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SV-2022/0041

Antrag der Fraktionen UFFBASSE, Die Linke. und SPD vom 16.06.2022 betr. Korrektur der Personalbedarfsplanung 'Fortschreibung Rahmenkonzept Schulsozialarbeit'

Antrag 20.06.2022

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SV-2022/0041

3704 Zeichen

Vorlage-Nr. SV-2022/0041 
 
 
Antrag der Fraktionen UFFBASSE, Die Linke. und SPD vom 16.06.2022 betr. 
Korrektur der Personalbedarfsplanung "Fortschreibung Rahmenkonzept 
Schulsozialarbeit" 
 
 
 
 
 
Darmstadt, 16.06.2022 
 
Korrektur der Personalbedarfsplanung „Fortschreibung Rahmenkonzept 
Schulsozialarbeit“ 
(MV 2022/0133) 
 
 
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen, 
 
Der Magistrat wird gebeten,  
 
eine korrigierte Personalbedarfsplanung für die Schulsozialarbeit nach den  
" Leitlinien Schulsozialarbeit", die der Kooperationsverbund Schulsozialarbeit als 
Mindestausstattung benennt, zu erstellen. Die dem Rahmenkonzept Schulsozialarbeit (MV 
2022/0133) zugrundeliegende Bedarfsrechnung benennt deutlich zu wenige Vollzeitkräfte 
pro Schüler:innen. 
 
Begründung: 
 
Die grundsätzliche Bemühung zur Weiterentwicklung der Schulsozialarbeit, wie in MV 
2022/0133 beschrieben, ist zu begrüßen. Weniger verständlich ist jedoch die 
Bedarfsrechnung des „Rahmenkonzept Schulsozialarbeit“. Die hier abgebildeten 
Personalschlüssel gehen mehr als deutlich an fachlichen Empfehlungen vorbei. 
 
In den „Leitlinien Schulsozialarbeit“ benennt der Kooperationsverbund Schulsozialarbeit als 
Mindestausstattung eine Vollzeitkraft auf 150 Schüler:innen. 
 
Das vorliegende Darmstädter Rahmenkonzept erreicht in seiner Zielsetzung diesen Wert 
nicht mal für Förderschulen. Hier sollen pro Vollzeitkraft 250 Schüler:innen betreut werden. 
An Grundschulen 500 und an Gymnasien 2.500. An Beruflichen Schulen wird gar mit 5.000 
Schüler:innen pro Vollzeitäquivalent gerechnet.  
 
Mit Blick auf die gegenwärtig immensen Herausforderungen im Bildungswesen und der 
Sozialarbeit ist diese Bedarfsrechnung nicht nachvollziehbar. 
 
Bundesweit meldeten Kinderintensivstationen für 2021 viermal so viele Suizidversuche von 
Kindern und Jugendlichen im Vergleich zum Vorjahr, das Patientenaufkommen in der Kinder- 
und Jugendpsychiatrie ist bereit vor der Corona-Pandemie stetig gestiegen, mittlerweile kann 
der Bedarf in Folge von Vereinzelung nach Reduktion sozialer Kontakte kaum noch gedeckt 
werden, Bildungsdefizite nach zwei Jahren Schulschließung und Home-Schooling sind längst 
nicht aufgeholt.

2 
Die Dringlichkeit Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in einschneidenden 
Lebensphasen möglichst umfassend zu begleiten ist höher denn je. Wenn das Ziel ist, dass 
diese sich zu eigenständigen, mündigen Menschen entwickeln und ihr volles Potenzial 
entfalten, ist entschiedener Tatendrang gefordert. 
 
Um Bildungschancen zu erhöhen, um Benachteiligungen auszugleichen, Übergänge in 
Lebensphasen zu unterstützen und auch Gesundheit, Selbstvertrauen, 
Problemlösungsfähigkeiten zu fördern, aber auch eine ernsthafte Auseinandersetzung mit 
Suchtrisiken, Suchtverhalten, Ernährung, Sexualität etc. zu ermöglichen, ist die 
außerordentliche Stärkung von Schulsozialarbeit unabdingbar. 
 
Konzeptuelle Prämisse darf hierbei kein knapper Personalschlüssel sein. Vielmehr müssen 
Angebote geschaffen werden, um nicht nur die Kinder, Jugendlichen und jungen 
Erwachsenen zu erreichen, die Probleme machen, sondern die vor allem auch die, die 
Probleme haben! Nirgends sonst als in Schulen sind Kinder, Jugendliche und junge 
Erwachsene besser erreichbar. In diesem Sozial- und Lebensraum gilt es Strukturen und 
Angebote zu schaffen, die wirkungsvoll greifen – mit deutlich ausreichenden Ressourcen.  
 
 
Wir bitten um wohlwollende Prüfung unseres Antrags.  
 
Vielen Dank.  
 
Kerstin Lau, Marc Arnold, Sebastian Schmitt, Carmen Stockert, Till Mootz 
DIE LINKE. Darmstadt Stadtverordnetenfraktion  
 
Für die SPD-Fraktion:  
Anne Marquardt  Tobias Reis 
(Fraktionsvorsitzende) (Stadtverordneter)

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Punkt 37.9: Antrag der Fraktionen UFFBASSE, Die Linke. und SPD vom 16.06.2022 betr. 
Korrektur der Personalbedarfsplanung "Fortschreibung Rahmenkonzept 
Schulsozialarbeit" 
 (SV-Nr. 2022/0041) 
 
Der Antrag wird gemeinsam mit der Vorlage 2022/0133 behandelt. 
 
Der Antrag wird abgelehnt. 
 
Gegen die Ablehnung: Fraktionen SPD, Die Linke. UFFBASSE, Stadtve. Neumann 
    (Die Partei) und Stadtve. Dietrich (Freie Wähler)

Beratungsverlauf (1)

TOP 37.9

Details

Vorlagen-Nr.
SV-2022/0041
Typ
Antrag
Datum
20.06.2022
Erstellt
29.09.2026 00:00