V/0736/2011
Städtische Gesamtschule in Münster, Standortoption Paul-Gerhardt-Realschule
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Beschlussvorlage
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V/0736/2011 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Schule und Weiterbildung Betrifft Städtische Gesamtschule in Münster; Standortoption Paul-Gerhardt-Realschule Beratungsfolge 11.10.2011 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 13.10.2011 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Vorberatung 19.10.2011 Hauptausschuss Vorberatung 19.10.2011 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Die Verwaltung wird beauftragt, dem Rat in Abstimmung mit der Schulaufsicht rechtzeitig zu den Anmeldeterminen der weiterführenden Schulen für das Schuljahr 2012/13 den Grün- dungsbeschluss für eine städtische Gesamtschule am Standort der Paul-Gerhardt- Realschule vorzulegen. 2. Der Rat nimmt zur Kenntnis, dass die Schul konferenzen der Paul-Gerhardt-Realschule, der Fürstenbergschule, der Hauptschule Hiltrup sowie der Geistschule entschieden haben, auf der Basis des Ratsbeschlusses zum Rahmenkonzept zur Schulentwicklungsplanung mit dem Schulträger weitere Gespräche zur Entwicklung einer städtischen Gesamtschule zu führen. Er nimmt zudem zur Kenntnis, dass der in dieser Sache erbetene Schulkonferenzbeschluss des Wilhelm-Hittorf-Gymnasiums noch aussteht. II. Finanzielle Auswirkungen: Der Rat nimmt zur Kenntnis, dass durch diesen Beschluss zunächst keine Kosten oder Folgekos- ten entstehen. Vorlagen-Nr.: V/0736/2011 Auskunft erteilt: Herr Wimmer Ruf: 492-4027 E-Mail: WimmerWo@stadt-muenster.de Datum: 29.09.2011 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0736/2011 Begründung: Zu 1.: Um eine Anmeldung zum Schuljahr 2012/13 an einer städtischen Gesamtschule zu ermöglichen, muss ein Ratsbeschluss zur Gründung der Gesamtschule mit ausreichendem zeitlichen Vorlauf zu den Anmeldeterminen für die Sekundarstufe I der weiterführenden Schulen erfolgen. Dies setzt eine Priorisierung der prinzipiell möglichen Planungen und damit eine Konzentration auf einen Standort voraus. Eine vorläufige vergleichende Bewertung der Standorte erfolgte nach den Kriterien Standort und Erreichbarkeit bestehende Gebäudekapazitäten Finanzaufwand Erweiterungsoptionen Schulkonferenzbeschluss Da eine städtische Gesamtschule ein solitäres Schulangebot wäre, würde - unabhängig vom zu- künftigen Standort der Gesamtschule - allen Schülerinnen und Schülern aus Münster bei Über- schreiten der Entfernungsgrenze die Fahrkosten ersetzt werden. Es ist daher mit Gründung der Gesamtschule von einem erhöhten Finanzierungsbedarf für Schülerfahrkosten auszugehen. Nach vorsichtigen Hochrechnungen beläuft sich dieser auf bis zu 45.000,00 € jährlich (additiv). Dabei muss jedoch berücksichtigt werden, dass die Zahl der Schülerfahrkostenberechtigten nicht konkret prognostizierbar ist. Abweichungen nach unten oder nach oben können deshalb nicht ausge- schlossen werden. Paul-Gerhardt-Realschule Die Paul Gerhardt-Realschule hat ihre Bereitschaft, mit dem Schulträger weitere Gespräche zur Entwicklung zu einer Gesamtschule zu führen, bereits Mitte Juni 2011 mitgeteilt. Mit Ausnahme des Eingangsjahrgangs 2011/12 (2 Züge) ist die Paul-Gerhardt-Realschule eine seit Jahren beständig 3-zügige Realschule. Die im Zusammenhang mit dem Rahmenkonzept errech- nete Prognose der Schülerzahlen bestätigt die 3-Zügigkeit mit insgesamt 18 Klassen über alle Jahrgänge bis 2020. Das Schulgebäude in der Jüdefelderstraße liegt zentral im Bereich des Stadt- bezirks Mitte und ist mit allen Verkehrsmitteln sehr gut erreichbar. Die Paul-Gerhardt-Schule nutzt zurzeit das eigene Schulgebäude sowie die nördliche Gebäude- hälfte der ehemaligen Überwasserschule. Die Schule verfügt über zwei Einfach-Turnhallen. Dieser Gebäudebestand entspricht im Wesentlichen dem B edarf einer 3-zügigen Realschule mit Ganz- tagsbetrieb in Angebotsform. Ein Forum ist nicht vorhanden. Bei einer Errichtung einer vierzügigen Gesamtschule mit dreizügiger Oberstufe an dem Standort müssten deshalb folgende zusätzliche Flächen zur Verfügung gestellt bzw. neu geschaffen wer- den: • 1 Zug Sekundarstufe 1 • 3 Züge Sekundarstufe 2 • Zusätzliche Verwaltungsflächen - 3 - V/0736/2011 • Zusätzliche Flächen für den Ganztagsbetrieb • Forum • 2 Übungseinheiten Sport Das konkrete Raumprogramm muss noch mit der Schule abgestimmt und mit dem vorgesehenen Gründungsbeschluss konkretisiert werden. Eine inzwischen erarbeitete Machbarkeitsstudie hat ergeben, dass die erforderlichen zusätzlichen Flächen auf den Grundstücken der Paul-Gerhardt-Schule und der Überwasserschule geschaffen werden können. Dies ist durch die Bereitstellung der bisher von der VHS genutzten Räume im Ge- bäude der Überwasserschule und Neubauten bzw. Anbauten in mehreren Bauabschnitten denk- bar. Nach ersten groben Schätzungen ist zur Realisierung des o. g. Raumprogramms mit Gesamt- kosten in Höhe von rd. 15,5 Mio. € zu rechnen, wobei der Investitionsbedarf für die Sekundarstufe II (ca. 7 Millionen €) auf Grund der sukzessiven En twicklung der Gesamtschule sich erst zu den Haushaltsjahren 2016 ff. ergeben würde. Erweiterungsmöglichkeiten für 5 oder 6 Züge, die auf Grund hoher Anmeldezahlen mittelfristig erforderlich werden könnten, sind am Standort nicht ge- geben. Die zukünftig erforderliche Nutzung des gesam ten Gebäudes der Überwasserschule setzt eine Verlagerung der Angebote der Volkshochschule vor aus, die zurzeit in diesem Gebäude organisiert werden. Das entspricht in der Zielrichtung dem ohnehin seitens der Politik (vgl. Antrag der SPD- Fraktion) geäußertem Wunsch, die Unterbringung der VHS zu optimieren. Eine Umsetzung der Gesamtschule an diesem Standort erfordert damit ein Konzept zur Unterbringung der VHS. In ei- ner Verfahrensvorlage an den Hauptausschuss zum o. a. Antrag wird das Vorgehen der Verwal- tung bei der Frage der künftigen Unterbringung erläutert. Fürstenbergschule Die Schulkonferenz der Fürstenbergschule hat in ihrer Sitzung am 28. Juni dieses Jahres mit ei- nem einstimmigen Beschluss „…gegenüber dem Schulträger ihr deutliches Interesse an der Er- richtung einer Gemeinschaftsschule oder einer Gesamtschule am Standort der Fürstenbergschu- le..“ bekundet. Der Beschluss wird nach Mitteilung der Schulleitung auch von den Kolleginnen und Kollegen der Wartburgschule, die ab diesem Schuljahr an der Fürstenbergschule unterrichten, gestützt. Die Schulkonferenz weist u. a. darauf hin, dass mit der Neugründung einer Gemein- schafts- oder Gesamtschule ein differenziertes Schulangebot für den Bezirk Ost erhalten bliebe, ausreichendes räumliches Potenzial für den Aus- und Aufbau der Sekundarstufen I und II in unmit- telbarer Nachbarschaft vorhanden ist und Schule und Kollegium über weitreichende Erfahrungen im Ganztagsangebot verfügen, die für den Aufbau der neuen Schulform genutzt werden könnten. Die Schülerzahl der Fürstenbergschule ist vom Schuljahr 2006/7 bis zum Schuljahr 2009/10 von 2 Zügen auf 1 Zug gesunken. Die Hauptschule konnte sowohl im Schuljahr 2010/11 wie auch im Schuljahr 2011/12 auf Grund niedriger Anmeldezahlen keine Eingangsklasse bilden. Die Verwal- tung ist deshalb schulrechtlich gehalten, die Auflösung der Fürstenbergschule vorzuschlagen. Die Fürstenbergschule liegt am östlichen Rand der Innenstadt und erfüllt somit den vom Rat präfe- rierten Standortwunsch. Die Schule ist mit dem ÖPNV gut erreichbar; allerdings sind auf Grund der Vielzahl umliegender Schulstandorte (Berufskollegs , Realschule, Förderschule) quantitative Eng- pässe zu Schulbeginn- und Schulendezeiten wahrscheinlich. Das Schulgebäude ist in den zurückliegenden Jahren durch Baumaßnahmen an geänderte Nut- zungsanforderungen der Schule angepasst worden, die Gebäudesubstanz ist dem Grunde nach sanierungsbedürftig. Die Raumkapazitäten sind auf eine knappe 3-Zügigkeit für eine Sekundarstu- fe I ausgelegt. Um die für eine Gesamtschule gesetzlich vorgeschriebene Mindestgröße von 4 Zü- gen einhalten zu können, wären somit sukzessive bauliche Maßnahmen zur Unterbringung der größeren Sekundarstufe I und nachfolgend der Sekundarstufe II erforderlich. - 4 - V/0736/2011 Zudem müssten zusätzliche Übungseinheiten Sport errichtet werden. Der Flächenbedarf für eine Gesamtschule würde sich durch eine Einbeziehung der Fürstin-von-Gallitzin-Realschule deutlich minimieren, aber nicht gänzlich abdecken. Das Umfeld der Fürstenbergschule bietet (vorbehaltlich einer standortbezogenen Prüfung) vss. die Möglichkeiten, auch eine ggf. zukünftige Erweiterung der Gesamtschule auf 6 Züge umsetzen zu können, benachbarte Sportanlagen wären für den Schulbetrieb nutzbar. In unmittelbarer Nachbarschaft der Fürstenbergschule liegt die Fürstin-von-Gallitzin-Realschule, die aktuell mit 2,2 Zügen geführt wird. Die Prognose errechnet für die Realschule bis 2020 bei sin- kender Gesamtschülerzahl eine konstante 2-Zügigkeit. Mit Schreiben vom 30.06.2011 teilt die Schulleitung mit, dass die Schulkonferenz sich einstimmig gegen weiterführende Gespräche mit dem Schulträger zur Errichtung einer Gemeinschafts- oder Gesamtschule ausgesprochen hat. Die Errichtung einer Gesamtschule am Standort der Fürstenbergschule würde somit eine Konkurrenz- situation zum Realschulangebot der Fürstin-von-Gallitzin-Realschule bedeuten. Die Verwaltung wird mit der Schule Gespräche zur weiteren Entwicklung fortsetzen. Hauptschule Hiltrup Nach den Gesprächen mit den weiterführenden Schulen hat die Schulleitung der Hauptschule Hiltrup mit E-Mail vom 06.06.2011 mitgeteilt, dass sich die Schulkonferenz der Hauptschule für die Entwicklung einer Gemeinschaftsschule bzw. einer Gesamtschule am Standort der Hauptschule ausgesprochen hat. Die Hauptschule Hiltrup ist in den zurückliegenden Jahren durchgängig dreizügig organisiert. Dem zumeist 2-zügigen 5. Jahrgang folgt ein sprunghafter Anstieg der Schülerzahl in den Jahrgängen 7 und 8, in denen dann teilweise 4 Klassen gebildet wurden. Über alle Jahrgänge ist seit dem Schul- jahr 2006/7 ein Rückgang der Schülerzahl um rd. 20% zu verzeichnen. Die Prognose bis 2020 geht deshalb mittelfristig von einer 2-Zügigkeit der Hauptschule aus. Die Raumkapazitäten der Hauptschule Hiltrup bieten Platz für insgesamt 4,8 Züge für die Sekun- darstufe I. Da eine Gesamtschule über mindestens 4 Züge verfügen muss, wäre die Raumkapazi- tät der Hauptschule allein durch die Sekundarstufe I ausgelastet, es entstünde zusätzlicher Flä- chenbedarf für die Sekundarstufe II, ggf. auch für Übungseinheiten Sport und den Ganztagsbe- trieb. Der Standort der Hauptschule Hiltrup entspricht nicht der vom Rat vorrangig gewünschten zentra- len Lage in der Innenstadt. Der Standort ist über den ÖPNV gut angebunden, auf Grund der Lage aber für Schülerinnen und Schüler aus den Stadtbezirken Nord, Ost und West nur mit erheblichem zeitlichen Aufwand erreichbar. Die Hauptschule Hiltrup liegt in unmittelbarer Nähe zur Johannes-Gutenberg-Realschule, dem Im- manuel-Kant- Gymnasium und dem bischöflichen Kardinal-von-Galen-Gymnasium. Damit ist im Stadtteil Hiltrup ein differenziertes Schulangebot für alle möglichen Abschlüsse der Sekundarstufe I wie der Sekundarstufe II vorhanden. Die Schulkonferenzen der Johannes-Gutenberg-Realschule sowie des Immanuel-Kant-Gymnasiums haben sich nach Mitteilung ihrer Schulleitungen gegen die Entwicklung zu einer Gemeinschafts- bzw. Gesa mtschule ausgesprochen. Mit der Errichtung einer Gesamtschule allein aus dem System der Hauptsc hule Hiltrup heraus ergäbe sich damit eine er- hebliche Ausweitung des Schulangebotes und eine verschärfte Konkurrenzsituation unter den Schulen, die angesichts leicht rückläufiger Schülerzahlen in Münster insgesamt nicht vertretbar ist. - 5 - V/0736/2011 Die Verwaltung wird mit der Schule Gespräche zur weiteren Entwicklung fortsetzen. Geistschule Bereits vor der Erstellung des Rahmenkonzeptes zur Schulentwicklungsplanung haben die Schul- leitungen der Geistschule und der Grundschule Berg Fidel der Verwaltung einen Konzeptentwurf für eine Internationale Gemeinschaftsschule Berg-Fidel-Geist für die Jahrgänge 1 - 13 vorgestellt. Zielsetzungen und Inhalte des Entwurfes sind im Rahmenkonzept beschrieben worden. In ver- schiedenen gemeinsamen Gesprächen mit den Schulleitungen und der Schulaufsicht sind grund- sätzliche strukturelle Fragen zum Konzept wie auch zur Rekrutierung der Schülerschaft und per- sonellen Kontinuitäten diskutiert worden. Die Schulen selbst beabsichtigten, ein überarbeitetes Konzept vorzulegen. In dem Beschluss des Rates (vgl. Niederschrift des Rates zur Sitzung 16.02.2011) wurde das An- liegen nicht aufgegriffen; ebenso nicht bei der Priorisierung der Arbeitsaufträge, die der Ausschuss für Schule und Weiterbildung in seiner Sitzung im März 2011 vorgenommen hat. Zwischenzeitlich hat die Schulleitung mitgeteilt, dass die Geistschule mit dem Schulträger weiter- führende Gespräche zur Entwicklung zur Gesamtschule führen möchte. Eine abschließende Klar- heit über die Entwicklungsabsichten beider Schulen ist aus Sicht der Verwaltung bisher noch nicht gegeben. Die Geistschule liegt am südlichen Rand der Innens tadt (Grevingstraße) und ist via Hammer Stra- ße und Metzer Straße über den zentralen Umstieg am Bahnhof gut an das ÖPNV-Netz ange- schlossen. Seit dem Schuljahr 2007/8 bildet die Geistschule regelmäßig eine Eingangsklasse (Ausnahme: 2009/10 2 Klassen), wird aber auf Grund deutlich zunehmender Schülerzahlen in den Jahrgangs- stufen 6 - 8 zu einer insgesamt gut 2-zügigen Schule, die in der Schülerzahlprognose auch bis 2020 bestätigt wird. Das Gebäude ist für die Aufnahme von insgesamt 3 Zügen der Sekundarstufe I ausgelegt. Eine Entwicklung zu einer 4-zügigen Gesamtschule würde demnach eine sukzessive Flächenausweitung für einen Zug der Sekundarstufe I sowie für eine komplette Sekundarstufe II. Zudem wäre die Errichtung zusätzlicher Übungseinheiten Sport erforderlich. Die Möglichkeiten einer baulichen Umsetzung des Flächenbedarfs am Standort müssten geprüft werden. Erweite- rungsmöglichkeiten für 5 oder 6 Züge, die auf Grund hoher Anmeldezahlen mittelfristig erforderlich werden könnten, sind bereits jetzt erkennbar am Standort nicht gegeben. Die Verwaltung wird mit der Schule Gespräche zur weiteren Entwicklung fortsetzen. Wilhelm-Hittorf-Gymnasium Nach den Gesprächen mit den weiterführenden Schulen teilte die Schulleitung mit Schreiben vom 27.06.2011 mit, dass sich die Lehrerkonferenz einstimmig gegen weiterführende Gespräche hin- sichtlich einer Entwicklung zu einer Gesamtschule ausgesprochen hat. Die Elternvertreter haben jedoch um zusätzliche weitere Informationen vor einer abschließenden Entscheidung der Schul- konferenz gebeten. Die Verwaltung steht dazu in Kontakt mit der Schule. Auf Grund des neu be- gonnenen Schuljahres und der damit verbundenen Neukonstituierung der Elternvertretung sowie der Einladungsfristen für nachfolgende Schulkonferenzen wird eine abschließende Entscheidung der Schulkonferenz zu weiterführenden Gesprächen mit dem Schulträger voraussichtlich erst im IV. Quartal erfolgen. Damit wäre eine Entwicklung zur Gesamtschule zum Schuljahr 2012/13 nicht mehr möglich. Sollte sich die Schulkonferenz für eine Prüfung der Möglichkeiten und Rahmenbedingungen zur Entwicklung einer Gesamtschule am Standort des Hittorf-Gymnasiums aussprechen, wird die Ver- waltung die Gespräche dazu unverzüglich aufnehmen. - 6 - V/0736/2011 Zu 2.: Mit dem einstimmigen Beschluss zur Vorlage V/0678/2010/1 „Rahmenkonzept zur Schulentwick- lungsplanung“ im Februar 2011 hat der Rat die Verwaltung beauftragt, „die Einrichtung einer vier- zügigen Gesamtschule in Münster planerisch vorzubereiten. Dabei sollen neben einem Innen- stadtstandort ebenso stadtweite alternative Standorte gesucht werden…“ (Beschlusspunkt 4.1 der Vorlage). Die planerische Vorbereitung kann prinzipiell in Zusammenarbeit mit bestehenden Schulen, die eine Entwicklung zur Gesamtschule anstreben, an bestehenden Schulstandorten ohne Zustim- mung der Schule sowie an Standorten, die aktuell nicht für schulische Zwecke genutzt werden, durchgeführt werden. Der im Rahmen der Schulentwicklungsplanung grundsätzlich anzustrebende Konsens sowie erkennbare wirtschaftliche Vorteile der Nutzung bestehender Schulgebäude legen dabei die Entwicklung einer Gesamtschule aus einem bestehenden Schulsystem nahe. Deshalb hat die Verwaltung in Fortsetzung des bisher durchgeführten transparenten Verfahrens der Schulentwicklungsplanung mit allen allgemeinbildenden weiterführenden städtischen Schulen (außer Berufskollegs) Gespräche geführt, in denen über die Rahmenbedingungen und zukünftigen möglichen Veränderungen von Schülerströmen durch alternative neue Schulangebote (Gemein- schafts- / Sekundarschule, Wartburggrundschule, Gesamtschule) informiert wurde. Gleichzeitig wurden die Schulleitungen gebeten, über entsprechende Schulkonferenzbeschlüsse gemeinsam mit dem Kollegium und der Elternschaft festzustellen, ob weitere Gespräche mit dem Schulträger zur Entwicklung einer Gesamtschule aus dem bestehenden Schulsystem geführt werden sollen. Für solche Gespräche haben sich die Schulkonferenzen der Paul-Gerhardt-Realschule, der Hauptschule Hiltrup, der Fürstenbergschule und der Geistschule ausgesprochen. Die Elternvertre- ter in der Schulkonferenz des Wilhelm-Hittorf-Gymnasiums haben vor einer Beschlussfassung um weitere Informationen durch den Schulträger gebeten. Fazit Für die Realisierung einer Gesamtschule am Standort der Paul-Gerhardt-Schule spricht die über- ragende Zentralität und Erreichbarkeit des Standortes, die bestehenden Entwicklungsmöglichkei- ten sowie letztlich die Tatsache, dass die Gesamtschule aus einer Realschule entwickelt wird. Die Verwaltung schlägt deshalb vor, den Gründungsbeschluss für eine städtische Gesamtschule am Standort der Paul-Gerhardt-Realschule für die nächste Beratungskette vorzubereiten. I. V. gez. Dr. Hanke Stadträtin
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungOrte (3)
- Jüdefelderstraße
- Grevingstraße
- Metzer Straße
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0736/2011
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 26.09.2011
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37