V/0477/2015
Jahresabschluss 2014 der Stadtwerke Münster GmbH
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AR Vorlage Bestellung Abschlussprüfer
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1 Münster, 20.05.2015 Vorlage an den Aufsichtsrat Nr. 10/2015 Betreff Bestellung des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2015 der Stadtwerke Münster GmbH Berichterstatter Herr Dr. Müller-Tengelmann Antrag Der Aufsichtsrat wolle beschließen: Der Gesellschafterversammlung wird folgender Beschluss zur Annahme empfohlen: Für die Durchführung der Abschlussprüfung des Einzel- und Konzernabschlusses der Stadtwerke Münster GmbH für das Geschäftsjahr 2015 wird die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, gewählt. Der Auftrag wird erteilt durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Gesellschaft. Begründung Die Deloitte & Touche Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf hat nach unserer Auffassung gewissenhaft und umsichtig ihre Prüfungstätigkeiten zu den Jahresab- schlüssen 2011, 2012, 2013 und 2014 im Hause der Stadtwerke vorgenommen. Der Prüfer verfügt über die bei der Jahresabschlussprüfung erforderliche Branchenkompe- tenz. Gleiches gilt für die Durchführung der Schwerpunktprüfungen entsprechend den Vorgaben des Aufsichtsrates. Es wird daher empfohlen, Deloitte & Touche auch für das Geschäftsjahr 2015 mit der Abschlussprüfung für den Einzel- und Konzernabschluss der Stadtwerke Münster GmbH zu beauftragen. Neben der Stadtwerke Münster GmbH werden voraussichtlich auch mehrere mandantenbetreute Beteiligungsgesellschaften der Stadtwerke Deloitte & Touche mit der Prüfung ihrer Einzelabschlüsse beauftragen. Gemäß § 12 des Gesellschaftsvertrages der Stadtwerke Münster GmbH wird die Bestel- lung des Abschlussprüfers nach Beschlussfassung durch die Gesellschafterversamm- lung durch die Geschäftsführung des Unternehmens vorgenommen. 2 Nach dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmen (KonTraG) soll der Prüfungsauftrag durch den Aufsichtsrat der Gesellschaft erteilt werden. Diese Regelung ist seit mehreren Jahren Praxis im Haus der Stadtwerke. Die Festlegung der Prüfungsschwerpunkte durch den Abschlussprüfer für das Ge- schäftsjahr 2015 erfolgt mit einer besonderen Vorlage an den Aufsichtsrat. Stadtwerke Münster GmbH gez. Dr. Müller-Tengelmann gez. Dr. Wernicke
AR Vorlage Jahresabschluss 2014
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Seite 1 Münster, 26.05.2015 Vorlage an den Aufsichtsrat Nr. 08/2015 Betreff Jahresabschluss 2014 der Stadtwerke Münster GmbH Gremienfolge 16.06.2015 Aufsichtsrat Stadtwerke Münster GmbH 17.06.2015 Haupt- und Finanzausschuss 17.06.2015 Rat Berichterstatter Herr Dr. Müller-Tengelmann Anlagen Geschäftsbericht 2014, enthaltend: Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2014, bestehend aus: Bilanz Gewinn- und Verlustrechnung Anhang sowie den Lagebericht, Prüfungsbericht des Abschlussprüfers mit Bestätigungsvermerk Antrag Der Aufsichtsrat wolle beschließen: Der Gesellschafterversammlung werden folgende Beschlüsse zur Annahme empfohlen: 1. Der Jahresabschluss der Stadtwerke Münster GmbH zum 31.12. 2014 in der vor- liegenden, vom Abschlussprüfer Deloitte & Touche GmbH, Wirtschaftsprüfungs- gesellschaft, Düsseldorf, mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk tes- tierten Fassung, wird von der Stadt Münster als alleiniger Gesellschafterin der Stadtwerke Münster festgestellt. 2. Das Jahr 2014 schließt mit einem Bilanzverlust in Höhe von 3.024.000,00 € ab, der sich wie folgt zusammensetzt: Ausschüttungsanforderung lt. Managementkontrakt 6.500.000 € - Belastung aus Mietkürzung Stadthaus III (n.St.) 440.000 € = bereinigte Ausschüttungsanforderung lt. Managementkontrakt (= Vorabgewinnausschüttung) 6.060.000 € + Abdeckung Jahresfehlbetrag 2014 3.116.000 € Seite 2 - Gewinnvortrag aus 2013 440.000 € = Belastung Eigenkapital vor Rücklagenauflösung 8.736.000 € - Rücklagenauflösung für FMO-Kapitalerhöhung 3.816.000 € - Rücklagenauflösung allgemeine Gewinnrücklagen 1.896.000 € = Bilanzverlust 3.024.000 € 3. Der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014 wird zur Kenntnis genommen. 4. Aufsichtsrat und Geschäftsführung der Stadtwerke Münster GmbH werden für das Geschäftsjahr 2014 Entlastung erteilt. Begründung Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2014 verfehlt mit einem Jahresfehlbetrag von 3,1 Mio. Euro deutlich die Erwartungen des Wirtschaftsplans. Im operativen Geschäft konnten die Ergebnisziele trotz der wirtschaftlichen Belastungen, die für die konventio- nelle Stromerzeugung infolge der Energiewende weiterhin gegeben waren, auch in die- sem Geschäftsjahr im Wesentlichen erreicht werden. Der Energievertrieb hatte infolge der milden Witterung im ersten und vierten Quartal 2014 deutlich geringere Absatzmen- gen bei Gas und Fernwärme zu verzeichnen. Der Wasservertrieb zeigte sich 2014 ins- gesamt stabil. Der Ergebnisbeitrag der Energie- und Wassernetze im Asset Service- Bereich lag in etwa auf dem geplanten Niveau. Das von der münsterNETZ GmbH über- nommene Ergebnis übertraf trotz der unter Plan liegenden Netzentgelte die Erwartun- gen, insbesondere durch geringer als geplant ausgefallene Aufwände für das vorgela- gerte Netz. Die Risikovorsorge für die Beteiligung Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG, Hamm, und den damit verbundenen Strombezug wurde fortge- schrieben. Die an die Beteiligung ausgereichten Gesellschafterdarlehn zur Finanzierung der beiden zu errichtenden Kraftwerksblöcke wurden als Folge der weiterhin zu niedri- gen Strompreise und der technischen Schwierigkeiten bei der Inbetriebnahme des Blocks D wertberichtigt. Die bei der Finanzbeteiligung FMO Flughafen Müns- ter/Osnabrück GmbH, Greven, zu realisierende Ergebnisbelastung betrug 5,7 Mio. EUR. Die Fahrgastzahlen im Geschäftsfeld Verkehr konnten auf dem hohen Niveau des Vor- jahres gehalten werden. Weitere Erläuterungen der Entwicklung der Vermögens -, Finanz- und E rtragslage im Einzelnen sowie der Geschäftsfelder finden sich im beigefügten Geschäftsbericht so- wie dem darin enthaltenen Lagebericht. Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung gemäß Gemeindeordnung Zur Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung und zur Zweckerreichung nehmen wir gemäß § 108 Abs. 3 der Gemeindeordnung Nordrhein -Westfalen für unsere wichtigsten Geschäftsbereiche wie folgt Stellung: In der Strom- und Erdgasversorgung haben wir gemäß § 1 des Energiewirtschaftsgeset- zes eine möglichst sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und u m- weltverträgliche Versorgung der Allgemeinheit anzustreben. Dieses Ziel wurde im Ge- schäftsjahr 2014 in allen Punkten erreicht. Seite 3 In der Wasserversorgung haben die Stadtwerke gemäß § 47 a Landeswassergesetz NRW eine dem Gemeinwohl entsprechende öffentliche Wasserversorgung sicherzuste l- len. Darüber hinaus haben die Stadtwerke als mit der Wasserversorgung beauftragtes Unternehmen auf ei nen haushälterischen Umgang mit dem Wasser hingewirkt. Ebe n- falls haben die Stadtwerke gemäß § 1 der Trinkwasserver ordnung Wasser geliefert, das die menschliche Gesundheit vor nachteiligen Einflüssen, die sich aus der Verunrein i- gung von Wasser ergeben können, schützt. Im Verkehrsbereich haben die Stadtwerke Münster im Auftrag der Stadt Münster als Aufgabenträger des öffentlichen Nahverkehrs jederzeit sichere, effiziente und hochwe r- tige Verkehrsleistungen angeboten. Die Vorgaben der Stadt Münster nach dem ak tuel- len Nahverkehrsplan wurden jederzeit erfüllt. Die Stadtwerke Münster haben auch im Geschäftsjahr 2014 entsprechend ihrer Satzung die Kunden und die Bevölkerung beraten mit dem Ziel, den Verbrauch von Energie und Wasser zu reduzieren. Ebenfalls ist die Bereitschaft zum Einsatz regenerativer Energi e- träger durch das Unternehmen gefördert worden. Die öffentliche Zwecksetzung der Stadtwerke Münster GmbH gemäß Gemeindeordnun g NRW wurde in allen Fällen erfüllt. Der Jahresabschluss 2014 sowie der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014 sind von der Deloitte & Touche GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft wo r- den. Beanstandungen haben sich nicht ergeben. Der u neingeschränkte Bestätigung s- vermerk wurde erteilt. Stadtwerke Münster GmbH gez. Dr. Müller-Tengelmann gez. Dr. Wernicke
AR Vorlage Anlage Jahresabschluss
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2 Stadtwerke Münster GmbH Jahresabschluss und Lagebericht 2014 Tı adetuv s£0 £osP 90 Spam a uuewpssus -Jalm Jc user 00 2E8prE'0Z Uebunepuasjeuonedjusyeyasdung sne Heyyaıpulgsen yaauay Hawg Jasunw »pamıpeis. 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Umsatzerlöse 496.091.140,55__493.429.847,73 Energiesteuer -31.268.002,15 -30.926.150,48 464.823.138,40 462.503.697,25 2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen . 9.109.746,20 20.618,84 3. _Andere aktivierte Eigenleistungen 8.502.908,13 9.001.610,12 4. Sonstige betriebliche Erträge 83.766.397,83 71.320.891,54 5. Materialaufwand a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 243.526.984,11 239.577.524,11 b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 160.720.299,86 157.134.015,49 404.247.283,97_ _396.711.539,60 6. Personalaufwand a) Löhne und Gehälter 48.281.858,89 46.242.777,44 b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 12.975.362,73 13.964.487 15 Davon für Altersversorgung 3.366.001,74 € 61.257.221,62 60.207.264,59 (. Vj._4.791.440,97 €) 7. Abschreibungen a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Antagevermögens und Sachanlagen 23.980.250,19 38.072.286,78 b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 2.326,45 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen a) Konzessionsabgaben 17.194.394,02 18.402.318,59 b) Übrige betriebliche Aufwendungen 30.192.294,25 38.654.285,11 47.386.688,27 57.056.603,70 9. Erträge aus Beteiligungen 3.550.932,08 5.696.962,88 Davon aus verbundenen Unternehmen 2.791.800,00 € i. Vj.__2.546.088,93 € 10. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 10.118.341,60 24.831.567,10 11. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 2.505.900,03 112.895,68 12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 278.455,25 2.774.418,19 Davon aus verbundenen Unternehmen 20.790,47 € 1. Vj.__233.928,54 €) 13. Abschreibungen auf Finanzanlagen 37.686.994,00 72.480,00 14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 6.369.577,05 6.290.723,74 Davon an verbundene Unternehmen 186,11 € i_Vj. 0,00 €) 15. Aufwendungen aus Verlustübernahme 2.550.450,99 3.067.759,88 16. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -822.646,57 14.740.439,18 17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.356.384,19 10.358.739,47 18. Sonstige Steuern 936.969,24 1.011.699,71 19. Jahresfehlbertag/Jahresüberschuss -3.116.000,00 3.370.000,00 20. Gewinnvortrag 440.000,00 5.050.000,00 21. Entnahmen aus Gewinnrücklagen 5.712.000,00 0,00 22. Einstellung in andere Gewinnrücklagen 0,00 1.920.000,00 23. Vorabgewinnausschüttung 6.060.000,00 6.060.000,00 24. Bilanzverlust/Bilanzgewinn -3.024.000,00 440.000,00 Münster, 26. Mai 2015 Stadtwerke Münster GmbH Dr. Müller-Tengelmann Dr. Wernicke 06 4503 038 Anlage 1.3 Anhang der Stadtwerke Münster GmbH für das Geschäftsjahr 2014 (01.01. - 31.12.) Angaben zur Form der Darstellung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung des Handelsgesetzbuches, des GmbH- Gesetzes sowie des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) aufgestellt. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung der Stadtwerke Münster GmbH (Stadt- werke Münster oder SWMS), Münster, wurden nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften gegliedert. Unter Berücksichtigung der aus der Art des Betriebs folgenden Besonderheiten wurde die Darstellung der Sachanlagen in der Bilanz ($ 265 Abs. 5 HGB) um die Posten - Verteilungsanlagen (für Energie- und Wasserversorgung) - Fahrzeuge für Personenverkehr, die Darstellung der Vorräte um den Posten - Emissionsrechte, die Darstellung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um den Posten - Forderungen gegen den Gesellschafter und die Darstellung der Verbindlichkeiten um den Posten - Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter erweitert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. . Erläuterungen zu Posten von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Die münsterNETZ GmbH (münsterNETZ; vormals Stadtwerke Münster Netzgesellschaft mbH), Münster, ist durch einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag (Teilbe- herrschungsvertrag für den regulierten Bereich) mit der Stadtwerke Münster organschaft- lich verbunden. Die Strom-, Gas-, Wärme- und Wasserversorgungsnetze sind an die münsterNETZ verpachtet. Für die Nutzung der Netze zur Versorgung der Kunden mit Energie und Wasser berechnet die münsterNETZ entsprechende Netzentgelte. Zwischen den Gesellschaften bestehen Dienstleistungsverträge zu Planung, Bau, Betrieb und In- standhaltung der Netze sowie zu verschiedenen, insbesondere kaufmännischen Dienst- leistungen. Das Ergebnis der münsterNETZ zum 31. Dezember 2014 in Höhe von 10,1 Mio. EUR (Vorjahr: 24,8 Mio. EUR) wird aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags von der Stadtwerke Münster übernommen. 06 4503 038 Anlage 1.4 /1 Die Stadtwerke Münster Neue Energie GmbH (Neue Energie), Münster, ist zum 1. Januar 2014 auf die Stadtwerke Münster GmbH verschmolzen worden. Im Berichtsjahr hatte die Stadtwerke Münster als Kommanditistin des Gemeinschafts- kraftwerks Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG, Essen, anteilige Aufwendungen aus der Verlustübernahme in der Errichtungsphase (2.551 TEUR; Vorjahr: 3.006 TEUR) zu tra- gen. 1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Soweit Ansatzwahlrechte ausgeübt wurden, sind diese bei den Angaben zu Posten der Bilanz erläutert. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanla- gen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet worden. Die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen enthalten direkt zurechenbare Ein- zelkosten und angemessene Gemeinkosten; Fremdkapitalzinsen und Verwaltungskos- ten sind nicht einbezogen. Öffentliche Zuschüsse werden von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzt. Die Stadtwerke Münster hat im Geschäftsjahr 2013 die Bilanzierungsrichtlinien zur Ak- tivierung von Verteilungsanlagen in Anlehnung an das EnWG neu gefasst. Bei den Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen wurden die Zuschläge für Lager- und Regiegemeinkosten auf 20 % festgelegt. Insbesondere werden Erneuerungsmaßnah- men im bestehenden Netz, die eine Länge von 200 Metern und mehr erreichen, akti- viert. Ferner wurden die Nutzungsdauern im Jahr 2014 für das Stromnetz von 25/35 Jahre auf 40 Jahre und für das Gasnetz von 30 Jahre auf 55 Jahre festgelegt/erhöht. Diese Umstellung führte im Berichtsjahr zu um ca. 55 TEUR geringeren Abschreibun- gen. Bei den planmäßigen Abschreibungen werden grundsätzlich die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde gelegt. Zugänge werden seit dem Geschäftsjahr 2011 linear (zuvor degressiv) abgeschrieben. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern im Anlagevermögen betragen bei Immateriellen Vermögensgegenständen 3- 7 Jahre Grundstücken (Außenanlagen) und Bauten 1-50 Jahre Verteilungsanlagen 20 - 55 Jahre Technischen Anlagen und Maschinen 5-22 Jahre Anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5-14 Jahre Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 60 EUR werden unmittelbar als Aufwand gebucht. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen 60 EUR und 410 EUR werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Von den Finanzanlagen wurden die sonstigen Ausleihungen, bei denen es sich um un- verzinsliche oder niedrigverzinsliiche Darlehen handelt, gemäß BFH-Urteil vom 30. November 1988 und dem BMF-Schreiben vom 17. Januar 1990 zum Nennwert be- wertet. Die übrigen Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich vorge- nommener Wertberichtigungen ausgewiesen. Soweit die Gründe für die Wertberichti- gungen zum Bilanzstichtag nicht mehr bestehen, ist entsprechend 8 253 Abs. 5 HGB zugeschrieben worden. Anlage 1.4/2 06 4503 038 Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind unter Berücksichtigung von Abschreibungen gemäß $ 253 Abs. 4 HGB zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Börsen- oder Marktpreis am Abschlussstichtag bewertet. Die unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten (Einzelkosten und angemes- sene Teile der Gemeinkosten) bewertet. Die unter den Waren ausgewiesenen Was- servorräte werden zu Anschaffungskosten bewertet. Die den Stadtwerke Münster unentgeltlich zugeteilten Emissionsrechte nach $ 9 TEHG i.V. mit 8 8 i.V. mit $ 7 ZuG 2012 sind mit dem Wert von 1 EUR ausgewiesen. Erwor- bene Emissionsrechte werden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizu- legenden Wert (Marktwert) zum Bilanzstichtag ausgewiesen. Die nicht abgerechneten Aufträge an Dritte (unfertige Leistungen) in Höhe von 2.460 TEUR (im Vorjahr 2.079 TEUR) werden unter den Vorräten bilanziert. In Jahr 2014 wurden drei Wind- kraftanlagen von der Stadtwerke Münster GmbH errichtet. Es handelt sich um die Windkraftanlagen in Münster-Amelsbüren und in Münster-Roxel. Diese werden nach endgültiger Fertigstellung in der ersten Jahreshälfte 2015 an eine Windenergiegenos- senschaft (Unsere-Münster-Energie e.G.) veräußert. Der Betrag in Höhe von 8.729 TEUR wird unter den Vorräten bilanziert. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände sowie flüssige Mittel sind zum Nenn- wert oder - soweit erforderlich - unter Berücksichtigung des erkennbaren Ausfallrisikos bewertet. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, Beteiligungsunter- nehmen sowie Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter von insgesamt 39,5 Mio. EUR (Vorjahr: 77,0 Mio. EUR) wurden mit den jeweiligen Forderungen ver- rechnet. Die bis einschließlich 2002 empfangenen Ertragszuschüsse (Baukostenzuschüsse Netz) werden auf den Altbestand mit 5 % des Ursprungswerts aufgelöst. Im 20. Jahr nach Zugang wird der Abgang unterstellt und der verbliebene Ursprungswert vollstän- dig aufgelöst. Die Zugänge werden ab dem 1. Januar 2003 direkt gegen die Positionen des Anlagevermögens verrechnet und wirken sich entsprechend den dort geltenden Nutzungsdauern abschreibungsmindernd aus. Für Anschlüsse an die der Regulierung nach Energiewirtschaftsrecht unterliegenden Netze der Strom- und Gasversorgung von den Anschlussnehmern an den Netzbetrei- ber gezahlte Ertragszuschüsse werden vom Netzbetreiber im Rahmen des bestehen- den Pachtvertrags an die Stadtwerke Münster GmbH als Netzeigentümer weitergelei- tet. Die Beträge werden nach den Regelungen des Energiewirtschaftsrechts und wei- terführender Schreiben der Finanzverwaltung ab 2007 als Pachtvorauszahlungen be- trachtet und in einen passiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt, der über 20 Jahre aufgelöst wird. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach dem ver- sicherungsmathematischen Verfahren der "projected unit credit method" (Methode der laufenden Einmalprämie) ermittelt. Diese Methode geht davon aus, dass in jedem Dienstjahr ein zusätzlicher Teil des endgültigen Leistungsanspruchs erarbeitet wird, und bewertet jeden dieser Leistungsbausteine separat, um so die endgültige Verpflich- tung aufzubauen. Als Rechnungszins wurde gemäß $ 253 Abs. 2 HGB in Verbindung mit der Rückstellungsabzinsungsverordnung der für Ende Dezember 2014 veröffent- lichte Wert der Bundesbank in Höhe von 4,53 % einbezogen und somit das Wahlrecht zur Abzinsung über eine Laufzeit von 15 Jahren genutzt. Als Rechnungsgrundlage dienten weiterhin die Richttafeln 2005 G von Dr. K. Heubeck. 06 4503 038 Anlage 1,4 /3 Bei der Berechnung der Pensionsrückstellungen wurde eine Rentendynamik von 1,50 % p. a. in die versicherungsmathematische Berechnungen einbezogen. Bei der Rückstellung für Deputatverpflichtungen wurden Kostensteigerungen von 2,50 % p.a. berücksichtigt sowie Fluktuationen von 2,00 % p.a. bei einem Alter von bis zu 30 Jahren bzw. 1,00 % bei einem Alter von bis zu 40 Jahren. Der Rückstellung für Altersteilzeit liegt ebenfalls ein Rechnungszins von 4,53 % zu Grunde, sowie eine Gehaltsdynamik von 2,00 % p.a. und eine BBG-Dynamik (BBG = Beitragsbemessungsgrenze) von 2,00 % p.a. Die Rückstellung zur Abdeckung der aus einer möglichen Unterdeckung der Kommu- nalen Versorgungskassen Westfalen-Lippe, Münster, (KVW) resultierenden Verpflich- tungen wurde auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens zum 31. Dezember 2014 (Rechnungszins 4,53 %, Gehaltstrend 1,50 % p.a., Rententrend 1,00 % p.a.) bewertet. Unter Berücksichtigung der durchschnittlich noch zu leistenden Arbeitszeiten bis zum Eintritt der Verpflichtung wird die Rückstellung anteilig dotiert. Zum Stichtag 31. Dezember 2014 betrug der Umlagesatz 4,5 % zuzüglich eines Sanie- rungsgeldes in Höhe von 3 %. Umlagesatz und Sanierungsgeld werden von der Ge- sellschaft allein getragen. Zum 1. Januar 2015 wird der Umlagesatz für Sanierungsgeld auf 3,25 % angehoben. Die Summe der beitragspflichtigen Löhne und Gehälter für das Jahr 2014 beträgt 45,5 Mio. EUR (Vorjahr: 43,9 Mio. EUR). Zur Abdeckung der aus ei- ner möglichen Unterdeckung der KVW folgenden Verpflichtungen wurde zum 31.12.2014 ein Wert von 57.082 TEUR ermittelt. Es besteht eine Rückstellung von 26.771 TEUR zum Stichtag, so dass die verbleibende Unterdeckung 30.311 TEUR be- trägt. Es ist vorgesehen, diese Deckungslücke weiterhin durch ratierliche Zuführungen in den kommenden Jahren systematisch zu schließen. Bei den übrigen Rückstellungen sind alle erkennbaren Risiken berücksichtigt und sind grundsätzlich mit den Erfüllungsbeträgen passiviert. Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Beschaffungsverträgen wer- den umsatzmindernd gebucht. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag ausgewiesen. 2. Angaben zu Posten der Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens wird in der Anlage gezeigt. Auf die Vermögensgegenstände der stromerzeugenden Bestandteile der GuD-Anlage Standort HKW Hafen wurde im Vorjahr eine außerplanmäßige Abschreibung nach 8 253 Abs. 3 Satz 3 HGB in Höhe von 13,9 Mio. EUR vorgenommen. Die Beteiligung der Stadtwerke Münster an der Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG, Essen, wurde im Geschäftsjahr 2010 aufgrund eines Bewer- tungsgutachtens, das zur Vorbereitung des Verkaufsprozesses erstellt worden war, außerplanmäßig auf 1 EUR abgeschrieben. Auf die an die Beteiligungsgeselischaft ausgereichten Gesellschafterdarlehen wurde ebenfalls in 2010 eine außerplanmäßige Abschreibung von 220 TEUR vorgenommen. Beide Bewertungen wurden beibehalten. Die in den Jahren 2011 bis 2014 ausgereichten Gesellschafterdarlehen wurden in 2014 außerplanmäßig abgeschrieben. Die Verträge mit der Gemeinschaftskraftwerk Stein- kohle Hamm GmbH & Co. KG enthalten ein Strombezugsrecht zu mit Indizes fixierten Preisen. Mit dem Strombezugsrecht korrespondiert eine Abnahmeverpflichtung. Der Strombezug wurde im Jahr 2013 über den Prognosezeitraum von vier Jahren zum Bi- Anlage 1.4 /4 06 4503 038 lanzstichtag zu aktuellen Marktpreisen bewertet und die bereits bestehende Rückstel- lung für den daraus drohenden Verlust fortgeschrieben. Seit Dezember 2014 hat sich die Situation nunmehr dahingehend geändert, das RWE sich als Mehrheitsgesellschaf- ter bereiterklärt hat, außervertragliche Verhandlungen zu einem Ausstiegszenario mit den kommunalen Gesellschaftern aufzunehmen. Die Stadtwerke Münster GmbH beab- sichtigt die Beteiligung zu veräußern und erwartet aufgrund der Verhandlungen den Abgang bis zum 1. Januar 2016. Damit entfällt die Notwendigkeit, Rückstellungen für drohende Verluste ab dem Jahr 2016 zu bilden. Die Rückstellung beträgt zum Bilanz- stichtag 2,9 Mio. EUR (Vorjahr: 16,2 Mio. EUR). Auf die Beteiligung an der FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH wurde eine au- ßerplanmäßige Abschreibung von 5.723 TEUR, auf die Beteiligung an der Westfälische Landeseisenbahn GmbH (WLE) wurde eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 63 TEUR nach $ 253 Abs. 3 Satz 3 HGB vorgenommen. Die Vorräte enthalten unter den unfertigen Erzeugnissen drei nahezu fertig errichtete Windkraftanlagen in den Stadtteilen Amelsbüren und Roxel, die an die Bürgergenos- senschaft "Unsere Münster Energie eG" veräußert werden sollen In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist auch der abgegrenzte Ver- brauch der Kunden der Energie- und Wasserversorgung zwischen Ablese- und Bilanz- stichtag enthalten, der mit den aufgelaufenen Abschlagszahlungen saldiert wurde. Die Forderungen gegen den Gesellschafter wurden mit Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter zum Bilanzausweis zusammengefasst, soweit dieses von der Art und Laufzeit zulässig ist. Die Forderungen gegen den Gesellschafter enthalten hauptsächlich (abgegrenzte) Energie- und Wasserlieferungen, die mit Abschlagszahlungen verrechnet wurden. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die Forderungen gegen Unter- nehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen im Wesentlichen (mit Überzahlungen verrechnete) Energie- und Wasserlieferungen, Kostenerstattungen und die Gewinnübernahme der münsterNETZ. Auch hier wurden die Forderungen und Ver- bindlichkeiten zum Bilanzausweis zusammengefasst. Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten als wesentliche Posten Forderungen aus Überzahlungen von Steuern in Höhe von 6.129 TEUR und noch nicht abziehbare Vorsteuer auf Energielieferungen in Höhe von 4.369 TEUR. Der FMO-Fiughafen/Münster Osnabrück GmbH, Greven, wurde in 2013 ein kurzfristi- ges eigenkapitalersetzendes Darlehen in Höhe von 1.907 TEUR gewährt. Dieses wur- de zum 31. Dezember 2013 einzelwertberichtigt und unter den sonstigen Vermögens- gegenständen ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2014 erfolgte eine Umbuchung (Zu- gang zum Beteiligungsbuchwert) in die Finanzanlagen. Der Zugang wurde handels- rechtlich voll abgeschrieben. Die auf das Darlehen gebildete Wertberichtigung wurde in voller Höhe aufgelöst. Die im Jahr 2014 geleistete Zahlung in Höhe von 3.816 TEUR wurde als Zugang zum Beteiligungsbuchwert erfasst und in voller Höhe abgeschrieben. Zur Absicherung von Bürgschaften wurden Festgelder in Höhe von 4,5 Mio. EUR ver- pfändet. Diese sind daher unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. 06 4503 038 Anlage 1.4 /5 Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert 51.200.000 EUR. Der Kapitalrücklage sind aus Gesellschaftermitteln 19 TEUR zugeführt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2014 weist einen Jahresver- lust von 3,1 Mio. EUR aus. Zur Finanzierung der Vorabgewinnausschüttung 2014 wur- den 5,7 Mio. EUR aus den Gewinnrücklagen entnommen. Unter Anrechnung der be- reits im Dezember 2014 geleisteten Vorabgewinnausschüttung von 6,0 Mio. EUR so- wie des aus dem Geschäftsjahr 2013 vorgetragenen Gewinns von 0,4 Mio. EUR ergibt sich ein Bilanzverlust von 3,0 Mio. EUR. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen umfassen im Wesentli- chen die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen einschließlich KVW (29,2 Mio. EUR) und Rückstellungen für Deputatverpflichtungen (5,0 Mio. EUR). Die sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf die Drohverlustrückstel- lungen (34,3 Mio. EUR), die ATZ-Rückstellung (6,6 Mio. EUR), die (mit Abschlagszah- lungen saldierte) Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten des Verkehrsbetriebs (7,4 Mio. EUR) und die Rückstellung für ausstehende Eingangsrechnungen (5,3 Mio. EUR). Zur Absicherung der Vereinbarung zur Altersteilzeit wurde eine Bürg- schaft abgeschlossen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Genussrechtsinhabern in Höhe von 2.480 TEUR wur- den im Rahmen der Verschmelzung von der Stadtwerke Münster Neue Energie GmbH übernommen. Die Genussrechte wurden zur Finanzierung von Photovoltaikanlagen ausgegeben. Das gezeichnete Kapital wird ab dem Tag der Einzahlung in Abhängigkeit der Sonneneinstrahlung verzinst. Es handelt sich um folgende Projekte: Nieland 20-34 in Münster, Inbetriebnahme 2008 100.000,00 EUR Busdepot Rösnerstr. 13 in Münster, Inbetriebnahme 2009 100.000,00 EUR Sonnenstadt in Münster, Inbetriebnahme 2010 100.000,00 EUR Sonnenwerk in Münster, Inbetriebnahme 2010 100.000,00 EUR Weicon in Münster, Inbetriebnahme 2010 50.000,00 EUR Deponie Coerde in Münster, Inbetriebnahme 2010 2.000.000,00 EUR Reit- und Fahrverein Ostbevern, Inbetriebnahme 2010 30.000,00 EUR Summe 2.480.000,00 EUR Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren insbesondere aus dem zur Finanzierung der Strategie 2020 aufgenommenen Schuldscheindarlehen (70,0 Mio. EUR). Die Gesellschaft hat im Vorjahr ein Darlehen der Hamburger Sparkasse, Hamburg, in Höhe von nominal 5,9 Mio. EUR aufgenommen. Dieses wurde zum Erwerb der Photo- voltaik-Freiflächenanlage in Hassendorf verwendet. Durch Übertragung der PV-Anlage ist das Darlehen abgesichert. Im Jahr 2014 wurde ein Darlehen der Sparkasse Münsterland Ost in Höhe von 9,3 Mio. EUR vorzeitig getilgt. Dieser Betrag wurde am 22. Januar 2015 als Darlehen bei der BayernLB neu aufgenommen. Das Darlehen dient der Refinanzierung des ab- gelösten Darlehens für unsere GuD-Anlage. Anlage 1.4/6 06 4503 038 Zur Zinsabsicherung von variabel verzinslichen Darlehen werden folgende Zinsswaps eingesetzt. Nr. Produkt Laufzeit Betrag in TEUR | Marktwert in TEUR 1. Zinsswap 22.11.12 - 22.11.19 6.000 -362 Zinsswa| 22.11.12 - 22.11.22 5.000 -576 3. Zinsswap 22.11.12 - 22.11.14 3.000 -446 4. Zinsswap | 22.10.17 - 22.10.27 2.550 -265 5. Zinsswap 30.03.12 - 30.12.26 5.300 -464 Die Grundgeschäfte (Darlehen) und die Sicherungsgeschäfte (Zinsswaps) weisen neben der Betragsidentität auch die gleiche Laufzeit auf. Aufgrund der deckungsglei- chen Beziehung konnte auf eine bilanzielle Risikovorsorge für die nach bankinternen Berechnungsmodellen errechneten negativen Zeitwerte von insgesamt 2.113 TEUR verzichtet werden. Es wurde die Einfrierungsmethode verwendet. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entfallen hauptsächlich auf Strom- und Gasbezugsrechnungen und EEG-Umlagen an Übertragungsnetzbetreiber. Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter betreffen im Wesentlichen Ver- bindlichkeiten aus Überzahlungen von Jahresverbrauchsabrechnungen. Debitorische Kreditoren wurden verrechnet. : Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen nach Saldierung mit den Forderungen resultieren im Wesentlichen aus Netzentgeltabrechnungen und erbrach- ten Linienverkehrsleistungen der Verkehrsservice Gesellschaft Münster mbH. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen insbesondere IT-Dienstleistungen. Durch Grundpfandrechte oder ähnliche Rechte gesicherte Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 4.463 TEUR. 06 4503 038 Anlage 1.4 /7 Für Verbindlichkeiten bestehen folgende Restlaufzeiten: 31.12.2014 Bilanz bis 1Jahr 1bis 5 Jahre über 5 Jahre TEUR TEUR TEUR TEUR Genussscheinkapital 2.480 188 680 1.612 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 115.211 6.609 17.231 91.371 Erhaltene Anzahlungen 56 56 - - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 50.343 49.008 1.192 143 Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 1.737 1.737 - - Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 373 373 - - Verbindlichkeiten gegenüber Unter- nehmen, mit denen ein Beteili- gungsverhältnis besteht 4.495 4.495 - - Sonstige Verbindlichkeiten 7.315 7.315 - - Summe 182.010 69.781 19.103 93.126 31.12.2013 Bilanz bis 1Jahr 1bis5 Jahre über 5 Jahre TEUR TEUR TEUR TEUR Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 129.912 6.458 18.870 104.584 Erhaltene Anzahlungen 48 48 - - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 43.748 42.645 1.084 19 Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 998 998 - - Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 496 496 - - Verbindlichkeiten gegenüber Unter- nehmen, mit denen ein Beteili- 6.645 6.645 - - gungsverhältnis besteht Sonstige Verbindlichkeiten 13.449 13.449 - - Summe 195.296 70.739 19.954 104.603 Anlage 1.4/8 06 4503 038 Die sonstigen Verbindlichkeiten entfallen im Wesentlichen auf Steuern (2,7 Mio. EUR; Vorjahr: 11,4 Mio. EUR) und auf erhaltene noch nicht abgerechnete Zuschüsse (2,3 Mio. EUR; Vorjahr: 1,0 Mio. EUR). Der passivische Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen die vom Netzbetreiber durchgeleiteten Baukostenzuschüsse. Es sind Pachtvorauszahlungen von 19,4 Mio. EUR für das Strom- und das Gasnetz passiv abgegrenzt. Es besteht ein nicht bilanzierter Überhang der aktiven Steuerlatenzen, denen Bewer- tungsunterschiede bei den Sach- und Finanzanlagen, bei den Rückstellungen für Pen- sionen und ähnliche Verpflichtungen und den sonstigen Rückstellungen zugrunde lie- gen. Diesen steht lediglich eine passive Steuerlatenz aus den Sonderposten mit Rück- lageanteil gegenüber. Der betriebsindividuelle Steuersatz beträgt 31,9 %. Steuerlatenzen SWMS per 31.12.2014 in TEUR | Posten Latenzrechnun Aktivlatenzen Immaterielle Vermögensgegenstände 268 Sachanlagen 2.916 31,93 Finanzanlagen Beteiligungen an Kapitalgesellschaften 1.161 31,93 371 Beteiligungen an Personengesellschaften 7.341 15,83 1.162 Forderungen gegen Beteiligungen 31.900 31,93 5.049 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 447 31,93 143 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflich- tungen 29.413 31,93 9.391 Sonstige Rückstellungen 45.934 31,93 14.666 Summe Aktivlatenzen aus Buchwertdifferenzen 119.380 | 15,83/31,93 31.798 Sonderposten mit Rücklageanteil -4.736 31,93 -1.512 Summe Passivlatenzen aus SoPo mit Rücklageanteil -4.736 -1.512 Saldo: 114.644 30.286 3. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse werden vermindert um die darin enthaltene Strom- und Erdgassteuer ausgewiesen. Sie betragen im Berichtsjahr 464.823 TEUR. Davon entfallen (unter Be- rücksichtigung von Installationsleistungen und sonstigen Nebengeschäften der Spar- ten) 239.755 TEUR auf die Stromversorgung, 98.923 TEUR auf die Gasversorgung, 41.548 TEUR auf die Wasserversorgung, 40.650 TEUR auf die Fernwärmeversorgung, 33.991 TEUR auf den Verkehrsbetrieb und 9.956 TEUR auf die übrigen Aktivitäten. Die aktivierten Eigenleistungen betragen aufgrund der neu gefassten Bilanzierungs- richtlinien in Bezug auf die Aktivierung von Verteilungsanlagen 8,5 Mio. EUR (Vorjahr: 9,0 Mio. EUR). 06 4503 038 Anlage 1.4 /9 Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen die Erträge aus der Verpachtung der Versorgungsnetze (29,1 Mio. EUR), die Erträge aus der Erstattung der Konzessionsabgabe (12,6 Mio. EUR), Erträge aus der Auflösung von Rückstellun- gen (17,9 Mio. EUR) sowie Kostenerstattungen (4,9 Mio. EUR). Die periodenfremden Erträge betragen 2,9 Mio. EUR. Dabei handelt es sich im Wesent- lichen um die Auflösung der Einzelwertberichtigung 2013 in Höhe von 1,9 Mio. EUR auf das Gesellschafterdarlehen FMO und um Bilanzkreisabrechnungen 2013 in Höhe von 0,5 Mio. EUR. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren sind (wie im Vorjahr) im Wesentlichen geprägt durch Bezugsaufwendungen für Energie- und Wasserlieferungen (TEUR 160.372) und EEG-Zahlungen an Übertragungsnetz- betreiber (TEUR 68.345). Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betreffen (wie im Vorjahr) hauptsächlich die an die münsterNETZ abgeführten Netzentgelte (119,0 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten neben der Konzessionsabgabe (17,2 Mio. EUR) im Wesentlichen IT-Dienstleistungen (9,2 Mio. EUR), Aufwendungen für Reparaturen u.Ä. (4,8 Mio. EUR) und Aufwendungen für Vertrieb, Sponsoring und Werbung (2,5 Mio. EUR). Die periodenfremden Aufwendungen betragen 1,0 Mio. EUR. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um eine an die münsterNETZ GmbH geleistete Erstattung einer Aus- gleichszahlung an die Kommunale Zusatzversorgungskasse Westfalen-Lippe, Münster (KVW) in Höhe von 0,6 Mio. EUR. Der Zinsaufwand besteht großenteils aus Zinsen für Fremddarlehen (4.043 TEUR; Vor- jahr: 4.038 TEUR) und wurde des Weiteren durch Aufzinsung von Rückstellungen ge- mäß $ 277 Abs. 5 HGB in Höhe von 1.902 TEUR (Vorjahr: 1.931 TEUR) belastet. Letz- tere entfallen im Wesentlichen auf Pensionsrückstellungen (110 TEUR; Vorjahr: 124 TEUR), Rückstellung Unterdeckung KVW (1.157 TEUR; Vorjahr: 1.086 TEUR), Rückstellungen für Deputate (268 TEUR; Vorjahr: 272 TEUR) und Rückstellungen für Altersteilzeit (327 TEUR; Vorjahr: 418 TEUR). Il. Angaben zum Jahresergebnis Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2014 weist einen Jahresverlust von 3,1 Mio. EUR aus. Unter Anrechnung der bereits im Dezember 2014 geleisteten Vor- abgewinnausschüttung von 6,0 Mio. EUR sowie des aus dem Geschäftsjahr 2013 vorge- tragenen Gewinns von 0,4 Mio. EUR und der Entnahme aus den Gewinnrücklagen von 5,7 Mio. EUR ergibt sich ein Bilanzverlust von 3,0 Mio. EUR. Anlage 1.4 / 10 06 4503 038 IV.Vermerke Der Bilanzvermerk betrifft siebzehn Bürgschaften zugunsten der FMO Flughafen Münster/ Osnabrück GmbH, Greven, in Höhe von insgesamt 19.963 TEUR (Vorjahr: 22.150 TEUR) und eine Bürgschaft zugunsten der Westfälischen Landes-Eisenbahn GmbH, Lippstadt, in Höhe von 382 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). Da die Stadtwerke Münster GmbH, Münster, nicht mehr Gesellschafter bei der Energiehandelsgesellschaft West mbH, Münster, ist, wurden die Bürgschaften in Höhe von 24.984 TEUR und die Patronatserklärung in Höhe von 2.000 TEUR abgelöst. Die Bürgschaft zugunsten der Neue Energie in Höhe von 443 TEUR entfällt infolge der Verschmelzung der Gesellschaft auf die Stadtwerke Müns- ter GmbH. Der Bilanzvermerk berücksichtigt in der Höhe die Bürgschaftsvaluta per 31. Dezember 2014. Der FMO wird voraussichtlich aufgrund eines Gesellschafterbe- schlusses zu einem Finanzierungskonzept in den nächsten Jahren durch Erhöhung des Eigenkapitals und durch Gesellschafterdarlehn in seiner Finanzkraft gestärkt. Die bürg- schaftsgesicherten Darlehn werden abgelöst werden. Die langfristige Verpflichtung der Gesellschafter auf die Umsetzung des Finanzierungskonzeptes ist derzeit in Diskussion. Unter der Voraussetzung, dass diese verpflichtenden Beschlüsse gefasst werden, ist eine Inanspruchnahme nicht zu erwarten. Die Westfälische Landes-Eisenbahn GmbH, Lippstadt, hat ein Darlehen über 2.700 TEUR mit einer Laufzeit von 15 Jahren aufgenommen. Dieses Darlehen wird durch die drei Hauptgesellschafter Kreis Warendorf, Kreis Soest und Stadtwerke Münster GmbH ver- bürgt. Aufgrund eines Ergebnisübernahmevertrages ist das Risiko einer Inanspruchnah- me nahezu auszuschließen. V. Ergänzende Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Verpflichtungen aus Bestellungen für Investitionen beliefen sich zum 31. Dezember 2014 auf 7,8 Mio. EUR. Aus Leasing-Verträgen mit einer Laufzeit zwischen einem und fünf Jahren resultieren jährliche Verpflichtungen von 231 TEUR. Die Gesellschafter des Beteiligungsunternehmens FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven hatten für die Jahre 2013 bis 2017 jeweils eine Kapitalerhöhung von 5,3 Mio. EUR beschlossen. Diese wurde aufgrund eines weiteren Gesellschafterbe- schlusses auf die Jahre bis 2015 zusammengefasst. Für die Stadtwerke Münster ent- steht daraus für das Jahr 2015 Belastung von 3,8 Mio. EUR, die in dem bestehenden mittelfristigen Wirtschaftsplan berücksichtigt ist. Darüber hinaus haben die Gesellschaf- ter ihre Absicht erklärt, die Finanzausstattung des FMO mittelfristig durch die Zufüh- rung von Eigenkapital und die Gewährung von Gesellschafterdarlehn zu stärken. Aus dem Gesellschafterbeschluss vom 18. Dezember 2014 ergibt sich für die Stadtwerke Münster für 2015 in diesem Rahmen eine Verpflichtung in Höhe von 5,9 Mio. EUR. Die 0. g. Beträge sind im Januar und Februar 2015 an den FMO geleistet worden. Aus der Beteiligung an der Green Gecco Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG kön- nen sich durch die Investitionen in Projekte zur regenerativen Energieerzeugung finan- zielle Verpflichtungen bis zur einer Höchstgrenze von 9,8 Mio. EUR ergeben. Die Höhe der möglichen finanziellen Verpflichtungen ist von den jeweils erworbenen Projekten abhängig. 06 4503 038 Anlage 14/11 Zur Absicherung von Lieferverpflichtungen aus bestehenden Verträgen mit Sonderver- trags- und Tarifkunden des Versorgungsbereichs sind in verantwortungsvoller unter- nehmerischer Risikovorsorge in die Zukunft gerichtete Verträge über den Bezug von Energie im Wert von 196,8 Mio. EUR geschlossen worden. . Zusammensetzung der Organe, Aufwendungen für Organe Die Geschäftsführung besteht aus: Dr. Henning Müller-Tengelmann (kaufmännischer Geschäftsführer) Dr. Andreas Hoffknecht (technischer Geschäftsführer) (bis zum 30. April 2014) Dr. Dirk Wernicke (technischer Geschäftsführer) (ab 1. September 2014) Die Geschäftsführer üben ihre Tätigkeit hauptberuflich aus. Der Aufsichtsrat besteht aus folgenden Mitgliedern: Gerhard Joksch Vorsitzender des Aufsichtsrates Ratsherr , Bürgermeister Freiberuflicher Raumplaner und Berater Rolf Wischer 1. Stellvertretender Vorsitzender Freigestelltes Betriebsratsmitglied Arbeitnehmervertreter KFZ-Mechaniker Dr. Michael Jung 2. Stellvertretender Vorsitzender (bis 2. Juli 2014) Ratsherr Historiker Maria Winkel (ab 2. Juli 2014) Ratsfrau 2. Stellvertretende Vorsitzende Kauffrau in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft Frank Baumann Ratsherr Online-Designer Wilhelm Breitenbach Sachkundiger Bürger Schulleiter Franz Gemmeke (ab 2. Juli 2014) Sachkundiger Bürger Rentmeister Anlage 1.4/12 Alfons Reinkemeier Stadtkämmerer Rüdiger Sagel (ab 2. Juli 2014) Ratsherr Diplom-Ingenieur Michael Spiekermann-Blankertz Arbeitnehmervertreter Freigestelltes Betriebsratsmitglied Industriekaufmann Hermann Terborg (ab 2. Juli 2014) Sachkundiger Bürger Rechtsanwalt Hans Varnhagen Ratsherr Dachdeckermeister Marcus Vorholt Arbeitnehmervertreter Verkehrsmeister Michael Weidekamp Arbeitnehmervertreter Techn. Angestellter 06 4503 038 Walter von Göwels Manfred Engelmann (bis 2. Juli 2014) Ratsherr Sachkundiger Bürger Selbst. Versicherungsfachmann Bezirksgeschäftsführer a.D. Guido Gringel Theodor Knetzger (bis 2. Juli 2014) Arbeitnehmervertreter Sachkundiger Bürger Abteilungsleiter Einkauf Ratsherr Michael Kleybold (ab 2. Juli 2014) Marliese Kosmider (bis 2. Juli 2014) Ratsherr Ratsfrau Studiendirektor Oberstudienrätin Antonio Machado Dieter Maager (bis 28. Februar 2014) Arbeitnehmervertreter Sachkundiger Bürger Lagerist Heizungs- und Lüftungssanitärmeister Dr. Hans Moormann (ab 2. Juli 2014) Stefan Weber (bis 2. Juli 2014) Sachkundiger Bürger Ratsherr Kaufmann Selbständiger EDV-Berater Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen 626 TEUR. Hiervon entfallen auf Dr. Müller-Tengelmann 282 TEUR, auf Dr. Wernicke 67 TEUR und auf Dr. Hoffknecht 277 TEUR. Für die frühere Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen wurden 136 TEUR an Pen- sionen aufgewendet. Für sie bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von 2.436 TEUR. Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten für die Teilnahme an den Sitzungen ein Sit- zungsgeld. Aufsichtsratsmitglieder, die gleichzeitig Mitglieder des Rates der Stadt Münster sind, erhalten kein Sitzungsgeld von den Stadtwerken Münster. Die Bezüge für den Aufsichtsrat betrugen insgesamt 2.125 EUR. Die Bezüge setzen sich wie folgt zusammen: Breitenbach, Wilhelm 187,20 EUR Engelmann, Manfred 441,80 EUR Gemmeke, Franz 94,20 EUR Gringel, Guido 218,00 EUR Maager, Dieter 61,60 EUR Machado, Antonio 218,00 EUR Moormann, Hans 62,80 EUR Spiekermann-Blankertz, Michael 187,20 EUR Terborg, Hermann 94,20 EUR Vorholt, Marcus 123,80 EUR Weidekamp, Michael 218,00 EUR Wischer, Rolf 218,00 EUR Arbeitnehmer können nach den in einer Betriebsvereinbarung festgelegten Kriterien Darlehen erhalten. Arbeitnehmervertreter haben vor oder während ihrer Tätigkeit als Mitglieder des Aufsichtsrates aufgrund dieser Betriebsvereinbarung Darlehen erhalten; deren Wert betrug zum 31. Dezember 2014 13.392 EUR bei Zinssätzen von 0,5 % bis 06 4503 038 Anlage 1.4/13 2,5 %. Von den bestehenden Darlehen wurden 3.285 EUR getilgt. Lohn- und Gehalts- vorschüsse wurden nicht gewährt. 3. Belegschaft Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer im Geschäftsjahr 2014 beträgt 1.080 nach 1.088 im Vorjahr. Die Belegschaft bestand durchschnittlich aus 903 (Vorjahr 909) voll- zeitbeschäftigten und 177 (Vorjahr: 179) teilzeitbeschäftigten Mitarbeitern. Die Gesellschaft ist Mitglied der KVW. Zweck der Anstalt ist es, den Arbeitnehmern im Wege privatrechtlicher Versicherung eine zusätzliche Alters- und Hinterbliebenenver- sorgung zu gewähren. Die Gesellschaft hat sich bei Begründung der Mitgliedschaft verpflichtet, alle Arbeitnehmer zu versichern, die nach dem Tarifvertrag über die Ver- sorgung der Arbeitnehmer kommunaler Verwaltungen und Betriebe (Vers. TV-G) zu versichern sind. Der derzeitige Umlagesatz beträgt 4,5 % + 3,0 % Sanierungsgeld und wird von der Gesellschaft allein getragen. Zum 01.01.2015 wird das Sanierungsgeld auf 3,25 % angehoben. Die Summe der versicherungspflichtigen Löhne und Gehälter für das Geschäftsjahr 2014 beträgt 45,5 Mio. EUR. Zur Abdeckung der aus einer mög- lichen Unterdeckung der KVW folgenden Verpflichtungen von 57,1 Mio. EUR hat die Gesellschaft eine Rückstellung von 26,8 Mio. EUR gebildet. 4. Angaben zu Anteilsbesitz gemäß $ 285 Nr. 11 HGB: Höhe des Name und Sitz der Gesellschaft ‚Anteils am Kapital am Eigenkapital 31.12.2014 am 31.12.2014 Ergebnis 2014 % TEUR TEUR münsterNETZ GmbH, Münster* 100 100 0 Verkehrsservice Gesellschaft Münster mbH, Münster 100 435 J. 164 Westfälische Bauindustrie GmbH, Münster”*** 99 26.674 2.694 items GmbH, Münster 32 4.375 193 Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH, Münster**** 50 2.640 348 smart optimo Verwaltungs-GmbH, 50 126 34 Osnabrück*** smartOPTIMO GmbH & Co. KG, Osnabrück*** 46 8.909 2.122 Nederlands-Duitse Internet Exchange B.V., Enschede, Niederlande**** 50 608 193 Anlage 1.4 / 14 06 4503 038 Name und Sitz der Gesellschaft Höhe des Anteils am Kapital Eigenkapital am am Ergebnis 31.12.2014 31.12.2014 2014 % TEUR TEUR Windkraft Nordseeheilbad Borkum GmbH, Borkum*/*** 499 110 0 FMO Flughafen Münster / Osnabrück GmbH, Greven*** 35 15.785 .1.10.589 Lokalradio Münster Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG, Münster** 25 Energiepark Detmold Verwaltungs GmbH, 100 23 1 Münster**** Energiepark Detmold GmbH & Co. WP DT KG, Münster**** 100 1.843 1.59 Bürgerwindpark Löningen GmbH & Co. KG, Löningen**** 100 1. 1.238 385 Bürgerwindpark Löningen Verwaltungs-GmbH, Löningen**** 100 27 1 * Das Ergebnis der Gesellschaft wird aufgrund eines bestehenden Vertrags übernommen bzw. ausgeglichen. . Die Angabe des Eigenkapitals und des Jahresergebnisses ist in Anwendung der Ausnahmeregelung gemäß & 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 HGB unterblieben. . Eigenkapital zum 31.12.2013 sowie Ergebnis 2013 *** _ vorläufiges Ergebnis (vor Prüfung und vor Gremienbeschluss). 5. Angaben gemäß $ 6b Abs. 2 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) Von der münsterNETZ wurden Leistungen in Höhe von 101.762 TEUR (Netzentgelte 101.467 TEUR, Stromeinspeisungen aus KWK-Anlagen 295 TEUR) bezogen, an die münsterNETZ wurden Leistungen in Höhe von 79.393 TEUR (Netzdienstleistungen von 33.042 TEUR, Netzpacht von 41.719 TEUR, KWK-Zuschlag von 126 TEUR, ver- miedene Netzentgelte von 933 TEUR, Netzverluste von 2.065 TEUR, Energiebezug der Netze von 419 TEUR und Dienstleistungen im Rahmen der Servicevereinbarung von 1.089 TEUR) abgerechnet. 06 4503 038 Anlage 1.4 / 15 6. Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers wird im Anhang zum Konzernabschluss der Stadt- werke Münster genannt. Auf eine Angabe wird hier daher nach $ 285 Nr. 17 HGB ver- zichtet. 7. Geschäfte mit nahestehenden Personen, die nicht zu marktüblichen Bedingun- gen zustande gekommen sind Im Geschäftsjahr 2014 wurden weiterhin keine Geschäfte mit nahestehenden Perso- nen abgeschlossen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind. 8. Einbeziehung in Konzernabschluss Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Stadtwerke Münster GmbH, Münster, einbezogen (kleinster Konsolidierungskreis). Der Konzern- abschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Stadt Münster einbezogen (größter Konsolidierungskreis). Münster, den 26. Mai 2015 Stadtwerke Münster GmbH Dr. Henning Müller-Tengelmann Dr. Dirk Wernicke (kaufmännischer Geschäftsführer) (technischer Geschäftsführer) Anlage 1.4 / 16 06 4503 038 LH SBeUV 8E0 ESF 90 uodungtesypsqw hgmuumduegne = vde D0S3 7'sqy 9 $ geurod Bungyaupsgenon/anandodejuy namdunsE = yB usäungjeuyssqy särgrwund = vd OS'STTUBLLE vde sro vw ZuB3unzungay 10p Junsennaj ER/EEH'SOP'ET vd [os'vos'sstvee jes’esostreze jezsssssotie Gaza Fester 529 [esssreeezoet [zetzosze'st Toromosenze [Sg are BBz oT [es’ses'sons _jaseewszzzr jossTe ses [953397787 [extra very IPE’ptz von gseoeset Tererevee fee 'tozoszsszt Tussep [pezesstestr SFejuerurug sung [ee 296 TesT vedungapany einzuos] "5 Prtsszzom IuoIsEq STunmyIensBundINeIE wo uauop zw “uawuyauıayun ue usSunyassny| [Bs’sssesere vedunänasg psvessera VauıyauIejun SuspuRgzan us ue3ungereny| Gonypuaazun vauapungzan us SıRauy] Uogayunzucung I (00/008 zez 5 EETWEER Beer SE _ feBessez [o0'000.00r rsvzsisze's unse zzeise |00’000'002 ee’son'sez EERTEEERS lasse Terz Bzzm 28629 \rezzeorszert |o00 [gestweszzn _losssgtese _jestzsoose _|szoaotss'as _|estenezzienr jgrs2s'orros se wiereseisert jgwssz ze 0 _jpowsezsszo _jzxsossorstrt [Seoenvzze pprazwıze ESEETTER los’tzsroor los’szsoor I000 looro Iersoszerer esusosstt- _los’tzsroot Iseereisurst__|porsceezsr yadunyezuy asasıara| '9 Isreszzs Bunnessnesyeupsao] weise LrLgTesET eswosouris _Itsrurosee lssstes eossw see __\ssumrieze Itsszeses [ee'ssesve lor'tigigeez _|esiooeuasea Pun -sqeı.ag "varujuy suapuy| °5 erzszzası _lerasgozst Isrstw use _loiscsssert |ssissersez _Wozszorrt lostersozser Weswssese |ooo ses vos» _lmiszgiezte _jorzsosegise Ayeyıanusuosing un eänezuyeg| > uaunyasep pun] jesszuseee __|oozessunes |ewzoossorst osworoze rs nes Iss'oesusset _lonvasontt [ooross‘z lmsizieert Tewesszussor aorszsuss Issssoses Ios'ss6 seo: _|1s’eesooo’ser Vgajuy aypsiuypes atnsuos| € ass zr ve Ipaworsue lsrtzwuenve lesesarsum losverwsoı Issrzorezsz ve |mwrsesteoten _|orisssiessos usiossieene _Jeosszwerev _|tesssuszen Iscvesusee Isoisersert leroessoset |eossstssste vo3ewesaunemen| z Ipe'ses'soz uszsssssis: _|esresuers jsowertz ootvevscet _leorsse'sssazt 1 zersose \esioserzesti lorsurse lastzısisssn [so’srs’tocort Gone pan uenpag usıpıor we unzunzn swos sum pun ans upnuge pun anpeuznıps oyanguamen] (sr 'zBe'szeT |Sr/OBE'LEB Ze os'rzzscos rE'seL6 przerzas'z arsorsserz USU0ISSBZUOy Suaguomse yaınıaFau3] Spugisunäodnuedpunen ayeuenmuna 7 Isszrvee l66’sso1st"t E E 3 > 3 > 3 E E > 6 EJ E E2 3 erozzrie nozzrie PIOzzrTe nozioro | worzeis rozToo viozzrie ProzTorro we punig we punıs we punis Emm sBueanz we puns we pucas Saugday eauesnz wepunis wepues | usdunipnqun | adunday ausanz we puns SrEnyzEnz auayjaue VessngEnZ von Bump | guompng ve3unapypuagpem/usFungenpsau SELTENE TE FI0Z susAgunanadetuy sap Funpamaug Sueyuy unz dev JOISUnWN ‘HQWH Jasungy PamIpeIS. Lagebericht der Stadtwerke Münster GmbH für das Geschäftsjahr 2014 (01.01.-31.12.) Geschäftsmodell des Unternehmens Geschäftstätigkeit und Unternehmensstruktur Die Stadtwerke Münster GmbH, Münster, (Stadtwerke Münster) sind als 100-prozentige Tochter der Stadt Münster in der Versorgung von Kunden mit Energie und Wasser, im öffent- lichen Personennahverkehr und weiteren kommunalen Dienstleistungen für die Bürger und Kunden in Münster und der Region tätig. Die unternehmerische Tätigkeit der Stadtwerke Münster gliedert sich in die fünf Geschäftsfel- der Energie- und Wasservertrieb, Versorgungsnetze, Erzeugung, Verkehr und Straßen- beleuchtung. Der Lagebericht stellt die Geschäftsfelder entsprechend den betrieblichen Strukturen dar. Die Tätigkeiten der Stadtwerke Münster als Energieversorgungsunternehmen im Sinne des 8 6b Abs. 7 Satz 4 EnWG werden in den Abschnitten "Ertragslage" sowie "Finanz- und Ver- mögenslage" erläutert. Unternehmensstrategie Die Strategie mit den drei Säulen: "Nachhaltige CO,-Senkung und Ausbau der regenerativen und umweltfreundlichen Energieerzeugung", "Entwicklung kommunaler Mehrwertdienste" und "regionale Geschäftsentwicklung" wurde auch im dritten Geschäftsjahr 2014 weiter- verfolgt. Die Ausbaugeschwindigkeit und die Mengenziele in der regenerativen Energie- erzeugung wurden unter Risiko- und Finanzierungsaspekten angepasst. Die Stadtwerke Münster konzentrieren sich mittelfristig auf die Entwicklung und den Betrieb von Onshore- Windenergieanlagen. Ergänzend zu Eigeninvestitionen werden bei eigenen Projektentwick- lungen von Onshore-Windenergieanlagen Beteiligungskonzepte angestrebt, bis hin zur Ver- äußerung an selbst initiierte Bürgergenossenschaften. Neben dem Erzeugungsbereich steht bei der CO,-Senkung auch der Verkehrsbereich im Fokus. Klimaschutzaspekte werden konsequent bei der Ersatzbeschaffung von Bussen be- rücksichtigt. Darüber hinaus engagieren sich die Stadtwerke Münster beim Einsatz alternati- ver Antriebssysteme. Die kommunalen Mehrwertdienste konnten nach der Einführung des.e-Tickets als elektroni- sches Busticket durch eine weitere Funktion der PlusCard, das bargeldlose Parken in allen Parkhäusern der Westfälischen Bauindustrie, weiter ausgebaut werden. Alle PlusCard- Kunden, die das e-Ticket nutzen oder bargeldlos parken, erhalten übersichtliche monatliche Rechnungen und zahlen die in Anspruch genommenen Dienstleistungen per Lastschrift. In der Region Münsterland erreichen die Stadtwerke Münster mit der Vermarktung von Strom- und Gasprodukten rund 10.000 Haushaltskunden. 06 4503 038 Anlage 1.1/1 Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Bruttoinlandsprodukt stieg 2014 um 1,6 % an, bei einer Schwächephase in der Jahres- mitte und einer zum Jahresende verstärkt positiven Entwicklung. Die überdurchschnittlich warme Witterung im ersten und im letzten Quartal 2014 führte zu deutlich geringeren Ab- satzmengen im Wärmemarkt. Aber auch die Gesamtstromerzeugung in Deutschland ging trotz des höheren BIP um ca. 3,0 % zurück; der Anteil der erneuerbaren Energien daran be- trug 26,2 %. : Die bereits stark gestiegenen und weiter steigenden finanziellen Belastungen für die Teil- nehmer am Energiemarkt haben die politische Diskussion um die zukünftige Marktgestaltung infolge der Energiewende weiter angetrieben. Verlässliche und belastbare Rahmenbedin- gungen wurden trotzdem noch nicht geschaffen. Die durch Gesetze und Verordnungen defi- nierten Strompreisbestandteile sind auch in 2014 für Letztverbraucher weiter gestiegen. Die- se zunehmende Belastung der Letztverbraucher schränkt die Möglichkeit einer angemesse- nen Strompreisentwicklung anhaltend ein. Die Preise für Strom und Erdgas sind auch in 2014 gesunken, führen aber aufgrund des langfristig vorlaufenden Einkaufs erst in den folgenden Jahren zu Entlastungen. Wettbewer- ber ohne langfristige Lieferverpflichtungen können kurzfristig günstiger einkaufen und preis- aggressiv im Markt auftreten. Das Vertriebs- und Versorgungsgebiet der Stadtwerke Münster ist stark vom Handels- und Dienstleistungssektor sowie von Privatkunden geprägt. Die konjunkturelle Entwicklung wirkt sich daher grundsätzlich nur in begrenztem Maße auf die Geschäftsentwicklung aus. Ledig- lich der Absatz an unsere Geschäftskunden zeigt eine stärkere Abhängigkeit von der Kon- junkturentwicklung. Geschäftsverlauf Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2014 liegt mit einem Jahresfehlbetrag von 3,1 Mio. EUR deutlich unter den Erwartungen des Wirtschaftsplans. Im operativen Geschäft konnten die Ergebnisziele trotz der wirtschaftlichen Belastungen, die für die konventionelle Stromerzeu- gung infolge der Energiewende weiterhin gegeben waren, auch in diesem Geschäftsjahr im Wesentlichen erreicht werden. Der Energievertrieb hatte infolge der milden Witterung im ers- ten Quartal 2014 deutlich geringere Absatzmengen bei Gas und Fernwärme zu verzeichnen. Der Wasservertrieb zeigte sich 2014 insgesamt stabil. Der Ergebnisbeitrag des Energie- und des Wassernetzes lag leicht unter Plan. Das von der münsterNETZ GmbH übernommene Ergebnis übertraf trotz der unter Plan liegenden Netzentgelte die Erwartungen, insbesondere durch geringer als geplant ausgefallene Aufwände für Netzdienstleistungen. Die Risikovor- sorge für die Beteiligung Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG, Essen, und den damit verbundenen Strombezug wurde fortgeschrieben. Die an die Beteili- gung ausgereichten Gesellschafterdarlehn zur Finanzierung der beiden zu errichtenden Kraftwerksblöcke wurden als Folge der weiterhin zu niedrigen Strompreise und der techni- schen Schwierigkeiten bei der Inbetriebnahme des Blocks D wertberichtigt. Die Stadtwerke Münster führen seit Dezember 2014 ebenso wie andere kommunale Gesellschafter Verhand- lungen über den Verkauf des Kommanditanteils. Nach dem derzeitigen Verhandlungsstand ist mit einer Rückzahlung der Darlehn nur zu einem geringen Teil zu rechnen. Der an die Beteiligung gebundene Strombezug wird als Folge eines möglichen Verkaufs der Beteiligung nur noch bis Ende 2015 erwartet. Die dafür notwendige Drohverlustrückstellung wurde fort- geschrieben, während der für weitere Bezugsjahre rückgestellte Betrag aufgelöst wurde. Die Anlage 1.1/2 06 4503 038 bei der Finanzbeteiligung FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven, zu realisie- rende Ergebnisbelastung betrug 5,7 Mio. EUR. Die Fahrgastzahlen im Geschäftsfeld Verkehr konnten auf dem hohen Niveau des Vorjahres gehalten werden. Folgende zentrale finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden zur Darstel- lung des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft herangezogen: finanzielle Indika- Ist 2014 Plan 2014 relative Verände- toren rung Jahresüberschuss | -3,1 Mio. EUR] 1,4 Mio. EUR Umsatzerlöse 464,8 Mio. EUR 474,2 Mio. EUR 2,0% Investitionen 54,9 Mio. EUR 67,3 Mio. EUR -18,4 % nichtfinanzielle Ist 2014 Plan 2014 relative Verände- Indikatoren rung |Sttomabsatze | 1.114Mio.kwn) 1.150Mo. kw D—— 3,1% Erdgasabsatz 1.800 Mio. kWh 2.180 Mio. kWh -17,4% Wärmeabsatz 527 Mio. kWh 605 Mio. kWh -12,9 % Wasserabsatz 16,1 Mio. m? 16,0 Mio. m? +0,6 % Stromerzeugung GuD-Anlage 260,1 Mio. kWh 270,6 Mio. kWh -3,9% Fargssznen | DO BMo DD — — —— 19cm D— 0,8% Die Umsatzerlöse lagen vor allem aufgrund des witterungsbedingt niedrigen Wärme- und Gasabsatzes unter Plan. Die Wertberichtigung auf das Gesellschafterdarlehn an die Gemeinschaftskraftwerk Stein- kohle Hamm GmbH & Co. KG sowie die außerplanmäßige Abschreibung auf den Beteili- gungsbuchwert der Finanzbeteiligung FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH aufgrund der Kapitalerhöhung 2014 führen zu dem Jahresfehlbetrag von 3,1 Mio. EUR. Investitionen in weitere KWK-Erzeugungsanlagen boten in der aktuellen Marktlage und unter den weiterhin bestehenden energiepolitischen Rahmenbedingungen nicht die erforderliche Rentabilität und wurden daher nicht realisiert. Der Stromvertrieb in die Region Münsterland konnte die abgesetzten Mengen steigern. Der Erdgas- und der Wärmeabsatz lag witterungsbedingt vor allem im ersten Quartal 2014 deutlich unter Plan. Die abgesetzte Menge Wasser entsprach annähernd dem Plan. Die Stromerzeugung der GuD-Anlage erreichte aufgrund der für die konventionelle Strom- erzeugung weiterhin negativen Entwicklung des Strommarktes nicht die für das Geschäfts- jahr 2014 bereits deutlich zurückgenommene Planmenge. 06 4503 038 Anlage 1.173 Die Fahrgastzahlen bestätigten insbesondere durch die positive Entwicklung der Abos die hochgesteckten Planwerte, blieben aber witterungsbedingt leicht unter den Erwartungen zu- rück. Angesichts der oben dargestellten außerplanmäßigen Belastungen ist das Ergebnis 2014 als nicht zufriedenstellend zu bezeichnen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Der Personalbestand ging im Jahresdurchschnitt auf 1.080 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.088 Mitar- beiter) leicht zurück. Die weiterhin hohen und sich stetig wandelnden gesetzlichen Anforde- rungen an die kaufmännischen und technischen Prozesse in Energieversorgung und Verkehr konnten durch effiziente Prozessgestaltung mit konstantem Personalbestand bedient wer- den. Dabei legen die Stadtwerke Münster hohen Wert auf kreative, kompetente Mitarbeiter, die eigene Ideen in ihre Arbeit einbringen und somit zu einer Weiterentwicklung der Prozesse beitragen. Der Austausch mit Schulen in Münster im Rahmen verschiedenster Projekte wird weiter gepflegt. Die Schüler haben die Möglichkeit, sich allgemein über Berufsbilder oder spezielle Ausbildungsberufe zu informieren. 52 Auszubildende waren im Geschäftsjahr 2014 bei den Stadtwerken Münster beschäftigt, von denen 24 für kaufmännische Berufe und 28 für technische Berufe ausgebildet wurden. Acht Auszubildende ergänzen ihre Ausbildung im kaufmännischen oder im technischen Bereich durch ein duales Studium. Ertragslage Die Umsatzerlöse stiegen leicht von 493,4 Mio. EUR auf 496,1 Mio. EUR. Nach Abzug der Energiesteuern von 31,3 Mio. EUR ergaben sich bereinigte Umsatzerlöse in Höhe von 464,8 Mio. EUR. Zur Entwicklung des Energie- und Wasservertriebs siehe die Ausführungen im Absatz "Energie- und Wasservertrieb". Die Bestandsveränderung der unfertigen Leistungen von 9,1 Mio. EUR betrifft vor allem die drei von den Stadtwerken Münster in den Stadtteilen Amelsbüren und Roxel erstellten Wind- kraftanlagen. Die aktivierten Eigenleistungen von 8,5 Mio. EUR entfallen vor allem auf die Aktivierung von Verteilungsanlagen. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit 83,8 Mio. EUR um 12,5 Mio. EUR über dem Wert des vergangenen Geschäftsjahres (71,3 Mio. EUR). Sie enthalten im Wesentlichen die Erträge aus der Verpachtung der Versorgungsnetze (29,1 Mio. EUR), die Erträge aus der Erstattung der Konzessionsabgabe (12,6 Mio. EUR), Erträge aus der Auflösung von Rück- stellungen (17,9 Mio. EUR) und dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens (im Wesentlichen Grundstücke) von 4,6 Mio. EUR sowie Kostenerstattungen (4,9 Mio. EUR). Der Materialaufwand stieg von 396,7 Mio. EUR auf 404,2 Mio. EUR. Bei rückläufigen originä- ren Bezugskosten wurde der Anstieg durch deutlich gestiegene EEG-Zahlungen an die Übertragungsnetzbetreiber verursacht. Anlage 1.1/4 06 4503 038 Die Personalaufwendungen sind im Geschäftsjahr 2014 von 60,2 Mio. EUR auf 61,3 Mio. EUR gestiegen. Die Steigerung ergibt sich im Wesentlichen aus der Tarifentwick- lung. Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagever- mögens und Sachanlagen lagen mit 24,0 Mio. EUR um 0,1 Mio. EUR unter dem Wert des Vorjahres von 24,1 Mio. EUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 47,4 Mio. EUR (im Vorjahr 57,1 Mio. EUR). Die darin enthaltene Konzessionsabgabe an die Stadt Münster sowie die Stadt Drensteinfurt in Höhe von zusammen 17,2 Mio. EUR wurde voll erwirtschaftet. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren im Vorjahr geprägt durch den Verlust aus der Veräußerung der Beteiligung an der ehw, Energiehandelsgesellschaft West, Münster, sowie die Wertberichtigung auf das kurzfristige Gesellschafterdarlehen an die FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven, Die Aufwendungen für Dienstleistungen und die perio- denfremden Aufwendungen entsprechen im Wesentlichen denen des Vorjahres. Das Finanzergebnis von -30,2 Mio. EUR wird durch die Abschreibungen auf Finanzanlagen geprägt. Die Wertberichtung auf das Darlehen an die Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG sowie die außerplanmäßige Abschreibung des Buchwertes der Finanzbeteiligung FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH aufgrund der Kapitalerhöhung 2014 überwogen die Zinserträge und die Ergebnisbeiträge der Tochtergesellschaften bei weitem. Die Belastungen aus der Wertberichtung des an die Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG ausgereichten Darlehens sowie aus der außerplanmäßigen Ab- schreibung des Buchwertes der Finanzbeteiligung FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH waren nicht steuermindernd zu berücksichtigen. Gegenläufig wirken die Erträge aus der Auflösung der Drohverlustrückstellungen nicht steuererhöhend. Die Teilwert-Abschrei- bung auf die GuD-Anlage, die in 2013 zunächst handelsrechtlich außerplanmäßig abge- schrieben wurde, mindert den Steueraufwand des laufenden Jahres auf 1,4 Mio. EUR. Nach Abzug der Ertrags- und Betriebssteuern von insgesamt 2,3 Mio. EUR ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von 3,1 Mio. EUR. Energie- und Wasservertrieb Das Geschäftsfeld Energie- und Wasservertrieb entwickelte sich im Geschäftsjahr 2014 ins- gesamt zufriedenstellend. Im Strommarkt konnte der Absatz gegenüber dem Vorjahr wiede- rum gesteigert werden. Zu der stabilen Entwicklung hat insbesondere der Stromvertrieb in die Region Münsterland beigetragen, durch den Rückgänge in einzelnen Kundensegmenten im Stammmarkt Münster mehr als kompensiert werden konnten. Die abgesetzte Menge im Berichtsjahr betrug 1.114,0 Mio. kWh (im Vorjahr 1.019,4 Mio. kWh). Im Gasvertrieb ging die abgesetzte Menge (ohne GuD-Anlage) über alle Kundensegmente auf 1.800 Mio. kWh (im Vorjahr 2.206 Mio. kWh) zurück. Wesentlich hat dazu die warme Witterung im ersten und im vierten Quartal 2014 beigetragen. Allerdings waren auch die Vor- jahreswerte aufgrund der sehr kalten Witterung höher als im Mehrjahresmittel zu erwarten. Im Wärmevertrieb sarık die abgesetzte Menge bei stabiler Kundenzahl von 636,1 Mio. kWh auf 527,4 Mio. kWh. Auch im Wärmemarkt hat dazu wesentlich warme Witterung im ersten und im vierten Quartal 2014 beigetragen. Im Wasservertrieb blieb die im Geschäftsjahr 2014 abgesetzte Menge mit 16,1 Mio. m? nach 16,2 Mio. m? im Vorjahr nahezu konstant. Bei weiterhin unveränderten Preisen blieben die Umsatzerlöse von 31,6 Mio. EUR ebenfalls nahezu konstant. 06 4503 038 Anlage 1.1/5 Versorgungsnetze Im Geschäftsjahr 2014 wurden 14,5 Mio. EUR in den Ausbau der Versorgungsnetze, in die Leitungsnetze, Hausanschlüsse und die zugehörigen Anlagen investiert. Wesentliche Ein- zelmaßnahmen waren der Ausbau des Fernwärmenetzes am Bertha-von-Suttner-Weg und die Erneuerung des Reinwasserbehälters an der Corrensstraße. Die Erlöse im Geschäftsfeld Versorgungsnetze konnten im Geschäftsjahr 2014 auf 34,3 Mio. EUR gesteigert werden. Das Ergebnis lag leicht über den Erwartungen. Erzeugung Das Geschäftsfeld Erzeugung wurde auch im Geschäftsjahr 2014 weiterhin durch die Belas- tungen in der konventionellen Erzeugung geprägt. Dem Strompreisverfall wurde mit einem umfangreichen Kostensenkungsprogramm im Heizkraftwerk Hafen entgegengewirkt. Schwerpunkte waren hierbei die Reduzierung der Personalkosten und die Minderung des Instandhaltungsaufwandes im Rahmen eines Optimierungsprogramms. Die an die Beteiligung Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG ausge- reichten Gesellschafterdarlehn wurden wertberichtigt. Gegenläufig entfällt die Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften zum Teil, da aus heutiger Sicht die Verpflichtung zum Strombezug nur noch für 2015 erwartet wird. Die Rückstellung für dro- hende Verluste aus dem Strombezug des Jahres 2015 wurde mit 2,9 Mio. EUR beibehalten, die nicht mehr benötigten Rückstellungen in Höhe von 11,3 Mio. EUR wurden aufgelöst. Die Erneuerbaren Energien entwickelten sich positiv. Der Fotovoltaik- und Windenergieanla- genbestand mit einer Leistung von bisher 36,4 MW konnte durch den Neubau von drei Windenergieanlagen mit einem Investitionsvolumen von rd. 12 Mio. EUR und einer installier- ten Leistung von 7,2 MW in den Münsteraner Stadtteilen Amelsbüren und Roxel erweitert werden. Die drei neuen Windenergieanlagen sollen in 2015 in die Bürgergenossenschaft "Unsere Münster-Energie eG" eingebracht werden. Verkehr Durch die gute Positionierung des ÖPNV, unseres Geschäftsfelds Verkehr in Münster, konnte bei den Fahrgastzahlen der Spitzenwert des Vorjahres von fast 40 Millionen annä- hernd wieder erreicht werden. Die Anzahl der Vertragskunden, die die verschiedenen Abos bzw. das e-Ticket nutzen, konnte zur sehr guten Zahl des Vorjahres nochmals um 17,5 % auf über 67.000 gesteigert werden. Die Umsatzerlöse des Verkehrsbetriebs stiegen im Geschäftsjahr 2014 um 1,5% auf 34,8 Mio. EUR. Durch die positive Entwicklung der Umsatzerlöse und ein konsequentes Kostenmanagement ergibt sich eine Verbesserung des operativen Ergebnisses, also eine Verringerung des strukturellen Verlustes um 8%. Der operative Kostendeckungsgrad von 76,1 % kann weiterhin als zufriedenstellend bezeichnet werden. Straßenbeleuchtung Das Geschäftsfeld Straßenbeleuchtung umfasst die Aktivitäten der Stadtwerke Münster in der öffentlichen Straßenbeleuchtung sowie Dienstleistungen gegenüber Dritten. Umwelt- schutz, Ressourcenschonung und eine damit verbundene Kostenreduzierung stehen wei- terhin im Fokus des Geschäftsfeldes. Vor diesem Hintergrund sind für die Folgejahre Um- rüstungsmaßnahmen von Quecksilberdampfleuchten auf die effiziente LED-Technik ge- plant. Anlage 1.1/6 06 4503 038 Finanz- und Vermögenslage Kapitalausstattung/Finanzierung Das Geschäftsjahr 2014 schließt mit einem Jahresfehlbetrag von 3,1 Mio. EUR ab. Unter Anrechnung der bereits im Dezember 2014 geleisteten Vorabgewinnausschüttung von 6,0 Mio. EUR sowie des aus dem Geschäftsjahr 2013 vorgetragenen Gewinns von 0,4 Mio. EUR und der Entnahme aus den Gewinnrücklagen von 5,7 Mio. EUR ergibt sich ein Bilanzverlust von 3,0 Mio. EUR. Die schwankende Preisbildung an den Energiemärkten ermöglicht es aggressiven Wettbe- werbern, sich unter Inkaufnahme höherer Risiken am kurzfristigen Markt zu günstigeren Konditionen einzudecken, als dies die nachhaltige und längerfristig orientierte Beschaffungs- politik der Stadtwerke Münster erlaubt. Dem daraus resultierenden latenten Wettbewerbsrisi- ko bzw. den aus den mark-to-market-bewerteten Preisrisiken und den Risiken aus der Insol- venz des Vertragspartners AC Biogas haben die Stadtwerke Münster durch Bilanzierung angemessener Drohverlustrückstellungen zum Bilanzstichtag (34,3 Mio. EUR; Vorjahr: 44,9 Mio. EUR) gezielt Rechnung getragen. Die Investitionen mit Schwerpunkten bei den Verteilungsanlagen sowie den technischen An- lagen und Maschinen betrugen im Geschäftsjahr 54,9 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind weiterhin wesentlich geprägt durch das 2012 aufgenommene Schuldscheindarlehen in Höhe von 70 Mio. EUR, das vorrangig der langfristigen Finanzierung der strategischen Projekte, insbesondere in der regenerativen Energieerzeugung, dient. Demgegenüber stiegen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 43,7 Mio. EUR um 6,6 Mio. EUR auf 50,3 Mio. EUR. Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter sowie gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, wurden im Bilanzausweis wiederum soweit zulässig zusammengefasst. Sie gingen um 23,0 Mio. EUR auf zusammen 7,8 Mio. EUR zurück, wesentlich bedingt durch die geringeren Forderungen aus Leistungen an die münsterNETZ GmbH. Die liquiden Mittel verringerten sich im Geschäftsjahr um 7,4 Mio. EUR auf 61,4 Mio. EUR. Vermögen Das Sachanlagevermögen erreichte im Berichtsjahr nach einem Anstieg um 15,7 Mio. EUR auf 255,2 Mio. EUR einen Anteil von 54,9 % an der rückläufigen Bilanzsumme. Von den Anla- gen im Bau entfallen 7,0 Mio. EUR auf den Umbau des Flechtheimspeichers. Mit dem Ver- kauf von nicht betriebsnotwendigen Grundstücken wurden Erträge von 3,2 Mio. EUR erzielt. Die Finanzanlagen gingen im Geschäftsjahr 2014 um 33,3 Mio. EUR auf 59,6 Mio. EUR zu- rück, im Wesentlichen durch die Abschreibung des an die Gemeinschaftskraftwerk Steinkoh- le Hamm GmbH & Co. KG ausgereichten Darlehns. Die Vorräte erhöhten sich von 8,3 Mio. EUR um 8,9 Mio. EUR auf 17,2 Mio. EUR. Die drei von den Stadtwerken Münster in den Stadtteilen Amelsbüren und Roxel nahezu fertig errich- teten Windkraftanlagen, die an die Bürgergenossenschaft "Unsere Münster Energie eG" ver- äußert werden sollen, sind hier unter den unfertigen Erzeugnissen ausgewiesen. 06 4503 038 Anlage 1.1/7 Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit 12,6 Mio. EUR nach 12,8 Mio. EUR im Vor- jahr nahezu konstant geblieben. Enthalten sind hier Forderungen aus beantragten, aber noch nicht gezahlten Steuererstattungen sowie aus noch nicht fälliger Vorsteuer. Die liquiden Mittel gingen geringfügig von 68,9 Mio. EUR auf 61,4 Mio. EUR zurück. Die Li- quidität wird zur Finanzierung saisonaler Schwankungen im Bestandsgeschäft und der Er- weiterungsinvestitionen vorgehalten. Die Vermögens- und Finanzlage bildet mit einer Eigenkapitalquote von 29,1 % weiterhin eine valide wirtschaftliche Basis für die weitere Strategie- und Geschäftsentwicklung der Stadt- werke Münster. Zur Sicherung dieser wirtschaftlichen Basis werden Wachstumsinvestitionen nach intensiver Prüfung der erforderlichen Ertragsperspektiven und der Wirkung auf die Eigenkapitalquote selektiv getätigt. Geeignete Projekte wie die bereits genannten drei Wind- kraftanlagen werden auch über Bürgerbeteiligungen realisiert. Nachtragsbericht Nach Ende des Geschäftsjahres 2014 sind bis heute keine Ereignisse von wesentlicher Be- deutung für die Stadtwerke Münster eingetreten. Anlage 1.1/8 . 06 4503 038 Prognosebericht einschließlich Chancen und Risiken der zu- künftigen Entwicklung Konjunkturelle Entwicklung Der Strom- und Wärmeverbrauch von Privatkunden und des Geschäftskundensegments ist im Wesentlichen unabhängig von der konjunkturellen Entwicklung. Daher ergeben sich aus konjunkturellen Schwankungen auch keine nennenswerten Auswirkungen auf die Ge- schäftsentwicklung der Stadtwerke Münster. Von zentraler Bedeutung für die Ergebnis- entwicklung ist hingegen die Preisentwicklung auf den Rohstoffmärkten für die Primär- energieträger Erdgas und Kohle. Zunehmend wird angesichts der Geldpolitik der Europäi- schen Zentralbank (EZB) auch die Wechselkursentwicklung des Euro, insbesondere im Ver- hältnis zum US-Dollar, zu beobachten sein, da viele relevante Rohstoffe überwiegend in Dol- lar fakturiert werden. Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland wird im Jahr 2015 nach der Prog- nose des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel bei 2 % liegen und damit die Marke aus 2014 von 1,6 % deutlich überschreiten. Damit hebt sich Deutschland von der weltweiten konjunkturel- len Abschwächung ab. Nur geringe Wachstumsimpulse werden für 2015 wiederum aus der Eurozone, dem deutschen Hauptexportmarkt, erwartet. Die KfW-Prognose geht hier von ei- nem BIP-Wachstum von 1 % für 2015 nach lediglich 0,7 % in 2014 aus. Auch China als einer der weltweit wichtigsten Nachfrager von Primärenergie-Rohstoffen hat für das Jahr 2015 eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums auf noch etwa 7 % prognostiziert. Im ersten Quartal 2015 erleben wir infolge des schwachen Wachstums der Weltwirtschaft eine deutliche Baisse der Rohstoffpreise, insbesondere für Erdöl. Die erdölexportierenden Länder zeigen bislang keine Initiative, dem Preisdruck durch Reduktion der Fördermengen zu begegnen. In diesem Zuge verhält sich auch die Entwicklung der Erdgaspreise moderat, wenngleich mit einem deutlich geringeren Abwärtstrend als beim Erdöl. Der Steinkohlepreis ist ebenfalls deutlich gesunken; hier spielt Chinas Wachstumsschwäche eine wichtige Rolle. Ein Gegengewicht zum niedrigen internationalen Preisniveau auf den Rohstoffmärkten bildet die akute Absenkung des Euro-/Dollar-Wechselkurses, welche durch die offensive Geldpoli- tik der EZB befeuert wird und kürzlich durch das sogenannte Quantitative Easing, ein länger- fristiges Programm zur Erhöhung der europäischen Geldmenge durch den Ankauf von Staatsanleihen, nochmals verstärkt wurde. Seit März 2014 verringerte sich die Notierung des Euro gegenüber dem US-Dollar binnen Jahresfrist um ca. 25 %. Die deutschen Energie- versorger profitieren dementsprechend nur unterproportional von günstigeren Beschaffungs- kosten. Energiepolitische Rahmenbedingungen Der Erzeugungsmarkt bleibt durch das Überangebot an Stromerzeugung und die damit ein- hergehenden niedrigen Marktpreise für Strom weiterhin angespannt. Die Wirkung der beste- henden gesetzlichen Regularien führt zu Verwerfungen auf dem Strommarkt, wodurch u.a. auch Gaskraftwerke nicht mehr wirtschaftlich einsetzbar sind und ihre Fixkosten nicht mehr decken können. Eine Besserung dieser Situation kann sich möglicherweise durch die mo- mentan diskutierte Novelle des Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetzes (KWK-G) ergeben, nach der eine Förderung für bestehende KWK-Anlagen aufgelegt werden könnte. Die Realisierung und die zukünftige Höhe der Förderung sind aber noch ungewiss. Die in 2014 in Kraft getretene Novelle des Erneuerbaren Energien Gesetzes stelit den Ein- stieg in ein geändertes Förderregime für Erneuerbare Energien dar. Um einen kontrollierten Ausbau zu ermöglichen, wurden energieträgerspezifische Ausbaukorridore eingeführt. Des Weiteren ist vorgesehen, die Vergütung zukünftig durch ein wettbewerbliches Ausschrei- bungsmodell zu ermitteln. Zur Einführung dieses Modells wurden im Februar 2015 in der Freiflächenausschreibungsverordnung (FFAV) Festlegungen getroffen zur Durchführung 06 4503 038 Anlage 1.1/9 eines Pilotprojekts für PV-Freiflächenanlagen, das bereits in 2015 startet. Parallel zu diesem Projekt werden in den kommenden Jahren auch die Rahmenbedingungen für die Ausschrei- bungsverfahren der weiteren regenerativen Energieträger definiert, so dass ab 2017 auch für die Windenergie eine grundlegend geänderte Fördersystematik zu erwarten ist. Aktuelle Preisentwicklungen Die Entwicklung der Forwardnotierungen für börsengehandelten Strom für das Beschaf- fungsjahr 2015 verlief in 2014 im Wesentlichen seitwärts auf dem bestehenden niedrigen Niveau. Dies galt ebenso für die entsprechende Preisentwicklung für Erdgas. Lediglich ab Ende November 2014 kam es bis zum Ende des Jahres zu einem kurzfristigen Preisrück- gang zwischen 10 % und 15 %, der auch zu Beschaffungsaktivitäten im Rahmen der gesetz- ten Risikolimite genutzt wurde. Die Erzeugungsmarge für die GuD-Anlage der Stadtwerke Münster ist aber zur Vermeidung von Preisrisiken von einer längerfristig und kontinuierlich angelegten Beschaffungs- und Vermarktungspolitik geprägt. Folglich bleibt die Ertragssitua- tion der gasbasierten Strom-Eigenerzeugung, wie auch schon in 2014, weiterhin verlust- behaftet und damit sehr unbefriedigend — das Stromüberangebot aus der Energiewende be- lastet weiterhin die moderne und umweltschonende konventionelle Erzeugung der Stadtwer- ke Münster. Im Stromvertrieb konnten die Preise zum 1. Januar 2015 stabil gehalten werden. Auch die Gaspreise blieben zum Jahresbeginn 2015 weitestgehend konstant, mit einer leichten Sen- kung von 2,2% für Vertragsneuabschlüsse im Bereich des Jahres-Festpreisprodukts Münster:garantiert. Auch der Fernwärmepreis sank ab Januar 2015 im Einklang mit den zu Grunde liegenden Gaspreisen um ca. 3,9 %. Der Wasserpreis der Stadtwerke Münster blieb zum 1. Januar 2015 zunächst konstant; zum 1. Juli 2015 ist jedoch eine Anpassung des nunmehr seit Sommer 2008 unveränderten Preises vorgesehen, um die Kostensteigerungen der vergangenen Jahre zumindest partiell auszugleichen. Die Preise des personalintensiven öffentlichen Personennahverkehrs wurden zum 1. Januar 2015 aufgrund von Kostensteigerungen aus Tarifabschlüssen in 2014 um 2,1 % angepasst und werden voraussichtlich zum 1. August 2015 zum Kostenausgleich nochmals moderat um ca. 1,3 % erhöht. Entwicklung der Absatzmengen Die Monate Januar und Februar spielen als üblicherweise kälteste Monate des Jahres eine zentrale Rolle für die Absatzmengen in den wärmebestimmten Sparten der Gas- und der Fernwärmeversorgung. Die als Maßgröße für den Vergleich zum langfristigen Temperatur- mittel herangezogene Gradtagszahl liegt kumuliert für die ersten beiden Monate des Jahres 2015 um ca. 3 % unterhalb des langjährigen Durchschnitts und zeigt damit leicht überdurch- schnittliche Temperaturen an. Dennoch befinden sich die Absatzmengen für Gas und Fern- wärme im Rahmen der Planung. Dies gilt auch für die nur geringfügig temperaturbeeinfluss- ten Absatzmengen in den Sparten Strom und Wasser. Strategie, Chancen und Risiken Die Strategie der Stadtwerke Münster mit ihren drei Eckpfeilern "Ausbau regenerativer Er- zeugung", "Entwicklung kommunaler Mehrwerte" und "Regionale Geschäftsentwicklung" wurde über nunmehr drei Jahre konsequent verfolgt. Anpassungen waren allerdings bereits Ende 2013 und im Jahr 2014 hinsichtlich der Ausbaugeschwindigkeit und der ursprünglichen Mengenziele in der regenerativen Erzeugung erforderlich. So wurde aus Risikoaspekten und aufgrund der enger werdenden Finanzierungsspielräume auf die Projektentwicklung im Segment der Offshore-Anlagen verzichtet. Für die aktuelle Mittelfristperspektive konzentrie- Anlage 1.1/ 10 06 4503 038 ren sich die Stadtwerke Münster auf die Entwicklung und den Betrieb von Onshore- Windenergieanlagen. Durch ein internes Expertenteam werden Windenergiestandorte von der Flächenakquisition über die Projektierung, Beschaffung und Errichtungsbegleitung bis hin zur technischen Ab- nahme der Windenergieanlagen entwickelt. Um die Eigenkapitalquote auch bei erhöhter In- vestitionstätigkeit stabil zu halten, erschließen sich die Stadtwerke Münster zusätzlich zur Eigeninvestition durch den selektiven Verkauf fertiger Windenergieanlagen-Projekte ergän- zende Wege zur Finanzierung regenerativer Erzeugungsanlagen. Zugleich bieten die Stadt- werke Münster an, die Betriebsführung für diese Anlagen durchzuführen. Im Falle der Ent- wicklung von Standorten im Stadtgebiet Münster steht zur Finanzierung der Anlagen die Überführung in Bürgerbeteiligungen im Vordergrund, um den Bürgern in Münster und vor allem auch den Anliegern der Windkraftanlagen die Beteiligung an der Energiewende zu ermöglichen. Der Erfolg dieses Modells zeigte sich bereits im ersten Quartal 2015. Im Jahre 2014 errichte- ten die Stadtwerke Münster drei Windenergieanlagen im Stadtgebiet Münster mit einem In- vestitionsvolumen von insgesamt ca. 12 Mio. EUR und einer installierten Leistung von 7,2 Megawatt. Von Beginn an war es Ziel, eine Bürgergenossenschaft zu initiieren, die die Anlagen erwerben sollte. Nachdem auf Initiative der Stadtwerke Münster Ende 2014 mehrere renommierte Münsteraner Persönlichkeiten als Gründungsgenossen gewonnen werden konnten und der Handelsregistereintrag für die Energiegenossenschaft "Unsere Münster- Energie e.G." erfolgt war, startete Anfang März 2015 die Vermarktung der Genossenschafts- anteile. Ziel war es, Genossenschaftsanteile im Wert von 1,5 Mio. EUR zu platzieren. Es war sehr erfreulich, dass das Zeichnungsvolumen bereits nach zwei Tagen vollständig ausge- schöpft war. Ergänzend wurde eine Woche später noch ein Nachrangdarlehen für Privatin- vestoren mit etwa dem gleichen Volumen zu einem Festzins angeboten. Auch dieses war nach wenigen Wochen vollständig gezeichnet. Das restliche Investitionsvolumen wird durch die Genossenschaft selbst über Bankdarlehen fremdfinanziert. Es hat sich gezeigt, dass das Geschäftsmodell einer Initiierung von regenerativen Investitionen durch die Stadtwerke Münster als lokaler Partner in Kombination mit einem hohen bürgerschaftlichen Engagement in Form der Genossenschaft auch bei hohen Investitionsvolumina tragfähig ist. Zugleich bie- tet dieses partnerschaftliche Modell neue und wirksame Möglichkeiten für die Stadtwerke Münster, die Energiewende auch mit begrenztem Mitteleinsatz voranzutreiben. Auf dieser Basis sollen weitere Standorte in Münster und der Region gesichert werden um darauf Windenergieanlagen zu errichten und für diese nach Möglichkeit Beteiligungskonzepte an- zubieten, z.B. im Rahmen von Bürgergenossenschaften. An der Entwicklung kommunaler Mehrwertleistungen als weitere strategische Säule wird intensiv weitergearbeitet. Nachdem in 2014 im Rahmen der elektronischen PlusCard das bargeldiose Parken in den Parkhäusern der Westfälischen Bauindustrie, einer Tochtergesell- schaft der Stadtwerke Münster, mit großer Kundenresonanz eingeführt wurde, soll in 2015 das bargeldlose Taxifahren mit der PlusCard realisiert werden. Die technischen Vorbereitun- gen dazu sind bereits weitgehend getroffen. Weitere Applikationen, wie die Auflage und Ab- rechnung von Kunden-Bonusprogrammen mit Premiumpartnern aus der Münsteraner Wirt- schaft oder die Nutzung der PlusCard für Car-Sharing in Kooperation mit dem Anbieter "Stadtteilauto" aus Münster zur Abrundung des Mobilitätsangebotes der Stadtwerke sind ebenfalls in Vorbereitung. Insgesamt wird mehr und mehr deutlich, dass die elektronische PlusCard die nachhaltige Kundenbindung durch intelligente Erweiterung des Serviceportfo- lios ermöglicht. Auch das regionale Geschäft wird in 2015 konsequent weitergeführt. Über die Marke "Unse- re Münsterland Energie" bieten die Stadtwerke Münster Privatkunden in der Region maßge- schneiderte Strom- und seit 2014 auch Erdgasprodukte an. Das Geschäftsvolumen entwi- ckelt sich nach einem starken Zuwachs insbesondere in den Jahren 2012 und 2013 mit einer Anzahl von rd. 10.000 Kunden zufriedenstellend. Die Stadtwerke Münster gewinnen darüber in der Region dauerhaft an Wahrnehmung und erarbeiten sich so weitere Marktpotenziale. 06 4503 038 Antage 1.1 / 11 Im Verkehrsbereich steht die Umsetzung des neuen, noch in der politischen Abschluss- diskussion befindlichen Nahverkehrsplans im Vordergrund. Ziel ist es, bei insgesamt gleich- bleibendem Angebotsvolumen sehr schwach ausgelastete Linien in den Außenbezirken von Münster im Takt zu reduzieren und im Gegenzug eine bisher noch fehlende und voraussicht- lich nachfragestarke Ringlinie in Münster einzurichten. Bei gegebenen Betriebskapazitäten soll darüber eine bessere Auslastung der Busse außerhalb der Spitzenlastzeiten und eine Senkung des Verkehrsdefizites erreicht werden. Im Bereich der Verkehrs-Infrastruktur ist geplant, in 2015 die erste Buslinie vollständig auf Elektrobusse umzustellen und damit ein neues Kapitel für den Nahverkehr in Münster aufzu- schlagen. Im Rahmen eines von der Europäischen Union, dem Bundesministerium für Bil- dung und Forschung sowie dem Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe geförderten Pilotprojekts sollen Erfahrungen mit dem Einsatz von Elektrobussen mit innovativer dezent- raler Ladetechnologie im normalen Fahrplanbetrieb gesammelt werden. Ausgehend von der "Drei-Säulen-Strategie" haben die Stadtwerke Münster im Februar 2015 einen Prozess der Weiterentwicklung der Strategie begonnen. Ziel ist es, vor dem Hinter- grund der gravierenden strukturellen Veränderungen der Energiemärkte, die insbesondere von einer zunehmenden Dezentralisierung der Energieerzeugung und einer wachsenden Individualisierung von Kundenwünschen in Bezug auf technische Versorgungskonzepte ge- prägt sind, neue Ertragspotenziale zu erschließen und das bestehende Geschäft weiter zu optimieren. Dabei gilt es, frühzeitig ergänzende Geschäftsmodelle und Produktideen zu ent- wickeln, die in der Lage sind, das klassische, unter Druck geratene Versorgermodell proaktiv zu erweitern und strategisch wie wirtschaftlich zu unterstützen. Erhebliche Risiken für die Stadtwerke Münster birgt hingegen weiterhin die unbefriedigende Margensituation im Bereich der modernen konventionellen Stromerzeugung. Negative Er- zeugungsmargen stellen die GuD-Anlage der Stadtwerke Münster vor enorme wirtschaftliche Herausforderungen. Eine Deckung der Fixkosten ist aufgrund der geringen Einsatzzeiten, die ausschließlich in den kurzen Spitzenlastphasen noch wirtschaftlich sinnvoll sind, auch für 2015 nicht mehr möglich. Auch die bereits erfolgten enormen Anstrengungen der Kraft- werksmannschaft zur Effizienzsteigerung und zur Senkung der operativen Anlagenkosten sind nicht in der Lage, die marktbedingte Ertragslücke zu schließen. Eine Förderung von KWK-Bestandsanlagen wird so lange erforderlich sein, bis sich die augenblicklich gegebene Situation der Erzeugungs-Überkapazitäten sukzessive durch Stilllegung von Atomkraftwer- ken und konventionellen Alt-Anlagen so weit bereinigt hat, dass auch in einer modernen, umweltfreundlichen Erzeugungswelt wieder auskömmliche Marktpreise entstehen können. Chancen bietet dagegen die Ende 2014 getroffene Investitionsentscheidung zum Bau eines Elektrodenkessels in 2015: Durch den starken Ausbau der Erneuerbaren Energien nimmt der Bedarf an Regelenergie weiter zu. Mit dem Elektrodenkessel werden die Stadtwerke Münster durch Bereitstellung negativer Regelenergie zusätzliche Ertragspotenziale erschließen. Ein signifikantes Risiko für die Stadtwerke Münster resultiert des Weiteren aus dem Beteili- gungsportfolio. Der Flughafen Münster/Osnabrück (FMO), dessen 35-%-Anteil in den 80er Jahren durch den Gesellschafter Stadt Münster auf die Stadtwerke Münster übertragen wur- den, steht infolge massiver Rückgänge der Fluggastzahlen vor gravierenden Ertragsproble- men. Die Gesellschafter, zu deren größten die Stadtwerke Münster, der Kreis Steinfurt und die Stadt Osnabrück gehören, sehen sich mit hohen Finanzierungsbeiträgen zur Entschul- dung des Flughafens konfrontiert. Allein die Stadtwerke Münster müssen voraussichtlich in den kommenden zehn Jahren in Summe ca. 40 Mio. EUR in Form von Eigenkapitaleinlagen und Gesellschafterdarlehen an den Flughafen leisten. Aufgrund der dauerhaft unzureichen- den Ertragslage des Flughafens werden diese Beiträge im Einklang mit der bisherigen Bilan- zierung voll abgeschrieben. Ferner gilt es die Verkaufsgespräche der Beteiligung Gemein- schaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG abzuwarten. Anlage 1.1/12 06 4503 038 Positive Sondereffekte für das Ergebnis 2015 können hingegen aus dem Verkauf weiterer Hafengrundstücke entstehen. Die Nachfrage nach diesen attraktiven Lagen entwickelt sich weiterhin gut, und verschiedene Transaktionen befinden sich für 2015 in Verhandlung mit potenziellen Käufern. Leistungsindikatoren Nach dem insbesondere durch notwendige Risikovorsorge für die Beteiligung am Gemein- schaftssteinkohlekraftwerk "Black Gekko" geprägten Verlust im Jahr 2014 ist für das Jahr 2015 wieder ein positives Jahresergebnis in Höhe von 5,9 Mio. EUR geplant. Dieses Ergeb- nis enthält als Sondereffekt einen Veräußerungsgewinn aus dem Verkauf der Windenergie- anlagen in Münster Roxel und Amelsbüren. Für die finanziellen und nichtfinanziellen Leis- tungsindikatoren der Stadtwerke Münster wird folgende Entwicklung erwartet: finanzielle Indika- Ist 2014 Plan 2015 relative Verände- toren rung Jahresüberschuss -3,1 Mio. EUR 5,9 Mio. EUR Umsatzerlöse 464,8 Mio. EUR 478,7 Mio. EUR +2,9% Investitionen 54,9 Mio. EUR 46,2 Mio. EUR -15,8 % nichtfinanzielle Ist 2014 Plan 2015 relative Verände- Indikatoren rung Stromabsatz 1.114 Mio. kWh 1.154 Mio. kWh +3,6 % Erdgasabsatz 1.800 Mio. kWh 2.074 Mio. kWh +15,2 % Wärmeabsatz 527 Mio. kWh 611 Mio. kWh +15,9% Wasserabsatz 16,1 Mio. m? 15,9 Mio. m? 1,3% Stromerzeugung 302 Mio. kWh 322 Mio. kWh +6,6 % Fahrgastzahlen 39,6 Mio. 40,1 Mio. +1,3% Die Entwicklung der Umsatzerlöse bewegt sich für das Planjahr 2015 in etwa auf dem Plan- niveau für das Jahr 2014. Die Veränderung gegenüber dem Istwert 2014 resultiert überwie- gend aus dem sehr warmen Winterquartal von Januar bis März 2014 mit stark unterdurch- schnittlichen Umsatzerlösen im Erdgas- und Wärmeabsatz. Die Investitionen in 2014 enthal- ten Sondereffekte aus dem Umbau des Flechtheimspeichers am Hafen und liegen deshalb über dem Planansatz für 2015. 06 4503 038 Anlage 1.1/ 13 Das Jahr 2014 war auch im Stromvertrieb durch den extrem milden Winter im ersten Quartal geprägt, der zu entsprechenden leichten Absatzmengenrückgängen geführt hat. Die Ver- triebsplanung für 2015 liegt hingegen wieder auf dem durchschnittlich erwarteten Niveau. Die deutlichen relativen Absatzsteigerungen im Gas- und Wärmesegment in der Planung 2015 gegenüber dem Jahr 2014 spiegeln ebenfalls die hohen Temperaturen in den ersten vier Monaten des Jahres 2014 wider, die auf den Wärmeabsatz noch einen ungleich stärkeren Einfluss haben als auf den Stromabsatz. Die Planung für 2015 befindet sich auch hier wieder auf einem Normalniveau. In der Fernwärmesparte wird zudem weiterhin von einem modera- ten Ausbaupfad durch Kundenneugewinnung im bestehenden Versorgungsnetz ausgegangen. Die für 2015 geplante Stromproduktion steigt zwar gegenüber dem Jahr 2014 wieder an, liegt aber weiterhin deutlich unterhalb der erforderlichen Auslastung des Kraftwerks. Für das Kraftwerk erlaubt die Marktpreissituation nach wie vor keinen kostendeckenden Volllast- betrieb. Der Verkehrsbetrieb der Stadtwerke Münster sieht für 2015 wieder einen Anstieg der Fahr- gastzahlen vor. Das in die Stadtwerke PlusCard integrierte elektronische Busticket erfreut sich einer konstant wachsenden Marktdurchdringung und erschließt dem Verkehrsbetrieb immer wieder neue Kundenpotenziale. Öffentliche Zwecksetzung nach der Gemeindeordnung NRW Über die Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung und Zweckerreichung der Stadtwerke Münster im Geschäftsjahr 2014 gemäß $ 108 Abs. 3 Nr. 2 der Gemeindeordnung Nordrhein- Westfalen wird gleichzeitig mit dem Jahresabschluss und dem Lagebericht an den Gesell- schafter getrennt berichtet. Die öffentliche Zwecksetzung und Zweckerreichung wurden ein- gehalten. Die Stadtwerke Münster GmbH stellt für das Geschäftsjahr 2014 einen Konzernabschluss sowie einen Konzernlagebericht auf. Münster, den 26. Mai 2015 Stadtwerke Münster GmbH Dr. Henning Müller-Tengelmann Dr. Dirk Wernicke (kaufmännischer Geschäftsführer) (technischer Geschäftsführer) Durch Rundungen können sich bei den Zahlen Abweichungen ergeben. Anlage 1.1/14 06 4503 038 = Deloitte. Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft 6 WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS Wir haben dem Jahresabschluss und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014 der Stadtwerke Münster GmbH, Münster, in der Fassung der Anlage 1 den folgenden unter dem 26. Mai 2015 unter- zeichneten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: "Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Stadtwerke Münster GmbH, Münster, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Nach $ 6b Abs. 5 EnWG umfass- te die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach $ 6b Abs. 3 EnWG, wo- nach für die Tätigkeiten nach $ 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen und Tätigkeitsabschlüsse aufzustellen sind. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesell- schaftsvertrags sowie die Einhaltung der Pflichten nach $ 6b Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwor- tung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchfüh- rung und über den Lagebericht sowie über die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach $ 6b Abs. 3 EnWG abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß $ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorge- nommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ord- nungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hin- reichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten zur Rechnungslegung nach $ 6b Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen wer- den die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht sowie für die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach $ 6b Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der we- sentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung, die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahres- abschlusses und des Lageberichts sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten nach $ 6b Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. 06 4503 038 27 Deloitte. Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jah- resabschluss der Stadtwerke Münster GmbH, Münster, den gesetzlichen Vorschriften und den ergän- zenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ord- nungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach $ 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach $ 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen und Tätigkeitsabschlüsse aufzu- stellen sind, hat zu keinen Einwendungen geführt." 28 06 4503 038 = Deloitte Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft 7 SCHLUSSBEMERKUNG Den vorstehenden Bericht über unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2014 der Stadtwerke Münster GmbH, Münster, erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen (Prüfungsstandard des Instituts der Wirtschaftsprüfer - IDW PS 450). Zu dem von uns erteilten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk verweisen wir auf Abschnitt 6 "Wiedergabe des Bestätigungsvermerks". Düsseldorf, den 26. Mai 2015 Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Jahn) (Pentschev) Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer To 287 Sun u > 965 WIRTSCHAFTS- PRÜFUNGS- Sy, München ® gniedenas®” a WAR Für Veröffentlichungen oder die Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der testierten Fas- sung abweichenden Form sowie für den Fall der Übersetzung in andere Sprachen bedarf es zuvor unserer erneuten Stellung- nahme, falls dabei der von uns erteilte Bestätigungsvermerk zitiert wird oder ein Hinweis auf unsere Jahresabschlussprüfung erfolgt; wir weisen hierzu auf die Bestimmungen des $ 328 HGB hin. 06 4503 038 SNR2015113030 29
Beschlussvorlage
4501 Zeichen
V/0477/2015 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Finanzen und Beteiligungen Betrifft Jahresabschluss 2014 der Stadtwerke Münster GmbH Bestellung des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2015 Beratungsfolge 17.06.2015 Haupt- und Finanzausschuss Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: Der Vertreter der Stadt Münster in der Gesells chafterversammlung der Stadtwerke Münster GmbH wird ermächtigt, folgende Entscheidungen zu treffen: 1. Der Jahresabschluss der Stadtwerke Münster GmbH zum 31.12.2014, der vom Abschlus s- prüfer Deloitte & Touche GmbH, Wirtschaftsprüfergesellschaft, testiert und mit dem uneinge- schränkten Bestätigungsvermerk versehen wurde, wird in der vorgelegten Fassung festg e- stellt. 2. Das Jahr 2014 schließt mit einem Bilanzverlust in Höhe von 3.024.000,00 € ab, der sich wie folgt zusammensetzt: Ausschüttungsanforderung lt. Managementkontrakt 6.500.000 € - Belastung aus Mietkürzung Stadthaus III (n.St.) 440.000 € = bereinigte Ausschüttungsanforderung lt. Managementkontrakt (= Vorabgewinnausschüttung) 6.060.000 € + Abdeckung Jahresfehlbetrag 2014 3.116.000 € - Gewinnvortrag aus 2013 440.000 € = Belastung Eigenkapital vor Rücklagenauflösung 8.736.000 € - Rücklagenauflösung für FMO-Kapitalerhöhung 3.816.000 € - Rücklagenauflösung allgemeine Gewinnrücklagen 1.896.000 € = Bilanzverlust 3.024.000 € 3. Der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014 wird zur Kenntnis genommen. Vorlagen-Nr.: V/0477/2015 Auskunft erteilt: Herr Deppe Ruf: 492 20 20 E-Mail: Deppe@stadt-muenster.de Datum: 01.06.2015 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0477/2015 4. Aufsichtsrat und Geschäftsführung der Stadtwerke Münster GmbH werden für das G e- schäftsjahr 2014 Entlastung erteilt. 5. Für die Durchführung der Abschlussprüfung des Einzel - und Konzernabschlusses der Stadt- werke Münster GmbH für das Geschäftsjahr 2015 wird die Deloitte & Touche GmbH Wir t- schaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, gewählt. Der Auftrag wird erteilt durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Gesellschaft. Begründung: Die Stadtwerke Münster GmbH ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Stadt Münster. Gemäß § 12 des Gesellschaftsvertrages unterliegt der Gesellschafterversammlung u. a. die Beschlussfa s- sung über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Verwendung des Ergebnisses, die Entlastung der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates und die Auswahl des Abschlussprüfers. Die Stadtwerke Münste r GmbH hat im Geschäftsjahr 2014 einen Jahresverlust in Höhe von 3,02 Mio. € (Vorjahresgewinn 3,37 Mio. €) erzielt. Die Umsatzerlöse erhöhen sich gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Mio. € auf 496 Mio. €. Auf der Aufwandsseite erhöhen sich die wesentlichen Aufwandsposit ionen (Personal, Material). Der Materialaufwand erhöht sich um Mio. 7,5 € auf 404,2 Mio. €. Die Personalkosten steigen um rd. 1,05 Mio. € auf rd. 6 1,3 Mio. €. Die A bschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen vermindern sich um rd. 14,1 Mio. € auf rd. 24 Mio. €. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen hingegen erhöhen sich um rd. 37,6 Mio. €. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen vermindern sich um rd. 9,7 Mio. € auf 47,4 Mio. €. Vermögenslage: Wesentliche Erhöhungen auf der Aktivseite ergeben sich be i den immaterielllen Vermögensge- genstände und Sachanlagen mit einem Zuwachs von rd. 22,2 Mio. € auf insgesamt 264 Mio. €. Dagegen sanken die Finanzanlagen um rd. 33,3 Mio. € auf 60 Mio. €. Der Kassenbestand (rd. 61,4 Mio. €) hat sich gegenüber dem Vorjahr (68,9 Mio. €) um 7,5 Mio. € vermindert. Insgesamt vermindert sich das Bilanzvermögen um rd. 22,8 Mio. €. Auf der Passivseite hat sich der Wert der Rückstellungen um rd. 19,9 Mio. € auf nu nmehr 114,9 Mio. € vermindert. Die Verbindlichkeiten sinken um rd. 8,3 Mio. € auf 182 Mio. €. Der Wirtschaftsprüfer hat der Stadtwerke Münster GmbH den uneingeschränkten Bestätigung s- vermerk am 26.05.2015 erteilt. Weitere Einzelheiten zum Jahresabschluss sind sowohl dem Geschäftsbericht 2014 als auch der als Anlage 1 beigefügten Aufsichtsratsvorlage Nr. 10/2015 der Stadtwerke Münster GmbH zu en t- nehmen. I. V. - 3 - V/0477/2015 gez. Reinkemeier Stadtkämmerer Anlage1: Vorlage des Aufsichtsrates zum Jahresabschluss 2013 mit Jahresabschluss und Lag e- bericht Anlage 2: Vorlage des Aufsichtsrates zur Bestellung des Abschlussprüfers
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (4)
- Corrensstraße
- Bertha-von-Suttner-Weg
- Rösnerstraße 13
- Nieland 20
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Details
- Aktenzeichen
- V/0477/2015
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 01.06.2015
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37