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2019/0334

Einrichtung einer Datenplattform im Rahmen des Projektes Digitalstadt Darmstadt

Magistratsvorlage 16.10.2019

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2019/0334

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2019/0334

13064 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
08.01.2020 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
 
Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat IV 
 
Amt: Amt für Interne 
Dienste  OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
I II 
III IV 
V 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2019/0334 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 111170 
Kostenstelle:  010-003-1003 Investitionsnummer:  18010-0001 
Kostenträger:  1111-71 Sachkonto: 0840010 
 
Betreff: Einrichtung einer Datenplattform im Rahmen des Projektes Digitalstadt Darmstadt  
 
Vorlage vom: 16.10.2019  
 
Beschlussvorschlag : 
 
Der Magistrat nimmt vom Vorhaben der Einführung einer Datenplattform Kenntnis.  
 
Die konkrete Umsetzung des Projekts und die notwendigen Haushaltsmittel werden im Rahmen 
einer weiteren Vorlage für die Haushaltsjahre 2021 bis einschließlich 20 26 beantragt und zur 
Beschlussfassung für die Stadtverordnetenversammlung vorgelegt.  
 
 
Anlagen:  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 03.12.2019 
 
Gründe für die Einrichtung einer Datenplattform durch die Wissenschaftsstadt 
Darmstadt 
 
Die zentrale Datenplattform soll als Basis für eine Vielzahl von Vorhaben aus dem 
Projektportfolio der Digitalstadt dienen und die Vernetzung der Akteure aus den 
beteiligten Bereichen erleichtern. Sie vereinfacht die Kommunikation zwischen 
Bürgern, Wirtschaft  und Stadt und bietet durch starke Verschlüs selung 
Datensicherheit und Vertraulichkeit. 
Im Vorfeld wurden Anwendungsfälle und Projekte aus den beteiligten Bereichen der 
Digitalstadt Darmstadt identifiziert, die auf eine Datenplattform zurückgreifen 
müssen. Ein Team aus IT Fachleuten der Stadtverwaltung und der Stadtwirtschaft hat 
die auf dem Markt verfügbaren IOT -Plattformen untersucht und für die für Darmstadt 
entscheidenden Elemente Vorgaben erstellt. Vorhandende Applikationen, die im 
Rahmen der Digitalisierung an die Datenplattform angebunden werd en sollen, sind 
insbesondere bei der Verwaltung, dem EAD und der Entega zu finden. 
Die Datenplattform betrifft als verbindendes Element alle Bereiche, die in der 
Digitalstadt Darmstadt vertreten sind. Dazu gehören Verwaltung, Handel, Gesellschaft, 
Bildung, Cybersicherheit, Sicherheit & Katastrophenschutz, Gesundheit, Mobilität, 
Umwelt, Industrie 4.0, Energie und IT -Infrastruktur. Manche dieser Bereiche sind 
hauptsächlich mit Auswertung und Analyse der Daten befasst (Bildung, Gesellschaft), 
andere überwiegen d mit der Erfassung (Mobilität, Umwelt), wiederrum andere sind 
Querschnittsfunktionen (IT-Sicherheit). 
Für alle Zielgruppen hat die gemeinsame Datenplattform den Vorteil, dass sie keine 
eigene Infrastruktur aufbauen müssen, sondern sich über vereinbarte Schnittstellen an 
die Funktionalitäten anschließen können, die sie benötigen. Dabei profitieren sie von 
den Features zur Wartung und IT-Sicherheit. 
Daten verschiedener Bereiche können nach Prüfung auf datenschutzrechtliche 
Kriterien miteinander verknüpft wer den, um Mehrwerte für alle Bereiche und die 
Bevölkerung zu generieren. 
Durch die Schaffung einer eigenen Infrastruktur wird sichergestellt, dass die 
anfallenden Daten nicht einem einzelnen Unternehmen zufallen, sondern die Hoheit 
bei der Stadt und den Bürg ern bleibt. Dies erlaubt vielfältige Kooperationen mit 
unterschiedlichen Einrichtungen (und Firmen) und sichert gleichzeitig den 
Datenschutz. 
 
Zielsetzungen der Datenplattform 
 
Die DIN SPEC "Referenzarchitekturmodell Offene Urbane Plattform"1 definiert offene 
städtische Datenplattformen als eine auf lokale Gegebenheiten angepasste 
Implementierung einer Architektur zur Integration bestehender städtischer 
Infrastrukturen, Datenspeicher und Services aus dem öffentlichen und privaten 
Bereich. Offene städtische Datenplattformen integrieren IoT-Infrastrukturen, 
ermöglichen ihren Betrieb und sammeln und verteilen Daten aus diesen und anderen 
Quellen zum Zwecke der Nutzung durch neue Anwendungen. 
 
Generelle Anforderungen an die Datenplattform sind: 
 
 Sammeln von Daten aus Bestandssystemen und IoT-Devices 
 Bereitstellung der Daten für Anwender und weiterverarbeitende Systeme 
                                                
1 Die DIN SPEC ist eine Art Vorstufe zur DIN NORM und kommt u.a. dann zur  Anwendung, wenn wie auf diesem 
Gebiet noch keine offizielle Normierung vorliegt.

- 4 - 
 Visualisierung und Aufbereitung der Daten, z.B. in Form von Dashboards 
 Bereitstellung einer Entwicklungsumgebung für Datenverarbeitung und 
ereignisgesteuerte Aktionen 
 Analyse und BigData-Auswertungsmöglichkeiten 
 Gewährleistung von Datensicherheit und Schutz vor Angriffen 
 
Diese Anforderungen können mit einer Schichtenarchitektur adressiert werden, in 
deren Kern die Infrastrukturschicht liegt, die die Bereitstellung und Weiterverarbeitung 
von umfassenden stadtrelevanten Daten ermöglicht. Basiskomponenten der 
Infrastrukturschicht umfassen diskrete (einmalig erfasste) und kontinuierliche 
Datenquellen, Datenspeicher, Datenbeschreibungen und -spezifikationen, Filter, 
Transformatoren und Aggregatoren, und orchestrierbare Dienste für den Zugriff. 
 
Die bestehende IT-Infrastruktur wird in Darmstadt bisher, wie in vielen anderen 
Städten, durch Stand-Alone-Systeme bestimmt. Die Verknüpfung dieser Systeme 
untereinander ist nicht geplant und häufig nicht möglich; stattdessen sollen diese 
Systeme nach und nach an die Datenplattform angeschlossen werden. 
Ziel der Erstellung einer Darmstädter Datenplattform ist daher eine integrierte 
Infrastruktur, die bestehende Systeme der Stadtwirtschaft und ggf. der 
Stadtverwaltung (die durch die Datenplattform nicht ersetzt werden können und 
sollen) koordiniert und mit dem entstehenden Internet der Dinge kombinieren kann. 
Um die bestehenden Systeme verbinden zu können, wird auf allen Ebenen Offenheit 
benötigt. 
 
Die wichtigsten Eigenschaften der Datenplattform sind damit 
 die Generierung übergreifender Datenflüsse durch Anbindung von 
Bestandssystemen 
 die Einbindung von IoT-Devices zur Sammlung und Analyse städtischer Daten 
 das Anbieten von Services und Analytics für Stakeholder 
 
Bei der Anbindung der Bestandssysteme muss in Hinblick auf die notwendige 
Resilienz der Systeme darauf geachtet werden, dass die bestehenden Funktionen der 
Legacy-Systeme auch bei einem Ausfall der Datenplattform weiter zur Verfügung 
stehen müssen. Die Plattform muss bestehende Infrastruktur und Komponenten 
integrieren und spätere Erweiterungen erlauben. Um diese späteren Erweiterungen zu 
erlauben, muss auf offene Standards und Schnittstellen gesetzt werden. Die 
Datenplattform kann kein "Produkt von der Stange" sein, sondern muss auf die 
Darmstädter Gegebenheiten und Anforderungen angepasst sein. 
 
 
Diese Ziele sollen durch die Realisierung der Datenplattform erreicht werden:

- 5 - 
Die in der Grafik genannten Ziele, die durch die Einführung einer Datenplattform 
erreicht werden sollen, sind im Folgenden näher beschrieben: 
 
Ökonomisch: 
 
 Ein immer größerer Anteil der wirtschaftlichen Wertschöpfung wird heute in 
wirtschaftlichen Kooperationen geschaffen. Die Datenplattform schafft die 
Grundlage für digitale Zusammenarbeit und zukunftsfähige digitale 
Wirtschaftsstrukturen und stärkt den Standort Darmstadt. 
 Über die Datenplattform können Existenzgründer und Start-Up Unternehmen 
wichtige Informationen zur Ansiedlung am Wirtschaftsstandort Darmstadt 
gewinnen und schnelle Entscheidungen treffen. 
Ökologisch: 
 
 Die Datenplattform wird wesentlich zu einer klimafreundlichen 
Stadtentwicklung und modernen Mobilität beitragen. Dies wird durch die 
Bereitstellung der hierfür notwendigen Daten ermöglicht. 
 Für die Luftreinhaltung werden über die Datenplattform wichtige Informationen 
gewonnen, um aktive Maßnahmen zu ergreifen. 
 Der Energieverbrauch von Industrie und Haushalten wird aktiv über die auf der 
Datenplattform zur Verfügung gestellten Informationen beeinflusst und die 
Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs können eingeleitet werden. 
 Bei der Einführung eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001 
[3] muss ein Unternehmen festlegen und dokumentieren, wie es die 
Energieeffizienz messbar verbessern will. Hierbei wird die Datenplattform 
wichtige Grundlagen und Informationen liefern. 
 Die Datenplattform ermöglicht eine Synchronisation zwischen dezentral 
erzeugten erneuerbaren Energien mit den Verbrauchern vor Ort, wodurch mehr 
erneuerbare Energie ins Netz eingespeist und die Anzahl der Netzengpässe 
vermindert wird. 
 
Sozial: 
 
 Die Einrichtung der Datenplattform wird dazu beitragen, dass Bürgerinnen und 
Bürger stärker am öffentlichen Leben teilhaben können, weil ihnen eine 
aktuelle, breitbandige Informationsbasis zur Verfügung steht. 
 Durch die Datenplattform wird der soziale Zusammenhalt gefördert werden, 
dies wird durch die Bereitstellung von aktuellen Informationen und 
Bürgerbeteiligungsportalen erreicht. 
 Die Datenplattform wird auch Informationen zum Gesundheitswesen zur 
Verfügung stellen. 
 Die öffentliche Sicherheit wird durch Integration und Bereitstellung von 
Diensten für die Ordnungsbehörden erhöht. 
 Die Lebensqualität in Darmstadt wird durch die vielfältigen Einsatzgebiete und 
Anwendungen im Zusammenhang mit der Datenplattform verbessert.

- 6 - 
 
Die Ausschreibung der "Datenplattform" wurde in 2 Losen durchgeführt.  
 
Los 1: Dienstleistung und Betrieb der Datenplattform 
Vergabe an COUNT + CARE GmbH & Co. KG 
 
Los 2: Technische Umsetzung der Datenplattform 
Vergabe an ekom21 Hessen 
 
Das Projekt Datenplattform gliedert sich in zwei Phasen: 
 
1. Implementierungsphase: 
 
Diese soll zum 01.12.2019 beginnen und endet zum 31.12.2020. 
Für diese Phase stehen für die Finanzierung insgesamt 800.000,00 € als 
Fördermittel vom Land Hessen zur Verfügung. Die Implementierungsphase dient 
zur Realisierung der bereits geplanten Projekte in den Bereichen Verkehr, Umwelt 
und Abfallwirtschaft. Gleichzeitig wird evaluiert, ob die gesetzten Ziele der 
Datenplattform erreicht werden, umso entscheiden zu können ob der weitere 
Betrieb der Datenplattform aus Sicht der Wissenschaftsstadt Darmstadt sinnvoll 
ist. 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt muss zwei Monate vor dem offiziellen Ende der 
Implementierungsphase entscheiden, ob die Datenplattform weiter betrieben wird. 
 
 
2. Betriebsphase: 
 
Die Betriebsphase ist optional und soll zum 01.01.2021 beginnen, sofern dieser 
durch die entsprechende Beschlussfassung der städtischen Gremien zugestimmt 
wurde. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt beauftragt danach die Betriebsphase für 
zunächst 36 Monate. Danach kann der Vertrag jährlich verlängert werden. 
 
Ab dem 01.01.2021 müssen die notwendigen Finanzierungsmittel für die 
Haushaltsjahre 2021 bis einschließlich 2026, die aus der Vergabe für Los 1 und 
Los 2 entstehen, geplant und zur Verfügung gestellt werden.

- 7 - 
 
 
Kostenübersicht Datenplattform Digitalstadt Darmstadt 
              
LOS 1: Ergebnis   COUNT + CARE GmbH & Co. KG 
Dienstleistungen für den Betrieb der Datenplattform in der 
Implementierungsphase und den lfd. Betrieb 
2021 2022 2023 2024 2025 2026 Gesamt 
282.000 € 282.000 € 282.000 € 282.000 € 282.000 € 282.000 € 1.692.000 € 
              
LOS 2: Ergebnis   ekom21 
Datenplattform Digitalstadt 
    
       2021 2022 2023 2024 2025 2026 Gesamt 
565.000 € 579.000 € 594.000 € 609.000 € 623.000 € 638.000 € 3.608.000 € 
       Gesamt netto LOS1 und LOS2  
   
5.300.000 € 
zzgl. 19 % MwSt    . 1.007.000 € 
       Gesamtaufwand brutto für den Zeitraum 2021 bis 2026 6.307.000 €

- 8 - 
 
Kostendifferenzierung Datenplattform Digitalstadt Darmstadt 
    Implementierungphase 2019 - 2020 
  2019 2020 
LOS 1               - €                - €  (Finanzierung erfolgt über Fördermittel 
 des Landes Hessen) LOS 2               - €                - €  
         
Betriebsphase I 2021 – 2022 Vertragslaufzeit 24 Monate 
 
  2021 2022 2023 Gesamt 
LOS 1 282.000 € 282.000 € 282.000 € 846.000 € 
LOS 2 565.000 € 579.000 € 595.000 €  1.739.000 € 
Gesamtsumme netto 2021 – 2022 Betriebsphase I 2.585.000  € 
zzgl. 19 % MwSt. 491.150 € 
Gesamtsumme brutto 2021 – 2022 Betriebsphase I 3.076.150 € 
     Betriebsphase II ab 2024 Laufzeit 12 Monate mit Option dreimal jährlich zu verlängern 
  2024 2025 2026 
LOS 1 282.000 € 282.000 € 282.000 € 
LOS 2 609.000 € 623.000 € 638.000 € 
Gesamt netto / Jahr 891.000 € 905.000 € 920.000 € 
Zzgl. 19 % 169.290 € 171.950 € 174.800 € 
    
Gesamt brutto / Jahr 1.060.290 € 1.076.950 € 1.094.800 € 
 
 
 
 
Darmstadt, den 03.12.2019  
 
 
Dezernat I Dezernat IV 
  
  
  
Jochen Partsch  André Schellenberg  
Oberbürgermeister  Stadtkämmerer

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196 Zeichen

Punkt 16: Einrichtung einer Datenplattform im Rahmen des Projektes Digitalstadt 
Darmstadt 
- Kenntnisnahme - 
 (V-Nr. 2019/0334) 
 
Die Stadtverordnetenversammlung nimmt die Vorlage zur Kenntnis.

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177 Zeichen

Punkt 3: Einrichtung einer Datenplattform im Rahmen des Projektes Digitalstadt 
Darmstadt 
 (V-Nr. 2019/0334) 
. Kenntnisnahme - 
 
Der Ausschuss nimmt von der Vorlage Kenntnis.

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13132 Zeichen

- 2 - 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
08.01.2020 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
 
Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat IV 
 
Amt: Amt für Interne 
Dienste  OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
I 10.3 
II III  
IV 20 
V 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2019/0334 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
14 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 111170 
Kostenstelle: 010-003-1003 Investitionsnummer: 18010-0001 
Kostenträger: 1111-71 Sachkonto: 0840010 
 
Betreff: Einrichtung einer Datenplattform im Rahmen des Projektes Digitalstadt Darmstadt  
 
Vorlage vom: 16.10.2019 
 
Beschlussvorschlag: 
 
Der Magistrat nimmt vom Vorhaben der Einführung einer Datenplattform Kenntnis.  
 
Die konkrete Umsetzung des Projekts und die notwendigen Haushaltsmittel werden im Rahmen 
einer weiteren Vorlage für die Haushaltsjahre 2021 bis einschließlich 2026 beantragt und zur 
Beschlussfassung für die Stadtverordnetenversammlung vorgelegt.  
 
 
Anlagen:

- 3 - 
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom 15.01.2020 
 
Der Magistrat nimmt die Vorlage zur Kenntnis.

- 4 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 03.12.2019  
 
Gründe für die Einrichtung einer Datenplattform durch die Wissenschaftsstadt 
Darmstadt 
 
Die zentrale Datenplattform soll als Basis für eine Vielzahl von Vorhaben aus dem 
Projektportfolio der Digitalstadt dienen und die Vernetzung der Akteure aus den 
beteiligten Bereichen erleichtern. Sie vereinfacht die Kommunikation zwischen 
Bürgern, Wirtschaft  und Stadt und bietet durch starke Verschlüsselung 
Datensicherheit und Vertraulichkeit. 
Im Vorfeld wurden Anwendungsfälle und Projekte aus den beteiligten Bereichen der 
Digitalstadt Darmstadt identifiziert, die auf eine Datenplattform zurückgreifen 
müssen. Ein Team aus IT Fachleuten der Stadtverwaltung und der Stadtw irtschaft hat 
die auf dem Markt verfügbaren IOT -Plattformen untersucht und für die für Darmstadt 
entscheidenden Elemente Vorgaben erstellt. Vorhandende Applikationen, die im 
Rahmen der Digitalisierung an die Datenplattform angebunden werden sollen, sind 
insbesondere bei der Verwaltung, dem EAD und der Entega zu finden. 
Die Datenplattform betrifft als verbindendes Element alle Bereiche, die in der 
Digitalstadt Darmstadt vertreten sind. Dazu gehören Verwaltung, Handel, Gesellschaft, 
Bildung, Cybersicherheit, Sicherheit & Katastrophenschutz, Gesundheit, Mobilität, 
Umwelt, Industrie 4.0, Energie und IT -Infrastruktur. Manche dieser Bereiche sind 
hauptsächlich mit Auswertung und Analyse der Daten befasst (Bildung, Gesellschaft), 
andere überwiegend mit der Erfassun g (Mobilität, Umwelt), wiederrum andere sind 
Querschnittsfunktionen (IT-Sicherheit). 
Für alle Zielgruppen hat die gemeinsame Datenplattform den Vorteil, dass sie keine 
eigene Infrastruktur aufbauen müssen, sondern sich über vereinbarte Schnittstellen an 
die Funktionalitäten anschließen können, die sie benötigen. Dabei profitieren sie von 
den Features zur Wartung und IT-Sicherheit. 
Daten verschiedener Bereiche können nach Prüfung auf datenschutzrechtliche 
Kriterien miteinander verknüpft werden, um Mehrwerte für alle Bereiche und die 
Bevölkerung zu generieren. 
Durch die Schaffung einer eigenen Infrastruktur wird sichergestellt, dass die 
anfallenden Daten nicht einem einzelnen Unternehmen zufallen, sondern die Hoheit 
bei der Stadt und den Bürgern bleibt. Dies e rlaubt vielfältige Kooperationen mit 
unterschiedlichen Einrichtungen (und Firmen) und sichert gleichzeitig den 
Datenschutz. 
 
Zielsetzungen der Datenplattform 
 
Die DIN SPEC "Referenzarchitekturmodell Offene Urbane Plattform"1 definiert offene 
städtische Datenplattformen als eine auf lokale Gegebenheiten angepasste 
Implementierung einer Architektur zur Integration bestehender städtischer 
Infrastrukturen, Datenspeicher und Services aus dem öffentlichen und privaten 
Bereich. Offene städtische Datenplattformen integrieren IoT-Infrastrukturen, 
ermöglichen ihren Betrieb und sammeln und verteilen Daten aus diesen und anderen 
Quellen zum Zwecke der Nutzung durch neue Anwendungen. 
 
Generelle Anforderungen an die Datenplattform sind: 
 
 Sammeln von Daten aus Bestandssystemen und IoT-Devices 
                                                
1 Die DIN SPEC ist eine Art Vorstufe zur DIN NORM und kommt u.a. dann zur Anwendung, wenn wie auf diesem 
Gebiet noch keine offizielle Normierung vorliegt.

- 5 - 
 Bereitstellung der Daten für Anwender und weiterverarbeitende Systeme 
 Visualisierung und Aufbereitung der Daten, z.B. in Form von Dashboards 
 Bereitstellung einer Entwicklungsumgebung für Datenverarbeitung und 
ereignisgesteuerte Aktionen 
 Analyse und BigData-Auswertungsmöglichkeiten 
 Gewährleistung von Datensicherheit und Schutz vor Angriffen 
 
Diese Anforderungen können mit einer Schichtenarchitektur adressiert werden, in 
deren Kern die Infrastrukturschicht liegt, die die Bereitstellung und Weiterverarbeitung 
von umfassenden stadtrelevanten Daten ermöglicht. Basiskomponenten der 
Infrastrukturschicht umfassen diskrete (einmalig erfasste) und kontinuierliche 
Datenquellen, Datenspeicher, Datenbeschreibungen und -spezifikationen, Filter, 
Transformatoren und Aggregatoren, und orchestrierbare Dienste für den Zugriff. 
 
Die bestehende IT-Infrastruktur wird in Darmstadt bisher, wie in vielen anderen 
Städten, durch Stand-Alone-Systeme bestimmt. Die Verknüpfung dieser Systeme 
untereinander ist nicht geplant und häufig nicht möglich; stattdessen sollen diese 
Systeme nach und nach an die Datenplattform angeschlossen werden. 
Ziel der Erstellung einer Darmstädter Datenplattform ist daher eine integrierte 
Infrastruktur, die bestehende Systeme der Stadtwirtschaft und ggf. der 
Stadtverwaltung (die durch die Datenplattform nicht ersetzt werden können und 
sollen) koordiniert und mit dem entstehenden Internet der Dinge kombinieren kann. 
Um die bestehenden Systeme verbinden zu können, wird auf allen Ebenen Offenheit 
benötigt. 
 
Die wichtigsten Eigenschaften der Datenplattform sind damit 
 die Generierung übergreifender Datenflüsse durch Anbindung von 
Bestandssystemen 
 die Einbindung von IoT-Devices zur Sammlung und Analyse städtischer Daten 
 das Anbieten von Services und Analytics für Stakeholder 
 
Bei der Anbindung der Bestandssysteme muss in Hinblick auf die notwendige 
Resilienz der Systeme darauf geachtet werden, dass die bestehenden Funktionen der 
Legacy-Systeme auch bei einem Ausfall der Datenplattform weiter zur Verfügung 
stehen müssen. Die Plattform muss bestehende Infrastruktur und Komponenten 
integrieren und spätere Erweiterungen erlauben. Um diese späteren Erweiterungen zu 
erlauben, muss auf offene Standards und Schnittstellen gesetzt werden. Die 
Datenplattform kann kein "Produkt von der Stange" sein, sondern muss auf die 
Darmstädter Gegebenheiten und Anforderungen angepasst sein. 
 
 
Diese Ziele sollen durch die Realisierung der Datenplattform erreicht werden:

- 6 - 
 
Die in der Grafik genannten Ziele, die durch die Einführung einer Datenplattform 
erreicht werden sollen, sind im Folgenden näher beschrieben: 
 
Ökonomisch: 
 
 Ein immer größerer Anteil der wirtschaftlichen Wertschöpfung wird heute in 
wirtschaftlichen Kooperationen geschaffen. Die Datenplattform schafft die 
Grundlage für digitale Zusammenarbeit und zukunftsfähige digitale 
Wirtschaftsstrukturen und stärkt den Standort Darmstadt. 
 Über die Datenplattform können Existenzgründer und Start-Up Unternehmen 
wichtige Informationen zur Ansiedlung am Wirtschaftsstandort Darmstadt 
gewinnen und schnelle Entscheidungen treffen. 
Ökologisch: 
 
 Die Datenplattform wird wesentlich zu einer klimafreundlichen 
Stadtentwicklung und modernen Mobilität beitragen. Dies wird durch die 
Bereitstellung der hierfür notwendigen Daten ermöglicht. 
 Für die Luftreinhaltung werden über die Datenplattform wichtige Informationen 
gewonnen, um aktive Maßnahmen zu ergreifen. 
 Der Energieverbrauch von Industrie und Haushalten wird aktiv über die auf der 
Datenplattform zur Verfügung gestellten Informationen beeinflusst und die 
Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs können eingeleitet werden. 
 Bei der Einführung eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001 
[3] muss ein Unternehmen festlegen und dokumentieren, wie es die 
Energieeffizienz messbar verbessern will. Hierbei wird die Datenplattform 
wichtige Grundlagen und Informationen liefern. 
 Die Datenplattform ermöglicht eine Synchronisation zwischen dezentral 
erzeugten erneuerbaren Energien mit den Verbrauchern vor Ort, wodurch mehr 
erneuerbare Energie ins Netz eingespeist und die Anzahl der Netzengpässe 
vermindert wird. 
 
Sozial: 
 
 Die Einrichtung der Datenplattform wird dazu beitragen, dass Bürgerinnen und 
Bürger stärker am öffentlichen Leben teilhaben können, weil ihnen eine 
aktuelle, breitbandige Informationsbasis zur Verfügung steht.

- 7 - 
 Durch die Datenplattform wird der soziale Zusammenhalt gefördert werden, 
dies wird durch die Bereitstellung von aktuellen Informationen und 
Bürgerbeteiligungsportalen erreicht. 
 Die Datenplattform wird auch Informationen zum Gesundheitswesen zur 
Verfügung stellen. 
 Die öffentliche Sicherheit wird durch Integration und Bereitstellung von 
Diensten für die Ordnungsbehörden erhöht. 
 Die Lebensqualität in Darmstadt wird durch die vielfältigen Einsatzgebiete und 
Anwendungen im Zusammenhang mit der Datenplattform verbessert.

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Die Ausschreibung der "Datenplattform" wurde in 2 Losen durchgeführt.  
 
Los 1: Dienstleistung und Betrieb der Datenplattform 
Vergabe an COUNT + CARE GmbH & Co. KG 
 
Los 2: Technische Umsetzung der Datenplattform 
Vergabe an ekom21 Hessen 
 
Das Projekt Datenplattform gliedert sich in zwei Phasen: 
 
1. Implementierungsphase: 
 
Diese soll zum 01.12.2019 beginnen und endet zum 31.12.2020. 
Für diese Phase stehen für die Finanzierung insgesamt 800.000,00 € als 
Fördermittel vom Land Hessen zur Verfügung. Die Implementierungsphase dient 
zur Realisierung der bereits geplanten Projekte in den Bereichen Verkehr, Umwelt 
und Abfallwirtschaft. Gleichzeitig wird evaluiert, ob die gesetzten Ziele der 
Datenplattform erreicht werden, umso entscheiden zu können ob der weitere 
Betrieb der Datenplattform aus Sicht der Wissenschaftsstadt Darmstadt sinnvoll 
ist. 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt muss zwei Monate vor dem offiziellen Ende der 
Implementierungsphase entscheiden, ob die Datenplattform weiter betrieben wird. 
 
 
2. Betriebsphase: 
 
Die Betriebsphase ist optional und soll zum 01.01.2021 beginnen, sofern dieser 
durch die entsprechende Beschlussfassung der städtischen Gremien zugestimmt 
wurde. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt beauftragt danach die Betriebsphase für 
zunächst 36 Monate. Danach kann der Vertrag jährlich verlängert werden. 
 
Ab dem 01.01.2021 müssen die notwendigen Finanzierungsmittel für die 
Haushaltsjahre 2021 bis einschließlich 2026, die aus der Vergabe für Los 1 und 
Los 2 entstehen, geplant und zur Verfügung gestellt werden.

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Kostenübersicht Datenplattform Digitalstadt Darmstadt  
              
LOS 1: Ergebnis   COUNT + CARE GmbH & Co. KG 
Dienstleistungen für den Betrieb der Datenplattform in der 
Implementierungsphase und den lfd. Betrieb 
2021 2022 2023 2024 2025 2026 Gesamt 
282.000 € 282.000 € 282.000 € 282.000 € 282.000 € 282.000 € 1.692.000 € 
              
LOS 2: Ergebnis   ekom21 
Datenplattform Digitalstadt 
    
       2021 2022 2023 2024 2025 2026 Gesamt 
565.000 € 579.000 € 594.000 € 609.000 € 623.000 € 638.000 € 3.608.000 € 
       Gesamt netto LOS1 und LOS2  
   
5.300.000 € 
zzgl. 19 % MwSt    . 1.007.000 € 
       Gesamtaufwand brutto für den Zeitraum 2021 bis 2026 6.307.000 €

Kostendifferenzierung Datenplattform Digitalstadt Darmstadt  
    Implementierungphase 2019 - 2020 
  2019 2020 
LOS 1               - €                - €  (Finanzierung erfolgt über Fördermittel 
 des Landes Hessen) LOS 2               - €                - €  
         
Betriebsphase I 2021 – 2022 Vertragslaufzeit 24 Monate 
 
  2021 2022 2023 Gesamt 
LOS 1 282.000 € 282.000 € 282.000 € 846.000 € 
LOS 2 565.000 € 579.000 € 595.000 €  1.739.000 € 
Gesamtsumme netto 2021 – 2022 Betriebsphase I 2.585.000  € 
zzgl. 19 % MwSt. 491.150 € 
Gesamtsumme brutto 2021 – 2022 Betriebsphase I 3.076.150 € 
     Betriebsphase II ab 2024 Laufzeit 12 Monate mit Option dreimal jährlich zu verlängern 
  2024 2025 2026 
LOS 1 282.000 € 282.000 € 282.000 € 
LOS 2 609.000 € 623.000 € 638.000 € 
Gesamt netto / Jahr 891.000 € 905.000 € 920.000 € 
Zzgl. 19 % 169.290 € 171.950 € 174.800 € 
    
Gesamt brutto / Jahr 1.060.290 € 1.076.950 € 1.094.800 € 
 
 
 
 
Darmstadt, den 03.12.2019 
 
 
Dezernat I Dezernat IV 
  
  
  
Jochen Partsch André Schellenberg 
Oberbürgermeister Stadtkämmerer

anlage 2

159 Zeichen

Punkt 13: Einrichtung einer Datenplattform im Rahmen des Projektes Digitalstadt 
Darmstadt 
 (V-Nr. 2019/0334) 
 
Der Ausschuss nimmt von der Vorlage Kenntnis.

Beratungsverlauf (4)

TOP 3
TOP 13
TOP 14
TOP 16 zur Kenntnis

Details

Vorlagen-Nr.
2019/0334
Typ
Magistratsvorlage
Datum
16.10.2019
Erstellt
29.09.2026 00:00