Mandari Insight

A-R/0064/2020

Elternumfrage zur Umsetzung der Inklusion in Münsters Schulen

Antrag an den Rat 18.08.2020

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 26.08.2020, TOP 66.25

a-r-0064-2020-Antrag Inklusion

· application/pdf

Ansehen

a-r-0064-2020-Antrag Inklusion

4044 Zeichen

Antrag an den Rat A-R/0064/2020 
 
 
Ratsantrag 
 
Elternumfrage zur Umsetzung der Inklusion in 
Münsters Schulen  
 
 Münster, 18.08.2020 
 
Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: 
 
1. Die Verwaltung lässt unter den Eltern der Schulkinder aller Schulformen (auch 
Förderschulen) eine anonyme Umfrage zu ihren Erfahrungen bei der Umsetzung der 
Inklusion in Münster durchführen. 
 
2. Ziel der Bestandsaufnahme ist die Identifizierung von Fortschritten, Hindernissen und 
Lösungsbedarfen in bestimmten Handlungsfeldern, um die Umsetzung der Inklusion 
auf dieser Grundlage bewerten zu können. 
 
3. Bestandteile der Umfrage sollen u.a. sein:  
- Fragen zur Wahrnehmung der Lernumgebung und ihre Bewertung (sozialer 
Zusammenhalt, Klassengröße, technische und räumliche Ausstattung, 
Regelungen im Fall eines Unterrichtsausfalls, Möglichkeiten des Kindes, im 
eigenen Tempo zu lernen) 
 
- Einschätzung der Unterrichtszeit (zeitliche Reserven, auf Stärken und Schwächen 
der Kinder und Jugendlichen eingehen zu können; Unterrichtsqualität; Einsatz von 
Fachlehrern in den jeweiligen Fächern; Austausch und Gesprächsbereitschaft 
Eltern/Lehrer/Schüler) 
 
- Wie bewerten die Eltern die Vorbereitung der SchülerInnen mit sonderpäda-
gogischem Förderbedarf auf den Übergang Schule und Beruf? Und welche 
Abschlussergebnisse wurden erzielt? 
 
- Fragen zur Wunschschulform und Zufriedenheit mit der aktuell besuchten 
Schulform 
 
- Fragen zur allgemeinen Informationspolitik über die Inklusion (Fühlen sich die 
Eltern gut informiert und beraten?) 
 
- Die Stadtelternschaft ist bei der Erstellung der Fragebögen mit einzubeziehen. 
(Ähnlich wie bei der Elternbefragung zum Übergang Kita-->Grundschule und 
Grundschule-->weiterführende Schule, die vor einiger Zeit durchgeführt wurde).

Begründung 
 
Münsters Schulen sind auf dem Weg hin zur Inklusion. Der Anteil an inklusiv beschulten 
Kindern im allgemeinen Schulsystem steigt beständig. Die Umsetzung der Inklusion gerade 
im schulischen Bereich ist ein langfristiger Prozess und stellt alle beteiligten Personen und 
Institutionen vor eine große Herausforderung. Für die Schulen ist das ein Paradigmen-
wechsel. Die Veränderungen betreffen die Lehrerausbildung und Fortbildung, die technische 
und die Personalausstattung an Schulen, die Schulstrukturfragen (Bestand der 
Förderschulen) sowie Auswirkungen auf die Schulträger. In Kooperation von Schule mit der 
Jugendhilfe, der schulpsychologischen Beratungsstelle sollen bestmögliche 
Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden. 
 
Mit dem Aktionsplan zur Umsetzung der Inklusion in der Stadt Münster wurde eine 
Neuaufstellung der inklusiven Schullandschaft erforderlich. In inklusiven Bildungssystemen 
geht es dabei nicht darum, Kinder und Jugendliche mit einem sonderpädagogischen 
Förderbedarf in ein bestehendes System zu integrieren. Vielmehr müssen die Systeme von 
Beginn an so gestaltet werden, dass sie sich den verschiedenen Bedürfnissen von Kindern 
flexibel anpassen können und jedem Kind die Möglichkeit geben, sein individuelles Potenzial 
zu entfalten.  
 
Für Eltern und ihre Kinder ist der inklusive Unterricht ein bedeutsamer Wechsel im 
Spannungsverhältnis zwischen der Notwendigkeit der Inklusion und dem Elternwunsch, die 
Kinder in den Unterricht und das Schulleben so zu integrieren, dass es für alle Beteiligten 
eine pädagogisch fürsorgliche und gewinnbringende Situation ist. 
 
Die Eltern erhalten mit dieser Umfrage die Möglichkeit, ihre Einschätzung zur Umsetzung der 
Inklusion mitzuteilen. Dazu gehören ihre Erfahrungen, die sie mit dem Thema ‚schulische 
Inklusion’ bereits machen konnten, wie gut sie sich darüber informiert sehen und woher sie 
diese Informationen haben, welche Meinung sie sich dabei zur Inklusion gebildet haben. Die 
Ergebnisse der Elternumfrage liefern wichtige Anhaltspunkte, um Fortschritte und positive 
Erfahrungen aber auch Probleme und Herausforderungen auf dem Weg zur inklusiven 
Schule aufzuzeigen und Lösungsbedarfe zu ermitteln. 
 
 
gez. 
Stefan Weber  
und Fraktion

Beratungsverlauf (1)

26.08.2020 Rat
TOP 66.25 Antrag Entscheidung

Beschluss: verwiesen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
A-R/0064/2020
Typ
Antrag an den Rat
Datum
18.08.2020
Erstellt
06.10.2020 14:37