. Ein Festkörper hat die Abmessungen LxBxH = 0,80x0,80x0,66. Die gesamte Festkörperrigole besteht aus drei Lagen Festkörpern mit einer Höhe von ca. 2,0 m. In der Breite sind es fünf Reihen mit einer Gesamtbreite von 4,0 m. In der Länge sind es neun Reihen mit einer Gesamtlänge von 7,2 m. Damit ergibt sich ein nutzbares Volu- men von ca. 54 m³ in denen das Wasser aufgestaut wird, um es zu versickern. In je- der Reihe ist ein Revisionsschacht angeordnet über den die Anlage überprüft und ge- reinigt werden kann. Die gesamte Festkörperrigole ist mit einem Rigolenvlies umhüllt. Die Festkörperrigole ist so platziert, dass sie sich zwischen den bestehenden Leitun- gen befindet und der Versickerungskegel die Tunnelwand nicht erreicht. 3. Zeitlicher Ablauf, Einteilung der Bauabschnitte Zeitlicher Ablauf, Einteilung der Bauabschnitte Die Bauausführung kann grundsätzlich nur in den Zeiträumen zwischen: - Weihnachtsmarkt und Schlossgrabenfest - Heinerfest und Weihnachtsmarkt durchgehend ausgeführt werden. Eine Vorlaufzeit (Errichtung der Bühnen und Stände) und Nachlauf (Abbau der Bühnen und Stände) ist zusätzlich mit einzurechnen. Daraus ergibt sich eine Bauzeit von Mitte Januar bis Mitte Mai (ca. 4 Monate) und von Mitte Juli bis Mitte November (ca. 4 Monate). Innerhalb von 4 Monaten kann jeweils nur die Abdichtung eines Tunnelabschnittes oder die Neugestaltung der Platzoberflä- che erfolgen. Als vorlaufende Arbeiten werden jeweils die Sanierungsarbeiten des Tunnels (je 4 Monate, z.B. im Frühjahr) durchgeführt, jeweils im Anschluss (z.B. Sommer/Herbst) die Herstellung der neuen Oberflächen. Anlage 3 Seite 6 von 8 Um eine durchgängige Erreichbarkeit der Geschäfte in der Fußgängerzone und den Betrieb des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) zu gewährleisten, werden die Bauleistungen wegen der vorgenannten Randbedingungen in 3 Bauabschnitten aus- geführt. Der Bauabschnitt 1 ist zwischen Schlossmauer und dem nördlichen Rand des Gleis- bereiches vorgesehen. Die Lage des Andienungstunnels inkl. Baugrube und Arbeits- Bauablaufplan Anlage 3 Seite 7 von 8 raum (bis 10 Meter südlich des Gleisbereiches) ist mit zuzuordnen. Innerhalb dieses Abschnittes ist der Schienenverkehr nicht möglich. Der Bauabschnitt 1 teilt sich, mit Blick auf die Sanierung der Deckenabdichtung des Andienungstunnels in zwei Unterabschnitte Bauabschnitt 1a und Bauabschnitt 1b auf. a) In Bauabschnitt 1a erfolgt die Abdichtung nördlich des Gleisbereiches. Die Sanierung der Deckenabdichtung des Andienungstunnels kann außerhalb des Gleisbereiches erfolgen. Bei Arbeiten in der Nähe des Gleises sind ggf. Siche- rungsmaßnahmen erforderlich. Die Baugrube wird wieder verschlossen. b) In Bauabschnitt 1b ist eine Sperrung des Gleisbereiches erforderlich. Die Sa- nierung der Deckenabdichtung des Andienungstunnels für Bauabschnitt 1 kann abgeschlossen werden. Es ist zu prüfen, ob im ersten Abschnitt bei Bö- schungsbau und Aushub des nördlichen Gleises noch das südliche Gleis weiter genutzt werden kann. c) Die Verkehrsführung wird zurück in den Korridor des Gleichbereiches gelegt. Der Bauabschnitt 2 liegt zwischen dem Kaufhaus Henschel, dem südlichen Gleisbe- reich und dem Andienungstunnel inkl. 6 Meter Korridor südlich des Tunnels für Bau- grube und Arbeitsraum. Es erfolgt die Sanierung der Deckenabdichtung des Tunnels südlich der Gleise. Der Gleisbereich kann wieder genutzt und befahren werden. Es ist der Zugang des Kaufhauses Henschel innerhalb dieses Bauabschnittes zu gewähr- leisten. Zusätzlich ist eine Gehwegverbindung nach Süden vorzusehen. Der Bauabschnitt 3 liegt zwischen dem Gebäude der Galeria Karstadt Kaufhof, dem südlichen Gleisbereich und der Außenseite des Arbeitsbereiches des Andienungstun- nels. Die Sanierung der Deckenabdichtung des Tunnels ist bereits abgeschlossen. Die vorhandene Gehwegverbindung zur Fußgängerzone nach Süden wird aufrecht gehal- ten. HEAG mobilo plant im Einflussbereich des Ernst-Ludwigs-Platzes verschiedene In- standhaltungsmaßnahmen. Daher und wegen des zeitweise erforderlichen Schienen- ersatzverkehrs ist eine zeitliche Abstimmung Grundvoraussetzung für die Wahl geeig- neter Bauzeiten. Projekte zur grundhaften Erneuerung der Nahverkehrsfahrbahnen sind bei HEAG mobilo aktuell nicht geplant. Alle für die Entwässerung notwendigen Teile wie die Festkörperrigole mit Revisions- schächten, Reinigungsschächten, Rohrleitungen, Abläufe und Entwässerungsrinnen für die Platzfläche nördlich der Gleise können im Bauabschnitt 1 hergestellt werden. Im Bauabschnitt 2 werden die zwei Abläufe östlich des Tunnels inkl. Rohrleitung her- gestellt. Die bestehende Kanalleitung entlang der Fassade des Modegeschäftes Hen- schel wird im Bereich der Sanierung der Deckenabdichtung des Tunnels bauzeitig durch KG-Rohre ersetzt und aufgehängt. Anlage 3 Seite 8 von 8 Die vier neuen Baumbeete mit den Kies- und Rohrrigolen und die Muldenabläufe mit der Sammelleitung können in Bauabschnitt 3 hergestellt werden. Der 3. Ablauf in der Entwässerungsrinne wird hergestellt und die Rohrleitungen komplettiert. Auch die Festkörperrigole mit Revisionsschächten, Reinigungsschächten werden in Bauab- schnitt 3 hergestellt. Übersicht der Maßnahme
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Punkt 12: Neugestaltung Ernst-Ludwigs-Platz Herstellung der Platzfläche sowie Möblierung und Begrünung; Sanierung des Andienungstunnels Galeria Karstadt Kaufhof und Carree (V-Nr. 2020/0188) Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Stimmenthaltung: UFFBASSE
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Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
03.08.2020
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat I
Dezernat II
Dezernat IV
Dezernat V
Amt: Stadtplanungsamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
I 15
II III 61
IV 70 V 67
Stvv
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2020/0188
Magistratsbeschluss -Nr.
198
Internetfähig
Produkt-Nr.: 541010
Kostenstelle: 066-100-1000 Investitionsnummer: 19066-6233
Kostenträger: 5410-11 Sachkonto: 0952010
Betreff: Neugestaltung Ernst -Ludwigs-Platz
Herstellung der Platzfläche sowie Möblierung und Begrünung;
Sanierung des Andienungstunnels Galeria Karstadt Kaufhof und Carree
Vorlage vom: 08.07.2020
Beschlussvorschlag :
1. Der Bericht mit Gestaltungsentwurf, Klimamaßnahmen/Begrünungsmaßnahmen,
Bauphasenplanung und Kostenschätzung für die Neugestaltung des Ernst -Ludwigs-Platzes
wird zur Kenntnis genommen
2. Auf der Grundlage der vorliegenden Planung sind die für die Ausführung der Maßnahme
erforderlichen Leistung en zu beauftragen.
3. Die benötigten Mittel gem. Anlage 2 sind unter der Investitionsnummer 19066 -6233
„Neugestaltung Ernst -Ludwigs-Platz“, Kostenstelle 066 -100-1000, im aktuellen
Haushaltsplanentwurf 2021 berücksichtigt.
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Anlagen: Anlage 1 Vorentwurfsplanung
Anlage 2 Kosten
Anlage 3 Bauablaufkonzept
Datenschutzrelevante Anlage: Anlage 2
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom 12.08.2020
Der Vorlage wird zugestimmt.
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Begründung zur Magistratsvorlage vom 08.07.2020
Der "Ernst-Ludwigs-Platz", im historischen Zentrum Darmstadts
Ausgangslage, Allgemeine Ziele der Neugestaltung
Der Ernst-Ludwigs-Platz soll als Teil des historischen Stadtzentrums in die Gesamtkonzeption
und Gestaltung der Freiflächen um das Schloss integriert werden und künftig den
klimabedingten Herausforderungen der Innenstadt besser gerecht werden.
Die ca. 4.000 m2 große Platzfläche die von der Westfassade des Schlosses, dem Weißen Turm
und zwei Kaufhäusern gerahmt wird, fungiert als ein zentraler Verteiler der innerstädtischen
Fußgängerzone und ist im Zusammenhang mit dem Weißen Turm ein beliebter Treffpunkt der
Darmstädter Bürgerinnen und Bürger. Damit kommt dem Platz eine besondere Bedeutung im
Gefüge des innerstädtischen Erschließungsnetzes zu. Der Marktplatz, in Teilbereichen der
Karolinenplatz, der Gräfin-Marion-Dönhoff-Platz und jüngst der Friedensplatz wurden bereits
neugestaltet. Stadträumlich gehen Friedensplatz und Ernst-Ludwigs-Platz nahtlos ineinander
über und werden als ein gemeinsamer Stadtraum wahrgenommen. Derzeit ist die südliche
Ausbaugrenze des Friedensplatzes durch die Katastergrenze definiert. Die Neugestaltung der
Platzfolge Friedensplatz/Ernst-Ludwigs-Platz ist daher ein weiterer wichtiger Meilenstein bei
der Aufwertung der Platzfolge rund um das Schloss und damit des öffentlichen Raums der
Innenstadt. Zugleich bietet sich auch die Möglichkeit durch geeignete Maßnahmen zur
Verbesserung des Klimas in der Innenstadt beizutragen.
Stadtgestalterisches Ziel ist die Herstellung einer ruhigen Platzfläche als Bindeglied zwischen den
angrenzenden Bereichen Marktplatz, Friedensplatz, Obere Rheinstraße und Ernst-Ludwig-Straße. Die
gesamte Platzfläche wird mit rotem Porphyrkleinpflaster in Segmentbogenverlegung gepflastert.
Material und Verlegeart nehmen die Gestaltungsprinzipien des angrenzenden Umfeldes auf. Bis zur
Sanierung der Gleisanlage wird die asphaltierte Fläche hier beibehalten.
Mit der Magistratsvorlage Nr. 2019/0233 "Neugestaltung Ernst-Ludwigs-Platz" wurden die
Vorplanung sowie die weiterführenden Planungsleistungen beschlossen. Die nun vorliegende
Planung beantwortet den von der Stadtverordnetenversammlung am 29.08.2019
beschlossenen Auftrag zur Vorlage Nr. 2019/0233 zur Verbesserung des Mikroklimas und
berücksichtigt Anregungen aus den Ausschüssen sowie aus den Fachämtern.
Die Neugestaltung des Ernst-Ludwigs-Platzes wird von City-Marketing begrüßt.
Teilbereiche / Details
1. Platane mit Sitzgruppe
Die große Platane vor dem Kaufhaus Henschel ist für den Ernst-Ludwigs-Platz eine
wichtige Dominante, ein weit hin sichtbarer "Hingucker". Auch hinsichtlich des Mikroklimas
ist der großkronige Baum von besonderer Bedeutung. Die Pflanzfläche mit Bänken wird
neu gestaltet. Ein geschlossener "Sitzkranz" umschließt die Baumscheibe. Um das
Wurzelwerk des Baumes zu schützen wurde eine Bank-Variante ausgewählt, die keine
Fundamentierung erfordert. Insgesamt vergrößert sich das Baumbeet (vgl. Anlage 1). Die
freie, weich geschwungene Form nimmt die Fassadenform des Kaufhauses Henschel auf
und orientiert sich in den Geraden an den raumbildenden Platzkanten (Henschel und
Galeria Karstadt Kaufhof Darmstadt, Abschluss Friedensplatz, Schlossmauer). In den
hellen Sitzkranz sind die Sitzflächen aus Holz integriert.
Die Hälfte der Sitzflächen ist mit Rückenlehnen ausgestattet. Der "Sitzkranz" ist optisch
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vom Boden leicht abgehoben und kann durch ein integriertes Beleuchtungsband in den
Abend- und Nachtstunden besonders betont werden.
Prüfauftrag aus der Stavo 29.08.2019 zu Vorlage Nr. 2019/0233: Einsatz von heimischen
Hölzern. Kann das aktuell (not)geschlagene Holz genutzt werden?
Ergebnis: Prinzipiell ist dies möglich. Zwei heimische Holzarten (Eiche, Robinie) erreichen
die Resistenzklasse 1 - 2 und sind somit langfristig den hohen Witterungs- und
Nutzungsbelastungen gewachsen. Dieser Punkt wird in der Ausführungsplanung
berücksichtigt.
2. Weißer Turm / Bodenintarsie
Die vorhandenen Sitzbänke bleiben erhalten. Eventuell werden die Sitzflächen
entsprechend der gewählten Holzart des Sitzkranzes um die Platane, ausgetauscht. Die
Maßnahme erfolgt in Abstimmung mit der Unteren Denkmalschutzbehörde.
Auf Anregung der Unteren Denkmalschutzbehörde wird der ehemalige Verlauf der
Stadtmauer als Bodenintarsie im Pflaster gekennzeichnet. Dadurch ist die Bedeutung des
weißen Turmes als Wachturm und Bestandteil der Stadtmauer selbsterklärend. Eine
Georadar-Erkundung soll Aufschluss über den genaueren ehemaligen Verlauf der
Stadtmauer geben.
3. Kiosk
Der unter Denkmalschutz stehende Kiosk soll eine ringförmige Beleuchtung unterhalb der
auskragenden Dachfläche erhalten. Somit könnte dieses Gebäude in den Abendstunden
akzentuiert werden.
Prüfauftrag aus der Stavo 29.08.2019 zu Vorlage Nr. 2019/0233:Begrünung der
Dachfläche:
Ergebnis: Das Gebäude/Dach müsste statisch ertüchtigt werden, um die Last eines
Gründaches aufzunehmen. Dadurch würde die typische Formensprache der 50er-Jahre
Architektur, mit schmalen Profilen und Dachkanten, zerstört und der Denkmalwert verloren
gehen. Da der Kiosk ein Kulturdenkmal im Sinne des § 2 (1) HDSchG ist, ist dies aus
Denkmalschutzgründen nicht möglich. Der Kiosk befindet sich zudem in privatem Eigentum.
4. Bepflanzung
Der Ernst-Ludwigs-Platz wird durch eine große Platane wesentlich geprägt. Entlang der
Schlossgrabenmauer stehen drei Linden. Diese leisten einen wesentlichen Beitrag zur
Verbesserung des Mikroklimas auf diesem Platz.
Aufgrund der örtlichen Infrastrukturgegebenheiten (Andienungstunnel, Schienenverlauf,
Lichtraumprofil der Straßenbahnen, Versorgungsleitungen im Untergrund) sind die
Möglichkeiten weiterer Begrünungsmaßnahmen begrenzt.
Prüfauftrag aus der Stavo 29.08.2019 zu Vorlage Nr. 2019/0233: Begrünung der Stelen
(Leuchten, Fahrleitungsmaste) durch Rankpflanzen oder Blumenampeln:
Ergebnis: An einer jeden Stele wäre es erforderlich, das Pflaster in einem Bereich der Stele zu
entfernen, um hier dauerhaft das Wachstum von Rankpflanzen zu ermöglichen. Dieses würde
innerhalb des neuzugestaltenden Bereichs zu acht Vertiefungen im Bodenbelag führen. Da es
sich um eine hochfrequentierte öffentliche Straßenverkehrsfläche/Fußgängerzone handelt,
müssten diese daher kostenaufwendig mit Stahlgitterrosten gesichert werden.
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Rankbegrünungen werden durch die Entega auf Grund der erforderlichen Wartungen an den
Masten und Leuchten grundsätzlich abgelehnt. Des Weiteren erhöht sich das Korrosionsrisiko.
City-Marketing hat ein Konzept mit mobilen Begrünungselementen (Blumenampeln,
Pflanzkübel) für die Innenstadt erarbeitet. In diesem Jahr soll es einen ersten Testlauf in der
Elisabethen- und Adelungstraße, dem Markt- und dem Ludwigsplatz sowie in der Rheinstraße
im Bereich der Protected Bike Lane, geben.
Die Intension des Prüfauftrages aus der Stavo 29.08.2019 zur Vorlage Nr. 2019/0233 ist
es, den Folgen des Klimawandels (Überhitzung der Innenstadt und zurückgehende
Artenvielfalt) zu begegnen. Dazu könnten die geprüften Maßnahmen nur einen geringen
Teil beitragen. Daher wurde der Alternativvorschlag, weitere großkronige Bäume zu
pflanzen, erarbeitet. Durch die Verlegung von Leitungen besteht die Möglichkeit vier neue
Baumstandorte vor der Fassade der Galeria Karstadt Kaufhof, sowie einen weiteren
Baumstandort an der Schlossmauer, umzusetzen. Die Bäume haben einen
Mindestabstand von 10,00 m untereinander und einen Abstand von 4,00 m von der
Vorderkante des Vordaches des Gebäudes Galeria Karstadt Kaufhof (entsprechend den
Standards für Baumpflanzungen der Stadt Darmstadt). Die Baumscheiben haben einen
Mindestdurchmesser von 3,0 m. Die Ergänzung der Baumscheiben mit Baumschutzkörben
ist zu prüfen. Im Untergrund ist für ausreichend durchwurzelbaren Raum zu sorgen. Die
weiteren Planungen zu den Baumstandorten und der zu wählenden Baumart werden mit
den betroffenen Fachämter, wie Grünflächenamt, Denkmalschutz, Stadtplanungsamt,
Mobilitätsamt, Feuerwehr final abgestimmt. Durch Pflanzung dieser zusätzlichen fünf
Bäume kann eine Verbesserung des Mikroklimas erreicht werden.
5. Gedenktafel Brandnacht
Für den Standort und die zukünftige Gestaltung wird in Abstimmung mit dem Kulturamt,
der Unteren Denkmalschutzbehörde sowie der Hochschule Darmstadt derzeit eine
Alternative erarbeitet, die das Gedenken an die Brandnacht würdig in Erinnerung rufen
soll.
Prüfauftrag aus der Stavo 29.08.2019 zu Vorlage Nr. 2019/0233: Umrahmung des
Mahnmals mit "intelligenten Pflanzkübeln"
Ergebnis: Dies wird im Rahmen der Neugestaltung des Gedenkens an die Brandnacht
geprüft.
6. Information
Prüfauftrag aus der Stavo 29.08.2019 zu Vorlage Nr. 2019/0233: Bildung im öffentlichen
Raum, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit durch kleine Infoschilder
Ergebnis: Grundsätzlich ist eine Anbringung von Infoschildern und/oder QR-Codes denkbar.
Dies ist im Rahmen der Entwurfs- und Ausführungsplanung zu konkretisieren.
7. Taxistand
Die ursprüngliche bisher noch erhaltene Busspur wird bislang zur Aufstellung von bis zu 6
Taxis genutzt. Der vorliegende Entwurf zieht die Flächen zusammen, so dass die
ehemalige Busspur in die Platzfläche integriert wird. Stadtgestalterisches Ziel ist die
Schaffung einer ruhigen Platzfläche als Bindeglied zwischen den Bereichen Marktplatz,
Friedensplatz, Obere Rheinstraße und Ernst-Ludwig-Straße.
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Die derzeitige Taxiaufstellfläche mit 6 Taxis trennt den Bereich zwischen Friedensplatz
und Ernst-Ludwigs-Platz optisch und funktional und steht im Widerspruch zu den
stadtgestalterischen Zielen. Passierende müssen die Taxis umlaufen/umfahren um ihr Ziel
zu erreichen.
Mit dem neuen Gestaltungskonzept des Platzes bietet sich die Möglichkeit das praktizierte
Taxikonzept, welches auf dem Personenbeförderungsgesetzes aus dem Jahr 1964 basiert,
grundsätzlich zu überdenken und anzupassen. Digitale Technik bietet neue Möglichkeiten.
Der Taxistand soll daher entfallen. Als Kompensation der 6 Plätze sollen bereits während
der Bauphase ein Ausweichplatz auf der oberen Rheinstraße in Höhe des seitlichen
Eingangs von Galeria Karstadt Kaufhof (beidseitig je 2 Aufstellflächen) sowie weitere 2
Plätze auf dem Pali Platz testweise hergerichtet werden. Eine Evaluation soll Aufschluss
über die feste Etablierung der Standorte bringen.
8. Fahrradabstellplätze
Die vorhandenen Fahrradabstellmöglichkeiten vor dem Gebäude Rheinstraße 2 (Galeria
Karstadt Kaufhof) werden an gleicher Stelle erneuert und in die Platzgestaltung integriert.
Lademöglichkeiten für E-Bikes werden vorgesehen. Bei Realisierung der Baumstandorte
wären 9 Anlehnbügel bzw. 18 Fahrradabstellplätze an diesem Standort möglich.
9. Beleuchtung
Unter Berücksichtigung der vorliegenden innerstädtischen Beleuchtungskonzeption
wurden innerhalb der neuen Platzfläche bereits sechs große Stelen symmetrisch zur
Flucht der Friedensplatzstelen installiert.
Prüfauftrag aus der Stavo 29.08.2019 zu Vorlage Nr. 2019/0233: Sind die vorgesehenen
Lichtstelen im Hinblick auf Umwelteinflüsse (Lichtverschmutzung) sinnvoll?
Ergebnis: Die Stelen sind bereits beschlossen und aufgestellt worden. Die gute Ausleuchtung
dient der Sicherheit des vielfrequentierten Platzes.
Ist eine bodennahe Beleuchtung evtl. besser?
Ergebnis: Bodennahe Beleuchtungen sind Vandalismus gefährdet. Sie werden häufig zu
gesprüht. Daher ist eine bodennahe Beleuchtung auch aus Sicherheitsgründen nicht
sinnvoll. Ein weiterer Nachteil ist das Überparken/Überstellen der Leuchten. In einzelnen
Fällen werden diese im Stadtgebiet zur Objektbeleuchtung eingesetzt.
Ist die Nutzung von Solarenergie für den Betrieb der Stadtbeleuchtung möglich?
Ergebnis: Derzeit wird eine Nutzung von Solarenergie für die Straßenbeleuchtung als nicht
sinnvoll erachtet. Solarflächen und Akku-Kapazität stellen derzeit noch keine verlässliche
Alternative dar. Um den Sicherheitsanforderungen gerecht zu werden, wäre eine doppelte
Leitungsführung erforderlich, die im Bedarfsfall die Beleuchtung über das städtische
Stromnetz gewährleistet. Unter Verwendung der LED-Technologie konnte der
Stromverbrauch in der Vergangenheit erheblich reduziert werden.
10. Entwässerung
Da die Abwasserkanäle überlastet sind ist das anfallende Regenwasser über
Versickerungsanlagen abzuführen. Für die neuen Baumstandorte am Gebäude Galeria
Karstadt Kaufhof sind Baumrigolen zur ergänzenden Bewässerung vorgesehen.
11. Trinkwasserbrunnen
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Der Ernst-Ludwigs-Platz ist als potenzieller Standort für einen Trinkwasserbrunnen
vorgesehen. Derzeit wird geprüft in wieweit Fördermittel durch das Land zur Verfügung
gestellt werden können.
12. Entsorgung
Der EAD regt an, die Möglichkeit eines Unterflurbehälters zur-Abfallentsorgung zu prüfen.
Dies wird im Rahmen der Ausführungsplanung in enger Abstimmung mit dem EAD
erfolgen.
13. Veranstaltungen und Feste
Die Anforderungen für die städtischen Feste (Heinerfest, Schlossgrabenfest,
Weihnachtsmarkt, sonstige Straßenfeste und Märkte, etc.) sind zu berücksichtigen. Lage
und Anzahl der technischen Infrastruktur (Strom und Wasser) werden in der
Ausführungsplanung abgestimmt.
14. Barrierefreiheit
Die Anforderungen der Barrierefreiheit werden im Rahmen der Ausführungsplanung
berücksichtigt und abgestimmt.
15. Natursteine
Das Umweltamt regt an, die Verfügbarkeit vergleichbarer Natursteine aus heimischen bzw.
europäischen Steinbrüchen zu überprüfen. Dies wird im Rahmen der Entwurfs- und
Ausführungsplanung geprüft.
Kosten und Finanzierung
Anhand der Baukostenschätzung zur Entwurfsplanung werden die voraussichtlichen
Herstellungskosten für die Umgestaltung des Ernst-Ludwigs-Platzes kalkuliert. Diese sind als
datenschutzrelevante Anlage 2 detailliert aufgeführt.
Die Kosten werden durch die weiterführenden Planungen fortgeschrieben und konkretisiert. Die
benötigten Mittel gem. Anlage 2 sind unter der Investitionsnummer 19066-6233
"Neugestaltung Ernst-Ludwigs-Platz", Kostenstelle 066-100-1000, im aktuellen
Haushaltsplanentwurf 2021 berücksichtigt.
Die nicht datenschutzrelevanten Anlagen werden zu den Sitzungsterminen – sofern dies in der
aktuellen Situation möglich ist – in Originalgröße aufgehangen bzw. ausgelegt.
Dezernat I Dezernat II Dezernat III
Jochen Partsch Rafael Reißer Dr. Barbara Boczek
Oberbürgermeister Bürgermeister Stadträtin
Dezernat IV Dezernat V
André Schellenberg Barbara Akdeniz
Stadtkämmerer Stadträtin
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Punkt 5: Neugestaltung Ernst-Ludwigs-Platz Herstellung der Platzfläche sowie Möblierung und Begrünung; Sanierung des Andienungstunnels Galeria Karstadt Kaufhof und Carree (V-Nr. 2020/0188) Stadtv. Krone (Fraktion Die Linke.) stellt den Prüfantrag: In Verlängerung der nördlichen Baumreihe der oberen Rheinstraße werden vor dem Friedensplatz zwei in späterer Entwicklung großkronige Bäume mit einem Wurzelraum >14 m³ und Anschluss an die Entwässerung des Ernst-Ludwig-Platzes gepflanzt. Dem Antrag wird zugestimmt. Gegenstimmen: CDU-Fraktion Stadtv. Fuchs (Fraktion UFFBASSE) stellt den Prüfantrag: Ist es möglich, am Weißen Turm eine Fassadenbegrünung anzupflanzen? Dem Antrag wird zugestimmt. Gegenstimmen: Fraktionen CDU, FDP und UWIGA Stimmenthaltungen: AfD-Fraktion und eine Stimme aus der Fraktion Bü 90/Grüne Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Stimmenthaltungen: Fraktionen SPD, UFFBASSE, Die Linke. und FDP
Beratungsverlauf (5)
Orte (8)
- Adelungstraße
- Rheinstraße 2
- Ernst-Ludwigs-Platz
- Karolinenplatz
- Friedensplatz
- Ludwigsplatz
- Ernst-Ludwig-Straße
- Marktplatz
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2020/0188
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 08.07.2020
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00