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4360/2019

Förderung der Antirassismus-Arbeit / 1. Zuwendung 2020

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 03.01.2020

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Anlage 1_2020

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Ansehen

Beschlussvorlage Rat

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Anlage 1_2020

6622 Zeichen

Anlage 1 
1. „Stärkung des Kölner Forums gegen Rassismus und Diskriminierung durch eine Hilfs-
kraft“ 
Mit dem Forum besteht in Köln ein guter und schlagkräftiger Zusammenschluss zivilge-
sellschaftlicher und institutioneller Akteurinnen und Akteure. Ohne die Unterstützung ei-
ner Assistenzkraft auf 450,- €-Basis ist die Arbeit mit dem stetig wachsenden administra-
tiven Aufwand –sowie der wachsenden Mitgliedsanfragen- für die Sprecherinnen, die 
diese Arbeit ehrenamtlich verrichten, nicht mehr zu bewältigen.  
Durch die weitere Bezuschussung dieser Stelle (Gehalt zzgl. Abgaben an die Minijob-
Zentrale) sollen die verschiedenen Arbeitsgruppen und Aktionen des Forums (z. B. Akti-
on „Internationaler Tag gegen Rassismus“) unterstützt und die Öffentlichkeitsarbeit 
(Homepage, Flyer) weiter vorangetrieben werden. 
Antragsteller: Pamoja Afrika e.V. 
Fördersumme: 7782,00 Euro  
 
2. „Die Dritte Welle - Welche Zukunft hat die Demokratie?“ 
Eine immersive und interaktive Theaterperformance für Jugendliche, basierend auf dem 
Experiment DIE DRITTE WELLE von Ron Jones soll die Demokratische Teilhabe von 
Jugendlichen, die Identifikation mit demokratischen Grundwerten und die Förderung ei-
nes gemeinschaftlichen Zusammenlebens thematisieren. Im Zentrum des Projektes steht 
die biografische Theaterarbeit mit begleitenden Workshops, die sich mit folgenden Fra-
gestellungen beschäftigen: ‚Wie begegnet man aufkeimenden Rassismus und Nationa-
lismus?‘ und ‚Wie kann eine erfolgreiche politische und kulturelle Teilhabe von jungen 
Erwachsenen aussehen.‘ Parallel soll ein Social Media Account angelegt und bearbeitet 
werden, der mit Inhalten in Bezug auf die Kernthemen der Theaterperformance bespielt 
wird.  
Die erlernten Handlungsmöglichkeiten sollen die Teilnehmer*innen befähigen nach dem 
Projekt als Multiplikator*innen in ihren jeweiligen Lebenswelten zu fungieren. 
Es wird eine Zusammenarbeit mit Schüler*innen, mit und ohne Migrationshintergrund, 
von verschiedenen Kölner Schulen angestrebt. Die Teilnehmer*innen treffen im Rahmen 
der Workshops auf Zeitzeugen aus der Zeit des Nationalsozialismus. 
The Beautiful Minds e.V. 
Fördersumme: 5.000,00 Euro 
 
3. „Awareness als Methode gegen Alltagsrassismus“ 
Awareness ist ein Konzept, das sich gegen jede Form von Grenzverletzung, Gewalt und 
Diskriminierung in der Öffentlichkeit, aber auch z.B. bei Veranstaltungen, Interviews, Dis-
kussionsrunden etc. stellt. Das Konzept sieht vor, dass im Fall von Grenzverletzungen 
die Betroffenen entsprechend unterstützt werden. 
So bedarf z.B. insbesondere die Konzeption von diskriminierungssensiblen Veranstaltun-
gen einer hohen Achtsamkeit und eines weitgehenden Verantwortungsbewusstseins sei-
tens der Organisierenden, damit die Teilnehmenden sich sicher und wohl fühlen können. 
Das beinhaltet auch, dass Räume geschaffen werden, in denen auf gegenseitigen Res-
pekt geachtet wird. Da offene Räume (open spaces) jedoch niemals frei sind von rassis-
tischem Verhalten und anderen Grenzverletzungen wie etwa gewaltsamer Sprache, wird 
der Einsatz von Awareness- Konzepten und Personen immer bedeutsamer.  
Für den Internationalen Tag gegen Rassismus plant das Forum gegen Rassismus und 
Diskriminierung eine Veranstaltung mit der Fragestellung „Wie kann das Awarenesskon-
zept als Methode gegen Alltagsrassismus genutzt werden?“.  
Im beantragten Projekt soll Awareness als Methode gegen Rassismus vorgestellt und ei-
ne entsprechende praktische Umsetzung mit den Teilnehmenden zusammen erarbeitet 
werden.

Antragsteller: Deutsch-Türkischer Verein Köln e.V. 
Fördersumme: 4.000,00 Euro 
 
4. Wettbewerb „Dissen, mit mir nicht! Kreativ gegen Rassismus und Diskriminierung“ 
In den Beratungen der Antidiskriminierungsbüros berichten Eltern und Schülerinnen und 
Schüler immer wieder von Diskriminierungserfahrungen und Rassismus an Kölner Schu-
len und anderen Bildungseinrichtungen. Ziel des Wettbewerbs ist es, dass das Thema im 
Unterricht und in den Jugendeinrichtungen aufgegriffen wird, um Jugendliche und Kinder, 
aber auch Lehrerinnen und Lehrer und Akteurinnen und Akteure in Jugendeinrichtungen 
sowie die Kölner Öffentlichkeit zu sensibilisieren. Außerdem soll den Kindern und Ju-
gendlichen der Raum gegeben werden, über eigene Erfahrungen zu berichten, Lösungs-
strategien vorzuschlagen und /oder andere Kinder und Jugendlich zu empowern.  
Antragsteller: Caritasverband für die Stadt Köln e.V.  
Fördersumme: 2.000,00 Euro  
5. „Stark und aktiv gegen Alltagsrassismus in Köln“ 
Parallel zu der Veranstaltung des Forums gegen Rassismus und Diskriminierung soll am 
21.März 2020 zum Internationalen Tag gegen Rassismus eine öffentlichkeitswirksame 
Aktion, bestehend aus drei Teilen, angeboten werden:  
a. Es soll ein Sensibilisierungstraining von jungen Menschen mit und ohne Flucht- und 
Migrationsgeschichte zur Erarbeitung von 10 Tipps gegen Alltagsrassismus stattfin-
den.  
b. Im Anschluss sollen A0 Plakate und Flyer mit den entwickelten 10 Tipps gegen Ras-
sismus erstellt werden.  
c. Mit Hilfe dieser Materialien sollen Passantinnen und Passanten in der Kölner Innen-
stadt (Schildergasse) sensibilisiert werden und erhalten konkrete Tipps, wie sie sich 
engagieren und /oder sich persönlich besser vor Alltagsrassismus schützen können.  
Antragsteller: IN VIA Kath. Verband Köln e.V.  
Fördersumme:1.993,00 Euro  
 
6. „Stärke deine Haltung gegen Diskriminierung!-ein ganzheitlicher Ansatz“ 
In der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklung verschieben sich die Grenzen des Sagba-
ren immer deutlicher und Sprache, und damit der Umgang miteinander, droht zunehmend 
zu verrohen.  
Im beantragten Workshop soll es das Ziel sein, zum Widerspruch zu ermuntern und die-
jenigen zu stärken, die ausgrenzende, diskriminierende Verhaltensweisen nicht aushalten 
und kommentarlos stehen lassen möchten. Dadurch sollen von Diskriminierung Betroffe-
ne unterstützt und Diskriminierende zum Nachdenken angeregt oder zumindest in ihre 
Schranken verwiesen werden.  
Mithilfe des Workshops sollen Argumentationsstrategien und passende Körpersprache 
gestärkt werden. Die Workshops bedienen verschiedene interaktive Methoden (u.a. Anti-
bias Ansatz) und Yogaelemente, die zur Selbstreflexion anregen. Inhaltliche Input werden 
mit Übungen zu Rollenspielen, Atemtechniken und Diskussionsrunden abgestimmt. Ba-
sierend auf einem ganzheitlichen Ansatz geht es darum, die innere und äußere Haltung 
zu stabilisieren und in alltäglichen Situationen, sei es am Arbeitsplatz, in der Bahn oder 
an der Supermarktkasse reagieren zu können.  
Antragsteller: Welcome Dinner e.V. 
Fördersumme: 2.000,00 Euro

Beschlussvorlage Rat

6097 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
OB/16/162 
 
Vorlagen-Nummer 
 4360/2019 
Freigabedatum 
03.01.2020  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Förderung der Antirassismus-Arbeit / 1. Zuwendung 2020 
Beschlussorgan 
Rat 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Rat der Stadt Köln beschließt die Förderung von Antirassismusarbeit wie folgt: 
1. Stärkung des Kölner Forums gegen Rassismus und Diskriminierung durch eine Assistenzkraft  
Antragsteller: Pamoja Afrika e.V. 
Fördersumme: 7.782,00 Euro  
2. „Die Dritte Welle-Welche Zukunft hat die Demokratie?“ 
Antragsteller: The Beautiful Minds e.V. 
Fördersumme: 5.000,00 Euro 
3. Awareness als Methode gegen Alltagsrassismus“ 
Antragsteller: Deutsch-Türkischer Verein Köln e.V. 
Fördersumme: 4.000,00 Euro 
4. Wettbewerb „Dissen, mit mir nicht! Kreativ gegen Rassismus und Diskriminierung“ 
Antragsteller: Caritasverband für die Stadt Köln e.V.  
Fördersumme: 2.000,00 Euro  
5. „Stark und aktiv gegen Alltagsrassismus in Köln“ 
Antragsteller: IN VIA Kath. Verband Köln e.V.  
Fördersumme:1.993,00 Euro  
6. „Stärke deine Haltung gegen Diskriminierung!-ein ganzheitlicher Ansatz“ 
Antragsteller: Welcome Dinner e.V. 
Fördersumme: 2.000,00 Euro 
 
Die Gesamtsumme der aufgelisteten Projektanträge beträgt 22.775,00 €. 
Die verbleibenden Mittel für 2020 in Höhe von 27.225,00 € werden in weiteren Schritten vergeben. 
 
 
Integrationsrat 14.01.2020 
Ausschuss Soziales und Senioren 16.01.2020 
Finanzausschuss 20.01.2020 
Rat 06.02.2020

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 Ja, investiv Investitionsauszahlungen         € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            % 
 Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme  22.775 € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            % 
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
c) bilanzielle Abschreibungen         € 
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Erträge          € 
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten         € 
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
Beginn, Dauer        
 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
Begründung 
Seit über 13 Jahren fördert die Stadt Köln Maßnahmen aus den Mitteln für Antirassismustraining. Im 
Fokus stehen dabei die Förderung demokratischer Teilhabe und eines vielfältigen, gewaltfreien und 
demokratischen Miteinanders.  
Die aktuell in der Öffentlichkeit sehr polarisierend geführten Debatten um Neuzuwanderung und Mig-
ration zeigen, dass eine zunehmende Sensibilität gegenüber den unterschiedlichen Erscheinungs-
formen von Rassismus und Diskriminierung besteht und daher die Notwendigkeit der Durchführung 
solcher Maßnahmen weiterhin sehr hoch bleibt. Positiv zu bewerten ist, dass seitens der Antragsteller 
innovative Maßnahmen in Form von Präventions- und Empowermentprojekten angeboten werden, die 
eine große inhaltliche, methodische und kreative Vielfalt der Methoden aufweisen. 
Im Haushaltsjahr 2020 stehen insgesamt 50.000 € für Antirassismus-Projekte zur Verfügung. 
Die Aufwendungen sind im Haushaltsplan 2020/2021, Teilergebnisplan 0504 – Freiwillige Sozialleis-
tungen und Diversity bei Teilplanzeile 15 – Transferaufwendungen, veranschlagt. 
Die jetzt beantragten Maßnahmen zielen auf die Sensibilisierung und Befähigung von unterschiedli-
chen gesellschaftlichen Gruppen, gegen Rassismus und ethnische Diskriminierung tätig zu werden, 
sowie auf die Stärkung (Empowerment) diskriminierter Gruppen. Mit der Stärkung des Forums gegen 
Rassismus und Diskriminierung können wahrgenommene Ressourcen konkreter in der praktischen 
Angebotsgestaltungen berücksichtigt werden.

3 
Von den vorgeschlagenen Projekten wird eine präventive Wirkung gegen Rassismus und Diskriminie-
rung in Köln erwartet. Die Maßnahmen werden als Schritt auf dem Weg zur Umsetzung des Kölner 
Konzeptes zur Stärkung der integrativen Stadtgesellschaft gewertet.  
Die Förderung erfolgt mit der Auflage, dass die Antragstellerinnen in einem kurzen Erfahrungsbericht 
die erzielte und längerfristig erwartete Wirkung der Maßnahme darstellen, sowie ggfls. erarbeitete 
Materialien im Sinne der Nachhaltigkeit für interessierte Kölner Akteurinnen und Akteure zur Verfü-
gung stellen.  
Bis Ende 2019 wurden die Mittel aus dem Fördertopf „ Antirassismus-Training“ über das Jahr verteilt 
beantragt und nach entsprechenden politischen Beschlüssen vergeben. Ab dem Jahr 2020 erfolgen 
Antragstellung und Vergabe nach der „Richtlinie zur Förderung rassismuskritischer Projekte zur Stär-
kung von Demokratie und Akzeptanz”, die als Vorlage Nr. 3187/2019 in der ersten Beratungsfolge 
des Jahres 2020 zur Abstimmung steht. Die Mittel werden hiernach in 2 Schritten, jeweils einmal im 
ersten und einmal im zweiten Halbjahr, vergeben.  
Formal und inhaltlich wurde die Richtlinie bei der vorliegenden Entscheidung bereits berücksichtigt, 
weil bislang eine solche Grundlage nicht bestand. Mit einer Verabschiedung der Richtlinie vor Be-
handlung der Vergabevorlage kann gerechnet werden. 
Die vorgesehene Beratungsfolge ergibt sich aus dem § 22 (§§ 27 i.V.m. 126 GO) Absatz 7 der 
Hauptsatzung der Stadt Köln in der vom Rat der Stadt Köln am 15.03.2016 beschlossenen Fassung:  
 
Begründung der Dringlichkeit: 
Die Dringlichkeit ergibt sich insbesondere aufgrund der Termine der geplanten Maßnahmen und der 
großen Zeitspanne zwischen der ersten und der zweiten Beratungsfolge im Jahr 2020. 
Aufgrund der Verzögerung der Erarbeitung der Richtlinie als auch der neuen Antragsformulare war es 
der Verwaltung zeitlich nicht möglich, die Beschlussvorlage fristgerecht nach eingehender Prüfung 
der Anträge den Gremien zur Entscheidung vorzulegen. 
Ab der zweiten Jahreshälfte 2020 werden ausreichend Vorlauffristen eingeräumt, so dass mit einer 
Verfristung der zukünftigen Vorlagen nicht mehr gerechnet werden muss. 
 
Anlage

Beratungsverlauf (4)

14.01.2020 Integrationsrat
TOP 8.4 Vorberatung (Fachausschuss)
Zur Sitzung
16.01.2020 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 4.5 Vorberatung (Fachausschuss)

Beschluss: ungeändert empfohlen

Zur Sitzung
03.02.2020 Finanzausschuss
TOP 10.14 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
06.02.2020 Rat
TOP 10.12 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
4360/2019
Typ
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
Datum
03.01.2020
Erstellt
15.12.2019 13:39